Die Klimaschau von Sebastian Lüning – Thorium-Flüssigsalz-Reaktor – der Gamechanger? Klimaschau 100 **Jubiläum**

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 100. Ausgabe: 0:00 Begrüßung 0:35 Malediven-Studie mit überraschendem Ergebnis 4:05 Thorium-Flüssigsalz-Reaktoren als Game-Changer?
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Landschaftsschützer schlagen Alarm wegen der Energiewende

Ein Blick in die Schweiz

Neue Stauseen, neue Windräder, neue Solarparks: Sowohl bürgerliche wie linke Politiker fordern Konzessionen beim Landschaftsschutz, um den Umbau der Energieversorgung voranzutreiben. Der Druck auf unverbaute Gebiete sei noch nie so hoch gewesen wie heute, beklagen Landschaftsschützer.

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von Alex Reichmuth

Der Blick vom Gornergrat im Wallis über die vereisten Berge ist atemberaubend. Vor allem der gigantische Gornergletscher prägt das Bild. Unterhalb des Gletschers soll nun aber ein Stausee mit einer 285 Meter breiten Mauer entstehen. Hinter dem Projekt stehen Energiekonzerne wie Alpiq, Axpo und BKW.

Der Lindenberg im Grenzgebiet der Kantone Luzern und Aargau steht in einer lieblichen Landschaft. Diese ist nur dünn besiedelt und bis jetzt weitgehend unverbaut. Doch jetzt sollen auf dem Lindenberg fünf Windräder hingestellt werden. Verschiedene Geldgeber haben die Absicht bekundet, entsprechend zu investieren.

Die Gegend um Gondo im Wallis ist von steilen Hängen geprägt und entsprechend spektakulär. Auf einer Alp auf 2000 Meter über Meer soll nun eine Fläche von 14 Fussballfeldern mit Solarpanels überbaut werden. Bei «Gondosolar» handelt es sich um das grösste Photovoltaik-Projekt der Schweiz. Dahinter steht der Stromunternehmen Alpiq.

Energieprojekte schießen wie Pilze aus dem Boden

Allen Energieprojekten ist gemeinsam, dass sich Landschaftsschützer dagegen wehren. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat ihren Widerstand gegen das Wasserkraftwerk beim Gornergletscher angekündigt. Die Organisation «Pro Lindenberg», in der sich Anwohner zusammengeschlossen haben, kämpft zusammen mit Pro Natura Luzern gegen den Bau der Windanlagen auf dem Lindenberg. Und auch in Gondo haben Naturschützer Widerstand gegen die Überbauung einer ganzen Alp mit Solarpanels angekündigt.

Es mehren sich Stimmen, die verlangen, dass der Schutz einer intakten Natur zugunsten der Energiewende zurückstehen muss.

Allerdings: Die Schweiz will wegkommen von Atomstrom und fossilen Brennstoffen. Der Energiebedarf soll künftig ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Deshalb schießen Projekte für neue Stauseen, Windräder oder Solaranlagen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Das geht aber auf Kosten der Landschaft.

Es mehren sich Stimmen, die verlangen, dass der Schutz einer intakten Natur zugunsten der Energiewende zurückstehen muss. Organisationen, die den Landschaftsschutz hochhalten, geraten unter Druck.

Links-grüne Politiker stehen besonders unter Beobachtung

Der Wert der erneuerbaren Energie müsse bei Bewilligungsverfahren «künftig höher gewichtet werden als der Naturschutz», forderte der Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. In der Beratung des Stromversorgungsgesetzes haben verschiedene bürgerliche Parlamentarier verlangt, dass Nutzungsinteressen künftig gegenüber Schutzinteressen Priorität haben. So soll das Bauverbot für Energieanlagen in Biotopen gestrichen werden.

Weil vor allem linke Parteien sich für die Energiewende starkmachen, stehen links-grüne Politiker besonders unter Beobachtung – und entscheiden sich oft gegen den Landschaftsschutz. So sagte SP-Fraktionschef Roger Nordmann zur «Neuen Zürcher Zeitung», dass wichtige Energieträger wie die Wasserkraft nicht verhindert werden sollten.

