Haben wir den Gipfel des Alarmismus‘ bzgl. Klimawandel überschritten?

Das UN-Gremium sagt, die Apokalypse ist nahe herbeigekommen – buchstäblich. Seinen Berechnungen zufolge müssen die globalen Kohlenstoff-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 45% gesenkt werden – doppelt so stark wie in früheren Prognosen – und die Welt muss vollständig fossilen Treibstoffen entsagen während der nächsten drei Jahrzehnte, um eine Klimakatastrophe zu verhindern, in deren Zuge Küsten verschwinden und verbreitete Dürren und Krankheiten auftreten.

Diese Reduktionen „sind innerhalb der Gesetze von Chemie und Physik möglich“, sagt der Mitautor des Berichtes Jim Skea, und das ist erleichternd. Aber er fügte hinzu: „Wenn wir das tun, sind beispiellose Änderungen erforderlich“, und dem Report zufolge befinden sich einige Verfahren „in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung, einige sind konzeptioneller als andere, und sie sind noch nicht in großem Maßstab getestet worden“.

Ebenfalls noch nicht über die Zeit getestet sind die Klimamodelle des Gremiums, welche sensitiv auf Vorhersagen des Bevölkerungswachstums, Meeresströme und Strahlungsantriebe reagieren – inmitten einer Vielfalt wissenschaftlicher Variablen, die man noch gar nicht richtig verstanden hat. Die IPCC-Prophezeiungen ändern sich unentwegt weiter, weil die Klimamodelle sich immer noch im Frühstadium der Entwicklung befinden.

Während des Pariser Klima-Konklaves 2015 prophezeite das IPCC, dass zwei Grad Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau ein Armageddon verhindern würden. Und jetzt, nach weiteren Studien, hat das IPCC seine Sicherheitslinie auf 1,5 Grad gesenkt.

Dem IPCC zufolge würde eine Erwärmung um zwei Grad alle Korallenriffe zerstören, während eine solche um 1,5 Grad etwa 90% derselben dahinraffen würde. Etwa 80 Millionen Menschen könnten durch steigenden Meeresspiegel betroffen sein, falls die Temperatur um 2 Grad steigt; bei einem Anstieg um 1,5 Grad wären es lediglich 70 Millionen Menschen. Etwa 350 Millionen Stadtbewohner könnten unter Wasserknappheit leiden, wenn es 1,5 Grad wärmer wird, und 411 Millionen wären es bei 2 Grad Erwärmung.

Mit anderen Worten, die Menschheit wird den IPCC-Modellen zufolge auf jeden Fall untergehen, egal was wir tun. Nichtsdestotrotz ruft das IPCC nach sofortigen und drastischen ökonomischen Änderungen in größtem Umfang, welche alles und jeden betreffen würden, von der Automarke der Menschen bis hin zu dem, was sie essen. Millionen Acres Ackerland müssten zu Wäldern gemacht werden oder mit Solarpaneelen zugepflastert werden.

Ebenfalls erforderlich wären etwa 2,4 Billionen Dollar an jährlichen Investitionen für Klima-Anpassung und -Abschwächung – ebenfalls über die nächsten beiden Jahrzehnte. Aber der Ökonom Björn Lomborg hat vorige Woche auf diesem Blog geäußert, dass das IPCC noch vor ein paar Jahren geschätzt hatte, dass eine unverminderte globale Erwärmung in 60 Jahren zwischen 0,2% und 2% jährlich des Welt-BIP kosten würde. Also sollen wir jetzt mehr als Teil des BIP berappen, um einem Problem zu begegnen, dass erst in 60 Jahren akut wird, wenn die Welt über noch weitaus bessere Möglichkeiten verfügt, damit umzugehen.

Vielleicht hilft die schiere Unglaubwürdigkeit dieser Rezepte zu erklären, warum die Reaktion auf den UN-Bericht so gelangweilt ausfiel. Warum sollte man das gesamte ökonomische System der Erde umkrempeln, wenn wir ohnehin alle dem Untergang geweiht sind?

