Aufkommender Todes-Kult

Unter den lächerlichen und Armut mit sich bringenden Forderungen ist der Ruf nach Zero-CO2-Emissionen bis zum Jahr 2025.

Brendan O’Neill stellte einen aufrüttelnden wake up call bei Spiked vor, den Marc Morano auf seinem Blog Climate Depot postete:

Reden wir bzgl. dieser Herrschaften nicht länger um den heißen Brei herum. Es handelt sich hier um einen Todes-Kult der Mittel- und Oberschicht.

Dies ist eine Jahrtausend-Bewegung, die wissenschaftlich daherkommen mag, die aber in Wirklichkeit von reinem Irrationalismus getrieben wird – durch Furcht, moralische Erschöpfung und Menschenfeindlichkeit. Dies ist die sinnentleerte, sich selbst verachtende Burgeoisie, die sich versammelt, um ihre eigenen psychosozialen Durchhänger der Gesellschaft insgesamt überzustülpen. Sie müssen kritisiert und lächerlich gemacht werden, bis sie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Die Gruppe fordert die Menschen in London und anderen Städten auf der ganzen Welt auf, ,zwei Wochen lang der Arbeit fernzubleiben‘ und der Revolte gegen die ,Klima- und Ökologie-Krise‘ beizutreten. Man kann genau sagen, wen sie anzulocken versuchen. Menschen der Arbeiterklasse und die Armen in Neu Delhi, Mumbai und Kapstadt – einige der Städte, in denen Extinction Rebellion Blockaden verursachen wird – können es sich natürlich nicht leisten, zwei Wochen nicht zur Arbeit zu gehen. Aber diese Proteste sind nicht für diese Menschen. Tatsächlich richten sie sich gegen diese Menschen.

Piers Morgan stellte Skeena Rathor, eine der Gründerinnen von Extinction Rebellion, wegen „Scheinheiligkeit“ zur Rede und wies darauf hin, dass sie zu seinem Interview mit dem Auto des Studios samt Fahrer erschien, während ihre Mitläufer ihre Proteste unterbrachen, um in den Fast-Food-Restaurants in London zu speisen.

Die Wahrheit ist, dass ihr alle in eurem eigenen Leben, ebenso wie eure Kinder, um deren Belange ihr euch so viele Gedanken zu machen vorgebt, Computer, Fernseher, Air Conditioning usw. habt.

Ihr habt Autos, mit denen ihr herumfahrt. Ihr praktiziert einfach nicht das, was ihr predigt…“

Sie stehlen sich davon zu McDonald’s, sie haben Diesel-Generatoren, sie alle fahren Auto … sie alle führen im Grunde ein vollständig scheinheiliges Leben.

Falls ihr wirklich glaubt, dass der Planet dabei ist unterzugehen, fangt bei eurem eigenen Kohlenstoff-Fußabdruck an. Anderenfalls werdet ihr zu den Führern in einer Debatte, in welcher ihr etwas ganz anderes sagt als ihr tut“.

Schaut dieses Bildmaterial von Extinction Rebellion an, wie sie ihren Diesel-Generator hinter hölzernen Paletten in ihrem Camp in Berlin verstecken, während der glückliche kleine Motor surrende Geräusche von sich gibt.

Das Leid und Elend, zu dem es kommen würde, falls wir tatsächlich den Forderungen von Extinction Rebellion nachkommen und jedweden Verbrauch von Öl, Gas und Kohle aufgeben würden während der nächsten sechs Jahre, wäre unkalkulierbar.

Wir müssen Politiker und Medien auf die Art und Weise aufrufen, wie es Brendan O’Neill so treffend ausdrückte:

Warum bejubelt ihr diesen Öko-Todeskult, wenn er doch nach einem Anhalten wirtschaftlichen Wachstums ruft, ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, welche verheerenden, verelenden und direkt tödliche Folgen derartige Maßnahmen mit sich brächten – Folgen für die arbeitenden und ums Überleben kämpfenden Menschen der Welt?

Gerade wenn man denkt, dass die entfesselte Linke nicht noch schlimmer wüten kann, kommt Extinction Rebellion daher.

Was kommt als Nächstes, und wie können wir Verstand und Vernunft wiederherstellen?

Autor: Craig Rucker is a co-founder of CFACT and currently serves as its president.

Link: https://www.cfact.org/2019/10/10/death-cult-rising/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Kernenergie: Der Weg in die Zukunft

Den Menschen in Deutschland wird vorgegaukelt, dass es mit der Kernenergie weltweit bergab geht, das ist falsch, wie hier dargestellt (Quelle: atw, International Journal for Nuclear Power):

In den letzten gut 10 Jahren hat weltweit die Anzahl der KKW-Neubauten von ca. 20 auf ca. 60 zugenommen. Die meisten Neubauten befinden sich in Fernost, aber es stiegen auch viele Länder ganz neu in die Kerntechnik ein. Nur Deutschland steigt aus. Wie kann das geschehen, es gibt da einen Widerspruch: Entweder liegt die ganze Welt falsch mit ihrer Einschätzung zur Kernkraft, oder Deutschland liegt falsch.

Das Buch von Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke gibt Einblick in das komplizierte Thema. Ich will hier für das Buch werben. Eine Zusammenfassung des Inhalts kann ich nicht geben, dazu ist das Thema Kernenergie zu umfangreich. Es sollen einige wichtige Punkte angesprochen werden und diesen einige weitere Gedanken hinzugefügt werden.

Über die Energiedichte

Es gibt bei der Energie drei große Gruppen hinsichtlich ihrer Energiedichte: Wind, Sonne – Kohle, Öl, Gas – Kernspaltungsenergie. Die Energiedichte verhält sich so, wie im Folgenden dargestellt:

Im Mittelalter lebten die Menschen von Wind- und Wasserkraft und durch die Energiespeicher, die mit Hilfe der Sonne gefüllt worden sind, also im wesentlichen Holz. Mit Entdeckung der fossilen Energieträger Kohle, Öl, Gas und deren 1000-fach höhere Energiedichte konnten entsprechend mehr Menschen leben, und das mit höherem Wohlstand. Einen Millionenfachen Sprung nach vorn brachte im 20-sten Jahrhundert die Entdeckung der Kernspaltung. Nun will Deutschland den ganzen Weg wieder zurückgehen, und der Weg wurde mit großer Mehrheit gewählt, wie es die Wahlergebnisse zeigen. Um das zu erreichen, muß der Wohlstand und die Anzahl der Menschen auf ein Milliardstel zurück geschraubt werden — auf welche Weise soll das geschehen???

Über die Reichweite der Energiequellen

Die Kernspaltung von Uran und Thorium könnte die Menschen viele Millionen Jahre mit Energie versorgen, wenn sie dazu den vollständigen Brennstoffkreislauf mit dem Schnellen Brüter und ständiger Wiederaufarbeitung wählen würde. Wind und Sonne bieten dieselbe Reichweite, aber nur für ein Milliardstel weniger Menschen – eine Illusion, die Zahl der Menschen zu reduzieren.

Deutschland wollte früher einmal den Weg des vollständigen Brennstoffkreislaufes gehen, der Brüter in Kalkar war zu 95% fertig und mit dem Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage war begonnen. Dann kam das politische AUS. Heute ist Russland führend beim Schnellen Brüter: Ein doppelt so großer Natrium-Brüter wie in Kalkar mit 600 MWe läuft dort in Beloyarsk schon ca. 39 Jahre, ohne dass Greenpeace oder andere NGO’s protestieren. Der Brüter BN-800 (mit 800 MWe) ist seit 2016 in Betrieb. Russland hat heute die Technologieführerschaft bei Schnellen Reaktoren und gilt als fortschrittlichstes Land der Erde.

Die Energiequellen Kohle, Öl, Gas sind endlich, sie reichen vielleicht einige Jahrhunderte, vielleicht auch 1000 Jahre – niemand kann das heute wissen. Aber wenn diese Zeit vergangen ist, gibt es die Kernspaltungsenergie immer noch viele Millionen Jahre. Daher gilt:

Kernenergie ist die Energiequelle der Zukunft

Es ist zu bedenken: Kohle, ÖL, Gas sind für viele Anwendungen unerlässlich, das sind die chemischen Anwendungen, zum Beispiel die Herstellung von Eisen aus Erz, oder Verbrennungsmotoren für Mobilität. Heute ersetzen Dieselmotoren die Hafermotoren in der Landwirtschaft heute, wie es in meiner Jugendzeit der Fall war.

Mobilität wird man niemals mit einer Maschine und Antrieb durch Kernspaltungsmotor machen können: Ein Kernspaltungsreaktor mit 100kW Leistung hätte in 2 Meter Entfernung eine Gamma-Ortsdosisleistung von rund 10 000 Sievert pro Stunde, also in drei Sekunden eine tödliche Gamma-Dosis. Eine >100 Tonnen schwere Abschirmung der Strahlung wäre erforderlich.

