Den sterbenden Korallenriffen geht es erstaunlich gut – Klimaschau 206

 




Die vorsätzliche Zerstörung der Wettbewerbsfähigkeit der EU – von Samuele Furfari

Ineffizienz im Energiebereich – Die vorsätzliche Zerstörung der Wettbewerbsfähigkeit der EU

Samuele Furfari, Ingenieur und Professor für Politikwissenschaft und angewandte Wissenschaft an der Universität Brüssel spricht vor dem Budapeschter Batthyány-Kreis der Professoren auf der Konferenz „Energie und Klima“, 28. November 2024.

Vortrag ist auf Englisch.

Hier sind seine Vortragsfolien, englisch.
Furfari Budapest 28112024_ENG2
 

Samuel(e) Furfari (*1953) ist Chemieingenieur und hat einen Doktortitel in angewandten Wissenschaften. Er war 36 Jahre lang leitender Beamter bei der Europäischen Kommission im Bereich Energie. Seit 2003 unterrichtet er Energiegeopolitik und Energiepolitik.

Er ist der Autor von 16 Büchern über Energie und nachhaltige Entwicklung. Auf der Grundlage seiner Arbeit wurde Samuel Furfari von MCC Brüssel im Mai 2024 eingeladen, in Brüssel über die Gefahren von Net Zero zu diskutieren. Der Titel des Budapester Vortrags von Samuel Furfari greift den Titel seines 2023 erschienenen Buches auf: „Energy insecurity: Die organisierte Zerstörung der Wettbewerbsfähigkeit der EU“, was ein Volltreffer ist.

Als aktiver Christ wird dieser Vortrag auch eine gute Gelegenheit sein, daran zu erinnern, dass die EU von christlichen Politikern finanziert wurde, deren Ziel es war, Wohlstand und Frieden zu schaffen.




Paralleler Atom- und Kohleausstieg: Friedrich Merz: „Wir werden nichts mehr abschalten in Deutschland“

Reden und Handeln sind im politischen Raum zwei völlig verschiedene Kategorien. Ankündigungen und darauf folgendes Nichthandeln können durch Feigheit oder Kalkül begründet sein. Vertrauen gegenüber Politikern ist ohnehin nicht angebracht.

 Von Frank Hennig

Gesetzeskonform ging der Block F des Braunkohlekraftwerks Weisweiler am 31. Dezember 2024 endgültig vom Netz. Die 320 Megawatt elektrischer Leistung waren über die Zeit der Dunkelflaute am 27. Dezember noch voll in Betrieb. Nun weht wieder guter Wind und das Fehlen des Blockes F wird vorerst nicht bemerkt werden.

Bei der Aufstellung der Landesliste NRW der CDU hatte Mitte Dezember Kanzlerkandidat Friedrich Merz noch getönt: „Wir werden nichts mehr abschalten in Deutschland, bevor Ersatz am Netz ist.“ Vielleicht meinte er nur die künftige Zeit seiner absehbaren Kanzlerschaft. Er hätte aber schon jetzt eine Mehrheit gehabt, das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) zu ändern oder auszusetzen.

Es war wohl eher eine Absichtsbekundung, die er in den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und/oder Roten vortragen möchte, um dann im Sinne der Machterlangung einen basarähnlichen Kompromiss zu erzielen.

Nachdem Merz schon kleinlaut das Gebäudeenergiegesetz, gegen das er noch vor kurzem heftig polterte, mit etwas Kosmetik und anderen Terminen beibehalten will, wird er auch „aus Klimagründen“ am Kohleausstieg festhalten. Einen Paradigmenwechsel, von dem er sprach, wird es mit der Klimaunion im Rücken und rot-grünen Koalitionspartnern nicht geben.

