Korrelation der Einspeisung aus Windkraftanlagen macht Grundlastfähigkeit in Deutschland unmöglich

Beim derzeitigen Ausbau sind alle Wind- und Solarenergieanlagen in Deutschland zusammen nicht grundlastfähig. Eine entsprechende populärwissenschaftliche Untersuchung wurde vom Verfasser im Internet unter www.vernunftkraft.de/statistik/ veröffentlicht. Dort wurde die Aussage getroffen, „dass die gesicherte Leistung aller Windkraftanlagen in Deutschland zusammen mit Null anzusetzen ist.“ Dieser Fall ist inzwischen eingetreten, als die gesamte Windleistung am 13. März 2014 auf 34 MW (das ist ein Promille der installierten Kapazität bzw. Nennleistung von 34.000MW) abgesunken ist. Der praktische Totalausfall der Windkraft ist also in Deutschland inzwischen eingetreten.
An diesem Konsens unter Technikern und Wissenschaftlern ist nicht zu rütteln, schließlich sind die Einspeisekurven aller Windkraftanlagen in Deutschland öffentlich zugänglich.
Es ist daher nicht verwunderlich, wenn es hier nur „vage Aussagen“ in einschlägigen Studien gibt. Um diese Tatsache drückt sich die versammelte Lobby mit ihren nachgeordneten Instituten mit halbkonkreten Allgemeinplätzen herum.

Führt ein Ausbau der Windenergie zur Glättung der Einspeisung?

 In der Bewertung des weiteren Ausbaus auf eine Vergleichmäßigung der Einspeisung gehen die Einschätzungen unter Wissenschaftlern weit auseinander. Dem Sinne nach vertritt etwa das IWES in Kassel die Auffassung, dass ein weiterer Ausbau zur Glättung und damit zur Vergleichmäßigung der Einspeisung führt. So heißt es in der am IWES in Kassel verfertigten „Agora Kurzstudie zur Entwicklung der Windenergie in Deutschland“ z. B.: „Eine großräumige Verteilung der Anlagen führt folglich zu einer Glättung der Einspeisung.“
Wer sich jemals mit mathematischer Statistik befasst hat, sieht „auf den ersten Blick“, dass diese These mathematisch unhaltbar ist. Die Streuung oder Variabilität einer zufälligen Größe wie etwa die geworfene Augenzahl einer Folge von 50 Würfen mit einem Würfel wird in der Mathematik durch die sogenannte Varianz „gemessen“. Wenn man nun dieses Würfel-Experiment mit 2 Würfeln durchführt (und damit den Ausbau der Windkraft in dieses Experiment einbezieht, weil mit mehr Würfeln gewürfelt wird) und die Summe der Augenzahlen bildet und die Streuung dieser Summe betrachten, zeigt sich, dass die Streuung (und die Varianz!) der Summe steigt und nicht sinkt. Diese Aussage ist evident, weil die Zahlen bei einem Würfel zwischen 1 und 6, bei zwei Würfen zwischen 2 und 12 schwanken. Dahinter verbirgt sich der Additionssatz für die Varianz der mathematischen Statistik. Er besagt, dass sich die Varianz einer Summe zufälliger Zahlen als Summe der Varianzen der einzelnen Zufallszahlen ergibt. Mit jedem weiteren Summanden steigt die Varianz und damit die Streuung und letztlich die Variabilität.

Die Schlussfolgerung an dieser Stelle lautet zweifelsfrei:

Ein Ausbau der Windkraft erhöht die Streuung der Einspeisung. Die von IWES- Wissenschaftlern aufgestellte Behauptung zur Glättung steht im klaren Widerspruch zu eindeutigen Sätzen der mathematischen Statistik. Die Behauptung ist schlicht falsch!

Wird die Einspeisung durch den Ausbau der Windkraft verstetigt?

Betrachtet man die Frage der gegenseitigen Ergänzung von Windkraftanlagen zu einer „Verstetigung“ der Einspeisung, muss etwas genauer hingesehen werden. Die tieferen Zusammenhänge aus der mathematischen Statistik sind allerdings „etwas kniffliger“ (neudeutsch: more sophisticated): Das geschilderte Würfel-Experiment wollen wir nun mit 3, 4, 5 und schließlich mit einer sehr großen Zahl an Würfeln durchführen und die Summe der geworfenen Augenzahlen dabei betrachten. Diese Summe wollen wir in Gedanken bilden, weil die Einspeisungen aller einzelnen Windkraftanlagen in unserem Verbundnetz völlig analog in jedem Augenblick addiert werden. Wenn wir dieses Experiment mit 50 Würfeln durchführen sind folgende Aussagen unmittelbar klar: 

  • Als Summe wird sich sehr selten die Zahl 50 oder 300 ergeben, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass 50 Mal die Augenzahl 1 oder 6 fallen wird,
  • Die Zahl 175 wird häufig vorkommen, weil es viele Kombinationen aus Augenzahlen gibt, die zu der Summe von 175 führen.

Abbildung  SEQ Abbildung * ARABIC 1 Summe der Augenzahlen bei 50 Würfeln 

Wertet man die Häufigkeitsverteilung dieser Summe aus, stellt man fest, dass diese Summe ungefähr entsprechend der bekannten Normalverteilung nach Gauß verteilt ist. Diese
Erkenntnis ist die Aussage eines fundamentalen Satzes der mathematischen Statistik, des sogenannten „Zentralen Grenzwertsatzes“. Er besagt folgendes: Bildet man die Summe aus einer großen Anzahl zufälliger Zahlen, dann folgt diese Summe einer Normalverteilung umso genauer, je größer die Anzahl der Summanden ist. Beim beschriebenen Würfelexperiment wird also die Summe der Augenzahlen um den Wert 175 schwanken, der kleinste Wert kann 50, der größte Wert kann 300 sein. Würde man die Summe der Augenzahlen als die aus 50 einzelnen Einspeisungen gebildete Summe der Einspeise-Leistungen auffassen, so kann zunächst die Aussage getroffen werden, dass diese gedachte zufällige „Leistung“ grundlastfähig ist, schließlich fällt sie praktisch nie auf den Wert Null ab und schwankt um einen Mittelwert. Der aus 50 Würfen nacheinander gebildete Verlauf der Summe ist in Abbildung 1 dargestellt. Man  erkennt, dass die Summen-Augenzahl um einen Mittelwert schwankt und praktisch nie auf kleine Werte abfällt.

