Warum Klima­wandel keine Wissen­schaft ist

Während der achtziger Jahre haben wir unsere Luft gereinigt, die angedrohte Eiszeit trat nicht ein, und tausende Menschen mit viel Zeit und nach einem Sinn des Lebens trachtend hatten erkannt, dass man Karriere außerhalb einer Katastrophen-Prophezeiung machen konnte. Folglich musste eine neue Katastrophe her: „Globale Erwärmung“. Nun, vielleicht nicht ganz so neu, aber der gleiche Schuldige: wir und unsere Maschinen. Gleiches Opfer: unser schöner Planet Erde. Gleiche Drohung: Das Ende des Lebens, wie wir es kennen. Nur die prophezeite Temperatur hat sich geändert.

Globale Erwärmung weckte augenblicklich den Appetit der Medien nach Katastrophenmeldungen und wurde sofort zum Hit. Die Schlagzeilen sprachen für sich: Die Pole werden schmelzen! Der Meeresspiegel wird steigen! Seen und Flüsse werden austrocknen! Ackerland wird zu Wüste! Millionen werden verhungern! Das war doch mal was. Regierungen mussten in den Ruf einstimmen.

Während der neunziger Jahre wandten die Umweltaktivisten ihre Betonung dem „Klimawandel“ zu. Das war eine markante Änderung. Globale Erwärmung konnte glaubwürdig für Erwärmung verantwortlich gemacht werden, aber Klimawandel konnte für alles verantwortlich gemacht werden. Falls Hurrikane in einem Jahr gehäuft auftreten, ist es ein Beweis für Klimawandel. Falls es im folgenden Jahr wieder weniger sind, ist das auch Klimawandel. Dürren sind dem Klimawandel geschuldet, Regen und Überschwemmungen aber auch. Mildere Winter beweisen den Klimawandel – kältere Winter aber auch. (Die Behauptung, dass tiefe Temperaturen durch globale Erwärmung verursacht werden, klänge lächerlich). „Klimawandel“ war Katastrophen-Gold! Das durfte man nicht widerlegen!

Und genau deswegen ist Klimawandel keine Wissenschaft. Dem großen Wissenschafts-Philosophen Karl Popper zufolge ist es Pseudo-Wissenschaft. Er hatte darauf hingewiesen, dass jede Theorie, die für sich in Anspruch nimmt, wissenschaftlich zu sein, falsifizierbar sein muss. Es muss etwas innerhalb der Theorie geben, das widerlegt werden kann.

Technisch mag das stimmen. Weitaus wichtiger jedoch war, dass „Klimawandel“ bereits bewiesen war – mittels Daten aus drei Jahrzehnten, mittels Computer-Modellen von Klimaexperten und mittels des überwältigenden Konsens‘ unter den Wissenschaftlern.

Aber auch jene „Beweise“ sind keine Wissenschaft. In der Rückschau erkennt man, dass das Phänomen Klimawandel unseren Planeten über alle Zeiten hinweg konstant geformt hat. Die wahre Klimawissenschaft sagt uns, dass es in der Vergangenheit schon viel wärmer und auch viel kälter war als heute. (In Kanada herrschte einst tropisches Klima). Über die letzten zehntausend Jahre lebten wir in einer Zwischeneiszeit. Diese angenehmen Perioden neigten dazu, zehn- bis fünfzehntausend Jahre zu dauern. Infolgedessen prognostiziert die wahre Klimawissenschaft, dass wir uns noch weitere fünftausend Jahre an gemäßigtem Klima erfreuen können, bevor die nächste Eiszeit zuschlägt.

Die Theorie vom „Klimawandel“ ist vollkommen anders. Wenn man behauptet, dass dieser bewiesen ist, hat man in keiner Weise verstanden, wie Wissenschaft geht. Keine wissenschaftliche Theorie ist jemals bewiesen. Theorien, die dem Anschein nach Vorgänge in der Natur genau beschreiben – wie etwa Darwins Evolutionstheorie oder Einsteins Relativitätstheorie – haftet immer der provisorische Status noch nicht widerlegt an – mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Entdeckung eines einzigen, der Theorie widersprechenden Faktums dieselbe zerschlagen kann.

Genau genommen ist die Theorie vom „Klimawandel“ überhaupt keine wissenschaftliche Theorie. Relevante Faktoren, die eine weitaus stärkere Auswirkung auf Wetter und Klima haben als CO2 werden nicht berücksichtigt. Zu diesen Faktoren zählen die Sonne, Meeresströme und das stärkste aller Treibhausgase Wasserdampf.

„Klimawandel“ ist nichts weiter als ein Haufen von Untergangs-Prophezeiungen. Nun sind Prognosen der entscheidende Teil wissenschaftlicher Verfahren. Sie sind das, womit man eine Theorie beweisen oder widerlegen kann. Falls sich die Theorie als falsch erweist, sollte man sie am besten sofort fallen lassen.

Klimawandel-Alarmisten haben ein Fülle von Prophezeiungen ausgestoßen. Vielleicht zu viele, denn nicht eine einzige ihrer Prophezeiungen, dessen prophezeites Eintrittsdatum verstrichen ist, hat sich als richtig erwiesen. Hier folgt eine Auflistung derartiger Prophezeiungen, zusammengestellt von Anthony Watts bei wattsupwiththat.com:

1988 von Dr. James Hansen: Der Autor Rob Reiss fragte ihn, welche Auswirkungen der Treibhauseffekt auf die Nachbarschaft von Hansens Büro in New York City während der nächsten 20 Jahre haben werde. Hansen erwiderte: „Der West Side Highway (entlang des Hudson River) wird unter Wasser stehen. Und man wird Fenster gegen die Stürme mit darüber geklebten Klebebändern schützen. Die gleichen Vögel wären nicht mehr zugegen. Die Bäume auf dem Mittelstreifen werden eingehen … es wird mehr Polizeiautos geben … denn Sie wissen ja, wie es bei steigender Temperatur mit der Kriminalität geht“.

