Der PIK-EIKE Workshop – worüber die Medien nicht berichten

Das PIK wollte sich dagegen nicht zu einem gemeinsamen Protokoll bewegen lassen und wünschte zudem auch keine journalistische Öffentlichkeit beim PIK/EIKE-Workshop. Es zog vielmehr vor, jüngst seinerseits die Schrift „EIKE-Besuch am PIK – Sammlung von Sachargumenten.pdf“ ins Internet zu stellen, die erhebliche Unrichtigkeiten und Fehler aufweist. EIKE widerspricht daher diesen „Sachargumenten“ und beantwortet sie hier mit der „Widerlegung_Teil1_der_PIK_Sachargumente.pdf“, die ebenfalls beiliegt. Jeder Leser kann sich nun selber informieren.

Die AGW-Lobby und die AGW-Skeptiker vermögen zumindest in sehr bescheidenem Maße auch einmal fachlich miteinander und nicht immer übereinander zu reden. Zur Vermeidung von Missverständnissen beim Begriff AGW: Unter AGW verstehen wir bei EIKE die IPCC-Hypothese von einer schädlichen und gefährlichen anthropogenen globalen Erwärmung. Eine unbedenkliche, geringfügige und sogar erwünschte anthropogene Erwärmung der Erde wird selbstredend auch von uns anerkannt, allein schon der Erwärmungseffekt durch große Städte (UHI = Urban Heat Island effect) gehört dazu.

Die großen deutschen Medien haben vom Workshop PIK/EIKE keine Notiz genommen, obwohl ihnen das hier beigefügte Protokoll des Treffens zur Verfügung gestellt wurde. Insbesondere Presseorgane wie die Süddeutsche Zeitung (SD) oder DIE ZEIT ziehen es vor, an Stelle ordentlich recherchierter Berichterstattung Häme gepaart mit Verleumdungen über die AGW-Skeptiker und insbesondere über EIKE auszuschütten. Die SD war sich beispielsweise nicht zu schade, ihren Artikel vom 31.3.2010 mit dem von ihr frei erfundenen und EIKE-Pressesprecher Lüdecke in den Mund gelegten Satz „Wir brauchen keine Klimaforscher“ zu titeln. Die ZEIT ist dagegen etwas subtiler. Die Überschrift „Die Gehilfen des Zweifels“ (Ausgabe 48, 26. Nov. 2010) belegt es. Den verantwortlichen ZEIT-Redakteuren fiel indes nicht einmal auf, dass „Zweifel“ von jeher der Motor allen Fortschritts war und ist. Nur Ideologen und religiöse Fanatiker zweifeln niemals.

Tatsächlich gilt inzwischen – bedingt durch jahrelange, erfolgreiche, grün-mediale Gehirnwäsche – jeder Zweifel an der Klimaschädlichkeit des anthropogenen CO2 als politisch inkorrekt, ja geradezu anstößig. Man wird beim medialen Durchdrücken der AGW-Hypothese und der Verächtlichmachung jeden Zweifels daran fatal an den Stil des „Neuen Deutschland“ der ehemaligen DDR erinnert. Die Opferrolle spielen heute die sog. „Klimaleugner“, eine Bezeichnung, deren Assoziation mit dem Begriff „Holocaustleugner“ wohlbeabsichtigt ist. 

Beteuerungen von AGW-Zweiflern, sich auf dem Boden der Wissenschaft zu bewegen, werden nicht überprüft, sondern ungesehen verworfen. Immerhin gibt es bereits um die 1000 Peer-Review-Fachveröffentlichungen, die eine ganz andere Auffassung als die des IPCC äußern. Man nimmt sie erst gar nicht zur Kenntnis. Aber auch ein Blick auf die Mitglieder des Fachbeirats von EIKE (hier) dürfte klarstellen, dass es sich hier nicht um esoterische Abweichler mit Sondermeinungen zur Klimaphysik handeln kann.

Journalisten, die es nicht wahrhaben wollen, oder es (besser wissend) aus ideologischen Gründen zurückhalten, dass die faktische Sinnhaftigkeit von „Klimaschutz“ und „Energiewende“ aus guten Gründen bezweifelbar ist, richten mit unehrlicher Berichterstattung volkswirtschaftlichen Schaden an. Sie verstoßen gegen die Pflicht einer objektiven, gründlich recherchierten Berichterstattung. Wir betonen, dass insbesondere im PIK-EIKE-Workshop und den sich hier weiter ergebenden Diskursen im Internet zwischen diesen beiden Instituten (s. die her beigefügten pdf-Dokumente) auf fachlicher Ebene die wichtigsten Argumente für oder gegen die AGW-Hypothese ausgetauscht werden. Wir meinen daher, das dieser Diskurs für Redakteure eine gute Gelegenheit ist, sich kundig zu machen und zu berichten.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

EIKE-Pressesprecher

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Die Wüste lebt !

Betrachten wir zunächst den Norden der Sahara und die angrenzenden Steppen, so ergibt sich [2]: „Das Re­sul­tat … ist eine Aus­wei­tung der Grün­flä­che zu Las­ten der Wüs­te Sa­ha­ra. Diese schrumpfte in den letzten 20 Jahren um ca. 300.000 km2 , d.h. … ein Gebiet fast so groß wie Deutschland (357.000 km2)“.

 

Noch sehr viel weitgehender ist das Ergrünen im Süden der Sahara, in der SAHEL-Zone.

In einem Übersichts-Artikel [3] dazu heißt es:

„In spite of the gloomy predictions of even more frequent and severe droughts and famines caused by global warming, vegetation in the Sahel has significantly increased in the last three decades. This has been a very welcome and very beneficial development for the people living in the Sahel. The increase in rainfall, which was probably caused by rising temperatures, and rising CO2 concentrations might even – if sustained for a few more decades – green the Sahara. This would be a truly tremendous prospect.“

Auch hier wird kritisch angemerkt, daß angeblich die jüngste globale Erwärmung Ursache für zunehmende Dürre und damit für Mindererträge und Hunger sei.

