Emissionen der USA und der EU sind im Vergleich zu globalen Emissionen unbedeutend

Die harte und eindeutige Realität ist jedoch, dass weder die USA noch die EU eine bestimmende Rolle spielen werden, wenn es um die Frage geht, wie viel Energie global in Zukunft verbraucht wird oder in welchem Ausmaß die Emissionen zunehmen. Der Energieverbrauch und die Zunahme von Emissionen sowohl in den USA als auch in der EU sind relativ zum zukünftigen globalen Wachstum bedeutungslos geworden.

Diese Realität spiegelt sich in den Verläufen der Emissionen in der folgenden Graphik, aus der eindeutig hervorgeht, dass abnehmende Emissionen in USA und EU einher gehen mit gewaltigen Zunahmen von Emissionen in den Entwicklungsländern, was die zukünftige Zunahme der globalen Emissionen absolut dominieren wird.

Die gleiche Situation wie hinsichtlich der Zunahme von Emissionen in USA und EU gilt auch hinsichtlich der Zunahme des Energieverbrauchs, was in der folgenden Graphik dargestellt ist. Daraus geht hervor, dass die USA und die EU zusammen nur etwa 29% des globalen Energieverbrauchs und 26% der globalen Emissionen ausmachen.

Was noch bedeutender ist: USA und EU weisen über das letzte Jahrzehnt sinkende Raten des Energieverbrauchs und von Emissionen auf, wobei die jährlichen Raten einen Rückgang von jeweils 0,3% bzw. 1,0% zeigen, was ebenfalls aus den Graphen hervorgeht:

Diese sinkenden Raten in USA und EU des Energieverbrauchs zeigen im Vergleich zu den Entwicklungsländern, dass Letztere jetzt 58,5% des globalen Energieverbrauchs und 62,8% der globalen Emissionen kontrollieren, wobei diese Länder über 10 Jahre Steigerungen des Energieverbrauchs um 3,3% und der Emissionen um 2,9% verzeichnen.

Beispiele des kontinuierlich steigenden Energieverbrauchs in Entwicklungsländern zeigt die folgende Graphik für China, Indien, den Nahen Osten und Afrika (mit unterschiedlichen Energie-Skalen):

Sowohl die USA als auch die EU trugen zum sinkenden Energieverbrauch und sinkender Zunahme von Emissionen über der letzten 10 Jahre bei, während der globale Energieverbrauch um 17% und die Emissionen um 11% über diesen Zeitraum gestiegen sind, angeführt von den Entwicklungsländern der Welt.

Fossile Treibstoffe waren mit weitem Abstand die Grundlage für Energieverbrauch und Emissions-Zunahme des globalen Energieverbrauchs, wie die folgende Graphik zeigt. Dabei werden verschiedene Komponenten der Treibstoff-Anteile identifiziert:

Trotz des „Krieges gegen die Kohle“ seitens Klima-Alarmisten in USA und EU haben die übrige Welt und vor allem die Entwicklungsländer eindeutig beschlossen, dass sie weiterhin fossile Treibstoffe allen anderen Energiequellen vorziehen werden. Das gilt vor allem für die Kohle, wie folgende Graphik aus einem Beitrag von der GWPF zeigt:

Die Entwicklungsländer signalisieren, dass die ökonomischen Vorteile fossiler Treibstoffe weitaus schwerer wiegen als irgendwelche von der Regierung erlassene Vorschriften, welche zu höheren Kosten und unzuverlässiger Stromversorgung führen, wie das Wiederaufleben des Kohleverbrauchs in Indonesien zeigt (hier), zusammen mit dem engen Energie-Partner des Landes, China:

Ein weiterer GWPF-Beitrag beschreibt die gewaltige Größenordnung der Zunahme von Kohleenergie, wie sie in China und Indonesien geplant ist:

„Der indonesische Minister für Bergbau und Energie Arcandra Tahar sagte, dass die Regierung plane, die Investitionen im Kohle- und Mineralbereich in diesem Jahr auf 6,2 Milliarden Dollar zu steigern. Er sagte vor der Coaltrans Asia Conference auch, dass Indonesien keine Pläne hat, den Kohleexport zu reduzieren.

Diese Exporte werden dieses Jahr 371 Millionen metrische Tonnen betragen, das sind 7% mehr als im vorigen Jahr.

Auch die heimische Nachfrage treibt den Boom für die Kohleproduzenten in Indonesien, und zwar dank des ambitionierten Planes der Regierung, die Stromkapazität auf dem ganzen Archipel um 56 Gigawatt (GW) zu steigern, zumeist durch den Bau neuer Kohlekraftwerke.

Hinter Chinas neuerlichem Appetit auf Kohle steckt das robuste wirtschaftliche Wachstum des weltgrößten Energieverbrauchers. Weil der Ausbau der Erdgas-Infrastruktur langsamer vonstatten geht als erwartet, muss die steigende Strom-Nachfrage durch mehr Kohleverbrennung gedeckt werden. Als Folge davon stieg der Kohleverbrauch Chinas im vorigen Jahr um 0,4%, das ist die erste Steigerung seit dem Jahr 2013.

In Indonesien, dem Land mit der weltweit viertgrößten Bevölkerung nach China, Inden und den USA, ist der Primär-Energieverbrauch mit einer Jahresrate von 2,9% pro Jahr über das letzte Jahrzehnt gestiegen, wobei fossile Treibstoffe etwa 96% bei der Erzeugung ausmachen.

Fossile Treibstoffe dominieren also in der Energieerzeugung Indonesiens, wobei Öl einen Anteil von 44%, Kohle einen solchen von 33% und Erdgas 19% haben. Wasserkraft stellt einen Anteil von 2,3% und andere Erneuerbare in Gestalt von Biotreibstoffen von nur 1,7% dar. Die CO2-Emissionen des Landes sind mit einer Jahresrate von 3,1% im vorigen Jahrzehnt gestiegen.

Zum Vergleich für jene von uns, die in Kalifornien leben: diese Zunahme der indonesischen CO2-Emissionen ist etwa 3,5 mal höher als die von der Regierung vorgeschriebene CO2-Reduktion, wobei diese Reduktion erreicht werden soll mittels Milliarden Dollar an Kohlenstoff-Abgaben und höheren Stromkosten, welche die Kalifornier aufzubringen haben.

Noch peinlicher für Kalifornien sind die Auswirkungen des völlig fehlgeleiteten Wald-Managements der Regierung (hier), was vermehrt zu Waldbränden führte, wodurch die Wälder unseres [US-]Staates per Saldo zu Emittenten von CO2 geworden sind (hier). Das war nicht im Sinne des Gesetzgebers, welche die CO2-Reduktionsziele für Kalifornien festgelegt haben – folglich sind die regierungsamtlichen Schätzungen der Regierung falsch.

Die Kalifornier zahlten Milliarden Dollar für nichts als eine gewaltige, Klima-alarmistische Propaganda.

China und Indien haben inzwischen eine Energie-Initiative ergriffen, the Belt and Road Initiative, welche den Rahmen bildet für den gemeinsamen Ausbau der Kohleenergie der beiden Länder. Ziel ist die Installation von 35.000 Megawatt neuer Kohlekraftwerke bis Ende dieses Jahres, die hauptsächlich mit indonesischer Kohle befeuert werde sollen. Außerdem bedeutet diese Initiative, dass Indonesien die chinesische Technologie bzgl. Kohlekraftwerke übernehmen kann und – am wichtigsten – die Möglichkeit der Finanzierung des Ausbaus dieser Kraftwerke durch China.

Ein weiteres Beispiel aus jüngerer Zeit für den Erfolg der Kooperation zwischen China und Indonesien beim Bau von Kohlekraftwerken ist das Celukan Bawang-Kohlekraftwerk an der Nordküste der Insel Bali bei der Stadt Celukan Bawang. Dieses Kohlekraftwerk nahm im Jahre 2015 seinen Betrieb auf.

Das Kraftwerk umfasst drei 142 MW-Blöcke. Es wurde mit Geld von der China Development Bank in Höhe von 880 Millionen Dollar und von einem Konsortium chinesischer und indonesischer Unternehmen gebaut. Das Kraftwerk sieht man in diesem Bild:

Dieses Kraftwerk wird gegenwärtig erweitert mit zwei neuen 330 MW-Kraftwerksblöcken.

Der Klimawissenschaftler Nic Lewis schrieb in einem jüngst bei WUWT veröffentlichten Beitrag, dass „es bzgl. des Kampfes gegen den globalen Klimawandel weitaus wichtiger ist, dass sich rasch entwickelnde Länder viel mehr emittieren. Tatsächlich spielen die Emissionen Europas überhaupt keine Rolle“.

Diese scharfsinnige Einsicht gilt für EU und USA gleichermaßen.

Unglücklicherweise enthält die Klima-alarmistische Propaganda sowie deren Unterstützer in den Medien diese Fakten bzgl. des globalen Energieverbrauchs und Emissions-Zunahmen der Öffentlichkeit vor, während sie unablässig für enorm teure und bürokratisch monsterhafte Regierungs-Programme werben, welche keinerlei signifikante Reduktionen bewirken, weder hinsichtlich des globalen Energieverbrauchs noch Emissionen.

Unter der höchst erfolgreichen Energiepolitik von Präsident Trump sind die USA inzwischen zu einem globalen Energie-Giganten geworden. Dabei hat sich die Lage bzgl. Emissionen verbessert, wie die sinkenden CO2-Emissonen im vorigen Jahrzehnt eindeutig belegen, und auch die wettbewerbsfähigeren Energiekosten gereichen zum Vorteil für alle Amerikaner.

In einem WUWT-Beitrag zu Energie-Realismus heißt es:

„Von Fossilen zu Erneuerbaren … das Angebot stieg … Kosten sanken … Effizienz nahm zu … und Diversität blühte auf. Und noch etwas geschah. Unsere Umwelt hat sich nicht verschlechtert. Fast in jeder Hinsicht ist es besser geworden, sogar mit Ausweitung unserer Wirtschaft und obwohl unser Energieverbrauch neue Spitzenwerte erreichte.

Amerika steht jetzt an der Schwelle zur Energie-Unabhängigkeit, aber der Präsident möchte noch weiter gehen. Er möchte unseren Energiereichtum mit der Welt teilen und den Geist des Wettbewerbs für alle Verbraucher zum Nutzen machen. Mit Erdgas sind wir bereits soweit.

Im vorigen Jahr wurden wir zu einem Erdgas-Exporteur. Heute exportieren wir Flüssiggas (LNT) in 27 Länder auf fünf Kontinenten.

Unsere Kohleexporte nehmen substantiell zu. Diese Exporte lagen geschätzt im vorigen Jahr um 61% höher als im Jahre 2016, wie die Energy Information Administration (EIA) meldete. Über die kommenden Jahre werden wir eine Vielfalt von Treibstoffen exportieren.