Das IPCC fordert auch eine Kohlenstoff-Steuer, um mehr Investitionen in Erneuerbare sowie andere teure Technologien im Embryo-Stadium zum Entfernen von Kohlenstoff aus der Atmosphäre zuwege zu bringen. Just versprach ExxonMobil vorige Woche 1 Million Dollar als politische Buße, um eine Kohlenstoff-Steuer zu fördern – wohl wissend, dass das Unternehmen diese an die Verbraucher durchreichen würde.

Eine Kohlenstoff-Steuer ist theoretisch der beste Weg, um die externen Klimaeinflüsse durch fossile Treibstoffe zu bekämpfen. Und wir könnten eine Kohlenstoff-Abgabe stützen, wenn sie durch die Eliminierung anderer Steuern ausgeglichen werden würde – wie etwa der Einkommenssteuer. Aber die Linken wollen eine Kohlenstoff-Steuer zusätzlich zu allen gegenwärtigen Steuern, um mehr Kontrolle über die Privat-Ökonomie zu erlangen.

Dies erklärt die häufigen politischen Rückschläge, wo immer man versucht hat, Kohlenstoff-Steuern einzuführen. Nachdem die australische Labour Party im Jahre 2012 eine Steuer von 23 Dollar pro Tonne Kohlenstoff eingeführt hatte, kamen die Konservativen an die Macht, und zwar über eine Kampagne, diese Steuer wieder zu kassieren, nachdem Strom- und Benzinpreise in die Höhe geschossen waren. Die Regierungen von kanadischen Provinzen wie z. B. diejenige von Alberta protestieren heftig gegen den Entwurf von Premierminister Justin Trudeau bzgl. einer Kohlenstoff-Steuer.

Nicht dass diese Kohlenstoff-Steuern auch nur den geringsten Unterschied ausmachen bzgl. der IPCC-Klimamodelle. Die meisten Kohlenstoff-Steuern bewegen sich um 20 Dollar pro Tonne. Und doch schätzt das Gremium, dass eine globale Kohlenstoff-Preis zwischen 135 und 5500 Dollar pro Tonne erforderlich wäre – was die Kosten für Benzin zwischen 1,20 und 49 Dollar pro Gallone [= ca. 4 Liter] steigen lassen würde – um die Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten. Auch Europa testet die Grenzen seiner Kohlenstoff-Opfer, bleiben die Erneuerbaren doch weit hinter den Erwartungen zurück, und selbst in Deutschland steigern die Grün-Gläubigen ihren Verbrauch von Kohle.

Die ganze Story steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/10/17/have-we-reached-peak-alarmism-on-climate-change/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Gescheitert! 30 Jahre alte Klima-Prophezeiung stellt sich als kompletter Unsinn heraus

Übersetzung Artikel:

The Canberra Times vom Montag, 26. September 1988

Bedrohung für Inseln

MALE, Malediven: Behörden zufolge droht ein gradueller Anstieg des Meeresspiegels, diese Inselnation im Indischen Ozean samt aller seiner 1196 kleinen Inseln innerhalb der nächsten 30 Jahre zu verschlucken.

Der Direktor für Umweltangelegenheiten Mr. Hussein Shihab sagte, dass ein geschätzter Anstieg um 20 bis 30 cm während der nächsten 20 bis 40 Jahre „katastrophal“ für die meisten Inseln sein könnte, welche sich großenteils kaum mehr als einen Meter über den Meeresspiegel erheben.

Das Umweltprogramm der UN UNEP plante eine Untersuchung des Problems.

Aber das Ende der Malediven und seiner 200.000 Bewohner könnte noch schneller kommen, falls die Trinkwasservorräte bis zum Jahr 1992 wie prophezeit austrocknen.

Ende Übersetzung]

Nicht nur, dass andere Inseln im Pazifik mit ähnlicher Struktur wie die Malediven und von denen man ebenfalls sagte, dass sie durch den steigenden Meeresspiegel bedroht seien, sondern auch, dass alle Inseln an Fläche zugenommen haben, wie sich herausstellte.

