Wenn Emotionen den Journalismus fressen – Die „Tagesthemen Nachrichten“ und die Klimakonferenz in New York

Sorry, Kollege Roth: Was Sie da ankündigten war leider, um es auf direktem amerikanischen Slang zu sagen: „Bullshit.“ Da wurde der Eindruck erweckt, als ob die Klimaerwärmung Katastrophen ausgelöst hätte, die den Menschen Angst machen. Ja, Angst haben die Menschen, weil ihnen solch unreflektierte Nachrichten vorgesetzt werden. Wie bitte schön erklären Sie sich, dass wir es mit Katastrophenschäden dank der Erderwärmung zu tun haben, wenn alle, wirklich alle Institute, auch und gerade die, die für den IPCC, auf deutsch: „Weltklimarat“ arbeiten, seit 17 Jahren einen leichten Temperaturrückgang messen.(Video hier)
Also das müssen, Sie mir erklären: Wir haben einen realen Temperaturrückgang, aber die Katastrophen nehmen wegen der Erderwärmung zu? Nun kann es sein, dass Sie keine Zeit haben, sich so im Detail mit der Materie zu beschäftigen. Dafür sollten dann in der Redaktion unabhängige, nachfragende Fachkollegen sitzen. Aber der Beitrag wurde von Isabel Schayani, die aus der Monitor Redaktion in Köln stammt, gefertigt. Nun habe ich fast alle Konferenzen besucht, die sich kritisch mit der Menschen gemachten Klimaerwärmung beschäftigen. Isabel Schayani habe ich da nie gesehen. Sie ist mir als sehr gute Kennerin des Iran bekannt und in dieser Frage teile ich fast komplett ihre Ansichten. Von 1979 bis 1983 habe ich nämlich auch regelmäßig als Journalist im Iran gearbeitet und wundere mich, mit welcher Nonchalance wir über die Realitäten in den islamischen Ländern hinweg schauen. Aber als Klimaexpertin ist sie mir noch nie aufgefallen.
Schon in der Anmoderation erwähnten Sie den Hurrikan „Sandy“, der vor zwei Jahren große Schäden in New York anrichtete. Sind sie sicher, dass es ein Hurrikan war? Meine letzte Information lautete, dass die Einstufung strittig war, ob es sich um einen Hurrikan der Stufe 1, als der niedrigsten Klassifizierung handelte oder doch nur um einen sehr starken Sturm. Das ist nämlich in den USA sehr wichtig. In einem Falle müssen die Versicherungen zahlen (Sturm), im anderen Falle hilft die Regierung mit ihrem Katastrophenfond. Sandy wurde nur deshalb so berühmt, weil er die medial gut vernetzte Stadt New York traf. Tage bevor er die Küste erreichte, berichteten auch die deutschen Fernsehsender, wo Sandy jetzt ist. Liveschaltungen und fast stündliche Berichte bliesen so auch durch die deutschen Wohnzimmer. An der Spitze Manhattans stand das Wasser sogar knietief – aber nicht tief genug, um die Reporter zu vertreiben. Für ein spektakuläres Bild sorgte dann Gott sei Dank ein durchgebrannter Trafo. Aber: Sie kennen doch auch die Leitungen und Trafos in den USA. Der deutsche TÜV wurde die halbe Nation in Amerika aus Sicherheitsgründen stilllegen.
Aus noch einem Grund taugt Sandy nicht zur Panikmache. Die langjährige Statistik zeigt, dass seit einigen Jahren die Zahl der Hurrikane abgenommen haben, die letzte Saison fiel ganz aus und damit stimmt auch die zweite Behauptung nicht: Sie seien jetzt stärker geworden. Wo es keinen gibt, kann er auch nicht stärker werden – das müssen Sie mir zugeben. Wo das Ihre Redaktion erfahren kann? Einmal natürlich bei der zuständigen Behörde in den USA aber ich vermittle gern einige Forscher in Deutschland, die Sie je nach Bedarf, sogar wöchentlich mit den neuesten Informationen über unsere Temperatur, die Katastrophen in der Welt und auch das Klima an den Polen informieren.
Im Text hat Isabel Schayani dann formuliert: „die zerbrechliche Schicht der Zivilisation, Sandy hat sie weggespült“, schöner Text, fast poetisch. Aber ein aus Emotionen geborener Quatsch. Zu den Horrorbildern, in denen der Kölner Dom bis auf die Turmspitzen im Wasser steht hat sich auch das Bild des abgesoffenen New Yorks gesellt. Wissen Sie, wie oft die Spitze Manhattans schon unter Wasser stand? Ich nicht. Seit 1969 war ich immer wieder dort und verfolge ziemlich genau, wenn Schneestürme im Winter oder brütende Hitze im Sommer die Ostküste der USA heimsuchen. Einige habe ich selbst erlebt. Das gehört zur Normalität. Früher hat sich auch kein Mensch um die Temperaturen in den USA gekümmert. Heute bestehen unsere Nachrichten aus allen Wetterkapriolen rund um den Globus und erwecken so den Eindruck, das sei neu. Vor allem Hitzewellen und Trockenheiten sind beliebt. Haben Sie auch gemeldet, dass in der Antarktis ein neuer Kälterekord mit -93Grad gemessen wurde? Spannend wäre dann noch die Frage: Wie das Eis bei diesen Temperaturen schmilzt.