Und nicht nur das. Wir werden die gleichen Technologien exportieren, welche uns zu einem sauberen Erzeuger üppiger und diverser Treibstoffe gemacht haben. Mit dem Export unserer Energie können wir unseren Freunden und Alliierten helfen, von unfreundlichen Nationen unabhängig zu werden.

Und mit dem Export unserer Energie-Technologie können wir Entwicklungsländern in Latein-Amerika, Afrika und Asien helfen, ihre eigene Energieversorgung zu verbessern und damit zu einem besseren Leben von deren Bürgern beitragen.

Und darin enthalten ist die Verfügbarkeit von Strom. Über eine Milliarde Menschen leben ohne denselben. Wir wollen diese Zahl während der nächsten Jahre substantiell reduzieren“.

Die USA haben gezeigt, dass fossile Treibstoffe die Zukunft sind, sowohl in umweltlicher Hinsicht als auch hinsichtlich einer Kosten-Nutzen-Bewertung, und es ist klar, dass die übrige Welt auch zu dieser Schlussfolgerung kommen würde.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/03/16/u-s-eu-energy-emissions-now-insignificant-to-global-energy-emissions-growth/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Es klingt widersinnig, aber Fukushima, Tschernobyl und Three Mile Island (USA) zeigen, warum Kernkraft inhärent sicher ist.

„Bis jetzt sind fast eine Million Menschen an Gründen verstorben, die mit der Tschernobyl-Katastrophe zusammenhängen“, schrieb Helen Caldicott, eine Ärztin in Australien, in der New York Times. Fukushima „könnte hinsichtlich der Folgen noch weit über Tschernobyl hinausgehen“.

Viele Pro-Kernkraft-Menschen sind zu der Ansicht gekommen, dass der Unfall ein Beweis dafür war, dass die am meisten im Einsatz stehende Form eines Kernreaktors, der durch Wasser gekühlt wird, krachend gescheitert ist. Sie riefen nach einem radikal anderen Reaktortyp, um die Technologie „inhärent sicher“ zu machen.

Aber heute, acht Jahre nach Fukushima, zeigen sämtliche verfügbaren Studien und Statistiken, dass Caldicotts Schätzung der Anzahl der Todesopfer um eine Million zu hoch lag. Die Strahlung von Tschernobyl wird, wenn es hoch kommt, vielleicht 200 Menschen töten, aber die Strahlung aus Fukushima und Three Mile Island wird Null Menschen töten.

Mit anderen Worten, die Hauptlektion aus den beiden schlimmsten Kernkraft-Unfällen der letzten Zeit lautet, dass Kernenergie schon immer inhärent sicher war.

Die Wahrheit hinsichtlich der Sicherheit von Kernkraft ist so schockierend, dass es sich lohnt, die schlimmsten Unfälle näher zu betrachten. Beginnen wollen wir mit dem Schlimmsten des Schlimmen: Tschernobyl.

Das Kernkraftwerk liegt in der Ukraine, welche 1986 noch Bestandteil der Sowjetunion war. Die Operatoren verloren die Kontrolle über ein nicht autorisiertes Experiment, wodurch der Reaktor in Brand geriet. Es gab keinen Dom, um kontaminiertes Gas aufzuhalten, und durch das Feuer verteilten sich radioaktive Partikel auf der ganzen Welt. Viele folgerten daraus, dass Tschernobyl nicht nur der schlimmste Nuklear-Unfall der Geschichte war, sondern auch der schlimmstmögliche aller Nuklear-Unfälle.

28 Feuerwehrleute waren bei dem Versuch ums Leben gekommen, das Feuer in Tschernobyl zu löschen. Jedes einzelne dieser Todesopfer ist tragisch, aber man sollte es in der richtigen Perspektive betrachten. Im Jahre 2018 sind in den USA 86 Feuerwehrleute im Einsatz umgekommen (hier), und während der Terrorangriffe am 11. September 2001 waren es 343 Feuerwehrleute.

Den UN zufolge sind seit dem Unfall in Tschernobyl 19 der Ersthilfe Leistenden gestorben, und zwar aus „verschiedenen Gründen“, darunter Tuberkulose, Leber-Zirrhose, Herzanfälle und Traumata. Die UN folgerten, dass „Strahlung als Todesursache weniger deutlich geworden ist“.

Und wie ist das mit Krebs? Bis zum Jahr 2065 mag es 16.000 Fälle von Schilddrüsenkrebs geben; bis heute sind es 6000. Da die Todesrate bei dieser Krebsart lediglich 1 Prozent beträgt – die Behandlung ist recht einfach – können etwa 160 Todesfälle erwartet werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO behauptet auf ihrer Website, dass der Tschernobyl-Unfall zu 4000 Fällen vorzeitigen Todes führen könnte, aber Dr. Geraldine Thomas zufolge, welche die Gewebe-Bank von Tschernobyl ins Leben rief und verwaltet, beruht diese Zahl auf einem sich inzwischen als falsch erwiesen habenden Verfahren.

„Dieses Verfahren beruht auf der Extrapolation von Todesfällen durch Strahlung“, erklärte sie. Das Verfahren geht davon aus, dass es keinen Grenzwert gibt, unterhalb dessen Strahlung sicher ist. Aber diese Hypothese ist während der letzten Jahrzehnte längst diskreditiert worden, und zwar durch Daten aus allen möglichen Quellen.

Unterstützung für den Gedanken, dass Strahlung auf geringem Niveau harmlos ist, erwächst aus der Tatsache, dass Menschen, die an Orten mit hoher natürlicher Hintergrundstrahlung leben, einige der niedrigsten Krebsraten in den USA aufweisen.

Sogar relativ hohe Strahlendosen richten weitaus weniger Schaden an als die meisten Menschen denken. Sorgfältige, umfangreiche und langzeitliche Studien an Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sind ein sehr überzeugender Beweis dafür.

Die Krebsrate der Überlebenden war lediglich 10 Prozent höher, und die meisten Überlebenden sind nie an Krebs erkrankt. Selbst jene, die einer Dosis ausgesetzt waren, die 1000 mal höher war als der heute gesetzte Sicherheits-Grenzwert, wiesen eine um nur 16 Monate kürzere Lebenszeit auf.

Aber hat die japanische Regierung nicht kürzlich die Familie eines Mitarbeiters von Fukushima finanziell entschädigt aufgrund dessen Behauptung, dass sein Krebs dem Unfall geschuldet war?

Ja, hat sie, aber nur aus eindeutig politischen Gründen, und zwar auf der Grundlage der auf Konsens basierenden und Konflikte vermeidenden japanischen Politik und um die Schuld zu mindern, die politische Führer gegenüber Mitarbeitern und Anwohnern von Fukushima fühlen.

Dass die Krebserkrankung des Mitarbeiters dem Fukushima-Unglück geschuldet war, ist höchst unwahrscheinlich, weil – noch einmal – die Strahlendosis, welcher der Mitarbeiter ausgesetzt war, weitaus geringer war als es bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe der Fall war. Diese wiesen etwas höhere Krebsraten auf.

Was ist mit Three Mile Island?* Nach dem Unfall im Jahre 1979 wurde das Time Magazine mit einem Deckblatt geziert, auf welchem über einem Bild des Kraftwerkes in glühenden Lettern „Nuclear Nightmare“ [nuklearer Albtraum] geschrieben stand. Albtraum? Wohl mehr ein Traum. Bei welcher anderen industriellen Technologie komm in einem katastrophalen Unfall kein einziger Mensch ums Leben?

Man erinnere sich an den Brand auf der Ölplattform Deepwater Horizon, bei dem 11 Menschen zu Tode kamen. Vier Monate später explodierte eine Erdgas-Pipeline unmittelbar südlich von San Francisco und tötete 8 Menschen, die in ihren Betten schliefen. Und das nur innerhalb eines Jahres, nämlich 2010.

Der schlimmste Unfall aller Zeiten bzgl. Energieerzeugung war im Jahre 1975 der Bruch eines Staudammes in China. Dabei waren zwischen 170.000 und 230.000 Menschen umgekommen.

[*Siehe die Anmerkung des Übersetzers am Ende dieses Beitrags!]

Die schlimmsten Unfälle bzgl. Kernkraft zeigen, dass die Technologie immer sicher war, und zwar aus dem gleichen inhärenten Grund dafür, warum nur so geringe Auswirkungen auf die Umwelt zu verzeichnen waren: Dieser Grund ist die hohe Energiedichte des Treibstoffes.

Kernspaltung zur Erzeugung von Wärme anstatt chemische Fesseln durch Feuer zu trennen erfordert nur winzige Mengen Treibstoff. Eine einzige Getränkedose voller Uran kann genügend Energie für ein gesamtes High Energy-Leben enthalten.

Wenn es zum Schlimmsten kommt und der Treibstoff schmilzt, dann ist die Anzahl der freiwerdenden Teilchen unbedeutend im Vergleich sowohl zu Explosionen fossiler Treibstoffe als auch zu täglichen Emissionen aus Heizen von Häusern, Autos und Kraftwerken, wodurch pro Jahr etwa 7 Millionen Menschen umkommen.

Dank der inhärenten Sicherheit von Kernkraft zeigen grundlegende wissenschaftliche Forschungen, dass durch Kernkraft bis heute mindestens zwei Millionen Todesfälle verhindert werden konnten infolge der Vermeidung, Biomasse und fossile Treibstoffe zu verbrennen. Der Ersatz oder der Nicht-Bau von Kernkraftwerken führt folglich zu mehr Todesfällen.

In dieser Hinsicht resultierte aus Fukushima tatsächlich eine Katastrophe bzgl. der menschlichen Gesundheit. Nur dass diese Katastrophe nicht verursacht worden ist durch die winzigen Strahlenmengen, die dabei freigesetzt worden waren.

Erzeugung von Angst und Panik

Die japanische Regierung hat nach Ansicht der Tschernobyl-Expertin Geraldine Thomas und anderer Strahlungsexperten zu der weit verbreiteten Ansicht beigetragen, dass Strahlung ein super-gefährliches Gift ist, und zwar weil sie die Rückkehr der Anwohner nach dem Unfall verboten hat und weil die Strahlung im Boden und im Wasser auf ein völlig unnötig niedriges Niveau reduziert worden ist.

Das Problem begann mit einer völlig übertriebenen Evakuierung. 60.000 Menschen wurden evakuiert, aber nur 30.000 sind zurückgekehrt. Während ein gewisses Ausmaß an Evakuierung gerechtfertigt gewesen sein mag, gab es niemals Gründe für eine derartig umfangreiche und langfristige Evakuierung.

