1

Spiegel: Experten verurteilen Proklamationen eines neuen Anthropozän als „politisch“ … „unwissenschaftlich“ … „Wissenschafts-Phrasendrescherei“

Bild rechts: Die Erde vom Mond aus gesehen. Aus dem Spiegel-Beitrag.

Der Wissenschaftsjournalist und Geologe Axel Bojanowski kommentiert bei Spiegel Online hier das Betreiben von Aktivisten, ein neues Zeitalter, das „Anthropozän“ einzuführen, weil ihren Behauptungen nach der Mensch den Planeten so stark verändert hat, so dass ein neues geologisches Zeitalter diesem Umstand Rechnung tragen sollte.

All das hat seinen Ursprung in Vorwürfen, dass der Mensch die Oberfläche der Erde verändert hat, dessen Biodiversität, die Ozeane und die Atmosphäre mittels seiner Aktivitäten, und dass dies in der jüngsten geologischen Schicht der Erde bereits zum Vorschein kommt.

Aber Bojanowski schreibt, dass eine Anzahl führender Experten derartige Behauptungen als „abwegig“ bezeichnet. Im Untertitel schreibt er:

Aktivisten, Künstler und Forscher fordern, ein neues Erdzeitalter auszurufen – der Mensch habe den Planeten entscheidend verändert. Sie irren.

Er schreibt, dass diese Experten die neuerdings geforderte geologische Ausweisung als einen epochalen Irrtum, als inakzeptable Einflussnahme politischer Aktivisten auf die Forschung bezeichnen und als die Geschichte eines großen Missverständnisses.

Schon jetzt kriechen Politiker und andere Führer in Richtung Übernahme dieser neuen Bezeichnung und erlassen entsprechende Gesetze, schreibt er. Und warum auch nicht? Eine Anzahl Wissenschaftler und die Medien allgemein verwenden den Terminus bereits.

Selbst der Wissenschafts-Beirat der Regierung von Deutschland WBGU – geleitet vom PIK-Alarmisten Hans-Joachim Schellnhuber – verwendet den Begriff. Es gibt Bemühungen, offiziell das „Anthropozän“ zu einem neuen geologischen Zeitalter zu erklären. Bojanowski berichtet, dass vor 37 Jahren Wissenschaftler eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen hatten, deren Aufgabe es war, nach geologischen Beweisen zu suchen, die die Übernahme des Begriffes „Anthropozän-Zeitalter“ stützen sollen: Die Anthropozän-Kommission.

Dem Spiegel-Journalisten zufolge will die Kommission unter der Leitung von Jan Zalasiewicz von der University of Leicester versuchen, drei geologische Kommissionen davon zu überzeugen, das Zeitalter anzunehmen, welches vermeintlich im Jahre 1950 begonnen haben soll. Das Journal „Science“ hat bereits die ersten Ergebnisse publiziert, wie der Spiegel-Journalist schreibt.

Aber Bojanowski fügt hinzu, dass eine große Zahl von Experten dieses Ansinnen als „schlechte Wissensschaft“ bezeichnet, weil sie keinem der strikten geologischen Standards genügt, die man typischerweise bei der Benennung geologischer Perioden zugrunde legt.

Werbephrasen in der Wissenschaft“

Bojanowski zitiert den Ozean-Geologen James Scourse an der Bangor University in Wales, der sagt, dass der Terminus „irreführend und nutzlos“ ist und dass die Erde von Faktoren geformt wird, die weit außerhalb der Kontrolle durch den Menschen liegen. Andere Experten wie Whitney Autin vom Suny-College in New York und John Holbrook von der Texas Christian University nennen die Diskussion eine esoterische Debatte und machen geltend, wie Bojanowski schreibt, dass es eine „Tendenz zu Werbephrasen in der Wissenschaft“ gibt, die zu „fragwürdigen Begriffen“ führe wie „Anthropozän“.

Karriere-Beschleuniger“

Bojanowski schreibt:

Aus Sicht der Kritiker verstößt das Anthropozän-Konzept gegen so ziemlich jede wissenschaftliche Regel“.