Einen kleinen Wink hat Isabel Schayani dem Zuschauer dann doch gegeben, um was es bei der Klimafrage geht. Sie stellte den niederländischen Unternehmer Edgar Westerhof vor, der einen Plan ausgearbeitet hat, wie New York zu schützen sei, denn das was die Stadt bisher gemacht habe, sei lächerlich. Leider so der Nachrichtentext, ist der Auftrag für 20 Milliarden Dollar noch nicht an Herrn Westerhof erteilt. Eine Nachricht für die Hauptsendezeit der wichtigen deutschen Nachrichtensendung?  Wir Zuschauer dürfen uns wundern, was für uns alles wichtig sein soll.
Bei der Beurteilung der Demonstranten gab es zwischen Frau Schayani und der amerikanischen Öffentlichkeit auch ein sehr unterschiedliches Wahrnehmungsvermögen. In „The American Interest“, einem radikalen zentristischen Blog schrieb der angesehene Demokrat und bekennende Obama Wähler Walter Russell Mead: „Es war der gewöhnliche postkommunistischen Marsch der „Leftie“, also der Linksgedrehten. Das ist das Kleinbürgertum, mit seinen bedeutungslosen Ritualen, das damit jene beeindrucken will, die keine Ahnung haben, emotional aufgeregt sind, zu ungebildet, um reflektieren zu können, wie nutzlos und ermüdend solche konventionellen Aufmärsche mittlerweile sind“.
Das Wall Street Journal stellte lapidar fest: „Das einzige was sie erreicht haben, ist den Verkehr durcheinander zu bringen“ und dass die New Yorker Konferenz schon jetzt gescheitert ist, wie alle andern davor auch, wenn es darum geht ein international bindendes Abkommen zur Verringerung der Treibhausgase geht. 
Über die Organisatoren und Finanziers dieser „weltweiten“ Erhebung im Allgemeinen und in New York im Besonderen erfahren wir bei der ARD nichts. Dafür wieder ein emotionaler Einstieg in die Story. Gleich zu beginn stellt Schayani den Aktivisten Roger Peet vor. Der „durch ganz Amerika“ reist, in New York eine Plastikbombe mit CO2-Ballons füllt und dazu erklärt: „Der größte Umweltverschmutzer der Welt ist das US-Militär. Es verbraucht das meiste Öl.“  Da stockt mir schon der Atem. Wir erleben zur Zeit die totale Zerstörung ganzer Landstriche von Nordnigeria bis nach Syrien und dem Irak. Wir sind Zeuge eines globalen Versagens in den Nahostkriegen und der Ebola-Katastrophe. Selbst in Europa, in der Ostukraine werden Städte in Schutt und Asche gebombt, und dann ist es ein solcher Spinner wert, in den Hauptnachrichten der ARD aufzutreten – auch noch wohlwollend vorgestellt. Wie tief muss die Angst von Isabel Schayani vor der nicht stattfindenden Erderwärmung sein, dass Sie solche journalistische Fehlleistungen gebärt.
Al Gore hätte ich mir als Gutmensch unter den Demonstranten auch verkniffen. Vielleicht fällt dem einen oder anderen Zuschauer noch ein, dass er einen mittleren zweistelligen Millionen Dollar Gewinn an der mittlerweile eingestellten CO2-Börse in Chicago eingestrichen hat. Für ihn hat sich sein Klimaengagement gelohnt. Das können die deutschen Rentner und Haushalte ohne eigenes Dach nicht von sich behaupten, die den Ökostrom bezahlen müssen.
Mir wäre auch als Autor dieses Beitrags ein Satz zu UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eingefallen. Würde er nicht dringender gebraucht, um die UN besser auf Krisen, wie die Ebola-Epidemie vorzubereiten, wo die Weltgemeinschaft bisher versagt. Müsste er nicht alles unternehmen, um die Menschen zu schützen, die im Irak und Syrien vertrieben, ermordet und versklavt werden. Wo sind die UN-Kontingente, die in der Ostukraine für Frieden sorgen. Alles sehr komplizierte Aufgaben, sehr dringend, von deren Lösung aber akut Menschenleben abhängen. Er aber marschiert in New York gegen eine Bedrohung, die vor allem seine Organisation, der IPCC, dieser verlogene Weltklimarat aufbläst. Aber an diese Geschichte glaubt halt auch fast die ganze ARD.