Abbildung  SEQ Abbildung * ARABIC 2 Tatsächliche Einspeisung der Windkraftanlagen in Deutschland 
Nun bildet das elektrische Netz in Deutschland die Summe der Einspeisungen aus 24000 Windkraftanlagen. Die Anzahl dieser Summanden übersteigt also statistisch die hier verwendete Zahl von 50 Würfeln um Größenordnungen. Aufgrund des vorgenannten Würfel-Experiments ist also zu erwarten, dass die Summe der Einspeisungen auf einen gleichmäßigen Kurvenverlauf führt, der dem in Abbildung 1 zumindest ähneln müsste.
Das ist ohne jeden Zweifel nicht der Fall: Der Verlauf der Einspeisung zeigt das bekannte Schwankungsverhalten mit den extremen Ausschlägen der eingespeisten Leistung. Darüber hinaus folgt die Summeneinspeisung aller Windkraftanlagen Deutschland nicht der Normalverteilung nach Gauß (Abbildung 3). Damit steht der Verlauf der tatsächlichen Einspeiseleistung zunächst sehr augenscheinlich im Widerspruch zu den Aussagen, die der Zentrale Grenzwertsatz der mathematischen Statistik für die eingespeiste Windleistung erwarten ließe

Die Übertragung der Resultate aus dem einfachen Würfelexperiment auf die Summeneinspeisung der Windkraftanlagen ist ganz offensichtlich ungerechtfertigt. 

Worin liegt nun der Fehler?

 Zunächst ist die eingespeiste Leistung eines einzelnen Windrads anders verteilt als die Augenzahl beim Würfeln. Letztere ist gleichmäßig verteilt, d. h. jede Augenzahl ist gleich wahrscheinlich = 1/6, entsprechend einer Wahrscheinlichkeit von 16,67%. Bei einem Windrad sind kleine Leistungen sehr viel wahrscheinlicher als große. Das ist allerdings nicht der Grund für die Abweichung der Kurvenverläufe, schließlich kann man den „Zentralen Grenzwertsatz“ der Statistik auf jede Art von Verteilung verallgemeinern.[1]
Der Unterschied zwischen dem Würfelversuch mit 50 Würfeln und der Addition der Einspeisungen aus 24000 (!) Windrädern besteht darin, dass die geworfene Augenzahl eines jeden Würfels mit der eines anderen Würfels „nichts zu tun hat“. Die geworfenen Augenzahlen aller Würfel sind in statistischem Sinne unabhängig voneinander. Diese Aussage gilt für die Einspeisungen der einzelnen Windräder nicht, weil die Windgeschwindigkeit an den verschiedenen Windradstandorten bei praktisch jeder Wetterlage in großen Flächen ähnlich ist, d. h. die einzelnen Einspeisungen sind nicht statistisch unabhängig voneinander. Wenn der Wind im Norden von Hessen stark weht, ist das praktisch immer auch im Süden von Hessen der Fall. Diese Aussage ist bei der üblichen Größe von Tiefdruckgebieten auch naheliegend und gilt sinngemäß für jedes Bundesland. Diese simple Tatsache bewirkt, dass hohe ebenso wie niedrige Einspeisungen praktisch immer gleichzeitig in großen Flächen auftreten. Man sagt, die Einspeisungen sind untereinander korreliert, d. h. im großflächigen Umfeld einer stichprobenartig gewählten Referenzanlage kann man die Einspeisungen aller Anlagen auf diese eine Referenzanlage zurückführen. Wenn man die eingespeiste Leistung einer Referenzanlage kennt, kann man also die Leistungen aller Anlagen im großflächigen Umfeld aus der Leistung der Referenzanlage mit hoher Wahrscheinlichkeit ermitteln. Diese Tatsache ist der Inhalt der statistischen Korrelation. Für die gesamte Fläche von Deutschland entspricht also jede Referenzanlage im statistischen Sinne gerade einem Würfel aus dem Würfelexperiment, womit die Frage gestellt ist, durch wie viele Referenzanlagen die Einspeisung in Deutschland dargestellt, also verstanden werden kann. Diese Zahl bemisst die Intensität der Korrelation. Ist diese Zahl klein, so ist die Korrelation stark ausgeprägt, ist diese Zahl groß, ist die Korrelation eher schwächer. Das Würfelexperiment hat gezeigt: Je größer diese Zahl, desto besser können die Einspeisungen sich untereinander ausgleichen. Ist diese Zahl jedoch klein, ist ein gegenseitiger Ausgleich der Einspeisungen zwar grundsätzlich möglich, die Leistungen können aber immer wieder auf sehr kleine Werte absinken, weil es bei weniger als 5 unabhängigen Referenzanlagen häufig vorkommt, dass die Einspeisung aller Anlagen auf sehr kleine Werte absinkt. In diesem Fall ist die Summeneinspeisung prinzipiell nicht grundlastfähig. In diesem Zusammenhang haben Windkraftanlagen ein weiteres Problem: Niedrige Leistungen kommen sehr häufig vor, sind also sehr wahrscheinlich, hohe Leistungen sind selten, sind also eher unwahrscheinlich. Diese Tatsache schlägt sich dann in der Häufigkeitsverteilung der Summeneinspeisung nieder, die in Abbildung 3 dargestellt ist.

Abbildung  SEQ Abbildung * ARABIC 4 Häufigkeit der tatsächlichen und der aus 3 Referenzanlagen berechneten Einspeisung

Diese Verteilung ist ohne jeden Zweifel nicht nach Gauß normalverteilt, woraus unmittelbar gefolgert werden kann, dass zu deren Analyse eine kleine Anzahl unabhängiger Referenzanlagen ausreicht.
Es lässt sich nachweisen, dass diese  „kleine Anzahl“ lediglich bei 3 liegt, d. h. die gesamte Summeneinspeisung in Deutschland kann auf nur 3 Referenzanlagen zurückgeführt werden. Dieser Zusammenhang ist in Abbildung 4 dargestellt. Die Einspeisungen aller Anlagen sind also untereinander hochgradig korreliert. Obgleich also diese 3 Referenzanlagen  untereinander nicht korreliert sind, können alle 23997 restlichen Anlagen auf diese 3 Referenzanlagen zurückgeführt werden. Die in der genannten Agora Studie auf Seite 13 veröffentlichte Erkenntnis, „dass Anlagen an verschiedenen Standorten sich ergänzen können“ ist sicher korrekt, gleichwohl folgt daraus nicht, dass sich die unterschiedlichen Einspeisungen zu einer Grundlast ergänzen. Wie man in der Mathematik sagt, ist die Bedingung der statistischen Unabhängigkeit zweier Einspeisungen für die Grundlastfähigkeit zwar notwendig, aber nicht hinreichend.
Es kommt nicht darauf an, ob sich einzelne Anlagen an unterschiedlichen Standorten untereinander ergänzen können (also statistisch unabhängig voneinander sind), sondern wie groß die Zahl der Anlagen ist, die an verschiedenen Standorten statistisch unabhängig voneinander sind. Wenn sich die Summeneinspeisung aller Anlagen in Deutschland aktuell auf nur 3 statistisch unabhängige Referenzanlagen zurückführen lässt, kann vernünftigerweise nicht erwartet werden, dass die Anzahl der Referenzanlagen und damit der statistisch unabhängigen Einspeisungen durch den Zubau an Anlagen wesentlich anwachsen wird.
Ein Ausbau der Windkraft kann aufgrund der erwiesenermaßen ausgeprägten Abhängigkeit der Einspeisungen untereinander nicht zu einer Verstetigung der Leistung führen. Die vom IWES im Auftrag von Agora aufgestellte Behauptung wäre zwar wünschenswert, erweist sich aber als unzutreffend und widerspricht dem Zentralen Grenzwertsatz, einem fundamentalen Satz der mathematischen Statistik, der schon 1922 von dem Mathematiker Lindeberg bewiesen wurde.

