Warum Kanada eine Kohlenstoff-Belohnung braucht und nicht eine „Kohlenstoff-Steuer“ für den Verbrauch fossiler Treibstoffe

Die Gründe sind einfach zu erklären:

Kanada erhebt wie viele andere Länder Steuern von Verbrauchern von Benzin, Diesel, Kerosin, Erdgas und andere Kohlenwasserstoff-Treibstoffe. Alle diese „Steuern“ summieren sich zu etwa der Hälfte aller Kosten an der Benzinpumpe. Die einfache Tatsache ist aber, dass es bereits zahlreiche direkte und indirekte Pflichten und Verbrauchssteuern gibt (einschließlich von Steuern auf Steuern) für Treibstoffe aller Art, vor allem Benzin, Diesel und Erdgas.

In den westlichen Provinzen (vor allem Alberta und British Columbia) verfügt Kanada über kohlehaltige Treibstoff-Ressourcen (Teersände, Öl und Erdgas), welche es mühelos aufnehmen können mit den größten anderen bekannten „fossilen“ Kohlenwasserstoff-Lagerstätten der Welt (z. B. Venezuela und Länder im Nahen Osten).

Kanada exportiert Rohöl (begrenzt durch die Infrastruktur) und andere Derivate so schnell wie möglich. Tatsächlich werden diese Ressourcen häufig zu stark ermäßigten Preisen verkauft im Vergleich zu den Referenzpreisen von West Texas Intermediate und Brent-Rohöl.

● Die meisten Landgebiete Kanadas liegen nördlich des 49. Breitengrades und sind lange Zeit kalt und gefroren. Daran ändern auch ein paar heiße Tage im Sommer in den Prärien nichts.

● Während sie versucht, Kohlenstoff-Ressourcen auf die internationalen Märkte zu bringen, belegt die kanadische Regierung innerhalb des Landes (mittels einer „KOHLENSTOFF-STEUER“) heimische Verbraucher von Erdgas und Öl-Derivaten (wie Benzin oder Diesel) mit Verbrauchs-Restriktionen.

● Diese ganze KOHLENSTOFF-STEUER ist nichts weiter als ein riesiger „Rettet-die-Welt-vor-der-globalen-Erwärmung“-Schwindel. In Wirklichkeit ist sie nichts anderes als eine Steuer auf eine andere Steuer – und so weiter.

Außerdem wird weder dieser Globus noch das „Klima“ Kanadas durch eine solche „Besteuerung“ beeinflusst werden – nirgendwo. Im besten Falle handelt es sich um Wunschdenken.

1. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass Kohlendioxid irgendeinen Einfluss auf das globale Klima hat.

2. Das heißt nicht, dass die menschlichen Zivilisationen das „Klima“ lokal beeinflussen können.

3. Jene Auswirkungen sind jedoch Änderungen des Wasser-Abflusses und der Verdunstung geschuldet, wie es seit Jahrhunderten der Fall ist.

4. „Energiewandel-Pläne“, wie sie in Deutschland von vielen Politikern und NGOs hinaus posaunt werden, zeigen fehlendes Verständnis der Größenordnung von Energie, sowohl hinsichtlich Verbrauch als auch der Verfügbarkeit durch „alternative“ Quellen.

5. „Elektrofahrzeuge“ mögen an einem schönen Frühlingstag in Kalifornien sinnvoll sein. Jedoch sind sie vollkommen nutzlos in einer eisigen winterlichen Umgebung in Kanada. Das Scheitern des BONJOUR-Projektes (hier) zeigt das nachdrücklich.

6. „Klima-Krieger“ wie Greta und deren Gefolgschaft sind totale Heuchler, verbrauchen sie doch mehr nicht-alternative (d. h. auf fossiler Grundlage beruhende) Treibstoffe als die meisten durchschnittlichen Verbraucher.

7. Die „umweltfreundlichste“ Art, große Mengen Öl oder Erdgas zu transportieren, sind Pipelines. Andere Methoden wie mittels Schiffen oder Eisenbahn können zu größeren Problemen führen (wie z. B. Exxon Valdez).

8. Die Gesamtlänge bestehender Pipelines in Nordamerika bewegt sich in der Größenordnung von Millionen Meilen. Der Gedanke, dass ein paar weitere Meilen neuer Pipelines, die mit Hilfe modernster Technik und Sicherungen gelegt werden, eine „Geißel für die Umwelt“ sind, ist – höflich ausgedrückt – lächerliche Phantasie.

9. Alles, was wir unternehmen, enthält ein statistisch berechnetes Risiko des Fehlschlags. Tatsächlich kann man sich am „täglichen Brot“ verschlucken und ersticken.

10. Einfach gesagt, es hat niemals und wird niemals eine Möglichkeit geben, irgendetwas zu machen ohne ein gewisses „Risiko“-Niveau. Jeder, der etwas anderes sagt, ist ein Lügner!

Quatar auf der Arabischen Halbinsel ist einer der weltgrößten Erdgas-Exporteure, zumeist in Form von Flüssiggas (LNG).

1. Kompression, Verflüssigung und Transport von Flüssiggas verbraucht bereits Energie in der Größenordnung von einem Drittel des gesamten Flüssiggas-Verfahrens dieser Art. Derzeit befahren mindestens 50 riesige Flüssiggas-Tanker die Weltmeere.

2. Keine der beträchtlichen, CO2 erzeugenden Komponente der LNG-Herstellung und der entsprechende Ausstoß durch den Transport ist meines Wissens nicht einmal ansatzweise in irgendwelchen Berechnungen des „Kohlenstoff-Fußabdrucks“ enthalten.

Um es direkt zu sagen: Die Gesellschaft muss sich überlegen, was sie eigentlich will: Will man ein normales Leben, oder will man irgendwelchen fanatischen öko-religiösen Fanatikern in das Dunkle Zeitalter ohne Energie folgen?

Man wähle weise!

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Dr. Klaus L.E. Kaiser is a professional scientist with a Ph.D. in chemistry from the Technical University, Munich, Germany. He has worked as a research scientist and project chief at Environment Canada‘s Canada Centre for Inland Waters for over 30 years and is currently Director of Research at TerraBase Inc. He is author of nearly 300 publications in scientific journals, government and agency reports, books, computer programs, trade magazines, and newspaper articles.

Dr. Kaiser has been president of the International Association for Great Lakes Research, a peer reviewer of numerous scientific papers for several journals, Editor-in-Chief of the Water Quality Research Journal of Canada for nearly a decade, and an adjunct professor. He has contributed to a variety of scientific projects and reports and has made many presentations at national and international conferences.

Dr. Kaiser is author of CONVENIENT MYTHS, the green revolution – perceptions, politics, and facts
convenientmyths.com

Link: https://www.iceagenow.info/why-canada-needs-a-carbon-benefit-not-a-carbon-tax-for-fossil-energy-resource-use/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Merkel, das IPCC und die Geister, die sie rief: Teil 2 – Horrende Kosten

Von allen Seiten wird uns weisgemacht, „die Wissenschaft“ sei sich darin einig, dass wir mehr oder weniger all unser Geld abgeben müssen, um das Überleben der Menschheit und des ganzen Planeten zu retten. Die gleichen Leute, die uns ganz unverblümt zusammen mit unserem Bankkonto auch den mühsam erarbeiteten Lebensstandard abspenstig machen wollen, säuselten uns noch 2004 vor, dass uns die Energiewende nicht mehr kosten würde als eine Kugel Eis im Monat (Bundesumweltminister Jürgen Trittin). Inzwischen ist vor allem eines klar: Es wird teurer, sogar sehr viel teurer. Nur gibt es dazu keinerlei Kostenklarheit, keine belastbaren Zahlen darüber, was die „Energiewende“ bisher gekostet hat und was man uns in Zukunft noch zumuten will. Im Gegenteil, offensichtlich wird sogar nach Kräften versucht, die Bevölkerung über das wahre Ausmaß des Raubzugs auf ihre Geldbeutel zu täuschen. Ohne klaren Masterplan ist das auch gar nicht möglich, weshalb die Befürworter nicht einmal ansatzweise Zahlen präsentieren können. Misstrauen sollte jedoch schon allein die Tatsache erwecken, dass selbst für die Vergangenheit keine klaren Angaben darüber zu finden sind, was uns für die Energiewende bisher schon abverlangt wurde.

