Energiewende wirkt: Die Grafik des Tages! Wind liefert nur 0,11 % der installierten Leistung




Das Versagen der Umwelt-Ökonomischen Politik

Der Spiegel kommentierte:

Zwölf-Jahres-Bilanz: Deutschland nutzt Rohstoffe besser (hier)

Für die meisten Waren werden natürliche Rohstoffe benötigt. Ihre Verschwendung scheint in Deutschland gebremst. Vor neun Jahren hatte die EU beschlossen, Rohstoffe effizienter nutzen zu wollen. Deutschland sei mit dem Vorhaben mittlerweile recht erfolgreich, berichtet die Bundesregierung. "Wir brauchen weniger natürliche Ressourcen und nutzen sie besser", teilt sie unter Berufung auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes mit.

Ähnlich sei die Entwicklung bei Energie. Von 2000 bis 2012 sei dessen Effizienz um fast ein Fünftel erhöht worden, mithin um 1,5 Prozent jährlich.

Also eine Erfolgsgeschichte? Eine Bestätigung nachhaltiger,ökologischer Politik?

Das sollte man genauer hinterfragen.

Aber wie?

Nun, es bietet sich an, bestimmte Meilensteine der Umweltpolitik und ihren Einfluß zu betrachten. Wenn Politik etwas bewirkte, muss sich das in harten Zahlen und Daten niederschlagen.

Wenn sich zwischen 2000 und 2012 die Effizienz um knapp 20% verbesserte, dann kann dies nur dann als politischer Erfolg gelten, wenn die Effizienzsteigerung vorher in einem ähnlichen Zeitraum sehr viel schlechter war und die Erfolge anderer Länder deutlich übertroffen wurden.

Diese Meilensteine bieten sich an:

Die Geburtsstunde der Umweltökonomie fiel in das dritte Jahr der Rot-Grünen Bundesregierung (1998 -2005):

2002 ‚Nationale Strategie für nachhaltige Entwicklung‘ der Bundesregierung unter dem Titel „Perspektiven für Deutschland“. Das ist das offizielle Stichdatum und der Bericht

‚Umweltnutzung und Wirtschaft‘ bezieht sich direkt darauf:

Im Jahr 2002 hat die Bundesregierung unter dem Titel „Perspektiven für Deutschland“ eine nationale Strategie für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht. Sie wurde zuletzt durch den

Fortschrittsbericht 2012 aktualisiert.

Kernstück der nationalen Strategie sind „21 Indikatoren für das 21. Jahrhundert“, mit denen die Politik diejenigen Themenfelder und Problembereiche definiert hat, die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten als besonders bedeutsam angesehen werden. Zum großen Teil sind die Indikatoren mit quantifizierten Zielwerten versehen, um die Erfolge oder Misserfolgen der Nachhaltigkeitspolitik besser messbar zu machen.

Im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet das Statistische Bundesamt die Indikatorenberichte zur nachhaltigen Entwicklung.

Selbstverständlich ist es nicht möglich, alle 21 Indikatoren in der notwendigen Genauigkeit zu analysieren, der Bericht hat immerhin 150 Seiten. Zudem muss manchmal vereinfacht werden.

Die Generalziele sind im wesentlichen:

1. Effizienter Rohstoff- und Materialeinsatz

2. Energieefffizienz

3. Emissionsminderung

4. Sparsamer Flächenverbrauch

Diese Ziele sollen die Betrachtung leiten

Beginnen wir zur Einführung mit der Betrachtung einiger Aspekte, die zeigen sollen, wie und mit welcher Motivation und welchem Erfolg gehandelt wird:

Stromerzeugung

Diese wird im Bericht überhaupt nicht explizit angesprochen, was einigermaßen verwundert, denn gerade hier wurde doch besonders intensiv von der Politik eingegriffen. Müsste das nicht geradezu ein Paradepferd abgeben?

Leider wissen wir, dass die ‚Energiewende‘ als Vorzeigeobjekt rein gar nichts taugt.


Daten: Destatis, Tabellen zu den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen

Entscheidend für thermische Kraftwerke ist deren Wirkungsgrad. Mehr Strom für die gleiche Menge Brennstoff bedeutet Ressourcenschonung und weniger Abgase (und natürlich auch weniger CO2).

Der Wirkungsgrad von Kraftwerken wird ständig verbessert, sein James Watt die erste Dampfmaschine baute. Doch seit 2002 stagniert diese Verbesserung in Deutschland, während sie bis etwa 1998 sehr steil verlief. Die Ursache liegt im EGG: Die Vorrangeinspeisung der ‚Erneuerbaren Energien‘ führt zu erhöhtem Regelbedarf und dem bevorzugten Einsatz der ökonomisch günstigeren Braunkohlekraftwerke und damit erhöhtem Brennstoffeinsatz pro kWh.

