Warum wir Schauer-Nachrichten lieben, genau wie Kinder Süßig­keiten lieben

Im Jahre 2017 begann eine neue Phase in der „Debatte“, mit welchen politischen Maßnahmen man dem Klimawandel entgegen treten soll, und zwar mit der Veröffentlichung einer Publikation mit dem Titel „The Uninhabitable Earth“ von David Wallace-Wells im New York-Magazin. „Hunger, wirtschaftlicher Kollaps, eine Sonne, die uns kocht: Was Klimawandel bewirken kann – rascher als man denkt“, liest man darin. Es ist natürlich typische alarmistische Propaganda – Übertreibungen, Falschinterpretationen und ohne einen Zusammenhang, mit welcher Wahrscheinlichkeit diese schrecklichen Ereignisse eintreten.

Das war die primäre Methode der Linken, seit Anfang der 1970er Jahre die Amerikaner zu beeinflussen. Sie haben die Endzeit gepredigt durch Verschmutzung, ausgehenden Ressourcen, globalen Hunger und anderen schon lange vergessenen Schrecknissen. Auch die Rechten bedienen sich dieses Verfahrens, allerdings mit anderen Themen: Kriminalität, nationaler Bankrott, übelwollende Minderheiten-Gruppen und Terrorismus. Warum tun sie das? Dieses neue Kapitel der Klima-Kriege gibt die Antwort. Das New York-Magazin veröffentlichte einen Folgebeitrag, der damit begann, was für Journalisten am Wichtigsten ist, und in welchem erklärt wird, warum wir Untergangs-Stories so sehr lieben.

Wir veröffentlichten ,The Uninhabitable Earth‚, und die Reaktionen darauf waren außerordentlich – sowohl hinsichtlich Umfang (es ist bereits jetzt der meistgelesene Artikel im New York-Magazin jemals) als auch hinsichtlich der Art und Weise“.

Also goss man es in ein Buch: „The Uninhabitable Earth: Life After Warming“. Dem folgten noch viele weitere, als da wären: The Big Heat: Earth on the Brink der Journalisten Jeffrey St. Clair und Joshua Frank (2018). “The five ways the human race could be WIPED OUT because of global warming” von Rod Ardehali in der Daily Mail, ein Werbevideo für Falter: Has the Human Game Begun to Play Itself Out? von Bill McKibben. “Planet Earth Is Doomed. How Do I Go On?” von Liza Featherstone in The Nation. “Where our New World Begins: Power, politics, and the Green New Deal“ von Kevin Baker in Harper’s, Mai 2019 (widerlegt hier). Der jüngste Beitrag ist “World Scientists’ Warning of a Climate Emergency” in Bioscience (ein den Klima-Untergangspropheten freundlich gesonnenes Portal).

Allen gemeinsam sind die fast völlig fehlenden Quellenangaben, und sie haben auch höchstens geringe Berührungspunkte mit irgendetwas von der NOAA oder dem IPCC Veröffentlichtem. Aber zum Teufel mit der Wissenschaft – Angst verkauft sich gut! Was in der realen Welt zählt sind Klicks sowie die daraus fließenden Dollars und die politische Macht. Heutige Herausgeber in ganz Amerika schlagen mit der Faust auf ihre Schreibtische und verlangen von ihren Reportern, dass diese gefälligst Stories abliefern über den sehr bald eintretenden, sehr sicheren Tod für uns alle. Interessengruppen von Küste zu Küste [in den USA ein Synonym für ,von der Pazifik- bis zur Atlantikküste‘, Anm. d. Übers.] bereiten Presseerklärungen vor bzgl. der dräuenden Katastrophen, weshalb wir den Eliten Macht und Geld geben sollen.

Die heutigen Klimaaktivisten lassen Champagner-Korken knallen – in der Überzeugung, dass das Interesse der Öffentlichkeit an Klima-Untergangsstories mehr Unterstützung für ihre politische Agenda bedeutet. Haben sie recht?

Warum wir Untergangs-Stories lieben: „Der Schlüssel zu einer guten Story ist nicht wer, was, oder wann, sondern warum“ – Eliot Carver, Medienmagnat in Tomorrow Never Dies.

Diese Stories haben kaum einmal zu einer Änderung der US-Politik geführt (siehe Konzentration auf Worst-Case-Klimaszenarien der Zukunft funktioniert nicht – sollte es auch nicht {hier}). Aber warum lieben wir dann alarmistische Propaganda, wenngleich wir auch nicht darauf eingehen? Peter Moore lieferte einen Hinweis in der Ausgabe des Playboy im März 1987 (ja, es waren auch sehr schöne Bilder darin), und zwar mit seinem Beitrag „The Crisis Crisis“ [etwa: Die Krise der Krise]. Die Einleitung sagt alles:

Das heutige Amerika leidet unter einer epidemischen, die ganze Nation überschwemmenden Kette von Ereignissen, welche es seit den Biblischen Plagen in Ägypten nicht mehr gegeben hat. Am Montag werden wir Angriffen von Killer-Trends ausgesetzt, und zwar in Gestalt einer Krise, von der wir am Freitag zuvor noch gar nichts wussten, und das düstere Vorzeichen vom Montag wiederum bahnt den Weg für die Hysterie in der nächsten Woche.

Auf schreckliche Art und Weise folgt der Angst vor Herpes die Plage AIDS, diese wiederum gefolgt von dem schockierenden Schreckgespenst der Schulden der Dritten Welt. Nach einem kurzen, aber eisigen nuklearen Winter sind wir bedroht durch unsere eigene nationale Schuldenkrise und erschüttert über die Hungersnot in Äthiopien; dann geht es zurück zu unserer schwächelnden Ozonschicht. Plötzlich befinden sich Terroristen mitten unter uns, dann die Obdachlosen – bis alles durch eine Crack-Verrücktheit hinweg gespült wird.

Die Probleme erscheinen, die Alarmsirenen schrillen, die Titelstories und Sonderberichte wuchern. Dann verlieren die Medien das Interesse und wenden sich der nächsten Katastrophe zu. Das Phänomen ist so bösartig, dass es eigentlich eine eigene Titelstory wert ist. Man kann es die Krise der Krise nennen“.

Das ist der Schlüssel, um diese Angst-Ausbrüche zu verstehen: wir ändern nicht unser Verhalten als Reaktion auf diese Krisen, weil diese für uns Entertainment sind!

Das erklärt das seltsame Desinteresse der Amerikaner an der Liste von Experten bzgl. gescheiterter Prophezeiungen und schlechtem Rat (z. B. Paul Ehrlich bei den Linken, Larry Kudlow bei den Rechten). Es ist uns egal, ob das, was wir über die Welt lesen, stimmt oder nicht, da wir nicht beabsichtigen, diese Informationen irgendwie zu verwerten. Ein Sammler von Landkarten fragt nicht, ob diese Karten korrekt sind, sondern er will hübsche alte Karten – mit bunten Drachen an den Ecken. Nur jene, die einen bestimmten Ort erreichen wollen, verlangen genaue Karten.

Die meisten Medien-Firmen zielen auf die Massenpartei der Amerikaner – also auf die riesige Gruppe Amerikaner, die an aktuellen Ereignissen interessiert sind und deren Einkommen attraktiv für Werbetreibende sind (z. B. Profis, Manager, Geschäftsinhaber). Sie verstehen, was wir wollen, und halten uns so einen Spiegel vor, in welchem wir uns selbst sehen können. Wir wollen einfache, begeisternde Stories, die unterhaltsam sind und Entspannung bringen. Horrorstories sind dafür sehr gut geeignet, egal ob es darin um Naturkatastrophen geht, um vom Menschen ausgelöste Katastrophen oder Katastrophen durch übernatürliche Übel. Wir lieben sie alle!

