Die Berkeley-Temperaturkurve BEST oder „Des Kaisers neue Kleider“

In unserer Kritik konzentrieren wir uns auf zwei Punkte, auf die Temperaturentwicklung im 19. Jahrhundert und auf die Standardabweichung der BEST Kurve.

Bis zurück Ende des 18. Jahrhunderts gibt es nur eine Handvoll verlässlicher Thermometerreihen als Monatsmittelwerte. Der Rest der zugänglichen Datenreihen weist sehr große Lücken auf, ist oft nicht lokal und liegt in der Regel nur in Form von Jahresmittelwerten vor. Vor allem gab es aber instrumentelle Temperaturdaten im 19. Jahrhundert nur in der Nordhemisphäre. Aber eines haben alle Messdaten des 19. Jahrhunderts gemeinsam: sie zeigen einen deutlichen Temperaturabstieg. Dies widerspricht der BEST Kurve, die umgekehrt im gleichen Zeitraum einen Anstieg zeigt.

In der Veröffentlichung von H.-J. Lüdecke vom Sept. 2011 (als pdf beigelegt) werden die 5 qualitativ besten Langzeitreihen Hohenpeissenberg, Prag, Wien, München und Paris, alle Monatsmittelwerte, analysiert. Von einem Temperaturanstieg im 19. Jahrhundert keine Spur! Es ist undenkbar, wie aus diesen lokalen Reihen und auch allen anderen Reihen schlechterer Qualität, die im Prinzip aber immer noch das Gleiche zeigen, schließlich eine globaler Temperaturanstieg herbeigezaubert werden kann. Man darf daher auf die Original-Publikationen zu BEST, wenn sie denn den Peer-Review-Prozess überstehen, gespannt sein. Zur möglichen Entschuldigung der Berkeley Autoren kann vielleicht angeführt werden, dass die in der Arbeit von Lüdecke verwendeten Langzeitreihen zumindest im GISS Datenpool, der zurück etwa 1890 endet, nicht vorkommt. Vielleicht waren diese Reihen den Autoren ja unbekannt, was allerdings nur schlecht vorstellbar ist.

Die zweite Merkwürdigkeit betrifft die Standardabweichung der BEST Kurve – anschaulich ihre Schwankungsbreite. Sie ist zu Beginn, also um 1800, am größten und verschwindet praktisch im Jahre 2000. Solch eine massive Abnahme ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schlichter Unsinn. Zwar lassen die gemessenen Reihen in Abb. 1 und Abb. 2 der Publikation von Lüdecke eine leicht geringere Standardabweichung im 20. Jh., verglichen mit dem 19. Jh., erkennen, die Standardabweichung kann aber natürlich nicht verschwinden. Es soll in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, dass für die moderne Trendanalyse der Quotient D/s maßgebend ist – mit D als der Temperaturänderung der Regressionsgeraden und s als der Standardabweichung um die Temperaturkurve herum. Wird s zu klein, ergeben sich unrealistische Trends.

Generell verfälscht jeder Prozess, der aus lokalen Einzelreihen eine Globalkurve erstellt, die Standardabweichung zu kleineren Werten hin. Der Grund ist, dass die Mittelung von unkorrelierten Einzelreihen Maxima und Minima wegglättet. Alle Trendanalysen, die Globalreihen verwenden, neigen infolgedessen dazu, externe Trends überzubetonen – um es vorsichtig auszudrücken.

Überflüssig zu erwähnen, dass auch die jüngste Arbeit der Autoren Lüdecke, Link und Ewert „How natural is the recent centennial warming: An analysis of 2249 surface temperature records“, die Ende Oktober Im International Journal of Modern Physics C; Vol. 22, No. 10 erscheint, den weiteren Verlauf der BEST Kurve im 20. Jahrhundert nicht bestätigt. Die Autoren finden im Bereich der Jahre 1906-2005 eine globale Erwärmung von nur rd. 0,5 °C. Pikant ist, dass in dieser Arbeit die gleichen Daten von GISS/NASA zur Verwendung kamen, die auch in die BEST Kurve einflossen. Vielleicht stammt aber die BEST Kurve vom Mars, oder Michael Mann ist Mitautor (Sie wissen schon, der Erfinder des Hockey-Sticks). Letzteres würde alles erklären, und wir könnten wieder beruhigt zur Tagesordnung übergehen.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

EIKE-Pressesprecher

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Neue fragwürdige Temperaturgrafik des DWD – DWD gibt Langzeitprognosen an, die selbst nach IPCC nicht möglich sind

