COP 27: Ein Festival der Superlative und ein „must be” für den internationalen Klimajetset

Heute berichtet der bekannte Society-Experte und Regierungsberater Jakob Ihrig, Raubach über das Klimafestival COP27.

von Jacob Ihrig-Raubach

Was für die Filmbranche die Biennale in Venedig oder das Filmfestival in Cannes ist, ist für den internationalen Klimajetset die COP 27. Dieses Jahr findet das Klimafestival im Ressort Sharm-El Sheik in Ägypten statt.  Das Festival ist eine Meisterleistung der Logistik – vor allem der Luftfahrt! Mehr als 40.000 Klimabegeisterte, 120 Staatsoberhäupter mit ihren Stäben, Bodyguards und eingeflogenen Dienstwagen, Hunderte von Klima-Performance Artists, Klimahüpfgruppen, Tänzer und Klimakleber. Atemberaubend, was hier auf die Beine gestellt wird!

Sehen und gesehen werden

Das Festival Rahmenprogramm ist bestens durchchoreografiert. Wie in den letzten Jahren gibt es wieder die öko-sakralen Klimareden und die überaus beliebten 5 vor 12 Workshops. Dieses Jahr auf dem Gelände sogar einen Inselabsauf-Pavillon vom Bundesklimawirtschaftsministerium und mit Mitteln der klima-nahen Bundesstiftung ‚Alles abschalten, sofort!‘ gefördert.

Das Wichtigste ist aber eigentlich das Sehen und Gesehen werden. Wer kommt mit wem, wer geht mit wem, wer kommt nicht und vor allem wer trägt was? Es ist wie Bayreuth: Egal ob Ring oder Tannhäuser – alles Beiwerk- es ist seit hundert Jahren das gleiche Libretto. Darüber wird ausführlich 24/7im öffentlich-rechtlichen Klimafunk durch die ARD/ZDF Klimajournalisten berichtet. Das eigentlich Wichtige ist jedoch, dass sich die in der Modebranche „5 to 12“ genannte Mammutshow in den letzten Jahren zu einem Top Fashion Event für den modebewussten internationalen Klimajetset entwickelt hat. Wer es hier auf den Cat Walk schafft, ist in den Charts! Aber der Reihe nach:

Blue Shabby Chic für den World Class Klimapolitiker

Trendsetter für die gehobene Herrenmode des kommenden Jahres ist traditionell der Opening Speaker. Hier sehen wir dieses Jahr den Klimamilliardär Al Gore  im lässig blauen Spannflanell-Jacket, einreihig geknöpft, dezenter Third World-Nylonglanz, herrlich! Ein Hingugger für fashion-addikte Damen und Herren. Darüber die modisch deregierte Krawatte in dezentem AFD-blau. Man trägt wieder großzügig geschnitten und ist stolz auf all die angegessenen Pfunde der letzten Jahrzehnte. Schließlich hat man unzählige COP und WEF Dinner mit Bravour überstanden. Al Gore hat den Trend zum Spannflanell allerdings nicht selbst erfunden. Die Credentials gehen hier eindeutig an Madame, die bereits im letzten Jahrzehnt mit rotem Hängesackleinen feine Avantgarde-Couture in die trögen Betonhallen des Kanzleramtes touchierte.

Ist der traditionelle grau/schwarze Business-Zwirn out?

Interessant, welche Fashion-Richtungen die Damen und Herren der Wirtschaft dieses Jahr auf dem Cat Walk präsentieren. Gerade die besonders stromlinienförmigen unter den DAX Kombinatsleitern dürften in Kompagniestärke anreisen. Hier denkt der Modebewusste gerne an BASF, VW oder Siemens Vorstände. Man war in diesen Kreisen traditionell bemüht, als „Lèche- Cule“ die Klimapolitik von Madame zu goutieren, konnte nicht genug Energiewende bekommen, aber wimmert nun, dass zu wenig Strom und Gas aus der Leitung kommt. Vielleicht treten die Damen und Herren daher in traditioneller Büßerkutte auf und bitten um Vergebung für ihre selbstgeglaubten Klimasünden. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

Feines Tuch aus Deutschland für grüne Klimaeliten

Für Couturies vom Schlage eines Wolfgang Grupp aus Burladingen mit eigener Gasturbine – frühestens ab 2028 auch Wasserstoff-ready und reichlich Solar auf dem Dach – ist es wichtig, den Geschmack des grünen Gymnasiallehrers und CO2bewußten Manufactum Power-Shoppers zu treffen. Hier ist der alles entscheidende Trendsetter der bayrische Extrempopulist Markus Söder. Kommt er und wenn ja, was trägt er? Greta-Strickpullover, Klimakleber-Shirt oder darfs auch etwas Anspruchsvolleres sein? Vielleicht bayrisch-royaler Klimakitsch mit viel Gold in behördlich CO-freier Verhunzung der extravaganten Tapetensujets vom Glööckler aus Maulbronn? 

