Verlogener „Klimagipfel“ von Gov. Brown kaschiert den global stark zunehmen­den Verbrauch fossiler Treibstoffe …

Gouverneur Browns Klima-Plauderei führte zu nichts weiter als einem gewaltigen Hype, zu Schall und Rauch ohne jeden Anschein nachvollziehbarer Daten, ohne irgendeinen festen Plan von Maßnahmen, um messbare Ziele zu erreichen. Die Klima-Plauderei ignorierte einfach die überwältigend feste Wahrheit, dass die Welt sich einem steigenden Verbrauch fossiler Treibstoffe zugewandt hat, darunter Kohle, Erdgas und Öl. Dies geht eindeutig aus den globalen Energie-Daten hervor.

Ebenso ignoriert wurde die Tatsache, dass die Welt immer mehr kostspielige und unzuverlässige Vorschriften bzgl. erneuerbarer Energie aufhebt und ignoriert, ebenso wie Subventionen sowie bedeutungslose Emissionsziele, welche ohnehin keinen messbaren Einfluss auf die globalen Temperaturen haben.

Die Teilnehmer an dem Geplauder taten außerdem einfach so, als ob die globalen Klimamodelle das zukünftige globale Klima zutreffend simulieren können, obwohl das IPCC höchstselbst eingeräumt hatte, dass diese Modelle das globale Klima eben nicht projizieren können und daher komplett unzulänglich sind, um eine globale Klimapolitik zu verfolgen.

Die plumpen und nur vage umrissenen Programme, welche auf dem „Gipfel“ angesprochen worden waren, werden lediglich die Energiekosten dramatisch weiter in die Höhe treiben und die Kalifornier mit niedrigem Einkommen bestrafen – durch etwas, das absolut gar nichts global bzgl. Klima und Energie zur Folge hat.

Medien wie die L. A. Times [L. A. = Los Angeles] brachten zahlreiche kriecherische Artikel, welche die Propaganda und den Hype reflektierten, der auf dem „Gipfel“ zutage trat, wobei diese Artikel weitere Beweise dafür waren, wie weit die Medien sich von der Realität entfernt haben, wenn es um das globale Klima und Energie geht.

Gouverneur Brown plusterte sich gewaltig auf, dass sein Geplauder „global“ war, und die Zeitung schrieb: „Gov. Brown betonte, dass die Konferenz in San Francisco ein globaler Gipfelsein sollte, wobei unter seiner Leitung auch auswärtige Repräsentanten wie der chinesische Klima-Chefunterhändler Xie Zhenhua und Anand Mahindra, ein prominenter indischer Industrie-Kapitän, anwesend waren“.

Auf dem Geplauder ging es jedoch niemals um Daten aus China und Indien bzgl. deren steigenden Energieverbrauchs während der letzten 15 Jahre oder deren zukünftiger projizierter Energieverbrauch. Vielmehr haben sich diese Länder einem steigenden Verbrauch fossiler Treibstoffe im Allgemeinen und Kohle im besonderen zugewandt, wie die Energiedaten eindeutig zeigen:

Auch die gewaltige Zunahme des Kohleverbrauchs zur Stromerzeugung in den Asien-Pazifik-Ländern während des vorigen Jahrzehnts wurde ignoriert und auf dem Klima-Geplauder von Gov. Brown verschleiert.

Und noch etwas wurde auf diesem „Gipfel“-Zirkus ignoriert, nämlich die Tatsache, dass die stärkste zukünftige Zunahme des Energieverbrauchs im Gebiet Asien-Pazifik stattfinden wird und dass fossile Treibstoffe, und nicht Erneuerbare, den großen Löwenanteil bei der Deckung dieser Energienachfrage decken werden.

Dass auf dem Brown-Geplauder in keiner Weise die gut dokumentierten Daten zum globalen Energieverbrauch ein Thema waren, zeigt ganz eindeutig, dass es sich hier um eine rein politische Propaganda handelte, die überhaupt keine Relevanz oder Intention spiegelte, bedeutsame Schritte oder Pläne umzusetzen, welche irgendwelche globalen Konsequenzen haben würde. Dieser Mangel wurde übertüncht mit einem grotesken und lächerlichen Medien-Hype in Artikeln über das Geplauder. Darunter waren auch so erhellende Feststellungen wie:

„Wir stehen hier vor einer sehr ungewöhnlichen Herausforderung“, sagte Brown in einem Interview in seinem Büro. „Sie erreicht uns von überall her auf diesem Planeten. Jeder trägt dazu bei, und jeder muss etwas tun, sie zu bekämpfen. Es ist eine total einzigartige weltweite Herausforderung, die es noch nie gab. Es gibt nichts Vergleichbares. Es ist, als ob man einen gewaltigen Felsen den Mount Everest hinauf rollt. Und wir stehen ganz unten“.

Und weiter: „Falls man irgendeine Art Treffen abhält, welches groß genug ist, um einen sozialen und politischen Schub auszulösen, endet man bei der Frage, ob dieser Schub ausgereicht hat, etwas zu erreichen“, sagte Jonathan Pershing, während der Obama-Regierung Klima-Sonderbotschafter. Die Myriaden und weiter zunehmenden Maßgaben auf dem Tisch in San Francisco werden sich summieren. Anzeichen für Klima-Maßnahmen zeichnen sich auch auf Gemeindeebene ab. Über 70 Städte, darunter Atlanta, Denver und Orlando, haben sich dem Ziel verschrieben, genügend erneuerbaren Energie einzurichten (hier), um den gesamten Strombedarf zu decken, obwohl viele Bürgermeister sich jetzt am Kopf kratzen, wie sie das bewerkstelligen sollen“.

Ebenfalls kein Wort wert waren jüngste Entscheidungen in China, die Subventionen für Wind und Solar zu kürzen, welche ein Chaos erzeugt haben bei dem Versuch, eine zuverlässige Planung für diese Ressourcen auf den Weg zu bringen. Dies spiegelte sich auch in einem kürzlich erschienenen Artikel:

„Diese neue Politik führt die Industrie an einen Scheideweg. Während der 12. Fünf-Jahre-Plan-Periode (2011 bis 2015) wurden Subventionen spät ausgezahlt, und es gab eine erhebliche Verschwendung von Wind und Solarenergie. Das hätte man bis jetzt lernen können“, sagt Meng Xiangan, stellvertretender Direktor der Erneuerbare-Energie-Gesellschaft. „Um eine Wiederholung zu vermeiden, kann die Lobby entweder für eine Verlängerung der Subventionen kämpfen und die rapide und nicht nachhaltige Ausweitung fortsetzen, oder sie kann akzeptieren, dass neue Kapazitäten eine immer größere Herausforderung bzgl. der Kosten darstellen.

Ohne Subventionen gibt es keinerlei Profit aus Investitionen über ein Jahrzehnt lang. Darum sind Landbesitzer und Investoren nicht an einer Ausbreitung von Solar interessiert. Chinas Gesellschaft der Photovoltaik-Industrie erwartet 30 bis 35 Gigawatt neuer Solar-Kapazität im Jahre 2018, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 43%.

Dieser Rückzug von regierungsamtlichen Vorschriften für Erneuerbare erfolgt zur gleichen Zeit, in der in China erneut der Verbrauch von auf Kohle basierendem Treibstoff zunimmt, wie es in einem anderen Artikel heißt:

„Das Ergebnis der in Paris ansässigen International Energy Agency (IEA) enthält die Aussage einer internationalen Gruppe von Klimawissenschaftlern, welche die Zunahme des Kohleverbrauchs in China für den starken Anstieg globaler Treibhausgas-Emissionen seit dem Jahr 2013 verantwortlich machen.

Die Warnung des Global Carbon Project vor einem 2%-Sprung der Emissionen im Jahre 2017 fiel zusammen mit der Veröffentlichung der langfristigen Energie-Vorhersage der IEA und seiner ersten tiefer gehenden Analyse in China der letzten 10 Jahre.

In seinem globalen Kohlenstoff-Budget aus dem Jahr 2017 führte die Wissenschaftlergruppe einen Anstieg des Kohleverbrauchs in China um projizierte 3% an sowie eine Zunahme der Emissionen um 3,5% als Gründe für den Klima-Rückschlag nach drei Jahren relativer Stabilität.

Diese Umstände zeigen ganz klar, wie idiotisch Browns Behauptungen sind, vor allem in Bezug auf seine oft gehypte Behauptung, dass sein globaler Partner China die Welt anführt beim „Kampf gegen den Klimawandel“.

Oft war auf der Versammlung davon die Rede, warum Elektrofahrzeuge (EVs) so bedeutsam sind für den Transportsektor zur Erreichung zukünftiger Emissions-Reduktionen. Aber wieder wurden keinerlei Daten präsentiert hinsichtlich dieses Luftschlosses. Der globale Energieverbrauch im Transportsektor zeigt, wie unbedeutend EVs sind hinsichtlich des Energiebedarfs im globalen Transportwesen. Dies zeigt sich in den folgenden beiden Graphiken:

Erneut hob Brown bei dem Treffen sein neues Gesetz hervor, dem zufolge bis zum Jahr 2045 in Kalifornien ein global bedeutungsloses und vollkommen unerreichbares Luftschloss von 100% sauberer Energie erreicht werden soll, und verbreitete weiteren Unsinn hinsichtlich riesiger unrealistischer Zahlen von EVs für jenen [US-]Staat. In einem Artikel der L. A. Times liest man:

„Am Montag unterzeichnete Gouverneur Brown ein Gesetz, welchem zufolge die kalifornischen Versorger bis zum Jahr 2045 100% ihres Stromes aus Null-Kohlenstoff-Quellen beziehen müssen. Er setzte auch das Ziel fest, bis 2030 5 Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, während er 2,5 Milliarden Dollar bereitstellt an Rabatten für die Fahrzeuge und den Aufbau der Strom-Infrastruktur.

