Noch eine Energiewende-Lüge: „2% Fläche für Wind- und Photovoltaikanlagen reichen“

Mit der berühmten „Kugel Eis“ fing es an. Dann folgten weitere Versprechen und „ambitionierte“ Pläne für den Ausbau von Flatterstrom (Wind, Sonne) und von Stromtrassen, die mit ausreichenden Kernkraftwerken unnötig wären. Zum Schluss nun soll es die Wasserstoffwirtschaft richten, ein neuer extrem teurer Unfug. Viele Naive glauben immer noch, dass 2% Fläche für Wind- und PV-Anlagen ausreichen, um damit das Land CO2-frei zu machen. Die normative Kraft der Fakten wird dennoch nicht aufzuhalten sein

Die Klima- und Energiepolitik der derzeitigen Bundesregierung (populär „Ampel“) wird inzwischen sowohl von der Weltöffentlichkeit als auch von der intelligenten Mehrheit der deutschen Bevölkerung als verrückt bezeichnet. Angesichts des mutwilligen Abschaltens der letzten drei Kernkraftwerke – KKW liefern bekanntlich CO2-freien Strom – sowie dem akuten Projekt der industrievernichtenden und wirkungslosen Reduzierung unserer knapp 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes, bleibt keine andere rationale Beurteilung übrig. Allenfalls fragwürdige „Weltverbesserer“, die keine Rücksicht auf das Wohl ihrer Bevölkerungen kennen, würden alternative Erklärungen liefern, wobei die Geschichte hier ausreichend Beispiele bietet. Eine schön zu lesende Zusammenstellung aller technischen Ampel-Verrücktheiten lieferte kürzlich der Kernkraftwerk-Experte  Manfred Haferburg in seinem Beitrag „Unbegrenzte Lügenenergie“ (hier).

Besonders schon in Gesetzesform gegossene Pläne, die korrekt abgeschätzt unmöglich zu realisieren sind, dürfen als Spezialität der Ampel gelten. Solch eine besteht neben weiteren darin, so viele Wind- und Solaranlagen zu bauen, dass mit diesem Flatterstrom sowohl unser Bedarf an elektrischer Energie als auch an Wärme und Mobilität zu stemmen sei. Der Diplom-Elektroingenieur Klaus Maier geht diesem Vorhaben in seiner umfangreichen, lückenlos mit Fakten und Daten unterlegten Studie von knapp 60 Seiten unter „Flächenverbrauch von Wind- und PV-Anlagen in Deutschland“ auf den Grund . Sie steht zum Herunterladen frei als pdf zur Verfügung (hier). Über den Inhalt dieser Studie soll hier nicht mehr verraten werden, lesen Sie sie selber, es lohnt sich. Für Leser mit knapper Zeit sind die Kernaussagen unter „1 Ergebnisse kompakt“ auf 2,5 Seiten zusammengefasst.

Es wäre natürlich zu wünschen, dass die Studie von den Ampel-Verantwortlichen gelesen wird. Darauf zu hoffen ist allerdings vergeblich. Nur die zweite und dritte Regierungsebene werden die Studie vielleicht lesen und sind intellektuell in der Lage sie auch zu verstehen. Leider sine effectu, denn diese Ebenen haben keine Entscheidungsbefugnis, und ihr Fachpersonal wird zunehmend durch ideologische Gesinnungsfreunde ersetzt (hier).

 

Eine Ergänzung des Autors dieser Eike-News:

Es soll daran erinnert werden, dass die Reihe kritischer Sachbücher gegen die Energie- und Verkehrswende immer länger wird. Auch der Autor der oben besprochenen Studie hat ein solches Buch mit dem Titel „Die Abrechnung mit der Energiewende“ geschrieben (hier) (für Bezugsquellen Titel googeln).

Ein weiteres jüngeres kritische Buch stammt vom pensionierten Kraftwerksplaner -bauer und -abwickler Dipl.-Ing. Klaus Hellmuth Richardt und hat den Titel „Damit die Lichter weiterbrennen: Für eine professionelle Energie- und Verkehrswende“ (für Bezugsquellen Buchtitel googeln). Es bietet einen guten, mit vielen Grafiken belegten Überblick zum Thema, hat als deutlichen Schwerpunkt den Verkehr und kann empfohlen werden.

Nur zwei kleinere Kritikpunkte: Der Buchtitel könnte fälschlicherweise den Eindruck erwecken, der Buchautor hätte eine Lösung für die aktuelle(!) Energiewende gefunden. Das ist natürlich nicht der Fall, die im Buch genannten Lösungen basieren auf technischer Vernunft und sind von der aktuellen „Energiewende“ um Lichtjahre entfernt. Die aktuelle Energiewende hat tatsächlich nur eine Lösung: Komplette Verschrottung! Das Buch hätte zudem kritischer der CO2-Frage gegenüber sein können. Auf Grund der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnislage (u.a. auch hier) gibt es keinen sachlichen Grund für teure CO2-Vermeidung. Der vom Buchautor empfohlene Übergang zur Kernenergie reicht völlig aus. Die Nutzung fossiler Brennstoffe wird von selbst aufhören, wenn sie gegenüber der Nutzung von Uran und Thorium zu teuer geworden ist. Dafür brauchen wir keine Planwirtschaft à la ehemaliger DDR, wobei die DDR immerhin noch veritable Pläne hatte. Sogar die fehlen heute der Ampel – ihre „Pläne“ sind nur Wünsche und Hoffnungen.