Die deutsche Politik hat also keinen Fortschritt, sondern negative Auswirkungen gebracht:

·       Schlechtere Betriebsbedingungen für konventionelle Kraftwerke

·       Verhinderung moderner Gaskraftwerke mit wesentlich besseren Wirkungsgraden

·       Lebensverlängerung alter, ineffizienter Braun- und Steinkohlekraftwerke

Dass dies auch anders geht, zeigt diese Gegenüberstellung (Quelle: Eurostat):

http://www.eea.europa.eu/data-and-maps/indicators/en19-efficiency-of-conventional-thermal/en19-efficiency-of-conventional-thermal

Deutschland hatte 1990 einen guten, effizienten thermischen Kraftwerkspark. Doch seitdem ist nichts geschehen, während andere Länder teils dramatische Verbesserungen erzielten.
Viele haben viel effizientere Kraftwerke als wir und die meisten haben viel stärkere Fortschritte dabei gemacht, die Effizienz zu verbessern.
Wir sollten von der Türkei (Platz 5) lernen, wie das geht…

Sehen wir die Stromerzeugung im Kontext der 4 Ziele, kann nur ein totales Versagen konstatiert werden:

1. Effizienter Rohstoff- und Materialeinsatz

Wir leisten uns zwangsweise ein doppeltes Stromversorgungssystem, denn die ‚Erneuerbarenn‘ können kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzen.

Zudem müssen die Netze massiv ausgebaut werden und es steht uns noch ein gigantisches Speicherbauprogramm bevor.

2. Energieeffizienz

Die natürliche Effizienzsteigerung der konventionellen Kraftwerke wurde gebremst, Deutschland fällt im internationalen Vergleich immer mehr zurück.


Ein grosses Ziel innerhalb des Effizienz-Kontexts ist das Streben nach möglichst grosser Autarkie, die mit dem geringeren Import fossiler Energieträger einher geht. Deutschland soll unabhängiger von Importen werden. Dieses Ziel kam keinen Schritt näher, dennunsere Importe sind in der Summe  seit 1995 deutlich gestiegen.

Gut, das ist noch kein Beweis – vielleicht haben wir auch einfach sehr viel mehr Energie erzeugt, mit einer Steigerung, die noch steiler ist? Dann hätte die Politik ja doch Brennstoffimporte gespart, relativ zum Energieverbrauch.

Doch das ist nicht der Fall: Tatsächlich ist der Primärenergieverbrauch gesunken, von 14.269 PJ (Petajoule) in 1995 auf 13.599 in 2011.

http://de.wikipedia.org/wiki/Energieverbrauch#Energieverbrauch_in_Deutschland

MEHR Brennstoff-Importe für WENIGER Energie, trotz des Ausbaus der ‚Erneuerbaren`!

3. Emissionsminderung

Wenn alte Kraftwerke indirekt gefördert werden, weil neue Kraftwerke durch die politisch angeordnete Preispolitik unrentabel werden, dann können auch die Emissionen nicht vermindert werden. Durch die Förderung von Energiepflanzen kam einen sehr erhebliche neue Emissionsquelle dazu.

4. Sparsamer Flächenverbrauch

Dass der Flächenverbrauch der ‚Erneuerbaren Energien‘ einfach nur katastrophal ist, bedarf keiner weiteren Ausführungen.

Eisen und Stahl

Effizienz ist nichts neues und ganz bestimmt keine ‚grüne‘ Erfindung.

Die Montanindustrie strebte schon immer nach möglichst effizienter Ausnutzung von Rohstoffen und Energie.

Früher hiess es: `’Das Eisen geht zur Kohle‘: Weil man für die Herstellung von 1 Tonne Roheisen mehrere Tonnen Kohle benötigte, siedelte sich die Hüttenindustrie an den Kohlestandorten an und das Erz wurde über oft weite Strecken dort hin gebracht, weil die Frachtkosten so am niedrigsten waren. Heute ist es umgekehrt: Man braucht weniger als 1 Tonne Kohle um 1 Tonne Eisen zu machen und die Kohle wird zu den Erzlagerstätten transportiert.

Doch trotz enormer Verbesserungen steigt der absolute Verbrauch dramatisch. Es ist völlig unmöglich, dies mit Innovationen auszugleichen: Eisen und Stahl sind Sclüsselprodukte der Weltwirtschaft. Seit 2000 wuchs die globale Produktion um 75%, in 2011 wurden 1,5 Milliarden Tonnen Stahl hergestellt. Eisen und Stahl ist der grösste industrielle CO2-Erzeuger und der zweitgrösste industrielle Verbraucher von Elektrizität.

