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IPCC und RCP 8.5 „Szenarien, aus dem Alpträume gemacht werden“

Bild rechts: Quelle

In den meisten, wenn nicht sogar in allen AGW-Katastrophe-Studien wird das RCP 8.5-Szenario (oder ein Äquivalent) als das „Business-as-Usual-Szenario“ bemüht. Ein Beispiel aus jüngerer Zeit steht hier. In der begutachteten Studie heißt es: „Die Antarktis hat das Potential, mehr als einen Meter zum Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 beizutragen“. Journalisten übersetzten dies zu „Es wird erwartet, dass die Antarktischen Eisschilde den Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 auf zwei Meter verdoppeln werden, falls die Kohlenstoff-Emissionen nicht reduziert werden“.

Der Unterschied zwischen „hat das Potential“ und „es wird erwartet“ ist größer als eine ganze Welt, vor allem, wenn das „Potential“ auf einem absolut unsinnigen Szenario beruht.

Das Zeug, aus dem Alpträume entstehen

Dr. Judith Curry hat auf ihrem Climate Etc. Blog sehr nachdenkliche Überlegungen angestellt über „RCP 8.5, das Zeug, aus dem Alpträume gemacht werden“:

Eine Einführung zu Szenarien bezüglich unserer Zukunft

Im AR 5 werden Szenarien zukünftiger Emissionen, Konzentrationen und Landverbrauch mit vier Representative Concentration Pathways (RCPs) beschrieben. Sie enden mit Niveaus des Strahlungsantriebs von 2,6; 4,5; 6,0 und 8,5 W/m² bis zum Jahr 2100. Tief greifende politische Maßnahmen zur Abschwächung führen zu einem niedrigen Antriebsniveau (RCP 2.6) Zwei mittlere Stabilisierungs-Szenarien führen zu dazwischen liegenden Ergebnissen: (RCP4.5, RCP6.0).

RCP 8,5 wird die größte Aufmerksamkeit zuteil. Es geht vom stärksten Bevölkerungswachstum (eine Verdoppelung der Erdbevölkerung auf 12 Milliarden), von der niedrigsten Rate technologischer Entwicklung, geringem BIP-Wachstum, einer massiven Zunahme der Armut in der Welt plus hohem Energieverbrauch und Emissionen aus. Mehr zu den RCPs steht hier: „The representative concentration pathways: an overview” by Detlef P. van Vuuren et al, Climatic Change, Nov 2011.

RCP 8.5 geht von einer alptraumhaften Welt aus, sogar noch vor Klimaauswirkungen, die sich aus substantiellen Änderungen schon lange bestehender Trends ergeben. Es rüstet den AR 5 mit einem essentiellen Worst-Case-Szenario aus, welches für die konservative Planung erforderlich ist.

Unglücklicherweise bezeichnen Wissenschaftler RCP 8.5 ungenau als das Grundlagen-Szenario – eine Zukunft ohne politische Maßnahmen: „Ein relativ konservativer ,Business-as-Usual-Fall‘ mit niedrigem Einkommen, hoher Bevölkerungszahl und hoher Energienachfrage infolge lediglich geringer Verbesserungen der Energiedichte“ aus RCP 8.5: A scenario of comparatively high greenhouse gas emissions” by Keywan Riahi et al in Climate Change, November 2011. Dies ist eine erhebliche Falschinterpretation von RCP 8.5, um schreckliche Zukunftsvisionen (hier) zu konstruieren. Nur selten wird erwähnt, wie unrealistisch die darin aufgestellten Hypothesen sind.

„Wissenschaftler zogen dann RCP 8.5 heran, um schreckliche Zukunftsvisionen zu konstruieren“. Warum sollten „Wissenschaftler“ sich überzeugt davon fühlen, „schreckliche Zukunftsvisionen zu konstruieren“? Warum außerdem sollten sie so oft diese „schrecklichen Zukunftsvisionen“ als Grundlinie beschreiben, die bei „Business-as-Usual“-Szenarien erwartet werden?