Fazit:

  

1.     Aufgrund von fundamentalen Sätzen der mathematischen Statistik ist die summarische Einspeisung aus Windkraftanlagen in der Fläche von Deutschland prinzipiell nicht grundlastfähig. Der Ausbau der Windkraft in unserem Land kann und wird daran nichts Wesentliches ändern.

    • 2.     Die Leistungsspitzen werden durch den Ausbau der Windkraft weiter ansteigen und die bekannten Probleme der Überproduktion von nichtverwertbaren Strom mit Auswüchsen wie den sogenannten Negativpreisen an der Börse weiter verschärfen.

      3.     Es gibt keine großtechnisch verfügbare effiziente Speichertechnologie zur Nutzung der ansteigenden Leistungsspitzen, so dass das Stromnetz ohne Kraftwerke im Hintergrund nicht betrieben werden kann. Hierbei ist es völlig gleichgültig, ob diese mit Gas, Braun- oder Steinkohle betrieben werden. Der Ausstieg aus den Kernkraftwerken erzwingt einen Ausbau der konventionellen Kraftwerke. Die mit der Stromproduktion verbundenen Kohlendioxid-Emissionen werden ansteigen und nicht sinken.


    [1] Für den Fachmann: In der mathematischen Literatur ist diese Aussage als Ljapunov- Bedingung bekannt.