Dann zitiert er den Geologen Sven Egenhoff von der Colorado State University:

Die Anthropozän-Mode habe sich überhaupt nur entfalten können, weil Forscher aus anderen Fachgebieten den Begriff anpriesen – die eigentlichen Experten hingegen, also Schichtenkundler, könnten nichts damit anfangen. Das Anthropozän diene vor allem Fachfremden als Karrierebeschleuniger“.

Der gesamte Artikel steht hier.

Link: http://notrickszone.com/#sthash.geVtjH81.gy9OIcaf.dpbs

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Nicht nachhaltiger Wahnwitz: Kosten der deutschen „Energiewende“ erreichen 31 Milliarden Euro allein im Jahre 2016!

Man bekommt nichts für das Geld

Tatsächlich sind die CO2-Emissionen in Deutschland keineswegs während der letzten 7 Jahre gesunken, sondern im Gegenteil im vorigen Jahr sogar um ein Prozent gestiegen. Außerdem sind die Wetterbedingungen heute genauso wie immer: typisch regnerisch, kühl, grau, windig und rau. Für die etwa 1200 Euro pro Jahr, die ein normaler Haushalt aufbringen muss, klingt das nach einem furchtbar schlechten Deal (es sei denn, man gehört zu den wenigen Glücklichen, die mit diesem Betrug sehr viel Geld verdienen). Und diese Summe von 1200 Euro dürfte während der kommenden Jahre erheblich weiter steigen.

Bei www.finanznachrichten.de heißt es, dass die Zahl des Jahres 2016 um 3 Milliarden (11%) über der Zahl des Vorjahres liegt. Das ist ein nicht nachhaltiges Wachstum der Belastungen.

Netz-Stabilisierung“ erfordert weitere Kosten

Ein Grund für die ewig steigenden Kosten sind der Website zufolge die „Kosten für die Stabilisierung des Stromnetzes“. Je mehr stark fluktuierender und wetterabhängiger Strom ins Netz geht, desto teurer werden Maßnahmen zur Stabilisierung des Netzes. Was einst ein stabiles Energieversorgungs-System war, das nur etwa ein Dutzend Eingriffe pro Jahr erforderte, sind jetzt in jedem Jahr zehntausende Interventionen der Netzbetreiber erforderlich.

Oftmals sind Wind- und Solarparks gezwungen, vom Netz zu gehen, um dieses vor dem Durchbrennen durch Sturmböen und Solarausbrüche zu bewahren. In derartigen Fällen werden die Wind- und Solarpark-Betreiber aber trotzdem bezahlt, egal ob sie etwas erzeugen oder nicht. Im vorigen Jahr wurden die Verbraucher mit über 500 Millionen Euro belastet durch diese Kosten für „nicht erzeugte Energie“. Die Energiewende verwandelt sich in in einen zentralen Planungs-Wahnwitz von einer Größenordnung, die nur mit den venezolanischen Chavez-Kommunisten vergleichbar ist.

Bis zum Jahr 2030 um 30% höhere Stromrechnungen

Ein weiterer Grund für die Kostenexplosion ist die unverändert fortgesetzte Neuinstallation von Wind- und Sonnenenergie erzeugenden Systemen. Da ist es kein Wunder, dass die führenden deutschen Politiker wie Michael Fuchs nervös werden und nach einem Stopp der Errichtung neuer Windparks rufen, für die es keine Übertragungsleitungen gibt. Geschieht dies nicht, so Fuchs, werden die Stromrechnungen für die deutschen Haushalte schon bis zum Jahr 2020 um 30% steigen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor die Sicherungen durchzubrennen beginnen.

Link: http://notrickszone.com/#sthash.yY3rwleg.XntWVcBA.dpbs

Bemerkung des Übersetzers: Mit genau dem gleichen Thema befasst sich auch ein Beitrag von Anthony Watts. Er führt u. a. weitere Zitate hierzu an, die hier beigefügt sind:

Gescheitert: CO2-Emissionen in der EU nehmen zu, trotz grüner Subventionen in Höhe von 1 Billion Euro

Anthony Watts

Eurostat schätzt, dass die CO2-Emissionen des Jahres 2015 durch die Verbrennung fossiler Treibstoffe in der EU im Vergleich zum Vorjahr um 0,7% zunehmen. – Europäische Kommission, 3. Mai 2016.

