Energiewende – Deutschland im Würgegriff der Lobbyisten

„Der Energiegipfel brachte mehr Harmonie als gedacht. Alle Beteiligten sind glücklich. Nur einer hat wenig davon: der Verbraucher“, fasste SpiegelOnline-Journalistin Annett Meiritz in ihrem Bericht [SPON] die Ergebnisse des „Energiegipfels“ zusammen, zu dem sich Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Kanzlerin Merkel und die Chefs der Bundesländer am 1. April in Berlin getroffen hatten. Ziel war eigentlich gewesen, die inzwischen selbst nach dem Verständnis der Bundesregierung mehr und mehr ausufernden Kosten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in den Griff zu bekommen und den entsprechenden Wildwuchs in einer Neufassung zu begrenzen. Und diese Belastung trifft nicht nur die privaten Verbraucher, von denen immer mehr die steigenden Stromkosten nicht mehr bezahlen können: Auch die Industrie, allen voran energieintensive Branchen wie Chemie, Stahlwerke, Aluminiumhütten, Gießereien und Schmieden, sieht sich durch steigende Energiepreise zunehmend in ihrer Existenz bedroht und zur Verlagerung ins Ausland genötigt [AMEL, LANG].

Bild 1: An die Betreiber von EEG-Anlagen jährlich gezahlte Beträge in Mrd. €, ab 2012 Prognosen (blau) (Quellen: Wikipedia/ eeg-kwk.net)

Doch statt einer Kostenbremse kam etwas ganz anderes heraus: Wie in der deutschen Politik inzwischen üblich, wurden die Pläne zur Begrenzung des weiteren Kostenanstiegs auf Druck der verschiedenen Lobbyisten – welche die Macht haben, die Gesetzgebung in der Länderkammer monatelang aufzuhalten – durch weitgehende Zugeständnisse erheblich verwässert und damit faktisch aufgegeben. Damit dürfte der bisherige Anstieg der Ausgaben für das EEG munter weitergehen, Bild 1. Das Register der Sünden wider die Kostenbegrenzung wird im SPON-Artikel wie folgt aufgelistet:

–        Die angedachte Deckelung des Zubaus an Windkraftanlagen auf 2500 MW pro Jahr wird aufgeweicht, indem man das sogenannte Repowering – den Ersatz alter Anlagen durch leistungsstärkere Neuinstallationen am gleichen Standort – nicht auf die geplanten Obergrenzen anrechnet.

–        Windschwache Binnenlandstandorte sollen eine höhere Förderung erhalten.

–        Zusätzliche Offshore-Genehmigungen sollen die schwächelnde Investitionsneigung der Projektierer stimulieren.

–        Und auch bei Biogasanlagen – man erinnere sich, hier werden Lebensmittel für die Produktion von Methan zur Stromerzeugung zweckentfremdet, während in der Dritten Welt der Hunger grassiert – sollen die geplanten Bremsen gelockert werden.

So konnte sich Torsten Albig, der SPD-Minsterpräsident von Schleswig-Holstein, damit brüsten, die Nordländer seien mit sechs Forderungen in die Gespräche hineingegangen und hätten fünf davon durchbringen können.

Ungeklärt blieben dagegen alle anderen Probleme im Zusammenhang mit dem EEG, insbesondere die Frage nach Speichermöglichkeiten, ohne die ein weiterer Ausbau der sowieso schon riesigen Überkapazitäten bei Wind- und Solarkraftwerken völlig sinnlos ist. Diese sind bereits jetzt so gross, dass an „guten“ Tagen die Netze mit überschüssigem Strom geflutet werden, den man ins Ausland verschenken muss, weil ihn in Deutschland niemand mehr abnehmen kann. Und auch die Frage, was mit den durch diese sinnlose Überproduktion von „EE-Strom“ immer weiter an den Rand der Rentabilität gedrängten konventionellen Kraftwerken geschehen soll, bleibt ungelöst. Zur Zeit rettet sich der Gesetzgeber durch ein Stilllegungsverbot über die Runden, indem er den Betreibern verbietet, solche Kraftwerke stillzulegen. Doch ewig wird man solche „Zombie-Einheiten“, die nicht leben können und denen man das Sterben trotzdem verbietet, nicht am Leben erhalten lassen. Besonders grotesk, aber von den Mainstream-Medien geflissentlich ignoriert ist die Tatsache, dass auch 2013 trotz weiter gestiegener Produktion von „EE-Strom“ die CO2-Emissionen bei der Stromproduktion sogar erneut gestiegen sind, und zwar von ca. 352 auf ca. 354 Mio. Tonnen, Bild 2.