Manche werden nun einwenden, der IPCC macht doch Ähnliches. Nun, dieses ist auch nicht besser und dient bestenfalls als Belustigung in Fachkreisen. Aber dazu später mehr. Vom sog. Weltklimarat (IPCC) ist bekannt, dass er seine Temperaturgrafiken für die Vergangenheit und der Zukunft in der Art und Weise wiedergibt, wie sie das eigene Überleben als Institution erfordern – zu immer neuen Höhen für die Zukunft und, damit die Gegenwart umso dramatischer dasteht, die Werte aus der Vergangenheit herunter gerechnet. Der sog. Hockey-stick ist lediglich das bekannteste Beispiel. Über Climate-Gate, der Datentrickserei bei den IPCC-Datenlieferanten wurde auf EIKE ausführlich berichtet. In jüngster Zeit schwenkt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) zunehmend auf eine Linie ein, die mit Wissenschaft schwer etwas zu tun hat, und die Führungsspitze in Offenbach stellt „getrickste“, also der Absicht dienende Temperaturkurven ein, die mit ihren Trendlinien nach oben zeigen, was wohl eine Beunruhigung beim Betrachter auslösen soll, obwohl wir seit 11 Jahren fallende Temperaturen haben.

Diese Grafiktrickserei dient sicherlich nicht einer wissenschaftlichen Betrachtung, sondern obliegt eher dem Ziel, die seit der Jahrtausendwende zurückgehenden Temperaturen „warm“ zu reden und die Comicvorhersagen aus dem Jahre 2000 für die (damals) nächsten Jahre – die ja nun vorbei und die alle nicht eingetroffen sind, unter dem Mantel der Vergessenheit zu begraben. Eine bekannte Masche dabei ist, die längst vergangenen wärmeren Jahre bei den jetzigen kälteren Jahren noch mit zu berücksichtigen, indem der Trend so lange rückwärts in die Vergangenheit läuft, bis das gewünschte Darstellungsergebnis erscheint.

Eine dieser angesprochenen Comicaussagen war: “Deutschland wird in absehbarer Zeit keine Winter mehr erleben.“ Angesichts der letzten kalten Winter, mit dem dazugehörigen Schneechaos, eine Lachnummer.

In internen Mails gibt der DWD durchaus zu, dass die Temperaturen seit gut einem Jahrzehnt nicht mehr weiter ansteigen, so wie hier in einer Privatmail an einen der Autoren vom September 2010:

„Weltweit ist 1998 immer noch das wärmste Jahr und in Deutschland ist es 2000. Das ist kein Geheimnis und das darf auch jeder wissen.“

Wir zeigen hier, was laut DWD eigentlich jeder wissen sollte. Die Temperaturkurve Deutschlands seit 1999. Von einer Erwärmung kann nun, auch bei bester Phantasie, keine Rede sein (Abbildung 1).

 

Abbildung 1, Datenquelle DWD: Die letzten 12 Jahresmittelwerte in Deutschland seit 1999 waren in °C, 9,5 / 9,9 / 9,0/ 9,6/ 9,4 / 9,0 / 9,0/ 9,5 / aufgerundet 9,9/ 9,5/ 9,2/ und 2010 aufgerundet 7,9C*. An der blauen Trendkurve ist deutlich zu erkennen, dass Deutschland einen Temperaturrückgang seit 1999 verzeichnet. An dieser Abwärtslinie werden nach jetziger Datenlage auch die Werte für 2011 nichts ändern.

Diese tatsächliche Temperaturkurve nach den Daten des DWD taucht indes nirgendwo in den Pressekonferenzen des DWD auf und dabei handelt es sich um seine eigenen Werte. Auch im Textteil der angesprochenen Presseveröffentlichung wird nicht darauf verwiesen, dass das Jahr 2000 das wärmste Jahr war und seither die Temperaturen steil fallen. Ganz im Gegenteil, alle Texte sind so gehalten, dass der Leser meinen muss, die Temperaturen wären auch im letzten Jahrzehnt in Deutschland weiter gestiegen. Sogar die Leiter einzelner Wetterstationen, sowie die Presse, von der in Deutschland nichts anderes erwartet werden darf, da sich dort der investigative Journalismus längst verabschiedet hat, behaupten dies öffentlich. Sie sind somit alle ein Teil der Klimapropaganda, der es gelungen ist, seit mehr als 10 Jahren die Bevölkerung zu täuschen.

*Der Jahresmittelwert 2010 wird manchmal auch mit 7,8°C angegeben.

Ein erneutes Beispiel dieser Propaganda findet sich auf den offiziellen DWD-Seiten.

Auf der Pressekonferenz am 26.7.2011 hat der DWD abermals eine effekthaschende Grafik eingestellt, die den eigenen Daten widerspricht, mit Wissenschaft nichts zu tun hat und stattdessen eine gefahrvolle Erwärmung impliziert, die in der Realität nirgendwo zu sehen ist (nicht existent).

http://www.dwd.de…

 

Abbildung 2: Grafik des Deutschen Wetterdienstes. Gezackte Kurve von 1881 bis 2010 sollen die gemessenen Jahresmittelwerte Deutschlands wieder geben. Ab 2011 gibt der DWD eine pessimistische und eine optimistische Prognose ab, was in der Wissenschaft eine recht sonderbare Formulierung darstellt. Man stelle sich nur einmal vor, Albert Einstein hätte eine pessimistische und eine optimistische Relativitätstheorie abgegeben.