Verschleierung durch Salamitaktik

Wer sich in diese Fragestellung einarbeitet, merkt nach kurzer Zeit, dass hinter dieser Unklarheit Absicht steckt. Die Unklarheit wurde seitens der Politik mit Bedacht herbeigeführt, um die Ungeheuerlichkeit der Abzocke, die da betrieben wird, zu verschleiern. Zwar kann man unschwer erkennen, dass wir inzwischen die mehr oder weniger höchsten Strompreise in Europa haben, aber exakte Zahlen sind durch einen Wust von hier und da erhobenen „Kleckerbeträgen“ so geschickt verschleiert, dass es äußerst schwer fällt, die tatsächlichen Summen zu ermitteln. Haupttrick dieser „kreativen Buchhaltung“ ist zunächst, dass die Politik im Prinzip zulasten des Bürgers jährlich immer wieder neue 20jährige Leasingverträge abschließt, die er nach und nach über die gesamte Laufzeit mit Zins, Zinseszins und Gewinn für den Finanzier abstottern muss. Anders ausgedrückt: Noch die Generation unserer Kinder wird das abbezahlen müssen, was unsere heutigen Politiker uns da eingebrockt haben. Die Verantwortlichen sind dann schon längst im Rentenalter und zehren von ihren ebenso „wohlverdienten“ wie üppigen Abgeordnetenpensionen. Schauen wir uns einmal genauer an, wie dabei vorgegangen wurde.

Das Täuscher-Tuch für den Bürger: Die EEG-Umlage

Ebenso wie spanische Toreros ein Tuch verwenden, um den starken, aber dummen Stier zu täuschen und ins Leere laufen zu lassen, benutzt die deutsche Politik die sogenannte EEG-Umlage, um der Bevölkerung eine vermeintlich erträgliche Belastung vorzugaukeln. Wohl auch deshalb fiel diese Umlage im ersten Jahr (2000) mit nur 0,19 ct/ kWh auf der Stromrechnung den Verbrauchern kaum ins Auge. Da auch eine satte Steigerung um 31,5 % auf dann 0,25 ct/ kWh im Folgejahr „ohne allzu großes Geschrei“ (Spruch © Jean-Claude Juncker) akzeptiert wurde, drehte man an diesem Stellrad bis zum Jahr 2017 munter weiter. Als dann mit 6,88 ct/kWh (bei einem Strompreis knapp unter 30 ct/ kWh) die Steigerung bei sage und schreibe rund 3600 % lag, begann selbst dem braven deutschen Michel die Hutschnur zu platzen, und man beschloss, diesen Betrag vorerst zumindest optisch zu deckeln. Doch schon lange vorher hatte man über Jahre hinweg systematisch dafür gesorgt, dass immer neue zusätzliche Zapfstellen eingerichtet wurden, um die Bevölkerung mithilfe zahlloser Ausreden eben unter anderem Etikett zusätzlich zu schröpfen.

Der Leasing-Trick

Schon allein die EEG-Umlage stellt per se einen „Beschiss“ am Bürger dar, weil ihm nicht klargemacht wurde, dass es sich hierbei mitnichten um jährliche Einmalzahlungen handelt, wie es der Blick auf die jährlichen Auszahlungen laut EEG-Umlage zu suggerieren scheint, Bild 2.

Bild 2. In der Öffentlichkeit wird in den meisten Fällen nur die Höhe der jährlichen EEG-Auszahlungen an die Anlagenbetreiber wahrgenommen (Zahlen für 2018 und 2019 beruhen auf amtlichen Prognosen) (Grafik: Autor, Datenquelle)

Der aus Sicht der Politik geradezu geniale Dreh bei der EEG-Umlage besteht darin, dass der Staat für den Aufbau der „erneuerbaren“ Stromerzeugung kein eigenes Geld in die Hand nimmt, sondern Finanzhaie Investoren angelockt hat. Diesen wurde für ihre Investition eine für 20 Jahre laufende feste Abnahme- und Preisgarantie zugesichert. Die Zahlung im ersten Jahr ist nur eine erste Tranche für eine Verpflichtung, die für Laufzeit von 20 Jahren festgeschrieben wurde. Selbst wenn beschlossen würde, ab heute keinerlei neue Wind- oder Solaranlagen mehr zu errichten, müssten wir den vorhandenen Bestand noch für teils 20 Jahre hinweg abbezahlen.

Im Prinzip wird demnach so getan, als ginge es bei diesem Leasinggeschäft nur um die Höhe der einzelnen Leasingrate. Dabei würde im Privatleben niemand in dieser Weise z.B. ein Auto leasen. Jeder, der seine fünf Sinne beisammenhat, fragt vor Abschluss eines Leasingvertrags doch nach dem Kaufpreis. Hinzu kommen als wesentlichen Größen noch die Laufzeit und die Höhe der zu zahlenden Rate. Nach dieser Reihenfolge wird beurteilt, ob sich der Abschluss eines solchen Vertrags überhaupt rechnet. Beim EEG ist es dagegen so, dass der Staat selbstherrlich die Verträge abschließt und dem Volk nur die Höhe der aktuellen Rate mitteilt. Der Preis wird ebenso verschwiegen wie die unglaublich lange Laufzeit der Verträge, was im Prinzip als sittenwidrig einzustufen wäre. Im Zusammenhang mit den EEG-Zahlungen wird in der Öffentlichkeit jedoch fast nur über die Höhe der jeweiligen Ratenzahlung gesprochen. Erst wenn man die Gesamtsumme der bisherigen Ratenzahlen über die bisher 19 Jahre zusammenrechnet, beginnt man zu erahnen, was da wirklich passiert, Bild 3.

Bild 3. Kumulierte jährliche EEG-Auszahlungen an die Anlagenbetreiber seit 2000 (Zahlen für 2018 und 2019 beruhen auf amtlichen Prognosen) (Grafik: Autor, Datenquelle)

Zur Verdeutlichung wurde der Grafik eine Trendlinie hinzugefügt, die auf einem Polynom 2. Grades (typischer Verlauf siehe kleines Teilbild) beruht. Wie man sieht, bildet diese Trendlinie für die Jahre seit 2002 den Verlauf der Kostenentwicklung erstaunlich gut ab. Für jeden mit kaufmännischem Verstand ist eine solche Kurvenform ein Alarmsignal erster Ordnung, denn es charakterisiert eine „runaway cost“-Situation, d.h. eine Entwicklung, die außer Kontrolle geraten ist und immer schneller auf eine Katastrophe zusteuert. Solche Kurven sind typisch für betrügerische „Schneeballsysteme“ bzw. die aus den USA bekannten „Ponzi-schemes“ bei Investmentbetrugsfällen. Die Bundesregierung scheint jedoch entschlossen, diesen für Deutschland fatalen Kurs sogar noch erheblich zu beschleunigen. Dabei sind wir selbst mit den Zahlen von Bild 3 von der Wahrheit noch sehr weit entfernt.

Wie bereits dargelegt, handelt es sich bei den EEG-Zahlungen im Prinzip um die Kosten für zahlreiche einzelne Leasingverträge mit einander überlappenden Laufzeiten, die im Laufe der letzten 20 Jahre mit einer sehr großen Zahl von Investoren abgeschlossen wurden. Während sich manche dieser Verträge inzwischen dem Ende ihrer Laufzeit nähern, wurden ständig neue abgeschlossen, die wir teils noch für bis zu zwei Jahrzehnte abzustottern haben. Entscheidend für den Schuldner dieser Zahlungen – das ist das deutsche Volk – ist letztlich die Gesamtsumme, die für den bisher installierten „Fuhrpark“ zu Buche steht. Dies erfordert ein wenig Rechenaufwand, da jährlich Verträge auslaufen und andere hinzukommen. Die resultierende Gesamtsumme ist zwar mit kleineren Unsicherheiten behaftet, vermittelt jedoch ein zutreffendes Bild der Gesamtsituation, Bild 4.