Das Netzwerk Klimajournalismus: Wenn Journalisten und Medien sich der Manipulation verschreiben

von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

Viele Zeitgenossen können sich die unisono tönenden Klimawarnungen nicht mehr so recht erklären. Schließlich gilt die historisch stets zutreffende Regel

Wenn alle das Gleiche sagen, dann ist es mit höchster Wahrscheinlichkeit falsch

Die Regel bestätigt sich durch näheres Nachschauen in der seriösen Klima-Fachliteratur und sogar in den IPCC-Sachstandsberichten, wenn man sie mit dem unsachlichen Klimagedöns aller deutschen Medien vergleicht – von löblichen Ausnahmen wie Weltwoche, Junge Freiheit, Preußische Allgemeine und sporadisch Focus, WELT etc. abgesehen. Fachliteratur und IPCC-Sachstandsberichte (nicht die IPCC-Berichte für Politiker!) kennen weder Klimakatastrophen noch einen Klimanotstand. Schließlich fragt sich dann jeder, der das heutige Verbot selber nachzudenken ignoriert, wie es überhaupt möglich ist, mit einer unverkennbar unsinnigen Klimapropaganda, einem ganzen Land Angst vor dem Klima-Weltuntergang einzujagen. Die Liste der nicht eingetroffenen Weltuntergangsvorhersagen ist schließlich lang (hier) und sollte eigentlich für Ernüchterung sorgen.

Eine schlüssige Antwort auf diese Frage gibt Norbert Häring (hier), Kolumnist beim Handelsblatt und Mitglied des „EZB-Schattenrats“ – einer Gruppe europäischer Ökonomen zur „Überwachung“ der Europäischen Zentralbank EZB. Er hat das Netzwerk aufgedeckt, welches Journalisten anweist, wie sie wirksame Propaganda für den Klimaschwindel verbreiten (hier). Dieses Netzwerk empfiehlt dabei zwei Kernmethoden: Erstens, jede Diskussionen mit Kritikern zu vermeiden und zweitens, massenpsychologische Gehirnwäsche-Methoden anzuwenden.

Da der Beitrag von Norbert Härig angenehm kurz ist, sich sehr gut liest und ausreichende Quellenangaben enthält, ist es nicht nötig, noch mehr zu ihm zu sagen – lesen Sie den Artikel am besten selber

https://norberthaering.de/propaganda-zensur/netzwerk-klimajournalismus/

Im Folgenden seien nur noch einschlägige Quellenangaben kompakt zusammengestellt, um einen schnellen Überblick über die Klimapropaganda und ihre Aktivisten zu erleichtern:

  • Netzwerk Klimajournalismus Deutschland NKD (hier)
  • Charta des NKD (hier)
  • „5before12 Climate Briefing“ des NKD (hier) mit Leitlinien gegen kritische Argumente
  • Weiterbildungsaktivitäten des NKD (hier)
  • die internationale World Weather Attribution (WWA) aus London (hier)
  • Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2021 (hier)
  • Instagram-Posting über Klima des WDR (hier)
  • Deutsche Ausgabe des WWA-Handbuchs für Klimajournalisten (hier)

 

Anmerkung des Autors: Er kannte den Blog von Norbert Häring leider noch nicht und hat diesen empfehlenswerten Blog jetzt auch auf seine Leseliste gesetzt.

 

 

 

 

 

 




Die grüne Lizenz zum Vogelschreddern: Das „neue“ Bundesnaturschutzgesetz

Von Dr. Beate Skalée

Vorwort der EIKE-Redaktion: Der hier veröffentlichte Beitrag von Frau Skalée liegt uns als pdf zur Veröffentlichung und beliebigen Weiterverbreitung vor. Wir danken Frau Skalée ganz herzlich für ihre freundliche Genehmigung. Der Beitrag enthält 12 Seiten, viele Fußnoten und einen Tabellenkasten. Es wäre daher wenig sinnvoll ihn in das in EIKE-News verwendete WordPress umzuwandeln. Wir machen dies daher nur für die nachfolgende Einleitung, nennen danach noch die Kapitelüberschriften und bitten die Leser, über den Link des Original-pdf (hier) den vollständigen Artikel von Frau Skalée zu lesen und das pdf beliebig weiterzuverteilen.