Es ist daher wichtig, die Ressourcen Kohle, ÖL, Gas für die Ernährung der Menschen zu erhalten. Anstatt mit Öl zu heizen, könnte man mit Kernkraftstrom heizen, wie es vielfach in Frankreich geschieht. Das würde Öl sparen und in vielleicht 1000 Jahren – wenn das Öl zur Neige geht – zusätzlich Menschen das Leben auf der Erde ermöglichen.

Dazu eine grobe Abschätzung: Wenn in Deutschland ein großes KKW abgeschaltet wird, dann fehlen im Jahr 10 Mrd. kWh Strom. Diese werden ersetzt durch zusätzliches Verbrennen von Kohle mit 30 Mrd. kWh Primärenergieinhalt, denn mit Sonne und Wind geht der Ersatz nicht. Mit 30 Mrd. kWh Primärenergie könnte man die Nahrung von 30 Mill. Menschen für ein ganzes Jahr erzeugen (nach Klaus Heinloth, „Die Energiefrage“), oder auch für 300 000 Menschen ein ganzes Leben lang die Nahrung erzeugen. — Die Abschaltung von KKW’s ist ethisch nicht vertretbar, darüber sollte geredet werden.

Über die Gefahren der Kernenergie

Kernkraftwerke haben im Vergleich mit anderen Kraftwerken ein zusätzliches Gefahrenpotential, das ist die Strahlung aus dem Atomkern. Diese Strahlung kann Moleküle zerstören und damit Lebewesen schädigen. Kernstrahlung ist gleichbedeutend mit der Röntgen-Strahlung, die schon Jahre vor der Kernspaltung entdeckt worden ist. Es gibt
1) die deterministische Wirkung, das ist die Strahlenkrankheit die zum Tod führen kann, und
2) die stochastische Wirkung, d.h. es kann mit nachgewiesener Wahrscheinlichkeit Krebs entstehen.

Beides hat dazu geführt, dass vom Gesetzgeber Grenzwerte eingeführt wurden. Das begann schon um 1934, als man die Dosisabhängigkeit bei Schäden durch Strahlung noch gar nicht richtig kannte. Mit Entwicklung immer besserer Messgeräte wurden die Grenzen immer weiter herab gesetzt, so dass heute Strahlung etwas Ähnliches geworden sind wie die Hexen im Mittelalter, nämlich immer GEFÄHRLICH.

Es gibt bei westlichen Reaktoren inzwischen >17 000 Reaktorbetriebsjahre, ohne daß ein Mensch einen gesundheitlichen Schaden durch das spezielle Risiko der Strahlung erlitten hätte.

Beim Fukushima-Unfall wurde niemand durch Radioaktivität geschädigt. Nur durch die Evakuierungen gab es etwa 150 bis 600 Strahlenschutzopfer (DER SPIEGEL), weil Patienten evakuiert und so deren ärztliche Versorgung abgebrochen wurde.

Beim Tschernobyl-Unfall gab es unter den ca. 140 Strahlenkranken 28 Todesfälle. Auch dort wird es infolge der Evakuierungen – es waren etwa doppelt so viele wie in Fukushima – eine hohe Zahl von Strahlenschutzopfern gegeben haben – niemand weiß es.

Gern wird verschwiegen, daß es allein in Deutschland 8 Radon-Heilbäder gibt, wo die Patienten durch die Strahlung des Radons Heilung von Beschwerden suchen und auch finden. Strahlung ist NICHT generell gefährlich, wie es die Gesetzgebung suggeriert.

Die Strahlenschutzgesetzgebung ist der folgenreichste wissenschaftliche Irrtum der Menschheit. Dazu gibt es Zahlen. Allerdings wird in deutschen Lehrbüchern zu „Strahlung und Gesundheit“ darüber geschwiegen, es müssen englischsprachige Bücher heran gezogen werden.

Über die Endlagerung

Da die Energiedichte bei der Kernspaltungsenergie millionenfach höher ist als bei Kohle, Öl, Gas, beträgt die Menge der Abfälle nur noch ein Millionstel. Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke haben vorgerechnet: Der wirkliche Abfall bewegt sich im Bereich von etwa 100 Gramm, also einer Tafel Schokolade pro Menschenleben bei den Verhältnissen in Deutschlands, wie es vor dem beschlossenen Ausstieg einmal gewesen ist.

Es gibt KEIN Endlagerproblem, es handelt sich um ein von der Politik geschaffenes Scheinproblem.

Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen

  • Zum Leben auf der Erde ist Energie erforderlich. Die Vorräte für die Kernspaltung von Uran und Thorium reichen für viele Millionen Jahre.
  • Die gegen die Kernenergie vorgebrachten Einwendungen wie Gefährlichkeit und ungelösten Endlagerung halten einer Prüfung nicht stand.

Die Zukunft gehört der Kernenergie, auch Deutschland sollte sich auf den Weg der Vernunft zurück begeben. Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke geben die Begründungen.




NYT: Geld von Millionären befeuert Klima-Alarmismus

Die Times schreibt: „Die Zuwendungen sind willkommen, sagte Roger Hallam, ein Mitbegründer von Extinction Rebellion in einem Telefon-Interview. ,Ich denke wenig überraschend, dass einige reiche Menschen intelligent genug sind, die grundlegende Mathematik [maths] (sic) durchführen zu können und zu erkennen, dass wir dem Aussterben entgegen gehen‘. Der Klimawandel macht starke Proteste vernünftig, ja sogar notwendig“.

Aber offenbar ist Hallam nicht „intelligent genug“ zu verstehen, was jeder Erstklässler weiß: dass nämlich „maths“ kein Wort ist.

Es ist schwer auszumachen, was schlimmer ist. Ist es schlimmer, dass Alarmisten und ihre Speichellecker in den Medien weiterhin mit der lächerlich falschen Story hausieren gehen, dass Skeptiker unverhältnismäßig stark finanziell gefördert werden in der Klimawandel-Debatte, oder ist es schlimmer, dass riesige alarmistische Finanzierungen lächerliche Vermutungen befeuern wie die Behauptung, dass die Menschen durch die globale Erwärmung auszusterben drohen?

Aber es wird noch schlimmer. Bei der Diskussion um gesetzwidrige Störungen seitens Extinction Rebellion schreibt die Times: „Mr. Hallam scheint diese Unterscheidung ein wenig pingelig zu finden. Das von der Gruppe eingeheimste Geld geht nicht direkt an jemanden, der damit das Gesetz bricht, sagte er, aber ,man muss nicht erwähnen, dass Extinction Rebellion in zivilem Ungehorsam involviert ist, und ziviler Ungehorsam involviert das Brechen des Gesetzes‘. Aber er sagte, dass sich die Gruppe abgrenzt von Destruktion und Gewalt“.

Die Times fügt noch hinzu: „Die Größenordnung des Problems, so sagte er, mache die Rebellion erforderlich. ,Manchmal entspricht es dem gesunden Menschenverstand, Schaden anzurichten, um noch größeren Schaden zu verhindern’“.

Reiche Oligarchen geben Millionen Dollar aus, um Klima-Alarmismus und gesellschaftliche Störungen zu befeuern. Sie räumen ein, Schaden anzurichten, rechtfertigen dies jedoch mit der Hypothese, dass das Ergebnis die Mittel rechtfertige. Und dann verleumden die Medien realistische Wissenschaftler und werfen ihnen vor, dass Big Money die Debatte zugunsten von Skeptikern/Realisten verzerrt.

Natürlich – wenn die Medien das schreiben …

Autor: James M. Taylor is an American lawyer, senior fellow for environment and energy policy at The Heartland Institute and a CFACT contributor. James Taylor is a keen analyst of science and public policy and a competition level poker player.

Link: https://www.cfact.org/2019/10/07/nyt-millionaire-money-pours-into-climate-alarmism/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Klima-Bewegung verstehen Teil 3: Man folge dem Geld!

Einige Zahlen für die Schlagzeile: Die Kapitalausstattung der Erneuerbare-Energie-Industrie beträgt über 1 Billion Dollar; die Finanzierung von NGOs, welche als Publicity- und Lobby-Agenturen für Alarmismus benutzt werden, beläuft sich auf über 2 Milliarden Dollar, und die Summe der Forschungsförderung seitens der Regierung zu diesem Komplex geht über 1 Milliarde Dollar hinaus. Kann man da erwarten, dass eine Resolution von wissenschaftlicher Bedeutung diese Einrichtungen dazu bewegen wird einzuräumen, dass ihre Geschäfte eine Lüge zur Grundlage haben und dass sie stillschweigend schnell vergehen werden – oder dass sie zumindest auf eine Größenordnung zurückgestutzt werden, die mehr den Bedürfnissen des realen Markts entspricht?

Eine Schwäche muss ich gleich am Anfang ansprechen: Die von mir genannten Zahlen stammen aus den Quellen, welche öffentlich zugänglich sind in Gestalt von Büchern, Websites sowie jährliche Finanzberichte. Ich bin kein Ökonom und freue mich auf Beiträge kompetenterer Leser zu diesem Artikel. Alle im Folgenden genannten Zahlen gelten allgemein für das Finanzjahr 2017/18.