Etwa 2000 Menschen kamen im Zuge der Evakuierungen ums Leben, während Andere – aus ihrer Heimat gerissen – unter Einsamkeit, Depressionen, Selbstmordgefahr, Mobbing an Schulen und Angst litten.

„Im Nachhinein können wir sagen, dass die Evakuierung ein Fehler war“, sagte Philipp Thomas, Professor für Risiko-Management an der University of Bristol und Leiter eines neuen Forschungsprojektes bzgl. Kernkraft-Unfällen. „Wir hätten empfohlen, niemanden zu evakuieren“.

Hinter der Evakuierung steckte die seitens der Regierung massiv übertriebene Säuberung des Bodens. Um ein Gefühl dafür zu vermitteln, welches Ausmaß diese Übertreibung hatte, bedenke man, dass das Colorado-Plateau aus natürlichen Gründen mehr Radioaktivität aufweist als die meisten Gebiete um Fukushima nach dem Unfall.

„Es gibt Gebiete auf der Welt, die noch viel radioaktiver sind als Colorado und deren Bewohner keine gesteigerten Krebsraten aufweisen“, erläutert Dr. Thomas. Und während das Strahlungsniveau in Fukushima rasch abnimmt, „bleibt die Lebenserwartung in jenen Gebieten hoch, weil die Strahlung nicht Folge einer Kontaminierung ist, sondern es sich um natürliche Hintergrund-Strahlung handelt“.

Selbst Bewohner von Gebieten mit der höchsten Kontaminierung wurden nicht durch die Strahlung geschädigt, wie aus einer umfassenden Studie an fast 8000 Bewohnern während der zwei bis drei Jahre nach dem Unfall hervorgeht.

Im Jahre 2017, als ich zum zweiten Mal nach Fukushima gereist bin, habe ich die Fassung verloren. Hungrig und müde wegen der Zeitverschiebung musste ich das lächerliche und teure Abtragen des fruchtbaren Bodens mit ansehen, welche in grüne Plastiktüten gefüllt wurde. Ich nahm einen Wissenschaftler am Umweltministerium ins Kreuzverhör.

Warum zerstören sie den wertvollen Ackerboden, um ein Strahlungsniveau zu reduzieren, dass schon jetzt weit unterhalb aller schädigenden Grenzen liegt? Warum gibt die Regierung Milliarden aus, um Gleiches mit dem Wasser in der Umgebung des Kraftwerkes zu tun? Gab es denn niemanden in Japan, der wenigstens etwas wusste über den medizinischen Einsatz von Strahlung?

Zunächst reagierte der regierungsamtliche Wissenschaftler mit der offiziellen Linie – sie beseitigen den Boden, um die Strahlung durch den Unfall zu entfernen.

Ich beschloss, intensiver nachzufragen und wiederholte meine Frage. Mein Dolmetscher sagte mir, dass der Experte meine Frage nicht verstanden hätte. Also redete ich mit ihm künftig über den Dolmetscher.

Dann sagte der Wissenschaftler wieder etwas, und ich konnte an seinem Tonfall schon erkennen, dass er etwas Anderes sagte. „Jeder Wissenschaftler und Strahlungsexperte der Welt, der hierher kommt, sagt das Gleiche. Wir wissen, dass die Reduktion des Strahlungsniveaus völlig unnötig ist. Wir machen es aber trotzdem, weil die Leute wollen, dass wir es tun“.

Die Wahrheit des Ganzen ist eingeräumt, und die Spannung zwischen uns war gebrochen. „Arigato gozaimasu!“ sagte ich, dankbar für die Ehrlichkeit des Mannes.

Sein Gesicht war traurig, als er die Lage erklärte, aber er war auch ruhiger. Die Manie hinter seinem Beharren, dass die „kontaminierte“ Erde zu „reinigen“ verlangt worden wäre, war verschwunden.

Und ich war nicht mehr erzürnt, nur erleichtert. Ich verstand sein Dilemma. Er hatte das offizielle Dogma nur deswegen wiederholt, weil sein Job und in größerem Umfang Kultur und Politik dies verlangten. Und es spiegelte den Umgang mit Strahlungsängsten seitens von Wissenschaftlern und Politikern, nicht nur in Japan.

Es gibt keinen Beweis dafür, dass geringe Strahlungsdosen die Menschen schädigen, aber anstatt deutlich darüber zu werden, haben Wissenschaftler in der Vergangenheit oftmals die Wahrheit verschleiert in einem fehlgeleiteten Befolgen des Vorsorgeprinzips. Dies führte jedoch dazu, dass das weit verbreitete Missverständnis bzgl. Strahlung sich verewigte.

Wir wissen auch, dass wenn Gesellschaften nicht die Kernkraft nutzen, sie zumeist fossile Treibstoffe verbrauchen, nicht Erneuerbare. Nach Fukushima hat Japan seine Kernkraftwerke abgeschaltet – und die Luftverschmutzung zeigte eine drastische Zunahme.

Die größten Verlierer sind wie immer die Verwundbarsten: jene mit Atemwegs-Erkrankungen, Kinder, Ältere, Kranke und Arme, welche überwiegend in den schmutzigsten Gebieten von Städten leben.

Klar ist auch, dass Menschen ihre Ängste vor anderen Dingen auf Nuklearunfälle projizieren. Wir wissen aus tief gehenden Forschungen während der siebziger Jahre, dass junge Menschen zu Anfang jenes Jahrzehnts die Ängste vor Atombomben auf Kernkraftwerke übertrugen. Kernkraftwerke werden als kleine Bomben wahrgenommen, und Nuklearunfälle werden als kleine Atomexplosionen betrachtet, vollständig mit Fallout und der Bedrohung durch Kontaminierung.

Es ist unmöglich, die panische Überreaktion aufgrund von Fukushima nicht als teilweise ausgelöst anzusehen durch den Horror von 15.875 Toten und weiteren 2533 Vermissten nach dem Tsunami. Der Soziologe Kyle Cleveland argumentierte überzeugend, dass Fukushima eine „moralische Panik“ auslöste und dass die Panik motiviert war durch den Wunsch der japanischen Nachrichtenmedien, sich an einer industriellen und technischen Elite zu rächen, welche als rücksichtslos, arrogant und korrupt empfunden werden.

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Die ganze Story steht hier.

Michael Shellenberger, President, Environmental Progress. Time Magazine “Hero of the Environment.”

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/03/12/it-sounds-crazy-but-fukushima-chernobyl-and-three-mile-island-show-why-nuclear-is-inherently-safe/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Anmerkung des Übersetzers zu dem Unfall in Three Mile Island: Dieser fiel gerade in die Zeit seines Aufenthaltes in den USA. Wohnort war das Dorf Brodheadsville in Pennsylvania. Das liegt nahe der Stadt Allentown, Google findet es sicher.

In der lokalen Zeitung, dem Pocono Record, war der Unfall überhaupt kein Thema! Im Beitrag erwähnt wird das Time Magazine, aber niemandem fiel es ein, diese Zeitschrift zu kaufen. In den Fernsehnachrichten gab es eine kurze Meldung über ein Brand in dem Kraftwerk, aber die Familie, bei der ich zur Untermiete wohnte, war völlig unbeeindruckt, denn ein Feuer gab es fast jeden Tag irgendwo. Erst in Briefen von Bekannten aus Deutschland wurde ich darauf aufmerksam, in denen ich besorgt gefragt wurde, ob es mir gut gehe. Damals gab es noch keine E-Mails und Internet, und Briefe waren etwa 1 Woche unterwegs.

Ich habe mich dann unter den Nachbarn etwas umgehört, aber niemanden schien das zu interessieren. Zu jener Zeit gab es gerade Unruhen unter Lastwagenfahrern (Trucker), und einer meiner Nachbarn, der mit einem riesigen Lastwagen Bier transportierte, konnte es sich nicht leisten, an einem Streik für bessere Bedingungen teilzunehmen. Aber er hatte Angst – in Amerika wird ja sehr schnell geschossen, wenn einem irgendetwas nicht passt.

In der Grundschule in Brodheadsville (Polk Elementary, kann heute anders heißen) war das Ganze ebenfalls kein Thema, obwohl es doch vermeintlich um die Zukunft der Kinder ging. Und so weiter, und so fort. Von Panik nicht die geringste Spur – offenbar ganz anders als im weit entfernten Deutschland, wo ob des Unfalls mächtig Panik geschürt worden war. – Chris Frey, Übersetzer




An die katholischen „Leugner“ des Klimawandels

Verbessert“ die Religion das Wissen um den Klimawandel?

Auf „katholisch.de“ sah sich der Geschäftsführer und Chefredakteur der Verlagsgruppe Bistumspresse veranlasst, speziell den katholischen „Klimawandelleugnern“ ins Gewissen zu reden und zu vermitteln, das ein „guter“ Katholik daran gefälligst nicht zu zweifeln hat.

katholisch.de: [1] Standpunkt An die katholischen Leugner des Klimawandels
Es wäre keiner weiteren Erwähnung wert. Da der Chefredakteur seine Schelte aber mit „harten Fakten“ begründet, eine Gelegenheit, diese einfach einmal anzusehen um zu erfahren, ob katholische „Klimafaktenkenner“ besser sind, als zum Beispiel unsere Wissenschaftsministerin.
[2] (dpa) „Bundesforschungsministerin Anja Karliczek tritt verbreiteter Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen, etwa zu Klimawandel und Luftverschmutzung, entgegen … Wenn Klimawandel angezweifelt wird … dann ist das auch für die Politik ein ernstes Thema … die Politik beziehe sich schließlich auf den Stand der Wissenschaft …

Faktencheck

[1] katholisch.de: Der Kampf gegen den Klimawandel ist die Zukunftsfrage unserer Zeit. Schon jetzt mehren sich die Wetterextreme. Die globale Erwärmung hat Folgen, schon heute.

Erwiderung
Das Klima dürfte sich in den nördlichen, mittleren Breiten seit dem Ende der nachmittelalterlichen Kaltzeit erwärmt haben. Ob es global auch so ist, ist gar nicht so sicher. Die Erwärmung in unseren Breiten hat selbstverständlich Folgen, auch auf das Wetter.
Das Einleitungsstatement will aber ohne direkte Nennung vermitteln, dass selbstverständlich „jeder inzwischen weiß“, dass diese Folgen negativ wären. Und das ist nicht der Fall.
Einmal beendete das wärmer werdende Klima nicht nur die vielen Zeiten schlimmer Missernten und schlechter Erträge und ließ diese geradezu explodieren:
[5] EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel
Schon geringfügig ungünstigere Wetterlagen zeigen demonstrativ immer neu, was schon kleine Verringerungen von Temperatur und Niederschlag – wie sie in der gerade vergangenen Kaltzeit vorlagen – in unseren Breiten für katastrophale Auswirkungen auf die Erträge haben:
[3] EIKE 07.05.2017: Nun muss man nicht mehr nur die Dritte Welt für die Erwärmung entschädigen, sondern auch die heimischen Bauern wegen der gewünschten Kälte
[4] EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht
Selbstverständlich sollen die Worte „auch auf das Wetter“ Unwetter mit implizieren. Dabei zeigt es nur, dass dem Verfasser die Aussagen im letzten IPCC-Bericht: Es kann keine Verstärkung von Extremereignissen festgestellt werden, nicht bekannt sind:
[6] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[1] katholisch.de: Es gibt ihn, den von Menschen verursachten Wandel unseres Klimas. Er ist heftiger und schneller als die Klimaveränderungen der Vergangenheit.

