Wie „grünes“ Groß­kapital und linke Journa­listen gemein­same Sache machen – Teil 3: Journa­listen ≠ Volk

Viele Zeitgenossen haben großes Vertrauen in die Medien, insbesondere in die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender, da diese durch Gebühren finanziert und zudem durch Landesmedienanstalten kontrolliert werden, in denen neben den politischen Parteien noch gesellschaftlich relevante Gruppierungen vertreten sind. Theoretisch sollen Journalisten so als „Vierte Gewalt“ im Staat die Bevölkerung durch objektive Informationen in die Lage versetzen, die Mächtigen zu kontrollieren und im Zaum zu halten.

Doch das ist nur schöner Schein, weil die Hauptakteure – die Journalisten selbst – weder den Durchschnitt des Volkes repräsentieren noch neutral sind. Im Gegenteil: Die große Mehrzahl von ihnen sind Akademiker mit weit überwiegend geistes- oder sozialwissenschaftlicher Ausbildung, die häufig über keine sonstige Berufserfahrung verfügen. Mit der Gedanken- und Gefühlswelt der arbeitenden Mehrheit der Bevölkerung haben sie daher kaum Berührungspunkte. Einer im Auftrag des Deutschen FachjournalistenVerbands DFJV durchgeführten Untersuchung zufolge haben 84 % der Politikjournalisten einen Hochschulabschluss oder gar eine Promotion/ Habilitation, weitere 10 % haben das Abitur, aber nur 5 % eine abgeschlossene Berufsausbildung. Bevorzugte Studienfächer sind Politikwissenschaft, Germanistik, Geschichte, Journalistik und Kommunikationswissenschaft.

Bild 2. Höchster erreichter Bildungsabschluss deutscher Journalisten (Quelle)

Diese Einseitigkeit bedauerte auch der Deutschlandchef von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr, in einem Interview mit der Welt: „Der Beruf ist immer akademischer geworden. Viel zu viele Journalisten nehmen die Welt durch dieselbe Brille wahr. Die Vielfalt in Redaktionen sollte die Vielfalt der Wirklichkeit abbilden…Wenn alle Journalisten ähnlich sozialisiert sind, ist das letztlich eine Gefahr für die ausgewogene Berichterstattung…Das ist auch eine Aufgabe der Ausbildungsstätten. Es wäre schön, wenn Journalistenschulen ihren Nachwuchs breit gefächert auswählen und Talente gewinnen, die keine Akademiker sind oder aus sozial schwachen Familien stammen.“

Brutale Auslese

Dass diese Fehlentwicklung sich auch weiterhin nicht ändern und sogar eher verschärfen dürfte, unterstreicht der Erfahrungsbericht eines jungen Journalisten, der darüber im Spiegel Online (SPON) mit großer Offenheit berichtete. Als Kind normaler Werktätiger studierte er nach einem ersten Studienabbruch Anglistik, Geschichte und Amerikanistik in Berlin und Amsterdam und absolvierte zudem zahlreiche Praktika. Da er dennoch keine Volontariatsstelle bei einer Zeitung bekam, besuchte er noch eine Journalistenschule, was ihm nur gelang, da er nach dem Bafög noch ein Stipendium erhielt. Bei einem Praktikum wurde im selbst dann, als er tageweise für eine ausgefallene Kollegin einsprang, keine Entlohnung gewährt. Kinder aus ärmeren Schichten würden, so seine Erkenntnis, bei einem solchen Werdegang schon allein aufgrund ihrer Mittellosigkeit ausgesiebt. Wenn nur die Journalisten würden, die es sich leisten können, sei dies nicht nur unfair, sondern eine Gefahr für die Demokratie. Sein Fazit: „Wen schließt dieses System alles aus? Wer versucht es erst gar nicht? Irgendwann bewegt sich Journalismus nur noch in seiner eigenen Blase und seine Repräsentanten tun verwundert, wenn sich Teile der Bevölkerung frustriert von ihnen abwenden, weil sie sich nicht mehr repräsentiert fühlen.“ Verschärfend wirkt hierbei auch die sich ständig verschlechternde wirtschaftliche Lage der meisten Medien, die sich in einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen dokumentiert. Die dadurch zunehmende prekäre Beschäftigung trägt dazu bei, dass erheblicher Anpassungsdruck entsteht und sich weitgehende Konformität der Ansichten durchsetzt. Wer auch nur etwas abweicht, der findet sich, wie es ein SPON-Journalist einmal beschrieb, bald in der Kantine allein am Tisch wieder, weil er von den anderen gemieden wird. Übrigens hat besagter Journalist inzwischen sowohl den Kantinentisch als auch seinen Schreibtisch bei SPON geräumt (räumen dürfen?).

Bild 4. Vom Wahrzeichen der Daseinsvorsorge zum Hasssymbol vieler Journalisten: Ein Braunkohlebagger (Bild: Semevent from Pixabay)

Linksgrüne Monokulturen

In den so entstandenen Echokammern des deutschen Journalismus haben sich schon seit Jahrzehnten linke und grüne Denkweisen quasi flächendeckend durchgesetzt, was nicht nur durch Erfahrungsberichte einzelner Personen, sondern auch durch zahlreiche Untersuchungen belegt ist. So kommt die bereits erwähnte Recherche „Journalismus in Deutschland“ zu dem Schluss: „…the political orientations among journalists…still leans toward the left end of the scale.“ Wobei diese Anmerkung bereits darauf schließen lässt, dass hierunter Tendenzen zum linken Rand, also zum linken Extremismus verstanden werden können. Einen klaren Hinweis hierauf vermittelt auch die Wahl der von Politikjournalisten bevorzugten Informationsmedien: Bei Tageszeitungen waren es die erheblich linkslastige SZ mit 77,6% und immerhin noch zu 51,9% die FAZ, bei Magazinen dann schon deutlicher der linksextreme Spiegel mit 88,1 %, gefolgt von der ebenfalls im linken Milieu verhafteten Zeit mit 51,1% und dem ebenfalls linken Stern mit 28,9%. Frappierend ist vor allem die extrem ungleichgewichtige Nutzung bei Online-Medien: Hier überragt SPON mit 87,8 % einsam das gesamte Feld, gefolgt von der Süddeutschen mit nur noch 19,3 % und der Tagesschau mit 16,1 %.