Top secret bleibt allerdings: Was tragen unsere allseits beliebten Klimadamen?

Selbstverständlich wird man auch der Damencouture besonderes Augenmerk angedeihen lassen. Was trägt die aus dem Völkerrecht Kommende? Was tragen die High-End Klimajetset Ikonen Neubauer, Reemtsma oder die Speicherschwemmen Calculatreuse aus dem DIW? Bisher dringt wenig an die Öffentlichkeit.

Wird die Kulturklimastaatsministerin wieder ihr bezauberndes, weißes Schneewittchenkostüm mit dem kurzen Röckchen und Spitzenstrumpfhose tragen? Oder kommt sie diesmal auf dem Weg zu den Malediven solidarisch in Patex-gelber Ricarda-Tunika vorbei?

Und zu guter Letzt der neueste Klatsch vom Berliner Klimapromifriseur:

Angeblich soll COP27 die letzte Single-Topic Veranstaltung dieser Art sein. Auf Wunsch der Staatsklimakulturministerin wird die nächste ‚5 to 12‘  im Jahre 2023 zusammen mit dem European Song Contest abgehalten. Da in der Vergangenheit viele der Unterhaltungsgruppen, Klimaprominenz und Inseluntergangssänger auf beiden Veranstaltungen gebucht waren, gab es oft Überschneidungen bei der Vorbereitung. Angeblich solle dies durch Kombination beider Festivals in Zukunft optimiert werden. Außerdem ergeben sich bei der Anreise der Klimaprominenz Einsparungssynergien, sodass ein insgesamt geringerer Klimatemperaturabdruck ausgestoßen würde. Dies erfuhr der Promicoiffeur von einem der unzähligen frisch eingestellten Spitzenbeamten im unmittelbaren Umfeld der Klimakulturstaatsministerin.




Klimaimperialismus – 400 Privatflieger auf der UN-Klimakonferenz

von Michael Shellenberger auf seinem Blog, übersetzt

Reiche Menschen entziehen armen Menschen im Namen des Klimawandels die Möglichkeit, billige Energie zu beziehen. Warum eigentlich?

Nur wenigen scheint der Klimawandel mehr am Herzen zu liegen als den Prominenten dieser Welt. Im Jahr 2019 sagte Leonardo DiCaprio vor der UNO:

„Der Klimawandel ist unsere größte Sicherheitsbedrohung.“

Ende letzten Jahres spielten DiCaprio und Jennifer Lawrence die Hauptrollen in dem Hollywood-Klimakatastrophenfilm „Don’t Look Up“. Lawrence sagte:

„Wenn man diese Hurrikane jetzt sieht, ist es schwer, nicht die Wut und den Zorn von Mutter Natur zu spüren, vor allem, wenn man für diesen Film wirbt.“

In einer Rede bei den Vereinten Nationen sagte Prinz Harry Anfang des Jahres:

„Der Klimawandel richtet auf unserem Planeten verheerende Schäden an, unter denen die Schwächsten am meisten leiden.“

Alle haben Einzelpersonen und Nationen dazu aufgefordert, ihre Kohlenstoffemissionen radikal zu reduzieren.

Und doch sind die Prominenten neben den führenden Politikern der Welt die größten Klima-Heuchler des Planeten. DiCaprio, Lawrence, Harry und Meghan fliegen seit Jahren in Privatjets, feiern auf benzinschluckenden Yachten und fahren Jetski. Bereits 400 Privatjets, die fünf- bis 14-mal umweltschädlicher sind als kommerzielle Flüge, sind zu den jährlichen Klimagesprächen der Vereinten Nationen in Ägypten eingetroffen. Letztes Jahr flogen 40.000 Menschen zu den Klimagesprächen nach Schottland, viele von ihnen in Privatjets, und verursachten schätzungsweise 102.000 Tonnen Kohlendioxid, was der Verbrennung von 237.000 Barrel Öl entspricht. Nach ihrer Ankunft wurde ihnen ein Video mit einem sprechenden CGI-Dinosaurier vorgeführt, der von Jack Black gesprochen wurde und die afrikanischen Nationen aufforderte, keine fossilen Brennstoffe zu verwenden.

Es stimmt, daß Prominente versprochen haben, es besser zu machen. DiCaprio flog aber letztes Jahr per Flugzeug zu den Klimagesprächen. Meghan und Harry flogen letztes Jahr Linie zurück nach London. Lawrence flog Linie, nachdem ihr Privatflugzeug fast abgestürzt war. Und die meisten der 30.000 Teilnehmer an den diesjährigen Klimagesprächen werden in Linien-Flugzeugen anreisen.