Solcherart Behauptungen gab und gibt es zahlreich, z.B. [4]: „Trockenheit, Hungersnöte, Elend: Die Zone südlich der Sahara gilt als hoffnungslose Gegend Afrikas…“  …oder [5]: „Dürren, Hunger, Wüstenbildung: Die Sahelzone gilt als Inbegriff einer Katastrophenregion“ …und weiterer spektakulärer Klima-Alarm von den UNO-Experten (am a.a.O.): „Doch alles könnte viel schlimmer werden, falls der Klimawandel die knappen Niederschläge weiter drücken sollte, wie viele befürchten. Die Sahelzone sei der Ground Zero des Klimawandels, warnt Jan Egeland als Sonderberater des UNO-Generalsekretärs.“

Der Irrtum der Klima-Modelle

Die beobachteten Fakten widerlegen alle diese Klimaprognosen und Behauptungen, was mittlerweile in zahlreichen Publikationen dargestellt wird, z.B. [4]:

„…im Sahel ist die Wüste auf dem Rückzug. Die Niederschläge nehmen zu. Mögliche Ursache ist die Klimaerwärmung“ … und weiter a.a.O.: „Ausbleibende Regenfälle haben in Somalia, Kenia und Äthiopien zu Dürre, Hunger und Tod geführt. Der Klimawandel sei Schuld .. wird behauptet. In früheren Jahren war es der SAHEL, der Schlagzeilen … machte.

Die Wüste sei auf dem Vormarsch, hörte man während Jahrzehnten. Politiker und Wissenschaftler sagten voraus, daß die Erderwärmung im SAHEL zu häufigeren und längeren Dürren führe… Doch wie es scheint, hat die globale Erwärmung genau den gegenteiligen Effekt; Die SAHARA schrumpft nachweislich ! … Die südliche Grenze der SAHARA zieht sich seit den frühen 1980er Jahren nach Norden zurück.

Der Afrika-Report der Vereinten Nationen bestätigte, daß die Vegetation in großen Teilen Malis, Mauretaniens und des Tschad von 1982 bis 2003 um mehr als die Hälfte zugenommen hat! Satelliten-Fotos … zeigen die umfangreiche Ergrünung des SAHEL.“

 

 

DER SPIEGEL [5] berichtet das Gleiche: „Auch seriöse Organisationen behaupten immer wieder, daß sich die Sahara Jahr für Jahr weiter nach Süden frißt, aber das stimmt nicht.“ …und weiter a.a.O.: „Nun gibt es gute Nachrichten: Viele Millionen Bäume wachsen in kargem Sandboden heran“

Das Ausmaß des Ergrünens dort in den vergangenen 20 Jahren ist ganz erstaunlich [5]: „Seit 20 Jahren kommen allein im Niger jedes Jahr etwa eine viertel Million Hektar Baumbestand dazu, mittlerweile ist eine Fläche ergrünt, groß wie die Niederlande. Insgesamt … wachsen dort derzeit rund 200 Millionen neue Bäume heran. Und in den Nachbarländern Burkina Faso und Mali sieht es ähnlich aus.“  Dabei handelt es sich um „…schnell wachsende Eukalyptushaine … schlanke Neembäume … und natürlich Affenbrotbäume…“.

Anhand der Satellitendaten ergibt eine Hochrechnung für den ganzen Sahel eine ergrünende Fläche von 5 Millionen Hektar  –  vgl. auch Abbildung 3.

 

 

Daß Dürren im Sahel kein Phänomen der jüngsten Erderwärmung sind, darauf hat soeben das Geoforschungs-Zentrum Potsdam anhand von Untersuchungen [16]  eines internationalen Forschungs-Teams in Kenia hingewiesen: „Klimaschwankungen in Ostafrika folgen seit 20 000 Jahren einem Muster, das offenbar eine Fernwirkung des als El Niño/La Niña bekannten ENSO-Phänomens (El Niño Southern Oszillation) ist.“

Dabei dienten Sediment-Schichten im Challa-See unterhalb des Kilimandscharo als Klimaarchiv. Es erwies sich auch: „Ein Vergleich mit Messungen der Temperaturen im tropischen Pazifik über die letzten 150 Jahre zeigt einen engen Zusammenhang zwischen ENSO-Zyklen und den Rhythmen der Dürren und Überschwemmungen in Ostafrika.“

Damit gilt als gesichert, daß es zwischen dem zyklischen ENSO-System und dem mit dem Sonnenjahr wandernden Niederschlagsband der Inner-Tropischen-Konvergenz-Zone (ITCZ) im Bereich der Tropen und Subtropen über Jahrtausende Wechselwirkungen gibt, bis hinein in die heutige Zeit. Folglich hat der jüngste mäßige säkulare Temperaturanstieg von ca. 0,7°C keine signifikante Bedeutung bei alledem.

CO2 : Vegetation – Erträge – Leben

Betrachtet man die ganze Region südlich der Sahara, so fällt noch etwas anderes auf:

„Die Vegetation hat auch in Regionen zugenommen, wo die Niederschlags-Menge nicht gestiegen ist … es muß darum noch einen anderen Grund geben : Möglicherweise ist es die steigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre.“ [4]

Zum gleichen Ergebnis kommen auch andere [3] : The increase in rainfall, which was probably caused by rising temperatures, and rising CO2 concentrations might even – if sustained for a few more decades – green the Sahara.

Das alles ist nicht neu. Seit Jahrzehnten ist bekannt :

Pflanzenwachstum und Ernte-Erträge habe ihr Maximum bei etwa 1000 ppm CO2, dem dreifachen Wert der heutigen atmosphärischen Konzentration. Daher grenzt es in einem Zeitalter weltweiten Hungers an ein Vergehen an der Menschheit, das CO2 als “Umweltgift“ zu verteufeln und – wie z.B. PIK-Professor Schellnhuber [6] und der UBA-Chef Flasbarth [7]   eine “Dekarbonisierung“ Deutschlands und der Welt zu fordern.

 

Daß sich die derzeitige Warmzeit sowie insbesondere auch die höhere atmosphärische CO2-Konzentration sehr positiv auf Pflanzenwachstum und Ernteerträge auswirken, hat bereits vor etlichen Jahren die NASA [8] anhand von Satellitendaten weltweit nachgewiesen: “Von 1980 bis 2000 gab es globale Umweltveränderungen durch die zwei warmen Dekaden einschließlich dreier intensive El-Nino-Ereignisse, Veränderungen in der tropischen Bewölkung und der Monsundynamik und eine 9.3-prozentigen Zunahme des atmosphärischen CO2, beeinflusst durch den mensch-gemachten Klimawandel. Alle diese Veränderungen stoßen das Pflanzenwachstum an.“…vgl. dazu die Abbildungen 4 und 5.

Hunger am Horn von Afrika – warum?

Wenn Korruption, Mißwirtschaft, Bevölkerungsdruck, menschliches Versagen von Regierungen und Diktaturen sowie Kriege und Terror … wo auch immer auf der Erde zu Hunger und Elend führen, dann wird gebetsmühlen-artig zunächst immer ein-und-die-selbe Ursache präsentiert:

Der angeblich anthropogene Klimawandel als moralische und ideologische Beweisführung und Keule für die Notwendigkeit einer irrationalen Schlussfolgerung: Klimaschutz! Nach diesem Muster läuft das auch in der aktuellen Hunger-Situation am Horn von Afrika ab [9]:

„Die landläufige Erklärung für dieses Phänomen heißt Klimawandel, doch ist das nicht die ganze Wahrheit“  und schon etwas ernüchternder a.a.O.: „Versorgung von Mensch und Tier haben in den letzten 50 Jahren dazu beigetragen, daß in der Halbwüste zu viele Menschen und vor allem zu viele Rinder, Dromedare und Ziegen leben. Die Folgen sind massive Überweidung…“.