Inzwischen weiten die Malediven ihren Tourismusbereich massiv aus. In diesem Beitrag von der vorigen Woche heißt es:

Der Male International Airport führte eine Ausdehnung des Flughafens bis Ende August dieses Jahres durch. Damit sollte der Spitze des Tourismus-Goldes begegnet werden.

Der Flughafen ist als zentraler Punkt der Malediven bislang an seine Grenzen gestoßen mit einem jährlichen Durchlauf von lediglich vier Millionen Passagieren.

Die Rollbahn des Flughafens können nur mittelgroße Flugzeuge in Anspruch nehmen. Um der Tourismus-Industrie der Malediven auf die Sprünge zu helfen, muss dem Tourismus-Minister der Malediven Moussa Zamil zufolge zuallererst der Flughafen in Male ausgebaut werden, und die entsprechenden Bauarbeiten haben höchste Priorität.

So viel zu dem Punkt, wie ernst man dort den Anstieg des Meeresspiegels nimmt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/10/03/fail-30-year-old-climate-prediction-proves-to-be-a-load-of-bunkum/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Eine sehr kurze Einführung in den neuen „Pause-Buster 2“-Datensatz ERSST.v5 der NOAA

Weil NOAA, NCEI und GISS jetzt den neuen ERSST.v5-Datensatz der NOAA für ihre globalen Anomalie-Graphiken der Temperatur (Ozeane und Festland) heranziehen, wollen wir einen raschen Blick auf diesen neuen NOAA ERSST-Datensatz werfen. Es wird eine Schnell-Einführung mit nur zwei vergleichenden Graphiken. Irgendwann in der Zukunft werde ich die Untersuchung des neuen „Pause Buster 2“-Datensatzes erweitern.

Vor einigen Jahren habe ich den ERSST.v4-Datensatz der NOAA untersucht, und zwar in einer Reihe von sechs Beiträgen, welche in den beiden letzten Beiträgen dieser Reihe zusammengefasst und verlinkt werden:

Die neuen Daten der Wassertemperatur im „Pause Buster 2“-Datensatz ERSST.v5 werden gestützt durch die Studie vom September 2017 von Huang et al. Extended Reconstructed Sea Surface Temperature, Version 5 (ERSSTv5): Upgrades, Validations, and Intercomparisons.

Der Worte sind genug gewechselt, Bob. Jetzt lass uns endlich Tatsachen sehen!*

Abbildung 1 zeigt die jüngsten drei Versionen der ERSST-Wassertemperaturdaten der NOAA in jährlicher absoluter Form (nicht als Anomalie), global ohne die polaren Ozeane, für den Zeitraum 1998 bis 2014. Einer dieser Zeiträume wurde in dieser Studie von Karl et al. (2015) herangezogen.

Abbildung 1

Ich widerrufe nicht meine Vergleiche in früheren Beiträgen zwischen ERSST.v4 (Pause Buster) und den ERSST.v3b-Daten in jährlicher absoluter Form. Komischerweise stimmen die beiden Datensätze auf jährlicher Basis von 1998 bis 2003 fast perfekt überein. Und vergleicht man die beiden „Pause Buster“-Datensätze im von der NOAA gewählten Zeitraum von 1998 bis 2014, sind die Erwärmungsraten der beiden globalen „Pause Buster“-Datensätze (60°N bis 60°S) im Wesentlichen gleich.

Man beachte außerdem, dass die Temperatur der globalen „Pause Buster 2“-Daten im ERSST.v5-Datensatz um 0,1°C kühler ist als im ERSST.v4-Datensatz.

Warum ist das bedeutsam?

Mit den ERSST.v4-„Pause Buster“-Daten verwendete das IPCC für seinen 5. Zustandsbericht (abrufbar hier) modellierten virtuelle Wassertemperaturen die eine wärmere als beobachtet Ozean-Oberfläche zeigen.