Bereits bei Betrachtung der Zeitreihe im Vergleich zu den DWD-Quelldaten fallen folgende Ungereimtheiten auf. Diese sind sicherlich nicht zufälliger Natur, sondern beabsichtigt, um den Betrachter zu beeindrucken, dass die Temperaturen in Deutschland von Hoch zu Hoch jagen.

Fehldarstellung in der Abbildung 2

1) Das Jahr 2010 wird in der Grafik nicht mit 7,8°C oder 7,9°C geführt, sondern mit 8,3°C. Aber vielleicht verschwindet die Wahrheit ja nur hinter der Wolke oder besser gesagt, hinter einer Nebelwand.

2) Die Kurve seit Eintreten der Abkühlungsphase (ab 2001) fällt nicht, sondern sie geht leicht aufwärts und stagniert nur am Ende.

3) Die letzten 6 Werte (2005 bis 2010) hatten einen Mittelwert von 9,15 grad. Die sechs Jahre davor waren 9,4C  -ohne Berücksichtigung des WI. Unter WI wird in Fachkreisen der Wärmeinseleffekt verstanden, der bewirkt, dass durch Landschafts- oder Bebauungsveränderungen die Temperatur künstlich nach oben getrieben wird (siehe späterer Link).

4) Die durchgezeichnete Trendlinie müsste also ab 2005 anfangen von dem Mittelwert 9,4°C zu fallen und bei 2010 auf mindestens 9,15°C bzw. noch tiefer angekommen sein, weil das kalte Jahr 2010 den Trend am Schluss abfallen lässt. Das ist nicht der Fall, die Trendlinie geht weiter leicht ansteigend.

5) Ähnlich der IPCC-Temperaturkurve von 2007 gibt es in der Zukunft bis 2100 nur einen weiteren Anstieg. Wie der DWD zu dieser Erkenntnis kommt, wird in Schweigen gehüllt.

6) Ganz rechts bei der Grafik beim Jahr 2100 wird geschickt zur weiteren Manipulation ein Thermometer als y-Achse eingeblendet, das bei 24°C steht. Damit soll hoffentlich nicht suggeriert werden, dass bei leichter Erwärmung in Deutschland im Jahre 2100 ein Jahresmittelwert von sage und schreibe 24°C erreicht werden wird. Und bei starker Erwärmung (obere Kurve) wohl der Hitzetod der Erde. Es handelt sich hier um ganz geschickte Indoktrinationen von Werbestrategen, die sich dann wie gewünscht (falsch) beim Adressaten festsetzen.

7) Auf der rechten Hälfte der DWD-Grafik steht etwas von "pessimistisch" und "optimistisch". Beides sind, wie bereits gezeigt, in der Wissenschaft eigenartige Wörter und entstammen eher religiösen Weissagungen. Was gänzlich fehlt, ist eine "realistische Prognose".

8) Die Texterklärung des DWD ist denn auch vollkommen inakzeptabel. Im Text wird in bekannter Weise einfach postuliert, dass ein weiterer CO2-Ausstoß zwangsläufig zu einer Erwärmung führen muss, mit all den Science Fiction-Horrorszenarien, wie sie die Welt bei der vermeintlichen Himalaya-Gletscherschmelze erleben durfte, mit dem Untergang ganzer Landstriche, etc. Mit der Realität hat all dies nichts zu tun und mit Wissenschaft erst recht nicht. Kein Wort davon, dass kein einziger Versuch einen CO2-Treibhauseffekt beweisen kann. Der DWD, der oft genug nicht einmal das Wetter für die nächsten zwei Tage richtig vorhersagen kann, ist sich in der Vorhersage für die nächsten 90 Jahre ganz sicher. Alles soll Fakt sein, daran lässt der DWD keinen Zweifel. Durch seine Darstellung gelingt es dem DWD, die seit dem Jahre 2000 anhaltende Abkühlung vor der deutschen Bevölkerung weiter zu verbergen.

Wie sieht nun eine realistische Temperaturkurve seit den durchgängigen Temperaturaufzeichnungen für Deutschland aus? Die Autoren haben die Jahresmittelwerte der letzten 120 Jahre gleichfalls in einem Temperaturverlauf zusammengefasst. Außer den gemessenen DWD-Werten mit der durchgezeichneten Trendlinie sind die DWD-Daten noch um den Wärmeinseleffekt bereinigt:

 

Abbildung 3: Die vom DWD veröffentlichten Jahresmittelwerte für Deutschland in rot. Der polynomische Trend zeigt selbst bei der DWD-Darstellung ganz deutlich ab dem Jahre 2005 nach unten. Die blaue Temperaturkurve stellt die um den Wärmeinseleffekt bereinigten realistischen Vergleichswerte der Temperaturjahresmittelwerte Deutschlands dar.