Energieeinsparungen bei der Eisenverhüttung

Selbstverständlich wurde auch dieser Industriezweig von politischen Regulierungen nicht verschont.

Doch dieser Industriezweig zeigt exemplarisch, dass Politik hier schlichtweg gar nichts ausrichten kann:

1. Ein Industrieprozess, bei dem 30% der Kosten durch den Energieeinsatz bedingt sind, braucht keine staatlichen Anreize zum Sparen.Das macht der Markt von ganz allein.

2. Die enormen Fortschritte bei der Rohstoff- und Energieeinsparung beruhten niemals auf politischen Willenserklärungen,sondern einzig und allein auf der Umsetzung von Fortschritten in der Wissenschaft und Technik, also auf Erfindergeist und Unternehmertum.

Natürlich wird der Schein gewahrt, dafür gibt es ja Geld. Wenn z. B. die US-Stahlindustrie (American Iron and Steel Institute) und genau so die deutsche Salzgitter sich damit brüstet, sie hätte seit 1990 27% Energie und CO2 wegen des Umwelt- und Klimaschutzes gespart, ist das billige Werbung. Da wird nur der ganz normale Fortschritt als ökologische Leistung verkauft, also alter Wein in neuen Schläuchen. Statt ‚Wirtschaftlichkeit‘ heisst es nun ‚Beitrag zum Klimaschutz‘ und mit ein bisschen Glück gibt’s dafür sogar ‚Förderungbeiträge‘ vom Staat, also den Steuerzahlern.

Man kann technische Fortschritte nicht per Dekret befehlen. Man kann sie allenfalls dadurch fördern, dass man Institute gründet, die Wissenschaften voran bringt und für ein gutes Wirtschaftsklima sorgt, damit Geld und Unternehmertum die besten Voraussetzungen für die Entfaltung ihrer eigenen Dynamik bekommen.

Staatliche Vorgaben machen nur dort Sinn, wo der Marktmechanismus nicht greift, zum Beispiel bei den Emissionen: Der Unternehmer hat sehr wohl ein Interesse daran, die giftigen Gichtgase, die beim Hochofenprozess entweichen, aufzufangen und zu nutzen, weil sie dank ihres Kohlenmonoxid-Gehalts ein wertvoller Brennstoff sind und dadurch sehr viel Energie gespart werden kann. Er hat jedoch grundsätzlich keinerlei Interesse daran, Staub, Schwefeldioxid und ähnliche Schadstoffe heraus zu filtern, da sie keinen Gewinn bringen.
Hier ist also der Gesetzgeber nötig und hier hat er sowohl eine Daseinsberechtigung als auch Erfolge. Allerdings müssen auch sinnvolle Regulierungen bei einer globalen Betrachtung mit Augenmaß eingesetzt werden, denn es macht wenig Sinn, die Montanindustrie in Länder zu vertreiben, die laxer sind und weniger Auflagen machen:
In den USA kostet die Herstellung einer Tonne Stahl 20 GJ, in China jedoch 26 GJ. Macht man nun in den USA der Stahlindustrie das Leben zu schwer, wandert sie aus und das nützt objektiv niemandem etwas, ausser Kapitalisten und Banken, die dadurch ihren Gewinn maximieren.

Nach dieser kurzen Einführung nun einige Daten:

Deutschland im Vergleich

Das ist eine ‚Kerngrafik‘ des Berichts. Sie beschreibt, wie trotz steigender Wertschöpfung immer weniger Rohstoffe entnommen und verbraucht werden müssen.

Mit weniger Rohstoffen mehr Werte schaffen!

In 18 Jahren 48 % Plus!

Das ist Öko-Politik!

Wirklich?

Das ist gar nichts. Das ist der ganz normale Fortschritt. Was sich leicht zeigen lässt.
Die ‚Resource productivity‘ ist das gleiche wie die deutsche ‚Rohstffproduktivität‘, ausgedrückt in € pro kg Rohstoff-Verbrauch:

Quelle: Eurostat

Wie man sieht, ist Deutschland da gar nicht so gut, allenfalls Mittelfeld in Europa. Die Briten, die Niederländer, die Franzosen und sogar die Italiener können das besser – sogar teilweise viel besser! – als wir.

Auch im internationalen Vergleich der OECD schneidet Deutschland beim Ressourcenverbrauch wie auch bei der Verbesserung nur durchschnittlich ab:


Quelle: OECD

Frankreich erwirtschaftet für den Ausstoß von 1 kg CO2 fast doppelt so viel Wert wie Deutschland und unsere Steigerungsrate seit 1990 ist ganz normal, nicht besser als in anderen Industrienationen.

