Die „Stromseelüge“-Physik und Technik des elektrischen Stromes versus Ideologie und Täuschung

Eine direkte großtechnische Speicherung von Elektronen und damit von Strom  ist aus physikalischen Gründen nicht möglich. In einem Stromversorgungsnetz ist deshalb nur ein „Online-Betrieb“ möglich,  d.h.  jeder Strom, der an irgendeiner beliebigen Stelle des Netzes entnommen werden soll, muss direkt und im gleichen Augenblick in gleicher Menge durch einen Stromgenerator eingespeist werden. Wenn kein Stromverbraucher eingeschaltet ist, kann das Netz auch keinen Strom aus den Generatoren aufnehmen. Werden alle Generatoren abgeschaltet, steht auch sofort kein Strom  mehr für den Verbrauch zur Verfügung. 
Wegen dieser physikalischen Eigenschaft des elektrischen Stromes spricht man im juristischen Sinne und im Handelsrecht auch bei der Stromversorgung von einer Dienstleistung. Wie beim Frisör muss der Dienstleistende und der Dienstleistungsempfänger, hier der Stromerzeuger und der Stromverbraucher über das Netz, simultan verbunden sein.   
Viele Stromversorger, die Lobbyisten der "Erneuerbaren Energien" aber auch die Politiker aller Parteien verschleiern bewusst oder wegen Unkenntnis diese physikalischen und technischen Gesetzmäßigkeiten der Stromversorgung. So werden Stromverträge angeboten, die einen bestimmten Anteil von Strom aus „Erneuerbaren Energien“ anbieten, der angeblich sogar 100% erreicht.  Mit solchen Aussagen wird der umweltbewusste Kunde getäuscht: Er erhält die versprochene Leistung nicht, weil es physikalisch unmöglich ist, sie beim Kunden vor Ort zu erbringen.
Bei einem Stromliefervertrag wird dem Kunden versprochen, dass sich der gelieferte Strommix mit festen Prozentsätzen aus zugesagten „erneuerbaren“ Stromquellen speist oder gar zu 100% aus Ökostrom besteht. In Wahrheit jedoch kann jeder aus dem deutschen Stromnetz versorgte Verbraucher nur den gleichen  Strommix beziehen,  der täglich in das Stromnetz eingespeist wird. Für das Jahr 2013 erreichten die ins Netz eingespeisten Ökostrom-Anteile: Windkraft 8,4%; Photovoltaik 4,7% ; Biomasse-Verstromung 6,7%  und Wasserkraft 3,2%. Das waren 23% regenerativer und der Rest 77%  konventionellerer Strom. Diesen Strommix hat jeder deutsche Kunde geliefert bekommen, egal welche Strom“sorte“ er von wem bestellt hatte (http://de.wikipedia.org/wiki/Stromerzeugung).
Es gab bereits Widerstand gegen diese Praxis: So hatte schon das Oberlandesgericht München 2001 die Werbekampagne des Stromversorgers E.ON gestoppt, der damit geworben hatte, seinen Ökostromkunden "zu 100% Strom aus Wasserkraft" zu liefern. Dieses Urteil nahm dann der Ökostromlieferant NaturEnergie AG zum Anlass, ein Phantasiegebilde namens "Stromseemodell" zu entwickeln, das die Physik des Stromes ignoriert und den "Stromsee" als Speicherbecken  darstellt, in das alle Lieferanten ihren Strom einspeisen. In der Stromsee-Täuschung wird  der Strom aus den herkömmlichen Kraftwerken als "verschmutztes Wasser" bezeichnet, der Strom des Grünstromanbieters als "sauberer Strom" ausgewiesen. Zwar wird dem Gerichtsurteil nicht direkt widersprochen, aber dennoch wird weiterhin den Kunden vorgegaukelt, dass sie das richtige tun, wenn sie den angeblich 100-prozentigen Ökostrom kaufen.
Dieses absurde Stromseemodell wird  heute von mehreren „100%-Ökostrom“-Anbietern verwendet, z.B. von GREENPEACE ENERGY unter dem Motto "Gemeinsam machen wir den Stromsee sauber"  oder von der NaturEnergie AG. Jetzt wird gar nicht mehr der Versuch gemacht, den "Stromsee" physikalisch oder technisch zu erklären. Es wird der Eindruck erweckt, dass der Strom im imaginären "Stromsee" nicht nur gemischt wird, sondern darin auch gespeichert werden kann.
Das Bild eines Stromsees muss man wegen der physikalischen Unfähigkeit des Stromnetzes, elektrische Energie zu speichern, schlicht als Lüge bezeichnen. Eine sehr geringe und nur Sekunden dauernde „Speicherung“ im Netz wird nur durch die kinetische Energie bewirkt, die in den schweren rotierenden Massen der Turbogeneratoren gespeichert ist, wodurch sehr rasche Spannungsschwankungen „geglättet“ werden können. Ohne die Existenz von Pumpspeicherkraftwerken, wo die elektrische Energie in Form der potentiellen Energie des hochgepumpten Wassers gespeichert  wird, ist großtechnisch überhaupt kein Strom  wirtschaftlich „zwischenzuspeichern“.
Die leitungsgebundene elektrische Energie kann man, wie auch die elektromagnetische Strahlung des Lichts, als „Energie des Augenblicks“ bezeichnen. So wollten einst die Schildbürger das Licht im Augenblick ihres Auftretens  in Eimern einfangen und diese Energie in ihr fensterloses Rathaus schaffen. Das Ergebnis kennt jeder. Das „eingefangene“ Licht war zu dem Zeitpunkt, in dem der Eimer sich im dunklen Rathaus befand, schon längst verschwunden – und zwar in dem Sekundenbruchteil, als es auf die Oberfläche des Behälters traf. Wären die Eimer mit einem Leuchtstoff, der Licht speichern und später wieder abgeben kann, ausgekleidet gewesen, hätten die Schildbürger wenigstens einen sehr kleinen Teil des eingefangenen Lichts im Rathaus freisetzen können.  Aber so ging es halt vollständig schief.