Es nimmt daher nicht wunder, dass eine Allensbach-Umfrage schon im Jahre 2009 ergab, dass 42 % der Politikjournalisten den Grünen zuneigen, 24 % der SPD und nur 14 % der CDU sowie 12 % der FDP. Diese Zahlen dürften allerdings nicht die heutige Realität widerspiegeln, sondern lediglich die nach außen kommunizierte Selbsteinschätzung. Anders ausgedrückt: Das Wertesystem deutscher Journalisten unterscheidet sich grundlegend von dem der Bevölkerung. Sie werten offenkundig Parteien wie FDP und CDU sowie zumindest Teile der SPD (Schröder) als „Rechts“ statt als „Mitte“, verorten Grüne und Jusos als „Mitte“ und vertreten darüber hinaus zu erheblichen Teilen linksradikale und sogar extremistische Positionen. Dies zeigt sich an oft extrem einseitigen Berichterstattung zahlreicher Medien über die Fridays for Future, die Besetzungen des Hambacher Forstes und von Tagebauen in der Lausitz sowie über die Fast-schon-Terroristen von Extinction Rebellion. Vom Ausland aus betrachtet wird dies viel klarer gesehen als im Inland, wo eine Journalistenkrähe offenkundig der anderen kein Auge aushackt. So stellt ein Bericht in der „Neue Zürcher Zeitung“ mit dem Titel „Das Herz des deutschen Journalisten schlägt links“ fest, dass neutraler Journalismus (in Deutschland) eine Illusion sein dürfte. Ebenso kritisch liest sich der Beitrag „Grün ist die Redaktion – die deutschen Mainstream-Medien haben aus der Flüchtlingskrise nichts gelernt.“

Bild 5. Kernkraftwerke gelten den meisten Journalisten als Höllenmaschinen (Foto: Jakub Orisek from Pixabay)

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen

Das tatsächliche Ausmaß der Verschiebung der Vorstellungswelt insbesondere der deutschen Journalisten gegenüber der eigenen Bevölkerung dokumentiert sich an der Berichterstattung zu bestimmten Themenkomplexen, wo sie kollektiv die Maske der Neutralität fallenlassen und die wahre Gesinnung ungehemmt zum Vorschein kommt. Das zeigte sich beispielsweise anlässlich der Tsunami-Katastrophe in Fukushima, als deren Folge die dortigen Kernreaktoren zerstört wurden. In einem auf Meedia.ch veröffentlichten Bericht zu Fukushima schrieb die Schweizer Medienwoche bereits 2012: „Jegliche Distanz verloren deutsche Journalisten bei der Berichterstattung über das mehr als 15′871 tote, 2778 vermisste und 6114 verletzte Menschen (Stand: 10. Oktober 2012) fordernde Erdbeben in Japan am 11. März 2011. Es war noch kaum bekannt, welche Gebiete und wie viele Personen davon betroffen waren, als sie sich fast ausschließlich auf Spekulationen über austretendes radioaktives Material verlegten. In vielen Stunden Live-Fernsehen wurden deutsche Zuschauer mit wenig Fakten und viel Hysterie geängstigt. Gegenüber den Tausenden Toten und den Hunderttausenden mit zerstörten Lebensgrundlagen, die das Erdbeben und die Überschwemmungen verursachten, steht die Reaktorkatastrophe: sie forderte 3 Todesopfer, einige Verletzte sowie eine unbekannte Anzahl von Strahlengeschädigten.“ Seither ist man in deutschen Medien teilweise sogar dazu übergegangen, Ursachen und Wirkungen komplett zu verwischen, indem pauschal von den Zehntausenden Opfern von Fukushima geschrieben wird oder gleich von der „Atomkatastrophe von Fukushima“.

Bild 6. Im Vergleich zur übrigen internationalen Presse ist die Berichterstattung der ARD über den US-Präsidenten von bemerkenswerter Feindseligkeit geprägt (Bild: Shorenstein Center/CC BY-3.0)

Ein weiterer Fall, der aufzeigt, dass deutsche Journalisten bei passender Gelegenheit eine geradezu sektiererische Einseitigkeit an den Tag legen, ist die Berichterstattung über den derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump. Nun ist dieser ja selbst im eigenen Land bei den Medien nicht sonderlich beliebt, doch die fast schon 100-prozentige Feindseligkeit, die sich in der Berichterstattung der ARD über Trump dokumentiert, ist im Vergleich zu der anderer ausländischer Medien geradezu einzigartig – und entlarvend für die aktuelle Situation beim deutschen Journalismus.

Bild 7. Fridays for Future-Demonstranten sind das Liebkind der Medien (Foto: Michael Bußmann from Pixabay)

Einseitigkeit insbesondere bei der Klimaberichterstattung

Besonders ausgeprägt ist diese Einseitigkeit auch bei der Berichterstattung über den angeblich menschengemachten Klimawandel. Dies wurde schon vor Jahren durch die Schweizer Kommunikationsforscher Michael Brüggemann und Sven Engesser von der Universität Zürich festgestellt. In einem SPON-Interview fasste Michael Brüggemann 2013 seine Erkenntnisse so zusammen: „Die ganz große Mehrheit der Klimajournalisten stimmt weitgehend überein mit dem Konsens führender Klimawissenschaftler, wie er in den regelmäßigen Berichten des Uno-Klimarats IPCC zum Ausdruck kommt. Neun von zehn der Klimajournalisten vertrauen den Ergebnissen des IPCC…Mehr als 70 Prozent der befragten Journalisten halten die Beiträge der Klimaskeptiker für wissenschaftlich nicht fundiert…Allerdings fällt tatsächlich auf, dass nur die Hälfte der Befragten es für wichtig hält, über die Unsicherheiten der Forschungsergebnisse zu berichten. Hingegen gaben 95 Prozent der Journalisten an, es sei wichtig, über die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken für Mensch und Natur zu informieren.“ Seither hat sich die Situation noch dramatisch verschlimmert, wie die mediale Begleitung der FFF-Bewegung eindeutig dokumentiert.