    Die Geburt der „Energiewende“ aus der katholischen Häresie

    Der „Leugnerszene“ gehe es nicht um Erkenntnisgewinn, sondern um das Pflegen vorgefasster Meinungen. Das zeige sich schon daran, dass EIKE keinen einzigen wissenschaftlichen Angestellten beschäftigt. Tatsächlich beschäftigt EIKE als ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und kleine Privatspenden finanzierter eingetragener Verein überhaupt keine Angestellten. Die Mitglieder von EIKE sehen sich aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als Wissenschaftler und Ingenieure aber sehr wohl imstande, die offiziellen Verlautbarungen der Klimapolitik auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen und vor der mutwilligen Zerstörung eines bislang zuverlässig funktionierenden Systems der Stromversorgung durch die massive Subventionierung zufallsabhängiger „Erneuerbarer“ zu warnen.
    Warum übernimmt ausgerechnet ein katholisches Hilfswerk die Rolle einer Speerspitze gegen den gesunden Menschenverstand? Bekanntlich spielte der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, eine maßgebliche Rolle in der von Angela Merkel im März 2011 zur Begründung des überstürzten „Atomausstiegs“ nach dem Reaktorunglück von Fukushima eingesetzten „Ethikkommission“. Wer die Klimapolitik seit ihren Anfängen gegen Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verfolgt hat, wird davon nicht überrascht sein. Das bischöfliche Hilfswerk MISEREOR spielte, genau genommen, sogar die Rolle eines Geburtshelfers der deutschen Energiewende. Um die Mitte der 90er Jahre sponserte MISEREOR zusammen mit dem Naturschutzverband BUND die am Wuppertal Institut für Klima-Umwelt-Energie GmbH erstellte Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“, erschienen 1996 im Birkhäuser Verlag, Basel. Dieses 450 Seiten starke Buch wurde rasch zur Bibel der deutschsprachigen Öko-Bewegung. Denn es enthält die Begründung der Forderungen nach einem vollständigen „Atomausstieg“ bis 2010, nach der Verminderung des Primärenergieeinsatzes um mindestens 50 Prozent und der Reduktion des CO2-Ausstoßes um 80 bis 90 Prozent bis zum Jahre 2050. Schon bis 2010 sollten überdies Land- und Forstwirtschaft flächendeckend auf „Öko“ umgestellt sein – ohne auch nur anzudeuten, wie man die wachsende Weltbevölkerung ohne den Einsatz von synthetischem Stickstoffdünger ernähren könnte.
    International fordert die Wuppertal-Studie einen „Ausgleich zwischen Norden und Süden“. Was darunter zu verstehen ist, hat der Ex-Jesuit Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, heute Chefökonom des Potsdam Instituts für Klimafolgen-Forschung und Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe III des IPCC, im Herbst 2010 in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung unumwunden ausgesprochen: „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist“, erklärte Edenhofer. Um den Anstieg der Durchschnittstemperatur der Erde auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, dürften die Menschen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts höchstens noch 750 Gigatonnen CO2 freisetzen. Eine Welt-Kohlenstoffbank müsse den Einsatz kohlenstoffhaltiger Rohstoffe über den CO2-Zertifikate- beziehungsweise Ablass-Handel und die Subventionierung so genannter erneuerbarer Energien dem entsprechend rationieren. Edenhofer erhielt übrigens für seine Arbeit in den Jahren 2007 bis 2010 von MISEREOR einen Zuschuss von 520.000 Euro. Da stört natürlich der Einwand, dass es bis heute keine einzige wissenschaftliche Untersuchung gibt, die einen nennenswerten Einfluss der CO2-Konzentration auf die Durchschnittstemperatur der Erde belegen könnte. Von daher versteht sich der Eifer, mit dem die geistigen Wegbereiter des deutschen Energiewende-Abenteuers versuchen, ihre Kritiker moralisch in ein schiefes Licht zu rücken und mundtot zu machen.
    Dass die Verteufelung des CO2 wenig mit Wissenschaft und dafür umso mehr mit Religion zu tun hat, ist inzwischen beinahe zum Gemeinplatz geworden, zumal der auffällige Eifer deutscher Bischöfe in Sachen „Klimaschutz“ und Energiewende diesen Eindruck sicher nicht dementiert. So hat nun ein deutscher katholischer Theologe bestätigt: „Der Klimadiskurs ist mehr ein ethisch-spiritueller als ein naturwissenschaftlich-technischer Diskurs. (…) Es geht nicht primär um Klimadaten und deren Deutung, sondern um Weltanschauungen und Wertorientierungen.“ Das schreibt Michael Rosenberger, Professor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität im oberösterreichischen Linz, in der humanökologischen Fachzeitschrift GAiA, die unter anderem als Organ der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH) fungiert. Rosenberger sieht in der in Deutschland über Jahrzehnte geschürten Angst vor Radioaktivität, Ressourcenerschöpfung und katastrophalen Klimaveränderungen eine moderne Form der Gottesfurcht, die nach dem Alten Testament der Bibel als die Mutter der Weisheit gilt. Er hält deshalb die den Forderungen nach einer radikalen „Wende“ beziehungsweise „Großen Transformation“ zugrunde liegende apokalyptische Argumentation für vollauf gerechtfertigt. „Angst rüttelt wach, reine Vernunft schläfert ein“, schreibt er. „Klimaschützerische Positionen wollen aus diesem Grund gezielt und mit guten Gründen Angst wecken.“
    Als praktizierender Katholik bestreite ich selbstverständlich nicht, dass die Gottesfurcht die Mutter der Weisheit ist. Sie dient aber in erster Linie dazu, die Menschen Demut zu lehren und sie vor Dummheit infolge von Überheblichkeit zu bewahren. Ich halte deshalb die deutsche Energiewende im Hauruck-Verfahren, weil auf Wissensanmaßung beruhend, für eine weitaus größere Hybris als das von Rosenberger moralisch verurteilte Business as usual, das mir vergleichsweise bescheiden vorkommt, zumal es, wie jeder aus dem Geschäftsleben wissen sollte, durchaus laufende Verbesserungen und auch größere Innovationen einschließt. Diese müssen sich aber, im Unterschied zu politisch dekretierten Festlegungen, auf dem Markt bewähren. Wie die Gottesfurcht, davon bin ich mit Friedrich A. von Hayek überzeugt, kann auch der Markt die Menschen demütig machen.
    Allerdings ist die Demutsforderung beileibe nicht die Kernbotschaft der Bibel. Worin diese besteht, hat meines Erachtens am klarsten der französisch-amerikanische Anthropologe René Girard herausgearbeitet. Ausgehend von literarischen Zeugnissen und von ethnologischen Forschungen kam Girard zur Erkenntnis, dass die Bibel neben der frohen Heilsbotschaft auch den Schlüssel für die wissenschaftliche Erklärung des Ursprungs der Kultur enthält: Wir sind alle Nachkommen Kains, besitzen also einen angeborenen und weitgehend unbewussten Hang, uns ständig mit anderen vergleichen und einander übertreffen zu wollen, was zu konkurrierenden Macht- und Besitzansprüchen führen muss. Physiologische Grundlage dieses Mimetismus sind die so genannten Spiegelneurone.
    Der Ursprung aller Kultur und letztlich auch des Staates liegt nach René Girard in Menschenopfern und Kannibalismus. Er kann sich dabei auch auf Sigmund Freuds Abhandlung „Totem und Tabu“ (1913) berufen, wo dieser Befund allerdings ganz anders interpretiert wird. Alle Ursprungs-Mythen spielen in der einen oder anderen Weise auf den blutigen Ursprung der menschlichen Kultur an. Schon in den Stammesgemeinschaften von Jägern und Sammlern konnten Neid und Zwietracht nur besänftigt und damit die Selbstzerstörung der Gemeinschaft verhindert werden, indem von Zeit zu Zeit Sündenböcke ausgeguckt und geopfert wurden. Das konnten gefangen genommene Angehörige feindlicher Stämme, aber auch Angehörige des eigenen Stammes sein. Das Töten geschah mit gutem Gewissen. Das heißt die Opfer wurden unreflektiert als schuldig betrachtet. In hoch differenzierten Sklavenhalter-Staaten wie im alten Rom oder bei den Azteken in Mexiko wurden Menschenopfer in Form von Gladiatorenkämpfen oder priesterlichen Zeremonien vor großem Publikum ritualisiert. Schon die Versklavung an sich ist eine Form des Kannibalismus, denn die Sklaven wurden ja im römischen Recht nicht als Menschen betrachtet, sondern wie das Vieh als Sache. Einen Fortschritt aus heutiger Sicht stellte da sicher der Ersatz von Menschen- durch Tieropfer bei den Juden dar.
    Das Christentum geht noch einen entscheidenden Schritt weiter, indem es den unbewussten Mechanismus des Auswählens und Hinrichtens von Sündenböcken als Mord an Unschuldigen denunziert. Mit seinem Opfertod am Kreuz, so die Aussage der Bibel, hat Jesus als unschuldiges Opferlamm stellvertretend für alle Sünden der Welt gebüßt und die Menschen vom Fluch Kains erlöst. Weitere Menschen- und Tieropfer sind danach im Prinzip überflüssig. Die Christen sind aufgefordert, Jesu Nachfolge anzutreten, indem sie den unbewussten Mechanismus der Suche nach Sündenböcken in der Eucharistie überwinden. Die heilige Kommunion, so Girard, ist tatsächlich sublimierter Kannibalismus.
    Allerdings standen die Christen schon in der Spätantike ständig in Versuchung, in das alte Denken zurück zu fallen und nach Sündenböcken zu suchen. In denke hier an verschiedene Formen des letztlich materialistischen Manichäismus, mit dem sich schon der heilige Augustinus auseinandergesetzt hat. Im Mittelalter traten immer wieder häretische Sekten auf, die die starre Einteilung der Welt in Gut und Böse bis zu selbstmörderischen Konsequenzen trieben. Erinnert sei hier nur an die von Hitler und den Nazis bewunderten Katharer.
    Das Gute in der Welt ist für die Katharer der von Gott geschaffene Geist. Die Materie ist hingegen eine Schöpfung Satans, des Gottes der Finsternis. Deshalb glaubten die Katharer weder an die Menschwerdung und den Opfertod des Gottessohnes am Kreuz noch an die Möglichkeit der leiblichen Auferstehung Toter. Das heißt, sie leugneten die Kernbotschaft der Bibel. Die Erlösung, das Endziel der Geschichte sahen die Katharer in der Auslöschung alles Leiblichen, das heißt im Selbstmord der Menschheit. Sie untersagten deshalb ihren Anhängern den Fleischgenuss und bekämpften die katholische Kirche mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Auch der ebenfalls von Hitler bewunderte Islam muss hier angeführt werden. Er leugnet ebenfalls den Sühnetod Jesu und verdankt seine rasche Ausbreitung Menschenopfern und der Versklavung unterworfener Völker. Es liegt nahe, auch in der aktuellen Verteufelung des Lebenselixiers CO2 eine Form des suizidalen Manichäismus zu sehen. Jedenfalls tat das der australische Kardinal George Pell, als er im Jahre 2007 auf einer im Vatikan veranstalteten nichtöffentlichen Klima-Konferenz erklärte:  „In der Vergangenheit opferten die Heiden Tiere und mitunter auch Menschen, um grausame Götter zu besänftigen. Heute verlangen sie eine Reduktion des CO2-Ausstoßes."  
    Leider nahm Papst Benedikt XVI. nicht an dieser Konferenz teil. Er hätte, wie seine Ansprache vor dem Deutschen Bundestag im September 2011 zeigt, durchaus Erhellendes zu einer christlich begründeten Ökologie des Menschen beitragen können. Außerdem hat er in seiner Jesus-Trilogie unmissverständlich die Utopie der nachhaltigen Entwicklung verurteilt. „Wer behauptet, er könne die heile Welt errichten, der stimmt dem Betrug Satans zu“, schrieb er dort im Band 1. Es spricht Bände, dass ein hörbares Aufatmen durch die Reihen der DBK ging, als Papst Benedikt schließlich Ende Februar 2013 wegen Erschöpfung zurücktrat.
    Tatsächlich geht auch die aktuelle manichäische Häresie der Verteufelung des CO2 mit der Hinnahme von Menschenopfern einher. Die durch das Vergären oder Verheizen von Nahrungspflanzen wie Mais und Weizen zum Zwecke der Erzeugung „erneuerbarer“ Energie ausgelöste Konkurrenz zwischen Tank und Teller führt zur Verteuerung von Nahrungsmitteln und dadurch unmittelbar zu sinkenden Überlebenschancen für die Ärmsten der Armen. Aber auch wenn „Skeptiker“ als unmoralisch diffamiert und sozial ausgegrenzt werden, handelt es sich im Kern um einen Rückfall in vorchristliche Denkweisen mit potenziell kannibalischen Konsequenzen. Besonders deutlich wird das bei der jüngsten Initiative von Greenpeace International, dem WWF und dem Center for International Environmental Law, Manager der Kohlenstoff basierten Kraftstoff-Industrie persönlich haftbar zu machen, wenn sie „Klimaskeptiker“ argumentativ und finanziell unterstützen. 
    Literatur:
    Toralf Staud: Zweifel ist unser Produkt, in: MISEREOR – Das Magazin 2014, pp. 33-39
    Zukunftsfähiges Deutschland. Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung. Hrsg. BUND und Misereor. Birkhäuser Verlag, Basel 1996
    Michael Rosenberger: Die Ratio der „Klima-Religion“. Eine theologisch-ethische Auseinandersetzung mit klimaskeptischen Argumenten, in: GAiA 23/2 (2014), pp. 93-99
    René Girard: Les origines de la culture. Librairie Arthème Fayard/Pluriel, Paris 2010
    Sigmund Freud: Totem und Tabu. Fischer-Bücherei, Frankfurt am Main und Hamburg 1956
    Igor R. Schafarewitsch: Der Todestrieb in der Geschichte. Ullstein Verlag, Frankfurt/M.-Berlin-Wien 1980
    Joseph Ratzinger: Jesus von Nazareth. Erster Teil. Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung. Verlag Herder, Freiburg-Basel-Wien 2007
    Ansprache von Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag
    Edgar L. Gärtner: Papst Benedikts überhörte Mahnungen
    Executivs facing climate denial related claims could could be personally reliable




