Über 60 % der AfD Mitglieder fordern die Abschaffung des EEG und die Einstellung aller „Klimaschutzmaßnahmen“ wie den Emissionshandel

Die uns hier interessierenden Thesen lauteten wie folgt: 

These 22 zum EEG:

Option 1: Wir fordern eine umfassende Reform des EEG, die die Kosten der Energiewende begrenzt aber das grundsätzliche Ziel der Energiewende nicht in Frage stellt. Die Versorgungssicherheit muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. 

Für diese Option stimmten: 28,6 %

Option 2: Die AfD setzt sich für Marktwirtschaft und Wettbewerb auf allen Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft ein und lehnt Subventionen, z. B. staatlich garantierte Vergütungen oder Vorrangeinspeisung für bestimmte Stromerzeugungsanlagen, grundsätzlich ab. Deshalb muss das EEG unter Anerkennung eingegangener Verpflichtungen sofort beendet werden. Neue Zielvorgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz nach 2020 lehnen wir als ein schädliches Wettbewerbshemmnis ab, solange andere hochindustrialisierte Länder nicht gleichartige Maßnahmen ergreifen. 

Für diese Option stimmten: 29,2 %

Option 3: Das EEG muss komplett abgeschafft werden. Ansprüche von Altanlagen-Besitzern sind grundgesetzkonform als Gruppe abzufinden. Alle Energiemarkt-Eingriffe durch Reglementierung oder Subventionen sind sofort einzustellen. Sie führen zu einer noch stärkeren Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im EU-Binnenmarkt und weltweit, denn sie verteuern den Strom in Deutschland auf unverantwortliche Weise und schädigen die bisher hohe Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland. 

Für diese Option stimmten: 35,5 % 

Insgesamt stimmten damit 64,7 % für die Abschaffung des EEG. Über 90 % befanden diese Thematik als "sehr wichtig" oder "Wichtig".

These 23: Kritik an der CO2 Politik:

Option 1 : Der wissenschaftliche Erkenntnisstand zum Klimawandel wird von der AfD nicht in Frage gestellt. Jedoch gibt es für politischen Aktionismus keinen Anlass, da wissenschaftliche Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen noch unsicherheitsbehaftet sind. Da es sich um ein globales Problem handelt, lehnt die AfD nationale und europäische Alleingänge ab. Stattdessen soll eine graduelle Reduktion von CO2-Emissionen auf globaler Basis erfolgen, die marktwirtschaftliche Instrumente wie CO2-Zertifikate einsetzt und sich daran orientiert, was für Haushalte und Unternehmen finanziell tragbar ist. Wir unterstützen das europäische CO2-Emissionshandelssystem, da es ein wettbewerbs- und technologieneutrales Instrument zur Reduktion von Emissionen ist. 

Für diese Option stimmten: 26,2 % 

Option 2: Wissenschaftliche Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen sind mit großer Unsicherheit behaftet, die CO2-Wirkungen auf das Klima (Erwärmung) höchst umstritten. Daher lehnt die AfD, solange die Unsicherheit nicht überzeugend ausgeräumt ist, jegliches Hantieren mit CO2-Emissionen, Emissionszielen und Zertifikaten ab. 

Für diese Option stimmten: 32,4 % 

Option 3: CO2-Minderungsziele sollen nur verfolgt werden, soweit sie auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, die Minderungsziele international abgestimmt sind und mit den gleichen Verpflichtungen für alle EU-Staaten verfolgt werden. Nationale wie auch europäische Alleingänge lehnt die AfD ab. 

Für diese Option stimmten: 30,6 % 

Insgesamt stimmten damit 63 % für die Beendigung von Alleingängen bzw. jegliches Hantieren mit CO2 Emissionen, Emissionszielen etc. ab, solange die Zweifel an der Klimawirksamkeit des CO2 nicht ausgeräumt wurden. Über 80 % befanden diese Thematik als "sehr wichtig" oder "Wichtig".

Die EIKE Redaktion meint:

Ein klarer Sieg der Vernunft über die Ideologie.

Auf dem kommenden Parteitag der AfD am 22.3.14 in Erfurt, mit bereits mehr als 2000 Anmeldungen sollen diese Ergebnisse in ein Europawahlprogramm umgesetzt werden. 