Test von RCP 8.5

Einer der Kommentatoren meines früheren Beitrages war so freundlich, mich zu der RCP-Databasis zu führen. Unter Verwendung der RCP-Daten und des Statistical Review of World Energy 2015 von BP werde ich zeigen, wie absurd RCP 8.5 daherkommt in einem besseren Vergleich von „Äpfeln mit Äpfeln“ als in meinem Beitrag zuvor. Ich werde die Kohlenstoff-Emissionen und die atmosphärischen CO2-Konzentrationen aus RCP 4.5, 6.0 und 8.5 mit den Daten aus der realen Welt vergleichen.

Zunächst zu meinem Beitrag zuvor:

Mittels BP’s Statistical Review of World Energy 2015 konstruierte ich ein „Modell“.

Abbildung 1: Cross-Plots des kumulativen Verbrauchs fossiler Treibstoffe MTOE im Vergleich zum atmosphärischen CO2-Gehalt in ppm, wie er gemessen wurde am Mauna Loa Observatorium MLO (oben) und des jährlichen Verbrauchs fossiler Treibstoffe in Abhängigkeit von der Zeit.

In diesem „Modell“ werden zwei Gleichungen abgeleitet:

1. CO2 (ppm) = 0.0002*(MTOE) + 320.87 (R² = 0.9986)

2. MTOE = 142.16*(Year) – 275,639 (R² = 0.9698)

Anmerkung: MTOE = Millionen Tonnen Öl-Äquivalent

Anmerkung für Erbsenzähler: Ja, ich weiß, die Graphiken oben und unten sowie die Gleichungen 1 und 2 sollten in umgekehrter Reihenfolge gelistet sein.

Diese zwei Gleichungen ermöglichen es mir, den Verbrauch fossiler Treibstoffe und den atmosphärischen CO2-Gehalt in ferne Zukunft zu projizieren. Unter der Annahme, dass die Mischung aus Rohöl, Erdgas und Kohle weiterhin in einem konstanten Verhältnis zueinander stehen (nämlich dem wie im Zeitraum 2005 bis 2014), komme ich auf eine atmosphärische CO2-Konzentration von 683 ppm im Jahre 2100. Das ist etwa halb so viel wie bei RCP 8.5 (Venus) und vergleichbar mit RCP 4,5 (nicht katastrophal).

Abbildung 2: GIGO is as GIGO does.

Um die Realität noch besser abzubilden, habe ich mir noch genauer das Verhältnis zwischen Rohöl, Erdgas und Kohle im Gemisch fossiler Treibstoffe angeschaut. Dabei habe ich bemerkt, dass Erdgas und Rohöl sehr robuste Trends aufweisen…

Abbildung 3: Erdgas ersetzt graduell das Öl als den obersten fossilen Treibstoff… Großer Dank an George Mitchell!

Eine Kombination meines früheren Verfahrens der Projektion des Gesamtverbrauchs fossiler Treibstoffe und deren Trends in Abbildung 3 ergab Folgendes…:

Abbildung 4: Die Rückkehr von Peak Oil.

Kein Zweifel, irgendwann um das Jahr 2060 werden die Anhänger von Peak Oil dessen Rückkehr willkommen heißen.

Mittels der Zahlen von BP zu Kohlendioxid-Emissionen:

Öl – 73,300 kg CO2 per TJ (3.07 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)
Erdgas – 56,100 kg CO2 per TJ (2.35 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)
Kohle – 94,600 kg CO2 per TJ (3.96 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)

Ich habe Szenarien bzgl. Kohlenstoff-Emissionen für zwei Fälle gebildet:

1. Konstantes Verhältnis zwischen Öl, Gas und Kohle basierend auf den Mittelwerten von 2005 bis 2014 (links)

2. Abnehmender Öl- und zunehmender Gasverbrauch sowie relativ stabiler Kohleverbrauch, basierend auf den in Abbildung 3 gezeigten Trends.

Abbildung 5: RCP 8.5 kann schon „Business-as-Usual“ sein … auf der Venus! Der Graph links hat ein konstantes Verhältnis von Öl, Gas und Kohle zur Grundlage. Bei dem Graphen rechts wird Öl durch Gas ersetzt.

Auf der Grundlage eines „Business-as-Usual“-Szenarios in der realen Welt, wobei Erdgas das Öl mit dem gegenwärtigen Tempo ersetzt und ohne Kohlenstoff-Steuer, komme ich auf einen CO2-Gehalt, der auf der Linie des RCP 6.0-Szenarios liegt, also „einem Abschwächungs-Szenario, das heißt es enthält explizite Schritte bzgl. des Kampfes gegen Treibhausgasemissionen (in diesem Falle mittels einer Kohlenstoff-Steuer)“ (hier).

