Neuer Höchststand bei der atmosphärischen CO2 Konzentration – Problem, oder völlig normal?

Leserbrief zum WA-Artikel am 10.9.2014 über den neuen Höchststand des Treibhausgases CO2 (dpa-Meldung)

Vor wenigen Wochen wurde uns bereits von gut bezahlten Klimaforschern das bevorstehende Abschmelzen der Polkappen angekündigt. Laut Mitteilung der Weltorganisation für Meteorologie in Genf sollen jetzt auch noch die Meere durch den ständigen CO2-Ausstoß einer unausweichlichen Übersäuerung entgegengehen. Beides sind total übertriebene Aussagen, die mit solider Wissenschaft nichts zu tun haben, und der Begriff Höchststand beschreibt nichts anderes als einen völlig trivialen Sachverhalt. Genauso gut könnte man sagen, der langsam wachsende Gipfel des Mount Everest befindet sich jedes Jahr auf einem neuen Höchststand.
Knapp 2 ppm (Millionstel Volumenanteile) beträgt der jährliche Anstieg des CO2, bedingt (1) durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe einschließlich illegaler Brandrodung. Bei derzeit 400 ppm sind das 0,5% ohne erkennbare Beschleunigung im letzten Jahr, wie fälschlicherweise behauptet wird. Dies entspricht einem Gewicht von ca. 15,5 Milliarden Tonnen. Etwas mehr als die gleiche Menge ist im letzten Jahr zu ungefähr gleichen Teilen von den Ozeanen und der Biosphäre aufgenommen worden. Der maritime CO2-Zuwachs betrug hiernach in dieser Zeit ca. 1 ppm. Ungefähr das 20000-fache befindet sich bereits im Meerwasser (50 mal so viel wie in der Atmosphäre). Der jährliche Zuwachs beträgt also gerade mal 0,005%. Um im Meerwasser den gegenwärtigen pH-Wert von im Mittel 8,2 nur auf 8,1 zu senken (was immer noch im basischen Bereich läge), wäre eine dissoziationsbedingte Zunahme der H-Ionenkonzentration um 30% erforderlich. Jeder Abiturient und erst recht jeder Mathematiklehrer müsste das leicht nachvollziehen können, wenn er weiß, dass der pH-Wert eine dekadisch logarithmische Zahl darstellt. Bei dem o.g. grotesken Missverhältnis ist es geradezu absurd, von einer beängstigenden Übersäuerung der Meere zu sprechen.
Genauso falsch ist die Behauptung, dass die CO2-bedingte Wärmerückstrahlung in der Zeit von 1990-2013 durch die fortlaufenden Emissionen um 27% zugenommen hat. Der CO2-Zuwachs betrug in dieser Zeit 23 x 2 = 46 ppm. Dies entspricht einer Rückstrahlungszunahme von 0,65 Watt/m². Mehr ist aus dem fast ausgeschöpften Spektralbereich um die 15 Mikrometerlinie nicht herauszuholen. 1990  lag die durch CO2 bewirkte Wärmerückstrahlung bei ca. 37 Watt/m². Der Anstieg bis 2013 betrug also in Wirklichkeit nur 1,8% und nicht 27%.
Ebenso falsch ist die Aussage, dass der Säuregehalt der Meere heute den höchsten Stand seit 300 Millionen Jahren aufweist. Damals begann gerade das Erdzeitalter Perm, in dem der CO2-Gehalt der Atmosphäre fast 4 mal so hoch wie heute war und sich somit auch in den Meeren entsprechend ausgewirkt hat.
Die letzte falsche Aussage ist die, dass der Mensch durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe ohne allen Zweifel das irdische Klima bedroht. Bisher hat er lediglich mit 0,2°C einen völlig unbedeutenden Einfluss genommen, was ich  in zahlreichen Leserbriefen bereits mehrfach nachgewiesen habe. Die Zeit ist reif, unsere gesamte Energiepolitik wieder schnellstmöglich auf den ursprünglichen Stand zurückzuführen, bevor die kaum noch zu rettende Billion Euro gänzlich ausgegeben ist.