Aber DiCaprio jettet immer noch für kurze Zwischenstopps durch das Land und hinterläßt damit einen viel größeren Kohlenstoff-Fußabdruck als die Menschen, die er zu Opfern auffordert. Lawrence drückt seine Schuldgefühle aus („Ich weiß, ich verdiene es zu sterben, wenn ich privat fliege“), aber er tut es trotzdem. Harry und Meghan kehrten in ihrem eigenen 12-sitzigen Luxusjet von London zu ihrem Haus in Santa Barbara zurück. Allein die Überquerung des Atlantiks in einem Verkehrsflugzeug verursacht mehr Kohlendioxid-Emissionen als ein durchschnittlicher Mensch in einem ganzen Jahr produziert.

Noch schlimmer ist, dass die globalen Eliten von den armen Ländern im globalen Süden verlangen, auf fossile Brennstoffe zu verzichten, einschließlich Erdgas, dem saubersten fossilen Brennstoff, und das in einer Zeit der schlimmsten Energiekrise der modernen Geschichte. Nichts von alledem hat die europäischen Länder davon abgehalten, Erdgas aus Afrika für ihren eigenen Bedarf zu importieren.

Reiche Länder haben jahrelang gefordert, dass Indien und Pakistan keine Kohle verbrennen. Doch nun treibt Europa den Weltmarktpreis für Flüssigerdgas (LNG) in die Höhe, so dass Pakistan gezwungen ist, die begrenzten Erdgaslieferungen in diesem Winter zu rationieren, weil die Europäer – dieselben, die von Pakistan verlangen, keine Kohle zu verbrennen – den Preis für Erdgas in die Höhe getrieben haben, so dass es unerschwinglich geworden ist.

Bei den Klimagesprächen im letzten Jahr versprachen 20 Länder, die Finanzierung von Projekten für fossile Brennstoffe im Ausland einzustellen. Deutschland zahlte Südafrika 800 Millionen Dollar für das Versprechen, keine Kohle zu verbrennen. Seitdem sind die deutschen Kohleimporte um das Achtfache gestiegen. Indien wird in den nächsten acht Jahren 10 bis 20 Kohlekraftwerke in voller Größe (28 Gigawatt) bauen müssen, um eine Verdoppelung des Strombedarfs zu decken.

Das ist Klimaimperialismus. Die reichen Länder sind nur so lange bereit, den armen Ländern zu helfen, wie diese Energiequellen nutzen, mit denen sie sich nicht selbst aus der Armut befreien können.

Nehmen wir den Fall Norwegens, Europas zweitgrößtem Gaslieferanten nach Russland. Letztes Jahr erklärte sich das Land bereit, seine Erdgasexporte um 2 Milliarden Kubikmeter zu erhöhen, um die Energieknappheit zu lindern. Gleichzeitig setzt sich Norwegen dafür ein, die ärmsten Länder der Welt an der eigenen Erdgasförderung zu hindern, indem es bei der Weltbank darauf drängt, die Finanzierung von Erdgasprojekten in Afrika einzustellen.

Der IWF will 50 Milliarden Dollar als Teil eines „Resilience and Sustainability Trust“ (Treuhandfonds für Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit) in Geiselhaft nehmen, der von den Ländern den Verzicht auf fossile Brennstoffe und damit ihre Entwicklungschancen fordert. Solche Bemühungen zeigen Wirkung. Am Donnerstag erhielt Südafrika 600 Millionen Dollar an „Klimakrediten“ von französischen und deutschen Entwicklungsbanken, die nur für erneuerbare Energien verwendet werden dürfen. Die Europäer hoffen, die 7,6 Milliarden Dollar, die Südafrika derzeit in die Strominfrastruktur investiert, von der Kohle auf erneuerbare Energien umzuschichten.

Berühmte Persönlichkeiten und führende Politiker aus aller Welt sagen, dass ihnen die Armen am Herzen liegen. Im Jahr 2019 sagte die Herzogin von Sussex, Meghan Markle, die Ehefrau von Prinz Harry, zu einer Gruppe afrikanischer Frauen:

„Ich bin hier mit euch, und ich bin hier FÜR euch… als farbige Frau.“

Warum fordern sie dann Klimamaßnahmen für sich selbst?

Prominente und führende Persönlichkeiten der Welt sagen, dass sie sich um die Armen kümmern. Im Jahr 2019 sagte die Herzogin von Sussex, Meghan Markle, die Frau von Prinz Harry, zu einer Gruppe afrikanischer Frauen:

„Ich bin hier mit euch, und ich bin hier FÜR euch… als farbige Frau.“

Warum fordern sie dann Klimamaßnahmen auf ihrem Rücken?

