Ein neuer GISS-Datensatz erwärmt die Arktis


Jetzt sieht es so aus, als ob es in den dreißiger und vierziger Jahren deutlich kühler war als heute:
 
http://data.giss.nasa.gov/
Diese neue Technik nennt sich „Entfernung verdächtiger Aufzeichnungen” – d. h. aller Aufzeichnungen, die nicht in die Theorie passen.
Hansen scheint eine generelle Strategie übernommen zu haben, die gegenwärtige Abkühlung durch eine Abkühlung der dreißiger und vierziger Jahre zu erwärmen:



Es gibt nichts Verdächtiges über Aufzeichnungen, die eine große Erwärmung in der Arktis vor 1940 zeigen. Die ist nämlich sehr gut dokumentiert!

The Argus, (Melbourne, Vic.: 1848-1956) 31. Mai 1947
DIE ARKTIS SCHMILZT, SAGT EIN WISSENSCHAFTLER
Los Angeles (AAP) – Eine mysteriöse Erwärmung des arktischen Klimas zeigt sich allmählich immer deutlicher, sagte Dr. Hans Ahlmann, schwedischer Geophysiker an der University of California gestern.
Sollten sich die vergletscherten Gebiete der Antarktis und die grönländische Haupteiskappe sich weiterhin mit der gegenwärtigen Geschwindigkeit verringern, sagte er, würde sich der Meeresspiegel katastrophal erhöhen. Die Menschen in den flachen Küstengebieten würden ertrinken. Die Temperaturen haben sich seit 1900 um 10°F [ca. 5°C] erhöht, ein „enormer“ Anstieg aus wissenschaftlicher Sicht. Der Meeresspiegel im Gebiet um Spitzbergen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1 bis 1½ Millimeter pro Jahr.
Quelle: http://trove.nla.gov.au/

The Mercury (Hobart, Tas.: 1860-1954) – 18. Februar 1952
SCHMELZENDES POLAREIS GEFAHR FÜR SEEHÄFEN
Cleveland (AAP) – Dr. William S. Carlson, ein Arktisexperte, sagte gestern Abend, dass die polaren Eiskappen mit überraschender und unerwarteter Stärke schmelzen, und dass dadurch Seehäfen durch einen steigenden Meeresspiegel überschwemmt werden könnten.
Dr. Carlson, Präsident der University of Vermont, sagte der Cleveland Medical Library Association, dass es Hunderte von Jahren dauern würde, bis dieser Effekt einträte, aber die Schmelzrate während des letzten halben Jahrhunderts war außerordentlich hoch.
„Die Gletscher in Norwegen und Alaska“, sagte er, „sind nur noch halb so groß wie vor 50 Jahren. Die Temperatur um Spitzbergen hat sich so stark erhöht, dass sich die Schiffbarkeit von drei auf acht Monate im Jahr verlängert hat“.
Dr. Carlson hat viele Jahre in Grönland als Meteorologe und Geologe verbracht.
Quelle: http://trove.nla.gov.au/
Der Courier-Mail von Montag, dem 6. Mai 1940
Die weitaus größte Zahl lokaler Gletscher im Nordosten von Grönland hat sich während der letzten Jahrzehnte erheblich zurückgezogen, und es ist keine Übertreibung zu sagen, dass sich diese Gletscher einer Katastrophe nähern.
Quelle: http://trove.nla.gov.au/
The Sydney Morning Herald  Friday 13 January 1939