Dr. rer.nat. Siegfried Dittrich

(1) Diese Meinung von Dr. Dittrich über den anthropogenen Anteil am Zuwachs der CO2 Konzentration wird von der Redaktion nicht geteilt. Siehe u.a. Salby hier




Das Gerede vom Rückgang der Strompreise

Rudolf Kipp beschäftigte sich in einem Beitrag auf Science-Skeptical Blog [KIPP] ausführlich mit diesem scheinbaren Bruch des bisherigen Aufwärtstrends und stellte einige interessante Zusammenhänge heraus.

Bild 1. Das EEG-Umlagekonto wies schon immer Schwankungen auf (Grafik: [KIPP])
Wie Bild 1 zeigt, wies das EEG-Umlagekonto schon immer mehr oder weniger starke Schwankungen auf, so dass es in den Folgejahren mal zu stärkeren, mal zu schwächeren Erhöhungen der EEG-Umlage kam. Nachdem die Erhöhung von 2013 auf 2014 besonders kräftig ausgefallen war, landete das Konto per Oktober 2014 ausnahmsweise im Plus. Also keine Trendumkehr, sondern wohl eher ein „Ausreißer“.

Bild 2 Windenergieeinspeisung ab 01.01.2014 bis 06.09.2014 (Grafik: [HECK])
Fast zeitgleich weist Wilfried Heck in seinem Blog nach, dass das Jahr 2014 bisher zumindest für Windmüller miserabel verlaufen ist [HECK]. Bei einer installierten Windleistung von rund 37000 MW (Deutschland und Österreich) speisten die Anlagen im Zeitraum vom 1.1. 2014 bis zum 6.9. 2014 nur mit einer mittleren Leistung von 5848 MW ins Netz ein, Bild 2 Das entspricht einem Nutzungsgrad von mickrigen 15,8 %. Dementsprechend geringer waren natürlich die Zahlungen, die aus dem Umlagekonto abgerufen wurden.

Bild 3 (geändert gegenüber der 1. Version vom 12.9.14). Im Vergleich zu den Vorjahren sind die jährlichen Zubauraten für Wind und Solar in den ersten Monaten des Jahres 2014 regelrecht eingebrochen (Daten: [EEX])
Außerdem fielen im Jahr 2014 die kumulierten Jahres-Zubauraten für Wind- und Solarstrom auf ein seit Jahren nicht dagewesenes Tief, Bild 3 1). Zwar stieg die auf das Gesamtjahr bezogene Rate bei Wind im Vergleich zum Jahr 2013 um 992 MW bzw. 41 % an, dafür fiel der Rückgang bei Fotovoltaik mit 4239 MW bzw. 64 % umso kräftiger aus. Insgesamt sank der Jahres-Zubau bei diesen beiden Technologien somit um 3247 MW bzw. 36 %. Grund waren vermutlich die länger anhaltenden Querelen um die Neufassung des EEG, was anscheinend dazu führte, dass sich viele Investoren zurückhielten. Auch dies bewirkte geringere Abrufe aus dem Umlagekonto als prognostiziert. Zudem gibt es im Diskussionsbereich zum Artikel von R. Kipp Hinweise auf abrechnungstechnische Tricks z.B. durch Verschiebung von Abrechnungszeiträumen.

Versteckte Zusatzkosten

Nicht zu vergessen sind außerdem die immer höheren Kosten, die nicht über den EEG-Zuschlag, sondern über die Netzgebühren abgerechnet werden und damit für den Normalbürger gar nicht „sichtbar“ sind. Dazu gehören die immer weiter steigenden Aufwendungen für Regelenergie, die Kosten für überflüssige Leitungsprojekte wie SüdLink oder die Anschlusskosten für Windparks in der Nordsee. Solange weiter in teils gigantische Windparks investiert wird, ist kaum davon auszugehen, dass die Strompreise in den nächsten Jahren zurückgehen werden. Viel eher ist ein weiterer Anstieg zu erwarten.