    Misereor und PIK arbeiten Hand in Hand in Panikmache; 500.000 € Spende macht´s möglich!

    von Wolfgang Thüne

    Anfeuerungsparolen aus dem Klimawandel-Hauptquartier in Potsdam

    Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung ist reaktionsschnell und immer für Schlagzeilen gut. Kaum hatten Medien berichtet, dass China beabsichtige, den CO2-Ausstoß zu begrenzen, und die USA vorhabe, künftig die Emissionen des „Treibhausgases CO2“ zu reduzieren, da kam aus dem PIK ein „weiter so“.
    Hans Joachim Schellnhuber, der Propagandist der „Großen Transformation“ und Chef des PIK ergriff als von der Britischen Königin ernannter „Commander of the British Empire“ das Wort und ließ in einer Tagesmeldung vom 3. Juni 2014 erklären: „Es ist bemerkenswert, dass jetzt sowohl China (Siehe Dementi aus China hier) als auch die USA bereit zu sein scheinen, wieder eine Führungsrolle einzunehmen.“ Mahnend fügte er mit Seitenblick auf die Untätigkeit der Kanzlerin hinzu: „Für Europa, Gastgeber des Klimagipfels 2015, könnte es an der Zeit sein, aus seiner jüngsten Klima-Müdigkeit aufzuwachen.“
    Wenn der Klimawandel nun schon seit 17 Jahren eine „Klima-Pause“ macht und ein Ende nicht abzusehen ist, warum soll da nicht die EU ein erholsames Mittagsschläfchen einlegen und ihre „Vorreiterrolle“ in Sachen „Klimaschutz“ an die beiden führenden Weltmächte und größten „Klimasünder“ abgeben? Oder wird im PIK frei nach William Shakespeare (1564-1616) nur „Viel Lärm um nichts“ (Much Ado about Nothing) gemacht, um die Bundesregierung, die gerade bei einem Klima-Schwindel erwischt wurde, aus der Schusslinie zu nehmen?

    „Der verschwiegene Klimapolitik-Skandal“

    So lautete die Überschrift eines Artikel von Joachim Weimann, Umweltökonom an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Juni 2014. Er beginnt: „Im neuen IPCC-Bericht steht: Die milliardenschwere Ökostromförderung ist nutzlos – weil es das Emissionshandelssystem gibt. Doch diese unbequeme Wahrheit hat die Regierung in ihrer Zusammenfassung verdreht.“ Was hat die Bundesregierung getan? Sie hat uns Arbeit abgenommen, „um all denen zu helfen, die nicht die Zeit oder die Kraft haben, sich durch den Originaltext zu arbeiten“. Doch was herauskam, war keine wortgetreue Übersetzung, sondern eine peinliche Fälschung.
    Weimann: „Wir pumpen jährlich mehr als 20 Milliarden Euro – Tendenz steigend – in die Förderung der erneuerbaren Energien. Wir nehmen die großflächige Zerstörung wertvoller Kulturlandschaften durch Windräder ebenso in Kauf wie den Anbau von Mais-Monokulturen, die wir brauchen, um unsere Biogasanlagen zu füttern. Die Politik, die uns das zumutet, verweist dabei auf die Expertise des IPCC. Dessen Erkenntnis, dass alle diese Opfer für die Katz sind, passt nicht ins politische Kalkül. Skandalös an dem Papier ist, dass die Bundesregierung ihre eigene Position als die des IPCC ausgibt. Das ist nicht in Ordnung.
    Es ist so vieles nicht in Ordnung! Die ganze Panikmache mit der „Klimakatastrophe“ ist nicht in Ordnung. Das Vorhaben „Klimaschutz“ ist nicht in Ordnung. Der Wille zur Macht ist da, aber der Glaube, den „Klimawandel“ stoppen zu können, ist nicht in Ordnung, weil der Mensch in die natürliche Ordnung nicht eingreifen kann. Dies liegt daran, dass all unsere Modelle von Welt und Klima nicht in Ordnung sind. Wolfgang Behringer hat es in seinem Buch „Kulturgeschichte des Klimas“ (2011) klar beim Namen genannt (S. 276) als „die Mär vom „Gleichgewicht der Natur“ oder wahlweise dem „Gleichgewicht des Klimas“. Dagegen steht die Erkenntnis.“Das Klima war in den letzten fünf Milliarden Jahren – seit Entstehung der Erde – immer im Wandel und wird es auch in Zukunft sein.“
    Behringer: „Mit dem Bild vom verlorenen Gleichgewicht bewegen wir uns im Bereich der medizinischen Metaphern, die sich bei Klimaforschern und Journalisten großer Beliebtheit erfreuen. Wie in der antiken Krankheitslehre des Galenus, der Gesundheit als Gleichgewichts-Zustand der vier Körpersäfte darstellt, soll das angebliche Ungleichgewicht in der Natur zu ihrer Erkrankung geführt haben.“ Die „Erderwärmung“ wird daher gerne mit dem Fieber verglichen. Steige die Fieberkurve weiter an, dann drohe der „Klimakollaps“. Doch die „Klimakrankheit der Erde“ ist ein unsinniger Vergleich. Die Erde ist nicht krank und braucht keinen Arzt, keine quacksalbernden Klima-Medizinmänner.
    Das ständige unregelmäßige Auf und Ab der Temperaturen während der Erdgeschichte ist ein Ausdruck der Dynamik und Vitalität allen irdischen Geschehens, mögen wir auch noch so verliebt sein in das Bild einer statischen Erde, bei der der Mensch gerne die Rolle des Statikers und Machers spielen möchte. Doch wie wenig statisch, aber unendlich dynamisch die Natur ist, das zeigt uns das Wetter. Wo auch immer auf der Erde, das Wetter macht zu jeder Tages- und Jahreszeit das, was es will und nicht das, was wir uns wünschen.
    Welch groteske Formen an Hybris und Größenwahn der „Weltrettungswahn“ angenommen hat, ist in dem Heft „Neue Energie 05/2014“ nachzulesen. Da schreibt in einem Leitartikel „Christliche und soziale Politik!?“ Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie e. V. (BWE): „Christus ist durch die biblische Überlieferung zum Sinnbild geworden – für all jene, die verspottet und verachtet wurden. Genau das geschieht derzeit mit uns Energiewende-Akteuren, die angetreten sind…, um für eine nachhaltige Energieerzeugung und damit den Erhalt der Erde zu kämpfen.“ Kommen da nicht Tränen der Rührung, wenn man liest: „Getrieben von Feinden, mit Spott überhäuft…, so schleppt sich die Branche in Richtung Golgatha… Erneuerbare sind christlich und sozial – und das EEG auch.“
    Dieser „Aufschrei“ zeigt deutlich, dass der „Klimaschutz“ mehr als nur eine profane Ideologie ist, sondern den Rang einer „Klima- oder Ökoreligion“ einfordert und anstrebt, deren Jünger ausziehen, um bei den jährlich stattfindenden ritualisierten „Weltklimakonferenzen“ in einem verspiegelten „Treibhaus“ der Welt ihre „Klimasünden“ vor Augen zu führen und die Pilgerpfade zur Weltrettung aufzuzeigen.