Energiewende grotesk: SuedLink – noch mehr Milliarden für blanken Unfug

Mit Superlativen und bombastischen Worten wurde bei der Vorstellung dieses Projekts nicht gespart: Von einer „Stromschlagader“, gar von einem „Rückgrat, einem wesentlichen Kernstück der Energiewende“ schwärmten Politik und Netzbetreiber bei der Vorstellung des Projekts für eine neue Nord-Süd-Stromverbindung. Damit soll die wegen angeblich fehlender Netzkapazitäten gefährdete Energiewende wieder auf Kurs gebracht werden. Innerhalb von etwa acht Jahren soll Deutschland eine Hochleistungs-Stromverbindung in Nord-Südrichtung bekommen, die es gestatten soll, den im Norden erzeugten Windstrom ohne Umwege und Verluste denjenigen Bedürftigen im Süden der Bundesrepublik zukommen zu lassen, die demnächst nach Abschaltung ihrer Kernkraftwerke auf Windstrom aus dem Nord- und Ostseeraum angewiesen sein werden. Nach dem derzeit kommunizierten Planungsstand soll eine Hochspannungs-Gleichstromleitung mit einer Gesamtübertragungskapazität von 4000 MW von Wilster in Schleswig-Holstein aus bis nach Grafenrheinfeld in Bayern führen. Über die genaue Planung und Trassenführung wird man voraussichtlich erst in den nächsten Monaten Näheres erfahren. Bezüglich der Kosten wird von einem einstelligen Milliardenbetrag gesprochen [ALT]. Eines steht jedoch bereits jetzt fest: Widerstand der Bürger will man mit allen Mitteln verhindern, der Staat hat dem Projekt Priorität eingeräumt und wird den Gegnern juristisch keine Chance lassen [WELT].

Bild 1. Trassenführung der geplanten SuedLink-Verbindung (Grafik: Tennet [TENN])

Was ist der Zweck von SuedLink?

Der Zweck des Projekts ist im Prinzip so einfach zu begreifen, dass man darüber eigentlich kaum viele Worte verlieren müsste. Es geht darum, sehr viel Geld auszugeben, um in den südlichen Bundesländern eine hervorragend funktionierende, äußert zuverlässige und zudem preisgünstige Stromversorgung durch eine falsch dimensionierte und unzuverlässige Energieversorgung zu ersetzen. Gebraucht würde die Leitung nicht: Bayern und Baden-Württemberg haben schon seit langem eine bestens ausgebaute Energie-Infrastruktur aus funktionierenden Kernkraftwerken mit einer Bruttokapazität von rund 8300 MW und einer Verfügbarkeit von min. 90 %. Allerdings sollen diese nach dem Willen der Politik bis zum Jahre 2022 komplett stillgelegt werden. Als Ersatz soll SüdLink Windstrom über 800 km aus der Küstenregion nach Süden transportieren. Von der südlichen Empfangsstation beim derzeit noch laufenden Kernkraftwerk Grafenrheinfeld aus soll dieser Strom dann nach Rückwandlung von Gleich- in Wechselstrom im süddeutschen Raum verteilt werden.

Das derzeit noch in Betrieb befindliche Kernkraftwerk Grohnde (Foto: kohlekraftwerke.de)

Wie gut ist die aktuelle Stromversorgung in Süddeutschland?

Auch nach der Abschaltung einer Reihe von Kernkraftwerken werden die hoch industrialisierten südlichen Bundesländer von zurzeit noch sechs solcher Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 8300 MW mit Strom versorgt. Hinzu kommen noch konventionelle Kraftwerke, Wasserkraft, etwas Wind und vergleichsweise viel Fotovoltaik. Die Kernkraftwerke bilden jedoch das Rückgrat der Versorgung, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer hohen Verfügbarkeit von > 90%. Trägt man diese Versorgung mit Kernkraftstrom grafisch auf, so zeigt sich, dass man in Bayern und Baden-Württemberg zurzeit auf eine stabile, ganzjährig ohne Unterbrechungen verfügbare Versorgungskapazität von mindestens 7000 MW und zeitweilig sogar mehr als 8300 MW aus Kernkraft zählen kann, Bild 2.

 

Bild 2. Hypothetische Verfügbarkeit der süddeutschen Kernkraftwerke unter Berücksichtigung periodischer Stilllegungen für Wartungszwecke in MW

Wie zuverlässig ist Windstrom?