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Die systematische Erhöhung der Energiekosten

Letztendlich muss man bei der Diskussion über Energiekosten bedenken, dass der seit Jahren zu beobachtende  Anstieg der Strompreise nicht von Zufällen, einer Verknappung von Ressourcen oder den Gesetzen des Marktes abhängt, sondern politisch gewollt ist. Erinnern wir uns an den damaligen Grünen-Chef Joschka Fischer, der seiner Partei vor vielen Jahren im Wahlkampf die Forderung „5 Mark für den Liter Benzin“ vorgab. Beim Benzin haben sie es noch nicht ganz geschafft, aber man arbeitet daran. Aber neben dem Benzinpreis gibt es ja noch andere Energiepreise wie den Strompreis. Nachdem die Grünen 1998 in Deutschland an die Macht gekommen waren, brauchten sie nur 2 Jahre, um dem Strompreis mit Hilfe des EEG einen ordentlichen Trend nach oben zu verpassen.

Bild 4. In der Amtszeit der ersten rot-grünen Koalition begann die Umsetzung einer „Energie ist zu billig“-Ideologie durch Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) (Daten: WIKI)
Dahinter steckt eine Philosophie bzw. – besser ausgedrückt – eine Ideologie, die vor allem vom sogenannten Club of Rome entwickelt wurde. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Denkschule ist der Physiker, Biologe und Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker, Sohn des Kernphysikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker und Neffe des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Auf den Punkt gebracht lautet sein Credo: „Energie ist zu billig“ [WEIZ]. Die Ergebnisse zeigt Bild 4.
Er fordert daher, dass Energie stetig und sanft verteuert werden müsse. Und Prof. von Weizsäckers Ansichten haben Gewicht: Laut der gleichen Quelle gibt es kaum ein internationales Gremium, das sich mit Klimaforschung befasst, in dem sein Rat nicht schon gefragt war. Neben der Uno berät er auch die chinesische Regierung. Heute beobachten wir die Auswirkungen dieser Ideologie, die von der rot-grünen Bundesregierung in die Energiepolitik eingeführt und später von Fr. Merkel konsequent fortgesetzt wurde, auf den Strompreis. Am generellen Aufwärtstrend wird auch eine eventuelle kurzlebige „Delle“ nichts ändern.
Fred F. Mueller
 1) Diese Zahlenangaben können sich – insbesondere mit Blick auf den bevorstehenden Termin der Festlegung des EEG-Zuschlags für das Jahr 2015 – verschieben. Im Vorfeld der Entscheidung bringen die Netzbetreiber ihre Zahlenwerke aktuell im Eiltempo auf neuesten Stand, was zu überraschenden Änderungen (auch rückwirkend für die Vorjahre) führen kann.
Quellen

[EEX] http://www.transparency.eex.com/de     abgerufen am 13.9.2014
[HECK] http://wilfriedheck.tripod.com/    abgerufen am 9.9.2014
[KIPP] http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/erneuerbare-energien/geht-beim-milliarden-ueberschuss-beim-oekostrom-alles-mit-rechten-dingen-zu/0012581/
[WEIZ] http://www.srf.ch/sendungen/passage/ernst-ulrich-von-weizsaecker-energie-ist-zu-billig
[WIKI] Wikipedia, Stichwort „Strompreis“
[WEIZ] http://www.srf.ch/sendungen/passage/ernst-ulrich-von-weizsaecker-energie-ist-zu-billig




Nicht das Wetter, das politische Klima wird immer garstiger und rauer!

