COP24: Klima­gipfel enthüllt die versteckte Agenda

Nimmt man dieses Glossar genauer unter die Lupe, sagt es uns viel darüber, was in Wirklichkeit vor sich geht. Zunächst: Es gibt nicht ein einziges Wort in der Liste, bei dem es um Klima oder Klimawandel geht. Nennt man also diese Veranstaltung Klimagipfel, ist das lediglich ein semantisches Tarnmanöver. Diese Herrschaften kreieren eine neue Weltordnung. Das primäre Interesse liegt dabei auf der Frage, wie sich die Welt verändern lässt und wer das bezahlen wird.

Tatsächlich bezieht sich die größte Gruppe der Termini auf die verschiedenen politischen Allianzen auf dem Design-Tablett der neuen Ordnung. Es gibt 12 derartige Gruppen plus den Terminus „Verhandlungs-Gruppe“ selbst. Hierzu zählen Länder, die den Eindruck haben, dass sie genügend gemeinsame Interessen haben, um sich zusammen zu tun. Folglich beziehen sich ganze 41% der fachspezifischen Termini auf Interessengruppen.

Die bei Weitem größte Verhandlungsgruppe ist bezeichnet mit G77 + China. Trotz der alten Bezeichnung umfasst diese Gruppe 134 Mitgliedsländer. Ich habe keine Ahnung, warum China extra erwähnt wird, außer dass dieses Land das vielleicht mächtigste Mitglied ist. Dies sind die Länder, die vermutlich gewaltig von der neuen Weltordnung profitieren dürften, weil dessen zentraler Bestandteil üppige, niemals versiegende Zahlungen der so genannten entwickelten Länder an Entwicklungsländer sind (ich sage ,so genannt‘, weil die USA sich immer noch entwickeln).

Afrika hat seine eigene Gruppe, steht sie doch dafür, mehr Geld pro Kopf zu machen als jede andere Region. Die USA sind Teil einer Gruppe mit der irgendwie harmlose Bezeichnung „Regenschirm-Gruppe“. Diese Gruppe umfasst viele entwickelte Länder außerhalb der EU, die eine Gruppe für sich bilden. Der Brexit scheint hier noch nicht angekommen zu sein, ist er doch nicht separat von der EU aufgeführt.

Die bekennenden Sozialisten der westlichen Hemisphäre haben sogar ihre eigene Gruppe der 11, was nur noch mehr unterstreicht, dass es bei diesem Katowice-Geschehen ausschließlich um eine neue Weltordnung geht und nicht um Klimawandel. Man vergesse nicht, dass diese Sozialisten bei Weitem nicht die einzigen Anti-Kapitalisten am Tisch sind.

Die nächstgrößere Wörtergruppe enthält 5 Termini bzgl. Wohlstands-Umverteilung. Die Definition sagt im Einzelnen, dass dies ein „zentrales Element“ der neuen Weltordnung ist (was sie „internationale Zusammenarbeit“ nennen).

Einer dieser Termini ist „Klima-Finanzierung“ [climate finance], aber es geht keineswegs darum, Klima zu finanzieren, was auch immer das bedeuten mag. Es geht darum, dass die entwickelten Länder für alles und jedes zahlen, was Entwicklungsländer im Namen des vermeintlich vom Menschen verursachten Klimawandels tun oder zumindest sich daran anpassen. Jährliche Zahlungen von 100 Milliarden Dollar sollen im Jahre 2020 anfangen, können aber danach noch deutlich steigen, falls Entwicklungsländer beschließen, noch mehr zu tun, was sie zweifellos auch tun werden. Je mehr sie tun, umso mehr Geld bekommen sie.

Aber diese 100 Milliarden Dollar pro Jahr sind ganz und gar nicht die große Transaktion, wenn es um Zahlungen geht. Jene Ehre gebührt etwas, dass „Verlust und Schäden“ genannt wird. Hierbei handelt es sich im Grunde um alle Schäden durch Klimawandel, was allerdings durchweg nur schlechtes Wetter ist. Jeder Hurrikan, jede Dürre, jedes Buschfeuer, Schneestürme und Überschwemmungen werden jetzt kurzerhand dem vom Menschen verursachten Klimawandel zugeordnet – und nicht zu vergessen den Anstieg des Meeresspiegels.

Das Paris-Abkommen räumt Verluste und Schäden ein, hört aber kurz davor auf, von den entwickelten Ländern zu fordern, dafür aufzukommen. Dass sie in der Tat zahlen werden ist mit Sicherheit Bestandteil der Agenda der neuen Ordnung. Die vorsichtige, von den UN ausgegebene Zahl sind 400 Milliarden Dollar pro Jahr, aber es können leicht noch viel mehr sein. Es gibt viel schlechtes Wetter auf der Welt.

