G20-Flop: Klimapolitik und die englische Sprache

Hier folgt ein Auszug aus dem Kommuniqué zum Thema „Energie und Klima“:

Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich die USA aus dem Paris-Abkommen zurückziehen. Die USA haben angekündigt, ab sofort die Implementierung des gegenwärtig national bestimmten Beitrags zu beenden. Die USA haben außerdem ihrer starken Verpflichtung Ausdruck verliehen, Emissions-Minderungen nur dann zu stützen, wenn damit ökonomisches Wachstum und eine Verbesserung der Energiesicherheit einher gehen. Die USA haben außerdem ihre Absicht klargestellt, anderen Ländern dabei zu helfen, Zugang zu fossilen Treibstoffen sauberer und effizienter zu finden und auch dabei, erneuerbare und andere saubere Energiequellen zu erschließen. Dies alles vor dem Hintergrund der Bedeutung von Zugang zu Energie und Sicherheit der nationalen Einzelbeiträge.

Die Führer der anderen G20-Mitglieder stellen fest, dass das Paris-Abkommen irreversibel ist. Wir unterstreichen die Bedeutung, dass die entwickelten Länder den Verpflichtungen aus dem UNFCCC nachkommen, indem diese Mittel einschließlich finanzieller Ressourcen bereitstellen, um Entwicklungsländern hinsichtlich Abschwächung und Anpassung zu helfen. Dies auf der Linie der Ergebnisse von Paris und des OECD-Berichtes mit dem Titel „Investing in Climate, Investing in Growth”. Wir wiederholen unsere starke Verpflichtung, dem Paris-Abkommen zu folgen und uns zügig dessen Umsetzung zu widmen getreu dem Prinzip gemeinsamer, aber differenzierter Verantwortlichkeiten und der jeweiligen Möglichkeiten im Lichte nationaler Verhältnisse. Und darum stimmen wir dem Climate and Energy Action Plan der G20 von Hamburg zu, wie im Anhang beschrieben.

Man beachte den erheblichen Kontrast zwischen der in der offiziellen Verlautbarung gewählten Sprache im von den USA entworfenen ersten Absatz und derjenigen im auf „Paris“ konzentrierten zweiten Absatz. Wie auch immer man die jeweiligen Prioritäten anspricht, dem Klimawandel zu begegnen – es ist schwierig, sich nicht sogleich an George Orwells Essay „Politics and the English Language“ zu erinnern – on how bad political writing is (at minimum) a tell for very lazy thinking.

Der erste Absatz spricht eine kristallklare Sprache, einfach zu verstehende Prosa. Die USA, welche im Gegensatz zu Europa derzeit tatsächlich erfolgreich ihre eigenen Emissionen reduzieren, erreichen dies mit vergleichsweise sauberem Erdgas, welches sie mittels Fracking auf den Markt bringen. Die USA trachten danach, mit dieser Bonanza Alliierten zu helfen, deren Energiesicherheit zu erhöhen. Und soweit dies mittels Erdgas-Lieferungen geschieht, hilft es dabei, von der schmutzigen Kohle wegzukommen, was die globalen Emissionen weiter reduziert [hoffentlich nicht! Anm. d. Übers.]

Der zweite Absatz ist schwierig zu verstehen – besteht er doch durchweg aus leeren Versprechungen und schwimmt in einer Suppe von Akronymen und Hinweisen auf Berichte und Anhänge. Klar ist nur der Ruf an die entwickelten Länder, dem so genannten Green Climate Fund Geld zu überweisen – einem Unterfangen, dass bis heute weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und welchen Präsident Trump (korrekt) als einen schlecht gemachten Schmierenfonds kritisiert. Jetzt lese man noch einmal den Schlusssatz: „getreu dem Prinzip gemeinsamer, aber differenzierter Verantwortlichkeiten und der jeweiligen Möglichkeiten im Lichte nationaler Verhältnisse… . Ernsthaft kann man darin nichts Greifbares erkennen.