Wenn die WMO erst jetzt mit Gewissheit weiß, dass sich das Klima wandelt, dann lebt sie wohl „hinter dem Mond“! Dieser Wandel ist so alt wie die Welt und beruht auf Gesetzen der Natur, der variierenden Strahlung der Sonne und den wechselnden Umlaufbahnen der kugelförmigen Erde. Entdeckt und rekonstruiert wurde der Klimawandel durch die Astronomie, die Geologie wie die Geomorphologie. Wohl außer der WMO wissen alle Wissenschaftler, dass es in den letzten 440 000 Jahren vier Eiszeiten gab, wobei die Eiszeiten absolut dominant und die zwischeneiszeitlichen Perioden immer nur kurze „Erwärmungs-Spitzen“ von etwa 15 000 Jahren Dauer waren. Eine physikalische Erklärung für diese Asymmetrie gibt es nicht.
Der Alarm der WMO in der Phase des Wechsels vom Sommer- zum Winterhalbjahr, wo das Interesse der Menschen mehr bei der Wetterfühligkeit, deren Minderung wie den Heizkosten des Winters liegt, kollidiert auch anderweitig mit der Natur. Diese macht nämlich nicht, was der Klima-Friedensnobelpreisträger Al Gore 2007 prophezeite. Nach seiner 7-Jahres-Weissagung müsste 2014 die Eisdecke rund um die Arktis komplett abgeschmolzen sein. Doch das Gegenteil ist der Fall, wie Daten aus dem „Cryosphere-Project“ der Universität von Illinois, des „US National Snow and Ice Data Center“ und des Dänischen Meteorologischen Instituts zeigen. Es registrierte eine Zunahme der Eisdecke um erstaunliche 63 Prozent, von 2,7 auf 4,4 Millionen Quadratkilometer.
Dabei hatte der Tourismus auf Al Gore und die Durchfahrt der Nordwest-Passage gesetzt. Im August 2016 soll das amerikanische Kreuzfahrtschiff „Crystal Serenity“ von Seward in Alaska über die Cambridge Bay nach Grönland und weiter mit 1000 Passagieren nach New York fahren. 90 Prozent der Tickets seien für Preise zwischen 20 000 und 120 000 Dollar bereits verkauft. Ob dieses Abenteuer aufgeht, wir werden es sehen und abwarten müssen, denn solch langfristige Vorhersagen machen seriöse Meteorologen nicht!

Das Potsdam-Institut und die „klügsten Köpfe der Welt“ debattieren den Klimawandel

Es ist wieder soweit, vom 8. bis 11. Oktober 2014 lädt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zum Nobelpreisträger-Symposium nach Treffen in Potsdam, London, Stockholm nun nach Hongkong ein. In der Presseerklärung des PIK vom 3. September 2014 heißt es, „einige der klügsten Köpfe der Welt debattieren Lösungen für eine der größten Herausforderungen unserer Zeit: den Klimawandel“! Das Symposium „4C – Changing Climate, Changing Cities“ werde sich in erster Linie der Frage widmen, wie mit der Urbanisierung im Zeitalter der Megastädte und des Klimawandels umgegangen werden kann. „4C“ steht für die vier Grad Celsius, um die sich unsere Welt bis Ende des Jahrhunderts gegenüber dem vorindustriellen Niveau erwärmen könnte. Immerhin, das PIK bleibt im Konjunktiv, denn es könnten auch „-4C“ sein. Leider findet sich unter den „klügsten Köpfen“ kein Meteorologe.
Wenn die von der WMO berechnete Zunahme der „Strahlkraft“ der Treibhausgase um 34 Prozent zwischen 1990 und 2013 nicht zu einem rasanten Anstieg, sondern zu einem Rückgang der „Globaltemperatur“ in den letzten 17 Jahren geführt hat, dann müsste die gesamte „Treibhaushypothese“ über Bord geworfen werden. Alle Klimamodelle sind untauglich, denn in ihnen ist die ‚radiative forcing‘ fest einprogrammiert.  Und was dem Computer befohlen wird, das befolgt er auch! Das wirft wiederum die Frage auf, ob nicht der „natürliche Treibhauseffekt“ von „+33 Grad“ nichts als ein rechnerisches Kunstprodukt, ein Artefakt ist und auf Randbedingungen beruht, die völlig unnatürlich sind. Dies fängt mit der Annahme an, dass die „Solarkonstante“ konstant ist. Das ist sie keineswegs, denn die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ist kein „Kreis“, sondern eine Ellipse, so dass gemäß dem 1/r2-Gesetz zwischen Aphel und Perihel die „Solarkonstante“ um +/- 3,5 % schwankt. Bei angenommener „SK“ von 1360 W/m2 sind dies +/- 47,6 W/m2. Diese jährliche Schwankung zwischen 1312,4 und 1407,6 W/m2 ist ein Vielfaches des über 150 Jahre aufsummierten anthropogenen oder „zusätzlichen Treibhauseffektes“ von 2,4 W/m2. Zudem ist die Erde am 2. Januar am sonnennächsten Punkt, dem Perihel, und erhält am meisten Strahlung. Allein dieser Vergleich lässt sehr an der Aussage der WMO zweifeln, dass wegen des menschlichen Verhaltens die meteorologischen Bedingungen immer extremer werden. Hierfür gibt es außerdem keinerlei Hinweise, selbst nicht vom Deutschen Wetterdienst. Man fahre nur einmal den Rhein entlang und schaue sich die Hochwassermarken der vergangenen Jahrhunderte an. Der höchste Pegelstand war 1784, also in vorindustriellen Zeit und lange bevor der Rhein nach Plänen von Johann Gottfried Tulla (1770-1828) zwischen 1817 und 1876 seiner Retentionsräume beraubt, begradigt und zu einer Wasserstraße ausgebaut wurde.