Eines der heimtückischeren Termini bzgl. Wohlstands-Umverteilung ist der „Technologie-Transfer“. In den USA ist dieser Terminus allgemein gebräuchlich, wenn es um die Lizenzierung neuer Technologien für Unternehmen geht, welche dann vom Labor aus um sich greifen. In Katowice bedeutet dieser Terminus etwas vollkommen Anderes, einschließlich des Verbots [unlicensing] von Technologien.

Der dahinter stehende Gedanke ist, dass Patente haltende Unternehmen auf diese verzichten, um es den Entwicklungsländern zu erlauben, das patentierte Zeug kostenfrei selbst herzustellen. Es kann sogar bedeuten, dass diese Unternehmen Herstellungs-Kapazitäten errichten und die Arbeiter anlernen, ebenfalls kostenlos. Ich übertreibe nicht.

Dann gibt es in dem Glossar verschiedene bedeutende Wörter, die sich auf andere Aspekte der neuen Weltordnung beziehen, ebenso wie auf spezielle Maßnahmen, die auf dem Weg dorthin ergriffen werden müssen. Führend hierbei sind die „national festgelegten Beiträge“ (NDCs). Darunter ist das zu verstehen, was jedes Land zu tun versprochen hat.

Die NDCs sind definiert als „Klimaziele“, aber natürlich zielen sie nicht auf Klima ab. Sie sind vielmehr Eckpunkte auf dem Weg zu der neuen Weltordnung. Wie bei fast allen Begriffen auf diesem UN-Gipfel ist „Klima“ ein Codewort. Die NDCs sollen alle fünf Jahre erneuert werden, darunter auch 2020, und damit ist dies ein weiterer Baustein auf der versteckten Agenda von Katowice.

Kurz gesagt, was in Katowice auf dem Tisch liegt, ist der Weg zu einer neuen Weltordnung im Namen des Kampfes gegen einen vermeintlich vom Menschen verursachten Klimawandel. Eines der zentralen Elemente darin ist eine riesige Umverteilung von Wohlstand aus entwickelten Ländern wie den USA hin zu Entwicklungsländern.

Das ist etwas, was die UN schon immer tun wollten, und die Klima-Angst ist ihr großer Trumpf dabei, zumindest glauben sie das. Zehntausende nationale Unterhändler aus der ganzen Welt arbeiten in Polen hart daran.

Die Sprache ist absichtlich betrügerisch, aber wenn man sie erst einmal verstanden hat, wird alles ziemlich klar. Das ist die Eigenart von Sprache.

Link: http://www.cfact.org/2018/12/04/cop-24-climate-summit-language-reveals-hidden-agenda/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wissen­schaftler reagieren auf den Hype-Alarm im jüngsten natio­nalen Klima-Zustands­bericht

Der Astronom und Populär-Wissenschaftler Carl Sagan sagte: „Außerordentliche Behauptungen erfordern außerordentliche Beweise“. Allerdings ignorierten die Mainstream-Medien diesen klugen Ratschlag in ihrem atemlosen Bemühen, die apokalyptischen Projektionen im NCA 4 sofort zu veröffentlichen. Wie üblich plapperten die Mainstream-Medien die alarmierendsten Behauptungen nach, welche in der Summary und dem Overview des Reports aufgestellt worden sind. Ein Beispiel: Die Schlagzeile des Nachrichtenkanals CNN vom 26. November bzgl. des Reports lautete: „Klimawandel lässt die US-Wirtschaft schrumpfen und wird Tausende töten, warnt ein Report der Regierung“. Es ist unglaublich, aber die Medien ignorierten schlicht und ergreifend die Tatsache, dass Daten im Inneren des Reports den Katastrophen-Behauptungen bzgl. Hurrikanen, Dürren und Buschfeuern widersprechen. In der Analyse des NCA 4-Entwurfs seitens des Heartland Institute, veröffentlicht unter dem Titel [frei übersetzt] „Bewertung des NCA 4-Entwurfs“ wird belegt, dass Daten ignoriert, fragwürdige Verfahren durchgeführt und Szenarien oftmals auf absurden Hypothesen beruhend aufgestellt wurden, was zu nachweislich falschen Beschreibungen des gegenwärtigen Klimazustandes der Erde führte ebenso wie zu ängstigenden Prophezeiungen für die Zukunft. Im finalen NCA 4 wurden diese apokalyptischen Prophezeiungen mit Steroiden aufgeblasen.