Allerdings wird dieses unterlassene Handeln ein Bumerang für ihn sein, denn selbst 320 Megawatt werden im mangelbehafteten Stromsystem deutliche Auswirkungen haben. Nach KVBG würden folgende Braunkohleblöcke noch in den Zwanzigern vom Netz gehen:

  • Jänschwalde A (500 MW) 2025
  • Jänschwalde B (500 MW) 2026
  • Jänschwalde C (500 MW) 2028
  • Jänschwalde D (500 MW) 2028
  • Weisweiler G (600 MW) 2028
  • Weisweiler H (600 MW) 2029
  • Boxberg N (500 MW) 2029
  • Boxberg P (500 MW) 2029

Selbst ein Sinneswandel kurz vorher würde nicht helfen. Die Forderung an die Unternehmen, noch „ein bisschen“ weiterzufahren, würde abschlägig beschieden. Die Tagebaue sind dann in der genehmigten Endstellung, das Personal mit hohem Altersdurchschnitt ist dann so gut wie weg und die Anlagen sind verschlissen. Wie beim Atomausstieg würden sich die Betreiber verlängerten Laufzeiten oder gar Neuinvestitionen in „saubere“ Kohlekraftwerke verschließen.

Ersatz für diese Kapazitäten wird es nicht geben. Mit Gaskraftwerken, wasserstofffähig oder auch nicht, kann erst ab den dreißiger Jahren gerechnet werden, auch dann in nicht ausreichendem Umfang. Wie viel Gas dann zu welchem Preis zur Verfügung stehen wird, weiß heute niemand.

Nur eines ist gewiss: Der parallele Ausstieg aus Atom und Kohle zerstört uns als Industrieland und katapultiert uns ins vorgestern. Die Naturkräfte werden wieder unseren Alltag bestimmen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 




New York führt „Erpressungsgesetz“ ein, das Unternehmen zwingt, für den Klimawandel mit Bargeld zu büßen

Nick Pope, Mitwirkender, 31. Dezember 2024  Daily Caller News Foundation

New York steht kurz davor, Energieunternehmen im Namen der Bekämpfung des Klimawandels mit Milliardenstrafen zu belegen. Dafür wird ein neues Gesetz erlassen, das das Leben für den Normalverbraucher teurer machen wird.

Die demokratische Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, unterzeichnete am Donnerstag den Senatsentwurf S2129B

Gesetz macht Unternehmen für fossile Brennstoffe für die Auswirkungen der Umweltbelastung in New Yorker Gemeinden verantwortlich
Gesetzentwurf zur Ausweitung des staatlichen Verbots von Hydraulic Fracturing unterzeichnet
Die Maßnahmen sind der jüngste Schritt zur Stärkung der Klimaschutzmaßnahmen und Umweltschutzgesetze des Bundesstaates, um schädliche Auswirkungen auf die Bürger New Yorks zu verhindern

Dies setzt ein Gesetz in Kraft, das Energieunternehmen dazu verpflichtet, dem Staat über einen Zeitraum von 25 Jahren 75 Milliarden Dollar zu zahlen, um für ihre angebliche Rolle bei der Verursachung des Klimawandels zu büßen. Abgesehen davon, dass das neue Gesetz auf fragwürdiger rechtlicher Grundlage steht, läuft es im Wesentlichen darauf hinaus, dass der Staat Einnahmen erschleicht, und wenn es vollständig umgesetzt wird, wird dies letztlich die Kosten für die Verbraucher erhöhen, sagen Energie- und Rechtsexperten.

„Wenn man hinter die Schlagzeilen schaut, ist die Geschichte ganz einfach: Der Staat New York beschließt, Industrien zu bestrafen, die ihm nicht gefallen und die alltägliche Aktivitäten antreiben, und verwendet das Geld, das er konfisziert, um Lieblingsprojekte und verschiedene progressive Lebensstilentscheidungen zu finanzieren, die Bernie Sanders und die Demokraten im Kongress nicht finanzieren könnten“, sagte OH Skinner, Geschäftsführer der Alliance for Consumers [~Verbraucherschutz]. „Während China und andere Länder weiterhin Kohlenstoff in die Atmosphäre pumpen, versuchen die New Yorker Liberalen unter dem Deckmantel der ‚Lösung des Klimawandels‘, Unternehmen, die ihnen nicht gefallen, in den Bankrott zu treiben und Geld für ihre liberale Wunschliste freizugeben. Diese Erpressung hat für die einfachen Leute schreckliche Auswirkungen.“