Zur Kritikunfähigkeit der Medien gegenüber den Klimamärchen der Klimaexperten

Die Presse verweist stolz darauf, frei, kritisch und unabhängig zu sein sowie objektiv zu informieren. Doch stimmt diese Selbstdarstellung? Im Wintersemester 1987/88 fand an der Freien Universität Berlin eine Vorlesungsreihe „Journalismus und Ethik“ statt. Diese wurde als Buch veröffentlicht und das trägt den wenig rühmlichen Titel „Medien ohne Moral – Variationen über Journalismus und Ethik“.
In der Vorlesung von Bernd Sösemann über das Thema „Von der Pressefreiheit zur Gleichschaltung“ zitiert dieser Oskar Stark, der am 20. November 1965 in einem Brief an Margret Boveri zu dem Buch „Wir alle lügen“ schrieb: „Natürlich haben wir alle gelogen, um mit unseren Zeitungen und mit unserem kleinen eigenen Leben möglichst überwintern zu können. Aber heute müssen wir doch sagen, dass diese Überwinterungsversuche am Ende auf einem Denkfehler beruhten. Wir haben nämlich nicht nur gelogen, sondern wir haben alle auch unsere Westen bekleckert bei dem Überwinterungsversuch.“ Heute geht es nicht darum. Ich meine, die Journalisten lügen nicht, aber sie sind zu bequem, die Klimalügen aufzudecken. Es ist bedenklich, wenn trotz garantierter Pressefreiheit ausgerechnet die Wissenschaftsjournalisten nahezu unfähig sind, die häufig widersprüchlichen Aussagen der Klimaexperten auch nur andeutungsweise auf ihre Plausibilität kritisch zu hinterfragen.
Liegt es in der Natur der „Masse Mensch“, dass diese ungerne selbst denkt und sich lieber auf „Klügere“ verlässt, für sich denken lässt? Die Geschichte zeigt, dass es immer Schriftgelehrte und Weise, Priester und Schamanen, auch Philosophen gab, die sich auserkoren und berufen fühlten, das geistige Klima der Zeit zu bestimmen. Wenn heute Unsinn mit dem Etikett „streng wissenschaftlich“ versehen wird, dann wird er geglaubt. Zu allen Zeiten ließ sich die „Masse Mensch“ von Feldherren und Herrschern führen, verführen und missbrauchen. Welchem Missbrauch dienen die Warnungen vor der Klimakatastrophe, der Klimaschutz wie die Klimawandelängste? Wozu dient das „Treibhaus“? Wenn es nur um unser Geld geht, dann kommen wir glimpflich davon. Aber da steckt mehr dahinter, die revolutionäre Umgestaltung der Industriegesellschaften, die vom PIK propagierte „Große Transformation“.
Aufgabe einer wirklich kritischen Presse wie freier Medien wäre es, die Hintergründe und Machenschaften hinter der „Klimapolitik“ auf nationaler wie internationaler Ebene zu ergründen und aufzudecken, um von uns Bürgern Schaden abzuwenden und nicht den Machthabern zu dienen. Die Medien verbreiten zum Teil mehrmals täglich Wetterberichte und wissen, wie kläglich diese zum Teil sind. Trotz immer größerer und schnellerer Computer hat sich bei genauerem Hinsehen recht wenig an der Qualität der Wetterprognosen gebessert. Wir schimpfen wie die Rohrspatzen über jedes Gewitter, doch ändern können wir daran nichts, sondern nur hoffen, dass es über dem eigenen Kopf glimpflich abläuft. Wir sind dem Wetter ausgeliefert, seit „Adam und Eva“. Wir müssen uns dem Wetter anpassen, in der Landwirtschaft, der Freizeit, dem Verkehr und im Urlaub. Wir können Wetter nicht „machen“!