5% aller verkauften Autos in Kalifornien waren EVs, in den gesamten USA war es 1%“.

Aber der Verkauf in Amerika ist noch viel schwieriger, auch in Kalifornien. Eine Initiative des Gesetzgebers in diesem Jahr, den Verkauf neuer Benzinfahrzeuge ab dem Jahr 2040 zu verbieten, verlief im Sande.

„Wollen Sie, dass ich eine Presserklärung abgebe des Inhalts ,Keine Verbrennungsmotoren mehr‘?“ sagte Brown in einem Interview. „Es gibt 32 Millionen davon in Kalifornien. So geht es nicht. Wir müssen eine Alternative anbieten … Wir müssen das schaffen“.

Ein Artikel in der New York Times stellte bloß, wie unbedeutend im globalen Maßstab Browns Klima-alarmistische Zuhörerschaft wirklich ist, wenn es darin heißt:

„Nur 16 [US-]Staaten und Puerto Rico haben tatsächlich versprochen, sich an das Paris-Abkommen zu halten. In den meisten dieser Staaten regieren die Demokraten, und deren Bemühungen, von Republikanern regierte Staaten wie Ohio oder Texas davon zu überzeugen mitzumachen, waren fast durchweg erfolglos“.

Gouverneur Brown beendete seine kleine Klima-Soiree mit der Ankündigung, dass der Staat einen eigenen Satelliten starten werde, um den Klimawandel zu untersuchen. Aber wie alles andere auch auf diesem „Gipfel“ war dieses Programm zumeist nur ein Hype ohne jede konkreten Inhalt, wie in einem Artikel der Times beschrieben:

„Der Staat will den Satelliten bauen zusammen mit der in San Francisco ansässigen Firma Planet Labs, einem Unternehmen, das im Jahre 2010 von ex-NASA-Wissenschaftlern gegründet worden war. Kalifornien kann ultimativ viele Satelliten ins Weltall bringen, wie aus dem Büro des Gouverneurs verlautete. Das California Air Resources Board entwickelt gerade die Überwachungs-Technologie des Satelliten. Für den Start wurde kein Datum genannt, aber er wird sich vermutlich noch viele Jahre hinziehen“.

Der Brown-„Gipfel“ war nichts weiter als ein Bündel Klima-Alarmismus und Erneuerbare-Energie-Propaganda ohne jede praktische globale Bedeutung. Er diente nur dazu aufzuzeigen, wie viele Nachrichten in den Printmedien für so einen Haufen vollständigen Blödsinn verschwendet werden können. Jedwede Vortäuschung einer Relation zwischen diesem „Gipfel“ und der globalen Klima- und Energie-Realität zeigte eindeutig, dass eine solche Relation nicht existent ist.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/09/20/gov-browns-phony-climate-summit-conceals-global-wide-increased-use-of-fossil-fuels-and-rejection-of-climate-alarmism-energy-policy/

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Das Treffen fand auch mit deutscher Beteiligung statt, und zwar in Gestalt von Ministerpräsident Kretschmann und anderen hochrangigen Deutschen. Daher wurde dieser Beitrag hier übersetzt.

Interessanterweise findet sich auch im jüngsten Rundbrief des Heartland Institutes eine Zusammenfassung der Berichterstattung in anderen Medien. Sie wird hier noch angefügt. Der Übersetzer möchte damit unterstreichen, wie einmal mehr Steuergelder für unsinnigste Projekte zum Fenster hinaus geworfen werden.

Das Heartland Institute weist die falschen Behauptungen des Globalen Klimamaßnahmen-Gipfels zurück

H. Sterling Burnett

Das Heartland Institute präsentierte eine kraftvolle wissenschaftliche Widerlegung der auf dem Global Climate Action Summit (GCAS) am 13. und 14. September in San Francisco aufgestellten Behauptungen. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown (Demokraten) hat ihn organisiert. Mit der Planung desselben begann Brown bereits kurz nachdem Präsident Trump die USA aus dem Paris-Abkommen zurückgezogen hatte. Für den CGAS mobilisierte Brown eine Unmenge hochrangiger Referenten, darunter Al Gore, Nancy Pelosi, John Kerry, Michael Bloomberg, Van Jones, Tom Steyer, Alec Baldwin, Harrison Ford sowie Dutzende Regierungsbeamten aus der ganzen Welt [auch aus Deutschland, s. o. Anm. d. Übers.]

Während der Kaffeepausen auf dem CGAS brachte Heartland zwei 90 Minuten lange Widerlegungen mittels Livestream von Wissenschaftlern und Klimapolitik-Experten, darunter Jay Lehr, Ph.D., Wissenschaftsleiter am Heartland Institute sowie Terry L. Gannon, Ph.D., einen Physiker am Independent Institute; Richard Keen Ph.D., meteorologischer Berater (emeritiert) an der University of Colorado in Boulder; Stanley Goldenberg, Hurrikan-Spezialist bei der NOAA sowie Tom Harris, Präsident der International Climate Science Coalition.

James Taylor, führendes Mitglied am Heartland Institute, bezeichnete die Widerlegung als notwendig, denn „als wir sahen, dass der CGAS im Gange war, hatten wir große Bedenken, ob dort tatsächlich eine die Wirklichkeit reflektierende Wissenschaft präsentiert werden würde“.

Und als ob Mutter Natur zeigen wollte, wie recht Taylor hatte, erreichte der Hurrikan Florence die Carolina-Staaten. Viele CGAS-Referenten politisierten diesen Sturm augenblicklich und machten für Naturkatastrophen wie Hurrikane und Buschfeuer die globale Erwärmung verantwortlich. Noch schlimmer, diese so genannten Experten zeigten mit Fingern auf die Republikaner und besonders auf Präsident Trump, ohne auch nur einen einzigen wissenschaftlichen Beweis vorzulegen, welcher ihre Hypothese stützen würde. Sprecher des Heartland Institutes präsentierten verifizierbare Daten, welche jene Behauptungen widerlegten.

Goldenberg merkte an, dass es keine langfristige Änderung der globalen Hurrikan-Aktivität gebe. Tatsächlich nahm während der letzten 80 Jahre die Anzahl starker Hurrikane (Kategorie 3 oder höher), welche auf das US-amerikanische Festland übergegriffen hatten, um 50% ab.

„Wir haben nichts gesehen, was auch nur ansatzweise eine beispiellose Zeit mit mehr Hurrikanen, stärkeren Hurrikanen belegt, falls man versteht, wie man historische Aufzeichnungen lesen muss“, sagte Goldenberg.

Viele Faktoren jenseits von Wasser- und Lufttemperaturen steuern die Bildung, Stärke und Lebensdauer von Hurrikanen, betonte Goldenberg. „Es gibt Wechselwirkungen mit dem Festland. Alle möglichen Faktoren spielen dabei eine Rolle. Es gab Jahre, in denen das Wasser des Atlantiks außerordentlich warm war, aber dennoch nur sehr geringe Hurrikan-Aktivität zu verzeichnen war, weil die atmosphärischen Bedingungen einfach nicht günstig waren für die Entwicklung dieser Stürme“.

Außerdem sprachen die Experten des Heartland Institutes Folgendes an: die Politisierung der Klimawissenschaft, damit die Regierung immer mehr die Wirtschaft kontrollieren kann; die Gefahren für die Armen, wenn sie keine fossilen Treibstoffe mehr verbrauchen dürfen; und die Tatsache, dass die heutigen Temperaturen im Gegensatz zu Behauptungen auf dem CGAS keineswegs die höchsten seit dem Ende der letzten Eiszeit waren.

Das Gremium zur wissenschaftlichen Widerlegung wurde von James Taylor und anderen Mitarbeitern am Heartland Institute in Zusammenarbeit mit dem Oakland Independent Institute innerhalb von weniger als drei Wochen organisiert. Trotz dieses kurzen Zeitrahmens erreichte dieses Gremium über 3000 Zuschauer auf dem Livestream. In der Washington Times und anderen Medien wurde darüber berichtet. Die Zuschauerzahl der Heartland-Widerlegung war um über 10% höher als dieselbe des CGAS. Und das, obwohl Brown ein ganzes Jahr der Planung gewidmet hatte, viele Millionen Dollar ausgab, eine massive PR-Kampagne lostrat und die Teilnahme vieler prominenter Politiker und Berühmtheiten auf die Beine gestellt hatte.

Quellen: The Heartland Institute; Global Climate Action Summit; The Washington Times

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wird der Südwesten/Süden Deutschlands kälter?

Deutschlands Südwesten gilt als das Wärmezentrum Deutschlands, nicht zuletzt auch deshalb, weil das Gebiet über die Burgundische Pforte mit Warmluft aus dem Süden Frankreichs versorgt wird. In unserem Artikel über Freiburg konnten wir überraschenderweise einen Temperaturrückgang verzeichnen, woran sicherlich die Stationsverlegung ein Hauptgrund sein dürfte. Aber nicht nur.

Abb.1 Seit 30 Jahren zeigt die Wetterstation der Stadt Freiburg im warmen Südwesten Deutschlands eine deutliche Abkühlung. Das wärmste Jahr war das Jahr 2000.

Im Falle der südbadischen Hauptstadt haben wir es mit einem negativen Wärmeinseleffekt zu tun. Schaut man sich den Temperaturverlauf jedoch genauer an, dann erkennt man den fallenden Temperaturverlauf jedoch bereits ab dem Jahre 2000 und die Wetterstation stand noch 7 weitere Jahre am selben Platz in der Innenstadt. Damit stellt sich für einen Klimawissenschaftler die Frage zwangsläufig: Hätte sich Freiburg auch minimalst abgekühlt ohne die Verlegung der Wetterstation in den Außenbezirk? Dabei muss man wissen, dass die Einwohnerzahl Freiburgs und damit der menschengemachte WI-effekt auch in den letzten 30 Jahren besonders stark zugenommen hat.