New York ist auf dem besten Weg, die Fristen für die meisten seiner hochgesteckten Klimaziele zu verpassen https://t.co/vKEHsxkaDC

Hochuls Büro sagt, dass New York die Mittel, die es durch das Superfund-Gesetz einnimmt, für Projekte verwenden wird, die die „Widerstandsfähigkeit des Staates gegenüber gefährlichen Klimaauswirkungen“ verbessern. Beispiele für die durch das Gesetz finanzierten Projekte wären laut Gesetzestext unter anderem die Verbesserung von Abwassersystemen, „vorbeugende Gesundheitsprogramme“, die Begrünung von Gebäuden und die Entwicklung von „Grünflächen“ in städtischen Umgebungen.

Die staatlichen Behörden werden nun festlegen, wie viel jedes betroffene Unternehmen zum Superfund beitragen muss. Dabei kommt es auf die Kohlendioxid-Emissionen an, die das Unternehmen zwischen 2000 und 2018 ausgestoßen hat.

Bei der Unterzeichnung des Gesetzes verkündete Hochuls Büro, dass das neue Superfund-Gesetz „die Kosten der Anpassung an den Klimawandel von den einfachen New Yorkern auf die fossilen Brennstoffunternehmen verlagern wird, die am meisten für die Verschmutzung verantwortlich sind.“

Ken Girardin, Forschungsleiter des in New York ansässigen Think Tanks Empire Center, meinte allerdings, das neue Gesetz werde die Verbraucher am härtesten treffen, da die betroffenen Unternehmen versuchen würden, ihre Kosten wieder auszugleichen, indem sie diese an ihre Kunden weitergeben.

„Ich glaube nicht, dass dieses Gesetz letztendlich umgesetzt wird, da New York versucht, mehrere rechtliche Hürden gleichzeitig zu nehmen“, sagte Girardin dem DCNF. „Abgesehen davon hätten die Unternehmen, wenn diese Kosten erhoben würden, das Recht, diese Kosten im Grunde ausschließlich in New York wieder hereinzuholen. Sie könnten einen geografisch orientierten Aufschlag erheben … Wenn ein Unternehmen von diesem Programm betroffen ist, liegt es nahe, dass es seine Kosten durch Preiserhöhungen speziell in New York wieder hereinholen würde.“

Auch ohne das neue Superfund-Gesetz hat New York laut AAA-Gaspreisdaten [hier gemeint: Benzin und Diesel, US Gallone 3,79 L] die höchsten durchschnittlichen Brennstoffpreise aller US-Bundesstaaten und liegt damit nur hinter acht anderen Bundesstaaten. Darüber hinaus sind die Stromkosten für gewerbliche, private und industrielle Kunden in New York höher als die landesweiten Durchschnittskosten für diese Kundengruppe, in einigen Fällen sogar um bis zu 50 Prozent (Stand: Oktober), wie aus Daten der US Energy Information Administration hervorgeht.

Scott Segal, Partner bei Bracewell LLP, der Energieunternehmen zu den Auswirkungen der Klimagesetzgebung berät, sagte, das neue Gesetz werde die bestehenden Sorgen über das feindliche Geschäftsumfeld in New York wahrscheinlich nur noch verstärken:

„Obwohl wir alle das Ziel haben, den Klimawandel zu bekämpfen, schafft die rückwirkende Haftung von Unternehmen für legal durchgeführte Geschäftsaktivitäten einen beunruhigenden Präzedenzfall, der das Geschäftsumfeld und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit New Yorks erheblich beeinträchtigen könnte. … Im Gegensatz zu dem gleichnamigen Bundesgesetz, das sich mit Abfallaktivitäten befasst, ist und war die Nutzung fossiler Brennstoffe ein wesentlicher Bestandteil der Aufrechterhaltung der Lebensqualität in New York und anderswo.“

