LIFE: Europäischer Steuergeldesel für Klima-NGOs

LIFE, PARIS – die Tarnnamen der steuerlichen Umverteilung von unten nach oben klingen positiv und harmlos. Was dahinter steckt, soll einmal mehr von uns aufgearbeitet werden.

L’Instrument Financier pour l’Environnement (kurz: LIFE) ist ein Finanzinstrument der EU zur Förderung von Umweltmaßnahmen in der gesamten EU und in ausgewählten Kandidaten-, Beitritts- und Nachbarländern der EU (Wikipedia). „Umwelt“ bedeutet heutzutage in der Regel „Klima“ – und das bedeutet Umverteilung von Steuergeld in großem Umfang.

Schon 2016 versuchten EU-Beamte, die zahlreichen Kapillaren des Steuergeldflusses in „Nicht“Regierungsorganisationen und angeblichen Hilfsvereinen aufzuklären. Sie gaben auf – bereits damals waren die Verflechtungen der privaten Vereine, die vom Staat leben, so absichtlich eng und unübersichtlich gestaltet (z.B. durch Hin- und Herüberweisungen), daß sie für Kontrolleure nicht mehr zu durchschauen waren.

In den letzten Jahren kam immerhin medial etwas in Bewegung, als die CDU/CSU-Fraktion mit zwei Kleinen Anfragen im Bundestag 2023 und 2025 (PARIS: „Radwege in Peru“, „551 Fragen“) darauf aufmerksam machte, daß die grün-roten Parteien ihr gewaltiges politisches Vorfeld mit ebenso gewaltigen Steuermitteln finanzieren läßt.

Die erstaunlich große Zahl von 551 Fragen der Union weist auf die Größe des politischen Skandals der Steuerverschwendung zugunsten von Parteigängern hin. Dennoch betreffen selbst die 551 Fragen nur die Spitze des Eisberges.

Ein kluger Leser namens „Fiatlux“ machte uns auf ein der Öffentlichkeit völlig unbekanntes EU-Finanzierungsprogramm namens LIFE (Das Finanzierungsinstrument für die Umwelt) aufmerksam, das die letzten Jahre einiges zu verschenken hatte – an meist völlig unbekannte Vereine, die meist mehr oder minder unkontrolliert angeblich irgend etwas mit „Klima“ machen. Er merkte zudem einige Auffälligkeiten an:

Die EU Webseiten sind (bewußt) wenig transparent. (…) Die Förderung war früher deutlich höher als heute, irgendwann ist ein Deckel bei 700.000 Euro eingezogen worden.

Hier ein paar Beispiele für die Förderorgansisationen und ihre Bezüge, 2024. Was sofort ins Auge sticht: Die Beschreibung der Organisationen auf der LIFE-Seite ist sehr schwammig – man erfährt nur von der Tätigkeit im Umweltrecht- und Lobbypolitik-Bereich. Konkrete Einsätze für Artenschutz oder Naturobjekte, die tatsächlich etwas bewirken, werden nie erwähnt. Heißt: Die NGO-Mitarbeiter sitzen in klimatisierten Büros in Brüssel und anderen Hauptstädten und erhalten dafür viel Steuergeld.

Agroecology Europe
www.agroecology-europe.org
€ 133.000
70% Förderanteil an Gesamtbudget
Ziel der AEEU ist es, den Übergang zu agrarökologischen Landwirtschafts- und Lebensmittelsystemen in Europa und der ganzen Welt zu analysieren, zu gestalten, zu entwickeln und zu fördern. Sie fördert die Interaktion zwischen verschiedenen Interessengruppen, indem sie den Wissensaustausch und Aktionen erleichtert.

Carbon Disclosure Project Worldwide (Europe)
https://www.cdp.net
€ 700.000
14% Förderanteil an Gesamtbudget
Das CDP fördert ein globales System für Unternehmen und Städte zur Messung, Offenlegung, Verwaltung und Weitergabe von Umweltinformationen in den Bereichen Klimawandel, Wasser und Wälder.

Carbon Market Watch
https://carbonmarketwatch.org
€ 250.000
34% Förderanteil an Gesamtbudget
Die CMW ist eine Dachorganisation, die auf drei Ebenen aktiv ist: auf EU-Ebene, um sicherzustellen, dass die Klima- und Umweltpolitik angemessen ist; auf internationaler Ebene, um für eine stärkere ökologische und soziale Integrität der UN-Klimamechanismen einzutreten, und an der Basis, um die Zivilgesellschaft zu befähigen, einen stärkeren Einfluss auf die politische Entwicklung im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu nehmen.

CEE Bankwatch Network
https://bankwatch.org/
€ 422.500
65% Förderanteil an Gesamtbudget
CEE Bankwatch befasst sich mit den Umweltauswirkungen der internationalen Finanzwirtschaft in der Region Mittel- und Osteuropa. Seine Aufgabe ist es, die umwelt- und sozialschädlichen Auswirkungen der internationalen Entwicklungsfinanzierung zu verhindern und alternative Lösungen sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit zu fördern.