Tatsächlich verbirgt sich hinter der Verbesserung aber sogar etwas ziemlich negatives: Hohe Rohstoff- und Energieeinsätze entstehen vor allem in der Schwerindustrie. Weil die in Frankreich schwach ist, ist Frankreich so gut. Die Verbesserungen in Deutschland und noch mehr Großbritannien haben vor allem eine Ursache: Die Schwerindustrie stirbt! Sie wird nach Asien ausgelagert; wir machen keinen Stahl mehr selber, sondern kaufen ihn von China und Indien.

Die USA und Südkorea sind keine Umweltsäue und Verschwender, die haben noch eine funktionierende Schwerindustrie, deshalb ist ihre Bilanz scheinbar(!) so schlecht.

Tatsächlich sind aber z. B. die südkoreanischen Eisen- und Stahlerzeuger Weltspitze. Das zeigt einen grundlegenden Fehler der ‚Rohstoffproduktivität‘ als Kenngröße: Wandlungen im Produktkatalog werden als Erfolge buchbar. Man kann aus dem Sterben von Rohstoff- und energieintensiven Wirtschaftszweigen einen ‚Produktivitätsgewinn‘ machen. Das ist geradezu pervers.

Sieht man sich konkrete Zahlen bestimmter Industriezweige an, wandelt sich das Bild vollkommen:

Südkorea emittiert z. B. nur ca. 450 Gramm CO2 pro kWh (Deutschland trotz der ‚Erneuerbaren‘ über 600 Gramm) und der koreanische Stahlgigant Posco (Der mehr Stahl produziert als Deutschland insgesamt) ist der effizienteste Erzeuger der Welt.

Wenn im Umweltnutzungsbericht also steht:

Nachhaltigkeitsindikatoren sind dazu gedacht, Öffentlichkeit und Medien mit möglichst einfach verständlichen Botschaften über die Entwicklung in wichtigen Themenfeldern zu informieren und die Erfolge politischer Maßnahmen zu kontrollieren.

…dann haben solche Kennzahlen ihren Zweck verfehlt. Sie sind sogar in zweierlei Hinsicht irreführend, denn ausser demoben genannten zeigen sie auch nicht den internationalen Vergleich, wodurch der irreführende Eindruck entsteht, dass der ‚Normalzustand‘ statisch wäre und Verbesserungen daher stets und zwangsläufig die Folge erfolgreichen politischen Handelns seien. Tatsächlich sind jedoch gerade ständige Verbesserungen der Normalzustand und politisches Handeln muss sich daran messen lassen, dass in internationalen Vergleich ausserordentlich bessere Erfolge erzielt werden als in konkurrierenden Ländern. Das ist jedoch meist nicht einmal ansatzweise der Fall.


Quelle: OECD

Das gleiche Bild zeigt sich beim Mineralien- und Metallverbrauch: Deutschland hat keine besondere Leistung vollbracht, Wir sind nicht sparsamer als andere bei unserer Wertschöpfung und wir haben auch keine raschere Verbesserung.


Quelle:Eurostat.

Hier, bei den SO2-Emissionen, sieht man dagegen ausnahmsweise politischen Einfluß, der wirkt: Die Rauchgas-Entschwefelung wurde in Deutschland konsequenter als in vergleichbaren Ländern durchgesetzt und das ist ein Erfolg des Gesetzgebers.

ABER. Die deutlichsten Erfolge waren schon vor dem grossen Öko-Buhei. Seit 2000 sind wir kaum weiter gekommen. Es sieht so aus, als würden die greifbaren Ergebnisse um so kleiner, je mehr darüber geredet wird und als wäre früher, vor der grossen ökologistischen Revolution weit mehr für die Umwelt getan worden als nachher – pragmatisch und ohne Getöse.

Natürlich ist es schwerer, einen guten Stand noch weiter zu verbessern, natürlich werden diese Verbesserungen dann immer teurer.

Heisse Luft

Nun mal ehrlich:

Wo in diesen ganzen Graphen findet man denn auch nur den geringsten Anhaltspunkt, dass der Markstein ‚Nationale Strategie für nachhaltige Entwicklung‘ aus dem Jahr 2002, unter der Ägide von Rot-Grün, irgend etwas bewirkt hätte?

Nirgends!

Die ’nationale Strategie‘ verpuffte völlig wirkungslos, war nur ein Propaganda-Theater:

Dementsprechend ist auch der UGR-Bericht, in den wir kurz blickten, nur Blendwerk. Die Politik schmückt sich überwiegend mit fremden Federn. Es gibt praktisch keine Erfolge, es gibt nichts zu feiern, es besteht kein Grund für irgend ein Lob. ‚Umwelt und Klimapolitik‘ hat de facto nicht statt gefunden. Was sich besserte, wäre im wesentlichen auch ganz von allein geschehen und manches wäre ohne politische Eingriffe sogar besser.