„Es besteht die reale Gefahr, dass diese Kosten letztlich durch höhere Energiepreise an die New Yorker Verbraucher weitergegeben werden“, fügte Segal hinzu. „In einer Zeit, in der viele Familien bereits mit hohen Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, müssen wir die wirtschaftlichen Folgen dieser Politik sorgfältig abwägen.“

Vermont hat im Juni ein ähnliches Gesetz verabschiedet , und andere demokratische Bundesstaaten wie Massachusetts und Maryland erwägen laut Insurance Journal Berichten zufolge ebenfalls, ihre eigenen vergleichbaren Versionen eines Superfund-Gesetzes herauszubringen. Darüber hinaus haben der Staat und die Stadt New York – sowie zahlreiche andere von den Demokraten kontrollierte Jurisdiktionen im ganzen Land – Energieunternehmen mit Klagen wegen „ Klimabelästigung “ auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagt, obwohl keiner dieser Fälle bisher zu einem größeren Urteil oder einer Einigung mit den Klägern geführt hat.

Hochuls Büro antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

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https://dailycaller.com/2024/12/31/new-york-superfund-law-climate-change-enegry-consumers/

 




Kältereport Nr. 01 / 2025

Christian Freuer

Vorbemerkung: Der Kältereport Nr. 50 / 2024 ist ausgefallen, nachdem sich Blogger Cap Allon eine Woche Weihnachtsurlaub für seine Familie genommen hatte. Jetzt macht er aber weiter.

Ein Schwerpunkt diesmal ist Südasien und dort Länder, in denen es eigentlich immer warm ist, allen voran Indien, das fast täglich in den Meldungen auftaucht. Bevor stehende Wintereinbrüche in den USA und Europa werden ebenfalls erwähnt, sind aber als Meldung nach deren Eintreffen erst in der nächsten Woche relevant.

Eine Meldung gibt es wieder bei bei wetteronline.de über extreme Kälte in Ostsibirien. Auch Cap Allon geht natürlich darauf ein.

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Meldungen vom 30. Dezember 2024:

Indien: Dal-See friert zu

Delhi hat mit anhaltender Kälte zu kämpfen, und starker Dezemberregen bricht einen 15-jährigen Niederschlagsrekord. Der Kälteeinbruch ließ die Temperaturen kürzlich auf einen Höchstwert von nur 14,6 Grad Celsius sinken und markierte den kältesten Dezembertag in der Stadt seit fünf Jahren.

Die Kälte in Delhi sticht im Vergleich zu den letzten kalten Dezembertagen hervor:

  • 2024: 14.6°C
  • 2023: 15.9°C
  • 2022: 15.6°C
  • 2021: 17.8°C
  • 2020: 15.2°C

Insgesamt erlebt Indien einen der kältesten Winter seit Jahrzehnten.In Kaschmir ist der berühmte Dal-See zum ersten Mal seit Jahren zugefroren. Die Temperaturen in Srinagar fielen auf -8,5 °C, die kälteste Dezembernacht seit 1974, als es -10,3 °C kalt geworden war.

Das Einfrieren des Dal-Sees hat das tägliche Leben gestört, da die Einheimischen darum kämpfen, ihre Boote von der vereisten Oberfläche zu befreien. Viele haben Lagerfeuer angezündet und verwenden traditionelle Kangris – mit heißer Asche gefüllte Tontöpfe – um sich zu wärmen. Die Nachfrage nach Winterkleidung und Decken ist angesichts von Temperaturen bis -18 °C in einigen Teilen des Landes sprunghaft gestiegen.

Auch im Norden des Landes hat es geschneit, in Kaschmir und Teilen von Jammu gab es die größten Schneemengen seit Jahren.

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Rundblick auf extreme Schneefälle weltweit

Europa

Die Alpen haben eine spektakuläre Schneewoche hinter sich, in der in einigen Regionen bis zu 2 m Schnee gefallen sind. Die Schneehöhen haben sich stellenweise vervierfacht, und die Temperaturen sind auf -20 °C und weniger gesunken.

Auf der anderen Seite haben starker Wind, schlechte Sicht und eine Lawinengefahr der Stufe 4 (auf einer Skala von 5) zu weiträumigen Pistensperrungen geführt. In Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz wurden tödliche Lawinenunfälle gemeldet, wobei mindestens acht Menschen bei sechs verschiedenen Vorfällen ums Leben kamen.