Was man den Bürgern von Schilda zugutehalten muss: Sie kamen nicht auch noch auf die Idee, das angeblich in ihren Eimern noch vorhandene Licht anderen Bürgern als Öko-Licht zu verkaufen. Für Deutschland, das in den vergangenen Jahrhunderten ganz wesentlich das Zeitalter der Aufklärung geprägt hatte, musste erst das  21. Jahrhundert anbrechen, um aus einem amüsanten physikalischen Unfug ein geduldetes Geschäftsmodell zu entwickeln, mit dem tatsächlich Geld verdient wird.
Der getäuschte Kunde muss sich damit abfinden, dass er den gekauften Ökostrom garantiert nicht erhält, und schon gar nicht aus einem Stromsee. Die Ausnahme davon wäre sein Wohnsitz auf einer Insel, die nicht ans nationale Stromnetz angeschlossen ist und auf der ausschließlich Wasser-, Biogas-, Wind- oder Solarstrom verfügbar sind. Er muss sich im Gegenteil  damit abfinden, dass selbst in dem Falle, dass für sein Geld tatsächlich irgendwo Grünstrom gekauft und ins Netz eingespeist wird, diesen andere verbrauchen, die ihn gar nicht bestellt haben. Wenn er Glück hat, erhält er eine homöopathische Dosis von seinem bestellten Ökostrom, muss aber tatsächlich weit überwiegend mit dem Strom aus konventionellen Kraftwerken vorlieb nehmen, den auch alle anderen Stromkunden aus exakt gleicher Herkunft erhalten.
Die Täuschung des Kunden erreicht ihren Höhepunkt,  wenn er für sein Geld  nicht einmal das kleinste  Quäntchen Ökostrom  bekommt. Das macht ein  trickreicher Zertifikate-Schwindel möglich, der ungeniert  praktiziert wird.
Der Trick funktioniert wie folgt: Der Ökostrom-Käufer erhält selbstverständlich den unvermeidlichen Deutschland-typischen Strom-Mix; aber  es werden im Ausland – z.B. in Norwegen – Zertifikate für Wasserkraftstrom gekauft, der zwar dort erzeugt wird, tatsächlich aber Norwegen wegen fehlender Leitungen überhaupt nicht verlässt.  Das Geschäftsmodell „Ökostrom“ sieht das realistischerweise auch überhaupt nicht vor. Es werden nur Zertifikate getauscht – z.B. Wasserkraft-Zertifikate gegen solche für Kohle- und Kernkraftstrom – was zu absurden Ergebnissen führt: 
Die Stromerzeugung Norwegens stützt sich auf dessen große Wasserkraftressourcen, weshalb dieses Land in seiner wahren Energiebilanz 96% „erneuerbare Energie“ aufweist. Durch den Zertifikatetausch gegen Geld ändert sich nun Norwegens Energiebilanz dramatisch – aber nur auf dem Papier: Jetzt hat es nur noch 23% erneuerbare Energie; den Rest haben deutsche Ökostromkunden „gekauft“ – nur physikalisch nie bekommen. In diesem Zertifikate-Rechnungssystem „erzeugt“ Norwegen nun 77% seines Stroms mit Hilfe von Kohle, Gas und Kernenergie, obwohl es dort praktisch keine fossilen Kraftwerke und kein einziges Kernkraftwerk gibt. 
Als Beispiel für dieses Verfahren kann der Anbieter von Ökostrom  LICHTBLICK SE dienen. Für seinen „lupenrein sauberen“ Strommix 2013 für Privatkunden wird u.a. Strom aus 16 namentlich genannten Wasserkraftwerken aus Norwegen angegeben, der 71% des Strommixes ausgemacht haben soll (http://www.lichtblick.de/privatkunden/strom/). In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Fußballverein BVB 09 Wird das Produkt Strom09 angeboten. In der Werbebroschüre heißt es auf S. 3 u.a.: „100 % Ökostrom, 100 % klimafreundlich – Strom09 kommt zuverlässig aus deiner Steckdose und aus erneuerbaren Quellen. Ohne Kohle und Atom – ohne Wenn und Aber“
(http://www.lichtblick.de/microsites/bvb/downloads/Strom09_LichtBlick_BVB_web.pdf).
Dieses Projekt wurde am 4. Mai 2014 auf der jährlichen Preisverleihung der GreenTec Awards in der Kategorie Kommunikation ausgezeichnet:
Die Kunden werden hier in vierfacher Hinsicht getäuscht: 1.) Der angeblich 2013 bis an die Steckdose gelieferte 100% Öko-Strommix war in Wirklichkeit der in Deutschland übliche Strommix (s.o.). Der Strom aus Wasserkraft betrug danach lediglich 3,2% und nicht  71%, wie von Stromhändler behauptet; und er kam selbstverständlich nur aus deutschen Wasserkraftwerken. 2.) Die zwei zwischen Deutschland und Norwegen geplanten milliardenschweren Seekabel zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) sind noch nicht einmal genehmigt. Strom zwischen Deutschland und Norwegen kann deshalb nicht ausgetauscht werden.  
3.) Offensichtlich hat LICHTBLICK Stromzertifikate aus norwegischer Wasserkraft – wie zwei Absätze weiter oben beschriebenen – gegen solche für Strom aus herkömmlichen Dampfkraftwerken unter Zuzahlung getauscht. Die Mehrkosten bezahlt der deutsche Kunde und subventioniert damit die norwegischen Wasserkraftwerke, die allerdings diese Zuwendung nicht benötigen. 4.) Das Unternehmen wirbt damit, dass sein Ökostrom ohne jegliche CO2-Emission erzeugt wird.  In Wahrheit wird mit dem vom Kunden verbrauchten Strommix die Menge an CO2 erzeugt, die sich aus dem Anteil an deutschem fossilem Strom ergibt, nämlich 522 g/kWh. Auch die deutsche CO2-Bilanz verändert sich um kein Gramm, da der an die Kunden gelieferte Strom keinen norwegischen Strom aus Wasserkraft enthält.
Wie diese Rosstäuscherei einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten soll, müsste die Bundesregierung erklären, die dieses Treiben duldet. Man muss wohl davon ausgehen, dass sie diese Methoden billigt, da sie politisch erwünschte ökologische Erwartungen scheinbar erfüllen.
Die Autoren Keil & Reimer sind auch Hauptautoren des Energiepolitischen Manifestes (hier)