Als letztes Jahr bekannt wurde, dass die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva gegen ein Stauseeprojekt unterhalb des Triftgletschers im Berner Oberland kämpft, traten mehrere linke Politiker aus dem Patronatskomitee der Organisation aus – unter ihnen der grüne Bastien Girod. Aqua Viva habe zwar sicher hehre Ziele, sagte der Zürcher Nationalrat. «Als Grüne müssen wir aber nicht nur den Naturschutz berücksichtigen, sondern auch den Klimaschutz.»

Ausbau «auf Biegen und Brechen»

So viel Gegenwind für die Landschaftsschützer hat Folgen: Als «dramatisch» bezeichnet Raimund Rodewald den Druck auf unverbaute Gebiete. «Ich bin nun seit über 30 Jahren für den Schutz der Landschaft unterwegs», sagt der Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. «Aber so schlimm wie jetzt war es noch nie.» Wegen der Energiewende werde derzeit «auf Biegen und Brechen» ausgebaut. Das Land drohe seine landschaftlichen Schätze zu verlieren. Im Ausland müsse er sich oft schämen, dass in der Schweiz der Landschaftsschutz derart «geschleift» werde.

«So schlimm wie jetzt war es noch nie»: Landschaftsschützer Raimund Rodewald

Dem schliesst sich Elias Meier an, Präsident des Verbands Freie Landschaft Schweiz, der gegen Windräder kämpft. Vor allem seit letztem Sommer sei der Druck auf naturbelassene Landschaften «exponentiell» gestiegen». Das habe vor allem mit den  Projekten im Zusammenhang mit der Energiewende zu tun.

«Ja, der Druck nimmt zu», bestätigt Salome Steiner, Geschäftsleiterin von Aqua Viva. Nichts sei mehr heilig: weder der Rheinfall bei Schaffhausen noch die Reichenbachfälle im Berner Oberland. «Wegen der Energiewende drohen andere wichtige Themen wie das dramatische Artensterben entlang unserer Gewässer in Vergessenheit zu geraten.»

«Von der Mitte-Partei kommt der grösste Angriff»

Auch bei der Naturschutzorganisation BirdLife ist man alarmiert. «Man muss nur die Zeitungen lesen, um zu sehen, woher der Wind weht», sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Christa Glauser. Es gebe nicht nur eine Klimakrise, sondern auch eine Biodiversitätskrise, und diese sei leider in den Hintergrund gerückt. Beide müssten aber miteinander gelöst werden.

Windkraftgegner Elias Meier sieht linke Politiker zunehmend in einem Zielkonflikt zwischen Klima- und Landschaftsschutz. «Leider sprechen nur wenige linke Politiker dieses Dilemma an, es wird nur bei Umweltverbänden thematisiert.»

Allerdings gebe es auch viele bürgerliche Stimmen, die den Landschaftsschutz aufweichen wollten, sagt Meier. «Einige Energiepolitiker der FDP wünschen sich eine Anbauschlacht bei allen Erneuerbaren, und in der SVP geniesst die Wasserkraft die volle Unterstützung.» Als wichtigstes Problem bezeichnet Meier die Mitte-Partei: «Von ihr kommt der grösste Angriff auf unsere Landschaft und Biodiversität.» Immerhin: Von der Bevölkerung spüre er starke Unterstützung.

«Bei der Energiewende fehlt eine lenkende Hand»

Ja, sie spüre noch Unterstützung, sagt Christa Glauser von BirdLife, und diese sei kaum in ein Links-rechts-Schema einzuordnen. «Es gibt in allen Parteien Leute, die den Wert der Biodiversität erkennen, und solche, die das nicht tun.» Man müsse wegkommen vom politischen Geplänkel. Eine Versachlichung der Diskussion tue not.

«Es braucht einen Gesamtplan und jemanden, der das Zepter übernimmt.»