Frankreich: Val Thorens, das höchstgelegene Skigebiet Europas, meldete über 2 Meter Schneefall, während Alpe d’Huez, Flaine, Les Arcs und Méribel ihre Schneehöhen mehr als verdoppelt haben. Die Lawinengefahr führte zunächst zu Behinderungen, aber das sonnige Wetter hat die Verhältnisse inzwischen stabilisiert. Für die Neujahrswoche wird Sonnenschein vorhergesagt, wobei die Null-Grad-Grenze zwischen 500 m und 2.500 m schwankt.

Österreich: Auf dem Stubaier Gletscher und in Saalbach Hinterglemm ist bis zu einem Meter Schnee gefallen, und St. Anton hat sein berühmtes Valluga-Gelände für Tiefschneefreunde geöffnet. Eine sonnige Woche ist angesagt, mit Temperaturen bis -5°C.

Italien: Der Schneefall war in den meisten Gebieten geringer. In Cervinia gab es jedoch mit 75 cm in 72 Stunden viel Schnee.

Schweiz: Massive Schneefälle trafen die vier Täler von Verbier und Crans-Montana, die über einen Meter Neuschnee erhielten und damit die Landschaft veränderten. Andermatt war der erste Schweizer Skiort, der eine Schneehöhe von zwei Metern vorweisen konnte. Für die Zukunft sind kalte und sonnige Bedingungen vorhergesagt, wobei es nachts in den Alpen bis -10°C kalt werden soll.

Die Pyrenäen: Neuschnee hat die Aussichten für größere Skigebiete wie Grandvalira in Andorra und Baqueira Beret in Spanien aufgehellt, die jetzt zu 70 % geöffnet sind.

Skandinavien: Moderate Schneefälle helfen den Skigebieten: Hemsedal, Trysil und Åre melden 40 % geöffnete Pisten, Geilo sogar 50 %.

Osteuropa: Schneestürme brachten frischen Pulverschnee, aber auch starke Winde, die die Lifte im slowakischen Jasná Heiligabend schlossen. Das bulgarische Bansko ist dank fantastischer Schneefälle zu 90 % geöffnet.

Schottland: Auf den heftigen Schnee des Sturms ohne Namen“ folgte Tauwetter, aber die Temperaturen sinken wieder stark ab.

Den neuesten GFS-Läufen zufolge wird Europa zu Beginn des neuen Jahres von einer weiteren Runde starker, großflächiger Schneefälle heimgesucht werden – von Spanien bis Russland, von Schottland bis zur Türkei.

Nordamerika: im Norden kalt, aber ruhig

Kanada: Anhaltende Tiefstwerte (bis zu -15°C in der Nacht) haben die Bedingungen in Alberta und British Columbia trotz bescheidener Schneefälle erhalten. In Whistler Blackcomb sind jetzt 85 % des Skigebiets geöffnet, in Tremblant im Osten sind es 70 %. Die Prognosen gehen auf bewölkten Himmel, leichten Schneefall und anhaltende Kälte auf den kanadischen Pisten.

Vereinigte Staaten: Der Dezember war trockener als üblich, und die meisten Skigebiete sind zu 50-75 % ausgelastet. Aspen führt mit den meisten geöffneten Pisten, aber Park City hat mit nur 15 % befahrbarer Pisten zu kämpfen. Mit Blick auf die Zukunft kehrt die Kälte zurück, mit mäßigem Schnee in den Rockies und schweren Stürmen an der Westküste, wo in höheren Lagen bis zu 1 Meter Neuschnee erwartet werden.

Japan: Bester Beginn seit Jahrzehnten

Die Skisaison in Japan hat den besten Start seit mindestens 10 Jahren hingelegt. Skigebiete wie Arai in Hakuba meldeten zusätzliche 50 cm Schneefall in nur 24 Stunden, und es war das erste Skigebiet weltweit, das in dieser Saison eine Schneehöhe von drei Metern erreichte.

