Klima-Bankrott:Grünes Unter­nehmen in Kalifor­nien macht pleite – weitere Pleiten werden folgen

Falls Klima-Pleiten jene enthalten, welche durch Klima-Aktivismus oder eine perverse Klimapolitik verursacht sind, dann gibt es viele Unternehmen, die von der Klima-Industrie in den Bankrott getrieben worden sind. PG&E ist dafür das jüngste Beispiel.

Vorige Woche beantragte der kalifornische [Energie-]Versorger PG&E den Schutz vor Bankrott gemäß Kapitel 11 des Bankrott-Schutzgesetzes (hier), hatte doch das Unternehmen geschätzte Verbindlichkeiten in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit den katastrophalen Buschbränden in dem US-Bundesstaat in den Jahren 2017 und 2018.

Die Klima-Kreuzzügler der Mainstream-Medien twitterten wild drauflos mit Behauptungen, dass PG&E den „ersten Klima-Bankrott“ repräsentiert. Und zwar weil angenommen wird, dass die von PG&E ausgehenden Stromleitungen in der trockenen Vegetation zu Bränden Anlass gaben und dass Trockenheit eine Folge extremer Dürre infolge des Klimawandels war, welcher wiederum der mit fossiler Energie betriebenen industriellen Gesellschaft sowie üblen, nichtsnutzigen Ölunternehmen geschuldet ist. Es ist immer die gleiche Leier.

Dass Klimawandel eine existenzielle Bedrohung für gesunde Unternehmen ist, war zunehmend das Thema der UN-basierten Klima-Industrie. Der Kollaps von PG&E wird wahrscheinlich schon jetzt intensiven Forderungen von Klima-Aktivisten weiteren Nachdruck verleihen, dass Unternehmen bekennen sollen, dass ihr Modell hinsichtlich der Präsenz von Klima-Risiken gescheitert ist. Tatsächlich hat PG&E selbst Klimawandel verantwortlich gemacht – also das nebulöseste und subversivste aller Konzepte. Aber eine solche Behauptung repräsentiert weder Wissenschaft noch politische Führung. Sie repräsentiert Verzweiflung.

Einer der prominentesten Befürworter der Offenlegung von Emissionen und Klima-Programmen ist eine in London ansässige Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) mit der Bezeichnung CDP (einst das Carbon Disclosure Project) [disclosure = Offenlegung]. Aber es gibt da ein Problem für die Glaubwürdigkeit von CDP – und für die gesamte Vorstellung, dass das Einräumen angeblicher Kohlenstoff-Kriminalität den Behauptungen der Veröffentlichungs-Befürworter zufolge „einfach eine gute Sache“ ist. Das jetzt vom Bankrott bedrohte Unternehmen PG&E war das Modell der Klima-Bedenken. Die CDP hat es als „eines der führenden Unternehmen weltweit bezeichnet, wenn darum geht, öffentlich Informationen bzgl. Treibhausgas-Emissionen, Reduktionsziele derselben und Implikationen des Klimawandels für das Unternehmen bekannt zu geben“. Es scheint ihm nicht bekommen zu sein.

Den jüngsten Einstufungen von CDP zufolge kommt die Klima-Einschätzung von PG&E „voran“ (infolge „methodischer Änderungen“, wie es ein CDP-Sprecher ausdrückte), aber die Einordnungen des Unternehmens stehen online. „PG&E hat eine lange Tradition bzgl. Kampf gegen den Klimawandel“, heißt es dort. „Dies ist integraler Bestandteil unserer Bemühungen, den Verbrauchern sicher, zuverlässig und bezahlbar saubere Energie zu liefern. Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, unseren Kohlenstoff-Fußabdruck zu verkleinern, eine Low-Carbon-Politik für Kalifornien und die gesamten USA durchzusetzen sowie den Verbrauchern mit Anreizen zu helfen, ihren Energieverbrauch zu verringern“.

Vielleicht hätte man sich bei PG&E mehr darauf konzentrieren sollen, Totholz neben den Übertragungsleitungen zu entfernen.

CDP behauptet, dass wir mit „der Einstufung von Unternehmen von A bis D- Organisationen mittels Veröffentlichungen zu einer besseren Aufmerksamkeit, Management und schließlich Führung zu verhelfen“. Unglücklicherweise fand sich PG&E selbst führend auf dem Weg in brennende Wälder, persönliche Tragödien und einen potentiellen Flächenbrand bzgl. Bilanz.