Versteckte Kosten – Der Strom von See ist teurer als ausgewiesen – Die EEG-Umlage enthält nur einen Teil der tatsächlichen Kosten dieses „Ökostroms“

Normal 0 21 false false false DE JA X-NONE
Seewind-Strom ist deutlich teurer als Landwind-Strom
Jüngst war zu lesen „Investoren finden zurück in die Nordsee – Der Meereswindpark Veja Mate hat endlich einen Investor“ (FAZ vom 13. September). Dieses Industriegebiet mit bis zu 72 Windturbinen wird 90 Kilometer nordwärts der Insel Borkum liegen. Bekanntlich ist es deutlich schwieriger und kostspieliger, Industriegebiete auf See zu errichten als an Land. Daher erhalten die Betreiber per Gesetz für jede Kilowattstunde Seewindstrom 19 Cent statt 8,8 Cent für Landwindstrom. Teurer aber ist auch der Transport dieses offshore-Stroms. Seine höheren Transportkosten sind also den gesamten Kosten der „Energiewende“ ebenfalls zuzurechnen. Das jedoch geschieht gegenüber den Bürgern und Stromverbrauchern nicht. Es wird ihnen verschwiegen. Bezahlen müssen sie trotzdem alles.
Zum Beispiel die Anschlussleitung im Raum Wilhelmshaven
Darauf aufmerksam gemacht hat die Stromerverbraucher-Schutzvereinigung NAEB*) in ihrer jüngsten Mitteilung. Mit der gesetzlichen Vergütung von 19 Cent je Kilowattstunde sei der Strom von See der teuerste „Ökostrom“ überhaupt. Aber der Transport durch die See an Land koste weitere 5 Cent je Kilowattstunde. Doch das sei längst nicht alles, denn: „Neue Leitungen müssen den Strom im Land weiterleiten, nachdem er in neuen Umspannwerken auf die optimale Transportspannung transformiert worden ist. Welche weiteren Kosten entstehen, zeigt das Beispiel einer Anschlussleitung im Raum Wilhelmshaven. Diese Leitung muss der Netzbetreiber Tennet bauen, weil es ihm zur Durchsetzung der Energiewende gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese Kosten werden jedoch nicht als ‚Wendekosten’ ausgewiesen. Sie sind in den steigenden Netzkosten versteckt, die der Stromkunde bezahlen muss, ohne ihn auf die Ursachen hinzuweisen.“ Die Energiewende bedeute Kosten ohne Ende.
Zusätzlich benötigt: ein neues Umspannwerk
Und so geht es im beschriebenen Beispiel weiter: „Tennet baut in Wilhelmshaven ein neues Umspannwerk für rund 70 Millionen Euro. Zu ihm soll der zukünftige Offshore-Strom und der übrige im Umland erzeugte Windstrom, Solarstrom und Biogasstrom (‚Ökostrom’) hingeleitet werden. Dort wird er auf die Höchstspannung von 380 000 Volt transformiert und über eine 34 Kilometer lange Trasse zu dem schon vorhandenen Umspannwerk und Knotenpunkt Conneforde geschickt. Dieses Umspannwerk nimmt auch den Strom aus dem neu gebauten Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven auf, das selbstverständlich immer einspringen muss, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Der Bau des Kraftwerks Wilhelmshaven hat etwa eine Milliarde Euro gekostet.“
Die 10 Kilometer Erdverlegung verlangen je 800 Meter Kupplungsbauwerke
Ferner: „Die neue Trasse hat – jeweils im Abstand von etwa 300 Metern – bis zu 70 Meter hohe Masten. Wegen protestierender Anwohner werden rund 10 Kilometer der Trasse in die Erde verlegt. Da ein Erdkabel bei einer Länge von 800 Metern bereits 60 Tonnen wiegt, müssen längere Erdstrecken nach je 800 Metern gekuppelt werden. Die Kupplungen werden in einem zugänglichen Bauwerk untergebracht. Die Trasse mit vier Drehstromsträngen kann mit einer Leistung von 4700 Megawatt belastet werden. Das entspricht der Leistung von vier großen Kraftwerken.“
Gesamtkosten für 34 Kilometer Stromleitung mehr als 200 Millionen Euro
„Die Kosten für einen Kilometer Freileitung liegen bei 1,2 Millionen Euro. Die Erdverkabelung kostet etwa das Siebenfache, also rund 8 Millionen Euro je Kilometer. Für die Freileitung sind 29 Millionen Euro zu veranschlagen. Die 10 Kilometer Erdverkabelung kosten etwa 80 Millionen. Hinzu kommen noch Erweiterungen im Umspannwerk Conneförde. Die gesamten Investitionen für den Stromtransport über 34 Kilometer belaufen sich somit auf mehr als 200 Millionen Euro. Wie Tennet auf Nachfrage bestätigt hat, muss das Unternehmen diese Investition aufgrund gesetzlicher Vorgaben für die sogenannte „Energiewende“ vornehmen. In einer freien Marktwirtschaft ohne die Zwangseinspeisung von dem stark schwankenden und teuren Ökostrom sei eine sichere Versorgung auch ohne diese Investition gewährleistet.“
Außerdem geht landwirtschaftliche Nutzfläche verloren
Das ist aber noch nicht alles, denn: „Die neue Leitung beansprucht natürlich auch Ackerfläche. Je Mast gehen mindestens 150 Quadratmeter verloren. Für die gesamte Leitung sind es 12 000 Quadratmeter. Hinzu kommt die Fläche für die Kupplungsbauwerke der Erdkabel mit etwa 3 500 Quadratmeter. Die Erdkabeltrasse ist 17,5 Meter breit. Nach Fertigstellung kann die Trasse wieder beackert werden. Gehölze dürfen aber in einer Breite von 25 Metern nicht gepflanzt werden. Die Trasse muss in ihrer gesamten Länge begehbar und befahrbar sein.“
Das NAEB-Fazit: Schluss mit der Staatswirtschaft auf dem Strom-Markt
Zusammenfassung: „Die Kosten der nur für den Ökostrom benötigten Trasse gehen in die Netzkosten ein, die jeder Stromkunde bezahlen muss. Sie werden nicht extra als Ökostromkosten ausgewiesen. Die öffentlich sichtbare EEG-Umlage umfasst, politisch gewollt, nur einen Teil der tatsächlichen hohen Ökostromkosten.“ Für die NAEB-Stromverbraucher-Schutzvereinigung ist klar, was zu geschehen hat: Mit der immer teureren Staatswirtschaft auf dem deutschen Markt für Strom sei Schluss zu machen.
Alle NAEB-Mitteilungen hier und hier. Kontakt aufnehmen können Sie hier. Der Vortrag des NAEB-Vorsitzenden Heinrich Duepmann „So funktioniert unser Stromnetz – Zusatzkosten der Energiewende“ hier – auch andere seiner Vorträge. Die NAEB-Homepage hier. Falls Sie Mitglied werden wollen hier.
________________________________________________________________________
*) Wenn Sie dies lesen, sollten Sie wissen, dass ich dieser Schutzvereinigung als Beiratsmitglied angehöre.
Übernommen vom Blog  von Dr. K.P. Krause hier