Wir erweitern die Frage durch den Zusatz: Wird etwa das gesamte Umland, insbesondere der ganze Regierungsbezirk Freiburg oder gar der Süden Deutschlands in der unbebauten Fläche kälter? Dazu suchen wir weitere DWD-Wetterstationen möglichst außerhalb einer städtischen Bebauung. Ganz außerhalb in der freien Fläche haben wir keine gefunden.

Fündig wurden wir in Wolfach. Wolfach ist eine Kleinstadt mit knapp 6000 Einwohnern im Mittleren Schwarzwald im Kinzigtal, das sich zur Rheinebene hin öffnet, gute 40 km nordöstlich der Stadt Freiburg. Die automatische Wetterstation des DWD ist im Klimagarten der seit vielen Jahrzehnten nach den Standards der WMO und des DWD aufgebauten und betriebenen Station der Stern- und Wetterwarte Wolfach errichtet. Dieser Standort liegt ganz am Rand, eher außerhalb des Siedlungsbereichs der Gemeinde Wolfach auf 291m Höhe.

Abb.2: Die Wetterstation Wolfach liegt im östlichen Außenbereich der Stadt im Kinzigtal. Auf unserer Karte rechts unten.

Während in Wikipedia eine Klimaerwärmung für die Stadt Freiburg entgegen den Messdaten der Freiburger Station fälschlicherweise behauptet wird, findet man über Wolfach nichts. Die Durchschnittstemperatur über die letzten 30 Jahre beträgt etwa 10 C und damit um einiges höher als der DWD-Schnitt.

Die Grafik der letzten 30 Jahre bestätigt eine leichte Abkühlung für die Station Wolfach.

Abb.3. Die DWD-Wetterstation Wolfach in Deutschlands Südwesten zeigt seit 30 Jahren eine leichte Abkühlung. Abkühlung ist das Gegenteil einer Erwärmung. Das wärmste Jahr der letzten 30 Jahre war wie in vielen Orten im Süden mit geringem WI-effekt das Jahr 1994.

Zum Vergleich der DWD-Deutschlandschnitt aus über 1800 Stationen, die meisten stehen direkt im Wohngebiet der Städte und Gemeinden oder an Flugplätzen.

Abb.4: Die mehr oder weniger stark WI-behafteten DWD-Stationen zeigen eine moderate Erwärmung in den letzten 30 Jahren.

Und dieses Jahr 2014 gilt auch offiziell als das wärmste Jahr Deutschlands. Diese Feststellung ist naturwissenschaftlich falsch ausgedrückt. Bei den WI-armen Stationen – siehe Wolfach – war entweder 2000 oder bereits 1994 das wärmste Jahr innerhalb der letzten 30 Jahre.

Doch wieder zurück zu Deutschlands Südwesten: Mit Wutöschingen-Ofteringen bei Waldshut-Tiengen haben wir eine weitere WI-arme Station gefunden. Die seit 1961 bestehende Nebenamt-Station liegt auf 398 m Meereshöhe im Wutachtal zwischen Schwarzwald und Randen (Ausläufer des Jura). Das Tal verläuft von Nordost nach Südwest und entwässert einen großen Teil des Südschwarzwaldes in den Rhein bei Waldshut-Tiengen. Die jährliche Niederschlagsmenge (1961-90) liegt bei 993 mm

Abb.5: Station Wutöschingen-Ofteringen, nördlich des kleinen Weilers Ofteringen auf 398 m Meereshöhe. – siehe gelbe Markierung- Allerdings trägt das dunkle Band der in unmittelbarer Nähe verlaufenden Bundesstraße B 314 viel Wärme in die Umgebung ein, ebenso wie die Häuserumgebung. Die Station ist deshalb nur WI-arm.

Die Bundesstraße 314 und der in den letzten 30 Jahren überall zunehmende Verkehr – die Ofteringer beklagen insbesondere die Zunahme des Schwerlastverkehrs – bringt viel Wärme in die Umgebung des Thermometers ein. Schließlich sind Straßen wie Wärmebänder in der Landschaft. Da die Straße von Nord nach Süd verläuft und zudem leicht in Richtung Süden zum Rhein hin abfällt, dürfte der dunkle Asphaltbelag im Sommer durchaus 50 C heiß werden und nachts die gespeicherte Wärme abstrahlen und damit der nächtlichen Abkühlung in Wetterstationsnähe entgegenwirken

Trotzdem zeigt die in unmittelbarer Nähe sich befindende Wetterstation keine Erwärmung.

Abb.6: Obwohl die Wetterstation unmittelbar neben einer breiten Straße steht, zeigt Wutöschingen-Ofteringen über die letzten 30 Jahre keine Erwärmung.

Wir weisen nochmals auf den sicherlich vorhandenen WI-effekt in der Grafik hin. 2014 ist wärmer als 2000 und reicht fast an 1994 heran. Außerdem ist das Jahr 1996 um einiges kälter als 2010. Der zunehmende WI-effekt des kleinen Ortes verhinderte die noch kühlere Temperatur fürs Jahr 2010. Bei wirklich WI-armen Stationen im Süden unterscheiden sich beide Kältejahre nur geringfügig, bisweilen ist auch 2010 kälter als 1996

Wir gehen davon aus, dass Wutöschingen-Ofteringen ohne die Zusatzheizung der Bundesstraße 314 auch eine leicht fallende Trendlinie, ähnlich wie Wolfach hätte. Der DWD müsste die Messstation nur gute 100m weiter weg stellen.

Wird der Südwesten Deutschlands kälter? Die Antwort ist nicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten. Es kommt auf die Lage der Wetterstation an und auf die nähere und weitere Umgebung. Zur Beantwortung der Frage bräuchte man Wetterstationen, deren weiteres Umfeld sich in den letzten 30 Jahren überhaupt nicht geändert hätte. Und diese Bedingung finden wir fast nirgendwo vor. Deshalb treffen wir die vorsichtige Einschätzung.

Unser Ergebnis: Im Süden und Südwesten sinken in der freien Landschaft die Temperaturen in den letzten 30 Jahren.

Zur Untermauerung unserer Aussage greifen wir auf zwei weitere Messstationen zurück, die sich ebenfalls außerhalb oder am Rande des Siedlungsgebietes befinden:

Memmingen: Die Klimastation steht im Stadtgarten in Friedhofsnähe, also einer Art Parklandschaft. Allerdings verläuft die Autobahn nach München in unmittelbarer Nähe.

Abb.7: Auch in Memmingen stagniert die Erwärmung seit 30 Jahren. Die Station steht nicht in einer wärmenden Siedlung, sondern im Stadtgarten, der Friedhof schließt sich an

Mittenwald

Die Wetterstation steht nördlich des Ortes in den unbebauten Buckelwiesen mit Einzelgehöften

Abb.8: Auch der Wintersportort Mittenwald zeigt seit 30 Jahren keine Klimaerwärmung trotz moderater Bebauung und Zunahme der Touristen, der Wintersportler und des Straßenverkehrs im Ort selbst.

Gerade in Deutschlands Süden und Südwesten nehmen die Einwohnerzahlen und die Industrialisierung zu, ebenso der Verkehr und die Touristenströme. So hat z.B. Freiburg in den letzten 60 Jahren seine Bevölkerung verdoppelt. Wetterstationen ganz außerhalb von Orten zu finden ist fast unmöglich, da die Orte mitsamt Industrie stark anwachsen, ebenso wie die Grundstückpreise. Die Ortsränder fressen sich in die einst freie Fläche hinein. Deshalb kann in Südbaden und im Alpenvorland auch eine freie Landschaftsfläche nicht mehr ganz WI-frei sein.

Abkühlungsgründe: Im folgendem wollen wir ergründen, weshalb der Süden/Südwesten Deutschlands außerhalb stark wachsender Gemeinden zur Abkühlung neigt.

Ein möglicher Abkühlungsgrund mancher Stationen ist die Häufigkeitsentwicklung der Großwetterlagen und die Entwicklung der Sonnenscheindauer in den letzten 30 Jahren. Während bei langfristiger Betrachtung, also über mehr als 50 Jahre, die Häufigkeit der im Jahresmittel besonders erwärmend wirkenden West- und Südwestlagen zu- und die der kühlenden NW-, N-, NE-, Skandinavien-Hoch- und TM-Lagen abnahm, zeigt sich über die vergangenen 30 Jahre ein anderes Bild:

Abb. 9: Mehr im Jahresmittel kühlende Großwetterlagen (dunkelblau) in den letzten 30 Jahren, weniger wärmende. Großwetterlagenklassifikation nach HESS/BREZOWSKY. Wegen einer in Deutschland aber im selben Zeitraum zunehmenden Sonnenscheindauer, von der besonders WI-belastete Orte profitierten, konnte sich diese wetterlagenbedingte Abkühlung nur an WI- armen Orten mehr oder weniger deutlich bemerkbar machen.

