Weitere Risse im Pariser Klima-Abkommen

Nicht nur in Australien sind die Stimmungen hoch gekocht hinsichtlich der Zukunft des Pariser Abkommens zur Bekämpfung des Klimawandels. Ein Dringlichkeitstreffen in Bangkok endete am 9. September im Stillstand, haben doch zuständige Institutionen jahrelang die Erstellung eines Maßnahmen-Katalogs blockiert, wie man das Paris-Abkommen umsetzen könnte.

Geld, Macht und Misstrauen sind zentraler Mittelpunkt des Streits, der sich nur noch verschärfen dürfte im Zuge der Vorbereitung der Regierungen auf den nächsten Klimagipfel am 3. Dezember in Kattowitz in Polen.

Umweltgruppen haben die USA und Australien für das Scheitern der Verhandlungen darüber verantwortlich gemacht, wie man einen Fonds im Wert von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr managen sollte. Hinter den Kulissen hat eine Gruppe von Ländern unter Führung Chinas daran gearbeitet, die Lücke zu erweitern zwischen der Art und Weise, wie die Regeln in entwickelten Ländern und Entwicklungsländern umgesetzt werden sollen.

Das kommt allen nur zu bekannt vor, die zwei Jahrzehnte lang die UN-Klimadiplomatie verfolgt haben. Entwicklungsländer werfen der entwickelten Welt vor, das Problem des Klimawandels verursacht zu haben, und bestehen auf ihr Recht, sich zu entwickeln. Einfache Mathematik zeigt, dass entwickelte Nationen das Problem nicht allein lösen können.

Der 100-Milliarden-Fonds war der Klebstoff, welcher entwickelte und Entwicklungsländer in einem einzelnen Vertrag zusammengebracht hatte. Aber wie immer steckt der Teufel im Detail. Es ist normal bei Klimawandel-Verhandlungen, dass sie bis zum Ende durchgefochten werden. Aber der Gipfel in Kopenhagen 2009 hat gezeigt, dass Erfolg nicht immer garantiert werden kann.

Ein weiteres Niveau der Ungewissheit ergab sich mit der Entscheidung von Präsident Trump, sich aus dem Paris-Abkommen zurückzuziehen. Ein formeller Austritt kann nicht vor November 2019 vollzogen werden. Bis dahin nehmen die USA weiter aktiv an Verhandlungen teil.

Ohne die USA dürfte es drastisch schwieriger werden, die 100 Milliarden Dollar pro Jahr ab 2020 für den Fonds zusammen zu bekommen. Unsicherheit hat den Weg geebnet, dass das Paris-Abkommen an verschiedenen Fronten immer brüchiger wird.

Das Paris-Abkommen war am 4. November 2016 in Kraft getreten, nachdem es mit einer großen Fanfare des Konsens‘ am 12. Dezember 2015 beschlossen worden war. Das Abkommen ist aber immer noch operativ, weil nach wie vor ein Maßnahmen-Katalog zu dessen Umsetzung fehlt. In seiner jetzigen Form ist das Abkommen kaum mehr als eine Absichtserklärung, trotz aller Emotionen, die darum herum geweckt worden sind.

Selbst wenn es in Kraft tritt, wird es weitgehend freiwilliger Natur sein, und man muss sich auf den internationalen Druck verlassen, die Teilnehmer bei der Stange zu halten. Länder werden verpflichtet werden, über ihre Ambitionen zur Erreichung des 2°C-Zieles zu berichten, aber es gibt kein Mittel, dies zu erzwingen. Letzte Details sollen nun Ende dieses Jahres geklärt werden.

Aber nach Bangkok scheint jenes Abkommen weiter entfernt denn je, trotz einiger ermutigender offizieller Ankündigungen. Beobachter haben öffentlich bekundet, dass das Paris-Abkommen am Rande des Scheiterns steht. Die Economic Times in Indien klagt: „Die Welt legt jetzt die neuen Normen fest, die Versprechungen einer globalen Zusammenarbeit nicht einzuhalten“.