19. September 1989 in der Zeitung St. Louis Post-Dispatch: „In New York wird es in 15 Jahren vermutlich so aussehen wie heute in Florida“.

1990, Michael Oppenheimer, The Environmental Defense Fund: „Bis zum Jahr 1996 wird der Platte River in Nebraska ausgetrocknet sein, während ein schwarzer Blizzard mit Mutterboden-Staub aus den Prärien über den ganzen Kontinent rast und den Verkehr auf den Autobahnen zum Stillstand bringt, Farbe von Hauswänden schmirgelt und Computer abstürzen lässt … Die mexikanische Polizei wird illegale amerikanische Migranten stoppen, welche nach Mexiko strömen, um sich als Hilfsarbeiter auf den Feldern zu verdingen“.

Carl Sagan am 15. Oktober 1990: „Der Planet könnte im nächsten Jahrzehnt vor einem ökologischen und landwirtschaftlichen Desaster stehen, falls sich der Trend globaler Erwärmung fortsetzt“.

Die Birmingham Post am 26. Juli 1999: „Wissenschaftler warnen, dass einige Himalaya-Gletscher innerhalb der nächsten zehn Jahre aufgrund der globalen Erwärmung verschwinden könnten. Eine Akkumulation von Treibhausgasen wird für das Abschmelzen verantwortlich gemacht, was zu Dürren und Überschwemmungen in dem Gebiet führen und Millionen Menschen betreffen könnte“.

Der Spiegel, 1. April 2000: „Auf Wiedersehen, Winter. Niemals wieder Schnee?“

CNN am 29. März 2001: „In zehn Jahren werden die meisten der tief liegenden Atolle um die neun Inseln von Tuvalu im Südpazifischen Ozean unter Wasser liegen, weil die globale Erwärmung den Meeresspiegel steigen lässt“.

Gordon Brown, UK Primierminister am 20. Oktober 2009 (unter Verweis auf die Klimakonferenz in Kopenhagen): „“Den Führern der Welt bleiben 50 Tage, um die Erde vor einer irreversiblen globalen Erwärmung zu bewahren“.

Zu sagen, dass man über die wissenschaftliche Validität von „Klimawandel“ streiten könne, ist sehr euphemistisch. Aber es gab niemals eine Debatte, nicht einmal ansatzweise. Viele Skeptiker haben Debatten gefordert. An erster Stelle ist hier Christopher Walter Monckton, der 3. Viscount of Brenchley zu nennen, ein Erbadliger, Journalist, politischer Berater, Erfinder und Skeptiker, der sehr versiert ist hinsichtlich der Details von Klimawandel. Er hat Al Gore wiederholt aufgefordert, mit ihm zu diskutieren. Dass Al Gore niemals auf diese Forderung eingegangen ist, ist schwierig in Einklang zu bringen mit seinen Bemerkungen in der CBS Morning Show vom 31.Mai 2006:

Die Debatte unter den Wissenschaftlern ist vorüber. Es gibt keine Debatte mehr. Wir stehen vor einem planetarischen Notfall. Es gibt unter ernst zu nehmenden Personen, welche die Wissenschaft betrachtet haben, keine wissenschaftliche Debatte mehr … Nun, ich glaube, dass es in manchen Kreisen immer noch eine Debatte darüber gibt, ob die Mondlandung in der Wüste von Arizona inszeniert worden ist oder ob die Erde flach und nicht rund ist“.

Das sind nicht die Worte von jemandem, der Wissenschaft versteht. Es ist die Taktik eines Menschen, der erkennt, dass er kein wissenschaftliches Standbein hat, auf das er sich stützen kann.

Es muss einen anderen nicht-wissenschaftlichen Grund geben für die Agenda von „Klimawandel“. Dieser Grund könnten die Milliarden Dollar sein, welche die Protagonisten verlangt haben, um dieses „Problem“ zu lösen.

„Klimawandel“ ist ein Betrug – und sonst gar nichts!

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Nachgedruckt vom American Thinker vom 11. Januar 2019

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/01/14/why-climate-change-isnt-science/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




,Mikes Nature Trick‘ wiederbelebt – @ScottAdamsSagt-Ausgabe

[Mehr zu „Dilbert“ hier bei Wikipedia. Die Figur ist dem Übersetzer völlig unbekannt. Anm. d. Übers.]

Unglücklicherweise neigen derartige Dinge in der Klimawelt dazu, mit aufgerissenen Augen angestarrt zu werden, wenn man nicht gerade über einiges Insider-Wissen verfügt. So ist es auch Scott Adams ergangen.

Mann hat Daten sowohl in großem Stil als auch im Kleinen manipuliert. Manns Nature-Trick bestand darin, Proxy-Daten bis 1980 mit instrumentellen Daten nach 1980 zusammenzufügen, um den geglätteten Wert zu berechnen. Das war ein anderer Trick, den IPCC-Diagrammen widersprechende Daten brutal zu löschen. – Scott Adams nannte den entsprechenden Beitrag „undurchdringlichen Unsinn“

Stephen McIntyre (@ClimateAudit), 17. Januar 2019

Ich sehe es Scott Adams nach, dass er das Ganze undurchschaubar fand, es ist ein obskurer Trick, weshalb er von Anfang an durch das Peer Review gekommen und im IPCC-Bericht als „der Hockeyschläger“ gelandet ist.

Als ich den „undurchschaubar“-Kommentar las, dachte ich sofort, dass wir es besser machen müssen, über diesen Aspekt zu sprechen. Dazu bedienten wir uns des Weges wie der beliebte „Dilbert“, und dabei arbeitete ich mit unserem heimischen Cartoonisten Josh zusammen.