CEEweb for Biodiversity
www.ceeweb.org
€ 84.210
70% Förderanteil an Gesamtbudget
CEEweb ist ein Netzwerk von Naturschutzorganisationen mit Sitz in Mittel- und Osteuropa. Sein Ziel ist der Schutz der biologischen Vielfalt.

ClientEarth
www.clientearth.org
€ 300.000
26% Förderanteil an Gesamtbudget
ClientEarth ist ein Netzwerk von Umweltrechtsexperten, die sich für eine bessere Umsetzung und Durchsetzung des EU-Umweltrechts einsetzen, insbesondere in den Bereichen saubere Energiewende, Klimawandel und Landwirtschaft. ClientEarth Deutschland führt strategische Interventionen durch – von der Verhandlung neuer Gesetze bis hin zur Umsetzung bestehender Gesetze in Gerichtsverfahren – um einen systemischen Wandel in Deutschland, Europa und darüber hinaus zu bewirken.

Climate Action Network Europe vzw – asbl
https://caneurope.org
€ 700.000
22% Förderanteil an Gesamtbudget
CAN Europe ist die größte europäische Koalition, die sich mit Klima- und Energiefragen befaßt. Das Netzwerk besteht aus über 120 Organisationen in mehr als 30 europäischen Ländern. Die Organisation setzt sich dafür ein, gefährliche Klimaveränderungen zu verhindern und eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik in Europa zu fördern.

Coalition Clean Baltic
www.ccb.se/
€ 499.327
70% Förderanteil an Gesamtbudget
CCB ist ein regionales Netzwerk von Umwelt-NGOs mit Sitz in mehreren baltischen Ländern, die sich für den Schutz und die Verbesserung der Umwelt im Einzugsgebiet der Ostsee einsetzen. Ihre Zusammenarbeit beruht auf der Idee, daß nationale NROs eine internationale Vertretung und Zusammenarbeit benötigen, um ihren Einfluss auf die Entwicklung und Umsetzung politischer Maßnahmen zu stärken.

European Cyclists’ Federation
https://ecf.com
€ 360.000
34% Förderanteil an Gesamtbudget
Die ECF ist ein Netzwerk von Fahrradorganisationen, das alle EU-Mitgliedstaaten abdeckt und auch über die EU hinausreicht. Es handelt sich um ein gut etabliertes Netzwerk, das bereits Erfahrung mit der Verwaltung von EU-finanzierten Projekten hat und einen sehr guten Ruf genießt. Die Hauptaufgabe der ECF besteht darin, sich für einen verbesserten Rechtsrahmen für die verstärkte und sicherere Nutzung des Fahrrads einzusetzen und einen Beitrag zu den Zielen des siebten Umweltaktionsprogramms in Bezug auf Ressourceneffizienz und den Schutz der Bürger vor Umweltbelastungen zu leisten.

European Environmental Bureau
https ://eeb.org
€ 700.000
10% Förderanteil an Gesamtbudget
Das EEB ist ein Zusammenschluss von mehr als 150 Umwelt-Bürgerorganisationen mit Sitz in den EU-Mitgliedstaaten, den Beitrittsländern und einigen Nachbarländern. Die Aufgabe des EEB besteht darin, die Umwelt in Europa und anderswo zu schützen und zu verbessern sowie das Wissen und das Verständnis für die EU-Umweltpolitik und die Politik der nachhaltigen Entwicklung in der breiten Öffentlichkeit in der EU zu fördern.

European Federation for Transport and environment
www.transportenvironment.org
€ 700.000
5% Förderanteil an Gesamtbudget
T&E ist eine große und einflussreiche europäische NGO, die sich für die Entwicklung und Umsetzung einer umweltverträglichen Verkehrspolitik einsetzt. Sie hat bereits zu einer Reihe von öffentlichkeitswirksamen Änderungen der EU-Politik beigetragen, z. B. zu verbindlichen Normen für kraftstoffeffizientere Autos und Kleintransporter und nachhaltigere Biokraftstoffe, zur Einbeziehung des Luftverkehrs in das EU-Emissionshandelssystem, zur Einführung von Kennzeichnungen für umweltfreundliche Reifen und zu intelligenteren EU-Vorschriften über die Art und Weise, wie Lastkraftwagen berechnet und gestaltet werden können.

Eurosite – the European Land Conservation Network
www.eurosite.org/
€ 118.345
70% Förderanteil an Gesamtbudget
Eurosite ist eine Mitgliederorganisation, die die Verwalter europäischer Schutzgebiete und andere Interessenvertreter zusammenbringt, die gemeinsam für ihre Vision arbeiten – ein Europa, in dem die Natur von allen gepflegt, geschützt und geschätzt wird.

Federation of Associations for Hunting and Conservation of the EU
www.face.eu/
€ 288.190
25% Förderanteil an Gesamtbudget
FACE arbeitet als evidenzbasierte Organisation, um sowohl der Jägerschaft als auch den Entscheidungsträgern technisches Fachwissen und Einblicke in die für die Jägerschaft relevante Biodiversitätspolitik zu geben. Die Aktivitäten von FACE orientieren sich an den beiden Eckpfeilern der europäischen Naturschutzpolitik: der EU-Vogelschutzrichtlinie und der EU-Habitatrichtlinie, wobei der Schwerpunkt auf Großraubtieren liegt. Im Rahmen des europäischen Green Deals ist die Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 eine weitere wichtige Säule der Arbeit.