Erwiderung
Wie viel der Mensch wirklich anteilig zur Erwärmung beiträgt, ist höchst umstritten. Laut dem IPCC sind es 50 % – was eigentlich schon eine Entwarnung bedeutet -, nach anderen, neueren Quellen erheblich weniger [7]. Arrhenius, der Finder eines CO2-Einflusses auf die Temperatur hoffte, dass es möglichst viel wäre, um dadurch die zu seiner Zeit sich noch schlimm auswirkende Klimakälte „verlassen“ zu können.
Was die Aussage „
Er ist heftiger und schneller als die Klimaveränderungen der Vergangenheit „ betrifft, lässt sich mit ruhigem Gewissen sagen, dass alle angeblichen Belege dazu auf Datenmängeln beruhen. Ganz typisch sind es mangelnde Auflösungen der Proxidaten, die schnelle Änderungen in der Vergangenheit gar nicht abbilden (können).
Wo sie es abbilden, lässt sich kein Unterschied von Änderungsgeschwindigkeiten zwischen aktuell und der Vergangenheit feststellen (Beispiel: Bild 1 und 2).

Bild 1 Pages2k-Projekt: Verlauf aller Temperaturproxis Nordamerika seit 1200. Quelle: Pages2k Viewer (Screenshot vom Autor)

Bild 2 Pages2k-Projekt: Verlauf aller Temperaturproxis Südamerika seit 800. Quelle: Pages2k Viewer (Screenshot vom Autor)

[1] katholisch.de: Internetseiten wie klimafakten.de versuchen, die häufigsten Vorwürfe der Skeptiker mit Fakten zu entkräften. Manch einer lässt sich nicht einmal davon überzeugen

Erwiderung
Wie so oft, es gibt zu fast Allem gegensätzliche Meinungen. „klimafakten.de“ ist eine reine Alarmistenseite. Sie listet im Beirat zwar viele Professoren, darunter aber auch vom PIK. Alleine die Teilnahme des PIK (mit Herrn Schellnhuber) „bürgt“ für eine ausschließlich alarmistisch orientierte Darstellung, da das PIK – und vor allem Herr Schellnhuber – an keiner, nicht alarmistischen Diskussion oder Informationsplattform teilnimmt (rein persönliche Überzeugung des Autors, die niemand teilen muss):
Klimaretter.Info: Münchner Klimaherbst 2015
Hans Joachim Schellnhuber … Dort habe ihm eine Phalanx „älterer Herren“, die sich allesamt als Klimaskeptiker entpuppten, gegenüber gesessen, die ihn mit völlig unhaltbaren, längst widerlegten Thesen konfrontiert habe. Zeitverschwendung für jemand wie Schellnhuber, der zwecks Weltrettung von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt jettet. Der Ärger über die unbotmäßigen Fragensteller war dem Wissenschaftler auch heute noch anzumerken ...
… An diesem Abend freilich sprach er zu einem Publikum, das ihm förmlich an den Lippen hing.
Wer sich alleine auf diese Seite bezieht, erfährt mit Sicherheit keine neutrale Information zum sich stetig wandelnden Klima. Ein eklatantes Beispiel von Desinformation findet sich gleich in der „Einleitung“:
klimafakten.de:
1. Gibt es wirklich einen Klimawandel?
1.1 Fakt ist: Über 90 Prozent der Klimaforscher sind überzeugt, dass maßgeblich der Mensch den Klimawandel verursacht
1.2 Fakt ist: Die sogenannte „Oregon-Petition“ von angeblich 31.000 Wissenschaftlern wurde fast ausschließlich von Fachfremden unterzeichnet
1.3 Fakt ist: Die meisten Experten, die als vermeintliche Kronzeugen gegen den Klimawandel präsentiert werden, wehren sich vehement gegen diese Vereinnahmung

Dass das überall endlos wiederholte „Zustimmungsszenario“ ein reiner Statistikbetrug ist, kann man zumindest in „Fachkreisen“ als bekannt voraussetzen. Sich trotzdem zu trauen, es auf einer von vielen Professoren beratenen „Infoplattform“ immer noch zu listen, ist eine Schande und Beleg für die dort erfolgende, reine Tendenzinformation.

Spiegel Online, 23.09.2014:[3] Missglückter Forscher-Aufruf zum Uno-Klimagipfel Die 97-Prozent-Falle
Ruhrkultour: [8] Die fabelhaften 97 % – der Mythos vom Klima-Konsens der Wissenschaftler
[8]Von den rund 12.000 Veröffentlichungen bestätigte nur rund ein Drittel der Wissenschaftler, 32,6 Prozent, die Ansicht, dass die globale Erwärmung durch Menschen verursacht sei (Anthropogenic Global Warming-AGW), 97 Prozent dieses Drittels, nicht der Gesamtmenge, hielt “die jüngste Erwärmung vor allem von Menschen gemacht”. Die Mehrheit der Wissenschaftler, 66,4 Prozent, bezog keine Position zum AGW.
Nicht gelistet sind in diesen Studien und Blogs gegensätzliche Meinungen:
Natural News, August 31, 2016: [7] 
Over 37,000 Scientists Sign On Against Man-Made Global Warming Fraud!
The Petition Project Site also includes a petition to the US Congress. The wording of the petition is:
We urge the United States government to reject the global warming agreement that was written in Kyoto, Japan in December, 1997, and any other similar proposals. The proposed limits on greenhouse gases would harm the environment, hinder the advance of science and technology, and damage the health and welfare of mankind.
There is no convincing scientific evidence that human release of carbon dioxide, methane, or other greenhouse gasses is causing or will, in the foreseeable future, cause catastrophic heating of the Earth’s atmosphere and disruption of the Earth’s climate. Moreover, there is substantial scientific evidence that increases in atmospheric carbon dioxide produce many beneficial effects upon the natural plant and animal environments of the Earth.
Given the fact that over 17,200 scientists have signed this petition, I would have to say that there certainly is no consensus among scientists that global warming is real or that it is man made.
kaltesonne 24. April 2013: Größte unabhängige Forschungsorganisation Norwegens: Es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens in den Klimawissenschaften
Die größte unabhängige Forschungsorganisation Norwegens, die SINTEF, gab Mitte April 2013 einen neuen Bericht mit dem Titel “Konsensus und Kontroverse” heraus, in dem die wissenschaftliche Klimadebatte kritisch analysiert wurde. Der Bericht ist im Internet als pdf frei verfügbar. … In der Kurzfassung der lesenswerten Studie fasst SINTEF zusammen:
Dieser Bericht lehnt das Konzept ab, dass es einen einstimmigen wissenschaftlichen Konsensus zur Frage der anthropogenen Klimaerwärmung gäbe und dass die wissenschaftlichen Grundlagen heute vollständig bekannt wären. Der Bericht schlussfolgert, dass eine bedeutende kritische wissenschaftliche Diskussion in den Klimawissenschaften existiert. In dieser Diskussion einen Konsensus herbeiführen zu wollen entspricht einem politisierten und unwissenschaftlichen Glauben an die Forschung, welcher mit dem Ethos der traditionellen Wissenschaft unvereinbar ist.
… Zunächst kann festgestellt werden, dass die Behauptung schlichtweg falsch ist, dass jegliche Zweifel in der Klimadebatte ausgeräumt wären. Trotz eines hohes Maßes an Übereinstimmung in der wissenschaftlichen Literatur darüber, dass eine menschengemachte Klimaerwärmung prinzipiell existiert, gibt es in der Diskussion eine Vielzahl von abweichenden Meinungen, offene Fragen und gegenteilige Ansichten, sowohl in der wissenschaftlichen Debatte als auch in der öffentlichen Meinung. Die Behauptung “alle Zweifel sind heute ausgeräumt” ist daher unhaltbar.

Wie jemand auf die Idee kommt, dass wer sich von solchen pseudo-Infoseiten nicht „überzeugen“ lässt, wäre vielleicht nicht „ganz normal“, ist dem Autor ein Rätsel, welches sich aber vielleicht theologisch orientierten Personen erschließt.
Er sieht es umgekehrt: Wer solchen Seiten blind glaubt, erfüllt den Anspruch, in der Debatte kompetent mitreden zu können, einfach nicht. Ihn überzeugen ausschließlich mit realen Messwerten verifizierte Ableitungen. Und solche sind dort nicht zu finden (weshalb er sie seit Jahren selbst recherchiert oder aus den weltweit abrufbaren Datensätzen selbst ableitet).

[1] katholisch.de: Der Klimawandel ist real. Er bedroht die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. Neben unmittelbaren Klimafolgen wird der Migrationsdruck, auch auf Europa, zunehmen. So werden etwa in Ägypten Millionen von Menschen bis zum Jahr 2100 ihren fruchtbaren Ackerboden durch den Anstieg des Meeresspiegels verlieren. Wenn wir nicht gegensteuern, kommt es noch schlimmer.