DER SPIEGEL [10] kommt zum gleichen Ergebnis: „Das Land ist nicht mehr tragfähig genug, in 30 Jahren eine Versechsfachung der Menschen, das ist nirgendwo zu verkraften“.

Korruption und Terror

„Längst wächst auch in in Kenia der Zorn auf eine Regierung, die der Katastrophe ratlos zuschaut: Warum, fragt etwa Patrik Mugo, einer der angesehensten Journalisten des Landes, haben wir es in 48 Jahren Unabhängigkeit nicht geschafft, uns selbst zu versorgen ? Und das, obwohl 75 Prozent der Bevölkerung in irgend einer Form Landwirtschaft betreibt?“ [10].

Und noch ernüchternder die klare und nahezu resignierende Erkenntnis vor Ort lebender Menschen (a.a.O.): „Wir haben vergessen, so ein Kolumnist in der auflagenstärksten DAILY NATION (Anm.: Addis Abeba), daß der Hunger weder ein naturgegebenes Desaster noch ein Akt Gottes ist. Der Hunger ist menschengemacht, er stellt nichts anderes dar als ein monumentales Versagen der Regierung.“ [10].

AGRO-Sprit vom Horn von Afrika für Europas Autos

Dazu berichtet DER SPIEGEL [11]:

„Über eine Milliarde Menschen hungert weltweit. Auch die aktuelle Hungersnot am Horn von Afrika ist nicht allein der Dürre, dem Bürgerkrieg, den korrupten Eliten geschuldet, sondern ebenso den unerschwinglich hohen Nahrungspreisen“  … und kommt dann zur Sache:

„Die Finanzmärkte haben das Geschäft mit Agrarrohstoffen entdeckt. Die Folgen sind verheerend: Großspekulanten und Kleinanleger treiben die Preise für Lebensmittel in die Höhe und stürzen Millionen Menschen in Armut und manchmal sogar in den Tod.“

Dieses alles ist bekannt, und wird auch ausführlich im Weltagrarbericht des IAASTD [12] dargestellt:

„Das Ausmaß des Landraubs in Afrika für den Anbau von Agrosprit wird unterschätzt und unterliegt keinerlei Kontrollen …Auch deutsche Firmen sind an der Landnahme beteiligt.

So hat die in München ansässige Firma  Acazis AG in Äthiopien 56.000 Hektar gepachtet und hält Konzessionen für weitere 200.000 Hektar Land überwiegend zur Biokraftstoff-Produktion.“

Mit dem IAASTD kooperiert sehr eng das IPCC, daher sollte man von Weltklimarat erwarten, daß er die wahren Ursachen derartiger Hungersnöte wie am Horn von Afrika sachlich darstellt, indem er darauf hinweist, daß Klimawandel dort und woanders nur ein Randproblem ist  –  leider Fehlanzeige !!

Insbesondere in Äthiopien und Kenia scheint aber  – ungeachtet des Volks-Hungers – der Profit-Hunger der Eliten unersättlich, denn Steigerungen sind im Gange [13]:

„Der Energieminister Kenias hat beschlossen die Biodieselproduktion des westafrikanischen Landes in den nächsten Jahren stark zu erhöhen…“

Neuerdings wird um die Verwertung der Tropen-Pflanze Jathropa für Biosprit gestritten [14]:

„So dulden indische Bundesstaaten den Anbau von Jatropha auf normalem Ackerland nicht nur, sondern sie fördern ihn sogar. Das verstärkt den Wettbewerb mit Nahrungsmittel-Pflanzen. Nun aber geht das afrikanische Unternehmen Kenya Jatropha Energy noch einen Schritt weiter: In einer küstennahen Region will das Unternehmen im Einvernehmen mit dem Malindi County Council 50.000 Hektar Wald– und Buschland in der Region Dakatcha in Jatropha-Äcker umwandeln…“

Die „Petra-Kelly-Stiftung“ kommt bei einer Betrachtung [15] der Bio-Kraftstoff-Produktion in Äthiopien zu einem vernichtendem Resumè, wo es u.a. heißt:

„Bereits heute (gibt es eine) erkennbare Konkurrenz zwischen ausländischen Agrofuel-

Investoren und einheimischen Produzenten um Land“ …und weiter a.a.O. „Anbau von Agrofuels verschärft bereits heute die Konkurrenz um die Ressource Land“ …sowie „Anbau von Agrofuels trägt direkt zum Anstieg der Lebensmittelpreise bei“ !

F a z i t :

Insbesondere wir Europäer sollten endlich aufhören, solcherart Neokolonialismus zu betreiben, mit dem Vorwand der „Klimarettung“ durch Biokraftstoffe. Weitergehend: Die insbesondere EU-geprägte Irrlehre,  der angeblich anthropogene Klimawandel sei Ursache für die Probleme dieser Welt, sollte endlich entsorgt werden.

Klaus-Eckart Puls EIKE

L i t e r a t u r :

[ 1 ] Das Sahara-Paradox; ZDF, ‚Abenteuer Wissen‘ vom 13.06.2007:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1020545_idDispatch:5236912,00.html

[ 2 ] http://www.oekologismus.de/, Argus, Februar 2007

[ 3 ] Philipp Mueller, The SAHEL is greening, GWPF-Reports, London (2011)

http://www.thegwpf.org/images/stories/gwpf-reports/mueller-sahel.pdf

[ 4 ] Der Sahel wird grün; Weltwoche, Zürich; Nr.35/11, 01.09.2011, S.40-41

[ 5 ]  „Ground Zero“ ergrünt; DER SPIEGEL, Nr.17 (2009), S. 136-138

[ 6 ]  http://www.zeit.de/2007/42/U-Schellnhuber-Interview?page=1, Kasten „Der

Regierungsberater“

[ 7 ]  Sonntags-Journ. Bremerhaven, 23.08.2009, S.1

[ 8 ] NASA, GODDARD-Inst.:

http://www.nasa.gov/centers/goddard/news/topstory/2003/0530earthgreen.html

[ 9 ] Anatomie einer Hungersnot, Weltwoche, Zürich, Nr.32 (2011), S. 46-47

[10] Somalia – Monumentales Versagen; DER SPIEGEL, 33/2011, S. 88-90,

[11] Die Ware Hunger; DER SPIEGEL, 35/2011, S. 75-80

[12]  IAASTD, International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and