Klimaschutz – Von einer Glaubensmagie zu einer „Weltreligion“?

Neugier ist eine menschliche Triebfeder und Mythen machen neugierig, dienen aber auch der Manipulation und Propaganda, erzeugen Reize und Stimmungen, haben Einfluss auf den Zeitgeist wie das Zeitklima. Es war Johann Gottfried von Herder (1744-1803), der den Begriff „Zeitgeist“ prägte für ein sonderbares Phänomen, dessen Entstehen und Vergehen bis heute nicht exakt zu erklären ist. Der „Zeitgeist“ verhält sich wie der Wind. Wie die vom Wind herantransportierte Luftmasse die Lufttemperatur mitbestimmt, so beeinflusst der Zeitgeist vorübergehend immer auch das „Zeitklima“. Eine solche Wirkung üben auch die Hollywoodfilme aus. Große Hollywoodstars und gar „Oskar-Preisträger“ sind daher gute Objekte, die sich für das politische Klima instrumentieren lassen. Dies machte nun UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der den Hollywoodstar Leonardo DiCaprio (39) zum Friedenbotschafter der Vereinten Nationen ernannte. DiCaprio bedankte sich artig mit der Aussage, dass der „Kampf gegen den Klimawandel eine der wichtigsten Angelegenheiten sei, die wir als internationale Gemeinschaft angehen müssen“.
Dies ist zwar nichts als eine verbale Floskel ohne Inhalt, aber die geheime Massensuggestion wie die Wirkung auf den Zeitgeist ist nicht zu unterschätzen. Dies waren auch nicht Filme wie „Das Arche Noah Prinzip“ (1984) von Roland Emmerich oder ganz besonders sein Film „The Day After Tommorow“ (2004), der ganz klar politische Ziele verfolgte und die „Klimakatastrophenstimmung“ mitsamt entsprechender Ängste anheizen sollte. Noch offensichtlicher war das bei dem Film „Die unbequeme Wahrheit“ (2006) des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore, der mehrere „Oskars“ erhielt. Er wird trotz erheblicher Fehler und Schwächen sogar für Unterrichtszwecke zur Indoktrination von Schulkindern eingesetzt. In Großbritannien wurde dies vom Obersten Gericht untersagt, außer es werden vorher den Schülern die Fehler deutlich gemacht.