1. Erneuerbare-Energie-Industrie: Der Klima-industrielle Komplex

Im Jahre 2009 schrieb Björn Lomborg:

Einige führende Geschäftsleute machen sich an Politiker und Wissenschaftler heran, damit diese rasche und drastische Maßnahmen bzgl. globaler Erwärmung auf den Weg bringen. Dies ist ein neuer Dreh einer sehr alten Praxis: Unternehmen nutzen die Politik, um sich die eigenen Taschen zu füllen.

Die enge Beziehung zwischen den Gruppen wurde schon im Kalten Krieg deutlich, und zwar zwischen Waffen-Herstellern, Forschern und dem US-Militär. Präsident Dwight Eisenhowers Warnung vor der Macht des „Militär-industriellen Komplexes“ ist allgemein bekannt. Er sagte: „das Potential für einen katastrophalen Anstieg von Machtmissbrauch besteht und wird immer bestehen“. Er machte sich Sorgen über eine wiederkehrende Versuchung anzunehmen, dass einige spektakuläre und kostspielige Maßnahmen auf wunderbare Weise die Lösung aller gegenwärtigen Schwierigkeiten sind.

Bzgl. Klimawandel gilt das auf jeden Fall. Man hämmert uns ein, dass sehr teure Vorschriften bzgl. Kohlenstoff der einzige Weg sind, der globalen Erwärmung zu begegnen – trotz vieler Belege, dass dies eine grundlegende Kosten-Nutzen-Analyse nicht bestehen würde. Wir müssen fragen, ob sich ein „Klima-industrieller Komplex“ bildet, welcher den Steuerzahler drängt, Geld locker zu machen, um jenen zu gefallen, die daran verdienen wollen.

Natürlich sind viele Direktoren wirklich besorgt bzgl. globaler Erwärmung. Aber die, die am lautesten schreien, profitieren am meisten von den Kohlenstoff-Vorschriften. Der von Ökonomen für ihr Verhalten verwendete Terminus lautet „rent seeking“.

(Quelle)

[Da dieser Beitrag sehr lang ist, wird im Folgenden an manchen Stellen gekürzt übersetzt, markiert mit „…“. Hauptsächlich handelt es sich da um die Propaganda der im Einzelnen angesprochenen Einrichtungen. Anm. d. Übers.]

Allied Market Research schreibt dazu (hier):

Der Markt der erneuerbaren Energie wurde im Jahre 2017 auf 928,0 Milliarden Dollar taxiert. Bis 2025 dürfte er 1.512,3 Milliarden erreichen, was einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate (CAGR) von 6,1% entspricht (2018 bis 2025).

Hier eine weitere Prognose, von Acconia (hier):

Einer von acht Menschen auf dem Planeten hat nach wie vor keinen Zugang zu Strom. Will man erreichen, dass jedermann garantiert Zugang zu bezahlbarem, zuverlässigem, nachhaltigem und modernen Strom hat, muss der Gebrauch erneuerbarer Energie von gegenwärtig 25% bis 2025 auf 38% zunehmen. Dazu wären Investitionen in Höhe von 441 Milliarden Dollar erforderlich.

Weiterführende Projektionen bis zum Jahr 2050 haben bzgl. der Idiotie eines „Null Kohlenstoff“-Zieles viele Diskussionen ausgelöst. Eine Analyse aus jüngerer Zeit von Roger Pielke zeigte, dass es der Errichtung eines Kernkraftwerkes pro Tag bedarf, von heute bis 2050! Das brauche ich hier nicht noch mehr auszuwalzen. (Hier)

Es kann schwierig sein, die Bedeutung von Zahlen im Billionen Dollar-Bereich vollständig zu erfassen. Daher dachte ich mir, es ist am besten, diese Summen herunterzubrechen zumindest bis auf das Niveau von Unternehmen, um sie leichter fassbar zu machen. Hierzu nutzte ich Daten aus einer Vielfalt von Berichten, aber man sollte es als indikativ ansehen, weil einige Unternehmen Eigeninteressen haben, und es ist nicht immer eindeutig, ob die Daten sich auf das ganze Unternehmen oder lediglich den Bereich Erneuerbare beziehen.

Windturbinen-Hersteller und -Installateure

Windenergie ist weiterhin eine der am meisten genutzten erneuerbaren Energiequellen auf dem globalen Markt. Es wird prognostiziert, dass die während der nächsten 10 Jahre hinzugefügte Kapazität etwa 689 GW ausmacht. Das bedeutet, dass Ende 2027 1.160 GW Windkapazität installiert sind – heute sind es 541 GW. Das bedeutet weiterhin, dass der Bedarf an Windturbinen höher denn je sein wird. Daher schauen die obersten 10 Windturbinen-Hersteller der Welt sehr positiv in die Zukunft.

Einige der größten Windturbinen-Hersteller sind (Quelle)

Vestas Wind Systems A/S (Denmark), Market capitalisation $75billion, Sales $14.94billion, world’s largest producer with over 60,000 turbines in total, 112GW in 76 countries

United power (Guodian United Power technology Co Ltd), 100GW.

Enel Spa (Italy), Market capitalisation 67.8billion Euro, 97GW (probably includes some non-renewable activity)

General Electric (US), Market capitalisation $74.3billion. 25,000 turbines in total, 92GW

Other significant companies in the billion dollar range include NextEra Energy, Inc , Suzlon, Envision, Senvion S.A., Goldwind, ENERCON GmbH, Orsted A/S (Denmark), Nordex and Acciona Windpower.

Hersteller von Solarpaneelen

Die globale Solarenergie-Industrie wird im Jahre 2022 422 Milliarden Dollar erreichen von 86 Milliarden im Jahre 2015. Das ist eine Zuwachsrate pro Jahr um 24% von 2016 bis 2022. Solarenergie ist die Strahlungsenergie, welche von der Sonne ausgesandt wird. Sie wird abgegriffen durch verschiedene Technologien wie Solarheizung, Photovoltaik-Zellen und andere. Es ist eine effiziente Form unkonventioneller Energie und eine bequeme Lösung bzgl. Erneuerbarer gegen zunehmende Treibhausgas-Emissionen und globale Erwärmung.

Einige führende Hersteller sind (Quelle):

First Solar, Market capitalisation $4.5 billion

Canadian Solar Inc., Market capitalisation $3.6 billion

JA Solar Market capitalisation $2.6 billion

Yingli Solar (China), 20 GW shipped to 90 countries’ annual revenue $1.25billion

Other significant manufacturers include Jinko , Qcells, Winiaco, REC, LG energy, Trina Solar, SunPower and Panasonic

Energie-Zulieferer mit großem Gehalt an Erneuerbaren:

Avangrid, Assets $32billion, 32GW, wind

Innergex, Assets C$6.5billion, revenue C$57.6billion, hydro, wind, solar

Boralex Market capitalisation $2billion, wind, hydro, thermal, solar

Berkshire Hathaway Energy, 32GW, wind, solar, biomass, geothermal.

Others include Transalta (wind, solar, hydro, coal, gas), Invenergy, (solar, wind), The Tata Power Company Limited (hydro, solar, wind, biomass), Geronimo Energy (wind and solar), EDF energy (Nuclear, wind, solar, gas),

Other technologies.

Ocean Power Technologies, Inc (US) (wave), On Power (geothermal), Tocardo BV (tidal river and ocean water turbine manufacturer), SynTech Bioenergy LLC (power from biomass feedstocks).

Jeder große Hersteller beschäftigt normalerweise rund 5000 Mitarbeiter, und Zehntausende sind in der Zuliefer-Industrie beschäftigt.

Zusätzlich zu den Unternehmen, die direkt in die Herstellung und die Unterstützung von Produkten aus erneuerbarer Energie involviert sind, gibt es noch all die Unternehmen, welche Güter und Materialien anliefern, die für die Herstellung der Produkte benötigt werden, ebenso wie Gesetz- und Finanzdienstleister (z. B. hier)

Dazu noch einmal Björn Lomborg:

Sogar Unternehmen, die nicht stark im grünen Geschäftsbereich aktiv sind, verdienen noch gut. Europäische Energie-Unternehmen erzielten Profite im Bereich von Zehnermillionen Euros im Verlauf der ersten Jahre des Europäischen Handelssystems, als sie gratis Kohlenstoff-Emissions-Zuteilungen erhielten.

Angesichts der gewaltigen Investitionen von Kapital und Arbeit in den Mythos, dass anthropogenes CO2 eine Bedrohung der Zukunft unseres Planeten ist, ist es kein Wunder, dass es auch gewaltige Lobby-Arbeit gibt, um diesen Mythos immer neu anzufachen: das ist der Klima-industrielle Komplex bis zum Anschlag: während sich ein großer Teil des Lobbyismus pro-Erneuerbare befasst, wäre es naiv zu glauben, dass es nicht auch einen bedeutenden anti-nuklearen Aspekt gibt.