Technology for Development;

http://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichtes/agrarsprit-und-bio-energie.html

[13]  http://www.biomasse-nutzung.de/regierung-kenias-setzt-auf-biodiesel-aus-jatropha/

[14]  http://www.fr-online.de/wirtschaft/das-ende-der-wunderpflanze-jatropha/- /1472780/4489598/-/index.html

[15] http://www.petrakellystiftung.de/fileadmin/user_upload/newsartikel/PDF_Dokus/Peters-Berries_Biodiesel.pdf

[16] La Niñas ferne Auswirkungen in Ostafrika /Dürren und Überschwemmungen sind ferngesteuerte Klimaeffekte/ GFZ German Research Centre for Geosciences, Franz Ossing – Public Relations – Freitag, 5. August 2011 – GFZ Potsdam

http://www.erdkunde.com/info/Aktuelle%20Meldungen/aktuelle_meldungen.htm

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Ruß, Staub und die Gletscher-Schmelze: Freispruch für CO2?

Neuerdings wird außerdem klar [3]: "Rußpartikel … verstärken auch deutlich die Klimaerwärmung. In der Arktis sind die Rußpartikel für fast die Hälfte der bedrohlichen Eisschmelze verantwortlich".

Das ist keine neue Erkenntnis, denn sowohl die Arktis- als auch die Gletscher-Schmelze ist ohne Ruß nicht zu erklären, wie Glaziologen [4] schon lange wissen: "Unsere Erklärung lautet: Die Luftverschmutzung war früher geringer … der Ruß ist für die Hälfte der Gletscher-Schmelze verantwortlich."

Physikalisch ist das so zu erklären: Schnee und Eis, folglich auch Gletscher haben ein hohes Reflektions-Vermögen für Sonnen-Strahlung. Werden die Oberflächen verschmutzt, z.B. durch Staub und Ruß, so verringert sich der Anteil der reflektierten Strahlung. Es wird dann mehr Strahlung absorbiert und in Wärme umgewandelt.

Gegenbeispiel: dort, wo die Luftverschmutzung geringer ist, dort wachsen auch heutzutage die Gletscher sogar weiter an [5], trotz Erderwärmung: "… auf Neuseeland wachsen die Gletscher sogar kräftig an… Die Entwicklung der Gletscher auf  Neuseeland zeigt eindrucksvoll, daß es kein "globales" Verhalten der Gletscher gibt…"!

Schon aus meteorologischen Gründen ist es völlig unsinnig, eine Klima-Erwärmung von 0,7°C als einzigen Grund für die Arktis-  und Gletscher-Schmelze verantwortlich zu machen: Durch eine solche Erwärmung steigt die mittlere Frostgrenze ("Null-Grad-Grenze") in der Atmosphäre um lediglich 100 Meter an. Für ein Schmelzen höher liegende Gletscher- und Pol-Regionen muß es also andere Gründe geben  – z.B. die Luftverschmutzung sowie natürliche Veränderungen der Sonnen-Einstrahlung.

Zum Abschmelzen der Alpen-Gletscher sagen die Glaziologen aus Österreich [6]: "Zu Beginn des Millenniums (9.-12. Jh.) waren die Alpengletscher ähnlich klein, evtl. noch kleiner als heute."

Die gleiche Meinung vertritt z.B. auch Prof. Jörg Negendank vom GFZ Potsdam  [7]: "In der Römerzeit muss zumindest im Alpenraum ein wärmeres Klima als heute geherrscht haben, da der große Aletsch-Gletscher weiter zurückgezogen war" . 

Folglich: Nachhaltiger menschlicher Einträge in die Atmosphäre wie z.B. von CO2 und Ruß bedarf es gar nicht, um solche Veränderungen herbei zu führen. Die Natur führt es auch alleine vor, früher wie heute. 

CO2 ist für die Klima-Erwärmung eine Marginalie, was neuere Berechnungen  [8]  mehr und mehr zeigen: "Die sog. Klima-Sensivität des CO2, also die Erhöhung der mittleren Globaltemperatur infolge Verdoppelung der CO2-Konzentration, beträgt grob 1°C. Da diese Verdoppelung ungefähr dem Verbrennen aller der Menschheit noch zugänglichen fossilen Brennstoffe gleichgesetzt werden kann, ist der Wert von 1°C unbedenklich und bietet keinen Anlaß zu Katastrophen-Warnungen." Die spektakulären Werte des Klimarates (IPCC) von 3…5 °C und mehr werden in den Computer-Szenarien durch so genannte "positive Rückkoppelungs-Effekte" erzielt. Diese sind hoch umstritten und durch nichts bewiesen. 

Unter Berücksichtigung all dieser Fakten sollten wir uns in unseren Maßnahmen folglich mehr auf den Umweltschutz konzentrieren, als Milliarden teuere Methoden für die Vermeidung oder gar die gefährliche Verpressung  von CO2 (CCS) zu entwickeln. Dazu sagt der frühere Direktor des Meteorologischen Instituts FU Berlin  [9]: "Es wird höchste Zeit, den Umweltschutz anstelle eines fragwürdigen, wissenschaftlich nicht konsensfähigen Klimaschutzes weltweit in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Saubere Luft, sauberes Wasser, ein intaktes Ökosystem kommen den Menschen heute und zukünftig zugute. Wie ideologisch vermessen muss man sein, um der Natur ein "2-Grad-Ziel“ vorzugeben."

In dem Zusammenhang ist es interessant, daß die Arktis-Schmelze seit 2007 nicht mehr zugenommen hat, sondern daß es stattdessen in den  Jahren 2008-2010 zur Zeit des spätsommerlichen Minimums wieder mehr Eis gegeben hat (vgl. Abbildung). Da wirkt es schon sehr alarmistisch, wenn in den Jahren davor einige "Experten" stets von einem unumkehrbaren "Kipp-Punkt" der Arktis-Schmelze fabulierten. Neuerdings gibt es Hinweise, daß derartige Spekulationen über allerlei "mensch-gemachte Klima-Kipp-Punkte" dahin kommen, wo sie hingehören: In den Papierkorb der Wissenschaft. Denn –  das Max-Planck-Institut in Hamburg  [10] hat eine Studie zur Arktis publiziert: "Der starke Rückgang des Meereises in der Arktis ließ in den letzten Jahren die Sorge aufkommen, dass die Eisbedeckung sich einem sogenannten Kipp-Punkt nähern könnte…… Aktuelle Forschungsergebnisse …. deuten jetzt jedoch darauf hin, dass es keinen solchen Kipp-Punkt für den Verlust des Sommereises in der Arktis gibt. Stattdessen reagiert die Eisbedeckung relativ direkt auf die jeweiligen klimatischen Bedingungen…."

