Lösung von New York City für das Klima­wandel-Problem: Man schädige ,Otto Normalver­braucher‘, um keinen merklichen Nutzen davon zu haben

Als Untermauerung der Forderung nach einer Ausrufung des Notfalls führt das Dokument zunehmende Buschbrände, Dürren, Extremwetter und das Aussterben von bis zu einer Million Spezies an während der kommenden Jahrzehnte. Um derartige Schäden zu verhindern, findet sich in der Resolution viel vom Green New Deal und dem Pariser Klima-Abkommen einschließlich einer Reduktion von Treibhausgas-Emissionen auf Null, dem Ziel einer Versorgung durch 100% erneuerbare Energie sowie „Klimagerechtigkeit“ (was immer das sein soll). Das Dokument schließt mit der Forderung nach einer „sofortigen Notfall-Mobilisierung, um ein sichereres Klima wiederherzustellen“.

Falls es wirklich zu diesen schrecklichen Katastrophen kommen sollte und wir diese verhindern könnten, dann wären ernsthafte Maßnahmen sicher notwendig. Allerdings enthüllen weithin akzeptierte Daten – von anderen als den extremistischen Quellen wie dem WWF – unbequeme Tatsachen hinsichtlich der Behauptungen des Gremiums.

Im Gegensatz zu den Behauptungen in dem Dokument sinkt die Anzahl von Todesopfern durch Extremwetter schon seit Längerem signifikant, während der letzten über 80 Jahre beispielsweise um 98%. Todesfälle durch Hitze werden weit überkompensiert durch Todesfälle infolge Kälte. Das Verhältnis beträgt etwa 20 : 1, was bedeutet, dass Erwärmung Leben rettet. Der US-Drought Monitor zeigt, dass das von Dürren betroffene Gebiet in den USA auf einem historischen Tiefststand liegt, seit vor etwa zwanzig Jahren mit der Erfassung der relevanten Daten begonnen wurde. Die Vermutung des Aussterbens von einer Million Spezies müsste 25.000 bis 30.000 Aussterbefälle pro Jahr zeitigen. Allerdings hat die Aussterberate der IUCN Red List zufolge seit Anfang des 20. Jahrhunderts signifikant abgenommen und liegt seit etwa 1970 bei zwei pro Jahr.

Das über allem stehende Ziel der Resolution ist es, die Temperatur der Erde sinken zu lassen mittels Reduktion von Treibhausgasen, vor allem Kohlendioxid. Um die geforderten Reduktionen zu erreichen, müssen notwendigerweise die Energiekosten drastisch steigen, entweder durch ein Cap-and-Trade-System oder eine direkte Steuer auf Emissionen. Jedes dieser Verfahren würde steigende Kosten bedeuten für alle Bürger und Unternehmen ohne Unterschiede. Falls die Bürger von New York City ökonomisch verheerend wirkenden Kostensteigerungen ausgesetzt wären im Zusammenhang mit der geforderten Energie-Transformation – sollte man ihnen dann nicht erst einmal sagen, welche Auswirkungen derartige Reduktionen nebst deren Bepreisung auf die Temperatur haben würde?

Der MAGICC simulator (Model for the Assessment of Greenhouse-gas Induced Climate Change) wurde von Wissenschaftlern am National Center for Atmospheric Research und Finanzierung der U.S. Environmental Protection Agency (EPA) entwickelt. Das Modell versucht zu bestimmen, um wie viel ein Temperaturanstieg abgeschwächt werden könnte durch verschiedenartige Reduktionen von CO2-Emissionen weltweit. Diesem Modell zufolge würde eine Reduktion der CO2-Emissionen im gesamten Staat New York (unter Ansatz einer Klima-Sensitivität von 2,0) die Erwärmung bis zum Jahr 2050 um 0,002°F und bis zum Jahr 2100 um 0,006°F verringern.