Deutschlands CO2-Emissionen sind von 2014 bis 2015 um geschätzte 10 Millionen Tonnen gestiegen – ein massiver Schlag gegen die Ambitionen des Landes, die Klima-Führung zu übernehmen. Ein Beschluss aus dem Jahr 2011 zur Abschaltung der Kernkraft innerhalb eines Jahrzehnts hatte zur Folge, dass schmutzige [?] Kohle einen bedeutenden Anteil am Energiemix übernommen hat. Als Folge hat sich der Fortschritt bzgl. Emissionen verlangsamt. Eine Abnahme im Jahre 2011 standen Zunahmen während der Jahre 2012 und 2013 gegenüber. – Megan Darby, Climate Home, 14. März 2016.

Full story

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/05/03/fail-co2-emissions-increasing-in-eu-despite-1-trillion-in-green-subsidies/

Alles Übersetzt von Chris Frey EIKE




Verheerendes Ergebnis einer neuen Studie: PV-Systeme in Europa sind eine „nicht nachhaltige Energiesenke“

Bild rechts: Foto Prof. Knut Löschke. Quelle: EIKE

Eine im Journal Energy Policy veröffentlichte brandneue Studie der Schweizer Forscher Ferruccio Ferroni und Robert J. Hopkirk verstärkt diese Zweifel erheblich, kommen sie doch zu dem Ergebnis, dass Solarenergie in den meisten Fällen bei der Energieerzeugung höchst ineffizient ist. Es scheint immer klarer zu werden, dass Europa Zehner-Milliarden Euro für einen Energie-Massenwahnsinn verschwendet hat.

Daher sollte es niemanden überraschen, dass der Verbrauch fossiler Treibstoffe in Deutschland während der letzten Jahre nicht zurückgegangen ist.

Im Abstract der Studie heißt es:

Viele Menschen glauben, dass erneuerbare Energiequellen in der Lage sind, fossile oder nukleare Energiequellen zu ersetzen. Es gibt jedoch nur sehr wenige tiefer gehende Studien, die mit angemessener Sorgfalt diesen Eindruck belegen. In dieser Studie werden Photovoltaik-Energiequellen in Gebieten mit moderater Einstrahlung kritisch unter die Lupe genommen, und zwar mittels des Konzeptes Energieausbeute zu investierter Energie [Energy Return on Energy Invested (ERoEI, auch EROI genannt)]. Aber die Verfahren zur Berechnung von EroEI unterscheiden sich stark von Autor zu Autor. Die Hauptunterschiede zwischen Solar-PV-Systemen liegen zwischen dem gegenwärtigen ERoEI und dem, was erweiterte ERoEI genannt wird (ERoEI EXT). Das gegenwärtig von der International Energy Agency IEA geforderte Verfahren lässt sich nicht strikt anwenden, wenn man Photovoltaik-Energieerzeugung mit anderen Systemen vergleichen will. Die Hauptgründe hierfür beruhen auf der Tatsache, dass Solarstrom einerseits sehr material-, arbeits- und kapitalintensiv ist und andererseits die solare Strahlung eine ziemlich geringe Energiedichte aufweist.

Ist also Solarenergie in Gebieten wie Europa eine geeignete Alternative? Die Autoren folgern, dass dem nicht so ist. In ihrer Conclusion schreiben sie: „Ein Stromversorgungssystem auf der Grundlage heutiger PV-Technologien kann nicht als Energiequelle bezeichnet werden, sondern ist vielmehr eine nicht nachhaltige Energiesenke“, und weiter: „es ist klar geworden, dass Photovoltaik-Energie zumindest in keiner Weise die fossilen Treibstoffe ersetzen kann“.

Die Autoren fügen noch hinzu: „Photovoltaik-Technologie ist keine kluge Wahl zur Erzeugung bezahlbaren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Stromes in Gebieten mit geringer oder auch nur moderater Einstrahlung“.

Es sieht so aus, als hätte Europa sehr gewaltige Geldsummen verschwendet.