Dieses alles wird die Katastrophen-Auguren nicht hindern, beim nächsten sommerlichen Eis-Minimum erneut die Apokalypse zu verkünden.

Veröffentlichung hier:

Mit freundlicher Genehmigung der SUT Verlags GmbH, 53757 St. Augustin

Klaus-Eckart Puls; Dipl.-Meteorologe, (EIKE) 

Quellen:

[1] SCHIFFAHRT+HAFEN…, Nr. 8 (2008), S.13

[2] H. Malberg, Langfristiger Klimawandel, Beitr. Berliner Wetterkarte, SO 29/09, 15.09.2009

[3]   DVZ Brief-Express, 14. Juni 2011, Hamburg

[4]   DER SPIEGEL, 52/2009, S.125

[5]   S.Winkler, Univ. Würzburg, 02.05.2007,  http://idw-online.de/pages/de/news206835

[6]   Österreichisches Klima im letzten Millennium, http://www.pisch.at/ernst/wissen/Dorfbuch/node164.html

[7]  Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven", in: Klima im Wandel,

        UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38

[8] H.-J. Lüdecke, CO2 und Klimaschutz, BOUVIER (2010), S.101 ff

[9]  H. Malberg, Über scheinbare und tatsächliche Klima-Erwärmung seit 1850, Beitr. Berliner Wetterkarte,

       SO 26/10, 28.09.2010

[10]  MPI f. Meteorologie HH, Presse-Mitteilung, 4. Februar 2011, "Hoffnung für das Arktische Meereis";

         


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Falscher PIK-Alarm beim Meeres-Spiegel: Neue Satelliten-Daten zeigen keinen Grund für Alarmismus!

Es gibt neue Satelliten-Auswertungen, welche ganz klar zeigen:
Seit Anfang des Jahres 2010 bis Juni 2011 gibt es ein Absinken des Meeres-Spiegels im globalen Mittel.
Die Abbildung 1 zeigt eine Auswertung des Instituts AVISO :

Abbildung 1
Steigen (Transgression) und Rückgang (Regression) des Meeres-Spiegels wird von etwa einem Dutzend natürlicher Faktoren beeinflusst, von denen die wesentlichen sind:
Tabelle: Faktoren Meeres-Spiegel

Von den mindestens 10 Faktoren, welche den Meeresspiegel beeinflussen, können lediglich die Komponenten "Eis" und "Thermische Effekte" in den Klima-Modellen berücksichtigt werden, und selbst diese nur unzureichend und unsicher. Das liegt in der Natur der Szenarien-Rechnerei. Selbst die globale Eisbilanz unterliegt komplizierten Rückkoppelungen und ist ein Prozeß der Jahrhunderte und Jahrtausende: 
"Die Daten von Nord- und Südpol widerlegen düstere Prophezeiungen, der Meeresspiegel könne in kurzer Zeit um mehrere Meter ansteigen. "Bis das Grönlandeis schmilzt, vergehen mehr als tausend Jahre“, versichert Miller, “denn es war in der Vergangenheit auch deutlich wärmer als heute, ohne dass die riesigen Gletscher verschwanden.“ 
Und nochmals das Alfred-Wegener-Institut: 

"Selbst wenn es in Zukunft im Bereich der Antarktis deutlich wärmer werden würde, sind keine wesentlichen Schmelzprozesse zu erwarten. Ein wärmeres Klima in der Antarktis könnte jedoch zu mehr Schneefall führen. Der antarktische Eispanzer würde dann bei einer Erwärmung eher wachsen als schmelzen. Der weltweite Anstieg des Meeresspiegels könnte durch die Antarktis sogar gemindert werden."

Der wesentliche Faktor für den nach-eiszeitlichen Meeres-Anstieg war die Schmelze der riesigen kontinentalen Eismassen etwa im Zeitraum 15 bis 5 Tausend Jahre vor heute. Auch danach stieg und steigt der Meeres-Spiegel immer weiter, unterbrochen von einigen wenigen insgesamt unbedeutenden Regressionen. Dieser bis heute anhaltende Anstieg über die vergangenen Jahrtausende und Jahrhunderte ist durch die w.o. tabellarisch aufgezeigten vielfältigen Ursachen zu erklären, die regional sehr unterschiedlich wirken. Daher gibt es global immer gleichzeitig Regionen mit steigendem bzw. sinkendem Meeres-Spiegel:

 

Abbildung 2
Die Geologen und Geophysiker kennen alle diese Zusammenhänge recht gut, die Klima-Alarmisten anscheinend nicht. Wie sonst ist es zu erklären, daß die Propagandisten des IPCC ("Klimarat") als Ursache des derzeitigen und künftigen Meeres-Anstieges nahezu ausschließlich die Erderwärmung benennen !? Und dabei wird noch – unbewiesen – vorausgesetzt, diese Erwärmung des 20. Jahrhunderts sei "anthropogen". Aus alledem wird der abenteuerliche und absurde Schluß gezogen: ‚Der Mensch verursacht eine dramatische Beschleunigung des Meeres-Anstieges.‘
Alleine schon die Meßwerte der Satelliten und der Küsten-Pegel widerlegen das! Zusätzlich zu Abbildung 1 zeigt eine weitere Auswertung der Satelliten-Daten nahezu das gleiche Ergebnis: 

Abbildung 3
Seit 2010 gibt es insgesamt einen abnehmenden Trend. Dabei ist selbstverständlich anzumerken, daß es auch schon in früheren Jahren und Jahrhunderten immer wieder solche natürlichen Schwankungen und Schwingungen gegeben hat. 
A l l e r d i n g s –  eines zeigen und beweisen die Abbildungen 1 bis 4 gleichermaßen:
Eine säkulare oder dekadische Beschleunigung des Meeres-Anstieges existiert nicht !
Das gleiche Ergebnis dokumentiert die REKLIM-Studie 2010/11 für säkulare Pegel-Messungen :

Abbildung 4
Ausgewertet wurden für den Zeitraum 1843-2008 insgesamt 15 Pegel aus der Deutschen Bucht.

E r g e b n i s :

Eine Beschleunigung des seit Jahrhunderten andauernden Meeres-Anstieges existiert nicht !

Der Trend geht weiter linear aufwärts. Weiterhin muß man berücksichtigen, daß in der Deutschen Bucht noch eine postglaziale Küstenabsenkung stattfindet, deren Ausmaß allerdings unklar ist. Unabhängig vom Ausmaß dieser Küsten-Absenkung: Eine solche führt immer zu einem relativen Meeres-Anstieg. Das bedeutet, daß der maritime Effekt des Meeres-Anstieges in der Deutschen Bucht sich verlangsamt!
F a z i t :
Behauptungen, es gäbe global – oder in der Deutschen Bucht regional – einen beschleunigten Meeres-Anstieg , und ein solcher sei gar "anthropogen", sind frei erfunden. Einer wissenschaftlichen Nachprüfung halten solche Alarm-Meldungen nicht stand !

