@NYT lügt hinsichtlich Klima – indem die Vergangenheit verschwiegen wird

[*In diesem Beitrag tauchen noch öfter Zahlenangaben durchweg in den in den USA gebräuchlichen Einheiten auf. Des besseren Verständnisses halber werden diese Angaben hier aber gleich in europäische Einheiten umgerechnet. Anm. d. Übers.]

[**Vermutlich war das in Mitteleuropa anders, aber es geht hier auch darum aufzuzeigen, dass Deutschland eben nicht der Nabel der Welt ist und dass das Wetter auf der ganzen Welt nicht so ist (oder zu sein hat) wie in Deutschland. Anm. d. Übers.]

In irgendeinem Zusammenhang dazu sandte mir ein Leser einen Link zu einer interaktiven Website der New York Times, welche von sich behauptet, die Anzahl der Tage mit einer Temperatur über 32°C [in US-Einheiten ist das eine Art ,magische Schwelle‘ von 90°F. Anm. d. Übers.] pro Jahr für Städte im ganzen Land zu listen. Die Ergebnisse werden für die Times zusammengestellt von einer Institution (man könnte es auch eine Umwelt-Propagandagruppe nennen) mit der Bezeichnung Climate Impacts Lab.

https://www.nytimes.com/interactive/2018/08/30/climate/how-much-hotter-is-your-hometown.html?action=click&module=Most%20Popular&pgtype=Homepage

Da ich viele Datensätze dieser Art zusammengestellt habe, schaute ich mal darauf. Die Website fragt nach der Stadt und dem Geburtsjahr und präsentiert dann eine Zeitreihe, die vermeintlich die Anzahl der Tage mit einer Temperatur über 32°C pro Jahr zeigt seit Geburt und wie die Anzahl dieser Tage zugenommen hat.

Obwohl ich in Kalifornien geboren wurde, habe ich mehr Jahre in Huntsville gelebt als an irgendeinem anderen Ort. Also gab ich mein Geburtsdatum ein und Huntsville als meine Geburtsstadt. Sofort wurde dann aber mein Argwohn geweckt, als der erscheinende Datensatz erst im Jahre 1960 begann, also einige Jahre nach meiner Geburt! Offensichtlich wollen die Times und das Climate Impact Lab nichts mit Menschen zu tun haben, die älter sind als 58 Jahre.

Für Huntsville und Montgomery sind hier die entsprechenden Ergebnisse – irgendwie Angst erzeugend. Es scheint, dass die Anzahl der Tage mit über 32°C auf das höchste Niveau jemals gestiegen ist. Man macht mir weis, dass es im Jahre 1960 45 derartige Tage in Huntsville gegeben hat, in 2017 dagegen 57 Tage, Tendenz steigend.

Um das alles noch ängstigender zu machen, beziehen sie Klimamodell-Projektionen bis zum Jahr 2090 mit ein, um mir zu sagen, dass wenn ich im Jahre 2040 80 Jahre alt werde es 73 derartige heiße Tage in Huntsville geben wird, siehe Graphik. Hilfe!

Bevor man nun sein Haus verkauft und nach Kanada zieht, betrachte man die wahre Geschichte. Nachdem ich viele Klima-Datensätze für Alabama erstellt hatte, einige davon ab dem Jahr 1850, wusste ich, dass die Story in der Times darauf ausgelegt war, Alarm zu schreien und die Behauptung voranzutreiben, dass Menschen, welche auf Kohlenstoffbasis Energie verbrauchen, die ihnen zu einem besseren Leben verhilft, unsere Sommer sogar noch schlimmer macht. Vorsicht,liebe Leser, dieses Webtool ist nicht darauf angelegt, genaue Informationen zu verbreiten.

Erstens, Klimadaten für Alabama begannen im 19. Jahrhundert, nicht erst im Jahre 1960. Im Jahre 2016 veröffentlichten Dr. Richard McNider (mein Vorgänger) und ich selbst eine sorgfältig konstruierte Zeitreihe der Sommertemperaturen für den Staat ab 1883 unter Einbeziehung zahlreicher Stationsaufzeichnungen. Einige davon hatten noch nicht einmal Eingang in die Datensätze der [US-]Bundesregierung gefunden, also die Hauptquelle für Institutionen wie das Climate Impact Lab. Ich habe diese Arbeiten aktualisiert bis einschließlich Sommer 2018 – das Ergebnis zeigt die Graphik unten. Diese zeigt nicht nur, dass die Tagestemperaturen im Sommer im Verlauf der letzten 136 Jahre nicht nur nicht gestiegen, sondern sogar gesunken sind. Hmmm … wenn man sich diese Graphik so betrachtet – warum wohl hat Climate Impact Lab das Jahr 1960 als Startjahr seiner Graphik gewählt?

Wir gingen in jener Studie noch einen Schritt weiter und wiesen nach, dass Klimamodelle komplett falsch lagen bei der Replikation des Abwärtstrends der Temperatur in Alabama während der letzten 120 Jahre – 76 unterschiedliche Modelle mit einer Fehlerquote von 100%. Sollte man diesen gleichen Modellen trauen, dass sie uns so Auskunft über die Zukunft geben wie die Times es behauptet? Warum nur hat man die Modelle nicht auf deren Validität untersucht?

Was ist nun also mit den „heißen“ (oder, wie wir in Alabama sagen „typischen“) Tagen mit einer Temperatur über 32°C? Für Alabama und die gesamte Nation habe ich seit 1895 die mittlere Anzahl pro Station für jedes Jahr berechnet. Die Ergebnisse unten sprechen für sich (es gibt keine Zunahme der Anzahl von Tagen mit über 32°C) – und sie stellen die Falschinformation bloß, welche die Times hinaus posaunt.

Genaue Informationen hinsichtlich des Klimas in Alabama zu verbreiten ist genau das, was wir in unserem Büro machen. Tatsächlich kann ich bei Heranziehen der realen Daten nicht einmal ansatzweise die Bilder reproduzieren, mit denen das Climate Impact Lab aufwartet und welchen zufolge die Zehnerjahre dieses Jahrhunderts die meisten Tage mit 32°C verzeichnete – ich vermute mal, sie verwenden mehr theoretische Ergebnisse als sich an Beobachtungen zu orientieren. Man beachte, wie glatt ihre Graphik ist im Vergleich zu den realen Daten – das sieht mir sehr unecht aus.

Dies ist ein wunderbarer Staat, in dem wir leben, in dem Menschen das Leben genießen und Industrien sich entfalten können – und unsere Klimabedingungen sind einer der Gründe, warum wir so erfolgreich sind bzgl. des Zuzugs weiterer Menschen. Gelegentlich jedoch kommen Zeiten, in welchen ich Behauptungen von jenen entgegen treten muss, deren Absicht nicht die Information ist, sondern das Schüren falschen Alarms – dies ist normalerweise dann der Fall, wenn Umwelt-Interessengruppen eine Presseerklärung fabrizieren, deren dramatische Inhalte von willigen Medien verbreitet werden (ohne jede Fakten-Recherche). Jetzt ist eine solche Zeit, und ich bin sicher, dass es nicht das letzte Mal ist.

Striche

Citation:

Christy, J.R. and R.T. McNider, 2016: Time series construction of summer surface temperatures for Alabama, 1883-2014, and comparisons with tropospheric temperature and climate model simulations.  J. Applied Meteor. Climatology, DOI: 10.1175/JAMC-D-15-0287.1.

Data from the New York Times website accessed on 5 and 6 September 2018.

– John Christy
The Alabama State Climatologist

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/09/12/nyt-lies-about-climate-by-omitting-the-past/




Ein Blick auf die Auswirkung der Stromer­zeugung durch Wind und Solar auf die Strom­preise

Mit Beginn des Gipfels in Rio [1] im Jahre 1992 haben regierungsamtliche Institutionen mit wilden Versprechungen begonnen, die Erde zu retten. Erneuerbare Energie wurde in den neuen Status als die Energiequelle gehoben, um den Planet zu retten helfen. Heutzutage sind regierungsamtliche Verpflichtungen, den Verbrauch auf Kohlenstoff basierender Treibstoffe zu eliminieren und 100% Erzeugung durch Erneuerbare zu erreichen fast langweilig in ihrer Vorhersagbarkeit. Schließlich müssen wir den Planeten retten. Es ist keine Zeit mehr für „vernünftige“ technologische Neuerungen. Seit Jahrzehnten haben sich diese Versprechungen zumeist als heiße Luft erwiesen, aber Politik basiert oftmals auf leeren Versprechungen.

Zur Zeit der „Klimarettungs“-Konferenz in Paris im Jahre 2015 hatte der Terminus ,den Planeten retten‘ so viele Bedeutungen, dass es schwierig war, darin irgendeinen Sinn zu erkennen – es sei denn, jemand glaubt daran, dass Unmassen politisch korrekter Plattitüden allein die Fähigkeit der Rettung haben. Sogar der oberste Planetenretter-Wissenschaftler James Hansen nannte die Pariser Gespräche „Betrug“.

Unglücklicherweise bedeutet „Rettung des Planeten“ auf extreme Weise während ultrakurzer Zeiträume vielfach auch extreme Konsequenzen. Die Europäer haben über eine vollständige „Dekarbonisierung“ Europas gesprochen (was die Eliminierung der meisten Industriebetriebe erfordert), aber mit der Zeit scheinen die Implikationen derartiger, den Planeten rettender Bemühungen die Rhetorik abgekühlt zu haben. Die Hawaiianer haben versprochen, bis zum Jahr 2045 eine „saubere“ Energie-Ökonomie zu haben. Was immer das auch bedeutet, wird sich während der nächsten Jahrzehnte erweisen. Kalifornien hat jetzt versprochen, bis 2045 zu 100% durch Erneuerbare Strom zu erzeugen. Wie leer werden diese Versprechungen sein? Der zeitliche Horizont liegt zu weit in der Zukunft, um darüber jetzt schon nachzudenken.

Hasten zu Änderungen

Glücklicherweise hat der Schub in Richtung erneuerbare Stromerzeugung zu bedeutenden Zunahmen des Anteils Erneuerbarer zu erzeugtem Strom geführt, ebenso wie zu bedeutenden Verbesserungen bzgl. Technologie und Einspeisung in das Netz. Aber inzwischen sind Bedenken aufgekommen, dass das Hasten zu Erneuerbaren zu weit (oder vielleicht zu schnell) gegangen ist, zumindest an einigen Orten. Abgaben und Steuern auf Energie zur Stützung der Implementierung weiterer Erneuerbarer haben zu erheblichen Preissprüngen für Strom geführt. In den USA hat die Zunahme der Stromerzeugung mittels Erneuerbarer an manchen Orten zwar nur geringe Auswirkungen auf die Preise, obwohl der rückläufige Verbrauch von Kohle schon merkliche Auswirkungen auf den Preis zeitigt.