Abbildung 6. QED

Dann zog ich mein „Business-as-Usual“-Szenario der realen Welt heran bei der Abschätzung der Konzentration und wandte darauf drei vernünftige Klimasensitivitäten an: 0,5; 1,5 und 2,5°C pro Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre mit einem Anfangswert von 280 ppmv (TCR 0.5, TCR 1.5 and TCR 2.5). HadCRUT4 mit Referenz zu 1850 bis 1879 folgt eindeutig sehr eng TCR 1,5…

Abbildung 7: Ein Szenario „Business-as-Usual“ aus der realen Welt (diese Welt, nicht Venus!) würde kaum das bis zum Jahr 2100 angedrohte 2°C-Limit sprengen … Geht man davon aus, dass die gesamte Erwärmung seit 1850 Treibhausgas-Antrieben geschuldet ist … was nicht der Fall ist.

Da allgemein angenommen wird, dass zumindest die Hälfte der Erwärmung seit 1850 natürlichen Ursprungs ist, müsste die tatsächliche Klimasensitivität deutlich niedriger sein als 1,5°C pro Verdoppelung. Darum sollte RCP 8.5 niemals als „Business-as-Usual“, „es wird erwartet“ oder „als Grundlinien-Fall“ beschrieben werden. Da deren Hypothesen hirnverbrannt unrealistisch sind, sollte es überhaupt in keiner seriösen Veröffentlichung auftauchen. Es ist einfach schlechte Science Fiction.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/04/06/rcp-8-5-part-deux-the-stuff-nightmares-are-made-from/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Auch das noch: Die Eiszeit ist wegen globaler Erwärmung vertagt

Die für den Beginn einer neuen Eiszeit notwendigen Voraussetzungen wurden knapp am Anfang der industriellen Revolution in den 1800er Jahren verpasst, beschrieben Forscher des PIK am Mittwoch [13.Jan.2016] in der Zeitschrift Nature. Seit damals haben steigende Emissionen durch Hitze-erzeugtes CO2 aus der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas die Ausbreitung der weltweiten Eismassen sogar noch weniger wahrscheinlich gemacht, sagten sie.
„Diese Studie bestätigt, was wir seit einiger Zeit vermutet haben, dass das Kohlendioxid welches die Menschen der Atmosphäre hinzugefügt haben, das Klima des Planeten für Dutzende bis Hunderte von Tausenden von Jahren ändern wird und es wird die nächste Eiszeit aufheben“, sagte Andrew Watson, Professor für Geowissenschaften an der Universität von Exeter im Südwesten Englands, die nicht an der Forschung beteiligt waren. „Der Mensch kann nun das Klima des Planeten effektiv steuern.“ […]
„Allerdings zeigt unsere Studie auch, dass relativ moderate, zusätzliche anthropogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas bereits ausreichend sind, um die nächste Eiszeit für weitere 50.000 Jahre zu verschieben, so dass die nächste wahrscheinlich nicht vor 100.000 Jahre beginnen wird“ sagte er.
„Die Quintessenz ist, dass wir im Grunde eine ganze Eiszeit überspringen, was beispiellos ist.“ […]
Bericht auf Bloomberg

Mit fehlen die Worte. Ich mache mir nicht einmal die Mühe, darauf hinzuweisen, dass wir in einer Eiszeit leben, die im Oligozän begann …

Grafik 1
Känozoikum, globale Durchschnittstemperatur (älter ist auf der rechten Seite). [Känozoikum   – Periode zwischen Tertiär und Jetztzeit]
Ich will mir auch nicht die Mühe machen, darauf hin zu weisen, dass die aktuelle atmosphärische Konzentration von Kohlendioxid nicht einmal das Grundrauschen im Känozoikum übersteigt…

Grafik 2: CO2 im Känozoikum (älter ist links]
Mit “Ice age” meint der Autor sicherlich „Kaltzeit“ … Das Klima ist kaum wärmer als in der kältesten Periode der aktuellen Warmphase …

Grafik 3: Der Tiefpunkt der Kleinen Eiszeit war die vielleicht kälteste Periode seit dem Ende des Pleistozäns (älter ist links).