Ganz anders sieht die Versorgungssicherheit dagegen bei der Windenergie aus. Im Rahmen einer gut dokumentierten Untersuchung hat Detlef Ahlborn die typische Verfügbarkeit von Windenergie in Deutschland über den Zeitraum eines Jahres statistisch untersucht, [AHLB]. Grundlage ist eine Aufzeichnung der Jahresproduktion im Viertelstundentakt. Die entsprechende Grafik zeigt Bild 3. Trotz der Größe der Fläche, über welche die Anlagen verteilt sind, kommt es nicht zu einer Vergleichmäßigung des Stromangebots durch Ausgleich der Erträge aus windstarken und windschwachen Standorten. Der Minimalwert der Einspeisung lag 2012 bei lediglich 170 MW, gerade einmal 0,5 % der gesamten installierten Kapazität. Damit ist eine gesicherte Verfügbarkeit der Versorgung undenkbar. Schon ein oberflächlicher Vergleich mit der Verfügbarkeit der Kernkraftwerke zeigt, dass Windstrom vom Funktionsprinzip her nicht imstande ist, die Bedürfnisse einer modernen Industriegesellschaft zu erfüllen. Ein heutiger Arbeitsplatz und der typische Privathaushalt brauchen Strom dann, wenn das Produktionsgeschehen und der Tagesablauf es erfordern, und nicht dann, wenn es dem Wetter so gefällt. Nur so lassen sich Werte schaffen.

Bild 3. Aufzeichnung der Wind-Summenleistung über ganz Deutschland im Jahr 2012 bei einer installierten Gesamtkapazität von 31.000 MW (Grafik: [AHLB])

Wo nichts ist…

Das Problem mit der Windenergie ist die geringe Verfügbarkeit von knapp über 20 % selbst an den „guten“ Standorten in küstennahen Regionen. Zudem unterliegt das Angebot selbst in windstarken Zeiten noch kurzzeitig extremen Schwankungen. Eine Leitung wie SüdLink, die mehr oder weniger ausschließlich Windstrom nach Süden transportieren soll, leidet damit zwangsläufig unter der gleichen „Erbkrankheit“: Ihre Auslastung dürfte ebenfalls bei nur 20 % liegen, was hohe spezifische Kosten bedingt, und sie kann nur dann Strom transportieren, wenn dieser auch tatsächlich vorhanden ist. In Amerika gibt es für ein solches Dilemma den drastischen, aber zutreffenden Begriff „Shit in, Shit out“, womit alles gesagt ist. Einen sehr schönen grafischen Vergleich des Unterschiedes zur Kernkraft liefert Bild 4. Hier wurden die Daten von Bild 2 und Bild 3 zusammengeführt. Die blauen Bereiche unterhalb der „Zappellinie“ des Windstroms kennzeichnen die Windstrom-Verfügbarkeit via SüdLink. Man erkennt sofort, dass diese Leitung weder von der Menge noch von der zeitlichen Verfügbarkeit her imstande sein kann, die Kernkraft zu ersetzen. Diese prinzipbedingte Unfähigkeit ließe sich auch nicht durch Verdopplung oder Verdreifachung der installierten Erzeugungs- und Übertragungskapazität beheben: Wenn bei BMW oder Audi die Schicht anläuft, muss Strom zur Verfügung stehen, Punkt. Da reichen weder 170 MW noch 340 MW und auch keine 510 MW.Vervielfacht würden ausschließlich die Kosten.

 

Bild 4. Massstabsgerechter Vergleich der Verfügbarkeit von Strom aus 8300 MW installierter Kernkraftwerks-Kapazität (rot) und 4000 MW installierter Leitungskapazität von Strom aus norddeutscher Windkraft via SüdLink

Politische Manöver

Interessant sind vor diesem Hintergrund die jüngsten politischen Manöver von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der sich kürzlich für ein Moratorium des Ausbaus von SüdLink aussprach und dafür prompt heftig attackiert wurde. Seehofer ist beileibe kein Gegner der desaströsen Energiewendepolitik in Deutschland. Jedoch beherbergt Bayern mit BMW und Audi zwei der größten Automobilhersteller Deutschlands.