Es ist völlig unerklärlich und widerspricht dem Bildungsniveau eines Journalisten, sich von Wissenschaftlern Klimaängste, ja die Klimakatastrophe einreden und zum Klimaschutz überreden zu lassen, wohl wissend, dass „Klima“ ein Abstraktum ist und als Naturvorgang nicht existiert. „Klima“ ist vom Wetter abgeleitet und beschreibt nichts als einen „mittleren Wetterzustand“ eines Ortes  in einer bestimmten 30jährigen Periode. „Klima“ wandelt sich nicht, es folgt statistisch geglättet dem Wetterwandel. Doch wer will diesen aufhalten?
Bei der Pressekonferenz der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. im Hotel Tulpenfeld in Bonn am 22. Januar 1986 hätten die Journalisten lauthals auflachen und die Wissenschaftler auslachen müssen, als diese vor der „drohenden Klimakatastrophe“ warnten und die „Sintflut“ beschworen. Jeder Mittelwert wird bestimmt durch seine Anfangswerte, ist ein toter Wert, der nichts anrichten kann. Doch nichts geschah, man reagierte wie ein Kaninchen, das geblendet wurde, mit Erstarrung. Was bewegte ausgerechnet das Magazin DER SPIEGEL, am 10. August 1986 mit mehr als halbjähriger „Denkpause“, in der man hätte den eigenen Verstand hätte aktivieren können, diese Warnung groß aufbauschen zu müssen und den Kölner Dom in der Nordsee versinken zu lassen. Die SPIEGEL-Story war die Geburtsstunde der „Klimapolitik“, führte zur Bildung der Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“.
Hätten damals die Medien den Mut und die Zivilcourage gehabt, den Anfängen dieser insgesamt unglückseligen und absolut erfolglosen „Klimapolitik“ ein Ende zu bereiten, viele Unannehmlichkeiten wären den Bürgern erspart geblieben. Alle Bemühungen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren haben am Gehabe des Wetters nichts geändert und werden auch nichts ändern, selbst wenn wir alle die Luft anhalten oder die Atmosphäre vom CO2 befreien. Wir hätten dann zwar gesetzeskonform gehandelt, aber wir müssten zusehen, wie die grünen Pflanzen sterben, uns die Nahrung und der Sauerstoff ausgehen.
Es ist immer noch Zeit, das erstens größenwahnsinnige und zweitens völlig unsinnig-utopische Vorhaben „Klimaschutz“ aufzugeben, aber wo sind unter den Journalisten die „Kinder“, die angesichts des Vorhabens, den Klimawandel anzuhalten, den Mut haben zu sagen, aber die „Klimaexperten sind ja nackt“! Sie erzählen uns Horrormärchen. Sie denken egoistisch nur an ihr eigenes Wohlleben, während der „Masse Mensch“ CO2-Fussfesseln angelegt werden. Wo ist der Aufklärer Immanuel Kant unter den Journalisten, der das „sapere aude“ befolgt und mutig anwendet?
Vielleicht sollten die Journalistenschulen dem Beispiel der Stadt Mainz folgen. Diese hat für ihre insgesamt 23 Grundschulen 13 „Schulsozialarbeiter“ eingestellt mit, so die Allgemeine Zeitung Mainz vom 9. September 2014, dem „zentralen Ziel, den Lebensraum Schule mitzugestalten und ein gutes Lernklima zu schaffen“. Es wäre schön, wenn die Journalisten zwischen Wetter, Witterung und Klima differenzieren könnten, um zwischen „Sein und Schein“, zwischen Realität und Virtualität zu unterscheiden. Ein gutes Klima wollen wir alle, vom Arbeits- und Betriebsklima angefangen, bis hin zum Konjunktur- und Wirtschaftsklima.
Oppenheim, im September 2014 
Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne




Der grüne Blackout – Unbedingt lesen

Das erweiterte Buch enthält vor allem ein zusätzliches Kapitel über die Umweltzerstörung im Namen der grünen Energie: „Natur stört Weltrettung. Wie die Energiewende zerstört, was sie zu schützen vorgibt“. Der Text beschreibt an vielen Beispielen, wie selbst geschützte Tiere und wertvolle Waldgebiete für Windparks geopfert werden – die dann oft nur eine mäßige Flatterenergie liefern. Trotzdem scheint es beim Aus- oder vielmehr Raubbau kein Halten zu geben. „Moderne Grüne nehmen den Wald inzwischen  vor allem als Bewuchs wahr, der die Installation neuer Windräder behindert“, spottet Wendt.
Außerdem beschreibt die erweiterte Ausgabe die Erfahrungen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei seinem gescheiterten Versuch, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Frühjahr 2014 wirklich zu reformieren.
Inzwischen gibt es bemerkenswert viele Experten, die zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen wie der „Grüne Blackout“: Etwa eine von Angela Merkel selbst einberufene Expertenkommission, die die Abschaffung des EEG  empfahl, weil es die technische Innovation nicht fördere. Oder der Bundesrechnungshof, der erst vor kurzem die unkoordinierten und widersprüchlichen Energiewendemaßnahmen der einzelnen Ministerien in Grund und Boden kritisierte. Der Kronberger Kreis, ein Zirkel der wichtigsten Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands, empfiehlt in seinem neuesten Papier ebenfalls: kein EEG, dafür Marktwirtschaft in der Energieerzeugung.
Das Buch eignet sich natürlich sehr gut dafür, die Absurditäten der Energiewende nachzuvollziehen. Aber auch, um ein psychologisches Experiment zu starten: Verschenken Sie einfach einen „Grünen Blackout“ an eine Person in Ihrer Umgebung, die sich vom Sinn und Nutzen der Energiewende immer noch überzeugt zeigt. Und fragen Sie nach einer Weile, ob sich die Meinung des Menschen geändert hat. Viel Vergnügen!
Alexander Wendt „Der grüne Blackout. Warum die Energiewende nicht funktionieren kann“ 178 Seiten Edition Blueprint, bei Amazon (hier) 9,99 Euro
E-Book 3,99 Euro




