Aktualisiert: Manipulationen und Tricksereien von Greenpeace

Andy May

Dies ist die Abschrift meines Interviews mit Hügo Krüger. Wer will, kann sich den Podcast hier ansehen und anhören.

Diese beiden Bücher, Patrick Moores BuchConfessions of a Greenpeace Dropout“ [Bekenntnisse eines Greenpeace-Aussteigers], mein BuchPolitics and Climate Change: A History“ sowie der Heartland Report über das Greenpeace-Geschäftsmodell von Michael, Ronan und Imelda Connolly, Willie Soon und Patrick Moore sind die Hauptquellen für diesen Vortrag.

Greenpeace ist ein niederländisches Kampagnen-Unternehmen mit einem Bruttoeinkommen von 386 Millionen US-Dollar im Jahr 2015. Die Einnahmen haben sich seit den 1990er Jahren verdreifacht. Im Jahr 2021 beschäftigte Greenpeace 530 Mitarbeiter und verfügte über ein Vermögen von mehr als 80 Millionen Dollar. Etwa 36 % des Vermögens sind in bar. Indien hat ihre indischen Bankkonten eingefroren und beschuldigt sie, Gelder falsch ausgewiesen und gegen die indischen Gesetze verstoßen zu haben, die es verbieten, ausländische Spenden zur Beeinflussung indischer politischer Aktivitäten zu verwenden.

Neuseeland hat Greenpeace 2010 und erneut 2018 den Status der Gemeinnützigkeit aberkannt, wie die Kommission für Gemeinnützigkeit mitteilte:

Das [New Zealand Independent Charities Registration Board] ist außerdem der Ansicht, dass Greenpeace und seine Mitglieder an illegalen Aktivitäten beteiligt sind, aus denen ein illegaler Zweck abgeleitet werden kann. Der illegale Zweck von Greenpeace disqualifiziert sie von der Registrierung als Wohltätigkeitsorganisation. Link

Im August 2014 entschied der Oberste Gerichtshof Neuseelands, dass Greenpeace beim Charities Board erneut die Anerkennung als gemeinnützige Organisation beantragen kann. Greenpeace ist eindeutig eine politische Organisation; der Oberste Gerichtshof entschied jedoch, dass dies nicht ausreicht, um eine Organisation vom Status einer Wohltätigkeitsorganisation auszuschließen.

Abbildung 1. Greenpeace filmt sich selbst beim illegalen Betreten eines Schiffes.

Das Gericht stellte jedoch fest, dass illegale Aktivitäten, wie z. B. unerlaubtes Betreten oder illegales Betreten von Schiffen oder Bohrschiffen, disqualifizierend sind. Greenpeace hat seine eigenen illegalen Aktivitäten oft gefilmt, ein Beispiel ist in Abbildung 1 dargestellt:

Abbildung 2. Greenpeace-Aktivisten verunstalten und verwüsten illegal das Britische Museum

Vandalismus und die Verunstaltung von öffentlichem Eigentum wie im Britischen Museum sind ebenfalls disqualifizierend. Das Foto in Abbildung 2 wurde von der New York Times im Jahr 2016 aufgenommen.

2018 bestätigte der Vorstand, dass Greenpeace in illegale Aktivitäten verwickelt war, und bekräftigte seine Entscheidung von 2010, den Antrag von Greenpeace abzulehnen.

Greenpeace hat zugegeben, dass sie regelmäßig Lügen und Propaganda einsetzen. Viele Greenpeace-Gründer haben prominent verkündet:

Es kommt nicht darauf an, was wahr ist, sondern nur darauf, was die Leute glauben, dass es wahr ist.“ – Aus Environmental Overkill, von Dixy Lee Ray und Lou Guzzo

Paul Watson (ein Greenpeace-Gründer) schreibt dieses Zitat Dr. Patrick Moore, einem anderen Greenpeace-Gründer, im Jahr 1981 zu. Andere haben es Paul Watson zugeschrieben. Auf jeden Fall wurde es von den Leitern der Organisation häufig gesagt. Es war eine Art Mantra für sie. Die frühesten veröffentlichten Quellen für das Zitat sind Forbes (November 1991) und das maßgebliche Buch Environmental Overkill von Dr. Dixy Lee Ray und Lou Guzzo, das 1993 veröffentlicht wurde. Dr. Ray war auch die 17. Gouverneurin des Staates Washington. Sie war Demokratin, stand aber der Umweltbewegung kritisch gegenüber.

Was die illegalen Aktivitäten betrifft, so wissen wir alle von den Verbrechen von Greenpeace, der Besetzung von Bohrinseln (siehe hier, hier, hier), der Gefährdung von Leben und Eigentum und dem unbefugten Betreten von Privateigentum. Wir wissen auch, dass der Greenpeace-Aktivist Paul Watson (der 1977 aus Greenpeace ausgeschlossen wurde) Schiffe gerammt hat.

Abbildung 3. Greenpeace filmt sich dabei, wie sie ein japanisches Schiff rammen. Später behaupten sie, das stationäre japanische Schiff habe sie gerammt. Sie können das Greenpeace-Video, in dem sie das japanische Schiff rammen, hier sehen.

Auch nach dem Ausscheiden von Paul Watson und noch im Jahr 2006 rammte Greenpeace Schiffe und gefährdete damit Menschenleben. Bei dem Vorfall von 2006 versuchte Greenpeace zu behaupten, das japanische Schiff habe sie gerammt. Das war eine dumme Behauptung, da die Greenpeace Arctic Sunrise am Bug beschädigt wurde und das japanische Schiff in der Nähe des Hecks, außerdem war das japanische Schiff zu diesem Zeitpunkt stillstehend, siehe das Greenpeace-Video in Abbildung 3. Aber was ist mit dem Quälen von Tieren für Videomaterial? Aus dem Buch Arctic Wars: Animal Rights Endangered Peoples [etwa: Arktische Kriege: Tierrechte bedrohen Völker], in dem Herr Poirier die folgende eidesstattliche Erklärung abgab:

Der Unterzeichnete Gustave A. Poirier von den Magdaleneninseln erklärt, von einer Gruppe von Fotografen, von denen einer einen Bart trug, um den 4. März 1964 beauftragt worden zu sein, eine große Robbe für einen Film zu häuten. Ich schwöre feierlich vor Zeugen, dass ich gebeten wurde, die besagte Robbe zu quälen und keinen Stock zu benutzen, sondern nur ein Messer, um diese Operation durchzuführen, wo normalerweise ein Stock benutzt wird, um die Robben zuerst zu töten, bevor sie gehäutet werden“. – Arctic Wars: Tierrechte gefährdete Völker [Link]

Eine Dokumentation dieses und anderer barbarischer Filmfantasien, die von Greenpeace verbreitet wurden, findet sich bei Brian Ellison in The New American. Ein weiterer Propagandafilm, der von Greenpeace verwendet wurde, zeigte ein Känguru, das in Australien gefoltert wurde. Es stellte sich heraus, dass auch hier die Folterer von den Filmemachern für die Tat bezahlt wurden. Als Magnus Gudmundsson die Beweise für diese Täuschungen in einem Dokumentarfilm Survival in the High North untersuchte, verklagte Greenpeace ihn. Sie verloren natürlich, denn die bezahlte Folter war öffentlich bekannt. Aber Gudmundsson wurde gezwungen, über 40.000 Dollar für seine Anwaltskosten zu zahlen. Nach dieser Niederlage zog sich Greenpeace aus Norwegen zurück. Aus International Intelligence, Oktober 1992:

