SAMOAS Premier: Wir wollen Klima­reparations­zahlungen sehen. Wer deshalb nach Betroffen­heitsbe­legen fragt, gehört wegge­sperrt

Jeder Anführer eines Landes, der glaubt, dass es keinen (AGW-)Klimawandel gibt, sollte in eine Irrenanstalt gebracht werden …

Damit sprach der Premier von Samoa aus, was die oft aggressiven Propheten der AGW-Klimawandeltheorie schon seit langem fordern und trotz „Hate Speech“-Debatte unter öffentlichem Beifall folgenlos aussprechen dürfen:
SPIEGEL ONLINE: [5] Radikales Professoren-Plädoyer „Todesstrafe für Leugner des Klimawandels“

Der Premier war als Diplomat selbstverständlich konzilianter. Er lässt den „Klimawandel-Leugnern“ immerhin das Leben, damit sie sich noch läutern können, falls sie wieder in die Gesellschaft zurück wollen.
ABC News, ganz grob übersetzt und stark gekürzt: [4]Samoas Premierminister Tuilaepa Sailele hat sich gegen Klimaskeptiker gewandt und Australien dazu gedrängt, die CO2-Emissionen zu senken, um die Pazifikinseln vor der „Katastrophe“ des Klimawandels zu retten.
… Sailele sagte dem Lowy Institute in Sydney, dass der Klimawandel eine „existenzielle Herausforderung“ für tief liegende Inseln im Pazifik darstelle, und entwickelte Länder müssten die (CO2) Umweltverschmutzung reduzieren, um die steigenden Temperaturen und den Meeresspiegel zu dämpfen …
Jeder Anführer eines Landes, der glaubt, dass es keinen Klimawandel gibt, sollte also in eine psychiatrische Anstalt gebracht werden. Er ist absolut dumm. Und ich sage das gleiche zu jedem Anführer hier …
… Die Intervention des Premierministers erfolgte, als einige Koalitionsabgeordnete den neuen Premierminister Scott Morrison drängten, Australiens Versprechen, die CO2-Emissionen im Rahmen des Pariser Abkommens zu reduzieren, aufzugeben …

kaltesonne informierte darüber: … Der Premierminister von Samoa, Tuilaepa Sailele, will endlich Klimaausgleichzahlungen sehen. Da die Gelder noch nicht so üppig sprudeln, macht sich nun Nervosität breit. In einem Video schlägt Sailele vor, alle Klimaleugner in Irrenanstalten unterzubringen …

Denn unsere Atolle sind bereits vom Klimawandel betroffen

ABC News: [4]„Während der Klimawandel von einigen in der Region als eine langsam einsetzende Bedrohung angesehen wird, werden seine negativen Auswirkungen bereits von den Inselgemeinschaften wahrgenommen“, sagte er.

Laut der ABC News schlossen sich dem verschiedene, pazifische Inselstaaten an:
ABC News: [4]Several other leaders — including Fiji’s Prime Minster Frank Bainimarama and the Marshall Island’s President Hilda Heine — have also called on Australia to do more to cut emissions.

Medien und Umgang mit Fakten

Immer neu muss man sich wundern, (zumindest dem Autor geht es so), wie Personen auf der Weltbühne Klimawandel-Statements von sich geben und wirklich niemand fragt nach Fakten oder geschweige, recherchiert dazu. Das ist bei den Klimakonferenzen so [6] [7] und dazwischen ebenfalls [8].[20]. Nur dadurch ist es möglich, dass die praktisch ununterbrochenen Alarmmeldungen und Forderungen nach Klima-Kompensationszahlungen alleine durch bewusstes Verdrehen von Fakten möglich sind [9] [10].

Zwar finden sich in Publizierungen manchmal realistische Darstellungen, doch werden solche in unseren Medien – sofern sie dort überhaupt Erwähnung finden – um die Bürger nicht zu verunsichern, vorsichtshalber liniengetreu-korrekt ergänzt:
Beispiel: Lokale Printausgabe der nordbayerischen Nachrichten (Vorstellung des UN-Welthungerindex 2018 durch die Deutsche Welthungerhilfe): … Wegen bewaffneter Konflikte und des Klimawandels droht dem weltweiten Kampf gegen den Hunger ein Rückschlag

Dabei steht im Indexbericht [11] selbst, vom Klimawandel als Ursache nichts. Allerdings eine deutliche Aussage über die falschen Zuweisungen und wahren Gründe vieler Probleme:
UN Bericht: 2018: [11] Handlungsempfehlungen
… Eine Analyse des Zusammenspiels von Hunger und Flucht offenbart jedoch, dass sich
geläufige Fehlannahmen hartnäckig halten und nach wie vor die Politik beeinflussen, obwohl sie nachweislich unzutreffend sind. In ihrem Essay über den Zusammenhang zwischen Flucht, Vertreibung und Hunger hinterfragt Laura Hammond (SOAS University of London) diese Fehlannahmen und präsentiert die folgenden vier Lösungsansätze für ein besseres Verständnis und einen adäquaten Umgang mit der Thematik:
Hunger und Flucht sind politische Probleme Hunger wird oft als Folge umweltbedingter oder natürlicher Ursachen verstanden. Hunger ist – genau wie Flucht und Vertreibung – in der Regel das Ergebnis politischer Prozesse. Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen und extreme Wetterereignisse führen nur dann zu Hunger und Vertreibung, wenn Regierungen nicht vorbereitet oder nicht willens sind zu reagieren, weil ihnen entweder die Kapazitäten fehlen oder sie Hilfeleistungen vorsätzlich unterlassen beziehungsweise ihre Macht missbräuchlich einsetzen. Solche Vorkommnisse verdeutlichen, dass bei der Reaktion auf Vertreibungen auch die zugrunde liegenden politischen Faktoren berücksichtigt werden müssen. Auf allen Ebenen müssen Maßnahmen zur Konfliktverhütung und Friedensstiftung unterstützt werden, ebenso wie Regelungen zur Stärkung der Rechenschaftspflicht und Transparenz der Regierungsführung, damit sich Regierungen nicht so einfach ihrer Pflicht entziehen können, die Grundbedürfnisse ihrer BürgerInnen nach Schutz und Ernährungssicherheit zu befriedigen.

Selbstverständlich hat die Lokalredaktion an der „politisch korrekten Ergänzung“ keine Schuld. Diese Darstellung hat die Redaktion ja vom Wahrheitsinstitut dpa übernommen und diese hat es wieder von der Welthungerhilfe, welche die Information entsprechend „politisch bügerkompatibel“ aufbereitet und ergänzt hat:
Welthungerhilfe: … Wir brauchen mehr Geld für die ärmsten Länder sowie für die Bekämpfung des Klimawandels, um den Hunger langfristig besiegen zu können“, fordert Till Wahnbaeck, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.

Wie sehen die Fakten zum Tidenpegel-Untergang bei Samoa aus?

Der Autor hat nun schon über viele Jahre zu Meerespegeln recherchiert [12] [13] und dabei immer noch keinen Klimawandel-ansteigenden gefunden, allerdings viele, welche in Simulationen geradezu in den Himmel wachsen.
Es könnte jedoch immer sein, dass sich in der Zwischenzeit wieder neue Erkenntnisse ergeben haben, weshalb man seine Recherchen immer neu aktualisieren muss.

Deshalb eine kleine Sichtung, welcher Wahrheitsgehalt in der Aussage des Ministers: [4] „… Während der Klimawandel … werden seine negativen Auswirkungen bereits von den Inselgemeinschaften wahrgenommen“ …,. stecken könnte.

Auf der Homepage des für das Pegelmonitoring zuständigen Ministeriums von Australien findet sich das folgende Pegelbild:

Bild 1 Pegelverlauf SAMOA. Quelle: Australisches Pacific Sea Level Monitoring Project

Man sieht, dass der Pegel bei SAMOA deutlich ansteigt. Nachrechnen (im Original-Datensatz) ergibt für den Mittelwert 9,05 mm/pa seit Beginn der Pegelkurve. Das ist viel, wo der weltweite, durchschnittliche Tidenpegelanstieg doch um die 1 mm [16], und in dieser Pazifikregion um die 2,xx mm/pa betragen soll [18].