Link: http://notrickszone.com/2016/04/30/devastating-conclusion-new-study-deems-solar-pv-systems-in-europe-a-non-sustainable-energy-sink/#sthash.wAWJ4SQo.dpbs

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Falsche Satelliten-Altimetrie? 225 Tidenmessstationen zeigen einen nur um 1,48 mm steigenden Meeresspiegel pro Jahr … weniger als die Hälfte der von Satelliten gemessenen Werte

[Um die ständige Wiederholung dieses Bandwurm-Wortes zu vermeiden, verwende ich im Folgenden den Terminus ,MSL-Anstieg‘. Anm. d. Übers.]

Der Meeresspiegel steigt nur halb so schnell und ohne Beschleunigung

Erstaunlicherweise zeigen tatsächliche physikalische Messungen im Gegensatz zu den Behauptungen der modellierten Rekonstruktionen des MSL-Anstiegs (mit den hinzugefügten „Adjustierungen“), dass der Meeresspiegel mit Raten steigt, die weniger als die Hälfte der behaupteten Raten ausmachen als bei den von GIA-„Adjustierungen“ und Satelliten-Altimetrie-Modelle betroffenen Rekonstruktionen.

Der Best Estimate ist ein mittlerer globaler MSL-Anstieg von 1,48 mm pro Jahr.

SeaLevel.info ist eine Quelle mit allen Informationen zum Meeresspiegel aus einer Hand. Die Tabellen enthalten Daten von NOAA, PSMSL und anderen Quellen, um die Untersuchung von Tidendaten für eine langzeitliche Trendanalyse des Meeresspiegels zu vereinfachen.

Auf der Site heißt es:

Eine interessante Beobachtung ist, dass die Adjustierungen oftmals fast genauso groß sind wie die gemittelten tatsächlichen gemessenen MSL-Trends! Das Mittel der gemessenen Trends aus 239 Tidenmesspunkten der NOAA im Jahre 2012 beträgt 1,017 mm pro Jahr (Median 1,280), aber die GIA-Adjustierungen fügen noch einmal 0,665 mm pro Jahr hinzu, was zu einem „adjustierten“ Gesamttrend von 1,682 mm pro Jahr wird, gerundet auf 1,7 mm pro Jahr. Zufällig ist dieser Wert exakt der eines weithin genannten Wertes des MSL-Anstiegs während des 20. Jahrhunderts.

Hier schreibt die gleiche Site, dass der Meeresspiegel nicht überall steigt, und:

Die gemessene Rate der küstennahen MSL-Änderungen schwankt zwischen -17.59 mm/yr at Skagway, Alaska und +9.39 mm/yr at Kushiro, Japan. Das Mittel, wie es von den weltbesten Langzeitreihen küstennaher Tidenmesspunkte gemessen wurde, liegt etwas unter +1.5 mm pro Jahr.

Satelliten-Altmetrie

SeaLevel.info fragt sich, woher der so oft hinaus posaunte Wert von 3,3 mm pro Jahr kommt, der auf MSL-Altimetrie-Messungen von Satelliten basiert (hier), anstatt küstennahe MSL-Messungen von Tidenmesspunkten heranzuziehen. Der Site zufolge „misst die Satelliten-Altimetrie das Falsche“:

Deren Messungen (hier) werden verzerrt durch „MSL-Anstieg“ infolge thermischer Ausdehnung, wenn sich die oberste Schicht des Ozeans erwärmt. Aber dass ist ein strikt lokaler Effekt, der keine Auswirkung auf die Wassermenge in den Ozeanen hat und den Meeresspiegel anderswo (z. B. an den Küsten) nicht beeinflusst. MSL-Anstieg spielt nur an den Küsten eine Rolle, aber die Altimeter der Satelliten sind nicht in der Lage, den Meeresspiegel an Küsten zu messen. Das können sie nur im offenen Ozean. Tidenmessungen erfolgen dagegen an den Küsten, wo es von Bedeutung ist. Außerdem sind MSL-Tidenmessungen von viel höherer Qualität als Messungen mittels Satelliten-Altimetrie.