Also fabrizieren spezielle Interessengruppen Visionen des Untergangs in der Hoffnung, Aufmerksamkeit für ihr Anliegen zu wecken. Journalisten machen daraus begeisternde Stories zu unserer Unterhaltung. Die 1% schauen zu und lachen. Politisch ineffektiv wollen wir uns für engagiert halten. Also konsumieren wir diese „Nachrichten“, um gut informiert zu sein und schreiben Beiträge oder Kommentare – Spaß, verehrte Bürgerschaft! Details zu diesem Prozess finden sich hier. Man betrachte die Vergangenheit, um eindeutig zu erkennen, wie das geht:

Am 15. Januar 1971 verfolgten die Amerikaner die Fernsehsendung „L.A. 2017“ [L.A. = Los Angeles, Anm. d. Übers.], eine Episode der Sendereihe The Name of the Game. Unter der Regie von Steven Spielberg wurde darin eine schreckliche Welt in 46 Jahren beschrieben (also im Jahre 2017), nachdem Verschmutzung die Ökologie der Erde zerstört und die Überlebenden der Menschheit in den Untergrund gezwungen hat. Mehr dazu hier. Geschrieben wurde das Ganze von Philip Wylie, der es in eine Novelle goss mit dem Titel „Los Angeles: A.D. 2017“. Eine Rezension gibt es hier.

Im Jahre 1971 lasen wir etwas über die schreckliche Zukunft im Jahre 2000 in einem seriösen Journal, nämlich dem New Scientist: „In Praise of Prophets“ von Bernard Dixon:

Falls sich die derzeitigen Trends fortsetzen, wird das Vereinigte Königreich einfach nur noch aus einer Handvoll verarmter Inseln bestehen, bevölkert von etwa 70 Millionen hungriger Menschen, die sich kaum oder gar keine Sorgen machen über die anderen 5 bis 7 Milliarden Menschen in einer kranken Welt … wäre ich ein Zocker, würde ich sogar um Geld wetten, dass England im Jahr 2000 nicht mehr existieren wird“. – Paul R. Ehrlich in einer Rede vor dem Institute of Biology in London.

Ehrlich prophezeite auch weltweite Klagen, einen thermonuklearen Krieg, den Tod der Weltmeere, hoch schießende Todesraten und ökologische Katastrophen. Dixon berichtete, dass „die Zuhörerschaft begeistert war und nach mehr davon verlangte“. Genauso ist es heute: wir applaudieren und rufen nach noch mehr Untergangsstories über das Klima-Armageddon.

Diese Taktiken der Verängstigung haben nichts erreicht. Die ersten der großartigen Gesetze bzgl. der Verschmutzung von Luft und Wasser wurden in den 1960er Jahren in Kraft gesetzt, bevor diese Taktiken sich weiter Verbreitung erfreuten. Die EPA wurde im Jahre 1970 ins Leben gerufen (hier). Diese Stories schienen auch gut belegt, weil sie Trends der Vergangenheit in die Zukunft extrapolierten, wobei Gegenmaßnahmen ignoriert werden, die bereits begonnen haben. Genau wie die heutigen Klima-Untergangsjünger den Ersatz von Kohle durch sauberere und sogar bessere Quellen, die derzeit entwickelt werden (Details dazu hier).

Damals wie heute – ängstigende Stories machen einfach Spaß. Aber ein Mensch, der sie ernst nimmt, und sei es als eine Leitlinie für Politik, ist zu bedauern.

 

Folgerung:

Sonder-Interessengruppen fabrizieren Propaganda, um uns zum Narren zu halten. Wir halten sie zum Narren, indem wir uns daran erfreuen, wild unter uns selbst darüber diskutieren, voller Angst aufschreien – aber nichts dagegen tun. Das ist eine erbärmliche Story. Es ist das Verhalten von Sklaven und nicht von mündigen Bürgern. Die Lösung liegt in unseren Händen – Bürger zu werden, die an der Wahrheit interessiert sind und sich für Amerika verantwortlich fühlen. Die rationelle Beurteilung von Bedrohungen und die entsprechenden Reaktionen müssen ebenso mutig wie entschlossen sein:

1. Wichtiger Ratschlag: Lernen, skeptisch zu sein – eine Fähigkeit der Bürgerschaft im 21. Jahrhundert (hier)

2. Wir leben in einem Zeitalter der Ignoranz, haben es aber in der Hand, das zu ändern – heute (hier)

3. Sich erinnern ist der erste Schritt zum Erlernen. Leben in den Tag hinein ist Ignoranz (hier)

4. Wir stehen vor zu vielen Bedrohungen. Reagieren wir rational darauf! (hier) – ein einfacher erster Schritt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/11/07/why-we-love-scary-news-stories-just-as-children-like-candy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




„Der Spiegel“ wieder mit völlig falschen Darstellungen

Von: Prof. Dr. Klaus-D. Döhler <doehler@curatis-pharma.de>

Betreff: AW: Zu Ihrem Artikel „Wie der Klimawandel krank macht“

Datum: 14. November 2019 um 13:27:20 MEZ

An: <Nina.Weber@spiegel.de>

Kopie: <axel_bojanowski@spiegel.de>, <alexander.jung@spiegel.de>,

Sehr geehrte Frau Weber,

ich schließe mich den Ausführungen von Herrn Dietze an. Wie alle bisherigen SPIEGEL-Artikel zur Klima-Thematik basiert auch der Ihre auf falschen Recherchen und Fehleinschätzungen:

Sie schreiben u.a. „Möglicherweise hat es Zeiten erlebt, in denen das Essen knapp wurde, weil die steigenden Temperaturen die Erträge von Mais, Soja und Reis gesenkt haben“.

Ihnen ist nicht bekannt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann und somit – gemeinsam mit höheren CO2Werten, dem „Atmungsgas“ für die Pflanzen – die Vegetation wachsen, blühen und gedeihen lassen kann. Im Laufe der Erdgeschichte gab es fast immer höhere Temperaturen und auch höhere atmosphärische CO2-Werte als heute:

Zahllose Fossilien belegen, dass sich die Tier- und Pflanzenwelt früherer Zeiten trotz eines um bis zu 2.000 % höheren CO2-Gehaltsim Groβen und Ganzen bester Lebensbedingungen erfreute.

Die von den Medien verwendete Bezeichnung „Klimaschädliches CO2“ entspricht nicht der wahren Bedeutung dieses Gases. Eine korrekte Bezeichnung wäre „CO2 das Gas des Lebens“.

Ohne CO2 wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich!!!

Ohne Kohlenstoff wäre die Entstehung des Lebens nicht möglich gewesen!!!

Frage: Weshalb glauben Sie und der SPIEGEL dass es das CO2 ist, das den Klimawandel verursacht?

Es gibt keine einzige wissenschaftlich fundierte Studie, die den Zusammenhang zwischen CO2 und Klimawandel beweisen würde! Es gibt aber viele Studien, die beweisen, dass CO2 nichts mit Klimawandel zu tun hat!