Diese Taktik hat Methode:

Mit der europäischen Initiative „GDP – and Beyond: measuring progress in a changing world“ wird angestrebt, die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Maß der Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft so zu ergänzen, dass es auch die Aspekte Wohlfahrt und Wohlbefinden und die nachhaltige Entwicklung berücksichtigt.

Durch die Hintertür sollen wir dadurch mit einem ‚Bruttoglücksprodukt‘ beglückt werden.

Das wäre jedoch fatal, denn es wäre nichts anderes als wenn Schüler den Lehrstoff und das Notenschema bestimmen würden; dass dann keiner mehr durchfällt, ist klar.

Wie schön man sich optisch gut darstellen kann, zeigt diese Grafik:


1. Ein isolierter Zeitraum ohne Vergleich.

Ist es nicht toll, wie viel SuV (Siedlungs- und Verkehrsfläche) nun gespart wird?

Minus 37%!


Etwa genau so viel wie schon 1989. Das Jahr 2000 fiel in einen Wohnungsbau-Boom der nach der Wiedervereinigung mit einigen Jahren Verzögerung einsetzte und der atypisch war. Der Rückgang des Flächenverbrauchs war eine ganz natürliche Schwankung, die Politik schmückt sich wieder mit unverdienten Federn.

2. Fehlender internationaler Vergleich

Es wurde schon oben gezeigt, dass Einsparungen beim Energie- und Rohstoff-Verbrauch etwas ganz normales sind.

3. Handverlesene Parameter

Man kann natürlich wunderbar eindrucksvolle Balken in beliebiger Menge produzieren, wenn man jeden einzelnen Luftschadstoff auflistet, auch wenn er isoliert keinerlei Bedeutung hat. Diese teils völlig unwichtigen Komponenten des Parameters ‚Luftschadstoffe‘ (Stickoxide, Methan, SO2. Ammoniak etc.) füllen aber, optisch maßlos aufgebläht, die halbe Grafik! Das hat dann auch noch den schönen Nebeneffekt, dass die nicht vorhandenen Erfolge bei den bösen Treibhausgasen und dem teuflischen CO praktisch nicht sichtbar sind.
Und weshalb es ein Erfolg sein soll, dass die Wasserentnahme so stark zurück ging, wird im wasserreichen Deutschland wohl nur ein Öko-Bürokrat begreifen, der unbedingt eine Jubelmeldung braucht. Ganz und gar  lächerlich wird es aber, wenn dieser ‘Erfolg’, weil er so schön ist, gleich in doppelter Ausführung in die Grafik gemogelt wird, einmal als Entnahme und einmal , identisch, als Wieder-Abgabe.

Fazit:

Hier wird keine umweltökonomische Politik gemacht, sondern Agitprop!

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceSceptical 




Grünsprech in der Wirtschaft: Kapitalvernichter werden zu Vorbildern ernannt.

Nicht weil die NIE so billig und so gut erzeugt werden, wie ihre Konkurrenten das können, sondern weil der Staat deren Besitzern für  jeder beliebige Menge für zwanzig Jahre massiv überhöhte Preise garantiert. Diese überhöhten Kosten werden durch die EEG Umlage auf den Verbraucher umgelegt.  Und der auf diese Weise oft vorbei am Bedarf  produzierte Strom genießt zudem das Privileg der Vorrangeinspeisung. D.h. er muss immer dann wenn der Wind weht, oder die Sonne scheint abgenommen werden.

Das daraus resultierende Überangebot treibt die Strompreise an der Börse in den Keller. Mit der Konsequenz, dass sich konventionelle Stromerzeugung nicht mehr rechnet.  Statt nun konsequent die sofortige Abschaffung dieser wettbewerbsverzerrenden Schnapsidee der Stromerzeugung durch „Erneuerbare“ zu fordern, ist sich der Chef des Unternehmens RWE Peter Terium nicht zu schade öffentlich zu bedauern, dass man nicht schon früher in diese Kapital -Vernichtungstechnologie eingestiegen sei.  Und plappert damit nach, was die  Grünen aller Parteien, zuvorderst deren Propagandabteilung Greenpeace, den Journalisten in die Federn diktierte. Wer wird da nicht an die berüchtigten Stalinschen Schauprozesse erinnert, wie sie z.B. Arthur Koestler so beklemmend beschrieben hat. Das Opfer bekennt sich als Täter, der eine "gerechte" Strafe erbittet. 