Einleitung  

„Es kann nicht sein, daß der Rote Milan über die Energiewende entscheidet“… „Wir brauchen Windräder ohne Ende.“ Winfried Kretschmann, Die Grünen, 2018 & 2022 Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Seit einigen Jahren sind wir Zeugen der Entstehung einer neuen Religion mit einem einzigen Glaubensinhalt – dem menschengemachten Klimawandel, hervorgerufen durch die sündigen Menschen mit dem von ihnen produzierten „bösen“ CO2, allerdings angeblich nicht durch ihre erdrückende Überzahl, sondern durch ihren Mangel an Verzicht beispielsweise auf Reisen, Fleischverzehr, Badewannen und andere Zeugnisse guter Lebensqualität. So zumindest verkünden das die Klimapropheten hinter den dafür lautgeschalteten Mikrophonen der Medien wie eine Luisa Neubauer oder eine hl. Greta mit ihrer mäßig originellen Idee des Schulschwänzens. Neben der Bußübung des Verzichts ist das gepredigte Allheilmittel die „Energiewende“, sprich die völlige Abkehr von den knapp gewordenen, weil von den Menschenmilliarden   verpulverten   fossilen   Energieträgern   zugunsten   der   sogenannten „erneuerbaren Energien“, die durch diese wissenschaftlich unsinnige Bezeichnung den Anstrich eines Perpetuum mobile bekommen und immer mehr einen Fetisch-Charakter annehmen.

Niemand kümmert es, daß die Leistungsdichte von Windrädern und Photovoltaikplatten ein ähnlich wundersames Schicksal nehmen müßte wie die Brote und Fische aus der einschlägigen Stelle des Neuen Testaments, um in irgendeiner Hinsicht maßgeblicher Lieferant für den Primärenergiebedarf von Industriestaaten zu werden. Ist sie das nicht, überwiegt der Schaden ihren Nutzen bei weitem, insbesondere für die ohnehin durch Flächenraub geschundene Natur. Trotzdem säumen Windräder wie ehemals Kruzifixe Bergkämme und pflastern Ebenen, und selbst die Schweiz, aufgrund ihrer Topographie eher ein Land der Wasserkraft, verschandelt für ein(!) müdes Prozent ihres Stromverbrauchs ihre Natur.

Da auch alle bekannten Naturschutzorganisationen wie NABU oder BUND etc. diesem Fetisch der „erneuerbaren Energien“ huldigen, bleibt diesbezüglich der durchschnittliche Informationsgrad   der   Bevölkerung   auf   dem   Stand   der   Irreführungen   durch   die „Qualitätsmedien“, gegen die wenige aufrechte und opferbereite Wissenschaftler mit sehr ungleichen   Publikationsmitteln   versuchen   anzukämpfen.   So   konnte   auch   aufgrund „qualitäts“medialer Unterschlagung von der Öffentlichkeit unbeachtet das Bundesnaturschutzgesetz „nachhaltig“ geändert und im Juli 2022 vom Bundestag verabschiedet werden, stand es doch einigen besonders faulen Ostereiern des sogenannten „Osterpakets“ der von SPD und Grünen geführten Bundesregierung im Weg.

 

Die Kapitelüberschriften des Gesamttextes

1.     Das Bundesnaturschutzgesetz und seine EU-Grundlage

2.     Die Demontage: Vom Tötungsverbot zur Tötungsfreigabe

3.     Der „Zentrale Prüfbereich“ – Trugbild einer Schutzzone

4.     Durchlöcherter „Artenschutz“: die Ausnahme wird zur Regel

5.     Der Praxisalltag beim Genehmigungsverfahren

Hier noch einmal der Link zum pdf des Originalbeitrags von Frau Skalée

https://0d458177-9e2f-4a1b-aa81-4ee388912220.usrfiles.com/ugd/0d4581_accd091e464641709700676b7374058b.pdf

und hier eine weitere Information zu Windrädern.

 

 

 

 

 




Zunehmendes Interesse an EIKE-Interviews

Ohne unhöflich zu sein, dürfen Bilanz, Rationalität und Bürgernähe der Regierenden in der sog. Ampel-Koalition zutreffend als katastrophal und zum Teil bereits als absurd bezeichnet werden. Wer bei knappen Kassen und gleichzeitigen Extremkosten von „Klimaschutz“ und „Energiewende“ die letzten Kernkraftwerke – als dringend notwendige CO2-freie Grundversorgung für Strom – wegwirft, dem mangelt es nicht nur an Verstand.

Die deutschen Bürger haben mehrheitlich noch nicht begriffen, dass ausnahmslos alle gegenwärtigen volkswirtschaftlichen Schäden und die stete Verarmung großer Bevölkerungsgruppen auf dem Vorhaben beruht, eine angenehme Klima-Erwärmung zu beseitigen, die auch noch von ansteigenden weltweiten Ernteerträgen infolge des angestiegenen CO2 in der Luft begleitet wird (hier). Von „Klimakrise“ oder gar „Klimanotstand“ kann ohnehin keine Rede sein – schade um den verschwendeten Klebstoff der „letzten Generation“. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung glaubt es dennoch. Jahrzehntelange Indoktrination durch unsere grün-roten Medien und immer schlechtere Schul-Kenntnisse in Naturwissenschaften, Technik und Mathematik haben gewirkt.