Noch einmal Björn Lomborg:

In Klimawandel involvierte US-Unternehmen und Interessenverbände stellten allein im vorigen Jahr 2430 Lobbyisten ein, das sind 300% mehr als vor fünf Jahren. 50 der größten US-Stromversorger wandten 51 Millionen Dollar für Lobbyisten auf – in nur sechs Monaten.

Der weltgrößte Hersteller von Windturbinen, Vestas mit Sitz in Kopenhagen, drängt die Regierungen, noch viel mehr in den Windmarkt zu investieren. Die Firma sponsert die Sendung „Climate in Peril“ von CNN sowie Unterstützung für politische Maßnahmen, welche die Einkünfte von Vestas erhöhen. Ein Mitglied des Vorstands der Investment-Firma Generation Investment Management (Eigentümer ist Al Gore) warnt vor einem großen Risiko für die US-Wirtschaft, wenn nicht rasch ein Preis für Kohlenstoff eingeführt wird.

Weiteres zum Klima-industriellen Komplex findet sich in dem Buch Green Tyrranny von Rupert Darwall.

2. Forschungsagenturen, welche den CAGW-Mythos vorantreiben

Es gibt eine ganze Reihe von seitens der Regierungen finanzierten Forschungsagenturen, entweder als Einzelagentur oder als ein Konsortium mehrerer Mitglieder. Viele davon haben Programme aufgelegt, welche die Auswirkung des Klimawandels auf die Umwelt untersuchen, aber alle (soweit ich das beurteilen kann) akzeptieren das Mantra einer anthropogenen Ursache der Änderung, üblicherweise auf der Grundlage der IPCC-Berichte, und damit sind ihre Projektionen in die Zukunft vorgegeben. Bevor wir einige Beispiele im Einzelnen beleuchten, möchte ich klarstellen, dass ich nicht die Qualität ihrer Wissenschaft kritisiere, sondern lediglich ihren inhärenten Interessenkonflikt darlegen möchte: sie sind von Finanzierung der Regierung abhängig, weshalb es einen Imperativ gibt, eine wissenschaftliche Meinung zu äußern, die mit der Politik der Regierung auf einer Linie liegt.

[Es werden jetzt verschiedene Institutionen mit ihrer Finanz-Ausstattung vorgestellt. Der Autor beschreibt detailliert, wie alle genannten Agenturen immer wieder mittels Druck des Geldes auf Regierungslinie gebracht werden, obwohl es bei Einigen Versuche gab, unabhängige Forschung zu betreiben.

Das ist ziemlich langatmig und immer im gleichen Tenor. Daher werden diese Agenturen hier nur genannt. Anm. d. Übers.]

NOAA (USA), 5,5 Milliarden Dollar (Quelle)

Australian Institute of Marine Science (Australien), 67,9 Millionen Dollar

CSIRO (Australien) – CSIRO Climate Science Centre, 100 Mitarbeiter, 20 Millionen australische Dollar

Australian Universities centres of excellence

Der Australian Research Council (ARC) ist einer der Hauptfinanzierer der Universitäts-Forschung in Australien. …

Das ARC Centre for Climate Extremes erhält 4,4 Millionen australische Dollar vom ARC und 6,7 Millionen australische Dollar von Partnern.

Enthalten ist auch ein Programm zur globalen Klima-Sensitivität, welches sich auf Klimamodell-Ensembles in genau der gleichen Weise stützt wie die IPCC-Modellierungen. Auch hier keinerlei Akzeptanz natürlicher Ursachen, obwohl einige der experimentellen Programme mit dem Anschein daherkommen, offeneren Geistes zu sein.

Das ARC Centre of Excellence in Coral Reef Studies 11,2 Millionen australische Dollars

Die Mission desselben ist es, das „wissenschaftliche Verständnis der Entwicklung von Korallenriffen zu vertiefen während einer Zeit beispielloser Umweltveränderungen“.

Einer der Partner dieses Centres ist die James Cook University, die für breites Aufsehen sorgte mit der Entlassung von Dr. Peter Ridd, weil dieser die Qualität der Forschung zum Barriere-Riff hinterfragt hatte (und damit die Finanzierung gefährdet hatte).

Tyndall Centre for Climate Change Research (UK, finanzielle Daten sind nicht verfügbar).

Fazit: Bei keiner dieser Agenturen besteht Hoffnung, das natürliche Ursachen des Klimawandels in Betracht gezogen werden.

3. NGOs

Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) sind non-profit-Oganisationen, die von einer ganzen Reihe von Fördertöpfen finanziert werden, darunter individuelle Spenden, philantropische Trusts, regierungsamtliche Zuwendungen, Forschungsaufträge von Industriebereichen, Gewerkschaften und Nicht-Regierungs-Organisationen sowie Verkäufe von Waren. Einige sind hinsichtlich ihrer Finanzierung offener als andere (so akzeptieren Einige beispielsweise keine regierungsamtlichen Zuwendungen außer zum Vorantreiben einer einseitigen politischen Agenda). Oftmals werden private Spender auch nicht namentlich genannt. Das kann es schwierig machen, der Spur des Geldes zu folgen.

Es wäre ein schwerer Fehler, NGOs als eine halb-organisierte Versammlung alternder Hippies anzusehen. Sie sind bestens organisiert, normalerweise mit einem hohen Erfahrungs-Niveau und oft auch mit leitenden öffentlichen Persönlichkeiten in den Führungsgremien. Die größeren NGOs beschäftigen einen ganzen Stab in Forschung, Publicity und Marketing; die Zahl der Mitglieder geht in die Millionen. Kleinere NGOs mit bescheidenerer Ausstattung neigen dazu, sich mehr auf freiwillige Unterstützung zu verlassen. Alle jedoch repräsentieren eine Hauptkraft beim Vorantreiben des Mythos‘ einer katastrophalen anthropogenen globalen Erwärmung/Klimawandel.

Climate Action Network International

NGOs mit Interesse am Klimawandel werden international koordiniert durch das Climate Action Network International (CAN), einer in Deutschland ansässigen Institution, welchem 1300 NGO-Mitgliedsorganisationen in über 120 Ländern angehören. Auf der Homepage werden Links zu allen Mitglieds-NGOs gesetzt.

Auszüge aus den von der CAN selbst auferlegten Aufgaben und aus Presseerklärungen:

Das Leben auf der Erde ist ernsthaft bedroht durch einen katastrophalen Klimawandel, welcher verursacht wird von den Menschen mittels deren konstanter Erzeugung von Treibhausgasen.

CAN arbeitet daran, Maßnahmen der Regierung und von Individuen zu fördern, welche den vom Menschen induzierten Klimawandel auf ein ökologisch nachhaltiges Niveau zu begrenzen.

CAN-Mitglieder arbeiten an der Erreichung dieses Zieles mittels Austausch von Informationen und der koordinierten Entwicklung von NGO-Strategien bzgl. Klimawandel. Das CAN hat regionale Netzwerke, welche diese Bemühungen weltweit koordinieren.

Maßnahmen gegen Klimawandel sind also lokal und international koordiniert und üppig finanziell sowie mit vielen Mitarbeitern und Fußtruppen in Höhe von Millionen williger Mitläufer ausgestattet.

Die Anzahl der Mitglieds-NGOs nach Ländern:

  • USA 193
  • Kanada 103
  • Australien 69
  • Indien 46
  • UK 30
  • Dänemark 25
  • Frankreich 23
  • Neuseeland 16
  • China 9
  • Russland 9
  • Norwegen 9
  • Schweden 5
  • Deutschland 7
  • Finnland 7
  • Ungarn 4
  • Österreich 3
  • Italien 3

(Grönland, Nordkorea, Somalia 0)

Nicht bei allen NGOs steht Klimawandel an vorderster Stelle. Bei den meisten jedoch geht es um Umweltbedenken bzgl. Klimawandel (rettet die Krokodile, die Korallenriffe, die Regenwälder usw.), oder sie stellen die Verhinderung des Klimawandels an die erste Stelle und in den Mittelpunkt ihrer Mission. Allesamt wenden sie sich gegen den Verbrauch fossiler Treibstoffe und Kernkraft.

In allen Fällen ist die IPCC-Klimawissenschaft der Dreh- und Angelpunkt. Noch einmal aus den CAN-Dokumenten:

[Es folgen wieder endlose Auszüge dieser schlimmen Propaganda, die man eigentlich nicht mit übersetzen muss.]

Und so weiter. Diese totale Stützung auf die IPCC-Berichte zieht sich wie ein roter Faden durch alle individuellen NGOs. Deutlich wird dies, wenn im Folgenden einige der größeren NGOs betrachtet werden. Nicht alle sind in jedem Land präsent, aber einige der Großen sind aktiv in Australien und den USA: Greenpeace, World Wildlife Fund (WWF), Friends of the Earth (FoE)

Union of Concerned Scientists (USA), 39,8 Millionen Dollar

350.org (international), 19 Millionen Dollar

Greenpeace Australien, 19,7 Millionen Dollar

Greenpeace USA, gesamt 39,7 Millionen Dollar, davon 28,2 Millionen Dollar von 2500 Mitgliedern.