Was die erwärmend wirkende Sonnenscheindauer betrifft, so hat diese in ganz Deutschland, aber auch in Südwestdeutschland, während der vergangenen 30 Jahre merklich zugenommen, was die wetterlagenbedingte Abkühlung überkompensierte. Stark WI-belastete Orte profitieren einerseits besonders von einer erhöhten Sonnenscheindauer und erzeugen diese andererseits auch selbst, weil dort die für Dunst-, Nebel- und Wolkenbildung erforderliche Verdunstung vermindert ist. Leider liegen für viele der Nebenstationen keine oder nur lückige Sonnenscheinaufzeichnungen vor. Am Beispiel der erwärmungsträgen, WI-armen Station Rosenheim in Bayern lässt sich aber zeigen, dass sich an solchen ungestörten Orten die Sonnenscheindauer besonders im Sommerhalbjahr (nur da wirkt die höhere Sonnenscheindauer stark erwärmend) möglicherweise nicht erhöht hat; weitere Untersuchungen hierzu werden folgen, dauern aber bei der unbefriedigenden, komplizierten Datenlage sehr lange.

Abb.10: Seit 30 Jahren wird das Sommerhalbjahr am Hohenpeißenberg (grün), der einen starken Erwärmungstrend im Jahresmittel zeigt, sonniger, in Rosenheim nicht.

Erg: Wärmeinselarme Wetterstationen im Süden Deutschlands zeigen bereits seit 30 Jahren keine Erwärmung mehr. Wir gehen davon aus, dass in der freien Fläche, das sind 85% des Landes, sogar eine leichte Abkühlung stattgefunden hat.

Anmerkung: Auch in anderen Regionen Deutschlands haben wir WI-arme Standorte mit Erwärmungsstagnation oder gar einem Abkühlungstrend während der letzten 30 Jahre gefunden. Dazu später. Sie sind jedoch nicht so gehäuft wie im Süden.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Lasst Kohlenstoff-Steuern im Boden!

Inzwischen ereignete sich Folgendes:

Doug Ford wurde neuer Premierminister von Ontario, indem er heftig gegen Kohlenstoff-Steuern und teuren Wind- und Solarstrom vorgegangen war, welcher den Kanadiern immer saurer aufstößt. Er eliminierte sofort 2 Milliarden Dollar an Steuern pro Jahr, indem er 200 stark subventionierte Projekte erneuerbarer Energie auf Eis lege, welche sein Vorgänger auf den Weg gebracht hatte. Inzwischen sieht sich die Trudeau-Regierung zunehmendem Widerstand gegen ihre Pläne ausgesetzt, eine stetig steigende Kohlenstoff-Steuer einzuführen.

In Australien bedeutet die Ernennung von Angus Taylor zum Energieminister, dass Wind- und Solar-Subventionen ihrem raschen Ende entgegen gehen. Dies wird zweifellos die Bewohner von Süd-Australien sehr freuen. Dort hat ein Erneuerbaren-Programm von 50% die weltweit höchsten Strompreise zur Folge sowie zwei Wochen mit Null Wind/Null Strom innerhalb von zwei Jahren (September 2016 und 2018) und außerdem den Umstand, dass etwa 200.000 Familien sich Strom nicht mehr leisten können,

Die Solarindustrie in Deutschland kollabiert gerade, und deren Subventionen stürzen ab. Das Ende von Subventionen für Windräder ist für das Jahr 2020 geplant. Historische Dörfer und Wälder wurden planiert, um den Kohleabbau als Treibstoff für neue Kraftwerke zu fördern, und die „Grüne Partei“ des Landes hat eingeräumt, dass eine „Dekarbonisierung“ der deutschen und der Weltwirtschaft nur erreicht werden kann, indem weltweit die Demokratie beschnitten oder ganz eliminiert wird (hier).

Und dennoch – wie die Monster von Dracula: Eingaben für eine Kohlenstoff-Steuer feiern die Auferstehung von den Toten.

Viele große Unternehmen, die republikanische Politiker Jim Baker, Hank Paulson und George Schultz und deren Klima-Führungsrat behaupten jetzt, dass 56% der Amerikaner eine Besteuerung von Kohlenstoff befürworten, während nur 26% dagegen sind. Das jedenfalls geht aus ihrer jüngsten Umfrage hervor. Da fragt man sich natürlich – wie in aller Welt kann das sein?!?

Nun, zunächst einmal: Sie haben es nicht eine ,Steuer‘ genannt, sondern clever als eine „Kohlenstoff-Dividende“ etikettiert (wer mag Dividenden nicht?) und behauptet, dass „die große Mehrheit amerikanischer Familien“ irgendwie als Sieger daraus hervorgeht, wenn sie implementiert wird. In der Umfrage wurde nicht darauf hingewiesen, dass ihre Pläne von unserem immer freundlichen Internal Revenue Service [IRS = das US-Finanzamt] kontrolliert würde oder dass die Steuer bei 43 Dollar pro emittierter Tonne Kohlenstoff beginnen würde.

Ebenfalls nicht erwähnt hat man, dass die Steuer Gießereien, Fabriken, Raffinerien, Kohle- und Gaskraftwerken, anderen industriellen Einrichtungen und sogar (mit geringerer Rate) Erzeugnissen aus anderen Ländern auferlegt werden würde. Auch fehlt jeder Hinweis, wie sehr diese Berater, Unternehmen und Tausende Mitglieder des globalen Klima-industriellen Komplexes im Wert von 2 Billionen Dollar finanziell von diesen Dingen profitieren würden.

Was genauso wichtig ist: fortwährende Beteuerungen, dass „marktbasierte“ Kohlenstoff-Steuern wie diese 43 Dollar-por-Tonne-Version „einkommensneutral“ seinen, dass die Zusatzbelastung an die Steuerzahler zurückfließt in Gestalt von Steuernachlässen anderswo, und dass die Gelder verwendet werden, um das Haushaltsdefizit zu reduzieren, sind allesamt illusorisch. Kann der Rat irgendwie garantieren, dass der nächste Kongress nicht (sofort) diese „net-gain“-Provisionen umkehren würde?

Aber spielen wir mal das A und O der „Kohlenstoff-Steuern“ und „sauberer, erneuerbarer“ Energie durch.

Der emeritierte Professor am MIT Richard Lindzen weist darauf hin, dass jene, die den Kohlenstoff kontrollieren, auch das Leben kontrollieren. Und man mache sich keine falschen Vorstellungen: Dies sind Steuern auf kohlenstoffbasierte Treibstoffe – also auf 83% der Energie, die wir verbrauchen. Es sind Steuern auf alles und jedes, was wir machen, transportieren, essen und tun – auf unser Leben, unsere Lebensweise und unseren Lebensstandard, auf das Transportwesen, Heizung, Kühlung, Gesundheitsvorsorge, Kleidung und überhaupt auf alles, was wir berühren.

Mit dem Gebrauch des Wortes „Kohlenstoff“ suggerieren die Befürworter der Steuer trügerisch, dass sie Ruß, Verschmutzung und giftige Emissionen besteuern wollen. Aber mit den modernen Filtern und anderen verschmutzungshemmenden Kontrollen, ist das, was heutzutage aus den Schornsteinen der Kraftwerke und Fabriken kommt, fast nur noch Wasserdampf und Kohlendioxid.

Fossile Treibstoffe sind das, was unseren gesundheitlichen und ökonomischen Fortschritt der letzten 150 Jahre überhaupt erst ermöglichte – und dies auch weiterhin tun. Kohlenstoff (Kohle, Öl und Erdgas) ist das, was wir zur Stromerzeugung verbrennen, um Fabriken zu betreiben und Fahrzeuge zu fahren. Kohlendioxid ist das, was durch diesen Verbrennungsprozess erzeugt und emittiert wird.

Also wollen diese Klima-Führer Kohlendioxid besteuern: Das Gas des Lebens, dieses Wunder-Molekül, welches wir ausatmen und welches das Leben auf der Erde überhaupt erst möglich macht. Tatsächlich ist es so: je mehr CO2 sich in der Luft befindet, umso schneller und besser wachsen Getreide, Wälder und Wiesen; umso besser überstehen sie Dürren, Krankheiten und Viren. Ein zunehmendes atmosphärisches CO2-Niveau lässt die Erde tatsächlich „ergrünen“, einschließlich der Wälder auf der ganzen Welt.

Das Ziel des Gremiums ist es, „fossile Treibstoffe im Boden zu lassen“ und den Übergang zu Wind, Solar, Äthanol und andere „erneuerbare“ Energie zu forcieren. Im Zuge dieses Prozesses sind diese Aktivisten, Politiker, Lobbyisten und verschworenen Unternehmer unglaublich reich geworden und trachten nach zunehmender Kontrolle der globalen Ökonomien und des Lebensstandards.

Wie wären Sie von 43 Dollar pro metrischer Tonne Kohlendioxid betroffen? Es würde die Stromrechnungen und Benzinkosten auf die exorbitanten Preise steigen lassen, welche Familien und Geschäfte schon jetzt in Kalifornien, Dänemark und Deutschland zahlen. Jeder Aspekt des Lebens wäre betroffen. Millionen Arbeitsplätze würden verloren gehen. Hierzu nur ein Beispiel: Ein Krankenhaus, welches derzeit 8 Cent pro kWh und 1,6 Millionen Dollar pro Jahr zahlt, würde damit konfrontiert, dass dessen Stromkosten um nachhaltige 2 Millionen Dollar jährlich steigen würden!

Und der Clou von all dem: All diese unglaublichen Lasten und Freiheitsverluste würden bzgl. Klima keinerlei Vorteile mit sich bringen. Selbst wenn man einmal annimmt, dass Kohlendioxid an die Stelle der Sonne und anderer mächtiger natürlicher Kräfte getreten ist, welche das Klima der Erde steuern – arme Nationen verbrennen jedes Jahr immer mehr auf Kohlenstoff basierende Treibstoffe, emittieren mehr CO2 und andere Treibhausgase und bauen oder planen, etwa 1600 neue Kohlekraftwerke zu errichten.

