Petersberger Klima-Dialog: Klamme Kanzlerin sagt dem UN-Klima-Fonds 750 Millionen Euro aus Deutschland zu

Zur Erinnerung: Im Herbst 2010 wurde in Cancun Mexiko formal beschlossen, die "Schuld" der Industriestaaten am vermuteten Klimawandel in hundert Jahren durch einen internationalen Ablasshandel zu mildern.
Dieser Ablasshandel erhielt den irreführenden Namen grüner Klimafonds, und die anwesenden Industrie-Staaten verpflichteten sich – zunächst noch nur auf dem Papier- bis 2020 in diesen Fonds jährlich 100 Mrd $ einzuzahlen. In Erwartung dieses Geldregens und zur Sicherung und Verteilung dieser fetten Pfründe hatte die UN in Cancun bereits begeistert um die 90 Unterbehörden gegründet. Die bekommen jetzt ein wenig Arbeit. Reichlich Lohn bezogen sie sicher schon vorher. 
Bei n-tv liest sich das so

Sie (Merkel) erinnert an den grünen Klimafonds, mit dem die Industriestaaten von 2020 an rund 100 Milliarden Euro bereitstellen wollen. Für dieses Jahr sagt Merkel zur Auffüllung des Fonds dann auch noch 750 Millionen Euro zu. Vielleicht ein wichtiges Signal für die Entwicklungs- und Schwellenländer.die Industriestaaten von 2020 an rund 100 Milliarden Euro bereitstellen wollen. Für dieses Jahr sagt Merkel zur Auffüllung des Fonds dann auch noch 750 Millionen Euro zu. Vielleicht ein wichtiges Signal für die Entwicklungs- und Schwellenländer.

Es störte die Kanzlerin wenig, dass keine andere Regierung, weder kleinlich noch generös, bisher ihrem Tun folgen wollte. Wenn es um die Vorreiter-Rolle im Weltretten durch viel deutsches Steuer-Geld geht, lässt sich die Klimakanzlerin von niemandem übertreffen.  Es störte sie ebenso wenig, dass sie damit deutschen Verpflichtungen zur Rettung aller möglichen bürokratischen Erfindungen vom Euro bis zum Weltklima, auf neue ungeahnte Höhen trieb.

Abb. 1 Verlauf der globalen Mitteltemperatur ermittel durch das RSS-Satellitensystem. Keine Erwärmung seit 17 Jahren und 10 Monaten. Details dazu hier
Diese 750 Mio € sollten noch dieses Jahr fließen und ein Abkommen 2015 in Paris vorbereiten helfen, dass das ominöse, wissenschaftlich durch nichts gerechtfertigte, 2 ° Ziel zu erreichen. Obwohl es die Spatzen inzwischen von den Dächern pfeifen, obwohl die deutschen Verhandlungsführer, in Person  der Wissenschaftsministerin Frau Wanka noch im April, bei den Verhandlungen in Stockholm zum Wortlaut der Zusammenfassung der Entscheider des SPM, alles daran setzten, die "Pause" in der Erwärmung nicht im Dokument erscheinen zu lassen, ist es der Kanzlerin, wie auch allen berichtenden Journalisten offenbar völlig wurscht, dass sich das statistische Konstrukt globale Mitteltemperatur seit nunmehr 17 Jahren und 10 Monaten nicht mehr erhöht hat, die CO2 Konzentration aber weiter auf nunmehr glatte 0,04 % angestiegen ist. Dem Klima hat´s offenbar nicht geschadet, wenn man eine moderate Erwärmung überhaupt als Schaden einstufen möchte, was manche Ideologen offenbar tun.

Abbildung 2: Prof. Dr. Dieter Spethmann war lange Jahre Chef von Thyssen  und gehört zu den aktiven Eurokritikern der ersten Stunde
Obwohl offenkundige Realitätsverweigerung klar zur Grundausstattung all jener zu gehören scheint, die sich in Politik und Medien ganz oben tummeln, wird diese die Realität negierende Grundhaltung für uns mal wieder besonders teuer. Doch das Motto ist: Wer braucht schon Realitätssinn, wenn es Visionen z.B. der Klimarettung auch tun.
In der Welt liest man zum Thema:

Deutschland ist das erste große Geberland, das seine Zusagen erfüllt. Klimaschutz und Wohlstandssicherung müssten zusammen gedacht werden, Nichthandeln werde teurer, sagte Merkel. Niemand müsse wegen Klimaschutz auf Wachstum verzichten, betonte Merkel. Je größer die Verantwortlichkeit für Emissionen ist, umso ambitionierter sollten die Verpflichtungen sein.

Es wäre vielleicht gut, wenn jemand – allerdings gehört dazu wohl viel Mut- die "Klimakanzlerin" die nun 60 jährige Frau Angela Merkel, daran erinnern könnte, dass z.B. die Verkehrs-Infrastruktur in diesem Land seit vielen Jahrzehnten auf Verschleiß gefahren wird. Das Institut der deutsche Wirtschaft beziffert in einer Studie den Investitionsbedarf dafür auf 120 Mrd € allein in den nächsten zehn Jahren. Auch wenn man locker von den darin veranschlagten Milliarden, ein Drittel wegstreichen könnte, welches die Autoren für den Netzausbau für die Energiewende veranschlagen, bleibt genügend dringendes zu tun übrig, für das kein Geld mehr da ist. ZDF Zoom widmete sich unlängst auch diesem Thema. Titel "Kaputt gespart" (Mit Dank an Leser Uhlemann für den Hinweis)

Abb. 3 Eine von zahlreichen aber immer noch viel zuwenig Baustellen auf Deutschlands Brücken. Bild aus ZDF Zoom "Kaputt gespart" Sehenswerte Details hier
Obwohl jetzt schon fast 2/3 der Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit durch die marode Verkehrsinfrastruktur beeinträchtigt sehen.
Doch Frau Merkel und die Ihren haben andere Prioritäten. Die Sicherung des deutschen Wirtschaftsstandortes zur Erhaltung des Wohlstandes gehört trotz gegenteiliger wortreicher Bekundungen nicht dazu.
Deshalb lasst sie uns an ihren Taten messen.
Auch die Leipziger Volkszeitung stimme in Person ihres Redakteurs Arnold Petersen begeistert in die Lobeshymnen auf die 750 € Mio Zusage der Klimakanzlerin ein. Der Kommentar ist leider nicht online verfügbar. Unser Gründungsmitglied Dr. Dietmar Ufer veranlasste diese Hymne zu einem Leserbrief:
an politik@lvz.de per E-Mail 15.07.14
Sehr geehrter Herr Petersen,
Ihr Artikel „Deutschland steckt 750 Millionen in grüne Klimafonds“ und Ihr dazu gehöriger Kommentar (LVZ 15. Juli 2014) hat sicher bei allen Lesern, die sich jemals mit dem Thema „Klimaschutz“ aus fachlicher Sicht auseinandergesetzt haben, heftiges Kopfschütteln ausgelöst.
Anstatt zwar politisch korrekte, aber wissenschaftlich unhaltbare Hypothesen zu kolportieren, wäre es richtig gewesen, diese neuen Aktivitäten der Bundesregierung einer kritischen Wertung zu unterziehen. Das beginnt bereits mit der Frage, was „Klimaschutz“ eigentlich ist. Nach der Definition der World Meteorological Organization von 1992 ist Klima der Mittelwert des Wetter-Geschehens während eines langfristigen Zeitraumes, für den dreißig Jahre vereinbart wurden. Das bedeutet, Klima ist eine vom Wetterverlauf abhängige statistische Größe. Nicht das Klima bestimmt das Wettergeschehen, sondern – umgekehrt – bestimmt das Wettergeschehen das Klima! Und wie soll nun eine statistische Größe (!), die real nicht gemessen, sondern nur berechnet werden kann, „geschützt“ werden? Und wovor soll sie geschützt werden? Nicht einmal das Wetter, die Basisgröße des Klimas, lässt sich schützen! Vor dem Wetter kann man sich zwar schützen (feste Häuser, Wintermantel, Regenschirm etc.) – aber noch nie hat jemand den Versuch unternommen, „das Wetter“ zu schützen! – Sie sehen, schon rein sprachlich ist der in der Politik so überaus beliebte Begriff „Klimaschutz“ ein Nonsens!
Nun gibt es ja angeblich Mittel, den statistischen (de facto abstrakten) Wert Klima zu „schützen“, auf die auch Sie verweisen. So stellen Sie fest dass „die Emissionen“ rund um den Globus weiter steigen (trotzdem steigen die Temperaturen seit mehr als 15 Jahren nicht mehr!!!). Sie meinen damit in erster Linie die Emissionen des Spurengases Kohlendioxid (0,04 Prozent der Atmosphäre) und befürchten, dass „wenn es so weitergeht“, „die Durchschnittstemperaturen auf der Erde bis zum Ende des Jahrzehnts um verheerende 3,7 bis 4,8 Grad“ steigen. Ich möchte Sie gern von Ihren Ängsten („Klimaphobie“), die Sie auch noch unter Ihrer Leserschaft verbreiten wollen, befreien.
Erstens gibt es keinerlei wissenschaftliche, messtechnisch untermauerte Beweise dafür, dass dieses Gas, das für uns alle lebensnotwendig ist – wie auch Sie im Biologieunterricht schon lernen konnten! – irgend einen Einfluss auf Wetter oder Klima hätte. So schrieb erst kürzlich der bekannte Physikochemiker Prof. Dr. Reinhard Zellner: „Es gibt kein Laborexperiment, das die Erwär­mung durch Infrarotabsorption des CO2 direkt nachweist… Wir sind also auf ein klimawissenschaftliches Modell angewiesen." (Nachrichten aus der Chemie, Mai 2014) Aber: „Wir“ glauben ganz fest daran! Ich verzichte hier auf Parallelen zur Religion.
Zweitens: Schon 2001 stellte der “Weltklimarat” fest: „In der Klimaforschung und  -modellierung sollten wir erkennen, dass es sich um ein gekoppeltes nicht-lineares chaotisches System handelt. Deshalb sind längerfristige Vorhersagen über die Klima-Entwicklung nicht möglich. (IPCC, Third Assessment Report, 2001, Section 14.2.2.2, S.774) Daran erkennen Sie den “Wert” der von Prof. Zellner erwähnten Modelle: Sie taugen nicht für „Klimaprognosen“! (Nebenbei: Um das Klima prognostizieren zu können, müsste – in Übereinstimmung mit der o. a. Klima-Definition – erst einmal das Wetter der kommenden Jahrzehnte prognostiziert werden.) Die von Ihnen zitierten „verheerenden 3,7 bis 4,8 Grad“ Temperatursteigerung sind also nichts als inhaltlose Zahlen!
Und dafür sollen weitere Milliarden ausgegeben werden? Die verhängnisvolle deutsche „Energiewende“ (nach Peter Altmaier eine Billion Euro) reicht ja schon! Und dafür verunglimpfen auch noch Sie die Kohlenutzung („Renaissance der Kohle“). Bitte begreifen Sie: Steigende Kohlendioxid-Emissionen sind kein „Teufelszeug“ („Klimakiller“ etc.), sondern dieses Gas ist ein für die Pflanzenwelt auf der Erde höchst nützlicher Stoff, der hilft, die Ernährung der wachsenden Menschheit zu verbessern. Biologen gehen davon aus, dass ein Mehrfaches des heutigen Kohlendioxid-Gehaltes unserer Lufthülle optimal fürs Pflanzenwachstum wäre! Wir sollten beispielsweise den Chinesen dankbar dafür sein, dass sie mit ihren Kohlekraftwerken helfen, die Erde besser zu begrünen!
Sie zitieren unsere Kanzlerin: Meinen Sie nicht auch, dass die Physikerin Merkel diese einfachen Zusammenhänge, die ich Ihnen hier aufgeschrieben habe, nicht auch kennt? Bitte fragen Sie sie, warum sie sich dann immer noch die Rolle einer „Klimakanzlerin“ spielt! 
Ich frage mich immer wieder: Warum sind Sie und die Mehrheit Ihrer Journalistenkollegen nicht bereit, diese Akzente der sog. „Klimapolitik“ in die Öffentlichkeit zu tragen? – Ich bin mir darüber im klaren, auf mein Schreiben keine Antwort zu erhalten. Falls wider Erwarten doch, könnte Ihre Antwort entweder eine Zustimmung zu meinen Ausführungen sein oder eine strikte Ablehnung – in diesem Falle wäre ich auf eine fachliche Begründung gespannt… 
Ich hielt es trotzdem für notwendig, Ihnen diese Gedanken als Anregung für Ihre weitere journalistische Arbeit zukommen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dietmar Ufer
Grünewaldstr. 1
04103 Leipzig




EEG-Umlage spült Milliarden Euro in die Kassen!

So schreibt Care Energy auf seiner Website:

Hamburg (ots) – Laut vorliegenden Unterlagen erzielten 2013 die 4 Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, Tennet & Transnet BW – allesamt Privatunternehmen – einen Überschuss aus den EEG-Umlagen von EUR 2.465.842.231,04
Von Januar bis Mai 2014 waren es immerhin schon EUR 1.915.858.024,80, davon alleine im Februar 2014 EUR 944.000.000 – Überschuss!
Eine Umlage wird klar durch Kostenneutralität definiert, also ein so genanntes Kostenausgleichsverfahren. Es dürfen nicht mehr Einnahmen erzielt werden, als diesen Einnahmen auch Ausgaben gegenüberstehen. Das erwirtschaften eines Überschusses in dieser Form, ist nicht zulässig.
Im selben Zeitraum kassierte der Staat EUR 6.160.126.997,36 an Umsatzsteuern für das gesamte EEG-Umlagenaufkommen und dies obwohl es sich bei der Umlage um einen so genannten "echten Zuschuss" handelt, welcher umsatzsteuerbefreit sein müsste, oder könnte.
In Summe bedeutet dies, dass der Verbraucher bei der Bezahlung seiner Stromrechnung alleine von 2013 bis dato um sage und schreibe EUR 8.075.985.022,16 mehr bezahlte, als dies notwendig gewesen wäre.
"Es kann darüber diskutiert werden, ob ein EEG in der alten oder der neuen Form grundrechtsverletzend ist, ob es dem EU-Wettbewerbsrecht entspricht oder nicht. Keinesfalls sollte jedoch diskutiert oder nachgedacht werden, mit Hilfe welcher "windigen" Argumentationen und Aktionen, dem Verbraucher auf Grund dieses Gesetzes mehr aus der Tasche genommen werden kann als unbedingt notwendig. Ein Gesetz ist immer eine Rahmenbedingung und niemand ist verpflichtet, diesen Rahmen voll auszunutzen – der Schutz des Verbrauchers geht hier vor und das Augenmaß der Umlage sollte beachtet werden", so Martin Richard Kristek Chef der Care-Energy.
Pressekontakt:

Care-Energy Holding GmbH Dessauer Strasse 2-4 20457 Hamburg Dipl. Kaufmann Marc März Ltr. Öffentlichkeitsarbeit marc.maerzEURcare-energy.de 
Quelle: hier http://www.presseportal.de/pm/80959/2773512/



Energiewende: Land unter im Stromsee – Nur hohe Nutzungsgrade machen Sinn

Das Hauptproblem bei den wetterabhängigen Stromerzeugungsverfahren aus Wind und Sonne sind die geringen Nutzungsgrade. Will man z.B. aus Windenergie einen im Jahresmittel definierten Ertrag gewinnen, dann kann man die am Typenschild der Anlagen ablesbare Leistungsangabe nicht heranziehen. Entscheidend ist vielmehr der Nutzungsgrad, eine prozentuale Angabe über den Abschlag, mit dem die Typenschildabgabe multipliziert werden muss. Wie Bild 1 zeigt, würde ein motorisch betriebenes Kraftwerk, das nahezu unterbrechungsfrei arbeiten kann, bei einer nominellen Leistung von 1 MW bis zum Ende eines Betriebsjahres ca. 8600 MWh elektrischer Arbeit abliefern. Bei einer Windenergieanlage mit nominell gleicher Leistung wären es zum Jahresende lediglich 1524 MWh und bei einer Solaranlage sogar lediglich 727 MWh. Ursache ist der miserable Nutzungsgrad der „Erneuerbaren“: Sowohl Wind- als auch Solarkraftwerke liefern nur ganz selten die volle Höchstleistung ab, die weitaus meiste Zeit kommen nur Bruchteile davon aus den Anschlüssen. Bei an Land errichteten Windenergieanlagen liegt der Mittelwert daher bei lediglich 17,4 % statt 100 % des theoretisch möglichen Ertrags, bei Solaranlagen sind es sogar nur 8,3 %.

Bild 1: Vergleich der gelieferten Jahresstrommenge für ein Motorkraftwerk, eine Windenergieanlage und eine Solaranlage, jeweils mit einer Typenschildleistung von 1 MW
Da jedoch 100 % bzw. 8600 MWh benötigt werden, muss man bei EE-Anlagen deshalb eine entsprechend höhere Kapazität installieren, Bild 2. Bei Wind entspricht dies dem Faktor 5,75, bei Solarstrom mit seinem noch deutlich schlechteren Nutzungsgrad von 8,3 % liegt der Faktor sogar bei 12,05.

Bild 2: Gleicher Stromertrag von 1 MW Motorkraft, 5,75 MW Windenergie oder 12 MW Solarpaneelen.
Anders ausgedrückt: Um ein Motorkraftwerk mit nominell 1 MW bei 98,5 % Auslastung zu ersetzen, muss man 5,75 MW Windleistung oder sogar 12 MW Solarleistung installieren – und deren Produktion bei „gutem“ Wetter auch irgendwohin schaffen, wo sie sinnvoll genutzt werden kann.

Strom-Tsunamis sind vorprogrammiert

Direkte Folge der großen Überkapazitäten, die man beim Ersatz konventioneller Stromerzeugungstechnologien durch Wind- und Solaranlagen mit schlechten Nutzungsgraden vorsehen muss, ist eine entsprechend hohe Überproduktion an Strom, wenn es der Wind oder die Sonne mal besonders gut meinen. Während ein konventionelles Kraftwerk mit 1 MW Leistung stets genau diese Leistung zur Verfügung stellt, sieht dies bei einem Windpark ganz anders aus: Es wird je nach Wetterlage zwischen 1 % und 575 % der eigentlich benötigten Leistung ins Netz einspeisen, egal wie hoch der aktuelle Bedarf ist. Bei einem Solarkraftwerk sind es dementsprechend zwischen 0 % und 1200 %.
Allerdings kann man den bei „guter“ Wetterlage zuviel produzierten Strom nicht einfach „wegwerfen“, da man damit im Prinzip die Zeiten schwächerer Produktion ausgleichen muss. Anderenfalls würde man die für das Gesamtjahr benötigte Stromproduktion nicht darstellen können. Das Ganze kann daher nur funktionieren, wenn man die in Zeiten des Überflusses produzierten Strom-Tsunamis irgendwohin leitet, wo sie sinnvoll verwendet werden können. Das könnten in Zukunft irgendwelche Speichersysteme oder – so wie es jetzt gehandhabt wird – einfach die Stromnetze unserer diversen Nachbarländer sein, denen man den Segen mit teils massiven Zuzahlungen auf’s Auge drückt.
Das Problem ist dabei, dass man hierfür die Leitungsnetze entsprechend der im Extremfall zu erwartenden Strommengen überdimensionieren muss. Während für das bereits angesprochene 1-MW-Motorkraftwerk eine Leitung mit einer Transportkapazität von 1 MW völlig ausreichen würde, müsste sie für den Anschluss eines Windparks mit 5,75 MW auch für dessen Maximalkapazität ausgelegt werden, auch wenn im Jahresmittel nur 1 MW Transportkapazität genutzt wird. Anders ausgedrückt: Man muss eine 5,75 MW-Leitung vorsehen, die jedoch statt zu 98,5 % lediglich zu 17,4 % ausgelastet wird. Im Straßenbau entspräche dies dem Bau einer sechsspurigen Autobahn, über die dann im Mittel das Verkehrsaufkommen einer einspurigen Landstraße abgewickelt wird, Bild 3. Noch schlechter sieht es bei Solaranlagen aus, da hier das Verhältnis 1/12 ist. Das entspräche einer 12spurigen Autobahn statt einer Landstraße.

Bild 3: Stromnetz-Analogie: Wo bei konventionellen Kraftwerken eine einspurige Landstraße reichen würde, müsste man bei Windstrom für die Bewältigung des gleichen Jahresstromaufkommens eine sechsspurige Autobahn vorsehen

Ausbauziele für Deutschland

Um abzuschätzen, wie sich die weitere Entwicklung des EEG in den kommenden Jahren auf die Stromproduktion Deutschlands sowie auf die dortigen Stromnetze auswirken dürfte, gehen wir zunächst von der aktuellen Stromproduktion und von den EE-Planungen der Großen Koalition aus. Als Referenz nehmen wir das Jahr 2013 mit einer Gesamt-Stromproduktion von 629 TWh. Während die Stromerzeugung in Deutschland – außer in Kriegs- und Krisenzeiten – stets zunahm, unterstellen wir einmal, dass die aktuellen Sparbemühungen zu einem „Einfrieren“ des Stromverbrauchs auf dem Niveau des Jahres 2013 führen werden. Da die Politik jedoch den Autoverkehr auf elektrische Antriebe umstellen will, muss der hierfür benötigte Strom zusätzlich erzeugt werden. Für 2020 sind 1 Mio. Elektrofahrzeuge geplant, während bis 2050 die gesamte PKW-Flotte von heute rund 44 Mio. Fahrzeugen durch Stromschlucker ersetzt sein soll. Aufgrund dieses zusätzlichen Verbrauchs ergäbe sich dann für 2050 eine Stromerzeugung von 759 TWh. Für 2050 plant die große Koalition einen EE-Anteil an der Stromproduktion von 80 %. Noch weiter gehen Grüne, WWF, Greenpeace und die evangelische Kirche, die 100 % EE-Anteil fordern.
Setzt man die obigen Zahlen um, so lassen sich für die Stromproduktion aus EE-Quellen folgende Zielvorgaben errechnen:
Jahr 2050:      TWh 
Wind Onshore (erforderl. Kapazität 288100 MW, Nutzungsgrad 17,4 %)       439,1
Wind Offshore (erforderl. Kapazität   36010 MW, Nutzungsgrad 34,8 %)    109,8
Solar (erforderl. Kapazität 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3 %)        37,8
Wasser (Kapazität 4300 MW)       20,5
Jahr 2050 bei 100 % EE-Erzeugung (Forderung   ev. Kirchentag)    TWh   
Wind Onshore (erforderl. Kapazität 367800 MW, Nutzungsgrad 17,4 %)       560,6                                            

Wind Offshore (erforderl. Kapazität  46000 MW, Nutzungsgrad 34,8 %)    140,1                                               

Solar (erforderl. Kapazität 52000 MW, Nutzungsgrad 8,3 % )      37,8                                                                

Wasser (Kapazität 4300 MW )        20,5                                                                                      
Diesen Zahlen liegen folgende Annahmen zugrunde: Die Produktion von Strom aus Wasserkraft wird sich in Deutschland kaum noch steigern lassen. Auch der Erzeugung von Strom aus Getreide – vornehm als Biogas bezeichnet – dürfte wegen der Amoralität dieses Tuns in einer hungrigen Welt (man braucht sich nur zu fragen, warum so viele Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer ihr Leben riskieren) kaum noch großes Wachstum beschieden sein. Und bei Fotovoltaik ist ein Deckel von 52000 MW geplant. Alle künftigen Steigerungen der Erzeugung von EE-Strom können daher im Prinzip fast nur noch durch Ausbau der Windenergie erfolgen. Blieben von den EE-Erzeugern theoretisch also noch Müllverbrennungsanlagen (5,2 TWh in 2013) und Getreidegasanlagen (42,6 TWh in 2013), die parallel zu den Wind- und Solaranlagen einspeisen. Aus naheliegenden Gründen dürfte ihr Anteil in den kommenden Jahrzehnten jedoch gegen Null tendieren, da alle heute existierenden Anlagen bis 2050 aus der Förderung herausfallen und neue Anlagen wohl kaum noch errichtet werden. Die heute noch existierenden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen dürften bis 2050 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit vom Markt verschwunden sein.

Auswirkungen auf die Stromproduktion

Um die konkreten Auswirkungen des beschlossenen Ausbaus von Wind- und Solarstromerzeugung im Jahre 2050 zu veranschaulichen, wurden die realen Zahlen der Stromproduktion des Dezembers 2013 in viertelstündlicher Auflösung zugrunde gelegt. Dann wurden sowohl die vollständige Netzlast als auch die zu erwartende Leistungsbereitstellung durch Wind- und Solarkraftwerke mit Hilfe der oben aufgeführten Zahlen umgerechnet. Bild 4 zeigt die entsprechenden Werte für die Netzlast (entspricht in etwa dem inländischen Verbrauch) sowie für die Summenleistung von Wind- und Solarenergieanlagen plus Wasserkraft. Der Spitzenwert liegt bei 296000 MW.

Bild 4: Projektion der Netzlast (dunkelblau) sowie der kumulierten Leistung von Wind-und Solarstromanlagen im Dezember 2050
Wer beim Blick auf diese Darstellung jetzt annimmt, man könne angesichts der großen Mengen an EE-Strom die Kapazität der konventionellen Kraftwerke stark reduzieren, den wird ein Blick auf Bild 5 enttäuschen. Trotz der riesigen Kapazitäten von Wind- und Solarenergieanlagen gibt es weiterhin zahlreiche kürzere oder auch längere Zeiträume, wo konventionelle Kraftwerke einspringen müssen, weil die Produktion von EE-Strom nicht ausreicht, um Deutschland zu versorgen. In der Spitze müssen konventionelle Kraftwerke bis zu 61000 MW Leistung bereitstellen, damit die Stromversorgung gesichert bleibt. Darüber hinaus müssen zahlreiche Kohle- und Gaskraftwerke sogar kontinuierlich am Netz bleiben, um die Mindestleistung von etwa 28000 MW zu sichern, die benötigt wird, um die zur Stabilisierung des Netzes erforderliche Regelleistung darstellen zu können.

Bild 5: Im fiktiven Dezember 2050 benötigte Leistung aus konventionellen Kraftwerken: Rot für die Tage, an denen die Produktion aus EE-Quellen nicht zur Deckung der Netzlast ausreicht, und blau die zur Aufrechterhaltung der Netzsicherheit erforderliche Mindestleistung

Auswirkung auf die Netze

Würde der Ausbau der Stromproduktion aus sogenannten „Erneuerbaren Energien“ entsprechend der bisherigen Planungen konsequent umgesetzt, so hätte dies erhebliche Konsequenzen auch im Bereich der Hochspannungs-Übertragungsnetze für den erzeugten elektrischen Strom. Charakteristisch für die aktuelle Situation ist die weitgehende Planlosigkeit, mit der offensichtlich agiert wird. Grund hierfür ist sicherlich auch die Tatsache, dass sich bisher keinerlei vertretbare großtechnische Lösung für die Speicherproblematik abzeichnet. Deshalb werden bezüglich der Leitungsnetze zurzeit nur kleinere Lückenfüller wie „SüdLink“ projektiert, mit denen man die auf uns zurollende Erzeugungswelle auf keinen Fall bewältigen kann. Dies zeigt ein Blick auf Bild 6 mit der Simulation der gesamten Erzeugungsleistung des Dezembers einschließlich der Produktion der nach wie vor unverzichtbaren konventionellen Kraftwerke.

Bild 6: Im Dezember 2050 würde die maximale Einspeiseleistung bei weiterer Fortführung der Pläne der Bundesregierung bis zu 319600 MW erreichen
In der Spitze – d.h. bei günstigen Wetterverhältnissen und einer auf die Sicherheitsreserve reduzierten Leistung der konventionellen Kraftwerke – würden bis zu 319600 MW an elektrischer Leistung eingespeist – das ist um den Faktor 3,76 Mal mehr als die 85000 MW an gesicherter Leistung, für die unser Stromversorgungssystem einschließlich der Leitungsnetze ausgelegt ist. Anders ausgedrückt: Wo heute eine Hochspannungsleitung verläuft, dürften es bis 2050 vier sein, Bild 7.

Bild 7: Wo heute nur eine Stromleitung verläuft, könnten es in einigen Jahrzehnten vier sein
Egal ob man diesen Strom jetzt in „Wunderspeicher“ einlagert, die irgendwelche grünen Genies bis dahin noch „mal eben schnell“ erfinden müssen, oder ob man vorhat, damit die Energiewirtschaft diverser Nachbarländer zu beglücken: Diesem massiven Überangebot wäre unser heutiges Übertragungsnetz nicht im Entferntesten gewachsen. Man kann grob über den Daumen schätzen, dass unser Netz für die Bewältigung dieser Strommengen um den oben errechneten Faktor erweitert werden müsste. Ausgehend von der heutigen Länge von rund 38000 km müsste demnach ein Ausbau um 104900 km auf eine Gesamtlänge von 142900 km erfolgen. Bezüglich der Kosten kann man in erster Näherung von dem aktuell veranschlagten Aufwand von bis zu 10 Mrd. € für die rund 800 km lange „SüdLink“-Trasse ausgehen, die dereinst Windstrom von der Nord- und Ostsee nach Grafenrheinfeld transportieren soll. Dabei kann dieser Ansatz noch als konservativ eingestuft werden, wenn man sich das Ausmaß der Kostenüberschreitungen ansieht, die bei Großprojekten wie Stuttgart 21, der Elbphilharmonie oder dem BER-Flughafen die Regel zu sein scheinen. Rechnet man diesen Wert auf die genannten 104900 km hoch, so landet man bei Investitionskosten von etwa 1311 Mrd. € – nur allein für den bis 2050 voraussichtlich erforderlichen Ausbau des Stromnetzes.

Sind „100 % EE“ tatsächlich machbar?

Eine interessante Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die nach der angeblich möglichen Vollversorgung mit EE-Strom, eine Position, die von diversen politischen Kräften sowie von der Evangelischen Kirche vertreten wird. Auch dieses Szenario lässt sich am Beispiel des Dezembers 2050 durchrechnen. Voraussetzung hierfür ist die Annahme, dass ein „grüner“ Wundereffekt, auf den bisher noch kein Ingenieur gekommen ist, die Stabilisierung des Netzes auch ohne die Stützfunktion konventioneller Kraftwerke bewirken wird. Das vom Übertragungsnetz in diesem Fall zu bewältigende Leistungsangebot von bis zu 376000 MW zeigt Bild 8. Bei diesem Szenario müsste man die Netze um den Faktor 4,4 auf 168000 km erweitern. Dafür wären 1625 Mrd. € aufzubringen. 




Die EEG-Subventionierung auch von Altanlagen kann und muss beendet werden

Denn deren Nichtantastung bedeutet, dass die Ausplünderung der Bürger, die zutiefst unsoziale Umverteilung von unten nach oben,  weiter ansteigt, nur etwas langsamer als bisher.
In einem bemerkenswerten Artikel hat Prof. Dr. Ulrich Büdenbender – bis 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Energiewirtschaftsrecht und Arbeitsrecht der Juristischen Fakultät der T.U.Dresden, seit 2013 Rechtsanwalt und Of-Counsel Clifford Chance, Düsseldorf – diese Ausrede widerlegt (Lit.1).

Zitat: „Die Bundesregierung will aus rechtlichen wie aus politischen Gründen an dem umfassenden 20-jährigen Bestandsschutz der Subvention für bestehende Anlagen festhalten. Rechtlich ist dies keineswegs zwingend; die maßgeblichen Argumente können hier kurz angesprochen werden (10): Verfassungsrechtlich handelt es sich bei der Beseitigung des uneingeschränkten Vertrauensschutzes in die Fortgeltung der bestehenden Förderzusagen um eine unechte Rückwirkung für einen noch nicht abgeschlossenen Sachverhalt. Sie ist unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes zulässig (11). Betroffen ist hier die Fortgeltung der EEG-Fördersätze, also die einer vertragsgestaltenden Regelung im Verhältnis EEG-Anlagenbetreiber und Netzbetreiber (§§ 8, 16 ff. EEG). Privatrechtliche Schuldverhältnisse aber stehen auch bezüglich ihrer normativen Ausprägung unter dem Vorbehalt sich ändernder Rahmenbedingungen, wie schon ein Blick in das Mietrecht mit häufigen gesetzlichen Änderungen auch für bestehende Mietverträge zeigt.
Dies gilt in besonderem Maße, wenn es um Änderungen von Belastungen zwischen den Vertragsparteien geht, die von Dritten finanziert werden müssen. Der Reduzierung von Begünstigungen für EEG-Altanlagenbetreiber stünde die Reduzierung / Begrenzung von Belastungen für die Gemeinschaft aller Stromverbraucher gegenüber. In diesem Interessenkonflikt ist die erstgenannte Personengruppe keineswegs uneingeschränkt schutzwürdig, wenn dies durch ständig steigende Strompreise zulasten der letztgenannten Gruppe mit erheblichem sozialen und wirtschaftlichen Sprengstoff führt ! Dies gilt erst recht, wenn sich eine gesetzliche Förderregelung mangels rechtzeitiger Anpassung als sachwidrig und nicht mehr aufrechtzuerhalten erweist.
Im Übrigen ist der frühere EEG-Gesetzgeber auch unter dem Aspekt des Demokratieprinzips (Art. 20, Abs. 3 GG) nicht in der Lage, nachfolgende Gesetzgeber über jeweils fünf Legislaturperioden hinweg bezüglich der EEG-Förderung zu binden. 

Anmerkungen
(10): Vgl. dazu näher Büdenbender/Gärditz/Löwer/Ludwigs/Paschke/Stoll/Wolfrum: „Rechtliche Rahmenbedingungen für die Reform der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland“, 2014, Kap.3 (im Druck)“.
(11): Vgl. den Nachweis in Fn.(10)“.

(Ende des Zitats).
Daraus folgt, die Bundesregierung hätte schon längst die EEG-Förderregelungen für Bestandsanlagen ändern können und sie kann – und müsste – es endlich jetzt tun. Auch für Nichtjuristen ist allein das Beispiel mit den Mietverträgen von durchschlagender Überzeugungskraft. Die detaillierten  Ergebnisse der Arbeit von Prof. Büdenbender und Kollegen – siehe seinen Hinweis auf die im Druck befindliche Langfassung – ersparen den Ministerialbeamten von Herrn Gabriel gewiss eine Menge Arbeit.
Handelt die Bundesregierung spätestens jetzt nicht, bedeutet das wohl, dass sie ein Fortbestehen der Umverteilung von unten nach oben wünscht.
Es gibt schon länger Berichte darüber, dass sich auch zahlreiche Abgeordnete mit privaten finanziellen Engagements an Projekten von EEG-begünstigten Anlagen beteiligt haben. Möglicherweise liegt hier eine Erklärung für das unverständliche Zögern.
Es wäre die Aufgabe des Bundestagspräsidenten, in dieser Sache der Frage der Befangenheit  näher nachzugehen. Unangenehm, aber vielleicht nötig.
(Lit.1): Ulrich Büdenbender: „Wirtschaftliche Lastenverteilung für die Förderung erneuerbarer Energien in der Elektrizitätswirtschaft“, Energiewirtschaftliche Tagesfragen 64.Jg (2014) Heft 6
Über den Autor:
Dr. Ing. Günter Keil war viele Jahrzehnte im deutschen Ministerium für Forschung und Bildung an leitender  Stelle tätig. Er ist Autor des Sachbuches "Die Energiewende ist bereits gescheitert" und Hauptautor des  Energiepoltischen Manifestes (s.pdf Anlage) vom März des Jahres

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Angstmache vs Realität in Deutschland: Wer gewinnt immer? Die Angstmache!

Ersteintrag: 09.11.2013 18:39:33 GMT+01:00
Beschreibung: http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/x-locale/common/carrot._V192193304_.gifSiegfried Sorglos meint:
"Ohne Radioaktivität kein Universum, keine Erde, kein Leben!"
… und ohne Feuer keine Zivilisation! – Deshalb möchte ich trotzdem nicht verbrennen.
Fragen Sie mal noch lebende Liquidatoren von Tschernobyl, was sie von Radioaktivität halten. Die bilden sich ihre Strahlenkrankheit und den Tod ihrer Kollegen sicherlich nur ein.
Vielleicht gibt es da auch jemanden, der ein verharmlosendes, schlaues Buch geschrieben hat. In jedem Fall gibt es da einen Staat und eine Industrie, welche Fakten gerne unter den Teppich kehren.
Ich kannte mal einen alten Mann, der als Kettenraucher nahezu 90 Jahre alt geworden ist.
Man hätte ihn ein Buch zu den völlig übertriebenen Gefahren des Rauchens schreiben lassen sollen (zur Freude der Tabakindustrie).
Natürlich war es auch nur Einbildung, dass drei homöopathische Kügelchen die Bindehautentzündung meiner damals wenige Monate alten Tochter kurierten. Mit den schulmedizinischen Antibiotikum-Tropfen hatten wir sie zuvor eine Woche lang gequält, aber der zähe, grüne Schleim, welcher die Augen nachts verklebte, kam zurück.
Glauben Sie, was Sie wollen, aber ersparen Sie anderen ihr arrogantes, besserwisserisches Getue. Bedenken Sie: Der Mensch ist mehr als Bildung und Verstand und das Leben mehr als Wissenschaft und Effizienz.
Kommentar von Franz Plich vom 03.07.2014, zur Rezension bei amazon vom 03.06.2013, zum Buch     Das Märchen von der Asse von Hermann Hinsch                                                                                          
Lieber Herr Sorglos,
vorab ein Angebot von mir: Ich schenke Ihnen gerne das Buch „Das Märchen von der Asse“. Für mich war dieses Buch, wie man so schön sagt, der Wendepunkt in meiner Einstellung zu radioaktiver Strahlung. Schreiben Sie mir eine Mail, geben Sie mir eine Lieferadresse an, auch gerne mit Pseudonym, und Sie bekommen das Buch über amazon. Was Sie mit den Informationen aus diesem Buch machen ist natürlich Ihre Sache, informativ ist es allemal. Meine Email: franz-plich@web.de  
Wie gesagt, ich habe ungemein viel aus diesem Buch gelernt und es hat mich dazu gebracht, mich weiter zu informieren, weiter zu bohren, nichts zu glauben, möglichst viel zu überprüfen. Bis zu der Havarie in Japan/Fukushima war ich den Kernkraftwerken reserviert gegenüber, war aber kein Gegner. Ich meinte, die sollten halt bis zum technischen Lebenszeitende Strom produzieren und dann ist es auch gut. Dann wären wir mit anderen Technologien so weit, die KKW’s zu ersetzen. Heute denke ich, dass jene Nationen an der Spitze der Entwicklung und des Wohlstands sein werden, welche die Kernenergie kommerziell zur Stromerzeugung intensiv nutzen. Ich bin also zum Strahlenfreund mutiert. Eine vernünftige alternative Quelle zur Stromerzeugung sehe ich weit und breit nicht.
Das von Ihnen empfohlenen Buch „Die Risikolüge: Warum wir nicht alles glauben dürfen“ habe ich vorhin bestellt. Ich werde es mit Interesse lesen.
Der große Unfall in Fukushima stellt eine Zäsur dar. Es sind nun einmal die Fakten, dass es keine Toten gegeben hat und mit Langzeitschäden für Mensch und Natur nicht zu rechnen ist. Damit muss die Anti-Atombewegung nun umgehen. Mit immer mehr Lügen und Panikmache kann sie Zeit gewinnen aber sonst nix. Die nackten Anti-Atomkaiser werden von immer mehr Menschen durchschaut werden!
Ein großer Fehler war, das Gebiet um das KKW-Fukushima zu evakuieren. Die Strahlenbelastung war dort nie irgendwie gefährlich und ist es auch heute nicht. Die Menschen sollten schnell zurückkehren dürfen, natürlich freiwillig. Das wollen auch viele. Es gibt normal bewohnte Städte auf der Welt, wo die natürliche Strahlenbelastung rund 20 Mal höher ist als im Umfeld von Fukushima heute. Den Menschen in diesen Städten geht es deshalb gesundheitlich nicht schlechter als anderswo. Aufgrund der Evakuierungen starben fast 60 Menschen, von den psychischen und sonstigen Belastungen einer Evakuierung abgesehen.
Dazu eine schlimme Anekdote aus meinem familiären Umfeld. Meine Partnerin sollte im November 2011, also ein paar Monate nach der Fukushimahavarie, beruflich eine Woche nach Tokio. Ihre damals 12-jährige Tochter war deshalb über Wochen verzweifelt. Sie bat ihre Mutter inständig nicht zu fliegen, konnte oft nicht schlafen, weinte viel, hatte Angst um ihre Mutter, die nun verstrahlt werden würde in Tokio. Woher hatte sie das? Ihre Lehrerin in der Lenau-Grundschule im grünen Vorzeigebezirk Berlin-Kreuzberg, hatte die Kinder ihrer Klasse verrückt gemacht mit Anti-Atompanik. Ihre Mutter flog trotzdem und kurz nach ihrer Rückkehr nach Berlin, war im Berliner Tagesspiegel eine Beilage zum Thema „Reisen in Risikogebiete“. Der Tagesspiegel veröffentlichte und verglich die Werte der Strahlung in Tokio gerade für diese Woche. Und das Ergebnis? In Berlin waren die Werte der radioaktiven Strahlung in dieser Woche im November 2011 rund doppelt so hoch wie in Tokio!!!
Da stellt sich die Frage: Wer tötet mehr? Die „böse“ Atomindustrie oder die „gute“ Anti-Atombewegung. Es ist die Anti-Atombewegung, die unfassbar viel Leid den Menschen zufügt. Das ist aber immer so mit fundamentalistischen religiösen Bewegungen, wie es auch die Anti-Atombewegung ist, und diese muss endlich gestoppt und zur Verantwortung gezogen werden!!! Der Welpenschutz ist längst vorbei! Die WHO geht von rund 1 300 grundlosen Angstselbstmorden wegen des Atomunfalls in Fukushima aus. In Deutschland geht man von hunderttausenden in ihrem Leben beeinträchtigte Menschen aus, die wegen der Panikmache an irrationaler Strahlenangst erkrankt sind, bei den Psychotherapeuten Hilfe suchen, ihre Lebensfreude zum Teil verloren haben und/oder nur noch eingeschränkt arbeits- und lebensfähig sind. Ja, ist ja gut, es ist nicht nur die Strahlenangst, auch die vielen anderen Ökolügen, z.B. dass wir permanent von der bösen Nahrungsmittelindustrie vergiftet werden, tragen ihren Teil dazu bei.  
Mit freundlichen Grüßen, Franz Plich, Berlin-Kreuzberg
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