Der österreichische Ingenieur Walter Hopferwieser aus Salzburg hat demjenigen 100.000 Euro zugesagt, der ihm als Erster einen schlüssigen naturwissenschaftlichen Beweis vorlegt, dass das von uns Menschen freigesetzte CO2 eine Klimaerwärmung bewirkt, die uns Menschen und unsere Erde nachhaltig schädigt. Dieses Geld hat sich noch niemand abgeholt, selbst der geldgierige IPCC und die Klimafolgenforscher des PIK nicht. Das ist der beste Beweis dafür, dass CO2 nichts mit Klimawandel zu tun hat!

Klimaschwankungen verlaufen seit 545 Mio Jahren im Einklang mit dem kosmischen Strahlenfluss, nicht mit den CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre. Die meisten deutschen Politiker und Journalisten samt ihren ahnungslosen Mitläufern und Sympathisanten verfolgen und verteufeln seit vielen Jahren – wider besseres Wissen – ein unsichtbares, farbloses, geruchloses, nicht brennbares und ungiftiges Phantom: das Gas CO2 (Kohlendioxid).

Der Mindest-CO2-Gehalt der Luft liegt bei circa 160 bis 180 ppm. Das ist ein Tiefwert, der im Mittelalter auch mal real erreicht wurde und der dann neben aller Not der Kälte auch noch Hungersnöte auslöste, weil die Landwirtschaft darnieder lag.

Heute liegen wir mit ca. 400 ppm gut doppelt so hoch wie im Mittelalter, und seit der CO2-Gehalt der Luft wieder steigt, ergrünen Gegenden auf der Erde, die zuvor mit Wüste bedeckt waren:

Aber unsere Ernteerträge könnten bei mehr CO2 noch weiter gesteigert werden. Die Zufuhr von 300 ppm C fördert das Pflanzenwachstum um 15 – 49 Prozent:

Mehr CO2 in der Atmosphäre = weniger Hunger in der Welt!

Seit 18 Jahren hat sich selbst der „Weltklimarat“ von den immer wieder behaupteten, aber jeder Statistik widersprechenden, angeblich vom „Menschen gemachten“ Unwetter-Trends verabschiedet. Schon 2001 schrieb er „Jüngste Analysen von Veränderungen bei lokalem Unwetter (Tornados, schwere Gewitter und Hagel) in einigen ausgewählten Regionen liefern keine zwingenden Beweise für weit verbreitete systematische langfristige Veränderungen“ (IPCC 2001, TAR-02-2, Chapt.2.7.4., Summary S. 163-164).

So wie Sie fordern auch die evangelische und die katholische Kirche mehr Engagement fürs Klima. Beide Kirchen betonen: „Gott hat uns den Auftrag gegeben, die Schöpfung zu bewahren“. Hat er das?

Die Schöpfung bewahren kann nur der Schöpfer!“sagte bereits 2008 der damalige Vorsitzende des Lutherischen Konvents im Rheinland, Pfarrer Reiner Vogels. Es gibt Dinge, die der Mensch tun kann um „den Garten zu bebauen und zu bewahren“ (1. Mose 2, 15), z.B. Umweltschutz!!! Bewahrung der Schöpfung – und hierzu gehört auch das Klima – ist allein unserem Schöpfer vorbehalten.

Leider rennt die Menschheit – der „Weltklimarat IPCC“, Fridays for Future und die christlichen Kirchen eingeschlossen – derzeit mit voller Wucht gegen die Intentionen unseres Schöpfers an. Gott hat uns das CO2 gegeben, aus gutem Grund, denn ohne CO2 wäre kein Leben auf der Erde möglich. Als Gott die Welt erschuf gab er unserer Atmosphäre 2.000 Prozent (!) mehr CO2 als wir heute haben. Ich wiederhole: 2.000 Prozent. Wir haben derzeit mit 400 ppm 20 Mal weniger CO2 als noch vor 500 Millionen Jahren.

Wenn wir weiterhin versuchen, der Luft das Lebensgas CO2 zu entziehen, versündigen wir uns an der Schöpfung. Ohne CO2 wäre die Entstehung des Lebens vor etwa 4 Milliarden Jahren nicht möglich gewesen, denn von allen auf der Erde verfügbaren Elementen wie Sonne, Wasser, Mineralstoffe, Stickstoff und CO2 hat nur das CO2 den lebensnotwendigen Kohlenstoff (C) im Molekül. 

Es ist die Aufgabe des Menschen, „den Garten zu bebauen und zu bewahren“, also das zu tun, was in des Menschen Macht steht, z.B. den Schutz der Umwelt vor der vom Menschen gemachten Vermüllung. CO2 ist keine Vermüllung! Plastik und Feinstaub sind Vermüllung! CO2 ist das von unserem Schöpfer zur Bewahrung zur Verfügung gestellte Lebensgas, ohne das es kein Leben auf der Erde gäbe. Wir sollten nicht so überheblich und anmaßend sein, zu behaupten, wir könnten unserem Schöpfer ins Handwerk pfuschen. Das ist Blasphemie!

Der Mensch ist verantwortlich für seine Umwelt. Für den Umweltschutz gibt es genug zu tun.

Auf das Klima, jedoch, hat der Mensch keinen Einfluss, denn er kann der Sonne, den Wolken und den kosmischen Strahlen nicht befehlen, was sie zu tun und zu lassen haben! Das entscheidet einzig und allein unser Schöpfer!

Zu der Schöpfungs-Bewahrungs-Hype schrieb bereits 2008 Pfarrer Reiner Vogels seinen Amtsbrüdern eine vernichtenden theologische Kritik ins Brevier:

Es ist eine unglaubliche Selbstübersteigung, geradezu eine anmaßende Hybris des Menschen, wenn er meint, er habe den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Die Schöpfung bewahren kann nur der Schöpfer! Wir sind dazu viel zu klein und unbedeutend. Der angebliche Auftrag zur Schöpfungsbewahrung beruft sich immer auf 1. Mose 2, 15, wo Gott dem Adam den Auftrag gibt, den Garten zu bebauen und bewahren. Den Garten, also den von Gott für den Menschen eingerichteten und auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Lebensraum zu bewahren, ist offensichtlich etwas völlig anderes als die Bewahrung der Schöpfung.“ (Klimawandel, Wasserwandel, Lebenswandel – Die Synode der EKD, der christliche Auftrag, der Klimawandel und die Realität!).