Statt meiner persönlichen Kritik am NCA 4 möchte ich in diesem Beitrag Wissenschaftler zu Wort kommen lassen, welche der Katastrophen-Kakophonie im NCA 4 nicht zustimmen. Zunächst hier das Votum von Jay Lehr, dem Wissenschafts-Direktor am Heartland Institute:

Ich habe noch nie derartig offensichtlich absurde Schlussfolgerungen gesehen, welche vollkommen aus mathematischen Modellen stammen, die nur eine begrenzte Anzahl von Variablen berechnen. Natürlich dient diese schäbige Wissenschaft seitens von Obama ernannten Bürokraten ihrem wirklichen Zweck: Erzeugung eines vorbestimmten politischen Ergebnisses, mittels welchem den UN mehr Macht und Geld zugespielt wird.

Die physikalischen Beweise zeigen eindeutig, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels nicht beschleunigt. Häufigkeit und Stärke von Hurrikanen sind seit Jahren rückläufig und nehmen nicht zu. Gleiches gilt für Tornados, Überschwemmungen und Waldbrände. Tatsächlich gibt es keinen einzigen Beweis dafür, dass eine weitere Zunahme von Kohlendioxid-Emissionen irgendwelche nachteiligen Auswirkungen auf den Planeten oder dessen Temperatur haben werden.

Dieser Report ist eine wissenschaftliche Blamage ohnegleichen.

In einem Interview mit mir für einen demnächst erscheinenden Beitrag in Environment & Climate News sagte Prof. David Legates, PhD. von der University of Delaware und ehemaliger staatlicher Klimatologe von Delaware:

Die Obama-Regierung ordnete den Gebrauch der extremen Szenarien an, damit die Auswirkung auf die breite Masse substantiell ist. Hier geht es nicht um Wissenschaft … falls das so wäre, würde es Diskussionen ob des einen oder anderen Szenarios geben sowie über die Unsicherheiten im Klimasystem und in den Modelle, welche diese Szenarien beschreiben. Dass selbst der IPCC-Report mit seinen globalen Bemühungen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen weitaus zahmer daherkommt als der NCA zeigt das Ausmaß, bis zu welchem Grad dieser Report selbst von der Aktivisten-Wissenschaft des IPCC abweicht. Man hat die schlimmstmöglichen Szenarien beschworen und so getan, als ob diese der erwarteten Norm entsprechen. Klimawissenschaft in diesem Lande ist mausetot.

Prof. Roger Pielke Jr., PhD. Von der University of Boulder nannte den Report „empörend“ und schrieb dazu eine Reihe von Tweets:

Wie kommt es, dass der NCA 4 2018 die Trends von auf das US-Festland übertretenden Hurrikanen nicht erwähnt oder übersehen hat, obwohl dieser Umstand doch in einem US-Klimabericht ziemlich bedeutsam sein dürfte?

Der Report ignorierte sogar einen seiner eigenen Experten-Begutachter, welcher geschrieben hatte: ,Die Daten des National Hurricane Centers bis zurück zum 19. Jahrhundert zeigen eindeutig einen Rückgang der dekadischen Rate von auf das US-Festland übertretenden Hurrikanen seit den 1960-ger Jahren … stattdessen dreht und wendet man alles zu diesem Thema so, dass es wie steigende Trends und mehr Zyklone klingt‘.

Halten wir fest, dass Hurrikane in diesem Report lang und breit diskutiert werden, und jeder diskutierte Hurrikan ist ein – auf das Festland übertretender Sturm. Das Ignorieren der Trenddaten von auf das Festland übertretenden Hurrikanen im NCA ist bemerkenswert. Glaubte man etwa, dass niemand das bemerken würde?

Hinsichtlich der Extrem-Szenarien in dem Report schrieb Pielke:

Folgende Quelle liegt der Schlagzeilen-Schlussfolgerung des NCA bzgl. eines Rückgangs des US-BIP um 10% zugrunde: Diese Zahl ist abgeleitet aus einer von Tom Steyer finanzierten Studie (Steyer ist ein milliardenschwerer Geldgeber der Demokraten und außerdem Klima-Aktivist). Der Temperaturanstieg um 8°C ist doppelt so hoch wie der anderswo im Report genannte Extremwert. (Der alleinige ,Editor‘ dieser Behauptung war ein Absolvent des Center for American Progress, welches ebenfalls von Tom Steyer finanziert wird).