Im Jahre 2017 war PG&E mit „A minus“ eingestuft. Falls dieses Öffentlichkeits-Ritual dazu gedacht war, Investoren anzulocken, wurden sie in die Irre geführt. Tatsächlich fragt man sich, ob ein guter Anwalt mal genauer schauen könnte, ob CDP selbst nicht gesetzlich belangt werden kann in dieser Hinsicht.

Inzwischen ist das Letzte, was das Straucheln von PG&E rechtfertigt, irgendeine Verdoppelung internationaler Klimakonferenzen, um weitere Fake-Verpflichtungen hervorzuzaubern. Es grenzt an Geisteskrankheit vorzuschlagen, dass die Art und Weise des Umgangs mit Buschbränden in Kalifornien darin besteht, Burundi mehr Solarpaneele, Spanien mehr Windmühlen und China mehr Elektrofahrzeuge aufzuzwingen.

Einer der großen Erfolge der Klima-Industrie war es, alle Naturkatastrophen oder jedes Extremwetter mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen – was heute konventionell als „katastrophaler, vom Menschen verursachter Klimawandel“ apostrophiert wird. Allerdings ist der Gedanke, dass PG&E irgendeine Art Tipping Point bzgl. körperschaftlicher Klimapolitik ist, absurd.

Falls Klima-Bankrotte herangezogen werden, um jene zu erfassen, welche durch Klima-Aktivismus oder eine perverse Klimapolitik verursacht worden sind, dann gibt es viele Unternehmen in Alberta, welche durch die Kampagne der Klima-Industrie in den Bankrott getrieben worden sind, ihre Ausweitung zu verhindern. Und was ist mit jenen alternativen Energie-Unternehmen, die untergegangen sind, nachdem man ihnen die Subventionen gestrichen hatte? Falls Tesla scheitert – wird das dann zum weltgrößten „Klimawandel-Bankrott“?

Kalifornien hat in der Vergangenheit schon viele Energiekrisen durchlaufen, hauptsächlich aufgrund falscher Gesetzgebung und Vorschriften, und der Erfolg der Umwelt-Extremisten, den Bau neuer Kraftwerke zu verhindern tat ein Übriges. Die Klimapolitik des Staates wird als „am fortschrittlichsten“ apostrophiert – das heißt, am drakonischsten und kostspieligsten in den USA. Mittlerweile hat PG&E um Schutz vor Bankrott nachgesucht als Folge einer perversen Politik.

Der Staat ist ebenfalls bekannt für das Ausmaß seiner Naturkatastrophen. Es besteht kein Zweifel, dass die Buschbrände der letzten zwei Jahre in Kalifornien die tödlichsten und zerstörerischsten in der Historie des Staates waren, aber Tod und Zerstörung als Folge der Brände war nicht deren „beispiellosem“ Ausmaß geschuldet, sondern der Tatsache, dass man – mit Genehmigungen auf staatlicher und Gemeinde-Ebene – verletzbares Eigentum in Gebieten erschaffen hat, welche für Brände anfällig sind. Nicht unerheblich trug auch eine abwegige Politik der Waldbewirtschaftung zum Ausmaß der Brände bei.

PG&E war von Staats wegen verpflichtet, Stromleitungen in diese feueranfälligen Gegenden zu legen, wodurch auch die Möglichkeit stieg, dass die Leitungen in Kontakt mit trockenem Holz kommen. Obwohl PG&E versucht hat, diese Risiken zu minimieren, scheinen sie die Ursache vieler der Brände gewesen zu sein. Der andere Schlüsselfaktor, weshalb PG&E um Schutz vor Bankrott nachsuchen muss, sind staatliche Gesetze, welche dem Unternehmen die Verantwortung aufbürden selbst dann, wenn keine Fahrlässigkeit vorliegt.

Eine andere falsche Schlussfolgerung aus diesem Fiasko ist, dass es von den Unternehmen verlangt wird und gerechtfertigt ist, dass diese ihre Emissionen und Klima-Programme besser überwachen als es uns CDP glauben machen will.

Aber wer oder was genau ist CDP?