Eisrückzug – Geologen rätseln immer noch
Canberra, Donnerstag – Eines der Rätsel, dass Geologen weltweit Kopfzerbrechen bereitet, ist der fortgesetzte Rückzug der Gletscher. Deutet dieses Phänomen darauf hin, dass die Sonne heißer wird, wie einige Astronomen glauben, oder hängt es von vergleichsweise unbedeutenden Änderungen der Erdatmosphäre ab?
Überlegungen wie diese stellt auch Professor R. Speight an, früher Professor der Geologie am Canterbury College, Christchurch, Neuseeland, und jetzt Kurator des Canterbury-Museums, und zwar in seiner präsidialen Ansprache vor dem Bereich Geologie des Science Congress to-day. Sein Thema lautete „Einige Aspekte der Vergletscherung in Neuseeland“.
Der stetige Rückzug der Gletscher in Neuseeland, sagte er, wurde während der letzten 70 Jahre beobachtet. Photos, die 1896 und 1935 gemacht wurden zeigen, dass sich viele Gletscher zurückgezogen haben, und zwar um 100 m bis eine halbe Meile (ca. 800 m) innerhalb von 40 Jahren.
Weltweites Phänomen
Das Phänomen tritt jedoch weltweit auf. Ähnlich eindrucksvolle Bilder gibt es aus der Schweiz, aus Skandinavien, Island und den USA. Es waren Versuche unternommen worden, diese Beobachtungen in Zusammenhang zu bringen mit dem Bruckner-Zyklus von Klimaänderungen alle 35 Jahre. Prof. Speight sagte dazu, dass es dabei jedoch so viele Diskrepanzen gibt, dass seiner Meinung nach eine präzise Synchronisation mit dieser Periode nicht akzeptiert werden kann.
In Alaska haben sich die Gletscher von 100 bis 200 Jahren zurückgezogen, das ist eine mittlere Rate von etwa 50 Fuß [ca. 15 m] pro Jahr. Der antarktische Eisschild zeigt ebenfalls Zeichen eines kürzlichen Rückzugs.
„Tatsächlich“, sagte Prof. Speight, „gibt es in keiner Region der Welt derzeit Aufzeichnungen über ein Vordringen [von Gletschern]“. Das steht ziemlich außerhalb des generellen Rückzugs seit dem Pleistozän und könnte vielleicht nur eine vorübergehende Phase sein. Die genaue Bedeutung des Phänomens kann nur durch fortgesetzte Beobachtungen bestimmt werden.
http://trove.nla.gov.au/
 