Mit den neuen „Pause Buster2“-Daten im ERSST.v5 gibt es jetzt eine größere Differenz zwischen Modellen und Beobachtungen. Man betrachte dazu Abbildung 2 mit einem Vergleich der modellierten mit den gemessenen Wassertemperaturen (60°N bis 60°S), und zwar jährlich über die letzten 30 Jahre:

Abbildung 2

Und wie erwartet sorgt das Frisieren der Klimamodelle für die Sicherstellung von zu viel Erwärmung während der letzten 30 Jahre.

Zum Vergleich habe ich das Multi-Model-Mittel der Wassertemperatur TOS aus den CMIP5-Modellen herangezogen, welche erneut für den 5. IPCC-Zustandsbericht verwendet worden waren. Das Multi-Model-Mittel repräsentiert den Konsens (oder besser die Denk-Schablone) der Modellierer.

Quellen:

Die Daten von ERSST.v4 und ERSST.v5 sowie die Ergebnisse der CMIP5-Klimamodelle können gratis hier eingesehen werden. Die ERSST.v3-Daten stehen dort nicht mehr, aber ich habe sie noch auf meinem Speicher.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/10/14/a-very-quick-introduction-to-noaas-new-pause-buster-2-sea-surface-temperature-dataset-ersst-v5/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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[*Original: ENOUGH WITH THE INTRO STUFF, BOB. SHOW US THE GRAPHS. Hier war aber die Versuchung zu groß, ein Zitat frei nach Goethe aus seinem „Faust“ anzuführen. Es lautet:

„Der Worte sind genug gewechselt,

nun lasst uns endlich Taten seh’n!

Indes ihr Komplimente drechselt,

kann etwas Nützliches gescheh’n“

Anm. d. Übers.]




Erwiderung des Met-Office auf das Audit des globalen Temperatur-Datensatzes von HadCRUT4

Das UK Met-Office begrüßt das Audit des australischen Forschers bzgl. der Fehler in HadCRUT4

Graham Lloyd, The Australian

Das britische Met-Office hat ein Audit des australischen Forschers John McLean begrüßt. In diesem wurde behauptet, dass der Autor gravierende Fehler im Datensatz HadCRUT4 der globalen Temperatur gefunden hat.

„Jedem tatsächlich erkannten Fehler wird bei der nächsten Aktualisierung Rechnung getragen“.

Das Met-Office sagte, dass automatische Untersuchungen bzgl. der Qualität der Ozean-Daten durchgeführt werden und dass monatliche Aktualisierungen der Temperatur auf dem Festland eine von Computern gestützte Qualitätskontrolle durchlaufen.

„Der HadCRUT-Datensatz enthält umfassende Unsicherheits-Abschätzungen bei der Zusammenstellung der globalen Temperatur“, sagte ein Sprecher. „Wir haben bereits den Bericht von Dr. John McLean aus dem Jahr 2016 akzeptiert und die darin beschriebenen Fehler korrigiert“.

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Ich bin sicher, dass die Schrott-Daten-Apologeten Mosher und Stokes uns bald sagen werden, warum dies nicht signifikant ist und warum HadCRUT einfach gut ist, und warum wir diesen Fehlern keine Aufmerksamkeit zuteil werden lassen sollten.

Jo Nova fügt hinzu:

Ohne dass sie zugeben, dass McLean gravierende Fehler gefunden hat, räumen sie ein, dass seine Anmerkungen zuvor im Jahre 2016 nützlich waren, und man verspricht, „die Fehler bei der nächsten Aktualisierung zu beseitigen“. Gut und schön, aber dann erhebt sich die Frage, warum ein PhD-Student in Heimarbeit Fehler findet, welche ein mit 226 Millionen Pfund ausgestattetes Institut mit 2100 Mitarbeitern nicht finden konnte.Bedeutsam ist, dass sie keiner der Behauptungen widersprechen.