Erwiderung

Zuerst zum Meerespegel in Ägypten. Das Mittelmeer leidet eher unter dem Problem der Pegelsenkung durch zu viel Verdunstung. Und wirklich nichts deutet darauf hin, dass der Pegel um Ägypten Klimawandel-bedingt stärker steigen würde. Was im Nildelta allerdings massiv Einfluss hat, ist Landsenkung durch bevölkerungsbedingte Grundwasserentnahmen [9] [10].
Inzwischen ist es allerdings üblich, aus politischen Gründen solche Landsenkungen dem Klimawandel „zuzuschreiben“. Dass der Kirchenvertreter dabei keine Ausnahme macht, zeugt nur davon, dass bei ihm kein Interesse an einer neutralen Information seiner „Schäfchen“ vorliegt:
[11] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
[12] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

Der angegebene „Migrationsdruck“ existiert. Nur vorwiegend nicht wegen des ominösen Klimawandels, auch wenn es vor allem das PIK, die Weltbank und UN-Organisationen laufend verkünden. Der größte Druck ist ganz alleine die zunehmende, teils explosionsartige Überbevölkerung in vielen – gerade den ärmsten – Ländern. Wäre das Klima nicht wärmer – und damit die Ernten viel ertragreicher geworden – hätte der Migrationsdruck (und Hungersnöte) wahrscheinlich längst katastrophale Ausmaße.
Der „Druck“ konnte bisher von keiner Organisation gelöst werden. Da kommt es gelegen, dass nicht dieses Versagen ein (Teil-)Problem ist, sondern das CO2. CO2 lässt sich einfach verbieten und bringt über die Zertifikate sogar noch Geld. Idealere (Nicht-)Lösungen können sich Politiker und „Weltrettungs-Vereine“ gar nicht vorstellen:
kaltesonne: Deutsches Institut für Entwicklungspolitik warnt vor Annahme eines Automatismus zwischen Klimawandel und Migration (4.7.2017)
University College London: Klimawandel ist nicht Ursache von Konflikten und Migration in Ostafrika (15.5.2018)
Zeit: Die Mär von den 200.000.000 Klimaflüchtlingen (10.11.2017)

[1] katholisch.de: Ein Bischof der Fidschi-Inseln sagte kürzlich in einem Interview: „Wir sind die Opfer des Klimawandels. Wir sind die Opfer des Lebensstils der Menschen in der Ersten Welt.“ Deutlicher geht es nicht.

Erwiderung

Es ist ein absolutes Rätsel, wie es gelungen ist, solche Märchen in den deutschen Köpfen zu verankern, obwohl wenige Minuten Nachschau der dortigen Tidenpegel das Gegenteil beweist. Anbei eine solche Nachschau:
Man gehe auf die Homepage der Australischen Regierung und rufe das „
Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project“ auf: Link
Dann schaut man in die Tabelle der unter Beobachtung stehenden Atolle und sucht die Informationszeile für „Fiji“.

Bild 3 Tabelle der unter Beobachtung stehenden Atolle. Screenshot. Quelle: Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Nun öffnet man das „Sea Level“ PDF (Link). Es erscheint die aktuelle Tiden-Pegelgrafik mit den Pegelverläufen seit ca. 1992 (Bild 4, aufgerufen am 09.03.2019). Ergebnis: Es ist kein unnatürlicher Pegelanstieg und vor allem keine „Klimawandel“-bedingte, zusätzliche Steigerung feststellbar.

Bild 4 Tidenpegelverlauf Fiji 1993 – 1.2019. Screenshot, vom Autor ergänzt. Quelle: Australische Regierung: Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Bild 5 Tidenpegelverlauf Maximum Fiji 1993 – 1.2019. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt. Quelle: Australische Regierung: Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Die Regression berechnet für den Verlauf des maximalen Tidenpegels Fiji den Wert von: 0,46 mm/pa.

Deshalb das Gleiche für die danebengelegenen Atolle von Vanuatu. Dort beträgt der Anstieg des Maximalpegels nur
0,28 mm/pa. Der „wahre“ Pegelanstieg wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Und auch dort ist keinerlei unnatürlicher Pegelanstieg und vor allem keine „Klimawandel“-bedingte, zusätzliche Steigerung feststellbar. Auf keinen Fall ist sie alarmistisch.
Auch andere Pegeldaten um diese Zone zeigen es (Quelle: NOAA): Rabaul, Papua New Guinea: -2,59 mm/year; Brisbane, Australia: 0,09 mm/year; Wellington, New Zealand: 1,29 mm/year

Bild 6 Tidenpegelverlauf Vanuatu 1993 – 1.2019. Screenshot, vom Autor ergänzt. Quelle: Australische Regierung: Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Bild 7 Tidenpegelverlauf Maximum Vanuatu 1993 – 1.2019. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt. Quelle: Australische Regierung: Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Die Regression berechnet für den Verlauf des maximalen Tidenpegels Vanuatu den Wert von: 0,28 mm/pa.
Detaillierter ist es in einer kleinen Analyse ausgewertet:
EIKE 16. November 2017: Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle
Daraus ein Bild, wie der Pegelverlauf in der historischen Vergangenheit war (Bild 8). Der aktuelle Pegel von Fidji liegt also niedrig und vor gerade einmal 400 Jahren hat Fidji (sicher die ganze Region) deutlich höhere Pegel erlebt und überlebt.

Bild 8 [16] Fidji, Pegelproxi über die letzten 600 Jahre. Bild vom Autor ergänzt

Noch umfassender kann man es für die ganze Region in einer Analysereihe nachlesen:
[13] EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven
[14] EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
[15] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

Darin ist auch gelistet, wie untergehende Inseln buchstäblich erfunden wurden und solche Erfindungen sogar Eingang in Fachbücher gefunden hat. Eine Beschreibung, wie das von angeblich investigativen Zeitschriften immer noch wiederholend gemacht wird, findet sich bei:
Achgut 27.01.2019: Klima: Mit Relotius unter dem Meeresspiegel

Der Bischoff könnte natürlich auch nur die diese Gegend seit Jahrtausenden regelmäßig heimsuchenden Stürme gemeint haben. Allerdings zeigt eine Nachschau auch dazu Gegensätzliches. „kaltesonne“ hat Information darüber gesammelt.
kaltesonne:
Schwerer Wirbelsturm verwüstet Vanuatu. Premierminister sieht es realistisch: “Stürme sind kein neues Phänomen, wir Insulaner leider darunter seit Besiedelung Vanuatus vor 5000 Jahren” (9.4.2015)

Neue Arbeit in Nature: Noch nie waren die australischen Wirbelstürme in den letzten 1500 Jahren schwächer als heute (3.4.2014)

Vorindustrielle Zeit war verrückter als gedacht: Tropische Wirbelstürme in den letzten 5000 Jahren weltweit auf wilder Achterbahnfahrt. Außerdem: Eine weitere Arbeit sagt Abnahme der tropischen Wirbelsturmtätigkeit vorher (8.12.2013)

Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass der zitierte „Bischoff der Fidschi-Inseln“ nicht Recht hat. Sollte er allerdings schon jemals in die Tidenpegeldaten seines und der umliegenden Atolle gesehen haben, müsste man ergänzen: „und bewusst die Unwahrheit erzählt“.
Unerklärlich bleibt auch, wie jemand darauf kommt, einer solchen Aussage eines erkennbar Unwissenden den Zusatz: „Deutlicher geht es nicht“ anzuhängen. Danach wäre jede Aussage – selbst wenn derjenige keine Ahnung zum Thema hat -, ein „Wahrheitsbeleg“ für irgendetwas. Theologen werden allerdings darin „geübt“. Das Ergebnis sieht man inzwischen überall:

Bild 9 Ankündigung in einer Zeitung (Ausschnitt). Foto vom Autor

[1] katholisch.de: Die Zeit ist zwar knapp, aber zu spät ist es noch nicht. Maßnahmen, wie eine CO2-Steuer, gibt es. Deutschland und Europa müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Auch, wenn das Geld kostet. Was wäre die Alternative?

Erwiderung
Zuerst zur Schlussfrage: „Was wäre die Alternative?
Ganz einfach, mit Verstand und dem erforderlichen Geld das für Menschen Erforderliche wetterfest machen. Denn schlimmes Wetter gab und gibt es zu allen Zeiten. Wenn das notwendige Geld jedoch in CO2-Zertifikate gesteckt werden muss – wie es kommen wird -, bekommt man keine Lösung, hat aber auch kein Geld mehr für Notwendiges und Sinnvolles, sieht es seitens von Behörden auch gar nicht ein (sobald man den CO2-Unsinn irgendwann einmal erkennt).
Die Flutwelle von Simbach – basierend auf reinem Behördenversagen – ist dafür in Deutschland sicher eines der eklatantesten Beispiele:
EIKE 24.01.2017: Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels

Die Zeit wird selbstverständlich knapp: Wenn das Zertifikate System erst seine rein monetäre Wirksamkeit als Zusatzsteuer für politische Haushalte entfaltet hat, kommt kein Zurück. Noch nie Seltenst wurde eine lukrative Steuer abgeschafft.
Auch wird die Zeit knapp für die Revidierung politischer Entscheidungen: Ist „Klimaschutz“ erst einmal in Grundgesetzen hinterlegt, können die nutzlosen, aber teuren CO2-Maßnahmen für lange, lange Zeit nicht mehr reduziert werden. Denn um Grundgesetze wieder zurück zu ändern, fehlen in Zukunft sicher die erforderlichen, politischen Mehrheiten.

Fazit

Der Artikel des Chefredakteurs der Verlagsgruppe Bistumspresse zeigt sich bezüglich seines geringen Wissensniveaus geradezu erschreckend. Es spiegelt jedoch das zu diesem Thema als ausreichend erachtete wieder, sonst würde er sich nicht trauen, solches zu verfassen und auf einer Homepage für alle sichtbar zu hinterlegen.
Auch die Katholiken können einem leidtun. Wieder zeigt (auch) die Kirche, dass sie aus Geschichte wirklich nichts lernt und ihre Fehler immer neu macht. Die „Wissensverbindung“ zum Höchsten erscheint seit langer Zeit erheblich gestört (eigentlich unterbrochen):
EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur

Wenn schon über solche Publizierungen berichtet wird, „darf“ die Süddeutsche Zeitung nicht fehlen. Dieses nach einem ehemaligen Leitautor „offizielle Propagandablatt“ [17] versäumt wirklich keine Gelegenheit, die politisch gewünschte – und davon ausschließlich GRÜNE – Meinung zu verbreiten. Teils direkt als „Keule“, oder ganz subtil, aber trotzdem mit jedem Unsinn „begründet“. Eine Redakteurin (Promotion theoretische- und mathematische Physik, also sicher mit ausreichendem Wissenshintergrund, das Erdklima trotzdem alleine auf CO2 reduzierend), durfte beispielhaft den Lesern erklären, warum die GRÜNEN mit ihrem Vorschriftenwahn ja sooo Recht haben:
SZ Nr. 58, März 2019:
Wissen Geht gar nicht
Klimaschutz erfordert individuelles Umdenken, heißt es oft. Der Einzelne sei gefragt. Aber das ist eine unrealistische Vorstellung. Doch um wirklich etwas zu ändern, bedarf es Preisanreize und Vorschriften …
… Ein Flug nach Thailand und zurück produziert zum Beispiel pro Person rund 3,3 Tonnen CO2, das macht für die ganze Familie 16 Tonnen. Forscher vom Max-Plank Institut für Meteorologie in Hamburg haben mal ausgerechnet, dass dies allein für die Arktis fast 50 Quadratmeter Meereis kostet, auf Dauer . Der Flug ist doch so billig? Mir ist das zu teuer …
(Anmerkung: Link zu einer Rezension des Autors über diese „CO2/m2 – Studie“ [16])
… Wer monatlich über mindestens 3000 Euro verfügt, verbracht mit seinem Lebensstil fast doppelt so viel Energie wie jemand, der mit maximal 1000 Euro auskommt … alles Gift fürs Klima, da hilft die schönste ökologische Überzeugung wenig … Ein ganzer Forschungszweig befasst sich mittlerweile mit der Frage, wie man zu verändertem Verhalten motivieren kann. Mithilfe von Klimapsychologie sollen die düsteren Botschaften der Klimaforschung besser verpackt werden … der weltweite Durchschnitt (C02-Emission) sind etwa sechs Tonnen, eigentlich müsste er bald auf weniger als eine Tonnen fallen, wenn die Erwärmung unter zwei Grad bleiben soll … Klimasünden müssen teuer werden und wenn das nicht reicht, muss man sie eben verbieten …