Die Financia Times berichtete, dass die Phrase im ersten Absatz, anderen Ländern zu helfen, „Zugang fossilen Treibstoffen zu finden und diese sauberer und effizienter zu verbrauchen“, besonders umstritten war. Das sagt eigentlich alles darüber, wie ideologisch und abwegig Umweltpolitik inzwischen geworden ist.

Link: https://www.thegwpf.com/g20-flop-climate-politics-and-the-english-language/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der dürre­gebeutelte Sahel wird grün – ein schlimmes Anzeichen des Klima­wandels

Bisher hieß es: Bauern und Hirten im südlichen Sahel haben mit immer häufigeren, intensiveren Trockenzeiten zu kämpfen

Vor drei Jahren meldete das Fließband für Klimaalarm – PIK – wie schlimm es am Südrand der Sahara und auch sonst in Afrika steht:
Studie aus dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
... An der Küste von Lagos etwa steigt der Meeresspiegel und überschwemmt Siedlungsgebiete. Im Norden breitet sich die Wüste aus – Sanddünen lassen ganze Dörfer verschwinden. … etwa für Bauern und Hirten im südlichen Sahel, die mit immer häufigeren, intensiveren Trockenzeiten zu kämpfen haben werden.

Nun wurde jedoch neu simuliert und es kommt ein ganz anderes Ergebnis heraus. Ausgerechnet eine „Vorzeigeregion“ Menschen-verursachter Klimadürre wird grüner.

Doch schon länger zeigen verschiedene Klimamodelle, dass sich der Trend zu mehr Niederschlägen in der Sahelzone mit dem Voranschreiten des Klimawandels verstärkt.

KLIMARETTER.INFO, 06. Juli 2017: [1] Klimawandel bringt Monsun in Sahel-Zone
Neue Erkenntnisse von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigen, wie sehr der Klimawandel die bislang vorherrschenden Wetterverhältnisse durcheinanderwirbeln könnte. Computersimulationen der Forscher haben ergeben, dass es durch den Klimawandel in der Sahelzone im Süden der Sahara zu heftigen regionalen Regenfällen kommen könnte. … Schon länger zeigen verschiedene Klimamodelle, dass sich der Trend zu mehr Niederschlägen in der Sahelzone mit dem Voranschreiten des Klimawandels verstärkt.
Was das PIK bisher konsequent ignorierte, ist zwar anderen Klimaforschern längst bekannt [3] und alleine aus einer klimageschichtlichen Ableitung des römischen Temperaturhochs – während dem Nordafrika die Kornkammer des Reiches war – ableitbar. Aber was ihr Supercomputer nicht weiß, wissen die ca. 350 PIK-Mitarbeiter auch nicht. Ein Forschungsbereich Klimageschichte fehlt nämlich in Potsdam.

Das schiere Ausmaß der möglichen Veränderung ist atemberaubend

Wenn eingefleischte Klimaalarmisten von ihren Simulationscomputern aufstehen und vor der Türe ihrer klimatisierten Räume vom normalen Klima überrascht werden, bekommen sie es schnell mit der Angst zu tun. Und diese Angst ist das, was schon den Kelten bis zu ihrer Christianisierung Schrecken bereitete (wobei der nur durch einen anderen ersetzt wurde), der Himmel – neudeutsch: das Klima – könnte uns auf den Kopf fallen:
Wie sich diese klimatische Veränderung praktisch auswirkt, haben die Wissenschaftler nicht untersucht. Zwar nannten sie es „eine gute Nachricht“, dass es in einer bislang trockenen Region stärker regnen könnte. Allerdings warnten sie davor, dass die Veränderungen von der heute herrschenden Trockenheit zu den wahrscheinlich viel nasseren Bedingungen Ende unseres Jahrhunderts die politisch instabile Region vor allem die Übergangszeit vor große Herausforderungen stellen würde. „So großartig es hoffentlich für den Sahel ist, dass es in der Region möglicherweise mehr regnet – das Ausmaß der Veränderung verlangt dringend nach Aufmerksamkeit“, so Levermann.

Wann wird das PIK berichten, dass das auch für die Meerespegel gilt?