Hier nützt kein „Smartmeter“: Beim Zusammenfügen dieser Autokarosserie sind zahlreiche Roboter im Einsatz. Nur wenn diese zuverlässig Strom bekommen, bekommt der Bürger zuverlässige Autos (Symbolbild)

Deren Vorstände müssen immer mal wieder über Investitionen mit Reichweiten von teilweise mehr als 10 Jahren entscheiden. Möglicherweise hat man dort auf den einen oder anderen Energiefachmann gehört, der sich fragt, wie man bei unsicherer Stromversorgung eine sichere Autoproduktion aufrechterhalten will, und dies dem Landesvater ins Ohr geflüstert. Es dürfte noch spannend werden…

Fred F. Mueller

Quellen:

[AHLB] http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/statistik-und-verfuegbarkeit-von-wind-und-solarenergie-in-deutschland/

[TENN] http://suedlink.tennet.eu/suedlink.html

[WELT] http://www.welt.de/wirtschaft/article124675495/Gegner-der-Stromtrasse-haben-keine-Chance.html




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Die Redaktion




Wind-Nation Dänemark lässt kritische Bürger ausspähen und analysieren

Die dänische Windkraftbranche beklagt, dass es immer schwieriger wird, Akzeptanz für ihre Projekte bei der Bevölkerung vor Ort zu finden. 

Dank des Forschungsministeriums wurde die mit öffentlichen Geldern finanzierte, interdisziplinäre Studie ins Leben gerufen, die von Wissenschaftlern dreier Universitäten aus Dänemark, Irland und England und den Interessenvertretern der Windindustrie unterstützt wird. Der Austausch unter den Organisationen der Windkraftgegner zu Themen wie z.B. Windparkbetrug, Artenschutz, Schlafstörungen und Nina Pierpont, Ärztin aus dem Staat New York, die das Windturbinensyndrom erforscht hat, eine Erkrankung,verursacht durch tieffrequenten Schall, unter der nach jüngsten Untersuchungen aus Schweden 30% der Anwohner von Windenergieanlagen leiden, wurde gezielt untersucht. 

Dazu wurden die Verbindungen von 323 Webseiten national und international agierender Gegenwindorganisationen und Verbände ausgespäht und analysiert. 

Allein im kleinen Dänemark gibt es mittlerweile 200 Bürgerinitiativen und Vereine, weltweit sind es Tausende Gruppen und Verbände mit teils Hunderten angeschlossener Initiativen. 

Am heutigen Freitag veröffentlichen Webseiten von Windkraftgegnern weltweit eine Grafik der Studie 2050, um ihre gute Vernetzung zu bestätigen und deutlich zu machen, dass mit ihnen gerechnet werden muss. Die Bevölkerung hat ein demokratisches Recht auf Transparenz und Mitsprache – weltweit. Bewahrung der Natur mit ihrer Artenvielfalt, der Landschaft und die Gesundheit der Menschen ist das gemeinsame Ziel dieser globalen Bewegung. 

Vestas sorgt außerdem für einen Skandal, indem es weiterhin verbreitet, dass es keine schädlichen Auswirkungen von Infra-und niederfrequentem Schall gibt, trotz einer jetzt aufgetauchten Vestas-PPP aus dem Jahre 2004, aus der ganz andere Dinge hervorgehen: 

http://windwahn.de/index.php/krankheit-56/allgemein/skandal-in-der-sauberen-windkraftbranche 

Info zur Studie (Englisch): 

http://vbn.aau.dk/en/projects/wind2050–multidisciplinary-study-on-local-acceptance-and-development-of-wind-power-projects%287e1a4c51-69df-4440-84ba-aee841b92c23%29.html 

JR epaw-d 

Jutta Reichardt 

Neuendorf-Sachsenbande 

Sprecherin der EPAW für Deutschland 

www.windwahn.de 

www.epaw.org 

Bitte unterstützen Sie diese Petition (ID-Nr. 49690, siehe Anlage) beim Deutschen Bundestag um im § 35 BauGB das "Priveligiertes Recht" abzuschaffen (die Ratte zu vernichten).

2500 Personen unterstützen bereits die parallel gestartete Online-Petition

siehe

https://www.openpetition.de/petition/online/35-baugb-abschaffung-privilegierte-bauvorhaben-von-windenergieanlagen-im-aussenbereich

Anmerkung der Redaktion:

Irgendwie passt diese Meldung dazu.