Bild 4. Gesamtbild der allein durch das EEG von 2000 bis zum Ablauf des Jahres 2019 verursachten Kosten und Zahlungsverpflichtungen (Zahlen für 2018 und 2019 beruhen auf amtlichen Prognosen) (Berechnungen und Grafik vom Autor, Datenquelle)

Auch bei Bild 4 wurde eine Trendlinie hinzugefügt, die den Verlauf ebenfalls mit zufriedenstellender Genauigkeit abbildet. Im Unterschied zu Bild 3 entspricht diese Kurve jedoch einem Polynom 3. Ordnung (typischer Verlauf siehe kleines Teilbild), d.h. sie strebt einem Maximum zu, ab dem es wieder abwärts gehen wird. Dies wird von den Analysten in den Fonds und Stiftungen, welche die größten Profiteure der „Klimawandel-Verhinderungsindustrie“ sind, natürlich sorgfältig registriert, deutet es doch darauf hin, dass ihre Einnahmen in Zukunft nicht mehr so reichlich sprudeln werden. Dies dürfte der Grund dafür sein, warum die Klimaangst-Kampagnen in letzter Zeit so verschärft wurden und inzwischen geradezu groteske Proportionen annehmen: Die bisherige Melkkuh beginnt zu schwächeln und man versucht, noch das letzte bisschen an Profit herauszupressen. Danach wird man die Entwicklung feststellen können, die für solche Krisen typisch ist.

Bild 5. Grüne Heuschrecken sind Schädlinge, die ganze Landstriche kahlfressen und ruinieren, um dann weiterziehen und woanders ihre Schandtaten zu wiederholen (Foto: Autor)

Der Markt wird umschwenken, sobald sich zeigt, dass mit dem Neubau von Kohle- und Kernkraftwerken bessere Geschäfte zu machen sind als mit Windmühlen und Solarpaneelen. Wie üblich wird es einige Schlaue geben (Bild 5), die den Kipppunkt im Finanzklima rechtzeitig erkannt haben, und eine Menge Verlierer, die zu lange auf den bisherigen Trend gesetzt haben und dann feststellen müssen, dass die Blase des „Neuen Grünen Markts“ geplatzt ist und die entsprechenden Aktien 80 – 98 % ihres Werts verloren haben. Dann werden wieder viele wie Fische auf dem Trockenen zappeln und zahlreiche Karrieren geknickt werden. Wer in der jetzigen Lage noch aggressiv Klimawandel-Hysterie verbreitet, sollte sich Gedanken darüber machen, wie er in einigen Jahren beruflich dastehen könnte.

Wie die Politik den Energiemarkt zusätzlich manipuliert hat

Als Besonderheit der aktuellen Situation bei der Energieversorgung ist festzustellen, dass die Politik in den letzten Jahrzehnten den Energiemarkt nicht nur durch einseitige Förderung der „guten, grünen“ Stromerzeugung manipuliert hat. Den Windbaronen und Sonnenkönigen wurden für ihre Investitionen nicht nur 20jährige feste Abnahme- und Preisgarantien zugesichert. Man gewährte ihnen zusätzlich zu den EEG-Zahlungen noch weitere Garantien und direkte Subventionen wie kostenlosen Netzanschluss z.B. bei Offshoreanlagen oder die Bezahlung selbst von solchem Strom, der wegen unzureichender Netzkapazitäten nicht abgenommen werden kann. Eine Vorstellung des Umfangs dieser Privilegien und ihrer Auswirkungen auf den Strompreis vermittelt Bild 6.

Als weiteres Maßnahmenpaket wurden Behinderungen des Marktzugangs der konventionellen Kraftwerke gesetzlich verankert. Da die Netzbetreiber den chaotisch schwankenden Strom der „grünen“ Stromerzeuger grundsätzlich komplett abnehmen müssen, werden die konventionellen Kraftwerke gezwungen, ihre Anlagen im unwirtschaftlichen Teillastbetrieb zu fahren. Zudem lassen sich ihre Kraftwerke nicht so einfach herauf- oder herunterregeln oder gar stillsetzen und schnell wieder anfahren. Die Produktion der Anlagen, die aus Gründen der Netzsicherheit nicht abgeschaltet werden dürfen, muss dann zu teils negativen Preisen im Ausland entsorgt werden. Zudem kann der Staat über willkürliche Abgaben – die sogenannten CO2-Zertifikate – die Produktionskosten der Betreiber von konventionellen Kraftwerken nach Belieben nach oben treiben, um sie zu benachteiligen und vom Markt zu verdrängen. Das sind Rahmenbedingungen, die es in einer freien Marktwirtschaft nirgendwo gibt. Kein Wunder, dass die „grünen Heuschrecken“ seither Deutschland mit Milliarden an Kapital regelrecht überfallen haben.

Hinzu kommen Gesetze, die es grünen Lobbygruppen erlauben, die Betreiber konventioneller Kraftwerke vor Gericht fertigzumachen. Jüngste Auswüchse dieser Politik sind neben dem Trauerspiel um den Hambacher Forst die Verweigerung der Inbetriebnahme für das fertige Kohlekraftwerk in Datteln sowie die soeben erfolgte gerichtliche Stilllegung des Kraftwerks Jänschwalde.

Zusatztricks: Die „kleinen Nebenkosten“

Wie bereits erwähnt, hat der Staat auf der Suche nach neuen Quellen für seine chronisch leergeplünderten Kassen im Lauf der Jahre ständig zusätzliche und diskret versteckte Zusatzkosten und Steuern auf den Strompreis obendrauf gesattelt. Wie das EEG haben auch diese ihren Ursprung in der Klima- und CO2-Hysterie und sind daher dem EEG-Kostenrahmen hinzuzurechnen. Die folgende Liste zeigt, wie phantasievoll die Politik in Sachen Geldeintreibung vorgeht:

– CO2-Zertifikate (versteckt im Erzeuger-Strompreis der Kraftwerke) Bild 7

– Außerplanmäßige Ausschreibungen (bis 2016: 6,1 Mrd.)

– KWK-Gesamtumlage (bis 2016: 7,8 Mrd.)

– Forschungsausgaben Bund/ Länder (bis 2016: 3,9 Mrd.)

– Negative Strompreise (bis 2016: 0,2 Mrd.)

– Offshore- Haftungsumlage (bis 2016: 1,6 Mrd.)

– Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaF (bis 2016: 0,6 Mrd.)

– Netzreserve (bis 2016: 0,3 Mrd.)

– Einspeisemanagement (bis 2016: 0,7 Mrd.)

– Redispatch (bis 2016: 1,0 Mrd.)

– Zinsvergünstigung (bis 2016: 3,7 Mrd.)

– Umlage für Preisnachlässe für Großabnehmer lt. § 19 NEV seit dem 1.1.2012 (8,77 Mrd.)

„Ökosteuer“ (Stromsteuer) derzeit 2,05 ct/ kWh (11,76 Mrd., eigene Berechnung)

– Mehrwertsteuer (bis 2006 16 %, ab 2007 19 %) (ca. 140 Mrd., eigene Berechnung)

Bild 7. Kosten der Elektrizitätsgewinnung ausgewählter Kraftwerke, Inbetriebnahmejahr ab 2015 (Diskontrate 7,5 %, Energieträgerpreisentwicklung: Basis) (Grafik: IER Uni Stuttgart)

Fr. Ober, die Rechnung bitte

Eine einigermaßen genaue Berechnung der bisherigen Kosten der Energiewende ist angesichts der Komplexität der gesetzlichen Vorgaben und des teilweisen Mangels an verlässlichen, frei zugänglichen Zahlen nur eingeschränkt möglich bzw. mit Unsicherheiten behaftet. Um der tatsächlichen Zahl näherzukommen, muss man teils recht aufwendige Berechnungen durchführen, da manche der Positionen nicht nach Jahren aufgelöst zur Verfügung stehen und in anderen Fällen herausgerechnet werden muss, welche Anteile für Haushalte oder Gewerbe zu berücksichtigen sind.