„Warnungen aus dem letzten IPCC-Report [1] vor zunehmenden Extremereignissen wie Hurrikanen, Tornados oder Stürmen etwa wurden mittlerweile als „wenig vertrauenswürdig“ eingestuft und in der neuen Zusammenfassung des Reports nicht mehr erwähnt.“ …u.w.a.a.0.: „Anhaltenden Alarm vor zunehmenden Flusshochwassern, Dürren, Hurrikanen und Tornados bezeichnet Pielke [2] angesichts der mittlerweile glimpflichen Forschungs-Ergebnisse zu den Themen als ‚Zombie-Wissenschaft“:

1. SPIEGEL-ol 06.10.2013: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vorhersagen-im-5-ipcc-bericht-2013-kritik-am-uno-klimareport-a-926348.html; Orig.-Quelle: IPCC AR5 WGI Chapter 2 (2013/14)

2. Prof. Roger Pielke, Klimaforscher; Univ. of Colorado, Boulder, USA

Liebe Frau Weber, ich füge zu Ihrer Information das PDF eines 2-stündigen Vortrags von mir bei, der Ihnen bei weiteren „Recherchen“ zum Klimawandel nützlich sein dürfte, es sei denn, Sie wollen sich mit Absicht der echten Wissenschaft widersetzen und stattdessen auch weiterhin die Bevölkerung mit „Zombie-Wissenschaft“ in Angst und Schrecken versetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Klaus D. Döhler

Curatis Pharma GmbH

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Klimawandel oder Klimalüge, 136 pages




Wie schlechte Wissenschaft und Horror-Journalismus Buschbrände und Klima falsch darstellen

Dem entsprechend posaunte CNN im Sommer 2019 die Schlagzeile hinaus, dass Buschbrände in Kalifornien wegen des Klimawandels eine um 500% größere Landfläche betreffen (hier). Man behauptete: „Die Ursache für die Steigerung ist einfach. Höhere Temperaturen trocknen das Land mehr aus, was eine trockene Atmosphäre mit sich bringt“. CNN zitierte als Grundlage seiner Behauptungen eine wissenschaftliche Studie der Leitautoren Park Williams und John Abatzoglou mit dem Titel „Observed Impacts of Anthropogenic Climate Change on Wildfire in California“. Die Autoren haben sehr viel Wissen, scheinen aber ihren Ruhm und ihr Schicksal daran angeheftet zu haben, eine sehr einfache Behauptung voranzutreiben, wonach der Klimawandel größere Buschbrände antreibt. Wie wir sehen werden, hat sich dieses ihr Eintreten dazu geführt, dass sie sich von objektiven wissenschaftlichen Analysen verabschiedet haben.

Hätten sich Williams und Abatzoglou nicht so besessen davon gewesen, eine Verbindung zu globaler Erwärmung herzustellen, hätten sie sich zumindest die Frage stellen müssen: „Warum war es in kühleren Dekaden zu viel größeren Bränden gekommen?“ Bei dem Großfeuer in New Brunswick im Jahre 1825 (hier) sind 3 Millionen Acres verbrannt [ca. 12.000 km²]. In Idaho und Montana verbrannten bei dem Great Fire of 1910 weitere 3 Millionen Acres. Und im Jahre 1871 verbrannten beim Great Michigan Fire nochmals 2,5 Millionen Acres. Jene Brände waren nicht nur etwa 6 mal größer als das größte Feuer in Kalifornien, sondern sie waren auch in feuchteren Gebieten aufgetreten – in Gebieten, in denen nicht das mediterrane Klima Kaliforniens vorherrschte mit seinen sicher zu erwartenden Monaten der Dürre in jedem einzelnen Sommer. Falls jene verheerenden Brände in viel kühleren Zeiten aufgetreten waren – welche anderen treibenden Faktoren für große Brände gibt es noch?

Schlechte Analysen gebären schlechte Gegenmaßnahmen, und die Gründe, warum die jüngste Studie von Williams und Abatzoglou eine schlechte wissenschaftliche Analyse ist, sind Folgende. Nach der Analyse von Änderungen der verbrannten Landfläche in Kalifornien von 1972 bis 2018 behaupteten sie: „die eindeutigste Verbindung zwischen Buschbränden in Kalifornien und dem anthropogenen Klimawandel bisher war eine von der Erwärmung getriebene Zunahme der Lufttrockenheit“. Aber natürliche Zyklen geringer Regenmengen infolge von La Nina-Ereignissen führt ebenfalls zur Austrocknung. Die Zunahme der verbrannten Fläche ist außerdem fahrlässigen menschlichen Einflüssen geschuldet wie etwa nicht funktionierende Grills, nicht ausgedünntem Totholz in den Wäldern, was sich immer mehr akkumuliert sowie Änderungen der Vegetation. Außerdem sind die Temperaturen in einigen Gebieten, in denen die größten Brände aufgetreten waren, seit 50 Jahren nicht mehr gestiegen (siehe die Temperaturgraphiken unten mit den Daten vom Western Regional Climate Center).

All diese Faktoren sorgen für rapide Brandausbreitung und größere verbrannte Flächen. Obwohl ordentliche Wissenschaft zwingend verlangt, jene beitragenden Faktoren zu separieren, bevor man eine mögliche Korrelation zwischen Temperatur und verbrannter Fläche analysiert, haben Williams und Abatzoglou das komischerweise nicht getan! Das ist schlechte Wissenschaft.

Obwohl Williams und Abatzoglou einräumten, dass andere Faktoren die Auswirkung von Erwärmung in verbrannten Flächen modulieren, bekannten sie, dass ihre statistischen Korrelationen diese Auswirkungen nicht „kontrolliert“. Um all jene beitragenden Faktoren zu „kontrollieren“, hätten sie einfach Schätzungen der verbrannten Fläche in Verbindung mit diesen Faktoren subtrahieren können. Zum Beispiel findet sich in einer Studie aus dem Jahr 2018 die Schätzung: „Seit dem Jahr 2000 kam es zu einer halben Million Acres verbrannter Flächen aufgrund von Funkenflug beschädigter oder schlecht gewarteter Stromleitungen. Das ist fünf mal so viel als wir während der 20 Jahre zuvor erlebt haben“ (hier). Haben Williams und Abatzoglou die erforderlichen Subtraktionen anderer gut belegter Faktoren nicht vorgenommen, weil es ihre Korrelation mit globaler Erwärmung abgeschwächt hätte?

CNN-Journalisten waren genauso schnell zur Stelle, um einfach den Klimawandel verantwortlich zu machen. Allerdings hätten angesichts zunehmender Verheerungen aufgrund von Bränden verursacht durch schadhafte Stromleitungen gute investigative Journalisten den ehemaligen Gouverneur von Kalifornien Jerry Brown fragen können, ob er es nicht bedauere, sein Veto gegen das überparteiliche Gesetz eingelegt zu haben, dem zufolge das Stromnetz sicherer gemacht werden sollte – eine Maßnahme, die so viele Leben und so viel Eigentum hätte retten können. Stattdessen plapperte CNN einfach Browns persistente Klima-Angtserzeugung nach mit seinen Worten „Das ist nur ein Vorgeschmack der Schrecken, die in Jahrzehnten auf uns zukommen“ (hier).

Unter Ignoranz der komplexen Auswirkungen menschlicher Brandauslösung plapperte CNN auch Behauptungen nach, wonach die globale Erwärmung die Brandsaison über das gesamte Jahr sich ausdehnen lässt. Aber wie man in der Graphik unten erkennt – sie stammt aus einer Studie zu Buschbränden aus dem Jahr 2017 – ist die Hauptursache der natürlichen Brandsaison in den USA Blitzschlag, und sie ist nur dominant während der Monate Juli und August, wenn es in Kalifornien nur selten zu Starkwind-Ereignissen kommt. Im Gegensatz dazu ist es die menschliche Brandauslösung, welche die Brandsaison verlängert. Vor allem in den Wintermonaten nimmt die Brandauslösung dramatisch zu, wenn die Luftfeuchtigkeit höher ist, und in Zeiten, wenn die sich abkühlende Wüstenluft kräftige Episoden von Santa Ana- und Diablo-Winden erzeugt*. Diese starken Winde sorgen für die rapide Ausbreitung von Bränden, wobei 2 bis 3 mal so viel Fläche verbrennt als bei Bränden mit geringer Windgeschwindigkeit. Die jüngsten und destruktivsten Brände wurden durch derartige Starkwind-Ereignisse begünstigt. Wie andere Forscher auch berichteten Williams und Abatzoglou jedoch von keinem Trend jener Starkwind-Ereignisse in Kalifornien. Außerdem geht aus Klimamodellen hervor, dass ein wärmeres Klima zu schwächeren Winden führt. Folglich können ohne Änderung der Windverhältnisse in Kalifornien starke Winde nicht verantwortlich gemacht werden für die zunehmenden verbrannten Flächen. Weil es jedoch im Winter mehr menschlich verursachte Brandauslösungen gibt, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu dafür, dass die starken Winterwinde mehr Brände verstärken. Ein Brandspezialist des US Geological Survey stellt fest: „Einige werden argumentieren, dass das Klimawandel ist, aber dafür gibt es keine Beweise. Es ist vielmehr die Tatsache, dass jemand ein Feuer anzündet während eines Extremwind-Ereignisses“ (hier).