Mit Sorge beobachtet auch der frühere Chefredakteur der „Heilbronner Stimme“, der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Bok, diese Entwicklung: „In den Verlagshäusern und Rundfunkanstalten werden derzeit die Alt- und Jung-68er von der Generation Greenpeace abgelöst. Sie ist mit der ständigen Apokalypse aufgewachsen. Der grüne Alarmismus ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen. Das ist viel schlimmer als eine Gleichschaltung, wie man sie aus autoritären Staaten kennt: Diese Generation, die mittlerweile in vielen Redaktionen das Sagen hat, ist sich ihrer eingeschränkten Wahrnehmung gar nicht mehr bewusst. Sie denken vornehmlich in Freund-Feind-Kategorien und teilen die Welt am liebsten in Gut und Böse ein…. Während Interviews mit liberalen oder konservativen Politikern inquisitorischen Verhören gleichen, muss das grüne Spitzenpersonal kaum fürchten, dass sein moralischer Rigorismus mit praktischen Einwänden bloßgestellt wird.

Bild 8. Selbst die eindeutig antidemokratische Weltuntergangssekte Extinction Rebellion wird in der Berichterstattung oft hervorgehoben (Bild: Pete Linforth from Pixabay)

Mit anderen Worten: In unseren Redaktionen sitzen zunehmend Journalisten, die ihre Aufgabe nicht etwa darin sehen, die Bevölkerung neutral zu informieren. Sie verstehen sich vielmehr als „Aktivisten“ und fördern eine zunehmend gewaltbereite und undemokratische Ökoreligion. Deshalb verschaffen sie diesen Grüngardisten – von den naiven „Fridays for Future“-Jugendlichen über die radikalen „Ende Gelände“-Aktivisten bis zu den terrornahen „Extinction Rebellion“-Anhängern – ein Maximum an medialer Aufmerksamkeit.




Wer keine Argumente hat, lüge fabuliere einfach, dass die Argumente des „Leugners“ falsch sind. Das „Belegen“ der richtigen Gesinnung gelingt damit immer

Gift und Galle, wer nicht unserer Meinung ist

LOBBYPEDIA: [1] Die Bundesinitiative Vernunftkraft e. V. (Vernunftkraft) ist ein Dachverband von Anti-Windkraft-Initiativen und ihren Landesverbänden, der sich für die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und den Stopp des Ausbaus von Windkraft und Photovoltaik einsetzt. Dagegen sollen Kohle- und Kernkraftwerke weiter genutzt werden. Die Argumentationsmuster der Vernunftkraft-Repräsentanten stimmen weitgehend mit denen überein, die von Leugnern des menschengemachten Klimawandels (Klimaleugner) und deren Organisationen vertreten werden …

Dass LOBBYPEDIA Recht hat, ist gut belegt …

LOBBYPEDIA: [1] Zentrale These steht im Widerspruch zu Erkenntnissen des Bundesumweltamtes
Vernunftkraft behauptet, dass der Ausbau der Windkraft keinen messbaren Einfluss auf das Klima hat.
[29]
Dagegen stellt das Bundesumweltamt in einer Studie vom Mai 2019 fest: „Da die Nutzung der Windenergie an Land…aufgrund des hohen Treibhausgasminderungspotenzials, niedriger Stromgestehungskosten und geringer Flächeninanspruchnahme eine der tragenden Säulen der Energiewende darstellt, ist ein stetiger Zubau installierter Kapazität auch im Hinblick auf die zu erreichenden Klimaschutzziele dringend geboten“.
[30] … Auch in der Studie „Wege in eine ressourcenschonende Treibhausneutralität“ vom November 2019 kommt das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau erneuerbarer Energien aus Klimaschutzperspektive unabdingbar ist.[31]
Der sich abzeichnende Flächenengpass zur tatsächlich nutzbaren Fläche für die Windenergie an Land sei schnell durch höhere Ausweisungsziele in den Ländern und Regionen zu beheben, um die Erreichung der Klimaschutzziele mittelfristig zu gewährleisten.

… nur nachsehen darf man die „Belege“ nicht

Was behauptet der Verein „Vernunftkraft“, das LOBBYPEDIA so in Rage bringt?
Das Zitat (29) führt zu der folgenden Darstellung: Vernunftkraft: Mission Statement – Unser Antrieb (Bild 1)

Bild 1 [3] (29) Die laut LOBBYPEDIA vom Verein Vernunftkraft getätigten, Klimawandel-Leugner-Aussagen

Dazu textet LOBBYPEDIA: … steht im Widerspruch zu Erkenntnissen des Bundesumweltamtes. Vernunftkraft behauptet, dass der Ausbau der Windkraft keinen messbaren Einfluss auf das Klima hat …
Als Beleg ist dazu angegeben:
LOBBYPEDIA: … Dagegen stellt das Bundesumweltamt in einer Studie vom Mai 2019 fest: „Da die Nutzung der Windenergie an Land…aufgrund des hohen Treibhausgasminderungspotenzials, niedriger Stromgestehungskosten und geringer Flächeninanspruchnahme eine der tragenden Säulen der Energiewende darstellt, ist ein stetiger Zubau installierter Kapazität auch im Hinblick auf die zu erreichenden Klimaschutzziele dringend geboten“.[30] … Auch in der Studie „Wege in eine ressourcenschonende Treibhausneutralität“ vom November 2019 kommt das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau erneuerbarer Energien aus Klimaschutzperspektive unabdingbar ist.[31]

Wer so wie LOBBYPEDIA hier „mit Steinen wirft“, hat seine Argumentation sicher hieb- und stichfest abgesichert. Denn schließlich ist die Hinterlegung öffentlich. Ob es so ist, wollen wir deshalb nachsehen.

In der Darstellung von LOBBYPEDIA selbst wird allerdings nicht „belegt“, oder gar argumentiert, sondern weiter auf Information des Umweltbundesamtes verwiesen.