Patrick J. Michaels, PhD., Direktor des Center for the Study of Science am Cato Institute schrieb eine ausführliche Kritik des NCA 4. Unter Anderem fand er heraus:

Der Entwurf des vierten „National Assessment“ (NA4) bzgl. Auswirkungen des Klimawandels ist systematisch fehlerhaft und erfordert eine vollständige Überarbeitung. NA4 zieht ein falsches Ensemble von Modellen heran, welche auf dramatische Weise die Erwärmung der unteren Troposphäre übertreiben mit sogar noch größeren Fehlern bzgl. der oberen tropischen Troposphäre.

Der vierte Nationale Zustandsbericht setzt die Tradition fort, welche durch die ersten drei etabliert worden ist. Im Ersten Nationalen Zustandsbericht (2000) wurden Modelle herangezogen, die schlechter waren als eine Tabelle mit Zufallszahlen, wenn man sie auf gleitende Mittel über zehn Jahre anwendet.

Im Vierten Nationalen Zustandsbericht werden die gleichen Modelle bemüht. Daraus folgt, dass falls diese Modelle wirklich auf signifikante Weise systematisch falsch sind, es unsachgemäß ist, diese für Projektionen der Auswirkungen des Klimawandels heranzuziehen, die sie prophezeien.

Es ist vielleicht unmöglich, die Ursachen dieser prophezeiten Super-Erwärmung zu ergründen, aber dessen Auswirkungen sind vielfältig. Falls diese Probleme nicht korrigiert werden können … sollte NA4 aus diesen und anderen Gründen in die Tonne getreten werden.

Dies ist lediglich eine Zusammenstellung von Kritiken am NCA4 seitens Klimaforschern, von denen ich noch viel mehr hätte befragen können. Interessenten können weitere wissenschaftliche Einschätzungen des Reports und der Politik dahinter bekommen, wie dieser Report entwickelt und von anderen Wissenschaftlern vorgestellt worden ist, und zwar bei den hier genannten Links:

Quellen: Fourth National Climate Assessment; CNN; The Heartland Institute; The Heartland Institute; Climate Depot; The Heartland Institute; Arizona Daily Independent;

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/scientists-respond-to-the-hype-alarm-in-the-recent-national-climate-assessment

Übersetzt von Chris Frey EIKE




UN-Klima­gipfel: Es wird mehr CO2 emittiert als von 8200 amerika­nischen Haus­halten in einem Jahr

Der UN-Klimagipfel wird in diesem Jahr einen Kohlenstoff-Fußabdruck hinterlassen, welcher äquivalent ist zum jährlichen Stromverbrauch in über 8200 amerikanischen Haushalten. Dies geht aus den eigenen Zahlen des internationalen Gremiums hervor.

Die Schätzungen der UN belaufen sich auf 55.000 metrische Tonnen Kohlendioxid, die allen der Gipfel emittieren wird – also genau das Treibhausgas, welches sich in der Atmosphäre anzureichern die UN zu verhindern bestrebt sind.

Auf der Grundlage von Zahlen der US-Umweltagentur EPA ist das äquivalent zu über 11.700 Autos, die ein Jahr lang fahren, oder 728 Tanklastzüge mit Benzin. Jene Menge CO2 ist außerdem gleich der Menge aus 8243 US-Haushalten über ein ganzes Jahr.

Allerdings ist das noch eine sehr niedrige Schätzung, weil nur die Emissionen der Konferenz selbst erfasst sind und nicht die Emissionen im Zusammenhang mit den Tausenden Menschen, welche zu dem Treffen nach Katowice geflogen sind. Mehr als nur ein paar Wenige, darunter Prominente, sind wahrscheinlich in ihren Privatjets angereist.

Bezieht man diese Emissionen noch mit ein, ist der Kohlenstoff-Fußabdruck von COP24 wahrscheinlich noch sehr viel höher, jedenfalls dem Umwelt-Ökonom Richard Tol zufolge. (Ein Beitrag mit dem Titel [übersetzt] „UN eröffnet den Klimagipfel mit einer alarmistischen Botschaft: Handelt jetzt oder riskiert den Untergang der Zivilisation“ steht hier).

„Der Ausstoß ist vermutlich viel höher als normal, erfordert doch die Reise nach Katowice viele Zwischenstopps für jeden, der von außerhalb Europas anreist“, sagte Tol.

Der hohe Kohlenstoff-Fußabdruck ist nichts anderes als ein weiterer Beitrag zum scheinheiligen Image der UN. Tatsächlich ist ein ehemaliger UN-Umweltdirektor im November zum Rücktritt gezwungen worden wegen seiner extensiven und kostspieligen Reiserei, während er gleichzeitig die Welt dringend aufforderte, die Emissionen zu reduzieren, um es mit der globalen Erwärmung aufnehmen zu können.