1 PIK, Presse-Mitt. 20.06.2011, Meeresspiegel steigt heute schneller als je zuvor in den letzten 2000 Jahren
 2 Das Institut AVISO hat seinen Sitz in Ramonville St-Agne, Frankreich. AVISO erfasst und verteilt u.a. Daten der Satelliten-Altimeter-Systeme TOPEX, POSEIDON, Jason 1+2, ERS 1+2, und EnviSat ("Aviso distributes satellite altimetry data from Topex/Poseidon, Jason-1, Jason-2, ERS-1 and ERS-2, and EnviSat…").
3 Prof. Dr. H. Miller, Alfred-Wegener-Institut : Bohrer im Eis, DIE ZEIT, 06.06.2007 , S.40
4 Alfred-Wegener-Institut, Schmilzt die Antarktis?, Poster, 2009
5 REKLIM, Unser Klima, 2010/2011, S.9, Abb.2.4 6 “Anthropogener“ Meeresspiegelanstieg – vom Konstrukt zur Panik ? Naturw. Rdsch. 61 (2008), H.11, S.566-574 


Klaus-Eckart Puls,  EIKE
Der Aufsatz kann als pdf Datei im Anhang herunter geladen werden.

Anmerkung der Redaktion:

Spiegel Online macht derzeit mit der Meldung Furore: 

Klimarat feilscht um Daten zum Meeresspiegel-Anstieg

und leitet dann wie folgt ein:
…Viele Milliarden Euro stehen auf dem Spiel: Ein Uno-Gremium entscheidet über die Prognose zum Anstieg der Ozeane – sie bestimmt, wie viel Steuergeld  die Staaten in den Küstenschutz pumpen müssen. Hunderte Studien werden verhandelt, es geht zu wie auf einem Basar.

Das ist postmoderne Wissenschaft: Bildung tut not

Dieser Beitrag im SPON hat Prof. Rahmstorf nicht ruhen lassen, deswegen hier sein Gegendarstellung auf "Wissenslog" Mit Dank an Spürnase T.L.

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Neues aus dem Phantasialand des PIK: Die Kipp-Kunde der PIK- Punkte

Nur  –  längst hat die Wissenschaft diese Hypothese in den Papierkorb entsorgt. Jüngster Beleg dafür: Das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg (MPI HH) sagt[3]:
"Der starke Rückgang des Meereises in der Arktis ließ in den letzten Jahren die Sorge aufkommen, dass die Eisbedeckung sich einem sogenannten Kipp-Punkt nähern könnte. Bei Überschreiten des Kipp-Punktes wäre der Verlust des verbleibenden Meereises nicht mehr zu stoppen. Aktuelle Forschungsergebnisse des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie deuten jetzt jedoch darauf hin, dass es keinen solchen Kipp-Punkt für den Verlust des Sommereises in der Arktis gibt. Stattdessen reagiert die Eisbedeckung relativ direkt auf die jeweiligen klimatischen Bedingungen."
Im krassen Gegensatz dazu die PIK-Erklärung. Diese liest sich wie eine Schreib-Übung im Gebrauch des Konjunktivs. Es wimmelt nämlich in diese Mitteilung nur so von Konditional-Kostruktionen,  Konjunktiven und ausdrücklich genannten Unsicherheiten –  insgesamt deren[4]>25 (Fünf-und-Zwanzig!) auf nur anderthalb DIN-A4-Seiten  – eine geballte Ladung wilder Spekulation und munteren Fabulierens! Der Realitätsbezug dieser PIK-Meldung ist etwa so groß, als würden Geologen einen eventuellen Vulkanausbruch für Potsdam ankündigen – grundsätzlich kann man den nämlich auch nicht auszuschließen.
Weiter beim PIK: "Das arktische Meer-Eis und die Gebirgsgletscher der Alpen werden unter den in der Studie aufgelisteten Elementen als diejenigen eingeschätzt, die am empfindlichsten auf die Erderwärmung reagieren."
Den "Kipp-Punkt Arktisches Meereis" hat das MPI kürzlich beerdigt (vgl.w.o.). Zum "Kipp-Punkt Alpen-Gletscher" haben Glaziologen aus Österreich[5] unlängst eindrucksvolle Daten vorgelegt:
"Zu Beginn des Millenniums (9.-12. Jh.) waren die Alpengletscher ähnlich klein, evtl. noch kleiner als heute."
Und weiterhin wird von den österreichischen Alpen-Experten (a.a.O.) gesagt, daß sich die Gletscher seit Beginn des 20. Jahrhunderts>"… in Richtung des Minimalstandes zu Beginn des Millenniums, zur Zeit des mittelalterlichen Klimaoptimums, bewegen",  –  also schon aufgrund natürlicher "üblicher" Klima-Schwankungen können Minima erreicht werden, die unter dem heutigen Stand liegen. Nachhaltiger menschlicher Eingriffe in die Atmosphäre (CO2-Debatte) bedarf es folglich gar nicht, um solche Veränderungen herbei zu führen. Die Natur führt es auch alleine vor, früher wie heute! Und ein Kipp-Punkt wurde offensichtlich auch früher nie erreicht, sonst hätten die Gletscher zwischenzeitlich nicht immer wieder wachsen können.
Zum gleichen Ergebnis kommen Wissenschaftler des Geo-Forschungs-Zentrums Potsdam[6]: "In der Römerzeit muss zumindest im Alpenraum ein wärmeres Klima als heute geherrscht haben, da der große Aletsch-Gletscher weiter zurückgezogen war".  Auch das ist plausibel, sonst wäre Hannibal nicht mit Troß und 37 Elefanten Anfang November 218 v.Chr. über die Alpen gekommen wie in einer ausführlichen meteorologisch-klimatologisch betonten Studie in den DMG-Mitteilungen[7]>belegt wird: "Es gibt aus dieser Zeit und auch in der Zeit danach vertrauenswürdige Berichte, wonach mehrere Alpenpässe ganzjährig passierbar waren"  –  und in Bezug auf die damaligen Gletscher-Minima a.a.O. noch deutlicher: "Wenn man berücksichtigt, daß der heutige Gletscherstand der Alpen immer noch ein Relikt der Gletscher-Vorstöße zwischen 1600 und 1850 ist, und die Gletscher vor dieser Zeit geringer waren, als selbst heute nach dem rund 140-jährigen Rückzug, so kann man annehmen, daß zu Hannibals Zeit die Alpen weniger vergletschert waren als heute…." !!! Genau so beeindruckend hinsichtlich der damaligen Warmzeit die Anmerkung a.a.O.: "Weder POLYBIOS noch LIVIOS erwähnen Schnee oder beeinträchtigende Wetter-Erscheinungen während des Aufstieges bis zur Passhöhe…" – immerhin Ende Oktober / Anfang November !
Und der Klima- und Solarforscher Horst Malberg[8] hat wiederholt darauf hingewiesen, daß die heutzutage schmelzenden Gletscher eine Folge mangelnden Umweltschutzes sind, und kaum vom Klimawandel beeinflusst werden:
"So ist das Abschmelzen hoch gelegener Gletscher eine Frage fehlenden Umweltschutzes in der Vergangenheit und nicht des Klimawandels. Eine Erwärmung von 1°C vermag physikalisch bei Gletschertemperaturen weit unter 0°C nichts zu bewirken. Ein mit Ruß und Staub verunreinigter Gletscher verliert dagegen sein natürliches Reflektionsvermögen und absorbiert verstärkt Sonnenlicht und damit Wärmestrahlung. Die Folge: Der Gletscher "schwitzt" in der Sonne, erschmilzt. Die im Schatten liegenden Gletscherregionen schmelzen hingegen nicht."