Föderation der Natur – und Nationalparke Europas (Foderation EUROPARC) e.V.
https://www.europarc.org
€ 318.547
60% Förderanteil an Gesamtbudget
Die Föderation EUROPARC hat sich zum Ziel gesetzt, das europäische Naturerbe durch die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und Vernetzung aufzuwerten und zu erhalten. Als größtes Netzwerk für Schutzgebiete in Europa vereint EUROPARC derzeit rund 400 Mitglieder in 36 Ländern, die ihrerseits Tausende von Natura-2000- und anderen Naturschutzgebieten verwalten.

Friends of the Earth Europe
https://friendsoftheearth.eu/
€ 700.000
23% Förderanteil an Gesamtbudget
Friends of the Earth ist ein weltweites Basis-Umweltnetzwerk, das sich für eine gerechte, ausgewogene und friedliche Welt einsetzt. Das Arbeitsprogramm von FoEE konzentriert sich insbesondere darauf, die EU ökologisch nachhaltiger zu machen.

Fundación Oceana
https://oceana.org
€ 700.000
18% Förderanteil an Gesamtbudget
Oceana hat sich zum Ziel gesetzt, die biologische Vielfalt der Ozeane durch die Stärkung der einschlägigen Politiken zu erhöhen. Ihr Strategieplan für Europa konzentriert sich auf dringende Themen für die europäische Meeresumwelt: Verteidigung eines nachhaltigen Fischereimanagements in Europa, Minimierung von Einwegplastik, das ins Meer gelangt, Verringerung der IUU-Fischerei und Ausbau der Wirksamkeit des MPA-Netzwerks in Europa.

Health and Environment Alliance
https://www.env-health.org
€ 700.000
48% Förderanteil an Gesamtbudget
HEAL hat sich zum Ziel gesetzt, die Umwelt zu schützen, um die Gesundheit der Menschen zu stärken. HEAL ist in Brüssel und in den 27 EU-Mitgliedstaaten über ein aktives, maßgebliches und vielfältiges umweltmedizinisches Mitgliedernetzwerk aktiv, das sich aus Ärzten, Krankenschwestern, Asthma- und Krebspatienten, gemeinnützigen Krankenversicherern und vielen anderen zusammensetzt.

Health Care Without Harm Europe
https://noharm-europe.org
€ 598.000
52% Förderanteil an Gesamtbudget
Das Ziel des HCWH Europe ist es, das europäische Gesundheitssystem so zu gestalten, dass es ökologisch nachhaltig wird und nicht länger eine Quelle von Schäden für die Umwelt und die menschliche Gesundheit darstellt. Die Arbeit des HCWH Europe konzentriert sich auf sieben Hauptbereiche: gesundes Klima, sicherere Chemikalien, gesunde und nachhaltige Lebensmittel, Null-Abfall, saubere Luft und sauberes Wasser, grüne Gebäude und Menschenrechte.

Institute for European Environmental Policy
https://ieep.eu
€ 450.000
32% Förderanteil an Gesamtbudget
IEEP ist ein Thinktank für Nachhaltigkeit, der mit vielen Interessengruppen in der EU zusammenarbeitet, darunter Institutionen, internationale Einrichtungen, Hochschulen, die Zivilgesellschaft und die Industrie, um faktengestützte Forschung und Analysen zu erstellen, die eine wirkungsorientierte Nachhaltigkeitspolitik fördern.

International Federation of Organic Agriculture Movements – European Regional Group
€ 496.374
27% Förderanteil an Gesamtbudget
Die IFOAM EU Gruppe setzt sich für nachhaltige Lebensmittel und Landwirtschaft ein.

Justice and Environment
www.justiceandenvironment.org
€ 291.141
70% Förderanteil an Gesamtbudget
J&E ist ein Netzwerk von nichtstaatlichen Umweltorganisationen, die das Umweltrecht als Instrument zum Schutz von Mensch und Natur in den EU-Mitgliedstaaten nutzen. J&E setzt sich für eine bessere Gesetzgebung und Umsetzung des Umweltrechts auf nationaler und EU-Ebene ein.

MedPAN – Network for the Managers of Marine Protected Areas in the Mediterranean
https://medpan.org
€ 400.000
43% Förderanteil an Gesamtbudget
MedPAN ist ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten in den Ländern des Mittelmeeres, das ein starkes und dynamisches Netzwerk von Meeresschutzgebieten im Mittelmeerraum sicherstellen soll, um die Wirksamkeit ihrer Verwaltung zu unterstützen und zur Verbesserung der Politik auf europäischer, mediterraner und internationaler Ebene für eine bessere Meeresumwelt beizutragen.

NGO Shipbreaking Platform
https://shipbreakingplatform.org
€ 320.250
69% Förderanteil an Gesamtbudget
Die Abwrackplattform will die Verklappung von Altschiffen mit gefährlichen Abfällen an den Stränden der Entwicklungsländer verhindern. Sie fördert weltweit ein sauberes, sicheres und gerechtes Schiffsrecycling unter Beachtung der Menschenrechte, der grundlegenden Arbeitsnormen und der Umweltgerechtigkeit.