Erklärende Literatur bei EIKE zum Wärmeinseleffekt:

http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/der-waermeinseleffekt…

http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/was-sind-temperaturmessungen…

http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/klimaerwaermung-in-deutschland-nicht-nach…/

Angeblich wärmstes Jahr 2010

http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/waermstes-jahr-2010-aber-nicht-in-d…/

Fazit:

Werden nun die Szenarien (Abbildung 2) des DWD mit der EIKE-Darstellung der Temperaturjahresmittelwerte in Abbildung 3 verglichen, dann wird die DWD-Temperaturpflege augenfällig. Der Temperaturverlauf zeigt seit dem Jahr 2000 keinen weiteren Anstieg mehr, sondern eine Stagnation und seit fünf Jahren geht die Trendlinie nach unten, bei den WI-bereinigten Deutschlandwerten und genauso bei den gemessenen DWD-Quelltemperaturwerten.

Wie das Deutschlandwetter und das Klima sich in den nächsten 50 Jahren weiter entwickeln wird, dass weiß der DWD nicht, und auch nicht sein offensichtliches Vorbild das IPCC. In die Zukunft kann niemand sehen. Aber vielleicht kann der DWD mit seinen „Supercomputern“ die nächsten Lottozahlen berechnen, um deren Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Um es vorweg zu nehmen, dies geht genauso wenig, wie bei der Vorhersage des Klimas. Berechenbar ist etwas nur dann, wenn dahinter die detaillierten physikalischen Abläufe bekannt und mit den zugehörigen Randbedingungen kleinskalig genug abgebildet sind. Dass die Atmosphärenphysik nicht richtig verstanden wird, bestenfalls Teile davon unter Idealbedingungen, sieht beispielsweise jeder bei der Trefferquote zum Wetterbericht. Das IPCC selbst gibt zu den Langzeitprognosen des Klimas an:

 Wir haben es mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen zu tun, deswegen sind Langzeitprognosen von zukünftigen Klimazuständen unmöglich.“

Der DWD hat hiervon offensichtlich noch nichts gehört. Da er nicht einmal sein eigenes Metier zu kennen scheint, stellt sich die Frage, inwieweit unsere Steuergelder beim DWD gut angelegt sind oder besser, ob es nicht an der Zeit wäre, die dortige Führungsmannschaft durch Personen zu ersetzen, die mit der Materie vertraut sind.

Es wird höchste Zeit, den Umwelt- und Naturschutz, anstelle eines fragwürdigen, wissenschaftlich nicht konsensfähigen Klimaschutzes weltweit in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Saubere Luft, sauberes Wasser, ein intaktes Ökosystem kommen den Menschen heute und zukünftig zugute. Natur- und Umweltschutz ist deshalb ein konsensfähiges Ziel aller Völker.

  

Josef Kowatsch – Hüttlingen

Raimund Leistenschneider – EIKE




Falscher Rat, falsche Politik – wie die Politik bzgl. der globalen Erwärmung fehlgeleitet wird

In der vorigen Woche deutete Klimaminister Combet an, dass er sich weiterhin auf die Angaben von Prof. Steffens verlässt, der ihm gesagt hatte:

Es gibt eine hundertprozentige Gewissheit, dass sich die Erde erwärmt, und es gibt einen sehr hohen Grad an Gewissheit, dass diese Erwärmung weitergehen wird, es sei denn, es würden Maßnahmen ergriffen, um das Niveau der Verschmutzung der Atmosphäre durch Kohlenstoff zu senken.

Durch das Zitieren dieses einen, von ihm akzeptierten Statements hat der Minister die Ignoranz der Regierung bzgl. der dieser Äußerung zugrunde liegenden Wissenschaft eingekreist, die sich schon lange auf die alarmistischen Einfachheiten der globalen Erwärmung vom IPCC und seiner australischen Protagonisten konzentriert.

In der politischen Absicht, eine neue Steuer auf Kohlendioxid einzuführen, hat die politische Kampagne der Regierung, diese Steuer für das Volk akzeptabel zu machen, während der letzten Monate durchgedreht. Seit der Wahl getroffene Maßnahmen schließen die Bildung eines parlamentarischen parteiübergreifenden Komitees zur Klimaänderung ein, geleitet von Professor Tim Flannery mit einer Botschaft an den nationalen Presseclub durch Minister Combet.

Diese und andere Kanäle des Einflusses der Regierung senden Botschaften aus, die auf den gleichen ungeprüften, partiellen Ratschlägen des IPCC basieren, die die Politik hinsichtlich der globalen Erwärmung weltweit während der letzten 10 Jahre dominiert hat.

Doch ist das IPCC eine nicht gewählte, (für die Australier) nicht zur Verantwortung zu ziehende Einrichtung der Vereinten Nationen, bestehend aus Regierungsmitgliedern, und die Berichte des IPCC zur Klimaänderung werden nur von Personen autorisiert, die vom IPCC bestimmt und von ihren jeweiligen Regierungen unterstützt werden.