Längst widerlegt ist auch  d i e s e  PIK-Behauptung:

"Ein Schrumpfen der Gletscher in den Alpen hat Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Wasser in der Region", denn  –  österreichische Hydrologen[9] haben berechnet:
"Das Volumen aller österreichischen Gletscher hat sich seit 1960 von 19 auf 14 Kubik-Kilometer Wasservolumen verringert. Das entspricht etwa 2 Millimeter Niederschlag für ganz Österreich, eine vernachlässigbare Größe. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 1170 mm…. Die landläufige Meinung, wenn unsere Gletscher schmelzen, habe das wesentliche Auswirkungen auf den Wasser-Haushalt Österreichs, stimmt also so nicht.“
Diese Aussage ist ohne Weiteres auf Deutschland übertragbar, denn hier beträgt der mittlere Jahres-Niederschlag rund 800 mm[10], in der deutschen Alpen- und Voralpenregion zwischen 1000 und 2000 Millimeter. Daher wirken einige PIK-hypothetische Millimeter Minderung infolge von Gletscher-Schrumpfungen demgegenüber geradezu lächerlich.
Das PIK trägt in seiner Erklärung an keiner Stelle den zunehmenden wissenschaftlichen Zweifeln an Klima-Kipp-Punkt-Hypothesen Rechnung, sondern versteigert sich stattdessen in die kühne Behauptung:
„Wir zeigen hier nur eine Momentaufnahme des Wissensstands, aber sie ist in mancher Hinsicht schärfer als die zuvor gemachten“. Wie "scharf" diese PIK-Aussagen sind, zeigt ein weiterer Blick in die o.a. Publikation des MPI HH. Nämlich: Ein zentraler Punkt in der jüngsten PIK-Fabel sind die Eisschilde in Arktis und Antarktis. So lohnt es sich, dazu nochmals die Erklärung des MPI HH von Februar 2011 zu zitieren:
"Unerwarteterweise erholte sich jedoch in den Modellsimulationen die Eisbedeckung stets innerhalb von etwa drei Jahren, sodass dann wieder Bedingungen wie vor der künstlichen Eisschmelze herrschten. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass der Zustand des Meereises jederzeit eng an die vorherrschenden Klimabedingungen gebunden ist, was die Existenz eines Kipp-Punktes unwahrscheinlich macht."

Und schließlich das notorische PIK-Finale:

"Der entscheidende Punkt ist die hohe Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen im globalen Klima”, erklärt Levermann. „Diese stellt ein Risiko dar, dessen sich die Gesellschaft bewusst sein muss.“… "Risiko" gegenüber einem nicht existenten "mensch-gemachten" Klima-Problem ? Das übliche Welt-Rettungs-Evangelium, gleichermaßen ermüdend wie abstumpfend. Denn : Die Gesellschaft hat sich heute, morgen und für überschaubare Zeiten real existierender bedeutsamer Sorgen zu entledigen, wie brutaler Kriege, Staats-Bankrotte, Finanzkrisen …. ! 
Ü b r i g e n s :
EIKE hat schon früher verschiedentlich über die Kipp-Punkt-Spekulationen berichtet, jüngst hier[11].
Klaus-Eckart Puls, EIKE
Anlagen
in W O R D
h i e r unmittelbar unten (zum raus kopieren):
(1)  PIK-PM "mit Auszeichnunen von K.Puls"
(2)  PIK-PM Original
  