Grafik 4: Das „Anthropozän“ ist nicht viel wärmer als die Kleine Eiszeit (älter ist links).
Abstrakt vom Originalartikel in Nature
http://www.nature.com/nature/journal/v529/n7585/full/nature16494.html

Bildausschnitt der Schlagzeile

Das in der Vergangenheit rasante Wachstum der kontinentalen Eisschilde der nördlichen Hemisphäre, die warme und stabile Klima Perioden beendeten, wird in der Regel reduzierter Sommersonneneinstrahlung in borealen Breiten 1, 2, 3 zugeschrieben. Doch diese Einstrahlung der Sommersonnen nahe am derzeitigen Minimum4, und es gibt keine Anzeichen für eine neue Eiszeit5. [Fußnoten-Nummern vom Original; können hier nicht „hochgestellt“ werden; A.D.]
Diese fördert unsere Kenntnisse der Mechanismen, die die Eiszeitzyklen antreiben und unsere Fähigkeit, den Beginn der nächsten Gletscher vorherzusagen6.

[Boreale Zone, Vegetationszone auf der nördlichen Erdhalbkugel, etwa zwischen 50. und 70. Breitengrad;
Boreales Klima, kaltgemäßigte Klimazone, weitgehend der borealen Vegetationszone entsprechend; Quelle Wiki]

Wir schlagen hier eine kritische funktionale Beziehung zwischen der borealen Sommer Sonneneinstrahlung und der globalen Kohlendioxid (CO2) -Konzentration vor, was den Beginn der letzten acht Gletscherzyklen erklärt und vielleicht die zukünftigen Perioden des Beginns einer Eiszeit vorhersagt. Mit Hilfe eines Ensembles von Simulationen mit einem Erdsystemmodell mittlerer Komplexität, abhängig von paläoklimatischen Daten, erkennen wir, dass der Beginn einer Eiszeit knapp vor dem Beginn der industriellen Revolution verpasst wurde. Der verpasste Beginn kann durch die kombinierte Wirkung der relativ hohen späten Holozän CO2-Konzentration und der geringen Exzentrizität der Erde7 erklärt werden.
Darüber hinaus erklärt unsere Analyse, dass auch in Abwesenheit der menschlichen Störungen keine wesentliche Bildung von Eisschichten innerhalb der nächsten mehreren tausend Jahren auftreten wird und dass die derzeitige Zwischeneiszeit wahrscheinlich für weitere 50.000 Jahre andauert. Mäßige anthropogene kumulative CO2-Emissionen von 1000 bis 1500 Gigatonnen Kohlenstoff werden den Beginn der nächsten Eiszeit um mindestens 100.000 Jahre8, 9 verschieben.
Unsere Simulationen zeigen, dass unter natürlichen Bedingungen alleine das System Erde in der vorliegenden fein ausbalancierten Klimazustand Zwischeneiszeit bleiben würde, sowohl ohne große Vereisung der nördlichen Hemisphäre als auch ihr komplettes Abschmelzen, für eine ungewöhnlich lange Zeit.

Im Wesentlichen haben sie ein Modell entwickelt, das Sonneneinstrahlung in Bezug zu atmosphärischen CO2 setzt. Wenn ich richtig gelesen habe, behaupten sie, dass die Sonneneinstrahlung Änderungen des atmosphärischen CO2 antreibt, was dann die Eiszeit-Zwischeneiszeit Stufen antreibt.
Dann machen sie weiter um zu sagen „… dass unter natürlichen Bedingungen alleine das System Erde in der vorliegenden fein ausbalancierten Klimazustand Zwischeneiszeit bleiben würde, sowohl ohne große Vereisung der nördlichen Hemisphäre als auch ihr komplettes Abschmelzen, für eine ungewöhnlich lange Zeit.“
Damit ist es eigentlich „schlimmer als wir dachten“ … die Erde ist natürlich zart zwischen einer späten Pleistozän Kaltzeit und dem Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum ausbalanciert. Also, egal was wir tun, George Carlin hat recht …
[Hinweis zum Video siehe unten]