Der endgültige Schlag für Greenpeace kam, als sie den Verleumdungsprozess in Oslo verloren, den sie im März 1992 gegen Gudmundsson angestrengt hatten. Der Vorsitzende der norwegischen Greenpeace, Bjorn Okern, trat von seinem Posten zurück und erklärte, dass Gudmundsson mit der unehrlichen Spendensammlertaktik von Greenpeace Recht habe, dass kein Geld von Greenpeace für den „Umweltschutz“ verwendet werde und dass Greenpeace eine ‚ökofaschistische‘ Gruppe sei. Okern war im Vorstand von Greenpeace International.“ – Internationaler Nachrichtendienst, Oktober 1992 [Link]

Zu den Straftaten von Greenpeace gehören möglicherweise Piraterie in Russland, Hausfriedensbruch, Vandalismus an den berühmten Nazca-Linien in Peru sowie Hausfriedensbruch und Zerstörung von Privateigentum in Australien. Greenpeace-Aktivisten (zusammen mit denen des Sierra Club und Tides) stellen eine „glaubwürdige Bedrohung für die Gesundheit und Sicherheit“ der Menschen und der Umwelt dar, heißt es in einem Memo, das die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) für die kanadische Regierung erstellt hat. Der Bericht weist auch darauf hin, dass:

Die Anhänger der extremsten Gruppierungen nutzen das Internet, um gewalttätige kriminelle Techniken wie Brandstiftung, Vandalismus und Sabotage zu propagieren und anzuleiten. Zu den nachgewiesenen kriminellen Aktivitäten, die mit dieser extremistischen Gruppierung in Verbindung gebracht werden, gehören: Bedrohungen von Leben und Eigentum, improvisierte Sprengsätze, Brandstiftung, Vandalismus, Sabotage, Diebstähle und Einbrüche, vor allem in New Brunswick, Quebec, Ontario, Alberta und British Columbia.“ – Link

Im Wesentlichen hat die RCMP Greenpeace und andere Umweltaktivisten als potenzielle Terroristen identifiziert und ein Gesetz (Bill C-51, 2015) unterstützt, das es ihnen erlaubt, Greenpeace und andere extreme Umweltgruppen als potenzielle terroristische Organisationen zu überwachen.

Andere Verbrechen von Greenpeace

Greenpeace sammelt tonnenweise Geld mit ihrer angeblichen Kampagne „Rettet die Wale“. In Wirklichkeit sind sie aber nicht gegen den Walfang und haben sogar einigen Dorfbewohnern in Alaska geholfen, einen toten Wal in ihr Dorf zu schleppen. Einige behaupten, der Wal sei bereits tot gewesen, andere sagen, die Dorfbewohner hätten den Wal mit Harpunen getötet. In jedem Fall wurde der Wal von den Dorfbewohnern geschlachtet, und es war für Greenpeace illegal, den Wal an Land zu ziehen. Nach Angaben des National Marine Fisheries Service ist es für Nicht-Einheimische illegal, sich an irgendeinem Schritt einer Walfangaktion zu beteiligen.

Laut Patrick Moores Buch Confessions of a Greenpeace Dropout war Greenpeace führend bei der Bekämpfung von DDT, das in den USA und anderswo nicht mehr hergestellt wird und indirekt für den Tod von Millionen von Menschen, einschließlich Kleinkindern, durch Malaria verantwortlich ist. DDT war maßgeblich an der Ausrottung der Malaria in den USA und Europa beteiligt und hätte diese schreckliche Krankheit in Afrika und Südasien beenden können, wenn seine Produktion und Verwendung fortgesetzt worden wäre.

Wie Patrick Moore berichtet, führte die Empörung unter Medizinern, Wissenschaftlern und Menschenfreunden im Jahr 2005 zur Gründung einer Kampagne mit dem Namen „Kill Malarial Mosquitos NOW!“. Die Kampagne forderte die Wiedereinführung von DDT als wesentliches Mittel zur Ausrottung von Malaria. Sowohl Dr. Moore als auch Erzbischof Desmond Tutu, ein südafrikanischer Nobelpreisträger, schlossen sich der Kampagne bald an (Moore, 2013). Schließlich setzte sich die Menschlichkeit durch, und die Stockholmer UN-Konvention, mit der Greenpeace ein Verbot von DDT erreichen wollte, enthielt eine Ausnahmeregelung, die den Einsatz von DDT zur Malariabekämpfung in Innenräumen erlaubte. Es wurde festgestellt, dass DDT weder für Menschen noch für Wildtiere eine Gefahr darstellt.

Greenpeace ist sehr effektiv bei der Beschaffung von Geldern, aber seine wahre Stärke liegt darin, seine Krallen in die Regierungsbehörden und die Medien zu schlagen. So übt Greenpeace unter anderem über Gary Evans (ein Greenpeace-Aktivist, der sich online „Bluecloud“ nennt) eine gewisse Kontrolle über die Zeitung Guardian aus. Auch auf die New York Times hat Greenpeace einen großen Einfluss. Die Zeitung veröffentlichte tatsächlich eine frei erfundene Pressemitteilung von Greenpeace auf ihrer Titelseite, getarnt als Artikel von Justin Gillis und John Schwartz, ohne deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. In dem Artikel wurde Dr. Willie Soon vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics zu Unrecht angegriffen. Ich erkläre die schmutzigen Details dieser Episode in meinem Buch Politics and Climate Change: A History, Seiten 88-91. Eine einfache Überprüfung der öffentlichen Aufzeichnungen zeigt, dass dieser Artikel falsch ist. Greenpeace wendet viel Zeit und Mühe auf, um Journalisten für sich zu gewinnen, die positiv über sie berichten, und sie können bösartig sein, wenn sie kritische Berichterstattung erhalten, und verklagen oft Zeitungen und Zeitschriften, die sie kritisieren.

Das Greenpeace-Geschäftsmodell

Wie Dr. Patrick Moore in seinem ausgezeichneten Buch schreibt, begann Greenpeace als kleine Gruppe von Antikriegsaktivisten, die versuchten, Atombombentests in der Atmosphäre zu verbieten. Von der ursprünglichen Gruppe war Moore der einzige, der eine wissenschaftliche Ausbildung hatte. Während Moore zu einem vernünftigen Umweltschützer wurde, das heißt, er dachte sowohl an den Schutz der Umwelt als auch an das Wohlergehen der Menschen, schaffte der Rest der Organisation „einfach nicht den Übergang von der Konfrontation zum Konsens.“ Sie brauchten einen Feind. Als Moore erkannte, dass seine Organisation von Aktivisten „gekapert“ worden war, die eine „grüne Sprache“ benutzten, um eine antikapitalistische Agenda zu verbergen, verließ er Greenpeace schnell.

Moore war besonders entmutigt, dass viele Greenpeace-Umweltschützer einfach nur menschenfeindlich waren. Sie schienen zu glauben, dass wir ein bösartiges Krebsgeschwür auf der Erde sind, das das globale Ökosystem zu zerstören droht. Der große Mythos ist die implizite Behauptung, dass wir nicht Teil der Natur sind, obwohl wir es natürlich sind.

So fehlgeleitet die Greenpeace-Rekruten auch sind, sie sind motiviert und arbeiten billig; einige sind unbezahlte Freiwillige. Auf der Einnahmeseite fließen die Beiträge in Strömen, zwischen 1997 und 2017 haben sich die Einnahmen verdoppelt. Laut dem bereits erwähnten Heartland-Bericht über das Geschäftsmodell von Greenpeace besteht das Hauptziel von Greenpeace derzeit darin, Geld zu sammeln. Die irische Niederlassung wurde 1997 geschlossen, weil sie nicht genug Geld einbrachte. Sie entließen Hunderte von Mitarbeitern in den Vereinigten Staaten und feuerten im selben Jahr ihren US-Geschäftsführer, weil auch er nicht genug Geld aufbrachte.

Abbildung 4. Das Buch von Chris Rose über Umweltkampagnen.