Es ist blanker Unsinn zu behaupten, dass 400 ppm CO2 und ein weiteres Grad Celsius globale Erwärmung „beispiellose Kataklysmen“ und „existentielle Bedrohungen“ für den Planeten und die Menschen bedeuten. Kohlendioxid mag gewisse Auswirkungen haben, aber zu sagen, dass es das Klima kontrolliert, ignoriert die glazialen und interglazialen Perioden des Pleistozäns, die Römische und die Mittelalterliche Warmzeit, die Kleine Eiszeit, die Dürren [während der 1930-er Jahre in den USA], die rekordlange Zeit von 12 Jahren, ohne dass auch nur ein einziger starker Hurrikan auf das US-Festland getroffen ist (hier) sowie andere natürliche Wetter- und Klimaänderungen.

Wissenschaftler wissen heute einfach noch nicht genug über das Erdklima oder die Ursachen von Klima-Fluktuationen in der Vergangenheit und können noch nicht einmal menschliche von natürlichen Einflüssen trennen – geschweige denn zukünftige Klimaänderungen vorhersagen.

Arme Länder, die das Paris-Abkommen unterzeichnet haben, erhoffen sich pro Jahr 100 Milliarden Dollar jährlich für „Klima-Anpassungs- und -Abschwächungsmaßnahmen“. Das Geld soll von (derzeit noch) wohlhabenden Ländern kommen, von denen das Abkommen verlangt, dass sie ihre Kohlendioxid-Emissionen senken müssen, während jetzt arme Nationen die ihren steigern. Weil reiche Länder nicht willens oder in der Lage sind zu zahlen, dürfte der Vertrag auf der nächsten Klimakonferenz COP 24 in Polen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

Last but not least: erneuerbare Energie ist weder erneuerbar noch sauber, noch grün oder nachhaltig. Die Herstellung von Windturbinen, Solarpaneelen, Batterien als Backup und ultralange Überlandleitungen erfordern die Beseitigung von Milliarden Tonnen Gestein und Boden, um Millionen Tonnen hochgiftiger seltener Metalle, Kalkstein, Mangan, Kupfer, auf Petroleum basierendes Fiberglas und andere Materialien zu extrahieren – und all das auf der Grundlage fossiler Treibstoffe.

Die notwendigen Exoten-Materialien stammen aus der Mongolei, aus China und dem Kongo, wo sie unter minimalen bis nicht existenten umweltlichen, gesundheitlichen und Sicherheits-Standards gewonnen werden. Aber das sind die Hinterhöfe von Anderen, so dass Klima-Aktivisten sich damit brüsten und die Emissionen, Zerstörung von Habitaten, Wasserverschmutzung, Auswirkungen auf die Gesundheit und frühzeitige Todesfälle getrost ignorieren können.

Kein Wunder, dass die Alarmisten auf ihrem globalen Klimazirkus nonstop Phrasen dreschen, 1 Milliarde Dollar pro Jahr einheimsen für Klima-Aktivismus und „Bildung“ sowie die Zusammenarbeit mit und für Gouverneure der Demokraten und General-Staatsanwälten, um ihre radikale Agenda voranzutreiben, Gesetze und Vorschriften zu erzwingen und um Skeptiker bzgl. des Klima-Chaos‘ anzugreifen und sogar zu verfolgen.

Was im Boden bleiben muss sind nicht die fossile Treibstoffe, welche unsere modernen Gesundheits- und Lebensstandards erst möglich machen und das Pflanzenwachstum anregen. Im Boden bleiben müssen die Vorschläge zur Besteuerung von Kohlenstoff. Mögen Vernunft und Realität endlich Einzug halten!

About the Author: Paul Driessen is senior policy advisor for CFACT and author of Cracking Big Green and Eco-Imperialism: Green Power – Black Death.

Link: http://www.cfact.org/2018/09/16/keep-carbon-taxes-in-the-ground/




Der Hambacher Forst zeigt Fehler der Klimapolitik …

Die Gegner dieses Vorhabens haben sehr gute Argumente für ihre Haltung …

…welche da wären: Nordbayerische Nachrichten: [1]
Das Verfeuern von Braunkohle … wird dabei besonders viel des Treibhausgases Kohlendioxyd frei …
-Die Bundesrepublik wird deshalb diese Art der Produktion beenden müssen, wenn sie die international zugesagten Klimaziele einhalten will ..
.

… deshalb darf die Sympathie ruhig den Demonstranten gehören – allerdings nur jenen, die sich an Recht und Gesetz halten und vor allem auf jegliche Form von Gewalt verzichten …

Kein Wort davon im Artikel, dass das Recht für RWE auch von einer Landesregierung und dazu noch mit GRÜNER Beteiligung beschieden wurde.
RP Online: [3] … Darf RWE den Forst überhaupt abholzen?
Ja – und es war ausgerechnet die frühere rot-grüne Landesregierung, der auch die heutige Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) angehörte, die RWE das bestätigte. Neben dem Zulassungsbescheid stammt auch die Leitentscheidung zum Tagebau Garzweiler II von Rot-Grün. In einem begleitenden Papier dazu heißt es: „Mit der Leitentscheidung wird festgelegt, dass die Abbaugrenzen des Braunkohlenplans Tagebau Hambach unverändert bleiben.“

Wie das „auf jegliche Gewalt verzichten“ beim Protest im Hambacher Forst wirklich funktionieren soll – und wie viele Demonstranten dann übrig bleiben und man diese „sortiert“, bleibt ein Geheimnis der Redaktion. Da waren andere Befürworter*innen bei solchen „Protestbesetzungen“ weit ehrlicher:
EIKE 20.05.2016: Berichterstattung von Klimaretter.Info über die am Pfingstwochenende durchgeführten Agitationen im Braunkohlerevier
Wie es im Hambacher Forst auch zugeht, wo angeblich nur friedliche Demonstranten herumlaufen, erfährt man vorwiegend aus „alternativen“ Quellen:

ScienceScepticalBlog, 18. September 2018: Jagdszenen im Hambacher Forst
Medial unbeachtet spielten sich in den letzten Tagen im Hambacher Forst auch diese Szenen ab. Zehn und mehr vermummte „Umwelt- und Klimaaktivisten“ in Tarnkampfanzügen greifen mit Stöcken bewaffnet Reporter und unliebsame Besucher an. Bei diesen „Aktivisten“ handelt es sich nicht um friedliche Umwelt- und Klimaschützer, sondern um militante Mitglieder des Schwarzen Blocks und der Antifa-Szene, die aus ganz Europa angereist sind. Diesen Leuten liegt nicht die Umwelt und das Klima an Herzen, sondern Ziel ist die Abschaffung des Kapitalismus und die Zerstörung des Rechtsstaates. Presse und Politiker sprechen allerdings von friedlichen „Umwelt- und Klimaaktivisten“ …
Gut, etwas Information gibt es dazu auch „öffentlich“:
WDR 26.08.2018: Wieder verletzte Polizisten im Hambacher Forst
– Erneuter Zwischenfall im Hambacher Forst
– Insgesamt sieben verletzte Polizisten am Wochenende
– Täter sollen aus der linken Szene kommen

Ein Glück, dass es sich dabei um Antifa-Aktivisten handelt und damit keine Gefahr von räääächts ist. Die „Reporter und unliebsamen Besucher“ sind sicher auch schon länger hier Lebende, gegen die darf man das, gegen Polizisten sowieso. Dagegen ist das nach neuester, politisch sanktionierter Videointerpretation als „Progrom“ und Hetze Deutbare jederzeit erlaubt, weil es einem staatstragenden Zweck dient. Auch sind sie ordentlich vermummt und so eindeutig unterscheidbar gegenüber pöbelnden, in Zivilkleidung protestierenden Untertanen.
Zudem, ein Teil der „friedlich“ Angegriffenen könnte vielleicht dabei gewesen zu sein, verifizierbare Fotos oder Videos zu erstellen. Das geht schon gar nicht an. Schließlich entscheidet immer noch die Antifa und die hohe Politik, was vor Ort gewesen sein muss.
Mit einer so edel protestierenden – gleichzeitig aber kampferprobten und sprichwörtlich schlagkräftigen – Antifa, verbrüdert und kämpft sogar die CSU gemeinsam für die richtige Sache:
THE EUROPEAN 15.05.2018: [12] Die CSU zerstört ihre eigene Identität

Bild 1 Meldung der gemeinsamen Verbrüderung von CSU und Antifa zum Kampf gegen Rechts

Ganz schlimm ist weiterhin, dass die Braunkohle eine billige Energie ist:
Nordbayerische Nachrichten: [1] … Bei den Unternehmen wie RWE geht Eigennutz vor Gemeinwohl. Braunkohle kann kostensparend gewonnen werden … die Renditen können hoch ausfallen ...
Auch dazu keine Erwähnung, dass wesentliche Anteilseigner auch bei RWE Kommunen waren, die mit den Renditen früher ihre häufig defizitären Haushalte „beschönigen“ konnten. Würde man diese Argumentation „weiterspinnen“, wären auch die Steuern und kommunalen Abgaben, welche den Bürgern auferlegt werden, reiner, staatlicher Eigennutz.
Heinrich Böll Stiftung: [4]Im Jahr 2013 wies der Konzern erstmals seit der Nachkriegszeit ein negatives Periodenergebnis in Höhe von −2,443 Mrd. Euro und einen Verlust von -2,8 Mrd. € aus. Von 2008 bis 2014 sank der Wert der RWE-Aktie von fast 100 auf 29 €.[3] Ein Beispiel für die gescheiterte Kohlepolitik von RWE ist das skandalträchtige Projekt „Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm„, bei dem auch zahlreiche beteiligte Kommunen und kommunale Stadtwerke Verluste machten.
– Kommunen sind
Aktionäre; sie halten ca. 24% an der RWE AG und erhielten dafür 2014 noch eine Dividende von rund 350 Mio. €, 2015 noch ca. 150 Mio. €.
– Kommunen sind
Konzessionsvertragspartner; RWE hat ca. 4.800 Konzessionsverträge, davon ca. 4.000 Stromkonzessionen und ca. 800 Gaskonzessionen; hierüber versorgt RWE ca. 15 Mio. Einwohner/innen.
– Kommunen sind
Kunden von RWE; das Unternehmen liefert jährlich ca. 6 TWh Strom an öffentliche Einrichtungen in Deutschland, davon rund. 2 TWh an Kommunen. Darüber hinaus erbringen RWE-Tochterfirmen eine Vielzahl an Dienstleistungen.
– Kommunen sind
Beteiligungspartner von RWE; sie sind an 5 regionalen RWE-Gesellschaften beteiligt, umgekehrt hat RWE rund. 120 Beteiligungen an kommunalen Gesellschaften wie z.B. Stadtwerken …

Es gibt kein wirkliches Argument – aber den Klimakonsens

Nordbayerische Nachrichten: [1] … An dieser Stelle der Debatte kommen dann gern zwei Einwände:
-Erstens, dass es den Klimawandel gar nicht gibt. Wer das sagt, stellt sich gegen den allergrößten Teil der Wissenschaft – wie auch AFD und US-Präsident Donald Trump.