In Deutschland wurden im Jahre 2016 16% des Stromes durch Wind und Solar erzeugt, und die daraus resultierenden Preissteigerungen waren nicht gerade populär. Dort haben sich aber rund 800 Bürgerinitiativen gebildet, um die Energiepläne und Ziele der Regierung zu bekämpfen. Im Juni 2018 schien sich der deutsche Energieminister bis zu einem gewissen Grad von den europäischen Zielen zu verabschieden, wie aus seinen Äußerungen bei einer Konferenz der Energieminister Europas hervorging. Die Subventionen für Windenergie in Deutschland werden bald auslaufen, und Tausende älterer Windturbinen dürften den Betrieb einstellen.

In Südaustralien scheinen wiederholte Unterbrechungen ihre Ursache in der massiven Zunahme der Einspeisung von durch Wind und Solar erzeugtem Strom in das Netz zu haben, und die Strompreise in Australien sind während des vorigen Jahrzehnts dramatisch gestiegen. Windenergie macht etwa 35% der Gesamt-Stromerzeugung in Südaustralien aus, mehr als das Doppelte von Deutschland. Die Australier scheinen scharf polarisiert zwischen jenen, welche hinter den den Planeten rettenden Bemühungen stehen (und die von den drastischen Strompreis-Steigerungen unbeeindruckt scheinen) und jenen, die den Eindruck haben, dass derartige Bemühungen im besten Falle in die Irre führen und im schlimmsten Falle ökonomischen Selbstmord bedeuten können. (Einige politische Selbstmorde könnten auch noch kommen).

Ein Beitrag in der MIT Technology Review veröffentlicht eine Schätzung, der zufolge die Bemühungen Kaliforniens in Richtung 100% Erneuerbarer Investitionen in Höhe von 2,5 Billionen Dollar erfordern werden (und die Zuverlässigkeit von Speicher-Technologien ins ungewiss). [2] Man muss sich fragen, ob die Bürger dort irgendwann anfangen, gegen diese zusätzlichen Investitionen in die Energie-Infrastruktur aufzubegehren. Vor allem, wenn sie anfangen müssen, dafür zu zahlen (vielleicht sogar mehrfach, falls die zuverlässige Lebensdauer von Speicher-Technologien zu kurz ist).

Derzeitige skeptische Studien hinsichtlich der Auswirkungen der Stromerzeugung durch Wind und Solar auf die Strompreise haben typischerweise die Relation betrachtet zwischen installierter Kapazität pro Kopf (kW/Kopf) und den Preisen [3]. Ein Beispiel dieser Präsentation zeigt die Abbildung unten auf der Grundlage von Daten aus dem Jahr 2014. Die Interpretation, wie sich eine Trendlinie des Energieverbrauchs (kWh) zu Energie (W) verhält, ist nicht einfach.

Bedenken hinsichtlich steigender Preise infolge Stromerzeugung durch Wind und Solar fangen an, einigen Widerstand gegen den weiteren Ausbau der Solar- und Windkapazität auszulösen. Bedenken hinsichtlich der potentiellen Unzulänglichkeit oder hoher Kosten von Energie-Speicherkapazitäten lassen ebenfalls Vorsicht aufkommen. Die Analyse von Preistrends ist begrenzt, und der regierungsamtliche Druck in Richtung 100% Erneuerbarer kann sich am Ende als zu teuer erweisen. Der Schub zur Rettung des Planeten steht auch im Widerspruch zu einer Unmenge wissenschaftlicher Daten, welche belegen, dass der Planet nicht kurzfristig „gerettet“ werden muss (oder überhaupt nicht gerettet werden muss). Die Überlegungen, ob es ein optimales Niveau der Wind- und Solarerzeugung gibt und welche Faktoren dieses Optimum beeinträchtigen, scheint in den Konflikten unterzugehen.

Besseres Verständnis wecken

Diese Studie vergleicht den Energiepreis mit dem Gesamt-Prozentanteil der Stromerzeugung durch Wind- und Solar-Technologien im Jahre 2016 in vielen europäischen Ländern und den 50 US-Staaten nebst dem District of Columbia [= Washington DC]. Trends auf der Grundlage dieser Faktoren werden direkt gezeigt und nicht verschleiert durch unterschiedliche Einheiten, obwohl es immer noch Unstimmigkeiten gibt im Zusammenhang mit Netzeinspeisung, Stromexport und -import und was ein „mittlerer“ Strompreis sein soll. Die Änderung der Einheiten zu Prozent erzeugtem Strom ist eine Möglichkeit, die Lage verständlicher zu beschreiben. Ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Wind- und Solar-Stromerzeugung auf die Strompreise ist nötig, um potentielle Optimierungen eines Mix‘ aus verschiedenen Erzeugungs-Technologien zu analysieren; und vielleicht auch, um über vernünftige Zeitrahmen und Strategien nachzudenken, zu anderen Technologien zu wechseln.

Der Schub in Richtung Zunahme der Erneuerbaren-Stromerzeugung weist in den USA und in Europa Ähnlichkeiten auf, aber weil die USA ein so großes Land sind und weil die Stromleitungen über Staaten hinweg substantiell sind, könnte die Vergleichbarkeit der Lage in den USA und individuellen europäischen Ländern begrenzt sein. In Europa ist der Stromfluss über Staatsgrenzen hinweg offenbar begrenzter als zwischen den US-Staaten. Das Ausmaß dieser Unterschiede kann ganz nützlich sein für Überlegungen, wie man am besten zu neuen Technologien wechseln und Preisauswirkungen in Grenzen halten kann. Das wird hier aber nicht analysiert.

Dieser „Blick“ auf die gegenwärtige Lage zieht bestehende Daten heran, um die Vergleiche anzustellen, und es gibt Differenzen zwischen den Preisarten in Europa und in den USA. Die EIA der USA schätzt einen mittleren Preis direkt. Eurostat tut dies nicht und führt stattdessen Daten zu Preiskomponenten, so dass die Berechnung eines mittleren „Preises“ kompliziert ist. Folglich sind die hier gezeigten Ergebnisse bis zu einem bestimmten Grad wegen der verfügbaren Daten begrenzt, aber sie bieten doch Erkenntnisse um gegenwärtige wahrnehmbare Auswirkungen auf den Preis. Das muss noch weiter untersucht werden.

USA-Trends

[Hier folgt eine ausführliche Darstellung der Verhältnisse in den USA, auf deren Übersetzung hier verzichtet wird, weil in der Schlussdiskussion die Ergebnisse des Vergleichs zusammengefasst werden. Die Analyse der Verhältnisse in Europa wird aber hier wieder übersetzt. Anm. d. Übers.].

Europäische Trends

Die Energiedaten des Jahres 2016 für Europa stammen von Eurostat [6] (Version Mai 2018). Die Preisangaben von Eurostat sind schwierig zu erkennen ohne detaillierte Kenntnis darüber, wie Tarife, Steuern und Subventionen zusammenspielen. Daher stammen die herangezogenen Strompreis-Daten vom Strom-Report-Blog für einen „mittleren“ Haushalt im Jahre 2016 [7]. Haushalte sind offenbar die Haupt-Zahler für die Solar- und Windstromerzeugung, und die Preise für die Industrie liegen deutlich unter denen der Haushalte. Für das produzierende Gewerbe können Reduktionen von Steuern und Abgaben die politikinduzierte Komponente des Strompreises substantiell senken. Vereinfacht gesagt, der Industrie werden Mittel an die Hand gegeben, ihren Strompreis zu senken, während Haushalte mehr bezahlen, um die Erneuerbaren-Initiativen zu stützen. Der Widerstand in Deutschland gegen das Energieprogramm der Regierung scheint hauptsächlich von Haushalten zu kommen, obwohl viele dieser Haushalte reich an technischer Erfahrung sind.

Der Anteil an der Erzeugung ist der Gleiche wie in den USA. Der Wind- und Solar-Anteil ist ein Prozent des erzeugten Stromes innerhalb des Landes, einschließlich Exporte, aber ohne Importe. Die Länder, die in diesem Datensatz der Importe am meisten betroffen sind, sind Litauen und Luxemburg, wo der meiste verbrauchte Strom importiert wurde. Folglich ist der Anteil von Wind und Solar des erzeugten Stromes irreführend und würde viel geringer sein, falls berechnet als Prozentzahl des Gesamtverbrauchs. Der Preis ist für diese beiden Länder ebenfalls irreführend, da der Preis durch die Importpreise beeinflusst wird.

Der berechnete Anteil an der Erzeugung gilt für die Summe von Wind, Solar und Ozean-Gezeiten, aber Frankreich war das einzige Land mit irgendwelcher Gezeiten-Energie, und das auch nur zu einem sehr geringen Teil. Daher werden die Ergebnisse als die Summe von Wind und Solar dargestellt. Daten zu Energie und Preisen stehen aus 27 Ländern zur Verfügung und sind in der folgenden Graphik dargestellt:

Die Export-Import-Werte beeinflussen die hier gezeigten Daten, aber nicht so stark, dass sich der Trend der Preise vs. Prozentanteil Wind- und Solar-Erzeugung stark verändert. Eine OLS-Regression [OLS = Ordinary Least Squares] dieser Preisdaten für Wind+Solar zeigt einen ziemlich starken cross-sectional Trend F = 17,54; Modell-Pr = 0,0003; adj R² = 0,39). Die Ergebnisse zeigen, dass ein Land ganz ohne Wind- und Solarstrom im Mittel einen Preis pro „mittlerem“ Haushalt von 12,7 Cent pro kWh zahlen muss, und das erwartete Mittel steigt um 0,48 Cent pro kWh für jede Zunahme des Wind- und Solar-Anteils an der Stromerzeugung (wie in der Graphik gezeigt). Die Signifikanz des Abschnitts liegt über dem 99,99%-Niveau, und der Koeffizient der Preissteigerung liegt beim 99,97%-Niveau. (Der US-Datenpunkt für das ganze Land betrüge 6,5% und etwa 8 Cent).

[Die folgenden beiden Kapitel, ,Diskussion‘ und ,Schlussfolgerungen‘ sind teilweise sehr langatmig, so dass einzelne Absätze nicht mit übersetzt worden sind. Diese Lücken sind gekennzeichnet durch „…“. Anm. d. Übers.]

Diskussion

Dieser Blick auf potentielle Trends der Auswirkung von Stromerzeugung durch Wind und Solar auf die Strompreise hat in den USA bis dato keinen wahrnehmbaren Trend auf das Niveau der Strompreise gehabt. Anders in Europa, wo es zu einem starken Trend steigender Strompreise für die dortigen Haushalte gekommen war.