Ihre Operationen und Kampagnen folgen einer Formel, die von Chris Rose entwickelt wurde, dem strategischer Berater von Greenpeace International und Experte für Umweltkampagnen. Er hat buchstäblich das Buch dazu geschrieben, wie Sie in Abbildung 4 sehen können.

Roses Formel ist einfach: Wählen Sie ein Umweltproblem, das Sie als katastrophal und dringend bezeichnen können (der vom Menschen verursachte Klimawandel funktioniert). Dann wähle einen Bösewicht, der sich nicht wehren kann, idealerweise multinationale Konzerne für fossile Brennstoffe. Als Nächstes suchen Sie sich ein möglichst sympathisches Opfer – Polarbären eignen sich gut. Als Nächstes schlagen Sie eine plausible Lösung vor, z. B. die Abschaffung fossiler Brennstoffe, und beschuldigen den gewählten Bösewicht, die Umsetzung der Lösung aus egoistischen Gründen zu verhindern.

Geben Sie dann einen Aufruf zum Handeln heraus. Bieten Sie den Menschen Möglichkeiten, sich zu engagieren, z. B. Protestmärsche, Gesichtsbemalung oder Geldspenden, vor allem Geldspenden! Wählen Sie schließlich Medien, in denen Sie die Berichterstattung kontrollieren können, und diskutieren Sie niemals mit dem von Ihnen gewählten Bösewicht. Debatten bringen beide Seiten zum Vorschein, und das Ergebnis ist Bildung.

Rose schreibt in seinem Buch auf Seite 43: „Kampagnen-Kommunikation muss vor einem Publikum wie eine Geschichte ablaufen.“ Er betont, dass ein sympathisches Opfer benötigt wird, und entweder Greenpeace oder das Opfer müssen die einfühlsamste Figur in der Geschichte sein. Der Kampagnenmacher darf nicht zulassen, dass die Medien die Liebe zu seiner Geschichte verlieren.

Rose fährt fort: „Kampagnenarbeit ist keine Bildung“. Er betont, dass Kampagnen zum Handeln anregen, den Fokus des Publikums einschränken, Ablenkungen eliminieren und die Möglichkeiten reduzieren müssen. Im Gegensatz dazu stellt er auf den Seiten 23-25 fest, dass Bildung das Bewusstsein für Optionen und Komplexität erweitert und zeigt, dass das Problem nicht so einfach ist, wie das Publikum zunächst dachte. Bildung führt zum Verständnis, aber nicht zum Handeln. Grundlegendes in Frage zu stellen und über Alternativen nachzudenken, ist nicht die Art und Weise, wie Wirtschaft, Politik oder Krieg vorankommen. Das hat Rose sicherlich richtig erkannt.

Abbildung 5. Abgebrochene Greenpeace-Kampagnen

In der Regel wird das Publikum schließlich über die Themen aufgeklärt, die Greenpeace für seine Kampagnen verwendet. Wenn sie mehr darüber erfahren, stellen sie fest, dass sie nicht so beängstigend sind, wie Greenpeace behauptet, und verlieren das Interesse. Jede Kampagne, mit der Geld verdient werden soll, hat also eine gewisse Lebensdauer. In Abbildung 5 sehen wir zwei Greenpeace-Kampagnen, die jetzt wegen mangelnden Interesses eingestellt wurden.

Greenpeace wurde ursprünglich gegründet, um gegen Atomwaffen und deren Tests zu kämpfen. Als die Atomwaffentests eingestellt wurden und die Bedrohung durch einen Atomkrieg zurückging, verdienten sie immer weniger Geld mit der Kampagne und stellten sie schließlich 2009 wegen mangelnden Interesses und mangelnder Einnahmen ein. In den frühen 1990er Jahren starteten sie eine Kampagne, in der sie behaupteten, dass der Mensch den Rückgang der biologischen Vielfalt in der Welt verursacht. Später stellte sich heraus, dass die biologische Vielfalt nicht abnahm, sondern dass sich die Arten lediglich bewegten und die Artenfluktuation zugenommen hatte. Fluktuation bedeutet, dass sich beim Aussterben von Arten neue Arten entwickeln, die sie ersetzen. Es wurde auch festgestellt, dass die verwendeten Datensätze zur biologischen Vielfalt sehr schlecht waren.

Als die Kampagne zur biologischen Vielfalt auslief, startete Greenpeace eine Kampagne zu gentechnisch veränderten Nutzpflanzen. Diese Kampagne scheiterte, als sich herausstellte, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel sicher und nützlich sind. Die Meinungen über mögliche künftige Folgen von gentechnisch veränderten Pflanzen gehen auseinander, aber derzeit und nach umfangreichen Studien gelten diese Pflanzen als sicher für den Verzehr. Außerdem sind sie ernährungsphysiologisch besser und widerstandsfähiger gegen Schädlinge.

Greenpeace muss eine Lösung für das Problem vorschlagen und alle anderen Lösungsvorschläge als unzureichend zurückweisen. So ist beispielsweise der Ersatz von Kohle durch Erdgas eine Möglichkeit zur Verringerung der CO2-Emissionen, wie in den Vereinigten Staaten bewiesen wurde. Doch um genügend Erdgas zu gewinnen, müssen die Bohrlöcher gefrackt“ werden, was Greenpeace ablehnt. Auch die Umstellung von Kohle auf Kernkraftwerke verringert die CO2-Emissionen, aber Greenpeace ist gegen die Kernkraft. Wasserkraft scheidet aus, weil sie Dämme an Flüssen erfordert. Sie gehen die Liste möglicher Lösungen durch und lehnen alle ab, mit Ausnahme von Solar-, Wind- und Gezeitenkraftwerken. Alle sind unstetig und erfordern derzeit eine Unterstützung durch fossile Brennstoffe, Kernkraft oder Wasserkraft, da die Batterietechnologie unzureichend und zu teuer ist. Ungeachtet der Bemühungen von Greenpeace und anderen Umweltorganisationen ist der Öffentlichkeit bewusst geworden, wie unzureichend diese so genannten erneuerbaren Energiequellen sind und wie unpraktisch und teuer die Abschaffung fossiler Brennstoffe ist, wie die Demonstrationen gegen eine Kohlenstoffsteuer in Frankreich zeigen.

Allein in diesem Jahr gab es in Argentinien, Indonesien, Ecuador, UK und an vielen anderen Orten Proteste gegen hohe Dieselpreise oder den Mangel an Diesel. Greenpeace bietet zwar eine plausible Lösung an, aber sie bevorzugen eine, die nicht umgesetzt werden kann. Wenn sie eine echte Lösung vorschlagen, wird diese umgesetzt, und ihre Spenden werden versiegen.

Schlussfolgerungen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Greenpeace nicht nur Nachrichtenagenturen, sondern auch die Vereinten Nationen stark beeinflusst. Sie nutzten ihren Einfluss, um noch im Jahr 2000 zu versuchen, DDT aus der Welt zu schaffen. Erst 2004 gaben sie ihren Widerstand auf, und dann auch nur unter starkem humanitärem Druck. Und wie wir oben gesehen haben, war das DDT-Verbot eine Katastrophe für die durch Malaria gefährdeten Länder. Die daraus resultierenden Fabrikschließungen basierten auf falscher und verzerrter „Wissenschaft“ oder, genauer gesagt, auf Pseudowissenschaft über die Gefahren von DDT. Darüber hinaus benutzte Greenpeace grausam inszenierte Videos von gequälten Tieren, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, so dass Verträge geschlossen wurden, die legitime Unternehmen ruinierten. Wenn man bedenkt, wie sehr Greenpeace diese gefälschten Videos förderte, ist es möglich, dass die Filmemacher und Folterer selbst zu Greenpeace gehörten. Wir müssen uns die Frage stellen: „Wie ist Greenpeace an die Rechte an den Videos gekommen?“

Greenpeace brüstet sich regelmäßig mit seinem Einfluss auf die Vereinten Nationen und ihre Organisationen. Doch in Indien wird Greenpeace vorgeworfen, unzulässigen Einfluss auf die Regierung zu nehmen. Wenn man bedenkt, dass Lügen ein wesentlicher Bestandteil von Greenpeace sind, sollten wir uns Sorgen machen.