    MISEREOR – Der Mensch ist die Hauptursache

    In einem Interview mit Toralf  Staud in MISEREOR – Das Magazin 2014 vom 31. Mai 2014 gab die „MISEREOR-Klimaexpertin“ (Siehe unseren Bericht hier) Anika Schroeder auf die Frage, ob sie bereits bei ihren weltweiten Aktivitäten etwas vom Klimawandel gemerkt habe, folgende Antwort: „Der Klimawandel ist längst angekommen“. Sie schließe das aus dem häufigen Satz „Das Wetter spielt verrückt, was ist da los?“ Sie folgert: „Die Klimaänderungen verlaufen viel schneller als natürliche Schwankungen.“ Sie vertraue ganz auf das IPCC und Zweifel habe sie nicht: „Moment. Die Grundfrage ist geklärt: Dass sich das Klima ändert und der Mensch die Hauptursache ist!“
    Doch was besagt der Satz, dass die Klimaänderungen viel schneller verlaufen als natürliche Schwankungen? Ist Klima schneller als das Wetter, das sich täglich, ja stündlich ändern kann? Wie unsinnig diese Feststellung ist, sei mit einem Vergleich erklärt. Demnach müsste das 200-Tage-Mittel des DAX volatiler sein als der täglich ermittelte DAX! Dass dies unmöglich ist, leuchtet jedem Börsianer wie Umweltökonom ein, doch auch beim Wetter gilt, dass Mittelwerte von den Anfangswerten abhängen und nicht umgekehrt! Dabei plädierte MISEREOR noch am 28. Januar 2014: „Tu was! Zeig‘ Zivilcourage!“ Und diese fängt beim eigenständigen Denken an, dem dann eigen-verantwortliches Handeln entwächst.
    So war ich gespannt auf den Artikel „Zweifel ist unser Produkt“. Autor war Toralf Staud. Beim Anlesen wurde ich stutzig: „Während die Forscher sich ihrer Erkenntnisse zum Klimawandel immer sicherer sind, werden Wissenschaftsleugner immer lauter.“ Staud blies pauschal zur Hatz auf alle „Klima-Skeptiker“ und diffamierte jeden Ansatz, der an den etablierten Klima-Modellen rüttelte, auf deren Mängel hinwies und Zweifel äußerte. Es wurden nicht Argumente mit Argumenten abgewogen, sondern der Zweifel an der hochheiligen herrschenden Meinung verurteilt. Es wird von einer „weitverzweigten Leugner-Bewegung“ gesprochen, die der „Ölriese EXXON laut Greenpeace-Recherchen zwischen 1998 und 2012 mit mehr als 27 Millionen Dollar“ schmierte.
    Das hört sich nach viel Schmiergeld an, ist unerhört! Das sind aber Minimalsummen im Vergleich zu staatlichen Forschungsausgaben. Mit 2 Millionen pro Jahr kann man praktisch so viel bewegen wie die CO2-Moleküle in der Luft, nämlich keine bei den Temperaturen messbaren Effekte. Was sollen Schmiergelder in Höhe von 2 Millionen Dollar pro Jahr bewirken? Im Vergleich: Nur das Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung in Bremerhaven mit 800 Mitarbeitern hat einen Jahresetat von 100 Millionen Euro! In seinem Report „Dealing in Doubt“ hat Greenpeace „einen kleinen Kreis von 30 Personen“ ausgemacht, die der „Leugner-Bewegung“ zuzurechnen sind. Dass Staud nicht selbst merkt, wie lächerlich er sich mit solch einer Argumentation macht? Man hat den Eindruck, dass der Zweifel am Zweifel ihn in die Verzweiflung zu treiben droht. Schutz sucht er in einer zeitgeistkonformen Mehrheits-Ideologie. Es ist schon anstößig genug, dass er als „freier Journalist“ so miserabel recherchiert. Ihm aber eine Plattform für so abstruse Ideen zu bieten, dafür kann MISEREOR nur um ‚misericordia‘ bitten.