Noch bedeutender ist, dass sie nicht einmal das Killer-Thema der Adjustierungen aufgrund von Messstellen-Verlagerungen erwähnen – die kumulative künstliche Abkühlung der ältesten Aufzeichnungen, um dem Bau von Gebäuden Rechnung zu tragen, die erst viele Jahrzehnte später gebaut wurden.

Mehr dazu hier.

Jo hat da einen wesentlichen Punkt. Warum eigentlich finden immer die Skeptiker die Fehler in den Klimadaten, Hockeyschläger und andere Datenmanipulationen, durchgeführt von einem üppig finanzierten Klima-Komplex?

Vielleicht liegt es daran, dass es sie einfach nicht kümmert, und Wissbegier muss immer hinter dem Geld zurückstehen. Genau wie Politiker, die nur auf die nächste Wahl schauen, ist die Klima GmbH so abhängig von dem Geldstrom geworden, dass deren einzige Sorge der nächsten großen Zuwendung gilt.

Eisenhower hatte recht. Wir kennen alle dessen Abschiedsrede, in welcher er uns warnte vor dem „Militär-industriellen Komplex“. Das ist sehr symbolträchtig. Aber was man vermutlich nicht weiß ist, dass diese Abschiedsrede eine zweite Warnung enthält, und zwar eine, die sich auf unsere jetzige Lage bzgl. Wissenschaft bezieht. Er sagte seiner Nation:

Für die tiefgreifenden Veränderungen unserer militärisch-industriellen Lage war und ist die technologische Revolution der letzten Jahrzehnte verantwortlich.

Im Zuge dieser Revolution rückte die Forschung in den Mittelpunkt und wurde gleichzeitig formaler, komplexer und teurer. Ein stetig steigender Anteil wird für, durch oder auf Anweisung der [US-]Bundesregierung durchgeführt.

Heute ist der einzelne Erfinder, der an seinem Schreibtisch vor sich hin werkelt, überschattet von Arbeitskreisen von Wissenschaftlern in Laboratorien und auf Testgelände. In gleicher Weise hat die freie Universität, einst die Speerspitze offenen Gedankenaustausches und wissenschaftlicher Entdeckungen, eine Revolution der Durchführung von Forschungen durchlaufen. Teils wegen der involvierten enormen Kosten wird ein Auftrag der Regierung praktisch zu einem Substitut der individuellen Wissbegierde. Für jede einstige Wandtafel gibt es heute Hunderte neuer elektronischer Computer.

Der Aspekt der Vorherrschaft von regierungsamtlichen Institutionen, Zuteilungen für Projekte und die Macht des Geldes über die Gelehrten der Nation muss sehr genau beobachtet werden.

Und dennoch, falls wir wissenschaftliche Forschungen und Erkenntnisse weiter respektieren wollen, was wir tun sollten, müssen wir uns der genauso großen und entgegengesetzten Gefahr bewusst sein, dass die Politik selbst zu einer Geisel einer wissenschaftlich-technologischen Elite werden kann.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/10/15/met-office-responds-to-hadcrut-global-temperature-audit-by-mclean/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




IPCC erreicht Glaubwür­digkeit Null!

Mit Stand im Jahre 2015, welches sich nicht wesentlich vom Jahr 2010 unterscheidet, stammte über die Hälfte der Gesamt-CO2-Emissionen des Planeten aus nur drei Ländern:

Sowohl China als auch Indien haben eindeutig klargestellt, dass die dringendsten Bedürfnisse ihrer Völker jede Möglichkeit einer Beteiligung an Emissions-Reduktionen im Zuge des Pariser Klimaabkommens vor dem Jahr 2030 ausschließen. Stattdessen wird erwartet, dass China sein Emissionsniveau um 50% bis 100% steigern wird, während die International Energy Agency vorhersagte, dass Indien seine Emissionen im Zeitraum 2010 bis 2030 verdreifachen wird.