Worker (Brisbane, Qld.: 1890-1955) – Montag, 15. Oktober 1951
DIE WELT WIRD WÄRMER – Gletscher schmelzen
Spotten Sie nicht, wenn Sie einen Oldtimer sagen hören: „Die Sommer sind heißer als gewöhnlich!“ Solche Äußerungen wurden früher in einer Klasse mit Äußerungen wie „Stufen sind steiler als gewöhnlich“ oder „Junge Leute sind heutzutage wilder als zu der Zeit, als ich ein Junge war“. Aber heute ist eine eindrucksvolle Reihe von Wissenschaftlern, alte und junge, davon überzeugt, dass die Oldtimer recht haben, schreibt Gavin Sauter im „Sydney Morning Herald“ von Sonnabend.
Und weiter:
ALTE FARMEN TAUCHEN AUF: Das grönländische Eis schmilzt, und die Reste mittelalterlicher Bauernhäuser, die Jahrhunderte unter dem Eis verborgen waren, sind schon zum Vorschein gekommen. In Spitzbergen ist die jährliche Mitteltemperatur seit 1912 um 4 Grad gestiegen. Schiffe durchkreuzen das Weiße Meer und den Bottnischen Meerbusen drei bis vier Wochen länger als zuvor. In Island und den höheren Breiten von Norwegen bauen Landwirte Gerste in Gebieten an, in denen die Erde früher sieben Monate lang gefroren war. Aber die Ankunft des neuen Klimas ist noch bemerkenswerter, unabhängig von der Schneegrenze. Gletscher zeigen den überzeugendsten Beweis. Der amerikanische Geograph F. E. Matthes berichtete, dass ‚sich Gletscher in fast allen Gebieten der Welt während der letzten 60 Jahre regelmäßig zurückgezogen haben, aber besonders schnell in der Dekade von 1930 bis 1940‘.
SCHRUMPFENDE GLETSCHER: Alle untersuchten Gletscher von Grönland über Skandinavien bis nach Europa schrumpfen. Die Schrumpfung ist nicht auf höhere Breiten begrenzt. Einige Gletscher in den Alpen sind komplett verschwunden. In Ostafrika haben sich die Gletscher auf drei Vulkanen – Kilimandscharo, Mt. Kenia und Ruwenzori – zurückgezogen, seit sie im Jahre 1880 zum ersten Mal gesehen worden sind. Der riesige Muir-Gletscher in Alaska hat sich seit 1902 um volle 14 Meilen [ca. 22 km]  zurückgezogen.
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The Queenslander (Brisbane), Qld.: 1866-1939 – Donnerstag, 21. Juli 1932
Eine wärmere Welt
Eine weltweit bedeutende Änderung findet auf dem Antarktischen Kontinent statt. Seine Gletscher schrumpfen. Commander L. A. Bernacci, der das Südpolargebiet vor 30 Jahren besucht hatte, sagte, dass die Große Eisbarriere, welche den Kontinent durch eine Eismauer mit einer Länge von 250 Meilen [ca. 400 km] schützte, sich mindestens um 30 Meilen [ca. 48 km] zurückgezogen hatte, seit sie zum ersten Mal gesehen und vermessen worden ist.
Sir James Ross, Leiter der ersten Antarktis-Expedition im 19. Jahrhundert, sowie jene, die ihm nachfolgten, hinterließen klare Beschreibungen dieser gewaltigen Eisbarriere und seiner Lage. Es war wie eine Klippe, 150 ft [ca. 45 m] hoch und 1000 ft [ca. 300 m] dick. Aber jetzt scheint der schon seit einem Jahrhundert andauernde Schrumpfungsprozess weiterzugehen, und dieser Prozess könnte schon seit Jahrhunderten im Gange gewesen sein.
Das könnte darauf hinweisen – sofern nicht eine Eiszunahme in anderen, weniger erkundeten Gebieten der Antarktis dies überkompensiert – dass das Klima des Südpols sich ändert und wärmer wird.
Das Schrumpfen der alpinen Gletscher in Europa ist eine wohlbekannte und gut dokumentierte Tatsache. Professor Buchanan aus Edinburgh hatte schon vor zwanzig Jahren darauf aufmerksam gemacht, und zeigte anhand alter und genauer Zeichnungen des Grindelwald-, des Rhone- und des Morteratsch-Gletschers, dass sich diese rapide zurückzogen.
Dies führte zu einer kontinuierlichen Überwachung der Schweizer Gletscher und auch zu Untersuchungen anderer Gletscher auf der Nordhemisphäre, in Grönland, Alaska und anderswo. Aus diesen Messungen schlossen viele Geologen, dass sich der Nordteil des Globus‘ immer noch von der letzten seiner Eiszeiten erholte, von der die mehr südlich gelegenen Gletscher in Europa ein Relikt sind.
Sollten alle Gletscher der Südhemisphäre und auch die auf der Nordhemisphäre schrumpfen, würden die Geologen ein neues Problem zu untersuchen haben, nämlich anstatt der Beobachtungen von Bewegungen von Kälte und Eis zu beobachten, ob sich nicht der gesamte Globus erwärmt. Selbst wenn man das beweisen könnte, könnte sich die Änderung als nur vorübergehender Natur entpuppen.
http://trove.nla.gov.au/