[*Santa Ana-Winde: Bei bestimmten Wetterlagen strömt die Luft aus den relativ hoch gelegenen Halbwüsten Kaliforniens auf den Pazifik hinunter, wobei die Luft in den Tälern durch Düsenwirkung stark beschleunigt wird. Es handelt sich um trocken-kalte Fallwinde nach Art der Bora südlich des Alpenhauptkammes. Eine solche Wetterlage stellt sich stark bevorzugt in den Herbstmonaten ein. Anm. d. Übers.]

Das Timing von vom Menschen ausgelösten Bränden ist jedoch nur ein Treiber von mehr und größeren Feuern. Zunehmende Ansammlung von brennbarem Material sind ein weiterer gewaltiger Faktor. Es ist wohlbekannt, dass sich durch Unterdrückung von Feuern während der Vergangenheit viel Totholz in den Wäldern akkumuliert hat, was zu größeren und verheerenderen Bränden führt. Aber die Änderungen derartiger Umstände sind komplexer. Einige Wissenschaftler weisen darauf hin, dass bestimmte Praktiken des Holzeinschlags zur Ausbreitung „invasiver Gräser führen. Nach der Fällaktion breiten sich diese Gräser aus und formen eine echt dicke Matte in dem Gebiet, und das trockene Gras lässt sich die Flammen sehr rapide ausbreiten“ (hier). Der demokratische Kongressabgeordnete von Kalifornien Ro Khanna argumentierte, dass die Politik des US Forest Service dafür sorgt, dass sich leicht entflammbares Material am Waldboden sammelt, wodurch die Waldbrände in Kalifornien sich schneller ausbreiten und heißer brennen. Er sagt „Weil wir nicht die richtige Wissenschaft haben, kostet uns das Menschenleben, und darin besteht auch die Dringlichkeit, hier etwas zu ändern“.

Die Kontrolle sich ausbreitender bestimmter Gräser [Cheat Grass] ist dringend erforderlich. Trockene Gräser sind „Brandbeschleuniger“, die sich am leichtesten entzünden. Das Carr Fire im Jahre 2018 war der siebtgrößte Brand und bedrohte die Stadt Redding in Kalifornien. Es entzündete sich, als an einem Auto-Anhänger der Reifen platzte und das über den Asphalt rutschende Radinnere Funken schlug. Dadurch geriet das Gras am Straßenrand in Brand. Diese Gräser trugen das Feuer in das Buschland und in die Wälder. Gräser sind als Brandbeschleuniger Nummer 1 klassifiziert, was bedeutet, dass sie unter warmen und trockenen Bedingungen hoch entflammbar innerhalb nur einer Stunde werden. Klimawandel ist dabei vollkommen außen vor. Es spielt keine Rolle, ob es feucht und kühl oder warm und trocken war während der Tage, Wochen und Jahre zuvor. Nur eine Stunde lang warmes, trockenes Feuer-Wetter bildet die Grundlage für einen explosiven Grasbrand, welcher sich dann in die Wälder hinein ausbreitet. Feuerwetter tritt in jedem Jahr auf und erklärt teilweise, warum Buschbrände im kalten 19. Jahrhundert 3 Millionen Acres Land verbrannten.

Nicht menschliche Fahrlässigkeit, sondern Blitzschlag war Ursache für das Rush Fire im Jahre 2012. Es war das viertgrößte Feuer in Kalifornien, dem 272.000 Acres [~1000 km²] eines Beifuß-Habitats verbrannten. Dieses Feuer griff auch noch auf Nevada über. Historisch brennen wegen fehlender brennbarer Materialien am Boden Beifuß-Habitate nur selten (etwa alle 60 bis 100 Jahre). Aber invasive Gräser haben inzwischen für eine sehr leicht entflammbare Unterlage gesorgt, um kleine, durch Blitzschlag ausgelöste Brände in ein riesiges Flammeninferno zu verwandeln. 11 der 50 größten Brände in den USA während der letzten 20 Jahre entzündeten sich im Great Basin, wo sich derartige invasive Gräser stark ausgebreitet hatten (hier). Der größte Brand in Nevada war das Martin Fire im Jahre 2018. Sich rapide durch die Gräser ausbreitend verbrannten dabei 439.000 Acres. Grasbrände machen Biologen große Sorgen, die versuchen, das bedrohte Sage Grouse [Beifußhuhn] zu schützen, da das von invasivem Gras dominierte Beifuß-Habitat jetzt alle 3 bis 5 Jahre in Brand gerät. Habitate mit einem hohen Anteil derartiger Gräser sind „zweimal so brandanfällig wie Gebiete ohne solche Gräser, und viermal so anfällig dafür, immer wieder zwischen 2000 und 2015 in Brand zu geraten (hier).

Wenn Experten die drohende Feuergefahr abschätzen, berechnen sie, wie schnell sich das Feuer voraussichtlich ausbreiten wird. Diese Ausbreitungs-Komponente berücksichtigt die Auswirkungen von Wind, der Neigung des Geländes und tägliche Änderung des Feuchtegehaltes im Boden. Große tote Bäume könnten nach 1000 Stunden warmer und trockener Bedingungen entflammbar werden, entzünden sich aber dennoch erst, wenn rasch brennbare Materialien am Boden genügend Hitze erzeugen. Folglich berücksichtigt die Ausbreitungs-Komponente nur kleinere Materialien wie Gräser, die innerhalb einer Stunde austrocknen können, ebenso wie Zweige und kleine Äste, die innerhalb von 10 bis 100 Stunden austrocknen. Zentral- und Südkalifornien werden dominiert von buschigen Habitaten, wo sich Feuer sehr rasch ausbreiten kann. Das Thomas Fire im Dezember 2017 war der zweitgrößte Brand in Kalifornien. Dessen Auslösung durch Menschen fiel mit einem Starkwind-Ereignis zusammen, was zu einer verbrannten Fläche von 282.000 Acres in Südkalifornien führte.

Dagegen fanden Williams und Abatzoglou heraus, dass die Korrelation zwischen verbranntem Gebiet im heißeren und trockeneren Klima der kalifornischen Mittel- und Südküste „relativ schwach“ ist. Dementsprechend berichteten sie, dass sich die jährliche Brandfläche in Mittel- und Südküste nicht wesentlich verändert habe. Diese unbedeutende Klimaauswirkung über der Hälfte Kaliforniens entging den Journalisten, die nur die alarmierenderen Klimanarrative der Forscher herausgegriffen hatten. Am interessantesten war, dass Williams und Abatzoglou das Fehlen eines Zusammenhangs zwischen Klimawandel und den verbrannten Gebieten an der Zentral- und Südküste Kaliforniens als Folge der „starken Manipulation durch Menschen durch Entzündungen, Unterdrückung und Landnutzungsänderungen“ ansahen.