Sommer, Sonne, Wärmegewitter – gutes Konjunkturklima für „Klima-Alarm“!

Damit ist nun bald Schluss, denn bald schießen die Klimaschutzgesetze wie Pilze aus dem Boden. Den Vorläufer spielt die Hansestadt Hamburg im Jahre 1997, allerdings ohne ein „Klimaziel“ zu formulieren. Dieses kam 2013 mit einem „Masterplan Klimaschutz“. Das erste Klimaschutzgesetz mit konkreten „Klimazielen“ verabschiedete das Kohleland Nordrhein-Westfalen 2013. Es folgte im gleichen Jahr Baden-Württemberg. Beide Länder wollen bis 2050 die Emission von Treibhausgasen um 80 bzw. 90 Prozent reduzieren. 2014 folgte Rheinland-Pfalz mit einem Reduktionsziel von 100 Prozent im Jahr 2050. Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen folgen.
„Klimaziele“ ohne Gesetzesrang haben vier Bundesländer: die drei Freistaaten Bayern, Sachsen, Thüringen und Hessen. Verzichten wollen die Länder Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland, das auf ein Klimaschutzkonzept von 2008 verweist. Einzig Sachsen-Anhalt fällt aus der Rolle und hält ein solches Gesetz für „überflüssig und kontraproduktiv“.
Welches Klimaziel strebt der Klimaschutz an?
Es dürfte allen Klimaexperten wie Klimapolitikern jedweder Couleur klar sein, dass man „Klima“, so wie es definiert ist, nicht schützen kann. Wo sollte man da überhaupt ansetzen? Das ginge nur, wenn man die international offizielle Definition der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf zugrunde legt, über das Wetter. Doch wie könnte man das Wetter schützen? Schauen wir zuerst in die Wetterzukunft. Die kennen wir nur für wenige Tage, wenn überhaupt. Aber auch wenn wir wissen, dass in fünf Tagen eine Gewitterfront mit „Unwetterpotential“ über uns hinweg zieht, was können wir dagegen tun? Zu schützen brauchen wir sie nicht und bändigen können wir sie auch nicht. Es gibt nur eine Möglichkeit, uns und unser Hab und Gut so gut wie möglich vor dem herannahenden Unwetter zu schützen.
Doch die Definition von „Klima“ hat nichts mit der Zukunft zu tun. Sie betrifft einzig und allein die Vergangenheit. Als die Wetterdienste der Erde sich 1935 in Warschau zusammensetzten und eifrig erörterten, wie man „Klima“ definieren könne, einigte man sich auf eine Zeitspanne, die lang genug ist, so dass in ihr alle für einen Ort maßgeblichen Wetterereignisse auftreten. Man einigte sich auf eine Periode von 30 Jahren und deklarierte die 30 Jahre 1901 bis 1930 zur international gültigen „Klimanormalperiode“. Dabei wurde nicht gefragt, ob diese Periode wettergeschichtlich „normal“ war. Man legte sich nur einen Maßstab zurecht, um später sagen zu können, es war wärmer oder kälter, nasser oder trockener im Vergleich zur „Normalperiode“.
Dieses kann auch kein realistisches „Klimaziel“ sein, denn das Wetter lässt sich nicht ungeschehen machen oder zurückdrehen. Kein Naturvorgang lässt sich ungeschehen machen, kein Erdbeben, kein Vulkanausbruch oder gar die Kontinentalverschiebungen. Dies betrifft auch den Naturvorgang Wetter. Alles auf Erden unterliegt der Zeit. Die Zeit ist unumkehrbar, irreversibel. Auch wenn die Uhr stehen bleibt, die Zeit läuft weiter. Das Ziel „Klimaschutz“ ist doppelt utopisch, denn nicht nur die einzelnen Wetterereignisse lassen sich ungeschehen machen, sondern auch das Wetter als statistische Größe, als „Klima“ oder „Mitteltemperatur“, lässt sich weder in „normalen“ Bahnen noch „konstant“ halten. Man kann weder der Natur noch dem Wetter eine „Autobahn mit Leitplanken“ vorgeben und befehlen, dass beide nicht von dem anthropogen wünschenswerten „Tugendpfad“ abweichen.
Weil man über das ursächliche Verhalten des Wetters so gut wie nichts weiß, ist es ein Leichtes für die Klimaexperten, bei der Durchforschung von Datensätzen immer neue Phänomen zu entdecken und Mutmaßungen darüber anzustellen, wie sich das zukünftige Wetter verhalten könnte. Was das betrifft, so ist Joachim Ringelnatz (1883-1934) treffsicher: „Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht!“
Mehr Wetterextreme durch Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre
Dies ist die Überschrift einer Pressemeldung, die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 12. August 2014 in die Medienwelt ausstreute. Die Medien werden sich auf diese Sensation stürzen, ohne zu merken, dass der Aussagewert der Studie, an welcher der „Chef“ Hans Joachim Schellnhuber und Stefan Rahmtorf mitgearbeitet haben, praktisch gleich Null ist.
Jeder Mensch weiß, dass es seit Urzeiten die Jahreszeiten mit Frühling, Sommer, Hebst und Winter gibt, die vom Sonnenstand vorgegeben werden. Jeder Mensch weiß auch, dass alle Tief- und Hochdruckgebiete wandernde und vergängliche Gebilde sind, die von Höhenströmungen gesteuert werden. Dass die Höhenströmung nicht breitenkreisparallel, sondern wellenförmig ist, wissen wir auch. Bekannt ist auch, dass sich gelegentlich Wellen so aufschaukeln, dass sie zeitweise stationär erscheinen. Man spricht dann von Omega-Lagen, wobei ein Hoch von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Das alles ist nichts Neues. Doch wann und warum dies passiert, ist ein ungelöstes Rätsel der Natur.
Ist dieses Wellen-Rätsel nun durch die großen Experten Rahmstorf und Schellnhuber gelöst? Ist die auslösende Ursache gefunden worden? Ich zitiere: „Die Wissenschaftler haben große Sätze globaler Wetterdaten untersucht und dabei einen faszinierenden Zusammenhang entdeckt… Ein großer Teil der globalen Luftbewegung in den mittleren Breiten nimmt gewöhnlich die Form von Wellen an, die um den Globus wandern… Die Studie zeigt jedoch, dass einige dieser Wellen bei extremem Wetter nahezu feststeckten und sich stark aufgeschaukelt haben… Dahinter steckt ein subtiler Resonanzmechanismus, der Wellen in den mittleren Breiten festhält und sie deutlich verstärkt.“
Haben Sie genau gelesen? Das Ganze ist eine Nullaussage! Man hat etwas längst Bekanntes entdeckt und vermutet nun einen „subtilen Resonanzmechanismus“, der in den mittleren Breiten, der „Westwindzone“, die Wellen festhält und deutlich verstärkt. Wie viel Geheimnisvoller wäre die Aussage gewesen, wenn statt deutlich signifikant gesagt worden wäre. Im Text wird auch gesagt, dass „Wellen bei extremem Wetter nahezu feststeckten“, während nach der Überschrift erst durch das Aufschaukeln „Wetterextreme“ ausgelöst werden sollen. Aber dann zaubert man doch noch einen Schuldigen ans Tageslicht: „Seit dem Jahr 2000 hat sich die Arktis etwa doppelt so schnell erwärmt wie der Rest des Planeten.“ Ist das plausibel? Nein, denn dann müsste sich die Zirkulation abschwächen, da zwischen Pol und Äquator der Temperaturgradient geringer würde.
Ein Beweis für diese Hypothese wird nicht geliefert! Was kann ein synoptischer Meteorologe, der das Wetter mitsamt der Höhenströmung vorhersagen soll, mit solchen substanzlosen Aussagen prognostisch anfangen? Nichts! Auch an diesem Beispiel kann man eine Lebenserfahrung heranziehen, die von Albertus Magnus (1200-1289) stammt: „Die wenigsten Menschen denken wirklich; sie leben hauptsächlich aus ihren Vorstellungen und meinen, das wären Gedanken!“
Klimawandel löst bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Klima-Alarm“ aus
„Klima-Alarm“, so lautete die Überschrift über einem FAZ-Artikel am 29. Juli 2014 und beruft sich auf die „amerikanische Regierung“. Haben wir den „wärmsten Juni“ aller Zeiten verschlafen, denn, so Andreas Mihm, „schließlich ist Urlaubszeit“. Auch behauptete Mihm: „Das Wissen über das Ausmaß des Klimawandels und die Gründe dafür wächst täglich.“ Zudem konstatiert er „einen gefährlichen Temperaturanstieg“ und zieht daraus den Schluss: „Weil der menschengemacht ist, muss er auch vom Menschen eingedämmt werden.“ Und nun kommt das Schlupfloch. „Doch selbst wenn die Ursache eine andere wäre, müsste das geschehen.“
Und welches ist die „Ursache“? Sind es die „in die Luft gepusteten Klimagase“? Auch hier eine Allerweltfloskel, die nicht der Werbung der FAZ, dass hinter jedem Artikel „ein kluger Kopf stehe“, entspricht. Warum fragt Mihm nicht die Klimaexperten, welchen Einfluss der menschliche Atem, der Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid enthält, auf das Wetter und die Temperaturen hat? Wo sind die Allgemeinbildung und das Wissen über die Bedeutung des CO2 im Naturhaushalt wie bei der Photosynthese? Jeder Förster weiß um die Lebensvorgänge im Wald und die Tatsache, dass nachts bei abnehmender Temperatur der CO2-Gehalt der Luft im Forst steigt. Ab Sonnenaufgang mit der Assimilation des CO2 durch die Spaltöffnungen der Blätter sinkt er wieder bei steigenden Temperaturen. Das CO2 regelt oder steuert nicht die Temperatur. Zwischen beiden Größen gibt es keinerlei Kausalbeziehung.
Aber mit willkürlichen Korrelationen kann man immer wieder Menschen verblüffen. Am 9. April 2014 meldete die WELT „Klimawandel lässt Frösche höher quaken“. US-Biologen hätten Tonaufnahmen des Höhlen-Pfeiffrosches aus den Jahren 1983 und 2006 mit den Temperaturen korreliert und führen das kürzere und höhere Quaken auf den Klimawandel zurück, der nun dazu führen könne, dass der Paarungserfolg sinke. Andere Forscher meinen herausgefunden zu haben, dass die Feuersalamander schrumpfen, die Oliven üppiger sprießen, die Kuckuck-Brut gefährdet sei, alles wegen des Klimawandels.
Der Klimawandel ist übrigens so alt wie die Welt und äußert sich konkret als Wetterwandel. Er hat die Lebensvielfalt, die Biodiversität nachweislich nicht gemindert, sondern eher gefördert. Wer durch Monokultur die biologische Vielfalt schmälert, das ist der Mensch, nicht der Klimawandel. Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung. Der Klimawandel ist eine ewige Herausforderung für Flora und Fauna und nicht eine Bedrohung. Angeblich mache er das Essen schlecht, denn je höher die CO2-Werte der Luft steigen, desto stärker könnte die Lebensmittelqualität sinken. Man achte auf den Konjunktiv, denn belegt wird diese Behauptung nicht!
Oppenheim, den 13. August 2014                                                       Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne




Erfolgskontrolle der Energiewende Politik

Eine energiewirtschaftliche Bewertung der Stromeinspeisung aus Windkraft- und Fotovoltaik-Anlagen kann sehr zuverlässig über Lastganglinien erfolgen, die den zeitlichen Verlauf der Einspeiseleistungen der jeweiligen Erzeugungsanlagen darstellen. Bei Gegenüberstellung der im deutschen Stromnetz benötigten Leistung kann anhand der Lastganglinien wirkungsvoll kontrolliert werden, welcher Energieträger mit welchem prozentualen Anteil den durchschnittlichen Leistungsbedarf von knapp 70 000 MW in Deutschland deckt. In Deutschland werden pro Jahr bis zu 600 Milliarden kWh verbraucht (600 Milliarden kWh/8760 Jahresstunden = 68 493 MW).
Diese effektive Erfolgskontrolle mittels der Lastganglinien unterbleibt in allen öffentlich geführten Diskussionen. Dabei ist aus allen Daten der zu ihrer Veröffentlichung gesetzlich verpflichteten Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50 Hertz, TenneT und Transnet BW (www.eeg-kwk.net) und der European Energy Exchange (www.eex.com) klar zu erkennen, dass die sichere Stromversorgung in Deutschland ohne einen ausreichend großendargebotsunabhängigen konventionellen Kraftwerkspark nicht gewährleistet werden kann. Nur ein „allzeit bereiter“ Kraftwerkspark ist in der Lage, die Diskrepanz zwischen Stromangebot und Stromnachfrage zu decken.Als Betrachtungszeitraum sind Wintermonate besonders aussagekräftig.
Diagramm 1: Stromverbrauchskurve (Band bis ca. 73 000 MW) in den Wintermonaten 2012/13 und die Einspeiseleistungen aller Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen in Deutschland 

Zur Erzeugung des in Deutschland verbrauchten Stroms speisen Kraftwerke mit einer Leistung von bis zu 80 000 MW in zeitlicher Abhängigkeit vom Verbrauch in das öffentliche Stromnetz ein. Diese von den Anforderungen der Stromverbraucher zeitabhängigeEinspeiseleistung wird bisher von konventionellen und seit einigen Jahren verstärkt von regenerativen Stromerzeugungs-Anlagen bereitgestellt, wobei die EEG-Anlagen mit gesetzlich festgelegtem Vorrang ins Stromnetz einspeisen, während die konventionellen Anlagen dem stark variierenden Stromverbrauch und der unsteten Einspeiseleistung der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen nachregeln. Im Diagramm 1 sind die akkumulierten Einspeiseleistungen aller Windenergie-Anlagen (Wind blau) und aller Fotovoltaik-Anlagen (Solar gelb) maßstäblich zum Stromverbrauch (roter Hintergrund) für den Zeitraum Dezember 2012 bis Februar 2013 wiedergegeben.
In Deutschland sind aktuell 24 000 Windenergie-Anlagen mit einer Nennleistung von 32 300 MW und Fotovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung von ca. 35 300 MW installiert (Stand Okt 2013). Damit hat der Bestand an Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen mit zusammen 67 600 MW Nennleistung fast die Größenordnung der Einspeiseleistung des Kraftwerksparks erreicht, die zur Sicherstellung einer stabilen Stromversorgung in Deutschland zeitgleich zum Verbrauch im Stromnetz zur Verfügung stehen muss. Als Nennleistung einer Stromerzeugungsanlage wird die höchste Leistung definiert, die bei optimalen Betriebsbedingungen dauerhaft zur Verfügung gestellt werden kann. Windenergie-Anlagen erreichen beispielsweise ihre auf dem Typenschild angegebene Nennleistung erst bei Windgeschwindigkeiten ab 13 m/sec bis 15 m/sec, die bei starken bis stürmischen Windverhältnissen vorliegen und per Definition zu „Widerstand beim Gehen gegen den Wind“ führen.