Also ist man genötigt, darin die „sichere Belegführung“ zu suchen:
Im ersten „Belegdokument“ (30) steht allerdings überhaupt nichts zur Klimawandel-Belegführung. Es ist eine typische Darstellung nicht mehr zu diskutierender (angeordneter) Notwendigkeit und Segen der Ökoenergie, welche jedem Öko-Lobbyverein zur Ehre reichen würde.
Über den von LOBBYPEDIA zitierten Fehler „Vernunftkraft behauptet, dass der Ausbau der Windkraft keinen messbaren Einfluss auf das Klima hat“, findet sich im gesamten UBA-Dokument nicht die Spur einer Spur an Information. Gelistet sind lediglich überall zu lesende Gemeinplätze. Dabei (für ein Bundesamt) eher perfide (aber dem darin „erlaubtem“ Niveau wohl angemessen): Die Ergebnisse einer Meinungsbefragung werden wie eine wissenschaftliche Aussage „verkauft“:
Link (30), Umweltbundesamt: Hintergrund: [2] Die Notwendigkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien wird von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung anerkannt. Nach einer Umfrage vom Juli 2017 halten 95 % der Deutschen eine stärkere Nutzung und Ausbau regenerativer Energieträger für wichtig bis außerordentlich wichtig.
…. Da die Nutzung der Windenergie an Land jedoch aufgrund des hohen Treibhausgasminderungspotenzials, niedriger Stromgestehungskosten und geringer Flächeninanspruchnahme eine der tragenden Säulen der Energiewende darstellt, ist ein stetiger Zubau installierter Kapazität auch im Hinblick auf die zu erreichenden Klimaschutzziele dringend geboten.
… Die Windenergiebranche zählt deutschlandweit über 160.000 direkt und indirekt Beschäftigte und trägt somit unmittelbar zu unserer wirtschaftlichen Entwicklung bei [47]. Die Stromgestehungskosten moderner WEA liegen heute bereits auf dem gleichen Niveau wie jene neuer Braunkohlekraftwerke, an guten Standorten sogar darunter. Unter Berücksichtigung der hohen Umweltkosten der Braunkohleverstromung verstärkt sich dieser Effekt um ein Vielfaches. Zudem steigert der inländische Ausbau der Windenergienutzung die Unabhängigkeit von ausländischen Energieimporten sowie von endlichen fossilen Rohstoffen.
Das wichtigste Argument für einen entschiedenen Ausbau der Windenergie bleibt jedoch der Klimawandel, der eine reale Bedrohung unserer Lebensgrundlagen darstellt.
Vor diesem Hintergrund ist eine Umstellung der Energiewirtschaft auf treibhausgasarme, regenerative Energieträger unumgänglich. Die Windenergie kann und muss hier einen noch stärkeren Beitrag leisten …

Im zweiten, angeführten Link zum UBA kommt wieder ein Dokument. Dieses unterscheidet sich in der Machart und Tendenz unwesentlich vom Ersten: Keine Hintergrundinformation, nur einleitende Schlagwörter um die folgende Öko-Lobbydarstellung zu „rechtfertigen“.

Und damit lässt auch dazu vermerken: Über den von LOBBYPEDIA zitierten Fehler „Vernunftkraft behauptet, dass der Ausbau der Windkraft keinen messbaren Einfluss auf das Klima hat“, findet sich auch in diesem UBA-Dokument nicht die Spur einer Spur an konkreter Information.
Eine solche kann natürlich in irgendeinem der darin wiederum zitierten Unterdokumente zu finden sein. Von einer Behörde mit ca. 1500 gut bezahlten „Fachpersonen“ darf man jedoch erwarten, in „Argumentationspapieren“ den Lesern wenigstens wichtigstes Hintergrundwissen etwas aufzubereiten.
Dieses „aufbereitete Hintergrundwissen“ beschränkt sich allerdings auf die sinngemäße Information:
Deutschland hat einen Vertrag unterschrieben, in dem steht: CO2 = Klimagift und muss ohne Rücksicht auf Kosten oder einen Restverstand verhindert werden. (Niemand außer) Deutschland nimmt seine Unterschrift sehr ernst und wird als Vorbild für die Welt sich lieber zerstören, als diese (für die Unterzeichnerstaaten unverbindliche) Vereinbarung in Frage zu stellen. In Frage stellt Deutschland dazu, ob die Demokratie als Staatsform bleiben sollte, sofern die sich nur aufgrund selbst erklärter Not auferlegte CO2-Reduktion nicht wie angeordnet umgesetzt werden kann …
Link (31), Umweltbundesamt November 2019: [5]Wege in eine ressourcenschonende Treibhausgasneutralität
Die globalen Treibhausgasemissionen steigen trotz wachsender Klimaschutzmaßnahmen weiter an …Hiermit einhergehend sind bereits vier von neun planetaren Belastungsgrenzen überschritten (zum Klimawandel …. Schnelles Handeln ist erforderlich, um zu vermeiden, dass wir an einen Punkt kommen, an dem wir uns unserer natürlichen Grundlagen berauben. Um dem entgegen zu treten, ist eine grundlegende Transformation im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dringend erforderlich. Dabei sind alle Bereiche des Handelns und Wirtschaftens betroffen.
… Vor diesem Handlungsdruck und angesichts der offenkundigen Wechselwirkungen zwischen Klima- und Ressourcenschutz werden in der RESCUE-Studie sechs verschiedene Szenarien zur Beschreibung der Lösungs- und Handlungsspielräume für den Weg in eine ressourcenschonende Treibhausgasneutralität in Deutschland betrachtet …

Doch nachrechnen kann man es

Bis jetzt ist die von LOBBYPEDIA zitierte Meldung „Vernunftkraft behauptet, dass der Ausbau der Windkraft keinen messbaren Einfluss auf das Klima hat“,
immer noch nicht „belegt“. LOBBYPEDIA hat erkennbar auch kein Interesse daran, tiefer zu schürfen oder gar selbst den dazu erforderlichen, einfachen Dreisatz anzuwenden. Gift zu spucken ist ja viel einträglicher und leichter, bringt in der deutschen, politischen Landschaft mit Sicherheit auch mehr Ehre, als zuzugeben, wenn ein Kritiker Recht behält.

Der Autor macht es jedoch für sie und auch die vielen, hochbezahlten „Fachpersonen“ des UBA und schätzt ab, wie hoch der „messbare Einfluss“ der Windkraft auf das Klima sein könnte:

Was spart die Windkraft in Deutschland an CO2 ein? Das UBA gab für 2017 dazu an:
Umweltbundesamt, Climate Change 23/2018: [4] … (Daten für 2017) Von den erneuerbaren Energieträgern liefert die Windenergie den größten Beitrag zum Klimaschutz. Durch die Stromerzeugung aus Onshore-Windkraft wurden Treibhausgase in Höhe von ca. 59,64 Mio. t CO2-Äq …
Die Stromerzeugung der deutschen Offshore-Windparks vermied Treibhausgasemissionen in Höhe von ca. 11,9 Mio. t CO2-Äq …

Mit diesen Angaben lässt sich der Einfluss auf die Globaltemperatur grob abschätzen:

Bild 2 Abschätzung der globalen Temperaturminderung durch die Windkraft von Deutschland. Quelle: Autor

Die gesamte Windkraft von Deutschland hat (beim Ausbaustand von 2017) auf die Globaltemperatur im Jahr 2100 einen:
-Reduktionseinfluss von maximal: 0,0055 Grad,
-eher jedoch in der Größenordnung von maximal 0,00185 Grad (multipliziert mit dem zukünftigen Ausbau).