Bild 2: Trotz ständig weiter steigender Kosten ist keine Reduzierung der CO2-Emissionen bei der Stromproduktion festzustellen

Fazit: Der deutschen Politik fehlen sowohl der Wille als auch die Kraft, diese von ihr verbockte und inzwischen völlig aus dem Ruder gelaufene Entwicklung aufzuhalten oder gar zurückzudrehen. Stattdessen gibt man weiter immer der gerade am lautesten schreienden Lobbygruppe nach und meint, sich dadurch Zeit erkaufen zu können. Doch diese Methode des „sich-durchwurstelns“ kann angesichts der immer drängender werdenden Probleme auf Dauer nur ins Chaos führen. Der Strompreisanstieg wird weiter voranschreiten und die Industrie wird zunehmend Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Völlig richtig merkt SPON hierzu an: „Dieser Kostenschub ließe sich nur durch grundsätzlichere Reformen stoppen – eine Art Masterplan für der gesamten deutschen Kraftwerkspark, den Ausbau der Stromnetze und die Verlagerung des Verbrauchs in stromreiche Zeiten umfasst. Ein solcher Masterplan fehlt bislang, die wahren Kostentreiber geht Schwarz-Rot nicht an.“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Bild 3 zeigt, wie sich die reale Belastung deutscher Haushalte aus den 20-Jahres-Verpflichtungen des EEG in den nächsten Jahren weiter entwickeln dürfte.

Bild 3: Bisheriger Verlauf, Prognose bis 2017 (blau) sowie bis 2020 weitergeführte Trendberechnung (gelb) der tatsächlichen kumulierten EEG-Belastungen für einen vier-Personen-Haushalt

Fred F. Mueller

Quellen:

[AMEL] Ameling, D. Auswirkung des deutschen Energiekonzepts auf die deutsche Wirtschaft . Vortrag, VII. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-7), Steigenberger Hotel Mannheimer Hof, Mannheim. 10. April 2014.

[LANG] http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/energiewende-arbeitsplatzvernichter-erneuerbare-energien/

[SPON] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/energiegipfel-bringt-zugestaendnisse-und-viele-offene-fragen-a-962043.html




Kein Aprilscherz- O-Ton Umweltministerin Hendricks: „Klimawandel findet täglich statt!“

….Als Reaktion auf die -im Gegensatz zu allen Beobachtungen- stehenden Alarmmeldungen der Arbeitsgruppe II des IPCC, die gestern der panikmüden Öffentlichkeit in Yokohama vorgestellt wurden, proklamierte sie:

"Der Klimawandet findet täglich statt"

Leider wieder einmal wurde ein Minister oder eine Ministerin – die vermutlich ihren Doktortitel redlich erschrieben hat- von ihren Staatssekretären oder sonstigen Beratern nicht darüber informiert, dass Klima als lokales Wettergeschehen über lange Zeiträume definiert ist. Die World Meteorological Organization (WMO) bestimmt eine Klimazeitspanne mit mindestens 30 Jahren. Alles andere ist Wetter oder Witterung. Und nur Wetter findet täglich statt. Und das will sie nun schützen. Sie wurde offensichtlich auch nicht darüber informiert, dass Klima und Wandel von Anbeginn der Zeiten zwei Seiten derselben Münze sind.

Bei der Auswahl ihrer Staatssekretäre müssen daher andere Maßstäbe gegolten haben, als die, durch Fachwissen gestützten Rat und Hilfe geben zu können. Beispielsweise Staatssekretär Jochen Flasbarth – ehemals Präsident des Umweltbundesamtes, dass insbesondere durch eine Hexenjagd auf missliebige Journalisten (und auch EIKE) auffiel- zeichnet sich eher durch grüne Linientreue und hingebungsvolle Unterstützung seiner Alma Mater dem NABU aus, als durch Fachwissen in Klima- oder gar Energiefragen. Sein Studium beendete er als Diplom-Volkswirt, um dann die Karriereleiter in stramm grünen Ökoverbänden nach oben zu klettern.

Doch zurück zu unserer Ministerin. Die will allen Ernstes den "täglichen" Klimawandel mit wärmenden Textilien bekämpfen und legt dazu ein "Sofortprogramm" auf. Da steht u.a. drin und "fördern" will sie das auch: "Deutsche sollen weniger heizen" 

Wir wüssten noch ein paar weitere, sofort helfende Maßnahmen, um den täglichen Klimawandel zu bekämpfen. Als da wären:

♦ Gemeinschaftsküchen

um den Energieverbrauch beim täglichen Kochen zu verringen

♦ Wärmestuben für mindestens 80 % der Bevölkerung

um die Heizenergiemengen drastisch zu mindern.

♦ Arbeitsdienst bei schwerer körperlicher Arbeit z.B. beim bearbeiten von Energiepflanzen

macht warm und nützt dem Weltklima

♦ Gemeinschaftsschaftsschlafsäle für mindestens 50 % der Bevölkerung

vorzugsweise von Familien mit Kindern, (da kann man schön kuscheln), zur Einsparung von Heizenergie.