Die Greenpeace-Kampagnen zum Verbot von DDT und der Robbenjagd, die auf Pseudowissenschaft und inszenierten Folterfilmen beruhen, sollten ein Weckruf sein. Pseudowissenschaft und erfundene Filme, die extreme Wetterereignisse zeigen, werden jetzt benutzt, um einer leichtgläubigen Öffentlichkeit Angst vor dem „Klimawandel“ zu machen. Das ist nichts Neues, das hat es schon früher gegeben. Die Wahrheit ist wichtig, wissenschaftlich fundierter Skeptizismus ist nichts Böses, sondern eine gute Sache. Wir müssen allen Behauptungen der Umweltschützer gegenüber skeptisch sein und auf Täuschungen und Propaganda hinweisen, wann immer wir sie sehen. Es ist offensichtlich, dass die offensichtlichsten „Endzeit“-Phantasien heute von Greenpeace und ähnlichen Organisationen kommen.

Es ist bedauerlich, aber oft beginnen aktivistische Umweltorganisationen ganz unschuldig und mit einer guten Sache. So war es auch bei Greenpeace. Aber wenn sie erfolgreich sind, wird das Problem, für das sie gegründet wurden, schließlich gelöst. Dann nehmen sie ein Eigenleben an. Anstatt sich aufzulösen, wenn das Problem gelöst ist, suchen sie nach einem neuen Problem, oder noch schlimmer, sie erfinden eines. Sie existieren nur, um sich selbst zu erhalten, indem sie mit ihrem Namen handeln, um Geld zu sammeln. Ein Großteil des Geldes wird verwendet, um ihre eigenen Gehälter zu zahlen, um zu Konferenzen in der ganzen Welt zu fliegen und um Journalisten und Politiker zu beeinflussen. Das Ganze wird zu einem hässlichen Geschäft, das sich von Unternehmen ernährt, die tatsächlich etwas herstellen. Es handelt sich nicht um Wohltätigkeitsorganisationen, sondern um versteckte Steuern für die Öffentlichkeit.

Warum lügen Organisationen wie Greenpeace über Umweltgefahren, die eindeutig nicht existieren? Ihre Lügen über die Gefahren des Klimawandels, von DDT, gentechnisch veränderten Lebensmitteln und der biologischen Vielfalt lassen sich sehr leicht entkräften, da sie eben nicht auf Beobachtungen oder auf „der Wissenschaft“ beruhen, wie die Medien gerne behaupten.

1971 gehörten Dr. Patrick Moore (er hat einen Doktortitel in Ökologie) und ein Freund, Bob Hunter, zur Besatzung des Schiffes, das sie gechartert hatten, um gegen Atombombentests in Alaska zu protestieren. Auf der langen Heimreise nach Vancouver unterhielten sie sich, und Bob Hunter machte laut Patrick Moores Buch die folgende, sehr prophetische Aussage:

„Pat, das ist der Beginn von etwas wirklich Wichtigem und sehr Mächtigem, … Aber es besteht eine sehr gute Chance, dass es zu einer Art Ökofaschismus wird. Nicht jeder kann einen Doktortitel in Ökologie erwerben. Die einzige Möglichkeit, das Verhalten der Massen zu ändern, besteht also darin, eine populäre Mythologie zu schaffen, eine Umweltreligion, in der die Menschen einfach an die Gurus glauben.“ – Moore, 2013

Moore reflektiert dann: „Heute erschaudere ich über die Richtigkeit seiner Voraussicht.“
Wenn man „Gurus“ durch „die Wissenschaft“ ersetzt, hat Bob Hunter die heutige Welt auf den Punkt gebracht. Die Wissenschaftsgurus von heute sind nicht die meiner Jugend. Heute sind sie von Politikern, den Medien und Organisationen wie Greenpeace korrumpiert worden. Die Menschen auf der ganzen Welt wissen das. In Kapitel 21 von Moores Buch listet er eine Reihe von Umfragen auf, die zeigen, dass die Öffentlichkeit nicht von den Gefahren überzeugt ist, die Politiker und Greenpeace propagieren. Sie versuchten, über die Gefahren zu lügen, um an Spendengelder zu kommen, aber sie scheiterten. Die Wahrheit kam heraus, wie immer, und ihre Glaubwürdigkeit wurde zerstört, wie immer, wenn man lügt. Aber irgendwie machen sie weiter Geld, ich schätze, ein Narr wird jede Minute geboren, wie Paul Evans und Paul Parnes 1968 schrieben. Sie werden mit ihren Lügen nie eine Mehrheit bekommen, aber sie brauchen auch keine Mehrheit, um Geld zu verdienen.

This is an updated version of a 2016 post, to see the original go here.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2022/11/07/greenpeace-crimes-and-lies-updated/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Woher kommt der Strom? Brandmail an Olaf Scholz

43. Analysewoche

Es ist noch nicht wie früher. Das Strompreisniveau nähert sich allerdings mit einem mittleren Preis in der 43. Woche von 108€/MWh alten Verhältnissen an. Seit dem ´Machtwort` des Kanzlers in Sachen Weiterbetrieb Kernkraftwerke am 17.10.2022 liegt der Durchschnittsstrompreis bis zum 4.11.2022 bei 124€/MWh. Vom 1.1.2022 bis zum 16.10.2022, dem Tag bevor Olaf Scholz´ Machtwort öffentlich wurde, lag der mittlere Strompreis mit mehr als 245€/MWh doppelt so hoch. Im Sommer, in der Zeit vom 1.6.2022 bis zum 16.6.2022 lag der Strompreis im Durchschnitt sogar bei satten 318€/MWh.

Der psychologische Effekt des Machtworts von Olaf Scholz ist für das Strom-Börsengeschehen offensichtlich sehr hoch. Die Aussicht auf wegfallende Stromverknappung zeigt erhebliche Wirkung.

Aber: Sollten nicht kurzfristig die Vorkehrungen getroffen werden, die für einen Weiterbetrieb der drei noch laufenden Kernkraftwerke über den 15.4.2023 hinaus nötig sind, wird die Wiederinbetriebnahme der Ende 2021 abgeschalteten Kernkraftwerke nicht eingeleitet, wird die alte Preisdynamik am Strommarkt zurückkehren. In noch höherem Maß als bis zum 16.10.2022. Ob Olaf Scholz das bewusst ist, wage ich zu bezweifeln. Deshalb habe ich am 5.11.2022 einen Vorabdruck dieses Abschnitts an ihn persönlich und das Kanzleramt per Mail versandt.

Die Deadline für den Weiterbetrieb der KKW über den 15.4.2023 hinaus

Spätestens bis Ende dieses Jahres müssen die entsprechen Maßnahmen, insbesondere die Bestellung des Brennstoffes für die Kernkraftwerke, eingeleitet werden. Ein Machtwort zwei sollte der Kanzler kurzfristig vorbereiten und seinen Koalitionspartnern zur Kenntnis bringen. Tut er das nicht, wird der Point of No Return erreicht, werden die Kernkraftwerke am 15.4.2023 tatsächlich und endgültig vom Netz genommen, wird das Preiskarussell den Strompreis mit Schwung wieder in ungeahnte Höhen treiben. Die aktuelle Niedrigpreisphase ist ein unübersehbarer Hinweis auf das, was kommen wird, wenn Olaf Scholz nicht handelt.