Daraus ergab sich das Resultat dieser Zusammenarbeit:

Josh 2019. Übersetzung der Bildinschriften oben [von links nach rechts, obere Zeile]: „Hier sind die Baumring-Daten. Sie sind ein Proxy für Temperaturen der Vergangenheit“ – „Das Problem ist, sie zeigen einen Abwärtstrend, wenn moderne Thermometer einen Aufwärtstrend zeigen“ – „Also löschten wir den falsch aussehenden Teil und fügten dann alles zusammen“ – [untere Zeile]: „Ist es nicht unwissenschaftlich, zwei Datensätze einfach zusammen zu fügen?“ – „Nun, technisch ja“ – „Aber wir haben es im Kleingedruckten später erwähnt…“ – „…und damit erhalten wir so eine wunderbare Graphik“

Es ist wichtig zu erwähnen, dass sich Josh in diesem Cartoon auf die „nahe Zukunft“ des Hockeyschlägers konzentriert. Es ist nicht die gesamte Graphik mit dem langen flachen Stiel bis zurück zur Mittelalterlichen Warmzeit und darüber hinaus. Er konzentriert sich ausschließlich auf die Tatsache, dass die Baumringdaten aus jüngerer Zeit (nach 1980) nicht dem Standpunkt der Autoren der Studie folgten (sie gingen in die falsche Richtung). Also haben sie diese Daten abgeschnitten und diese durch einen vollkommen anders gearteten Datensatz ersetzt – nämlich mit Thermometermessungen. Man stelle sich mal die Strafen vor, zu welchen jemand verurteilt werden würde, der im Aktienmarkt und der Finanzwelt einen ähnlichen Trick anwenden würde, um diese Daten dann der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Der Cartoon soll ausschließlich allen Zweiflern wie Scott Adams vor Augen führen, was wir sehen und begleitet von einer Sprache, von der wir hoffen, dass sie hilfreich ist.

Und hier die berühmte Klimagate-E-Mail, welche enthüllte, was vor sich gegangen war:

From: Phil Jones
To: ray bradley ,mann@xxxxx.xxx, mhughes@xxxx.xxx
Subject: Diagram for WMO Statement
Date: Tue, 16 Nov 1999 13:31:15 +0000
Cc: k.briffa@xxx.xx.xx,t.osborn@xxxx.xxx

Dear Ray, Mike and Malcolm,
Once Tim’s got a diagram here we’ll send that either later today or
first thing tomorrow.
I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps
to each series for the last 20 years (ie from 1981 onwards) amd from
1961 for Keith’s to hide the decline. Mike’s series got the annual
land and marine values while the other two got April-Sept for NH land
N of 20N. The latter two are real for 1999, while the estimate for 1999
for NH combined is +0.44C wrt 61-90. The Global estimate for 1999 with
data through Oct is +0.35C cf. 0.57 for 1998.
Thanks for the comments, Ray.

Cheers
Phil

Prof. Phil Jones
Climatic Research Unit Telephone +44 (0) xxxxx
School of Environmental Sciences Fax +44 (0) xxxx
University of East Anglia
Norwich Email p.jones@xxxx.xxx
NR4 7TJ
UK

Hier die Übersetzung des Mittelteils:

Hallo Ray, Mike und Malcolm,

sobald Tim ein Diagramm hat, übermitteln wir es entweder später oder gleich morgen früh.

Ich habe gerade Mikes Nature Trick vervollständigt, indem ich jeder Reihe die realen Temperaturen der letzten 20 Jahre hinzugefügt habe (d. h. ab 1981), um den Rückgang zu verstecken. Mikes Reihe enthielt die jährlichen Festlands- und Ozean-Daten, während die anderen die Festlands-Daten der Nordhemisphäre nördlich von 20°N enthielten. Letztere sind für 1999 real, während die Schätzung für 1999 für die gesamte NH kombiniert +0,44°C von 61 bis 90 beträgt. Die globale Schätzung für 1999 mit Daten bis Oktober ist +0,35°C für 1998.

Links:

Keith’s Science Trick, Mike’s Nature Trick and Phil’s Combo

Mike’s Nature trick

Cartoonsbyjosh

Link zum Original: https://wattsupwiththat.com/2019/01/21/mikes-nature-trick-revisited-scottadamssays-edition/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Nicht mehr grün: Deutschland verschiebt Kohle-Ausstieg auf unbestimmte Zeit

„Kein anderes Land auf der Welt, welches den Kohle-Ausstieg plant, plant gleichzeitig den Ausstieg aus der Kernkraft“, sagte der Minister auf einer Energiekonferenz in Berlin und fügte hinzu: „Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernkraft und Kohle sollte nicht überspannt werden. Darum müssen wir über einen längeren Zeitplan für Schließungen reden“.

Die von der Regierung eingesetzte Kohlekommission soll diese Woche Empfehlungen bzgl. der Schließung von Kohlekraftwerken abgeben. Diese haben derzeit einen Anteil von 35% am Energiemix in Deutschland. Der Report der Kommission ist am 1. Februar fällig.

Altmaier sagte, dass die Hälfte der derzeitigen Braun- und Steinkohle-Kapazität von etwa über 40 GW im Jahre 2030 immer noch in Betrieb sein werde, wobei jeder beschlossene Zeitplan zum Ausstieg periodisch überdacht werden muss auf der Grundlage von Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit.

Analysten der Börsenmakler-Firma Bernstein sagten am Dienstag, dass die Energiepreise in Deutschland zwischen 2022 und 2030 um 8% bis 13% höher sein werden bei einem beschleunigten Kohle-Ausstieg im Vergleich zum bisherigen Szenario

Bernstein schätzt, dass bis zum Jahr 2022 5 GW an Kohleenergie entfernt wird, davon 3,6 GW Braunkohle. Etwa 2,7 GW der ältesten Einheiten sind bereits für die Braunkohle-Reserve geplant, wobei die letzten beiden Einheiten in diesem Jahr aus dem Markt ausscheiden.

Der Minister hat weitere Kohle-Schließungen während der Jahre 2021 und 2022 praktisch ausgeschlossen, werden doch über 4 GW Kernkraft-Kapazität vom Netz genommen.