Pesticide Action Network Europe (Pan Europe)
https://www.pan-europe.info/
€ 319.200
67% Förderanteil an Gesamtbudget
PAN ist der europäische Zweig der globalen Organisation PANS mit über 600 Mitgliedern weltweit. Ihr Ziel ist es, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren, nachhaltige Alternativen zu unterstützen und das Bewußtsein für die Gefahren zu schärfen, die von Pestiziden für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ausgehen. Zu den Mitgliedern von PAN gehören nichtstaatliche Umweltorganisationen, Menschenrechtsgruppen und Nichtregierungsorganisationen für Lebensmittelsicherheit.

Renewables Grid Initiative
https://renewables-grid.eu
€ 700.000
47% Förderanteil an Gesamtbudget
RGI ist eine einzigartige Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen und Übertragungsnetzbetreibern in ganz Europa, die sich in einem „Ökosystem von Akteuren der Energiewende“ engagieren. Das Netzwerk fördert die Entwicklung eines fairen, transparenten und nachhaltigen Energienetzes, um das Wachstum erneuerbarer Energiequellen zu ermöglichen

Seas At Risk Vzw
https://seas-at-risk.org
€ 606.375
22% Förderanteil an Gesamtbudget
Das Hauptziel von SAR ist es, gesunde Ozeane und produktive Ökosysteme zu sehen und diese für künftige Generationen zu erhalten. Sie setzt sich dafür ein, dass die Meeresressourcen nach einem ökosystembasierten Ansatz und unter Berücksichtigung des Vorsorge- und Verursacherprinzips bewirtschaftet werden.

Slow Food
https://www.slowfood.com
€ 510.000
46% Förderanteil an Gesamtbudget
SF zielt darauf ab, ein Modell der Lebensmittelproduktion und des Lebensmittelkonsums zu fördern, das auf dem Konzept der guten, sauberen und fairen Lebensmittel basiert. Sie trägt zur Gestaltung einer nachhaltigen Lebensmittelpolitik bei.

Stichting BirdLife Europe
www.birdlife.org
€ 460.000
21% Förderanteil an Gesamtbudget
BirdLife Europe arbeitet mit vielen Mitgliedsorganisationen in der EU und in Zentralasien zusammen, um Vögel und die biologische Vielfalt zu erhalten.

Stichting Fern
https://www.fern.org
€ 245.000
12% Förderanteil an Gesamtbudget
Fern liefert Informationen und Analysen zu den Auswirkungen der EU-Politik und -Praktiken auf die Wälder. Sie arbeitet mit Partner-NGOs zusammen, um Hebelpunkte auf EU-Ebene zu identifizieren, die zum Schutz der Wälder, zur Stärkung der Rechte der Menschen und zur wirksamen Bekämpfung des Klimawandels und der Krise der biologischen Vielfalt beitragen.

Surfrider Foundation Europe
https://surfrider.eu
€ 400.000
45% Förderanteil an Gesamtbudget
Ziel des SFE ist es, die Interessen der Küsten- und Meeresgemeinschaft zu vertreten, wenn es um ökologische Belange geht, und sich mit Umweltbedrohungen für die Wasserqualität der Meere und die Gesundheit ihrer Nutzer zu befassen, wobei der Schwerpunkt auf grundlegenden Themen wie Meeresmüll und Klimawandel liegt.

Wetlands International – European Association
https://europe.wetlands.org
€ 699.960
70% Förderanteil an Gesamtbudget
WI-EA ist eine Gruppe europäischer Nichtregierungsorganisationen, die zusammenarbeiten, um das Bewusstsein für Feuchtgebietsökosysteme zu schärfen und sich für die nachhaltige Nutzung von Feuchtgebieten für Mensch und Natur einzusetzen, insbesondere durch die Verknüpfung von Wissenschaft, Politik und Praxis.

WWF European Policy
€ 625.000
15% Förderanteil an Gesamtbudget
WWF EPO is the Brussels-based policy hub of the WWF European and global network.Programme
www.wwf.eu
Hauptziel des Büros ist die Stärkung der europäischen Gesetzgebung und Politik, insbesondere in den Bereichen Klima und Energie, Biodiversität, Wälder, Außenentwicklung, Meeresschutz und Fischerei, Süßwasser, Ressourceneffizienz und grüne Wirtschaft.

WWF Central and Eastern Europe
https://wwfcee.org/
€ 265.000
40%
WWF-CEE koordiniert und leitet die Naturschutzaktivitäten des WWF in der Donau-Karpaten-Region (die 19 Länder umfaßt). Der Großteil des Programms konzentriert sich auf grenzüberschreitende Themen, insbesondere im Zusammenhang mit Süßwasser, Forstwirtschaft, nachhaltiger Entwicklung und vor allem EU-bezogener Politik.