In dem Afrika-Alarmartikel des PIK vor drei Jahren wurde beim Rundumschlag auch auf den angeblichen Meerespegelanstieg der afrikanischen Westküste hingewiesen:
KLIMARETTER.INFO, 06. Mai 2014: [2] An der Küste von Lagos etwa steigt der Meeresspiegel und überschwemmt Siedlungsgebiete.
Wie man inzwischen weiß, ein Vorgang, der weder dort, noch in der angeblich davon bedrohten Südsee real stattfindet:
EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana
EIKE 08.06.2017: Crashinformation zu den „untergehenden“ Pazifikinseln, Teil 2: Zusatzinformationen

Ganz langsam „dämmert“ es beim PIK, dass etwas Großes an ihren „Vorhersagen“ nicht stimmt – und ganz, ganz leise, damit es niemand bemerkt, beginnen sie zu „entwarnen“:
kaltesonne, 5. Juli 2017: Neue Rückschlüsse aus 2000 Jahren Meeresspiegelgeschichte: PIK-Forscher Stefan Rahmstorf revidiert seine Meeresspiegelprognose drastisch nach unten

Bis dahin werden die gewohnten Schreckensnachrichten schon etwas „entschärft“

Der G20 Gipfel nahte und Frau Merkel hat wagemutig versprochen, im Kampf gegen den Klimawandel mit dem vielen, guten Geld ihrer Untertanen ganz vorne dran zu stehen und es reihum in der Welt zu verteilen. Entwarnungen wären da vollkommen unmöglich und würden mindestens die Fördermittel kosten. Was macht eine PIK-Mannschaft in dieser Not? Sie hilft natürlich ihrem Zuwendungsentscheider – der Kanzlerin – . Damit es einen internationalen Charakter bekommt, nahm man eine politische „Vorzeigekraft“, die Präsidententochter, Frau Figueres (Ausbildung laut WIKIPEDIA: London School of Economics and Political Science), und schon war von den Herren Rahmstorf und Schellnhuber at al. eine termingerechte Alarmmeldung in die Welt gesetzt:
HUFFPOST, 06/29/2017: NOW: Countdown for Climate Solutions
Ahead of the G20 global leaders’ summit next week, in Hamburg, a distinguished panel of climate solvers calls for an emphasis on discrete carbon reductions. Writing in the journal Nature, COP21 deal-maker Christiana Figueras and five colleagues propose 2020 as the penultimate “climate turning point,” i.e., the year when carbon emissions will have peaked. Any further delay on decisive action – to 2025, for instance — will create a brutish timetable, as this “Carbon Crunch” graph details.

Komisch, dass darüber praktisch nichts in Deutschland publiziert wurde. Hält man es bei uns nicht mehr für erforderlich, oder waren die Redakteure zu sehr mit dem Übersetzen von Trumps teils schwierig zu lesenden Twitter-Nachrichten beschäftigt und haben die englischsprachige PIK-Mitteilung einfach übersehen? Jedenfalls wäre das Ignorieren einer Nachricht vom Klima-Papstberater Schellnhuber früher undenkbar gewesen.

… weil neue Simulationen plötzlich zeigen, dass die Welt nun doch noch gerettet werden kann

Diese Publizierung hat es nämlich in sich, weil darin auch hinterlegt ist, dass die Welt doch noch gerettet werden kann.
Denn auch dazu parametriert man den Computer des PIK inzwischen ab und zu etwas „lösungsorientierter“, was sogleich zu viel freundlicheren Antworten führt. Auf einmal ist Rettung doch (noch) möglich, zumindest, wenn man dem PIK folgt.
PIK, 06.28.2017: Turning the Climate Tide by 2020 Harness momentum
… The good news is that it is still possible to meet the Paris temperature goals if emissions begin to fall by 2020

Das klingt schon moderater wie vor zwei Jahren, als der erste Kipppunkt (simuliert) schon als überschritten gemeldet wurde. Gut, mit Folgen erst irgendwann in den nächsten Jahrtausenden, aber darin ganz sicher:
kaltesonne, 26. Juni 2017: Modelle zur Eisentwicklung in der Westantarktis unterscheiden sich um den Faktor 10: Bleibt der Eiskollaps vielleicht sogar aus?
wird der Autor wohl nie erfahren.