Betrachtet man die Pegelverläufe der SAMOA umgebenden Inselstaaten, dann sieht das Bild wie im folgenden aus und der Pegelanstiegs-Mittelwert beträgt nur noch 4,8 mm/pa.

Bild 2 Pegelverläufe TUVALU, COOC ISLANDS, FIJI, TONGA, zugefügter Mittelwert und lineare Regressionsgerade (4,8 mm/pa). Y-Achse: cm. Alle Pegeldaten auf den gleichen Endwert normiert. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australisches Pacific Sea Level Monitoring Project

Wer den Pegelverlauf von SAMOA im Bild 1 genauer betrachtet, bemerkt (neben anderen) einen „Sprung“ im Jahr 2009 und einen darauf erfolgten Pegeloffset. Im folgenden Bild ist das deutlicher herausgestellt.

Bild 3 Pegelverläufe SAMOA und COOC ISLANDS mit zugefügten Hilfslinien. Y-Achse: cm. Pegeldaten auf den gleichen Endwert normiert. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australisches Pacific Sea Level Monitoring Project

Wer sich mit dem Pazifik „auskennt“, weiß sofort, was solche Verläufe bedeuten: Es sind vertikale Kontinentalverschiebungen durch Erdbeben. Die Auswirkungen sind enorm und lassen sich nachlesen.

Direkt auf dem „Pazifischen Feuerring“ verschwindet der „Klimawandel“ im „Problemrauschen“

Das darf man weder deutschen Bürgern, noch verantwortlichen Politikern sagen. Denn das Geld der Untertanen muss in die weite Welt „verschwinden“, damit es die schon länger hier Lebenden nicht für ideologisch Falsches ausgeben (können):
EIKE 13. Juli 2017: [14] Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?

Jedenfalls ist diese angeblich so idyllische und von der Natur „beschienene“ Weltgegend für die Bewohner ein einziger Höllenritt:

Bild 4 Südpazifik, Erdbebenlistung der jüngsten Zeit. Quelle: Erdbebennews

Die Ursache kann man nachlesen:

Bild 5 Südpazifik, Beschreibung der Erdbebenursache. Quelle: Erdbebennews

Am 29. September 2009 war es wieder besonders schlimm …

Australische Regierung: [15] SEA LEVEL DATA SUMMARY REPORT JULY 2009 – JUNE 201029 September 2009:
... An earthquake of magnitude Mw8.0 near Samoa generated a destructive tsunami that was recorded on the SEAFRAME stations at Samoa ...
Auch WIKIPEDIA schreibt darüber: … The 2009 Samoa earthquake and tsunami took place on 29 September 2009 in the southern Pacific Ocean adjacent to the Kermadec-Tonga subduction zone … and had a moment magnitude of 8.1 and a maximum Mercalli intensity of VI (Strong) …A tsunami was generated which caused substantial damage and loss of life in Samoa, American Samoa, and Tonga … New Zealand scientists determined that the waves measured 14 metres (46 ft) at their highest on the Samoan coast …

… mit 14 m hohen Tsunamiwellen vor SAMOAs Küste

Man muss sich das vorstellen, was eine solche Tsunamiwelle (wie sie WIKIPEDIA) zu diesem Ereignis an SAMOAs Küste listet, bedeutet. Entsprechend waren die Folgen:
WIKIPEDIA
: Countries affected by the tsunami in the areas that were hit are American Samoa, Samoa and Tonga (Niuatoputapu) where more than 189 people were killed, especially children, most of them in Samoa … „All the schools, workplaces everyone has walked up – it’s like a ghost town … Twenty villages on Upolu south side were reportedly destroyed, including Lepa, the home of Samoa’s Prime Minister Tuilaepa Lupesoliai Sailele Malielegaoi

Im Pegelverlauf lässt sich das Ereignis trotz der vorhergegangenen Mittelwertbildungen und Monatsauflösung gut erkennen (Detailbild aus Bild 3).

Bild 6 Pegelverlauf SAMOA Mittelwert mit zugefügter Kennzeichnung des Erdbebens vom September 2009. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australisches Pacific Sea Level Monitoring Project

Und zusätzlich zu diesen Einzelereignissen weisen diese Atolle aufgrund der Subduktion noch ständige, vertikale Bewegungen auf. Für SAMOA ist dies beispielsweise eine stetige Landsenkung um -0,9 mm/pa [15].

Wie könnten die Pegelverläufe ohne die Landsenkungen aussehen

Einen ersten Eindruck gewinnt man, wenn man die besonders betroffene Region SAMOA weglässt und nur die Maximalpegel der umliegenden Atollstaaten betrachtet: Die Maximalen Tidenpegelwerte nehmen eher ab.

Bild 7 Pegelverläufe Maximalpegel TUVALU, COOC ISLANDS, FIJI, TONGA, hinzugefügter Mittelwert, lineare Regressionsgerade (4,2 mm/pa) und Hilfslinien. Y-Achse: cm. Alle Pegeldaten auf den gleichen Endwert normiert. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australisches Pacific Sea Level Monitoring Project

Nimmt man den Mittelwert (der Maximalwerte) und dazu nicht die Regressionsgerade, sondern den Trendkanal, dann sieht es wie im Bild 8 aus.
Obwohl der Trendkanal im Bild aufgrund der Skalierung anteigt, beträgt dieser Trend nur 1,4 mm/pa. Damit liegt der Wert in der Größenordnung des weltweiten Tidenpegel-Wertes von 1,46 mm/pa wie ihn ein Forscher vom GEOFORSCHUNGSZENTRUM POTSDAM ermittelte [16]. Für diese Süd-Pazifikregion wurden vom Autor einstmals 2,17 mm/pa ermittelt [18] (MSL-Tidenpegelwerte ohne Isostatik-korrekturen, also für diese Erdbebenregion zu hohe Werte). Der Tredkanal-Verlauf des Tidenpegel-Maximalwertes – und nur diese „erzeugen“ die schlimmen, oft verbreiteten Überflutungsbilder – liegt also selbst ohne die erforderlichen Korrekturen darunter.

Bild 8 Pegelverlauf des Maximalpegel-Mittelwertes TUVALU, COOC ISLANDS, FIJI, TONGA (auf gleichen Endwert normiert) mit Hilfslinien. Y-Achse: cm. Der Trendkanal-Pegeltrend beträgt 1,4 mm/pa. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australisches Pacific Sea Level Monitoring Project

Auch der Mittelwertverlauf lässt nichts vom Klimawandel(Anstieg) erkennen

Korrigiert man im Mittelwertverlauf die drei Horizontalverschiebungen des Pegelverlaufs Samoa, dann sieht man: Jeglicher (AGW-)Pegelanstieg ist verschwunden.

Bild 9 Mittelwert-Pegelverlauf und Regressionsgerade SAMOA nach der Offsetkorrektur der drei Horizontalverschiebungen in Bild 6. Grafik vom Autor erstellt

Kritiker in die „Klapse“, Betrüger als Freunde

Als Fazit lässt sich damit nur (wieder) feststellen: Es gibt bei den Pazifikinseln – und das gilt auch für SAMOA – weiterhin keinen messbaren, bedrohlichen AGW-Pegelanstieg. Die „Bedrohung“ entsteht alleine in den Simulationen.

Sofern die dortigen Bewohner ihre Küsten naturgerecht behandeln und nicht kaputt machen (wegen der Überbevölkerung und steigenden Komfortansprüche leider „gängig“ [22]), versinken diese sogar trotz der stetigen Landsenkungen nicht, sondern wachsen – ein seit Jahrmillionen typisches Merkmal von Korallenriffen:
kaltesonne 12. Oktober 2018: [1] Trotz Meeresspiegelanstieg: Fläche der Tuvaluinseln hat sich in den letzten Jahrzehnten um 3% vergrößert

Und immer wieder muss betont werden: Der aktuelle Pegel in dieser Region (das gilt fast rund um die Welt) ist im Langzeittrend derzeit niedrig und nicht hoch:

Bild 10 Abbildung: Meerespegelentwicklung der Southern Cook Islands während der vergangenen 2500 Jahre. Quelle: Goodwin & Harvey 2008.