<borsen.dk/nyheder/politik/artikel/1/277873/energiminister_klar_til_at_skrotte_havmoeller.html>

Der Dänische Energieminister plant, künftig Offshore- Windenergie -Projekte zu kippen

Die Windenergie ist keine heilige Kuh mehr. Klima-und Energieminister Rasmus Petersen (R) will den Preis für die bei Off-Shore- Windkraftanlagen erzeugte elektrische Leistung reduzieren . Ansonsten ist der Minister auch bereit, zukünftige Projekte fallen zu lassen, schreibt Jyllands-Posten .

"Ich bin darüber unglücklich, dass der Preis für Strom aus dem Offshore-Windpark Anholt so hoch ist. Ich denke, dass es zu viel ist 1,05 Kronen pro Kilowattstunde ( kWh) zu zahlen ", sagte er der Zeitung .

Neue Projekte können gestoppt werden

Der aktuelle Marktpreis für Strom beträgt DKK 0,25 (*). Das bedeutet, dass die Offshore-Windpark Anholt jährlich Unternehmen und dänischen Stromkunden 1,3 Milliarden DKK für grünen Strom kosten wird .

Der Minister sagte, so Jyllands-Posten , dass er bereit ist, die zwei großen  – Offshore-Windturbinenprojekte Horns Rev 3 und Kriegers Flak mit einer Gesamtleistung von 1000 MW zu kippen.

Zum Vergleich: Die Offshore-Windpark Anholt hat eine Kapazität von 400 MW und ist der größte dänische Offshore-Windpark .

* Wenn das der Preis pro kWh ist, dann ist Dänemark ein Paradies für Stromkunden. Evtl. ist das der Preis für 1/10 kWh? Wer weiß Näheres?




Energiewende wirkt: Erfinder des EEG Hans Josef Fell – EEG ist toll, es schafft Arbeitsplätze in „Kina“!

Autor ist der kampferprobte Aktivist und taz Umwelt-Redakteur Malte Kreutzfeld. Nach eigenen Angaben hat er „in Göttingen und Berkeley Biologie, Politik und Englisch studiert, sich dabei umweltpolitisch und globalisierungskritisch engagiert „. Das befähigt ihn zu schreiben: 

Die Ignoranz der Experten 

Die Forderung von Wissenschaftlern nach einem Aus für das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist absurd. Gefährlich ist sie trotzdem.

Und glaubt feststellen dann zu können:

Innovation misst die sogenannte „Expertenkommission“ dabei ausschließlich an der Zahl der Patentanmeldungen. Dass das deutsche Modell der Ökostrom-Förderung etwa beim Solarstrom innerhalb von zehn Jahren zu Preissenkungen von 80 Prozent geführt hat, ignorieren sie ebenso wie die gewaltigen technischen Fortschritte bei der Windkraft.

Die reale Kostenexplosion beim Strompreis, Ursache  der Energiearmut, die immer weitere Kreise der Bevölkerung erfasst, sowie der sich beschleunigende Weggang der energieintensiven Industrie,  mit dem Wegfall zigtausender wertschöpfender Arbeitsplätze , begleitet vom Abbau  ebenfalls wertschöpfender Arbeitsplätze bei den großen und kleinen Energieversorgern, nimmt der Biologie, Politik und Englisch studierte Kreutzfeld einfach nicht zur Kenntnis. Auf dem Weg ins grüne Glück gibt es leider auch Opfer. Bei den anderen versteht sich.

Und auch im Regionalsender  Mittelfranken  von Bayern 1 regte sich Unmut. Dort ist nämlich der Erfinder des EEG der ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Hans Josef Fell zuhause.  

Und der war, glaubt man dem Interviewer Jürgen Gläser „fassungslos“!. Jürgen Gläser, Liebhaber von Frankenwein und seiner Arbeit in Kitzingen  durfte den Erfinder des EEG interviewen.

Er hätte so Fell…"noch nie nie seine so schlechte wissenschaftliche  Darstellung gesehen“. Damit meinte er wohl das Gutachten selber.  Und fand …"die Gutachter hätten damit" ..ginge es  nach ihm…“ ihre wissenschaftliche Reputation verloren“. Und lobte anschließend die „augenfällige Innovationskraft“ bei Sonne, Wind Biomasse und Geothermie.