An der Küsten von Zentral- und Südkalifornien kommt es nur sehr selten zu Gewittern. Folglich sind fast 100% jener Brände vom Menschen verursacht. Mit der Verdoppelung der kalifornischen Bevölkerung seit den 1970er Jahren um 20 Millionen Menschen hat die Wahrscheinlichkeit von vom Menschen ausgelöster Brände zugenommen. Anders als in Waldgebieten, wo sich durch Unterdrückung von Feuern am Boden brennbares Material ansammelt, müssen an Kaliforniens Mittel- und Südküste Brände unterdrückt werden. Aufgrund der häufigeren Brände durch Menschen wandeln sich die Buschlandschaften in Graslandschaften um. Die viel leichter entzündlichen Gräser der Wiesen lassen Feuer sich viel schneller ausbreiten. Darüber hinaus gibt es natürlicherweise in Kalifornien aufgrund von El Nino feuchte Jahre, gefolgt von trockenen La Nina-Jahren. In feuchten Jahren sind leicht entzündliche Stoffe häufiger anzutreffen. Daher ist eine Feuerunterdrückung erforderlich, um häufigere Brände durch die Umwandlung von Buschland in Grasland zu verhindern.

Im Gegensatz zu den unbedeutenden Veränderungen der verbrannten Fläche in Südkalifornien berichteten Williams und Abatzoglou von einem Anstieg der verbrannten Fläche in der Sierra Nevada und an der Nordküste um mehr als 600%, der auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen sei. Sie schrieben: „Während der Jahre 1896–2018, März – Oktober, stieg die durchschnittliche Höchsttemperatur in den vier kalifornischen Untersuchungsgebieten um 1,81°C, mit einem entsprechenden Anstieg der VPD [Dampfdruckdefizit {Vapor Pressure Deficit} – ein Maß für die atmosphärische Trockenheit] um 1,59 hPa (+ 13%)… Die beobachteten Trends dieser beiden Parameter stimmen mit Trends überein, die von Klimamodellen im Rahmen der CMIP5-Experimente simuliert wurden. Dies stützt die Interpretation, dass der beobachtete Anstieg der Temperatur in Kalifornien während der warmen Jahreszeit und der VPD größtenteils oder vollständig durch anthropogene Faktoren verursacht wurden.“

Aber wie kann nur die Hälfte der Brände in Kalifornien auf die globale Erwärmung zurückzuführen sein und die andere Hälfte nicht? Ganz Kalifornien wird „durch Zündung, Unterdrückung und Landnutzungsänderung stark von Menschen manipuliert“? Sind Williams und Abatzoglou von der objektiven Wissenschaft abgewichen?

Teil des Problems ist ihr unüberlegtes Heranziehen einer über ganz Kalifornien gemittelten Maximumtemperatur. Aus vielen Studien geht hervor, dass Maximumtemperaturen in Nordkalifornien nicht über über die hohen Temperaturen der 1930er Jahre hinaus gegangen sind. Weil die Temperaturen zu Beginn des 20. Jahrhunderts als natürlich angesehen werden, dann ist eine menschlich verursachte Erwärmung unwahrscheinlich, solange die derzeitigen Temperaturen nicht über das Niveau der 1930er Jahre steigen. Seltsam, seltsam, in Südkalifornien waren Temperaturwerte über denen der 1930er Jahre aufgetreten. Aber trotzdem haben Williams und Abotzoglou keine signifikante Auswirkung durch Klimawandel gefunden.

Ungeachtet dessen behaupteten Williams und Abatzoglou: „Der bislang eindeutigste Zusammenhang zwischen Buschbränden in Kalifornien und dem anthropogenen Klimawandel ist die durch die Erwärmung bedingte Zunahme der Lufttrockenheit, die dazu beiträgt, brennbares Material auszutrocknen und sommerliche Waldbrände zu fördern“. Aber die in der Umgebung der großen Brände gemessenen maximalen Sommertemperaturen wurden von März bis Oktober gemittelt und deuten nicht auf eine globale Erwärmung hin. Beispielsweise war das Rim Fire im August 2013 im Gebiet des Yosemite-Nationalparks das fünftgrößte Feuer in Kalifornien und das zweitgrößte in Nordkalifornien, dem 257.000 Acres zum Opfer fielen. Es wurde durch das illegale Lagerfeuer eines Jägers ausgelöst, der sich dann nicht mehr darum kümmerte. Leider gibt es kein Heilmittel für Dummköpfe. Dennoch lagen die Höchsttemperaturen von Yosemite Anfang des 20. Jahrhunderts höher. Eine eingehende Untersuchung des Rim Fire (hier) ergab jedoch eine starke Korrelation mit der Größe des mit Bäumen durchsetzten Buschlandes.

Das Camp Fire im November 2018 war der bislang tödlichste Brand in Kalifornien, welcher die Stadt Paradise zerstörte. Es war auch das 16-größte Feuer mit einer verbrannten Fläche von 153.000 Acres. Ausgelöst wurde wurde es durch ein schadhaftes Stromnetz während eines Starkwind-Ereignisses. Wetterdaten der nahe gelegenen Stadt Chico zeigen, dass die Höchsttemperaturen während der 1930er Jahre höher lagen:

Das komplexe Mendocino Fire war der größte Brand in Kalifornien (seit 1932). Im Juli 2018 verbrannten dabei 459.000 Acres. Ob menschliche Fahrlässigkeit dafür die Ursache war, wird noch untersucht. Die Brände konzentrierten sich um die Stadt Ukiah, wo es jedoch seit 1930 ebenfalls einen Abkühlungstrend gab:

Im Oktober 2017 war das Tubbs Fire im wine country das vierttödlichste Feuer. Zwar verbrannten nur 37.000 Acres Land, doch trieben starke Winde die Glut bis in Wohngebiete der stark bevölkerten Gegend um Santa Rosa. Auch hier war globale Erwärmung völlig irrelevant, trat doch dort ebenfalls seit 1930 ein Abkühlungstrend auf:

Dennoch sind einige Menschen fest entschlossen, katastrophale Brände mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen. Sie geben daher vor, dass verspätete Herbstregen mehr Auslösung in der Spätsaison zulassen oder dass die Herbstbrände länger dauern. Im Abstract von Williams und Abatzoglous Studie behaupten die Autoren: „Im Herbst sind Windereignisse und der verzögerte Beginn von Winterniederschlägen die Hauptverursacher von Waldbränden.“ Aber aus ihren Ergebnisse „geht von 1915 bis 2018 kein allgemeiner Trend der Winterniederschläge oder die Häufigkeit nasser Tage im Oktober und November hervor“. Wie die folgende Graphik der Winterniederschläge in Santa Rosa zeigt, beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Oktobers ganz ohne Regen etwa 10%. Zu Beginn es 19. Jahrhunderts gab es mehr gänzlich trockene Oktober-Monate. Dass globale Erwärmung eine Verzögerung der Herbstniederschläge bewirkt, konnte bislang nicht belegt werden.