Das Carbon Disclosure Project [etwa: Kohlenstoff-Veröffentlichungs-Projekt] wurde im Jahre 2000 ins Leben gerufen mit Geldern von Rockefeller Philantropy Advisors (CDP hat Fragen nach den Gründern, Unterstützern und ehemaligen Vorsitzenden nie beantwortet). Das Projekt ist eng mit Kräften verbandelt, welche versucht haben, die Ölsande in Alberta zu verschließen und welche Initiativen unterstützen wie etwa die subversive Earth Charta von Maurice Strong. Das clevere Finanzkonzept von CDP bestand darin, große Investoren mit Klima-Bedenken zusammenzutrommeln, welche bereits durch radikale NGO-Kampagnen weich geklopft worden sind. In einigen Fällen – wie etwa staatlichen Pensions-Fonds – war nicht einmal ein Weichklopfen erforderlich.

CDP begann dann, im Namen dieser besorgten Investoren Briefe zu schreiben an jedes öffentliche Unternehmen der Erde. Sie begannen mit den 500 größten davon und verlangten die Offenlegung von Emissionen und Klimaprogrammen. Es bedurfte großen Mutes seitens der Unternehmen, diesem Ansinnen zu widerstehen. Kein Organ wollte als Klima-Leugner niedergeschrien werden. Es hieß, dass Unternehmen lediglich „dem Vorsorgeprinzip folgen“. Tatsächlich jedoch unterwarfen sie sich der hysterischen Seite.

CDP ist keine wissenschaftliche Organisation. Sie hat keine politische Legitimität (obwohl sie Geld von der Regierung erhält). Niemand hat CDP eine „Sozial-Lizenz“ verliehen – außer den großen Investoren, welche zugelassen haben, dass CDP ihr Sprachrohr ist und den Unternehmen, welche einer Einstufung zugestimmt haben. Außerdem ist deren fundamentale Grundlage – dass nämlich Bedenken hinsichtlich des Einflusses von Unternehmen auf den Klimawandel von Aktionären getrieben werden – betrügerisch.

Während aktivistische Investoren viel Lärm machen und lokalen Regierungen eine Klima-Resolution nach der anderen abringen, zeigt der durchschnittliche Aktionär wenig Interesse daran, Druck auf die Direktoren auszuüben, sich an die Vorderfront des Klima-Kreuzzugs zu stellen.

Link: https://www.thegwpf.com/climate-bankruptcy-californias-green-energy-company-goes-bust-more-to-come/

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Soweit die Betrachtung dieses Einzelfalls. Dass es sich aber keineswegs um einen Einzelfall, sondern um einen groß angelegten Plan zur wirtschaftlichen Zerstörung handelt, zeigt der folgende Beitrag:

Hinter dem grünen Vorhang Kaliforniens

Ron Stein

Kalifornien befindet sich in einer Identitäts-Krise. Das der Öffentlichkeit präsentierte Gesicht ist bewusst grün und willens, mit Bemühungen fortzufahren, den Kohlenstoff-Fußabdruck des Staates maximal zu verkleinern. Das Gesicht, welches man nicht sieht, ist dasjenige, welches den aktuell scheiternden ökonomischen Status zeigt sowie den steigenden Prozentsatz von Armut und wie die Schaffung einer total grünen Ökonomie dieses Problem verschärft.

Auf dem Klimawandel-Maßnahmen-Gipfel in San Francisco vom 12. bis 14. September 2018 zeichnete Gouverneur Jerry Brown ein glänzendes Bild hinsichtlich Kaliforniens Bemühungen, seine 1% des Beitrags zu Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Aber die von ihm angesprochenen Punkte sind zumeist Schall und Rauch.

Lassen wir einmal das glänzende Äußere hinter uns und stellen die besorglichen realen Fakten in den Vordergrund. Das Problem der Obdachlosigkeit und von Menschen, die jedes Jahr, wenn nicht sogar täglich, unter die Armutsgrenze fallen, ist im Golden State real:

In Kalifornien gibt es 25% aller Obdachlosen in der ganzen Nation, und das nationale Mittel von einem Obdachlosen pro 1000 Personen ist doppelt so hoch (hier).

Hinsichtlich der Armutsraten für jeden Staat – geographisch adjustiert – steht Kalifornien an erster Stelle mit 23,8% (hier)

Die Auswirkungen der Klimawandel-Initiativen sind bereits in allen Haushalten des Staates deutlich spürbar, und zwar in Gestalt der Energiekosten, welche die höchsten der gesamten USA sind.