Das Erschreckende ist allerdings, wie es weiterhin gelingt, solche Falschdarstellungen problemlos aufrechtzuerhalten und gegenüber dem Westen als Forderung anzubringen. Die ehemalige Umweltministerin Frau Hendricks war dafür ein beredtes Beispiel. Anstelle sich um Fakten zu kümmern und Deutschlands Bürgerinteressen zu vertreten, verbrüderte sie sich lieber mit solchen „windigen“ Protagonisten, um auf der Weltbühne als „große Retterin“ gefeiert zu werden:
[14] klimaretter.info: Die neue Macht im Klimapoker
… Der Kampf gegen den Klimawandel bekommt einen völlig neuen und unerwarteten Schub. Auf dem Klimagipfel in Paris hat sich ein mehr als ein halbes Jahr geheim gehaltenes Bündnis aus mehr als 100 Staaten offenbart, die für ein rechtlich verbindliches und starkes Weltklimaabkommen eintreten.
Bildunterschrift: Der Außenminister der Marshallinseln Tony de Brum und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sind „gute Freunde“

… 
Bundesumweltministerin Hendricks erklärte: „Ich bin stolz, Teil dieser Allianz zu sein.“ Von Anfang an habe sie de Brum beim Aufbau der neuen Allianz unterstützt. „Was uns vereint, ist der Wille für ein ambitioniertes Abkommen.“
… Die breite Allianz besteht aus Ländern, die durchaus unterschiedliche Positionen in der Klimapolitik einnehmen. Die kleinen Inselstaaten fordern etwa eine starke Berücksichtigung der klimawandelbedingten „Verluste und Schäden“ im Abkommen

Gerade dieser (inzwischen verstorbene) Tony de Brum war einer der großen Agitatoren, der keine Falschdarstellung scheute, um die Interessen seines Landes beim Einfordern von Klima-Reparationsgeldern (und die Festlegung in Klimaverträgen) durchzusetzen.

Bei der derzeitigen Umweltministerin ist nicht erkennbar, dass sich daran etwas grundlegend ändern würde. Bezüglich der tiefgreifenden, fachlichen Unkenntnis in ihren ministeriellen Aufgabengebieten knüpfte sie nahtlos an ihre Vorgängerin an und Einflüsterungen – sofern sie ausreichend alarmistisch sind – und den Forderungen nach Klimareparationszahlungen ist auch sie aufgeschlossen.

Dass im pünktlich zur medialen Vorbereitung der nächsten Klimakonferenz erschienenen IPCC-Klima(Alarm)Sonderbericht SR1.5 an Daten nichts Neues – und wieder keine wirklichen Belege – stehen, die vielen Alarmaussagen ausschließlich auf einer den „Bericht“ auszeichnenden, hemmungslosen Klima-„Simulationsorgie“ basieren, welche allerdings durch eine sehr deutliche und umfangreiche, politisch-ideologische Orientierung und Anmaßung zu Handlungsanweisungen an die Welt ergänzt wurden, fiel ihr wohl nicht auf.

Dabei kommt man (zumindest der Autor und auch andere [21]), beim Lesen des vollständigen Berichtes wirklich (wieder) in Zweifel über die Seriosität der „Arbeit“ des IPCC.
Im folgenden Bild 11 eine Darstellung aus dem SR1.5 Langbericht über den Einfluss von Temperatur und Niederschlag in Europa. Anmerkung: Die Darstellung ist im Bericht wirklich so unscharf. Man hielt es im Bericht wohl nicht für erforderlich, eine brauchbare Kopie des Originals einzusetzen. Es „gelang“ daraus abzuleiten, dass Deutschlands Flüsse in Zukunft häufiger von Hochwasser betroffen sind (genauer: sein könnten).

Bild 11 (kleiner Ausschnitt) Figure 3.12: Summary of the likelihood of increases/decreases in Precipitation-Evapotranspiration (P-E) in Coupled Model Intercomparison Project Phase 5 (CMIP5) simulations considering all scenarios and a representative subset of 14 climate models (one from each modeling center). Panel plots show the uncertainty distribution of the sensitivity of P-E to global temperature change as a function of global mean temperature change averaged for most IPCC Special Report on Managing the Risk of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation (SREX) regions (see Figure 3.2) outlined in the map (from Greve et al., 2018).

Wer könnte auch einer mit der Klima-Weltrettung voll ausgelasteten Ministerin zumuten, in den wirklichen Bericht (ohne Ergänzungen 687 Seiten) hineinzusehen – oder eine neutrale Fachstelle mit einer kritischen Sichtung zu beauftragen, um zu erkennen, dass der Bericht nicht zur seriösen Sachdarstellung, sondern vorwiegend zur Verbreitung einer politischen Agenda erstellt wurde.
Da ist es viel bequemer (und vor allem ohne Sinnzweifel), auf die Summary-Aussagen des politischen IPCC-Gremiums zu vertrauen:
Berlin (AFP) 8. Oktober 2018: … Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat mit Blick auf den neuen Bericht des Weltklimarats IPCC die Notwendigkeit eigener stärkerer Anstrengungen für den Klimaschutz angemahnt. „Wir dürfen beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren“, erklärte Schulze am Montag in Berlin. Es sei wichtig, „den Abschied von Kohle, Öl und Gas“ hinzubekommen, denn „jede vermiedene Tonne CO2, jedes vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung zählt“.

Nicht der AGW-Klimawandel ist die Bedrohung, sondern alleine die „gütige“ Natur

Der verschwindend geringe Tiden-Pegelanstieg bei den Pazifikatollen ist gegenüber den Pegeln, welche die „gütige“ Natur bei Stürmen (5 m Wellenhöhe) und Tsunamis (bis zu 14 m Wellenhöhe) aufbaut, vollkommen zu vernachlässigen. Wer es „live“ sehen will, sollte sich einige der vielen YouTube-Videos von Tsunamis auf Japan ansehen, wo große Schiffe auf das Festland schwimmen und Häuser die Straßen entlang landeinwärts geschoben werden.

Bild 12 Vergleich Tidenpegel-Veränderungen und Pegel durch Naturereignisse [13]. Tsunamiwellen von 14 m waren nicht mehr sinnvoll darstellbar

Für Tsunamis bekommt man vielleicht etwas kurzfristig Hilfe, aber keine langfristigen Reparationen

Es ist allerdings vollkommen einleuchtend, warum der Premier mit keinem Wort die wirklichen Daten referiert. Er weiß genau, dass der Westen Geld nur für ein einiges Stichwort – dann allerdings (bald) in Mengen – fließen lässt. Das aber so manisch, dass niemand dazu Belege liefern muss.

Es verhindert sinnvolle Lösungen, aber wen kümmert das

Dass der reiche Westen parallel Unsummen für eine unnütze CO2-Vermeidung ausgibt, ist ein Kollateralschaden beim Einfordern der Klimaschutzgelder. Man muss diese (unsinnige) Forderung aufrecht erhalten, um keine die erwarteten Geldfüsse (zer-)störende Sinn-Diskussion anzustoßen.
Für sinnvolle Maßnahmen steht dadurch zwar weniger Geld zur Verfügung. Weil das, welches kommt, oft jedoch sowieso nicht sinnvoll eigesetzt wird, sondern eher dazu dient, viele „Lokalfürsten“ und deren Protagonisten zu bereichern, wird es eben in Kauf genommen [19] [11].

Zukünftige Generation(en) werden es erleben:
Die wirklich großen Umweltschäden durch Erdbeben und Tsunamis werden auch im Jahr 2100 ihre zerstörerischen Wirkungen entfalten und das wechselhafte und leider auch oft zerstörende Wetter wird weltweit bleiben. Und vielleicht werden sich diese Generationen fragen, wie es so einfach gelang, eine ganze Generation durch eine geschürte Klimahysterie dazu zu bringen, ideologisch bedingt Maßnahmen zu wirklichen Lösungen (Schutz vor Naturgewalten und nicht vordem Pflanzendünger CO2) zu verhindern und sich dabei noch selbst verschuldet arm zu machen.