Wenn ich also mein Bestes gebe, um Greta Thunberg zu imitieren, rufe ich den Klima-Alarmisten entgegen: „Wie könnt ihr es wagen, die Ursachen von Waldbränden falsch darzustellen! Wie könnt ihr es wagen zu implizieren, dass weniger CO2 die Brandauslösung seitens der Menschen reduziert, ebenso wie sich am Boden akkumulierendes Totmaterial und die Ausbreitung invasiver Gräser. Schlechte Analysen führen zu schlechten Abhilfemaßnahmen! Eure schlechte Wissenschaft raubt die Träume Kaliforniens, und eure falschen Maßnahmen halten uns von wirklichen Lösungen ab. Junge und alte Menschen gleichermaßen müssen eine bessere Wissenschaft und besseren Journalismus fordern!“

Jim Steele is Director emeritus of San Francisco State’s Sierra Nevada Field Campus and authored Landscapes and Cycles: An Environmentalist’s Journey to Climate Skepticism

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/11/09/how-bad-science-horrific-journalism-misrepresent-wildfires-and-climate/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Windturbinen-Wahnsinn gefährdet Spezies

Extinction Rebellion schreibt auf ihre Banner „Klima-Notstand = Massenmord“. … Die Klima- und Biodiversitäts-Krise erfordert dringende und drastische Maßnahmen zur Dekarbonisierung“.

Shellenberger fragt dazu: „Falls sich Greta Thunberg und Extinction Rebellion wirklich solche Sorgen darum machen, das Aussterben gefährdeter Spezies zu verhindern, warum treten sie dann so gewalttätig für den Ausbau von Erneuerbaren ein? Schließlich hat sich herausgestellt, dass Windturbinen eine der größten Bedrohungen für Fledermaus- und Vogelarten sind, ebenso wie für Insekten, und das auf der ganzen Welt“.

Tatsächlich zeigen die Daten, dass Windturbinen die größte Einzelgefahr für Fledermäuse nach dem Habitat-Verlust darstellen. Als Beispiel führt Shellenberger die Warnung eines Wissenschaftler-Teams im Jahre 2017 an, die in Science Direct schrieben, dass die wandernde Grau-Fledermaus [migratory hoary bat] aussterben wird, wenn der Ausbau von Windparks wie bisher weitergeht. Paul Cryan, ein Biologe am US Geological Survey, schrieb: „Windenergie-Anlagen töten in so großer Zahl Fledermäuse, dass es weit über jedwede dokumentierte natürliche oder vom Menschen verursachte Todesrate der betroffenen Spezies hinausgeht“.

Der Tod von Fledermäusen ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Shellenberger schreibt weiter, dass sich Windturbinen nach dem Verlust von Habitaten auch als die größte Bedrohung für viele Vogel-Spezies herausgestellt haben, darunter gesetzlich geschützte Greifvögel wie Steinadler, Weißkopfseeadler, Kaninchenkauze, Rotschwanzfalken, Prärie-Bussarde, amerikanische Turmfalken, Weißschwanzaare, Wanderfalken und Präriefalken. Forschungen zeigen, dass die fortgesetzte Expansion von Windturbinen zum Aussterben des Königsadlers in den westlichen USA führen dürfte“.

Windturbinen töten Vögel und Fledermäuse nicht nur direkt, sondern auch auf indirekte Art, indem sie nämlich Billionen der Fluginsekten pro Jahr töten, welche für die Vögel die Nahrungsgrundlage sind. Zwar redet Extinction Rebellion von Bedenken hinsichtlich eines dramatischen Rückgangs der Insekten, ignoriert aber dabei die starken Belege dafür, dass die Expansion von Windparks eine tragende Rolle bei diesem Rückgang der Insekten spielt.

Shellenberger schreibt:

Deutschlands führendes Technologie-Forschungsinstitut veröffentlichte im Oktober eine Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass die rapide Erweiterung von Windparks Insekten-Populationen bedroht.

Dr. Franz Trieb am DLR folgert, dass ,eine grobe, aber konservative Schätzung des Einflusses von Windparks auf Fluginsekten in Deutschland zu einem Verlust von 1,2 Billionen [Hervorhebung von Autor Burnett] Insekten verschiedener Spezies pro Jahr führt. Dies kann relevant sein für die Stabilität der Population’“.

Da Befürworter der Windenergie genau die Technologien vorantreiben, welche Spezies am meisten gefährden, die zu schützen sie angeblich vorgeben, folgert Shellenberger, dass es diesen Leuten nicht um das Verhindern von Aussterben geht, sondern nur darum, das Leben und den Lebensstil der Menschen zu kontrollieren.

Quelle: Forbes

Übersetzt von Chris Frey EIKE




HGÜ A – Nord: Die Windstromverbindung von Emden bis nach Philippsburg

OFF Shore Windanlagen in Richtung Nordsee – Foto Bernd Kehrmann

Das Problem ist nur, dass man Wechselstrom nur mit großen Verlusten durch Kabel transportieren kann. Ab ca. 40 km sind die Verluste ( kapazitäre Verluste ) dann so groß, dass sich eine Übertragung des Windstroms zum Festland nicht mehr rechnet. Wählt man jedoch eine Übertagung mit Gleichstrom, fallen diese Verluste nicht an. Hierbei wird der erzeugte Windstrom auf See durch einen Konverter in Gleichstrom umgewandelt, um ihn später auf Land wieder in Wechselstrom umzuwandeln. Das Problem ist nur, das bei der Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom nicht unerhebliche Oberschwingungen entstehen. Hierbei entstehen bei voller Leistung regelmäßig Brände im Konverter. Selbst Angela Merkel, als studierte Physikerin, spricht hier von Oberschwingungen, die man schwer kontrollieren kann.

Im Moment hilft man sich, in dem man nur geringe Mengen des Windstroms zu diesem Konverter an Land schickt. Das heißt, bei viel Wind werden einzelne Windanlagen einfach abgeschaltet. Die Investoren des Windparks werden hier auch für den nicht erzeugten Windstrom bezahlt. Der Dumme ist hier der einzelne Stromkunde, bei dem die Stromrechnung immer höher wird.

Eine Dauerlösung kann dieses Verfahren aber nicht sein. Das gilt besonders für den Fall, dass man im Rahmen der Energiewende weiterhin auf Offshore Windstrom setzt.

Hier hätte man eigentlich klüger sein können. Schon 2017 hatte man enorme Probleme, den Windstrom aus der Nordsee mittels eines Konverters ins Verbundnetz einzuspeisen. Der damals zuständige Minister Gabriel veranlasste darauf hin, den Windstrom über ein 623 km langes Kabel bis nach Norwegen zu leiten. Sein Argument war, in Norwegen gibt es riesige Wasserspeicher. Dort könnte man den Windstrom dann zwischenspeichern, um ihn dann bei Bedarf wieder nach Deutschland zu leiten. Die Stromtrasse Nordlink war geboren.

Konverterhalle, Enden-Ost, von hier soll die HGÜ A – Nord bis Kaarst verlaufen, Foto: Bernd Kehrmann

Das es in Norwegen aber gar keine Speicherseen gibt, verschwieg er vorsichtshalber. Dort gibt es wegen der nördlichen Lage eine Reihe von hochgelegenen Süßwasserseen, die sich im Winter mit Wasser füllen und ausschließlich der Trinkwasserversorgung dienen.

Sicherlich wird mit dem Trinkwasser aus diesen hoch gelegenen Seen auch Strom erzeugt, in dem man das Wasser über Generatoren nach unten leitet. Aber für eine Speicherung von Strom benötigt man einen Ober- und einen Untersee. Über die enormen Stromverluste, die bei einer zwei mal 623 km Leitung und der notwendigen Konverter entstehen und den Strom dann fast unbezahlbar machen, schwieg er vorsichtshalber.