(1) PIK-PM , "mit Auszeichnung fett" von KEPuls

Von: Presse PIK [mailto:presse@pik-potsdam.de] 
Gesendet: Donnerstag, 23. Juni 2011 10:55?
An: ‚PIK Pressestelle‘?
Betreff: PIK-PM: Kipp-Elemente im Klimasystem: Forscher verfeinern ihre Einschätzung
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)??23.06.2011 ??
Kipp-Elemente im Klimasystem:
Forscher verfeinern ihre Einschätzung  ??
Das Eisschild der West-Antarktis ist ein mögliches Kipp-Element im Klimasystem, das teils bereits gekippt sein könnte. Wissenschaftler können nicht ausschließen, dass die Eismassen nahe der antarktischen Amundsen See bereits instabil zu werden beginnen. Dies ist eines der Ergebnisse einer jetzt in der Fachzeitschrift Climatic Change erschienenen neuen Einschätzung des gegenwärtigen Zustands von sechs potenziell instabilen Regionen im Klimasystem mit großen direkten Auswirkungen auf Europa. Die Wahrscheinlichkeit des Kippens dieser Elemente steigt im Allgemeinen mit dem Anstieg der globalen Mitteltemperatur, als Folge des von Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen.
„Wir zeigen hier nur eine Momentaufnahme des Wissensstands, aber sie ist in mancher Hinsicht schärfer als die zuvor gemachten“, sagt Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Zum ersten Mal hätten sich Experten für die verschiedenen möglichen Kipp-Elemente als Ko-Autoren zusammen getan, um gemeinsam einen Überblick zum Stand des Wissens über sogenannte klimatische Übergänge zu geben.
Derartige Einschätzungen, das legt der Begriff schon nahe, entwickeln sich ständig weiter, wie Levermann betont. Allerdings werden die betreffenden Systeme immer besser begriffen. „Diese Vorgänge zu verstehen ist von entscheidender Bedeutung als Grundlage  künftiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entscheidungen“, sagt Levermann. „Aus dem Blickwinkel der Risiko-Abschätzung  muss die Wissenschaft – natürlich immer unter Hinweis auf Unsicherheiten – Betroffene und Entscheider mit Informationen über Wahrscheinlichkeiten und mögliche Wirkungen von klimatischen Übergängen unterstützen. Einfach Abwarten ist keine Alternative.“
Solch ein teilweiser Abbruch des westantarktischen Inlandeises wäre zum Beispiel gleichbedeutend mit einem zusätzlichen Meeresspiegelanstieg von 1,5 Meter, wie frühere Forschung zeigt. Die meisten Deiche in Europa können um nicht mehr als einen Meter erhöht werden, so die Studie. Danach muss das Hinterland verändert werden. Selbst wenn der vollständige Zerfall des Eisschildes der Westantarktis hunderte von Jahren dauern würde, wären die Auswirkungen erheblich. Zusätzlich zum globalen Meeresspiegelanstieg durch das Schmelzwasser würde auch die Anziehungskraft in Richtung des Südpols verringert – wo die Masse schrumpft, wird auch die Gravitation weniger. Hierdurch könnte der Meeresspiegelanstieg in Europa sogar noch verstärkt werden. All dies fließt in die Schlussfolgerungen der Forscher mit ein.??Das arktische Meer-Eis und die Gebirgsgletscher der Alpen werden unter den in der Studie aufgelisteten Elementen als diejenigen eingeschätzt, die am empfindlichsten auf die Erderwärmung reagieren. Geht das arktische Meer-Eis zurück, so kann dies Auswirkungen auf das System von Hoch- und Tiefdruckgebieten in der Atomsphäre über dem Nordatlantik haben – und hiermit auch auf die vom Atlantik kommenden Stürme in Europa. Ein Schrumpfen der Gletscher in den Alpen hat Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Wasser in der Region, weil sich je nach Jahreszeit der Abfluss von Schmelzwasser in die Flüsse verändert. Mit einer Erwärmung von zwei Grad Celsius würden von den Gletschern nur kleine Reste bleiben. Ob es bei diesen zwei Kipp-Elementen eine Selbstverstärkung der Effekte gibt, ist unsicher. So könnte sich etwa der Rückgang beim arktischen Meer-Eis wieder umkehren, wenn die globale Mitteltemperatur sinkt – auch wenn ein solches Szenario nicht sehr wahrscheinlich ist.??
Das Risiko, bei der Abnahme der Ozonschicht über der Arktis einen Kipp-Punkt zu erreichen, werde unbedeutend, wenn die Menge von Chlor in der Stratosphäre unter das Niveau von 1980 sinkt, so die Einschätzung der Experten. Dies werde voraussichtlich 2060 der Fall sein.
Hohe Unsicherheit gibt es bei der großen Umwälzströmung im Atlantik, der sogenannten thermohalinen Zirkulation. Ihr möglicher Zusammenbruch könnte durch den Zustrom von Süßwasser geschehen, der seine Ursache im Schmelzen der Eisdecke auf Grönland und in veränderten Niederschlagsmustern hat. Die Unsicherheit in der zukünftigen Veränderung dieser Größen spiegelt sich in einer starken Unsicherheit über das Kippen der Ozeanströmung. Entsprechend bleibt, im Gegensatz zu den anderen Kippelementen, die Unsicherheit auch bei starker Erwärmung hoch. ??
Andere Kipp-Elemente wie die Gletscher des Himalaya, der indische Monsun oder das Tauen der sibirischen Permafrostböden werden in der Studie nicht im Detail untersucht, da sie keine direkten Auswirkungen auf Europa haben, so die Autoren.
Allerdings sind indirekte Auswirkungen durchaus wahrscheinlich.??Der Begriff ‚Kipp-Elemente’ ist dadurch definiert, dass hier kleine äußere Störungen eine starke Reaktion auslösen. Dies könnte bei manchen so missverstanden werden, dass die Veränderung dieser Elemente immer selbstverstärkend und unumkehrbar sei. Zwar gehören zu den meisten Kipp-Elementen solche dynamischen Prozesse mit Selbstverstärkung, aber nicht zu allen. „Der entscheidende Punkt ist die hohe Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen im globalen Klima”, erklärt Levermann. „Diese stellt ein Risiko dar, dessen sich die Gesellschaft bewusst sein muss.“
?Artikel: Levermann, A., Bamber, J., Drijfhout, S., Ganopolski, A., Haeberli, W., Harris, N., Huss, M., Krüger, K., Lenton, T., Lindsay, R., Notz, D., Wadhams. P., Weber, S.: Potential climatic transitions with profound impact on Europe, Review of the current state of six ‘tipping elements of the climate system’. Climatic Change (2011) [DOI 10.1007/s10584-011-0126-5]?Weblink zum Artikel???
Weitere Informationen??Lenton, Timothy: Early warning of climate tipping points. Nature Climate Change (2011) [DOI: 10.1038/nclimate1143]?Weblink zum Artikel??E. Kriegler. J. Hall, H. Held, R. Dawson, H.-J. Schellnhuber (2009) Imprecise probability assessment of tipping points in the climate system. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS), 106(13): 5041-5046??T. Lenton, H. Held, E. Kriegler, J.W. Hall, H. Held, R. Dawson, H.-J. Schellnhuber (2008) Tipping element’s in the earth’s climate system. Proceedings of the National Academy of Sciences USA, 105: 1786-1793.???–
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ?Tel: +49 331 288 25 07 ?Fax: +49 331 288 25 70 ?E-Mail: presse@pik-potsdam.de
(2) PIK-PM Original hier abrufbar


[1] Presse-Mitt. PIK, 23.06.2011, Kipp-Elemente im Klimasystem; h i e r: Original verlinken

[2] …was bis heute eine unbewiesene Hypothese ist !

[3] Max-Planck-Inst. f. Meteorologie, HH,  Erklärung v. 04.02.11, http://www.mpimet.mpg.de/aktuelles/single-news/article/hoffnung-fuer-arktisches-meereis.html

[4] vgl. gelbe Markierungen in der Anlage

[5] http://www.pisch.at/ernst/wissen/Dorfbuch/node164.html

[6] J. Negendank, GFZ Potsdam, Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven, in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38

[7] H.v.Rudloff, Hannibals Alpenüberquerung, Mitt. DMG 3/1992, S. 9-20

[8] H. Malberg, Langfristiger Klimawandel, Beitr. Berliner Wetterkarte, SO 29/09, 15.09.2009

[9] J. Fürst und P. Nachtnebel in: "Planet Austria“, Kurier, Wien, Sonderausg. Mai 2009, S.5

[10] Quelle: DWD

[11] http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/klima-kipp-punke-spekulationen-am-ende/