Altmaier warnte vor dem Risiko von Stromausfällen unter verschiedenen Szenarien, und lobte die Netzbetreiber dafür, dass sie die Stabilität des Netzes bis heute wahren konnten.

Die ganze Story steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/green-no-more-germany-delays-coal-exit-indefinitely/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Nieder­schläge, welche uns im Sommer gefehlt haben, werden jetzt im Winter ausge­glichen

Wieviel „weiß“ das Wetter von der Vergangenheit?

Wer sich nur etwas mit Niederschlag beschäftigt, merkt schnell: Niederschlag hat wenig „Gedächtnis“, aber eine unglaubliche Varianz. Vor allem „entsetzt“ immer neu, wie oft Extremwerte ohne jegliche „Vorwarnung“ – also ohne den geringsten Trend oder Vorankündigung auftreten. Manchmal meint oder ahnt man, Zyklen zu erkennen, doch auch das ist selbst in über 100 Jahre langen Verläufen schwierig. Anbei zum Niederschlag Beispielverläufe deutscher Messstationen:

Bild 1 [2] Zwei-Tagesniederschlag Magdeburg (DWD-Station 3126). Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt

Bild 2 [3] Annaburg, Sachsen-Anhalt, 2-Tagesniederschlag 1901 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 170. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt

Der Gesamtniederschlag Deutschland zeigt, dass nach einem leichten Anstieg der 30jahre Mittelwert wieder den Wert von 1881 erreicht hat und die Projektionen zeigen an, dass bis zum Jahr 2100 nichts Spektakuläres zu erwarten ist, allerdings auch keine Projektion den aktuellen Mittelwert „vorhersagen“ konnte. All das wundert, denn mit der zunehmenden Wärme soll es doch viel mehr regnen und dieser auch noch zunehmen.

Bild 2.1 Gesamtniederschlag Deutschland seit 1881 mit Projektionen bis 2100. Quelle: DWD Klimaatlas Viewer

Nun hat es in den Alpen stark geschneit. Und Schnee ist nichts anderes als gefrorener Niederschlag. Und alle „Welt“ wundert sich, wie das passiert, wo sich doch niemand der Alpenbewohner an „so viel Schnee“ erinnern kann:
Hannoversche Allgemeine: [1]Schulfrei wegen Schneefalls ist in der Region nicht normal. „Das habe ich in meinen 38 Jahren noch nicht erlebt. Auch meine Mutter kann sich nicht an eine solche Situation erinnern“, sagt die 38-Jährige

Da mag diese 38jährige mit viel Klimaerfahrung Recht haben: Früher wurde nicht so schnell der Katastrophenfall ausgerufen. Und es gab auch nicht so viele (zu flache) Dächer im Alpenraum, die bei Schneefall erst einmal mühselig geräumt werden müssen, weil die Schneelastfähigkeit schon vorsorglich für die simulierte Klimawandel-Minderbelastung ausgelegt wurde.

Neutrale Fachpersonen befragt man vorsichtshalber nicht, um nicht versehentlich eine andere Auskunft zu bekommen, die nicht in den notwendigen Mainstream passt:
AIGNER, Günther; GATTERMAYR, Wolfgang; ZENKL, Christian (201 8): Die Winter in Tirol seit 1895. Eine Analyse amtlicher Temperatur- und Schneemessreihen. www.zukunft-skisport.at.
Darin wurde festgestellt (Zitierung aus dem Abstrakt):
Bei Betrachtung der amtlichen Messdaten sind die klimatologischen Rahmenbedingungen für den alpinen Wintersport in Tirol nach wie vor sehr günstig. Über die letzten 50 Jahre sind die Wintertemperaturen auf Tirols Bergen statistisch unverändert. Betrachtet man lediglich die letzten 30 Jahre, so sind die Winter in diesem Zeitraum sogar deutlich kälter geworden – um 1,3 Grad Celsius.
Die längsten Schneemessreihen aus den Tiroler Wintersportorten zeigen über die vergangenen 100 Jahre insgesamt keine signifikanten Trends. Weder die jährlich größten Schneehöhen noch die jährliche Anzahl der Tage mit Schneebedeckung zeigen markante Veränderungen. Bei isolierter Betrachtung der letzten 30 Jahre bleiben die jährlich größten Schneehöhen und die Neuschneesummen relativ stabil, während die Anzahl der Tage mit Schneebedeckung leicht abgenommen hat.
Auffallend ist die hohe Variabilität der einzelnen Winter. Die Spannweiten in den Messreihen sind beachtlich – vor allem bei den jährlich größten Schneehöhen. Insgesamt zeigt sich, dass die winterlichen Schneeverhältnisse primär vom Auftreten der entscheidenden Großwetterlagen abhängen und nur mäßig mit dem Temperaturniveau korrelieren. Auch relativ milde Winter können sehr schneereich sein. Diese unvorhersehbare Dynamik der Großwetterlagen dominiert das Wetter und Klima im Alpenraum.
… Ein klimabedingtes Ende des alpinen Wintersports ist nach der Auswertung der amtlichen Messdaten nicht in Sicht …

Loben muss man diesmal den DWD. Er hat sich diesmal getraut, das von anderen Stellen verkündete „Klimaextrem“ gerade zu rücken: (DWD) … im Berchtesgadener Land türmt sich der Schnee momentan maximal 85 bis 150 cm hoch auf, rin Ereignis, das es alle zwei bis 15 Jahre gibt. Lediglich einige Messstationen wie Ramsau-Schwarzeck/Schmuck und Bischofswiesen-Oipl, erreichten Werte u die 200 cm und damit ein Ausmaß an Schneefällen, wie es nur alle 30 bis 50 Jahre vorkommt. Nur einige, wenige Stationen erreichten wirklich Rekordwerte …Insgesamt kann ds Ereignis zwar als ungewöhnlich, aber nicht als außergewöhnlich eingetugt werden … auch die täglichen Neuschneemengen von 30 bis 50 Zentimertern kämen alle fünf bis zehn Jahre vor. Deutlich seltener ist es allerdings, dass solche Mengen an zwei bis drei Tagen nacheinander fallen ...