Zero Waste Europe
https://zerowasteeurope.eu
€ 501.280
27%
Die ZWE verfügt über ein einzigartiges und starkes Fachwissen bei der Entwicklung von Maßnahmen im Bereich Abfall und Klimawandel. Es arbeitet mit anderen internationalen Partnern zusammen, um diese politischen Defizite zu beheben und sie in Chancen zu verwandeln

 




Gardasee-Achterbahn: Klima-Alarm kollabiert – Klimaschau 226

2023 schlug die Berliner Morgenpost Alarm. Sie titelte:

“Trockenheit in Italien. Wassermangel am Gardasee: Experte erkennt ein Alarmzeichen. Nach Angaben der örtlichen Behörden liegt der Wasserstand bei über 46 Zentimeter, halb so viel wie vor einem Jahr. Da waren es zur gleichen Zeit 99 Zentimeter. Noch nie seit Meßbeginn lag der Wasserstand so tief um diese Jahreszeit wie aktuell. Der Schweizer Klimaexperte David Volken sah in „extremwetter.tv“ ein klares „Zeichen des Klimawandels“.”

Nicht mal ein Jahr später wendete sich dann überraschenderweise das Blatt. Die österreichische Kronenzeitung berichtete im Februar 2024:

„Nach Dürre: Wasserstand am Gardasee auf Rekordhoch. Dank starker Regenfälle in den vergangenen Tagen liegt der Wasserstand des Gardasees mit plus 135 Zentimetern über dem hydrometrischen Nullpunkt in Peschiera (Verona) auf einem Rekordhoch. Das sind 90 Zentimeter mehr als vor einem Jahr. Die Dürre, die sowohl die Touristensaison als auch die Bewässerung in der Gegend von Mantua belastet hatte, scheint damit abgewendet zu sein. Ein ähnliches Hoch war am 23. Februar 1997 verzeichnet worden.”




Trump-Regierung stellt drei ausgesprochene Klimakritiker ein – Koonin, Spencer, Christy

von AR Göhring

NYTimes und CNN berichten gerade, daß Steven Koonin und die EIKE-Referenten John Christy und Roy Spencer im Energieministerium der USA (United States Department of Energy, DOE) arbeiten werden.

Christy und Spencer sind Professoren an der Universität von Alabama in Huntsville UAH. Spencers Temperaturmeßreihen werden weltweit als Referenz zu Klimafragen herangezogen. Steven Koonin ist Professor in Stanford/Kalifornien und war schon unter Obama im DOE beschäftigt, außerdem bei British Petrol.

Nach internen Quellen sind die drei Wissenschaftler direkt dem Bundesminister Wright unterstellt und dienen als Experte (Christy), Berater (Spencer) und Regierungs-Sonderbeamter (Koonin). Christy und Spencer betonen seit langem, daß die Temperatur-Meßdaten von Satelliten und von terrestrischen Stationen nicht dieselben Trends zeigen und haben damit  Zweifel an der wissenschaftlichen Redlichkeit der öffentlichen Klimapanik genährt.

Die bemerkenswerte Personalie paßt zu der von Donald Trump angekündigten neuen Umweltpolitik, nach der der Klima-Alarmismus in der Verwaltung und den Universitäten ausgetrocknet werden soll.

„Climate is a hoax to make money.“ Trump 2016

Dabei geht das Kabinett Trump II rigoros vor: Die National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA, US-Wetterbehörde, s0ll ihre Forschungstätigkeiten ganz einstellen. Auch andere Ämter und Institute dürften mit Kürzungen zu rechnen haben – so die berühmt-berüchtigte CO2-Meßstation auf dem Mauna-Loa-Vulkan, der selber einiges an natürlichem CO2 freisetzt.

Zu den Klimapanik-Instituten gehört interessanterweise auch das DOE, das bislang zahlreiche Klimaforscher beschäftigt und Supercomputer für die Berechnung fragwürdiger Klimamodelle bereitstellt.

Auch beim Klima-Personal wird unter Trump nun ordentlich gespart – so mußten bereits Hunderte Forscher gehen, die das nächste „Nationale Klimagutachten“ hätten erstellen sollen. In Europa, vor allem den DACH-Ländern, erregte diese Politik den Vorwurf der „Wissenschaftsfeindlichkeit“ des Kabinetts Trump. Viele der geschaßten US-Klimaforscher könnten nun in Europa nach neuen Stellen Ausschau halten. Ob es daher zu einem Konkurrenzkampf kommen wird? Da „Klima“ seit Jahrzehnten ein mit Steuergeldern üppig gepäppeltes Gebiet ist, gibt es in den DACH-Ländern und Nachbarstaaten bereits sehr viele überflüssige Stellen.

Auch in den USA regt sich natürlich angesichts der verlorenen profitablen Pöstchen Widerstand. Ein Klimaforscher aus Texas, Andrew Dessler, sagte:

„Die Beauftragung von Koonin, Spencer und Christy ist nicht nur irregulär, sondern auch ein Zeichen dafür, daß sie (Kabinett Trump-Red.) auf keinem der üblichen Wege die gewünschte Antwort erhalten. Dies scheint sich wie ein roter Faden durch diese Verwaltung zu ziehen. Sie suchen nicht nach legitimen Expertenmeinungen, sondern nach Leuten, die ihnen die gewünschte Antwort geben.“

Dessler dreht also das übliche Argument gegen seine eigene Profession um, nach dem die Alarmisten stets Alarm produzieren, um ihren Job und ihren Einfluß zu erhalten.