Eine sorgfältig geeichte Wetterstation bietet eine Absolutgenauigkeit von +-0,2 Grad, bei Differenzwerten sei es doppelt so genau, also +-0,1 Grad zu messender Unterschied.
Diese fiktive Genauigkeit gilt nicht für die Globaltemperatur (Behauptung des Autors), auch wenn Behörden und Personen des PIC diese teils auf zwei Stellen nach dem Komma ausweisen und ein Hundertstel Grad mit einer Toleranz von +-0,05 °C als „ausmessbare Globaltemperatur“-Differenz publizieren [7].

Aber sei es drum: Die durch deutsche Windkraft erzielbare, globale Temperaturverringerung ist beim besten Willen selbst als Differenz nicht einmal im Jahr 2100 entfernt messbar!

Und nun vergleiche man die beiden Aussagen

LOBBYPEDIA: „Vernunftkraft behauptet, dass der Ausbau der Windkraft keinen messbaren Einfluss auf das Klima hat“
Vernunftkraft:dass der Ausbau von Windkraft-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen … (durch) Klimaschutz gerechtfertigt wird, jedoch weder mit dem einen noch mit dem anderen wissenschaftlich begründet werden kann ... „
Selbstverständlich liegt „Vernunftkraft“ falsch: Zur Belegung braucht man keine Wissenschaft, es reicht einfacher Grundschul-Dreisatz aus.

Aber selbst solches Wissen ist erkennbar anstrengender, als einfach Gift und Galle zu spucken …

Jetzt fragt sich vielleicht mancher: Wieso schreibt so etwas eine solche Seite? Eine Information gibt den Hinweis:
[6] … Das vom Verein „LobbyControl e.V.“ betriebene Online-Lexikon „Lobbypedia“ nimmt die Mächtigen genau unter die Lupe: …. Nutzer können auf der Wiki-Plattform ihr Wissen zusammentragen und veröffentlichen, dieses wird nach Kategorien wie Branchen, Lobby-Phänomenen aber auch Akteuren und politischen Ereignissen geordnet und ermöglicht so die Recherche sowohl nach Sachgebieten, als auch nach Personen.
… Prinzipiell kann bei diesem Wiki jeder mitmachen, die Redaktion hat jedoch ein ausgefeiltes Regelsystem entwickelt, um die Qualität zu sichern. Einträge werden mit Quellen belegt und sind sachlich dargestellt …

Es ist also wohl ähnlich wie bei WIKIPEDIA: Jemand kann anonym sein „Wissen“ hinterlegen und damit seine Politik betreiben. Passt diese in das „Schema“, scheinen – wie bei Wikipedia – alle „Prüfmechanismen“ (sofern solche überhaupt vorliegen) zu versagen.

Quellen

[1] LOBBYPEDIA: Vernunftkraft

[2] (30) Umweltbundesamt: Hintergrund // Mai 2019 Technische Maßnahmen zur Minderung akzeptanzhemmender Faktoren der Windenergienutzung an Land

[3] (29) Vernunftkraft: Mission Statement – Unser Antrieb

[4] Umweltbundesamt, Climate Change 23/2018: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2017

[5] (31) Umweltbundesamt November 2019: Wege in eine ressourcenschonende Treibhausgasneutralität – RESCUE Kurzfassung

[6] GRIMME Institut: Grimme Online Award 2012 Lobbypedia

[7] SciLogs: Verwirrspiel um die absolute globale Mitteltemperatur




Anmerkungen zur Bestimmung der hemisphärischen solaren Einstrahlung auf „Mittelerde“

Wie kommt eigentlich die sogenannte „natürliche theoretische Globaltemperatur“ von -18°C auf „Mittelerde“ zustande?

Uli Weber

Exemplarisch wird oft wie folgt vorgegangen: Man viertelt einfach die die temperaturwirksame spezifische Strahlungsleistung der Sonne (Solarkonstante * (1-ALBEDO)/4) und setzt sie ohne Rücksicht auf Tag & Nacht und die geographische Breite in das Stefan-Boltzmann-Gesetz ein. Daraus ergibt sich dann ein „rechnerisches“ S-B-Temperaturäquivalent von -18°C.

Als Argument für diesen 24h-„Flacherde“-Ansatz wird typischerweise immer wieder angeführt, die Erde würde sich schließlich in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse drehen, Zitat:

Legen wir halt den Fokus auf die „es wird nur eine Hemisphäre bestrahlt“, A ist die Fläche der Erde, P ist die eingestrahlte Leistung (unter den von Herrn Weber gemachten Annahme, dass man die einfach über die Halbkugel mitteln kann), t ist die Zeit:

(A/2) * P * t = A * (P/2) * t

Es sollte wieder offensichtlich sein, dass das beides gleich ist. Es wird einfach nicht mehr Energie, wenn man den Fokus darauf legt, dass die Einstrahlung nur auf eine Halbkugel wirkt…

Anmerkung: Der freundliche Kommentator wird hiermit höflich aufgefordert, den Beweis für seine Behauptung von einer vorgeblich „von Herrn Weber gemachten Annahme, dass man die einfach über die Halbkugel mitteln kann“ anzutreten. Tatsächlich ist gegen einen argumentativen Gebrauch von Durchschnittswerten erst einmal nichts einzuwenden, weil dadurch die Unterschiede zwischen den jeweiligen Modellen ganz pauschal verdeutlicht werden. Aber konkrete Berechnungen mit Durchschnittswerten erlaubt ein T-hoch4-Gesetz nun mal nicht. Dazu sei vielmehr auf den EIKE-Artikel „Anmerkungen zur hemisphärischen Mittelwertbildung mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz“ verwiesen, der die wesentlichen Berechnungen aus einer Gesamtdarstellung meines hemisphärischen S-B-Ansatzes enthält.