„Energie-Apartheid“

Im August 2019 segelte Greta Thunberg von Europa nach New York, um ein Beispiel dafür zu geben, wie man leben kann, ohne Kohlenstoff zu emittieren. Doch Gretas Reise mit einem mit erneuerbaren Energien betriebenen Segelboot über den Atlantik verursachte viermal mehr Emissionen als ein Flug. Der Grund dafür war, daß zum Segeln eine Segelbootbesatzung erforderlich war, die anschließend wieder nach Hause flog.

Der Grund dafür, dass selbst die aufrichtigsten Grünen große Mengen an Energie verbrauchen, ist einfach: Wenn man in wohlhabenden Ländern lebt und Dinge tut, die Menschen in wohlhabenden Ländern tun, vom Autofahren und Fliegen bis hin zum Essen und Wohnen in einem Haus, werden erhebliche Mengen an Energie benötigt.

Weltpolitiker und Klimaprominente sagen, dass erneuerbare Energien zu wirtschaftlichem Wachstum in Afrika und Südasien führen können, aber sie wissen ganz genau, dass ihre Privatjets nicht mit Solarzellen betrieben werden. Und es ist allgemein bekannt, dass das Fliegen mit dem Jet zu erheblichen Kohlenstoffemissionen führt.

In der Tat bekennen sich Prominente regelmäßig zu ihrer Schuld.

„Ich weiß“, sagte Lawrence, „wenn ich privat fliege, verdiene ich es zu sterben“.

Elton John kaufte Emissionszertifikate, um angeblich die Emissionen von Harry und Meghan auszugleichen. Und ein Sprecher von Thunberg räumte ein:

„Es wären weniger Treibhausgasemissionen entstanden, wenn wir nicht abgereist wären.“

Al Gore weiß, daß sein Haus mit zwanzig Zimmern zwölfmal mehr Energie verbraucht als ein durchschnittliches Haus in Nashville, Tennessee. Er weiß, dass erneuerbare Energien die Menschen nicht aus der Armut holen können und die Menschen in den reichen Ländern noch ärmer machen werden. Warum sonst würde er darauf bestehen, dass wir unsere Lebensweise ändern müssen“, um den Klimawandel zu lösen?

Es gibt keinen „Energiesprung“ – das ist nur die Propaganda der reichen Welt, um den Imperialismus grün zu waschen. Das Pro-Kopf-Einkommen ist nach wie vor eng an den Pro-Kopf-Energieverbrauch gekoppelt. Es gibt keine reiche Nation mit niedrigem Energieverbrauch, genauso wenig wie es eine arme Nation mit hohem Energieverbrauch gibt. Zwar verbrauchen die Europäer im Durchschnitt weniger Energie als die Amerikaner, doch ist dies weniger auf ökologische Tugenden zurückzuführen als vielmehr auf die Tatsache, daß sie aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte mehr auf Züge und weniger auf Autos angewiesen sind.

  •      –                   –

Auch die britische Daily Mail kritisierte den klimatischen Alm-Auftrieb mit CO2-spuckenden Düsenjets heftig: Ein Auszug des aktuellen Artikels:

Den Klimadelegierten wurde Heuchelei vorgeworfen, nachdem 400 Privatjets zur COP27 in Ägypten eingetroffen waren.

In zahlreichen Beiträgen in den sozialen Medien wurde kritisiert, dass die Delegierten mit Privatjets zum UN-Klimagipfel anreisten. In den Beiträgen und Berichten wurde die Zahl der Flugzeuge, die die Delegierten zu dem Treffen im Badeort Sharm el-Sheikh bringen, unterschiedlich geschätzt.
Climate Action Against Disinformation, eine Gruppe, die Trends bei Falschinformationen in sozialen Medien analysiert, sagte in einem Bericht vom Donnerstag, dass Erzählungen über angebliche „Heuchelei und Elitismus“ einer der Hauptschwerpunkte der klimaskeptischen Nachrichten während der COP27 waren.
Klimadelegierte wurden der Heuchelei beschuldigt, nachdem 400 Privatjets zur COP27 in Ägypten eingetroffen waren. Ägyptische Quellen bestätigten die weit verbreiteten Behauptungen, dass während der COP27 rund 400 Privatjets gelandet sind. (…)

Für die COP27 sind mehr als 33 000 Teilnehmer registriert, die auf hoher Ebene über die Aufstockung der Finanzmittel für die Entwicklungsländer sprechen, damit diese ihre Wirtschaft umweltfreundlicher gestalten und sich auf die Auswirkungen der globalen Erwärmung vorbereiten können.