Obwohl Terium zuvor im Konzern als Vorstand fürs Controlling zuständig war, ist ihm wohl entgangen, dass fast alle Firmen, die sich im Subventionsmeer der „Erneuerbaren“ tummelten von den Aktionärsschützern zu den größten Kapitalvernichtern gezählt wurden.

„Energiewende wird zum eiskalten Kapitalvernichter“ titelte jüngst die Welt. Und schreibt weiter Ganz oben stehen dabei Solar- und Windkraftanlagenbauer. Aber auch fünf Dax-Konzerne gehören dazu.“ Von den 50 deutschen größten Kapitalvernichtern kommt rund ein Viertel aus der Solar- und Windkraftbranche. Darunter eben auch RWE.

Denn auch das RWE eigene Engagement in das Windgeschäft brachte trotz reichlicher Unterstützung durch den Steuerzahler nicht das gewünschte Ergebnis. „Gemeinsam mit Partnern versorgt [RWE] Innogy 2,5 Millionen Haushalte mit grünem Strom." versucht Terium die Situation schön zu reden.

Das Manager Magazin schreibt zu diesen „Erfolg“: Ganze 196 Millionen Euro betrug das betriebliche Ergebnis der Ökosparte. Auf das Ergebnis des Gesamtkonzerns bezogen sind das beinahe lächerliche 3,33 Prozent. … und schreibt weiter: Selbst die 196 Millionen Euro Gewinn von Innogy hinterlassen einen faden Beigeschmack: Um die Kapitalkosten zu decken, müsste die Tochter eigentlich 300 bis 400 Millionen Euro erwirtschaftenDie letzte Hoffnung heißt nun Sigmar Gabriel. Der Bundeswirtschaftsminister soll einen künstlichen Markt für Back-up-Kraftwerke einrichten, die im Notfall einspringen. RWE soll auf diese Weise gerettet werden, damit der Konzern die Energiewende retten kann, quasi als Kaltreserve der Nation – so die vage Aussicht.

Nun, der hat bisher seinen Orwell gut gelesen und interpretiert ihn immer wieder neu in flüssigen Sätzen. Dem wird sicher auch dazu noch was einfallen. Zu Lasten der Verbraucher, versteht sich.




Der grüne Blackout – Das neue Buch von FOCUS Redakteur Alexander Wendt zur Energiewende

Sicher, es gab schon immer Spinner, die Wunderwaffen, oder Wunderenergien z.B. im Perpetuum Mobile entdeckt zu haben glaubten. Doch die bekannt nüchterne, deutsche Ingenieurs- und Finanzwelt machte bisher diesen Wundergläubigen und ihren Anhängern immer schnell klar, dass sie nicht mit einer Verwirklichung ihrer Schnapsideen rechnen können.

Das änderte sich erst, als mit der Kirche der globalen Erwärmung eine neue – „wissenschaftlich“ gesicherte- Religion weltweit verkündet wurde. Und die fand besonders in Deutschland mal wieder schnell viele und tiefgläubige Anhänger. Wie schon G.K. Chestertons Pater Brown scharfsinnig beobachtete, glauben Menschen, die nicht an Gott glauben, nicht etwa an gar nichts, sondern an alles Mögliche.

Plötzlich wurden wieder Wunder, als durch die Politik befehlbar, beherrschbar und zur Regel erklärt, z.B. dass Wind und Sonne zur Energieerzeugung für ein führendes Industrieland taugten. Und viele, viele glaubten diesen Erzählungen. Zumal auf diese Weise auch noch der in hundert Jahren angekündigte Hitzetod der  Welt vermieden werden könnte.

Das erkennend machten sich vier gläubige Politiker ans Werk – zwei von den Sozen und zwei von den Grünen und erfanden das Erneuerbare Energiengesetz (EEG). Schon dessen Name zeigt die tiefe Religiösität der Gesetzeschreiber, denn dass Energie nicht „erneuerbar“ ist, wissen wir anderen schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Diese Gläubigen waren allerdings sonst mit allen Wassern gewaschene politische Strippenzieher, nämlich die SPD Solar-Aktivisten Hermann Scheer und Dietmar Schütz sowie von den Grünen Michaele Husted und Hans Josef Fell.

Sie erfanden im Hinterstübchen ein Gesetz, dass in verklausulierter Form, die Geschichte vom indischen Maharadscha mit dem Schachbrett, welches mit allen Weizenkörnern der Welt -weil exponentiell pro Karo an Zahl zunehmend- nicht gefüllt werden kann, neu und gossen sie in Gesetzesform. Wie damals bemerkten die damit konfrontierten Herrschenden nicht, welche zerstörerische Kraft sie damit entfesselt hatten und lösten die größte Umverteilung von unten nach oben aus, die dieses Land je erlebt hatte.