… und Überlegen sagt, wie es sicher möglich ist

Man könnte vermuten, dass wenn irgend eine neue Regierung in Deutschland dem PIK den Geldhahn zudrehen würde, die Klimawelt bis zum Jahr 2020 nicht nur „possible“, sondern ziemlich sicher und ganz ohne Zusatzkosten gerettet werden könnte. Nur, wer sagt diese einfache und billige Lösung des Klimarettungs-Problems unserer Kanzlerin? Die Klimaberaterin mit dem KLIMARETTER.INFO-Blog sicher nicht.
Leider ist auch unwahrscheinlich, dass die Idee dann aufgegriffen würde. Denn was nicht viel Geld der Untertanen vernichtet, hat in höheren, politischen Kreisen keinen Wert.

Leider bekommen viele Regierungsmitglieder (noch) rein gar nichts davon mit

Gabriel, der um mehr Zeit für die Familie zu haben, versehentlich den Außenministerposten übernahm, weil er übersah, dass dieser Job nicht in Teilzeit vom Home-Office aus möglich ist, zeigt inzwischen, dass er auch mit diesem Job eher etwas überfordert ist.
Weil man aber irgend etwas tun muss, scheint ihm Klimawandel geeignet. Und die Begründungen, welche man sich einmal vor langer Zeit eingeprägt hat, lassen sich beliebig oft wiederholen, zumindest, wenn ein Redakteur M. Müller von „Klimaretter“ gegenübersitzt, der ebenfalls in Klimaalarmismus geschult ist (KLIMARETTER.INFO. M. Müller: Er machte sich zudem als Umweltpolitiker einen Namen und problematisierte schon früh das Problem der Erderwärmung. 1989 erschien sein Buch „Das Ende des blauen Planeten – Der Klimakollaps, Gefahren und Auswege“) und als ehemaliger SPD-Fraktionsvize ein Kollege.
KLIMARETTER.INFO, 04. Juli 2017. Interview M. Müller: „Klimapolitik ist auch Friedenspolitik
(Gabriel)… Schon heute sehen wir die Folgen steigender Temperaturen und heftiger Dürreperioden. Wenn wir den Klimawandel nicht stoppen, werden die Wüsten weiter anwachsen, es wird Konflikte und womöglich Bürgerkriege um Wasser geben und es wird massive Migrationsströme geben. Deswegen ist Klimapolitik auch Friedenspolitik …
... Die Vereinigten Staaten schaden damit sich selbst, uns Europäern und allen anderen Völkern der Welt. Wer den Klimawandel nicht bekämpft, wird nicht nur mit den Folgen immer härterer Unwetter, Dürren und Überflutungen zu tun bekommen, sondern verhindert auch wirtschaftliches Wachstum und technischen Fortschritt.
Die Weltgemeinschaft darf sich deshalb dadurch nicht beeindrucken lassen.
Auch hier wieder erkennbar, dass einmal Angelerntes ungern in Frage gestellt wird:
kaltesonne, 4. Juli 2017: Deutsches Institut für Entwicklungspolitik warnt vor Annahme eines Automatismus zwischen Klimawandel und Migration

Was Klimawandel mit Wachstum und technischem Fortschritt zu tun haben soll, wird hier nicht ausgebreitet. Das bräuchte einen eigenen Artikel.
Wobei Gabriel natürlich nicht alleine ist. Schließlich ist das „Trimmen“ des politischen Personals auf die Meinungsvorgaben der Kanzlerin inzwischen perfekt. Und so glaubt auch Entwicklungsminister Müller, dass es früher wirklich ein Idealwetter mit weniger Unwetter, Dürren und Überflutungen gegeben hätte:
EIKE, 26.06.2017: Das globale Klimami(ni)sterium des Entwicklungsministers Müller

Mal sehen was passiert, wenn auch der Rechner des PIK immer „vernünftiger“ wird und auf einmal positive Klimanachrichten daraus erscheinen.