Lastganglinien

Zuverlässige Aussagen über die Wertigkeit der Stromerzeugung aus Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen, d.h. Aussagen über die zeitadäquate Erzeugung von kWh (elektrische Arbeit), können aus Lastganglinien gewonnen werden, da diese den zeitlichen Verlauf der Einspeiseleistung dokumentieren.
Diagramm 2: Lastganglinie (zeitabhängige Einspeiseleistung) aller deutschen Windenergie-Anlagen ab 2010 mit aktuell 32 300 MW Nennleistung (Okt 2013)

Das Diagramm 2 stellt die gesamte Stromeinspeisung aller Windenergie-Anlagen in Deutschland im Zeitraum 2010 bis Oktober 2013 dar. In diesem Zeitraum wurde die installierte Nennleistung des Windenergie-Kraftwerksparks auf 32 300 MW erhöht (blauer Hintergrund). Die dargestellte Lastganglinie ist charakterisiert durch eine ausgeprägte Stochastik mit hohen Leistungsspitzen und langen Zeiträumen minimaler Einspeiseleistung. Eine gesicherte Stromeinspeisung mit einem akzeptablen „Sockel“ an Einspeiseleistung ist über den gesamten Darstellungszeitraum nicht zu konstatieren. Daher bleibt die „gesicherte Minimalleistung“ aller 24 000 Windenergie-Anlagen in Deutschland trotz des starken Zubaus der letzten Jahre im gesamten Zeitraum und insbesondere auch in den Wintermonaten mit höherem Stromverbrauch weiterhin nahezu Null: „Wenn kein Wind weht, sind alle Windmühlen betroffen“.
In der öffentlichen Diskussion der Regenerativen Energien werden gerne die Begriffe „Elektrische Leistung (kW)“ und „Elektrische Arbeit (kWh)“ miteinander vermischt. Die Zuwachsraten an installierter Nennleistung werden als Beleg für den Erfolg der regenerativen Stromerzeugung gewertet, obwohl diese nur den Zuwachs an möglichem Potential bei optimalem Angebot an Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung beschreiben. Zur Klarstellung sei nochmals dieses einfache Beispiel angefügt: Eine Windenergie-Anlage mit einer Nennleistung von 1 MW liefert, wenn sie über einen Tag ständig mit ihrer maximalen Leistung von 1 MW betrieben wurde, die elektrische Arbeit von 24 MWh (1 MW*24h=24 MWh). Bei Windgeschwindigkeiten unter 3 m/sec steht die Anlage still; die volle Leistung wird bei Sturmstärke erreicht. Die oft geübte Praxis der Verrechnung von Nennleistungen regenerativer Anlagen mit den Leistungen von „Atomkraftwerken“ ist entweder raffiniert angelegte Irreführung oder zeugt von völliger Unkenntnis der Fakten.
Diagramm 3: Lastganglinie (zeitabhängige Einspeiseleistung) aller deutschen Fotovoltaik-Anlagen ab Juli 2010 mit aktuell 35 300 MW Nennleistung (Okt 2013) 

Das Diagramm 3 mit Darstellung der Lastganglinie aller deutschen Fotovoltaik-Anlagen und der Entwicklung der Nennleistung dieser Anlagen mit aktuell ca. 350 Millionen m² Kollektorfläche spiegelt den rasanten Ausbau innerhalb der letzten drei Jahre und den krassen Widerspruch zu den tatsächlich eingespeisten Leistungen wider. Auffällig sind besonders die hohen Stromimpulse in den Sommermonaten, die kurzzeitig in den Mittagsstunden ins Stromnetz eingespeist werden und mit dem starken Zubau der Anlagen in den letzten Jahren sehr hohe Amplituden mit steilen Flanken erreichen. Zudem ist die Lastganglinie des gesamten Fotovoltaik-Anlagenparks durch den stark ausgeprägten Sommer-Winterzyklus charakterisiert. In den Wintermonaten wurden an vielen Tagen nur wenige Hundert MW Leistung als Maximal-Amplitude in der Mittagszeit erreicht.
Durch die Abhängigkeit von der Sonneneinstrahlung können diese Anlagen grundsätzlich nur eine gepulste Stromeinspeisung mit teilweise sehr hohen Stromspitzen zur Mittagszeit vorwiegend in den Sommermonaten anbieten. In den Wintermonaten tendiert die Stromeinspeisung auch um die Mittagszeit zu Minimalwerten. Die stark verminderte Bereitstellung von elektrischer Arbeit (kWh) aus Fotovoltaik in den Wintermonaten – hervorgerufen durch den niedrigen Sonnenstand und die im Winter vorherrschenden Wetterlagen – läuft dem in dieser Jahreszeit stark steigenden Strombedarf der Verbraucher konträr entgegen. In den Wintermonaten werden nur etwa 10 % der elektrischen Arbeit (kWh) der Sommermonate erzeugt. Die Stromeinspeisung der Fotovoltaik-Anlagen gleicht mit ihrer Pulsform generell der Anhäufung von „Nadeln unterschiedlicher Länge“.
Im Diagramm 4 werden vor dem hellgrünen Hindergrund der Nennleistung aller Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen in Deutschland die akkumulierten Einspeiseleistungen dieser Anlagen (dunkelgrüne Zackenkurve) für den Zeitraum Okt 2012 bis Okt 2013 dargestellt. Die dem Stromverbrauch in Deutschland äquivalente Einspeiseleistung des gesamten konventionellen und regenerativen Kraftwerksparks ist als dunkelrote Lastkurve überlagert, wobei im Betrachtungszeitraum Verbrauchsspitzen vorwiegend in den Wintermonaten bis 75 000 MW erreicht wurden. Die angegebene Stromverbrauchskurve beruht auf den Daten des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (kurz ENTSO-E von European Network of Transmission System Operators fort Electricity) mit Sitz in Brüssel.
Das Diagramm zeigt ebenfalls sehr deutlich die Diskrepanz zwischen der installierten Nennleistung (hellgrüne Fläche) und der Lastganglinie der unstet einspeisenden Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen. Der Zuwachs an Nennleistung dieser Anlagen betrug seit Anfang 2010 knapp 32 000 MW auf aktuell 67 500 MW. Die im Diagramm als dunkelgrüne Fläche ausgebildete Lastganglinie (Flächenintegral) repräsentiert die gewonnene elektrische Arbeit (kWh). 2010 wurden laut Fraunhofer Institut 49,5 Milliarden kWh, 2012 bereits 73,7 Milliarden kWh ins Stromnetz eingespeist (Jahresverbrauch in Deutschland ca. 600 Mrd. kWh).
Diagramm 4: Lastganglinie (zeitabhängige Einspeiseleistung) aller deutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen ab Oktober 2012 mit aktuell 67 500 MWNennleistung (Okt 2013)