Eine weitere wesentliche Unsicherheit entsteht bezüglich des durch das EEG bedingten Ausbaus der Stromnetze, dessen Kosten in den mittlerweile rapide steigenden Netzentgelten der Übertragungsnetzbetreiber versteckt sind. Schon jetzt handelt es sich um hohe zweistellige Milliardenbeträge. Auch hier wurden – so wie auch bei der EEG-Umlage – die bereits bezifferbaren künftigen Verpflichtungen den Gesamtkosten des EEG zugeschlagen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn in den nächsten Jahren werden darüber hinaus noch weitere hohe drei- oder gar vierstellige Milliardenbeträge für den weiteren „klimabedingten“ Ausbau der Netze auf uns zukommen. Dabei geht es nicht nur wie bei den bisherigen Planungen um die rund 35.000 km des Hochspannungs-Transportnetzes, sondern letztlich um das gesamte deutsche Stromnetz. Wer Heizungen und Autos von Öl oder Gas auf Elektrizität umstellen möchte, wird im Prinzip das gesamte deutsche Stromnetz mit seiner Länge von ca. 1,8 Mio. km massiv ausbauen müssen. Und von den gerade beschlossenen Kohleausstiegs-Milliarden war in diesem Zusammenhang noch gar nicht die Rede…

Macht man jetzt einen Strich unter das Zahlenwerk und rechnet die gesamten der „Klimarettung“ anrechenbaren Positionen mit Umlagen, Abgaben und Steuern sowie die Kosten des jetzt beschlossenen Ausstiegs von ca. 40-60 Mrd. zusammen, so ergibt sich eine Zahl, die selbst schlimmste Befürchtungen mehr als deutlich übertrifft: Zwanzig Jahre EEG werden uns bis Ende des Jahres eine runde Billion Euro (1.000.000.000.000,- €) gekostet haben. Die Kugel Eis des Grünen Ministers Trittin wird uns noch für lange, lange Zeit sehr schwer im Magen liegen. Der Verfasser dieses Aufsatzes gibt zu, dass er zu Beginn der Untersuchung selbst nicht mit einem derart erschütternden Ergebnis gerechnet hatte und vor Beginn der Recherche von vielleicht 500-600 Mrd. € ausgegangen war. Die noch viel zu zurückhaltenden Zahlen aus der vor wenigen Wochen in Teil 1 dieses Artikels veröffentlichten Abschätzung der künftigen Kosten der Energiewende müssen deshalb alle korrigiert – und zwar glatt verdoppelt – werden.

Die (Kosten) im Dunkeln sieht man nicht

Noch gar nicht enthalten sind in diesen Zahlen die ganz allgemein gestiegenen Lebenshaltungskosten der Allgemeinheit aufgrund der Lasten, welche das EEG der gesamten Volkswirtschaft aufzwingt. Jeder Bäcker, Bauer, Handwerker und auch jeder Industriebetrieb muss alle seine Kosten mit Aufschlägen an die Kundschaft – und das sind letztlich wir alle – weiterreichen. Der in Deutschland erzeugte Strom geht nur zu rund einem Viertel direkt an die Haushalte, 75 % landen in der Wirtschaft – bzw. in den öffentlichen Verwaltungen, wo sie ebenfalls in Form höherer Gebühren, Abgaben und Steuern gleich wieder an den kleinen Mann weitergereicht werden. Wer sich mit solchen Kostenkalkulationen auskennt weiß, dass sich diese Eingangskosten über den langen Weg bis zum Endprodukt vervielfachen. Beispiel sind die Stromkosten von Kohlekraftwerken, die je nach Brennstoff bei nur 3,5-5 ct/ kWh liegen, wenn wir den (rein durch staatliche Willkür bedingten) CO2-Aufschlag einmal herausrechnen, Bild 7. Bis der Strom im Haushalt ankommt, liegt er bekanntlich schon bei um die 30 ct/ kWh. Leider lassen sich viele dieser Beträge nicht mehr mit vertretbarem Aufwand errechnen, doch dürfte die daraus resultierende Gesamtbelastung der Volkswirtschaft den hier errechneten Kostenrahmen noch um ein Mehrfaches übertreffen. Jürgen Trittin, Merkel und klein Greta hinterlassen Deutschland ein Erbe, das mit jedem Jahr schwerer wird. Die Exportnation Deutschland treibt derzeit ihre Industrie mit der Peitsche ins Exil. Im Interesse unserer Kinder und Enkel muss dieser Wahnsinn so schnell wie möglich gestoppt werden.

Andersherum gerechnet würde die kWh Strom heute den Bürger deutlich unter 15 ct kosten, wenn uns Greta, Greenpeace sowie die in allen deutschen Altparteien inzwischen vorherrschenden Grünen nicht den Unsinn vom Klimawandel aufschwätzen würden. Der Staatsanteil am Strompreis liegt derzeit bei exorbitanten 54 % und dürfte weiter steigen, solange diese Kräfte gnadenlos die Stromwirtschaft als Melkkuh für ihre Weltrettungsfantasien missbrauchen, Bild 8.

Bild 8. Der Staat hat allein im Lauf der letzten 12 Jahre seine Einnahmen aus der Stromerzeugung um 110 % erhöht (Grafik: BDEW)

Hintergrundliteratur

Limburg, M.; Mueller, F.: Strom ist nicht gleich Strom TvR Medienverlag, Jena, ISBN 978-3-940431-54-7




GRÜNE, Bauern und Klimawandel: Im Jammern bilden sie eine Symbiose

Bild 1 Tweed von Frau Simone Peter vom 5. Mai 2019

Als „Fachfrau“ war es ihr selbstverständlich wichtig, auf Ihre Erkenntnis hinzuweisen, dass dies eindeutige Vorboten des prognostizierten Weltunterganges wären und die GRÜNEN diesen wohl gerade noch verhindern könnten.

GRÜN: Stur und unbelehrbar

Ein „GRÜN“ gibt nicht so schnell bei. Ein Trump twittert nach deutscher Medien- und Politikerüberzeugung generell nur Unsinn, doch bei GRÜN bietet selbstverständlich jeder Tweed ganz tief schürfende Fakten. Wenn man sich die Diskussion zum Tweed ansieht, gewinnt man über Frau S. Peter allerdings den Eindruck: Ein weiteres, GRÜNES Markenzeichen ist, dass man stur auf seiner Meinung beharrt und nichts (dazu) lernen – oder einsehen – will:

Bild 2 Follower-Kommentare zum Tweed

Hierzu ein Rückzieher. Nicht nur Frau S. Peter ist stur und ziemlich unbelehrbar. Der Autor ist mit der Redaktion „seiner“ Tageszeitung „im Clinch“, weil er sich erlaubt, die dort inzwischen täglich erscheinenden Kommentare über das immer schlimmer werdende Klima und die zur Klimasteuerung geradezu geniale Lösungen findende, gottgleich gewordene Greta zu kritisieren und mit Fakten zu belegen, wie viele Aussagen in diesen Kommentaren gar nicht belegt sind. Begründung: Diese stammen vorwiegend aus Simulationen, sind also als reine Vermutungen und widersprechen in vielen Fällen aktuellen Messdaten.
Antworten kamen (etwas überspitzt formuliert): „Man“ sieht sich Fakten nicht an – wer in einer Redaktion hätte schon Zeit dazu -, und schon gar nicht auf EIKE, denn: EIKE hat einen schlechten WIKIPEDIA-Eintrag. „Gute“ Bürger – und dazu zählen sich Redakteure – vertrauen darauf und meiden pflichtbewusst solche Portale.