Subventionen für Wind und Solar waren in den USA über Jahrzehnte substantiell, und die Kosten dafür verteilten sich über das ganze Land [die USA] und weisen zumeist KEINEN Anstieg der Strompreise auf [8]. Die europäischen Länder fangen an, Auspreisung und Beschaffung von Strom relativ zu Wind und Solar zu verschieben einschließlich Auktionen, um die besten Deals für Wind und Solar zu erreichen. Gegenwärtige politische Trends zeigen, dass die Auswirkungen starker Preisanstiege aufgrund der gegenwärtigen Subventionen Schwierigkeiten mit sich bringen (in Gestalt von Widerstand seitens der Wähler) gegen amtierende Politiker, und die Maßnahmen zur Akquise von Wind- und Solar-Ressourcen können durch politische Trends beeinflusst werden. Subventionen in Europa für Wind- und Solarstrom scheinen sich hauptsächlich in den Preisen für die privaten Haushalte niederzuschlagen, so dass die Natur der Subventionen und woher man sie aufbringt die hier erkennbaren Ergebnisse beeinflussen. Subventionen für ältere Windturbinen in Deutschland beginnen im Jahre 2020 auszulaufen, und ob der Anteil von Wind und Solar an der Gesamt-Stromerzeugung nach 2020 erhalten bleibt, ist unbekannt.

Über die Vorzüge spezifischer Subventionen lässt sich streiten, aber Subventionen für Energie gibt es seit Jahrzehnten, und deren veränderliche Natur muss so weit verstanden werden, dass Auswirkungen auf die Entwicklung der Energie-Infrastruktur untersucht werden können. Die US-Subventionen ändern sich gerade, so dass die nächste Dekade der Stromerzeugung anders aussehen könnte als diese Dekade.

Schlussfolgerungen

Diese Untersuchung möglicher wahrnehmbarer Trends der Strompreise infolge zunehmender Anteile von Wind- und Solarstrom haben für Europa und die USA unterschiedliche Ergebnisse gezeitigt. Im numerischen analytischen Abschnitt der Untersuchung wurde der Bruchteil des erzeugten Stromes als unabhängiger und der Strompreis als abhängiger Parameter betrachtet. Die Preisangaben für die USA sind das Gesamtmittel des Preises in den USA als Ganzes, und zwar für alle Endverbraucher zusammen im Jahre 2016. Die Zahlen stammen von der EIA. Preise in Europa sind „mittlere Preise pro Haushalt“ für individuelle Länder, wie sie im Strom-Report-Blog für das Jahr 2016 gelistet sind auf der Grundlage länderspezifischer Tarife. Die US-Stromerzeugung durch Wind und Solar plus die Solartechnologie wurde für jeden US-Staat durch die Gesamt-Stromerzeugung dividiert, um den Anteil von Wind und Solar bei der Stromerzeugung zu berechnen. Sowohl für die USA als auch für Europa gilt, dass Importe nicht als Erzeugung Eingang in diese Untersuchung gefunden haben, anders als die Exporte von in den Staaten/Ländern erzeugten Strom.

In Europa scheinen die Kosten für die Implementierung von durch Wind und Solar erzeugten Strom bis 2016 zumeist über die Stromrechnungen der privaten Haushalte aufgebracht worden zu sein. In den USA tauchen die Subventionen großenteils nicht in den Stromrechnungen auf. Strompreis-Berechnungen für die USA zeigen 2016 keinen wahrnehmbaren Trend. Kohle war der einzige Treibstoff, der einen merklichen Trend aufwies dergestalt, dass je höher der Anteil des durch Kohle erzeugten Stromes war, desto mehr sanken die Strompreise.

Die Strompreise für die „mittleren Haushalte“ in Europa zeigten 2016 einen ziemlich starken Trend (auf der Grundlage von Daten aus 27 Ländern), wobei die Preise parallel mit dem Anteil des durch Wind und Solar erzeugten Stromes stiegen.

Die Ergebnisse dieser Studie ergeben zwei kontrastierende Bilder der Auswirkung der Stromerzeugung durch Wind und Solar auf die Strompreise – mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Strompreise in den USA und in Europa. Es sind hauptsächlich zwei Faktoren, die hierbei eine bedeutende Rolle spielen. Einmal ist das die Art und Weise der Subvention und zum Anderen die Verbindung mit dem Netz und die Übertragung. Ein gewisses Niveau des Weiterbetriebs von Kohlekraftwerken kann ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

In dieser Studie ging es nicht um die umweltlichen Auswirkungen von Wind- und Solar-Erzeugungstechnologien, sondern um nicht triviale Auswirkungen. Der Widersinn, sich die Rettung des Planeten auf die Fahnen zuschreiben, in dessen Zuge man lokal verheerende Umweltschäden auslöst, ist reich an Ironie, aber zu kompliziert, um es zu beschreiben.

Es muss noch mehr untersucht werden, wie der brauchbarste Mix von Technologien zur Energieerzeugung aussieht angesichts der erheblichen Zunahme der Erzeugung mittels Wind und Solar während der letzten beiden Jahrzehnte – vor allem vorangetrieben durch neue Subventionen. Dies ist erforderlich, um gegen offensichtlich unerwünschte Auswirkungen vorzugehen, welche bis heute beobachtet werden und die sich während der nächsten Jahre anhäufen dürften. Die Kosten-Nutzen-Rechnung für verschiedene Technologien ist gegenwärtig verschleiert, und der Rauch muss sich verziehen. Davonlaufende Preise und nachlassende Zuverlässigkeit des Netzes sollten nicht akzeptabel sein, obwohl die Klima-Zeloten derartige Bedenken vom Tisch wischen. Es ist einfach besseres Verständnis bzgl. des Potentials einer Optimierung der Erzeugungs-Technologie vonnöten, aber nicht die Gesellschaft spaltende Änderungen.

Die Rettung des Planeten mag ein erhabenes Ziel sein und ist mit Sicherheit eines, dass nunmehr seit Jahrzehnten hinaus posaunt wird. Aber die Zeiten ändern sich, und die gegenwärtigen Untergangs-Szenarien sind alt, ermüdend und wahrscheinlich demnächst irrelevant. Vielmehr muss auf vernünftige Weise über eine zuverlässige Stromerzeugung mittels vergleichbarer Daten nachgedacht werden, um die Stromversorgung im 21. Jahrhundert nachhaltig zu sichern.

Die gegenwärtige Lage in den USA ist nicht gekennzeichnet durch große Themen, obwohl extreme Änderungen wie gesetzlich „100% Erneuerbare“ vorzuschreiben ein solches sein kann. Die gegenwärtigen Konflikte in Australien befeuern politische Verwerfungen, und man kann zusehen, was dort jetzt daraus wird. Die schwindende Zuverlässigkeit des Netzes in Südaustralien ist es aber nicht wert, irgendwo anders reproduziert zu werden. Die Lage in Europa befindet sich in einem starken Zustand der Änderung, und zusätzliche Lektionen aus den Erfahrungen in Europa während der nächsten Jahre können sehr wichtig werden.

Alles in allem haben sich seit mehreren Jahrzehnten bedeutende Änderungen der Stromerzeugung gezeigt, und viel Erfahrung wurde gesammelt und erreicht hinsichtlich der Zunahme der Stromerzeugung mittels Erneuerbarer. Der Schub pro Erneuerbare auf der Grundlage umweltlicher Leidenschaft steht jetzt vor Rückschlägen wegen einiger unerwünschter Nebenwirkungen. Diese Studie soll lediglich einen oberflächlichen Blick auf Änderungen und Trends werfen. Beides muss aber noch näher betrachtet werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/09/04/a-look-at-impacts-of-wind-and-solar-electric-generation-on-electricity-price/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Hopfenertrag 2018

Es kann nur schlimmer werden …

wissen die Fachpersonen sofort, wenn etwas negativ von irgend einer „Norm“, oder einfach dem Gewohnten abweicht. Das ist oft der Fall, denn die Natur kennt keine „Stetigkeit“, sondern liebt es, teils extreme Schwankungen zu produzieren, so auch bei den Ernteerträgen.
Warum sollte der empfindliche – und in Deutschland meistens in sehr stark hagelgefährdeten Gebieten angebaute – Hopfen da eine Ausnahme machen. So war das Erntejahr 2015 schlechter als „üblich“ und in der Folge überschlugen sich Koryphäen des Klimawandel-Wissens mit schlimmen Zukunftsprojektionen:
[1] EIKE 22.08.2015: Grüne Abgeordnete Barbara Höhn durch Fakten widerlegt: Der Hopfenertrag steigt trotz Klimawandel
… „In der bayerischen Hallertau zum Beispiel, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt, gab es in den vergangenen fünf Jahren fünf schwere Hagelunwetter. Allein im Jahr 2009 wurden 15 Prozent der Ernte vernichtet, Künftig wird es nach Einschätzung von Klimaforschern deutlich mehr Hagelunwetter und damit verbundene Ernteausfälle geben, was die Bierpreise in die Höhe treiben dürfte. Hinzu kommen laut Studie höhere Versicherungsprämien, die in die Verkaufspreise einkalkuliert werden müssten …“
Anmerkung: Dabei war in der Hallertau das Jahr 1993 am hagelreichsten.
Und weil sich das bei KGE einmal im Hirn festgesetzt hat, wiederholt sie dieses „Wissen“ unbeirrt, wissend, dass in ihrer Partei so wie sie, auch sonst niemand die Fakten kennt:
[3] EIKE 01.07.2017: K. G. Eckardt versucht sich auf dem GRÜNEN Parteitag mit „Klimawandel“ und zeigt dabei:…
Video ab 13:28: Katrin Göring-Eckardt … Dass entlang von Rhein und Ruhr und Elbe die Unwettergefahr steigt und Köln und Dresden immer wieder überflutet werden, oder dass selbst der deutsche Hopfen krank wird, weil es zu warm wird – ich meine, das Bier ist sogar in Gefahr – das ist relevant, liebe Freundinnen und Freunde …

Wenn es um Klimakassandra geht, will ein Professor aus München nicht hintenanstehen. Also schlug auch er in diese Kerbe und übersah dabei, dass er eine Studie falsch interpretiert hatte:
[2] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?
Lesch-Video ab 7:44: youtube-Video Filmtext: … ein schönes Beispiel dafür ist der Hopfen. Am Anfang bei einer bestimmten Konzentration von Kohlendioxyd da freut er sich noch, da wächst er mehr. Wenn es allerdings mehr wird, dann wird der Hopfen weniger. Dann wird der Hopfenanbau … wird langfristig in Deutschland verschwinden. Das gehört zu den Folgen der globalen Erwärmung. Je mehr Kohlendioxyd in der Atmosphäre ist, umso mehr müssen wir in Deutschland drauf (Abbruch des Satzes), werden wir praktisch Hopfen importieren müssen – wer weiß woher.
Der Originalartikel dazu: [4] EIKE 09.07.2016, Michael Kalisch: Bei Harald Lesch sind Hopfen (und Malz) verloren

Seit damals sind schon wieder zwei, drei Jahre vergangen und eine aktuelle Hopfenernte in einem Extremjahr gerade vorbei. Nachdem bereits zu den Weizenerträgen in diesem Extremjahr eine kleine Darstellung gebracht wurde [6]:

Bild 1 [6] Vergleich von Weizenerträgen seit 1970 weltweit mit Deutschland (und Schleswig-Holstein (SH)). Daten von 2008 – 2018 [1], vor 1970: Scharrer – Linser: Dritter Band Handbuch der Pflanzenernährung und Düngung. Grafik vom Autor ergänzt

… wird es einige Leser bestimmt interessieren, wie es dieses Jahr um den vom Klimawandel so arg gebeutelten Hopfenertrag steht.