Raimund Rodewald, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz

Salome Meier von Aqua Viva nennt Photovoltaik, Energieeffizienz und Suffizienz (Genügsamkeit) als bislang vernachlässigte Möglichkeiten, um den Klimaschutz voranzubringen. «Eine intakte Natur ist für uns Menschen genauso wichtig wie ein lebensfreundliches Klima.» Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz prangert «die konzeptlose und kopflose Wachstumsstrategie» an. «Ich habe die Lösung in der Energiefrage auch nicht, aber meiner Meinung nach sollte der grassierende Konsumgeist dringend hinterfragt werden.»

Politisch fehle bei der Energiewende eine lenkende Hand, sagt Rodewald. «Es braucht einen Gesamtplan und jemanden, der das Zepter übernimmt.» Nur so könne sichergestellt werden, dass die Landschaft nicht komplett unter die Räder komme.

Der Beitrag erschien zuerst im Schweizer Nebelspalter hier.

 




Der grüne Wahn des Westens hat Putin gestärkt

Michael Shellenberger

Während wir Plastikstrohhalme verboten haben, hat Russland gebohrt und die Stromerzeugung aus Kernenergie verdoppelt.

Wie hat Wladimir Putin – ein Mann, der ein Land regiert, dessen Wirtschaft kleiner ist als die von Texas und dessen durchschnittliche Lebenserwartung 10 Jahre niedriger ist als die von Frankreich – es geschafft, einen unprovozierten Großangriff auf die Ukraine zu starten?

[Hervorhebung im Original]

Auf diese Frage gibt es eine tiefgreifende psychologische, politische und fast zivilisatorische Antwort: Er will mehr, dass die Ukraine Teil Russlands ist, als der Westen, dass sie frei ist. Um dies zu erreichen, ist er bereit, enorme Verluste an Menschenleben und Schätzen zu riskieren. Die Bereitschaft der USA und Europas, sich militärisch zu engagieren, stößt an ernste Grenzen. Und Putin weiß das.

Was in dieser Erklärung jedoch fehlt, ist eine Geschichte über die materielle Realität und grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge – zwei Dinge, die Putin viel besser zu verstehen scheint als seine Kollegen in der freien Welt und insbesondere in Europa.

Putin weiß, dass Europa 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag produziert, aber 15 Millionen Barrel Öl pro Tag verbraucht. Putin weiß, dass Europa 230 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr fördert, aber 560 Milliarden Kubikmeter verbraucht. Er weiß, dass Europa 950 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr verbraucht, aber nur halb so viel produziert.

Der ehemalige KGB-Agent weiß, dass Russland 11 Millionen Barrel Öl pro Tag produziert, aber nur 3,4 Millionen verbraucht. Er weiß, dass Russland heute über 700 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr produziert, aber nur etwa 400 Milliarden verbraucht. Russland fördert jedes Jahr 800 Millionen Tonnen Kohle, verbraucht aber nur 300.

So kommt es, dass Russland etwa 20 Prozent des europäischen Öls, 40 Prozent des Gases und 20 Prozent der Kohle liefert.

Die Rechnung ist einfach. Ein Kind könnte das machen.

Der Grund, warum Europa keine muskulöse Abschreckungsdrohung hatte, um eine russische Aggression zu verhindern – und in der Tat die USA daran hinderte, Verbündete dazu zu bringen, mehr zu tun – ist, dass es Putins Öl und Gas braucht.

Die Frage ist, warum.

Wie ist es möglich, dass sich die europäischen Länder, insbesondere Deutschland, in den 30 Jahren seit dem Ende des Kalten Krieges in eine solche Abhängigkeit von einem autoritären Land begeben haben?

Darum: Diese Länder sind von einer wahnhaften Ideologie beherrscht, die sie unfähig macht, die harten Realitäten der Energieerzeugung zu verstehen. Die grüne Ideologie besteht darauf, dass wir keine Kernenergie und kein Fracking brauchen. Sie besteht darauf, dass es nur eine Frage des Willens und des Geldes ist, auf erneuerbare Energien umzusteigen – und zwar schnell. Sie besteht darauf, dass wir eine Degrowth-Wirtschaft brauchen und dass uns das „Aussterben“ der Menschheit droht. (Ich muss es wissen, ich war selbst einmal gläubig.)