Quellen

[1] KLIMARETTER.INFO, 06. Juli 2017: Klimawandel bringt Monsun in Sahel-Zone

[3] kaltesonne, 26. Juni 2015: Neue Arbeit in Nature Climate Change: Regenmengen im Sahel nehmen seit den 1980er Jahren wieder zu
kaltesonne,
19. August 2014: Klimamodelle des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie geben Grund zur Hoffnung: Große Teile des Sahels werden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts ergrünen
kaltesonne, 06. August 2014: Satellitenbildauswertung der Universität Bayreuth: Vegetationsdichte im westafrikanischen Sahel hat in den letzten 30 Jahren zugenommen

[4] WELT N24, 19.02.2015: Für das Klima könnten Enteignungen nötig sein




Brandak­tuelle Studie: Tempera­tur-Adjustie­rungen machen ,fast die gesamte Erwärmung‘ in den Klima­daten der Regierung aus

„Folglich ist es unmöglich, aus den drei veröffentlichten GAST-Datensätzen den Rückschluss zu ziehen, dass die letzten Jahre die wärmsten jemals gewesen seien – trotz gegenwärtiger Behauptungen einer Rekord-Erwärmung“. Dies geht aus der Studie hervor, welche von zwei Wissenschaftlern und einem Statistiker im Ruhestand [veteran statistician] durchgeführt worden war.

Die begutachtete Studie versuchte, die gegenwärtigen, von der NASA, der NOAA und dem UKMO betreuten Temperatur-Datensätze zu validieren, welche allesamt Adjustierungen der Temperaturmessungen vornehmen. Skeptiker einer vom Menschen verursachten Erwärmung haben diese Adjustierungen stets kritisiert.

Klimawissenschaftler nehmen oftmals Adjustierungen von Thermometer-Ablesungen vor, um „Verzerrungen“ in den Daten Rechnung zu tragen. Die neue Studie stellt nicht die Adjustierungen selbst in Frage, sondern stellt lediglich fest, dass fast ausnahmslos alle Adjustierungen den Erwärmungstrend zunehmen lassen.

Im Grunde wurden „zyklische Abläufe in früher gemessenen Daten kürzlich mit Temperaturmessungen aus jüngster Zeit von Wetterstationen, Bojen, Schiffen und anderen Quellen ,adjustiert’“.

Tatsächlich sorgen alle vorgenommenen Adjustierungen für eine Abkühlung früherer Temperaturen und für eine Erwärmung jüngerer Temperaturmessungen. Auf diese Weise wird den Autoren der Studie zufolge der Erwärmungstrend künstlich verstärkt.

Nahezu die gesamte Erwärmung, die sie jetzt zur Schau stellen, geht auf die Adjustierungen zurück“, sagte der Meteorologe Joe D’Aleo, ein Mitautor der Studie. „jeder Datensatz hat die Erwärmung der vierziger Jahre reduziert und die gegenwärtige Erwärmung übertrieben.

Man würde eigentlich annehmen, dass falls man Adjustierungen vornimmt, diese Messungen mal wärmer, mal kälter sind. Das aber ist niemals der Fall gewesen“.

Die Autoren der Studie waren neben D’Aleo der Statistiker James Wallace und der am Cato Institut arbeitende Klimawissenschaftler Craig Idso.

Ihre Studie wies nach, dass Messungen „fast immer einen stärkeren linearen Erwärmungstrend über ihren gesamten Zeitraum aufwiesen“, was „fast immer einher ging mit einem systematischen Entfernen des zuvor bestehenden zyklischen Verlaufes der Temperatur“.

Die aufschlussreichen Ergebnisse dieser Forschungen sind, dass die drei Datensätze der globalen mittleren Temperatur keine gültige Repräsentation der Realität darstellen. Tatsächlich ist die Größenordnung der Adjustierung historischer Daten so groß, dass zyklische Verläufe der Temperatur verschwanden. Damit sind sie absolut inkonsistent mit veröffentlichten und glaubwürdigen Temperaturdaten aus den USA und anderswoher.