Klimareporter“, die berühmte Alarmistenseite der Regierungsberaterin wusste aber sofort:
Klimareporter, 11. Januar 2019:
Klimawandel könnte Schneechaos begünstigen
Klimaexperten schließen einen Zusammenhang zwischen dem Schneechaos in Bayern und den globalen Klimaveränderungen nicht aus.
Eine Fachperson vom PIK (und Mojib Latif) wusste auch, warum das so ist:
Hannoversche Allgemeine: [1]Doch wieso kommt plötzlich so viel Schnee auf einmal? Peter Hoffmann, Meteorologe am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), spricht von „ungewöhnlich massiven Niederschlagsmengen“. „Die Niederschläge, die uns im Sommer gefehlt haben, werden jetzt im Winter ausgeglichen.“ Weil die Meere aufgrund des langen heißen Sommers noch verhältnismäßig milde Temperaturen aufwiesen, käme es darüber zu einer starken Verdunstung, so Hoffmann. Die derzeitige Wind- und Strömungslage transportiere die Feuchtigkeit in Richtung Süden.

Doch „die (wetterrelevanten) Meere“ haben derzeit gar keine verhältnismäßig milden Temperaturen

Sagt Herr Hoffmann vom PIK. Auch hierzu eine ergänzende Nachschau, ob der Winter „weiß“, wenn es im Sommer zu wenig Niederschlag gab und diesen Niederschlagsmangel dann, wie es das PIK „weiß“ pflichtgemäß ausgleicht.

Zuerst einmal der Niederschlag Sommer betrachtet. Es wird einige überraschen, dass der Sommerniederschlag deutlich höher ist als der Winterniederschlag und keinen signifikanten Trend, aber Zyklen ausweist:
-Die lineare Regression von 1882 bis 2018 zeigt eine kaum erkennbare – innerhalb der Messungenauigkeit liegende – Verringerung des Sommerniederschlags von 250 auf 240 mm (ohne das Trockenjahr 2018 ist es noch weniger)
-Der 30-Jahre Mittelwert traf 2018 genau den Normalwert (Mittelwert des kalten Zeitraums 1961-1990)
-Die lineare Regression von 1976 bis 2018 zeigt eine deutlichere Erhöhung des Sommerniederschlags von 230 auf 247 mm (trotz dem letzten Trockenjahr)
Keine Spur davon, dass die Sommerniederschläge weniger würden, sondern über den letzten, meteorologisch wichtigen 30jahre-Zeitraum hinaus sogar ein Anstieg.
Macht nichts, simulieren lässt sich das Gegenteil:
Bildungsserver wiki: Klimaprojektionen Deutschland
… Bei den Jahreszeiten zeigen jedoch besonders die Sommer- und Wintermonate deutliche Veränderungen. Die Sommer werden in Zukunft deutlich trockener, die Winter feuchter.

Bild 3 Deutschland, Sommerniederschlag von 1881 – 2018. Rote Linie: Regressionsgerade. Daten: DWD Zeitreihen und Trends. Grafik vom Autor erstellt

Beim Winter sieht man im Langfristverlauf einen Anstieg des Niederschlags. Allerdings nimmt der Winterniederschlag ausgerechnet seit dem „ganz schlimmen“ Klimawandeleinfluss nach 1950 ab!
-Die lineare Regression von 1882 bis 2017 zeigt eine Erhöhung des Winterniederschlags von 150 mm auf 190 mm
-Die lineare Regression von 1976 bis 2017 zeigt eine Verringerung des Winterniederschlags von 198 mm auf 185 mm
Und damit zeigt die Natur wieder das Gegenteil der berichteten Simulationsergebnisse!

Bild 4 Deutschland, Winterniederschlag von 1881 – 2017. Rote Linie: Regressionsgerade. Daten: DWD Zeitreihen und Trends. Grafik vom Autor erstellt Nimmt man anstelle der Regressionsgeraden eine Mittelwert-Verlaufskurve, erkennt man ohne Klimawissenschaft den Grund: Da steckt ein Zyklus (nicht zufällig mit ca. 60 Jahren) dahinter.

Bild 5 Deutschland, Winterniederschlag von 1881 – 2017. Rote Linie: 6jähriger, gleitender Mittelwert. Daten: DWD Zeitreihen und Trends. Grafik vom Autor erstellt

Nun melden die Klimawandelfachpersonen, dass es im Sommer trocken wird, wie es der letzte Sommer (angeblich) bewiesen hat. Deshalb der direkte Vergleich vom Niederschlag Sommer zum Niederschlag Winter.
– Die lineare Regression von 1882 bis 2017 zeigt eine Verringerung des anteiligen Sommerniederschlags von 61 auf 57 %
– Die lineare Regression von 1976 bis 2017 zeigt eine Erhöhung des anteiligen Sommerniederschlags von 52 auf 62 %
Keine Spur davon, dass die Sommerniederschläge weniger werden oder sich überhaupt signifikant verändern würden.

Bild 6 Deutschland, Anteil des Sommerniederschlags am Gesamtniederschlag Sommer + Winter. Rote Linie: Regressionsgerade. Daten: DWD Zeitreihen und Trends. Grafik vom Autor erstellt

Bild 7 Deutschland, Anteil des Sommerniederschlags am Gesamtniederschlag Sommer + Winter. Rote Linie: 5-Jahre gleitender MW. Daten: DWD Zeitreihen und Trends. Grafik vom Autor erstellt

Zur Fragestellung, ob der Winter „weiß“, dass der Sommer regenarm war

Bisher wissen wir, dass es im Sommer mehr Niederschlag hat als im Winter. Daraus könnte man folgern, dass der Winter „weiß“, wenn es im Sommer viel geregnet hat und seinen Niederschlag „zurückdreht“. Es wäre eine logische Kausalität, die allerdings nicht stimmen muss, denn es könnte ja sein, dass es im Winter einfach generell weniger regnet.
Nun erfuhr man vom Klima(Alarm)allwissenden PIK, dass es im Winter zusätzlich regnet, wenn es im Sommer besonders wenig geregnet hat.