Potsdam-Institut: „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“

Pünktlich zum Klimagipfel des UN-Generalsekretärs in New York präsentierte am 17. September 2014 das PIK unter der Schlagzeile „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“ ein neues Sondergutachten des WBGU, des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung zu globalen Umweltfragen. Die Presseerklärung beginnt mit dem Satz: „Die Klimapolitik tritt auf der Stelle, der Klimawandel schreitet ungebremst voran“. Was soll diese billige populistische Phrase, dass der Klimawandel ungebremst voranschreitet? „Klimawandel“ heißt wörtlich übersetzt „Neigungswandel“. Seit dem aus der „Schöpfungsgeschichte“ zumindest jedem Christen bekannten Befehl, „Es werde Licht“ und der Trennung von Tag und Nacht rotiert ununterbrochen die „Erdkugel“ um die eigene Achse, so dass sich ständig der Neigungswinkel der Sonnenstrahlen in Bezug auf die  Erdoberfläche ändert. Die Rotationsgeschwindigkeit am Äquator beträgt etwa 1.666 km/h. Mit fast eineinhalbfacher Schallgeschwindigkeit rast die Grenze zwischen Tag und Nacht bei zur Sonne schräg stehender Erdachse um den Globus. Insofern stimmt die Aussage, dass der „Klimawandel ungebremst voranschreitet“, aber die psychische Wirkung auf die Menschen ist eine völlig andere. Niemand kann die Drehung der Erde anhalten oder das Licht der Sonne ausknipsen! Jedenfalls scheint man im PIK mit allen Tricks der Dialektik zu arbeiten und sich der manipulativen Wirkung von Worten bewusst zu sein.  
Der WBGU empfiehlt darin eine „Doppelstrategie“ für die internationale Klimapolitik: „Zum einen soll das geplante Pariser Abkommen den weltweiten Ausstieg aus den fossilen CO2-Emissionen festschreiben und somit als Wegweiser dienen. Zum anderen sollten zivilgesellschaftliche Initiativen gefördert werden, durch die sich Akteure Verantwortung aneignen und eigenständig Beiträge zu einer klimaverträglichen Lebens- und Wirtschaftsweise leisten.“ Da der WBGU ja seit vielen Jahren die „Große Transformation“ fordert, ist dies als ein Aufruf an die Vereinten Nationen zu werten, weltweit revolutionäre Zellen zu etablieren und zu fördern, um die Menschheit zum Schutz von Etwas zu zwingen, was nur imaginärer Einbildung entspringt.      
Das „Klima“ als Synonym für das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort über eine bestimmte vergangene 30jährige Periode, ist nach Immanuel Kant (1724-1804) ein „Ding an sich“, ein Abstraktum, das keine Existenz besitzt. Wetter kann man nicht rückwirkend schützen, also auch nicht den Mittelwert von Wetter, also das „Klima“. Klimaschutz ist und bleibt Unsinn und dieser potenziert sich noch bei dem Vorhaben „Schutz des Globalklimas“ und dem Halt des Klimawandels! Welch eine Arroganz müssen die „Klimaexperten“ mitsamt den „Klimapolitikern“ besitzen, dass sie glauben, dass sie auf Dauer die Menschheit in dem Irrglauben an den Klimaschutz gefangen halten zu können. In dem Gutachten heißt es, dass jeder Bürger „die Null schaffen“ muss, wenn „die Welt als Ganzes klimaneutral werden soll“. Daher die Aussage: „Gesellschaftliche Akteure werden immer wichtiger, um einen ambitionierten Klimaschutz sicherzustellen“.
Warum läuten hier nicht sogleich bei allen freiheitsliebenden, mit Verstand ausgestatteten und mit Vernunft begabten Menschen die Alarmglocken angesichts dieser Bedrohungslage? Muss hinter jedem Erdenbürger ein Blockwart, Denunziant, Revolutionär oder Spitzel stehen, um zu überwachen, dass er sich politisch korrekt verhält und „die Null schafft“? Dies geht nur, wenn alle sieben Milliarden Menschen die Luft anhalten und mit dem Atmen auch die Nahrungsverbrennung im Körper einstellen. Dies gilt nicht für die „Akteure“, die die Bürger zu allem Leid noch über ihre eigene Arbeit, über Steuergelder finanzieren müssen.
Doch das Misstrauen des WBGU geht noch weiter. Es richtet sich praktisch gegen alle Staaten: Diese seien in einer „konventionellen vertikalen Verantwortungsarchitektur“ erstarrt und vernachlässigten die „wahren“ Bedürfnisse der vertretenen Gemeinschaften. Die Begriffe „Volk und Nation“ werden tunlichst vermieden! Der WBGU legt damit die Axt an die Glaubwürdigkeit aller freiheitlichen, rechtstaatlichen wie demokratischen Regierungen sowie der Gewaltenteilung und Gewaltenkontrolle, indem er nicht gewählten und damit nicht legitimierten „Bürgerbewegungen über die Ländergrenzen hinweg“ als „Sachwalter des Klimaschutzes“ installieren und sie mit „Klagerecht“ ausstatten will. Dies ist weitaus schlimmer als eine „Basisdemokratie“. Das ist eine Diktatur von Gesinnungstätern und selbsternannten Weltverbesserern, wenn auch beschönigend und verharmlosend gesagt wird, dass man nur den „realen Mangel an globaler Gestaltungsmacht“ beseitigen wolle. Beschwichtigend wird gesagt: „Zukunftsvorsorge wird so zum Projekt der ganzen Weltgesellschaft.“ Es ist aber nichts schlimmer als eine wie auch immer geartete Diktatur von „Gutmenschen“, die mit inquisitorischen Machtmitteln ausgestattet ist.