Der beste Zeitpunkt für ein Machtwort 2 wäre die Debatte im Bundestag am 9. November 2022, dem Tag der Deutschen. Der Mann könnte damit seine Kanzlerschaft für die Geschichtsbücher retten. Warum? Weil er die Stromversorgung in Deutschland – weg von den unsicher-volatilen „Erneuerbaren“ – sicherer, nachhaltiger und eben wieder bezahlbar macht.  Er leitete damit faktisch den Ausstieg aus dem Atomausstieg ein, der so unsinnig-vorschnell von Angela Merkel 2011 ´ beschlossen` wurde.  Das wäre mal eine vernünftige Zeitenwende. Der 9. November 2022 könnte ein guter Tag für die Deutschen werden.

Die 43. Analysewoche [Zeitraumanalyse seit 2016Daten-PDF] gestaltete sich regenerativ höchst volatil. Die Konventionellen wollten oder konnten den Strom zur Deckung des Bedarfs über weite Teile der Woche nicht zusteuern. Entsprechend hoch war der Stromimport. Dennoch hielten sich die Preise in Grenzen. Zwar stieg der Preis beim Import von Strom an. Doch nur sechs Mal wurde die 150€/MWh-Marke überschritten.  200€/MWh oder mehr wurden gar nicht erreicht. Ursache: Siehe oben. Ernüchternd  dürften die Prognosen des Zukunfts-Agorameters für die Jahre 2030 (68% Ausbaugrad) und 2040 (86% Ausbaugrad) sein. Allein eine ´Sicht-Analyse`, eine genaue Betrachtung der Charts belegt, dass der Ausbaugrad nur rein rechnerisch stimmt. Praktisch erreicht die regenerative Erzeugung den errechneten Wert häufig nicht. Weil – Achtung: Binse – bei wenig Wind auch viele, viele und noch mehr Windräder nur wenig Strom liefern. Gleiches gilt für den PV-Strom und die Solarkraft. Offensichtlich liefern Solarpaneele – egal, wie viele installiert sind – nachts keinen Strom. Wenn aber sehr viel Wind weht, wenn die Sonne im Sommer um die Mittagszeit sehr stark scheint, ist – je mehr Anlagen installiert sind –  eine massive Strom-Übererzeugung (Beispiel Prognose Wind 2040; Beispiel Prognose PV 2040) mit der sicheren Folge fallender Strompreise bis hinein in den Negativbereich (Beispiel Wind bereits aktuell) garantiert. Die Beispiele zeigen, wie dominant die Windstromerzeugung konzeptuell ist. Fehlt Windstrom, wird auch im Hochsommer die Stromversorgung niemals ausreichend sein. Über Tag springt die PV-Erzeugung weit über Bedarf. Der PV-Strom muss verschenkt werden.

Das Konzept der Energiewende ist in sich nicht schlüssig. Es kann nicht funktionieren. Das Motto „Viele regenerative Stromerzeugungsanlagen helfen viel“ führt sich im Bereich Wind- und Solarenergie selbst ad absurdum. Entscheidend sind Energievolumina der Energieträger Wind und Solar, die auf die Stromerzeugungsanlagen treffen. Der Energiegehalt schwankt erheblich. Manchmal innerhalb weniger Stunden. Weil auch bei rechnerisch hohen Ausbaugraden größere Zeiträume mit wenig Wind- und Solarenergie (Dunkelflaute) auftreten, muss ein konventioneller Backup-Gas-Kraftwerkspark mit einer installierten Leistung von mindestens 80 GW (aktuelle installierte Leistung Gas 31 GW) bevorratet werden. Das kostet den Stromkunden, den Steuerzahler – zusätzlich sehr viel Geld: Für die Kraftwerks-Neubauten, für die Unterhaltung der Anlagen. Dass diese dann H2-ready sein sollen, ist lediglich die Beschönigung einer gewaltigen Geldverschwendung. Am besten wäre es nach meiner Meinung weitere Energiewendeinvestitionen sofort und komplett auszusetzen und voll auf den Weiter-, den Wiederbetrieb und die Planung von Kernkraftwerken zu setzen. Wer Windräder, wer Windkraftanlagen oder wer ganze Windparks bauen will: Gerne. Aber ohne jegliche Subventionierung und auf eigenes Risiko. Für PV-Anlagen gilt das Gleiche.

 

Detailanalysen

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus generierten Chart handelt es sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst empfehlenswerten virtuellen Energiewende-Rechner. (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) Ebenso den bewährten Energierechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine angenommene Verdopplung (Original-Excel-Tabelle) beziehungsweise Verdreifachung (Original-Excel-Tabelle) des Wind- und Photovoltaik (PV)-Stroms auswirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei entsprechender Kennzeichnung im Chart (= 1) oft eben nur im Tagesdurchschnitt ausreicht.

Man erkennt, dass zum Beispiel gut 40 Prozent regenerative Stromerzeugung im Jahr 2021 nur ein Durchschnittswert sind und dass die knapp 50 Prozent im Jahr 2020 trotz Zubaus weiterer regenerativer Stromerzeugungsanlagen durchaus nicht sicher erreicht werden (1. Januar bis 30. Oktober 2022 = 47,2 Prozent). Der Wind, der Wind, das himmlische Kind, der Wind macht halt, was er will. Wobei noch das oben bereits belegte physikalisch-technische Problem hinzukommt: Weht der Wind schwach, wird wenig Strom produziert. Weht er richtig stark, wird sehr viel Strom produziert. Dann müssen die Windkraftanlagen unter Umständen aus dem Wind genommen, abgeregelt werden.

Der Chart mit den Import- und Exportzahlen bis zum 30. Oktober 2022 sowie der Vortrag von Professor Georg Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Professor Brasseur folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Die WiSo-Dokumentation zum Blackout ist dank Professor Harald Schwarz von der BTU Cottbus und diversen Energiewendeprotagonisten (Mindset-GraichenKemfertPaech) in jeder Hinsicht – realistische Einschätzungen/spinnerte Träumereien – informativ. Dass die Energiewende faktisch gescheitert ist, veranschaulicht Professor Fritz Vahrenholt in seinem Vortrag beim „Berliner Kreis in der Union“.

Am 24. Oktober 2022 erschien Energiekrise & Lösungen der Bundesregierung

Ich möchte wieder und besonders auf einen Artikel hinweisen, der auf der Achse erschienen ist und mögliche Folgen einer intensiven Stromerzeugung per Windkraft thematisiert: Wenig Wind durch Windkraft heißt Dürre und Starkregen!

Sehr zu empfehlen, aber leider hinter der Bezahlschranke ist der FAZ-Artikel vom 8. Oktober 2022: ZU BESUCH BEI TRANSNETBW – Stromversorger kämpft gegen Blackout-Gefahr.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche, möglich bis 2016, in der jeweiligen Tagesanalyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vor allem auch die Im- und Exportwerte. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Das Analysewerkzeug stromdaten.info ist ein sehr mächtiges Instrument, welches mit dem Tool Fakten zur Energiewende nochmals erweitert wurde. Falls Sie die Agora-Handelstage vermissen: bitte die in den Tagesanalysen verlinkte Agora-Chartmatrix aufrufen.

Wichtige Info zu den Charts: In den Charts von Stromdateninfo ist Solarstrom gelb markiert und immer oben, oft auch über der Bedarfslinie. Das bedeutet aber nicht, dass dies der Strom ist, der exportiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Einspeisevorrangs wird dieser Strom, genau wie anderer regenerativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz eingespeist. Zum Export bleibt praktisch nur konventionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netzstabilisierungsgründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätzliche Stromsenken, umgangssprachlich Stromverbraucher genannt.

Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zum Beispiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang realisiert werden sollten. Der hierfür zusätzlich benötigte Strom wird aber durchaus nicht regenerativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätzlicher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benötigte Strom aktuell immer zusätzlich konventionell erzeugt. Jedenfalls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneuerbaren“ plus Speicher realisiert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durchschnitt, sondern auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird.

Tagesanalysen

Montag, 24.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 54,51 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66,01 Prozent, davon Windstrom 50,31 Prozent, PV-Strom 4,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,58 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Viel Windstrom, wenig PV-Strom, kein Stromimport [20302040]. Die Strompreise sind fast so niedrig wie in ´alten` Zeiten. Der mittlere Strompreis liegt heute bei gut 80€/MWh. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Oktober ab 2016.

Dienstag, 25.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 39,31 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,01 Prozent, davon Windstrom 31,10 Prozent, PV-Strom 8,21 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,70 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Die Windstromerzeugung lässt nach, die PV-Stromerzeugung bleibt schwach. Stromimport [20302040] wird notwendig. Deshalb steigt der Strompreis, erreicht aber nicht die vor dem 17.10.2022 gewohnten Höhen bis zu 871 €. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Oktober ab 2016.

Mittwoch, 26.10.2022: Anteil Wind- und PV-Strom 31,44 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 45,79 Prozent, davon Windstrom 22,67 Prozent, PV-Strom 8,78 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,35 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Die Windstromerzeugung [20302040] bleibt schwach. Erst ab Mittag steigt sie ein wenig. PV-Stromerzeugung legt etwas zu. Aber: Fast über den ganzen Tag wird Strom importiert. Der Durchschnittstrompreis liegt bei 121€/MWh. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Oktober ab 2016.

Donnerstag, 27.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 39,63 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,50 Prozent, davon Windstrom 28,19 Prozent, PV-Strom 11,43 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,87 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Ein ähnliches Bild [20302040] wie gestern. Der Strompreis liegt im Schnitt bei knapp 125€/MWh. Trotz starker Stromimporte. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Oktober ab 2016.

Freitag, 28.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 41,80 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,51 Prozent, davon Windstrom 32,80 Prozent, PV-Strom 9,00 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,71 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Freitag [20302040] wartet mit steigender Windstromerzeugung zum Abend auf. Trotz hoher Importe fällt der Strompreis. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

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Samstag, 29.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 27,95 Prozent. Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 45,69 Prozent, davon Windstrom 17,78 Prozent, PV-Strom 10,17 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,75 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-ChartsDie Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Beginn des Wochenendes [20302040]. Die Konventionellen denken überhaupt nicht daran, ihre Stromerzeugung hochzufahren. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

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Sonntag, 30.10.2022Anteil Wind- und PV-Strom 30,12 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,19 Prozent, davon Windstrom 16,55 Prozent, PV-Strom 13,57 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 17,07 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Sonntag, wenig Bedarf [20302040]. Der Strompreis schwankt lange um die 100€/MWh-Marke, um zum Vorabend auf 170€/MWh zu steigen. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. Oktober ab 2016.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Seit über sechs Jahren betreibt Rüdiger Stobbe den werbefreien Politikblog www.mediagnose.de.




97% Konsens zum Klimawandel? Umfrage zeigt, dass nur 59% der Wissenschaftler erhebliche Schäden erwarten

Gastbeitrag

Der Mensch verursacht vielleicht eine gewisse Erwärmung, aber die Wissenschaft ist sich nicht einig darüber, ob es zu erheblichen Auswirkungen kommen wird.

ARLINGTON HEIGHTS, IL (8. November 2022) – Eine neue Umfrage der Fairleigh Dickinson University unter Wissenschaftlern ergab, dass nur 59 Prozent der Befragten glauben, der globale Klimawandel würde die Lebensbedingungen der heute lebenden Menschen erheblich beeinträchtigen“. Das ist weit entfernt von dem „97-Prozent-Konsens“, der von den Klimaalarmisten und ihren Verbündeten in den Medien weltweit verbreitet wird.

Die Umfrage, die im September und Oktober 2022 von der Fairleigh Dickinson University im Auftrag des Heartland Institute durchgeführt wurde, befragte ausschließlich Fachleute und Akademiker, die mindestens einen Bachelor-Abschluss in den Bereichen Meteorologie, Klimatologie, Physik, Geologie und Hydrologie haben.

Die Schlüsselfrage der Umfrage lautete: „Wie wird sich Ihrer Meinung nach der globale Klimawandel insgesamt auf die Lebensbedingungen der heute lebenden Menschen auf der ganzen Welt auswirken?“ Neunundfünfzig Prozent der Befragten antworteten mit „erheblichem Schaden“. Neununddreißig Prozent sagten entweder „erhebliche Verbesserung“, „leichte Verbesserung“, „keine Veränderung“ oder „leichter Schaden“. Zwei Prozent waren sich nicht sicher.

Von den Befragten mit der größten Erfahrung – die mindestens 50 Jahre alt sind – erwartet weniger als die Hälfte erhebliche Schäden für die heute lebenden Menschen. Wissenschaftler im Alter von 30 Jahren und jünger waren die einzige Altersgruppe, in der mehr als 60 Prozent erhebliche Schäden erwarteten.

Wie frühere Umfragen unter Wissenschaftlern zeigt auch die neue Umfrage, dass die große Mehrheit der Wissenschaftler der Erwärmung des Planeten zustimmt. Im Durchschnitt führen die Befragten 75 Prozent der jüngsten Erwärmung auf menschliche Aktivitäten zurück. Vor allem aber sind sich die Wissenschaftler uneins darüber, ob die künftige Erwärmung ein großes Problem darstellen wird.

Die Umfrage ergab auch, dass nur 41 Prozent der Befragten glauben, dass die Häufigkeit von Unwetterereignissen deutlich zugenommen hat. Die Mehrheit sagt, es habe keine Veränderung oder nur eine leichte Zunahme gegeben.

In Wirklichkeit zeigen objektive Daten, dass Hurrikane, Tornados, Waldbrände, Dürren und andere extreme Wetterereignisse in den letzten Jahrzehnten seltener geworden sind.

„Die wissenschaftliche Methode verlangt, dass wir uns in der Wissenschaft engagieren, indem wir Theorien anhand objektiver Daten testen und analysieren, anstatt um ein Handzeichen zu bitten“, sagte James Taylor, Präsident des Heartland Institute, der sich häufig in den Medien und bei Anhörungen vor Gesetzgebern äußert. „In dem Maße, in dem die Menschen neugierig darauf sind, was andere Wissenschaftler glauben, gibt es jedoch unter den Wissenschaftlern selbst erhebliche Meinungsverschiedenheiten darüber, ob der Klimawandel eine ernsthafte oder auch nur eine bedeutende Bedrohung darstellt.

Diese neueste Umfrage zerstört die oft wiederholte Propaganda, dass 97 Prozent der Wissenschaftler der Welt glauben, dass der Klimawandel ein ernstes Problem ist, das sofortiges Handeln erfordert“, fügte er hinzu.

„Während die Medien und die Klimabefürworter behaupten, dass es einen ’97-Prozent-Konsens‘ zum Klimawandel gibt, zeigt diese Umfrage, dass es weniger Konsens und ein breiteres Spektrum an unterschiedlichen Meinungen gibt“, sagte Anthony Watts, Senior Fellow des Heartland Institute. „Diese Umfrage zeigt, dass 30 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass der Klimawandel unseren Lebensstandard nur geringfügig beeinträchtigen wird, und acht Prozent glauben, dass sich unser Lebensstandard durch den Klimawandel verbessern oder unverändert bleiben wird.