Diese Entwicklungen bilden den Hintergrund der Debatte über die Zukunft des Paris-Abkommens in Australien. Dort lag der Schwerpunkt auf der Frage, welche Ziele man setzen sollte, um zukünftig Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren. International spielt Australien immer noch eine sehr aktive Rolle bei den Verhandlungen, trotz des geringen Beitrags des Landes zu den globalen Emissionen.

Indem er Forderungen aus seiner eigenen Partei widerstand, das Paris-Abkommen aufzukündigen wegen der Strompreise bei einem Übergang zu erneuerbarer Energie, blieb Scott Morrison der Diplomatie verhaftet.

„Ich darf hier nicht nur dieses eine Thema betrachten“, sagte der neue Premierminister in einem Interview. „Im Pazifik ist dieses Thema unglaublich wichtig. Es dominiert dort ihr Denken und ihre Agenda. Und der Pazifik ist eines der strategischen Gebiete, welche unsere Welt heutzutage beeinflussen“.

Kurz gesagt, ein Rückzug aus dem Paris-Abkommen könnte erhebliche regionale Konsequenzen nach sich ziehen und Verhandlungen über Freihandel mit der EU behindern.

Trotz der Kritik an Australien bei den Bangkok-Gesprächen sagte ein Sprecher des Außenministeriums, dass man sich nach wie vor dem Prozess des Paris-Abkommens verpflichtet fühle. „Australien möchte eine umfassende und effektive Anleitung für das Paris-Abkommen implementieren“, sagte der Sprecher. „Australien setzt sich dafür ein, eine solche Anleitung auf der COP24 in Polen vorzulegen und unterstützt effektive Assistenz, einschließlich finanzieller Hilfen, die Entwicklungsländern zugute kommen sollen“.

Australien hat über die Hälfte seiner im Jahre 2015 eingegangenen Zahlungsverpflichtungen über fünf Jahre erfüllt (2015/16 bis 2019/20), um Entwicklungsländern zu helfen, widerstandsfähiger zu werden und Emissionen zu reduzieren. Darunter sind 300 Millionen Dollar über vier Jahre für Klima-Maßnahmen im Pazifik.

Die Assistenz Australiens erfolgt auf der Grundlage von Darlehen auf Antrag der Partnerländer, ist ausgeglichen zwischen Abschwächung und Anpassung und konzentriert sich auf kleine Inselnationen und weniger entwickelte Länder in der indo-pazifischen Region.

Das Geld wird aufgebracht mittels multilateraler, globaler, regionaler und lokaler Verfahren im Zuge des australischen Hilfsprogramms, verwaltet vom Ministerium.

Die Wahrheit jedoch ist, dass globale Gespräche ins Stocken geraten sind wegen der Frage, ob Kredite und bestehende Auslandshilfen als Anteil an dem geforderten 100-Milliarden-Dollar-Fonds gelten sollen oder nicht.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/more-cracks-in-the-paris-climate-agreement/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Computer-Klimasi­mulationen sind gerade kollabiert

Computer-Klimasimulationen prophezeien, dass eine vom Menschen verursachte globale Erwärmung dazu führen wird, dass sich die Troposphäre über den Tropen viel rascher erwärmen wird als die Oberfläche. Dazu gab es eine Reihe wissenschaftlicher Studien, in denen es darum ging, ob diese Prophezeiung in der Praxis zu beobachten ist. In einem kürzlich geposteten Beitrag beschreibt McKitrick die Hintergründe, einschließlich der Versuche eines Mainstream-Wissenschaftlers, Daten zurückzuhalten, und die nachfolgende Enthüllung, dass dieser Wissenschaftler die Daten auf eine Art und Weise bearbeitet hatte, dass man daraus fundamental andere Folgerungen ableiten musste. McKitrick umriss außerdem eine Reihe nachfolgender Studien, die zu dem Schluss gekommen waren, dass die troposphärische Erwärmung in der realen Welt viel geringer als prophezeit ausgefallen ist:

Egal ob wir die Größenordnungen atmosphärischer Trends testen oder das Verhältnis zwischen Trends in der Troposphäre und an der Oberfläche, über alle Arten von Datensätzen und über alle Trend-Intervalle – es zeigte sich, dass die Modelle die Verstärkungs- und die Erwärmungsrate erheblich übertrieben haben, sowohl global als auch in den Tropen.