Dieser extrem geringe – und unmessbare – Effekt sollte eine bedeutende Rolle spielen bei den Diskussionen darüber, ob man bedeutende Belastungen einer zukünftigen Kohlenstoff-Besteuerung durch die Führer jedweder Stadt wirklich umsetzen sollte. Wie viele Arbeitsplätze sind die Verhinderung einer Erwärmung um ein paar Tausendstel Grad wert?

Die Rechtfertigungen für diese Resolution und die vorgeschlagenen „Lösungen“ des Klimawandel-Problems basieren auf betrügerischen Annahmen, die Kosten und Vorschriften sind ökonomisch verheerend, und das Ergebnis ist eine Temperatur-Reduktion so gering, dass sie nicht unterscheidbar ist von Null. Kurz gesagt, die Resolution von New York City würde die Freiheiten seiner Bürger massiv einschränken und sie erheblich ärmer machen – und das für praktisch Null der vom Stadtrat angepeilten Auswirkungen.

Autor

Gregory Wrightstone is a geologist with more than 35 years of experience researching and studying various aspects of the Earth’s processes

Link: https://www.cfact.org/2019/07/13/new-yorks-climate-change-solution-harm-regular-people-for-no-noticeable-benefit/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Ähnlichkeiten mit entsprechenden Resolutionen bei uns sind natürlich rein zufällig!




Die Entdeckung einer UHI-Verzerrung im Klima-Netzwerk von China, in welchem Tmin und Tmax als Temperatur-Divergenz herangezogen werden

Diese Arbeit zeigt, dass ein erheblicher Anteil der globalen Erwärmung in China von 1940 bis heute auf das Phänomen der Verstädterung zurückgeht. Die Klimamodelle jedoch bringen diese gleiche Erwärmung fälschlich mit anthropogenen Antrieben [durch CO2-Emissionen] in Verbindung.

Abstract

Temperaturaufzeichnungen zeigen, dass es in China im Zeitraum 1950 bis 2010 um etwa 0,8°C wärmer geworden ist. Allerdings ist nach wie vor eine Debatte im Gange, ob diese Erwärmung teilweise dem Bias durch Verstädterung geschuldet ist. Tatsächlich können Homogenisierungs-Verfahren in dicht bevölkerten Provinzen dort ineffizient sein, wo es seit den 40-ger Jahren zu einer signifikanten Verstädterung gekommen war. Mit dieser Studie wollen wir frühere Forschungen zu diesem Thema vervollständigen, indem wir zeigen, dass ein alternatives Verfahren auf der Grundlage einer Analyse der Divergenz zwischen Tiefsttemperatur (Tmin) und Höchsttemperatur (Tmax) seit den 1940-ger Jahren sinnvoll sein könnte, um diese Frage zu klären, weil UHI-Effekte die Erwärmung nächtlicher Temperaturen mehr hervorheben als die Tagestemperaturen. Dann kann die in den Daten zutage tretende Signifikanz der Divergenz evaluiert werden im Vergleich zu den Prophezeiungen der CMIP5-Modelle. Vom Zeitraum 1945 bis 1954 sowie 2005 bis 2014 prophezeien diese Modelle im Mittel und in China, dass die Minimum-Temperatur um 0,19 ± 0.06 °C stärker steigen soll als die Maximum-Temperatur. Allerdings zeigen die realen Aufzeichnungen während dieser Zeiträume, dass sich die Minimum-Temperatur um 0,83 ± 0.15 °C mehr erwärmt hatte als die Maximum-Temperatur.