UN-Funktionäre brachten die vergangenen Monate damit zu, COP24 als eine der letzten Chancen aufzubauschen, welche die Menschheit noch hat, um eine katastrophale globale Erwärmung zu vermeiden. Ein im Oktober veröffentlichter UN-Report empfahl, dass bis zum Ende des Jahrhunderts eine Kohlenstoff-Steuer von 27.000 Dollar pro Tonne erforderlich sein könnte, um die Erwärmung zu bekämpfen.

Tol schätzte die Kosten von COP24 außerdem auf 130 Millionen Dollar, aber er betrachtet das als eine Unterschätzung, weil ganze neue Einrichtungen geschaffen werden mussten, im Grunde eine Stadt, um Zehntausende Menschen unterbringen zu können.

„Katowice hat 300.000 Einwohner – bevor man die neue Stadt errichtet hat“, teilte Tol per E-Mail mit.

Über 30.000 Teilnehmer werden bei COP24 erwartet. 60 Tage lang werden UN-Funktionäre, Diplomaten, Umweltaktivisten und Journalisten Strom und Treibstoff fressen, um Tausende Quadratmeter vorübergehender Strukturen zu erhalten, welche eingerichtet wurden, um die Teilnehmer unterzubringen.

Ziel des Gipfels ist es, die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens voranzubringen. Der britische Historiker und Fernsehjournalist Sir David Attenborough eröffnete den Gipfel mit düsteren Prophezeiungen einer Katastrophe, falls nichts getan wird, um die globale Erwärmung aufzuhalten.

Allerdings hat Attenborough zweifellos wie Tausende andere Massen von Kohlendioxid ausgestoßen auf seinem Weg nach Katowice. Die Stadt liegt im Zentrum des polnischen Kohlereviers.

Die UN wurden schon lange für die hohen Kohlenstoff-Fußabdrücke und Kosten ihrer Treffen kritisiert (hier). Der UN-Klimagipfel 2015 führte wahrscheinlich zum Ausstoß von 300.000 Tonnen CO2, zumeist durch den damit zusammenhängenden Luftverkehr. Um diesem scheinheiligen Image zu begegnen, haben die UN damit begonnen, die Emissionen auszugleichen mittels dem Sponsern von Aufforstungs-Projekten. Für COP24 werden die UN der Waldagentur des polnischen Staates 6 Millionen Bäume zur Verfügung stellen. Der „Ausgleich“ von Kohlenstoff ist jedoch in gewisser Weise kontrovers, weil es damit den Menschen erlaubt wird, für theoretische Emissions-Reduktionen zu zahlen, indem Grüne-Energie-Projekte finanziert werden.

Die U.N. bietet COP24-Teilnehmern auch Gratis-Gutscheine an, um einen Ausgleich für nicht-konferenzbezogene Emissionen zu kaufen. Dies kann Flugreisen beinhalten, die auf der Berechnung der Gipfelemissionen durch die U.N. basieren. „Viele werden das auf ihre Spesenrechnung setzen, also ist dies eine billige Tugend“, sagte Tol.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/12/04/un-climate-summit-to-emit-more-co2-than-8200-american-homes-do-in-a-year/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Technische Vermüllung ja, wenn zur Energie­sicherheit notwendig

Ein neues Kraftwerk nur für Notfälle

Titelt die „Marbacher Zeitung“ und beschreibt, dass in Württemberg bereits die Ausschreibungsplanung für große Notfallkraftwerke läuft.
Marbacher Zeitung, 13. Noveber 2018: [1] Ein neues Kraftwerk nur für Notfälle
Allerdings ist dieses – in Summe sollen es vier werden – noch gar nicht zur Energieversorgung gedacht, sondern zur Lieferung von Regelleistung:
Marbacher Zeitung, 13. November 2018: [1] „Es soll nur im Notfall stundenweise eingesetzt werden, wenn andere Anlagen ausfallen und die Netzstabilität gefährdet ist“
Aber schon dafür kosten die vier geplanten Notfallkraftwerke schlappe 1,2 Milliarden EUR.

Wie von allen, sich mit Strom auch nur ein bisschen Auskennenden vorhergesagt, werden diese nun Teil der inzwischen parallel zum EEG aufzubauenden, zusätzlichen Energie-Infrastruktur, weil die bewährte bestehende, alleine aus ideologischen Gründen zwangsabgeschaltet wird und die EEG Versorgungs-Infrastruktur bekanntermaßen keinen zuverlässigen Strom liefern kann:
Marbacher Zeitung: [1] Die Zeit drängt für die Energie Baden-Württemberg (EnBW). Im Jahr 2022 werden die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet. Um das Stromnetz zu sichern, will die EnBW im Marbacher Energie- und Technologiepark im selben Jahr für mehr als 100 Millionen Euro ein Netzstabilitätskraftwerk bauen. Den Zuschlag dafür soll im April 2019 der Netzbetreiber TransnetBW geben. Die Bundesnetzagentur hat für den Bau für wahrscheinlich vier Anlagen in Süddeutschland insgesamt 1,2 Gigawatt freigegeben.