♦ Rationierung von Kohle, Öl und Gas sowie Elektrizität durch "Smart Meter"

…die Liste ist nicht vollständig

Damit ließe sich die im Sofortprogramm geplante Einsparung von CO2 am schnellsten und sichersten erreichen. Nur einen winzigen Schönheitsfehler hätten diese Maßnahmen. Deutschland könnte sich nicht mehr als Vorreiter feiern lassen. Diese Ehre gebührte Nordkorea!

Zum Abschluss doch noch ein echter Aprilscherz! Der Tagesspiegel Autor Harald Schumann versteht es vortrefflich uns alle in den April zu schicken.

Die Energiewende, Modell für die Welt

Kein Industrieland zieht bislang so entschiedene Konsequenzen aus dem Klimawandel wie Deutschland. Die Regierung darf den Saboteuren der Energiewende nicht nachgeben. EIN KOMMENTAR VON HARALD SCHUMANN




Earth Hour – Wir machen das Licht an!




Die Dosis macht das Gift -auch bei Strahlung!

Die LNT Hypothese bedeutet, dass jede noch so kleine Strahlendosis ein Gefahrenpotential darstellt und wurde auf der Basis eines damals nicht bekannten Selbstheilungs-Mechanismus der Zellen eingeführt.  

Da in wachsender Zahl über Untersuchungsergebnisse berichtet wird, die zeigen, dass schwache Dosen ionisierender Strahlung nicht nur keinen nachweislichen Schaden anrichten sondern im Gegenteil gesundheitsfördernd sein können, steht die LNT Hypothese auf zunehmend unsicheren Füssen und sollte dringend überarbeitet werden, um eine unnötige Verunsicherung der Bevölkerung zu vermeiden1-3.  

Immerhin wird in über 3000 Berichten über einen positiven Gesundheitseffekt kleiner Strahlungsdosen berichtet  (Luckey4).  

Die allgemein existente Angst der Bevölkerung  vor jeder Art von Strahlung behindert den medizinischen, wissenschaftlichen und technischen Einsatz von Prozessen, bei denen ionisierende Strahlung entsteht, vernichtet Menschenleben und führt zur Vergeudung von Billionen € für Stilllegungen von Kernkraftwerken, Rückbau von Anlagen, Abfallmanagement von radioaktivem Material, Umstellung der Energieversorgung etc.

Ionisierende Strahlung erzeugt Radikale, d.h. kurzlebige Molekülbruchstücke, die Körperzellen und Erbgut beeinträchtigen können. Es gibt keinen Zweifel daran, dass hohe Dosen  stark gewebeschädigend sind. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Strahlungsdosen unter einem Schwellenwert von 200 mSv nicht nur keine Gesundheitsschäden verursachen, sondern im Gegenteil gesundheitsfördernd sein können. Die Tatsache, dass die Menschheit seit dem Beginn ihrer Entstehung einer kontinuierlichen Bestrahlung mit ionisierenden Strahlen ausgesetzt ist, ließ auch kaum ein anderes Ergebnis erwarten.

Molekularbiologen führen diesen Vorgang darauf zurück, dass geringfügige Strahlungseinflüsse einen Reparaturprozess am DNA- Molekül aktivieren, der auch vor zukünftigen Schäden schützt.

Als Risiko hat die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Schäden  nach einer Strahleneinwirkung bei der Einzelperson durch eine einfache Formel:

R = 0,05/1Sv

festgelegt.

Sie gilt ohne Schwellenwert und ohne zeitliche Begrenzung.

Diese Formel sagt aus, dass bei einer Ganzkörperbestrahlung  von 1 Million Menschen  mit 4 mSv  innerhalb der nächsten Jahrzehnte 200 Menschen (0,02 %) zusätzlich von Leukämie oder Krebs befallen werden. Zur richtigen Einordnung dieser auf den ersten Blick erschreckenden Zahl muss allerdings berücksichtigt werden, dass allein 2010 in Deutschland 220.000 Menschen an Krebs starben. Bei einer Bevölkerung von 80 Millionen also 2,75%. Die Rechnung ergibt also eine Erhöhung von 2,75% auf 2,77%, wenn alle zusätzlichen Krebserkrankungen tödlich enden. Solche Unterschiede sind statistisch kaum zu ermitteln.

Die Formel regt jedoch auch zu missbräuchlichen Interpretationen an, da das relativ kleine Risiko, multipliziert mit einer großen Bevölkerungszahl eine große Zahl von „Krebsopfern“ ergibt, mit denen Horrorszenarien aufgebaut werden. Aus 1 Million Menschen, die nach einer Bestrahlung mit 1 Sv jeweils mit einer Wahrscheinlichkeit von  0,05% betroffen sind, werden reale 500 Krebstote. Oder noch abstruser : Der radioaktive Niederschlag  nach den Kernwaffentests hat angeblich zu einer Erhöhung der Hintergrundstrahlung auf der Erde um 1 mSv geführt, bei 7 Milliarden Menschen auf der Erde also zu 350.000 zusätzlichen Krebstoten.