Grönlands Küsten kühlen ab – Klimaschau 133

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Themen der 133. Ausgabe:

0:00 Begrüßung

0:18 Der kalte Klecks

4:41 Was dich nicht umbringt, macht dich stärker

6:08 Die dunkle Seite der Wasserkraft




Ergänzende Betrachtung der DWD-Oktobertemperaturen mit den Tages- und Nachttemperaturen – Teil 2

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe

Schon in unserem ersten Teil hatten wir den Beginn der DWD-Deutschland-Temperaturreihe während der letzten Phase der Kleinen Eiszeit in den 1880er Jahren herausgestellt, danach zeigte sich – je nach Betrachtungsweise, keine oder nur unwesentliche Oktober-Erwärmung über viele Jahrzehnte; erst ab 1988 plötzlich eine kräftige Erwärmung.

Für die Erwärmung seit 1988 ist der kleine Oktober-Temperatursprung von 0,5 K im Jahre 1995 mitverantwortlich. Das zeigen folgende Grafikvergleiche mit den Original-DWD-Temperaturen, diese sind nicht wärmeinselbereinigt.

Grafik 1: Der Monat Oktober wurde seit 1988 wärmer, u.a. ist dafür auch der kleine Temperatursprung von 1994 auf 1995 verantwortlich. Davor zeigt der Oktober jahrzehntelang keine Erwärmung.

Für CO2-Erwärmungsgläubige: Weshalb wirkt CO2 beim Monat Oktober erst seit 1988 erwärmend und zuvor nicht? Und der kleine Temperatursprung ist auch nicht erklärbar. Im Artikel – siehe Link oben- haben wir die möglichen Gründe beschrieben.

Interessant ist nun die Aufschlüsselung der Oktobertemperaturen in Tag- und Nachtvergleiche, die wir als T-min und T-max darstellen werden.

Leider bietet der Deutsche Wetterdienst für seine über 2000 Stationen keine Tages- und Nachttemperaturen an, so dass wir auf Einzelwetterstationen zurückgreifen müssen.

Anmerkung: Diese Werte wären auch nicht zuverlässig, da der DWD seit 20 Jahren einen regen Stationsaustausch betreibt und vor allem viele neue Stationen dazukommen, so dass sich die Gesamtzahl auf weit über 2000 erhöht hat. Der DWD-Schnitt von 1988 und von 2022 wird nicht mit denselben Stationen ermittelt!!

Die Wetterstation Amtsberg in Sachsen haben wir im Teil 1 als fast WI-freie Station bezeichnet, da sich deren Umgebung seit Einrichtung der Station vor 40 Jahren laut Angaben des Wetteramtsleiters praktisch nicht verändert hat. Ihre Erwärmung ab 1988 betrug lediglich 0,8 Grad. Es handelt sich um keine DWD-Station, da der Standort die DWD-Bedingungen nicht erfüllt. Da die Wetterstation jedoch im Betrachtungszeitraum unverändert am selben Platz steht und sich auch deren Umgebung nicht verändert hat, sind die Messbedingungen immer gleich geblieben, so dass man die Daten der Station gut mich sich selbst vergleichen kann.

Grafik 2: Aufgetragen sind die täglichen Maximumtemperaturen oben, unten (blau) die Nachtemperaturen als T-min und der Tagesgesamtschnitt. Jeweils 31 Werte sind zu einem Oktoberjahr zusammengefasst. Natürlich sind die am Tage gemessenen Maximumtemperaturen wärmer als der Schnitt (rote Grafik).

Auffallend: die drei Trendlinien verhalten sich vollkommen unterschiedlich in ihrer Steigung.

Erkenntnis: Die Oktober-Erwärmung seit 1988 findet nur am Tage statt und zwar mit 0,7 K/Jahrzehnt. Die Nächte blieben kalt und zeigen keine Erwärmung.

Oktober-Temperaturrekord 2022: Nur die tagsüber erfassten T-max weisen in Amtsberg einen Allzeittemperaturrekord auf. Der warme Oktober 2022 fand also nur am Tage statt. Die Nächte lagen nur knapp über dem Schnitt.

Erkenntnis: Dieses unterschiedliche Verhalten von Tages- und Nachttemperaturen ist mit keinerlei CO2-Treibhauserwärmungstheorie erklärbar

Beispiel 2 Dachwig – der Föhn vom Thüringer Wald regiert mit.