The Australia Institute, 4 Millionen australische Dollar, davon 3 Millionen an Spenden.

Das Australia Institute hat die Anwaltschaft bzgl. Klimawandel übernommen vom ehemaligen Climate Institute of Australia, welche im Jahre 2017 alle Aktionen eingestellt hatte. Es ist aktiv bei der Propagierung von Maßnahmen zur Abschwächung der globalen Erwärmung (hier) und ist kritisch gegenüber der von ihnen so empfundenen Inaktivität der Regierung in dieser Hinsicht.

Das Institut führte eine Umfrage durch bzgl. der Haltung der Australier bzgl. Klimawandel, dessen Auswirkungen, der Wissenschaft, potentielle Reaktionen, die Gelegenheiten, die sich dadurch bieten sowie das Verhalten der Führer in dieser Beziehung. Die Ergebnisse zeigten starke Unterstützung für Klima-Maßnahmen und wurden veröffentlicht im The Climate of the Nation in 2018, vermutlich in der Hoffnung, die Wahlen im Mai 2019 zu beeinflussen. Glücklicherweise war das nicht der Fall, und die Labor Party, die sich voll auf die Klimawandel-Plattform stellte, verlor die „unverlierbare“ Wahl.

(Mehr)

Wilderness Society (Australien), 13 Millionen australische Dollar insgesamt, davon 10 Millionen an Spenden und 2 Millionen aus Nachlässen.

World Wildlife Fund USA (Hauptquartier)

Gesamt 335,1 Millionen Dollar, davon 69,6 Millionen an Beiträgen, 46,8 Millionen an Zuwendungen von Regierungen, Vergütungen von 1,8 Millionen Dollar in den USA und 53,3 Millionen international.

Das Führungsgremium besteht aus 17 Mitgliedern, hauptsächlich Rechtsanwälte und Finanziers. 66 Experten, 1 Million Mitglieder, 8 Millionen Aktivisten.

… [Und wieder die übliche Propaganda]

World Wildlife Fund Australia, 28 Millionen australische Dollar, davon 20 Millionen an Spenden und 6 Millionen aus der Industrie und von der Regierung.

[Propaganda…]

World Wildlife Fund Canada 24,2 Millionen kanadische Dollar, davon 70% Spenden und 16% von Stiftungen

Friends of the Earth Australia, 1,4 Millionen Dollar, 850.000 Dollar an Spenden

[Propaganda…]

Friends of the Earth USA, gesamt 10,9 Millionen US-Dollar, davon 6,7 Millionen an Zuwendungen, aus Nachlässe und Beiträgen. 45 bezahlte Mitarbeiter.

Wir haben die letzten zwei Jahre damit zugebracht, in tiefer Solidarität gegen die gefährliche Agenda der Trump-Regierung vorzugehen.

[Und wieder Propaganda…]

Environmental Defence Fund Inc., 223 Millionen Dollar aus Beiträgen und von Stiftungen.

[Und wieder Propaganda sowie eine Beschreibung der Haupt-Aktionen gegen die Politik der Trump-Regierung]

Alle oben genannten Gruppen sind lediglich eine kleine Auswahl von Aktivistengruppen bzgl. Klimawandel. Es gibt vergleichsweise nur sehr wenige Gruppen oder Organisationen, welche einen entgegen gesetzten Standpunkt vertreten, nämlich dass der Klimawandel hauptsächlich natürlichen Gründen geschuldet ist und dass jedwede „Dekarbonisierungs“-Maßnahmen nutzlos und eine gewaltige Geldverschwendung sind.

Opportunisten und Globalisten

Im September 2018 haben 29 Philantropen 4 Milliarden Dollar über die nächsten fünf Jahre versprochen, um den Klimawandel zu bekämpfen – das ist das größte philantropische Investment mit Schwerpunkt auf der Abschwächung des Klimawandels jemals. Die Ankündigung, abgegeben auf dem globalen Klimagipfel GCAS in San Francisco repräsentiert eine breite globale Verpflichtung, bezahlbare Low- und Zero-Kohlenstoff-Lösungen voranzubringen, um die schädlichen Emissionen zu reduzieren, welche den Klimawandel verursachen. Der größte Teil dieses Geldes soll NGOs zugute kommen, die an vorderster Front bzgl. Klimawandel stehen: …

[noch einmal immer die gleiche Propaganda…]

Quelle

Es gibt auch Stiftungen, welche Finanzmittel für individuelle Projekte im Bereich Erneuerbare/Klima/Nachhaltigkeit gewährt haben. Darunter sind: Rockefeller Brothers Fund (1,1 Milliarden Dollar Kapitalvermögen, 34 Millionen Dollar Zuwendungen, 7,5 Millionen Dollar für Klimaprojekte). William and Flora Hewlett Foundation (9,8 Milliarden Kapital, 465 Millionen a Zuwendungen, 30 Millionen für Klimaprojekte). Elon Musk Foundation (keine Fnanzdaten verfügbar) und die David and Lucille Packard Foundation (7,6 Milliarden Dollar Kapital, 288 Millionen an Zuwendungen, 2 Millionen für Naturschutz und Wissenschaft).

Und am Ende des endlosen Geld-Zuges finden sich noch Einzelpersonen, die große Summen für Erneuerbare/Grünen-Programme locker machten, wie Al Gore, dessen persönliches Vermögen derzeit auf etwa 350 Millionen Dollar geschätzt wird (Quelle)

Andere Stiftungen sind weniger offen, z. B. George Soros und die Open Society Foundations (rund 15 Milliarden Dollar (Quelle)

Fazit:

Die Gesamtsumme des investierten Geldes, welches abhängig ist von dem Mythos, dass CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe eine gefährliche globale Erwärmung verursacht (und allem, was daraus folgt), bewegt sich wahrscheinlich zwischen 1 und 2 Billionen Dollar. Das ist die gleiche Größenordnung wie das Gesamt-BIP von Australien oder Kanada. Damit bestehen gewaltige Anreize, den Mythos immer weiter zu treiben, um Lobbyarbeit bei Regierungen zu betreiben und jedwede Standpunkte bzgl. des Gegenteils zu verunglimpfen und zu zerschlagen. Viele der Gruppen, welche das ganze schäbige Gebäude stützen, sind bestens koordiniert, was man aufgrund ihrer sozialistischen Wurzeln auch erwarten kann, und sehr effektiv bzgl. der Erregung von Emotionen in der Öffentlichkeit und der Lobbyarbeit bei Regierungen. Man füge diesem Mix noch die Besessenheit der UN zu Globalisierung und Umverteilung von Wohlstand von erfolgreichen industrialisierten Ländern hin zum Rest der Welt hinzu, und man bekommt das, was Patrick Moore als The Perfect Storm beschrieben hat. Im Gegensatz dazu neigen die wenigen oppositionellen Stimmen dazu, hauptsächlich von der Ethik sich verpflichtet fühlenden Einzelpersonen und konservative Denkfabriken, deutlich weniger koordiniert zu sein – und sie scheinen weniger erfolgreich, Aufmerksamkeit und Gefühle in der Öffentlichkeit zu erregen.

Es kommt mir so vor, als ob diese „Wissenschaft“ nur settled (oder vergessen) wird, wenn Mutter Natur genau das tut, was sie will: Wenn die Temperaturen steigen, werden die Alarmisten sich freuen, weil sie den Alarm geschürt haben (selbst wenn die Erwärmung kaum etwas mit CO2 zu tun hat). Oder die Temperatur wird gleich bleiben oder sinken. Dann werden sie entweder für sich den Erfolg beanspruchen, das Monster gezähmt zu haben oder sich klammheimlich davon stehlen und etwas anderes finden, was man der schon lange leidenden Bevölkerung überstülpen könnte. Wohin auch immer die Entwicklung geht, der Klima-industrielle Komplex und alles, was er stützt, ist inzwischen zu dick, um scheitern zu können.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/10/06/understanding-the-climate-movement-part-3-follow-the-money/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Merkel, das IPCC und die Geister, die sie rief: Teil 6 – beim Schummeln erwischt

Nachdem wir uns im vorigen Kapitel mit der Frage der Speicherung der Strommengen befasst haben, die bei jedem Auf und Ab der Stromproduktion aus Wind und Sonne zwangsläufig anfallen, betrachten wir hier zunächst die Anforderungen an den Kraftwerkspark, der Deutschland im Jahre 2038 mithilfe von gespeichertem „Windgas“ bei Dunkelflaute vor kalten und dunklen Wohnungen und Fabriken bewahren soll. Hierfür schauen wir zunächst auf den Jahresverlauf des Bedarfs an Strom aus „Windgas“, Bild 2.