Den Bürgern muss man ja nicht die Wirklichkeit sagen

Marbacher Zeitung: [1] Jörg Busse, Sprecher der EnBW. Hintergrund ist die Energiewende. Immer mehr Strom wird aus Wind und Sonne hergestellt – aber nicht genug, um das Netz stabil zu halten.
Was der EnBW-Sprecher (wohl bewusst) verschweigt: Der EEG-Zappelstrom kann auch bei beliebigem Ausbau das Netz nicht stabil halten und schon gar nicht so etwas wie eine Grundlast liefern. Da ausreichende Speicherkapazitäten nicht in Sicht sind, werden solche Regelkraftwerke nun in großem Umfang erforderlich – und werden es auch bleiben. Die Marbacher Stadtverwaltung tut allerdings so, als würde sie an das Märchen einer Übergangslösung glauben. Das muss sie, denn sonst wäre sie gezwungen, den Beginn des Scheiterns der Energiewende eingestehen zu müssen:
Marbacher Zeitung: [1] Die Marbacher Stadtverwaltung steht hinter den Plänen der EnBW. „Wir wollen die Energiewende“, sagt Gerhard Heim, Erster Beigeordneter. Wenn dieses Ziel erreicht werden soll, brauche es Lösungen für die Übergänge … „Das Kraftwerk wird nur in absoluten Notfällen eingesetzt, und es dient nur der Netzstabilität, nicht der Stromproduktion.“

Wenn Not am Mann ist, darf man sogar in einem GRÜNEN Bundesland Strom mit Öl erzeugen

Steht nicht das Märchen im Raum, der zusätzlich benötigte Strom komme nur aus Gas (natürlich vorwiegend „nachhaltiges“) oder Akkuspeichern [3]? Nichts von dem als „sicher“ Versprochenen kann bisher wirklich umgesetzt werden. Weder kann man es technisch, noch aus finanziellen Gründen:
Marbacher Zeitung: [1]Gas statt Öl scheide als Brennstoff im Energie- und Technologiepark aus, so Heim: „Es ist keine leistungsfähige Leitung vorhanden.“ Es ergebe großen Sinn, die neue Anlage an die bestehende Struktur anzuschließen. „Es gibt dort einen Bebauungsplan – das dürfte an nicht vielen anderen Standorten der Fall sein.“ Im Flächennutzungsplan für das Industrie- und Gewerbegebiet sei der Grünbereich direkt am Neckar als Sonderfläche für die Kraftwerkserweiterung vorgesehen. Im Hinblick auf die Endlichkeit von Erdöl sagt Heim: „Man darf nicht vergessen, es ist nur eine Übergangslösung, bis das Stromnetz versorgungssicher läuft.“

Technische Vermüllung macht nichts, wenn es GRÜN abgesegnet wurde

So langsam fällt manchem NGO seine jahrelang mitgetragene Ideologie selbst auf den Kopf. Während die „Elite“ die Schönheit von EEG-Naturenergieparks in höchsten Tönen preißt:
EIKE 26.03.2017: Wie geil ist das denn, wir können Energie erzeugen, ohne die Landschaft kaputt zu machen
finden es andere, wenn es vor ihrer Haustüre passiert, gar nicht mehr so geil:
Marbacher Zeitung: [1]„Äußerst kritisch“, will Claus-Peter Hutter, Präsident der Organisation Nature Life, das weitere Genehmigungsverfahren begleiten. Die Nachricht sei für ihn neu, er müsse sich erst noch mehr Informationen einholen, doch übersteige etwa ein zweiter, 90 Meter hoher Schornstein, neben dem 160 Meter hohen bestehenden des alten Kraftwerks seiner Meinung nach ebenso die Belastungen durch die „technische Vermüllung in einem der schönsten Abschnitte des Neckars“ wie weitere Stromleitungen. „Hier tragen wir mit zahlreichen Maststrängen sowieso schon eine sehr große Last – während man sich in Bayern schon gegen Stromleitungen erfolgreich zur Wehr setzt.“
Allerdings lässt sich das ja leicht lösen. Wie sagte es doch der neue, Bayerische Umweltminister sinngemäß: [3] Man muss den Bürgern lediglich schon im Kindergarten beibringen, dass eine EEG-Infrastruktur mit wälderzerstörenden Windprks (in Deutschland) wie die Bäume zur Landschaft gehört, dann glauben die das auch ihr ganzes Leben lang.