Nachtrag
Aus der Erfahrung im Bekanntenkreis muss leider gesagt werden, dass solche Darstellungen von vielen – auch „Studierten“ – wirklich geglaubt werden. Argument: Wäre es falsch, würde die Wissenschaft längst widersprechen.
Auf die Antwort, dass es (nicht nur) beim Klimawandel (nicht nur) in Deutschland keine neutrale Wissenschaft mehr gibt, kommt immer der gleiche Einwand: … du mit deiner Verschwörungstheorieen
Greift das nicht, wird Klimawandel sofort mit Naturschutz verquickt. Und welcher „Vernunftbegabte“ könnte denn gegen Naturschutz sein. Wo gerade auch wir Deutschen mit unserem vielen Geld bekanntermaßen die (Um-)Welt besonders kaputt machen. Es ist geradezu eine Verpflichtung, mit unserem vielen Geld dagegen etwas zu tun. Wenn Deutschland das nicht schafft, wer denn dann …

Solche Diskussionen werden oft zu einem Anschauungsunterricht der Wirksamkeit und „Gehirn-Waschwirkung“ gut gemachter Public Relations und Großteils völligem Unverständnis, solches hinterfragen zu sollen.

Quellen

[1] katholisch.de: Standpunkt An die katholischen Leugner des Klimawandels

[2] Nordbayerische Nachrichten, lokale Printausgabe, 06.03.2019: (dpa) Kampfansage an Klimaleugner

[3] EIKE 07.05.2017: Nun muss man nicht mehr nur die Dritte Welt für die Erwärmung entschädigen, sondern auch die heimischen Bauern wegen der gewünschten Kälte

[4] EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht

[5] EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel

[6] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[7] EIKE, 26. Februar 2019: Traue keiner Darstellung, die du nicht selberstatistisch „aufbereitet“ hast. Alternativ: Wie Klimaalarme erzeugt werden Teil 2 (2)

[8] EIKE 01.01.2017: Harald Lesch trägt vor den GRÜNEN zum Klimawandel vor: Der Klimawandel ist kein Thema, das man ernsthaft bezweifeln kann

[9] EIKE 31.10.2018: Zeugnisse vergangener Kulturen sind durch den Klimawandel in Gefahr. Die Bedrohung betrifft vor allem Weltkulturerbestätten im Mittelmeerraum Teil 2 (2)

[10] EIKE 30. Oktober 2018: Zeugnisse vergangener Kulturen sind durch den Klimawandel in Gefahr. Die Bedrohung betrifft vor allem Weltkulturerbestätten im Mittelmeerraum Teil 1(2)

[11] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

[12] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

[13] EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

[14] EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
[15] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

[16] Nils-Axel Mörner October 09, 2017: Our Oceans-Our Future: New Evidence-based Sea Level Records from the Fiji Islands for the Last 500 years Indicating Rotational Eustasy and Absence of a Present Rise in Sea Level

[16] EIKE 26.12.2016: Jede Tonne emittiertes CO2 führt zu einem Abschmelzen des Arktiseises um drei Quadratmeter

[17] Achgut 01.03.2019: Aloa, Aloa: Prantl geht als Relotius




Neue Dokumente enthüllen: Kinder-Protestzüge sind eine lange geplante Komponente der Kampagne für Klimaschutz-Maßnahmen

Aus diesen jüngst aufgetauchten Dokumenten geht hervor, dass die jüngste Welle privater „Klimaschutz“-Anwälte sowie Ermittlungen von General-Staatsanwälten (AGs) nicht nur ein vor sieben Jahren hinter verschlossenen Türen ausgehandeltes Ergebnis eines infamen Treffens in La Jolla, Kalifornien, war. Es stellt sich heraus, dass die Teilnehmer daran sehr früh schon das wilde Straßentheater von Kinderprotesten und Schulstreiks im Sinn hatten, welches sich jetzt manifestiert hat, letzte Woche auch in den USA.

Der Grund? Diese Demonstrationen sind eine lange geplante Komponente der Kampagne der Klima-Industrie für Maßnahmen, einschließlich Juliana vs. USA, das „Klimakinder“-Gerichtsverfahren, welches ein radikales Beispiel ist für den extremen Klima-Aktivismus, der jetzt die Gerichtshöfe überschwemmt.

Dieses Treffen in La Jolla, organisiert von einer Koalition der Rockefeller-Stiftung und anderen Gruppen, erstellte einen Plan für das, was jetzt eine „Rechtsstreit“-Industrie ist, deren Zweck es war, eine Plattform in der Größenordnung von Hunderten Milliarden Dollar zu bekommen von Energie-Interessen. Auch wurde dabei das entworfen, was jetzt unter der Bezeichnung Green New Deal bekannt ist – per Gerichts-Anordnung. Bestandteil des Planes war Ruf nach Hilfe von Aktivisten-Anwälten: „Generalstaatsanwälte können auch Dokumente anfordern, was die Möglichkeit zunehmen lässt, dass ein einziger sympathisierender Staatsanwalt substantiell Erfolg haben könnte, grundlegende internationale Dokumente“ für die Agenda der Prozessführung dieser Gruppen zu präsentieren.

Hier kommt Juliana ins Spiel, ein Prozess vor einem [US-]Bundesgericht in der Stadt Eugene in Oregon. Man trachtete nach einer gerichtlichen Verfügung, die Klima-Agenda umzusetzen und dass diese Agenda Gegenstand einer positiven Berichterstattung bei CBS News ist. Die Agenda ist durch den demokratischen Prozess marginalisiert worden. Jener demokratische Prozess verkörpert die und wird gleichzeitig geschützt durch die Gewaltenteilung, welche Juliana beiseite zu wischen gedenkt.

Aufzeichnungen eines der Teilnehmer in La Jolla, nämlich eines Juraprofessors an der University of Oregon (in Eugene) zeigen, dass nach der Implosion von „cap-and-trade“ die Klima-Alarmisten beklagten, wie „konventionelles Vorgehen“ ihrerseits gescheitert ist. Angesichts des Umstands, dass ihre gewählten Repräsentanten die Aktivisten wiederholt enttäuschten, selbst angesichts der Kampagnen der Klima-Industrie in Medien und Interessengruppen im Wert von über 1 Milliarde Dollar pro Jahr (hier), entwarfen die Anwälte andere Pläne. Zu diesen Plänen gehörte, Kinder in Wellen auf die Straße zu schicken.

Die gesamte Strategie der zivilen und gerichtlichen Vorgänge, die wir erleben, über Gerichtsverfahren bis zu Umzügen und Streiks von Schulkindern, wurde auf diesem privaten Treffen vor sieben Jahren ausgearbeitet. [Hervorhebung vom Übersetzer].

Diese öffentlichen Unterlagen, bekannt geworden schon wenige Tage nach einem vorbereitenden Segment in dem Fernsehmagazin 60 Minutes [vergleichbar mit Sendungen wie „Report“ usw. bei uns, Anm. d. Übers.] und mehrere Tage vor den landesweiten Kinder-Klimaumzügen, bestätigen:

Die Kampagne pro Klima-Gerichtsverfahren war ausschließlich eine Folge dieses Scheiterns „konventionellen Vorgehens“, anderswo bekannt als unser Verfassungssystem,

sie sollte „verknüpft werden mit der Jugend-Klimabewegung (weltweite Umzüge)“,

sie sollte begleitet werden von einer Presse-Strategie einschließlich von Dokumentationen, in welchen Kinder vorgestellt werden.

Das Treffen wurde eingeräumt, aber die dabei entwickelte Strategie „sollte nicht publiziert werden“.

Die Strategie trachtete sowohl nach einer kooperierenden [US-]Bundesregierung („zustimmende Dekrete wären ideal“) als auch danach, „gewählte Kohlenstoff-Bürgermeister an den Tisch zu bringen – und dann?“

Dieses „und dann?“ stellte sich als Forderungen von Städten heraus, „Schäden“ im Wert von vielen hundert Milliarden Dollar auf dem Weg der Klage geltend zu machen – von den Gerichten regelmäßig verworfen – und als Forderungen, die darauf abzielten, bankrotten Kampagnen aus der Patsche zu helfen (hier) und für deren gewünschtes Vorgehen zu zahlen. Das bedeutete, wie in der Causa Juliane, eine Forderung, dass die Gerichte der Regierung entsprechende Maßnahmen auferlegen sollten – mittels Bewilligungs-Dekreten, wenn das Wahlergebnis stimmt! – oder mittels etwas Gefährlichem, wenn nicht Absurdem, unter Bezeichnung Green New Deal.

„Und dann?“ bedeutet also eine Klima-Prozessführungs-Industrie mit dem Ziel eines shakedowns [?]. Und es bedeutet, dass viele erschrockene, indoktrinierte Kinder als Erfüllungsgehilfen dienen in politischen und gerichtlichen Kampagnen.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/new-records-expose-childrens-marches-as-long-planned-component-of-climate-litigation-campaign/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wird Greta bald heiligge­sprochen?

Zeichen der Zeit

In einem EIKE-Artikel hatte der Autor einst nachgesehen und für EIKE-Leser beschrieben, woran und wie Theologen „erkennen“, dass etwas, die Gesellschaft oder die Massen Bewegende, „von Gott gewollt“ ist, also dem Anspruch genügt, ein „Zeichen der Zeit“ zu sein:
[3] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur
… Wenn eine Thema genügend offensiv in der Gesellschaft wahrgenommen bzw. publiziert wird und die Eliten beeinflusst, prüft die Kirche ob es „den Glauben an Gott und den Schöpfer nicht unberührt lässt“. Ist dies der Fall – wie beim Klimawandel festgestellt – bekommt es für die Kirche einen göttlichen Charakter.
Die wirklichen Fachpersonen, beschreiben das Verfahren anhand dieses konkreten Beispiels theologisch ausformuliert so:
[4] Entscheidung der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der deutschen Bischöfe:
Und gerade zur „Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten“ (Gaudium et Spes 4). Als umfassende Herausforderung für Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen, Schwachen und Benachteiligten ist der Klimawandel ein solches Zeichen der Zeit, das den Glauben an Gott als Schöpfer und Erlöser nicht unberührt lässt.