Bild 2. Simulation: Jahresverlauf der erforderlichen Stromerzeugung aus „Windgas“ im Jahr 2038 (Berechnungen und Grafik: Autor, Daten)

Die Grafik in Bild 2 zeigt das bereits bekannte Muster von wilden Ausschlägen, wie sie für Stromerzeugungssysteme auf Basis der „erneuerbaren“ Energien aus Wind und Sonne typisch sind. Auffällig ist die Häufung in den Monaten Juni bis September. In diesem Zeitraum wird die Stromerzeugung der Windgas-Kraftwerke offenkundig häufiger angefordert als in den übrigen Monaten des Jahres.

Entscheidend für die Zahl der vorzuhaltenden Gaskraftwerke ist zunächst der Spitzenbedarf. Dieser läge am 19.2.2038 bei mehr als 55,9 GW. Dies bedeutet, dass mindestens 112-113 Gaskraftwerke mit je ca. 0,5 GW gleichzeitig zum Einsatz gebracht werden müssten. Im Unterschied zu Kohle- oder Kernkraftwerken, die für hohe Kapazitätsfaktoren (= Anteil Volllaststunden pro Jahr) von 85 bis über 90 % ausgelegt sind, liegen diese bei reinen Gaskraftwerken bei nur 30 %, was etwa 2.700 bis 3.000 Betriebsstunden pro Jahr entspricht. Zwar ist zu berücksichtigen, dass man im Mix auch GuD-Kraftwerke (GuD = Gas-und-Dampf) vorsehen wird, doch gibt es gewichtige Argumente, die es wahrscheinlich machen, dass ihr Einsatz eher begrenzt sein dürfte. Um das zu verstehen, müssen wir uns zunächst die Anforderungen ansehen, die an diese Kraftwerksflotte gestellt werden, Bild 3.

Bild 3. Simulation: Anzahl der Startvorgänge und durchschnittliche Laufzeit pro Einsatz für 113 Gaskraftwerke zu je 0,5 GW, welche 2038 das Netz bei Dunkelflaute stabilisieren sollen (Berechnungen und Grafik: Autor, Daten)

Eine genauere Untersuchung der Feinstruktur des Bedarfs in viertelstündlicher Auflösung zeigt, dass es im simulierten Jahr 2038 insgesamt 228 Situationen gäbe, in denen der Einsatz von Gaskraftwerken zur Netzstützung angefordert werden muss. Da die Veränderungen (Gradienten) des Strombedarfs mit bis zu ±15 Gigawatt pro Stunde (GW/h) sehr abrupt sind, muss das Zu- und Abschalten der einzelnen Kraftwerke sehr schnell erfolgen: Um einen Gradienten von 15 GW/h auszugleichen, müssten innerhalb von einer Stunde 30 (!) Gaskraftwerke zu je 0,5 GW zugeschaltet und auf volle Leistung hochgefahren werden. Für solche Schnellstarts sind GuD-Kraftwerke deutlich weniger geeignet, da sie wegen des zusätzlichen Dampfgenerators wesentlich träger reagieren als die reinen Gaskraftwerke, die hierfür konzipiert sind. Gaskraftwerke haben jedoch geringere Leistungen von typischerweise weniger als 400-500 MW, während moderne GuD-Kraftwerke wie Irsching 5 Leistungen bis zu ca. 850 MW erreichen. Bei den hier angestellten Berechnungen wurde deshalb zur Vereinfachung von einer durchschnittlichen Kraftwerksleistung von 0,5 GW ausgegangen.

Für die Simulationen wurde davon ausgegangen, dass auf die jeweiligen Bedarfsspitzen so reagiert wird, dass mit steigendem Bedarf eine entsprechende Anzahl von Kraftwerken sequentiell eingeschaltet und bei Absinken des Bedarfs dann jeweils in der Reihenfolge ihres Einschaltens auch wieder abgeschaltet werden (first on, last out-Prinzip). Zugleich wurde unterstellt, dass diese Rangfolge bei jedem Bedarfsereignis in gleicher Weise eingehalten wird, was sich auf die Anzahl der Einschaltvorgänge (rote Kurve) sowie die durchschnittliche Dauer des Einsatzes (blaue Kurve) auswirkt. Natürlich kann davon ausgegangen werden, dass die Betreiber sich im Endeffekt so einigen werden, dass den einzelnen Kraftwerken eine gleichmäßige Teilhabe an den hereinkommenden Aufträgen ermöglicht wird. Die grundlegenden Fakten bleiben davon jedoch unberührt und dürften die Betreiber keinesfalls erfreuen: Es gibt keine ausreichende Zahl an Aufträgen, ausgedrückt in Starts pro Jahr, und zu kurze Laufzeiten. Bei gleichmäßiger Auftragsverteilung käme man rechnerisch auf jährlich 100 Starts sowie eine mittlere Laufzeit pro Einsatz von lediglich 11 Stunden, was im Jahr somit 1.100 Einsatzstunden entspräche. Von der Auslegung her sind beispielsweise GuD-Kraftwerke wie Irsching 4 oder Irsching 5 für 200-250 Starts und 4.500 Einsatzstunden im Jahr ausgelegt. Reine Gaskraftwerke haben dagegen, wie bereits oben erwähnt, typische Jahres-Einsatzdauern von 2.700 – 3.000 Stunden. Beide Kraftwerkstypen würden daher bei den oben ermittelten Betriebsbedingungen deutlich unter ihrem Optimum arbeiten müssen, wobei die GuD-Kraftwerke mit ihrem besseren Wirkungsgrad sogar noch schlechter dastünden als einfache Gasturbinenkraftwerke. Grundsätzlich gilt jedoch für beide, dass der mit ihnen produzierte Strom wegen der ungünstigen Einsatzbedingungen erheblich teurer würde als unter normalen Umständen. (Noch außen vorgelassen wurde bei diesen Betrachtungen die Tatsache, dass selbst die schnellsten Gaskraftwerke immerhin einige Minuten brauchen, um nach einem Kaltstart auf volle Leistung zu kommen. Das dürfte für die Bewältigung solcher Gradienten, wie sie 2038 auftreten werden, längst nicht ausreichend sein).

Die Stunde der Kostenwahrheit schlägt…

Im Zusammenhang mit Betrachtungen zur Stromerzeugung mithilfe von Gaskraftwerken interessiert natürlich auch, wie viele Kraftwerke dieses Typs neu gebaut werden müssten und welche Investitions- und Betriebskosten dies erfordern würde. Die zu fordernde Kapazität kann angesichts des Spitzenbedarfs von 56 GW im Februar abgeschätzt werden. Hinzu kämen ein Sicherheitspuffer von mindestens 30 % sowie eine zusätzliche Marge von voraussichtlich 15-20 % wegen der häufig erforderlichen Revisionsstillstände. Grund hierfür ist, dass Gaskraftwerke wegen der hohen Betriebstemperaturen und aufgrund der ständig erforderlichen Schnellstarts thermisch und mechanisch enorm beansprucht werden. Somit müsste eine Gasturbinenkapazität von insgesamt rund 87 GW vorgehalten werden. Der aktuell vorhandene Gasturbinenpark in Deutschland hat eine Erzeugungskapazität von rund 27 GW, so dass noch etwa 60 GW neu zu errichten wären. Die Errichtungskosten können mit etwa 1 Mrd. €/GW veranschlagt werden, was rund 60 Mrd. € bedingen würde. Das größte Problem dürfte zunächst darin liegen, dafür überhaupt Investoren zu finden, nachdem die Kapitalgeber von Irsching 4 und Irsching 5 vom Staat übel im Regen stehengelassen wurden.

Weiterer wichtiger Kostenfaktor sind die Betriebskosten, zu denen neben den Brennstoffkosten auch die Personalkosten zählen. Kraftwerke dieser Größenordnung können nicht vollautomatisch betrieben werden, sondern benötigen eine nennenswerte Belegschaft, die in vier Schichten zur Verfügung stehen muss, auch wenn das Kraftwerk nur an 1.100 von 8.760 Jahresstunden im Einsatz ist. Nach Einschätzung von Fachleuten können z.B. bei Irsching 5 mit seinen 850 MW die jährlichen Stillstandskosten auf rund 95 Mio. € geschätzt werden. Rechnet man dies auf den gesamten Kraftwerkspark von 87 GW hoch, so landet man schon allein für diese Bilanzposition bei jährlichen Gesamt-Stillstandskosten von rund 10 Mrd. €. Das ist mehr als ein Drittel dessen, was dem Bürger aktuell über den EEG-Zuschlag aus der Tasche gezogen wird.