Extremsommer und Hopfenertrag

Inzwischen liegt die ziemlich genaue Hopfen-Ernteschätzung für 2018 vor. Eingetragen in die Verlaufsbilder der Hopfenernte-Daten für Deutschland ergeben sich die folgenden Grafiken:

Bild 2: Hopfen-Erntemengen gesamt. Ein „Aussterben“ des Hopfens in Deutschland, wie von H. Lesch prophezeit, lässt sich nicht einmal ahnen.

Bild 2 Verlauf der Erntemenge Deutschland von 1955 – 2018. Werte für 2017 – 2018 vom Autor ergänzt

– Daten bis 2016: LfL Jahresbericht 2016 Sonderkultur Hopfen,

– Daten 2017 und 2018: Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V. Pressemitteilung „Schätzung Hallertau 2018“

Im Bild 3 „Hopfen-Erträge Deutschland“ zeigt es sich nicht ganz so „positiv“, wie bei den Erntemengen, aber keinesfalls desaströs. Sofern man einen Ernteertrag, der trotz einem Wetter-Extremjahr fast dem langjährigen – steigenden – Mittelwert entspricht, nicht gar als sehr positiv bezeichnen müsste.

Bild 3 Hopfen, Ertragsmittel in Deutschland. Vom Autor um die Erntemenge 2017/2018 und Hilfslinien ergänzt.

Nun noch der „schlimme“ Einfluss des „klimatödlichen“ CO2 auf den Hopfenertrag. Man sieht vor allem, dass es seit 1950 – als der CO2-Eintrag signifikant zu steigen begann – keinerlei Korrelation zwischen CO2 und Ertrag gibt. Seit 1900 gibt es allerdings eine deutliche, positive Korrelation! Wie jemand dazu einen schlimmen Klimawandel-Einfluss postulieren kann, lässt sich wohl nur ideologisch erklären.

Bild 4 Hopfen- Ertragsverlauf und CO2 in der Atmosphäre seit 1900. Grafik vom Autor zusammengestellt. Quelle CO2-Verlauf: sealevel.info/co2_and_ch4

Wenn der Klimawandel so positiv wirkt, was schadet dann?

Die GRÜNE Ideologie! Nicht nur das (angeblich durch CO2 vom Menschen verschlimmerte) Wetter tut den Pflanzen weh, nein, auch das undenkbare: die „gute“ Natur:
BR 30.08.2018: Hopfenrundfahrt: Ernteausfall wegen Trockenheit und Schädlingen
Hopfenpflanzer fordern wirksame Pflanzenschutzmittel
… Vor allem die Schädlinge machen den Hopfenpflanzern zu schaffen: die Welke, die Blattläuse, der Echte Mehltau und die Rote Spinne. Der Verband Deutscher Hopfenpflanzer fordert deshalb mehr und wirksamere Pflanzenschutzmittel und beklagt, dass die Gesetz stattdessen strenger werden und in den kommenden Jahren immer mehr Wirkstoffe wegfallen werden. Die Pflanzenschutzzulassung zählt deshalb zu den brisanten Themen bei der Hopfenrundfahrt.

Ja, die Gesetze werden bewusst immer strenger. Den der unmündige Bürger muss schließlich von der um ihn besorgten Politik selbst vor noch gar nicht bekannter – aber vielleicht möglicher – Unbill geschützt werden. Verboten wird deshalb vorsichtshalber alles, was Aktivisten aus irgendwelchen Gründen als mögliche Gefahr – oder einfach auch als „unnatürlich“ und „nicht nachhaltig“ – deklarieren.

Weil etwas Nützliches auch Nebenwirkungen haben könnte, wird es vorsichtshalber schon vorab verboten

Dies bezieht sich sowohl auf die Entwicklung verbesserter Sorten, wie auf die „tödlichen“ Pflanzenschutzmittel. Was unsere Altvorderen seit Jahrtausenden machen – durch Züchtung die Pflanzenauswahl lenkend zu verbessern -, darf nicht modernisiert und damit beschleunigt werden, weil es dann angeblich unnatürlich und deshalb automatisch „des Teufels“ ist:
TICHYS EINBLICK, 30. Juli 2018: Ein Plädoyer für Gentechnik im SPIEGEL Fortschritt braucht bloß Vernunft
Was war das, wenn unsere Vorfahren über Jahrhunderte bestimmte Eigenschaften von Pflanzen und Tieren in der Zucht durch Auswahl verstärkten? Gentechnik, die lange dauert.
… In kaum einem anderen europäischen Land sei die Furcht vor Laborpflanzen größer, sagt Bredow: Nach einer aktuellen Umfrage seien an die 80 Prozent der Deutschen für das Verbot der Gentechnik auf den Feldern. Die »Gentechhasser« könnten nun zusammen mit denen Christsozialen und allen anderen Fortschrittsfeinden feiern, weil der EuGH entschied, »dass mit neuartigen Labormethoden erzeugte Obst- und Gemüsesorten ebenso streng reguliert werden müssen wie traditionell gentechnisch veränderte Organismen (GVO)«. Eine Gerichtsentscheidung gegen alle Vernunft. Gerichtspopulismus?
Novo Argumente für den Fortschritt, 27.11.2017: Peter Langelüddeke: Vorwärts in die Hysterie
… Die SPD fordert erneut ein Anbauverbot für Grüne Gentechnik. Der Landwirt und Sozialdemokrat Peter Langelüddeke dokumentiert, wie sich seine Partei dem fortschrittsfeindlichen Zeitgeist anbiedert.

Weitere (kritische) Darstellung zur Gentechnik findet sich bei:
Novo Argumente für den Fortschritt, 07.01.2013: Essay von Mark Lynas: Zum Wohl der Menschheit und des Planeten
Achgut 03.08.2018: EuGH-Gentechnik-Urteil: Lacht sie in Grund und Boden!

Wenn Bio wieder mal an der bösen Natur verzweifelt, soll „konventionell“ helfen dürfen

Über den ideologischen Wahnsinn, mit Bio die Welt retten zu wollen, wurde auf EIKE schon mehrmals berichtet:
EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht
Solche (Er)Kenntnis dringt inzwischen auch bis in höchste, politische Kreise. Und deren Lösungen dazu sind geradezu „genial“, oder besser: ernüchternd:
Mahlzeit, 02.03.2018: Pflanzenschutzmittel Konventionelle Pestizide auf dem Bioacker?
Die designierte Agrarministerin Julia Klöckner fordert, dass Biolandwirte künftig punktuell auch konventionelle Pflanzenschutzmittel einsetzen dürfen.
… Frau Julia Klöckner – Agrarministerin in spe – tat kürzlich in einem Interview kund: „Um ihre Ernte zu sichern, würden viele Ökolandwirte gerne punktuell auf konventionelle Pflanzenschutzmittel zurückgreifen. Dürfen sie aber nicht. Manchen Bauern kostet das die Existenz.“ Das stimmt absolut! Es ist die offizielle Bankrott-Erklärung der geplanten Agrarwende.
… Als Politikern und Winzertochter hat Frau Klöckner eine bauernschlaue Lösung im Sinn: „Wir müssen Ökolandwirten in schlechten Phasen den Gebrauch konventioneller Pflanzenschutzmittel erlauben können.“ Denn das Verbot, so Klöckner, hielte viele „davon ab, den Weg in den Ökolandbau zu wagen“. Natürlich bräuchte man auf dem Weg dorthin mehr Forschung.

Quellen

[1] EIKE 22.08.2015: Grüne Abgeordnete Barbara Höhn durch Fakten widerlegt: Der Hopfenertrag steigt trotz Klimawandel

[2] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?

[3] EIKE 01.07.2017: K. G. Eckardt versucht sich auf dem GRÜNEN Parteitag mit „Klimawandel“ und zeigt dabei:…

[4] EIKE 09.07.2016, Michael Kalisch: Bei Harald Lesch sind Hopfen (und Malz) verloren

[5] EIKE 04. September 2018: Sommerhalbjahres-Niederschlag 2018

[6] EIKE 09. September 2018: Deutschland in den Klauen des Klimawandels




Eine Neu-Analyse des „Super-Klima-Scheiterns“ in Kalifornien

Kaliforniens Klima-Mondschuss

Jeff Spross, 31. August 2018

Kalifornien könnte auf alle anderen warten, um sein Gesetz bzgl. Klimawandel zusammen zu schustern.

Analyse

Vor ein paar Tagen hat das Parlament des Staates [state Assembly] mit 44 zu 33 Stimmen ein Gesetz durchgebracht, welches vorschreibt, dass Kalifornien bis zum Jahr 2045 100% seines Stromes durch Erneuerbare erzeugt. Eine ähnliche Maßnahme passierte bereits den Senat. Atemberaubende 72 Prozent der Kalifornier stehen hinter der Maßnahme. Es fehlt nur noch die Unterschrift von Gouverneur Jerry Brown (Demokraten) unter dem Gesetz. Und man erwartet, dass er es unterschreiben wird.

Man muss doch nur die aktuellen Nachrichten betrachten. Das größte Buschfeuer in der Historie des Staates loderte über einen Monat lang. Rund 400.000 Acres Land verbrannten, ein Feuerwehrmann kam ums Leben, und Städte wurden in Rauchwolken gehüllt. Gleichzeitig bedroht der Anstieg des Meeresspiegels blühende küstennahe Gemeinden ebenso wie die in den Himmel schießenden Temperaturen das Ackerland im Central Valley austrocknen.

Falls also Brown dieses Gesetz unterzeichnet, kann Kalifornien das Schlimmste abwehren?

Es ist zuallererst eine Frage der Willenskraft“, sagte Mark Jacobson, ein Umweltingenieur im vorigen Jahr. „In technologischer und ökonomischer Hinsicht ist es möglich“.

Jacobson ist einer der Leitautoren einer Studie aus dem Jahr 2014, in welcher eine Roadmap ausgearbeitet worden ist, wie Kalifornien genau das umsetzen könnte.