Wenn die Schollen Trauer tragen

Okay, es war mein Fehler. Ich hätte wissen müssen: Wenn Staatsfunker wie die vom NDR eine Einrichtung wie das Ozeaneum in Stralsund verdächtig oft bejubeln, dann muss an Letzterem was faul sein.
Hat mich 16 Euro Eintritt gekostet, diese Wahrscheinlichkeit prompt bewiesen zu bekommen. Der 2008 unter großem Brimborium eröffnete Bau („Norddeutschlands größter Museumsneubau“) ist architektonisch licht und luftig, inhaltlich aber untermittelprächtig, verglichen mit Meeresmuseen in Frankreich oder England. Da gibt es zu viel Präpariertes, Ausgestopftes, Ausgestelltes, zu wenig Lebendiges, sinnlich Erfassbares. Und viel zu viel ideologischen Müll.
Die Großaquarien sind hübsch, aber auch nicht mehr als State of the Art. Der 25 Meter hohe, mit einer Million Liter Salzwasser gefüllte Aquariumszylinder in der Lobby des Berliner Hotels Radisson Blu ist imposanter als jedes Becken in Stralsund. Und wer seinen Kindern Robben, Eisbären und Pinguine in Aktion zeigen will, dazu den ersten Walross-Nachwuchs eines deutschen Zoos, geht sowieso nach Hamburg, in die Sektion Eismeer des Tierparks Hagenbeck. Zwar kriegt man da auch so manche Ökolektion verpasst. Aber nicht mit dem Holzhammer, wie in Stralsund.
In puncto Zeigefingergefuchtel, Katastrophenbeschwörung, Untergangsgeraune und Klimapanikverbreitung nämlich lässt sich das Ozeaneum von nichts übertreffen. Reihenweise warnen Schautafeln, das „intensive Wirken des Menschen“ bedrohe dieses und jenes, eigentlich alles. Steht das Ende der Dorschfischerei bevor? Sind sämtliche Meere bald leergefischt? Wann versauert das Meer durch Kohlendioxideintrag? Wie schädlich sind Aquakulturen? Shrimp-Farmen zerstören Mangrovenwälder und Küstenlinien! Müllstrudel verteilen sich über die Ozeane! Fischereiflotten erzeugen tödliche Fischfallen! Weltweit brechen die Bestände des Roten Thuns zusammen („Für die Ausstellung konnte kein Tier mehr beschafft werden“)! Kein Lebewesen hat eine Chance, Grundschleppnetzen zu entkommen! Der Klimawandel bedroht sogar unsere Wale (Gegenmaßnahme: „Fahren Sie weniger Auto, wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter“)!
O Gottes Engel wehre, und rede du darein!
In einer Ecke läuft ein Video über steigende Meeresspiegel. Der berühmte Meeresforscher Robert Atzorn, nebenberuflich Darsteller in meist etwas trashigen TV-Streifen, fabuliert da was von einem Meerespiegelanstieg von 50 Zentimeter bis Ende des Jahrhunderts. Diese Information, die er vom IPCC oder aus dem Maya-Kalender haben könnte, hat ihn derart geschockt, dass er empört ausruft: „Nach den Malediven werden die Küsten der Kontinente überspült. Warum lassen wir das zu?“ Die Neigung ehemaliger Fernsehgrößen zu pathetischen Ökotiraden könnte man das Hannes-Jaenicke-Syndrom nennen: Wenn die eigene Bildschirmkarriere nicht mehr so recht flutscht, zum Weltretter honoris causa taugt man noch allemal.
Masochisten willkommen! Wer ins Ozeaneum von Stralsund geht, löhnt dafür, sich von fanatischen Doomsayers in den Hintern treten zu lassen; als unverantwortlicher Dreckskerl, dessen Konsumgier die Meere in eine Kloake verwandelt hätte. Soweit vielen Dank. Natürlich wird in solchen Geisterbahnen nie erwähnt, dass sich Endzeitgeblöke und Worst-Case-Szenarien meist irgendwann still verabschieden. Warum gibt es an der Nordseeküste eigentlich noch Robben, und zwar weitaus mehr als vor der Robbensterbenhysterie der 1980er („Spiegel“-Titel: „Friedhof Nordsee“)?
Warum gab es noch nie so viele Schollen in der Nordsee wie 2014 (Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischer: „Wir können auf den Schollen bis nach Helgoland laufen, ohne nass zu werden“)? Wo doch Greenpeace den Plattfisch seit Jahren für hochbedroht hält („Streiche die Scholle von deinem Speiseplan“). Warum hat die Wasserqualität in Nord- und Ostsee fast überall zu-, nicht abgenommen? Ja, woran liegt das wohl? Weil alles den Bach runter geht?
Der Grund, warum die Umwelt immerfort den Bach runterzugehen hat, ist simpel: nur dann gehen die Spendeneinnahmen von Greenpeace nach oben. Die Sekte hat das Ozeaneum ideologisch ursupiert, wie auch „Klimahaus“ in Bremerhaven oder das „Umweltzentrum“ auf Spiekeroog und artverwandte Einrichtungen. Neben der Lobbyorganisation „Stiftung Offshore Windenergie“, dem von Fördergeld übersprudelten „Deutschen Klimarechenzentrum“ sowie dem Institut für Meereskunde-Geomar in Kiel (dort wirkt der kregle Klimaclown Mojib „Winter-wird-es-nicht-mehr-geben“ Latif) ist es immer wieder Greenpeace, die sich im Ozeaneum breit macht. Greenpeace gibt den Poltergeist des Museums.
Ein anderthalbstündiger Film zeigt die Aktivitäten der Schadstoff-Rechenkünstler („Brent Spar“). Fragen der Besucher, so erfährt man auf Schildern, beantwortet die Sekte gern per E-Mail („Stichwort Ozeaneum“). Wodurch sie an die Adressen möglicher Sympathisanten kommt. Jahr für Jahr besuchen fast 600.000 Menschen das Ozeaneum, darunter viele Kinder und Jugendliche. Und sie zahlen für die Propaganda-Show auch noch. So etwas nennt man eine Win-Win-Situation. Für Greenpeace.
Etwas Gutes hat das Ozeaneum aber doch. Am 21. November tritt dort Achse-Autor Vince Ebert mit seinem Wissenschaftskabarett-Programm „Evolution“ auf. Diese Show kommt garantiert ohne Greenpeace aus.
Beitrag erschien zuerst auf: achgut.com