Falls Indien und China allein im Jahre 2030 23,31 GT freisetzen würden – etwa 65% der jetzigen Gesamt-Emissionen – ist das vom IPCC vorgegebene Ziel einer globalen Reduktion um 45% eindeutig unmöglich. Selbst wenn alle anderen 195 Mitglieder des UNFCCC (einschließlich der USA) irgendwie alle ihre CO2-Emissionen bis 2030 eliminieren könnten, würden immer noch viel weniger Reduktionen erreicht als die globale Abnahme verlangen würde.

Aber es kommt noch schlimmer. Die USA haben das Paris-Abkommen vollständig zurückgewiesen. Gestattet man den USA Emissionen von 5 GT im Jahre 2030 bedeutet das, dass die übrigen 194 Länder ihre Emissionen um 134% reduzieren müssten. Klar, dass es dazu nicht kommen kann.

Im SR15 wird berechnet, dass gegenwärtige nicht bindende Vereinbarungen unter dem Paris-Abkommen zu einer Erwärmung um mehr als 3°C führen würden. Diese Ziele sollen Treibhausgas-Emissionen im Jahre 2030 auf weniger als 58 GT CO2-Äquivalent drücken – eine Zunahme um fast 30% im Vergleich mit dem Niveau von 2014. Aber schon das erweist sich als viel zu ambitioniert, und nur sehr wenige Länder versuchen überhaupt erst, diese Ziele anzustreben.

Trotz der Tatsache, dass die Regierungen der Welt schon verkündet haben, dass selbst ihre intensivsten kollektiven Bemühungen nicht mehr erreichen können als einen Anstieg auf 46 GT CO2-Äquivalent, verlangt das IPCC eine Reduktion auf weniger als 30 GT CO2-Äquivalent. Ein solches Luftschloss kann nicht durch noch größere Anstrengungen erreicht werden und kann nur zu hilflosem Zusammenschlagen der Hände über dem Kopf führen.

Die Forderungen des IPCC sind verwegener als selbst das ambitionierteste, von der IEA in seinem World Energy Outlook 2017 ausgegebene Szenario. Grund hierfür ist, dass im SR15 nur jene modellierten Wege herangezogen werden, die vorstellbar zu 1,5°C führen, aber nicht Szenarien dessen, was überhaupt in der realen Welt möglich ist.

Man betrachte nur einmal die Ungeheuerlichkeit der 1,5°C-Phantasterei. Kohle, welche derzeit 37% der Weltenergie deckt, muss innerhalb von 11 Jahren komplett eliminiert werden. Aber der WEO17-Report stellt fest, dass Kohle weiterhin einen Anteil von 20% über die nächsten 20 Jahre behalten wird. Außerdem heißt es darin, dass CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Öl im Transportwesen fast jenes Niveau erreichen würden, welches bis 2040 von Kohlekraftwerken ausgeht. Die IEA vermutet, dass ein Anstieg der Emissionen um 20% durch zunehmenden Luftverkehr und Hochsee-Schifffahrt bis 2040 die Emissions-Reduktionen der 280 Millionen Elektroautos weit überkompensieren wird (erwartet werden global bis zum Jahr 2040 2 Milliarden derartige Fahrzeuge).

Ein anderer IEA-Report vor einigen Tagen kam zu dem Ergebnis, dass Petrochemikalien der Haupt-Verbraucher des globalen Öls und für die Zunahme des Ölverbrauchs um ein Drittel bis 2030 verantwortlich sein werden (und um fast 50% bis 2050) – noch vor Lastwagen, Luftverkehr und Transportwesen.

Um das 2°C-Ziel zu erreichen, müsste die Abnahme bis zum Jahr 2030 20% betragen und um 2075 Null erreichen.

Ist das bezahlbar?