Da man heute mit der Übertragung des Windstroms an Land wieder die gleichen Probleme hat, erinnert man sich gerne an die Finte Gabriels. Nur jetzt versucht man den unsauberen Windstrom über 600 km lange Leitungen bis in den Süden zu schicken, in der Hoffnung, dass durch die Kabelverluste dort so wenig Strom ankommt, dass man ihn ohne Probleme mittels eines Konverters ins Verbundnetz einspeisen kann.

Der Energiewende geschuldet sind in der Nordsee mehrere Windparks gebaut worden. Dieser Strom soll jetzt durch Seekabel zum Festland geschickt werden und ins Verbundnetz eingespeist werden.

Geplant sind drei große HGÜ Trassen ( Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung ) von der Küste bis weit in den Süden. Durch NRW ist die HGÜ A–Nord durch Amprion geplant. Diese Trasse soll von einem Konverter südlich von Bremen, durch Niedersachsen und NRW bis nach Kaarst am linken Niederrhein verlaufen.

Von Kaarst ist dann eine Weiterleitung des Windstroms als Freileitung über Hochspannungsmaste bis nach Baden-Württemberg geplant, um dann das nach der 2022 geplanten Abschaltung des KKW Philippsburg, zu ersetzen. Bei einer weiteren Erdverlegung befürchtet man wohl enorme Proteste der Anwohner.

Lageplan des noch im Bau befindeten Konverters Emden Ost, Foto Bernd Kehrmann

Hier ist wohl die gleiche Hoffnung wie bei der Nordlink, dass in Philippsburg so wenig Strom ankommt, dass man ihn ohne Probleme ins Verbundnetz einspeisen kann. Das man mit volatilem Windstrom gar kein Kraftwerk, das in der Grundlast läuft ersetzen kann, verschweigt man. Das Beispiel des Ministers Gabriel hat man wohl noch gut in Erinnerung.

Die HGÜ A – Nord soll ca. 327 km durch Niedersachsen und dann 296 km durch NRW verlaufen. Wenn man hier von einer verlustarmen Übertragung spricht, ist das Unsinn. Bei einer Übertragungsspannung von nur 320 KV hat man bei einer Leitungslänge von 600 km wohl die Hoffnung, dass in Philippsburg nur noch so wenig Strom ankommt, dass man ihn ohne Probleme durch den Konverter in das dortige Verbundnetz einspeisen kann. Das durch diese Maßnahme eine weitere Strompreiserhöhung zu erwarten ist, spielt hier keine Rolle. Die Energiewende gilt es zu retten, koste es was es wolle.

Der für die Stromtrasse A-Nord zuständige Netzbetreiber Amprion hat für die Verlegung der HGÜ- Kabel in NRW einen Korridor mit einer Länge von 296 km und einer Breite von 1 km beantragt. Auf dieser Trasse sollen die HGÜ Kabel in einer Breite von 24 m verlegt werden. Zusätzlich ist eine Versorgungsstrasse vorgesehen. Eine spätere Bewirtschaftung dieses 30 m breiten Streifens ist nicht möglich. Den betroffenen Landwirten wurde auf vielen Veranstaltungen hier eine großzügige Entschädigung für entgangene Ernteverluste versprochen.

Diese Trasse soll von Niedersachsen über das Münsterland nördlich von Hamminkeln bei Rees den Rhein queren und dann vorbei an Kalkar, Uedem, Xanten nach Kempen verlaufen und westlich von Krefeld schließlich bei Osterath/ Kaarst am linken Niederrhein enden. Dort soll ein Doppelkonverter errichtet werden. Die Größe eines Konverters wird mit einer Grundfläche von ca. 180m x 80m und einer Höhe von 25m angegeben. Zusätzlich zu den 2 notwendigen Konverterhallen ist eine aufwendige Schaltanlage mit den notwendigen.Leistungstransformatoren vorgesehen. Nach Besichtigung der Konverterhallen östlich von Emden wird hier eine Fläche von der Größe mehrere Fußballfelder vorgesehen, die durch einen hohen Sicherheitszaun geschützt sein wird.

Die extrem hohe Strahlung in den Hallen verbietet ein Betreten im laufenden Betrieb. Es ist davon auszugehen, dass die Leistungstransformatoren im Betrieb einen enormen Lärmpegel verursachen. Eine Unterbringung dieser Trafos in einer Halle ist wegen der enormen Hitzeentwicklung nicht möglich bzw.vorgesehen. Auf der 24 m breiten Kabeltrasse sollen die HGÜ Kabel in einer Tiefe von 1,20m bis 2,00m verlegt werden. Die einzelnen Kabelabschnitte müssen in einem Muffenhaus miteinander verbunden werden.

Je nach Gewicht der einzelnen Kabelabschnitte müssen diese Muffenhäuser in Abständen von 800m bis 1000m errichtet werden. Es ist davon auszugehen das diese Muffenhäuser aus Stahlbeton und mit stählernen Türen ausgestattet werden. Diese Muffenhäuser müssen wegen der nicht unerheblichen Wärmeentwicklung im Normbetrieb mit einer Klimaanlage ausgestattet sein. Ein Eindringen von Grundwasser muss auf jeden Fall vermieden werden.

Die Kabel im Erdreich zwischen den Muffenhäusern erreichen im Normbetrieb eine Temperatur von 70 Grad Celsius. Hier ist eine Austrocknung der Böden in diesem Bereich zu befürchten. Bei hohem Grundwasserstand, was ja am Niederrhein oft vorkommt, ist eine enorme Änderung der Bodenkultur zu befürchten. Heimische in der Erde lebende Tiere werden hiervon besonders betroffen sein.

Der beantragte Streifen mit einer Breite von 1 km wird für die Lagerung des Aushubs und der Lagerung des notwendigen Materials wie Kabeltrommeln, Material für die Muffenhäuser und weiteres Installationsmaterial benötigt.

Bei der Anlieferung der Kabeltrommeln sind Tieflader notwendig, die weit über 50 t transportieren können und wohl auch müssen. Die Größe der Kabeltrommeln und somit das Gewicht ist direkt abhängig von den Zufahrten. Hier ist besonders die Belastung der einzelnen Brücken zu berücksichtigen und die Höhe der Unterführungen.

Mit diesen Maßnahmen sind nicht unerhebliche Bodenverdichtungen verbunden. In wie weit das später auf den Ertrag der Bewirtschaftung Einfluss hat, muss noch festgestellt werden. Den betroffenen Landwirten ist bei den Infoveranstaltungen eine großzügige Entschädigung für Ernteverluste zugesagt worden.

Die Kosten für die ca. 300 km langen Leitung wird mit über zwei Milliarden Euro angegeben, wobei die notwendigen drei Konverterhallen nocheinmal mit 1,5 Milliarden Euro veranschlagt werden.

Die HGÜ soll 2025 in Betrieb gehen und das Kernkraftwerk Philippsburg ersetzen, dass nach dem Beschluss der Regierung dann vom Netz gehen soll. Wie ein Kernkraftwerk, dass in der Grundlast 24 Stunden läuft, durch volatilen Windstrom ersetzt werden kann, sollte noch geklärt werden.

Bernd Kehrmann, Dip. Ing., Elektrische Netze, Kraftwerkstechnik