Quellen

[1] kaltesonne 12. Oktober 2018: Trotz Meeresspiegelanstieg: Fläche der Tuvaluinseln hat sich in den letzten Jahrzehnten um 3% vergrößert

[2] kaltesonne 11. Oktober 2018: Premierminister von Samoa: Klimaleugner in Irrenanstalten einweisen

[3] WUWT August 30, 2018: Samoan PM Demands “Mental Confinement” for Climate Deniers

[4] ABC News 30 Aug 2018: Samoan Prime Minister Tuilaepa Sailele hits out at climate change sceptics during fiery speech

[5] SPIEGEL ONLINE 04.01.2013: Radikales Professoren-Plädoyer „Todesstrafe für Leugner des Klimawandels“

[6] EIKE 03.11.2017: Das Wochenende, an dem die Welt (wieder) begann unterzugehen

[7] EIKE 16. November 2017: Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle

[8] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

[9] EIKE 27.09.2016: Der Krieg des Klimas gegen die Menschheit

[10] EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)

[11] UN Bericht: 2018: Synopse WELTHUNGER-INDEX FLUCHT, VERTREIBUNG UND HUNGER

[12] EIKE 15.05.2018: Früher war hier der Strand …

[13] EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)

[14] EIKE 13. Juli 2017: Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?

[15] THE SOUTH PACIFIC SEA LEVEL & CLIMATE MONITORING PROJECT SEA LEVEL DATA SUMMARY REPORT JULY 2009 – JUNE 2010

[16] GEOFORSCHUNGSZENTRUM POTSDAM, Jan M. Hagedoorn in der Helmholtz-Gemeinschaft. Scientific Technical Report STR05/13: : Glaziale Isostasie und rezente Meeresspiegeländerung

[17] EIKE 31.07.2017: G20 Klimafakten ohne Hysterie betrachtet Teil 4 (4)

[18] EIKE 27. Juli 2017: G20 Klimafakten ohne Hysterie betrachtet Teil 2 (4): Die Meerespegel steigen und steigen …(aber keinesfalls unnatürlich)

[19] EIKE, 26.06.2017: Das globale Klimami(ni)sterium des Entwicklungsministers Müller

[20] WUWT October 10, 2018: Bill McKibben calls for civil disobedience… Because climate change.

[21] kaltesonne 13. Oktober 2018: Panne beim Weltklimarat: Neuer IPCC-Spezialbericht zum 1,5°C-Ziel blendet natürlichen Klimawandel komplett aus

[22] EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven




Zwei Kurzmeldungen des Heartland Institute

Stärke von Hurrikanen nimmt seit 80 Jahren ab

Auf seinem Wissenschafts-Blog schreibt der mit Preisen bedachte Meteorologe Roy Spencer, PhD, ein Grundlagenforscher an der University of Alabama in Huntsville UAH, dass trotz der massiven Schäden durch den Hurrikan Florence „es in der Vergangenheit häufiger starke Hurrikane gab (Kategorie 3 oder höher), die auf das Festland übergetreten waren. Derartige Ereignisse haben im Mittel in den USA seit den dreißiger Jahren um über 50% abgenommen“.

Im Gegensatz zur Stärke von Hurrikanen, sind alle der kostspieligsten Hurrikane in der US-Historie (ohne Todesfälle) seit den dreißiger Jahren aufgetreten. Grund hierfür ist aber nicht die zugenommen habende Stärke der Hurrikane, sondern ausschließlich die gewaltige Zunahme der Anzahl von Menschen, welche nahe der Küste leben und die samt ihrer Infrastruktur anfällig für Hurrikane sind. Da immer mehr Menschen in Küstengebieten leben und dort Luxushotels, Eigentumswohnungen und Appartment-Häuser aus dem Boden schießen, haben sich die Kosten für Schäden durch einen auf das Festland übergreifenden Hurrikan drastisch verteuert.

Quelle: Dr. Roy Spencer Blog

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Klimawandel ist unabhängig von atmosphärischem Kohlendioxid

Die Forscher bei CO2Science haben jüngst eine 2017 im Journal Climate erschienene Studie zusammengefasst, der zufolge das Niveau des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts über die gesamte geologische Historie keine Relation zu Temperaturen oder Klimabedingungen zeigt.

Der Autor der Studie, W. Jackson Davis, PhD, Direktor des Environmental Studies Institute, analysierte eine umfassende Gruppe empirischer Datensätze, welche 6680 Proxy-Temperaturwerte und 831 Proxy-Kohlendioxid-Messungen enthalten, um die Relation zu untersuchen zwischen historischen Temperaturen und atmosphärischem Kohlendioxid über 522 Millionen Jahre vor heute bis jetzt. Davis sagt, dass seine Datengruppe „bis heute die genaueste quantitative, empirische Evaluierung der Relation zwischen atmosphärischen CO2-Konzentrationen und Temperatur ist“.

Davis fand über Millionen von Jahren weder eine kausale Verbindung noch eine Korrelation zwischen Kohlendioxid-Niveau und Temperatur.

Beispielsweise berichtet Davis, dass „ein Spitzenwert der Kohlendioxid-Konzentration vor 415 Millionen Jahren nahe einem Temperaturminimum vor 445 Millionen Jahren lag, und dass CO2-Spitzenwerte vor rund 285 Millionen Jahren zeitlich mit einem Temperaturminimum vor etwa 280 Millionen Jahren zusammenfielen“. Ultimativ kommt Davis zu dem Ergebnis: „Über 95% der Temperatur-Varianz über Millionen von Jahren erklärt sich durch nicht identifizierte Variablen, aber nicht mit der atmosphärischen Konzentration von Kohlendioxid“. Davis weiter: „Diese Ergebnisse bestätigen frühere Ergebnisse auf der Grundlage von Untersuchungen des Klimas im Paläozän, dass ,das globale Klima vermutlich unabhängig ist von Variationen der atmosphärischen Kohlendioxid-Konzentration’“.

Davis schließt: „Korrelation bedeutet nicht Kausalität, aber fehlende Korrelation beweist endgültig das Fehlen jedweder Kausalität“.

Quellen: CO2 Science; Climate

Link zu beiden Kurzbeiträgen: https://www.heartland.org/news-opinion/news/new-nipcc-report-highlights-benefits-of-fossil-fuels

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung: Der Hauptbeitrag in diesem Rundbrief kommt als separater Beitrag demnächst.




Die Vorschrift bzgl. Erneuerbare würde die Armen in Arizona hart bestrafen

Unglücklicherweise hat Steyer seinen politischen und umweltlichen Aktivismus nicht nur auf den Südwesten [der USA] beschränkt. Er gab über 1 Million seines Privatvermögens zur Förderung von NextGen America aus, also für seinen politischen Arm zur Verschärfung der Vorschriften bzgl. der Erzeugung aus Erneuerbaren. Ähnliches tat er in Nevada und Michigan, wo er bereits einen Teilerfolg einstreichen konnte. In diesem Staat konspirierte er mit den beiden größten Versorgern, um die Verpflichtung zur Erzeugung aus Erneuerbaren bis zum Jahr 2030 auf 25% zu schrauben. Dabei hat Steyer den Staat hintergangen, hat er doch seine Agenda impliziert, ohne die Einwohner von Michigan oder deren gewählte Vertreter zu konsultieren.

„Der Prozess einer Wähler-Initiative ist nicht offen für eine Konversation“, sagt der Sprecher von Tucson Electric Power Joe Salkowski. „Es ist eine Vorschrift, in Kraft gesetzt ohne Rücksicht auf das, was individuelle Versorger machen und welche individuellen Gemeinden in der Lage sind, das zu bezahlen“.

Salkowski hat recht. Vorschriften bzgl. erneuerbarer Energie, auch bekannt unter der Bezeichnung Renewable Portfolio Standards RPS, zwingen den Strom- und Steuerzahlern den schwer subventionierten Wind- und Solarstrom auf. Mit den steigenden Energiepreisen und den behaupteten, praktisch aber nicht vorhandenen Vorteilen für die Umwelt sind derartige Vorschriften ein lose-lose für Steuerzahler und Verbraucher.