Auf der Grundlage dieser Behauptungen sagen die Autoren der Studie, dass die der EPA-Vorschriftengebung zugrunde liegende Wissenschaft zur Steuerung von Treibhausgasen „ungültig“ ist.

Die neue Studie wird Eingang finden in die Petitionen konservativer Gruppen an die EPA, das Endangerment Finding neu zu durchlaufen, welches der Agentur seine gesetzliche Autorität gab, Kohlendioxid und andere Treibhausgase zu regulieren.

Sam Kazman zufolge, einem Rechtsanwalt des Competitive Enterprise Institute (CEI), fügte die Studie „ein wichtiges weiteres Beweisstück dieser Debatte zu“, wen es um die Wiedereröffnung des Endangerment Finding-Verfahrens geht. Das CEI hat bereits im Februar bei der EPA eine diesbezügliche Petition eingereicht.

Ich denke, dass diese Studie ein sehr starkes neues Element ist“, sagte Kazman. „Damit ist ausreichend eine Wiedereröffnung des Verfahrens begründet, ebenso wie eine offene Diskussion in der Öffentlichkeit hinsichtlich unserer Vorwürfe.

Seit Präsident Trump den EPA-Administrator Scott Pruitt angewiesen hatte, den Clean Power Plan neu zu bewerten, wurde darüber spekuliert, ob die Regierung das Endangerment Finding-Verfahren mit neuer Sorgfalt wiedereröffnen würde.

Das Dokument aus der Obama-Ära bemühte drei Beweislinien für die Behauptung, dass derartige Emissionen aus Fahrzeugen „sowohl die öffentliche Gesundheit als auch das öffentliche Wohlergehen der jetzigen und zukünftiger Generationen gefährdet“.

D’Aleo und Wallace reichten der EPA eine Petition ein im Auftrag ihrer Gruppe, dem Concerned Household Electricity Consumers Council (CHECC). Sie stützten sich dabei auf ihre jüngsten Forschungen, welche zu dem Ergebnis gekommen waren, dass eine der von der EPA bemühten Beweislinien „in der realen Welt einfach nicht existiert“.

In ihrer Studie aus dem Jahr 2016 konnten sie „keinen einzigen Beweis dafür finden, dass stetig steigende atmosphärische CO2-Konzentrationen eine statistisch signifikante Auswirkungen auf jeden einzelnen der 13 entscheidend wichtigen Temperatur-Zeitreihen haben“.

Alles in Allem sind alle drei Beweislinien, auf welche sich die EPA berufen hatte, die Erwärmung menschlichen Treibhausgas-Emissionen zuzuordnen, ungültig“, heißt es in der CHECC-Petition. „Das Endangerment Finding selbst ist daher falsch und sollte neu überdacht werden“.

Von Pruitt war bislang nicht viel zu hören, ob er das Verfahren wiedereröffnen würde, aber er hat deutlich gesagt, dass er ein Red Team-Vorgehen leiten werde, die Klimawissenschaft anzugehen.

Energieminister Rick Perry äußerte sich ebenfalls zugunsten derartiger Aktionen, welche vom Militär und von Geheimdiensten durchgeführt werden, um irgendwelche Verwundbarkeiten von Systemen oder Strategien ausfindig zu machen.

Umweltaktivisten und Klimawissenschaftler verdammten diesen Gedanken, wobei einige sogar argumentierten, dass es „gefährlich“ wäre, wissenschaftliche Minderheiten-Meinungen hervorzuheben.

Bei derartigen Rufen nach Sonderkommissionen geht es nicht um eine ehrliche wissenschaftliche Debatte“, schrieben Ben Santer und Kerry Emanuel sowie die Historikerin und Aktivistin Naomi Oreskes in der Washington Post. „Es sind gefährliche Versuche, den Status von Minderheiten-Meinungen hervorzuheben sowie die Legitimität, Objektivität und Transparenz der bestehenden Klimawissenschaft zu unterminieren“.