Es hat niemals eine umfassende unabhängige wissenschaftliche Untersuchung irgendeines IPCC-Berichtes durch ein Mitglied der Regierung oder ein offizielles Prüfungsorgan gegeben. Nichtsdestotrotz haben die folgenden fünf Ereignisse, ausgewählt aus einer viel größeren Anzahl von Ereignissen, für alle Welt die politische Natur des IPCC und seiner wissenschaftlichen Berater offenbart und in hohem Maße die Glaubwürdigkeit der Organisation als eine Quelle akkurater Ratgebung für die Politik zur Klimaänderung beschädigt:

•Im Dezember 2008 haben 103 Wissenschaftler, darunter 24 emeritierte Professoren, an den Generalsekretär der Vereinten Nationen geschrieben und ihm erklärt, dass sie die Veröffentlichungen des IPCC als eine unbegründete, alarmistische Projektion der Erwärmung ansehen, mit der Schlussfolgerung, dass „der Versuch, die CO2-Emissionen zu drosseln, vermutlich dazu führen wird, dass die Menschheit zunehmend unter zukünftig zu erwartenden Klimaänderungen zu leiden haben wird anstatt diesen Übelstand zu verringern – weil Versuche, den CO2-Ausstoß drastisch zu senken, die Entwicklung ernsthaft verlangsamen wird“.

•Im November 2009 hat die Klimagate-Affäre die öffentliche Aufmerksamkeit auf die bösartige Art und Weise gelenkt, mit der Wissenschaftler an der Climate Research Unit CRU der University von East Anglia die Forschungen mit den globalen Temperaturaufzeichnungen des IPCC durchgeführt haben;

•Während des Jahres 2010 hat eine Gruppe von über 40 Mitgliedern der Royal Society of London darauf bestanden, das (zuvor alarmistische) Statement der Gesellschaft einer Revision zu unterziehen; das überarbeitete Dokument musste inter alia einräumen, „dass es nicht möglich ist, genau abzuschätzen, wie stark die Erde sich erwärmen wird oder wie genau sich das Klima in Zukunft ändern wird…“.

•im Februar dieses Jahres haben 36 führende US-Wissenschaftler einen offenen Brief geschrieben, in dem sie die Schlussfolgerungen des IPCC ablehnen und als Beleg 678 wissenschaftlich begutachtete Referenzen anführten; und

•im gleichen Jahr hat eine große Gruppe von Mitgliedern der American Physics Society die Bearbeitung des Klimawandels durch den IPCC als einen „internationalen Schwindel, den größten, den wir je gesehen haben“ bezeichnet. Daraus geht eindeutig hervor, dass große Gruppen hoch qualifizierter und professioneller Leute sowohl die IPCC-Prognose einer gefährlichen globalen Erwärmung als auch die Notwendigkeit, politische Maßnahmen zur Reduzierung von CO2 durchzuführen, zurückweisen.

Angesichts des Fehlens einer offiziellen Überprüfung der Wissenschaft des IPCC wurden die vier Wissenschaftler unter uns 2009 von Senator Fielding gefragt, ihm in den Diskussionen mit der seinerzeitigen Klimaministerin Penny Wong über die Gesetzgebung zum Zertifikatehandel zu helfen. Wie ihr Nachfolger wandte sich Ministerin Wong an Professor Steffen, dessen schriftliche Ratschläge wir dann für Senator Fielding prüften.

Während der vergangenen beiden Wochen haben wir ähnlich sorgfältige Berichte über das Treffen der Klimakommission in Geelong erzeugt sowie über das interne Strategiepapier der Labour Party zur Klimaänderung, über einen Brief von Minister Combet als Antwort auf eine Informationsanfrage über die Kosten der AGW-Politik, über Mr. Combets politische Verlautbarung an den Presseclub und über den Ratschlag von Professor Steffen an den MCCC im November 2010 (siehe Powerpoint hier oder pdf hier)

Die aufgelaufene Liste dieser Berichte einschließlich von Weblinks sind hier verfügbar.

Nachdem wir alle von der Regierung und deren wissenschaftlichen Beratern angeführten Argumente sorgfältig geprüft haben, kommen wir zu folgenden Ergebnissen:

(i) Es gibt keinen Beweis für eine Bedrohung durch eine gefährliche Erwärmung anthropogenen Ursprungs,
(ii) Kostenintensive Maßnahmen, die Emissionen von Kohlendioxid in Australien zu senken, würden keinen Einfluss auf die zukünftige Klimaentwicklung haben, und

(iii) Wegen des hohen Grades der Unsicherheit, mit der die Wissenschaft von der Klimaänderung behaftet ist, sollten geeignete politische Maßnahmen darauf zielen, sich an alle Klimaereignisse anzupassen oder sich darauf vorzubereiten, einschließlich auf die damit einher gehenden Gefahren.