Screenshot vom Video: Ich bin diese selbstgerechten Umweltschützer leid

Video siehe weiter unten

Erschienen auf WUWT 13. Januar 2016
Übersetzt durch Andreas Demmig
http://wattsupwiththat.com/2016/01/13/this-just-in-ice-age-postponed-due-to-global-warming/
Hinweis:
Im Original ist ein YouTube Video verlinkt. https://www.youtube.com/watch?v=7W33HRc1A6c

Hier das Video
Es ist Comedy vom feinsten, es genügend m.e. schon geringe englische Kenntnisse um George Calin zu folgen. In den Einstellungen (Sternchen, neben dem YouTube Schriftzug) kann man automatische generierte Untertitel einblenden, in Englisch, stimmt nicht hundertprozentig, ist aber eine große Hilfe.

So einen Auftritt wünsche ich mir bei uns auch einmal.

„… die Erde gibt es bereits seit 4,5 Milliarden Jahren und hat viele schlimmere Katastrophen als den Menschen überstanden: Erdbeben, Vulkanausbrüche, Verschiebung der Kontinentalplatten, Wechsel der Magnetischen Pole, Meteoriteneinschläge … und Industrie haben wir seit 200 Jahren.“

Bloomberg ist ein Vertreter der AGW Thesen
http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-01-13/the-good-news-on-global-warming-we-ve-delayed-the-next-ice-age
Die Bloomberg carbon Uhr ist natürlich schon weiter:
http://www.bloomberg.com/graphics/carbon-clock/
Gegenüber den Meßstationen weltweit
http://www.ndsc.ncep.noaa.gov/sites/
hier CO2 aktuell:
http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/monthly.html




Die Wahrheit über globale Temperaturdaten“ … nun, nicht *sorgfältig* genug gefingert.

Bild rechts: entliehen von hier.
Es gibt da nur ein gewaltiges Problem…

„In den USA führten ein paar systematische Änderungen bei Wetterstationen zu einem Abkühlungs-Bias – am stärksten bei der Zeit der Beobachtung, korrigiert durch die blaue Linie. – Zeke Hausfather/Berkeley Earth“ … Ich habe den Kasten mit der natürlichen Variabilität und Erläuterungen hinzugefügt. Die gesamte anomale Erwärmung seit 1960 ist das Ergebnis der Adjustierungen.
Ohne diese Adjustierungen und Homogenisierungen wären die Temperaturen in den USA nach 1960 nicht unterscheidbar von den Temperaturen zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
Ich sage nicht, dass ich weiß, ob die Adjustierungen falsch sind; allerdings läuten bei mir immer die Alarmglocken, wenn ich sehe, dass eine Anomalie ausschließlich auf Daten-Adjustierungen zurückgeht. In meinem Arbeitsgebiet, nämlich der Öl- und Gaserkundung, müssen wir oftmals seismische Messungen homogenisieren, die mit unterschiedlichen Parametern und Verfahren durchgeführt wurden. Dies galt besonders während der „guten alten Zeit“, bevor 3D zur Norm wurde. Die Korrekturen konnten oft substantiell sein. … [Weiter im Original: „However, if someone came to me with a prospect and the height of the structural closure wasn’t substantially larger than the mistie corrections used to “close the loop,” I would pass on that prospect.“ Hier bekomme ich keine sinnvolle Übersetzung hin. Anm. d.Übers.]
Nur mal so habe ich die Satellitendaten-Zeitreihen von UAH und RSS über die Hausfather-Graphik gelegt…

US-Rohdaten,Time of Obseravtion Bias (TOB)-adjustierte und homogenisierte Temperaturen im Vergleich mit den globalen Satelliten-Temperaturen UAH und RSS. Äpfel und Birnen? Vielleicht…aber trotzdem sehr erhellend.
Ich glaube zu erkennen, warum der so genannte Konsens in letzter Zeit so besessen beschworen worden ist mit der Zerstörung der Glaubwürdigkeit der Satellitendaten.