Wer sich gegen den „allergrößten Teil der Wissenschaft“ stellt, hat „kaltesonne“ schon öfter [6] dargestellt:
[5] kaltesonne, 19. Februar 2015, Uli Weber: Das siebenundneunzig Prozent-Problem: Welcher Konsens?
Immer wieder hört und liest man, 97 Prozent aller wissenschaftlichen Arbeiten (manchmal auch aller Wissenschaftler) würden eine vom Menschen verursachte globale Klimaerwärmung bestätigen. Das Consensus Project bezieht sich bei dieser Aussage sogar auf eine veröffentlichte Studie, die genau das nachgewiesen haben will. Die dort zitierte Studie “Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature” von Cook et al. aus Environ. Res. Lett. 8 (2013) 024024 (7pp) weist den 97%-Konsens für „Anthropogenic Global Warming“ (AGW) folgendermaßen nach:
12.465 wissenschaftliche Arbeiten wurden auf Aussagen zu AGW untersucht
-4.014 Arbeiten enthielten eigene Positionen zu AGW
– Von diesen 4.014 Arbeiten mit Aussagen zu AGW bestätigen 97% die AGW-Theorie
Der angebliche AGW-Konsens von 97 Prozent wird also als Zirkelbezug innerhalb einer Teilmenge von 4.014 der ursprünglich untersuchten 12.465 wissenschaftlichen Arbeiten berechnet und nicht etwa auf der Basis der Gesamtheit aller Arbeiten. Dieser Rechenansatz ist natürlich völlig absurd und gewinnt dadurch auch keinerlei Aussagekraft. Wenn man denn eine Aussage zu AGW überhaupt in einer solchen Form darstellen kann, dann würde der sogenannte „Konsens“ bei korrekter Berechnung also auf eine Quote von lediglich knapp 32% der untersuchten wissenschaftlichen Arbeiten kommen. Dieses knappe Drittel aller 12.465 untersuchten Arbeiten stellt aber gleichzeitig das gesamte Spektrum der Befürworter der AGW-Theorie dar, beinhaltet also auch die sogenannten „Lukewarmer“, die einen menschlichen Klimabeitrag durchaus für möglich halten, Katastrophenszenarien für die künftige Klimaentwicklung aber ablehnen.

Bei einer umfassenden Betrachtung für alle von Cook et al. ausgewerteten wissenschaftlichen Klima-Veröffentlichungen sieht das Ergebnis also ganz anders aus:
– Eine Zweidrittelmehrheit der untersuchten wissenschaftlichen Klima-Arbeiten macht offenbar keine gesellschaftspolitischen Aussagen zu AGW.
– Klimarealisten werden nur mit etwa 1% aller untersuchten Veröffentlichungen durch ihre gesellschaftspolitischen Ansichten gegen AGW auffällig.
– Die Protagonisten von AGW sind dagegen mit knapp einem Drittel von allen untersuchten Veröffentlichungen wesentlich weniger zurückhaltend mit gesellschaftspolitischen Aussagen in wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Strommärchen werden durch ständiges Wiederholen nicht wahrer

Nordbayerische Nachrichten: [1]
– Zweitens, dann müsse Strom aus dem Ausland importiert werden …
– Das Problem der der Deutschen Energieversorgung ist allerdings, dass es zu viel nicht zu wenig Strom gibt … eben, weil neben der wachsenden regenerativen Produktion die Kohlekraftwerke weiter laufen dürfen …
Die völlige Ahnungslosigkeit von „Fachpersonen“ über unser Energiesystem und dessen Daten ist in Deutschland nicht mehr auszumerzen. Nicht nur bei Redakteur*innen, sondern auch bei den „Fachpersonen“ in der hohen Politik, wozu nicht nur die GRÜNEN gehören:

EIKE 13.05.2018: Twitter macht es möglich, Unsinn in kürzester Zeit zu multiplizieren
EIKE 23.07.2018: Deutschland kann 100 Prozent Ökostrom
EIKE 7. Januar 2018: [15] Ministerin Hendricks: Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse

Jedenfalls ist es trotzdem bisher noch niemandem gelungen, den so oft berichteten, „überflüssigen“ Strom in Deutschland zu finden. Aktuell pendelt unser Energiesystem an der Kapazitätsgrenze und mit der ideologisch erzwungenen Abschaltung weiterer Grundlastkraftwerke muss der fehlende Strom aus dem Ausland importiert werden:
EIKE 07. 02.2018: [16] In Zukunft sorgt die EU für die Sicherheit von Deutschlands Stromversorgung
Achgut 17.09.2018: [2] Der Kohleausstieg als Einstieg in das Notstromaggregat
… Der Plan des Kohleausstiegs, der vollmundig die problemlose Abschaltung von 7 GW Kohlestrom verkündete, ging aber von eben dieser herbei phantasierten Überkapazität unserer Nachbarn aus. Das Wirtschaftsministerium distanzierte sich inzwischen von den Annahmen aus 2014, und auch der wissenschaftliche Dienst der EU-Kommission geht davon aus, dass die Annahmen falsch waren.
… Man hält also trotz der falschen Annahmen bezüglich der europäischen Überkapazitäten stur an den Abschaltplänen fest, als wüsste man nichts von der tatsächlichen Situation bei unseren Nachbarn. Allein bis 2020, also in zwei Jahren, werden demnach durch Wegfall des AKW Philippsburg 2 und einiger Kohlekraftwerke zwischen 6,5 und 8,5 GW sicherer Leistung verschwinden. Statt also im Hambacher Forst Tunnel zu graben, sollte man wohl besser ernsthaft über ein fossiles Notstromaggregat im eigenen Keller nachdenken.

Bitte nicht nachprüfen – einfach nur blind glauben

Lautet die Devise, wenn es um den AGW-Klimawandel geht. (Bewusst) mehrfach hat der Autor den vollkommen vernachlässigbaren – beziehungsweise nicht vorhandenen – Einfluss Deutscher Klimaschutzmaßnahmen auf das Weltklima dargestellt [7] [8]. Doch es hilft nicht. Eine Meinung, welche erst einmal zum Mainstream geworden ist, ist nicht mehr zu (zer)stören.
Nordbayerische Nachrichten: [1] … und die Schäden, die durch einen extremen Klimawandel entstehen, dürfen noch weit kostspieliger sein – dieser Sommer hinterlässt eine Ahnung davon.

Ein sich ständig wandelndes Klima wird immer irgendwo Schäden hinterlassen. In einer Weltgegend wirkt es positiv, in anderen führt es zu Nachteilen. Das war in der Klimageschichte schon immer so. Auch ein Extremjahr, welches in Deutschland keinen Trend anzeigt und entgegen den Publikationen – gar keine extremen Auswirkungen hat:
EIKE 04. September 2018: Sommerhalbjahres-Niederschlag 2018,
EIKE 11. September 2018: Hopfenertrag 2018
kann daran nichts ändern.

Seit einer Millionen Jahren sind es beispielsweise die sich zyklisch wiederholenden Eiszeiten – allerdings nirgens in der Erd-Klimageschichte zu heiße Zeiten. Doch nun soll die Weiterführung des Braunkohle-Tagebaus im Hambacher Forst das Klima stören.

Dazu wieder eine grobe Abschätzung, was dieser Tagebau an „Klimastörung“ wirklich anrichten könnte: Es ist einfach nichts.

Tabelle: Hambacher Forst Braunkohletagebau. Klimaeinfluss der geplanten Abbaumaßnahmen. Daten: BUND NRW: [10] Steckbrief Hambach

Noch schlimmer wird die Darstellung, wenn man sie im Atmosphären-Gesamtkonzept betrachtet:
EIKE 20. Januar 2010: Nur 0,0004712 Prozent!! BUND Aktivist weiss nicht wieviel CO2 von Deutschland in die Luft abgegeben wird!
Nur mit 0,0004712 Prozent*) ist Deutschland am CO2-Gehalt der Luft beteiligt, die die Erde umgibt. Und mit diesem winzigen Anteil begründet Deutschland eine aberwitzige Politik, die sich Klimaschutzpolitik nennt.
… Also 0,038 Prozent CO2 sind in der Luft; davon produziert die Natur 96 Prozent, den Rest, also vier Prozent, der Mensch*. Das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent also 0,00152 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent
(Zufügung: Aktuell sind es 2,23 %). Damit beeinflusst Deutschland 0,0004712 Prozent des CO2 in der Luft. Damit wollen wir die Führungsrolle in der Welt übernehmen, was uns jährlich an Steuern und Belastungen etwa 50 Milliarden Euro kostet.“

Wie schön dagegen, wenn unsere Medien über gute Taten berichten können und von Jugendlichen, welche „vollgepackt“ mit (Un-)Wissen einfach nur Vorbild sind und ihren kleinen, aber alle motivierenden Anteil umsetzen.