Trotz der öffentlichen Verfügbarkeit unserer Berichte und anderer ähnlicher Analysen durch weitere unabhängige Wissenschaftler, die ebenfalls zeigen, dass es keine Rechtfertigung für einen weiteren Alarmismus der globalen Erwärmung gibt, haben weder die Regierung noch ihre wissenschaftlichen Berater Antworten auf die geäußerte Kritik geliefert.

In der Zwischenzeit fährt das MCCC auf seinem selbstherrlichen Weg fort, seine Mitglieder treffen wichtige öffentliche politische Entscheidungen, die auf einer offensichtlich fehlerhaften und unadäquaten Wissenschaft beruhen.

Gute öffentliche Politik wird selten auf dem Rücken absichtlicher Ignoranz gemacht, die von einer Vogel-Strauß-artigen Ablehnung begleitet ist, an einer vernünftigen öffentlichen Diskussion teilzunehmen.

Die Autoren:

Bob Carter ist Geologe, David Evans Mathematiker und Computermodellierer, Stewart Franks ein Hydrologe und Ingenieur, Bill Kininmonth Meteorologe und ehemaliger Direktor des National Climate Centre, und Des Moore ist ehemaliger stellvertretender Schatzminister.

Link: http://climaterealists.com/index.php?id=7592

Übersetzt von Chris Frey für EIKE




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Erstellt von Wolf Berlin; mit freundlicher Genehmigung




Weltuntergangsstimmung bei der FAZ- PIK-Prof. betätigt sich als Nostradamus!

Zitat FAZ -Autor Levermann:

Die derzeitige Winterkälte in Europa ist alles andere als ein Beweis gegen die Erderwärmung. Klimaforscher prognostizieren bis zum Jahr 2200 einen Temperaturanstieg um acht Grad. Doch die fossile Zivilisation hat sich möglicherweise schon früher zerstört.

Leserbrief Goldmann:

An die Redaktion der FAZ: Sehr geehrte Damen und  Herren,

   in dem Beitrag von Herrn Anders Levermann –junger Professor am PIK; Physiker & Modellierer- werden wieder einmal schlimme, emotional gefärbte  Horrorszenarien als mögliche Konsequenz einer globalen Erderwärmung an die Wand gemalt, die von einem kühl recherchierenden  Wissenschaftler nicht, von  einem Politiker aber durchaus erwartet werden können. Seine  Projektionen und Wahrsagereien werden mit Sicherheit nicht eintreffen, weil die von ihm dafür vorausgesetzten Bedingungen einfach nicht gegeben sind.       

    So ist nach Spektralmessungen die Klimasensitivität des als Treibhausgas ausgemachten  C02 so gering, daß selbst bei der vollständigen Verbrennung sämtlicher verfügbarer Kohlenwasserstoffe der Erde es nur zu einem Temperaturanstieg von unter 1 Grad C kommen würde. Außerdem steht es zweifelsfrei fest, daß die gemessene C02-Erhöhung auf nunmehr 0.038% das Ergebnis einer Erwärmung , also Folge und nicht deren Ursache ist, also einfachen physikalischen Gesetzen  folgt. Die regelmäßig in der Erdgeschichte regis-trierten  Erwärmungs- und Abkühlungsphasen der Erde sind nach allen wissenschaftlichen Indizien natürlichen Urspungs und werden neben Exzentrizitäten der Erdbahnparameter auf den indirekten Einfluß des stark wechselnden Magnetfeldes der Sonne zugeschrieben, die in Zyklen von 11, 22 und 180 bis 208 Jahren gemessen werden können. Und die von dem Autor genannte globale Erwärmung und die Aussage, daß 2010 das wärmste Jahr seit Beginn der Meßreihen sei, ist ein ideologisch-religiöses Märchen, das nicht nachvollziehbar ist. Diese oft kolportierte „Erwärmung“ ist ein statistisch verursachter Mißgriff, verursacht dadurch, daß vor allem die ehemals 6000 Klimastationen von ländlichen Gebieten wie Sibirien und Kanada auf nunmehr 1100 reduziert und vornehmlich in Stadtbereiche oder Flughäfen gelegt worden sind (Wärmeinseleffekt) ferner wurden Quecksilberthemometer durch elektronische Meßverfahren ersetzt. Berücksichtigt man ferner dass ca. 3 % der Erdoberfläche urbanisiert sind, und 80 % der wenigen Meßstationen auf Flughäfen oder in Städten stehen, dann kann man leicht feststellen, dass diese die Zunahme des Weltflugverkehrs bzw. der zunehmenden Verstädterung anzeigen. Mit einem Treibhauseffekt hat das alles nichts zu tun.

Vorgenommene Korrekturen ergaben nun eine dadurch um ein knappes Grad C erhöht errechnete Temperatur. Und trotzdem stagniert die mittlere Global-Temperatur (was immer das ist), seit ca 10-12  Jahren und reduziert sich letzlich .