Sogleich beflissen assistiert vom Interviewer Gläser, der erklärte, dass das Bundeswirtschaftsministerium noch am Mittag festgestellt hätte, dass das EEG das Kerninstrument der deutschen Klima- und Energiepoltik sei und damit wohl „die eigenen Gutachter  zurückgepfiffen hätte“

Bei soviel Zustimmung gab es bei Fell kein Halten mehr. …"Durch diese fulminante Innovationsentwicklung (des EEG) in Deutschland ist nun Kina zur  ersten Nation aufgestiegen, mit Investiition in „Erneuerbare“ Energien, weil die Techniken gut, billig und hoch effektiv  geworden sind.“

Das muss doch begeistern! Die deutsche Erfindung „EEG“ des Hans Josef Fell erzeugt damit viele, viele Arbeitsplätze in China. Sagt er selber.

Weil es Technologien schafft, die hocheffektiv, billig und gut …dort angewendet  werden können. Und, so Fell weiter,  dies als nicht innovativ zu bezeichne hielte er …"für so was von weltfremd..“

Des weiteren singt er dann das hohe Lied von den niedrigen Strompreisen an der Börse, dank des Überangebots (sagte er zwar nicht) der zuvor per Zwang eingespeisten „Erneuerbaren“ (sagte er auch nicht), die der Herr Gabriel leider nicht an die Verbraucher weitergäbe. Kein Wort natürlich zu den zuvor bereits bezahlten exorbitanten Einspeisevergütungen die dank EEG für 20 Jahre garantiert, uns Verbrauchern vom innovative Herr Fell mit seinem EEG aufgezwungen wurden. 

So sieht Innovation a´la Grün aus. Auch weil es keinen „tolleren“ Politiktransfer als das EEG gäbe, findet Fell. Denn 66 Staaten hätten diesen Exportschlager übernommen.

Und der Interviewer freute sich am Schluss mit Fell dass „Gott sei Dank  die Abschaffung des EEG nicht stattfinden würde“. 

Nun können wir es nicht unterlassen von der schönen neuen Traumwelt der grünen Erneuerbaren, wenigstens in „Kina“, wieder in die reale Welt zurückzublenden.

Gestern titelte Bild 

ERSCHRECKENDE ZAHLEN

Hohe Strompreise machen unser Export-Wunder kaputt

Die Energiewende macht unserem Export schwer zu schaffen! Die Produktion in Deutschland wird teurer, unsere Waren steigen im Preis und verkaufen sich im Ausland schlechter. Eine dramatische Entwicklung, wie Zahlen jetzt belegen.

Deutschlands Industrie musste vergangenes Jahr auf Exporte im Wert von 15 Milliarden Euro verzichten – bedingt durch die rasant steigenden Strompreise.


und die FAZ (hier) zieht heute nach:

Energiewende kostet Deutschland Milliarden

27.02.2014  ·  Etwa 15 Milliarden Euro an Exporteinbußen habe die Energiewende Deutschland 2013 beschert, behaupten von der Industrie bezahlte Forscher. Sie wollen die Energiewende reformieren – nachdem am Mittwoch ihre Abschaffung gefordert wurde. Und verstärken dies noch mit

Die hohen Energiepreisunterschiede zwischen Deutschland und seinen fünf wichtigsten Handelspartnern etwa hätten den Industriesektor zwischen 2008 und 2013 etwa 52 Milliarden Euro an Nettoexporteinbußen beschert. Nordamerika habe dagegen als Industriestandort im Wettbewerb an Vorteilen gewonnen, weil der dortige Schiefergasboom die amerikanischen Gaspreise auf ein Drittel des deutschen Wertes senke.

Und da sind die vielen anderen Verluste noch gar nicht enthalten.

Während hierzulande die Energiearmut steigt und steigt, und bereits 17 % der Haushalte betrifft, träumen Fell und sein Interviewer weiter von ihrem hochinnovativen EEG. Das ist es wirklich. Beim Vernichten von Arbeitsplätzen und Hochtreiben der Strompreise. Eine größere Umverteilung von unten nach oben hat es seit dem II, Weltkrieg in Deutschland nicht gegeben. Doch sie sind beide ja auch nicht von dessen Folgen betroffen.