Außerdem seien Koonin, Christy und Spencer dafür bekannt, in ihren angeblich wissenschaftlichen Einschätzungen Werturteile zu fällen und sich Daten herauspickten. Auch dieses Verhalten ist bekannt – von den Alarmisten.

Der bekannte Klimaforscher Zeke Hausfather teilte auch schon gegen die drei Kritiker aus:

„Koonin und Christy gehören zwar zu den vernünftigeren Klimaskeptikern, aber sie stellen eine winzige Minderheit dar, die vielleicht 1 % oder weniger der Klimawissenschaftler repräsentiert. Es ist zwar nützlich, eine Vielzahl von Ansichten zu bewerten, aber es ist höchst problematisch, gezielt nach Randmeinungen zu suchen und sie hervorzuheben, die von der großen Mehrheit der wissenschaftlichen Forschung zu einem Thema nicht unterstützt werden.“

Das berühmte „97%“-Argument also. Man merkt – die Klimaforscher in den USA zittern vor dem Gegenwind und dem Verlust ihrer Privilegien. Da mit Koonin, Spencer und Christy renommierte und redliche Wissenschaftler in die Machtposition geraten, in der bislang Polit-Wissenschaftler und Weltuntergangsprediger dominierten, ist die Sorge Hausfathers berechtigt.

Sehen Sie hier unsere Videos mit Christy und Spencer:





Die Sommertage und das CO2 – von Fritz Vahrenholt

Wie die Titel-Grafik zeigt, ist die globale Mitteltemperatur im Juni gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Die Abweichung vom langjährigen Mittel der Satellitenmessungen beträgt nun 0,48 Grad Celsius. Anfang Juli fielen die globalen Temperaturen weiter deutlich. Trotzdem wurde von öffentlich-rechtlichen Medien Panik in Deutschland verbreitet. Die Grünen forderten sogar ein arbeitsfreies Hitzefrei an Tagen über 25 Grad Celsius. 25 Grad Höchsttemperatur ist die Definition für einen Sommertag in Deutschland. Davon haben wir nun etwa 40 – 50 pro Jahr, in den 50er Jahren waren es noch 20-30 Tage.  Aber was ist die Ursache hierfür? Heizt das CO2 die Sommertage hoch? Das ist mehr als fraglich.

In Deutschland herrscht Hitzepanik — doch die Temperaturen gehen global zurück
Für die Medien sowie linke und grüne Parteien war es in der letzten Woche das bestimmende Thema: die Sommerhitze. Es war ja nun ganz klar:  Das Klimawandel-Narrativ wurde durch die Hitzepanik in Deutschland bestätigt.
Schaut man sich in der nächsten Grafik die Temperaturentwicklung der letzten Jahre an, so sieht man einen deutlichen Anstieg im Jahr 2023, ein Verharren auf hohem Niveau im Jahre 2024 und seit Januar 2025 einen deutlichen Abwärtstrend. Global liegen wir im Augenblick mehr als ein halbes Grad Celsius unter dem Sommer von 2024. Wir steuern bei den Copernicus-Daten auf null Grad Celsius zu, dem Mittelwert von 1991 bis 2020. Quelle Copernicus.eu

Keines der Qualitätsmedien hielt es für nötig, die Panikmache in Deutschland dadurch zu entspannen, dass es weltweit in 2025 keineswegs irgendein Anzeichen von einer außergewöhnlichen globalen Erwärmung gibt.
Die Klimaforscher rätseln ja insgesamt darüber, was denn die besondere Erwärmung von 2022-2024 hervorgerufen haben mag. Ihre Modelle beruhen darauf, dass die von der Erde ausgehende Wärmestrahlung mit einem Anstieg des CO2 stärker zurückgestrahlt wird (Treibhauseffekt, siehe nächstes Bild).
Hauptverursacher der besonderen Erwärmung von 2022-24 war aber nicht das CO2, sondern ein starker El-Nino – ein natürliches Phänomen- und eine Zunahme der direkten Sonneneinstrahlung, die durch den Rückgang der Aerosole durch das Verbot schwefelhaltigen Diesels auf Schiffen in 2021 hervorgerufen wurde. Und tatsächlich hat die direkte Sonneneinstrahlung (im nächsten Bild links gelb) zugenommen und die Wärmestrahlung (rechts rot), die in das Weltall abgegeben wird, hat ebenfalls zugenommen. (Quelle: M.Lackner nach IPCC)

Und dies gilt nicht nur für die letzten 3 Jahre, sondern für die letzten 25 Jahre.
Untersucht man die  Messungen der CERES-Satelliten der NASA, so stellt man fest, dass die Erwärmung der letzten 25 Jahre im Wesentlichen auf einer Zunahme der direkten kurzwelligen Solarstrahlung beruht und weniger auf dem Treibhauseffekt des angestiegenen CO2-Gehalts der Luft. Warum 25 Jahre? So weit reichen die Messungen des CERES Satellitenprogramms der NASA zurück. Die Auswertung der Satellitenmessungen zeigte, dass 80 % der Erwärmung auf die Verdünnung der Wolken und die damit bedingte Zunahme der direkten kurzwelligen Sonnenstrahlung zurückzuführen ist. So bleiben 20 % der Erwärmung für den CO2-Treibhauseffekt übrig. Interessant wird es, wenn wir den Zusammenhang weiter zurückverfolgen. Und hier gibt es eine aufschlussreiche Grafik des Deutschen Wetterdienstes über die Veränderung der Sonnenscheindauer in Deutschland.