Da von der ICRP einer über lange Zeit aufsummierten Dosis das gleiche Risiko zugeordnet wird wie einer kurzzeitigen Belastung gleicher Stärke, muss die LNT Hypothese bei geringen Dosen auch aus einem weiteren Grund zu falschen Ergebnissen führen. Das Immunsystem eines  lebenden Organismus kann einen Schaden umso besser abwehren kann, je länger die Zeit ist,  über die die Dosis verteilt ist.

Diese Erfahrungen sind bei Beeinflussung durch Licht, Chemikalien, Bakterien und Viren bekannt, nur bei der Strahlung wird dieser Effekt offiziell nicht zur Kenntnis genommen, obwohl der menschliche Organismus auf der Erde überall einer ionisierenden Bestrahlung ausgesetzt ist, die in Deutschland5 für jeden Einwohner im Mittel ca. 4 mSv pro Jahr beträgt.

Die in Deutschland lebenden 80 Millionen Menschen  erhalten damit bis zu ihrem 80. Lebensjahr im Mittel (40 Jahre) eine Dosis von ca. 160mSv. Nach der Formel des ICRP müssten  in Deutschland durch ionisierende Strahlung jedes Jahr  pro  Million Einwohner 8000 Menschen jährlich  von  Leukämie oder Krebs neu befallen werden, also insgesamt 640.000 Menschen. Bei einer Heilungsrate von 50% würden 320.000 Todesfälle pro Jahr in Deutschland allein auf den Einfluss ionisierender Strahlung zurückzuführen sein. Laut deutscher Krebsstatistik und einer Harvard- Untersuchung6 sind jedoch nur 1,5% der 2010 durch Krebs erfolgten 220.000 Todesfälle auf die Einwirkung ionisierender Strahlung zurückzuführen, also 3300 Todesfälle, 1% des Vorhersagewertes nach dem ICRP Modell!

Dieser Widerspruch allein sollte zum Nachdenken darüber anregen, ob die LNT Hypothese ohne Einschränkung gilt.

Geringe Dosen schädlicher oder giftiger Substanzen  können eine positive Wirkung auf den Organismus haben, ein Effekt, der in der Medizin unbestritten ist und zur Heilung eingesetzt wird. Die Giftwirkung setzt erst ein, wenn eine gewisse spontan eingenommene Dosis überschritten wird. Auch über einen Gewöhnungseffekt des menschlichen Organismus an geringe Dosen besteht kein Zweifel. Wenn das nicht so wäre, würde jedes Glas Wein ein Schritt in Richtung Selbstmord durch Alkohol sein, was ein übermäßiger Alkoholgenuss ohne Zweifel ist.

Dem Menschen wird jedoch dieser Schutzmechanismus bzgl. der  radioaktiven Strahlung abgesprochen, obwohl er seit Beginn seiner Existenz auf der Erde einer anfänglich weitaus höheren Bestrahlung ausgesetzt war und immer noch ist. Kaum eingegangen in die Betrachtungen des ICRP ist die Tatsache, dass in einigen Gegenden der Welt die in Deutschland vorherrschende Bodenstrahlung von 0,47mSv deutlich überschritten wird und Werte von 10 mSv! erreicht (Monazit-Abbaugebiete in Kerala, Indien), ohne feststellbar erhöhte Krebs- und Leukämieraten.

Doch nicht nur in Indien findet man bewohnte Gebiete mit hoher natürlicher Strahlung. Yangjiang in China, Guarapari in  Brasilien und Ramsar im Iran sind weitere bekannt Gebiete mit sehr hoher natürlicher Strahlung.

In Ramsar liegt die mittlere Strahlenbelastung bei 10 mGy pro Jahr, einige Gebiete der Stadt mit ca. 2000 Einwohnern weisen eine Strahlenbelastung bis zu 260mGy pro Jahr aus.

Eine Strahlendosis von 100 mSv pro Jahr stellt nach deutschen Richtlinien den Eingreifrichtwert für eine Umsiedlung der betroffenen Bevölkerung dar, da angeblich mit einer steigenden Krebsrate und Genschäden zu rechnen ist. Die Bewohner von Ramsar leben seit vielen Generationen mit dieser hohen Hintergrundstrahlung, die nach dem LNT- Modell genetische Abnormitäten und ein erhöhtes Krebsrisiko bedeuten. Da im allgemeinen davon ausgegangen wird, dass ca. 1,5% aller Krebsarten von ionisierender Strahlung hervorgerufen werden, müssten im Laufe der Zeit alle Einwohner Ramsars bereits an Krebs gestorben sein. Die Untersuchungen von S.M.J. Mortazavi, M. Ghiassi-Nejad, P.A. Karam, T. Ikushima, A. Niroomand-Rad, J.R. Cameron7 zeigen jedoch bei zytologischen Untersuchungen keine signifikanten Unterschiede im Vergleich zu Menschen, die unter normalen Umweltverhältnissen leben.