Wie stark werden RPS-Vorschriften subventioniert? Pro erzeugter Einheit Energie erhält die Windindustrie 35,33 Dollar pro Megawattstunde an Subventionen seitens der Regierung. Die Solarindustrie erhält sogar atemberaubende 231,21 Dollar pro MWh. Im Gegensatz dazu erhalten die Kohle- und Petroleum-Industrie gerade mal jeweils 0,57 Dollar bzw. 0,67 Dollar pro MWh.

Im Jahre 2014 fand die Brookings Institution, dass Windenergie doppelt so teuer ist wie die von ihr ersetzte konventionelle Energie. Inzwischen ist Solarenergie sogar dreimal so teuer. Folglich kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass „Anreize für Erneuerbare zugunsten von Wind und Solar verzerrt sind … sie sind ein sehr teurer und ineffizienter Weg, Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren“.

So ist es keine Überraschung, dass die Energiepreise in Staaten mit Vorschriften bzgl. Erneuerbarer doppelt so schnell steigen wie im nationalen Mittel [der USA]. Einer Studie aus dem Jahr 2016 zufolge betrugen die Gesamtkosten der Vorschriften bzgl. Erneuerbarer in nur 12 Staaten 5,76 Milliarden Dollar im Jahre 2016 und werden bis zum Jahr 2030 auf 8,8 Milliarden steigen. Tucson Electric Power schätzt, dass diese Vorschriften die Stromrechnungen der lokalen Verbraucher um über 500 Dollar pro Jahr steigen lassen werden.

Ganz offensichtlich sind höhere Energiepreise eine drückende Last für die Bürger von Arizona, und jedwede Politik, die Preise für Unabdingbares wie Strom steigen lässt, wird Familien mit niedrigem Einkommen unverhältnismäßig stark belasten. Mehr Geld für Strom bedeutet weniger Geld für Nahrungsmittel, Miete, Kleidung, medizinische Ausgaben usw. Und zum Sparen bleibt gar nichts übrig.

Falls man wohlhabend ist, wird einen die Zunahme der Stromkosten irritieren, aber kein ernstes Problem darstellen. Allerdings leben bereits über 1,2 Millionen Bürger Arizonas, das sind fast 18% der Gesamtbevölkerung dieses Staates, in etwas, dass man „Energiearmut“ nennt. Das bedeutet, dass sie mindestens 10% ihres Jahreseinkommens für Energie aufbringen müssen. In Maricopa County beispielsweise mussten Haushalte mit Einkommen unter 50% des staatlichen Armutsniveaus 18% ihres Einkommens für Energie ausgeben.

Für diese Menschen zählt jeder Penny. Sie sollten nicht vor die Wahl gestellt werden zwischen Wohngeld einerseits und Strom für Licht und Heizung andererseits – nur wegen eines linken Lieblingsprojektes irgendeines Milliardärs.

Obwohl Kalifornien mit einer Vielfalt von billigen Energie-Ressourcen gesegnet ist, muss man in dem Staat mit Abstand die höchsten Preise für Strom im Westen der USA zahlen. Über sechs Millionen Bürger des Staates leben in Energiearmut. Der Strompreis in dem Staat ist um 47% höher als in Arizona und um 70% höher als in den Nachbarstaaten Nevada und Oregon.

Falls Steyer Erfolgt hat, wird die Energiezukunft von Arizona genauso düster aussehen wie sie in Kalifornien bereits ist.

[Originally Published at American Spectator]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/steyers-renewable-mandate-would-punish-arizonas-poor

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Immer teurere und ineffek­tivere Klimaziele

Nur eine massive und weltweite Transformation von Stromverbrauch, Transportwesen und Landwirtschaft kann den Temperaturanstieg um 2°C verhindern. Genau dazu haben sich Nationen im Pariser Klima-Abkommen verpflichtet.

In einem Kommentar zu dem Report sagte der norwegische Umweltminister Ola Elvestuen: „Wir bewegen uns viel zu langsam. Wir müssen mehr schneller tun. Um die Ziele des Paris-Abkommens zu erreichen brauchen wir große strukturelle Änderungen“.

Das Problem: Regierungen tun sich immer schwerer, die Bevölkerung von den radikalen Restriktionen bzgl. fossiler Treibstoffe sowie von fundamentalen Änderungen ihrer Lebensweise zu überzeugen, um den Pariser Klima-Verpflichtungen gerecht zu werden. Dabei zeigen schon die IPCC-eigenen Berechnungen, dass diese Verpflichtungen unzureichend sind, um den befürchteten Temperaturanstieg zu verhindern. Die Menschen verstehen nicht, dass die minimalen Vorteile des Klimawandels nur dann zu erreichen sind, wenn sie Opfer bringen, welche ihnen einen niedrigeren Lebensstandard beschert.

Selbst für die minimalen, von Regierungen durchgeführten oder geplanten Maßnahmen muss man schon einen hohen Preis zahlen.

Im Jahre 2016 und dann wieder 2018 beispielsweise hat das Repräsentantenhaus Resolutionen zugestimmt, in denen eine Steuer auf Kohlendioxid-Emissionen zurückgewiesen wird, haben doch Forschungen gezeigt, dass schon eine so geringe Steuer wie 28 Dollar pro Tonne zu verminderter ökonomischer Aktivität führen, während der nächsten vier Jahrzehnte bis zu 21 Millionen Arbeitsplätze kosten und die Löhne der Arbeiter um 8,5% sinken lassen wird. Eine andere, separat durchgeführte Studie ergab, dass eine Kohlenstoff-Steuer von 37 Dollar pro Tonne zu einem Verlust des gesamtwirtschaftlichen US-Bruttoinlandproduktes von über 2,5 Billionen Dollar führen würde. Das bedeutet über 21.000 Dollar Einkommensverlust pro Familie – und bis zum Jahre 2030 den Verlust von über 500.000 Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe und über 1 Million Arbeitsplätze allgemein.

Die kanadische Zeitung Financial Post berichtet, dass die von Premierminister Justin Trudeau ins Spiel gebrachte Kohlenstoff-Steuer von 50 Dollar pro Tonne die Haushalte in Nova Scotia mit 1120 Dollar pro Jahr zu stehen kommt, in Alberta sind es 1111 Dollar pro Jahr. In beiden Provinzen bewirkt diese Steuer die höchsten Preissteigerungen für Energie. Selbst in Quebec und Manitoba, wo die Energiepreise aufgrund der Steuer am wenigsten steigen werden, müssen Haushalte immer noch jeweils 662 bzw. 683 Dollar mehr pro Jahr für Strom bezahlen.

Es kommt für die Kanadier aber noch schlimmer. Die Financial Post berichtet von vielen Experten, die sagen, dass eine zur Verhinderung einer Katastrophe ausreichenden Reduktionen von Kohlendioxid-Emissionen mit bis zu 100 Dollar pro Tonne besteuert werden müssen.Bei einem solchen Szenario „werden die Haushalte in Alberta bis zu 2223 Dollar, in Saskatchewan 2065 Dollar und in Nova Scotia 2240 Dollar berappen müsse. Tatsächlich wird der mittlere Preis für Haushalte bei einer Steuer von 1000 Dollar pro Tonne deutlich über 1000 Dollar pro Jahr liegen“. So weit die Financial Post.

Als Reaktion auf steigende Energiepreise haben die Premierminister von vier kanadischen Provinzen beschlossen, die Steuern, Programme und Abgaben in ihren Provinzen zu kassieren, welche den Bürgern auferlegt worden waren, um Trudeaus Kohlenstoff-Steuer umzusetzen.