Bei etwas tieferem Schürfen zeigt sich schließlich eine – glücklicherweise nur die westliche Welt umspannende – politische Agenda, die mit Hilfe von mehr als fragwürdigen Maßnahmen, denn Klima kann man nicht schützen, ein ganz anderes Ziel erreichen will, als die Weltrettung vor übermäßiger Erwärmung: Es ist der Wunsch von faschistoiden Milliardären und selbsternannten Eliten eine Weltherrschaft  zu etablieren – in bemerkenswerter Allianz mit Öko-Kommunisten. Als Methoden sind geplant: Energieverknappung, Planwirtschaft, Entzug der Souveränität von Nationalstaaten und Beseitigung der Demokratie. Einer der ersten konkreten Versuche dieses Vorhabens ist der WHO-Pandemievertrag (hier).

Fast alle freien Medien wie Tichys Einblick, Achgut, Pi-News, Junge Freiheit, Preußische Allgemeine Zeitung, Cicero, eigentümlich frei, Roger Köppels weltwoche daily, epoch times, AUF1, Reitschuster usw., hier eine weitgehend vollständige Liste, beschreiben und thematisieren inzwischen diese fatale Entwicklung. Wo bleibt eigentlich unser Verfassungsschutz? Die Protagonisten der Weltherrschaftsphantasien bewegen sich nämlich keineswegs mehr im Dunkeln, sondern sprechen ihr grundgesetzwidriges Vorhaben inzwischen ganz offen aus (hier, hier, hier),

Würde dagegen eine andere deutsche Regierung die sachlich nicht begründbare Klima-Agenda durch Kündigung des Pariser Klimaabkommens und Beenden aller CO2-Einschränkungen aufgeben, würde der Phantasieplan von selbsternannten Welteliten und Öko-Kommunisten in sich zusammenfallen. Demokratie und Vernunft hätte wieder Vorrang, und man könnte mit dem Wiederaufbau des inzwischen schwer angeschlagenen ehemaligen Wirtschaftsriesen Deutschland beginnen – mit Schulen sowie Universitäten, in denen wieder gelernt, geforscht und nicht gegendert oder meinungsdiskriminiert wird, mit ausreichender unternehmerischer Freiheit, begleitet von einer auf das notwendigste Minimum beschränkten Bürokratie. Dann würde wieder Wohlstand in Deutschland geschaffen, anstatt ihn aktuell mutwillig zu vernichten. 80% der Weltbevölkerung wie z.B. die BRICS-Staaten bewegen sich längst auf diesem Weg der Vernunft und halten entsprechend auch nichts von „Klimaschutz“.

EIKE und die beiden Interviews

EIKE ist der maßgebende klimakritische Blog in Europa. Entsprechend werden zunehmend EIKE-Experten von freien Medien zu Interviews eingeladen. ÖR-Sender sind naturgemäß nicht dabei, denn bei denen tanzen nicht nur die Vorstände der Sendeanstalten eng umschlungen mit der Regierung, sondern auch fast alle Zeitungen. Die logische Folge des Fehlens der vierten Gewalt ist ein Vertrauensverlust gegenüber den Mainstream-Medien, ein sich Hinwenden zu den freien Medien und eine Verschiebung der Position des Kreuzchens auf dem Wahlzettel.

In jüngster Zeit wurden drei EIKE-Experten von freien Medien zu Interviews eingeladen, in zeitlicher Reihenfolge Dipl.-Ing. Michael Limburg, Frau Prof. Dr. Gisela Müller-Plath und Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke. Über das Interview von Michael Limburg bei AUF1 (hier) wurde in den EIKE-News bereits berichtet, so wie auch schon früher über das Interview von Horst-Joachim Lüdecke bei AUF1 (hier). Die jüngst nachfolgenden Interviews fanden mit Frau Gisela Müller-Plath beim Kontrafunk (hier) statt und etwas später mit Horst-Joachim Lüdecke beim Unternehmen HKCM (hier).

Das Interview von Frau Gisela Müller-Plath im Kontrafunk über das Thema „Dürre in Europa“ ist hier zu hören

 

und das Interview von Horst-Joachim Lüdecke im HKCM über das Thema „Ist der Klimawandel menschgemacht“? findet sich hier

Im direkten Link zum Interview https://www.youtube.com/watch?v=hAzAYyJbmq8 ist mehr „Umgebung“ zu sehen, so zum Beispiel die Anzahl der Internetaufrufe dieses Interviews von aktuell (5.7.2023, 22 Uhr) bereits 63.000 Aufrufen und, besonders interessant, die unzähligen Zuschauerkommentare.

 

Kommentare und ergänzende Informationen zu beiden Interviews

In Kommentaren zu den Interviews wird mehrfach der Wunsch geäußert, die nur verbal genannten Facharbeiten näher kennenzulernen. Daher wird hier ihr Zugang beschrieben, der bei begutachteten wissenschaftlichen Publikationen in aller Regel über Google Scholar erfolgt. Dabei reicht fast immer schon die Eingabe des vollen Titels der Arbeit ins Suchfenster von Google Scholar aus, um sie zu finden. Englischkenntnisse sind erforderlich, weil heute weltweit – von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen – nur in Englisch publiziert wird. Das wissenschaftliche Englisch gehört aber zum Glück zu den einfachsten Ausdrucksformen dieser umfangreichen Sprache, nur die Fachbegriffe müssen bei Bedarf nachgeschaut werden.