Autofahren darf der Bürger bei Emissionen nicht (mehr). An die Versorgung traut sich GRÜN noch nicht heran

Marbacher Zeitung: [1]Keine Einwände gegen das Vorhaben hat das Umweltministerium des Landes. „Für uns wiegt die Versorgungssicherheit schwerer als mögliche Immissionen“ …
Auch der Redakteur scheint keine Einwände zu haben – es eher sogar zu begrüßen:
Marbacher Zeitung: [1]Rein optisch wird das Kraftwerk am Neckarufer keinen Schönheitspreis gewinnen, es dient aber der Umwelt. Denn die Energiewende, die Deutschland unabhängig von fossilen Brennstoffen machen muss, braucht Übergangslösungen, die Hand und Fuß haben.

Deutsche Geschichte neigt zum Hamsterrad

Das mit dem „Hand und Fuß“ hätte der Redakteur gerade nicht als Argument bringen sollen (allerdings gibt es alternativ ja keine technisch vernünftigen dafür).
Dieser Vorgang ist nämlich geradezu ein „Conterganbeispiel“ [4] [5]. In Deutschland benötigte es damals mehrere Tausend Fälle, bis Verantwortliche die teils drastischen, bis tödlichen Fehlbildungen als „ungewöhnlich“ akzeptierten und nach der Ursache suchten. Als sie entdeckt war (und vom Verursacher vehement abgestritten wurde), mussten die Betroffenen selbst um Entschädigung prozessieren. Im Ausland wurde das Mittel wegen Bedenken teils gar nicht zugelassen (USA), beziehungsweise es reichten wenige Fälle zum Verbot.

List man die Leidensgeschichten darüber [4] [5] und tauscht den Namen des Arzneimittels gegen das Deutsche EEG aus, lässt sich diese Geschichte in Zwanzig Jahren bestimmt fast ähnlich schreiben. Vor allem unter einem Gesichtspunkt: Kein Verantwortlicher wird wirklich zur Rechenschaft gezogen.

Der Autor dankt „ruhrkultour“ für die Information zum Thema:
ruhrkultour, 2. Dezember 2018: [2] Ein Öl-Kraftwerk für Erneuerbare Energien

Quellen

[1] Marbacher Zeitung, 13. November 2018: Ein neues Kraftwerk nur für Notfälle

[2] ruhrkultour, 2. Dezember 2018: Ein Öl-Kraftwerk für Erneuerbare Energien

[3] EIKE 30. November 2018: Energiekompetenz in Bayern: Sonne und Wind stellen keine Rechnung

[4] WIKIPEDIA: Contergan-Skandal
[5] BCG: Kurzdarstellung des Conterganskandals




Forschungen für jüngsten US-Klima­report ist von zwei wesentlichen Spendern der Demo­kraten finanziert

Die [US-]Bundesregierung veröffentlichte eine zweite Ausgabe des National Climate Assessment (NCA). In dem Report werden düstere Warnungen ausgestoßen, darunter vor „einem beschleunigten Meeresspiegel-Anstieg durch schmelzendes Eis, was küstennahe Gebiete tausende Jahre lang schwer betreffen wird“.

Außerdem behauptet der Report, dass „globale Treibhausgas-Emissionen die US-Wirtschaft in diesem Jahrhundert substantiell schädigen werden“, einschließlich eines Rückgangs des nationalen BIP um 10% bei einem extremen Szenario.

Allerdings stammt diese düstere 10%-Prophezeiung aus einer Studie aus dem Jahr 2017, welche unterstützt worden ist von Wohltätigkeits-Stiftungen, gegründet von zwei Haupt-Geldgebern der Demokraten. Die Studie wurde auch von anderen Organisationen mitfinanziert, darunter der National Science Foundation, dem U.S. Department of Energy und dem Skoll Global Threats Fund.

Jene im Journal Science veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2017 wurde teils von Bloomberg Philantropies, teils von Next Generation finanziert, gegründet jeweils vom ehemaligen Bürgermeister von New York Michael Bloomberg und dem in San Francisco ansässigen Milliardär Tom Steyer.

Der Professor an der University von Colorado Roger Pielke Jr. wies auf die Probleme der Studie hin, einschließlich der Tatsache, dass sie von Gruppen finanziert wurde mit Verbindung zu Bloomberg und Steyer:

Das ist die Quelle der ganz oben stehenden Schlussfolgerung des US National Climate Assessment von 10% Einbuße beim US-BIP.