Einem Report des Energy Information Centers der USA aus dem Jahr 2016 zufolge zahlen die Haushalte in Kalifornien fast 40% mehr für Strom als im nationalen Mittel. Diese Zahl dürfte noch steigen, wenn der Hochgeschwindigkeits-Zug und andere Energie-intensive Projekte in naher Zukunft realisiert werden.

Außerdem zahlt man in Kalifornien fast einen Dollar mehr pro Gallone [ca. 4 Liter] Treibstoff als im übrigen Land. Gründe hierfür sind:

a) Die Benzinsteuern sind mit die höchsten im ganzen Land

b) Umrüstungskosten in den Raffinerien pro Gallone

c) Kosten der Einhaltung von Cap-and-Trade-Programmen pro Gallone

d) Kosten der Einhaltung von Low-Carbon-Standards pro Gallone und

e) Kosten der Einhaltung von Erneuerbaren-Standards pro Gallone.

Weitere Preissteigerungen für Treibstoff sind für das Jahr 2030 projiziert, was einen oder zwei weitere Dollar pro Gallone Treibstoff ausmachen kann, welche die Verbraucher an der Benzinpumpe berappen müssen (hier).

Weil die Einkommen nicht steigen, um diese zusätzlichen Kosten abzudecken, ist es kein Wunder, dass der Gouverneur alles daran setzt, dass diese hässlichen Wahrheiten hinter der Rhetorik, den Staat aufzuräumen, nicht offenbar werden.

Außerdem versucht Kalifornien, gewählte Politiker in der ganzen Nation dahingehend zu beeinflussen, dass sie sich auf jene subventionierten Erneuerbare mit geringer Energiedichte wie Wind und Solar in ihren Ökonomien konzentrieren. In einer Welt, in der Ökonomien von Energie abhängig sind, sei diese nun auf der Grundlage von Kernkraft oder Kohlenstoff rund um die Uhr erzeugt, macht es einfach keinen Sinn, sich allein auf die unzuverlässigen Energieträger zu stützen.

In Wirklichkeit haben zwei primäre Entwicklungen mehr für den Fortschritt des globalen Handels geleistet als irgendetwas anderes, nämlich der Dieselmotor und die Jet-Turbine. Beide werden mit Öl befeuert, und ohne diesen Treibstoff und ohne die 6000 Erzeugnisse aus Öl und Petroleum (hier) würden Transport und Kommerz auf das Niveau des vorindustriellen Zeitalters zurückfallen. Dann sage man Auf Wiedersehen zu der Globalisierung, wie wir sie heute kennen.

Bei der Verfolgung des Emissions-Kreuzzuges, in welchen Kalifornien die Welt einzusteigen wünscht, hat der Gouverneur ein eklatantes Fehlen von Verständnis dafür an den Tag gelegt, welche Notwendigkeit für diese Petroleum-Produkte bzgl. der gegenwärtigen Weltordnung besteht. Die Bewegung hin zu 100% Erneuerbaren und „Null-Kohlenstoff“-Quellen bei der Stromerzeugung bis zum Jahr 2045 wird die zukünftige Existenzfähigkeit der kalifornischen Wirtschaft zerschlagen.

Zu missachten, dass immer mehr Bürger die Kosten von neuer Energie-Forschung und -entwicklung nicht mehr werden stemmen können, wird der Untergang der derzeitigen Verwaltung sein. Die Kosten für den durchschnittlichen Verbraucher werden die Lücke zwischen jenen, die sich diese Preise leisten können, und jenen, die das nicht können, immer größer. Dies wird unzufriedene Wähler hervorbringen, welche Repräsentanten wählen werden, die die graduelle wirkliche Änderung verstehen.

Der Vorhang ist niedergerissen worden, und die Sicht auf das reale Kalifornien entspricht keineswegs dem hübschen Bild, welches da gezeichnet worden ist. Rücksichtslose Klimaziele, welche die Vorteile der gegenwärtigen Energiequellen ignorieren, werden den Staat in den Bankrott treiben und eine immer weiter zunehmende Masse von Menschen hervorbringen, die bzgl. Energie und Ökonomie verarmt werden.