Richard Tol: „Die Deutschen machen sich zur Witzfigur“

Am 17. September 2014 berichtete der Newsticker Nord „Nordkirche will bis 2050 klimaneutral werden“. Danach sollen bei einer Synode in Lübeck-Travemünde die Synodalen ein „Klimaschutz-Kirchengesetz“ verabschieden mit dem Ziel, durch Reduktion der CO2-Emissionen bis 2050 „klimaneutral“ zu werden. Mit besserer Dämmung von Kirchengebäuden, sparsameren Heizungen und Ökostrom, soll das Wetter in seine Schranken gewiesen und damit das Klima geschützt werden. Aber mit Glauben mag man zwar „Berge versetzen“, aber nicht das Wetter verändern und Sturmfluten abwenden.
Im Vorfeld des Klimagipfels beim UN-Generalsekretär in New York haben gemäß „Klimaretter.info“ vom 16. September 2014 „160 preisgekrönte Umweltschützer aus 46 Staaten“ einen eindringlichen Appell zum Klimaschutz veröffentlicht. Darin wird zum x-ten Mal stereotyp vor den „dramatischen Folgen einer weiteren Erderwärmung“ gewarnt, obgleich diese seit 17 Jahren eine „Klimapause“ eingelegt hat. Sie warnen weiter davor, „dass wir uns nicht mehr ernähren können, uns das Trinkwasser ausgeht, die Gefahr von Kriegen wächst, und der Klimawandel aufgrund der globalen Überhitzung zum Zusammenbruch unserer Zivilisation führt“. Einer der 160 Preisträger ist der Biologe Ernst Ulrich von Weizsäcker, der das Wuppertal Institut für Klima-Umwelt-Energie leitete. Dieses hatte 1996 die vom BUND sowie dem bischöflichen Hilfswerk MISEREOR finanzierte Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ erstellt. Der Schwerpunkt für die Ökostrom-Erzeugung lag auf den „regenerativen“ Energien Sonne und Wind. Durch deren intensivere Nutzung soll das Wetter motiviert werden, zur Deckung des Strombedarfs den Wind mehr und stärker blasen und die Sonne öfter scheinen zu lassen, am besten nachts.
Doch nun zu Richard Tol, der uns Deutsche in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ vom 17. August 2014 zur „Witzfigur“ erklärte. Er wird beschrieben als Klimaforscher, hochdekorierter holländischer Ökonom und Kritiker eines „Klima-Alarmismus“. Wer das irrsinnige Interview liest, weiß wer die Witzfigur ist: Richard Tol! Er zieht über den „Öko-Aktivismus als Ersatzreligion“ her, entpuppt sich aber als deren treuester und gläubigster Jünger. Er ist Paradebeispiel und Beweis dafür, dass „die Debatte um den Klimawandel weltweit sehr emotional geführt“ wird, also mit wenig Verstand und ohne Vernunft. Er bezeichnet AL Gore als „Klimawandelprediger“ und spricht im selben Atemzug von den „Predigern vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung“. Das 2-Grad-Ziel stuft er ein als „Phantasie von Politikern“. Es gebe zwei Länder, die weltweit die „schlechteste Energiepolitik“ machen: „England und Deutschland“. Deutschland gebe „ein außergewöhnliches Beispiel dafür, wie man Klimapolitik nicht macht“. Diese Negativurteile kann nur einer fällen, der selbst von Nichts keine Ahnung hat und „leeres Stroh“ drischt.