So dokumentieren drei von vier weltweit tätigen Instituten (UAH; RSS; CRU-Metoffice) bereits eine signifikante Abkühlung.

   Für 2010 kommt als zusätzliches Element der alle paar Jahre wiederkehrende El-Nino-Effekt hinzu, der zu einer Aufwärmung der globalen Luft führt und damit immer einen entscheidenden Einfluß auf unser Klimageschehen mit stoßartigen Erwärmungen hat.  Aber letztendlich nur die Abkühlung des oberflächennahen Meerwassers verzögert. 

Für Deutschland ist die mittlere Jahresdurchschnittstemperatur lt. DWD für dieses Jahr von 8.2 Grad auf nunmehr 7.9 Grad C abgesunken, wobei man noch den erwähnten Wärmeinseleffekt abziehen müßte, so daß die Temperaturen sich denen am Ende der spätmittelalterlichen Eiszeit um 1850 annähern.

   Und die vermeintlich von Ihrem Autor seit Jahren verzeichneten klimatischen Jahrhundertrekorde und Katastrophen? Sie sind leicht erklärbar durch eine intensivere Berichterstattung seitens der Medien, darauf fußenden politisch gefärbten Kommentierungen und der dramatisch ansteigenden Bevölkerungsdichte –  von der aus real gesehen die größte Bedrohung für unser Klima ausgeht – sowie des allgemein Wohlstands. Dies führt zu größeren Schadenssummen bei Extremwetter.  Eine von ihm vorhergesagte starke Erwärmung aber wird es nach jetziger Beurteilung nicht geben. 

Glückauf

Dr. Klaus-Jürgen Goldmann

Dipl.-Geologe

Leserbrief Ewert:

Wer Geologe werden will, hat die Grundlagen der Physik zu lernen, wer Theoretischer Physiker werden will, kann das ohne Grundkenntnisse der Geologie. Man kann nur staunen, wie mutig Theoretische Physiker sind: Obwohl sie wahrscheinlich wissen, dass die Erde etwa 4,5 Mrd Jahre alt ist und dementsprechend eine sehr lange und wechselvolle Klimageschichte hat, trauen sie sich zu, auf der Basis von 130 Jahren Temperaturaufzeichnungen die Temperaturentwicklung für die Zukunft vorherzusagen. Temperaturganglinien, die 1880 beginnen, zeigen tatsächlich Erwärmungsphasen an. Diese werden jedoch unerheblich, wenn man auch die älteren Daten mit einbezieht. Sie sind seit 1701 verfügbar und darauf beruhende Langzeit-Ganglinien zei­gen, dass es in den zwei Jahrhunderten wiederholt noch schnellere und stärkere Erwärmungen gegeben hat. Das industriell und vom Menschen erzeugte CO2 hat damals noch keine Rolle gespielt, woraus zwangsläufig folgt, dass es die Erwärmung nicht verursacht. Wenn sich Theoretische Physiker im Rahmen klimatologischer Fragen zu geologischen Sach­verhalten äußern, sind die resultierenden Folgerungen meistens falsch.

Mit seinem Beitrag in der FAZ vom 30.12.2010 „Die Erderwärmung um acht Grad wird es niemals geben“ hat Prof. Anders Levermann vom Potsdamer Institut für Klimafolgenfor­schung (PIK) einen neuen Rekord aufgestellt. Seine Fakten sagen ihm, dass sich bis 2200 „eine Erwärmung von mehr als acht Grad ergibt.“ Sie sind allerdings so durchsichtig, dass sie sich bei einem Vergleich mit wirklichen Fakten schnell als falsch entlarven:

  •  „In Pakistan entstand im letzten Sommer der größte Süßwassersee der Erde – als Folge von Überschwemmungen, weil „das Klimasystem bebt“. Nach den Regeln der Hydrologie ist eine überflutete Niederterrasse kein Süßwassersee, selbst wenn das Wasser nur langsam abfließt.  An Flüssen gelegene Städte weisen üblicherweise Hochwassermarken aus. Am Zusammenfluss von Werra und Fulda sind 6 Hochwässer verzeichnet – der höchste Pegelstand erreichte am 24.7.1342 mindestens 10 m und der niedrigste am 17.5.1943  etwa 5 m über dem Mittelwasserstand, und dazwischen er­eigneten sich vier weitere in Zeitabständen zwischen 100 und 300 Jahren. Hochwas­serkatastrophen sind episodische Wetterkapriolen, die es unabhängig von Klimaände­rungen immer gegeben hat.

  • Der „größte Süßwassersee“ schrumpft durch den Vergleich mit wirklichen Seen zum Tümpel: er bedeckte zwar für kurze Zeit eine größere Fläche, enthielt aber als typisches Flachwasser nur ca. 300 km³ Wasser. Der bis zu 1642 m tiefe Baikalsee enthält als größtes Süßwasserreser­voir der Erde 23.000 km³ – die 78-fa­che Menge.  Der Vergleich kann durch die nordamerikanischen Großen Seen und viele andere beliebig und eindrucksvoll ergänzt werden.