Besonders auffällig bei allen Lastganglinien ist die Charakteristik der Stromeinspeisung mit hohen Spitzen und tiefen Tälern über den gesamten Zeitraum, ohne dass über den starken Zubau an Anlagen in den letzten Jahren ein Trend zur Vergleichmäßigung der Einspeiseleistung oder eine „Sockelbildung“ für die Minimale Einspeiseleistung zu konstatieren ist. Auch 2013 wäre ohne Vorhalten eines vollumfänglichen konventionellen Kraftwerksparks mit grundlastfähigen Anlagen die Stromversorgung des Industriestandorts Deutschland nicht machbar gewesen. Bisher konnte noch kein konventionelles dargebotsunabhängiges Kraftwerk durch Anlagen auf Basis von „Sonne und Wind“ ersetzt werden.
Das Diagramm 4 dokumentiert zudem eine für den deutschen Stromkunden teure Konstellation im Stromnetz an den Weihnachtsfeiertagen 2012. Ein starker Rückgang des Stromverbrauchs besonders in den Nachtstunden korrelierte mit hohen Einspeiseraten der Windenergie-Anlagen. Der im Zeitraum von jeweils Mitternacht bis 9 Uhr früh an den drei Feiertagen nach dem EEG-Gesetz vorrangig eingespeiste, aber in Deutschland nicht verwertbare Strom wurde mit ca. 120 Millionen € an die Windanlagenbetreiber vergütet. Weitere ca. 92 Millionen € mussten für den Zeitraum von 27 Stunden (3*9) von allen Stromverbrauchern aufgebracht werden, da an der Strombörse nur hohe negative Strompreise zu erzielen waren. Insgesamt summierten sich die entstandenen Kosten für die deutschen Stromkunden auf knapp 212 Millionen € (Quelle: Prof. Dr. Helmut Alt).
Im Diagramm 5 ist die akkumulierte Einspeiseleistung aller deutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen für die Monate August und September 2013 nochmals mit höherer Zeitauflösung als Beispiel für einen hohen Anteil an „Solarstrom“ dargestellt. An verschiedenen sonnenreichen Tagen speisten die Fotovoltaik-Anlagen in der Mittagszeit kurzzeitig über 20 000 MW in die Übertragungsnetze ein. Bei Überlagerung mit hoher Windenergieeinspeisung wurden kurzzeitig Leistungseinspeisungen von über 30 000 MW erreicht.
Aus der unsteten Einspeiseleistung der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen resultiert dramatisch wachsender Regelbedarf des konventionellen Kraftwerksparks. Extrem hohe Stromeinspeisungen der Fotovoltaik-Anlagen zur Mittagszeit während der Sommermonate wechselten beispielsweise an vielen Tagen mit extrem niedriger Einspeisung der Windenergie-Anlagen von wenigen Hundert MW zur Nachtzeit aufgrund fehlender Windhöffigkeit ab. Der hohe Anteil an Regelleistung zur Stabilisierung der Netzfrequenz reduzierte in den letzten drei Jahren in hohem Maße die Einsatzzeiten besonders der Gas- und Steinkohlekraftwerke mit erheblichen Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen.
Diagramm 5: Lastganglinie (zeitabhängige Einspeiseleistung) aller deutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen im August und Sept 2013 mit aktuell 67 500 MW Nennleistung (Okt 2013) 

Die Diagramme 6 und 7 dokumentieren den Beitrag der Einspeiseleistung aller deutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen mit 67 500 MW Nennleistung zur Stromversorgung jeweils im Zeitraum 12. bis 17. Januar 2013 bzw. 15. bis 18. Februar 2013. Diese „Lupen“ der im Diagramm 4 dargestellten akkumulierten Lastganglinie zeigen sehr deutlich, dass auch über relativ lange Zeiträume die Stromnachfrage mit über 70 000 MW Einspeiseleistung des gesamten Kraftwerksparks nur durch minimale Beiträge von wenigen Hundert MW Leistung aus Fotovoltaik und Windenergie gedeckt werden konnte.
Stromverbrauchsspitzen treten im Winter morgens um 9 Uhr und abends um 18 Uhr auf, zu Zeiten, zu denen die Fotovoltaik-Anlagen wegen des Sonnenstands nur minimal beitragen können (siehe gelbe Strompulse). Minimale Leistungsbeiträge gerade zu diesen Tageszeiten auf diesem niedrigen Niveau sind keine Seltenheit. So haben am 17.2.2013 alle Wind- und Fotovoltaik-Anlagen nur 141 MW Einspeiseleistung trotz der damals installierten Nennleistung von 62 000 MWzur Verfügung gestellt, was 2,24 Promille entspricht.
Diagramm 6: Lastganglinie (zeitabhängige Einspeiseleistung) aller deutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen mit ca. 62 000 MW Nennleistung im Januar 2013 

Diagramm 7: Lastganglinie (zeitabhängige Einspeiseleistung) aller deutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen mit ca. 62 000 MW Nennleistung im Februar 201

Energiespeicherung

Vor einem weiteren Zubau von Wind- und Fotovoltaik-Anlagen sind Speichermöglichkeiten zu schaffen. Ohne ausreichende Energiespeicherung ist angesichts der Volatilität der Einspeiseleistung der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen ein Ersatz von konventionellen Anlagen nicht möglich. Pumpspeicherkraftwerke stellen die effektivste großtechnische Variante zur Speicherung von Energie, die zur Stromversorgung genutzt werden kann, dar.In Deutschland sind über 30 große und kleine Pumpspeicherkraftwerke verfügbar. Das neueste und leistungsfähigste mit 1 060 MW Nennleistung ist das Pumpspeicherkraftwerk Goldisthal mit zwölf Millionen Kubikmeter Wasser im Oberbecken und einer Gesamtlänge des Ringdamms des Oberbeckens von 3 370 Metern. Insgesamt sind in Deutschland zurzeit Kapazitäten von ca. 7 000 MW am Netz. Die Leerlaufzeiten dieser Pumpspeicherkraftwerke liegen größtenteils zwischen 5 bis 7 Stunden, abhängig von der Auslegung der Anlagen. Um die Leistung von 1 000 MW über einen Zeitraum von 24 Stunden durchgängig  bereitzustellen, müssen also ca. 4 Pumpspeicher a 1 000 MW vorhanden sein. Ohne einen parallel betriebenen konventionellen Kraftwerkspark muss aufgrund der fehlenden gesicherten minimalen Leistung der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen (imBetrachtungszeitraum zeitweise weit unter 1 000 MW) nahezuder gesamte Stromverbrauch aus gespeicherter Energie über mehrere Tage sichergestellt werden. Im Beispiel (Diagramm 6) hätten daher 6 Tage mit der Last bis 70 000 MW durch Speicherung überbrückt werden müssen. Daraus würden 1 680 Pumpspeicherkraftwerke (70*4*6) mit je 1 000 MW Nennleistung bzw. 70 Speicherkraftwerke mit dem jeweils 24-fachen Wasservolumen (bis 300 Millionen m³) von Ober- und Untersee resultieren, was völlig illusorisch ist.
Für den im Schwarzwald geplanten Bau eines Pumpspeicherkraftwerks werden Milliardenbeträge an Baukosten geschätzt. Aus diesem Kostenansatz allein wird deutlich, dass die Speicherung von Energie für die an den Stromverbrauch angepasste Stromgewinnung als Backup für Regenerative Anlagen nicht machbar ist. Zudem ist das in Deutschland etablierte Umweltschutzverständnis eine weitere Hürde für den Bau dieser Anlagen. Trotzdem werden die Realisierungsmöglichkeiten und das technische Potential der Speicherung in allen öffentlichen Diskussionen völlig überschätzt und mit dem lapidaren Hinweis auf Forschungs- und Entwicklungsbedarf, der sicher vorhanden ist, abgehandelt. Die Kostenfrage wird völlig ignoriert.
Eine nennenswerte Zwischenspeicherung in Fahrzeugbatterien ist wegen des zu erwartenden schleppenden Ausbaues der Elektroautoflotte und der ebenfalls zu erwartenden Uneinsichtigkeit der Fahrzeughalter in die Notwendigkeit zur Entladung ihrer Batterien zur Netzstützung nicht realisierbar.
Ebenso illusorisch ist die Idee der Produktion von „Windgas“ (Herstellung von Methan über den Sabatier-Prozess) an Windenergieanlagen als Speichermethode für diese gewaltigen Energiemengen. Aus dem mehrstufigen Prozess über Wasserstoff zu Methan zur Bereitstellung für die Wiederverstromung in Gaskraftwerken resultieren große Wirkungsgradverluste, so dass mit unter 30 % des ursprünglichen Energieniveaus (28,5 %: Quelle Bundestag.de) für die erneute Stromgewinnung gerechnet werden muss. Zur Kompensation dieser Verluste würde selbstverständlich der Bedarf an weiteren Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen nochmals beträchtlich ansteigen. Daraus resultiert ein Kreislauf, der allein schon an der Kostenfrage scheitern würde.