Der gesamte Planet muss sich zwischen 2050 und 2070 dekarbonisiert haben. Kalifornien hat 39 Millionen Einwohner und eine Wirtschaft, welche die fünftgrößte der Welt wäre, wenn Kalifornien ein unabhängiger Staat wäre. Er ist nicht die Welt. Aber falls Kalifornien hierbei Erfolg hätte, könnte es ein Musterbeispiel eines Vorzeigeprojektes sein.

The Week

Wie kann man das als eine „Analyse“ qualifizieren?

Unbegründete Behauptungen, denen zufolge die Feuer-Saison und das Austrocknen des Central Valley die Folgen des Klimawandels sind anstatt des Missmanagements des Staates bzgl. Wälder, Wildnis und Wasser-Ressourcen sind für mich keine „Analyse“. Die Behauptung, dass „der Anstieg des Meeresspiegels die küstennahen blühenden gemeinden des Staates bedroht“, ist absurd. Und die Aussage, dass sich „der gesamte Planet zwischen 2050 und 2070 dekarbonisiert haben muss“ ist einfach nur idiotisch.

Das einer Analyse noch am nächsten Kommende ist die Erwähnung einer „Einhörner sind real“-Studie, welche gründlich verrissen und widerlegt wurde (hier). Und das auf eine Art und Weise, dass der Autor versuchte, die Widerlegenden zu verklagen (hier).

Obwohl … die Charakterisierung der Narretei Kaliforniens als „Mondschuss“ ist ziemlich passend. Nur dass wir nicht zum Mond zurückgekehrt sind, degradiert das Apollo-Programm zu einem Demonstrations-Projekt in den Augen der meisten Menschen.

Warum sollte irgendjemand auf Jeff Spross oder The Week verweisen für eine „Analyse“ der Energiepolitik?

Wo soll man anfangen? Die Publikation und der Autor

Das Week-Magazin

The Week nimmt für sich in Anspruch „Alles, was man braucht, um alles zu wissen, was wichtig ist …“

The Week wird allgemein beschrieben als mit einem links der Mitte behafteten Bias (hier). Allerdings muss man zu dessen Gunsten sagen, dass manchmal Artikel und Meinungen aus einer konservativeren Perspektive veröffentlicht werden (hier). Es kann also sein, dass The Week eine Art arithmetisches Mittel ist von The Nation, The Huffington Post, The Grauniad, Scientific American, etc., enthält es doch manchmal Artikel von einer zumindest quasi-wissenschaftlichen Art … Aber nicht wirklich eine primäre Quelle für eine Analyse der Energiepolitik … und mit Sicherheit nicht ansatzweise „Alles, was man braucht, um alles zu wissen, was wichtig ist …“ Es ist mehr wie „Alles, was man braucht, um alles zu wissen, was wichtig ist …“ von Kriegern der sozialen Gerechtigkeit mit einer gelegentlichen milden Erwiderung.

Jeff Spross, der Autor

Jeff Spross
BUSINESS AND ECONOMICS CORRESPONDENT

Jeff Spross ist Korrespondent für Wirtschaft und Handel bei TheWeek.com. Zuvor war er Reporter bei ThinkProgress.

Auf seiner LinkedIn-Site beschreibt er sich selbst als „Medien-Mädchen für alles“ mit bedeutender Erfahrung hinsichtlich bloggen und Video-Produktion. Er hat einen BS für Radio/TV/Film von der University of Texas in Austin. Das Fehlen jedweder Qualifikation für alles, was mit Energie und/oder Klimawissenschaft zu tun hat, bedeutet nicht notwendigerweise, dass er unrecht hat … aber angesichts dessen fehlt mir jeder Grund, an seinen Meinungen zur Energiepolitik interessiert zu sein … außer darüber zu lachen.

Analyse und Re-Analyse

Re-Analyse: „Der Vorgang oder ein Beispiel, etwas noch einmal zu analysieren: wiederholte oder erneute Analyse“ (hier)

Die Spross-Analyse

Dekarbonisierung Kaliforniens bis 2045.

Vor ein paar Tagen hat das Parlament des Staates [state Assembly] mit 44 zu 33 Stimmen ein Gesetz durchgebracht, welches vorschreibt, dass Kalifornien bis zum Jahr 2045 100% seines Stromes durch Erneuerbare erzeugt. Eine ähnliche Maßnahme passierte bereits den Senat. Atemberaubende 72 Prozent der Kalifornier stehen hinter der Maßnahme. Es fehlt nur noch die Unterschrift von Gouverneur Jerry Brown (Denokraten) unter dem Gesetz. Und man erwartet, dass er es unterschreiben wird.

Re-Analyse

Na und?

Atemberaubende 72 Prozent aller Kalifornier würde vermutlich auch hinter Maßnahmen stehen, welche die Entropie aufheben oder Kalifornien vor den Verheerungen der Plattentektonik schützen würden. Die Menschen können auch für Einhörner stimmen.

Aber um des Argumentes willen … Nehmen wir einmal an, Kalifornien würde seine Stromerzeugung bis 2045 tatsächlich dekarbonisieren … es hätte keinerlei Auswirkung auf die klimatischen Nöte Kaliforniens, seien diese nun real oder imaginär. 95% des Stromes in diesen USA und dem District of Columbia [= Washington DC] wird nicht in Kalifornien erzeugt.

Die Spross-Analyse

Verhinderung von Buschbränden durch Dekarbonisierung…

Man muss doch nur die aktuellen Nachrichten betrachten. Das größte Buschfeuer in der Historie des Staates loderte über einen Monat lang. Rund 400.000 Acres Land verbrannten, ein Feuerwehrmann kam ums Leben, und Städte wurden in Rauchwolken gehüllt.

Re-Analyse

Das ist einfach nur lächerlich. Man betrachte folgende Graphiken:

Jedoch, das NIFC stellt fest, dass vor 1983 die Quellen dieser Zahlen unbekannt sind oder nicht bestätigt werden können; sie sind nicht abgeleitet aus dem Prozess der gegenwärtigen Berichterstattung darüber. Folglich sollten die Zahlen vor 1983 nicht mit späteren Daten verglichen werden. Und: es gibt einen deutlichen Bruch in der Zeitreihe der Anzahl der Brände, die verbrannte Fläche ist nicht so Gegenstand von Fehlern der Berichterstattung. Das ist eine Glättung der Zeitreihe und sehr konsistent mit den Daten aus Oregon.

Es scheint, dass CO2 ein guter Feuerlöscher ist.

NIFC, NOAA und MacFarling-Meurre, 2006.

Die Spross-Analyse:

Der Anstieg des Meeresspiegels gefährdet die blühenden küstennahen Gemeinden des Staates“.

Re-Analyse

Mir fehlen die Worte … also lasse ich Graphiken sprechen:

Meeresspiegel-Trends (NOAA). Jährliche Rate des Meeresspiegel-Anstiegs (mm pro Jahr). Die Hand hält verschieden große Perlen zum Vergleich.

Meeresspiegel-Anstieg vor San Francisco (NOAA). Der Hammer verdeutlicht die Größenordnung (Estwing)

Meeresspiegel-Trends vor Los Angeles (NOAA). Der Hammer verdeutlicht wieder die Größenordnung. Seit dem Tod von Wyatt Earp ist der Meeresspiegel weniger gestiegen als der Hammer hoch ist.

Meeresspiegel-Trend vor San Diego (NOAA). Der Hammer wieder zum Vergleich.

Spross-Analyse

„In den Himmel schießende Temperaturen trocknen das Ackerland im Central Valley aus“

Re-Analyse

Er bezieht sich auf „The Valley That Hope Forgot“ [etwa: Das Tal, das die Hoffnung vergessen hat]

Auch in Texas gibt es Dürren. Wir errichten Deiche und andere Infrastruktur bzgl. Wasser. Das Thema lautet Wasser-Ressourcen-Management. Dürren in Texas und Kalifornien hängen auf ähnliche Weise von der ENSO ab. In Texas kann man mit Dürren umgehen, in Kalifornien nicht. Der primäre Unterschied ist, dass das Management in Texas viel besser gehandhabt wird.

Meteorologische Dürre-Bedingungen sind der akute Grund von Wasserknappheit. Die Regierung ist der chronische Grund für Wasserknappheit. 35 Jahre idiotischer Regierungsarbeit haben zu der Unfähigkeit Kaliforniens geführt, mit zyklischen Dürre-Bedingungen umzugehen. Sie haben umweltlichen Unsinn angerichtet, um den Ausbau der Wasser-Infrastruktur zu blockieren, der notwendig gewesen wäre, um der Bevölkerungsentwicklung Rechnung zu tragen.

Südkalifornien und das Central Valley waren immer auf zusätzliche Wasserspeicher und Lieferkapazitäten derselben angewiesen.

Die 10 größten Reservoire in Kalifornien, Dreh- und Angelpunkt des Wassersystems für 38 Millionen Menschen und der größten Landwirtschaft der USA, sind allesamt zwischen 1927 und 1979 gebaut worden. Shasta Lake, der große See am Sacramento-River nahe Redding, wurde 1945 fertig gestellt. Mit dem Bau des größten Staudammes in den USA, Oroville mit einer Höhe von ca. 235 m, wurde 1961 begonnen, er wurde 1968 fertig gestellt.

Das letzte riesige Reservoir in Kalifornien war New Melones am Stanislaus River in der Calaveras County [County = in etwa unsere Landkreise]. Seit der Korps von Ingenieuren im Jahre 1979 das sprichwörtliche Band durchschnitt, ist Kalifornien um 15 Millionen Menschen gewachsen. Quelle

Große Gebiete des Staates Texas haben ebenfalls immer zusätzliche Wasserspeicher und Lieferungskapazität benötigt.

Die Reservoire in Texas weisen derzeit eine Kapazität von 72% auf – trotz persistenter Dürre-Bedingungen.

Texas hat seine Reservoir-Kapazitäten während der letzten 80 Jahre stetig erweitert …

Während der vorangegangenen, mit der ENSO zusammenhängenden Dürreperiode hat Texas seine Reservoir-Kapazität vervierfacht …

Texas begegnet der jetzigen ENSO-Dürreperiode mit der Einrichtung verbesserter Wasser-Infrastruktur einschließlich des Baus 26 neuer großer Reservoire …

Im staatlichen Wasser-Plan werden 26 neue große Reservoire eingerichtet, um den Wasserbedarf in vielen Regionen zu decken. … Diese neuen Reservoire würden 1,5 Millionen Acre-Feet [Kubikfuß?] pro Jahr bis zum Jahre 2060 speichern, falls alle eingerichtet werden. Es ist nicht überraschend, dass die meisten dieser Projekte östlich der Interstate [= Autobahn] 35 eingerichtet werden, wo Regenmenge und Abfluss größer sind als im westlichen Bereich des Staates. (Quelle)

Spross-Analyse

Musterbeispiel eines Vorzeige-Projektes“

Der gesamte Planet muss sich zwischen 2050 und 2070 dekarbonisiert haben. Kalifornien hat 39 Millionen Einwohner und eine Wirtschaft, welche die fünftgrößte der Welt wäre, wenn Kalifornien ein unabhängiger Staat wäre. Er ist nicht die Welt. Aber falls Kalifornien hierbei Erfolg hätte, könnte es ein Musterbeispiel eines Vorzeigeprojektes sein.