  • Dass Bangladesh durch das „Eindringen von Meerwasser… unbewohnbar“ werden könnte, ist nicht zu befürchten. Das als Hafenstadt gegründete Ravenna liegt heute viele Kilometer landeinwärts. Aus dem gleichen Grund wächst Bangladesh: die aus dem Himalaya kommenden Sedimente vergrößern das Flussdelta.

  • Winterkälte in Europa infolge fortschreitender Erderwärmung: „Kollegen haben den ….Mechanismus entdeckt“, warum „…die derzeitige Winterkälte in Europa alles an­dere ist, als ein Gegenbeweis“, und  „…durch die globale Erwärmung noch verstärkt werden“ könnte. „Durch das Schmelzen des Eises in der russischen Karasee kann sich ein Hochdruckgebiet bilden, dass arktische Winde nach Eurasien umlenkt und damit zu extrem kalten Temperaturen in Europa führt.“ Die Kollegen haben neue Er­kenntnisse nicht berücksichtigt, denn K.E.Trenberth & J.T.Fasullo von der NASA stellen für das arktische Meer fest: „Seit 10 Jah­ren gibt es keinen Anstieg der Meeres-Temperatur“ (Science, Vol. 328, 16.4.2010, S.316-317). Tatsächlich wächst der arkti­sche Eisschild wieder; seit 2006 hat er sich um die doppelte Fläche Deutschlands ver­größert, und selbst im Sommer 2010 waren die NW- und NO-Passagen nicht vom Eise befreit – auch die Karasee nicht. Aus Platzgründen werden die weiteren Beweise nicht erläutert.

Angeblich verzeichnen wir „klimatische Jahrhundertrekorde“. Selbst der Weltklimarat (IPCC) sieht keine Anzeichen für eine Zunahme extremer Wetterlagen und führende Meteo­rologen stimmen damit überein. „Dass 2010 das wärmste Erdenjahr seit Beginn der Auf­zeichnungen vor über 130 Jahren war“,  ist in Anbetracht der Kälterekorde in der Antarktis, eines überdurchschnittlich kalten und schneereichen Winters in Südamerika, der seit ca. 2000 andauernden Abkühlung und der erneuten Ausdehnung des arktischen Eises, aber auch in Erinnerung an ClimateGate mit triftigen Gründen zu bezweifeln. Im Internetportal eike-klima-energie.eu hat Leistenschneider im Detail nachgewiesen, dass 2010 nicht das wärmste Jahr gewesen ist. Dies bestätigen auch NASA-Temperaturganglinien. Aber selbst wenn das so wäre, was sagt das schon?  Die Datenbasis des IPCC und des PIK ist für einen Vergleich mit früheren Jahrhunderten zu kurz; die älteren Daten weisen frühere Dekaden zweifelsfrei als wärmer aus.

Ein Bericht des Weltklimarates (IPCC) hat schon früh festgestellt, dass das Wetter ein nichtlinearer chaotischer Prozess ist, der keine Voraussagen erlaubt. Wenn man dem zu­stimmt, und das darf man umso mehr, als schon lange fest steht, dass sich die bisherigen Voraussagen nicht bestätigt haben. Dafür nur zwei Beispiele: 

·      „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor 20 Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie im April 2000 dem SPIEGEL.

·      Eine be­sonders eklatante Fehlprognose wurde für das Kaspische Meer 1995 abgege­ben: sein Meeres­spiegel sollte bis 2005 um einen Meter steigen, tatsächlich begann er kurz darauf zu sinken – bis 1996 um 30 cm und bis 2005 um 40 cm.

Trotz dieser eindeutigen Erfahrungen werden weiter Szenarien erstellt. Ist das Autismus oder geht es in Wahrheit um den Erhalt gutdotierter Arbeitsplätze? Dass die Kapa­zität unseres Raumschiffes nicht unendlich ist,  weiß man schon seit Jahrhunderten, und dass es langsam eng wird, ist ebenfalls bekannt. Doch mit Panikmache lässt sich das Problem nicht lösen, sondern wie immer in der Menschheitsgeschichte mit Anpassung. Dafür eignen sich weder ein vermeintlicher Klimaschutz noch der ergebnislos bleibende Versuch, den CO2-Ge­halt par ordre de mufti zu regulieren. Sollte jedoch entgegen aller Erwartung das Lever­mann’sche Szenarium über uns kommen, hätte dies einen makabren Charme: die Erde wäre nicht nur die Panik-Propheten los, auch das Prinzip Narrenfreiheit bliebe der Wissenschaft erspart.

Prof. Dr. F.K. Ewert Dipl. Geologe

Den Artikel unter der beeindruckenden Überschrift "Unsere Systeme sind erschreckend verwundbar"  von A. Levermann finden Sie hier in FAZ Online.

A. Levermann erreichen Sie hier.