Gedankenexperiment Vollversorgung mit Sonne und Wind

Vertreter der “100 % Regenerative-Option” gehen von der zukünftigen Installation von Windenergie-Anlagen im Onshore-Bereich von 200 000 MW Nennleistung, im Offshore-Bereich von 85 000 MW Nennleistung und für Fotovoltaik-Anlagen von 250 000 MW Nennleistung aus, also in der Summe von 535 000 MW Nennleistung.
Um die Auswirkungen einer Vervielfachung der Installation von Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen auf die Stabilität der Stromversorgung in Deutschland überprüfen zu können, bietet sich ein Gedankenexperiment an. Es wird angenommen, dass ein Bundesland durch den gesamten in Deutschland bisher installierten Kraftwerkspark aus „Sonne und Wind“ fiktiv versorgt wird. Ein gutes Beispiel für diese Überprüfung ist Baden-Württemberg, weil für dieses Versorgungsgebiet die Lastganglinien des Stromverbrauchs und der Einspeiseleistungen über die von EEX (European Energy Exchange) und Entsoe bereitgestellten Daten direkt verfügbar sind (Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW). Zudem erreichte die bundesweite Stromproduktion aus Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen mit 73,7 Milliarden kWh in 2012 fast den Stromverbrauch von Baden-Württemberg von 80 Milliarden kWh.
Diagramm 8: Einspeiseleistung aller Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen in Deutschland relativ zur Stromverbrauchskurve für Baden-Württemberg (Band bis ca. 10 000 MW) im Winter 2012/13
  
Mit der Fokussierung der aktuell in Deutschland installierten gesamten Wind- und Fotovoltaik-Kapazitäten auf dieses Bundesland wäre die angestrebte Endausbaustufe also fiktiv bereits heute erreicht. Auch der abgeschlossene Bau von Stromtrassen wäre simuliert, da fiktiv quasi alle Anlagen ideal mit dem Bundesland vernetzt sind. Müsste Baden-Württemberg bei diesen idealen Randbedingungen nicht allein durch die regenerative Stromproduktion der in Deutschland bereits installierten Anlagen voll versorgt werden können?
Der Vergleich für Baden-Württemberg (Diagramm 8) zeigt deutlich die Diskrepanz zwischen dem Stromverbrauch mit ca. 9 000 MW mittlerer Einspeiseleistung und der Stromerzeugung der gesamtdeutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen (grüne Fläche) im Zeitraum Dezember 2012 bis Februar 2013. Selbst bei extremem Ausbau der regenerativen Energien aus “Sonne und Wind” in Baden-Württemberg um den Faktor 12 von ca. 5 000 MW (in BW aktuell installiert) auf über 60 000 MW Nennleistung kann das Bundesland nicht versorgt werden. Die massive Unterdeckung (rote Flächen) über lange Zeiträume ist offensichtlich, obwohl die Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen mit 62 000 MW Nennleistung und einer Erzeugung von 73,7 Milliarden kWh einem Stromverbrauch in Baden-Württemberg von 80 Milliarden kWh mit einer mittleren Einspeiseleistung von ca. 9 000 MW in 2012 gegenüber steht. Auch in diesem Vergleich zeigt sich der gravierende, aber meist nicht beachtete Unterschied zwischen Leistung und Arbeit.
Aufgrund der bundesweiten typischen Einspeisecharakteristik gilt diese Aussage auch für alle anderen Bundesländer in unterschiedlicher Stufung. Selbst für Rheinland-Pfalz („mein Heimatland“) mit einem Stromverbrauch von „nur“ 30 Milliarden kWh und einer mittleren Einspeiseleistung von ca. 3 500 MW ist die Versorgung nicht machbar, wie eine gedachte Horizontallinie bei 3 500 MW im Diagramm 8 demonstriert. Zudem wäre der gesamte Kraftwerkspark eines fiktiv versorgten Bundeslandes generell nicht in der Lage, die auftretenden Stromspitzen auszugleichen.

Zusammenfassung:

In Deutschland werden fast ausschließlich die beeindruckenden Gesamtzahlen der Energieerzeugung in „Haushalten“ bzw. die jährlich neuen Rekordmarken für die installierte Nennleistung der bundesdeutschen Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen in Diskussionen eingeführt. Die energiewirtschaftlich maßgeblichen Lastganglinien dieser Anlagen, die die eingespeiste Leistung der Anlagen als Funktion der Zeit dokumentieren, also das Resultat des Betriebs des Kraftwerksparks aus „Sonne und Wind“ darstellen, werden fast völlig ignoriert. Deshalb herrschen in weiten Teilen der Bevölkerung schwerwiegende Fehleinschätzungen zum Potenzial dieser Erzeugungsanlagen vor.
Ebenso wie durch den Mangel an Einspeiseleistung bei sehr hohem Verbrauch – mehrfach Blackout-Gefahr im Winter wegen des extremen Stromverbrauchs von bis zu 82 000 MW Einspeiseleistung – kann die Stabilität der Stromversorgung durch unkoordinierte hohe Netzeinspeisungen gefährdet werden. Daher wurden bereits jetzt Abschaltmechanismen für die Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen eingeführt, die zukünftig verstärkt zur Vergütung auch von nicht erzeugtem Strom führen werden.
Die Regenerativen Energien aus „Sonne und Wind“ sind Additive. Der Kraftwerkspark aus Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen kann prinzipiell den konventionellen Kraftwerkspark nicht ersetzen, auch wenn dies oft unter dem Stichwort „Entcarbonisierung“ kolportiert wird. Diese eminent wichtige Feststellung zur „Energiewende“ wird permanent in allen öffentlich geführten Diskussionen u.a. mit Hinweisen auf die „Unzulänglichkeit der Bundesregierung“ oder auf noch „ausstehende Ergebnisse zur Speicherung“ und „fehlende Stromtrassen“ nebulös unterschlagen. Die ausstehenden Stromtrassen z.B. nützen zum Abtrag der Stromspitzen – also der Verteilung von lokalen Überschüssen z.B. von Nord- nach Süddeutschland. Bei Windflaute und zugeschneiten Fotovoltaik-Anlagen – also bei Mangelsituationen – bieten sie keine Hilfe.
Letztlich wird das begrenzte Regelband der konventionellen Anlagen den Endpunkt der volatilen Netzeinspeisung der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen aus physikalisch-technischen Gründen bestimmen. Der Ausweg Energiespeicherung zur Glättung der Lastganglinien der Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen in der notwendigen Größenordnung bis 70 000 MW über mehrere Tage, der konventionelle Kraftwerke verzichtbar machen könnte, ist auch nicht ansatzweise in Sicht. Zudem werden dieKosten, die ja gleichzeitig auch Verbrauch von Ressourcen sind, über die Dauer und Intensität des Fortgangs der Energiewende in jetziger Ausgestaltung entscheiden. Durch die EEG-Festlegung der vorrangigen Netzeinspeisung wird ein doppelter Kraftwerkspark faktisch erzwungen.