Im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht zeigen viele  Versuche mit geringen Strahlendosen einen positiven Effekt bezüglich Schutz vor bzw. Verlangsamung einer Krebsausbreitung bei Tierversuchen, wie in den Veröffentlichungen von Sanders8, Doss9, Jolly und Meyer10 berichtet wird.

In seiner Arbeit: „The health effect of low dose ionizing radiation“ zeigt Luckey11 dass ein optimaler Gesundheitszustand bei Säugetieren bei einer Strahlenbelastung von 60 mSv/y erreicht wird, dass das Lungenkrebsrisiko mit steigender Radonbelastung  amerikanischer Häuser zurückgeht (Cohen12), dass die Krebs-Mortalitätsrate mit steigender Dosis schwacher Strahlung sinkt und dass mit steigender natürlicher Strahlenbelastung mit rückläufigen Krebserkrankungen zu rechnen ist (Nambi et all13).

In die gleiche Richtung weisen die Ergebnisse einer  Untersuchung in Taiwan14 . Dort wurde 1980 in Taipeh mit Co-60 (Halbwertzeit 5,3 Jahre) kontaminierter Stahl in Wohngebäuden verbaut. Erst nach 20 Jahren wurde dieser Fehler festgestellt.

Die anfängliche Bestrahlung erreichte bis zu 900 mSv!! pro Jahr und ließ entsprechend der Halbwertszeit in den Jahren nach. Die mittlere Dosis für alle betroffenen Personen wird mit 400 mSV pro Jahr angegeben.

Der Gesundheitszustand der Bewohner wurde nach Bekanntwerden des Baufehlers eingehend auf Krebs, Leukämie und Missbildungen untersucht. Die folgende Abbildung zeigt den Einfluss der Bestrahlung auf die Krebs-Sterberate im Vergleich zum allgemeinen Verlauf in Taiwan.

Die mittlere Mortalitätsrate für Krebs lag in Taiwan in den Jahren zwischen 1983 und 2002 bei 116 Toten auf 100000 Personen- Jahren. Das bedeutet z. B. für 10.000 Personen in einem Zeitraum von 20 Jahren (10000*20*116/100000) erwartete 232 Tote. An Krebs starben von den Bewohnern jedoch nur 3% dieser erwarteten Zahl, obwohl Untersuchungen von S.I Hwang et.all15. zeigten, dass ein Krebsbefall in dieser Gruppe nicht  ausgeschlossen ist. Von 7271 Menschen mit 101560 Personen- Jahren  unter einer mittleren Strahlenbelastung  von 47,8 mSv im Bereich von 1- 2363 mSv wurden 141 Krebsfälle diagnostiziert.  

Obwohl viele der Bewohner über lange Zeit eine sehr hohe Strahlendosis erhalten hatten, wurden keine nachteiligen Krankheitssymptome, wie Strahlenkrankheit, deutlich steigende Krebsrate oder Missbildungen beobachtet. Auch Chromosom- Veränderungen konnten ausgeschlossen werden.

Diese Ergebnisse sind ein weiteres Beispiel dafür, dass lebende Organismen in der Lage sind, Schäden durch ionisierende Strahlung zu reparieren und Schutzmechanismen auch gegen Zellschädigungen durch andere Ursachen aufzubauen.

Im Gegensatz zum Anstieg der Krebsrate bei kurzzeitig sehr hohen Dosen (größer 2 Sv), der bei Personen beobachtet wurde, die durch Atombomben geschädigten waren, wurde in Taiwan ein positiver Effekt bzgl. der Gesundheit bei geringeren Dosen schon kurze Zeit nach der Bestrahlung beobachtet, wie die obige Abbildung zeigt.

Diese Ergebnisse widerlegen die allgemein verbreitete und politisch verankerte Annahme, dass jede auch noch so kleine Dosis potentiell schädlich ist. Die Konsequenzen für alle Risikoanalysen in Bezug auf ionisierende Strahlung bei der Anwendung der Kerntechnologie in Medizin und Technik liegen auf der Hand und relativieren die in Deutschland allgemein verbreitete Ansicht,  Strahlung sei grundsätzlich gesundheitsschädlich.

Das Gegenteil scheint Realität zu sein, geringe Strahlungsdosen scheinen eine aussichtsreiche Waffe gegen Krebs zu sein und könnten für eine deutliche Reduktion der Sterblichkeitsrate sorgen.

Eine seriöse Überprüfung der LNT Hypothese ist angesagt.