Sehr verkürzt und etwas überspitzt zusammengefasst, lautet die Kernaussage (nach rein persönlicher Meinung des Autors): Was so lange des Volkes Meinung ist und gleichzeitig von den Herrschenden unterstützt wird, dass man mit einer Oppositionshaltung Gefahr läuft, seinen Anteil an den „Fleischtöpfen der Herrschenden“ und Privilegien zu reduzieren, eventuell sogar zu verlieren, ist als „Gottes Wille“ erkannt.
Es lässt sich auf die Aussage konzentrieren: Gott kann doch nicht wollen, dass es seiner Vertretung auf Erden schlecht geht. Und die Kirche ist damit über Jahrtausende „gut gefahren“, womit Gott deutlich erkennbar gezeigt hat, dass diese Interpretation und Vorgehen auch wirklich „sein Wille“ sein muss. Ein extremes Beispiel dazu lieferten die Amtskirchen während des „Dritten Reiches“ [14] nicht nur in Deutschland, sondern auch anderen, damals faschistisch regierten Ländern.

Diese Begründung hat sich der Autor nicht einfach „aus den Fingern gesaugt“. Theologisch ist sie nicht selten. Sebaldus, der Stadtheilige von Nürnberg (und viele weitere) wurden mit einer solchen heiliggesprochen („dass Nürnberg so reich geworden ist, belegt die segensreiche Wirkung ihres Heiligen“). Die Pilgerväter haben es als ein religiöses Glaubens-Fundament übernommen: Erfolg (und Reichtum) zeigt persönlichen Gottessegen an.

Greta als eine Prophetin des Klimaschutzes erkennen

Zurück zur Evangelischen Kirche. In einer Schulungsunterlage für Konfirmand*innen findet sich Information, wie und woran Jugendliche die Schwedin und Klimaaktivistin Greta als (von den Verfassern bereits deklarierte) Prophetin erkennen können:
[2] Sekundarstufe 1, Konfirmandenarbeit, Anke Trömper/Achim Plagentz, Unterrichtshilfe: „IHR SEID NICHT ERWACHSEN GENUG, DIE WAHRHEIT ZU SAGEN“ Greta Thunberg – eine Prophetin des Klimaschutzes?
… Kurzbeschreibung: Ausgehend vom Auftreten Greta Thunbergs entdecken die Jugendlichen
Spuren prophetischer Zeitansage in ihrer Welt. Anhand der Aktion „Klimafasten“ überlegen sie eigene Handlungsoptionen zum Klimaschutz …
Ziele: Die Jugendlichen … … können prophetische Reden als Positionierung „im Namen Gottes“ verstehen …
Material: M2: Textsammlung: Zitate Greta Thunberg / Bibl. Prophetenworte
Dazu liefert die Unterrichtshilfe folgende Detailinformationen:
Vorbemerkung
Der Auftritt der damals 15-jährigen Greta Thunberg vor der Weltklimakonferenz in Katowice 2018 hat beeindruckt. Mit klaren Worten hat sie auf die Dramatik der Situation aufmerksam gemacht.
… Theologischer Bezugspunkt ist die Wahrnehmung eines prophetischen Habitus in Gretas Auftreten. „Prophetie bezieht sich auf die Gegenwart und lebt von der Zukunft. Davon, dass die Welt anders sein könnte und anders sein wird. Sie hält der Welt einen Möglichkeitsspiegel entgegen und zeigt auf, wohin individuelles und kollektives Fehlverhalten zwangsläufig führt. Prophetische Ermahnungen geben Impulse für Veränderungen. [….] Selbst zu träumen – also für sich selbst und die heutige Gesellschaft positive Gegenbilder zu entwerfen – und selbst zu warnen – also die Katastrophen zu realisieren, die heute drohen – führt zu der Einstellung, auf die es den Propheten ankam: die Welt und das eigene Verhalten im Lichte Gottes (bzw. mit Blick auf die Struktur der Wirklichkeit) kritisch und hoffnungsvoll zugleich zu sehen.“ …
… Gretas kompromissloses Engagement erklärt sich u.a. aus ihrem klaren Blick auf die Wirklichkeit und nicht aus religiösem Antrieb. Trotzdem haben ihre Aussagen im oben beschriebenen Sinne eine prophetische Kraft …
… Die Hoffnung auf und der Glaube an eine bessere Zukunft gehören fest zu den Kennzeichen biblischer Propheten. „Gott ist der Welt und den Menschen in Liebe zugetan, er lässt die Welt schlussendlich nicht untergehen, Buße und Umkehr sind immer möglich und können das drohende Unheil verhindern.“

In der folgenden Schulungs-Ausarbeitung wird dargelegt, wie man durch Gruppenzwang Kritik ganz subtil, aber wirkungsvoll unterdrückt, denn Kritik ist nicht gewünscht:
… In einer zweiten Gesprächsrunde äußern die Schüler*innen ihre Ansichten über Greta. Auf grünen und roten Moderationskärtchen werden die unterschiedlichen Einschätzungen notiert und auf dem Plakat angebracht. Mögliche unfaire und abfällige Kommentare sollten mit der Gruppe zusammen thematisiert und nur dann aufgenommen werden, wenn eine würdigende und konstruktive Formulierung gefunden wird.
Schließlich geht es darum, die Vorgaben der Theologen zu bestätigen:
… Greta – eine moderne Prophetin (45 Minuten)
Ausgewählte Zitate von Greta und ausgewählte Prophetenworte M2 können auf Plakate geklebt und ausgestellt oder mit Bildern und / oder Musik präsentiert werden. Die Schüler*innen werden aufgefordert, sich alle Botschaften gut durchzulesen und eine auszusuchen, die sie besonders anspricht. In Partner*innenarbeit setzen sie sich mit den ausgewählten Zitaten auseinander.

Das Hintergrundwissen

Lobend muss erwähnt werden, dass die Jugendlichen zum Klimawandel auch auf „Wissensseiten“ verlinkt werden, zum Beispiel zur Bundeszentrale für politische Bildung. Dort erfahren sie:
Dossier Klimawandel
Globale Erwärmung und Klimawandel – spätestens seit sich zerstörerische Hurrikane, sengende Sommerhitze und milde Winter häufen, sind diese beiden Worte in aller Munde. Die Prognosen für die Zukunft klingen nicht weniger bedrohlich: Wüsten breiten sich aus, Gletscher schmelzen und Landstriche werden überflutet. Mittlerweile hat man die Gefahren des Klimawandels erkannt und bemüht sich weltweit um Klimaschutz. Doch wie konnte es überhaupt zum Klimawandel kommen? Und reichen die Bemühungen im Kampf gegen die globale Erwärmung aus?
Bis auf die “schmelzende Gletscher“ stimmt nichts davon und ist auch nicht belegbar, wie es selbst der IPCC zugibt [10]. Deshalb wird auch auf die Zukunftsvorhersagen der grottenschlechten Klimasimulationen ausgewichen. Nicht ein – auch kein kleiner – Hinweis findet sich zu diesen wichtigen Problempunkten der Darstellungen.

Zuständig zeichnet dafür einmal das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH:
„Das Wuppertal Institut erforscht und entwickelt Leitbilder, Strategien und Instrumente für Übergänge zu einer nachhaltigen Entwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Im Zentrum stehen Ressourcen-, Klima- und Energieherausforderungen in ihren Wechselwirkungen mit Wirtschaft und Gesellschaft. Die Analyse und Induktion von Innovationen zur Entkopplung von Naturverbrauch und Wohlstandsentwicklung bilden einen Schwerpunkt seiner Forschung.“
… Im Fokus der Forschung des Wuppertal Instituts stehen Transformationsprozesse zu einer Nachhaltigen Entwicklung.
Dieses ist direkt von der Bundesregierung beauftragt:
Partizipationsprozess zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung
Das Wuppertal Institut gestaltet gemeinsam mit der Beteiligungsagentur IFOK den Partizipationsprozess zur Erstellung von Klimaschutzmaßnahmen für den Klimaschutzplan 2050. In verschiedenen Beteiligungsformaten erarbeiten und diskutieren Verbände, Bundesländer und Kommunen Klimaschutzmaßnahmen, die als Empfehlung an die Bundesregierung gerichtet werden. (Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)

Eine irgendwie gearteten Neutralität zum Thema ist nicht vorgesehen und findet sich auch nicht. Beim Durchlesen der Image-Broschüre „Making Utopia possible“ meint man, über viele Kapitel direkt Publikationen des PIK zu lesen, vor allem über deren „große Transformation“, wie sie von Herrn Edenhofer (PIK) vertreten wird. Ein Hinweis zum PIK findet sich allerdings nicht:
… Wissen für die Große Transformation Transformatives Wissen ist mehr als die Summe der Erkenntnisse aus den Fachdisziplinen. Es entsteht im lebendigen Austausch mit den Kenntnissen und Erfahrungen der Akteure und orientiert sich an gesellschaftlichen Zukunftsfragen. Für die Transformation zu einer nachhaltigen, klimaverträglichen und ressourcenleichten Gesellschaft haben Wissenschaft und Bildung entscheidende Bedeutung. Während die Wissenschaft dafür Visionen und Entwicklungspfade entwickelt, sollten Bildungsprozesse Problembewusstsein und systemisches Denken schulen. Denn die Gesellschaften benötigen für die komplexe Umbruchphase der Transformation besondere Aufgeklärtheit, die sogenannte „Transformation Literacy“.
Und verantwortlich ist auch ein Herr Toralf Staud [8]. Dieser ist EIKE Lesern bereits bekannt als ein ausgewiesener Klimaaktivist und ehemaliger (Mit-)Redakteur der Homepage „Klimaretter“, einer unrühmlichen und aggressiven Aktivistenseite [9].

Zumindest eines ist damit sicher: Diese Homepage bietet zum Klimawandel vieles, aber mit Sicherheit keine neutrale Information. Sie ist aber ein guter Beleg, dass unserer Politik nicht im Ansatz an einer neutralen Information ihrer Bürger gelegen ist.
Für die Jugendlichen bedeutet es, dass sie konsequent einseitig – streng politisch „wissenskonform“ – informiert werden. Kein Wunder, dass unsere Medien bereits die in ihren Augen überragenden Klimakenntnisse von 10-Jährigen Freitags-Demoschüler*innen – die SZ sogar von 5-Jährigen – loben [13].