Warum handeln die Medien nach dem Motto „Bühne frei für Dilettanten“

Medien bringen Information, suchen aber die Sensation, denn Sensationen ziehen Leser an und fördern den Verkauf nach dem Motto „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“! Karl Theodor Jaspers (1883-1969) befand: „Unser Zeitalter ist das der Simplifikationen“. Dies gilt insbesondere für die Medien, die gerne alles Komplexe aufs Simple zu reduzieren trachten und wie die Soziologen stets auf der Suche nach dem „komplexreduzierenden Punkt“ sind. Das Modell „Soziologie“ lässt sich auf die „Klimatologie“ übertragen. Während die Soziologie das Individuum der „Masse“ opfert, reduziert die Klimatologie das komplexe Wettergeschehen auf eine „Mitteltemperatur“. Als ob eine irgendwie errechnete „Globaltemperatur“ je Ausdruck eines „Globalklimas“ sein könnte. Dies ist eine absolut unzulässige Simplifikation!
Von der Publizistin Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002) stammt ein anderer kluger Satz: „Nicht die Tatsachen sind entscheidend, sondern die Vorstellungen, die wir von den Tatsachen haben“. Welche Vorstellungen wir haben sollen, das bestimmen „Klimaexperten“ wie „Klimapolitiker“. Die Medien verbreiten herrschende Meinungen und geben diesen publizistischen Flankenschutz, selbst gegen substanzielle Kritik. In diesem Zusammenhang wird häufig Wladimir I. Lenin (1870-1924) zitiert, der Journalisten als „nützliche Idioten“ bezeichnet haben soll. Im Allgemeinen wird solch ein Mensch bezeichnet, der mit gutem Willen und auch lauterer Gesinnung in einer Art ideologischer Hörigkeit „besinnungslos fremden Interessen“ dient.
Lenin bezeichnete als besonders nützlich die deutschen Intellektuellen der Weimarer Republik, welche die „Oktoberrevolution“ über den „grünen Klee“ lobten und vom Kommunismus als kommendem „Paradies auf Erden“ schwärmten.  Es muss also eine geistige Affinität vorhanden sein, die jede Kritikfähigkeit ausschaltet. Nur dann ist der Ausdruck „nützlicher Idiot“ gerechtfertigt. Da ein Großteil der Journalisten ideologisch „rot“ und „grün“ wie dem Glauben an die „Machbarkeit der Welt“ anhängt, verbreiten sie unkritisch alles, was von den „Klimaexperten“ ausgebrütet und an Hypothesen spekulativ in die Welt hinausposaunt wird. Wer die Welt ohnehin verbessern will, ist halt mehr gläubiger Idealist denn kritischer Realist und damit im Sinne des „Zeitgeistes“ ein nützlicher Dilettant.




DWD Forscher Wolfgang Riecke zur Frage nach Abkühlung: „Ja, ist mir bekannt!“

Der Standardflyer wurde an fast alle der 30 Anwesenden verteilt. 
Die Organisatoren kannten uns schon von der letzten Veranstaltung dieser Reihe auf der wir mit Diskussionsbeiträgen aufgetreten waren. Wenn der Eindruck nicht täuschte, dann löste unser Erscheinen keine große Freude aus. Die Vorträge und Einleitungen wirkten dann auch irgendwie sehr kraftlos, was vielleicht nicht nur eine subjektive Empfindung des Berichterstatters war.
Auf Wandtafeln dort und im Vortrag von Wolfgang Riecke, Diplom-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, wurde die Behauptung aufgestellt, dass auch in Deutschland die Temperaturen steigen würden. Riecke leitet seit 2002 das Regionale Klimabüro Hamburg beim Deutschen Wetterdienst (DWD). In seinem Vortrag ging er hauptsächlich auf den Wärmeinseleffekt ein. Zweifelhafte Behauptungen von ihm betrafen im Wesentlichen die Deutschlandtemperaturen in Gegenwart und Zukunft.
Frage an den Referenten nach seinem Vortrag: 

Ist Ihnen bekannt, das seit 17 Jahren die Durchschnittstemperaturen in Deutschland gesunken sind und zwar um den hohen Wert von 0,4-0,5 Grad?