Eine ähnliche Analyse zeigt, dass der Effekt in den kälteren Monaten von November bis April ausgeprägter ist als während der warmen Monate von April bis Oktober. Ein Vergleich mit den Aufzeichnungen bzgl. der Verstädterung in China zeigt, dass die sich durch einen großen Temperaturunterschied zwischen (Tmin) und (Tmax) auszeichnenden Regionen auch die am dichtesten besiedelten Regionen sind. Beispiel hierfür sind die Gebiete im Nordosten von China, in welchen es zu einer diffusen und raschen Verstädterung seit den 1940-ger Jahren gekommen war. Diese Ergebnisse sind signifikant und können das Vorhandensein eines substantiellen Verstädterungs-Bias‘ in den chinesischen Klimaaufzeichnungen sein, dem bislang nicht Rechnung getragen worden ist. Unter der Hypothese, dass Tmax eine bessere Maßzahl zur Untersuchung von Klimaänderungen ist als Tmean oder Tmin folgern wir, dass etwa 50% der Erwärmung in China seit den 1940-ger Jahren auf einen nicht korrigierten Verstädterungs-Bias zurückzuführen sein könnte. Außerdem fanden wir, dass die Aufzeichnungen der Maximum-Temperatur von Mai bis Oktober in China gleich warme Perioden in den 1940-ger und den 2000-er Jahren ergeben. Dies steht im Gegensatz zu den CMIP5-Modellen, welche prophezeit hatten, dass letzterer Zeitraum um etwa 1°C wärmer ausfallen sollte als ersterer Zeitraum.

Link zur gesamten Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S092181811930102X?via%3Dihub

Wichtiger Hinweis: Die Studie ist unter diesem Link 50 Tage lang frei herunter zu laden!




Déjà-vu – wie gehabt: Zirkulations­störungen 2018 – Zirkulations­störungen 2019!

Diese Ereignisse befeuerten ab Anfang 2019 auch die Friday-For-Future-Bewegung für drastische Klimaschutzmaßnahmen. Die FFF-Aktivisten (Greta & Co.) haben allerdings ein paar wesentliche Tatsachen übersehen. Erstens sind Klima und vor allem Wetter nicht-lineare, chaotische Systeme, deren natürliche Schwankungsbreite solche Extreme (leider!) zulässt. Und zweitens werden drastische, für uns alle sehr teure CO2-Einsparungen das Klima und die Natur insgesamt kaum dazu bewegen, sich künftig nach unseren Wünschen zu richten. Über die Zirkulationsschwankungen und deren mögliche Ursachen wurde hier bei EIKE schon mehrfach berichtet; diese Betrachtungen sollen unter Einbeziehung der bisherigen 2019er Ereignisse nochmals vertieft werden.