DWD und unsere Medien: Das Wetter wurde bereits eine einzige Katastrophe

Egal, ob schön oder garstig: Wetter hat es früher scheinbar nie gegeben, oder es muss einfach nur himmlisch gewesen sein. Mit fleissiger Unterstützung des inzwischen politisierenden, deutschen Wetterdienstes werden vollkommen unbelegte Vermutungen ausgegeben und über die Medien zu sicheren Apokalypsen erklärt:

Wird es nicht so, dann ist es eben umgekehrt:

MSN Wetter 20.05.2019: Wetter in Deutschland: Tief Axel bringt viel Regen – vielerorts droht Hochwasser!
… Tief Axel setzt sich über Deutschland richtig fest. Es regnet ununterbrochen, besonders an den Alpen. Zusammen mit dem Schmelzwasser kommen bis zu 200 Liter Wasser an den Alpen zusammen. Selbst im Flachland fallen bis Dienstagabend bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Donauzuflüsse werden am Dienstag die ersten Meldestufen überschreiten. Straßen können überschwemmt werden und Keller volllaufen …
Aber nicht nur dem Süden droht Hochwasser …

Aber nur so lange, bis der anstelle der Trockenheit gekommene, schlimme Regen wieder vorbei ist:

Bild 4 Quelle: MSN 18.06.2019, Screenshot

Nichts von solchen Behauptungen kann belegt werden, da die wahren Messdaten deutlich etwas anderes ausweisen. Doch Wahrheiten interessieren heute nicht mehr. Unsere unfehlbare Kanzlerin hat persönlich den Kampf gegen das sich ständig ändernde Klima (den wieder die Bürger zu finanzieren haben) zu ihrer Hauptaufgabe erklärt, Bayerns Ministerpräsident, Herr Söder, folgt ihr brav wie ein Wackeldackel hinterher, nimmt sogar Anlauf, sie zu überholen.
Da darf man nicht kleinlich sein und penetrant anmerken, die wirklichen Daten würden ein anderes, als das simulierte Wetter zeigen.

Trotzdem machen sie es, wie es selbst die Daten des DWD darstellen: Die wichtigen Niederschlagsmengen haben die Stände zur „erstrebenswerten“ Zeit um 1900 erreicht. Wo ist da nun das Problem?

Bild 5 Deutschland Sommerniederschlag. Quelle DWD-Viewer

Bild 6 Deutschland Jahresniederschlag. Quelle DWD-Viewer

Mehr Wärme, mehr CO2, weniger Extreme (und die Erfindung des Kunstdüngers): Seitdem explodieren die Ernten

Zurück zum Tweed von Frau S. Peter. Ihrer Überzeugung nach (eher: Ihrer rein auf Ideologie basierenden, „GRÜN-konformen“ Meinung, denn so dumm kann sie als promovierte Biologin nicht wirklich sein, was allerdings nur eine rein persönliche, vollkommen unbelegbare und auch nicht bestätigte Vermutung ist), sind alle, welche nicht an den schlimmen, menschengemachten Klimawandel glauben und mit den GRÜNEN schnellsten rabiat und ohne Rücksicht auf Kosten und Verluste „umsteuern“, Vernichter ihrer Lebensgrundlagen.

Es lohnt sich dazu wie so oft, etwas zu tun, was die GRÜNEN (aber auch unsere Politiker, Parlamentarier und deren Klimaberater) strengstens vermeiden: Die wirklichen Daten anzusehen. Der Autor hat es gemacht.

Auf einem Blog Heimbiotope findet sich eine Tabelle über Ernteerträge seit der Steinzeit. Die Daten ab dem ausgehenden Mittelalter sind anbei grafisch umgesetzt. Leider sind unter der Tabelle mehrere Fundstellen angegeben, so dass (dem Autor) eine eindeutige Zuordnung nicht möglich ist. Zur Darstellung der Tendenz dürfte deren „Vertrauenswürdigkeit“ jedoch ausreichen.

Interessant ist an den Daten, dass drei, nach heutigem „Postulat“ schlimme Zeitenwenden große Erntevorteile zur Folge hatten:
-Ca. 1600 der (ganz) langsame Erwärmungsbeginn der nachmittelalterlichen, kleinen Eiszeit (die aktuelle Erwärmung begann ja bereits weit vor dem immer dazu postulierten Beginn des Industriezeitalters).
-Ca. 1880 – also zum „offiziellen“ Beginn der Erwärmung – ein richtiger, positiver Knick und
-1950, seitdem der anthropogene CO2-Eintrag erst wirklich Dimensionen annimmt, geradezu eine Explosion der Erträge.

Bild 7 Ernteerträge (als Relativzahl) von 1400 – 2010. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Blog Heimbiotope, Tabelle mit Getreideerträgen von der Jungsteinzeit bis heute

Für die, welche (wie die GRÜNEN) von der angeblich so schönen Zeit schwärmen, als die Menschen „im Einklang mit der Natur“ lebten und dabei regelmäßig verhungerten, an Seuchen starben, oder ganz einfach früh an Auszehrung, weil der reine Zeitaufwand zum nackten Überleben den Körper sehr frühzeitig kaputt machte, ein kurzes Lesestück:
Prof. Dr. Peter Weingarten: Landnutzungswandel vor dem Hintergrund der Perspektiven in der Agrar- und Energiepolitik
Erntemengen
… Im frühen Mittelalter um 1000 n. Chr. lag das Verhältnis von Aussaatmenge zu Erntemenge bei etwa 1:3. Das bedeutet, dass aus 1 kg ausgesätem Weizen 3 kg neu heranwuchsen. Davon musste 1 kg für die nächste Aussaat zurückgelegt werden. Von den verbliebenen 2 kg musste der Bauer Abgaben leisten (Steuern zahlen). Das Erntegut war zudem ständig von Ungeziefer und Schimmel bedroht. Da blieb nur wenig für die eigene Ernährung. Ein Grund für das schlechte Verhältnis war die ständige Bedrohung durch Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. In einigen Jahren wurden bis zu 50% der Ernte vom Wild zerstört. Dazu kamen Heuschrecken, Käfer, Mäuse, Pilzkrankheiten, Sturm, Hagel und Dürre. Außerdem war der Ertrag durch den Mangel an Pflanzennährstoffen ohnehin sehr gering. Im 12./13. Jhd. stiegen die Erträge auf etwa 1:4. Besser Pflüge erleichterten die Bodenbearbeitung. Es wurden aber auch neue Flächen durch Rodung nutzbar gemacht. Im 19. Jahrhundert, nachdem die Düngung mit Mist, Kalk, Horn- und Knochenmehl eingeführt worden war, betrug das Verhältnis etwa 1:10. Heute erwartet ein Landwirt ein Verhältnis von durchschnittlich 1:25 bis 1:30, auf guten Böden 1:40 (z.B. bei Weizen). 1900 erzeugte ein in der Landwirtschaft Beschäftigter Nahrungsmittel für 4 Personen. Heute ernährt ein Landwirt 131 Personen mit Nahrungsmitteln aus heimischer Produktion. Mit Eiern und Fleisch, die mit Hilfe von importierten Futtermitteln erzeugt wurden, sind es sogar noch mehr.

An diese, zur Vergangenheit gehörenden Probleme reichen haben derzeit nur unsere Biobauern „Verbindung“, deren Ertrag teilweise nur 50 % der konventionell wirtschaftenden Betriebe beträgt:
agrarheute,com: Die Ertragsleistung der Ökogetreidearten ist im Schnitt knapp halb so hoch wie bei konventionellem Getreide. Am größten ist der Abstand zum konventionellen Getreide beim Bioweizen mit mehr als 50 Prozent. Am geringsten ist die Differenz der Erträge zwischen konventionellem und Biohafer mit nur 25 Prozent.
Trotzdem soll er eine Lösung für die zunehmende Erdbevölkerung und Flächenreduktion sein.