Der Referent antwortete nicht direkt, sondern wiederholte einen Teil seines Vortrages zum Wärmeinseleffekt.

Abb. 1 Die Jahrestemperaturen Deutschlands sind schon vor der Jahrtausendwende in einen fallenden Trend übergegangen, der vor allem von den Medienvertretern ignoriert wird, denn Panikmache verkauft sich bekanntlich besser als investigativer Journalismus. Noch eine Anmerkung an unsere Leser: Bitte kopieren Sie diese Grafik 3 und senden Sie diese immer wieder ihren Heimatmedien zu. Der Kohlendioxidgehalt ist in den letzten 17 Jahren weiter gestiegen, trotz der deutschen Energiewende, die Temperaturen indes scheren sich weder um die deutsche Energiewende noch um die CO2-Konzentrationen, Die Temperaturen sind gefallen und der Trend zur Abkühlung wird anhalten. Daten DWD
Der Fragende blieb jedoch hartnäckig: 

Meine Frage ist noch nicht beantwortet. Ist Ihnen bekannt, dass die Deutschlandtemperaturen sich abgekühlt haben, um den hohen Wert von 0,4-0,5 Grd in den letzten 17 Jahren?
Antwort des Referenten: 
Ja, ist mir bekannt.

Fragender:
Warum haben Sie das denn in Ihrem Vortrag nicht gesagt?

Referent Herr Riecke antwortete zögerlich, leise, abgehackt, unsicher, so dass es für das Publikum schwer verständlich war. Immerhin waren folgende Wörter noch gerade zu verstehen: “Auch weltweit gesunken, Prof. Latif, Meer, Wärme dort,…
Das Publikum, überwiegend aus der klimabesorgten Szene, schwieg konsterniert. Wir taten das vermutlich Klügste und ließen seine Worte einfach wirken.

Abb.2: Der Winter 2013 sind die drei Monate Dezember 2012, sowie Januar und Februar 2013. Der derzeitige Dezember 2013 wird dann als Winter 2014 geführt. Details dazu hier
Den Anwesenden war die Tatsache der Temperatursenkung in Deutschland bis dahin nicht bekannt.
Dieses neue Wissen dürfte nach aller Lebenserfahrung vielleicht bei Manchem einen ersten Samen zum neuen Nachdenken gepflanzt haben.
Wir bleiben dran.
Klaus Oellerer EIKE; zuerst erschienen auf Klimakontroverse.de




Landtagswahlen 2014- Energiewendegegner AfD gewinnen auf Anhieb 2 stellig Wählerstimmen

Das Märchen von der Einthemenpartei wurde einmal mehr von den Wählern als das eingestuft, das es von Anfang an wahr: Ein Märchen, welches nicht mal die glaubten, die es in die Welt setzten. Und weil es so ist, schadete es allein den Märchenerzählern.
Erheblichen Anteil an der sensationell hohen Zustimmung für die AfD hat die verkorkste Energiewende  die alle Altparteien vorbehaltlos unterstützen. Sind doch viele Bürger es mehr als leid, dass ihre Stromkosten explodieren, ihr Jobs dadurch in Gefahr geraten und die Wände in ihren zwangsgedämmten Wohnungen verschimmeln, ohne dass dem irgendein erkennbarer Nutzen gegenübersteht. 
Und sie sind es auch mehr als leid , dass dass diese Energiewende allein aus ideologischen Motiven und ohne Rücksicht und auf ihre extremen Kosten und Versorgungssicherheit durchgepeitscht wird. Mit ihr wurde die größte Umverteilung von unten nach oben seit dem Ende des zwiten Weltkrieges in Gang gesetzt.
Denn selbst späte Einsichten wie sie Bundesenergieminister Gabriel unlängst in Kassel von sich gab: Zitat

„“Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.”;
“Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben.”,
“Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.” Zitatende

…haben bisher nichts am weiteren massiven Ausbau derselben geändert.
Vermutlich auch deshalb, weil bei einer grundlegenden  Abkehr von dieser Politik die Altparteien ihr grandioses Scheitern öffentlich hätten eingestehen müssen. Das können und das wollen sie nicht.
Deshalb muss und wird die AfD vorerst allein diesen Part übernehmen. „Wenn sich die Zahlen nicht bald ändern, dann muss man die Köpfe ändern“ pflegte der Deutschbanker und Vater der Deutschland AG, Hermann Josef Abs zu sagen. Und handelte danach. In der Politik muss diese Aufgabe vorerst wohl allein die AfD übernehmen, hoffentlich werden andere Parteien bald folgen. Ein Anfang jedenfalls ist gemacht.