John Kerry, der Klimabeauftragte der Vereinigten Staaten, hat die Kurzsichtigkeit dieser Sichtweise perfekt eingefangen, als er in den Tagen vor dem Krieg sagte, dass die russische Invasion in der Ukraine „natürlich tiefgreifende negative Auswirkungen auf das Klima haben könnte. Wenn man einen Krieg führt, hat das natürlich massive Auswirkungen auf die Emissionen. Aber ebenso wichtig ist, dass man die Aufmerksamkeit der Menschen verlieren wird“.

Aber es war die Konzentration des Westens auf die Heilung des Planeten durch „sanfte Energie“, erneuerbare Energien und die Abkehr von Erdgas und Kernenergie, die es Putin ermöglichte, die Energieversorgung Europas in den Würgegriff zu nehmen.

Während der Westen in eine hypnotische Trance verfiel, in der es um die Heilung seiner Beziehung zur Natur, die Abwendung der Klimaapokalypse und die Anbetung eines Teenagers namens Greta ging, machte Wladimir Putin seine Züge.

Während er im eigenen Land die Kernenergie ausbaute, damit Russland sein wertvolles Öl und Gas nach Europa exportieren konnte, verbrachten die westlichen Regierungen ihre Zeit und Energie damit, sich mit dem „Kohlenstoff-Fußabdruck“ zu beschäftigen, einem Begriff, der von einer Werbeagentur im Auftrag von British Petroleum kreiert wurde. Sie haben Plastikstrohhalme wegen der wissenschaftlichen Hausaufgaben eines 9-jährigen kanadischen Kindes verboten. Sie bezahlten stundenlange Therapien gegen „Klimaangst“.

Während Putin die russische Erdöl- und Erdgasproduktion ausbaute und dann die Kernenergieproduktion verdoppelte, um mehr Exporte seines kostbaren Gases zu ermöglichen, schaltete Europa, allen voran Deutschland, seine Kernkraftwerke ab, schloss Gasfelder und weigerte sich, weitere durch fortschrittliche Methoden wie Fracking zu erschließen.

Die Zahlen erzählen die Geschichte am besten. Im Jahr 2016 kamen 30 Prozent des von der Europäischen Union verbrauchten Erdgases aus Russland. Im Jahr 2018 stieg diese Zahl auf 40 Prozent. Im Jahr 2020 waren es fast 44 Prozent, und Anfang 2021 fast 47 Prozent.

Trotz seiner Schwärmerei für Putin widersetzte sich Donald Trump im Jahr 2018 dem diplomatischen Protokoll und rügte Deutschland öffentlich für seine Abhängigkeit von Moskau. „Deutschland ist, soweit es mich betrifft, in der Gefangenschaft Russlands, weil es so viel Energie aus Russland bezieht“, sagte Trump. Dies veranlasste die damalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in höflichen Kreisen als letzte ernstzunehmende Führungspersönlichkeit des Westens gelobt worden war, zu der Aussage, dass ihr Land „seine eigene Politik machen und seine eigenen Entscheidungen treffen kann“.

Das Ergebnis ist die schlimmste globale Energiekrise seit 1973, welche die Preise für Strom und Benzin weltweit in die Höhe treibt. Im Grunde handelt es sich um eine Krise der unzureichenden Versorgung. Aber die Knappheit ist absolut künstlich fabriziert.