Nun noch Detailbilder mit den Erträgen von Deutschland ab 1950:

Bild 8 Getreide gesamt, Erntemengen Deutschland 1950 bis 2019. Bildquelle: Deutschland – Getreideproduktion, Grafik vom Autor um die Randdaten ergänzt

Bild 9 Getreide gesamt, Ertrag Deutschland 1950 bis 2019. Bildquelle: Deutschland – Getreideertrag, Grafik vom Autor um die Randdaten ergänzt

Bei diesem Erfolg, den das sich stetig und seit ca. 1600 zu mehr Wärme wandelnde Klima bei den Ernten bewirkt hat, muss man wohl (nicht) verstehen, dass nicht nur die GRÜNEN, sondern auch der Deutsche Bauernverband eine Gefahr sieht:
Zeit Online,14. Juni 2019, dpa: Bauernverband: Extremwetter bedroht Produktion
… Landwirte sehen im Klimawandel eine zunehmende Gefahr. «Extremwetterereignisse in die eine oder andere Richtung» bedrohten die landwirtschaftliche Produktion, sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands (DBV), Bernhard Krüsken. «Das kann ein Dürresommer sein, aber das kann auch Hagelschlag, Frost und Starkregen sein», sagte Krüsken …

Bild 10 BR Info

Nun sollen ca. 50 % des Einkommens der Bauern als Subvention vom Staat kommen und wer zusätzlich Öko-Energie-Ernter ist, hat noch viel mehr davon. Aber zufrieden waren die Bauern noch nie, schon gar nie mit dem Wetter.

Es könnte natürlich auch sein, sie sind im Grunde mit etwas ganz anderem unzufrieden: Zum Beispiel schlechten Preisen wegen zu hoher Ernten:
agrarheute, 16.08.2019: Die europäische Analystenfirma Strategie Grains hat die Prognosen für die Produktion und den Export von Weichweizen in der Europäischen Union kräftig angehoben.
Ursache für die Korrektur sind die hohen Ernteerwartungen in Frankreich und auch in Großbritannien …
agrarheute, 12.08.2019: USDA schockt die Getreidemärkte – Preise stürzen ab
Die Folgen: Ein drastischer Preissturz bei Mais, Weizen und bei Sojabohnen. Die Ursachen: …. Außerdem korrigierte man die Maiserträge nach oben – und nicht nach unten …
… Beim Weizen überwogen für die US-Farmer ebenfalls die bärischen Nachrichten. Das USDA setzte die Weizenerträge und damit auch die Erntemenge und die Endbestände in den USA nach oben.

Denn das zunehmend bessere Ernteklima und der höhere CO2-Gehalt in der Atmosphäre wirken weltweit:
science-skeptical; Klimakatastrophe!? Die Getreideproduktion hat sich in den letzten 60 Jahren weltweit nahezu vervierfacht, bei Bevölkerungsverdopplung!

Bild 11 Getreideerträge weltweit

Es gibt auch weitere Probleme: Das Korn wird immer Wetter-empfindlicher, weil es die Fruchtmengen fast nicht mehr tragen kann [1]. Und um es ausreichend schnell an Veränderungen und andere Anforderungen anzupassen (wie es seit Jahrtausenden gemacht wird), hat die EU eine pragmatische Lösung gefunden: Optimierte, moderne Verfahren dazu wurden im Rahmen der Genhysterie gleich ganz verboten. Schließlich ist unseren Politkern und NGOs der Schutz der Bevölkerung vor noch nicht bekannten Gefahren viel wichtiger, als der Schutz vor ausgeschlossenen:
Novo Argumente 22.07.2015. Gentechnik: Keine Vernunft. Nirgends.
Wer kollabiert zuerst: Der Planet oder der Euro?
Prof. Reinhard Szibor 28.09.2015. Gentechnik: Die Kirche und der Goldene Reis

Wohin also „Umsteuern“?

Alleine eine so kurze Darstellung der Fakten zeigt auf, welchen Schwachsinn Frau Peters in ihrem kurzen Tweet schafft, zu verbreiten.
Mit ziemlicher Sicherheit gibt es derzeit keinen Beleg (außer Simulationen und Spekulationen: EIKE 26.11.2016: Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht – Was steckt dahinter?),
dass der ominöse Klimawandel unsere Lebensgrundlagen zerstört. Man sollte „ihn“ für seine geradezu grandiosen Ernteerfolge loben und die dadurch gewonnenen Vorteile genießen (bevor doch noch die längst überfällige, nächste Eiszeit kommt). Nur deshalb hat sich die mathematisch sichere Vorhersage von Maltus nicht bewahrheitet und ein Teil naturromantischer Bionadebürger kann sich dazu sogar Biolandbau mit seinen mikrigen, dazu noch unstabileren Erträgen leisten.

Stört aber niemanden, denn das ist ja genau das „GRÜNE Markenzeichen mit versteckter Genialität“, die perfekte Umsetzung der Erkenntnis, dass es nicht auf den Inhalt, sondern nur auf den Rahmen ankommt:
Nach eienr Stidue der Cmabridge Uinverstiaet, ist es eagl in wlehcer Reiehnfogle die Bchustebaen in Woeretrn vokrmomen. Es ist nur withcig, dsas der ertse und lettze Bchusatbe an der ricthgien Stlele snid. Der Rset knan total falcsh sein und man knan es onhe Porbelme leesn. Das ist,wiel das mneschilche Geihrn nciht jeden Bchustbaen liset sodnern das Wrod als gaznes.

Unser Einheits-Parteiensystem in Berlin steuert pflichtbewusst zumindest schon teilweise um, indem es einen Teil dieser Idee schon aufgenommen hat: Zusätzliche (CO2-)Steuern können nicht schlecht sein ….

Ist doch egal, irgendein Problem und damit neues Ziel findet sich immer

Getreu dem seit schon zwei Jahrtausenden funktionierendem Geschäftsmodell einer bekannten Institution: Erfinde ein Problem (Hölle), einen Weg dorthin, dem nicht auszukommen ist (Erbsünde), biete aber gleichzeitig eine Lösung dafür an, die den zusätzlichen Vorteil hat, die erfindende Institution sicher zu „ernähren“ und an der Macht zu halten (die Erlösung daraus bietet ausschließlich die bezahlpflichtige Mitgliedschaft im Verein), ist die Ökokirche ebenfalls unermüdlich am Finden und Erfinden immer neuer Problem- und Erlösungsalternativen.

Fällt der eine Untergang aus, findet sich mit Sicherheit schnell ein neuer. Schließlich lassen sich die Simulationsprogramme variabel parametrieren:
WELT 29.08.2019: Weltklimarat rechnet mit immenser Migration
Der Weltklimarat IPCC rechnet bei einer Erderwärmung von höchstens zwei Grad Celsius mit 280 Millionen Flüchtlingen wegen steigender Meeresspiegel. Das geht aus einem Entwurf eines Sonderberichts über die Ozeane und die weltweiten Eisvorkommen hervor, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.
… Neben den USA sind vor allem Küstenmetropolen in China und Indien von regelmäßigen Überschwemmungen durch die nach Expertenmeinung dann jährlich auftretende Wirbelstürme bedroht. Selbst wenn die Zahl der durch den Meeresspiegel-Anstieg Vertriebenen bis 2100 „bei 100 Millionen oder 50 Millionen liegt, ist das noch immer eine bedeutende Störung und viel menschliches Leid“, sagte der Geschäftsführer der US-Organisation Climate Central, Ben Strauss.
… In dem IPCC-Berichtsentwurf heißt es, bis zum Jahr 2100 könne der Meeresspiegel um bis zu einem Meter steigen, wenn nichts gegen den CO2-Ausstoß unternommen werde. Die jährlichen Schäden durch Überschwemmungen würden im gleichen Zeitraum Schätzungen zufolge um bis zu ein Tausendfaches steigen.