„Nur 44 Prozent der über 50-jährigen Wissenschaftler glauben, dass der Klimawandel unseren Lebensstandard zu unseren Lebzeiten verringern wird“, so Watts weiter. „Außerdem sind nur 38 Prozent der Befragten nicht davon überzeugt, dass schwere Wetterereignisse zugenommen haben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die von der Linken propagierten drakonischen Lösungen wie das Nulltarifsystem, selbst wenn sie tatsächlich funktionieren würden, auf ein Nicht-Problem abzielen“.

„Diese Umfrage entlarvt einmal mehr den Mythos, dass 97 Prozent der Klimawissenschaftler glauben, dass der Mensch einen katastrophalen Klimawandel verursacht“, sagte H. Sterling Burnett, Direktor des Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy am Heartland Institute. „Obwohl die meisten Befragten im Durchschnitt 75 Prozent der jüngsten Erwärmung auf menschliche Aktivitäten zurückführten, sagten fast 40 Prozent der Befragten, dass sie glauben, dass der Klimawandel nur geringen oder keinen Schaden anrichten oder sogar die Lebensbedingungen verbessern wird.

Klimawandel also? Ja. Ist der Mensch für den größten Teil davon verantwortlich? Die Umfrage sagt: ‚Ja‘. Katastrophe? Keine Zustimmung“, sagte Burnett. „Interessanterweise scheint es, je mehr Erfahrung man als Forscher hat, desto skeptischer wird man gegenüber extremen Klimabehauptungen. Weniger als die Hälfte der Befragten, die 50 Jahre oder älter waren, glauben entweder, dass der Mensch für den größten Teil des Klimawandels verantwortlich ist oder dass der Klimawandel den heute lebenden Menschen erheblichen Schaden zufügt.

Es scheint, dass es durch jahrelange Indoktrination gelungen ist, jüngere, weniger erfahrene Klimawissenschaftlern einer Gehirnwäsche zu unterziehen, so dass sie trotz gegenteiliger Daten glauben, dass der Mensch eine Klimakatastrophe verursacht“, so Burnett weiter.

„Diese Umfrage zeigt, dass zumindest unter den Befragten ein richtiger Konsens darüber besteht, dass sich das Klima der Erde tatsächlich ändert, aber es ist klar, dass die Wissenschaft über die Zuordnung zu menschlichen Ursachen oder die Schwere der Auswirkungen nicht ganz geklärt ist“, sagte Linnea Lueken, Research Fellow des Heartland Institute. „Dies ist eine gute Nachricht, und es sollte eine robuste und enthusiastische Debatte geben, ohne Angst vor dem Verlust von Fördermitteln oder Karriereaussichten; keine Perspektive kann ohne Prüfung völlig ignoriert werden. Besonders bemerkenswert ist, dass einige der befragten Wissenschaftler glauben, dass extreme Wetterereignisse wie Hurrikane zunehmen, obwohl die Daten zeigen, dass dies nicht der Fall ist.

Für mich deutet dieses Ergebnis darauf hin, dass viele Meinungen nicht durch wissenschaftliche Daten, sondern durch sensationslüsterne Medienberichte beeinflusst werden“, fügte sie hinzu. „Wissenschaftler sind schließlich Menschen wie wir alle und genauso anfällig für Voreingenommenheit und nicht-wissenschaftliche Propaganda wie jeder andere auch.“

Das Heartland Institute, eine 1984 gegründete Denkfabrik der freien Marktwirtschaft, ist eine der weltweit führenden Organisationen, die sich für die Arbeit von Wissenschaftlern einsetzt, die skeptisch sind, dass menschliche Aktivitäten eine Klimakrise verursachen.

Heartland hat seit 2008 14 internationale Konferenzen zum Klimawandel veranstaltet, an denen Tausende von Menschen teilgenommen haben. Am 24. und 25. Februar findet in Orlando, Florida, die 15. internationale Konferenz zum Klimawandel statt.

[Auch das EIKE richtet seine 15. internationale wissenschaftliche Tagung aus, und zwar am 25. und 26. November 2022 in Merseburg {hier}. Themen sind Klima und vor allem auch die „Energiewende“.]

Heartland has also published the six-volume Climate Change Reconsidered series by the Nongovernmental International Panel on Climate Change, and for 21 years has published Environment and Climate News. Heartland has published several popular books and studies on the climate, including Corrupted Climate Stations: The Official U.S. Temperature Record Remains Fatally Flawed (2022), Why Scientists Disagree About Global Warming (2015), and Seven Theories of Climate Change (2010).

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/11/08/97-consensus-on-climate-change-survey-shows-only-59-of-scientists-expect-significant-harm/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie hoch ist die Auslastung der Windräder in Ihrer Nähe? Die NZZ informiert!

Grünfeld, Robert

Die Neue Zürcher Zeitung NZZ untersuchte mit eigenen Computersimulationen die tatsächliche Auslastung bundesdeutscher Windkraftanlagen. Deren mögliche Einspeisung wird mit der „Nennleistung“ angegeben – ein theoretischer maximaler Wert, der realiter fast nie erreicht wird. Bei Kraftwerken ist das völlig anders.

Ergebnis für EIKEs Heimstatt Jena: 20% durchschnittliche Auslastung.

„Im Umkreis von 50 km gibt es 99 Turbinen, die im Schnitt 15 Jahre alt sind.“

99 Stück – zum Glück schauen wir vom Büro aus nur auf die Kuppeln der Biogasanlage (nun ja, ist das Klärwerk) und eine alte Burg – Windpropeller müssen wir uns nicht angucken.

Dabei ist Ostthüringen noch ganz gut – es gibt mittel- und süddeutsche Standorte, die deutlich schlechter abschneiden. Die einzigen Regionen, wo sich das Aufstellen der Windräder wirtschaftlich halbwegs (wenn überhaupt) lohnt, sind die Küsten. Da gibt es aber nur wenig Industrie – die großen Verbraucher Deutschlands sitzen im Ruhrgebiet, Hamburg, Chemiedreieck Halle/S, München, Stuttgart – Berlin aber nicht (kein Wunder, im grünrot regierten Spree-Kalkutta ist die Wirtschaft schon vertrieben, oder gar nicht erst angesiedelt). Daher werden nun große superteure HS-Stromtrassen von Nord nach Süd gebaut. Nützt es etwas? Nicht wirklich – die EE im Norden sind nicht grundlastfähig, und effiziente Großsspeicher gibt es nicht. Daher brauchen die Betriebe sowieso standortnahe Kohle- und Gaskraftwerke. Letztere sind superteuer.

Das Fazit der NZZ ist daher für ganz Deutschland negativ:

Die Auslastung ihrer Windparks hüten die Betreiber wie ein Staatsgeheimnis. Die NZZ hat sie nun selbst berechnet. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

28 000 größere Windkraftanlagen sind derzeit auf deutschem Boden in Betrieb. Wie viele davon rentabel sind, weiß niemand.

Wir würden vermuten: 0%.

Die Auslastung der meisten Turbinentypen läßt sich allerdings in einem Modell simulieren. 18 000 hat die NZZ untersucht und dafür stündliche Wetterdaten über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgewertet.

Das Ergebnis: Knapp ein Viertel der untersuchten Windräder hat eine Auslastung von weniger als 20%.

Überlebensfähig sind solche Anlagen nur dank des deutschen Fördersystems, das auch schlechte Standorte belohnt. Lediglich 15% der Anlagen haben eine geschätzte Auslastung von mehr als 30%. Nur zwei davon befinden sich in Süddeutschland. Weil Windräder wegen Lärm- und Umweltschutz-Vorschriften oft abgeschaltet werden oder langsamer laufen müssen, dürfte der Anteil real noch geringer sein.