Link: http://www.cfact.org/2019/01/30/behind-californias-green-curtain/

Alles übersetzt von Chris Frey EIKE




New Yorker Öko-Extre­misten vs. die Mittel­klasse

Dieser Konflikt verweist auf stattfindende Kämpfe zwischen grünen Extremisten einerseits und jenen andererseits, die Umweltaktivismus und traditionellen Energieverbrauch für vereinbar halten, wobei Letzterer für den normalen Lebensstandard und Florieren auch in absehbarer Zukunft unabdingbar ist.

Gouverneur Cuomo ist bislang der Extrem-Umweltagenda gefolgt. Er verbot das Fracking, obwohl der Staat auf einem großen Teil des gasreichen Marcellus-Schieferfeldes sitzt (welches sich zufällig auch in einem wirtschaftlich benachteiligen Gebiet befindet). Er trachtete danach, das Kernkraftwerk Indian Point zu schließen, welches die Metropolregion New York City versorgt, und er steht hinter dem trendigen „Green New Deal“, einem Eckpunkt der Linksextremen. Diese wollen während der nächsten zwei Jahrzehnte fossile Treibstoffe zu 100% durch erneuerbare Energie ersetzen.

Für alle in der Extrem-Umweltbewegung ist das Eintreten für sauberes Wasser und saubere Luft von gestern. Jetzt muss man gegen jedwede Extraktion von Energie aus dem Boden sein, das heißt also gegen fossile Treibstoffe, seien das nun Kohle, Erdgas, Öl oder – zusätzlich – Kernkraft. In ihren Köpfen spukt herum, dass wenn man wirklich gegen Erdgas-Fracking ist, man auch dagegen sein muss, das Gas von außerhalb einzuführen.

Bislang folgt Gouverneur Cuomo den Umwelt-Extremisten und blockiert Erdgas-Pipelines, aber auf der anderen Seite bildet sich jetzt Druck. Führende Wirtschaftsmanager des Staates warnen vor „verhängnisvollen ökonomischen Konsequenzen“, falls die Pipelines nicht die von der Cuomo-Regierung aufgestellten Hürden überwinden können. Beispielsweise hat der Staat zwei Pipelines blockiert, durch welche Erdgas aus Pennsylvania zu unterstützungsbedürftigen Regionen des Hinterlandes geleitet werden sollte – Pipelines, die bereits von der [US-]Bundesregierung und dem Staat Pennsylvania genehmigt worden waren. Gouverneur von Pennsylvania ist der Demokrat Tom Wolf.

In der reicheren Region des Staates New York hat der Hauptversorger Consolidated Edison (Con Ed) kürzlich ein Moratorium von Erdgaslieferungen an Neukunden verkündet, von denen Viele von Heizöl wegkommen wollen. Das Unternehmen verhängte dieses Moratorium wegen „Pipeline-Schwierigkeiten“ und weil es sich zu Gas-Projekten verpflichtet hat, „die den Bedürfnissen des Staates New York entgegenkommen“. Das kleinlaut vorgetragene Statement vermied es, den wahren Schuldigen zu benennen für dessen Unfähigkeit, Neukunden Gas zu liefern: die fortgesetzte Begünstigung von Extrem-Umweltaktivisten seitens Gouverneur Cuomo.

Das Moratorium von Con Ed bzgl. Erdgas war zu viel für die Mehrheitsführerin des Senats in dem Staat Andrea Stewart-Cousins. Sie repräsentiert einen Teil der betroffenen Westchester County [County: ein Verwaltungsgebiet, vergleichbar mit unseren Landkreisen. Anm. d. Übers.] Aber auch sie vermied es, den Gouverneur, ihren Parteifreund, dafür verantwortlich zu machen. Stattdessen kritisierte sie die Maßnahme des Versorgers, welche „viele Gemeinden und Anwohner schädigen werde … und welche smarte Investitionen in kommerzielle und bezahlbare Wohnbauprojekte beeinträchtigen werde“.

Auf der gleichen Schiene fährt ein leitendes Mitglied des Gesetzgebers von New York State, die Demokratin Amy Paulin aus Scarsdale im Westchester County. Sie sagte: „Die Maßnahme wird die Entwicklung in Westchester verheeren … im ersten Moment klingt es so, als ob wir eine große Katastrophe haben“. Und weiter: „Wir können nicht einfach, die gesamte wirtschaftliche Entwicklung stoppen“.