Die sich ändernde Arktis
(Den folgenden Bericht hat am 10. Oktober 1922 der amerikanischen Konsul in Bergen, Norwegen, an das State Department in Washington D. C. weitergeleitet.)
Die Arktis scheint sich zu erwärmen. Berichte von Fischern, Seehundjägern und Entdeckern, die im Meer um Spitzbergen und in der östlichen Arktis kreuzen, deuten allesamt auf eine radikale Änderung der Klimabedingungen hin, ebenso wie bislang noch nie aufgezeichnete hohe Temperaturen in diesem Teil der Erdoberfläche.
Im August 1922 sandte das norwegische Department of Commerce eine Expedition nach Spitzbergen und zur Bäreninsel unter der Leitung von Dr. Adolf Hoel, Dozent an der University of Christiania. Das Ziel der Expedition war es, die Gebiete um die norwegischen Minen auf diesen Inseln zu vermessen und zu kartographieren, die benachbarten Gewässer zu vermessen und andere ozeanographische Beobachtungen durchzuführen.
Dr. Hoel, der gerade zurückgekehrt ist, berichtete von bislang unbekannten Kohlelagerstätten an den Ostküsten der Advent Bay – Lagerstätten riesigen Ausmaßes und hervorragender Qualität. Dies wird mit allerhöchster Wichtigkeit betrachtet, da bisher die dort abgebaute Kohle nicht von bester Qualität war.
Die ozeanographischen Beobachtungen waren nun jedoch noch interessanter. Die Eisbedingungen waren außerordentlich. Tatsächlich wurde noch nie so wenig Eis angetroffen. Die Expedition stellte nichts Geringeres als einen neuen Rekord auf, als sie bis zu einer Breite von 81°29‘ in eisfreiem Wasser fahren konnte. Dies ist der nördlichste jemals mit ozeanographischer Ausrüstung erreichte Punkt.
Die Eigenschaften der Gewässer im Großen Polaren Becken waren bislang praktisch unbekannt. Dr. Hoel berichtet, dass er einen Querschnitt durch den Golfstrom auf einer Breite von 81° angefertigt und das Wasser bis zu einer Tiefe von 3100 Metern vermessen hatte. Diese Messungen zeigten, wie warm der Golfstrom war, und er konnte ihn als Oberflächenströmung noch bis jenseits des 81. Breitengrades verfolgen. Die Wärme des Wassers macht es möglich, dass die günstigen Eisbedingungen noch eine Weile fortbestehen.
Später fertige man einen Querschnitt durch den Golfstrom bei der Bäreninsel und dem Isfjord sowie einen solchen durch die kalte Strömung, die entlang der Westküste von Spitzbergen in der Nähe des Südkaps fließt.
Im Zusammenhang mit dem Bericht von Dr. Hoel ist es von Interesse, den ungewöhnlich warmen Sommer im arktischen Teil Norwegens zu betrachten sowie die Beobachtungen von Capt. Martin Ingebrigtsen, der in den östlichen arktischen Seegebieten seit 54 Jahren segelt. Er sagte, dass er 1918 zum ersten Mal wärmere Bedingungen beobachtet hatte, und dass es seitdem stetig wärmer geworden ist, und dass die arktischen Gebiete dieser Region nicht wiederzuerkennen sind, wenn man sie mit dem Zeitraum von 1868 bis 1917 vergleicht.
Viele alte Landmarken haben sich so verändert, dass sie praktisch nicht wiedererkennbar sind. Wo es früher große Eismassen gab, findet man heute nur noch Moränen und Ansammlungen von Erde und Steinen. An vielen Stellen sind Gletscher, die sich einst bis weit in das Meer erstreckten, vollständig verschwunden.
Die Temperaturänderung, sagt Capt. Ingebrigtsen, führte auch zu großen Veränderungen der Flora und Fauna in der Arktis. In diesem Sommer suchte er nach Weißfischen in den Gewässern um Spitzbergen. Früher wurden dort große Schwärme von ihnen gefunden. Dieses Jahr hat er noch keinen einzigen gesichtet, obwohl er alle bekannten Fischgebiete abgesucht hatte.
Es gab nur wenige Seelöwen in den Gewässern um Spitzbergen in diesem Jahr, der Fang war weit hinter dem Mittel zurück geblieben. Dies jedoch war für den Kapitän keine Überraschung. Er wies darauf hin, dass die Gewässer um Spitzbergen früher auch im Sommer nicht wärmer als 3°C waren. In diesem Jahr hatte er Temperaturen bis zu 15°C gemessen, und im vergangenen Winter ist der Ozean nicht gefroren, selbst an der Nordküste von Spitzbergen nicht.
Mit dem Verschwinden der Weißfische und der Seelöwen kamen andere Spezies in diese Gewässer. In diesem Jahr gab es entlang der Westküste von Spitzbergen große Heringsschwärme. Auch Stint-Schwärmet wurden angetroffen.
Stephen Goddard
http://docs.lib.noaa.gov/rescue/mwr/050/mwr-050-11-0589a.pdf
Link: http://www.real-science.com/new-giss-data-set-heating-arctic
Übersetzt von Chris Frey für EIKE
Hinweis des Übersetzers: Die Originalartikel wurden zum Vergleich stehen gelassen. Man darf gespannt sein, wie man die Existenz all dieser Berichte künftig leugnen will.