Und wohlgemerkt: Es waren zwei Grüne und zwei Rote, die dieses Gesetz der Umverteilung von unten nach oben erfanden und seine Einführung organisierten.  Da tröstet es auch nur wenig, dass das EEG bis heute in über 60 Staaten vollständig oder in Teilen übernommen wurde, wie einer der Schöpfer H.J. Fell jüngst stolz bemerkte. Dummheit ist eben kein Alleinstellungsmerkmal deutscher Regierungen.

Wendt berichtet dann, dass z.B. Fell bestätigt, dass das EEG weder in einem Wahlprogramm noch in der damaligen Koalitionsvereinbarung auftauchte, also praktisch aus dem Dunkel kam; und dass der damalige parteilose Wirtschaftsminister Werner Müller sich in dem Buch damit zitieren lässt, er habe vor allem die Solarförderung für viel zu hoch und Solaranlagen generell für ungeeignet in Deutschland gehalten: "Deutschland ist nun mal kein Sonnenland."

Doch keiner der damals Zustimmenden aus der Regierung befand es für bedeutsam genug, um sich mit diesen "Peanuts" länger aufzuhalten und zuvor wenigstens auf dessen katastrophale Folgen zu überprüfen. Es sollte und musste eine bestimmte rot-grüne Klientel bedienen. Und wurde unter Ablage „Gedöhns“ vom Kabinett durchgewinkt und vom Parlament mit Mehrheit beschlossen.

Nun steckt das Land dank Energiewende in einer tiefen Krise: Regierungspolitiker räumen mittlerweile ein, dass kaum etwas in dem deutschen Musterschülerprojekt nach Plan läuft. Millionen Stromkunden bringen mehr als 20 Milliarden Euro an jährlichen Subventionen auf, während nur wenige profitieren. Das grüne Jobwunder fand nur in Prognosen statt. Und zur Kohlendioxid-Reduzierung trägt die Ökoenergie erst recht nichts bei. 

„Der Grüne Blackout“ von Alexander Wendt zeigt: Die Energiewende scheitert nicht an ihren vermeintlichen Feinden – sondern an ihrem Wunderglauben. Wunder geschehen in der Realität eben nicht. Und wenn doch, dann nicht per Gesetz

Das politische Großprojekt, auch von der Physikerin Angela Merkel mit Begeisterung fortgesetzt und zur "Energiewende" verklärt, droht zum größten politischen und wirtschaftlichen Desaster der Bundesrepublik zu werden. Es bescherte Deutschland bisher die zweithöchsten Strompreise Europas, eine Planwirtschaft nach osteuropäischem Vorbild und eine beginnende aber sich schnell beschleunigende Deindustriealisierung. Und das, obwohl die bis in Jahr 2050 geplante Wende noch am Anfang steht.

In seinem Buch “Der grüne Blackout” geht Alexander Wendt Fragen nach, die sich inzwischen viele stellen:

•   Warum steigt der Strompreis seit Jahren, gegen alle Prognosen? Wie konnten sich Politiker und Fachleute derart kollektiv irren? Und: welche Endsumme steht auf der Rechnung, wenn der Ökostrom irgendwann die deutsche Energieversorgung dominiert?

•   Warum steigt der Kohlendioxidausstoß Deutschlands seit Jahren, obwohl die Energiewende damit begründet wird, der Kohlendioxidausstoß müsse sinken?

•   Warum sind die Millionen grünen Jobs nie entstanden? Warum kämpfen stattdessen die Reste der  deutschen Solarbranche ums Überleben?

•   Wie konnte es passieren, dass selbst tausende Windkraftinvestoren trotz der üppigen Subventionen Geld verlieren?

Und: Wenn so viele zu den Verlierern gehören – wer profitiert dann eigentlich?

Die real existierende Energiewende jedenfalls kann nicht funktionieren. Und das liegt nicht an ein paar falsch justierten Stellschrauben. ”Der grüne Blackout” zeigt: Es liegt an ihrer Konstruktion.

An ein paar Stellen des Buches z.B. wenn er das Beispiel der Vulkaninsel Island beschreibt, betont der Autor, dass nur dann ein "Wunder" geschehen könnte, wenn natürliche besondere Bedingungen verfügbar sind, die über Erfolg oder Misserfolg einer alternativen Energieversorgung entscheiden. Auch wird erst später klar, dass der Titel „Der grüne Blackout“ nicht unbedingt den realen Blackout meint, sondern den in den Köpfen der Befürworter dieses zerstörerischen Unsinns. Aber das sind kleine Fische im Vergleich zum Erkenntnisgewinn, den auch der erfahrene Leser aus dem Buch haben wird.