Oh, und ob wir können! (in Abwandlung einer bekannten Phrase). Den Umwelt-Extremisten sind diese vernünftigen Bedenken völlig egal, und der Gouverneur steht bisher fest an ihrer Seite in diesem eskalierenden Konflikt – und nicht an der Seite von Ms. Paulin oder der Senats-Mehrheitsführerin.

Dann ist da die geplante Williams Pipeline, durch welche Erdgas nach New York City und Long Island strömen sollte, einschließlich eines neuen Hockey-Platzes und einem Ort für Veranstaltungen im Belmont Park. Eine Entscheidung seitens des Staates soll irgendwann im Frühjahr kommen. Unter den Gründen, warum Umwelt-Extremisten dagegen sind, finden sich „Schädigungen“ des menschlichen Lebens und maritimer Lebensformen – und dass es „zur Klima-Krise beiträgt“.

Das Beenden der Ausweitung der Erdgas-Förderung ist extrem und unpraktisch. Und dennoch ist es zu einer Kernforderung der Demokraten geworden, plädieren doch prominente Demokraten zunehmend für den vollständigen Ersatz fossiler Treibstoffe durch „erneuerbare“ Energie bis zum Jahr 2040 oder früher. Diese Energie-Transformation ist ein Eckpunkt des „Green New Deal“, und der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo findet sich unter einer zunehmenden Zahl prominenter Politiker der Demokraten mit Präsidentschafts-Ambitionen.

In Cuomos Staat New York kollidiert die Agenda der Umwelt-Extremisten mit den realen Energie-Bedürfnissen für Industrie und Haushalte. Die Frage lautet, wie lange der Gouverneur die Erdgas-Entwicklung noch behindern kann, vor allem vor dem Hintergrund, dass erneuerbare Energie in großem Umfang immer noch ein sprichwörtliches Luftschloss bleibt.

In größerem Rahmen sind diese Ereignisse bzgl. Erdgas-Pipelines in New York eine Fortsetzung des bekannten und eskalierenden Konfliktes zwischen Umwelt-Extremismus und dem Leben nach dem Amerikanischen Traum. Dieser Konflikt hat sich mittlerweile im gesamten Land manifestiert, und das wird auch so weitergehen, bis gewählte Funktionäre etwas gesunden Menschenverstand walten lassen auf der Grundlage praktischer Notwendigkeiten und realer Wissenschaft.

Link: http://www.cfact.org/2019/02/02/new-york-eco-extremists-vs-the-middle-class/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der Planet erwärmt sich nicht mehr

Abb. 1: Beiträge zur Erwärmung laut IPCC.

Dem IPCC zufolge haben die GHGs zu 77%, aber wahrscheinlicher noch zu 120% und bis zu 200% zur beobachteten Erwärmung beigetragen.

Die Rate der Änderung des CO2-Gehaltes (also die atmosphärische CO2-Zunahme in jedem Jahr) hat seit 1959 fast linear zugenommen und liegt gegenwärtig bei ~2,4 ppm pro Jahr.

Abb. 2: Die am Mauna Loa gemessene Rate der Zunahme von CO2 (ppm pro Jahr). Dünne Linie = 12-monatliche Zunahme, dicke Linie = Gauss’sche Glättung. Rote Linie = polynomisches Fit kleinster Quadrate 2. Ordnung der jährlichen Zunahme.

Falls die IPCC-Hypothese korrekt wäre, sollte die Erwärmungsrate sich beschleunigen, wenn CO2 rapide steigt. Die Erwärmungsrate kann nur sinken, falls die CO2-Zunahme langsamer erfolgt und in eine Abkühlungsrate umschlagen (negative Rate), falls der CO2-Gehalt abnimmt.

Aber diese Hypothese passt nicht zu den Beobachtungen. Die Rate der Temperaturänderung in Grad Celsius pro Jahr nach HadCRUT4 nimmt nicht mehr zu. Tatsächlich hat die Zunahme bereits um das Jahr 1994 geendet und ist seitdem rückläufig. Die globale Erwärmung erfolgte immer langsamer, obwohl der CO2-Gehalt mit immer der gleichen rapide Rate gestiegen ist.

Abb. 3: HadCRUT4-Rate der Temperaturänderung (°C/Jahr). Dünne Linie = 12-Monate-Rate der Änderung, dicke Linie = Gauss’sche Glättung. Rote Linie = polynomisches Fit kleinster Quadrate 2. Ordnung der jährlichen Zunahme.