„Deutlich gesagt, ich denke, dass man in der Tat ein solches Red Team-Verfahren durchführen sollte als Teil einer Neubewertung des Endangerment Finding“, sagte Kazman.

Aber er fügte auch die Warnung hinzu, dass ein solches Vorgehen auch ein zweischneidiges Schwert sein könnte, falls man es nicht korrekt durchführt. Er sorgt sich, dass einige Wissenschaftler, die dem Gedanken ablehnend gegenüberstehen, den Prozess von innen heraus unterminieren und ihn als Tribüne benutzen könnten.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/07/06/bombshell-study-temperature-adjustments-account-for-nearly-all-of-the-warming-in-government-climate-data/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der Kampf gegen den Klima­wandel kann in Zukunft zu mehr Krebs-Todes­fällen führen

PHYSORG, July 4, 2017: [1] Low temperature increases risk of DNA damage from UV radiation
Wenn der DNA-Reparaturmechanismus geschwächt wird, haben die für die Krebsentstehung verantwortlichen DNA-Defekte mehr Change, zu Krebs zu entarten. Der Studie nac, könnte dies für einige, in kühleren Gegenden lebenden Amphibien schon heute ein Problem sein.
Wie man an der Verlaufskurve der Ozonwerte sieht (Bild 1), besteht das für die UV-Strahlung relevante Ozonloch immer noch und eine wirkliche Erholung ist nicht in Sicht, beziehungsweise kann bis in die Zeit um 2075 dauern [3], falls es geschieht. Wenn es – wie zu erwarten ist – länger auf diesem niedrigen Niveau verharrt, kann sich die UV-Problematik mit zusätzlich sinkenden Temperaturen schnell dramatisch verschlechtern:
verivox: [3] Ozonloch

Bild 1 Ozondichte-Verlauf seit ca. 1990: Instruments on the ground (at Halley) and high above Antarctica. Quelle: NASA: Ozone Hole Watch

Würde durch einen (unwahrscheinlichen) erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel die Temperatur sinken, könnte dies damit künftig zu einer erhöhten Krebsrate der Bevölkerung führen. Neben dem, dass dann auch die Ernteerträge massiv zurückgingen, ein weiteres Problem niedriger werdender Temperaturen.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur der Demonstration, wie einfach eine passende Studieninformation zu einem Alarmartikel im Stile des Klimaalarm-Mainstreams aufgebauscht werden kann.

Quellen

[1] PHYSORG, July 4, 2017: Low temperature increases risk of DNA damage from UV radiation

[2] EIKE, 02. Juli 2017: Aufstieg und Fall des Ozonlochs

[3] verivox: Ozonloch




Das solare Omen*

Hunderttausenden Menschen im Erste-Welt-Land Deutschland wurde der Strom abgedreht, weil sie sich die Energiepreise nicht mehr leisten können. [Stand davon auch nur schon ein einziges Mal etwas in der „Süddeutschen Zeitung“? Anm. d. Übers.] Natürlich sorgt auch Hitze für Todesfälle, und das größte derartige Ereignis hitzebedingter Todesfälle war in Europa im Jahre 2003 aufgetreten. Im Jahre 2015 schrieb Dave Rutledge: „Während der Großen Europäischen Hitzewelle 2003 starben 70.000 Menschen, die meisten von ihnen zu Hause. Das ist ein schlimmer Tod. Die zu hause gebliebenen Menschen hätten durch eine 140 Dollar teure Kühleinrichtung gerettet werden können, aber nur, wenn sie sich den Strompreis hätten leisten können“.