Sie stammt aus einer von Tom Steyer et al. finanzierten Studie.

Die Temperaturzunahme um rund 8°C ist 2 mal der extremste Wert, der anderswo in dem Report genannt wird (95th percentile of RCP 8.5) pic.twitter.com/KkZjGDVt0D

Roger Pielke Jr. (@RogerPielkeJr) 24. November 2018

Dem Center for Responsive Politics zufolge waren Bloomberg und Steyer die Haupt-Geldgeber der mit den Demokraten verbundenen Aktivisten-Gruppen (political action groups PAC) im Wahlzyklus 2016. Bloomberg, der Gründer von Bloomberg Philantropies, übergab den linken Super-PACs fast 60 Millionen Dollar, um Kandidaten der Demokraten an die Macht zu verhelfen und die Republikaner zu schlagen.

Steyer, der Gründer von Next Generation, übergab diesen Gruppen rund 58,7 Millionen Dollar. Bloomberg und Steyer stehen hinter dem Pariser Klima-Abkommen und der Politik der Obama-Ära, von fossilen Treibstoffen loszukommen.

Die von Bloomberg und Steyer finanzierte Studie wollte ergeben haben, dass „rund 1,2% des BIP (pro zusätzlichem Grad Celsius Erwärmung) im Mittel vernichtet werden könnte“. Am extremsten Ende steht, dass das BIP bis zum Jahr 2100 um 10% schrumpfen könnte.

Pielke nannte die Angabe derartig extremer Szenarien „empörend“, weil es auf einer Zukunft basiere, in der es rund 8°C wärmer ist – mit anderen Worten, was doppelt so hoch ist wie den UN-Angaben unter den extremsten Szenarien.

Aber selbst das schlimmste, von den UN genannten Szenario mit der Bezeichnung RCP8.5 wird von Experten in Zweifel gezogen (hier). Eine im Jahre 2017 veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass jenes Szenario „extrem unwahrscheinlich“ ist, weil es auf „systematischen Fehlern der Aussichten bzgl. der Erzeugung fossiler Treibstoffe“ beruht.

„Man stelle sich vor, von Exxon finanzierte Forschungen sind die einzige Grundlage für derartige Behauptungen. Angesichts der Schwächen der Arbeit ist es einfach eine Narretei, sich so stark darauf zu berufen“, twitterte Pielke.

Große Medienportale jedoch haben keinerlei Recherchen bzgl. der Abhängigkeit der NCA von solchen „haarsträubenden“ Behauptungen durchgeführt, wie Pielke es nannte.

2/2 Sollte eine solche haarsträubende Ausreißer-Schlussfolgerung nicht Eingang finden in das Begutachtungs-Verfahren? Es ist nicht gut, dass der einzige Begutachter dieses Kapitels ein Ehemaliger im Center for American Progress war … welches von Tom Steyer finanziert wird.

Wäre der Interessenkonflikt auch nur rudimentär beachtet worden, hätte man dies vermeiden können –

Roger Pielke Jr. (@RogerPielkeJr) 24. November 2018

CNN berichtete: „Die Wirtschaft könnte hunderte Milliarden Dollar verlieren – oder im schlimmsten Falle über 10% des BIP“ bis zum Jahr 2100. Die Schlagzeile dieses Nachrichten-Portals warnte auch vor „Tausenden Toten“ infolge einer zukünftigen Erwärmung.

„Alles in allem könnte dem Report zufolge der Klimawandel bis zu einem Zehntel Prozent des BIP vernichten, das ist mehr als doppelt so viel wie die Verluste während der Großen Rezession vor einem Jahrzehnt“, schrieb die New York Times.

Andrew Light, ein renommiertes leitendes Mitglied des World Resources Institute und Begutachter des Kapitels, in welchem die Bloomberg-Steyer-Studie auf den Schild gehoben worden war, hat auf eine Anfrage der Daily Caller News Foundation bisher nicht geantwortet.

Stattdessen leitete Light die Anfrage der Daily Caller News Foundation weiter an das US-Global Change Research Program, welches verantwortlich zeichnet für die NCA. Die Funktionäre dieses Programms haben ebenfalls noch nicht geantwortet.

In die NCA fanden Dokumente von 13 Regierungs-Agenturen und auswärtiger Wissenschaftler Eingang.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/11/29/research-from-latest-us-climate-report-tied-to-2-major-democratic-donors/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Was es mit diesem „Report“ auf sich hat, steht in deutscher Übersetzung bereits hier (unten).