Begutachtete Facharbeiten und Zusatzinfo zum Kontrafunk – Interview

Zeit 1:53, Thema „Das schlimmste Dürrejahr 1540“:
Wetter, O., Pfister, C., Werner, J.P. et al., The year-long unprecedented European heat and drought of 1540 – a worst case. Climatic Change 125, 349–363 (2014). Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > [pdf] rero.ch

Zeit 2:40, Thema „Spiegel-Interview mit Christian Pfister über die schlimmste Dürre 1540“:

Zeit 3:00, Thema „Drei Publikationen über die Geschichte der Dürre Mitteleuropas“:

(1) Universität Cambridge: Büntgen, U., Urban, O., Krusic, P. J. et al., Recent European drought extremes beyond Common Era background variability. Nature Geoscience 14, 190–196 (2021). https://doi.org/10.1038/s41561-021-00698-0 , leider unterliegt dieser Artikel einer Bezahlschranke.

(2) AWI Bremerhaven: Ionita, M., Dima, M., Nagavciuc, V. et al., Past megadroughts in central Europe were longer, more severe and less warm than modern droughts. Commun Earth Environ 2, 61 (2021). Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > Full view

(3) Spanien: Vicente‐Serrano, S. M., Domínguez‐Castro, F., Murphy, C. et al., Long‐term variability and trends in meteorological droughts in Western Europe (1851–2018). International Journal of Climatology 41, E690-E717 (2021), Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > [pdf] liverpool.ac.uk

Zeit 6:38, Thema „Zwei methodische Herangehensweisen zur Untersuchung der Frage, ob Dürren durch menschgemachtes CO2 zunehmen“:

(1) Modellorientierte Herangehensweise/ Attributionsforschung:

  1. Interview mit Prof. Friederike Otto,
  2. Publikation zur Dürre im Sommer 2022: Schumacher, D. L., Zachariah, M., & Otto, F., High temperatures exacerbated by climate change made 2022 Northern Hemisphere droughts more likely. Policycommons (2022). Leider unterliegt dieser Artikel einer Bezahlschranke

(2) Datenorientierte Herangehensweise:

(a) Müller-Plath, G., Lüdecke, H.-J., Lüning, S., Long-distance air pressure differences correlate with European rain. Nature Scientific Reports, 12, 10191. (2022). Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > [HTML] nature.com > Download pdf

(b) Lüdecke, H.-J., Müller-Plath, G., Wallace, M. G., Lüning, S., Decadal and multidecadal natural variability of African rainfall. Journal of Hydrology: Regional Studies, 34, 100795. (2021). Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > [HTML] sciencedirect.com > Download full issue

Zeit 12:15, Thema „Austrocknung des Bodens in Deutschland“,
Dürremonitor Deutschland, 1952-2021 (jährlich): https://www.ufz.de/index.php?de=47252

Wetterdaten Deutschland: https://www.dwd.de/DE/leistungen/zeitreihen/zeitreihen.html

Wetterdaten Schweiz: https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klimawandel-schweiz/temperatur-und-niederschlagsentwicklung.html?filters=rhs150m0_swiss_year_1864-trend

Zeit 12:55, Thema „Versiegelungsflächenzähler“,
https://www.dr-frank-schroeter.de/Bodenverbrauch/Aktueller_Stand.htm

Begutachtete Facharbeiten und Zusatzinfo zum HKCM – Interview

Zeit 1:23, Thema „Klima-Fachpublikationen von Horst-Joachim Lüdecke“, https://www.horstjoachimluedecke.de/publikationen

Zeit 4:20, Thema „sehr warme Zeiten nach der letzten Eiszeit“, B. Lecavalier et al., 2016, High Arctic Holocene temperature record from the Agassiz ice cap and Greenland ice sheet evolution, PNAS, vol. 114, 5952-5957. Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > Full View

Zeit 8:40, Thema „Ahrtal Überschwemmung“, https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Hochwasserereignisse_an_der_Ahr

Zeit 10:10 – 11: 33, Thema „IPCC Sachstandsbericht AR5“, http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg1/ , dort insbesondere Kapitel 2.6. Weil das Extremwetter-Thema in den Befürchtungen der Öffentlichkeit oft an erster Stelle steht, nachfolgend das IPCC im Original zitiert:

Tropische Stürme und Hurrikane [IPCC 2013, AR5, WG1, Kapitel 2.6, Seite 216]:No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”

Tropische Zyklone [IPCC 2013, AR5, WG1, Kapitel 2.6, Seite 216]: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”

Außer-tropische Zyklone [IPCC 2013, AR5, WG1, Kapitel 2.6, Seite 220]: “In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low. There is also low confidence for a clear trend in storminess proxies over the last century due to inconsistencies between studies or lack of long-term data in some parts of the world (particularly in the SH). Likewise, confidence in trends in extreme winds is low, owing to quality and consistency issues with analysed data.”

Dürren [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50]: ”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”

sowie in [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2.6, Seite 215]:In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global scale observed trend in drought ordryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.”