Addendum

Im Lichte einiger Kommentare, besonders von Zeke Hausfather, habe ich die Zeitreihe der UAH v5.6 “USA48”-Temperaturanomalie heruntergeladen und sie in Zekes Graphik der US-Rohdaten, der TOB-adjustierten und vollständig homogenisierten Temperaturen eingefügt. Ich habe die UAH-Zeitreihe um 0,6°C nach oben verschoben, um den unterschiedlichen Referenz-Zeiträumen Rechnung zu tragen. …

Ferner habe ich ein zentriertes 61-Monate-Mittel für ein 5-jähriges gleitendes Mittel verwendet. Da es offensichtlich eine Zeitverschiebung gegeben hatte, verschob ich die UAH-Daten oben auch um einige Monate, um sie passend zu den Spitzen und Tälern zu machen. …

Die UAH USA48-Daten gehen kaum über die Variabilität vor 1960 hinaus und liegen dicht bei den TOB-adjustierten Temperaturen, jedoch deutlich unterhalb der voll homogenisierten Temperaturen.
Link: http://wattsupwiththat.com/2016/01/21/thorough-not-thoroughly-fabricated-the-truth-about-global-temperature-data-well-not-thoroughly-fabricated/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Umfrage: 73% der Amerikaner weisen den sog. Klima-Konsens zurück…

Auf dem Blog The Hill findet man:
Umfrage: 70 Prozent glauben an den Klimawandel
Timothy Cama
Einer neuen Studie zufolge glauben 70% aller Amerikaner, dass sich das Klima ändert.
Die am Dienstag von der Monmouth University veröffentlichte Umfrage fand eine stark geteilte Meinung hinsichtlich der meisten Themen rund um den Klimawandel, einschließlich der Frage, ob er überhaupt stattfindet, wie ernst er ist und was man dazu tun müsste.
Die Forschungen, durchgeführt, bevor fast 200 Nationen im Dezember für einen internationalen Klimavertrag stimmten, fand heraus, dass Demokraten (63 Prozent) sehr viel wahrscheinlicher als Republikaner (18 Prozent) den Klimawandel als ein sehr ernstes Thema ansehen.
Die Umfrage liefert einen weiteren Baustein der Unterstützung für internationale Maßnahmen und Präsident Obama beim Kampf gegen den Klimawandel. Obamas wesentliche Klimapolitik, umstrittene neue Grenzwerte für Kohlenstoffemissionen von Kraftwerken, wird dieses Jahr seinen Weg vor die Gerichte finden.
Aber die Unterstützung ist kompliziert. Die Fragesteller fanden, dass nur 27 Prozent aller Antwortenden mit dem überwältigen wissenschaftlichen Konsens übereinstimmen, dem zufolge menschliche Aktivitäten der Hauptgrund für Klimawandel sind.

[…]

http://thehill.com/policy/energy-environment/264767-poll-70-percent-believe-in-climate-change?ref=yfp

Mann! 70% der Amerikaner glauben an den Klimawandel!!! Das ist genauso erstaunlich wie wenn man sagt, dass sie an Wetter glauben.
Die wirkliche Story ist diese hier:
Die Fragesteller fanden, dass nur 27% aller Antwortenden mit dem überwältigend marginalen wissenschaftlichen Konsens übereinstimmen, dass menschliche Aktivitäten der Hauptgrund für Klimawandel sind“.

Monmouth University Poll
100% – 27% = 73%
Ergo: 73% aller Amerikaner weisen den 57%-Konsens zurück. 
Bild oben rechts: Das von der Monmouth University auf Grundlage der Umfrage erstellte Kreisdiagramm.
Link: http://wattsupwiththat.com/2016/01/06/poll-73-of-americans-reject-agw-but-you-wouldnt-know-it-from-the-headline/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Zur kürzlichen NASA-Behauptung bzgl. des Meeresspiegels: „Wissenschaft ist nicht zerschlagen“ (außer wenn das doch der Fall ist)

Von Thirty Eight Science…

THE SCIENTIFIC METHOD 7:00 AM AUG 19, 2015

Die Wissenschaft ist nicht zerstört. Sie ist nur viel, viel schwerer als wir denken.

CHRISTIE ASCHWANDEN

Falls man den Schlagzeilen glaubt, könnte ihr Vertrauen in die Wissenschaft in letzter Zeit erschüttert worden sein.

Begutachtung? Mehr eine Selbst-Begutachtung. Eine Untersuchung im November enthüllte einen Betrug, bei dem Forscher ihre eigenen Arbeiten absegnen (hier) und die Begutachtung von fünf hochrangigen Verlagen umgehen.