SeaLevel.info fügt hinzu, dass „MSL-Satellitenmessungen von fragwürdiger Zuverlässigkeit sind (hier) und merklich variieren von einer Satellitenmessung zur nächsten“ und das Tidenmessungen zuverlässiger sind, weil einige Zeitreihen der Tidenaufzeichnungen des MSL fast zehnmal länger sind als die kombinierten Aufzeichnungen der Satellitenmessungen sowie zwanzigmal länger als jedwede Satelliten-Zeitreihe“.

SeaLevel.info zufolge hat die NOAA eine lineare Regressionsanalyse von MSL-Messungen durchgeführt (relativer Meeresspiegel) von 225 Langzeitreihen von Tidenmessungen auf der ganzen Welt. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass es „keinerlei Anzeichen für irgendeine Beschleunigung der Anstiegsrate gibt. Dies gilt für fast alle diese Tidenmessungen während über einem dreiviertel Jahrhundert“.

MSL = 1.48 mm/yr

Zusammenfassend schreibt die Site:

Die Rate des gemessenen MSL-Anstiegs variiert von -17.59 mm/yr at Skagway, Alaska, bis +9.39 mm/yr at Kushiro, Japan. 197 dieser 225 Stationen (87,6%) zeigen einen MSL-Anstieg unter 3,3 mm pro Jahr. An 47 Stationen (20,9%) sinkt der Meeresspiegel eher als dass er steigt. An nur 28 der 225 Stationen (12,4%) wurde ein MSL-Anstieg über 3,3 mm pro Jahr gemessen. Der Mittlere Meeresspiegel an jenen 225 Tidenmesspunkten zeigt einen Anstieg desselben um 0,9 mm pro Jahr. Der Median beträgt 1,41 mm pro Jahr.

MSL = 1,48 mm pro Jahr.

Link: http://notrickszone.com/2016/04/11/broken-altimetry-225-tide-gauges-show-sea-level-rising-only-1-48-mm-per-year-less-than-half-the-satellite-claimed-rate/#sthash.tSoi9p7o.dpbs

Hinweis: Hier bedankt sich der Übersetzer bei Klaus-Eckart Puls für den Hinweis zu diesem Beitrag.

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Behauptung von 3,2 mm Anstieg des Meeresspiegel pro Jahr wird ernsthaft durch mehrere jüngst veröffentlichte Studien in Frage gestellt.

Falls der Meeresspiegel wirklich mit einer Rate von 3,2 mm pro Jahr zwischen 1993 und 2010 gestiegen wäre, wie das IPCC (2013) mit hoher Sicherheit behauptet, dann sollten die thermischen Quellen und die Verdunstungsmenge mindestens ebenfalls im gleichen Zeitraum um 3,2 mm pro Jahr zugenommen haben. Aber falls die veröffentlichten Studien zum Anstieg des Meeresspiegels recht haben, berechnen diese lediglich einen Anstieg zwischen 0,8 und 1,6 mm pro Jahr – ein Viertel des vom IPCC behaupteten Anstiegs – dann ist etwas hinsichtlich der 3,2 mm pro Jahr aus altimetrischen Messungen von Satelliten höchst fragwürdig.

Hier folgt eine gekürzte Liste von Studien aus jüngerer Zeit, die zeigen, dass die Schätzungen des Meeresspiegel-Anstiegs seitens des IPCC sehr übertrieben sind.

http://www.climatechange2013.org/images/report/WG1AR5_Chapter13_FINAL.pdf

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die globale mittlere Rate zwischen 1901 und 2010 bei 1,7 mm pro Jahr lag mit einem Gesamtanstieg von 0,19 m. Zwischen 1993 und 2010 war die Rate sehr wahrscheinlich höher und lag bei 3,2 mm pro Jahr; eine ähnlich hohe Rate war wahrscheinlich von 1920 bis 1950 aufgetreten“.

Problematisch hieran ist, dass während der letzten Jahrzehnte mehrere Studien zu diesem Thema gezeigt haben, dass der Anstieg insgesamt höchstens halb so hoch (oder noch geringer) als die behauptete Rate ist.

Den jüngeren Schätzungen zufolge trug der Beitrag durch thermische Expansion mit 0,64 mm pro Jahr im Zeitraum 2005 bis 2013 zum Anstieg bei (Llovel et al. 2014, siehe nächsten Abschnitt). Der Beitrag von den Eisschilden Grönlands und der Antarktis betrug 0,59 mm pro Jahr für den Zeitraum 1992 bis 2011 (Shepard et al. 2012) Der Beitrag der übrigen Eisschilde und Gletscher weltweit betrug 0,41 mm pro Jahr im Zeitraum 2003 bis 2010 (Jacob et al. 2012).