Was der IPCC hier (vorab) von sich gibt, ist praktisch unmöglich und durch keine Messdaten gerechtfertigt. Aber simulieren kann man es ja und vorsichtshalber publizieren. Denn auch vollkommen Unwahrscheinliches könnte ja auch irgendwann einmal eintreten. Und wenn es dazu noch Greta sagt …

Einen korrelativ ähnlichen Effekt kann man in Deutschland parallel verfolgen: Als es den Psychiatern gelang, auf Krankenschein zu behandeln, war plötzlich ein erheblicher Teil der deutschen Bürger psychisch krank und dringend behandlungsbedürftig. Und seit die Zahl der Psychologen ansteigt, steigt auch die Anzahl der Behandlungsbedürftigen weiter an:
BKK Gesundheitsreport 2018: … wächst der relative Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen. Er kletterte in den vergangenen 40 Jahren von zwei Prozent auf 16,6 Prozent. Die durch psychische Krankheiten ausgelösten Krankheitstage haben sich in diesem Zeitraum verfünffacht. Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, sind sie heute zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibungen bzw. Arbeitsunfähigkeit

Quellen

[1] EIKE 26.11.2016: Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht – Was steckt dahinter?)




Bloßstellung der anti-wissen­schaft­lichen Propa­ganda der LA Times bzgl. der Brände am Amazonas

[Bildinschrift: Nein, ich stehe nicht dahinter, den gesamten Regenwald in Brasilien (oder benachbarten Ländern) niederzubrennen. Aber die jüngste Empörung über die gesteigerte Feuer-Aktivität dieses Jahres in Brasilien während der jährlichen Feuer-Saison kommt mir ziemlich künstlich fabriziert vor. Und sie ist weitgehend politischer Natur, wird doch damit der brasilianische Präsident Bolsonaro angegriffen, welcher Anfang 2019 das Amt übernommen hatte.]

In seinem Beitrag findet sich eine über 30 Jahre laufende Graphik, in welcher das Gebiet der Entwaldung in der Amazonas-Region von 1988 bis 2019 dargestellt ist:

Im Artikel der LA Times [= Los Angeles Times], den ich schon zuvor bei WUWT unter die Lupe genommen hatte (hier), fand sich eine Graphik, welche in bester Rosinenpickerei-Manier das Gebiet der Entwaldung lediglich für die Jahre 2018 und 2019 darstellte, was natürlich grob irreführend ist:

Ich kritisierte die von der LA Times politisch getriebene Rosinenpickerei als anti-wissenschaftliche Alarmisten-Propaganda, und diese Kritik ist inzwischen voll validiert, hat doch die Times eindeutig die viel größeren Gebiete der Entwaldung am Amazonas in der Vergangenheit verschwiegen. Diese Vergangenheit habe ich bereits in jenem Artikel graphisch dargestellt, ebenso wie Dr. Spencer in seinem Beitrag:

Falls die Times einen Vergleich vorgenommen hätte zwischen den Daten 2019 und z. B. den Daten von 2016 (hier), hätte sich für 2019 eine weit geringere Entwaldung ergeben, liegen doch die Daten 2016 um über 10% über den Daten bis zum August 2019. Lediglich der Juli zeigt eine etwas stärkere Entwaldung als der Juli 2016, während das betreffende Gebiet in allen übrigen Monaten unter den Daten 2016 liegt. Dies belegt erneut die anti-wissenschaftliche Rosinenpickerei seitens der Times, die damit versucht, ihre politisch irreführende Präsentation voranzutreiben:

Jüngste Daten der NASA Earth Observatory Images unter Verwendung der MODIS-Daten haben eine Abnahme der durch Brände heimgesuchten Gebiete seit 2003 belegt, was die alarmistischen Behauptungen, dass menschliche CO2-Emissionen die Auswirkungen von Bränden global verstärken, weiter unterminiert. In der Studie heißt es:

„Eines der interessantesten Ergebnisse seit Beginn der MODIS-Messungen ist eine Abnahme der Gesamtzahl der Quadratkilometer der in jedem Jahr verbrannten Fläche pro Jahr. Zwischen 2003 und 2019 ist diese Zahl um etwa 25% zurückgegangen“.

Zusätzlich zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie aus NASA-Satellitendaten, dass die globalen Wälder über einen Zeitraum von 35 Jahren um über 2,2 Millionen Quadratkilometer zugenommen haben infolge des gestiegenen CO2-Gehaltes. Die Studie zeigt folgende Ergebnisse von 1982 bis 2016:

„Es stellte sich heraus, dass die Zunahme der Waldbedeckung den Verlust derselben um etwa 2,24 Millionen Quadratkilometer überkompensiert hat – das ist etwa so groß wie Texas und Alaska zusammen“.

Die Behauptungen der Klima-Alarmisten und deren Manipulatoren in den Medien, wonach wir jetzt bzgl. globaler Brände in „Panik“ geraten müssen, sind politischer und in keiner Weise wissenschaftlicher Natur.

Dr. Spencer zieht dieses scharfsinnige Fazit:

„Dies ist nichts als ein weiterer Beleg dafür, wie die Medien das Narrativ kontrollieren und wie selektiv und überkritisch sie eine bestimmte (und fast immer rechts stehende Partei) verantwortlich machen“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/30/l-a-times-amazon-fire-anti-science-propaganda-revisited/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Alarmistische Lehrer treiben Kinder in Angst und Depression

Wie jeder weiß, der mal unter Kindesmissbrauch gelitten oder diesen studiert hat, sind physikalische Verletzungen nicht der einzige Weg, mit denen man Menschen schädigen kann. Angst, Verzweiflung und Wut durch Wörter sind eine Form des Missbrauchs, welche genauso schlimme Schäden anrichten können wie Schläge, Verbrennungen durch Zigaretten und andere Formen physischer Folter. Man erzähle den Menschen laut und immer wieder, dass sie wertlos sind, nichts anderes als Ausbeuter von Ressourcen sind oder keine Zukunft haben, dann werden Viele das glauben. Als Folge davon beginnen sie zu verzweifeln, geben sich Hoffnungslosigkeit oder Depressionen hin, zeigen Formen mentaler Krankheiten oder wirken auf andere und die Gesellschaft als Ganzes ein, indem sie die gleichen schlimmen Dinge weitergeben, mit denen sie selbst indoktriniert worden waren – und der Zyklus des Missbrauchs dreht sich immer weiter.

Kinder sind einem fast täglichen Bombardement durch Nachrichten ausgesetzt, gedruckt und online, und zunehmend auch im Klassenraum, dass ihre Eltern und sie selbst mit ihrem Lebensstil „Mutter Erde“ töten. Kindern und Jugendlichen wird regelmäßig eingetrichtert, dass Menschen, vor allem diejenigen in den industrialisierten Ländern, Kohlenstoff-Kriminelle sind, die für einen den Planeten zerstörenden Klimawandel ursächlich sind. Um die Erde zu retten müssen die Menschen mit weniger auskommen, sie dürfen nicht mehr verreisen, bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr essen; sie dürfen keinerlei Aktivitäten mehr ausüben, welche Energie verbrauchen oder für welche man Autos, Licht und Schiffe braucht. Und sie dürfen auf keinen Fall mehr Kinder kriegen, welche nicht viel mehr sind als Erzeuger von Verschwendung: unnötige und unwillkommene neue Quellen von Kohlendioxid-Emissionen. Genau dieser Art des Missbrauchs sind die Kinder heutzutage pausenlos ausgesetzt.