Wissenschaftliche Journale? Nicht wirklich ein Abbild von Legitimität angesichts des Umstandes, dass das International Journal of Advanced Computer Technology kürzlich eine Studie zur Veröffentlichung akzeptierte mit dem Titel [übersetzt] „Entfernen Sie mich von Ihrer (Fracking-)Liste“ (hier), dessen Text aus nichts weiter als diesen sieben Worten bestand, die wieder und immer wieder wiederholt wurden – auf 10 Seiten. Zwei weitere Journale gestatteten es einem Ingenieur, der sich als Maggie Simpson und Edna Krabappel darstellte, eine Studie zu veröffentlichen mit dem Titel „Fuzzy, Homogeneous Configurations“.

http://fivethirtyeight.com/features/science-isnt-broken/

Revolutionäre Ergebnisse? Möglicherweise fabriziert. Im Mai haben ein paar Studenten der University of California in Berkeley Unregelmäßigkeiten entdeckt in der einflussreichen Studie von Michael LaCour, die angeblich zeigt, dass eine persönliche Unterhaltung mit einem Schwulen die Meinung der Leute bzgl. gleichgeschlechtliche Ehe ändern könnte. Das Journal ,Science‘ zog die Studie kurze Zeit später zurück, nachdem der Ko-Autor von LaCour keine Aufzeichnungen der Daten finden konnte.

Nimmt man alles zusammen, könnten Schlagzeilen wie diese zeigen, dass Wissenschaft ein Unterfangen im grauen Bereich ist, die einen Haufen frisierten Mist von sich gebe… (hier)

Während es im Begutachtungsprozess viele Probleme gibt und eine wahre Explosion der Anzahl von Journalen, die bereitwillig abject bullschist* veröffentlichen, glaube ich, dass das größere und ernstere Problem der Zerstörung der Wissenschaft, so wie es der Öffentlichkeit vorkommen muss, der Wissenschaftsjournalismus und Presseerklärungen sind. Die meisten Menschen lesen die Abstracts der Studien nicht, geschweige denn die Studien selber.

[*So aus dem Original übernommen! Anm. d. Übers.]

http://www.reuters.com/article/2015/08/26/us-environment-sealevel-nasa-idUSKCN0QV2B020150826

Ein Beispiel:

Green Business | Wed Aug 26, 2015 4:10pm EDT Related: ENVIRONMENT
Global sea levels climbed 3 inches [~8 cm] since 1992, NASA research shows
CAPE CANAVERAL, FL. | BY IRENE KLOTZ

Der Meeresspiegel ist weltweit im Mittel um fast 8 cm seit dem Jahr 1992 gestiegen, und zwar als Folge des sich erwärmenden Wassers und schmelzenden Eises. Dies sagten NASA-Wissenschaftler vor ein paar Tagen.

Im Jahre 2013 prophezeite ein Gremium bei den UN einen Anstieg des Meeresspiegels um 30 bis 90 cm bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Die neue Forschung zeigt, dass der Meeresspiegelanstieg höchstwahrscheinlich am oberen Ende dieser Bandbreite liegen wird. Das sagte der Geophysiker an der University of Colorado Steve Nerem.

Der Meeresspiegel steigt schneller als vor 50 Jahren, und „höchstwahrscheinlich wird es in der Zukunft noch schlimmer werden“, sagte Nerem. (hier)

First, the unbroken science…

Und hier folgt die Original-Pressemitteilung der NASA sowie die damit einher gehende dramatische Graphik (hier; siehe Bild oben rechts!)

Und das Zitat aus dieser Presseerklärung, an das sich die Medien so klammern, lautet:

Angesichts dessen, was wir über die Ausdehnung der Ozeane wissen bzgl. dessen Erwärmung und dem Hinzufügen von Schmelzwasser aus abschmelzenden Gletschern und Eisschilden, ist es ziemlich sicher, dass wir einen Anstieg des Meeresspiegels um mindestens 3 Fuß [ca. 90 cm] und vielleicht noch mehr erwarten können“, sagte Steve Nerem von der University of Colorado und Leiter des Teams zur Meeresspiegeländerung. „Aber wir wissen nicht, ob es innerhalb eines Jahrhunderts passiert oder deutlich länger dauert“.