Re-Analyse

Falls sich der „gesamte Planet zwischen 2050 und 2070 dekarbonisiert haben muss“, wäre die Dekarbonisierung von 5% der US-Stromerzeugung bis 2045 keineswegs das „Musterbeispiel eines Vorzeigeprojektes“. Es wäre ein kaum wahrnehmbares Vorzeigeprojekt.

Gleichzeitig wird Texas damit fortfahren, seine Öl- und Gaserzeugung zu steigern, ebenso wie die Stromerzeugung (mittels aller verfügbaren Quellen) und die Einrichtung weiterer Wasser-Infrastruktur (finanziert durch die Einkünfte von Öl und Gas).

Falls sich also Kalifornien aus einem Musterbeispiel eines kaum wahrnehmbaren Vorzeigeprojektes zurückzieht, wird es nirgendwo außerhalb der Brieftaschen der Kalifornier irgendeinen Unterschied geben. Und einfach gesagt, so sieht der „gesamte Planet“ von hier aus:

David Middleton is a petroleum geologist and has been a naturalized Texan since 1981.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/09/04/a-reanalysis-of-californias-climate-moon-shot-grand-scale-climate-fail/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

—————————–

Anmerkung des Übersetzers: Im Original kommen im Anhang noch diverse Tabellen mit Strompreisen, unter Anderem auch für Europa. Diese wird hier noch angefügt. Die Zeile mit Deutschland ist vom Übersetzer schattiert.




Deutschland in den Klauen des Klima­wandels

SZ: Im Norden Grönlands hat sich Packeis gelöst

Der Leiter des Ressorts „Wissen“ bei der SZ sah sich persönlich genötigt, seinen „Alpenprawda“-Lesern wieder vorzuführen, wie einseitig die SZ-Berichterstattung von höchster Redaktionsstelle im Dienste einer GRÜNEN Regierungspropaganda geführt wird.
SZ, 26. August 2018: [1] Klimawandel Die Lehren eines heißen Sommers
Anlass war der ausnehmend trockene Sommer und „Bestätigungen“ von Klimaforschern, vor allem natürlich vom PIK:

SZ [1]:
– Der trockene, heiße Sommer zeigt erste Auswirkungen des globalen Klimawandels.
– Im Norden Grönlands hat sich erstmals das Packeis vom Festland abgelöst.
Durch das Abschmelzen von Meereis heizt sich das dunklere Meerwasser zusätzlich auf – so wird die Klimaerwärmung weiter verstärkt.
– Auch durch Methangas, das beim Auftauen der Permafrostböden frei wird, beschleunigt sich der Klimawandel zusätzlich.
… Ein Sommer, in dem sich die Klauen des globalen
Klimawandels auch in Deutschland schmerzhaft bemerkbar machen, wie viele Menschen vermuten – und Klimaforscher bestätigen.
… Durchaus medienwirksam, aber eben auch wissenschaftlich fundiert warnte in den vergangenen Wochen der langjährige Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, vor einer aus dem Gleichgewicht gebrachten Natur.

Wie üblich, wurde in diesem „klauenhaften“ Artikel mit keiner Silbe dargestellt, welche Alternativaussagen zu den gemeldeten Angaben möglich wären und wie sich diese in das Wettergeschehen einfügen. Deshalb für EIKE-Leser anbei die im SZ-Originalartikel fehlenden Angaben vom Autor ergänzt.

SZ: Durch das Abschmelzen von Meereis heizt sich das dunklere Meerwasser zusätzlich auf

Egal, woher der SZ-Redaktionsleiter diese Information hat, aktuell kann sie nicht sein. Denn ausgerechnet diesen Sommer tat das Arktiseis etwas unvorhergesehenes: Obwohl es im Winter einen (der dort um diese Zeit häufigen) Wärmeeinbrüche gab:
EIKE 06.12.2016: [3] Am Nordpol ist es 20 Grad Wärmer als sonst, und [4]
und „Klimaforscher“ draufhin den Medien sofort schlimmste Auswirkungen postulierten:
Businessinsider.de, 26.02.2018: In Deutschland ist es diese Woche kälter als am Nordpol — und das könnte fatale Auswirkungen haben.
… Wie „Spektrum“ berichtet,
haben milde Luftmassen die Region dahingehend geflutet, dass sogar im Norden Grönlands Temperaturen über dem Gefrierpunkt gemessen wurden. Hier wurde innerhalb nur weniger Stunden ein Temperaturanstieg von fast 30 Grad Celsius gemessen. Auch in Alaska haben Meteorologen mit minus 1 Grad Celsius eine Temperatur gemessen, die rund 20 Grad über dem üblichen Wert liegt … Temperaturanstieg hat fatale Folgen für die Meereis-Entwicklung.
Der Temperaturanstieg hat jedoch auch fatale Folgen für das Meereis. Vergangene Woche bedeckte es etwa eine Fläche von weniger als 14 Millionen Quadratkilometern — der niedrigste Wert seit Beginn der modernen Aufzeichnungen 1979. Diese Entwicklung setzt im Anschluss einen Teufelskreis in Bewegung, da das freigelegte Wasser Wärme abgibt, die die erneute Eisbildung hemmt. Die folgende Zufuhr von warmer Luft beschleunigt den Zerfall des Meereises weiter …
Hat sich das Arktiseis nicht daran gehalten. Im August, also dem Monat vor dem sommerlichen Eisminimum, sah die Eisbedeckung wie in der folgenden Grafik aus. Seit einem Minimum in dem Jahr, als sie laut Al Gores „sicherer Vorhersage“ im Sommer vollständig eisfrei sein sollte, nimmt die Sommereisbedeckung zu. Und es ist „ihr“ auch vollkommen egal, was die „Klimawandel-Fachpersonen“ aufgrund von Wintertemperaturen dazu postulieren.

Bild 1 Arktische Eisbedeckung im August seit 1978. Quelle: DMI, abgefragt am 04.09.2018. Vom Autor zugefügt „Vorhersagewerte“ Quelle: NoTricksZone: A false prediction is a false prediction Even 10-year forecasts are total failures – can we trust 50-year forecasts?

SZ: Im Norden Grönlands hat sich erstmals das Packeis vom Festland abgelöst

In deutschen Medien findet sich dazu ausschließlich Information, welche mit ziemlicher Sicherheit von einer einzigen Quelle stammt und immer identisch kopiert wurde. Im Ausland findet sich dazu (wie so oft) erheblich Besseres und Informativeres:
realclimates, September 6, 2018 by tony heller: Daily CNN/Guardian Climate Fraud Update
Last week, CNN, The Guardian and many other fake news agencies reported Arctic sea ice north of Greenland is breaking up for the first time ever, and it was due to “climate change.” … The whole story was complete nonsense. There was less ice north of Greenland in September 2002 than there is this year ...

Bild 1.1 Vergleich der stark „aufgerissenen“ Eisbedeckung im Norden Grönlands im September 2002 und der deutlich geringeren im September 2018. Quelle: realclimates

Die ganze, umfangreiche Darstellung mit vielen Bildern und Grafiken sollte man unbedingt im Original lesen.

In einem Polarportal ist zudem hinterlegt, wie es am Nordrand von Grönland diesen Sommer aussah und warum sich dort Schelfeis gelöst hatte: Diesen Sommer ist (nur dort) das Meereis dünner (Bild 2, rechter Teil) und es wehte Wind in Meerrichtung. Dafür war allerdings ein größerer Teil der Arktis eisbedeckt.

Bild 2 Meereisdicken 2017 und 2018 Anfang August der Arktis. Quelle: PolarPortal

Der Grund ist in den folgenden Bildern sichtbar: Bis zum Juli war es im Nordgrönland herum relativ kalt (Bild 3). Im August wurde es gerade um Nordgrönland warm (Bild 4) und es wehte starker Westwind.

Bild 3 Temperaturanomalien 2018 Anfang Juli der Arktis. Quelle: PolarPortal

Bild 4 Temperaturanomalien 2018 Mitte August der Arktis. Quelle: PolarPortal

Die SZ hätte anstelle dieses lokal beschränkten Effektes auch auf etwas anderes hinweisen können, wie zum Beispiel, dass die grönländische Festlands-Eismasse sogar zugenommen hat.

Bild 4.1: Greenland Ice Sheet Mass Budget seit 1960. Quelle: Xavier Fettweis

Bild 4.2 Aktuelle Meldung vom Polarportal

Und dass die Arktis-Sommertemperaturen dieses Jahr deutlich niedriger waren, als im Jahr 1975, dem Zeitraum, als von den Klimawissenschaftlern unisono die beginnende Eiszeit ausgerufen wurde (Spiegel, am 12.08.1974), zeigt das folgende Bild. Trotz der „heißen“ Wintertemperaturen und der Vorhersage von „Klimafachpersonen“: „ ... .. Temperaturanstieg hat fatale Folgen für die Meereisentwicklung … „
sind diese vollkommen ausgeblieben. Es war den Sommer in der Antarktis kälter als im langjährigen Mittel und erheblich kälter als zur Kaltzeit der 1970er Jahre.

Bild 4.3 Arktistemperaturen Verlauf Sommerhalbjahr 1975 und 2018. Vom Autor übereinander kopiert. Quelle: DMI

Meistens erschließt sich die Wertigkeit erst mit der Betrachtung langfristiger Verläufe, wie in den folgenden Bildern. Plötzlich ahnt man, dass auch bei der Arktiseisbedeckung lineare Trends (wie von „Klimafachpersonen“ im Bild 1 dargestellt) zu (bewusst?) falschen Vorhersagen führen müssen, da man eine langfristige Zyklik vermuten kann, für die man zur richtigen, statistischen Darstellung periodische Funktionen benötigt – aber nicht anwendet.
Und nebenbei: Sollte die Rekonstruktion in Bild 5 ab 1900 einigermaßen richtig sein, wäre jeglicher Arktiseisalarm obsolet.

Bild 5 Arktische Meereisausdehnung. Quellen: 1978 … 2017: DMI; 1900 … 2013: NoTricksZone, Alekseev et al, 2016. Grafik durch Übereinander-kopieren vom Autor erstellt

Im ganz langfristigen Verlauf (Bild 6) zeigt sich dies noch deutlicher. Seit den letzten 10.000 Jahren hat die Arktis derzeit ihr Maximum an Eisbedeckung – und nicht wie behauptet, das alarmistische Gegenteil.