Ich mache keine Witze und übertreibe auch nicht. Bei NBC News gab es einen Report mit dem Titel „Klima-Leid“. Gleichzeitig warnt Buzzfeed vor einer zunehmenden Anzahl von Menschen, die auf Kinder verzichten – aus Furcht, dass diese wegen des Klimawandels keine Zukunft haben. Ein ganzer neuer Zweig der Psychologie hat sich entwickelt, der sich mit den mentalen Schwierigkeiten befasst, die aus dem Klima-Wahn resultieren: Öko-Psychologie. Falls die emotionalen Schäden bei Erwachsenen schon schlimm sind – wie viel schlimmer sind sie dann bei Jugendlichen hinsichtlich der Entwicklung ihrer intellektuellen und emotionalen Fähigkeiten auf dem Weg zum erwachsen werden?

Einige Kinder haben auf der Grundlage sie missbrauchender Falschinformationen, die ihnen täglich eingehämmert werden, zum Mittel von Aufruhr und Rebellion gegriffen. Sie verlassen die Schule und formieren sich zu Protestmärschen. Ich möchte wetten, dass kaum eines dieser gegen die vermeintliche Klima-Zerstörung seitens der Menschen demonstrierenden Kinder – wenn überhaupt irgendeines – jemals irgendeinen Beitrag gelesen hat, in welchem Ursachen und potentielle Konsequenzen des Klimawandels diskutiert werden. Auch haben sie wohl nie etwas von der Historie fossiler Treibstoffe gehört und wie sehr deren Verbrauch die Gesellschaft vorangebracht hat: verbesserte Landwirtschaft, radikal gesunkene Kindersterblichkeit und eine gewaltige Reduktion von Armut, Hunger und Mangelernährung. Auch haben sie nie gelernt, wie Marktkräfte Millionen Menschen aus täglichen Schindereien befreit haben und wie fossile Treibstoffe Umweltzerstörungen abgeschwächt und umgekehrt haben. Sie wurden indoktriniert mit Klima-Ängsten auf der Grundlage von Schlagzeilen, denen zufolge der Verbrauch fossiler Treibstoffe, die moderne Gesellschaft und die wachsende Weltbevölkerung sämtliche Ressourcen des Planeten aufbrauchen.

Die Nachrichten-Medien fördern und preisen an vorderster Stelle Klima-Proteste von Kindern, die von den meisten Völkern als zu jung, zu unentwickelt und unreif eingestuft werden, um Verträge abzuschließen; um zu entscheiden, ob sie sich tätowieren sollen oder sich großen chirurgischen Eingriffen unterziehen müssen; ob sie heiraten , rauchen, fahren Alkohol trinken oder Filme nur für Erwachsene sehen sollen; ob sie legal Feuerwaffen kaufen, ein eigenes Leben führen oder als Erwachsene zur Rechenschaft gezogen werden sollen für die meisten Verbrechen. Aber wir sollen ihre auf Falschinformationen beruhenden Ängste vor einer Klima-Katastrophe ernst nehmen – Ängste, die ihnen Jahre lang mittels Missbrauch durch Indoktrination, Falschinformationen und einseitige Darstellungen der Klimawissenschaft und der Wirtschafts-Theorie eingetrichtert worden sind.

Und als ob die Indoktrination noch nicht gründlich genug gewesen ist, treiben radikale Umweltaktivisten, pseudo-progressive Lehrer, Umwelt- und Bildungs-Bürokraten, Profiteure der politisch gewollten grünen Energie sowie lokale, nationale und internationale Politiker das Klima-Dogma voran als Teil des zentralen Lehrplanes in öffentlichen Schulen – alles in dem Bemühen, ihre Kontrolle über das tägliche Leben eines jeden Einzelnen immer weiter zu verstärken.

Man verstehe mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen Lehren über Klima als Teil eines allgemeinen Lehrplanes bzgl. Wissenschaften, darunter Biologie, Chemie, Geologie und Physik. Etwas über den Planeten Erde zu lernen, über die Unterschiede zwischen Ökosystemen, die Wechselwirkung von deren verschiedenen Komponenten, die Myriaden von Faktoren, welche das Klima sich mit der Zeit ändern lassen – und darüber, wie die menschliche Gesellschaft zum Klimawandel beigetragen oder sich an denselben angepasst und reagiert hat – lokal, regional und global – all das kann Kinder besser auf die sozialen und klimatischen Bedingungen vorbereiten, denen sie begegnen, wenn sie erwachsen werden – welche auch immer das sind. Das Problem sind die Bemühungen bzgl. „Bildung“ über Klima, die bislang nichts anderes sind als Indoktrination: die dogmatische, gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung, dass es einen wissenschaftlichen Konsens gibt darüber, dass die Menschen zu viele Ressourcen verbrauchen und einen gefährlichen Klimawandel bewirken. Die einzige Lösung soll der sofortige Ausstieg aus den fossilen Treibstoffen sein – was viele Analysten den „Klima-Wahn“ nennen.

Jeder Hinweis darauf, dass Ursachen und Folgen des Klimawandels immer noch Gegenstand aktiver Debatten sind oder dass fossile Treibstoffe für die Umwelt genauso wertvoll sind wie für Menschen oder dass sich erwiesen hat, dass Marktkräfte irgendwelche Umweltprobleme viel besser lösen als immer neue Eingriffe seitens der Regierung – all das wird aus Lehrbüchern, Studiums-Leitlinien und Lehrplänen gestrichen. Anstatt den Schülern beizubringen, wie man selbstständig nachdenkt und Fragen stellt, wie man Hypothesen mittels Daten austestet und Logik bei Schlussfolgerungen walten lässt, wird den Kindern hinsichtlich der Klima-Bildung beigebracht, ihr Gehirn abzuschalten und unkritisch alles zu glauben, was ihnen ihre Lehrer sagen.

Der Autor Sanjeev Sabhlok schreibt: „Die Klima-Hysterie ist eine großartige Gelegenheit, den Kindern beizubringen, Fragen zu stellen“. Ich stimme zu, aber genau das wird eben nicht gemacht. Stattdessen – dass hat sogar der linke Guardian kürzlich eingeräumt – „beruhten bis heute alle Versuche, die Öffentlichkeit – und unsere Kinder – über den Klimawandel zu unterrichten, auf Angsterzeugung, die sich auf Superstürme, massive Überschwemmungen und ominöse Wetterereignisse konzentrieren, um Furcht zu wecken“. Letzteres verhindert echtes Lernen und schädigt die Psyche von Kindern. Und doch – auf der Grundlage meiner Erfahrungen mit der Klima-Bildung hier in Texas und in anderen US-Staaten ist alles, was wir erwarten können, noch mehr Angsterzeugung und Agitation pro Sozialismus.

Um der Kinder willen – es ist längst überfällig damit aufzuhören, die betrügerische Aussage weiter voranzutreiben, dass es einen Konsens gibt darüber, dass Menschen einen katastrophalen Klimawandel verursachen, welcher schon bald dazu führen wird, dass die Menschen ums Überleben kämpfen auf der verblühten Hülle eines Planeten (in 10, 12, 50 oder 100 Jahren – man wähle selbst das bevorzugte Ende-der-Welt-Datum, welches von diversen Klima-Scharlatanen und -Hausierern hinaus posaunt wird). Bitte hört auf, die Kinder mit der Lüge zu indoktrinieren, dass sie nur durch Aufgabe ihrer selbst gewonnenen individuellen Hoffnungen und Träume für ein besseres Leben sich selbst und Planeten vor dem Untergang retten können. Bitte, um der Kinder willen, um deren mentaler Gesundheit und deren physikalisches Wohlergehen willen – sagt endlich, dass es Klimawandel schon immer gegeben hat und auch weiterhin geben wird, und dass die Menschen heute ebenso wie in der Vergangenheit sich an jene Änderungen anpassen können. Jeder folgenden Generation war es jeweils besser gegangen als der vorherigen Generation.

Das ist es, was uns Historie und Wissenschaft gleichermaßen bzgl. Klima zeigen, und das sind die guten Nachrichten, welche Medien und Bildungssysteme verbreiten sollten.

Bringt endlich die guten Nachrichten – für unsere Kinder!

Quellen: SOURCES: NBC News; Buzzfeed News; Times of India; Study International

Übersetzt von Chris Frey EIKE