Eine Nation schafft sich (und seine Demokratie) ab

Es ist etwas frustrierend, den aktuellen Hype um und mit der Schwedin erleben zu müssen und so zu erfahren, wie eine ganze Nation (allerdings nicht nur Deutschland) wieder eine Welterklärung, hier: CO2 ist Klimagift und muss abgeschafft werden, anbetet und niemand auf die Idee kommt, es zu hinterfragen.

Vor allem die geradezu euphorische Zustimmung aller Medien und nun auch von 23.000 Professoren – eine Aktion, von der sich Herr Schellnhuber rühmt, sie über das PIK initiiert zu haben [5] -, und der im Interview auch behauptet: „Greta hat messerscharf analysiert“, dabei sinngemäß allerdings sagt: Sie betet genau meine Anweisungen herunter (Hinweis: „Greta“ ist indirekt teilweise vom PIK gesteuert), deren Botschaft vom Kabarettist Hirschhausen persönlich an Demonstrierende überbracht wurde [11].
„Wissenschaftliche“ Verstärkung haben die Organisatoren ebenfalls bekommen:
[11] Die Vertreter von Fridays for Future Luisa Neubauer und Jakob Blasel treffen auf die Organisatoren von Scientists for Future. Darunter Prof. Volker Quaschning, Gregor Hagedorn und Eckart von Hirschhausen.

Bei so viel Klimawissen und professoralen Vorbildern hat niemand mit abweichenden Argumenten eine Change:
[11]Gleich mehrfach gibt es Seitenhiebe in die Richtung von Christian Lindner. Der FDP-Chef hatte den streikenden Schülern von „Fridays for Future“ die Kompetenz abgesprochen. Man solle das Thema lieber den Profis überlassen. Eine Steilvorlage so kurz vor der Pressekonferenz am Dienstag. Auf dem Podium sitzen die Sprecher von „Scientists for Future“, einem Zusammenschluss von Forschern. Ihre Antwort an Lindner ist eindeutig: Seht her, hier sitzen die Profis und wir sagen dir und der Welt: Die streikenden Schüler und Studenten haben recht. Aus 700 Erstunterzeichnern sind inzwischen 23.000 Wissenschaftler geworden, darunter zwei Nobelpreisträger und tausende Professoren.

So viel „wissenschaftliches Gewicht“ erdrückt selbstverständlich jedes Gegenargument. Herr Lindner ist im Kern allerdings nicht Klimawandel-kritisch eingestellt. Er sagt nur, was jeder der Kinder hat weiß: Mit 10 bis 18 Jahren haben Kinder noch Wissens- und vor allem Erfahrungsdefizite. Aber auch so etwas darf man heute nicht mehr sagen. Es diskriminiert ja die Heranwachsenden. Nach der Süddeutschen Zeitung sogar Kleinkinder, denn die SZ freut sich über 5 Jahre alte, mit-demonstrierende „Klimawandel-Kenner“ [13]. Bereits solche tun viel für das Klima: Ein 5-Jähriger verwendet beispielsweise kenntnisreich Mehrweg-Joghurtbecher. Klar, mag das sinnvoll sein. Nur rettet es kein Klima.

Ist das „Gewicht“ nicht wissenschaftlich, „erdrückt“ es inzwischen die „allseits bekannte, allein zugelassene, weil richtige Meinung“. Das weiß und verkündet man aus Berlin an das Volk:
[12] (dpa) „Bundesforschungsministerin Anja Karliczek tritt verbreiteter Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen, etwa zu Klimawandel und Luftverschmutzung, entgegen … Wenn Klimawandel angezweifelt wird … dann ist das auch für die Politik ein ernstes Thema … die Politik beziehe sich schließlich auf den Stand der Wissenschaft …
Und etwas aggressiver kommt es über Medien:
kaltesonne, 14.04.2019:
Maren Urner und Felix Austen am 6. Dezember 2018 mit einer ungeheuerlichen Frage auf perspective-daily.de:
Sollen wir Klimaleugnern den Mund verbieten?
Der menschengemachte Klimawandel darf nicht zur Debatte stehen – denn die Zeit drängt.[…] Und das, obwohl dieser wissenschaftlich inzwischen so unumstritten ist wie die Tatsache, dass der Apfel vom Baum fällt. Wie kann es sein, dass es auch im Jahr 2018 noch salonfähig ist, den menschengemachten Klimawandel anzuzweifeln? […] Die Motive der Leugner sind vielfältig: Sie reichen von einem falschen Verständnis wissenschaftlicher Skepsis über eine starke Angst, Privilegien im Hier und Jetzt zu verlieren, hin zu Lobbyismus, der wirtschaftliche Eigeninteressen verfolgt. […] Schulen könnten den Klimawandel auf dem Lehrplan nach oben schieben und die Parteien könnten ihn zum ständig wiederkehrenden Gesprächspunkt machen. Aber reicht das, um die Leugner zum Verstummen zu bringen und die Zweifel auszuräumen?
Ein gesetzliches Verbot der Klimaleugnung
Wahrscheinlich nicht – denn die Zeit drängt! Wie sähe es also aus, wenn wir das Leugnen des Klimawandels tatsächlich verbieten würden? Die freie Rede einzuschränken klingt erst mal nach George Orwell und sorgt vielleicht für ein beklemmendes Gefühl. Doch es gibt bereits einen Präzedenzfall für eine solche Einschränkung: Am 13. April 1994 entschied das deutsche Bundesverfassungsgericht, dass das Grundrecht der Meinungsfreiheit Grenzen hat.
Angeführt wird der Tatbestand der Leugnung des Holocaust. Weiter auf perspective-daily.de:
Wollen wir beim Klimawandel den gleichen Schritt wagen – und anders als beim Holocaust vor der kompletten Katastrophe eingreifen? Vielleicht. Vielleicht könnte ein Verbot das Schlimmste noch verhindern, wenn wir jetzt schnell handeln. Hier ist ein erster Entwurf: Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer den menschengemachten Klimawandel in einer Art, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung leugnet oder verharmlost.
So funktioniert also Wissenschaft im 21. Jahrhundert. Die genaue CO2-Klimasensitivität ist noch immer ziemlich ungenau bekannt, da wird sie einfach per Gesetz unter Androhung von Haft festgelegt. Eine grandiose Idee. Die Zeit drängt. Das stimmt genau. Aber sie drängt vor allem, weil sich die Hinweise häufen, dass der IPCC jahrelang maßlos übertrieben hat. Erst kürzlich hat sich das verbleibende CO2-Restbudget bis zur Erreichung des 1,5-Grad-Limits “über Nacht” verdoppelt. Einfach so. Das stärkt nicht gerade das Vertrauen in unsere Klima-Führer.
Wieviel verstehen die beiden jungen Autoren von den Klimawissenschaften eigentlich? Maren Urner hat in Neurowissenschaften studiert. Felix Austen ist immerhin Physiker, fehlt aber vermutlich das Verständnis für die bewegte vorindustrielle Klimageschichte. Beide sind der Ideologie des Klimakatastrophismus verfallen und wünschen sich die weiter bestehenden Unsicherheiten einfach per Zauberspruch weg. Sie träumen von der unbefleckten und todgefährlichen Klimaapokalypse, so wie es ihnen ihre Klima-Führer erzählt haben. Toleranz gegenüber wissenschaftlich Andersdenkenden – Fehlanzeige. Mit Volldampf in die Klimadiktatur.

Wie zudem NGO`s zunehmend das Regieren „übernehmen“ und die Politik nichts dagegen tut, zeigt nicht nur die Deutsche Umwelthilfe. In den USA mit der anderen Gesetzgebung geht es weit härter zu. Nachlesbar bei:
Tychis Einblick: Religion statt Wissenschaft Ein Kampf um Glyphosat – die Hintergründe
Wenn Deutschland erst einmal sein Klimaschutzgesetz hat, wird es zu uns herüberschwappen.

Bis es so weit ist, wird die Deutsche Geschichte benutzt, um Kritik an der „einzig richtigen und damit ausschließlich erlaubten“ Meinung und damit konformen „Wissenschaft“ mundtot zu machen:
Tychis Einblick: Grüner vergleicht Kritiker der Umweltbewegtheit mit Holocaust-Leugnern
Dem Deutschlandfunk gab Grünen-Politiker Michael Cramer ein Interview zur aktuellen Feinstaubdebatte. Und verirrte sich darin furchtbar, bis hin – man mag es kaum glauben – zu einer unglaublichen Verharmlosung des Holocaust, wenn Cramer sagte: „Es gibt Leute, die leugnen den Klimawandel. Es gibt Leute, die leugnen den Holocaust. Es gibt Leute, die leugnen, dass Feinstaub und Feinstaubpartikel und CO₂ und Stickoxide gesundheitsschädlich sind – das gehört dazu.“ …
… Kurz zuvor war es Dieter Janecek, Bundestagsabgeordnete der Grünen, der andere Meinungen als „Reichsbürger-Niveau” abstempelte und Lungenärzte, die nicht seiner Meinung sind, für „verirrt” erklärte, dann noch mit weiteren kruden Vergleichen nachzog und auf das „Reichsbürger-Niveau“ noch „Niveau von Verschwörungstheoretikern“ draufsetzte.

Quellen

[1] Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche Westfalen: Theologische Impulse

[2] Sekundarstufe 1, Konfirmandenarbeit, Anke Trömper/Achim Plagentz, Unterrichtshilfe: „IHR SEID NICHT ERWACHSEN GENUG, DIE WAHRHEIT ZU SAGEN“ Greta Thunberg – eine Prophetin des Klimaschutzes?

[3] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur

[4] Die deutschen Bischöfe Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen Kommission Weltkirche
Nr. 29, September 2006, Mit einem Geleitwort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz: Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit Ein Expertentext zur Herausforderung des globalen Klimawandels.

[5] EIKE 15.03.2019: Klima-Märchenonkel Schellnhuber im Morgenmagazin

[6] Achgut: Hurra, Kinderdemos sind jetzt Schulunterricht!

[7] Achgut: Wie die Regierung uns zwingt, in Luft-Geschäfte zu investieren

[8] EIKE 17.02.2018: Wenn ein SPD-Mann die Kosten des EEG (wenn auch stark untertrieben) anprangert, ist er schlimmer als die AfD

[9] EIKE 19.11.2016: Desorientierung ist Preis-Wert: Umwelt-Medienpreis für klimaretter.info

[10] EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt

[11] energiezukunft: 23.000 Wissenschaftler für Fridays for Future

[12] Nordbayerische Nachrichten, lokale Printausgabe, 06.03.2019: (dpa) Kampfansage an Klimaleugner

[13] SZ, Wochenendausgabe vom 16./17.3.2019, Fridolin Skala: Rekordprotest im Regen.

[14] Karlheinz Deschner: Mit Gott und dem Führer. Die Politik der Päpste zur Zeit des Nationalsozialismus