Sukayu hat in dieser Saison eine Schneehöhe von 357 cm erreicht und damit einen neuen nationalen Dezemberrekord für Japan aufgestellt, der die bisherige Bestmarke von 324 cm in Tsunan aus dem Jahr 2005 übertrifft. Außerdem brach Sukayu seinen eigenen Dezember-Stationsrekord von 297 cm aus dem Jahr 2012.

In ganz Japan meldeten viele Stationen in den Präfekturen Niigata und Gifu Schneehöhen über 300 cm, wobei in den umliegenden Bergen noch größere Mengen fielen. Diese Saison ist bereits jetzt eine für die Rekordbücher in Japan.

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Erholung des antarktischen Meereises

Das Eis sollte verschwinden und der Meeresspiegel steigen, und die Katastrophe schien unvermeidlich – bis die Realität dazwischenkam.

Neue Daten zeigen eine starke – wenn auch völlig vorhersehbare – Erholung des antarktischen Meereises. Es bedeckt jetzt eine größere Fläche als am gleichen Tag in den Jahren 2023, 2022, 2021, 2019, 2018, 2017, 2016, 2006, 2005, 2000, 1998, 1997, 1996, 1993, 1992, 1991, 1989, 1987, 1986, 1982, 1980, and 1979:

Auch wird die Ausdehnung bald den Durchschnitt der Jahre 1979-1990 übertreffen:

Und dabei ist noch nicht einmal der größte Teil des Eises des Kontinents (90 % des Eises auf unserem Planeten) berücksichtigt, das sich auf den Hochebenen hält.

Link: https://electroverse.substack.com/p/dal-lake-freezes-over-extreme-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 1. Januar 2025:

Schnee erreicht den Norden von Athen

Eis und seltener Schneefall bedeckten in den letzten Tagen die nördlichen Vororte von Athen, als einKaltlufteinbruch weite Teile Griechenlands zum Stillstand brachte. Die Bergregionen auf den Inseln Euböa und Lesbos wurden in ähnlicher Weise umgewandelt, und in hoch gelegenen Gebieten in Ostmakedonien, Euböa, Attika und Kreta wurde starker Schneefall gemeldet.

Der nationale griechische Wetterdienst (EMY) warnte vor einer Verschlechterung der Bedingungen und sagte für weite Teile des Landes weiteren Schnee und gefrierenden Regen voraus.

Schnee in Athen, Griechenland.

Am schlimmsten traf es Evia, wo Straßen, Wälder und Häuser unter einer dicken Schneedecke begraben waren. In Notfallwarnungen wurden die Bewohner aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, da die Temperaturen sanken und eisige Winde die Region erfassten.

Die Straßen in Mittelgriechenland und Mazedonien waren tückisch, da starker Schneefall und Eis den Verkehr über Nacht zum Erliegen brachten. Die Polizei ergriff strenge Maßnahmen und schrieb für alle Fahrzeuge Winterreifen oder Schneeketten vor; bei Nichteinhaltung drohten Bußgelder in Höhe von 80 €.

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Weiterer Temperatursturz in Delhi

Delhi erlebte am 30. Dezember einen Tag der „schweren Kältewelle“, an dem die Temperaturen aufgrund eisiger Nordwestwinde deutlich unter den Normalwert fielen.

Die Höchsttemperatur in Safdarjung, der repräsentativen Wetterstation der Stadt, lag bei 15°C – über 5°C unter dem Normalwert. Der niedrigste Höchstwert in der Stadt wurde mit 12,8 °C an der Station Pusa gemessen, was einen „sehr kalten Tag“ (definiert durch Temperaturen von 6,5 °C oder mehr unter dem Normalwert) darstellt.

Das India Meteorological Department (IMD) hat für Silvester eine Warnung der Stufe gelb herausgegeben und sagt weiterhin kalte Tage voraus. Es wird erwartet, dass die Tiefsttemperaturen in der Stadt weiter sinken und deutlich unter 10 °C liegen werden, begleitet von leichtem bis mäßigem Nebel.