Man sieht deutlich den Rückgang der Sonnenscheindauer von 1950 bis 1980 und den darauffolgenden Anstieg bis heute. Parallel ging die Temperatur zwischen 1960 und 1980 in Deutschland leicht zurück. Einen Einfluss auf die Sonnenscheindauer und die Wolkenentwicklung haben die Schwefel- und Staubteilchen in der Luft. Sie stiegen – nicht nur in Deutschland – zwischen 1950 und 1980 stark an. Aerosolförmige Staub- und Schwefelsäureteilchen sind ideale Wolkenbildner. Sie bilden Wolkenkeime, an denen die feuchte Luft zu Wolken kondensiert. Nach Einführung der Abgasreinigung in Deutschland und USA bei Industrieanlagen und Kraftwerken in den 80er-Jahren sowie später bei Kraftfahrzeugen sowie dem Zusammenbruch der Schwerindustrie in Osteuropa 1989 ging die Aerosolbelastung der Luft zurück, was zu einer geringeren Wolkenbildung führte. Zusätzlich führt saubere Luft auch zu weniger Reflexion der Solareinstrahlung an den Staubteilchen. Nach 2000 kam auch China mit Abgasreinigungsprogrammen voran, so dass sich der Trend zur sauberen aerosolfreieren Luft bis heute weiter durchsetzte.

Mittlerweile wird die Tatsache, dass die Wolken zurückgehen, auch vom Klima-mainstream zur Kenntnis genommen. Um an der Theorie des allein klimabestimmenden Treibhausgases CO2 festhalten zu können, wird nun folgende Rückzugslinie aufgebaut: CO2 erwärmt die Luft durch den Treibhauseffekt. Diese Erwärmung führt zur Veränderung des Wolkenregimes, so dass dann mehr kurzwelliges direktes Sonnenlicht auf die Erde kommen kann.
Hier ist die Schwachstelle dieser Argumentation: Bislang wurde immer behauptet die Erwärmung ist eine Folge des Anstiegs der langwellig auf die Erde zurückgeworfenen Strahlung. Eine Zunahme der kurzwelligen Strahlung hatten die Modelle bislang nicht zum Ergebnis. Schlimmer noch: weniger Wolken führen dazu, dass der Treibhauseffekt abgeschwächt wird und mehr langwellige Wärmestrahlung ins Weltall abstrahlen kann. Also widersprechen die Messungen den Modellen. Anders ausgedrückt: die Modelle sind unzureichend. Auf diesen Modellen basiert aber die Politik in Europa und Deutschland mit ihrer verheerenden Klimapolitik, wonach bis 2045 Netto Null CO2 erreicht sein müsste.

Dass eine Erwärmung der Ozeane die Wolken verändern kann, ist allerdings möglich. Das gilt für den begrenzten Treibhauseffekt des CO2 (s.o.), aber das gilt auch für die natürliche Erwärmung und Abkühlung der Ozeane. Seit hunderten von Jahren schwingen die Ozeane in einem Zyklus von Warm- und Kaltphasen von etwa 60-70 Jahren (AMO – atlantische multidekadische Oszillation). Und nun wird es spannend: Die Wolken tanzen im gleichen Takt. Bei hohen Meerestemperaturen sind die Wolken durchlässig, bei niedrigen Temperaturen lassen sie weniger Sonnenlicht auf die Erde. Sie verlaufen exakt gegenläufig. Im nächsten Diagramm sehen wir den Verlauf von Sonnenscheindauer und AMO.

Auf diesen Zusammenhang weist auch eine Publikation in Nature scientific reports. (Lüdecke, Plath, Lüning). Die Autoren haben die AMO mit der Sonnenscheindauer in Kopenhagen, Krakau, Potsdam, De Bilt (Holland), Wien, Zugspitze und Triest untersucht. In allen Fällen folgen die Sonnenscheindauer den Zyklen der atlantischen Temperaturen (AMO). Hier folgt der Vergleich von Potsdam. (Man beachte die unterschiedlichen Zeitskalen)

 

Was können wir daraus für Schlüsse ziehen
1. Die Analyse der NASA-Daten von Solarstrahlung und Abstrahlung zeigen, dass die Modelle für politische Entscheidungen in Klimafragen unbrauchbar sind
2. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Aerosolen in der Luft und der Wolkenbildung und damit der Sonneneinstrahlung
3. Temperaturschwankungen des Atlantiks (AMO) und die Wolkenbildung beeinflussen sich gegenseitig. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass CO2 auch einen geringfügigen Beitrag leistet.