Die vom IPCC modellierten Wege zeigen, dass 2,4 Billionen Dollar investiert werden müssen in neue saubere Energie bis 2035 – jedes Jahr! Dazu merkt Bloomberg an, dass dies eine Steigerung der Investitionen in erneuerbare Energie in Höhe von 333,5 Milliarden Dollar im Jahre 2017 um das Siebenfache bedeutet. Das ist eine gesamtwirtschaftliche Investition von 48 Billionen Dollar. Die Zinsen allein (vielleicht 5% p.a.) würde 200 Billionen Dollar pro Monat ausmachen – das ist mehr als die ganze Welt derzeit für Bildung und Umweltschutz zusammen aufbringt.

Der Bericht sagt, dass „das Informationsmaterial der Gesamtkosten bzgl. Abschwächung von 1,5°C begrenzt ist und in dem Report nicht berücksichtigt worden ist“. Andere haben massive zusätzliche Ausgaben bzgl. Energie-Effizienz, Stromleitungen und Speicherung, CCS und andere Verfahren zur Kohlendioxid-Entfernung berechnet. Aber selbst mit diesen Schätzungen wird nicht versucht, einen Preis abzuschätzen für die „beispiellosen Änderungen sämtlicher gesellschaftlichen Aspekte“, welche das IPCC verlangt.

Man stelle sich einmal vor, nur ein Bruchteil dieser massiven Gelder würde stattdessen in Anpassung an das Klima investiert. Oder in Forschungen für Zukunfts-Technologien. Oder in die Bekämpfung von Armut.

Der Nobelpreisträger William Nordhaus verwendet komplexe Modelle, um Kosten und Nutzen zur Erreichung von Klimazielen zu taxieren. Er kommt zu dem Ergebnis, dass das optimierte Ergebnis ein Anstieg um 3,5°C bis zum Jahr 2100 wäre. Björn Lomborg sagt dazu:

Eine noch stärkere Reduktion des Temperaturanstiegs würde höhere Kosten als Vorteile verursachen, was der Welt potentiell einen Verlust von 50 Billionen Dollar bescheren könnte“

Ist das notwendig?

Dr. Judith Curry schreibt:

Auf dem Festland sind wir bereits über diese 1,5°C hinausgekommen, falls man es mit dem Jahr 1890 vergleicht. Um das Jahr 1820 war es über 2°C kühler“.

Alle vom IPCC gelisteten Risiken treten auf dem Festland auf, falls die Temperatur um mehr als 1,5°C über das vorindustrielle Niveau steigt. Sogar der Anstieg des Meeresspiegels wird durch Abschmelzen auf dem Festland getrieben. Und obwohl mit „vorindustriell“ per definitionem das Jahr 1750 gemeint ist, wird die Grundlinie der Temperatur bereits von 1850 bis 1900 festgelegt.

Willis Eschenbach stellt dazu unmissverständlich fest:

Wir haben das Experiment durchgeführt. Die Temperatur ist bereits um 2°C gestiegen – und das hat überall große Vorteile mit sich gebracht. Warum also sollte man hinsichtlich eines geringeren Anstiegs um 1,5°C hyperventilieren?“

Warum also hat das IPCC diesen jede Glaubwürdigkeit zerschlagenden Bericht veröffentlicht? Ein Bericht, der von 91 Wissenschaftlern aus 41 Ländern unter Hinzuziehung von über 6000 begutachteten Studien geschrieben worden ist?

Von anderen Entwicklungsländern, darunter Iran, Indonesien, Mexiko, die Türkei und Vietnam wird erwartet, dass sie ihre Emissionen bis 2030 signifikant steigern werden. Auch hinsichtlich des internationalen Transportwesens (o,6 GT) und der Luftfahrt (0,5GT) wird ein starker Anstieg erwartet.

Am anderen Ende der Skala stehen 47 weniger entwickelte Länder, welchen unter dem UNFCCC „spezielle Aufmerksamkeit zuteil wird aufgrund ihrer begrenzten Kapazität, auf den Klimawandel zu reagieren“. Nur von Annex II countries (OECD-Mitglieder) wird erwartet, dass sie Maßnahmen zu Emissions-Reduktionen ergreifen können.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/10/14/ipcc-achieves-net-zero-credibility/