Die Europäer – angeführt von Persönlichkeiten wie Greta Thunberg und führenden Vertretern der Europäischen Grünen Partei und unterstützt von Amerikanern wie John Kerry – glaubten, dass eine gesunde Beziehung zur Erde eine Verknappung der Energie erfordert. Durch die Umstellung auf erneuerbare Energien würden sie der Welt zeigen, wie man leben kann, ohne dem Planeten zu schaden. Aber das war ein Wunschtraum. Man kann kein ganzes Stromnetz mit Sonnen- und Windenergie versorgen, denn Sonne und Wind sind unbeständig, und die derzeit verfügbaren Batterien sind nicht einmal billig genug, um große Mengen Strom über Nacht zu speichern, geschweige denn über eine ganze Jahreszeit hinweg.

Im Dienste der grünen Ideologie hat man das Perfekte zum Feind des Guten gemacht – und zum Feind der Ukraine.

Link: https://bariweiss.substack.com/p/the-wests-green-delusions-empowered?utm_source=url&s=r

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nachhaltig reisen: So geht klimafreundlicher Urlaub

von AR Göhring

Klimaneutrale Wurst, nachhaltiges Toilettenpapier, klimafreundlicher Urlaub – etliche Produkte aller Preissegmente werden mittlerweile nach der „Biowelle“ als irgendwie klima- und umweltfreundlich beworben. Schwindel oder ehrliches Engagement?

Engagement ist es natürlicht nicht, wenn drei Wurstscheibchen oder irgendein Sprudelwasser in Plastikverpackung als „klimaneutral“ angepriesen werden. Fast nichts kann netto ohne CO2-Emission produziert werden – daher zahlt ein Hersteller wie die Deutsche Bahn mit ihren klimaneutralen ICE Geld an einen Zertifikate-Aussteller wie Tesla, und schon ist man grüngerechnet. Die Akademikerinnen in den Metropolen werden es glauben und greifen zu. Allerdings nützt es nichts, wenn fast jeder Hersteller mit demselben Werbeslogan kommt.

Die ideologische Reklame verwundert, da man sich fragt, an wen sie sich überhaupt noch richtet. Die Ökoschickeria geht doch sowieso in den Besser-Essen-Tempel und Biomärkte. Wen will der Standard-Hersteller dann noch überzeugen? Man hat den Eindruck, daß die Werber in ihrer eigenen akademischen Filterblase lebten und sich selber als repäsentativen Kunden ansähen. Das führt dann zu Stilblüten wie feministischer Reklame für Herrenrasierer.

Oder zu Angeboten für „nachhaltige“ Reisen. Da steckt ein gutes Stück Gewissensberuhigung drin, weil es gerade die klimaschützende Klasse der westlichen Länder ist, die besonders gern dicke SUV fährt und häufig im Langstreckenflieger sitzt. Ein aktueller Artikel von Internetdienstanbietern legt den Finger erstaunlicherweise tief in die Wunde und warnt vor Langstreckenkurztripps und empfiehlt stattdessen Kurzstrecken-Tripps über lange Zeit – mit der Bahn und dem Fahrrad statt dem Auto und dem Flieger. Immerhin wird vor Kreuzfahrten auf Dieseldampfern gewarnt, die von gutverdienenden Weltbürgern sowieso gemieden werden – da kann man sich schon mal besser fühlen.

Stattdessen wird dem klimaschützenden Leser empfohlen, eine Segelreise zu buchen. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man verursacht (direkt) keine Emissionen, und ist unter sich, weil die arme Hälfte der Bevölkerung sich keinen Segeltörn leisten kann.

Ein bibelfester Christ würde nun sagen, „Nichts Neues unter der Sonne“, und hätte damit recht. Schon zu Kaisers Zeiten, als die Industriemarken sich etabliert hatten, wurde politisch geworben. Typisch waren Sammelbilder mit Militär- und Kolonialmotiven in allerlei Nahrungs- und Genußmittelprodukten wie Schokolade, Zigaretten oder Kaffee (siehe Titelbild). War die politisch korrekte Reklame, die unmittelbar von der Post-Bismarck-Politik inspiriert wurde, tatsächlich bei den Käufern beliebt? Vermutlich, weil die Sammelbildchen bis heute in Trödelläden noch zu finden sind. Allerdings muß man einwenden, daß Historiker davor warnen, die sichtbare und erhaltene Propaganda einer Epoche mit dem tatsächlichen Geist der Bevölkerung zu verwechseln.