Die relativ wärmeinselarme Station Dachwig liegt in einer Senke des Jordan-Baches nordwestlich Erfurts nicht weit vom Thüringer Wald entfernt. Aufgrund der starken Häufigkeitszunahme der erwärmend wirkenden, zu Föhn im Lee des Thüringer Waldes neigenden Süd- und Südwestlagen war hier, anders als bei Amtsberg, wo im Herbst der „Böhmische Wind“ kühlend wirkt, eigentlich eine starke Erwärmung auch bei den Minima zu erwarten, aber die zeigt sich nur bei den Maxi- und den Mittelwerten. Die mittleren Minima erwärmten sich nur unwesentlich (im Vergleich zu 2001, 2006 und 2017, die über 8°C erreichten, wurden 2022 nur 6,2°C erreicht). Offenbar war der SW-Föhn nicht stark genug, um die Bildung einer bodennahen Kaltluftschicht durch nächtliche Ausstrahlung gänzlich zu verhindern. Andererseits war der Föhn tagsüber stark genug, um mit Warmluftadvektion und einer schwächer werdenden Oktobersonne einen neuen mittleren Maximum-Rekord von 18,3°C zu erzeugen. In seinen Beiträgen zum extrem sonnigen Ausnahme-März 2022 hatte KÄMPFE schon auf die enorme Bedeutung der Stationslage auf das Temperaturverhalten hingewiesen; unter anderem zeigte es sich, dass Stationen in Senken und Tallagen in letzter Zeit zu verstärkter nächtlicher Abkühlung neigen, welche aber mitunter von Föhn-Effekten verschleiert wird; Näheres zu der umfangreichen Problematik hier.

Grafik 3: Auch in Dachwig (Thür. Becken) zeigen sich die stark steigenden mittlere Maxima bei kaum steigenden Minima. In vielen anderen Monaten fallen dort die mittleren Minima sogar, weil in ihnen S- und SW-Lagen viel seltener sind, als im Oktober.

Grafik 4: Langfristig bewirkte die Häufigkeitszunahme der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil (rot) einen wesentlichen Teil der Oktober-Erwärmung in Deutschland; kalte Nord- und Ostlagen wurden hingegen viel seltener. Stationen an den Nordostseiten der Gebirge, wie etwa Dachwig, profitierten besonders von dieser Entwicklung (Föhn). Die Daten für 2022 liegen noch nicht vor, doch waren auch da die südlichen Lagen weit überdurchschnittlich häufig.

Erkenntnis: Dieses unterschiedliche Verhalten von Tages- und Nachttemperaturen ist mit keinerlei CO2-Treibhauserwärmungstheorie erklärbar

Beispiel 3: München/Stadt, eine ausgesprochene städtische Wärmeinselstation

Grafik 5: Die Oktobererwärmung seit 1988 fand auch mitten in der Stadt München nur tagsüber statt. In der Nacht wurde es sogar leicht kälter. Nur bei den T-max tagsüber gab es einen neuen Allzeitrekord genauso wie in Amtsberg.

Die erstaunlicherweise sogar leicht fallenden Nachttemperaturen lassen sich unter anderem damit erklären, dass durch den hohen Bebauungsgrad zwar tagsüber eine höhere Fläche für die Absorption der Einstrahlung verfügbar ist – aber in den schon langen Nächten wirkt diese größere Fläche auch verstärkt ausstrahlend, zumal in der Stadt meist weniger Feuchtigkeit zur Bildung tiefer Wolken oder von Nebel zur Verfügung steht. Auch in München wäre ohne den Föhn die Maxi-Erwärmung geringer und die nächtliche Minima-Abkühlung deutlicher ausgefallen.

Ein weiterer Grund für den starken Anstieg der Oktobertemperaturen in München tagsüber: Die Zunahme der Sonnenstunden

Grafik 6: Im Gegensatz zu Dachwig sind in München die Sonnenstunden seit 1988 leicht gestiegen. Allerdings wirkt die Oktobersonne nur noch geringfügig erwärmend; sie steht zu tief und scheint zu kurz. Es bedarf also stets der Föhn-Unterstützung, welche die hochreichende Warmluft bis zum Boden transportiert. Ganz anders ist das im Sommerhalbjahr – da bewirkte die zunehmende Besonnung einen Großteil der Erwärmung.

Gleichzeitig sind in der „Betonwüste“ München die Niederschläge schon seit Anfang der 80er Jahre rückläufig, die Trockenheit erzeugt zusammen mit der Zunahme der wärmenden Wohnbebauung, Flächenversiegelung und Kanalisation der Niederschläge auch weniger kühlenden Nebel.

Erkenntnis: Dieses unterschiedliche Verhalten von Tages- und Nachttemperaturen ist mit keinerlei CO2-Treibhauserwärmungstheorie erklärbar.

Kohlendioxid kann im Oktober nicht tagsüber erwärmend wirken und nachts nicht. Und die Oktober-Erwärmung gibt auch erst seit 1988.

Aufforderung: Die Treibhauserwärmungsüberzeugten sollten die vollkommen unterschiedliche Tag-Nachterwärmung endlich mit Ihrer Theorie erklären.