Seit 2017 ist die Rate der Temperaturänderung ins Negative umgeschlagen:

Abb. 4: Zoom der HadCRUT4-Rate der Temperaturänderung (°C/Jahr). Der best polynomial fit zeigt die langzeitliche Entwicklung der Temperaturänderungs-Rate.

Die Abnahme der globalen Erwärmung seit 1994 und die Abkühlung seit 2017 sind inkompatibel mit der Hypothese, dass der zunehmende CO2-Gehalt die globale Erwärmung treibt. Andere Faktoren müssen diesbezüglich bedeutender sein als CO2.

Die Daten des Mauna Loa können hier heruntergeladen werden, die globalen Temperaturdaten von HadCRUt4 hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/02/06/the-planet-is-no-longer-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ein brutales Beispiel, warum 100% Erneuer­bare nicht funktio­nieren können

Man betrachte beispielsweise die mittelatlantische Region im Zuständigkeitsbereich des lokalen PJMNetzbetreibers. PJM (Pennsylvania-New Jersey-Maryland) koordiniert den Stromtransport in allen Gebieten von Delaware, Illinois, Indiana, Kentucky, Maryland, Michigan, New Jersey, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Tennessee, Virginia, West Virginia und dem District of Columbia [= Washington DC]. Man überwacht dort auch die Zuverlässigkeit des Systems.

Am 31. Januar befand sich PJM in der Tiefkühlung. Der Gesamt-Stromverbrauch belief sich dem Vernehmen nach auf atemberaubende 140.000 MW (hier). Davon hatte Wind einen Anteil von etwas über 1000 MW (also fast gar keinen) und Solar überhaupt keinen Anteil. Es gab praktisch keinerlei Wind- oder Solarenergie. Dabei hätte es überhaupt keine Rolle gespielt, wie viel Wind- und Solar-Kapazität man errichtet hätte, denn Null mal sehr viel bleibt immer noch Null. Erfrieren in der Dunkelheit kommt einem da sofort in den Sinn. Glücklicherweise standen zuverlässig Kohle, Gas und Kernkraft in ausreichender Menge zur Verfügung.

Es ist offensichtlich, dass unter diesen extremen Bedingungen, die keineswegs selten sind [und zu denen es auch bei uns mit Sicherheit wieder kommen wird, Anm. d. Übers.], Erneuerbare nutzlos sind . Ausgedehnte Kälte- oder Hitzewellen im Bereich stabiler Hochdruckgebiete treten alle paar Jahre in praktisch allen Gebieten Amerikas auf.

Die 100%-Erneuerbare-Leute (einschließlich der New Green Dealers) behaupten, zwei Lösungen zu haben für dieses Problem fehlender Energieerzeugung, aber beide Lösungen sind reine Phantasie.

Die erste Lösung besteht in etwas, das ich das Super-Netz nenne. Der dahinter stehende Gedanke ist, dass Wind irgendwo wehen muss, weshalb wir einfach die Energie dort erzeugen und dann überleiten müssen. Das Killer-Problem hierbei ist jedoch, dass diese Hochdruckgebiete wahrhaft monströse Ausmaße annehmen. Im vorliegenden Fall könnte PJM in der Lage gewesen sein, eine gewisse Menge Windstrom aus den Rocky Mountains zu bekommen, aber über die Hälfte des Landes liegt dazwischen (abgesehen davon, dass es nachts nirgendwo Solarenergie gibt).

Nun sind aber die im Westen liegenden US-Staaten ebenfalls Schauplatz von Monster-Hochdruckzonen mit Hitze- und Kältewellen plus dem daraus folgenden Spitzenbedarf an Energie. Um also das Super-Netz brauchbar zu machen, bräuchten wir genug Windkapazität, um das gesamte Land immer wieder zu versorgen, vielleicht in allen vier Ecken der 48 Staaten. Wir bräuchten außerdem ein Übertragungssystem, welches die Energie aus jeder Ecke ins ganze Land leitet. Das ist das Super-Netz.

Ich bezweifle, dass es dieses sehr zuverlässige Windpotential überhaupt gibt. Das spielt aber keine Rolle, weil die Kosten einer solchen Monstrosität im Phantastilliarden-Bereich liegen würden. Die Energieversorgung von Denver und dann von Denver nach New York sowie bzgl. aller anderen Kombinationen über das Land ist absurd.