Bild 2 SRF-Sendung

Allerdings stellt sich die „Wissenselite“, unsere Klimamanager der Kommunen, um keinen Deut besser:
EIKE, 22.03.2017: [14] Klimamönche*, alternativ: die Klimaelite unserer Behörden

Beiden (und vielen anderen) würde man zurufen, neben den klimatheologischen Apokalypsen einfach auch einmal andere Literatur zu lesen, zum Beispiel solche wie: Achgut 19.09.2018 : Bäume wachsen von selbst, Kraftwerke nicht
Da darin Technik gelobt und als zukunftsträchtig benannt wird, ist es allerdings eher unwahrscheinlich, dass es gelesen würde.

In Wirklichkeit geht es auch nicht um Fakten, sondern ausschließlich um Ideologie

Deutlicher als die Redaktion der Lokalzeitung beschreibt es eine deutsche „Meinungs-Führungspostille“:
TAZ 15. 9. 2018: [9] Die Zeit zum Handeln ist jetzt
… Dabei geht es beim Abschied von Kohle, Öl und Gas nicht mehr um das Ob oder das Wie, sondern nur noch um das Wann. Ein guter Ort für das Wo ist der Hambacher Forst. Hier kann sich entscheiden, ob der Klimaschutz in Deutschland endlich Fahrt aufnimmt.
Fortschritt geschieht, wenn sich neue Regeln durchsetzen. Solche neuen Regeln „von oben“ sind da: das Pariser Klimaabkommen, der „Klimaschutzplan 2050“, vielleicht bald ein Klimagesetz im Bund. Was bislang fehlt, ist der Wille, diese Vorschriften mit Leben zu füllen.
Dabei geht es beim Abschied von Kohle, Öl und Gas nicht mehr um das Ob oder das Wie, sondern nur noch um das Wann.
Wenn die Politik versagt, wie sie es in der Klimapolitik seit Langem tut, muss die Bevölkerung ran. Selten war die Gelegenheit für jede und jeden so günstig, konkret etwas für unser aller Zukunft zu tun.

Der Welt-Klimavertrag

Wohl die Wenigsten, welche so vehement auf die Erfüllung des Klimavertrages pochen, dürften ihn wirklich gelesen haben. Jeder Kaufvertrag über eine kleine Eigentumswohnung beinhaltet mehr Daten und Fakten, als der zur „Rettung“ des Weltklimas. Vor allem das eigentlich Wichtigste: Auf welche Daten stützt sich „das Klima“, wann beginnt der Startzeitpunkt, wie wird die Temperatur gemessen und öffentlich nachvollziehbar verifiziert, steht kein Sterbenswörtchen darin.
Konkret ist nur, dass der reiche Westen unabhängig vom Klimaverlauf auf jeden Fall zahlen muss:
EIKE 04.10.2016: [11] Klimavertrag von Paris im Bundestag erreicht 100 % Zustimmung
Der Vertrag, bzw. „Das Übereinkommen“ ist nur 30 Seiten lang und damit für ein Werk, welches die Welt vor dem Untergang retten muss, extrem kurz. Mehr benötigt es aber auch nicht. Während alle Probleme dieser Erde sich bisher als verblüffend komplex herausgestellt haben und in der Regel von der Politik (und Militärs) immer drastisch unterschätzt , noch häufiger vollkommen falsch eingeschätzt wurden, gibt es endlich eines, bei dem man sich ganz sicher ist, den Täter mit nur drei Buchstaben „CO2“ genau benennen zu können und auf keinen Fall falsch zu liegen.

Denn inzwischen ist sich die (angebliche) Intelligenz der Welt einig ,dass (Vertragszitate sind kursiv):
-„
auf der Grundlage der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse“
sicher, unbedingt und schnellstens,
-„in Anerkennung der Notwendigkeit einer wirksamen und fortschreitenden Reaktion auf die akute Bedrohung durch Klimaänderungen“,
dieser entgegnet werden muss, indem:
-„die Vertragsparteien beim Vorgehen gegen Klimaänderungen ihre jeweiligen Verpflichtungen im Hinblick auf die Menschenrechte, das Recht auf Gesundheit, die Rechte von indigenen Völkern, lokalen Gemeinschaften, Migranten, Kindern, Menschen mit Behinderungen und besonders schutzbedürftigen Menschen und das Recht auf Entwicklung sowie die Gleichstellung der Geschlechter, die Stärkung der Rolle der Frau und die Gerechtigkeit zwischen den Generationen achten, fördern und berücksichtigen“
Und deshalb:
– der Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau gehalten wird und Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, da erkannt wurde, dass dies die Risiken und Auswirkungen der Klimaänderungen erheblich verringern würde.
Nun kommt einer der wichtigsten Vertragsinhalte, wie es erreicht werden soll:
– zum Erreichen des in Artikel 2 genannten langfristigen Temperaturziels sind die Vertragsparteien bestrebt, so bald wie möglich den weltweiten Scheitelpunkt der Emissionen von Treibhausgasen zu erreichen,
… um in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken auf der Grundlage der Gerechtigkeit und im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung und der Bemühungen zur Beseitigung der Armut herzustellen.

Damit ist der Vertrag im Wesentlichen schon beschrieben.
Der Rest dreht sich nur noch darum, wer es managen darf, wer alles bezahlt und wer es kontrolliert, sowie natürlich auch, wer Rechte und wer Pflichten hat.
Entsprechend sind im Vertrag Passagen hinterlegt, welche klar machen, wer der Zahlmeister wird. Dies geht so weit, dass die Entwicklungsländer melden, welche Finanzmittel ihnen zur Verfügung gestellt werden sollen:
Artikel 6
(6) Die als Tagung der Vertragsparteien dieses Übereinkommens dienende Konferenz der Vertragsparteien stellt sicher, dass ein Teil der Erlöse aus Tätigkeiten im Rahmen des in Absatz 4 genannten Mechanismus dazu verwendet wird, die Verwaltungskosten zu decken sowie die für die nachteiligen Auswirkungen der Klimaänderungen besonders anfälligen Vertragsparteien, die Entwicklungsländer sind, dabei zu unterstützen, die Anpassungskosten zu tragen.
– Artikel 9
(1) Die Vertragsparteien, die entwickelte Länder sind, stellen finanzielle Mittel bereit, um – in Fortführung ihrer bestehenden Verpflichtungen aus dem Rahmenübereinkommen die Vertragsparteien, die Entwicklungsländer sind, sowohl bei der Minderung als auch bei der Anpassung zu unterstützen.

Wer im Vertrag konkrete Zahlen sucht, wird enttäuscht. Das einzig Konkrete sind die Angaben: 1,5 °C und 2,0 °C mit der Festlegung „über dem vorindustriellen Niveau“. Es ist aber nirgends hinterlegt, auf welche Temperaturkurve man sich bezieht und wo das „vorindustrielle Niveau“ liegt, bzw. wann diese Zeit endete.
Ansonsten strotzt der Vertrag von Pflichten für Vorschläge, Berichtspflichten, Veranstaltungen, Instanzen, Verwaltungsorganen, Kontrollinstanzen, Vergleichen, Ausgleichen usw., aber immer in ziemlich nebulösem Rahmen. Er ist sich auch so sicher, seiner Sache sicher zu sein, dass eine neutrale Überprüfung der zugrundeliegenden Theorie nicht vorgesehen ist.

Verpflichtungen, welche man sich selbst auferlegt hat – und sich dann als unsinnig herausstellen – könnte man ändern, werden aber immer hysterischer eingefordert

Die Verpflichtungen, welche sich Deutschland zur CO2-Minderung auferlegt hat, folgen nicht direkt aus dem Klimavertrag, sondern aus Vorgaben der EU Staatschefs (am Deutschen Parlament vorbei?) und sich in Klimakampf-Euphorie selbst zusätzlich auferlegten Vereinbarungen.
[13] SPIEGEL ONLINE 23.01.2008: Harte EU-Vorgaben So soll Deutschland das Klima retten
… Damals hatten die Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu senken – im Vergleich zum Ausstoß von 1990. Deutschland nahm sich daraufhin vor, sogar 40 Prozent bis 2020 schaffen zu wollen.