Bild 6 [5] Verlauf der arktischen Eisbedeckung in der zentralen, nördlichen Chukchi-See seit ca. 10.000 Jahren. Die Eisbedeckung ist aktuell wieder am Maximum der letzten 10.000 Jahre. Quelle Yamamoto et al., 2017

Der trockene, heiße Sommer zeigt erste Auswirkungen des globalen Klimawandels

Eine Aussage, welche zumindest in Deutschland unisono abgeschrieben und publiziert wird. Leider entspricht sie nicht der Wahrheit:
EIKE 08. Juni 2018: [10] Die Suche nach dem Klimawandel geht weiter. Denn in Deutschland ist er nicht zu finden
Allerdings bringt diese mentale „Dauer-Klimaprügelei“ unserer Medien manche anscheinend fast an den Rand des Wahnsinns, denn anders kann man den folgenden Vorschlag einer „Fachperson“ kaum bewerten:
BR.DE, 08.08.2018: BUND fordert Merkels Rückkehr
… Mit Blick auf die Ernteausfälle und Dürreschäden in der Landwirtschaft ... Der Kampf gegen die Klimakrise sei ein Wettlauf gegen die Zeit, so Weiger. Er forderte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum sofortigen Handeln auf. Sie solle dafür ihren Urlaub unterbrechen …

Frau Merkel hat dem Wunsch natürlich nicht entsprochen. Wenigstens diesmal war sie realistisch und hat sich wohl gefragt, was eine Urlaubsverkürzung konkret am Klima bewirken könnte. Vieleicht dachte sie dazu auch: Ein paar Sitzungen bei einem guten Psychologen mit etwas Grundkenntnis über den Unterschied zwischen Klima und Wetter, sowie Klima-Messdaten und Klima-Simulationen, wären für solche Personen bestimmt hilfreicher. Gesagt hat sie es natürlich nicht, denn sie benötigt die Stimme ja in der Kohleausstiegskommission zur Sicherstellung des von ihr vorgegebenen Ergebnisses.
BR.DE: H. Weiger: …
Konkret fordert der Bund Naturschutz die Reduktion der Treibhausgase durch Stilllegung der dreckigsten Kohlekraftwerke …
In [5] finden sich zum Sommerwetter einige Daten und in [7] und [2] sieht man abschließend, dass dieser Sommer zwar extrem, aber beileibe nicht einzigartig war und auch einfach eine Wiederholung gleicher Extrem-Wetterereignisse der Vergangenheit darstellen kann.

Ein Blick auf die Ernteausfälle und Dürreschäden in der Landwirtschaft

Im folgenden Bild sind die Verläufe der Weizen-Ernteerträge und der Ertrag von 2018 eingetragen. Obwohl man für den Ertrag 2018 die teils extremen Ertragsstreuungen zwischen den verschiedenen Bundesländern beachten muss, ist der Gesamtertrag im langfristigen Vergleich keinesfalls ein Desaster, wie es überall (und von Herrn H. Weiger) behauptet wird, sondern eben ein herber Einbruch im stetig zu neuen Ertragsgipfeln steigenden Verlauf. Selbst über die diesjährige Ertragsmenge wäre schon die vorhergehende Generation froh gewesen und die Ökobauern sind solche Ertrags-Einbrüche – allerdings, wenn das Wetter „vorindustriellen Charakter“ hat – längst gewohnt:
EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht

Bild 7 Vergleich von Weizenerträgen seit 1970 weltweit mit Deutschland (und Schleswig-Holstein (SH)). Daten von 2008 – 2018 [1] und vor 1970 (Quelle: Scharrer – Linser: Dritter Band Handbuch der Pflanzenernährung und Düngung) vom Autor ergänzt

Auch weltweit erzeugt der Klimawandel keine Ertragsprobleme.

Bild 8 [6] Welterzeugung Getreide

SZ: Auch durch Methangas, das beim Auftauen der Permafrostböden frei wird, beschleunigt sich der Klimawandel zusätzlich

Die Quelle dazu ist leicht zu finden. Das AWI forscht fleißig zum Klimawandel und publiziert – inzwischen angelehnt an die alarmistische Art des PIK – entsprechend. Über 900 Mitarbeiter wollen schließlich gut bezahlt werden und das gelingt nur mit ausreichenden Fördermitteln, die im wesentlichen Umfang von der Politik „generiert“ werden. Nur noch selten werden (wohl versehentlich) nicht alarmistische Studieninformationen publiziert [8].

Bild 9 Publikationen des AWI. Screenshot von der Homepage

Natürlich forscht das AWI auch fleissig zum Methan und publiziert dazu:
WELT 20.08.2018: Schmelzwasserseen im Permafrost beschleunigen womöglich den Klimawandel
(AWI) … Schmelzwasserseen im Permafrostboden der Arktis könnten den globalen Klimawandel nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern erheblich beschleunigen. Durch sie tauten die Böden in der unmittelbaren Umgebung sehr viel schneller auf als bisher angenommen, teilte das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Montag unter Berufung auf eine Untersuchung mit, an der es beteiligt war. So würden in kürzerer Zeit auch deutlich mehr Treibhausgase wie Methan und Kohlendioxid frei.
Klimasimulationen berücksichtigten dieses beschleunigte Abtauen bisher nicht, warnte AWI-Experte Thomas Schneider von Deimling. Wie die Forscher nun in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ berichteten, sollte der Effekt daher „unbedingt“ in die Berechnungen einfließen. Bis 2050 könnte so bereits doppelt so viel Treibhausgas aus den arktischen Permafrostböden aufsteigen wie heute angenommen …

Doch gerade dabei handelt es sich um eines der viel diskutierten und ungelösten Themen. Wie sich der Methanausstoß in nördlichen Breiten auf das Klima wirklich auswirkt, hängt im Wesentlichen wohl vom forschenden Institut ab, wie eine Zusammenstellung von Artikeln von kaltesonne zeigt. Unabhängig, was davon stimmt, es wird so sein, wie es das AWI formuliert: Vieles weiß man nicht darüber, aber Vieles „könnte“ sein.

Bild 10 Zusammenstellung von Artikeln zum Methan und Klimawandel auf kaltesonne

Interessant ist es dann immer, wenn zeitgleich gegenteilige Studien veröffentlicht werden:
kaltesonne 5. August 2018:
Falschverdächtigung: Methan aus arktischem Eismeerboden nun doch kein Klimakiller
Erinnern Sie sich noch an die von interessierten Kreisen gepriesenen Horrorszenarien, dass Gashydrate im arktischen Meeresboden im Zuge der Klimaerwärmung kollabieren und enorme Mengen an Treibhausgasen freisetzen würden? Ziemlicher Quatsch, wie jetzt eine Studie des norwegischen Center for Arctic Gas Hydrate, Climate and Environment (CAGE) herausfand. Die Methanhydrate sind viel weniger anfällig gegen die Erwärmung als gedacht. Hier die Pressemitteilung des CAGE aus dem September 2018: Methane hydrate is not a smoking gun in the Arctic Ocean

Und selbst wenn das Methan aus den Gashydraten freigesetzt werden würde, hat die Natur offenbar weitere Schutzmechanismen zur Verfügung, die verhindern, dass das Gas im großen Stil in die Atmosphäre gelangt. Die University of Rochester berichtete am 17. Januar 2018, dass man eine unerwartete Pufferwirkung im Ozean gefunden habe:

Ocean waters prevent release of ancient methane
Bereits im August 2017 erschien in Nature eine Arbeit von Petrenko et al., in der den Methanhorrorszeanarien eine klare Absage erteilt wurde: Minimal geological methane emissions during the Younger Dryas–Preboreal abrupt warming event

SZ: Ein Sommer, in dem sich die Klauen des globalen Klimawandels auch in Deutschland schmerzhaft bemerkbar machen

Sachlich bezogene Aussagen zum sich immer verändernden Klima, wie beispielsweise in Österreich:
Österreich, Wochenblick 15. Juni 2018: Experte im „WochenBlick“-Interview :
Dürre-Attacken in Österreich: „Am Klimawandel liegt es nicht
Auch wenn viele selbsternannte „Experten“ und Medienvertreter den Schuldigen schon ausge
macht zu haben glauben, der „menschengemachte Klimawandel“ hat keine Schuld an der Trockenheit, die den Landwirten aktuell zu schaffen macht („Wochenblick“ berichtete).
Klaus Haslinger, Klimaforscher an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), von der Abteilung für Klimaforschung mit Schwerpunkt Regionale Klimaanalyse und Modellierung, Hydrologie und Trockenheit, erklärt im Gespräch mit dem „Wochenblick“, dass die derzeit sehr trockene Witterung im Grunde genommen nicht mehr als ein Wetterphänomen sei und mit dem „menschengemachten Klimawandel“ per se nichts zu tun hätte.

… sind in Deutschland kaum mehr vorstellbar, beziehungsweise auf ganz vereinzelte „Rufer in der Informationswüste“ beschränkt:
Meteorologe Wolfgang Thüne: [7]Um mit diesem hundertfachen meteorologischen Unfug aufzuräumen, genügt es, den meteorologischen Alt-Barden Jörg Kachelmann zu zitieren [6]:
„Wir konnten in vielen Medien all die frei erfundenen Räuber-Geschichten lesen – vom ‚Hitzering über der Nordhemisphäre‘ und daß es nun überall gleichzeitig Hitzerekorde geben würde, was in keiner Form der Wahrheit entsprach.“
u.w.a.a.O. “ … sei auch erwähnt, daß in dieser Woche im Mittleren Westen der USA neue Allzeit-Kälterekorde registriert wurden. Alle Berichte in wunderbar schrecklichen Farben, die von einer hemisphärischen Hitzedröhnung sprachen, waren schlicht gelogen – es kann eben nie genug sein.„

Bei uns wird dagegen vermutet, von fördermittel- und titelkorrumpierten „Experten“ bestätigt und von den Medien endlos kopiert und wiederholt:
SZ: [1] wie viele Menschen vermuten – und Klimaforscher bestätigen.

Dabei sind ein Teil der genannten „Expert*innen“ oft ohne jegliche Ausbildung dafür (hier ein abgebrochenes Theologiestudium). Trotzdem haben sie keine Hemmungen, ihre Parteidogmen dem Volk als „Wissen“ zu „verkaufen“.

Bild 11 Tweet von K.G.E.

Solche Personen scheinen zudem besonders empfänglich für die Thesen der (dank überbordender Fördermittel) wie Pilze aus dem Boden schießender „Klimawandelgurus“ – sofern diese nur ihre ideologischen Vorgaben immer neu bestätigen. Und je medienwirksamer sich solche präsentieren, umso stärker werden diese auch von den Medien „gehypt“.

SZ: … wissenschaftlich fundiert warnte … Hans Joachim Schellnhuber …

SZ: [1] … Durchaus medienwirksam, aber eben auch wissenschaftlich fundiert warnte in den vergangenen Wochen der langjährige Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, vor einer aus dem Gleichgewicht gebrachten Natur.

Im Gegensatz zum SZ-Ressortleiter ist es dem Autor weiterhin ein Rätsel, wie man einer solchen Person, deren wesentliche Eigenschaft eine schon fast krankhafte Arroganz und Überheblichkeit, verbunden mit introvertiertem Narzissmus ist, zuhören und vor allem Glauben schenken kann:
EIKE 25.05.2018: Zu jedem Parteitag eine Freifahrt in der Klima-Geisterbahn

Bild 12 Gastbeitrag zum Klimawandel von Hans-Joachim Schellnhuber am 25.11.2017. Eingebettetes Video und Link. Quelle: YouTube

EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!

Es gibt allerdings (neben dem SZ-Ressortleiter) viele Personen, die ein solches Gehabe ausnehmen toll finden und entsprechend beweihräuchern:
Klimaretter.Info: Münchner Klimaherbst 2015
Hans Joachim Schellnhuber, einer der einflussreichsten Klimaforscher weltweit
… Dort habe ihm eine Phalanx „älterer Herren“, die sich allesamt als Klimaskeptiker entpuppten, gegenüber gesessen, die ihn mit völlig unhaltbaren, längst widerlegten Thesen konfrontiert habe. Zeitverschwendung für jemand wie Schellnhuber, der zwecks Weltrettung von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt jettet. Der Ärger über die unbotmäßigen Fragensteller war dem Wissenschaftler auch heute noch anzumerken.
… An diesem Abend freilich sprach er zu einem Publikum, das ihm förmlich an den Lippen hing.

Dabei sind seine wirklich wissenschaftlich zu nennenden Arbeiten dünn gesät, pseudo-wissenschaftliche dagegen häufig, aber eben populär. Und Herr Schellnhuber ist der „Erfinder“ des zwei Grad Ziels und der Klimakipppunkte, sowie Vertreter der absoluten Gläubigkeit (eher schon Hörigkeit) an von Menschen programmierte Klimasimulationen:
Dr. Wolfgang Thüne: „Hellseher, Hexenmeister, Klimaflüsterer!“
… exzellenter Chaosphysiker, als „intellektuelle Waffe“, als PIK-Direktor, als Kanzlerin Berater und atheistischer Papstberater, Commander des British Empire, Propagandist des 2-Grad-Ziels und Erfinder der ominösen „Kipp-Punkte“. Er ist Apokalyptiker und Zeitgeistverstärker. Nur er besitze die einzigartige Weisheit, die „Selbstverbrennung“ des Planeten durch das „Giftgas“ CO2 zu erkennen und zu verhindern.
kaltesonnde: [9] Kippelemente für eine angstgeleitete Politik
… Das gilt auch für  eine
Arbeit, die in der Schwüle des Juli Furore machte. Eine Reihe von Wissenschaftlern um den bekannten Hans Joachim Schellnhuber ( die Arbeit wurde am 19. Juni eingereicht und am 6. Juli akzeptiert, ein neuer Sprintrekord zwischen Abgabe und Annahme) entwerfen darin eine Szenario, in dem bestimmte Kippelemente das Klima der Erde in neue, unentrinnbare heiße Gleichgewichte treiben. Das Entscheidende steht in der Schlussfolgerung : Zu vermeiden geht das nur durch eine neue „Erdsystemverwaltung“. Der Leser war gespannt auf Berechnungen, Softwarecodes, empirische Herleitungen- und findet nichts dergleichen. Reine Spekulation. Science Fiction. Hokus-Pokus.

Wen ein glücklicher Zufall der Geschichte an eine (politisch) so wichtige Position gespült hat – Herr Schellnhuber ist Gründer und Direktor des PIK, einem Institut, welches weniger nach dem Klima, sondern nach dessen simulierten Folgen forscht -, darf alles verkünden, es wird ihm von unseren Medien kritiklos und gläubigst von den Lippen gesaugt:
EIKE, 04. September: Das Sommertheater im Juli und andere Klima-Phantasien
WGBU fordert Klimapass
… Wie schlimm die Instrumentalisierung von Politik durch Klimawissenschaft und umgekehrt  geworden ist, zeigt eine brandneue Studie des WGBU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) Zeitgerechte Klimapolitik -Vier Intitiaven für Fairness.
Vorsitzender des Beirats ist Prof. Schellnhuber. Der Beirat berichtet direkt an die  Bundesregierung  und empfiehlt ihr Klimapässe für klimabedingte Migranten und Migrantinnen auszustellen. Der Klimapass „soll den einzelnen Menschen in die Lage versetzen, frei über seine Fortwanderung zu entscheiden“. Der WGBU geht von „Schätzungen für globale umweltbedingte Migration bis zum Jahr 2050 von 25 Mio. bis zu 1 Mrd. betroffenen Personen“ aus.“Schier unerträglich ist die Vorstellung, dass Millionen Klimamigrant*innen in den kommenden Jahrzehnten auf kriminelle Schlepperorganisationen angewiesen wären“. „In einer ersten Phase sollte der Klimapass den Bevölkerungen kleiner Inselstaaten, deren Staatsgebiet durch den Klimawandel unbewohnbar werden dürfte, frühzeitige, freiwillige und humane Migrationswege eröffnen. Mittelfristig sollte der Pass auch massiv bedrohten Menschen anderer Staaten, einschließlich Binnenvertriebener, zur Verfügung stehen. Als Aufnahmeländer sollten sich Staaten mit erheblichen historischen wie heutigen Treibhausgasemissionen und somit großer Verantwortung für den Klimawandel engagieren.“ Als kurzfristigen ersten Schritt schlägt der WGBU vor :“ Im Rahmen der 24. Klimakonferenz in Katowice (im Dezember 2018,d.Verf.) sollte die Bundesregierung als Vorreiterin potenzieller Aufnahmeländer den Klimapass als Angebot für die Bevölkerung flacher Inselstaaten vorschlagen“.
Das Politikpapier kann direkt beim WBGU heruntergeladen werden: https://www.wbgu.de/de/pp9/

Klar, dass solche Aussagen – so unbelegt und falsch sie auch sind – von Parteien gierig aufgenommen werden:
FOCUS ONLINE, 03.08.2018: „EU hat zur Katastrophe beigetragen“: Grüne Jugend fordert Asyl für Klimaflüchtlinge
Aufgrund des Klimawandels verschlechtern sich nicht nur die Lebensumstände in vielen armen Ländern, die Heimat vieler Menschen wird auch unbewohnbar. Für diese Menschen fordert die Jugendorganisation der Grünen nun ein Recht auf Asyl.
Die Vorsitzende der Grünen Jugend, Ricarda Lang, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Die EU sollte den Bewohnern von Inselstaaten, die durch den Klimawandel bedroht sind, die europäische Staatsbürgerschaft anbieten und ihnen eine würdevolle Migration ermöglichen.“
Helfen müsse Selbstverständlichkeit sein
Ein solcher „Klimapass“ wäre nicht nur eine Frage von Solidarität, sondern auch von Verantwortung. Lang erklärte: „Immerhin sind es unter anderem die Länder der Europäischen Union, die durch eine verantwortungslose Energie-, Wirtschafts-, und Agrarpolitik zur menschengemachten Klimakatastrophe beigetragen haben.“ Denen zu helfen, die am schlimmsten davon betroffen seien, müsse eine Selbstverständlichkeit sein.
Klimawandel ist „knallharte Realität“
Lang verwies darauf, dass der Klimawandel in Teilen der Erde bereits „knallharte Realität“ sei. Die Grüne-Jugend-Chefin sagte: „Gerade auf den pazifischen Inselstaaten wird vielen Menschen bereits heute die Existenzgrundlage unter den Füßen weggeschwemmt.“

Der Autor sagt dies nicht einfach als Behauptung. In seinen jahrelangen (auf EIKE veröffentlichten) Recherchen nach wirklichen Messdaten muss er weiterhin feststellen, dass alle!!!! Aussagen zum schlimmen AGW- Klimawandeleinfluss nicht auf Messwerten, sondern entweder durch (bewusste) Falschinterpretation von Kurzzeitverläufen und deren Zukunfts-Fortschreibung, meistens jedoch auf nicht verifizierbare und szenarienabhängige Zukunftssimulationen beruhen.
Dies gilt für die auf keinen Fall (wie vom Vorsitzenden der Grünen Jugend behauptet, allerdings durch nicht ein einziges Meerespegeldiagramm bestätigtes [11]) „Untergehen“ von Inselstaaten durch CO2-Emission und fast alles andere.
Ein aktuelles Beispiel hat kaltesonne gerade wieder publiziert:
kaltesonne, 06.09.2018: Welcher Klimawandel am Tschadsee?
… Die Gegend um den Tschadsee ächzt unter Terror und Klimawandel, berichtete Reuters am 3. September 2018. Terror, ja. Aber welcher Klimawandel? Das wollen wir genauer wissen und schauen dabei … Keiner ist gegen humanitäre Hilfe, in diesem Fall kamen auf einer Tschadsee-Konferenz in Berlin mehr 2 Milliarden Dollar zusammen. Aber den behaupteten Zusammenhang zum Klimawandel gibt es schlicht nicht. Wenn dann den Leuten hierzulande falsche Migrationsgründe aufgetischt werden, muss man sich nicht über unangemessene Gegenreaktionen wundern.
Eine kaltesonne-Analyse, deren Ergebnis sich mit einer früheren des Autors deckt – und schon damals aufzeigte, dass den GRÜNEN (und unseren Medien) nicht entfernt an wirklichem Wissen zu den von ihnen propagierten Themen gelegen ist:
EIKE 09.09.2017: Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klimawandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?

Quellen

[1] SZ, 26. August 2018: Klimawandel Die Lehren eines heißen Sommers

[2] EIKE: Sommerhalbjahres-Niederschlag 2018

[3] EIKE 06.12.2016: Am Nordpol ist es 20 Grad Wärmer als sonst

[4] EIKE 06.01.2016: Die Klimaente zum Jahreswechsel Der Nordpol taut mitten im Winter

[5] EIKE 11. August 2018: Heutzutage geht der Bürger an seine Uni um konforme Desinformation zu erhalten

[6] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Ernte 2018 Mengen und Preise

[7] EIKE, 05. September 2018: Sommer-Witterung 2018 : Eine Märchen-Stunde der Klima-Alarmisten

[8] EIKE 21.02.2018: Und plötzlich wird die Zukunft glücklicher

[9] EIKE, 04. September: Das Sommertheater im Juli und andere Klima-Phantasien

[10] EIKE 08. Juni 2018: Die Suche nach dem Klimawandel geht weiter. Denn in Deutschland ist er nicht zu finden

[11] EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)
EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)