Wie erfährt man nun vom Winter, ob er das wirklich macht?
Die Ermittlung über den Gesamtniederschlag bringt nichts, denn der ist immer 100 %. Rein mathematisch bedingt muss auf wenig Sommerniederschlag der Rest zu 100 % folgen. Deshalb der Versuch mit den folgenden Kriterien:
Ein niederschlagsarmer Sommer ist einer mit deutlich weniger als seinem 30jährigen, gleitenden Mittelwert. Der Winter „reagiert“ darauf, wenn er danach überproportionalen Niederschlag im Verhältnis zum 30jahre, gleitenden Mittelwert vom Sommer+Winterniederschlag generiert.

Anbei eine darauf aufgebaute Test-Versuchsreihe:
Zuerst die Datenbilder für den Sommer- und den Winterniederschlag:

Bild 8 Niederschlagsverlauf Sommer mit 30jahre gleitendem Mittelwert und Werten für „niedrigen Niederschlag“: 68; 76; 84 % vom MW. Datenquelle: DWD, Grafik vom Autor erstellt

Bild 9 Niederschlagsverlauf Sommer+Winter mit 30jahre gleitendem Mittelwert. Datenquelle: DWD, Grafik vom Autor erstellt

Test A
Nach sehr regenarmen Sommern wie etwa 2018 soll der Winterniederschlag besonders aktiv sein.Dazu die Testannahmen:
– Der Sommerniederschlag erreicht maximal 68 % von seinem Mittelwert (Bild 8).
– Ein „Wintergedächtnis“ wird angenommen, wenn der folgende Winterniederschlag mindestens den 30jahre gleitenden Mittelwert vom Niederschlag Sommer+Winter erreicht.
Testergebnis A:

Bild 10 Ergebnis Test A. Blau: Der Winterniederschlag „weiß“ vom niedrigen Sommerniederschlag und ist relativ hoch (1 x), Braun: Der Sommerniederschlag war unter 68 %, der folgende Winterniederschlag erreicht aber nicht mindestens den Mittelwert Sommer+Winter (5 x)

Die Auswertung von Test A zeigt ein stark negatives Ergebnis. Nach sehr geringem Sommerniederschlag folgt nur in einem von 6 Ereignissen ein Winterniederschlag, der wenigstens den Mittelwert Sommer+Winter erreicht.

Nun eine Wiederholung mit erleichterten Bedingungen (ohne Bild):
– Der folgende Winterniederschlag muss nur noch wenigstens 90 % vom Mittelwert erreichen.
– Das Testergebnis zeigt mit zwei positiven von insgesamt 6 Ereignissen immer noch ein stark negatives Ergebnis

Test B
Das gleiche mit nochmals erleichterten Bedingungen:
– Der Sommerniederschlag erreicht maximal 76 % von seinem Mittelwert. Ein „Wintergedächtnis“ wird angenommen, wenn der folgende Winterniederschlag wieder mindestens den Mittelwert Sommer+Winter erreicht.

Bild 11 Ergebnis Test B. Blau: Der Winterniederschlag „weiß“ vom niedrigen Sommerniederschlag und ist relativ hoch (2 x), Braun: Der Sommerniederschlag war maximal 76 % von seinem Mittelwert, der folgende Winterniederschlag erreicht aber nicht mindestens den Mittelwert Sommer+Winter (8 x)

Die Auswertung von Test B zeigt wieder ein stark negatives Ergebnis. Nach geringem Sommerniederschlag folgt nur in zwei von 10 Ereignissen ein Winterniederschlag, der wenigstens den Mittelwert erreicht.
Nun mit nochmals erleichterten Bedingungen:

Test C
– Der Sommerniederschlag erreicht maximal 84 % von seinem Mittelwert. Ein „Wintergedächtnis“ wird wieder angenommen, wenn der folgende Winterniederschlag mindestens den Mittelwert Sommer+Winter erreicht.

Bild 12 Ergebnis Test C. Blau: Der Winterniederschlag „weiß“ vom Sommerniederschlag (2 x), Braun: Der Sommerniederschlag erreichte maximal 84 %, der folgende Winterniederschlag erreicht aber nicht mindestens den Mittelwert Sommer+Winter (15 x)

Wieder ist das Ergebnis negativ und zwar sehr drastisch.

Fazit:
In der wahren Natur „weiß“ der Winter in Deutschland nicht, wenn der Sommer wenig Niederschlag hatte.

Letzter Versuch, ob das PIK doch noch (irgendwo) Recht haben könnte

Vielleicht war die bisherige Sichtung zu engstirnig und die Angabe der PIK-Mitarbeiter bezogen auf die Jahreszeiten Sommer und Winter nur unpräzise. Als Laie denkt man ja nicht immer so wissend, wie Fachpersonen. Deshalb noch eine Sichtung unter der Einbeziehung von Frühling und Herbst.

Zuerst wieder die Gesamtsicht auf das Niederschlagsverhältnis. Und wieder stellt man fest, dass die Sommerhälfte keinesfalls austrocknet und auch kein Trend dazu erkennbar ist. Wieder widersprechen die Messwerte den Simulationen!

Bild 13 Anteil des Niederschlags Frühling+Sommer zum Niederschlag aller 4 Jahreszeiten. Datenquelle: DWD, Grafik vom Autor erstellt

Test D:

Die Testannahmen:
– Die Niederschlagssumme von Frühling und Sommer erreichen maximal 68 % vom ihrem 30jahre Mittelwert.
– Ein „Herbst+Wintergedächtnis“ wird angenommen, wenn deren folgender Niederschlag mindestens den 30jahre-Mittelwert aller 4 Jahreszeiten erreicht.
Testergebnis D:
– 44 mal positiv,
– 43 mal negativ
Ein positives Ergebnis ist zwar wesentlich häufiger geworden, bleibt statistisch aber ein reiner Zufall, da die Genauigkeit eines Würfelwurfs von 50 % nicht überschritten wird..