All dies kommt vor dem Hintergrund, dass neuen Forschungen zufolge der Preis von Kohlendioxid viel höher als derzeit sein müsste, um die vermeintliche Klimakatastrophe zu verhindern. …

Politiker, welche damit konfrontiert sind, von den Wählern aus dem Amt gewählt zu werden aufgrund deren Unwillen, höhere Strompreise zu zahlen für immer unzuverlässig fließenden Strom und dafür den hohen Preis für Kohlenstoff zahlen sollen, sagen aber, dass eben dies notwendig ist zur Vermeidung einer Katastrophe. Führende Politiker in Australien, Brasilien und Kanada distanzieren sich öffentlich von ihren Verpflichtungen zur Reduktion von Kohlenstoff-Emissionen, obwohl sie unwillig sind, sich explizit aus dem Paris-Abkommen zurückzuziehen, wie Präsident Trump es vorgemacht hatte. In China, Europa und Japan verleihen politische Führer ihrer Treue zu dem Abkommen Ausdruck, während sie ihre Emissions-Reduktionsziele verfehlen, still und leise neue Kohle- und Gaskraftwerke genehmigen und mehr durch fossile Treibstoffe angetriebene Fahrzeuge verkaufen.

Aber ich habe gute Nachrichten. Allen vorliegenden Beweisen zufolge verursachen die Menschen nicht eine Klima-Apokalypse. Das bedeutet, dass ein Scheitern von Paris völlig in Ordnung und sogar wünschenswert ist, weil die Annullierung desselben mehr und preiswertere Energie für alle bedeutet.

H. Sterling Burnett

Quellen: The Hill; IHS Markit; Anti-Carbon Tax Coalition 2018; Anti-Carbon Tax Coalition 2016; Financial Post; Vox

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/increasingly-costly-ineffective-climate-targets

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wenn etwas schlechter wird, hat die Schuld immer der Klimawandel …

Deutsche Stromversorgung bleibt verlässlich, aber …

Die Pressemitteilung der Bundesnetzagentur [2] dient dem Zweck, den deutschen Untertanen zu vermitteln, dass das EEG ein Segen für unser Energiesystem ist und alle bösen Stimmen, welche Probleme vermitteln wollen, Unrecht haben. Wenn es überhaupt Probleme gibt, dann ist es der Klimawandel mit seinen unerbittlichen Folgen:
BNetzA: [2] Vizepräsident Franke: „Deutsche Stromversorgung bleibt verlässlich“ … Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität“, so Franke weiter …

Allerdings wurde auch festgestellt, dass zwischen dem Jahr 2017 und dem Jahr 2016 die Länge der Ausfallzeiten angestiegen ist:
BNetzA: [2] Im Jahr 2017 lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher in der Nieder- und Mittelspannung bei 15,14 Minuten. Im Jahr 2016 lag sie bei 12,80 Minuten ...
Doch liegt das selbstverständlich nicht am EEG, sondern dem bekannten Erdzerstörer (AGW-)Klimawandel, der wie allgemein bekannt, auch Deutschland mit zunehmendem Extremwetter „geißelt“ [3]:
BNetzA: [2]Anstieg wegen extremer Wetterereignisse
… Ausfallzeiten im Verteilnetz, deren Ursache in Wetterereignissen liegen, haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Hierunter fallen beispielsweise Stürme, Hochwasser oder Schnee …
„Ursache für den Anstieg der Versorgungsunterbrechung in Mittel- und Niederspannungsebene sind vor allem die Zunahme extremer Wettereignisse.

Was die Bahn vormacht – bei schlechtem Wetter den Zugverkehr einzustellen – weil man ihr solches nicht zumuten kann, scheint man bei der Stromversorgung wohl auch anzudenken.

Nun gibt es in Deutschland aber keine Zunahme von Extremwetter …

Und so stellt sich die Frage: wie kommt die Bundesnetzagentur auf ihre Aussage, dass der Anstieg der Länge der Ausfallzeiten vom Jahr 2016 auf das Jahr 2017 zunehmenden, extremen Wetterereignissen geschuldet ist?
Vergleichen wir dazu die Extremereignisse dieser beiden Jahre.

Wetterrückblick Deutschland zum Jahr 2016

DWD 29.12.2016: Deutschlandwetter im Jahr 2016
… Weit überdurchschnittliche Niederschlagssummen im Januar und Februar 2016 beendeten die große Trockenheit, die 2015 vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands geherrscht hatte. Während Deutschland in den vorangegangenen Aprilmonaten oft mit frühsommerlichen Temperaturen verwöhnt worden war, brachte diesmal ein Kaltlufteinbruch im letzten Drittel Schnee bis ins Flachland. Ende Mai und im Juni entluden sich schwere Gewitter mit extremen Regenfällen, die örtlich zu katastrophalen Überflutungen führten. Damit war in der ersten Jahreshälfte 2016 an zahlreichen DWD-Stationen schon mehr Niederschlag gefallen als im ganzen Jahr 2015. Dann stellte sich die Großwetterlage um: Die folgenden Monate blieben teils erheblich zu trocken, ab Juli rollten mehrere Hitzewellen heran. Der September gehört zu den drei wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn 1881, der Oktober und November blieben zu kühl. Der Dezember verlief zwar deutlich kälter als im Jahr 2015, aber fast genauso schneearm.

Wetterrückblick Deutschland zum Jahr 2017

2017 war ein Jahr der Wetterextreme
02.01.2018 – 2017 war erneut ein sehr warmes Jahr, unbeständig und oft extrem. Vizepräsident Dr. Becker berichtet darüber unter anderem in Tagesschau und Tagesthemen.
Das Wettergeschehen zeigte im Jahresverlauf oft wenig Beständigkeit, dafür aber immer wieder extreme Ausprägung. Der Januar begann mit teilweise strengen Nachtfrösten, die zahlreiche Gewässer zufrieren ließen. Im Februar schien der Winter bereits auf dem Rückmarsch zu sein: Im Flachland fiel verbreitet keine einzige Schneeflocke. Der März war sogar der wärmste seit Messbeginn 1881. Im April folgte dann jedoch ein jäher Kälterückfall mit Minusgraden, der sich katastrophal auf die schon sehr weit fortgeschrittene Vegetation auswirkte. Nach nass-kühlem Beginn rollte bereits Ende Mai die erste Hitzewelle heran. Der Sommer präsentierte sich im Süden sehr heiß, im Norden eher kühl. Dabei herrschte zunächst Trockenheit, im Juli und August fiel dann oft reichlich Niederschlag. Auch der September verlief nass und dabei etwas zu kühl. Der Oktober gehörte dann wieder zu den wärmsten seit 1881. Die Orkane „Xavier“ und „Herwart“ forderten Menschenleben und verursachten große Schäden. Anfang November begann eine längere Niederschlagsperiode mit nur wenigen trockenen Tagen, die bis zum Jahresende anhielt. In der Adventszeit fiel gelegentlich auch im Flachland etwas Schnee, der jedoch bei Tauwetter immer wieder rasch verschwand.

Was sagte ein Versicherer dazu:
GDV 27.12.2017: Naturgefahrenbilanz 2017
… Wie bereits im Jahr 2016 fällt die Naturgefahrenbilanz 2017 mit erneut 2 Milliarden Euro Versicherungsleistung
unterdurchschnittlich aus: Es wüteten nur wenige, regional begrenzte Unwetter. Schon diese Wetterlagen können hohe Schäden verursachen; große Naturkatastrophen blieben 2017 allerdings aus.

Bild 1.1 Verlauf jährlicher Schadensaufwand durch Umweltereignisse. Quelle: GDV

Bild 1.2 Verlauf Sturmereignisse in Deutschland. Quelle: MunichRE NatCatSERVICE

Bild 1.3 Verlauf Sturmereignisse in Westeuropa. Quelle: MunichRE NatCatSERVICE

Was war dazwischen der Extremwetter-Unterschied?

Die Bundesnetzagentur berichtet als Ursache der „Probleme“:
BNetzA: [2]Hierunter fallen beispielsweise Stürme, Hochwasser oder Schnee …

Nun gab es Hochwasser und Schnee nicht im Jahr 2017, sondern im Jahr 2016. Nur bei den Stürmen war das Jahr 2017 extremer. Das vom DWD für 2017 gemeldete „Jahr der Wetterextreme“ bezog sich vor allem auf Temperatursprünge und „reichlich Niederschlag“, der allerdings keinesfalls extrem war.
Die Obstbäume haben darunter – vor allem von der Frühjahrskälte – sehr, teils extrem gelitten. Dass ein elektrisches Versorgungssystem auch davon beeinflusst würde, ist aber kaum anzunehmen.
Und somit bleibt, dass von den drei gemeldeten „Extremeinflüssen“ zwei im Jahr 2016 heftiger waren. Das dritte – Stürme – im Jahr zwar stärker, im längerfristigen Verlauf aber nicht herausragend (Bild 1.2).