Das Buch sorgt für Durchblick. Wer in der Energiewende-Debatte mitreden will, der findet in dieser hoch aktuellen Recherche eine Fülle von unentbehrlichen Fakten, Analysen und Antworten.

Den „Grünen Blackout“ gibt es ab 10. März als E-Book Bundle in den Formaten PDF, EPUB und MOBI für 2,99 Euro auf der Website von Alexander Wendt. (Oder auf Amazon).




Über 60 % der AfD Mitglieder fordern die Abschaffung des EEG und die Einstellung aller „Klimaschutzmaßnahmen“ wie den Emissionshandel

Die uns hier interessierenden Thesen lauteten wie folgt: 

These 22 zum EEG:

Option 1: Wir fordern eine umfassende Reform des EEG, die die Kosten der Energiewende begrenzt aber das grundsätzliche Ziel der Energiewende nicht in Frage stellt. Die Versorgungssicherheit muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. 

Für diese Option stimmten: 28,6 %

Option 2: Die AfD setzt sich für Marktwirtschaft und Wettbewerb auf allen Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft ein und lehnt Subventionen, z. B. staatlich garantierte Vergütungen oder Vorrangeinspeisung für bestimmte Stromerzeugungsanlagen, grundsätzlich ab. Deshalb muss das EEG unter Anerkennung eingegangener Verpflichtungen sofort beendet werden. Neue Zielvorgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz nach 2020 lehnen wir als ein schädliches Wettbewerbshemmnis ab, solange andere hochindustrialisierte Länder nicht gleichartige Maßnahmen ergreifen. 

Für diese Option stimmten: 29,2 %

Option 3: Das EEG muss komplett abgeschafft werden. Ansprüche von Altanlagen-Besitzern sind grundgesetzkonform als Gruppe abzufinden. Alle Energiemarkt-Eingriffe durch Reglementierung oder Subventionen sind sofort einzustellen. Sie führen zu einer noch stärkeren Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im EU-Binnenmarkt und weltweit, denn sie verteuern den Strom in Deutschland auf unverantwortliche Weise und schädigen die bisher hohe Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland. 

Für diese Option stimmten: 35,5 % 

Insgesamt stimmten damit 64,7 % für die Abschaffung des EEG. Über 90 % befanden diese Thematik als "sehr wichtig" oder "Wichtig".

These 23: Kritik an der CO2 Politik:

Option 1 : Der wissenschaftliche Erkenntnisstand zum Klimawandel wird von der AfD nicht in Frage gestellt. Jedoch gibt es für politischen Aktionismus keinen Anlass, da wissenschaftliche Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen noch unsicherheitsbehaftet sind. Da es sich um ein globales Problem handelt, lehnt die AfD nationale und europäische Alleingänge ab. Stattdessen soll eine graduelle Reduktion von CO2-Emissionen auf globaler Basis erfolgen, die marktwirtschaftliche Instrumente wie CO2-Zertifikate einsetzt und sich daran orientiert, was für Haushalte und Unternehmen finanziell tragbar ist. Wir unterstützen das europäische CO2-Emissionshandelssystem, da es ein wettbewerbs- und technologieneutrales Instrument zur Reduktion von Emissionen ist. 

Für diese Option stimmten: 26,2 % 

Option 2: Wissenschaftliche Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen sind mit großer Unsicherheit behaftet, die CO2-Wirkungen auf das Klima (Erwärmung) höchst umstritten. Daher lehnt die AfD, solange die Unsicherheit nicht überzeugend ausgeräumt ist, jegliches Hantieren mit CO2-Emissionen, Emissionszielen und Zertifikaten ab. 

Für diese Option stimmten: 32,4 % 

Option 3: CO2-Minderungsziele sollen nur verfolgt werden, soweit sie auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, die Minderungsziele international abgestimmt sind und mit den gleichen Verpflichtungen für alle EU-Staaten verfolgt werden. Nationale wie auch europäische Alleingänge lehnt die AfD ab. 

Für diese Option stimmten: 30,6 % 

Insgesamt stimmten damit 63 % für die Beendigung von Alleingängen bzw. jegliches Hantieren mit CO2 Emissionen, Emissionszielen etc. ab, solange die Zweifel an der Klimawirksamkeit des CO2 nicht ausgeräumt wurden. Über 80 % befanden diese Thematik als "sehr wichtig" oder "Wichtig".

Die EIKE Redaktion meint:

Ein klarer Sieg der Vernunft über die Ideologie.

Auf dem kommenden Parteitag der AfD am 22.3.14 in Erfurt, mit bereits mehr als 2000 Anmeldungen sollen diese Ergebnisse in ein Europawahlprogramm umgesetzt werden.