——————————————–

Llovel et al. 2014

http://www.nature.com/nclimate/journal/v4/n11/full/nclimate2387.html

Über die gesamte Wassersäule zeigen unabhängige Schätzungen der Ozean-Erwärmung einen Beitrag von 0.77 ± 0.28 mm pro Jahr zum Meeresspiegel-Anstieg … die Tiefsee (unterhalb 2000 m) leistet einen Beitrag von −0.13 ± 0.72 mm pro Jahr zum globalen Anstieg (0,64 mm pro Jahr insgesamt).

——————————————–

Sheperd et al.2012

http://science.sciencemag.org/content/338/6111/1183

Seit 1992 haben die polaren Eisschilde (Antarktis und Grönland) im Mittel 0.59 ± 0.20 mm pro Jahr zur Rate des globalen Meeresspiegel-Anstiegs beigetragen.

——————————————–

Jacob et al., 2012

http://www.nature.com/nature/journal/v482/n7386/abs/nature10847.html

Hier zeigen wir, dass Gletscher und Eisschilde außerhalb denjenigen von Grönland und der Antarktis im Zeitraum Januar 2003 bis Dezember 2010 einen Massenverlust mit einer Rate von 148 ± 30 Gt pro Jahr erlitten haben, was 0.41 ± 0.08 mm zum Anstieg beitrug.

Aus diesen Quellen ergibt sich ein Anstieg von etwa 1,6 mm pro Jahr. Interessanterweise ist dies die gleiche oder eine etwas geringere Rate wie für den gesamten Zeitraum 1901 bis 2010 (1,7 mm pro Jahr laut IPCC). Das bedeutet, dass sich jenen Quellen zufolge der Anstieg des Meeresspiegels während der letzten Jahrzehnte eben nicht beschleunigt hat.

Eine weitere Schätzung aus jüngerer Zeit des Beitrags des Antarktischen Eisschildes zum Anstieg (Zwally et al. 2015, siehe nächsten Abschnitt) belegt, dass im Zeitraum 1992 bis 2008 der Massengewinn von Eis in der Ostantarktis größer war als der Massenverlust der Westantarktis. Dies bedeutet insgesamt eine Zunahme der Eismasse für den Kontinent als Ganzes und einen negativen Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels von -0,23 mm pro Jahr für den Zeitraum 2003 bis 2008.

——————————————–

http://www.ingentaconnect.com/content/igsoc/jog/2015/00000061/00000230/art00001

Massenänderungen des Antarktischen Eisschildes beeinflussen mit dem Klimawandel den Meeresspiegelanstieg, aber die jüngsten Raten waren unsicher. Ice, Cloud and Land Elevation Satellite (ICESat)-Daten zeigen Massengewinne durch Akkumulation von Schnee, die Verluste um 82 ± 25 Gt pro Jahr übersteigen, was den globalen Anstieg des Meeresspiegels um 0,23 mm pro Jahr verringert. Satelliten-Fernerkundungsdaten (ERS) von 1992–2001 zeigen einen ähnlichen Zuwachs von 112 ± 61 Gt pro Jahr.

——————————————–

https://www.nasa.gov/feature/goddard/nasa-study-mass-gains-of-antarctic-ice-sheet-greater-than-losses

„Die gute Nachricht lautet, dass die Antarktis gegenwärtig gar nichts zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, sondern diesen vielmehr 0,23mm pro Jahr verringert“, sagte Zwally.

Gleichlaufend mit einer Abnahme des Meeresspiegels äquivalent zu einer Rate von -0,23 mm pro Jahr von 2003 bis 2008 infolge Eiszuwachs von +82 GT pro Jahr im gleichen Zeitraum können wir das Absinken des Meeresspiegels von 1992 bis 2001 berechnen mit -0,31 mm pro Jahr, wurde doch im Zeitraum 1992 bis 2001 eine höhere Rate der Zunahme von Eismasse (+112 Gt pro Jahr) für den Antarktischen Eisschild insgesamt verzeichnet. Mittelt man über alles, zeigt die Studie von Zwally et al. 2015, dass die Antarktis den Meeresspiegel im Zeitraum 1992 bis 2008 um 0,28 mm pro Jahr hat sinken lassen.