Zu einem entscheidenden weiteren Kostenpunkt, nämlich dem Preis des als Brennstoff eingesetzten Windgases, gibt es keine belastbaren Zahlen. Es erscheint angesichts der hier dargelegten Fakten jedoch gerechtfertigt, hier – schon äußerst wohlwollend-konservativ gerechnet – einen Arbeitspreis von 50 €-ct pro kWh anzusetzen. Bei einem Kraftwerks-Wirkungsgrad von vielleicht 40 % – wegen des voraussichtlich geringen Anteils von GuD-Kraftwerken im Mix – käme die kWh aus den Speichern somit auf brennstoffbedingte Gestehungskosten von etwa 1,25 €. Zuzüglich der sonstigen Kosten der Kraftwerke, zuzüglich Netzgebühren, Stromsteuer und nicht zu vergessen der Mehrwertsteuer.

wenn das Schmarotzen an den „Konventionellen“ endet

Das bisherige Problem der konventionellen Stromerzeuger und der Vorteil der angeblich „erneuerbaren“ Stromerzeuger bestand darin, dass die Betreiber von Wind- und Solarstromanlagen einseitigen Nutzen aus einer Infrastruktur ziehen konnten, die von den „konventionellen“ Kraftwerken auf deren Kosten aufgebaut worden war und allein unterhalten werden musste. Die Stunde der Wahrheit kommt dann, wenn diese Situation spätestens 2038 mit dem Abschalten der letzten kohle- und erdgasbefeuerten Kraftwerke endet. Bis dahin muss eine weitgehend neue, gänzlich andere und erheblich aufwendigere Infrastruktur geschaffen werden, und das Geld dazu wird man nicht mehr von den in den Untergang getriebenen konventionellen Erzeugern eintreiben können.

Schon ohne diese unabdingbar erforderliche Infrastruktur würden sich die Kosten nur allein für den forcierten weiteren Ausbau der Wind- und Solarstromerzeugung von bisher rund 1 Billion € mindestens vervierfachen. Für die neue Infrastruktur aus Netzausbau, Speicherung und Netzstützung durch Einsatz von „Windgas“-Kraftwerken kämen dann selbst bei sehr wohlwollender Betrachtung auf Deutschland vermutlich mindestens weitere 4-10 Billionen € an Kosten hinzu. Wobei die Unsicherheit nach oben sehr groß ist. Um einen bekannten Spruch unseres Ex-Umweltministers Trittin abzuwandeln: Die Kilowattstunde dürfte den Bürger in Zukunft möglicherweise noch deutlich teurer kommen als ein Maxi-Eisbecher mit Früchten, Sahne, Waffel und Schnaps. Oder darf es noch ein bisschen mehr sein?

Armageddon: Wohin mit den Windrädern?

In Deutschland befinden sich die besten Windstandorte an den Küsten sowie in den küstennahen nördlichen Bundesländern. Dort ist die Landschaft jedoch schon seit langem weitgehend mit Windkraftanlagen zugepflastert. Aber auch in den daran nach Süden anschließenden Bundesländern wird das Panorama bereits durch unzählige Windenergieanlagen verschandelt, so z.B. entlang der Autobahn A 44 (Dortmund-Kassel). Noch weiter südlich – also in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Bayern oder Baden-Württemberg – weht der Wind so schwach, dass sich hier die Aufstellung von WEA-Anlagen trotz zusätzlicher Förderungen für „windschwache Standorte“ einfach nicht mehr rechnet, Bild 4.

Bild 4. Eine schlechte Standortqualität kann die mittleren Stromgestehungskosten einer Windenergieanlagen gegenüber einem optimalen Standort fast verdoppeln (Grafik: Deutsche Windguard)

Insgesamt gab es 2018 in Deutschland Onshore – d.h. an Land – rund 29.000 Windenergieanlagen, die eine Nennkapazität von 52.014 GW aufwiesen und zusammen 89 TWh Strom produzierten. Da die Gesamtfläche Deutschlands bei rund 357.000 km2 liegt, stand somit rechnerisch auf jeder 12-km2 – Parzelle eine WEA.

Um bei gleichbleibendem Verbrauch 2038 eine „fossilfreie“ Stromproduktion sicherzustellen, müsste nach dem hier verwendeten Modell allein die Onshore-Kapazität auf 250.000 GW gesteigert werden, die dann 430 TWh zu liefern hätten. Da die „windhöffigsten“ Standorte jedoch besetzt sind, müssten neue Anlagen auch in windschwächeren Gebieten errichtet werden. Für unsere Betrachtung unterstellen wir deshalb, dass die zusätzlichen WEA trotz möglicher technologischer Fortschritte pro Anlage im Jahr 2038 nur die gleiche Menge an Strom liefern wie auch im Jahr 2018. Demnach müssten auf der Fläche der Bundesrepublik dann statt wie bisher 29.000 künftig 139.490 WEA aufgestellt werden, so dass die verfügbare Parzellengröße rein rechnerisch von 12 km2 auf nur noch 2,6 km2 schrumpfen würde. Die jeweilige Parzelle hätte demnach eine Kantenlänge von nur 1,6 km, was auch dem mittleren Abstand zwischen zwei WEA-Anlagen entsprechen würde. Flächendeckend über ganz Deutschland, in Seen und im Gebirge ebenso wie auch in Städten. Anders ausgedrückt: Ein Alptraum, der schon lange vor seiner Vollendung zu einem Volksaufstand führen dürfte. Doch dazu wird es gar nicht erst kommen, weil….

Die Regierung weiß seit längerer Zeit, dass die „Energiewende“ nicht machbar ist

Als dreistestes Täuschungsmanöver im Zusammenhang mit der „Dekarbonisierung“ und der damit untrennbar verknüpften „Energiewende“ kann man die Tatsache werten, dass der Politik spätestens seit März 2019 Schwarz auf Weiß bekannt ist, dass die für eine vollständige „Energiewende“ erforderlichen Ausbaumöglichkeiten gar nicht zur Verfügung stehen. In einem Dokument über die Grenzen einer Ausweitung der Onshore-Windstromproduktion in Deutschland des Umweltbundesamts (UBA) ist belegt, dass Deutschland keine Möglichkeit hat, seine Windstrom-Produktion auch nur näherungsweise auf das in Teil 5 dieser Artikelserie skizzierte Niveau von 450 TWh anzuheben. Dazu fehlt es schlicht an verfügbaren Flächen, Bild 5.

Bild 5. Das weitere Ausbaupotenzial für die Onshore-Windenergie beläuft sich selbst bei brutalster Platzierung von Anlagen direkt an Wohnhäusern auf nur noch ca. 80 GW (mit Bayern 86 GW) (Grafik: Umweltbundesamt)

Das Potenzial der Onshore-Windenergie ist in Deutschland demnach wie folgt begrenzt: Zu den per 1.1.2019 vorhandenen 53 GW kommen noch maximal 86 GW Ausbaupotenzial sowie weitere 14 GW Repoweringpotenzial. Hinzu kämen nach aktuellen Unterlagen des UBA noch bis zu 25 GW Offshore-Kapazität. Zusammen sind dies 178 GW an Windenergiekapazität. Man vergleiche dies mit den 277.748 GW, die schon allein dafür erforderlich wären, um nach dem Abschalten aller konventionellen Kraftwerke die Stromproduktion des Jahres 2018 aufrechtzuerhalten.

Umweltbundeamt: Zum Teufel mit den Menschen, retten wir lieber das Klima!

Wie man sieht, wäre es nach den Untersuchungen des UBA – das als Bundesbehörde zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gehört – gar nicht möglich, auch nur die bescheidenen Ziele der vorliegenden Simulation für das Jahr 2038 zu erreichen. Selbst dann, wenn man die Abstandsregelungen, die dem Schutz der Bewohner dienen sollen, restlos missachten würde. Von den Belangen des Naturschutzes für Vögel, Fledermäuse und Insekten, denen das das Amt (Motto: „Für Mensch und Umwelt“) eigentlich auch dienen sollte, noch gar nicht zu reden. Eigentlich heißt es auf der Homepage des Amtes vollmundig: „Als Deutschlands zentrale Umweltbehörde kümmern wir uns darum, dass es in Deutschland eine gesunde Umwelt gibt, in der Menschen so weit wie möglich vor schädlichen Umwelteinwirkungen, wie Schadstoffen in Luft oder Wasser, geschützt leben können“. Wie stellt man sich beim UBA eigentlich eine „gesunde Umwelt“ vor, wenn der Artenschutz nicht gewährleistet wird, Bild 6?