    Wandel des Zeitgeistes vom Rationalismus zum Relativismus

    Was haben Astronomen, Biologen und Meteorologen gemeinsam? Es ist die Ehrfurcht! Die Ehrfurcht vor der Unendlichkeit des Weltalls, die Ehrfurcht vor dem Reichtum wie der Vielfalt an Leben, die Ehrfurcht vor der Mannigfaltigkeit und Veränderlichkeit von Wetter. Der Mensch ist von Natur ein ‚homo faber‘, ein Praktiker. Ohne ein pragmatisches Verhältnis zur Natur und ohne die Fähigkeit zur praktischen Gestaltung seiner Lebenssphäre hätte er nicht leben und sich kulturell entwickeln können. Er spät begann er, die Natur zu entmystifizieren und ihre Geheimnisse zu entschlüsseln. Er begann zu philosophieren und zu theoretisieren.
    Doch das Theoretisieren will gelernt sein und bedarf der Disziplin wie eines Maßstabes, an dem alle Theorie zu messen ist. Die imaginierte Welt ist nicht gleich der empirischen Wirklichkeit und gleitet schnell ab in Utopien, ins Nirgendwo. Auf die verschiedenen Denkzustände hat René Descartes (1596-1650) hingewiesen und unterschied zwischen ‚res cogitans‘ als denkendem Ding und ‚res extensa‘ als ausgedehnter Außenwelt. Von Descartes stammt der Ausspruch ‚Cogito, ergo sum‘ (Ich denke, also bin ich) oder „Dubito, cogito, ergo sum‘ (Ich zweifle, ich denke, also bin ich). Zweifel ist der Motor für jedweden wissenschaftlichen Fortschritt. Descartes wird als „Vater des Rationalismus“ bezeichnet, als Wegbereiter der Vernunft. Er geht davon aus, dass alles wahr ist, was klar ist und deutlich erkannt werden kann.
    Auf das Wetter übertragen heißt das: Deutlich erkannt werden kann ein klarer Himmel. Deutlich gespürt werden kann die nächtliche Abkühlung, auch ohne Thermometer über die Unzahl an Temperatursensoren des menschlichen Körpers. Der Mensch braucht von Natur aus dieses Sensorium, denn als „nackter Affe“ wäre er ohne das Gespür für Kälte und Wärme überlebensfähig. Die nächtliche Abkühlung jedweden Körpers kann man auf jedwedem Fleck der Erde bei klarem Himmel beobachten und auch messen. Sie ist als „wahr“ anzusehen und lässt sich zweifelsfrei physikalisch erklären. Die „Gegenstrahlung“ ist dagegen nichts als eine Behauptung, ein Gedankenkonstrukt, dessen Realität nicht empirisch nachgewiesen werden konnte und auch nicht nachgewiesen werden kann. Sie ist ein „Glaubenspfeiler“ in der Statik der Hypothese von der Erde als „Treibhaus“.
    Ein Gedankenexperiment ist kein Experiment im naturwissenschaftlichen Sinne, denn dieses muss jederzeit nachgebaut werden können, reproduzierbar und damit überprüfbar sein. In der Physik unterscheidet man die Experimentalphysik und die Theoretische Physik, die viel mit Gedankenexperimenten arbeitet. Solche führen zu solchen paradoxen Situationen wie bei „Schrödingers Katze“, die gleichzeitig tot und lebendig ist. Ähnlich ist es mit dem „Laplaceschen Dämon“, der Vergangenheit und Zukunft spiegelbildlich gleichzeitig berechnen kann.
    Gegner der klassischen Erkenntnislehre, wonach eine Annahme auf dem Fundament von Beobachtung und Begründung stehen muss, ist Karl Popper (1902-1994). Popper gilt als der erste nicht begründungsorientierte Philosoph. Nach Popper sind wissenschaftliche Theorien lediglich unsichere Spekulationen, alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse seien provisorisch, mithin sei jede Theorie falsifizierbar. Sie sei durch frei erfundene neue Theorien ersetzbar. Dies führt in der Tendenz zu einer fakultativen Leugnung der Naturgesetze. Das führt zu der simplen und bequemen Einstellung: Die Wirklichkeit spielt sich im Kopfe ab, die Naturgesetze machen wir. Gegen diesen Aberglauben von der Erde als aufheizbaren „Treibhaus“ hat die empirische Wissenschaft mit ihren widersprechenden Beobachtungen kaum eine reale Chance.
    Dies insbesondere deswegen, weil die Politik – national wie international – auf die Herrschaft über die Gedanken ausgerichtet ist und über die Finanzierung der Wissenschaft die politisch korrekten Gedanken befördert und gegen wissenschaftliche Widerlegungen immun macht. Dissidenten werden zur Strafe Forschungsgelder verwehrt. Jeder Zweifel an den Klima-Hypothesen ist unangebracht, und für die „Klimareligion“ schlicht „Häresie“!
    Die Philosophie Poppers hat mit dazu beigetragen, jedwede Überzeugung, die auf Axiomen und Dogmen beruht, kritisch zu hinterfragen und zu relativieren mit dem Hinweis, es gebe keine absolute Wahrheit. Auch Wahrheiten sind relativ und müssen sich an Mehrheiten orientieren, sie zuerst gewinnen. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. wandte sich gegen einen „um sich greifenden Relativismus“. Er warnte vor der Gefahr, dass sich unter politischer Obhut eine „Diktatur des Relativismus“ herausbilde, die nichts als definitiv ansehe außer dem eigenen Ich, der eigenen oder politisch herrschenden Meinung.
    Einer globalen „Klimadiktatur“ mit extremer staatlicher Bevormundung kann man nur mit Friedrich Schiller (1759-1805) in „Don Carlos“ entgehen, indem man mit Hinweis auf die Würde des Menschen und seine Grundrechte laut die Vereinten Nationen auffordert: „Geben Sie Gedankenfreiheit!“
    Oppenheim, im Juni 2014  Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne erschienen auf "Der Wettermann"




    Klima: Mission Messias

    Auf dem Oberen See zwischen Kanada und den USA liegt immer noch Eis, das ist zu dieser Jahreszeit seit Menschengedenken nicht mehr vorgekommen. Im vergangenen Winter litten die Menschen in Nordamerika unter anhaltender ­Rekordkälte. In mehreren Staaten mussten die Stromversorger stillgelegte Kohlekraftwerke wieder laufen lassen, damit sie den Bedarf an Heizenergie einigermassen decken konnten.
    Diese Kältewelle erklärte US-Präsident ­Barack Obama mit der Erderwärmung – oder gezielt ungenauer: mit dem Klimawandel, der angeblich zu allerlei Wetterkapriolen führt. Am letzten Samstag weissagte der Präsident denn auch pünktlich zu Beginn der Hurrikan-­Saison: «Die Veränderungen, die wir beim Klima ­sehen, bedeuten unglücklicherweise, dass schwere Wirbelstürme wie ‹Sandy› häufiger und ge­fährlicher werden könnten.» Der Prophet im ­Weissen Haus liess sich nicht dadurch beirren, dass der Weltklimarat (IPCC) in einem Spezialbericht keinerlei Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Wetterextremen sieht und dass die Meteorologen für die kommenden Monate eine unterdurchschnittliche Zahl von Hurrikans voraussagen.