Es sieht also nicht gut aus für die Modelle. Der nächste logische Schritt ist zu überlegen, was dies für das größere Bild bedeutet, und hier setzt die neue Studie an. McKitrick verweist darauf, falls Klima-Simulatoren die Regenmenge im Amazonas-Gebiet falsch berechnen, ist das vielleicht noch nicht das Ende der Geschichte – jener Teil des Modells kann adjustiert werden. Aber er und Christy zeigen, dass das, was die Modelle hinsichtlich der tropischen Troposphäre simulieren, im Wesentlichen eine Diagnose ihrer Struktur ist. Fast alle Klimamodelle prophezeien übereinstimmend, dass sie sich rapide erwärmen wird und dass nur Treibhausgase der Grund für eine solche Erwärmung sein können.

Mit anderen Worten, wenn die Modelle das nicht hinbekommen, läuft etwas fundamental falsch.

Darum ist es so wichtig, dass die Autoren in ihrer Studie folgern:

Vergleicht man modellierte mit beobachteten Trends während der letzten 60 Jahre … zeigt sich, dass alle Modelle die Erwärmung viel schneller simulieren als tatsächlich beobachtet und dass diese Diskrepanz in der Mehrzahl der individuellen Fälle statistisch signifikant ist. Wir folgern, dass dies informative Beweise gegen die grundlegende Hypothese in den meisten der gegenwärtigen Klimamodelle sind.

Link: https://www.thegwpf.com/computer-simulations-just-crashed/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Warnung an alle grünen Politiker: Kanada – Das Gesetz bzgl. Grüner Energie ist tot!

Es ist kaum möglich, eine umfassende Zusammenstellung aller Narreteien der Regierung zu erstellen. Eine Saga, welche im Jahre 2009 unter dem damaligen Premierminister der Liberalen Dalton McGuinty begonnen hatte, erfreute sich einer vollen und erdrückenden Umarmung seiner Nachfolgerin Kathleen Wynne, welche den von den unzuverlässigsten Quellen erzeugten Strom mit Schwindel erregenden Summen subventionierte. Sie umklammerte mit einer grünen eisernen Faust kleine Städte und entfernt liegende Ortschaften, stimulierte sowohl den Bau von Gaskraftwerken als auch deren nachfolgenden abrupten Abriss, kastrierte kleine Unternehmen, stellte die Ärmsten der Provinz vor die Wahl zwischen Energie oder Brot und führte dann das größte Gemetzel unter der Liberalen Partei von Ontario herbei. All das kann nicht in einer Spalte zusammengefasst werden.

Alles in allem war es die atemberaubendste Story von Halluzinationen über Windmühlen seit Miguel de Cervantes seinen „Don Quichotte von La Mancha“ geschrieben hat.

Es ist ziemlich heikel, ein Grüner zu sein. Die Story des McGuinty/Wynne-Kreuzzugs, den Bürgern von Ontario den vollen grünen Moralismus überzustülpen, koste es, was es wolle, sollte eine drastische Warnung an alle Politiker weltweit sein, dass „going green“ nicht der unschuldige Weg ist, als der er immer kolportiert wird. Und dass es niemals ausreicht, den Bürgern in den salbungsvollen Tönen einer Sonntagspredigt zu sagen „nehmt eure Medizin, es ist zu eurem Besten“.