Ich danke herzlich Herrn Rolf Schuster für die intensive Zusammenarbeit und die Beistellung der Diagramme, die auf Basis der Daten der Übertragungsnetzbetreiber erstellt wurden, zu deren Veröffentlichung sie gesetzlich verpflichtet sind.
Zu meiner Person: Ich interessiere mich seit mehr als 20 Jahren für die Effektivität von Erzeugungsanlagen für regenerative Energien. Mir geht es um effektive Stromerzeugungund den Erhalt unserer Kulturlandschaft.
Dipl. Phys. Karl Linnenfelser
67435 Neustadt
Wendelinusstraße 40

Quellen:
·       Daten der Übertragungsnetzbetreiber
·       BDEW
·       Fraunhofer Institut
Der Beitrag erschien zuerst bei Vernunftkraft.de hier

Die Auswirkungen des hier skizzierten Unterfanges auf die Strompreise hat Herr Linnenfelser in diesem Artikel untersucht.
Den Artikel “Erfolgskontrolle” finden Sie im Anhang als pdf

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Neue PIK Ente: Mehr Wetterextreme durch Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre

Mehr Wetterextreme durch Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre

Dies ist die Überschrift einer Pressemeldung, die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 12. August 2014 in die Medienwelt ausstreute. Die Medien werden sich auf diese Sensation stürzen, ohne zu merken, dass der Aussagewert der Studie, an welcher der „Chef“ Hans Joachim Schellnhuber und Stefan Rahmtorf mitgearbeitet haben, praktisch gleich Null ist.
Jeder Mensch weiß, dass es seit Urzeiten die Jahreszeiten mit Frühling, Sommer, Hebst und Winter gibt, die vom Sonnenstand vorgegeben werden. Jeder Mensch weiß auch, dass alle Tief- und Hochdruckgebiete wandernde und vergängliche Gebilde sind, die von Höhenströmungen gesteuert werden. Dass die Höhenströmung nicht breitenkreisparallel, sondern wellenförmig ist, wissen wir auch. Bekannt ist auch, dass sich gelegentlich Wellen so aufschaukeln, dass sie zeitweise stationär erscheinen. Man spricht dann von Omega-Lagen, wobei ein Hoch von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Das alles ist nichts Neues. Doch wann und warum dies passiert, ist ein ungelöstes Rätsel der Natur.
Ist dieses Wellen-Rätsel nun durch die großen Experten Rahmstorf und Schellnhuber gelöst? Ist die auslösende Ursache gefunden worden? Ich zitiere: „Die Wissenschaftler haben große Sätze globaler Wetterdaten untersucht und dabei einen faszinierenden Zusammenhang entdeckt… Ein großer Teil der globalen Luftbewegung in den mittleren Breiten nimmt gewöhnlich die Form von Wellen an, die um den Globus wandern… Die Studie zeigt jedoch, dass einige dieser Wellen bei extremem Wetter nahezu feststeckten und sich stark aufgeschaukelt haben… Dahinter steckt ein subtiler Resonanzmechanismus, der Wellen in den mittleren Breiten festhält und sie deutlich verstärkt.“
Haben Sie genau gelesen? Das Ganze ist eine Nullaussage! Man hat etwas längst Bekanntes entdeckt und vermutet nun einen „subtilen Resonanzmechanismus“, der in den mittleren Breiten, der „Westwindzone“, die Wellen festhält und deutlich verstärkt. Wie viel Geheimnisvoller wäre die Aussage gewesen, wenn statt deutlich signifikant gesagt worden wäre. Im Text wird auch gesagt, dass „Wellen bei extremem Wetter nahezu feststeckten“, während nach der Überschrift erst durch das Aufschaukeln „Wetterextreme“ ausgelöst werden sollen. Aber dann zaubert man doch noch einen Schuldigen ans Tageslicht: „Seit dem Jahr 2000 hat sich die Arktis etwa doppelt so schnell erwärmt wie der Rest des Planeten.“ Ist das plausibel? Nein, denn dann müsste sich die Zirkulation abschwächen, da zwischen Pol und Äquator der Temperaturgradient geringer würde.
Ein Beweis für diese Hypothese wird nicht geliefert! Was kann ein synoptischer Meteorologe, der das Wetter mitsamt der Höhenströmung vorhersagen soll, mit solchen substanzlosen Aussagen prognostisch anfangen? Nichts! Auch an diesem Beispiel kann man eine Lebenserfahrung heranziehen, die von Albertus Magnus (1200-1289) stammt: „Die wenigsten Menschen denken wirklich; sie leben hauptsächlich aus ihren Vorstellungen und meinen, das wären Gedanken!“ 

Auszug aus "Sommer, Sonne, Wärmegewitter – gutes Konjunkturklima für „Klima-Alarm“! der Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde – Dr. Wolfgang Thüne





Hybridantrieb BMW i8 versus Benzin/Diesel Antriebe – Ein Vergleich

Der Antriebsstrang (Bild rechts) für die Kraftfahrzeug-Mobilität ist sowohl als reiner Elektroantrieb z.B. beim VW VW e-Golf, dem Tesla Modell S oder dem BMW i3 als auch auf Hybridbasis, wie hier beim BMW i8 in perfekter Weise realisiert. Das einzige Hemmnis für eine erfolgreiche Markteinführung – über durchaus sinnvolle Nischenanwendungen hinaus – ist die Nichtverfügbarkeit einer unter wettbewerbsgesichtspunkten bezahlbaren Batterie für relativ hohe elektrische Energiemengen von einigen hundert kWh mit uneingeschränkter Entnahme- und Aufladeverfügbarkeit sowie der Lebensdauer vergleichbar mit der eines Autos bis zur Verschrottung. 

In Demut vor den physikalischen Gesetzmäßigkeiten ist es offenbar sehr schwer zu bekennen, dass die Ursache des Problems einfach verdrängt wird: Tatsache ist nämlich, dass wir nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft kein physikalisches Prinzip zur Stromspeicherung größerer Energiemengen zu bezahlbaren Kosten, jenseits zu der untauglichen elektrischen oder magnetischen Feldenergie sowie der chemischen Energie, die allesamt im eV-Niveau (nicht MeV) agieren, kennen.

Vergleichbar mit dem Energieinhalt eines 70 l Tanks mit rd. 800 kWh Energieinhalt, der fast nichts kostet, in  2 Minuten geladen ist und länger hält als das Fahrzeug, zu einer Lithium-Ionenbatterie mit 20 kWh Speichervermögen, die 13.000 € kostet, 6 h zur Aufladung benötigt und nach 7 Jahren ersetzt werden muss.  

Hinweis: Falls man dieser öfters "Schnellladung zumutet, ist die Batterie auch bereits nach 5 Jahren zu ersetzen. Daher stehen wir bestenfalls am Anfang der Grundlagenforschung mit dem Ende „offen“.  

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