Überflutungen [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 112]: ”There continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale over the instrumental record.”

Hagel und Gewitter [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2.6, Seite 216]: “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.”

Und schließlich fasst das IPCC zusammen [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2.6, Seite 219]: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”

Zeit 11:22, Thema „Bahama-Hurrikans vor der Industrialisierung”, T.S. Winkler et al., 2022, Oceanic passage of hurricanes across Cay Sa Bank in The Bahamas over the last 530 years, Marine Geology 443, 106653. Zugang zur Originalpublikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > PDF nsf.gov

Zeit 11:48, Thema „abnehmende Hurrkane an den Küsten Australiens“, http://www.bom.gov.au/cyclone/climatology/trends.shtml

Zeit 15:00, Thema „Meere-Pegelmessungen“, https://psmsl.org/data/https://psmsl.org/data/obtaining/map.html , data > Obtaining > station name rechts auf alphabetische Reihenfolge klicken, die Spalte ID liefert graphische Daten. Beispiel Tuvalu: Tuvalu Station ist Funafuti B > https://psmsl.org/data/obtaining/stations/1452.php

Zeit 16:24 und 17:25, Thema „Meerespiegel-Fachliteratur”, M. Beenstock et al., 2015, Tide location and the measurement of global sea level rise, Environ Ecol Stat, 22:179-206. Zugang zur Publikation:  Google Scholar > Titel ins Suchfenster > PDF psu.edu

Zeit 19:17, Thema „Volumen des Grönlandgletschers“, etwa 3 Millionen Kubikkilometer (Berichtigung: ich hatte versehentlich 12 Millionen Kubikkilometer genannt, in meinem Buch steht der richtige Wert). https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Gr%C3%B6nl%C3%A4ndischer_Eisschild

Zeit 20:28, Thema „Schelfeiszunahme in der Antarktis“ (Berichtigung: ich hatte versehentlich die Arktis genannt), J.R. Andreasen, 2023, Change in Antarctic ice shelf area from 2009 to 2019. Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > [HTML] copernicus

Zeit 23:00 und 23:20, Thema „Alpengletscher im Holozän 2/3 der Zeit kleiner als heute“, G. Patzelt, 2019, Gletscher, Klimazeugen von der Eiszeit bis zur Gegenwart, Hatje Cantz-Verlag, Abb. 133, S. 238, ferner auch I. Schimmelpfennig et al., 2012, Holocene glacier culminations in the Western Alps and their hemispheric relevance, GEOLOGY, 40, no. 10, p. 891-894, Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > [PDF] hal.science.

28:51, Thema „große Transformation“, https://de.wikipedia.org/wiki/The_Great_Reset

29:36 und 30:15 und 31:54, Thema „ESG“,  https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/nachhaltigkeit-florida-missouri-und-louisiana-ziehen-milliarden-von-blackrock-wegen-esg-strategie-ab/28844504.html

32:45 und 33:25, Thema „Widerspruch von Schellnhuber in Medien und eigenen Forschungsarbeiten: Eichner, J.F., Koscielny-Bunde, Bunde, E.A., Havlin, S., and Schellnhuber, H.-J., 2002, Power law persistence and trends in the atmosphere: A detailed study of long term temperature records, Physical Review E 68, 046133. Hier steht in der Discussion unter (iii) der entscheidende Satz: In the vast majority of stations we did not see indications for a global warming of the atmosphere. Es ist zu betonen, dass die in dieser Arbeit verwendete DFA-Methode wie „detrended fluctuation analysis“ keinesfalls veraltet ist, oder gar durch ein neueres Verfahren falsifiziert wurde! Zugang zur Publikation: Google Scholar > Titel ins Suchfenster > [PDF] arxiv.org

35:20, Thema „Konsens in der Klimaforschung“, Kepplinger, H.M., Senja Post, S., 2008. Der Einfluss der Medien auf die Klimaforschung, Forschungsmagazin. Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Nr. 1, S. 25-28. http://www.kepplinger.de/files/Der_Einfluss_der_Medien_auf_die_Klimaforschung.pdf. Siehe auch https://www.welt.de/welt_print/article1210902/Die-Klimaforscher-sind-sich-laengst-nicht-sicher.html




Luft- und Meeres-Temperaturen vom 19. Jhd. bis 1980 dramatisch fehlerhafter, als bisher bekannt: Eine längst überfällige Fachpublikation

von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

Im Klimafachjournal „Sensors“ des Wissenschaftsverlags MDPI (hier) erschien brandaktuell am 27. Juni 2023 die bemerkenswerte Facharbeit „LIG Meteorology, Correlated Error, and the Integrity of the Global Surface Air-Temperature Record“ des Autors Dr. Patrik Frank von der Stanford University (hier).

P. Frank ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern welweit anerkannter Experte. Er hat 48 begutachtete Facharbeiten verfasst, darunter bereits eine vom 6. Sept. 2019 im renommierten Journal „Frontiers“ mit ähnlichem Thema und dem Titel „Propagation of Error and the Reliability of Global Air Temperature Projections”. Dr. Axel Göhring von EIKE hatte damals darüber in einer EIKE-News berichtet (hier). Weitere ältere fünf Fachpublikationen von P. Frank zum Themenbereich seiner neuesten Arbeit sind in deren Quellenverzeichnis zu finden. Seine hier besprochene jüngste Arbeit in „Sensors“ ist „open“ und kann frei als pdf heruntergeladen werden (hier).