Die zweite Phantasie-Lösung für das Problem der Nichtverfügbarkeit wird Speicherung genannt, womit zumeist Batterien gemeint sind. Die Kosten dafür wären aber sogar noch weit höher als die für das Super-Netz. Außerdem hätten wir es dann mit gewaltigen Mengen giftiger Chemikalien zu tun.

Nun installieren wir tatsächlich Batterie-Systeme zusammen mit großen Solarparks, doch könnte das die Leute zum Narren halten mit dem Gedanken, dass Batterien das Problem der Nichtverfügbarkeit überwinden können. Aber diese Batterie-Systeme sollen kurzfristige Fluktuationen zur Wahrung der Netzstabilität ausgleichen. Trotz der Kosten in Höhe von vielen hundert Millionen Dollar speichern sie weniger als 1 Stunde Generatorleistung, und 200 MW sind ein großes System.

Genug Batterien zu haben, um auch nur PJM mit Wind- und Solarenergie zu versorgen, würde vermutlich viele Billionen Dollar kosten, falls ein solches System überhaupt zum Laufen gebracht werden kann. Auch hier wären die Kosten, Amerika zu 100% mit Erneuerbaren zu versorgen, astronomisch.

Falls für diese fantastischen, so genannten Lösungen des Problems der Nichtverfügbarkeit die Stromverbraucher aufkommen müssten, könnten sich nur die Reichen diesen Strom leisten. Sie über Kohlenstoff-Steuern zu finanzieren wäre sogar noch regressiver. Außerdem sind diese Monster-Lösungen möglicherweise aus Ingenieur-technischer Sicht undurchführbar, um die Unmöglichkeit, so etwas zu installieren, nicht zu erwähnen.

Nichts dieser Unmöglichkeiten kümmert die Politiker einschließlich der New Green Dealers. Den Leuten, oder zumindest den Demokraten unter ihnen, wurde eine Packung grüner Phantastereien angedreht, und jetzt wollen sie beliefert werden. Dranbleiben!

Link: http://www.cfact.org/2019/02/04/a-brutal-example-of-why-100-renewables-cant-work/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Grüne Verrückt­heit: Deutsch­lands Stromnetz-Umbau kostet 20 Milliarden Euro mehr als erwartet

Der Umbau des Stromnetzes wird bis zu 52 Milliarden Euro kosten, das sind 53% mehr als für den Haushalt 2014 vorgesehen. Dies meldeten die mit dem Bau der Nord-Süd-Hochspannungsleitungen befassten Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung [auf Deutsch!]. Zwei weitere dieser Leitungen zusätzlich zu den drei bereits geplanten werden gebraucht, um den neuen Zielen bzgl. grüner Energie der Regierung zu genügen, heißt es.

Die überarbeiteten Baupläne bedeuten höhere Stromrechnungen für eine Nation, in der man sich bereits mit Dänemark die höchsten Strompreise der EU teilt. Ausgaben für die Erweiterung des Netzes werden auf die Rechnungen der Verbraucher aufgeschlagen.

„Die Überarbeitung des nationalen Netzes, um einem neuen Ziel grüner Energie zu genügen, wird die Stromverbraucher definitiv teurer zu stehen kommen – um wie viel können wir nicht sagen“, sagte Peter Ranke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur. „Wir versuchen, die die Konstruktion des Netzes zu beschleunigen und wissen noch nicht, ob wir diese zwei zusätzlichen Leitungen überhaupt in vollem Umfang brauchen“ …

Im Jahre 2018 erhöhte Merkels neue Koalitionsregierung den Anteil sauberer Energie am Energiemix des Landes auf 65% bis zum Jahr 2030. Bislang war man von 55% ausgegangen.

Lediglich 150 km der Super-Energie-Autobahn wurden im Jahre 2018 fertig gestellt. Weitere 5700 km müssen bis 2025 folgen, dem anvisierten Zeitpunkt der Fertigstellung laut gegenwärtigem Drei-Leitungen-Plan. Das liest man auf der Website des Ministeriums für Wirtschaft und Energie.

Peter Altmaier, der zuständige Minister, sagte im vorigen Jahr, dass die Fortschritte beim Netzausbau eine „Katastrophe“ seien.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/green-madness-germanys-power-grid-overhaul-to-cost-e20-billion-more-than-expected

Übersetzt von Chris Frey EIKE