Alle von „Klimaaktivisten“ (und NGOs) teils geradezu hysterisch geforderte Einhaltung von Deutschlands CO2-Emissionszielen hat nicht entfernt einen Sinn, ein „Klima“ zu retten, es geht ausschließlich darum, selbst gesetzte – und jederzeit wieder änderbare – Vorgaben zu erfüllen, weil nur so die Welt der Ökoreligion in Ordnung ist.
Allerdings wird diese Möglichkeit rigoros verbaut. Wo käme man hin, wenn Einzelstaaten weiterhin selbst über Sinn, oder Unsinn entscheiden dürften. Und gerade Deutschland legt Wert darauf (siehe den Koalitionsvertrag
[17]), sich immer mehr lieber von Brüssel (und immer fordernder auftretenden NGOs) vorschreiben zu lassen, als selbst entscheiden zu müssen:
EIKE 21. April 2018: Bald wird Brüssel die Klimavorgaben setzen und sanktionieren. Dann ist es vollkommen egal, was Deutschland entscheidet

Quellen

[1] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe vom 17.09.2018: Redaktionskommentar: Recht statt Vernunft Der Hambacher Forst zeigt Fehler der Klimapolitik

[2] Achgut 17.09.2018: Der Kohleausstieg als Einstieg in das Notstromaggregat

[3] RP Online, 18. September 2018: Dauer-Streit um Tagebau: Hambacher Forst im Faktencheck – alle Fragen, alle Antworten

[4] Heinrich Böll Stiftung: RWE und Kommunen

[5] kaltesonne, 19. Februar 2015, Uli Weber: Das siebenundneunzig Prozent-Problem: Welcher Konsens?

kaltesonne

[6] kaltesonne, 4. September 2018, Uli Weber: Die „parallele Logik“ für eine Dekarbonisierung der Welt

[7] EIKE 17.09.2018: (SUV-) Autokäufer ignorieren Klimawarnungen

[8] EIKE 09. September 2018: Deutschland in den Klauen des Klimawandels

[9] TAZ 15. 9. 2018: Kommentar Hambacher Forst und Klima Die Zeit zum Handeln ist jetzt

[10] BUND NRW: Steckbrief Hambach

[11] EIKE 04.10.2016: Klimavertrag von Paris im Bundestag erreicht 100 % Zustimmung. Die DDR Volkskammer lässt grüßen

[12] THE EUROPEAN 15.05.2018: Die CSU zerstört ihre eigene Identität Die Gemeinsamkeiten zwischen CSU und gewaltaffiner, ultralinker Antifa sind wichtiger.

[13] SPIEGEL ONLINE 23.01.2008: Harte EU-Vorgaben So soll Deutschland das Klima retten

[14] EIKE, 22.03.2017: Klimamönche*, alternativ: die Klimaelite unserer Behörden

[15] EIKE 7. Januar 2018: Ministerin Hendricks: Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse

[16] EIKE 07. 02.2018: In Zukunft sorgt die EU für die Sicherheit von Deutschlands Stromversorgung

[17] EIKE 22.02.2018: Die Lösung des EEG-Problems wurde von der EU gestartet




Ein Wettermann enthüllt Klima-Wahrheiten

Rezension des Buches The Climate Chronicles: Inconvenient Revelations You Won’t Hear From Al Gore—and Others, von Joe Bastardi (CreateSpace Independent Publishing Platform, January 1, 2018), 222 pages, ISBN-10: 1984371401; ISBN-13: 978-1984371409; $14.95 hier bei Amazon.

[Übersetzung des Titels: „Die Klima-Chroniken: Unbequeme Enthüllungen, die man nie von Al Gore hören wird – und auch nicht von Anderen“].

Vielleicht hat Rundfunk-Sprecher Sean Hannity das neue Buch von Bastardi am besten beschrieben: „Joe Bastardis Leidenschaft für Wetter und Klima veranlasste ihn, The Climate Chronicles zu schreiben, ein Exposé der wahren Klimawandel-Agenda“.

Dieser Rezensent hat noch nie ein Buch gelesen, dessen Autor sich noch leidenschaftlicher für sein Thema engagiert hat.

Generöse Kritik

Bastardi bietet seinen Lesern eine kurze Einführung in die Wettervorhersage auf eine Art und Weise, die jeder versteht. Dabei verwendet er auch die eigenen Worte der Alarmisten, um deren Behauptungen zu widerlegen, dass die Menschen den Planeten zerstören. Aber er tut das auf freundliche Art.

Beispiel: Bastardi hat alles gelesen, was der Forscher Michael Mann von der Pennsylvania State University geschrieben hat. Er drückt sein Mitleid mit Mann aus, weil der seine Karriere auf einer Lüge aufgebaut hat, von der er nicht mehr loskommen kann. Mann ist der Hauptverantwortliche für den hoch kontroversen ,Hockeyschläger‘ bzgl. der jüngsten Temperaturentwicklung.

Bastardi analysiert auch die Tweets von Bill McKibben auf 350.org, um dem Leser das Thema Wetter näher zu bringen, während er freundlich das totale Unverständnis desselben seitens McKibben aufzeigt. McKibben war der Gründer der Anti-Fossile-Organisation 350.org.

Bastardi macht aktuelle Wettervorhersagen für Individuen und Unternehmen, deren ökonomische Rentabilität von genauen Wettervorhersagen abhängen kann. Sein Ruf und seine Lebensgrundlage stehen jeden Tag zur Disposition. Wie Bastardi zeigt, hätte man in New York City die massiven Schäden vermeiden können, wenn nur Bürgermeister Michael Bloomberg auf Bastardis dringende Hinweise gehört hätte – fünf Tage vor Hurrikan Sandy.

Macht versus Wahrheit

Bastardi schreibt nicht, um die Welt zu verändern, sondern um die Wissenschaft gegen fortgesetzte Übergriffe zu verteidigen. Sein Ziel ist immer nur Wahrheit.

Bastardi zeigt, dass die Ziele der Klima-Alarmisten u. A. Geld, Selbstachtung, Macht, Kontrolle oder alles davon umfassen, nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge. Gleichzeitig merkt er an, dass die Alarmisten niemals zur Verantwortung gezogen werden für ihre Jahrzehnte langen falschen Prophezeiungen eines umweltlichen Untergangs.

Immer wenn sich eine dieser prophezeiten Katastrophen nicht einstellt, sagen sie, dass lediglich das Timing falsch war, und verlegen die Prophezeiung immer weiter in die Zukunft.

„Das ist nun wirklich eine großartige Strategie, denn irgendwo auf der Erde wird es immer irgendeine Art Extremwetter geben – obwohl das Wetter in den allermeisten Gebieten ruhig ist“, schreibt Bastardi. „Falls das nicht so wäre, gäbe es nicht so viele Menschen auf dem Planeten, wobei ich den Verdacht habe, des sich hier um eine weitere Agenda handelt, die all das antreibt.

Man suche einfach nach einer Stelle, an der es zu einem seltenen Ereignis kommt, dann posaune man die Behauptung hinaus, dass die Ursache hierfür ist, dass der Mensch den Planeten zerstört“.

Vier grundlegende Fragen

Am Anfang seines Buches stellt Bastardi vier Fragen: Hat die Sonne eine weit stärkere Auswirkung auf das Klima als Kohlendioxid? Haben die ozeanischen Zyklen, in denen riesige Mengen der Erdwärme gespeichert sind, einen stärkeren Einfluss auf das Klima als Kohlendioxid? Haben stochastische Ereignisse (wie etwa Vulkanausbrüche) eine weit größere Auswirkung auf das Klima als Kohlendioxid? Hat das ureigene Design des Klimasystems eine weit größere Auswirkung auf das Klima als Kohlendioxid?

Bastardi erklärt geduldig und klar, warum die Antwort auf jede dieser Fragen „ja“ lautet. Um an die anthropogene globale Erwärmung zu glauben, muss man auch glauben, dass ein Kohlendioxid-Molekül aus 10.000 Molekülen Luft über einen Zeitraum von 100 Jahren jetzt das Erdklima kontrolliert – zum ersten Mal in der bekannten Historie.

Dann legt Bastardi eine Vielfalt von Übeltätern bloß, z. B. mega-soziale Ingenieure, die sich nicht wirklich Bedenken hinsichtlich der Umwelt machen. Er zitiert beispielsweise Christiana Figueires, Generalsekretärin des UNFCCC bis 2016, welche 2015 offen aussprach, dass es das Ziel der UN sei, den Markt-Kapitalismus zu überwinden: „…die ökonomische Entwicklung zu ändern, welche seit den letzten, mindestens 150 Jahren vorherrschend war seit der industriellen Revolution“.

Bezug auf Literatur und Historie

Bastardi ist ein vollendeter Gelehrter, der oftmals Literatur zu Rate zieht wie Shakespeare, Robert Burns, H. L. Mencken und Präsident Dwight Eisenhower, um relevante Punkte bzgl. Politik und der menschlichen Natur anzusprechen. Bastardi präsentiert eine vier Seiten lange Parodie von Marc Anthony aus den Monologen von Shakespeares Julius Cäsar, 3. Akt, 2. Szene. Darin schimpft Anthony den „Klimatologen“ Cäsar aus, weil er die Bedrohung der globalen Erwärmung ignoriert. Dieses urkomische Segment allein ist den Preis des Buches wert.

Bastardi verleiht seiner tiefen Besorgnis Ausdruck hinsichtlich abnehmender akademischer Reinheit, wie sie bei so vielen Wissenschaftlern zutage tritt, wenn er sagt, dass sie die noble Suche nach Wissen und Wahrheit aufgeben bei der Jagd nach Ruhm, Geld und Macht. Bastardi erwähnt Präsident Eisenhower, der in seiner Abschiedsrede ähnliche Bedenken geäußert hat. In seiner berühmte Warnung vor einem militärisch-industriellen Komplex gab Eisenhower seiner weiteren Sorge Ausdruck über den Einfluss von Regierungen auf die wissenschaftliche Forschung, und stellte heraus, dass die Nation sich vor dem Aufstieg einer wissenschaftlich-technologischen Elite in Acht nehmen muss.

„Die Gefahr einer Vorherrschaft von Regierung, Zuteilung von Projekten und der Macht des Geldes über die Gelehrten der Nation ist immer präsent und muss sehr sorgfältig beachtet werden. Und doch, indem wir wissenschaftliche Entdeckungen achten, was wir tun sollten, müssen wir auch auf die entgegengesetzte Gefahr achten, dass die offizielle Politik selbst korrumpiert wird durch eine wissenschaftlich-technologische Elite“.

The Climate Chronicles ist eindeutig ein lehrreiches und unterhaltsames Buch, das man unbedingt lesen sollte.

Jay Lehr, Ph.D., is science director of The Heartland Institute.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/a-weatherman-reveals-climate-truths

Übersetzt von Chris Frey EIKE