Hier zunächst die nicht zerstörte Wissenschaft…

Nerem, R. S., D. Chambers, C. Choe, and G. T. Mitchum. “Estimating Mean Sea Level Change from the TOPEX and Jason Altimeter Missions.” Marine Geodesy 33, no. 1 supp 1 (2010): 435.

Die Wissenschaft von Dr. Nerem stützt in der Tat ca. 90 cm Anstieg des Meeresspiegels seit 1992.

Und jetzt zur zerstörten Wissenschaft…

Im Jahre 2013 prophezeite ein Gremium bei den UN einen Anstieg des Meeresspiegels um 30 bis 90 cm bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Die neue Forschung zeigt, dass der Meeresspiegelanstieg höchstwahrscheinlich am oberen Ende dieser Bandbreite liegen wird. Das sagte der Geophysiker an der University of Colorado Steve Nerem.

Der Meeresspiegel steigt schneller als vor 50 Jahren, und „höchstwahrscheinlich wird es in der Zukunft noch schlimmer werden“, sagte Nerem.

Der Meeresspiegel ist mit einer Rate von 3 mm pro Jahr gestiegen, seit die JASON/TOPEX-Mission gestartet worden ist.

Das IPCC sagt, dass der Meeresspiegel bis zum Ende dieses Jahrhunderts um 300 bis 900 mm steigen wird. Dr. Nerem sagt, dass diese Arbeit zeigt, dass der Anstieg des Meeresspiegels am oberen Rand dieser Bandbreite liegen wird. Da wir uns derzeit seit 15 Jahren im neuen Jahrhundert befinden und ein Anstieg des Meeresspiegels um etwa 45 mm zu Buche geschlagen hat, müsste der Meeresspiegel während der nächsten 85 Jahre um 855 mm steigen, um den oberen Rand zu erreichen. Das sind 10 mm pro Jahr. Dies brachte den Meeresspiegel dazu, um rund 10 mm pro Jahr zu steigen seit etwa 10.000 Jahren…

Die Animation* zeigt das Ende der Pleistozän-Vereisung [*Falls die Animation hier nicht zu sehen ist, klicke man auf das Bild bzw. auf den Link zum Original und schaue dort. Anm. d. Übers.]

Der gesamte Anstieg des Meeresspiegels seit dem Jahr 1700 ist auf der rechten Seite der Graphik eingekreist.

Die einzige Möglichkeit, dass der Anstieg des Meeresspiegel das obere Ende der IPCC-Bandbreite erreichen kann, wäre eine exponentielle Beschleunigung…

Die Anstiegs-Rate während der Jahre 2081 bis 2100 müsste im Mittel bei 20 mm pro Jahr liegen, das ist zweimal so viel wie nach dem Abtauen der Pleistozän-Vereisung. Dies ist nur in schlechten Science-Fiction-Filmen möglich.

Zerstörte Wissenschaft, zweiter Teil…

Der Meeresspiegel steigt schneller als vor 50 Jahren…

So, so, schneller als vor 50 Jahren. Allerdings erfolgt der Anstieg mit der gleichen Rate wie vor 80, 70, 60 Jahren…

Es ist nichts Anomales an einem Meeresspiegel, der innerhalb von 23 Jahren um fast 8 cm steigt. Auch ein Anstieg von 3 mm pro Jahr während eines multidekadischen Zeitraumes ist nicht ungewöhnlich. Es gibt einfach keine Anomalie, die man erklären müsste. Die Behauptung, dass der Anstieg um fast 8 cm im Zeitraum 19912 bis 2015 auf einer Linie liegt mit einem Anstieg um rund 90 cm im 21. Jahrhundert ist eklatant falsch und leicht zu widerlegen. Die zutreffende Behauptung, dass der Meeresspiegel derzeit schneller steigt als vor 50 Jahren ist Cherry-Picking der höchsten Größenordnung. Die Warnung, dass es „in Zukunft noch schlimmer werden könnte“, ist das wissenschaftliche Äquivalent des Rufes „Feuer!“ in einem überfüllten Kinosaal, nur weil man ein Modell konstruiert hat, das prophezeit, dass das System in Flammen aufgehen wird, falls es zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft nicht mehr funktioniert.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/08/28/on-nasas-recent-sea-level-claim-science-isnt-broken-except-when-it-is/

Übersetzt von Chris Frey EIKE