Was P. Frank in dieser jüngsten Arbeit herausarbeitet und belegt, hat das Potential, die Klimawissenschaft zu erschüttern. Wenn man einen so steilen Satz schreibt, muss man ihn auch begründen. Ich will es im Folgenden versuchen.

Bereits nach Überfliegen des 47 Seiten umfassenden Textes von P. Frank fällt eine ungewöhnliche Detailtiefe und Sorgfalt auf, was bereits an den rekordverdächtigen 284 Quellenangaben ablesbar ist. Dies ist lediglich mein schneller Eindruck, denn der Zeitbedarf eines ordentlichen Reviews dieser Arbeit dürfte bei mindestens 3-4 Wochen liegen, was den angegebenen Daten des Veröffentlichungsverlaufs auf dem paper entspricht.

Die riesige Länge und Detailliertheit der Arbeit verlangen für eine EIKE-News extreme Komprimierung in Sachen Lesbarkeit . Für Details sei daher auf den oben angegebenen Link des Originaltextes verwiesen. Wer sich für Details interessiert, beherrscht ohnehin das extrem einfache Wissenschafts-Englisch. Im Folgenden also nur das Wichtigste:

Die Arbeit spricht die Zeit von meteorologischen Temperaturmessungen der Luft ab etwa Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Jahre 1980 an. Die Grenze liegt im Jahr 1980, weil ab diesem Zeitpunkt Satellitenmessungen zur Verfügung stehen, die keinen örtlichen Behinderungen oder anderweitigen Besonderheiten von Land- oder See-Stationen mehr unterliegen (Beispiel UHI-Effekt). In der Arbeit von P. Frank wird aber auch auf die seit etwa 1900 regelmäßig vorgenommenen Messungen von Meeresoberflächenwasser mit Hilfe von Eimern aus Schiffen sehr ausführlich eingegangen. Was die detaillierte Beschreibung der Fehlerquellen von den verwendeten Thermometertypen angeht, handelt es sich fast wieder um eine eigene Arbeit im Gesamtpaper und erklärt dessen ungewöhnliche Länge.

Der Kern der Arbeit ist die Messtatistik. Das Hauptproblem ist auf S. 25 angesprochen (in Folgenden alles ins Deutsche übertragen)

Lufttemperaturmessungen, die mit systematischen Fehlern behaftet sind, lassen sich nicht von gültigen Daten unterscheiden. Systematisch fehlerhafte Lufttemperaturtrends bestehen jeden statistischen Test, der zur Validierung einer Stationsaufzeichnung verwendet wird“.

Das klingt schwierig und ist es auch. Zuerst folgt daraus, dass es nicht mehr möglich ist, die nur bei normalverteilten (also zufälligen) Fehlern korrekte Methode, das Mittel bzw. das Maximum der Gauss-Glockenkurve als korrekten Wert zu verwenden. Hier ist vielleicht noch einmal auf den von vielen Laien gemachten Fehler einzugehen, die Genauigkeitsangabe einer Temperatur von beispielsweise 22 ± 0.2 °C als falsch oder gar als Betrug zu werten, wenn viele der Messfehler größer als ± 0.2 °C sind.

Dass Entscheidende ist nicht die Größe der Messfehler, sondern welcher Art sie sind! Sind sie zufällig hat man gute Karten, denn die Häufigkeitsverteilung der Messungen zeigt dann nämlich die berühmte Glockenkurve von F. Gauss (Normalverteilung), und man erreicht mit beliebig vielen Messungen beliebig genaue Werte des gesuchten Phänomens, hier im Beispiel der Temperatur, mögen noch so große Messfehler in der Messreihe vorkommen. Dies gilt natürlich nicht mehr, wenn die Messfehler nicht zufällig, sondern in irgend einer Form systematisch sind. Und genau darum geht es in der hier besprochenen Arbeit von P. Frank.

Die Thermometermessungen der Meteorologie in der Vergangenheit unterliegen nämlich wie es P. Frank belegt systematischen Fehlern. Auch hierzu wieder aus dem Text des papers“

Stark korrelierte systematische Messfehler lösen sich nicht in einem Mittelwert auf. Auch große Datensätze mit systematischen Lufttemperaturmessfehlern bilden keine Normalverteilungen. Es gibt keinen statistischen Nachweis dafür, dass sich nicht-normale systematische Messfehler im Mittelwert auflösen [30,210], zumal auch noch die Dimensionen der Fehler in den historischen Temperaturaufzeichnungen völlig unbekannt sind.