Bild 14 Ergebnis Test D. Blau: Der Summenniederschlag Herbst+Winter „weiß“ von der geringen Niederschlagssumme Frühling+Sommer (44 mal). Braun: Der Summenniederschlag Frühling+Sommer erreichte maximal 68 % vom 30jahre Mittelwert, der folgende Niederschlag Herbst+Winter reicht aber nicht über den 30jahre Mittelwert aller 4 Jahreszeiten (43 mal)

Viel schlechter wird das Ergebnis, wenn man den Anspruch geringfügig erhöht und beispielsweise für Herbst+Winter das 1,1fache fordert. Dann ist das Ergebnis nur noch 12 mal positiv, aber 75 mal negativ.

Bild 15 Ergebnis Test D. Blau: Der Summenniederschlag Herbst+Winter „weiß“ von der geringen Niederschlagssumme Frühling+Sommer (12 mal). Braun: Der Summenniederschlag Frühling+Herbst erreicht maximal68 % von seinem 30jahre Mittelwert, der folgende Niederschlag Herbst+Winter reicht aber nicht über das 1,1fache des 30jahre Mittelwertes aller 4 Jahreszeiten (43 mal)

Fazit
Nach diesen orientierenden Analysen muss man nicht nur anhand der vorhergehenden Meeres-Temperatur-Sichtungen, sondern ergänzend auch anhand der Ereignisauswertungen ganz stark bezweifeln, dass die Angabe von Herrn Hofmann und von Herrn Rahmstorf (beide PIK) über das „Niederschlags-Wintergedächtnis“ zutreffen.
So viel zu den schnellen Erklärungen von oft abgefragten „Standardexperten“, die zwar plausibel klingen, nur leider nicht den in der Natur gemessenen Vorgängen entsprechen.
Nun kann man zur Belegung des „Wintergedächtnisses“ noch viele andere und „wissenschaftlich fundiertere“ Kriterien ansetzen. Vielleicht macht es das PIK noch und belegt seine These wirklich anhand von Messergebnissen. Der Autor ist gespannt.

Man würde sich wünschen, dass die aktuell in Deutschland medial in allen Medien hochgehypten, klimademonstrierenden Schüler*innen – welche teils sogar von ihren Schulen dazu animiert werden – statt stolz darauf zu sein, auf Wissen zu verzichten, angeleitet würden, sich erst einmal das fehlende anzueignen, um nicht jeder Agitation blind hinterherzulaufen.
In dem Fall hätten die Schüler*innen – und deren agitativen Vorbilder – aus der Geschichte wirklich etwas gelernt.

Quellen

[1] Hannoversche Allgemeine 08.01.2019: Schneechaos: „Das habe ich in 38 Jahren nicht erlebt“

[2] EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)

[3] EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 1)

[4] ScienceScepticalBlog, 16. Januar 2019: Stefan Rahmstorf: Die Nordsee war um 1-2°C wegen des Klimawandels zu warm, deshalb brachten Nordwinde Schneerekorde!

[5] EIKE 30.12.2017: Ohne den Klimawandel hätte das gleiche Wetter nicht so schlimme Folgen…

[6] EIKE 07.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2)




ARGO – für den Zweck geeignet?

Wir wussten bereits, dass der jährliche SLR lediglich niedrige einstellige Millimeter-Bereiche ausmachte. Die Gründe, warum Satelliten-Altimetrie ein solches Maß an Genauigkeit nie erreichen kann, sind sehr grundlegend und waren der NASA auch bekannt: Das erforderliche Referenz-Ellipsoid der Erde ist unregelmäßig [lumpy], die Ozeane haben variierende Wellen, die Atmosphäre variierende Feuchtigkeit – so dass die NASA niemals ihr selbst gestecktes Ziel erreichen konnte, nämlich den Meeresspiegel auf diese Weise bis auf Bruchteile von Millimetern pro Jahr genau zu messen, äquivalent zu Tidenmessungen. Die NASA behauptet, das sehr wohl zu können, aber deren Spezifikationen sagen, sie kann nicht. Dies wurde in jenem Beitrag belegt.

In diesem Beitrag stellen wir die gleichen Fragen bzgl. des ARGO-Programms.

Anders als bei Jason 3 gibt es keine gute Äquivalent-Mission von Tidenmessungen, mit denen man Vergleiche anstellen kann. Die neuen ozeanographischen Ziele (unten) enthielten die Messung mehrerer Dinge, und zwar zum allerersten Mal ,rigoros‘. ;Rigoros‘ bedeutete NICHT präzise. Ein Parameter, nämlich der ozeanische Wärmegehalt OHC war zuvor nur sehr ungenau geschätzt worden. OHC ist viel mehr als einfach nur die Wassertemperatur SST. Diese wurden vormals von Schiffen gemessen, die auf den gängigen Handelsrouten unterwegs waren, mit Eimern oder durch Messungen des in die Schiffsmotoren einströmenden Kühlwassers. Im tieferen Ozean ist überhaupt nicht gemessen worden, bis XBT-Sensoren für die Navy entwickelt worden waren. Diese maßen die Tiefe, in der sie sich gerade befanden, jedoch sehr ungenau.

Ob ARGO zweckdienlich ist oder nicht, involviert ein komplexes Entwirren der Ziele, für welche die Bojen ausgelegt waren, plus viele darauf bezogene Fakten. Die kurze ARGO-Antwort lautet möglicherweise ja, obwohl OHC-Fehlerbalken nachweislich in der wissenschaftlichen Literatur bzgl. ARGO untertrieben dargestellt sind.