Dabei ist diese Betrachtung, kurze Zeiträume, hier sogar nur eine Jahresdifferenz, als Anstieg wegen extremer Wetterereignisse“ deuten zu können, vollkommen unsachlich, aber inzwischen leider in der Berichterstattung von (politisch gelenkten) Organisationen Standard. Solche Betrachtungen sind jedoch zur Generierung von „Extremen“ erforderlich, da auch in Deutschland mittel- und langfristig keinerlei Zunahme von AGW-Klimawandel-bedingten Extremereignissen messbar ist:
EIKE 6. Oktober 2018: Das FAZ-Klima-Interview vom 2.10.2018: Nachdem sie das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sie ihre Anstrengungen
EIKE 09. September 2018: [3] Deutschland in den Klauen des Klimawandels
kaltesonne
Unwetter in Europa: Nicht mehr Überflutungen als früher (3.6.2018)
Hessischer Starkregen aus dem Juli 2014 eine Folge des Klimawandels? Eher unwahrscheinlich. Statistiken zeigen eine Abnahme schwerer sommerlicher Regengüsse während der letzten 100 Jahre (21.8.2014)
Deutscher Wetterdienst: Es gibt in Deutschland keinen Trend zu heftigeren Regenfällen (8.6.2016)
Eine unbequeme Wahrheit: Während der Kleinen Eiszeit waren die Stürme in Europa stärker als heute (5.8.2012)
PIK endlich einmal mit guten Nachrichten: Sturmaktivität der nördlichen mittleren Breiten hat signifikant abgenommen (3.10.2016)
Neue begutachtete Studie in Nature Climate Change: Klimawandel lässt Hochwasser in Europa wohl in Zukunft seltener werden (11.6.2013)

Wie sehen die Versorgungsdaten eigentlich aus?

Interessant wird es (wieder), wenn man sich die Versorgungsdaten bei der Bundesnetzagentur selbst ansieht, grafisch aufbereitet und betrachtet, welche Aussagen daraus abgeleitet werden können.

Für die Grafiken vorab die Erklärung der verwendeten Kenndaten:
Die Bundesnetzagentur ermittelt aus den von den Netzbetreibern übermittelten Daten zu Versorgungsunterbrechungen mit einer Dauer über drei Minuten bestimmte Kennzahlen.
Kennzahlen bzw. Indizes
SAIDIEnWG (System Average Interruption Duration Index)
Spiegelt die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenen Letztverbraucher innerhalb eines Kalenderjahres wieder.
ASIDIEnWG (Average System Interruption Duration Index)
Spiegelt die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenen Bemessungsscheinleistungen innerhalb eines Kalenderjahres wider.
SAIDIEnWG-Gesamt
Summe aus dem SAIDI
EnWG und dem ASIDIEnWG

Zuerst das Gesamtbild, wie es die BNetzA zeigt. Die Darstellung der Gesamtzeit der Versorgungsunterbrechungen seit dem Jahr 2006 zeigt keinen verschlimmernden Einfluss durch einen „Anstieg wegen extremer Wetterereignisse“. Nur ist richtig zu erkennen, dass das Jahr 2017 gegenüber dem Vorgängerjahr leicht schlechter ist, der Gesamttrend aber seit dem Jahr 2006 deutlich zu niedrigeren Versorgungsunterbrechungen zeigt. Ein negativer Trend, oder eine signifikante Trendumkehr ist daraus nicht ableitbar.

Bild 2 Gesamtzeit der Versorgungsunterbrechungen seit dem Jahr 2006. Quelle: BNetzA

Im folgenden Bild 3 sind anhand der verfügbaren Einzeldaten die Unterbrechungen nach Netzart dargestellt. Man sieht, dass Die Ausfallzeiten im Niederspannungsnetz fast durchgehend gleich bleiben, eher abnehmen, nur im Mittelspannungsnetz nahmen sie das eine Jahr von 2016 auf 2017 etwas deutlicher zu.
Trotzdem textet die BNetzA;
BNetzA: [2]„Ursache für den Anstieg der Versorgungsunterbrechung in Mittel- und Niederspannungsebene sind vor allem die Zunahme extremer Wettereignisse.

Bild 3 Durchschnittliche Versorgungsunterbrechungen seit 2006. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: BNetzA

Von der BNetzA lassen sich auch die Daten der einzelnen Bundesländer laden. Dann sehen die Verläufe wie im folgenden Bild 4 aus. Dabei ist zu beachten, dass die BNetzA-Daten anstelle mit dem Jahr 2006 wie in der vorhergehenden Übersichtsgrafik, erst mit dem Jahr 2008 beginnen. Dann hat das Jahr 2017 einen „Zuwachs“ seit 2008 von 2,8 % (was nicht mehr als statistisches Rauschen ist). Seit dem Jahr 2011 aber eine Verringerung von -24 %!
Ergänzt man jedoch die fehlenden, zwei Anfangsjahre, dann weist das Jahr 2017 plötzlich eine Verringerung um -19,6 % aus!

Bild 4 Gesamtzeit der Versorgungsunterbrechungen seit dem Jahr 2006 mit prozentualer Normierung auf das Jahr 2006 (Y-Achse: % Abweichung). Die Daten von 2006/2007 für den Mittelwert sind vom Autor zugefügt. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: BNetzA

Schlägt der Klimawandel nur im (falsch wählenden) Osten zu?

Auffallend am Bild 4 ist, dass sich herausragend schlechte Netzdaten auf wenige, ausschließlich im Osten gelegene Länder konzentrieren, von denen aber trotzdem die meisten von 2016 auf 2017 eine Verbesserung zeigen. Und es fällt natürlich auch auf, dass trotzdem in Summe eine Verbesserung und vor allem weder langfristig, noch kurzfristig, keinerlei Verschlechterungstendenz vorliegt.

Es kann aber unmöglich sein, dass sich der „schlimme Einfluss“ der „Zunahme extremer Wettereignisse“ ausgerechnet auf wenige, im Osten konzentrierte Bundesländer beschränken sollte.
Nimmt man die Ost-Versorgungsgebiete (welche ausschließlich im Bereich des Betreibers 50herz liegen) weg (Bild 5), verhalten sich die Schwankungen der Versorgungsstabilität auf einmal vollkommen normal und in einer „sinnvollen“ Schwankungsspanne. Wirklich nichts – auch nicht die geringste Spur – lässt auf den signifikanten Einfluss oder eine signifikante Einfluss-Zunahme von Extremereignissen schließen.

Die Frage stellt sich, wie der unerbittliche Klimawandel mit seinem angeblich schon zunehmendem Extremwetter sich so konsequent auf die Ost-Versorgungsgebiete eines Betreibers „beschränkt“.

Bild 5 Gesamtzeit der Versorgungsunterbrechungen seit dem Jahr 2006 mit prozentualer Normierung auf das Jahr 2006 (Y-Achse: % Abweichung). Daten von Bild 4 ohne die Ost-Versorgungsgebiete (außer Berlin), Maßstab wie Bild 4. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: BNetzA

Dafür muss – und wird – es ganz andere Erklärungen geben. Zum Beispiel könnte die Folgende ein kleiner Hinweis sein:
energatemessenger 02.01.2018 [4]Dass der Netzausbau zur Stabilisierung der Kosten für Redispatch- und Einspeisemanagement-Maßnahmen beiträgt, zeigt das Beispiel „Thüringer Strombrücke“. Die Kuppelleitung wurde im November 2017 vollständig in Betrieb genommen und ist ein wesentlicher Faktor, warum sich die Engpasskosten im Netzgebiet des ostdeutschen Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz stabilisiert haben.

Und somit kann man schon einmal über die BNetzA-Pressemitteilung eine Aussage treffen:
Die BNetzA in Vertretung durch ihren Vizepräsidenten Franke, hat in ihrer Pressemitteilung wie üblich, in vorauseilendem Gehorsam bewusst eine politisch gewünschte Klimawandel-Tendenzaussage „dazugedichtet“.
Der Autor hat dazu bei deren Pressestelle nachgefragt und ist auf die Antwort gespannt.

Wenn es nicht am Klimawandel liegt, wer könnte trotzdem einen Trend hervorrufen?

Die bisherige Darstellung zeigt, dass die Netzstabilität – bezogen auf die Länge der Ausfallzeiten – stetig besser geworden ist.
Allerdings kaschieren diese Darstellungen vollständig bereits im System erkennbare und wirklich stetig zunehmenden Probleme, welche die BNetzA in ihrer Pressemitteilung allerdings verschwiegen hat. Es gibt sie bereits massiv und bald werden Blackouts folgen.

Die Kosten haben wir schon, die Verschlechterung kommt noch

Allerdings nicht wegen eines sich ständig verändernden Klimas, sondern genau wegen dem, was offiziell nicht sein darf:
BNetzA: [2]Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität“, so Franke weiter …

Dass es bisher keine negativen Auswirkungen hat, ist ausschließlich der gerade noch technisch möglichen Netzstabilisierung zu verdanken und diese kostet schon aktuell (den privaten Strombeziehern, die es fast ausschließlich bezahlen müssen) eine Menge Geld:
energatemessenger: [4] Bayreuth/Berlin (energate) – Die Kosten zur Stabilisierung des Stromnetzes sind auf ein Rekordniveau gestiegen. Beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet belaufen sich die Kosten für netzstabilisierende Maßnahmen für das Jahr 2017 auf voraussichtlich mehr als eine Mrd. Euro, gab das Unternehmen bekannt. Dieser Höchstwert entspreche einem Zuwachs von etwa 50 Prozent gegenüber 2016 (660 Mio. Euro). Im bisherigen Rekordjahr 2015 betrug der Wert 710 Mio. Euro … „Wir haben mehr denn je damit zu tun, das Netz zu stabilisieren“, sagte Tennet-Geschäftsführer Lex Hartman. Grund für den hohen Einsatz von Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen sei der unzureichende Netzausbau, der mit dem Erneuerbarenumbau nicht Schritt halte. „Bis das Energiewende-Netz gebaut ist, werden wir das Stromnetz weiter mit teuren Notmaßnahmen stabilisieren müssen“, so Hartman. Besserung sei nicht in Sicht: „Ich sehe für die nächsten Jahre keine Entspannung. Bevor es besser wird, wird es erst einmal schlechter.“

Bild 6 Entwicklung der Redispatch-Maßnahmen im deutschen Stromnetz. Quelle: BNetzA

Die Versorger und die Politik wissen um die kommende Problematik und bauen schon für den ersten Blackout (und die folgenden) vor:
EIKE 02.11.2016: Verwundert, weil ihr Stadtteil dank EEG zeitweise keinen Strom bekommt? Auf unserer Homepage wurde doch darüber informiert!
Die Süddeutsche Zeitung meldete es am 6./7.Oktober 2018 als eine grandiose, dem Fortschritt dienende Maßnahme:
SZ: Intelligenter Strom – Bayernwerk weiht Europas modernste Energieanlage ein
… hat die Bayernwerk AG am Freitag in Dachau ihre neue Leitstellen-Technologie in Betrieb genommen. Sinn und Zweck der 22 Millionen teuren Hard- und Software ist es, künftig flexibel und effizient auf ein Zuviel oder Zuwenig an eingespeistem Strom und Bedarf reagieren zu können … somit haben die Betreiber die Kontrolle über Einspeisung und Verbrauch, Zustand der Leitungen, Störungen und sogar über Wind und Wetter … Personal spart sich das Bayernwerk dadurch nicht. „Geht die Entwicklung so weiter, müssen wir sogar noch mehr Techniker einstellen“ ..
.

Intelligenz“ beginnt in Deutschland, wenn ein Schalter betätigt werden kann

Die im SZ-Artikel von der Redakteurin, dem Staatssekretär Pschierer und dem Bayernwerk als Betreiber hochgelobte, „modernste Energieanlage Europas“ liefert also „Intelligenten Strom“.
Dazu muss man seine eigene schon sehr stark reduzieren (so man sie vorher hatte), um dem Strom eine Intelligenz zu geben. Denn diese „Energieanlage“ liefert keine Energie, sondern macht nichts weiter, als Strom zu- und abzuschalten, wenn zu wenig, oder zu viel vorhanden ist. Und natürlich ermittelt und verrechnet sie die Kosten, mit denen die Verbraucher zu belasten und die Profiteure zu belohnen sind.
Der Autor kann dem Zu- und Abschalten von Strom trotzdem nach wie vor keine besondere „Intelligenz“ einräumen und schon gar nicht feststellen, dass der Strom dank dieser „Schulung“ irgendwie eine Intelligenz bekommen hätte.

Spinnt man diese „Intelligenz“ nämlich weiter, dann haben die Mangel-Stromversorgungen in Afrika weltweit die größte Intelligenz. Da die (Strommangel-)Schaltungen dort nicht von teuren Computersystemen, sondern direkt von Menschen „gelenkt“ und ausgeführt werden, sind diese wohl auch die intelligentesten auf der Welt ….

Aber Intelligenz durch Schaffen eines in sich stabilen Versorgungssystems – wie es über viele Jahrzehnte in Deutschland weltweit beispielhaft war – ist „langweilig“ und entspricht nicht mehr modernen Zeiten. Vor allem konnte am früheren, inhärent stabilen Energiesystem kein Wählerklientel verdienen:
EIKE 18.05.2017: Rechnerisch lohnt sich die solare Eigenversorgung nicht – so lange unser Versorgungsnetz stabil ist. Doch das wird sich ja ändern
EIKE 14.04.2018: Die wundersame Speicherung des EEG-Zappelstroms, oder: Die nächste Abzocke privater Stromkunden durch die EEG-Energieernter
Von einem modernen System erwartet „man“ keine Stabilität, sondern fordert, dass es hip ist:
EIKE 27.07.2017: Der letzte Enabler hat ja einen super Elevator-Pitch hingelegt, aber ohne Blockchain sehe ich da keine scalability

Damit Deutschland Intelligenz ausreichend bekommt, wird entsprechend ausgebildet

Die Wahl-Werbeslogans der Parteien sind inzwischen so schlecht und nichtssagend, dass man fast Beliebiges in sie hineininterpretieren kann. Bei einer Partei könnte man interpretieren, dass sie einen Slogan, der aus der Maobibel – oder modifiziert, aus der ehemaligen DDR – stammen könnte verkündet: „Übersetzt“: Zuerst indoktrinieren wir die Kinder, dann indoktrinieren diese die Welt, nun auch in Bayern umsetzen will.

Bild 7 Wahlplakat zur Bayernwahl. Foto vom Autor

Dazu passt, was man im Bund angeblich vorhat: Den Untertanen soll die Nutzung alternativer Information endlich eingeschränkt werden. Zu Viele Untertanen zeigen inzwischen „eingeschränkte Kompetenz“, was die Politik zunehmend beunruhigt:

Bild 8 News-Information (Auszug). Quelle: Zeitschrift Smartphone 7/18 Okt. Nov. 2018

Die Lokalzeitung des Autors hat das auch schon festgestellt. Die unter 18 dürfen inzwischen ja wählen üben. Das erste Ergebnis zeigte, dass die 12- bis 17jährigen in Bayern doppelt so oft GRÜN wählen (würden), als die Erwachsenen und nur verschwindend die AFD. Die Lokalredaktion konnte sich im Bericht vor Begeisterung über die politische Sachkunde der heutigen Jugendlichen und deren vorbildliches Wahlverhalten kaum bremsen.

Quellen

[1] ZDF 05.10.2018 : Bundesnetzagentur – Weniger Stromausfälle gemeldet

[2] BNetzA 05.10.2018: Versorgungsunterbrechungen Strom 2017

[3] EIKE 09. September 2018: Deutschland in den Klauen des Klimawandels

[4] energatemessenger 02.01.2018:Netzstabilität Kosten für Netzeingriffe auf Rekordniveau