Und so darf man diese Warnung an zukünftige Geschichtswissenschaftler richten: Glaubt nicht dem Zeitgeist in den Internetdateien des frühen 21. Jahrhunderts! Diejenigen Milieus, die den Zeitgeist vertraten, handelten selber meist völlig anders, und zogen aus der PR finanzielle Vorteile.

Das scheint sich herumgesprochen zu haben, da erstaunlich viele Kommentare so lauten wie diese:

Mathias E
Also ich fliege weiterhin in die Südsee und nach DownUnder. Kleiner Tip für alle die vernüftig reisen wollen. Flugticket nach London von Deutschland aus buchen und ab London über ein UK Reisebüro. Da regieren nämlich nicht die Ökotaliban. Man kann buchen mit anszändig Gepäck ohne das man sich Kommentare von diesen (D)U(m)mweltschützern anhören muss. ES LEBE DIE FREIHEIT! Und für alle GrünLinken.. Neid ist die höchste Form der Anerkennung!

Andreas B
Solange diejenigen, die mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen, selber fast nur Kurzstrecke fliegen, nämlich unsere Politiker, solange fahre und fliege ich wohin und sooft ich will. Die Grünen plakatieren die ganze Ortschaft mit ihren Wahlplakaten voll, sehr nachhaltig und umweltbewusst. Bei den ganzen Wahlkampfveranstaltungen, haben die da auch schön den Ökostrom benutzt?

Rüdiger G
Kann das Wort klimaneutral nicht mehr hören. Das ist so falsch! Die ganze Klimageschichte dient nur dazu, den Menschen noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen! Glaubt Ihr nicht? Denkt in einem Jahr nochmal drüber nach und schaut Euch an, was dann der Sprit, der Strom und die Lebenshaltung kostet! Wenn Ihr es dann immer noch nicht glaubt, dann ist Euch sowieso nicht mehr zu helfen, dann schlaft und zahlt weiter!! #KeineStimmeDenAltparteien!

Klaus H
Was uns Deutschen so alles vorgeschlagen wir um das Kima zu schützen. Dieses kleine Land auf dem Globus soll diesen retten????????

Nebenbei: Es wird auch für „nachhaltige“ Kleidung geworben. Was das bedeuten soll, lesen Sie hier.




Klimaerwärmung mit intelligenten Solarmodulen stoppen?

Gastautor Wilfried Brand

Einer unserer Leser sandte uns seine Gedanken zu PV-Panels. Er hat Messungen gemacht, die den Unterschied von strombelasteten zu unbelasteten feststellten. Daraus abgeleitet, hat er die Idee, die Solarpanels im unbenutzten bzw. unbelasteten Zustand hochkant zu stellen.

Unser Gastautor stellt sich hiermit der Beurteilung unserer Leser. Hier die wesentlichen Punkte. Sehen Sie unten seine komplette Präsentation.pdf für weitere Details.

Wir haben länger überlegt, ob wir das hier bringen sollen und uns dann entschlossen, Sie um Ihre Kommentare zu bitten. Ob wir uns dann weiter öffnen, ist nicht entschieden.

Das ich und viele andere zu der Rolle von CO2 und dessen Wirkung auf das Wetter bzw. dessen Klima genannten Statistik haben, ist Ihnen bekannt.

Da unser Gastautor noch im Berufsleben steht, veröffentlich er hier unter Pseudonym.  Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt.

Zusammenfassung Andreas Demmig


Stopp der Klimaerwärmung Folie 2 – 18

Stopp der Klimaerwärmung Folie 8 – 18

  • Abgeschaltete PV- Anlagen erwärmen aber massiv das Klima, da sie 97% der Sonnenenergie absorbieren und in Wärme umsetzen

Stopp der Klimaerwärmung 14-18

Stopp der Klimaerwärmung Folie 18-18

Stopp der Klimaerwärmung Brand