    «Das ist gewaltig»

    Denn der Präsident braucht die Warnungen, die jeglicher Wissenschaft spotten, als Mittel zu höherem Zweck. Barack Obama zieht sich zwar als Weltpolizist zurück (siehe Seite 14), aber er sieht sich als Vorbild beim Retten der Welt. «Das ist gewaltig», jubelte sein Propaganda-Apparat schon letzte Woche auf Vorrat. Am Montag liess der Präsident seinen ehrgeizigen Plan für die Klimapolitik ankünden: Die USA, die das Kioto-Protokoll von 1997 anregten, aber nie umsetzten, sollen bis 2030 ihren CO2-­Ausstoss gegenüber 2005 um dreissig Prozent senken. So will der Präsident vor allem den ­Chinesen ein Beispiel geben, die mittlerweile fünfzig Prozent mehr CO2 erzeugen als die Amerikaner.
    Im gespaltenen Kongress bringt ­Oba­ma kein Gesetz mehr durch – deshalb ­regiert der Prä­sident jetzt ohne Parlament. Er stützt sich auf die Umweltagentur EPA, die 2007 das CO2 zum Umweltgift erklärte: so gefährlich wie Quecksilber oder Blei. Aufgrund ihres Dekrets muss jeder Staat Massnahmen erarbeiten, wie er den CO2-Ausstoss senken kann, vor allem durch das Stilllegen oder Aufrüsten von Kohlekraft­werken. Falls die Staaten sich weigern, zwingt ihnen die Regierungsagentur schmerzhafte Eingriffe auf.
    Schon vor dem Machtwort des Präsidenten wehrten sich die Gouverneure der betroffenen Staaten im Gürtel zwischen Virginia und ­Kansas, die teils über neunzig Prozent ihres Stroms mit Kohlekraftwerken erzeugen. Sie fürchten den Verlust von Tausenden von ­Arbeitsplätzen und den Anstieg der Strom­preise auf ein untragbares Niveau. Ausserdem lasse sich, wie der letzte Winter zeigte, die Stromversorgung bei Kältewellen ohne Kohlekraft nicht gewährleisten.
    Der machtlose Kongress führte letzte Woche wenigstens Anhörungen zur Klimapolitik durch. «Die Klimaberichte sowohl des IPCC als auch des Weissen Hauses sollen Angst und Schrecken verbreiten, um eine voreingenommene Politik durchzusetzen», sagte der repu­blikanische Abgeordnete Lamar Smith, Vor­sitzender der Kommission, die zu den Anhör­ungen einlud. «Die Berichte bieten der Regierung ­Obama einen Vorwand, um das Leben der ­Amerikaner stärker zu kontrollieren.»

    Überzogener Alarmismus

    Die Experten, von beiden Parteien eingeladen und dem IPCC nahestehend, zeigten sich durchwegs kritisch. So sagte der Klimaökonom Richard Tol, der im Frühling wegen des über­zogenen Alarmismus nicht mehr mit seinem renommierten Namen zum IPCC-Bericht ­stehen wollte: «Der Klimarat ignoriert Wissenschaftler, die nicht zu alarmierenden Erkenntnissen kommen, oder bringt sie, wenn sie sich aufgrund ihrer Prominenz nicht ignorieren ­lassen, mit Bedrängen und Verleumden zum Schweigen. Wir brauchen eine Organisation, die keiner Regierung und keiner Partei verpflichtet ist, um die Klimapolitik auf die ­Erkenntnisse aus der Realität abzustützen.» Und der Biologe Daniel Botkin, der an den Klimaberichten des IPCC und der US-Regierung mitgearbeitet hat, räumte ein, die Zusammenfassungen dieser umfangreichen Werke seien «kein wissenschaftliches, sondern ein ­politisches Statement»: «Die Berichte tönen zwar wissenschaftlich, stützen sich aber nicht auf unbestrittene Fakten. Es gibt in der Wis­senschaft viel weniger Fakten zur globalen ­Umwelt, als die Laien glauben.»
    Aber Hauptsache, die Medien schwärmten vom Mut des Präsidenten. «Dieser historische Entscheid weckt die Erwartungen auf einen globalen Deal, der den Klimawandel beendet», jubelte der britische Guardian. Grossbritannien wendet sich allerdings von den Alternativ­energien ab und dem Fracking zu, Deutschland braucht die Kohle aus den USA für seine sichere Stromversorgung, und China oder Indien ­zeigen gegenwärtig bei der Klimakonferenz in Bonn nicht den geringsten Willen, sich beim CO2-Ausstoss einzuschränken.
    Und selbst wenn Barack Obama sich mit ­seinem historischen Plan gegen die Politiker durchsetzt, kann er damit die Welt nicht ganz retten: Gemäss den Annahmen des IPCC würden die USA, wenn sie ab sofort jeglichen CO2-Ausstoss vermieden, die globale Temperatur bis 2050 um 0,08 Grad Celsius senken.
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    Anmerkung EIKE-Redaktion :
    Dieser Artikel ist zuerst erschienen in WELTWOCHE Zürich:
    | Die Weltwoche, Ausgabe 23/2014 | Donnerstag, 5. Juni 2014  ; http://www.weltwoche.ch/
    EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE für die Gestattung des ungekürzten Nachdrucks.
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    PDF zum Download unten
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    Teil III Videos von der VII. IKEK Mannheim jetzt verfügbar: heute Prof. Dieter Ameling und Dipl. Ing. Michael Limburg zur Energiewende

    Auswirkung des deutschen Energiekonzepts auf die deutsche Wirtschaft

    Prof. Dr.-Ing. Dieter Ameling Ehem. Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl und ehem. Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh

    Prof. Ameling als ehem. Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl und ehem. Vorsitzender des Stahlinstitut VDEh, ein profunder Kenner der gegenwärtigen Probleme der Industrie mit den Kosten und der Sicherheit der deutschen Energieversorgung, beschreibt in seinem Vortrag die vielfältigen negativen Entwicklungen in dieser Industrie, seit Einführung des EEG und besonders seit der Einführung der sog. "Energiewende". Insbesondere macht dieser der beschleunigte Abbau der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie durch zu hohe Energiekosten zu schaffen. Sie reagiert darauf mit Verlagerung, zuerst von Neuinvestitionen, dann von Ersatzinvestitionen und ist immer mit massiven Arbeitsplatzverlusten verbunden.

    Kosten und Nutzen der Energiewende

    Dipl.-Ing. Michael Limburg Vizepräsident, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

    Dipl. Ing. (E-Technik) Michael Limburg versucht die entstandenen und noch entstehenden Kosten,die die Energiewende den Deutschen bringt, gegenüber dem realen Nutzen abzuwägen. 
    Seine Bilanz ist jedoch erschreckend. Den irrwitzigen Kosten die das EEG und die EnEV – die nur beiden wichtigsten Energiewende Gesetze den rd. 80 Mio Verbrauchern – also Zahlern- abverlangen, stehen weder ein volkswirtschaftlicher Nutzen gegenüber, noch ein Nutzen im Klimabereich, selbst wenn man den Verlautbarungen des IPCC Glauben schenken mag. 
    Stattdessen läuft bereits ein massiver Stellenabbau im wertschöpfenden Industriebereich, doch auch dem steht nur ein sehr geringer, von Limburg gem- seinen Recherchen- auf max. 80.000 Vollzeitstellen geschätzter Jobaufbau, bei den Erneuerbaren, gegenüber.