Die gesamte, das Klimasystem der Erde antreibende Energie kommt von der Sonne. Könnte es also eine solare Komponente bei dem Ereignis 2003 gegeben haben? Eine Anzahl von Solarparametern zeigt, dass das durchaus der Fall sein könnte:

Figure 1: Solar Wind Plasma Temperature 2000 – 2017

Figure 2: Solar Wind Plasma Speed 2000 – 2017

Die Abbildungen 1 und 2 zeigen eine große Ausnahmelage im Jahre 2003, dem Jahr der Todes-Hitzewelle in Europa. Stützende Beweise kamen vom F10.7-Fluss, welcher hier gegen Sonnenflecken aufgetragen ist:

Figure 3: Hemispheric Sunspot Area and F10.7 Flux 1985 – 2016

Der F10.7-Fluss folgt dem Sonnenflecken-Gebiet außer bei einem Ausreißer im Jahre 2003, als der F20.7-Fluss einen deutlich höheren Spitzenwert erreichte. Was könnte die Ursache dafür gewesen sein, dass Europa seine eigene Hitzewelle hatte, welche die allermeisten anderen Gebiete des Planeten gar nicht betroffen hat? Das Klima reagiert in der Tat auf höhere Niveaus solarer UV-Strahlung, wie es in dieser Studie von Haigh et al. 2005 beschrieben worden ist. Darin heißt es:

Die Ergebnisse zeigen eindeutig eine Abschwächung und polwärtige Verschiebung der Jets, wenn die Sonne aktiver ist, wie es von den Modellstudien prognostiziert worden ist. Die GCMs prophezeiten auch eine Reaktion auf höhere Niveaus solarer UV-Strahlung bei der troposphärischen mittleren Meridional-Zirkulation. Diese bestand in einer Abschwächung und einer Ausdehnung der Hadley-Zellen sowie einer polwärtigen Verschiebung der Ferrel-Zellen. Es ist interessant zu sehen, dass genau diese Umstände, welche stark mit der Sonnenaktivität korreliert sind, jetzt in NCEP-NCAR-Daten der Vertikalgeschwindigkeit auftauchten (Gleisner and Thejll 2003).

Jetzt scheint das Gegenteil zu passieren, ist doch EUV während der letzten beiden Jahre rapide gesunken, wie der Lyman Alpha Solarindex zeigt:

Figure 4: Lyman Alpha Solar Index solar cycles 22, 23 and 24 aligned on minima

Die Lyman-Alpha-Linie ist eine Spektrallinie von Wasserstoff, welcher emittiert wird, wenn das Elektron von n=2 orbital auf n=1 orbital fällt, wobei N die prinzipale Quantenzahl ist [Original: The Lyman-alpha line is a spectral line of hydrogn emitted when the electron fall from the n=2 orbital to the n=1 orbital, where n I s the principal quantum number.]. Sie liegt im Vakuum-ultravioletten Teil des elektromagnetischen Spektrums, und deswegen erfolgen Messungen der Lyman-Alpha-Emissionen durch Instrumente im Orbit. Das auf die Obergrenze der Erdatmosphäre treffende Sonnenlicht aus dem Weltall besteht zu etwa 50% aus infrarotem, zu 40% aus sichtbarem und zu 10% aus ultraviolettem Licht mit einer Gesamt-Intensität von etwa 1400 W/m² im Vakuum. Am Boden setzt sich das Sonnenlicht zusammen aus 44% sichtbarem und 3% ultraviolettem Licht, der Rest ist Infrarot-Licht. Die Atmosphäre blockiert etwa 77% der solaren UV-Strahlung, fast durchweg in den kürzeren UV-Wellenlängen.

Die Bedeutung von Abbildung 4 liegt darin, dass sie zeigt, dass EUV auf Niveaus wie in solaren Minima gesunken ist. Normalerweise sind schwache Sonnenzyklen wie der Zyklus 24 lange Zyklen. Falls der Zyklus 24 nach 12 Jahren sein Ende findet, was ihn an den Rand der Graphik bringen würde, dann wird er noch drei weitere Jahre andauern. Daher ist es höchstwahrscheinlich, dass das solare Minimum lang, intensiv und relativ fleckenfrei verlaufen wird. Die Hadley-Zellen werden der Theorie zufolge schrumpfen und sich verstärken. Möglich, jedoch unwahrscheinlich ist auch, dass der Zyklus 24 schwach und kurz ist, wie es das Solarmodell von Ed Fix prophezeit. Wie auch immer, es werden demnächst interessante Entwicklungen auftreten.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/07/05/the-solar-harbinger/

Übersetzt von Chris Frey EIKE