Anstatt aus Angst vor Strahlenschäden Milliarden für die „Energiewende“ auszugeben und sich bzgl. der Energieversorgung mit „Erneuerbaren Energien“ ins Mittelalter zurückzubewegen, sollte man diese Erkenntnisse ernsthaft überprüfen und die Strahlenschutzverordnungen entsprechend anpassen. Die Einführung eines Schwellenwertes, bis zu dem keine Strahlenschäden sondern im Gegenteil  positive gesundheitliche Auswirkungen zu erwarten sind, würde die Strahlenschutzmaßnahmen drastisch vereinfachen und Billionen € einsparen, Mittel, die erheblich sinnvoller zur Lösung sozial- und wirtschaftspolitischer  Probleme eingesetzt werden könnten.

Über den Autor:

Dr. Jürgen Langeheine ist Diplomphysiker. Sein beruflicher Werdegang verschaffte ihm ein breites Wissen in Physik, Chemie und Verfahrenstechnik. Als  langjähriger Vorsitzemder der Geschäftsführung  der BASF- Magnetics/ EMTEC sind ihm wirtschaftliche Zusammenhänge geläufig. Dr. Langeheine ist Autor des Buches „ Energiepolitik in Deutschland- das Geschäft mit der Angst“

Zusammen mit seiner Frau wohnt er in Gauting bei München.

Literatur:

1. K. Becker, E. Roth: Zur Wirkung  kleiner Strahlungsdosen : atw (10) 616-620, 1998

2. K. Becker: LNT or not LNT that ist he question, Strahlenschutzpraxis 2/2006 ,44-48

3. K. H. Weber: Kritik an der linearen Extrapolations- Hypothese biologischer Strahlenwirkungen

    http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2000/07/03_weber_kh.pdf

4. T.D.Luckey, Abundant health from radioactive waste: IntJ LowRadiation 5, 71-82, 2008

5. J. Langeheine: Energiepolitik in Deutschland-das Geschäft mit der Angst, Athene- Media Verlag , ISBN 978-3-86992-054-2

6. Harvard Reports on Cancer Prevention 1996

7. S.M.J. Mortazavi, M. Ghiassi-Nejad, P.A. Karam, T. Ikushima, A. Niroomand-Rad, J.R. Cameron, Int. J. of Low

    Radiation, 2006 Vol.2, No.1/2, pp.20 – 27

8. Charles L. Sanders: Radiation Hormesis and the Linear No Threshold Assumption

   Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-03719-1

9. M. Doss, Dose Respose, 10;584-592, 2012

10. D. Jolly, J. Meyer, A brief review of radiation hormesis, Austral.Phys. EngSci Med 2009; 32; 180-7

11. T.D.Luckey,The health effect of low dose ionization radiation: J. of American Physicians and surgeons Vol. 13, 2, 39-42

12. B.L. Cohen, The test of  the linear no thresthold theory of radiation carcinogenesis for inhaled radon decay products,

     Health Phys 1995:68:157-174

13. KSV Nambi, SD Soman. Environmental radiation and cancer deaths in India. Health Phys  1987;52:653-666

14. Dose Response. 2006 Aug 25;5(1):63-75.doi:10.2203/dose-response.06-105.

      Effect of cobalt-60exposure on health of Taiwan residents suggest new approach needed in radiation protection

     Chen WL, Luan YC, Shieh MC, Chen ST, Kung HT, Soong KL, Yeh YC, Chou TS, Mong SH, Wu JT, Sun CP, Deng

     WP, Wu MF, Shen ML.

15. S.L. Hwang,H.R.Guo, W.A.Hsieh, J.S.Hwang, S.D. Lee, J.L.Tang, C.C. Chen, T.C. Chang, J.D. Wang, Dr. W. P. Chang

     Intern. J. rad. Boil. 2006 Vol 82 no. 12 ,848-858

*Die Strahlenbelastung wird in Gray Gy ( J/ kg) gemessen und gibt die Strahlungs-( Energie-) Dosis an, die von 1 kg des bestrahlten Materials absorbiert wird. Üblicherweise wird jedoch die biologische Wirksamkeit einer Strahlung mit der Äquivalentdosis bewertet. Diese ist das Produkt aus der Energiedosis und einem dimensionslosen Strahlungsgewichtungsfaktor q und wird in Sv (Sievert) gemessen. da sich der Zahlenwert der Dosisgröße durch den Strahlungswichtungsfaktor auch ändern kann, werden für Energiedosen Gray verwendet, für gewichtete Dosisgrößen Sievert . Der Strahlungsgewichtungsfaktor beträgt für Gamma – Strahlung 1, für Alpha- Strahlung 20. Die Dosisleistung, also die Strahlenbelastung pro Zeiteinheit wird dann durch Gray pro Jahr (Gy/a) oder Sievert pro Jahr (Sv/a) beschrieben. Da 1 Gy oder 1Sv eine sehr hohe Strahlenbelastung darstellt, werden diese Strahlenbelastungen in mGy oder mSv angegeben.