Zieht man diese Schätzung des Beitrages von -0,28 mm pro Jahr heran anstatt der Schätzung von Sheperd et al. 2012 von 0,19 mm pro Jahr, die man jedoch für den Beitrag des grönländischen Eisschildes beibehält (0,04 mm pro Jahr) reduziert sich der Beitrag der polaren Eisschilde von 0,59 mm pro Jahr auf 0,12 mm pro Jahr, was einen Beitrag beider Eisschilde kombiniert zum Anstieg des Meeresspiegels von 13 mm pro Jahrhundert bedeutet.

Diese Änderung um -0,47 mm pro Jahr reduziert die obige Schätzung von 1,6 mm pro Jahr auf 1,1 bis 1,2 mm pro Jahr oder etwas über 10 cm pro Jahrhundert.

Die Vorlage der Analyse des Anstiegs in obiger Quelle wurde im Journal Science von Cabanes et al. 2001 veröffentlicht. Hier folgt deren Summary für die letzten paar Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts:

http://people.uncw.edu/grindlayn/GLY550/sealevel-topex-science-2001.pdf

Der Dritte Zustandsbericht des IPCC befasst sich mit der Abschätzung verschiedener Faktoren, die zum Anstieg des Meeresspiegels im 20. Jahrhundert beigetragen haben. Der größte Beitrag (0,7 mm pro Jahr) ergibt sich aus der thermischen Expansion infolge der Erwärmung der Ozeane, zu der es hauptsächlich seit den fünfziger Jahren gekommen war. Das Abschmelzen kontinentaler Gletscher leistet einen Beitrag von 0,2 bis 0,4 mm pro Jahr. Das Massenungleichgewicht des Eises in Grönland und der Antarktis leistet einen Beitrag von -0,2 bis 0,6 mm pro Jahr. Der unsicherste Beitrag ist die Änderung der terrestrischen Wasserspeicherung, die ihre Ursache teilweise in menschlichen Aktivitäten hat. Sie liegt im Bereich -1,1 bis +0,4 mm pro Jahr mit einem mittleren Wert von -0,35 mm pro Jahr, d. h. es ist gleichbedeutend mit einem Absinken des Meeresspiegels. Die Summe all dieser Beiträge liegt im Bereich zwischen -0,8 bis +2,2 mm pro Jahr mit einem mittleren Wert von 0,7 mm pro Jahr.

Man beachte, dass in diese Analyse der beitragenden Quellen „terrestrische Wasserspeicherung“ Eingang findet, die sich zu -0,35 mm pro Jahr summiert mit einer Bandbreite von „-1,1 bis +0,4 mm pro Jahr“ zum Ende des 20.Jahrhunderts. Eine noch jüngere Schätzung liegt offenbar nicht vor, aber es ist wahrscheinlich angemessen anzunehmen, dass sich diese Parameter der terrestrischen Wasserspeicherung nicht signifikant während des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts verändert haben im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Daher wäre es vernünftig, diesen Beitrag in die Palette aller beitragenden Faktoren zum Anstieg des Meeresspiegels in jüngerer Zeit einzubeziehen. Dies würde den oben beschriebenen Anstieg von 1,1 bis 1,2 mm pro Jahr (Zwally et al. 2015) auf etwa 0,8 mm pro Jahr reduzieren. Dieser Wert ist sehr ähnlich den 0,7 mm pro Jahr, der von Cabanes et al. 2001 für die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts berechnet worden ist. Eine Rate von 0,8 mm pro Jahr ist äquivalent zu einem Anstieg von etwa 8 cm pro Jahrhundert.

Link: http://notrickszone.com/2016/03/15/claimed-3-2-millimeters-per-year-sea-level-rise-seriously-challenged-by-recently-published-scientific-papers/#sthash.Pn17bPW1.dpbs

Übersetzt von Chris Frey EIKE