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Arktisches Meereis um 26% höher

Die diesjährige jahreszeitlich bedingte minimale arktische Meereisausdehnung war um 26 % größer als im Jahr 2012:

Trotz düsterer Vorhersagen und „Kipp-Punkt“-Fristen, wie die der BBC, die besagen, dass die Arktis bis 2013 eisfrei sein könnte, hält sich das Meereis weiterhin. Wie gestern berichtet, ist es auch am anderen Ende der Welt noch vorhanden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-reaches-athens-delhi-plunges?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 2. Januar 2025:

Drei-Tage-Schneewarnung für UK

Für den größten Teil Englands wurde eine dreitägige Schneewarnung für dieses Wochenende herausgegeben, und UK bereitet sich auf einen kalten Start in das Jahr 2025 vor.

Die Warnung, die für Samstag, Sonntag und Montag gilt, erstreckt sich auf Wales, Südschottland und fast ganz England. Die Midlands, Wales und Nordengland werden voraussichtlich am stärksten betroffen sein, mit Schneefällen von mehr als 30 cm in vielen Gebieten.

Das ist die Vorhersage, schauen wir mal. Wenn es so käme, wäre es das erste Mal seit dem Jahr 2011, dass UK wieder fast vollständig unter einer Schneedecke liegt!

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Extreme Schneefälle paralysieren Nord-Norwegen

Nord-Helgeland und Salten in Nordnorwegen sind seit Montag mit unaufhörlichen Schneefällen konfrontiert.

Die Prognosen sagten 60 cm voraus, angetrieben durch starke Westwinde. Berichte aus Bodø und Glomfjord zeigen, dass die Gesamtsumme bisher 40 cm erreicht hat, und es wird noch mehr kommen: 30 cm am Donnerstag, gefolgt von weiteren 60 cm am Freitag (höhere Summen über den Gipfeln).

Der starke Schneefall hat zu weit verbreiteten Stromausfällen geführt, Flughäfen mussten geschlossen werden, und viele Straßen und Bergpässe sind jetzt unpassierbar, so dass Städte und Dörfer isoliert sind, während die Temperaturen in vielen Fällen bis -30 °C sinken.

Trotz der rund um die Uhr andauernden Bemühungen von Winterdienst und Rettungskräften bleibt die Situation kritisch. Die Bewohner werden dringend gebeten, zu Hause zu bleiben und die lokalen Wetterberichte genau zu verfolgen.

Während sich Nordnorwegen ausgräbt, bereiten sich die Regionen im Süden, einschließlich der Alpen, auf ihre eigenen extremen Schneefälle vor – nicht nur die Hochgebirgsregionen, sondern der Großteil Europas wird erneut von erheblichen Schneemengen heimgesucht werden. Dies verspricht einen Segen für Wintersportler, aber auch eine Belastung für die durch die Energiepolitik belasteten Stromnetze des Kontinents, da der Heizbedarf in die Höhe schießt.

Die italienischen Skigebiete Frontignano und Bolognola beispielsweise erlebten einen sehr schneereichen Dezember, der mit erheblichen Schneemengen eine Rekordzahl von Besuchern auf die Pisten lockte. Auch in den Alpen liegt der Schnee weit über dem Durchschnitt. Gleiches gilt für die osteuropäischen Skigebiete, etwa in der Türkei und der Slowakei, aber auch in Russland.

Die Skisaison in Europa ist noch lange nicht tot, wie die Katastrophisten immer wieder behaupten…

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In Sibirien fast –60°C

Sibirien macht in diesem Winter seinem Ruf alle Ehre.

In Tegyulte wurde es am am 1. Januar -58,7 °C kalt. Sollte sich dies bestätigen, wäre dies eine der niedrigsten Temperaturen, die jemals an der Station gemessen wurden (die Daten laufen seit 1942), und ein Wert, der nicht allzu weit von dem Allzeittief von -61,6 °C entfernt ist.

Oymyakon, bekannt als einer der kältesten bewohnten Orte der Erde, erreichte einen Tiefstwert von -56°C, Agayakan -55°C, Iema -54,4°C und Batamay und Pokrovskaja jeweils -54°C – allesamt extreme, anomale Tiefstwerte.