Wer eine weitergehende Untersuchung der Schlussfolgerungen dieses Beitrags vornehmen will, der wende sich an die Website www.ARGO.uscd.edu. Die meisten Inhalte dieses Beitrags sind direkt daraus abgeleitet oder führen direkt zu den ARGO-Beiträgen bei WUWT von Willis Eschenbach. Die vier grundlegendsten seiner Beiträge sind unten verlinkt.

[Es folgen eine Reihe technischer Einzelheiten bzgl. des Aufbaus der Bojen und technische Details, die hier nicht mit übersetzt werden. Weiter unten werden diese graphisch und zusammenfassend dargestellt. Anm. d. Übers.]

Das grundsätzliche Design der ARGO-Bojen sieht so aus:

Und das Messprogramm von ARGO so:

Die Frage, ob das ARGO-Programm zweckdienlich bzgl. OHC ist (mittels des Temperaturprofils bis hinab auf 2000 m) gliedert sich in zwei relevante Teilfragen. 1) Sind 2000 m ausreichend tief? 2) Sind die Sensoren genau genug, um die 10 W/m² pro 1000 km pro Kante zu ,pixeln‘?

Hinsichtlich der Tiefe gibt es zwei Antworten von unterschiedlichen Seiten, die aber beide ,ja‘ lauten für alle Zwecke der Mission.

Bzgl. des Salzgehaltes reichen die ARGO-Profile aus. Frühere ozeanographische Studien zeigen, dass der Salzgehalt unterhalb von 750 m Tiefe in allen Ozeanen bemerkenswert invariabel ist. Dies bietet glücklicherweise eine natürliche ,Kalibrierung‘ des Salzgehaltes für jene empirisch problematischen Sensoren.

Bzgl. der Temperatur zeigen die typischen thermoklinen Profile, dass die Temperatur unterhalb 2000 m kaum noch abhängig von der geographischen Breite variiert, was eine weitere natürliche ARGO-,Kalibrierung‘ darstellt. Dies zeigt Abbildung 3 (in Grad Fahrenheit). Die Bojen bis zu einer Tiefe von 2000m auszulegen war eine kluge Wahl.

[rote Kurve: Tropen, grüne Kurve: gemäßigte Zone, blaue Kurve: Polargebiete]

[rote Kurve: Tropen, grüne Kurve: gemäßigte Zone, blaue Kurve: Polargebiete]

Ist das ARGO-Programm zweckdienlich?

Als Hintergrund für die Ziele des ARGO-Programms werden noch ein paar weitere Grundlagen benötigt.

Taucht eine ARGO-Boje an die Oberfläche, um seine Daten zu übermitteln, wird dessen Position mittels GPS auf 100 m genau bestimmt. Angesichts der Größe der Ozeane ist das eine überaus präzise Messung der Position für ,umfassende räumliche Größenordnungen‘ der Strömungen und 1.000.000 km² OHC/Salzgehalt-Pixel.

Dank der Stabilität des Salzgehaltes unterhalb von 750 Metern sind die ,Salzgehalt-korrigierten‘ ARGO-Instrumente genau (nach Bojen-spezifischen Korrekturen) bis auf ±0,01 psu [= Primary Sampling Unit?], was vernünftige Schätzungen des ,Süßwasser-Gehaltes‘ zulässt. …

Die verbleibende große Frage nach ,hinreichender Genauigkeit‘ ist die nach dem OHC. Dinge wie Trenberths infame „fehlende Wärme“ sind nichts als heiße Luft. Der OHC ist eine sehr knifflige Sensor-Frage, da die große Wärmekapazität des Ozeanwassers bedeutet, dass eine sehr große Änderung der in den Ozeanen gespeicherten Wärme eine sehr geringe Änderung der absoluten Temperatur des Meerwassers bewirkt.

Wie gut sind die ARGO-Sensoren? Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, kommt darauf an, denn die ARGO-Bojen weisen nicht nur ein, sondern gegenwärtig fünf verschiedene Sensor-Typen auf, geschuldet der Internationalität des Programms.

Unter diesen fünf Typen sind jedoch nur zwei Temperatursensoren, von denen einer sich rasch als fehlerhaft herausstellte. Alle fünf Typen der ARGO-Bojen messen daher die Temperatur mit einem Sensor mit der Bezeichnung SBE38, entwickelt im Jahre 2015.

Dieser Sensor wird von SeaBirdScientific konstruiert, näheres dazu bei www.seabird.com. Der SeaBirdE38-Sensor weist folgende Spezifikationen auf:

Messbereich:

-5 to +35 °C

Initiale Genauigkeit:

± 0.001 °C (1 mK)

Typische Stabilität

0.001 °C (1 mK) innerhalb sechs Monaten, zertifiziert

Auflösung:

Reaktionszeit 500 msec

Selbsterwärmungs-Fehler:

< 200 μK

Das ist ein bemerkenswert guter Sensor der Wassertemperatur. … Aber es gibt immer noch ein großes ,Für-Den-Zweck-Geeignet‘-Problem trotz aller Positiva von ARGO. Klimastudien auf der Grundlage von ARGO untertreiben gewöhnlich die tatsächliche resultierende OHC-Unsicherheit – um etwa 10 W/m². (Judith Curry nannte dies eine Form ihres ,Ungenauigkeits-Monsters‘. Willis Eschenbach hat dazu Einiges bei WUWT gepostet, und seine vier relevantesten Beiträge bzgl. der Frage nach der Zweckdienlichkeit datieren aus den Jahren 2012 bis 2015. Die vier Beiträge sind hier verfügbar:

Decimals of Precision

An Ocean of Overconfidence

More Ocean-Sized Errors In Levitus Et Al.

Can We Tell If The Oceans Are Warming

Und damit können wir hinsichtlich der Zweckdienlichkeit von ARGO folgern: ja, sie sind vermutlich geeignet – aber nur, wenn auf ARGO basierende Studien auch korrekt die Fehlerbalken der ,rigorosen, wenngleich umfassenden räumlichen Verteilung‘ darstellen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/01/16/argo-fit-for-purpose/

Übersetzt von Chris Frey EIKE