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz ist nun mal keine mathematische Rechenanleitung, sondern eine physikalische Verknüpfung von spezifischer Strahlungsleistung und Temperatur:

Stefan-Boltzmann-Gesetz: S = * T4 mit S = P/A = Spezifische Strahlungsleistung
und = S-B-Konstante

Diese physikalische S-B-Beziehung wird sofort klar, wenn wir in der nachfolgenden Abbildung einmal vier unterschiedlich große Schwarzkörper gleicher Temperatur betrachten:

Abbildung: Zur Bedeutung der spezifischen Strahlungsleistung „S“ im Stefan-Boltzmann-Gesetz

Für einen beliebigen Schwarzen Körper mit einer Temperatur von +15°C gilt also immer:

Die SPEZIFISCHE Strahlungsleistung S@15°C dieses Körpers beträgt 390 W/m².

Aus dieser Abbildung wird unmittelbar deutlich, dass die unterschiedlichen Strahlungsleistungen „Pi“ und Flächen „Ai“ eindeutig zusammenhängen, weil sie für jeden Körper (1-4) eine augenblickliche spezifische Strahlungsleistung „S@15°C“ definieren, die wiederum über das Stefan-Boltzmann-Gesetz eindeutig mit der Momentantemperatur des jeweiligen Körpers von 15°C verknüpft ist. Allein die Temperatur (primär) bestimmt also die spezifische Strahlungsleistung (sekundär) eines Schwarzen Körpers nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz:

Stefan-Boltzmann-Gesetz: Temperatur (primär) => Spezifische Strahlungsleistung (sekundär)

Jede Berechnung einer Temperatur (sekundär) aus einer spezifischen Strahlungsleistung (primär) stellt aber eine Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes dar, welche nur zulässig ist, wenn alle Randbedingungen, des S-B-Gesetzes streng erfüllt sind. Da diese die aber nicht per se erfüllt werden, ist eine Inversion des S-B Gesetzes immer nur in physikalisch wohl definierten Fällen zulässig.

Stefan-Boltzmann-Inversion: Spezifische Strahlungsleistung (primär) => Temperatur (sekundär)

Also kann durch die Sonneneinstrahlung nur dort eine Temperatur erzeugt werden, wo die Sonne auch scheint. Genau deshalb fahren so viele Urlauber aus dem Norden in den sonnigen Süden, wo sie sich tagsüber – und nicht nachts – zum Anbräunen in die Sonne legen. Vielleicht vergleichen Sie einfach mal die Zeit, die Sie sich je nach Tageszeit und Ortslage ungeschützt der Sonnenstrahlung aussetzen können, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Sie werden feststellen, dass es sowohl eine Abhängigkeit von der Tageszeit als auch eine Abhängigkeit von der geographischen Breite gibt. Nur nachts können Sie keinen Sonnenbrand bekommen, es sei denn, der Timer in Ihrem Sonnenstudio ist defekt.

Die Einbeziehung unbestrahlter Flächen (Nachtseite der Erde) in eine S-B-Inversion gehört damit in das Reich der MINT-fernen Sagen und Märchen.

Jetzt wird auch ganz offensichtlich, dass die Gleichung aus dem oben zitierten Kommentar in Zusammenhang mit dem S-B-Gesetz keinerlei tieferen physikalischen Sinn ergibt, weil dort schon mal die spezifische Strahlungsleistung in [W/m²] fehlt. Die Formel „(A/2) * P * t = A * (P/2) * t“ verknüpft vielmehr eine Fläche „A“ in [m²] und eine Strahlungsleistung „P“ in [W] mit der Zeit „t“ in [s]. Damit ergeben sich auf beiden Seiten des Gleichheitszeichens gleiche Beträge für eine „Wärmemenge mal Fläche“ in [Joule mal Quadratmetern]. Und was das nun physikalisch mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz zu tun haben soll, weiß wohl nur der freundliche Kommentator. Aus unerfindlichen Gründen muss diese postphysikalische Gleichung dann als Beweis für eine „theoretische Globaltemperatur“ von (-18°C) herhalten. Aber immerhin kann man, analog zur obigen Schwarzkörper-Abbildung, aus dieser eigenartigen Formel jeweils rechts und links des Gleichheitszeichens eine spezifische Strahlungsleistung für die Taghemisphäre und die ganze Erde ableiten:

Hemisphäre: Fläche = (A/2) Strahlungsleistung = P Spezifische Strahlungsleistung = (2P/A)

Ganze Erde: Fläche = A Strahlungsleistung = (P/2) Spezifische Strahlungsleistung = (P/2A)

Und diesen höchst unterschiedlichen Durchschnittswerten steht nun wiederum die klimareligiöse Glaubensformel gegenüber, Zitat, „Es sollte wieder offensichtlich sein, dass das beides gleich ist“…

Wie wir gesehen haben, ist also lediglich die spezifische Strahlungsleistung „S“ über das Stefan-Boltzmann-Gesetz eindeutig mit der Temperatur „T“ eines Körpers verknüpft. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz kann also nicht als Begründung dafür herhalten, die Solarkonstante (S0=1.367 W/m²) einfach mal so eben über die gesamte Erdoberfläche und den 24h-Tag zu mitteln. Denn schließlich gibt es auf der Erde Tag und Nacht, deshalb also auf der einen – bestrahlten – Hälfte der Erde eine spezifische solare Strahlungsleistung, und auf der anderen Hälfte ist es dunkel. Man kann die eingestrahlte spezifische Strahlungsleistung auf der Tagseite auch nicht über den 24h-Tag als Wärmemenge „speichern“ und dann durch eine willkürliche Berechnung in eine spezifische „globale“ Strahlungsleistung zurückverwandeln. Das Dumme an einer solchen Durchschnittsberechnung über die Zeit ist nämlich, dass eine Wärmemenge in „Joule“ keinerlei „Erinnerung“ daran hat, auf wie vielen Sekunden mit welcher spezifischen Strahlungsleistung sie eigentlich beruht. Also könnte eine solche Wärmemenge auch sonst woher kommen:

0,1Sonnen(@136,7W/m²*(1-ALBEDO))*240h

= 1Sonne(@1.367W/m²*(1-ALBEDO))*24h

= 10Sonnen(@13.670W/m²*(1-ALBEDO))*2h24min

= 100Sonnen(@136.700W/m²*(1-ALBEDO))*14min24sec

Ein globaler Durchschnittswert für die solare Einstrahlung über 24 Stunden sagt also physikalisch gar nichts aus. Denn man kann aus einem „kochenden Suppentopf“ die ursächliche spezifische Strahlungsleistung nicht mehr physikalisch eineindeutig rekonstruieren. Aber selbstverständlich kennen die Vertreter von „Mittelerde“ die zugehörige terrestrische Ausgangssituation und berechnen daher aus dieser Wärmemenge ihre willkürlich passende „spezifische“ globale Strahlungsleistung. Eine solche Rückrechnung ist aber reine Mathematik, die gar kein physikalisch korrektes Temperaturäquivalent für das Stefan-Boltzmann-Gesetz liefern kann. Alle oben aufgeführten Beispiele für 0,1 bis 100 Sonnen liefern physikalisch gleichwertige Wärmemengen, sind aber über unterschiedliche Zeiträume durch unterschiedliche spezifische Strahlungsleistungen erzeugt worden. Und nur die originäre spezifische Strahlungsleistung der Sonne auf der Tagseite der Erde ergibt über das Stefan-Boltzmann-Gesetz ein physikalisch korrektes Temperaturäquivalent für eine individuelle Ortslage.

Wir müssen für eine solche 24-Stunden-Betrachtung also das örtliche Maximum der spezifischen solaren Strahlungsleistung auf der gesamten Erdoberfläche ermitteln, wie die nachfolgende Abbildung auf Grundlage einer Mollweide Projektion zeigt:

Abbildung: Die maximale breitenabhängige temperaturwirksame solare Strahlungsleistung (links) und das resultierende S-B-Temperaturäquivalent (rechts) über einen 24-Stunden-Tag im Äquinoktium für das „Mittelerde“-Modell:

Linke Skala: MAX (Si) @24h-Tag mit (Si = 1.367W/m²* (1-ALBEDO) * cos PHIi)

und (PHIi = örtlicher Zenitwinkel)

Rechte Skala: Maximales örtliches S-B-Temperazuräquivalent( SBTi) zu MAX (Si)

Mit farblich unterlegter Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Aus dieser Abbildung wird sofort deutlich, dass die maximale temperaturwirksame spezifische Strahlungsleistung der Sonne im Tagesverlauf bei gleicher geographischer Breite immer denselben Maximalwert und damit auch immer dasselbe maximale örtliche S-B-Temperauräquivalent ergibt. Im Tagesverlauf wird also zwischen 75 Grad N und S (mit jeweils 243 W/m²) und dem Äquator (mit 940 W/m²) die global gemittelte temperaturwirksame spezifische „Mittelerde“-Strahlungsleistung von 235 W/m² ( -18°C) weit übertroffen. Damit ist bewiesen, dass die täglich durch Sonneneinstrahlung überall auf der Erde zwischen 75°N und 75°S erzeugten Temperaturen keinerlei zusätzlichen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ benötigen, um die gemessenen Ortstemperatur zu erklären.

Im Gegenteil wird das maximale S-B-Temperaturäquivalent auf unserer Erde aufgrund von Konvektion und Verdunstung in der Realität niemals erreicht; umgekehrt wird aber der nächtliche Temperaturabfall durch Kondensation und Advektion abgemildert und erreicht niemals den Absoluten Nullpunkt. Letzteres gilt übrigens auch für das Strahlungsdefizit in mittleren und höheren Breiten der jeweiligen Winterhemisphäre, dazu nachfolgend ein Beispiel für Potsdam:

Abbildung: Jahresverlauf der Temperatur am Beispiel Potsdam:

Links: Treppenkurve: Maximale monatliche Bodentemperatur in Potsdam

Blau gestrichelt: Maximales jahreszeitliches S-B-Temperaturäquivalent

Rechts: Differenz zwischen der maximalen monatliche Bodentemperatur in Potsdam und dem maximalen örtlichen S-B-Temperaturäquivalent

Rote Kurve: Trendlinie für die Differenz (schwarze Zackenkurve) zwischen maximaler monatlicher Bodentemperatur und dem maximalen örtlichen S-B-Temperaturäquivalent in Potsdam

Rot schraffiert: Zufluss von Wärme im Winterhalbjahr

Blau schraffiert: Abfluss von Wärme im Sommerhalbjahr

Im Sommerhalbjahr fließt also Wärmeenergie in die globalen Wärmespeicher und im Winterhalbjahr wird die Ortstemperatur durch einen Wärmezufluss aus diesen Wärmespeichern gestützt. Und deshalb müssen Atmosphäre und Ozeane als „globale Wärmespeicher“ zwingend in die Bestimmung einer „natürlichen Temperatur“ unserer Erde einbezogen werden.

2 Scrutinizing the atmospheric greenhouse effect and its climatic impact, Natural Science 2011




Alle gute Nachrichten werden sie über alle Maßen deprimieren

Der englische Wissenschaftsjournalist Matt Ridley, Ph.D., schreibt im Spectator, dass die zweite Dekade des 21. Jahrhunderts die beste jemals für die Menschheit war, wenn es um den Lebensstandard geht, trotz einer angeblichen katastrophalen Erwärmung. Ridley weist darauf hin, dass zur Zeit seiner Geburt im Jahre 1958 60% der Weltbevölkerung in Armut lebte. Im Verlauf der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts fiel dieser Anteil erstmals unter 10%. Ridley schreibt weiter: „die globale Ungleichheit ist drastisch gesunken, weil Afrika und Asien ein stärkeres Wirtschaftswachstum verzeichnen als Europa und Nordamerika; die Kindersterblichkeit hat ein rekordniedriges Niveau erreicht; Hunger in großem Maßstab ist praktisch kein Thema mehr; Malaria, Kinderlähmung und Herzkrankheiten nehmen allesamt ab“.

Das sind alles gute Nachrichten, die auch sehr gut einer Veröffentlichung wert sind – würde man jedenfalls denken.