Es ist erstaunlich, wie oft Politiker, gewählt um einer bestimmten Rechtsprechung zu dienen – sei es nun auf lokaler oder staatlicher Ebene – sich selbst diese grandiosen und grünen globalen Agenden überziehen. „Tut uns leid, wir können keine Schlaglöcher ausbessern, die Entwässerung nicht vor dem Sturzregen reinigen, Staufallen in den Straßen nicht beseitigen oder Straßenbahnen rechtzeitig fertigstellen – aber hallo, wir verbieten Plastik-Strohhalme und Einkaufsbeutel, und wir werben für Solar auf riesigen Plakaten“. Falls man eine Stadt regieren kann, verschiebe man die Rettung des Planeten auf einen anderen Tag. Falls man Regierungsgelder an private Bürger fließen lässt, um es ihnen zu ermöglichen, ihre Stromrechnungen zu bezahlen, weil ihre eigene Politik erst dafür gesorgt hat, die Stromrechnungen so steigen zu lassen, dass man dazu aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage ist, dann erinnere man sich an die Wahnvorstellung, dass die globale Erwärmung das ist, was zu lösen sie gewählt worden waren.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/the-green-energy-act-is-dead-let-that-be-a-warning-to-green-politicians/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




90 Millionen US-Dollar für eine Tesla-Batterie in Süd-Australien, 28.224 Milliarden EUR dafür in Deutschland

Visionäre sind immer willkommen

E. Musk war vor einiger Zeit beim Retten der Welt sehr generös und machte dazu ein großartiges „Speichergeschenk“ an Australien, welches einem mit Deutschland vergleichbarem Öko-Energiewahn frönt, in der Umsetzung jedoch bereits weiter ist und es dadurch sein Energiesystem schon heute „an die Wand gefahren“ hat:
EIKE 30. Juli 2017: Der Visionär E. Musk (Tesla) rettet Südostaustralien für 32 Sekunden vor dem Blackout

Unsere Qualitätsmedien berichteten natürlich etwas anders darüber. Wobei „Bericht“ falsch ist, denn es wurde wie üblich, unisono eine Meldung des „Wahrheitsinstituts“ dpa weitergeleitet:
SPIEGEL ONLINE 01.12.2017: Tesla nimmt weltgrößte Batterie in Betrieb
Manager Magazin
01.12.2017: Lithium-Ionen-SpeicherTesla nimmt in Australien weltgrößten Akku in Betrieb
Auch bekannte Fachperson*innen für Klima und Energie waren davon begeistert, denn so eine Tat wird Leuchtturmcharakter für deutschlands (kommende) Energie-Probleme haben:
Klimaretter.Info, 15. Juli 2017: Teslas Riesenbatterie: Topp, die Wette gilt
Tesla-Chef Elon Musk ist nun offiziell eine Wette mit Südaustralien eingegangen: In 100 Tagen will er dort die weltgrößte Batterie aufbauen – dauert es länger, kriegt der australische Bundesstaat den millionenschweren Stromspeicher geschenkt.
… Jetzt will er für die südaustralische Regierung die weltgrößte Batterie mit einer Kapazität von 129 Megawattstunden bauen – in 100 Tagen.
Klimaretter.Info[2] … Australien, speziell Südaustralien, litt unter großflächigen Stromausfällen, weil die Klimaanlagen des Landes durch den besonders heißen australischen Sommer stark hochgefahren waren und das Stromnetz überlasteten. Rund 90.000 Haushalte saßen im Dunkeln, die Industrie durfte nur noch eingeschränkt arbeiten.

Nur doppelt so teuer wie versprochen

Inzwischen liegen über dieses Projekt die fehlenden Daten zu den Kosten vor [2] und es lohnt sich, diese anzusehen.
Einmal hat das Projekt nicht nur die angesagten, „50 Millionen Dollar oder mehr“ gekostet [3], sondern landete bei 90 Millionen US-Dollar [3], zusätzlich kostet es pro Jahr noch zwischen 4 … 5 Millionen Dollar Betriebskosten.
Nun kennt man das von öffentlichen Projekten auch bei uns als Normalfall und wäre damit keine Erwähnung wert.
Interessant wird es erst, wenn man diese hochgelobte Speicher“Lösung“ auf deutsche Verhältnisse überträgt.

Die Speicherlösung ist kein Problem – nur unbezahlbar

Für unsere Politiker ist das Speicherproblem längst gelöst:
Onetz 25.05.2018: Ein Speicher für die Zukunft
… Der neue Batteriespeicher der Kraftwerksgruppe Pfreimd öffnet das Tor für das Stromsystem der Zukunft. Mit einem Knopfdruck nimmt ihn Bayerns Energie- und Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer in Betrieb.

Leider ist auch dieser Staatssekretär der CSU (Studium der Politik- und Sozialwissenschaften) einer von denen, bei welchen man irgendwie den Verdacht nicht los wird, dass sie entweder außer von Politik keine Ahnung haben, oder falls unvermutet doch, sie etwas verheimlichen.

Denn das Nachrechnen der „Speicherlösung der Zukunft“, ausgeweitet auf den Bedarf Deutschlands auf Basis der Kosten des angeblich so billigen Tesla-Batteriespeichers, ergibt eine Investitionssumme, die vor dem „Tor der Zukunft“ erschauern lässt:

Tabelle der Akkuspeicherkosten auf Basis des australischen TESLA-Akkuprojektes. Basis: Tesla-Speichervolumen: 129 MWh

Mögen Akkus in Zukunft noch etwas billiger werden. Aber die orientierenden Kostenvolumen von 28 Billionen EUR zur Ersterrichtung von ausreichend Akkuspeicher und zusätzlich 627 Milliarden EUR jährliche Betriebs- und Akku-Austauschkosten bringt vielleicht machen realistisch Veranlagten ins Grübeln.

Kein Wunder, dass ganz wichtige Energiefachpersonen deshalb darauf hinweisen, dass es viel vorteilhafter ist, erst einmal gar nicht daran zu denken, sondern zuerst unser bewährtes Energiesystem vollständig kaputt zu machen. Danach ist die Not bestimmt so groß, dass niemand mehr über Kosten reden wird:
Klimaretter.Info: [3]Quaschning sieht solche Großprojekte aber nicht als Bedingung für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren: „Es wird gern vorgeschoben, dass große Projekte wie der Netz- oder Speicherausbau erstmal fertig sein müssen, bevor die Energiewende losgehen kann“, kritisiert er.
Fragt man Quaschning, sind Netze und Speicher sogar der letzte Schritt. Der erste heiße Kohleausstieg – und der ist in Australien noch nicht weit fortgeschritten.

Leider wurde dieser Vorschlag: Wenn du viele Probleme hast, schaffe ein großes und die vielen kleinen verschwinden von alleine, von unserer Politik inzwischen vollständig als richtungsweisender Lösungsansatz übernommen.
Allerdings hat man bei manchen den Eindruck, dass sie einiges nicht richtig verstanden haben:
Deutschlandfunk, Sendung vom 21.01.2018: Annalena Baerbock im Gespräch mit Barbara Schmidt-Mattern
… Das ist vollkommen klar. An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren. Die Bundesnetzagentur, das Bundeswirtschaftsministerium war mit dabei in den Sondierungsgesprächen, als Experten geladen, haben das durchgerechnet. Das ist machbar …
Wer so fest von seinem Wissen überzeugt ist, diskutiert natürlich nur noch mit Fachpersonen, die dem eigenen vorbehaltlos zustimmen. Das macht Herr Schellnhuber vom PIK:
Klimaretter.Info: Münchner Klimaherbst 2015
Hans Joachim Schellnhuber … Dort habe ihm eine Phalanx „älterer Herren“, die sich allesamt als Klimaskeptiker entpuppten, gegenüber gesessen, die ihn mit völlig unhaltbaren, längst widerlegten Thesen konfrontiert habe. Zeitverschwendung für jemand wie Schellnhuber, der zwecks Weltrettung von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt jettet. Der Ärger über die unbotmäßigen Fragensteller war dem Wissenschaftler auch heute noch anzumerken.
An diesem Abend freilich sprach er zu einem Publikum, das ihm förmlich an den Lippen hing
.
Warum soll ihm das eine ausgewiesene „Wissensgröße“ der GRÜNEN nicht nachmachen. Diskussionen mit unabhängigen Fachpersonen, deren Karriere nicht von (der Zustimmung zu) politischen Vorgaben abhängig sind, hat man schlichtweg nicht mehr nötig und sie „fressen“ auch nur etwas von der zur Weltrettung auch bei GRÜNEN überwichtigen Zeit.

Wie könnte man Deutschland noch vor solcher Intelligenz retten?

Man soll aber nicht immer nur auf die GRÜNEN und „kleine Leute“, wie Staatssekretäre der (künftigen) Splitterpartei CSU eindreschen, in der hohen Politik sind die selbsternannten Fachpersonen nicht besser:
SVZ.de
16. September 2014: Riesenakku fürs Stromnetz
… Batteriespeicher wie der in Schwerin seien ein „wichtiger Schritt nach vorn für die erneuerbaren Energien und eine wichtige Voraussetzung, um sich Schritt für Schritt von Kohle und Gas verabschieden zu können“, erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) gestern. Für Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist das Werk indes der Einstieg in intelligente Lösungen auf dem Erneuerbaren-Energien-Markt, die „betriebswirtschaftlich und ohne Dauersubventionen am Markt erfolgreich betrieben“ werden können: „Die Energiewende muss gelingen, ohne dass sie permanent neue Kostensteigerungen auslöst.“ Bei der Entwicklung von Speichertechnologien müsse auf die „Kosteneffizienz Augenmerk gelegt werden“. Mecklenburg-Vorpommern zeige indes, wie die Energiewende funktionieren könne, sagte Gabriel …

Wohl nur, sofern sich Geschichte wiederholt

Australien ist nicht nur beim Ökostromausbau und den daraus folgenden Problemen Deutschland weit voraus, es hat auch schon einen Regierungswechsel hinter sich. Und auf einmal sieht die Betrachtung dort anders aus:
Ruhrkultour: [2] “chaotisch und überteuert”
… Keane erinnert an das Versprechen Elon Musks, die Batterie innerhalb von 100 Tagen zu bauen. Musk habe es während eines heute berühmten Twitter-Austauschs mit dem Unternehmer Mike Cannon-Brookes gegeben.
Die Kosten des Projekts haben den Zorn der Regierung Süd-Australiens auf sich gezogen, sagt Keane. Sie beschuldige ihren Vorgänger, eine “eilige, chaotische und teure Lösung für das Energieprobleme in Südaustralien” betrieben zu haben. 

Quellen

[1] SPIEGEL ONLINE 01.12.2017: Tesla nimmt weltgrößte Batterie in Betrieb

[2] Ruhrkultour September 27, 2018: 90 Millionen US-Dollar Für Tesla-Batterien In Süd-Australien

[3] Klimaretter.Info, 15. Juli 2017: Teslas Riesenbatterie: Topp, die Wette gilt




Kanada – und [fast] die ganze Welt geben die Grüne Agenda auf

Erneuerbare nebst deren hohen Strompreisen als Begleiterscheinung haben viele Individuen in Energiearmut getrieben und die Industrie veranlasst abzuwandern. Dies alles entlarvt die Behauptung, dass Wind und Solar die Treibstoffe der Zukunft sind, als Lüge.

China war einst das Aushängeschild der Erneuerbare-Energie-Industrie – noch vor einigen Monaten hieß es bei Bloomberg: „Chinas Investitionen in Erneuerbare lassen den Rest der Welt hinter sich“, dank deren enormen, von Subventionen gestützten Wachstums. Jetzt wirft aber auch China allmählich das Handtuch, indem Subventionen für Erneuerbare zurückgefahren werden – eine Verheißung für den Niedergang der Investitionen des Landes in den Bereich Erneuerbare. Mit der Reduktion von Subventionen für Erneuerbare in der EU verringerten sich im vorigen Jahr die Investitionen auf mehr als die Hälfte zum Zeitpunkt des Maximums vor sechs Jahren (hier). Japans Investitionen haben sich sogar innerhalb von nur drei Jahren halbiert.

Während China immer mehr Abstand von Erneuerbaren nimmt, stürzt sich das Land auf die Kohle. Einem BBC-Bericht von voriger Woche zufolge fährt China seine Abhängigkeit von heimischer Kohle um 25 Prozent nach oben mittels Bau Hunderter neuer Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung. Sind diese erst einmal vollendet, wird die zunehmende Kohle-Kapazität äquivalent sein zur gesamten Kohle-Kapazität in den USA. Neben Kohle wird China in diesem Jahr auch zum weltgrößten Importeur von Erdgas werden, sowohl per Pipeline (20% Steigerung) als auch per Schiff (über 50% Steigerung). Bzgl. Kohle und Öl ist das Land schon jetzt der weltgrößte Importeur.

Deutschland, ein weiteres Aushängeschild bzgl. erneuerbarer Energie, folgt dem gleichen Weg der Abwicklung, werden doch Subventionen für Windmüller reduziert, während die Importe von Gas und die Verwendung heimischer Kohle zunehmen. Um diese Kohle zu fördern hat Deutschland beschlossen, eine bestehende Tagebau-Kohlemine – die größte in Europa – zu erweitern, wofür man einen 12.000 Jahre alten Wald abholzen muss. Abgerundet wird dieses Abrücken Deutschlands von Forderungen der Grünen-Lobby durch die Abschwächung von Vorschriften, welche den Autobauern auferlegten, Fahrzeuge mit geringeren CO2-Emissionen herzustellen.

Japan plant, seine ohnehin schon bescheidenen Subventionen für Erneuerbare zu beenden (hier), während der Verbrauch fossiler Treibstoffe massiv ausgeweitet wird – zu den bereits 100 bestehenden Kohle-Kraftwerken sollen weitere 40 hinzukommen. Auch UK wendet sich von Erneuerbaren ab. Dort wird erwartet, dass die Investitionen bis zum Jahr 2020 um 95% sinken werden – zugunsten der Erschließung der immensen Schiefergas-Vorräte des Landes. Und Australien beendet sein Subventionsprogramm für Erneuerbare bis zum Jahr 2020 vollständig.

Die grundlegendste Änderung jedoch erfolgte in den USA, wo die Partei der Demokraten – Anhänger der Globale-Erwärmung-Orthodoxie – zunächst die Kontrolle über den Kongress und dann die Präsidentschaft an Präsident Trump von den Republikanern verloren haben. Dieser ist ein ausgesprochener Kritiker der Globale-Erwärmung-Lobby. Als Präsident Trump sich aus dem Paris-Abkommen zurückzog zugunsten Kohle und anderer, auf Kohlenstoff basierender Treibstoffe, haben sich die Führer der Welt fast einhellig darob empört.

Nachdem die USA ihre Kohle-Industrie wiederbelebt haben, zum weltgrößten Ölproduzenten geworden sind und ihre einst siechen ökonomischen Zuwachsraten diejenigen der anderen hinter sich gelassen haben, folgen jene Weltführer inzwischen der Führung Amerikas, während man bzgl. Paris von ihnen gar nichts mehr hört. Das einst so mächtige IPCC, ehemals ein Fixpunkt in den Nachrichten, ist unschädlich gemacht und vergessen, nachdem die USA dessen Finanzierung gestoppt haben und dessen Bedeutung gegen Null tendiert.

Die Abnahme der regierungsamtlichen Finanzierung von Erneuerbaren folgt vielen Jahren, in denen Meinungsumfragen konsistent ergeben, dass der Öffentlichkeit der Klimawandel ziemlich egal ist. Regierungen haben schließlich verstanden, dass die Grüne Lobby doch nicht so mächtig war. Die ängstlichsten und am wenigsten prinzipientreuen Glieder der Gesellschaft – der Unternehmensbereich – könnten die nächsten sein, die bzgl. der Causa Klimawandel ein wenig mehr Rückgrat zeigen.

Einem durchgesickerten Memo zu Anfang dieses Monats [September] zufolge beabsichtigt BusinessEurope, der größte Unternehmer-Verband der EU, gegen EU-Pläne einer Verschärfung der Vorschriften bzgl. CO2-Emissionen auf ihre Kosten Widerstand zu leisten, wenngleich gedämpft. Falls sich diese Pläne bewahrheiten und der Verband es wirklich wagt, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, ist dies ein weiteres Anzeichen, dass NGOs und deren wichtigste Verbündete – die Mainstream-Medien – ihre Macht eingebüßt haben.

Der ganze Beitrag steht hier.

Übersetzt von Chris Frey EIKE