83% dieser gut ausgelasteten Windräder befinden sich im äußersten Norden. Dort bläst der Wind auch stärker und konstanter als im Süden. Doch geeignete Standorte in Küstennähe sind begrenzt und der Strombedarf der deutschen Industrie riesig. Am meisten Strom wird im Ruhrgebiet und in den südlichsten Bundesländern verbraucht.

Bayern und Baden-Württemberg benötigen zusammen mit dem nahen Chemie-Standort Ludwigshafen fast drei Mal so viel Strom wie alle fünf norddeutschen Bundesländer.

Wie (in-)effizient sind die Anlagen in Ihrer Nähe? Finden Sie es heraus!




Pro Kernkraft Petenten im Deutschen Bundestag

Vordergründig war es ein Kampf um den Weiterbetrieb der restlichen Kernkraftwerke, doch im Hintergrund war es der Kampf der Vernunft gegen Ideologie. Die Vernunft verlor!

Von Andreas Geisenheiner

Die morgendliche knappe Stunde Anhörung zur Stuttgarter Petition am 9.11. im Paul-Löbe-Haus des Bundestages bot noch einmal einen Überblick über den Kampfplatz „Kernenergie in Deutschland“. Als Speerspitze der Fachwissenschaft agierten Prof. André Thess und Dr. Veronika Wendland, als Klimaheuchler die grünen Staatssekretäre Kühne und Wenzel, als Zeitnehmerin Frau Stamm-Fibich mit stahlhartem Durchgriff, sobald die Wissenschaft anhob. Als Redezeit-Zuspieler der Staatsvertreter erboten sich die Parlamentäre der Grünen, der Linken und der Roten. Doch auch die Petenten fanden Unterstützer auf den Stühlen der CDU und der AfD. Nur die FDP wusste wieder nicht so recht, wohin sie das Atom-Ei legen sollte. Bemerkenswert auch, wie von 60 knappen Minuten geschätzte 15 mit Formalitäten und Floskeln gefüllt werden konnten. So ist das eben halt „bei Hofe“.

Die folgende Auflistung dient der Sortierung des „Kampfgetümmels“ in den Hauptfragen mit den Pro- und Kontraargumenten:

  1. Pro: Der Atomausstieg beschädigt den Klimaschutz (Thess)
    Kontra: beredtes Schweigen
  2. Pro: Kernkraft liefert sicher >90% Verfügbarkeit und hat halben Strompreis (Wendland)
    Kontra: Gerade Frankreich zeigt, dass das nicht wahr ist (Wenzel)
  3. Pro: Kernenergie hat als 3. Säule der emissionsarmen Stromerzeugung Zukunft (Thess)
    Kontra: Kernenergie ist mit 72 Ct/kWh viel zu teuer (Wenzel zitiert eine Studie) e besser In ein Zwischenlager für 200-300 Jahre zum Abklingen vor Aufarbeitung (Wendland/Thess)
  4. Pro: Kernenergie hat die niedrigsten CO2-Vermeidungskosten um 20€/t CO2 (Thess)
  5. Kontra: Endlager in D nicht akzeptiert, wir verursachen Leid der künftigen Generationen, ein Ewigkeitsproblem.
    Pro: Onkalo in Finnland mit 3 Mrd.€ für 100.000 Jahre gebaut . Ausgebrannte Brennstäb
    Kontra: mit dem ETS-Zertifikatehandel erreichen wir das auch (Wenzel)
  6. Kontra: (gute) Brennstäbe sind nicht beschaffbar, da RU den Weltmarkt dominiert.
    Wir können auch nicht garantieren, das kein russisches Uran in den Brennstäben von Westinghouse ist, und „Wagner-Söldner“ sind überall
    Pro: Brennstäbe irgendeines (guten) Lieferanten können wir uns für mehrere Jahre als Energie- Superspeicher ablegen. Das kann nur die Kernenergie (Wendland).
  7. Kontra: Kernenergie ist eine Hochrisiko-Technik, und das Risiko ist bereits 3x eingetreten
    Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima, neuerdings noch militärische Angriffe auf Saporishshja
    Pro: Die Unfälle von Tschernobyl, Fukushima und Harrisburg wären nicht möglich gewesen, wenn dort ISAR II gestanden hätte (Wendland).
  8. Kontra: Nur 33 Länder der Welt und eine Minderheit in EU nutzen Kernenergie. D geht also keinen Sonderweg.
    Pro: die Industrieländer des globalen Nordens nutzen praktisch alle die Kernenergie. Ohne diese droht D die Deindustrialisierung (Wendland).
  9. Kontra: Kernenergie emittiert in der gesamten Kette 66-124 kg CO2/kWh, Windenergie lediglich 10. (Wenzel aus Studie)
    Pro: unkommentiert
  10. Kontra: für die Laufzeitverlängerung über den 15.4. hinaus braucht es eine PSÜ (periodische Sicherheitsüberprüfung), Anlagen stillstand und hohe Kosten.
    Pro: stimmt nicht, reiner Verwaltungsakt i.d.R. ohne Stillstand möglich (Wendland)
  11. Kontra: Ein GAU ist nicht versicherbar (LINKE).
    Pro: ein Blackout auch nicht (wurde nicht gesagt, aber wäre ein Gegenargument)
  12. Kontra: In der Umgebung von Kernkraftwerken gibt es erhöhte Krebsraten (SPD).
    Pro: in der Umgebung von KKW wird die natürliche Untergrundstrahlung um den Faktor 1/2000 erhöht (Wendland).

Fazit: Die Vorhut unserer Wissenschaft hat sich wacker geschlagen. Nicht zu vergessen, dass Prof. Thess als Urheber eines Offenen Briefes bereits im Mai 2021 gegen die Unwissenschaftlichkeit des Atomausstieges als erster Aktiver seines Metiers aufstand. Bei aller berechtigten Skepsis zur Wirksamkeit einer Petition zeigte die Stuttgarter Initiative bereits im Vorfeld, dass sich in kurzer Zeit beinahe 60.000 Unterstützer gewinnen lassen, wenn man klug argumentiert und fleißig wirbt.

Im Wortgefecht der Anhörung selbst wurde sichtbar, wie abgedroschen und aus der Welt gefallen die Argumente der Gegenseite sind. Die Vorteile der Kernenergie liegen ja nicht nur in der Emissionsfreiheit, sondern vor allem in der Effektivität und Eleganz des Betriebs und dem um Größenordnungen geringeren Verbrauch an materiellen Ressourcen und Flächen. Der taktisch klugen Hervorhebung der Klimafrage konnte die Gegenseite nur betretenes Schweigen entgegensetzen.

Auch Prof Thess weiß, dass es keinen Klimanotstand gibt, aber jede Menge globaler Probleme.

Als realistischer faktenorientierter Wissenschaftler steht er damit in einer Reihe mit Michael Shellenberger, Patrick Moore und Björn Lomborg.

Ein großes Kompliment geht noch an Frau Dr. Wendland, deren Stringenz und Kompetenz beeindruckend waren. Ihre Argumentation gegen die Wortfindung „Hochrisiko-Technik“, ihr Hinweis auf den Energiespeicher „Brennstabreserven“ und ihr überlegenes Wissen zur Sicherheitsüberprüfung legten die Defizite der „Aussteiger“ bloß.

Wir glauben, dass die Petition, selbst, wenn diese Woche aus dem Streckbetrieb noch keine Laufzeitverlängerung würde, Eindruck und Spuren hinterlassen wird.

Ein hart erarbeiteter und verdienter Erfolg!

Die „Basta“-Haltung der Grünen- man höre Frau Lemke dazu, ist deren wirklicher Macht nicht adäquat. Sie wird an den physikalischen Realtäten und der Wut der Bürger scheitern.