Die Hauptergebnisse der Arbeit

  • Die Genauigkeitsgrenze von meteorologischen LiG-Thermometern (Anmerkung: LiG = liqid in glass), 2σ = ±0.11 °C/°F, wurde ignoriert (Anmerkung: σ ist die Standardabweichung);
  • Die veröffentlichte Unsicherheit der Aufzeichnung der globalen durchschnittlichen Lufttemperaturanomalie von 1900-1980 war geringer als die kombinierte untere Grenze der idealen Laborwiederholbarkeit von hochwertigen LiG-Thermometern von 2σ = ±0.432 °C;
  • Die Joule-Drift von Bleiglas- oder Weichglasthermometern aus der Zeit vor 1890 wurde ignoriert, macht aber die Aufzeichnungen der frühen Lufttemperaturen im 19. Jahrhundert unzuverlässig (Anmerkung: zu Joule-Drift s. 3.3.3. des papers) ;
  • Land- und Meeresoberflächentemperaturen wurden nicht um die nichtlineare Reaktion von LiG-Thermometern korrigiert;
  • Systematische Messfehler, die durch natürlich belüftete Lufttemperatursensoren an der Landoberfläche entstehen, sind nicht zufällig;
  • Der systematische Fehler bei der Messung der Lufttemperatur an der Landoberfläche ist zwischen den Sensoren korreliert;
  • Die Semivariogramm-Methode offenbart nicht den mittleren SST-Messfehler (Anmerkung: SST = sea surface temperature), sondern eher die Hälfte der mittleren Fehlerdifferenz;
  • Der mittlere Fehler der SST-Messungen bleibt unbekannt (ebenso wie der mittlere Fehler der Seewindmessung);
  • Der Fehler bei der SST-Messung im Eimer ist in der Regel nicht zufällig; Der Fehler bei der SST-Messung am Motoreinlass ist nicht zufällig; Die Verteilung des SST-Messfehlers der Schiffe variiert mit jeder Fahrt, mit der Besatzung (und sogar mit der Wache) und zwischen den Schiffen; Die Mittelwerte der SST-Fehlerverteilungen der Schiffe sind nicht zufällig verteilt; Turbulenzen, die durch das Schiff (die Plattform) selbst verursacht werden, verhindern im Allgemeinen die Übereinstimmung der Messung mit dem ungestörten Zustand des Oberflächenwassers.

Die Joule-Drift des LiG-Thermometers hat die gesamte Aufzeichnung der frühen Lufttemperatur bis zum 19. Jahrhundert unzuverlässig gemacht. Feldkalibrierungsexperimente mit Lufttemperatur- und SST-Sensoren an Bord von Schiffen widerlegen die Annahme, dass Lufttemperatur- und SST-Messfehler rein zufällig sind. Zu den Ausnahmen gehören SST-Messungen in Pütts, wenn sie von methodisch geschultem Personal durchgeführt und alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, und SST-Messungen mit modernen Bojen.

Die Zusammenstellung der LiG-Unsicherheiten an der Land- und Meeresoberfläche ergibt eine Anomalie der globalen Lufttemperatur von 1900 bis 2010 von 0,86 ± 1.92 °C (2σ), die jede Aussage über die Geschwindigkeit oder das Ausmaß der Temperaturänderung und somit über die Geschwindigkeit, oder das Ausmaß der Klimaerwärmung seit 1850 oder früher unmöglich macht.

 

Das Fazit der Arbeit

Zu den direkten Beweisen für eine Erwärmung des Klimas seit dem 19. Jahrhundert gehören die Verlängerung der Vegetationsperiode, die Begrünung des hohen Nordens und die polwärts gerichtete Verschiebung der nördlichen Baumgrenze. Mit einer Unsicherheit von 95 % sind jedoch weder die Geschwindigkeit noch das Ausmaß der Erwärmung im 19. oder 20. Jahrhundert bekannt. Eine detailliertere Bewertung der Fehler könnte zwar noch die Unsicherheitsgrenzen ändern, aber eine ganz andere Schlussfolgerung ist unwahrscheinlich.

Die Anomalie der Oberflächenlufttemperatur des 20. Jahrhunderts von 0.74 ± 1.94 °C (2σ), sagt nichts über die Geschwindigkeit oder das Ausmaß der Veränderung des thermischen Zustands der Troposphäre aus. Ein Klimaalarm ist aus diesem Grund nicht zu rechtfertigen. Die Joule-Drift, die mit Sicherheit alle vor 1885 hergestellten LiG-Thermometer beeinträchtigt hat, macht die Zuverlässigkeit früherer Lufttemperaturmessungen zunichte. Die Aufzeichnung der global gemittelten Lufttemperaturanomalien kann die Vorstellung einer noch nie dagewesenen Klimaerwärmung in den letzten 200 Jahren oder in einem anderen Zeitraum nicht stützen.

Hinweis der EIKE Redaktion.

Zu vergleichbaren Ergebnissen kam der Dissertationsversuch unseres Vizepräsidenten Michael Limburg in seinem Dissertationstext vom März 2010, auch wenn darin die quantitative Auswertung mangels Daten unterblieb, Limburg, M. (19. März 2010), „Analyse zur Bewertung und Fehlerabschätzung der globalen Daten für Temperatur und Meeresspiegel und deren Bestimmungsprobleme“, Leipzig, Sachsen, Deutschland. Den Text finden sie hier.