Der IPCC Bericht der Gruppe II, die WMO, die Stagnation und das sechstwärmste Jahr

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, selbst schwer grün eingefärbte mediale Dauertalker kommen an der seit 17 Jahren stagnierenden globalen Mitteltemperatur nicht mehr vorbei. Also muss erneut Alarm gegeben  werden. Und was eignet sich besser dazu als die „Alarmmeldung“, dass das Jahr 2013 weltweit das sechstwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sei. Da durfte auch Frau Inge Niedeck bekannte Klimaalarmistin des ZDF nicht fehlen, die in ihrer Freude, über diese Schreckensmeldung im 3-Sat Fernsehen mal eben Australien nach Südeuropa verlegte.  Lesen Sie was es mit dem schrecklichen sechstwämsten Jahr auf sich hat.

Videoausschnitt der 3 Sat Wettersendung mit Frau Inge Niedeck zum 6. wärmsten Jahr. Mit Dank an Spürnase R. Hoffmann

Die WMO, das sechstwärmste Jahr und die Stagnation

von Rudolf Kipp tlw. ergänzt von EIKE Redaktion

Die Weltorganisation für Meteorologie hat (WMO) hat gestern ihren Jährlichen Bericht zur Klimaentwicklung vorgestellt. Wer, wie die meisten Leser hier, die Entwicklung der globalen Temperaturen mehr oder weniger regelmäßig verfolgt, für den kommt die Hauptbotschaft des Reports nicht überraschend. Die seit etwa 1998 andauernde Stagnation beim Anstieg der Globaltemperaturen hat sich auch im Jahr 2013 weiter fortgesetzt. Die Grafik rechts zeigt die Entwicklung der Globaltemperatur seit 1997  nach unterschiedlichen Messdaten.

Stagnation beim Temperaturanstieg kein Thema

Zugegeben, von der Stagnation erfährt man lediglich in dem dem Bericht zugrunde liegenden Daten, nicht im Bericht selbst. Die WMO, die ebenso wie das IPCC eine Organisation der UNO ist, wählt ihre Formulierungen dann doch lieber so, dass der Umstand dass es seit über 15 Jahren nicht mehr wärmer wird nicht so deutlich auffällt. In der Presseerklärung wird der Begriff Stillstand (Hiatus) nicht einmal erwähnt. Dort heißt es stattdessen:

The report confirmed that 2013 tied with 2007 as the sixth warmest on record, continuing the long-term global warming trend.

(…)Thirteen of the fourteen warmest years on record have all occurred in the 21st century, and each of the last three decades has been warmer than the previous one, culminating with 2001-2010 as the warmest decade on record.

An diesen Aussagen ist zunächst einmal nichts falsch. seit 1850 ist es etwa 0,9 °C wärmer geworden.

Die Erwärmung fand, wie in der Grafik oben (aus die kalte Sonne) und unten (aktuelle Grafik) gut erkennbar, in drei Schüben statt. Von 1860 bis 1880, von 1910 bis 1940 und von 1975 bis ungefähr 2000.

Seit 1998 befindet sich die globale Temperatur auf einem Plateau, es wird weder wärmer noch kälter. Das was die WMO beschreibt, also dass 13 der 14 wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert liegen (einzige Ausnahme 1998) und dass damit sämtliche Jahre ab 2000  irgendwo in den Top 14 der letzten 160 Jahre liegen, ist schließlich genau das, was man bei einer Stagnation auf hohem Niveau erwarten würde.

Extremwetter als neue Drohkulisse

Der Hauptaugenmerk des diesjährigen Klimareports liegt allerdings nicht auf der Temperaturentwicklung, die wie gezeigt ja auch wenig besorgniserregend rüberkommt. Stattdessen wird schon im Titel angekündigt, worum es an Stelle der Temperatur gehen soll, nämlich Extremwetter-Ereignisse (“WMO Annual Climate Statement Highlights Extreme Events”). Und da wird dann auch die gesamte Klaviatur des Schreckens gespielt:

“The year 2013 once again demonstrated the dramatic impact of droughts, heat waves, floods and tropical cyclones…”

Wobei nicht direkt gesagt wird, dass die Dürren, Hitzewellen, Fluten und tropischen Wirbelstürme nun tatsächlich auf den Klimawandel zurückzuführen wären. Es wird jedoch sehr sehr deutlich impliziert.

“…many of the extreme events of 2013 were consistent with what we would expect as a result of human-induced climate change.”