In wenigen Jahren werden wir wissen, was die Haupttreiber der Wolkenveränderung sind. Das Potential der Aerosole ist ausgereizt und der Rückgang der Luftbelastung kann auch nicht viel weiter gesteigert werden. Die AMO, die mit Beginn dieses Jahres deutlich zurückgegangen ist, bleibt der Schlüssel zu diesem noch ungelösten Rätsel. Geht die AMO in ihre negative Phase, so wird auch die Wolkenbedeckung aller Wahrscheinlichkeit wieder zunehmen. Dann wird es einen Rückgang der direkten Sonneneinstrahluing und damit einen Rückgang der Erwärmungszunahme geben. Und die Rolle des CO2 als begrenzt wirksames Klimagas müsste neu bestimmt werden.

Fritz Vahrenholt ist Honorarprofessor an der Universität Hamburg im Fachbereich Chemie und war bis 1997 Umweltsenator der Freien und Hansestadt Hamburg. Von 1998 bis 2013 war er in Vorstandsfunktionen im Bereich der Erneuerbaren Energien bei der Deutschen Shell AG, der Repower Systems AG und der RWE Innogy. Er war bis Ende 2019 Alleinvorstand der Deutschen Wildtier-Stiftung. Zuletzt ist von ihm bei Langen-Müller der Spiegel Bestseller „Die große Energiekrise“ erschienen.




Woher kommt der Strom? Strom wird importiert, weil das Preisniveau hoch bleiben soll

26. Analysewoche 2025 von Rüdiger Stobbe

Mit der 26. Analysewoche kann belegt werden, dass die Aussage, Strom würde importiert, wenn er günstig einzukaufen wäre, ideologisch geprägter Unsinn ist. Strom wird importiert, weil das Preisniveau für die Deutschen Stromproduzenten hoch bleiben soll, weil Ressourcen gespart werden, und weil Importstrom rechnerisch CO2-frei für Deutschland ist. Die deutschen Nachbarn haben sich auf das Geschäftsmodell „Preisdifferenzen nutzen“ mit ihren weitgehend steuerbaren Stromproduktionsanlagen hervorragend darauf eingestellt und verdienen richtig gutes Geld. Mittags billigen, geschenkten eventuell sogar mit Abnahmebonus versehenen Strom aus Deutschland importieren und zum Abend, wenn die PV-Stromerzeugung wegfällt, Strom teuer nach Deutschland exportieren, wie die aktuelle Analysewoche zeigt. Nur am Donnerstag und Freitagmorgen waren die Preisdifferenzen recht dünn. Das lag eben daran, dass kaum Importstrom benötigt wurde. Erst am Freitagabend reichte die Eigenerzeugung bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken. Also schoss der Strompreis in die Höhe.

Wochenüberblick

Montag, 23.6.2025 bis Sonntag, 29.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 65,6 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 76,7 Prozent, davon Windstrom 38,9 Prozent, PV-Strom 26,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,1 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 26. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 26. KW 2025:
Factsheet KW 26/2025 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Tagesanalysen

Montag

Montag, 23.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 72,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 82,7 Prozent, davon Windstrom 50,5 Prozent, PV-Strom 22,2 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 10,1 Prozent.

Viel Windstrom plus viel PV-Strom ergeben negative Strompreise. Der Strompreis zum Abend bleibt unter 100€/MWh weil kein Importstrom notwendig ist.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo- Tagesvergleich zum 23. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.6.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag

Dienstag, 24.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 71,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 81,5 Prozent, davon Windstrom 48,0 Prozent, PV-Strom 23,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,7 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie am Montag. Zum Abend steigt der Strompreis stärker als am Vortag.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.6.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Mittwoch

Mittwoch, 25.6.025: Anteil Wind- und PV-Strom 61,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 71,8 Prozent, davon Windstrom 31,6 Prozent, PV-Strom 29,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,7 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt nach. Dafür mehr PV-Strom. Der Strompreis zum VAbend steigt auf über 245€/MWh. Grund: Strom muss importiert werden. Die Nachfrage treibt den Preis.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Juni 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.6.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Donnerstag

Donnerstag, 26.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 57,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 68,9 Prozent, davon Windstrom 32,1 Prozent, PV-Strom 24,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.

Es fällt kaum zu viel Strom an. Es muss sogar über Tag Strom importiert werden. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.6.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Freitag

Freitag, 27.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 59,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 71,1 Prozent, davon Windstrom 39,7 Prozent, PV-Strom 19,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,7 Prozent.

Die Wind lässt über Tag wieder nach. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Juni 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.6.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag

Samstag, 28.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 69,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 81,3 Prozent, davon Windstrom 36,5 Prozent, PV-Strom 33,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.

Wenig Wochenendbedarf. Starke regenerative Stromübererzeugung. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.6.2025: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Sonntag

Sonntag, 29.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 66,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 78,9 Prozent, davon Windstrom 30,3 Prozent, PV-Strom 36,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,3 Prozent.

Sehr starke regenerative Stromübererzeugung. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.6.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.