Bild 6. Von einer „klimarettenden“ WEA der Windfarm Goldener Steinrück bei Ulrichstein-Helpershain hingeschlachteter Graukranich (Foto: Rüdiger von dem Borne)

Tatsache ist leider, dass man dort die Prioritäten ganz anders sieht, sobald es um „die Rettung des Klimas“ geht: Beim Thema „Schädigung der menschlichen Gesundheit durch Infraschall“, ein Gebiet, auf dem ungeachtet stark vernachlässigter Forschung eindeutige Organschädigungen beim Menschen klinisch dokumentiert wurden, scheint man beim UBA den Schutz des Menschen zu vergessen. Dabei wird ignoriert, dass die teils regelrecht beängstigenden negativen Effekte von Infraschall auf den Menschen längst bekannt und bewiesen sind. So gibt es im Bereich von Militär und Polizeien bereits seit Jahren konkrete Bestrebungen, durch den Einsatz von Infraschallwaffen z.B. Aufstände „zu bekämpfen“. Die zynische Ignoranz des UBA gegenüber den aus dem WEA-Infraschall herrührenden gesundheitlichen Risiken dokumentiert sich in der folgenden Stellungnahme:

Aus Sicht des Umweltbundesamts stellen pauschale Siedlungsabstände daher nicht nur ein ungeeignetes Instrument zur Steigerung der Akzeptanz gegenüber der Windenergienutzung dar, sondern sie gefährden eine erfolgreiche, die Belange von Mensch und Umwelt gleichermaßen berücksichtigende Umsetzung der Energiewende in substantieller Weise“.

Auf gut Deutsch ausgedrückt: Der Mensch – also die eigene Bevölkerung – gilt dem UBA weniger als der vorgebliche „Klimaschutz“. Da kann einem nur noch die Spucke wegbleiben. Diese Behörde, deren neuer Chef mit dem Ziel antritt, den Deutschen eine Erziehung weg von Fleischkonsum, Fernreisen oder „tonnenschweren PKW“ zu verpassen, sollte schnellstens aufgelöst werden.

Wohin mit neuen WEA?

In einem Punkt hält der Autor die Vorstellungen des UBA zur Verkürzung des Abstandes neuer WEA von Wohngebäuden für sehr interessant: So wäre es für eine Klimakanzlerin doch sehr symbolträchtig und vorbildlich, je eine 7-MW-WEA direkt vor dem Bundeskanzleramt, dem Bundestag und sämtlichen Ministerien zu platzieren. Warum eigentlich nicht, da die eigene Behörde dies ja für zulässig hält? Da sollte die Politik doch mit gutem Beispiel vorangehen, oder? Vor allem in Großstädten wie Berlin, München, Hamburg oder Düsseldorf gibt es reichlich Platz und Grünflächen, wo sich ein solches Symbol des heldenhaften Kampfes gegen den Klimawandel wirklich schick machen würde. Besonders in der Pflicht sähe der Autor speziell solche Gemeinden, welche den Klimanotstand beschlossen haben. Dort bitte wenn irgend möglich direkt auf dem Rathausvorplatz installieren. Und eigentlich sollten Villenviertel, die sich durch einen besonders hohen Anteil an „grünen“ Wählern auszeichnen, um die Ehre wetteifern dürfen, sich ein solches Symbol des Klimaheldentums direkt in Windrichtung vor die Nase zu setzen. Statt wie bisher nur die Landbevölkerung damit zu beglücken.

Trotz Unmöglichkeit – Was wäre wenn?

Obwohl es ja bereits anhand amtlicher Zahlenwerke nachgewiesen ist, dass eine auf Wind- und Sonnenstrom aufbauende „Energiewende“ oder gar „Dekarbonisierung“ nicht durchführbar wäre, wollen wir der Vollständigkeit halber hier doch noch versuchen abzuschätzen, wie viele WEA nötig wären, um die in Teil 1 der Artikelserie berechneten 1.548 TWh/a zu erreichen. Mit der hier für das Jahr 2038 durchgerechneten Simulation wären wir bei 539 TWh/a und 139.490 WEA bei einem Kostenaufwand, der bereits oberhalb von 10 Bio. € liegen dürfte. Eine weitere Steigerung der Offshore-Installationen wäre aus den bereits genannten Gründen nicht mehr möglich, und auch die Fotovoltaik dürfte bereits an ihren Ausbaugrenzen angelangt sein. Somit wäre die gesamte Steigerung ausschließlich durch WEA an Land zu erbringen. Die Rechnung ginge dann wie folgt:

Noch Fragen dazu? Ach ja, die Kosten. Die Kosten dürften im Prinzip dem gleichen Multiplikator unterliegen wie die Zahl der WEA. D.h., aus den bereits für 2038 geschätzten mehr als 10 Billionen € würden somit vermutlich 25 Billionen €. Mindestens. Macht pro Nase der Bevölkerung ca. 300.000 €. Dafür bekäme man je nach Lage möglicherweise gleich die gesamte Eisdiele samt Eintragung im Grundbuch.

Die neue deutsche Klimapolitik: Schluss mit dem Blindflug…

Das Ergebnis der bis hierher durchgeführten Analyse lässt im Prinzip nur einen Schluss zu: Die Bundesregierung und die sogenannten Altparteien ignorieren die Realitäten ihrer „Dekarbonisierungs“-Politik in einem Maße, dass man dahinter mehr als nur Unfähigkeit vermuten darf. Mit einem „Klimapaket“ von 54 Mrd. € bis 2023 bzw. von 100 Mrd. € bis 2030 ist eine „Energiewende“ nicht einmal ansatzweise zu finanzieren, zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt ein Faktor von bis zu 100 oder mehr. Und dabei haben wir uns hier nur mit dem Thema „Stromerzeugung“ beschäftigt. Für eine wirkliche „Dekarbonisierung“ der Volkswirtschaft müssten wir uns noch mit den Aspekten Verkehr, Gebäudeheizung und Warmwasser, industrielle Prozesse (CO2-freie Herstellung von Stahl, Aluminium, Beton, Kunststoffen, Chemikalien, Pharmazeutika usw.) sowie der vollständigen Umstellung der Landwirtschaft auf biologische Erzeugung hauptsächlich veganer Produkte beschäftigen. Auch das wäre alles nicht zum Nulltarif zu haben, und auch hier wäre die Billion die neue Milliarde. Was also ist davon zu halten, wenn unsere Bundeschefin die Fridays-for-Future-Kinder lobt und Greta in der UNO hofiert, während ihr „Klimakabinett“ Taten folgen lässt, die ihren Worten so gar nicht entsprechen? Tatsache ist nämlich, dass in den „Eckpunkten für das Klimaschutzprogramm 2030“ die „Energiewende“ eher nebenher erwähnt wird. Zur „Fotovoltaik“ findet sich lediglich der Vermerk, dass der bisherige Deckel von 52 GW aufgehoben wird. Für Offshore-Windenergie wird das schon seit längerem bekannte Ausbauziel von 20 GW proklamiert. Bei Onshore-WEA werden Mindestabstände zur Wohnbebauung von 1.000 m befürwortet, was den Empfehlungen des UBA widerspricht. Damit sinkt das Ausbaupotenzial bei Neuanlagen von rund 80 GW auf nur noch 63 GW (Abstand zu reiner Wohnbebauung) bzw. 43 GW (Abstand zu Wohnbauflächen und Flächen gemischter Nutzung), siehe Bild 5. Ähnlich deutlich wird auch das Repowering-Potenzial von 14 GW auf nur noch 9,3 GW bzw. 5,6 GW verringert. Trotz allen Geredes über „Klimaschutz“ und „Dekarbonisierung“ beinhaltet dieses Papier bezüglich des weiteren Ausbaus der „erneuerbaren Energien“ aus Wind und Sonne keinerlei Visionen und lässt daher nur einen Schluss zu:

lieber gleich mit Schwung vor die Wand

Die Regierungsparteien können nicht so dumm sein, nicht zu erkennen, dass ihre Maßnahmen nicht die geringste Aussicht haben, irgendwie die vorgeblichen Ziele zu erreichen. Das ganze Maßnahmenpaket ist nichts weiter als eine Sammlung von Beruhigungspillen. Man weiß, was man nichts von dem erreichen kann, was die von der Kanzlerin selbst herbeigerufenen Quälgeister vor dem Kanzleramt mitsamt etlicher völlig durchgeknallter Medienvertreter verlangen, und versucht einfach nur noch, sich über die Rest-Regierungszeit zu retten. An dieser Situation trägt Fr. Merkel die Hauptschuld, hat sie doch selbst über ihre gesamte Amtszeit hinweg alles getan, um die Klimahysterie national wie auch international zu fördern. Jetzt nimmt das Ganze endgültig überhand, die bisherigen Klimaaktivisten entpuppen sich immer mehr als Klima-Jihadisten, und Merkel müsste jetzt eigentlich nach dem Zaubermeister rufen:

Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los“

Stattdessen versucht sie, sich wegzuducken. In zwei Jahren haben sie und viele der anderen Verantwortlichen die Rente durch und werden das sinkende Schiff verlassen. Mögen Habeck und Baerbock dann zusehen, wie sie den rauchenden Trümmerhaufen wieder ans Laufen bekommen.

Und der Bürger? Wird wie üblich die Zeche begleichen müssen. Vielleicht – aber auch nur vielleicht – wird der eine oder andere bei unseren westlichen Nachbarn dann doch mal anfragen, bei welchem Versandhandel denn gelbe Warnwesten günstig zu haben sind.

Hintergrundliteratur

Limburg, M.; Mueller, F.: Strom ist nicht gleich Strom TvR Medienverlag, Jena, ISBN 978-3-940431-54-7