Wenn man nämlich genauer hinschaut wird deutlich, dass der postulierte Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Zunahme jeglicher Unbillen des Wetters statistisch kaum bis gar nicht gesichert ist. Selbst der Weltklimarat IPCC hat in seinem letzten Sachstandsbericht diesbezügliche Aussagen aus den vorherigen Berichten deutlich zurückgenommen und sieht wenig bis kaum Belegbares. Aus Kapitel 2 des IPCC AR5:

♦  “Overall, the most robust global changes in climate extremes are seen in measures of daily temperature, including to some extent, heat waves. Precipitation extremes also appear to be increasing, but there is large spatial variability”

  “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century”

  “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century … No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin”

  “In summary, there continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale”

 “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems”

  “In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century due to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. ”

 “In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low”

Starke Stürme – dünne Daten

Besonders hervorgehoben wird in der WMO Presseerklärung der Taifun “Haiyan”, der im letzten Jahr auf den Philippinen große Verwüstung angerichtet hatte. Wobei sich die WMO dabei auf recht dünnes Eis begibt. Denn auch wenn solche Stürme“konsistent mit dem sind was man wegen der menschengemachten Erwärmung erwarten würde” sind, spricht doch der gemessene Trend der letzten Jahre eine völlig andere Sprache. Obwohl es seit den frühen 70er Jahren unbestreitbar wärmer geworden ist, ist bei der Energie und Anzahl der tropischen Stürme in diesem Zeitraum eher ein Rückgang als ein Anstieg zu erkennen (Abbildungen links, klicken zum  vergrößern).

Diese Daten sind auch der WMO bekannt, weshalb auch nicht explizit gesagt wird, die (menschengemachte) globale Erwärmung wäre für einen Anstieg von Anzahl oder Intensität von tropischen Wirbelstürmen verantwortlich. Dort wird das Ganze etwas vorsichtiger formuliert:

“We saw […] more damage from storm surges and coastal flooding as a result of sea level rise – as Typhoon Haiyan so tragically demonstrated in the Philippines,” said WMO Secretary-General, Mr Michel Jarraud.

Es war demnach also der Anstieg des Meeresspiegels, der den Taifun Haiyan erst so verheerend gemacht hätte. Diese Aussage verdient eine nähere Betrachtung. Schließlich liegt Rate des Meeresspiegel-Anstiegs global irgendwo bei 20 bis 30 cm in 100 Jahren, mit starken regionalen Schwankungen.

Glücklicherweise gibt es ziemlich genau in der Bahn des Taifuns Haiyan über die Philipinen die Pegelstation Cebu. Dort wird seit 1947 ununterbrochen der Meeresspiegel gemessen (Abbildung links, klicken zum vergrößern). Der Anstieg in den letzten 60 Jahren betrug dort insgesamt kaum 10 cm. In den letzten 15 Jahren war überhaupt kein Anstieg mehr zu beobachten. Es scheint also so, als würden diese Daten die Behauptung der WMO eher nicht stützen, es sei denn man glaubt daran dass ein 10 Zentimeter höherer Meeresspiegel einen signifikanten Einfluss auf die Zerstörungskraft eines Taifuns hat.

Bei der Berichterstattung über das Klima, beziehungsweise den Klimawandel, zeichnet sich in den letzten Jahren verstärkt der Trend ab, dass kaum noch über die Temperaturentwicklung gesprochen wird. Was kaum wundert, gibt es dort in letzter Zeit doch kaum etwas zu berichten, was auf den katastrophalen Klimawandel hindeutet mit dem uns seit Jahren gedroht wird. Stattdessen wird  die Zunahme von “Extremwetter” als neue Drohkulisse aufgebaut.

Und das oft auch mit Erfolg. Zum Teil weil es sich dabei um eine statistisch weit schwieriger zu fassende Größe als die Temperatur handelt. Das Wetter ist nie im eigentlichen Sinne normal, und wenn uns das normale, also dass beinahe ständig irgendwo außergewöhliche Wetterphänomen wie Überschwemmungen, Dürren, Hitze, Kälte, Sturm und Flaute stattfinden, als eine Zunahme von Extremen verkauft wird, dann sind offenbar viele geneigt das erst einmal zu glauben. Wobei sicher auch die Medien bei der Wahrnehmung, das Wetter würde immer extremer, eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Über kaum etwas wird dort so geren berichtet wie über Wetterkatastrophen und deren sicher geglaubte Verbindung zum Klimawandel.

Bei der Veranstaltung “Die Klimadebatte und ihre Folgen” waren sich die anwesenden Klimawissenschaftler Hans von Storch und Andreas Hense in einem Punkt besonders einig. Die Klimawissenschaft steckt in einer Glaubwürdigkeitskrise, weil in der Vergangenheit, und zum Teil noch heute, die Folgen eines möglichen Klimawandels übertrieben dargestellt wurden und weil wissenschaftlich strittige Ergebnisse als gesichertes Wissen verkauft worden sind. Bei der WMO scheint diese Erkenntnis, dass ein solches Vorgehen langfristig immer nach hinten losgeht, noch nicht angelangt zu sein.

Der Bericht erschien zuerst bei ScienceSceptical