„Hinsichtlich unserer Nutzung des Planeten werden wir immer nachhaltiger“, fährt Ridley fort und erklärt, dass wir kontinuierlich immer weniger Rohstoffe und Ressourcen verbrauchen, um Güter zu produzieren und Dienstleistungen zu erbringen.

Historisch gibt es keine Korrelation zwischen dem Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre und der Temperatur der Erde, aber sämtliche Forschungen zeigen konsistent eine direkte Verbindung zwischen dem Wohlstand eines Landes und einer prosperierenden Bevölkerung.

Menschen in wohlhabenderen Gesellschaften sind allgemein gesünder und leben länger, weniger Kinder sterben früh, und die allgemeine Ungleichheit nimmt ab. Die Bevölkerung ist im Allgemeinen auch besser gebildet und besser in der Lage, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und auf diese zu reagieren als es in ärmeren Gesellschaften der Fall ist. Und der Eckpfeiler zunehmenden Wohlstands und abnehmender Armut und Not während des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die Erzeugung und der Verbrauch fossiler Treibstoffe.

Fossile Treibstoffe sind die Grundlage moderner Landwirtschaft. Sie treiben die Traktoren und Lastwagen an, die für den Ackerbau erforderlich sind. Und sie sind auch das Fundament moderner Medizin, durch welche die Kindersterblichkeit reduziert und die Lebensspannen verlängert wurden. Medikamente, Instrumente und Ausrüstung in der Medizin sind ohne fossile Treibstoffe nicht zu haben.

Krankenhäuser sind heute 24 Stunden am Tag an 7 Tagen der Woche in Betrieb. Sie können ohne Kohle, Erdgas und Öl nicht funktionieren. Andere Studien haben gezeigt, dass Todesfälle durch Extremwetter im Verlauf des vorigen Jahrhunderts mehr und mehr gesunken sind, während gleichzeitig der Verbrauch fossiler Treibstoffe zugenommen und sich das Klima etwas erwärmt hat.

44 Prozent der Weltbevölkerung lebten im Jahre 1981 in absoluter Armut. Dieser Anteil sank bis zum Jahr 2015 unter 10 Prozent. Außerdem hat den UN zufolge die Anzahl der Menschen, die permanent unter Hunger leiden, seit 1990 um 2 Milliarden abgenommen. Noch mehr fällt ins Gewicht, dass jetzt pro Person 17 Prozent mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen als vor 30 Jahren – und all das während einer Periode eines vermeintlich gefährlichen Klimawandels infolge menschlicher Kohlendioxid-Emissionen.

Anstatt der Jugend einzutrichtern, dass die Welt in 10, 12 oder 20 Jahren untergeht – man kann sich das von den Klimaalarmisten propagierte Verfallsdatum aussuchen – sollten wir das mit Fakten prall gefüllte Buch von Alex Epstein mit dem Titel The Moral Case for Fossil Fuels auf die Liste der schulischen Pflichtlektüre setzen. Epstein schreibt treffend:

Klima ist heutzutage nicht mehr die primäre Ursache für Todesfälle, und zwar zum großen Teil dank fossiler Treibstoffe … Nicht nur, dass wir das Große Ganze ignorieren, indem wir den Kampf gegen den Klimawandel zum Fixpunkt unserer Kultur machen, sondern wir „bekämpfen“ den Klimawandel mit eben der Waffe, welche eben dieses Klima dutzendfach weniger gefährlich gemacht hat. Die populäre Klimadiskussion ist rückwärts gerichtet. Dabei betrachtet man den Menschen als eine destruktive Kraft hinsichtlich der Klima-Lebensqualität; als jemanden, der das Klima gefährlich macht wegen des Verbrauchs fossiler Treibstoffe. Tatsächlich ist aber das genaue Gegenteil der Fall: wir machen ein sicheres Klima nicht gefährlich, sondern wir machen Klimagefahren immer sicherer.

Falls nur mehr Menschen dem Thema Klima mit einem offeneren Geist begegnen würden und ehrlich die vielfachen Belege untersuchen, welche zeigen, dass sich die Welt verbessert, könnte es weniger Proteste und mehr Fortschritt geben hinsichtlich wirklich wichtiger Ziele wie etwa dem Ende von Hunger, dem Kampf gegen Krankheiten und dem Vorantreiben von Freiheit.

H. Sterling Burnett, Ph.D. is a senior fellow on energy and the environment at The Heartland Institute, a nonpartisan, nonprofit research center headquartered in Arlington Heights, Illinois.

Link: https://spectator.org/misguided-youth-protesters-have-it-wrong-the-world-is-actually-getting-better-and-better/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

[Hinweis: Der Autor ist im Original an einigen Stellen sehr langatmig geworden. Diese Passagen sind etwas gekürzt übersetzt.]




Kongress-Komitee der Demokraten verlangt, dass Google „Klima-Falschin­formationen“ löscht

Der Brief des Kongresses steht hier. Die geforderten Schlüsselmaßnahmen sind Folgende:

Hören Sie auf, Klimaleugnung und Klima-Falschinformationen zu verbreiten, indem die entsprechenden Videos sofort aus dem Werbe-Algorithmus der Plattform entfernt werden.

Fügen Sie „Klima-Falschinformation“ der Liste grenzwertiger Inhalte hinzu

Hören Sie auf, mit Videos Geld zu verdienen, welche schädliche Falschinformationen und Lüge über Ursachen und Auswirkungen der Klimakrise verbreiten

Unternehmen Sie geeignete Schritte, die Millionen User aufzuklären, welche den Klima-Falschinformationen auf YouTube ausgesetzt waren.

Die Autoren dieses Briefes scheinen davon überzeugt zu sein, dass normale Menschen zu dumm sind, Dinge selbst herauszufinden. Sie glauben offenbar, dass die Wähler dazu gebracht werden müssen, eine akzeptable Wahl zu treffen – und zwar von Experten wie der Mehrheit der Demokraten im Komitee zur Klimakrise des US-Repräsentantenhauses.

Aktualisierung: Elizabeth Warren [eine US-Senatorin der Demokraten] hat soeben Tech-Unternehmen kriminalisiert und Strafen für dieselben angekündigt, wenn sie „Falschinformationen“ verbreiten, falls es das Ziel jener vermeintlichen Falschinformation ist, Wähler zu unterdrücken

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/29/democrat-congressional-committee-demands-google-bury-climate-misinformation/

Übersetzt von Chris Frey EIKE