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Rekord-Schnee in Uttarakhand, Indien

Indien steht ein außergewöhnlich kalter Januar bevor, mit schweren Kältewellen in den Ebenen und Rekordschneefällen in den Himalaya-Regionen. Vor allem Uttarakhand war in letzter Zeit erheblich betroffen mit viel Schnee auf den Bergen.

Die Meteorologen vor Ort sagen für den Himalaya weitere rekordverdächtige Schneefälle voraus, was nicht zuletzt auf den Einfluss von La Niña auf die westlichen Strömungen zurückzuführen ist. Dr. Narendra vom Aryabhatta Science Research Institute bestätigte, dass der Einfluss von La Niña im Dezember begann und drastische Wetterveränderungen auslöste. „Es gab eine 60-prozentige Wahrscheinlichkeit für La Niña, und sie ist eingetreten“, sagte er.

Der Meteorologe Birendra Singh fügte hinzu: „Diese Saison wird den jüngsten Trend der rückläufigen Schneefälle umkehren. Die Auswirkungen von La Niña werden wahrscheinlich drei Monate andauern, wobei während des Monsuns mit vermehrten Regenfällen zu rechnen ist.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/three-day-snow-warning-for-uk-extreme?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 3. Januar 2025:

Thailand friert

Doi Inthanon in Chiang Mai erlebte am 2. Januar einen drastischen Temperatursturz: Die Temperatur sank auf -3,2°C – eine Seltenheit für Thailand.

Ein Hochdrucksystem, das über den Norden des Landes zog, lockte zahlreiche Besucher nach Doi Inthanon im Distrikt Chom Thong. Die Menschen kamen schon vor der Morgendämmerung, um die seltenen Fröste zu erleben. Um den Verkehr zu entlasten, wurde ein Shuttle-Service von Kiew Mae Pan zum Gipfel eingerichtet, der 30 Baht pro Fahrt kostet.

Der Donnerstagmorgen markierte das 10. Frostereignis der bisherigen Wintersaison. Der gestrige Tiefstwert von -3,2°C auf dem Doi Inthanon ist für Thailand bemerkenswert kalt und gilt als der tiefste Wert seit den -5°C vom 21. Dezember 2017. Es ist auch weit entfernt vom nationalen Rekord von -8°C am 7. Januar 1974.

Die Kälte wird in den kommenden Tagen anhalten, sich sogar noch verstärken und den Rekord von 2017 gefährden.

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Rekord-Schnee in Japan

Japans Hochgebirge erleben einen phänomenalen Winter mit unablässigen, rekordverdächtigen Schneefällen.

Es folgt eine Auflistung verschiedener Skigebiete nebst deren Schneehöhen. Allen ist gemeinsam, dass es seit vielen Jahren nicht mehr so viel geschneit hat.

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Zum ersten Mal seit 50 Jahren Schneefall in Teilen Marokkos

In mehreren Regionen Marokkos hat es zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert wieder geschneit.

Das seltene Wetterereignis, über das ursprünglich die Maghreb Arabe Press berichtete, hat eine ansonsten trockene Landschaft in diese verwandelt:

Das Nationale Meteorologische Zentrum Marokkos führt das ungewöhnliche Wetter auf einen erheblichen Kaltlufteinbruch aus Nordeuropa zurück. Diese klimatische Anomalie führte zu seltenen, heftigen Schneefällen in den südlichen und südöstlichen Provinzen, darunter Azilal, Beni Mellal, Ifrane, Midelt, Taroudant, Tinghir, Ouarzazate und Al-Haouz.

In einigen Gebieten erreichten die Schneemengen eine beeindruckende Höhe von 40 cm. Die Temperaturen in den Bergregionen fielen auf -5 °C und brachen damit Rekorde. Die Bedingungen überraschten Einheimische und Touristen gleichermaßen, so dass viele Menschen in die Berge strömten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/thailand-freezes-record-snow-in-japan?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 02 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 3. Januar 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE