Frau Merkel, Sie wollen den CO2-Ausstoß verringern?

Dummerweise kostet die Energiewende schmerzhaft mehr

Merkels „Energiewende“ bedeutet, wie Sie wissen: weg von der Stromerzeugung mit fossilen Energieträgern (Kohle, Erdgas, Erdöl), weg auch mit der Kernenergie (Uran) und hin zur Stromerzeugung mit Wind, Sonnenschein und pflanzlichen Stoffen. Alle drei Energieträger werden fälschlich „erneuerbare Energien“ genannt und der Strom daraus „Ökostrom“. Zutreffend sind sie alternative und unzuverlässige Energien zu nennen und der Strom aus ihnen Flatterstrom. Außerdem ist diese Energiewende, präziser gesagt, eine Stromerzeugungswende. Aber dummerweise kostet das Erzeugen von elektrischem Strom aus alternativen Energieträgern schmerzhaft mehr als aus fossiler Energie und aus Kernenergie.

Eine ziemlich unbekannte, aber grundlegende Untersuchung aus der Uni Stuttgart


Das ist zwar hinlänglich bekannt, kaum dagegen eine grundlegende Untersuchung dazu, die aus der Universität Stuttgart stammt (hier). Dort hat eine Arbeitsgruppe (S. Wissel et al.) die Herstellkosten für die verschiedenen Verfahren der Stromerzeugung nach den Regeln der Betriebswirtschaftslehre berechnet. Von Bedeutung dabei ist dies: Die Kosten sind – einheitlich bei allen Verfahren – für Neuinvestitionen berechnet (also nicht für schon bestehende Anlagen) und zwar so, als würden sie im Jahr 2015 stattfinden. Auf diese Weise hat die Wissel-Arbeitsgruppe, als sie im Jahr 2010 die Berechnungen anstellte, abgeschriebene Anlagen aus dem Kostenvergleich herausgehalten und verwirrende Diskussionen über die Höhe der Abschreibungskosten damit vermieden.

Ökostrom erzeugen kostet drei- bis siebenmal so viel wie Strom aus Braunkohle

Nach diesen Berechnungen kostet das Erzeugen von Strom aus Windenergie 11,8 bis 14,6 Cent je Kilowattstunde, für Strom aus Solarenergie (Sonnenschein, Fotovoltaik) 27,7 bis 31,8 Cent und Strom aus der Energie der Braunkohle 3,7 Cent je Kilowattstunde. Strom aus Windkraftanlagen ist also dreimal so teuer wie der aus einem Braunkohlekraftwerk und der Strom aus den Fotovoltaik-Anlagen siebenmal so viel. Ihn freiwillig zu kaufen, würde jeder für Blödsinn halten. Folglich wird dieser Strom in Deutschland subventioniert und zugleich mit staatlichem Abnahmezwang ins Netz gedrückt. Die Subvention, die sogenannte EEG-Umlage, müssen die Stromverbraucher zahlen.

Ein schwerwiegender Irrtum

Allerdings wollen die Flatterstrom-Befürworter und dessen Profiteure die Subventionierung nur als Anschubfinanzierung verstanden wissen. Daher behaupten sie, die fossilen Energieträger würden künftig immer knapper werden, folglich im Preis steigen und die Herstellkosten für den Strom daraus die Ökostrom-Herstellkosten übertreffen. Das ist nicht nur deswegen ein Irrtum, weil fossile Energieträger über hunderte und tausende von Jahren zur Verfügung stehen (hierhier und hier), aber vor allem ein schwerwiegender und wesentlicher Irrtum, weil die Ökostrom-Befürworter ein physikalisches Gesetz nicht kennen. Es heißt Kosten-Energie Äquivalenz-Gesetz (KEÄG).

Alles geht nur mit Energie

Auch Sie kennen dieses Gesetz nicht? Ist nicht schlimm, denn ich kannte es ebenfalls nicht. Doch hat mir jemand auf die Sprünge geholfen. Aber um das Gesetz zu erläutern und zu verstehen, muss ich etwas ausholen. Die Ausgangsüberlegung beginnt so: Alles menschliche Tun benötigt Energie. Was immer Menschen verrichten, sie müssen dafür Energie aufwenden. Um sich zu bewegen, um etwas herzustellen, überhaupt um zu leben, geht das nur mit Energie. Selbst um denken zu können, müssen sie zuvor Energie getankt haben, indem sie essen und trinken. Aber Essen und Getränke sind herzustellen, sind zu besorgen, sind zu transportieren, sind zu verteilen. Auch dafür wird Energie benötigt.

Abbildung 1: In Deutschland durch NIE (Nachhaltig Instabile Energien) erzeugte Elektroenergie in TWh und gleichzeitigrt CO2 Ausstoß von fossilen Kraftwerken in Mio t. Ein Einfluss der NIE auf den CO2 Ausstoß ist nicht feststellbar. Bild EIKE, Daten Statista

Nehmen wir als Beispiel unser täglich Brot

Um es anschaulicher zu machen: Nehmen wir als Beispiel unser täglich Brot. Wir essen es nicht nur, weil es uns schmeckt, sondern weil wir etwas zum Essen brauchen; unser Körper will stets versorgt sein, damit er funktioniert und uns am Leben hält. Brot also hilft daran mit, dass wir leben können. Aber bevor es vor uns auf dem Teller liegt, muss es gebacken werden. Der Backofen dafür lässt sich nur mit Energie erhitzen, zum Beispiel mit elektrischer Energie (gewonnen zum Beispiel aus Kohle, Erdöl oder Erdgas, also fossiler Energie) oder mit Strom aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenlicht oder „Biogas“ mittels Pflanzenmasse-Vergärung (letztlich alles Sonnenenergie) oder einem Holzfeuer (pflanzliche Energie, die sich letztlich ebenfalls aus der Sonnenenergie speist).

Die ganze Produktionskette von Brot ist eine Energiekette

Der Backofen musste gebaut werden. Er setzt sich aus Teilen zusammen, die ebenfalls herzustellen waren. Der Ofen musste von dort, wo er gebaut wurde, dorthin transportiert werden, wo er backen sollte. Zuvor waren seine Bauteile zum Ort seiner Herstellung zu transportieren gewesen. Ebenso hat das Brot eine Produktions- und Transportkette durchlaufen: erst das Saatgut, dann dessen Aussaat, zuvor und zwischendurch die Pflege des Ackers, das Düngen, die Schädlingsbekämpfung, dann das Ernten mit dem Mähdrescher, der Korntransport zur Mühle, das Mahlen, der Transport des Mehls zum Bäcker, das Herstellen des Brotteiges. Hergestellten werden mussten auch der Teller, der Strom, die Elektrizitätswerke, die Windkraftanlagen, die Solarzellen, die Transportmittel, das Saatgut die Ackergerätschaften, der Dünger, die Schädlingsbekämpfungsmittel, die Mühle, deren Bauteile …. Und nichts davon war ohne den Einsatz von Energie möglich. Alles, alles geht nur mit Energie. Diese Energie beziehen wir global weit überwiegend (zu über 90 Prozent) aus fossilen Rohstoffen.

Alle Kosten sind letztlich Energiekosten

Man sieht also: Sämtliche Kosten, die durch menschliches Tun und menschliche Bedürfnisse entstehen, lassen sich letztlich auf den dafür notwendigen Einsatz von Energie zurückführen. Das heißt, alle Kosten sind letztlich Energiekosten. Das ist wie ein Gesetz. Und es ist nicht nurwie ein Gesetz, sondern es ist ein Gesetz, ein physikalisches Gesetz. Einem solchen Gesetz kann sich der Mensch nicht entziehen, er muss es hinnehmen. Weil also alle Kosten = Energiekosten sind, also zwischen Kosten und Energie eine Gleichwertigkeit (Äquivalenz) besteht, heißt dieses Gesetz das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz (KEÄG). Formuliert hat es Heinz Schütte. Er hat ihm auch diesen Namen gegeben. Genau erklärt ist es hier und hier. Heinz Schütte (Jahrgang 1939), ist promovierter Chemiker, hat auch Physik und Pharmakologie studiert.

Sind auch die Entsorgungskosten von Kraftwerken berücksichtigt?

Was antwortet Schütte auf die Frage, ob die Entsorgungskosten von Kraftwerken in die Kosten- und CO2-Rechnung in die KEÄG-Überlegungen einbezogen sind? Seine Antwort: „Diese Frage ist in der ‚Wissel-Arbeit’ klar beantwortet: Sämtliche Kosten – wirklich sämtliche!! – sind in der ‚Wissel-Arbeit’ korrekt berücksichtigt. Damit sind selbstredend auch die Entsorgungskosten und der daraus resultierende CO2-Anfall für alle Kraftwerkstypen vergleichbar enthalten.

Die Schlussfolgerungen aus dem Kosten-Energie-Äquivalenz-Gesetz

Aber was bedeutet das KEÄG für die „alternativen Energien“, wenn diese – so lautet bekanntlich das politisch erklärte Ziel – bei der Stromerzeugung CO2 einsparen und damit das „Klima schützen“ sollen? Dieses Gesetz definiert nämlich die Kosten anders als gewöhnlich, und Heinz Schütte zieht daraus diese Schlussfolgerungen:

Auch die Flatterstrom-Kosten resultieren aus dem Verbrauch von Kohle, Öl und Gas

„Die weltweit auftretenden Kosten sind Kosten für Wirtschaftswerte, die in der Vergangenheit durch den Einsatz der Primärenergieträger geschaffen worden sind. Zu diesen Werten gehören Immobilien, Produktionsanlagen, Fahrzeuge, langlebige Gebrauchsgüter, Haushaltsausstattungen, Versicherungen, Sparguthaben, nicht zu vergessen das monetäre Gesamtvolumen der Weltwährungen und vieles mehr. Obwohl sich die Zusammensetzung der Primärenergieträger – Kohle/Öl/Gas – seit dem 2. Weltkrieg verändert hat, bestanden die Primärenergieträger stets und ununterbrochen zu mehr als 90 Prozent aus kohlenstoff-haltigen Fossilien.“ Das, so Schütte, sei auch heute noch so. Durch ihren physischen Einsatz in die Wertschöpfungskette werde ihre äquivalente Menge an CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Damit bestünden die heutigen weltweiten Kosten zu über 90 Prozent aus dem Verbrauch von Kohle, Öl und Gas. Folglich resultierten die Kosten für Strom aus “alternativen Energien” ebenfalls zu über 90 Prozent aus dem Verbrauch dieser drei fossilen Energieträger – so, wie auch alle anderen weltweit auftretenden Kosten.

Für weniger CO2 wären zuerst die „Ökostrom“-Anlagen abzuschalten

Da aber die Stromerzeugung mit Wind dreimal so viel kostet wie die mit Braunkohle und die mit Sonnenschein siebenmal so viel, bedeutet das in der Schlussfolgerung von Schütte, dass Windkraftstrom demnach das 3-fache und Fotovoltaik-Strom das 7-fache an Kohle, Öl und Gas verbraucht, als ein Braunkohlekraftwerk benötigt. Dementsprechend betrage die CO2-Emission bei Windrädern das 3-fache und bei Fotovoltaik-Anlagen das 7-fache der CO2-Emissionen eines Braunkohlekraftwerks. Würde also das Klima wirklich durch Reduktion von CO2 „geschützt“ werden, so werde durch die Umstellung auf “alternative Energien” exakt das Gegenteil erreicht. Oder noch verblüffender ausgedrückt: Wenn denn der CO2-Ausstoß verringert werden soll, dann müssen als erstes die „Ökostrom“-Anlagen abgeschaltet werden, nicht die Braunkohle-Kraftwerke.

Höhere Kosten für fossile Energie machen „Ökostrom“ nicht wettbewerbsfähiger

Schütte weiter: Die ständige Verkündung, steigende Kosten für Kohle, Öl und Gas würden die Kostenstruktur zugunsten der dann kostengünstigeren Ökostrom-Anlagen umkehren, stelle sich als fundamentaler Irrtum heraus, denn auch in absehbarer Zukunft werde der Löwenanteil der Primärenergie weiterhin aus Kohle, Öl und Gas bestehen. Wenn also die Kosten für diese fossilen Energieträger stiegen, dann würden sich, weil das KEÄG gelte, zwangsläufig auch die Kosten für die „Erneuerbaren Energien“ (EE) erhöhen. Abhilfe sei nur dann zu erwarten, wenn es gelänge, die technische Effizienz der EE-Produktionsverfahren zu steigern. Dafür notwendig sei eine Effizienzsteigerung um den Faktor 3 und 7. Die aber sei – wegen der schon erreichten technischen Reife dieser Verfahren – physikalisch absolut ausgeschlossen.

Gibt es Widerlegungen?

Dass diese Überlegungen falsch oder nicht allgemein gültig sind, hat nach Schüttes Angaben noch niemand widerlegt. Auf Befragen antwortet er: „Eine seriöse Gegenargumentation ist bisher nirgends veröffentlicht worden. Das ist auch naheliegend, denn ich habe weder eine neue ‚These’ aufgestellt, noch habe ich neue, bisher nicht bekannte Gedanken oder Ideen in die Welt gesetzt. Ich habe lediglich – so, wie ich in meiner Arbeit auch ausdrücklich auf S. 141, Abs. 2, angemerkt habe – ein bekanntes, lehrbuch-gängiges, physikalisches Grundgesetz mit allgemeingültigem, wirtschaftswissenschaftlichem Basiswissen, wie es in entsprechenden Lexika enthalten ist, unter Anwendung gültiger Gesetze der Logik miteinander verknüpft. Ich habe absolut nichts ‚Neues’ erfunden.“

Eine Kritik, Schüttes Entgegnung, eine Zustimmung

Mit kritischen Äußerungen hat sich, worauf Schütte hinweist, bisher nur Dr. Manuel Frondel1) vom RWI Essen und Professor an der Ruhr-Universität in Bochum zu Wort gemeldet. Dazu hat Schütte eine Entgegnung verfasst (beides hier). Bestätigt dagegen wird Schütte von Prof. Dr. Carl Otto Weiss. Dieser schrieb am 16. April 2011 (hier): „… Für eine Einschätzung der Energie- und CO2-Verschwendung der EE muss man sich nur den Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Kosten vor Augen halten. Die Kosten fuer die Herstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung sind nämlich fast ausschließlich die Kosten der Primärenergie, welche für ihre Herstellung aufgewendet werden muss. Heutzutage wird alles mit Hilfe von Energie hergestellt. …. Einwände der Art: „aber die Kosten für Kinderausbildung, Kultur, etc. sind ja auch enthalten“ sind nur scheinbar richtig. Auch diese Kosten sind letztlich nichts als Energiekosten. ….. Wenn man es konsequent zu Ende überlegt ‚besteht’ letztlich jedes Produkt/jede Dienstleistung nur aus Energie. Die Herstellungskosten geben also gerade die Energie an, welche zur Herstellung benötigt wurde. Die Erzeugungskosten von Windstrom liegen im Mittel bei ca. 8ct/kWh, also doppelt so hoch wie bei konventionellen Kraftwerken. Das bedeutet, dass für die Herstellung einer kWh Windelektrizität doppelt so viel knappe Primärenergie ( Kohle/Gas/ Öl/ Kernenergie ) erforderlich ist wie bei konventioneller Erzeugung. …“

Wind- und Solarstrom – eine sinnlose Verschwendung von Kohle, Gas und Öl

Professor Weiss verfasste am 22. Februar 2012 auch eine Einleitung zu einem Beitrag Schüttes über das KEÄG (hier). Der Titel des Beitrags lautet „Erneuerbare Energien beurteilt unter dem Aspekt des Kosten-Energie-Äquivalenzgesetzes“. Weiss schreibt: „Vor einiger Zeit argumentierte ich (hier), dass die Erzeugung von Elektrizität aus Wind- oder Sonnenenergie eine sinnlose Verschwendung von Energierohstoffen wie Kohle, Gas, Öl darstellt. Dieser Aussage lag die Vorstellung zugrunde, dass die Kosten zur Herstellung einer Ware oder Dienstleistung ausschließlich die Kosten der Energiemenge sind, welche für die Herstellung aufgewendet wird, welche also im Herstellungsprozess letztlich in Wärme umgewandelt (und als solche in den Weltraum abgestrahlt wird, damit endgültig verloren ist)… Gemäß dieser Vorstellung lassen sich die Energieverbräuche verschiedener Herstellungsverfahren einfach anhand der Herstellungskosten vergleichen, während die üblichen Berechnungen von Energieverbräuchen stets unsicher sind, da die Zurückverfolgung der Energieverbräuche bis auf die Rohmaterialgewinnung niemals im Detail möglich ist. …“

„Kosten als Energie-Äquivalent von Schütte klar nachgewiesen“

Weiss weiter: „Die Schlussfolgerung, dass Erzeugung von Elektrizität durch Wind und Sonnenenergie, angesichts von 3- bis 10-fachen Herstellungskosten, im Vergleich mit Erzeugung in konventionellen Verbrennungskraftwerken, eine gigantische Verschwendung von Primärenergierohstoffen darstellt und (wenn man denn schon mit Schädlichkeit von CO2-Emission argumentiert eine ebenso sinnlose wie gigantische CO2-Emission), wurde jedoch angezweifelt. Die zentrale Annahme, die Kosten seien ausschließlich Energiekosten, wurde in Frage gestellt. Die zentrale Vorstellung von Kosten als Energieäquivalent wurde jedoch kürzlich klar nachvollziehbar und auf naturwissenschaftlichen Prinzipien beruhend nachgewiesen von Dr. Heinz Schütte in der renommiertesten Zeitschrift der Energiewirtschaft „et-Energiewirtschaftliche Tagesfragen“ (Ausgabe 12/2011, Seite 32-37).“ Carl Otto Weiss ist Physiker und war Abteilungsdirektor an der Technischen Bundesanstalt Braunschweig und ist Autor bzw. Mitautor von weit über 200 Fachveröffentlichungen zur Laserspektroskopie. Er gehört auch zum Fachbeirat des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE).

Je teurer fossile Energie desto teurer auch der „Ökostrom“

In den „großen“ Medien war vom Kosten-Energie-Äquivalenz-Gesetz noch nichts zu lesen, aber im kleinen Mühlacker Tagblatt vor einem Jahr, jedenfalls in Form eines Leserbriefs (hier). Darin schreibt Balthasar Schmidt aus Ötisheim: „Im Dezemberheft 2011 der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „et-Energiewirtschaftliche Tagesfragen“ wurde das „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz“ veröffentlicht, welches durch Anwendung eines naturwissenschaftlichen Grundgesetzes auf elementare Zusammenhänge des Wirtschaftsgeschehens hergeleitet wurde: ‚Ausnahmslos sämtliche im Weltwirtschaftssystem auftretenden Kosten sind zu 100 Prozent reine Energiekosten.’ Da bisher kein ernstzunehmender Wissenschaftler dieses Gesetz mit anerkannten Fakten und Argumenten widerlegt hat, besitzt es uneingeschränkte Gültigkeit. Die Aussagen von Politikern aller Couleur, die Energiewende sei die langfristige Garantie dafür, dass die Preissteigerungen aufhören, muss man als haltlosen Unfug ins Reich der Märchen verweisen. ‚Erneuerbare Energien’ werden mit steigenden Kosten fossiler Energien eben nicht kostengünstiger, sondern teurer, da ihre Kosten zu 100 Prozent aus Kosten für fossile Energien bestehen. …“

„So einfach sind die Zusammenhänge“

Leserbriefschreiber Schmidt weiter: „Bisher war es für die Protagonisten der „Energiewende“ relativ einfach, dem Volk einzureden, dass die anfangs sehr hohen Kosten für „Erneuerbare Energien“ sich schon bald durch Kostendegression auf ganz normale Weise auf ein vertretbares Maß reduzieren würden. Diese unzutreffende Begründung kann man der Öffentlichkeit indes nur so lange verkaufen, wie die Zusammensetzung der Kosten und speziell deren wahre Verursachung nicht explizit bekannt sind. Nachdem das „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz“ formuliert wurde, ist diese Argumentation ein für alle Mal vom Tisch. Wenn man also fossile Energieträger direkt in klassischen Wärmekraftwerken einsetzt, spart man ein Vielfaches an Primärenergie, setzt entsprechend weniger – angeblich schädliches – CO2 frei und verhindert sämtliche den ‚Erneuerbaren Energien’ zu recht angelasteten Umwelt- und sonstigen Nachteile. So einfach sind die Zusammenhänge! Die große Mehrheit des Volkes würde diese Zusammenhänge sofort begreifen, wenn man sie ihm denn erklären dürfte. Das wird aber geschickt verhindert.“
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1) Manuel Frondel ist Diplom-Physiker und Diplom-Wirtschaftsingenieur und seit Oktober 2003 Leiter des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“ am RWI. Seit 2009 ist er zudem Professor für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie der Ruhr-Universität Bochum. Von 2001 bis 2003 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Umwelt- und Ressourcenökonomik und Umweltmanagement des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und Vertretungsprofessor an der Fachhochschule Heilbronn. Er promovierte am Lehrstuhl Ökonometrie der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Heidelberg. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der empirischen Wirtschaftsforschung (Quelle hier). Frondel zum Thema „Wie kann eine bezahlbare Energiewende gelingen?“ hier.
Der Beitrag erschiene zuerst auf K.P. Krauses Blog hier




Klimaaktivist Toralf Staud und Misereor – Eine unheimliche Liaison

Dass Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. (lat. misereor „Ich erbarme mich“) ist eines der größten Hilfswerke der römisch-katholischen Kirche in Deutschland und hat seinen Sitz in Aachen. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützte Misereor seit seiner Gründung im Jahr 1958 ca. 100.000 Projekte in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika. Das selbsterklärte Ziel Misereors ist es, den Ärmsten der Armen zu helfen und gemeinsam mit einheimischen Partnern Menschen jedes Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe zu unterstützen. Dies sind lobenswerte Anstrengungen, die es zu unterstützen gilt.
Weniger lobenswert ist hingegen eine spezielle Praxis der Spendenmotivierung, die Misereor bereits seit etlichen Jahren betreibt. Offenbar hatte man sich gedacht, dass man die Einnahmen deutlich erhöhen könnte, wenn man den Leuten einredet, sie hätten am Elend der Welt eine Mitschuld. Das verlotterte CO2-lastige Leben der Bürger der Ersten Welt würde auf dem Wege der Klimakatastrophe zu mehr Dürren, Stürmen, Überschwemmungen und anderem Wetterunbill im armen Afrika und Asien führen. Durch Presseartikel, Aktionen und Interviews wird den potentiellen Spendern ein schlechtes Gewissen gemacht. Der Effekt bleibt nicht aus: Durch Spenden an Misereor können die Sünder ihr Gewissen reinwaschen, eine Art moderner Ablasshandel. Einzig störender Faktor in diesem Geschäft sind diejenigen Wissenschaftler, die sich weigern, in das Alarmgeschrei der Klimakatastrophe einzustimmen. Unbequeme wissenschaftliche Fakten oder gar eine ergebnisoffene Fachdiskussion sind bei Misereor ausdrücklich unerwünscht.
Es ist schon erschreckend mitanzusehen, dass in der Vergangenheit mehr als eine halbe Millionen Euro an Spendengeldern von Misereor an klimaalarmistische Institute wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) weitergegeben wurden, mit dem Ziel, die Klimakatastrophe in der Öffentlichkeit noch präsenter zu machen und in der Folge die Spendenwilligkeit zu stimulieren (siehe unseren Blogartikel “Hilfswerk Misereor überweist PIK-Klimainstitut € 520,000 an Spendengeldern für fragwürdige Klimastudie“). Und wie kann es sein, dass sich Misereor in fragwürdigen Nebenthemen verliert, die so gar nichts mit dem ursprünglichen Gründergedanken der Organisation zu tun haben? Siehe unseren Beitrag “Anstatt gegen den Welthunger kämpfen Misereor und Brot für die Welt nun für die Verschärfung des Emissionshandels“.
Zur klimaalarmistischen Werbemasche von Misereor passt auch die Zusammenarbeit mit dem Journalisten Toralf Staud, der gelegentlich auch für das Greenpeace Magazin schreibt. Staud hatte sich seinerzeit heftig gegen unser Buch “Die kalte Sonne” publizistisch gewehrt und verfasste in der Zeit und im Klimaretter-Blog eine regelrechte Artikelkampagne. Er wollte nicht wahrhaben, dass seine liebgewonnene Klimakatastrophe ausfällt und natürliche Faktoren eine wichtige Rolle im Klimageschehen spielen könnten. Vielleicht fehlte ihm einfach der naturwissenschaftliche Hintergrund, den er in seinem Journalistik- und Philosophie-Studium natürlich nicht erlangen konnte.
Im Mai 2014 erschien nun das Jahresheft von Misereor mit dem Titel “Mut zu Taten”, das einen Überblick über die Arbeit der Organisation geben soll. Auf Seite 33 ist ein mehrseitiger Artikel von Toralf Staud mit dem Titel “Zweifel ist unser Produkt” abgedruckt. Der Artikel ist leider nicht online verfügbar. Das Heft kann aber kostenlos bei Misereor bestellt werden. Der Untertitel im Inhaltsverzeichnis gibt bereits die Richtung vor:
Bei der Wahrheit über den Klimawandel geht es um die öffentliche Meinung, um politischen Einfluss und um Geld. Eine Klarstellung.
Wiederum geht es nicht um klimatische Fakten, sondern um einen persönlichen Angriff auf die wissenschaftlich andersdenkenden Seite. Kurioserweise führt die Misereor-Redaktion bereits an dieser Stelle die vermutlichen Gründe an, weshalb Staud beauftragt wurde, diesen Artikel zu schreiben: Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der Politik auf emotionaler Ebene unter Umgehung der fachlichen Diskussion, beides zur Verbesserung der eigenen Geldzuflüsse von privater und staatlicher Seite. Die Umkehr der Vorwürfe gegen die klimaskeptisch denkende Seite wirkt plump.
Gehen wir nun in den Artikel selbst. Direkt auf der Titelseite schreibt Staud:
Während die Forscher sich ihrer Erkenntnisse zum Klimawandel immer sicherer sind, werden Wissenschaftsleugner immer lauter. Sie führen einen weltweiten Kampf um die öffentliche Meinung, der inzwischen fast zum Selbstläufer geworden ist. Dessen Folgen sind auch schon in Deutschland zu spüren.
Bereits zu Beginn dieses Appetizers führt Staud die Leser hinter die Fichte: Nur die Wenigsten wissen, dass die CO2-Klimasensitivität in den letzten zwei Jahren von 3,0°C auf 2,0°C pro CO2-Verdopplung gesunken ist. Dies berücksichtigt die Ozeanzyklen, die 1977-1998 die Hälfte der Erwärmung beigesteuert hatten und seitdem kühlend wirken. Wie kann Staud bei einer solch massiven Reduktion der CO2-Klimawirkung von “immer sicherer” sprechen? Während Staud Durchhalteparolen ausgibt, werden anerkannte Fachleute in Deutschland nervös (siehe unsere Beiträge “2</sub>-Klimasensitivität ist vom IPCC zu hoch angesetzt worden">Mojib Latif im Fachvortrag in den USA: Die CO2-Klimasensitivität ist vom IPCC zu hoch angesetzt worden“, “Klimaforscher Hans von Storch: Klimamodelle berücksichtigen möglicherweise Änderungen der Sonnenaktivität zu wenig” und “2</sub>">Judith Curry prognostiziert Erwärmungspause bis in die 2030er Jahre: Hans von Storch fordert in einem solchen Fall Misstrauensvotum gegen CO2“).
Allein die Benutzung des Begriffs “Wissenschaftsleugner” disqualifiziert Staud. Vermutlich bewegt er sich mit dieser Betitelung bereits in juristischem Sperrgebiet. Der Artikel beginnt dann mit einer Attacke gegen Fritz Vahrenholt. Was fiele ihm bloß ein, einen Klimavortrag auf einer Veranstaltung der Wirtschaft in München zu halten? Es sollte doch allgemein bekannt sein, dass die IPCC-Meinung die einzig wahre und reine Lehre darstellt. Außerdem ist Vahrenholts Buch “Die kalte Sonne” ganz doof. Dass Vahrenholt bei Shell und RWE in der Erneuerbaren Energie-Sparte tätig war unterschlägt Staud glatt. Staud schreibt:
Der Auftritt zeigt, was noch vor ein paar Jahren undenkbar schien: Das Bestreiten des menschengemachten Klimawandels wird auch in Deutschland salonfähig.
Wieder so eine Peinlichkeit. Staud hat auch nach zwei Jahren offenbar noch immer nicht unser Buch gelesen. Denn dort steht, dass das CO2 durchaus eine nicht zu unterschätzende Klimawirkung hat. Es wird dort u.a. ein menschengemachtes Klimawandel-Szenario mit einer CO2-Klimasensitivität von 1,5°C pro CO2-Verdopplung vorgestellt. Vahrenholt und Lüning bestreiten keineswegs die anthropogene Erwärmung. Stauds Behautung im Text ist schlicht unwahr. Staud offenbart zudem Probleme bei der Lektüre des 5. IPCC-Berichts (“AR5″). Er möchte dort gelesen haben:
…warnt der IPCC deutlicher als je zuvor vor einer gefährlichen Erwärmung der Erde.
Man möchte Staud zurufen: Hättest Du Dir doch vor dem Verfassen des Artikels Expertenrat hinzugezogen, dann wäre Dir diese Panne erspart geblieben. Denn die bekannte Klimaforscherin Judith Curry erläuterte kürzlich in ihrem Blog, was wirklich im IPCC AR5 enthalten ist (siehe unseren Blogartikel “Lesen lohnt: IPCC-Klimabericht von 2013 relativiert Hitzeprognosen von 2007“).
Staud wirft dann Vahrenholt vor, sein Universitäts-Chemie-Abschluss samt Promotion würde ihn nicht zur Teilnahme an der Klimadiskussion befähigen. Dies sagt wohlgemerkt ein Toralf Staud, der keinerlei universitäre naturwissenschaftliche Lorbeeren vorweisen kann. Dazu schauen wir auf der Webseite der schweizerischen Berufsberatung vorbei, die aufzählt, aus welchen Einzeldisziplinen die Klimawissenschaften bestehen:
Am [klimawissenschaftlichen] Studiengang beteiligt sind:
·       der Fachbereich Geowissenschaften
·       der Fachbereich Physik
·       der Fachbereich Mathematik
·       der Fachbereich Chemie
·       der Fachbereich Biologie
·       das Volkswirtschaftliche Institut
·       das Historische Institut.
Zum mitschreiben, Herr Staud: Die Chemie ist ein integraler Bestandteil der Klimawissenchaften. Und Fritz Vahrenholt ist ausgebildeter Chemiker. Das Buch hat er übrigens zusammen mit einem Geologen geschrieben, Sebastian Lüning. Auch Lüning ist diplomiert und promoviert, außerdem habilitiert. Und die Geologie bzw. die Geowissenschaften sind ebenfalls ein integraler Bestandteil der Klimawissenschaften. Nicht beteiligt sind hingegen die Fachbereiche Philosophie und Journalistik.
Auf Seite 36 des Artikels meckert Staud über die angeblich so üppige Finanzierung der Klimaskeptiker. Nun ja, diese Geldzuwendungen sind mittlerweile wohl ausgetrocknet bzw. fiktiv. Das kalte-Sonne-Blog wird zum Beispiel ganz ohne finanzielle Vergütung auf freiwilliger Basis erstellt. Dies steht ganz im Gegensatz zum Klimaretter-Blog, in dem die Autoren in der Regel Honorare für ihre Texte erhalten. Wieviel hat Staud übrigens von Misereor für seinen Artikel im Jahresheft bekommen? Neben üppig ausgestatteten Presseabteilungen des PIK und anderer Institute gibt es seit Anfang diesen Jahres auch noch einen US-amerikanischen Milliardär, der Geld in die Beförderung klimaalarmistischen Gedankenguts pumpt. Tom Steyer will zusammen mit anderen Spendern 100 Millionen Dollar in eine Kampagne investieren, die der US-Politik klimaalarmistische Impulse geben soll.
Auf Seite 37 seines Artikels bemängelt Staud, dass es bei den Klimaskeptikern so wenige aktive Klimaforscher gäbe. Warum erwähnt er nicht Judith Curry, Roy Spencer, Henrik Svensmark, Nir Shaviv, William Gray, Nicola Scafetta, Willie Soon, Don Easterbrook, Robert Carter, Habibullo Abdussam, Stanley Goldenberg, Nils-Axel Mörner oder Lennart Bengtsson? Und warum trauen sich wohl die jungen Kollegen nicht, klimaskeptisch mitzudiskutieren? Natürlich, weil ihnen sonst der Geldhahn und der Weg zur Festanstellung bzw. Beförderung versperrt wird. Singe das IPCC-Lied, und es wird Dir gutgehen. Singe ein anderes, stirb.
Dann wettert Staud gegen EIKE, die wichtigste klimaskeptische Organisation in Deutschland. Er mag das Layout der EIKE-Webseite nicht. Und er mag die Tagungen nicht. Und alle sind viel älter als Toralf Staud, das kann er nun wirklich nicht ab. Bei Greenpeace sind alle viel jünger. Die Anhänger dort stellen auch keine unbequemen Fragen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass die jungen Herrschaften ihr naturwissenschaftliches ABC noch nicht ganz drauf haben, gerne dem gemütlichen Groupthink frönen. Der EIKE-Pressesprecher Horst-Joachim Lüdecke kann Staud jedenfalls nur noch als Komiker ertragen. Er enttarnt zudem Stauds Misereor-Artikel als schlechte Kopie eines bereits in der Zeit erschienenen Textes. In einem Beitrag auf EIKE zum Misereor-Stück schreibt Lüdecke am 31. Mai 2014:
Kommen wir nun zu dem eingangs erwähnten T. Staud. Es geschieht ihm fraglos zuviel der Ehre, hier auf seine Schreibergüsse einzugehen. In den besprochenen Zusammenhang von Misereor, Kirchen und Profit gehört es aber hinein. Das bemühte, schwerfällige Pamphlet von T. Staud mit der Überschrift „Zweifel ist unser Produkt“ kann freilich als müde Wiederholung seines Artikels zs. mit Benjamin Reuter „Die Gehilfen des Zweifels“ (hier) angesehen werden. Aber auch die Qualitäts-Redakteurinnen Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg von der ZEIT haben sich mit „Die Klimakrieger“ (hier) an dem Thema “Klimaskeptiker” verhoben. Wenn eine literarische Wertung des Autors erlaubt sei, so hat zum Trost wenigstens „Die Gehilfen des Zweifels“ einige amüsante Stellen und liest sich  stellenweise unterhaltsam. Zweifellos ist dies dem Hauptredakteur B. Reuter zu verdanken, denn der Aufguss “Zweifel ist unser Produkt” von T. Staud im Misereor-Magazin von 2014 erzeugt nur grausame Langeweile. Das gleiche trifft für den Artikel „Die Klimakrieger“ der beiden o.g. Qualitätsredakteurinnen zu. Daher an dieser Stelle eine herzliche Bitte: Liebe ZEIT, falls noch einmal ein Thema über „Klimaskeptiker“, dann bitte von Redakteuren, die wenigstens unterhaltsam zu schreiben verstehen, lass uns nicht noch einmal unter den Staud’s, Blasberg’s und Kohlenberg’s vor Langeweile sterben!
Und weil wir mit unserem Buch “Die kalte Sonne” vermutlich genau den wunden Punkt des wackeligen IPCC-Gedankengebäudes getroffen haben, kehrt Staud dann im Text noch ein weiteres Mal zu Vahrenholt zurück. Staud schreibt:
Vahrenholt ist ein geübter Redner. Seine Thesen untermauert er mit wissenschaftlich wirkenden Zitaten und Graphiken – dass die oft irreführend sind oder gar manipuliert, bemerken nur Fachleute.
Könnte es sein, dass die Thesen deshalb wissenschaftlich wirken, weil sie von Vahrenholt plausibel und sauber – also wissenschaftlich – erläutert werden? Vielleicht fehlt es hier Staud wiederum am naturwissenschaftlichen Rüstzeug, um der Thematik einigermaßen folgen zu können. Die Behauptung “irreführend…oder gar manipuliert” ist frech und aus juristischer Sicht sicher grenzwertig. Hier müsste Staud endlich einmal Beispiele nennen, insbesondere für Graphiken, die angeblich manipuliert wurden. Welche Fachleute meint Staud, die sich über Inhalte beschwert hätten? Meint er Latifs erfolglosen Versuch bei einem Hamburger Extremwetterkongress, die Klimabeteiligung der Sonne abzustreiten? (Siehe unseren Beitrag “Extreme Ansichten auf dem Extremwetterkongress: Anti-Sonnen-Beweisführung à la Latif“). Ähnlich scheiterte ein Versuch einer deutschen Wissenschaftssendung (siehe “Wissenschaftssendung Nano lässt der Sonne keinen Nanometer Klimawirkung: Fehlende Neutralität in der Berichterstattung wirft Fragen auf“).
Komödiantisch endet dann auch der Staudsche Misereor-Artikel:
Seriöse Forscher formulieren stets vorsichtig, sie müssen jede Aussage beweisen – ihre Gegner machen kurze Sätze und sagen, was sie wollen. “Es ist als wenn Pfadfinder gegen Elitesoldaten antreten”, sagt der US-Klimaforscher Michael Mann.
Meint Staud hier “vorsichtig formulierte” Studien der folgenden Art?:
·       Neue Studie im Journal of Environmental Economics and Management: Klimakatastrophe wird in den USA bis 2099 zu einer halben Millionen zusätzlicher Autodiebstähle führen
·       Klimaalarmist schlägt genetische Manipulation des menschlichen Erbguts vor, um die Bevölkerung vor der Klimakatastrophe zu schützen
·       NASA-Klimaforscher James Hansen 1986 in der New York Times: Bis 2010 wird sich der Planet um bis zu 3 Grad Celsius aufheizen
Vielleicht sollten die ‘Pfadfinder’ auch einmal kurze Sätze versuchen. Elitesoldaten muss man hier sicher als Kompliment sehen. Seltsam nur, dass noch niemals ein Klimarealist den Climate Communications Prize der American Geophysical Union gewonnen hat. Das Geheimnis des klimarealistischen Erfolges könnte auch einfach in der Tatsache stecken, dass Klimaskeptiker keinen Maulkorb verpasst bekommen haben, daher in der Tat “sagen, was sie wollen”. Liebe Freunde des IPCC, versucht es einfach mal mit ergebnisoffener Diskussion und freier Meinungsäußerung.
Fazit: Vielleicht hat es etwas zu bedeuten, dass Toralf Staud seit seinem persönlichen Kampf gegen die kalte Sonne im Wochenmagazin Die Zeit nur noch über Rechtsextremismus schreiben darf. Der Hilfsorganisation Misereor ist auf jeden Fall anzuraten, schnellstmöglich Abstand von der plumpen Klimahetze zu nehmen. Mit dem Artikel “Zweifel ist unser Produkt” verschafft Misereor einem bekannten Aktivisten eine fragwürdige Bühne, die er anderswo nicht mehr erhält. Die Klimadiskussion ist bei weitem nicht so schwarz-weiß wie sie von Toralf Staud dargestellt wird. Der Wegfall der Klimakatastrophe bedeutet übrigens nicht, dass man den armen Menschen in der ganzen Welt nicht helfen sollte. Im Gegenteil. Wieviel Gutes könnte man zum Beispiel mit den 100 Millionen Dollar tun, die Tom Steyer in den klimaalarmistischen Propagandakampf stecken möchte?
Der Beitrag erschien zuerst bei Die kalte Sonne




Fernsehmoderator Wickert : „Dämmen lohnt sich!“ Doch er verschweigt für wen!

Die  FAZ hat sich diese durchsichtige Werbemasche des U. Wickert und ihre Hintermänner genauer angesehen und unter den Titel: „Angriff der Umerzieher“-  Dämm-Agentur „Dena“ einen Bericht dazu veröffentlicht. Herauskam – wie so oft- dass der Old Boys Verein ("Frogs" Friends of Gerhard Schröder) des Altbundeskanzlers Gerhard Schröder, bei der Gründung der DENA die Fäden zog.

Angriff der Umerzieher

„Dena“ heißt eine Staatsagentur, die uns zum Dämmen bekehren will. Die Industrie findet es prima. Und der Bürger zahlt die Rechnung.

19.07.2014, von GEORG MECK
Ulrich Wickert hat eine neue Aufgabe: Der geschäftstüchtige Ex-Tagesthemen-Moderator mit einem Hang zum Guten verschönerte schon die Fußball-WM mit TV-Spots, nun läuft seine Werbung zur teuersten Sendezeit. „Dämmen lohnt sich!“, lautet die Botschaft: „Häuser sind wie Menschen.“ Das stattliche Honorar („Superstars kosten Geld!“) für solch zarte Lyrik zahlt ein Verein namens Qualitätsgedämmt e.V.. Dahinter steckt die einschlägige Industrie, was nicht verwundert, schließlich wollen die Firmen ihr Zeug verkaufen – unter welcher Tarnung auch immer. Warum aber ist der Staat mit an Bord? Was hat die öffentliche Hand hier zu suchen? Anfangs war die Agentur eine rein staatliche Veranstaltung, heute hält der Bund – zusammen mit den 26 Prozent der KfW – noch 76 Prozent, den Rest teilen sich die Minderheitseigner Allianz, Deutsche Bank, DZ-Bank. Die Idee klang so abwegig nicht: Wenn das Land auf die Kernenergie verzichtet, Öko-Strom die Lücke so schnell nicht schließt, muss Energie gespart werden. Stichwort: Energieeffizienz. Das Volk mit Gesetzen dazu zu zwingen ist schwer, vor allem politisch unklug. Die Leute allein mit finanziellen Anreizen zu ködern, wird irgendwann zu teuer. Also wählte man den vermeintlich sanfteren Weg einer breit eingebetteten Umerziehung – auf diesem Pfad ist die Dena unterwegs. „Gutmenschentum zur Drangsalierung Dritter“, nennen das Lästermäuler in Berlin.
Weiterlesen in der FAZ hier




Save the date: IKEK 8 in Frankfurt Main am 17.10.14

8. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-8)
Steigenberger Hotel Frankfurter Hof, Frankfurt, 17. Oktober 2014

Vorläufiges Programm

Freitag – 17. Oktober 
09.00 Uhr       Registrierung
10.00 Uhr       Begrüßung – Der deutsche Sonderweg, Klimaschutz als Selbstzweck
                 Dr. Holger Thuss
Präsident, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)
10.15 Uhr       Präzises Klima-Timing über die letzten 2500 Jahre
                 Prof. Dr. Horst Lüdecke
Pressesprecher, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE) 
11.00 Uhr       Grund zur Panik? Klimazyklen der letzten 250 Jahre
Prof. Dr. Carl-Otto Weiss
EIKE Fachbeirat und ehem. Direktor und Professor an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig
12.00 Uhr       Mittagspause – Gemeinsames Mittagessen
13.15 Uhr       Schiefergas – Die saubere und günstige Energiequelle?
Klaus Angerer
Business Advisor Oil & Gas, Renewable Energy and Energy Economics at Angerer Consult
14.15 Uhr Fracking mit alternativen Chemikalien
Dr. Tore Land
Chief Executive Officer, TouGas Oilfield Solutions GmbH
15.00 Uhr – 15.30 Uhr Pause 
15.30 Uhr       Wie erpressbar ist Deutschland?
                 Wirtschaftliche und geostrategische Aspekte in der Energieversorgung
                 Dr. Andrei Illarionov
Ehem. Wirtschaftsberater des russischen Premierministers Putin, Senior Fellow Center for Global Liberty and Prosperity, Cato Institut, Washington 
16.15 Uhr       Biotreibstoffe – Die unheilige Allianz zwischen
                 Lebensmittelindustrie und Umweltschützern
                 Dr. Jacob Nordangård
Department of Thematic Studies – Technology and Social Change,
Linköping Universität, Schweden
17.15 Uhr – 17.45 Uhr Pause
17.45 Uhr Energiewende – Das Milliardengrab
                 Dipl.-Ing. Michael Limburg
                 Vizepräsident, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE) 
18.30 Uhr       Schlusswort
                 Wolfgang Müller
                 Generalsekretär, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)
19.30 Uhr       Abendveranstaltung Gemeinsames Abendessen mit Tischrede 
                 „Klimaberichterstattung“ – Glauben vs. Wissen. Warum Fakten keine Rolle spielen
                 Prof. Dr. Hartmut Kliemt
                 Vize-Präsident Forschung, Legal Studies & Ethics Department,
Frankfurt School of Finance & Management
Alle Vorträge werden bis 19.00 Uhr simultan Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch gedolmetscht.
Die Veranstalter behalten sich jederzeit das Recht auf Änderungen des Programms vor.
Veranstaltungsort      Steigenberger Hotel Frankfurter Hof, Kaiserstraße, 60311 Frankfurt am Main
In der Nähe des Hbf. Frankfurt: 5 Minuten (Taxi) oder 12 Minuten (zu Fuß).
Günstig mit der Bahn zur Konferenz             
Die Steigenberger Hotels und Resorts bieten in Kooperation mit der Deutschen Bahn für 99 € spezielle Veranstaltungstickets zur An- und Abreise an.
Buchbar bis 3 Tage vor Reisebeginn
beim DB Service Center unter 01806/ 31 11 53*
mit dem Stichwort: "Steigenberger Hotel".
Montag-Samstag, 07.00-22.00 Uhr.
*0,20 €/Anruf aus dem deutschen Festnetz. Maximal 0,60€/Anruf  aus dem dt. Mobilfunknetz.
Frankfurt ist auch mit dem Fernbus zu erreichen 
Aufgrund der begrenzten Plätze entscheiden Eingang von Anmeldung und Beitragszahlung über die Teilnahme an der Veranstaltung.
Die Konferenz wird ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert. EIKE erhält keine öffentlichen Mittel.
Spenden an das Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE) sind steuerbegünstigt. Personen mit Hauptwohnsitz im Ausland wenden sich bitte an uns für alternative Unterstützungsmöglichkeiten.
Zahlung an: EIKE e.V., Volksbank Saaletal Rudolstadt Konto Nr.: 42 42 92 01, BLZ: 830 944 54
IBAN: DE34 8309 4454 0042 4292 01      BIC: GENODEF1RUJ   oder via PayPal auf der EIKE Website
Preise und alle anderen Details entnehmen Sie bitte dem pdf Anhang

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FAZ: Der Irrsinn der deutschen Ökostromförderung geht weiter.

Was er unter den Tisch fallen lässt: Unternehmen geben steigende Kosten an die Kunden weiter. So erhöhen kommunale Verkehrsbetriebe ihre Preise. In Frankfurt kostet die Einzelfahrt im kommenden Jahr fast sechs Prozent mehr. Wer höhere Preise noch nicht angekündigt hat, wird nachziehen. Das liegt auch an höheren Personalkosten. Und Nahverkehrsbetriebe legen gern eine Schippe oben drauf. Im Ruhrgebiet nutzen sie die Gelegenheit, um die Preise stärker zu erhöhen….weiterlesen in FAZ aktuell hier