Wir haben in einer Arbeitsgruppe natürlich nicht nur diese 3 Wetterstationen auf das unterschiedlichen Tag/Nachtverhalten im Oktober untersucht, sondern sehr viele und zwar in allen Monaten und Jahreszeiten. Bei allen Stationen quer durch Deutschland sind diese Merkmale einheitlich.

Wir gehen davon aus: Die IR-Rot Absorption einiger Gase, die in Deutschland Treibhausgase genannt werden, gibt es. Die IR-Absorption ist physikalisch nachweisbar, aber die behauptete Erwärmung der Atmosphäre durch Treibhausgase ist nicht nachweisbar, sondern bleibt bis jetzt eine Behauptung.

Sechs Gründe: Für diese CO2-Erwärmungs-Hypothese gibt es bis jetzt:

1) keine Versuchsbeweise, aber auch

2) keine natürlichen Erwärmungshotspots in freier Natur, wo naturbedingt plötzlich große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt werden wie zuletzt auch beim ungewollten Großversuch mit dem ausströmenden Methan über der Ostsee. Und es gibt auch

3) keine technische Anwendung, die auf dem Treibhaus-Erwärmungseffekt beruht. Und

4) alle DWD Temperatur-Grafiken können nur für kurze Zeiträume Korrelationen mit dem steigenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre finden.

5) Insbesondere begann die Klimaerwärmung in Mitteleuropa nicht nach der Kleinen Eiszeit, sondern hauptsächlich erst seit 1988 und hauptsächlich im Sommer. Auch der Oktober zeigt erst seit 1988 die Erwärmung.

6) Dabei sind vor allem im Sommer wie auch im Oktober die Tagestemperaturen gestiegen, die Nachttemperaturen kaum, gar nicht oder sogar leicht gesunken.

Fazit: Diese 6 Gründe sind der Beweis, dass der Treibhauseffekt keinerlei Wirkung hat.

Ein politisch gewolltes Absenken der jährlich gemessenen CO2-ppm-Zuwachsraten wäre somit unnütz, weil wirkungslos, zudem sehr teuer und sollte unterlassen werden.

Die letzte Generation ist ein Opfer der CO2– Klimapropaganda mit ihrer Angstmacherei, wir sind weit entfernt von irgendwelchen irdischen Erwärmungs-Katastrophen aufgrund der CO2-Zunahme.

Diese Klimapropaganda ist ein Geschäftsmodell ähnlich dem Ablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter. Die mainstream-Wissenschaftler damals haben den Begriff Erbsünde und Fegefeuer eigens erfunden, um den Leuten Angst einzujagen. Heute heißen die Begriffe Treibhausgas, Klimakipppunkte und ständige Erderhitzung.

Auch die seit 1979 mit Satelliten gemessene globale Erwärmung ist erst recht kein Grund zur Beunruhigung, wenn man die Anstiegswerte nicht in Hundertstel-Grad aufträgt, sondern sie ins Klimageschehen der Erdgeschichte einreiht.

Grafik 7: Die momentan global ermittelten Temperaturen sind weit entfernt von einem Hitzetod der Erde. Die „letzte Generation“ ist auch ein Opfer übertriebener und entstellter Grafiken. Das Geschäftsmodell Treibhaus betreibt „Grafikpanik“

Zusammenfassungen:

Natürlich bestreiten wir nicht die momentan stattfindende Erwärmung, sie hat beim Oktober in Deutschland natürliche Ursachen und menschenverursachte

Wir versuchen die Erwärmung mit wissenschaftlich erhobenen Fakten zu erklären und die wären bei Kohlendioxid:

CO2 ist ein lebensnotwendiges Gas für die Photosynthese und das Pflanzenwachstum auf dieser Erde. Die Schöpfung der Erde ist auch Kohlenstoff und Kohlendioxid aufgebaut. Ein weiterer CO2-Anstieg hätte positive Wirkungen für das Leben und wäre wünschenswert.

Ebenso wünschenswert wäre, wenn der Oktober weiterhin so prächtig ausfallen würde wie 2022. Der Monat mit seinen herrlichen Farben war für Naturliebhaber Balsam für die Seele. Von einer Klimakatastrophe oder gar von Klima-Kipppunkten sind wir weit entfernt.

Der fast überall auf der Welt steigende WI-Effekt der Landmassen ist der tatsächlich anthropogene Anteil an der Erwärmung und nicht der wirkungslose CO2-Effekt. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Verwechslung. Will man den WI-Effekt zurückfahren, dann muss die flächenversiegelnde Naturzerstörung und die Trockenlegung der Landschaft eingestellt werden, nicht nur in Deutschland

Nach Meinung von Regenwaldforschern und Biowissenschaftlern – siehe link – werden sich Wüsten und Hitze in Südamerika ausbreiten bei weiterer Zerstörung. Hier auf einfache Weise in einem Artefilm dargestellt.

Leider nimmt die Naturzerstörung täglich weiter zu und die DWD Wetterstationen sind mehrheitlich dort, wo der Mensch wohnt, arbeitet und die Landschaft besonders erwärmt. (ca. 15% der Deutschlandfläche) Siehe hier.

Anstatt sich sinnlose CO2-Einsparungen zu überlegen, sollten die Umweltministerien der Länder sofort einen Ideenwettbewerb starten wie man den Niederschlag wieder in der freien Landschaft, in den Städten und Gemeinden halten und versickern lassen kann.

Die Klimaerwärmung brachte Deutschland bisher nur Vorteile, leider seit einigen Jahren in der Jahreszeit Sommer nur noch eingeschränkt. Deshalb sind gerade die jungen Leute aufgefordert, sich am regen Ideenwettbewerb gegen die Versteppung und Austrocknung Deutschlands im Sommer zu beteiligen.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 




Die Sitzung des Petitionsausschusses „Laufzeitverlängerung Kernkraftwerke“ war eine Farce

von Rüdiger Stobbe

Selbstverständlich läuft formal alles korrekt. Die Vorsitzende ist engagiert bemüht, die Redezeiten im notwendigen Rahmen zu halten. Allerdings hat das Verfahren einen Fehler. Werden die Petenten nicht gefragt, dürfen sie auch nicht reden. Und Fragen wurden in erster Linie an die beiden grünen Staatssekretäre gestellt, die es geschickt verstehen, allein mit den beiden Standardargumenten gegen Kernkraft, sprich „Hochrisikotechnologie“ und „Endlagerproblematik“ eine sachgerechte Debatte zu verhindern. Apodiktisch verkünden die beiden sehr grünen Staatssekretäre ihre ideologiegetränkten Meinungen im Vertrauen darauf, daß sich die seit Jahrzehnten auf

Atomkraft? Nein danke!

getriggerten Anwesenden mehrheitlich einer Verlängerung der Laufzeit über den 15.4.2023 hinaus mit Schauder ob der drohenden Gefahren widersetzen werden.

Die Petenten waren gut vorbereitet. Was sie sagten, was Hand und Fuß hatte, was Grundlage einer fruchtbaren Debatte hätte sein können, all´ das verhallte für die meisten Teilnehmer aus besagten Gründen im weiten Sitzungsrund. Konkret machten Prof. Thess und seine Kollegin darauf aufmerksam, dass die „Hochrisikotechnologie“ ihren Schrecken für die Menschen verliert, wenn sie in´s Verhältnis zu den Risiken anderer Energieerzeugungstechnologien und Energieträgergewinnung, insbesondere der Kohleförderung gesetzt wird. Dort sind die Unglücks- und Todesfallzahlen wesentlich höher als die der vergangen Kernkraftwerkshavarien. Eine konkrete an Zahlen orientierte, wissenschaftliche Risikoabschätzung wird jedoch nicht goutiert. Allein der Begriff „Hochrisikotechnologie“ läßt den meisten Teilnehmern besagten Schauder über den Rücken laufen. Ähnliches gilt für die Endlagerproblematik. Die ist vorhanden. Zumindest in Deutschland. Mit Gorleben gibt es ein Endlager. Doch die Politik verwarf es. Genau das wird bei jedem weiteren zukünftigem Standort der Fall sein. Also gibt es einen Circulus vitiosus, der dafür sorgt, daß die Endlagerproblematik in Deutschland immer und immer und immer Thema bleiben wird. Als die Petenten darauf hinweisen, daß in Finnland demnächst ein Endlager eröffnet wird, interessiert das praktisch niemanden im Saal. Kernkraft ist böse und muß in Deutschland abgeschafft werden.

Zum Schluß noch ein weiterführender Hinweis. Dr. Helge Toufar brachte einen neuen Aspekt in die Frage um die „Hochrisikotechnologie“ ein: Was seien schon Tausende Tote bei einer höchst unwahrscheinlichen, aber möglichen Kernkraftwerkshavarie – bisher waren es insgesamt 30 Menschen, die direkt im Zusammenhang mit einem „Atomunfall“ ums Leben kamen – wenn Kernkraft dank der CO2-armen Stromerzeugung dazu beiträgt, den Tod von Milliarden Menschen wegen des Verglühens der Erde in mehr oder weniger vielen Jahren zu verhindern. Hören Sie die Kontrafunk-Analyse von Dr. Helge Toufar vom 11.11.2022 (Quelle). Die Sitzung Petitionsausschuß mit einer Zusammenfassung der Bundestagsverwaltung vom 9.11.2022 rufen Sie hier auf.

Sitzung Petitionsausschuss 09112022