Der Witterungsverlauf seit Jahresbeginn 2018

Sehr mildem, niederschlagsreichem Westwetter im Januar 2018 (für mitteleuropäische Verhältnisse nicht ungewöhnlich) folgte ab Februar die Umstellung auf Ostwetter; diese gipfelte in zwei markanten Kältewellen Ende Februar/Anfang März und um den 17. März. Mit kurzen Unterbrechungen hielten diese Ostwetterlagen im April/Mai an und bewirkten mit dem steigenden Sonnenstand eine ungewöhnlich rasche Frühjahrs-Erwärmung bei großer Trockenheit; beide Monate waren die wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn (1881); der Mai 2018 wies mit 25 Tagen, an denen Ostwetter (nach HESS/BREZOWSKY) herrschte, die größte, je beobachtete Häufung dieses Großwettertyps in einem Mai auf. Trotz vieler, dem Charakter des „Schafskälte-Monats“ entsprechenden Nordlagen fiel auch der Juni zu warm und zu trocken aus, weil Hochdruckeinfluss überwog. Im trocken-heißen Juli herrschten Ost- und Südlagen sowie Hochdruckgebiete über Mitteleuropa vor; im August die in dieser Jahreszeit sehr warme Hochdruckbrücke über Mitteleuropa. Insgesamt zeichnete sich der viel zu trockene, sonnenscheinreiche Sommer 2018 durch zu wenige West- und Nordwestlagen aus. Im gebietsweise etwas feuchteren, aber sehr warmen September konnten sich neben den monatsüblichen Hochs über Mitteleuropa West- und Südlagen, anfangs auch noch Nordostlagen, behaupten. Nach windig-kühlem Start übernahmen im dürren, sonnigen Oktober erneut warme Süd- und Südostlagen sowie Zentralhochlagen die Herrschaft. Dank häufiger Süd-, Südost- und Südwestlagen hielt die sonnige, trockene Herbstwitterung noch bis Mitte November an. Der sehr milde Dezember weckte mit sehr häufigen, gebietsweise feuchten West- und Nordwestlagen große Hoffnungen auf ein Ende der Dürre und der Witterungsanomalien, zumal im Januar 2019 ergiebige Schneefälle im Alpenraum für Wassernachschub sorgten. Doch nur in Teilen West- und Süddeutschlands konnte die Trockenheit merklich gelindert werden; zumal der Februar 2019 bei Rückkehr der trockenen Zentralhochlagen viel zu mild und sonnig ausfiel. Zeitweise stürmisches, aber wieder nur in Westdeutschland regenreiches Westwetter zeichnete den März aus; leider kehrte der April zu den trockenen, warmen, niederschlagsarmen, vorübergehend winterlich kalten Ostlagen zurück. Der Mai überraschte bei häufigen nördlichen und nordöstlichen Lagen mit Kälte, Schneefällen bis ins Flachland (erstmals seit über 30 Jahren!), ehe ein extrem heißer, sonniger, dürrer, von Südlagen geprägter Juni folgte; der Temperaturanstieg vom Mai zum Juni war mit 8,8 K der größte seit Aufzeichnungsbeginn in dieser Zeit. Ab Anfang Juli ließ diese enorme Sommerhitze nach und machte vorübergehend kühlem, teils an den Herbst erinnerndem Wetter Platz; doch erst ab der Monatsmitte linderten großflächigere Niederschläge die Dürre etwas. Der Zeitraum 2018/19 war also keineswegs nur von zu warmer Witterung geprägt; die kalten Phasen (Feb./März 2018, Januar und Mai 2019 sowie Mitte Juli 2019) werden bei aller Klimahysterie gerne verschwiegen; markantestes Merkmal dieses Zeitraumes ist die Dominanz antizyklonaler, östlicher, zentraler, südlicher und nördlicher Großwetterlagen.

Wann endet das aktuelle Zeitalter der Südwestlagen, und warum ist diese Frage so wichtig?

Südwestlagen (SWA und SWZ nach der von HESS/BREZOWSKY erarbeiteten Klassifikation der Großwetterlagen) gehörten ursprünglich nicht zu den besonders häufigen Lagen im Jahresverlauf. Im Mittel 1881 bis 2018 traten sie an lediglich 19 Tagen im Jahr auf; doch ab der Mitte des 20. Jahrhunderts nahm ihre Häufigkeit merklich zu; neuerdings deutet sich ein (möglicher) Rückgang an; außerdem zeigt sich ein Gleichklang mit dem Verlauf der AMO (AMO = Atlantische Mehrzehnjährige Oszillation, ein Index für die gemittelten Meeresoberflächentemperaturen im zentralen Nordatlantik):

Abbildung 1: Seit 1881, dem Beginn der Erstellung halbwegs verlässlicher Wetterkarten, hat sich die Häufigkeit der in Deutschland stark erwärmend wirkenden Südwestlagen merklich erhöht. Außerdem erwärmte sich der Nordatlantik, wobei es eine schwächere Warmphase um 1900, eine stärkere um 1945 und eine aktuelle gibt. Die Kurvenverläufe der gleitenden Mittelwerte (fette Kurven) ähneln sich; wobei die AMO fast 20% der Häufigkeitsvariabilität der SW- Lagen erklärt. Fast alle Jahre ganz ohne SW- Lagen traten vor 1950 auf; danach war nur 1991 frei von SW- Lagen.

Mit 21 Tagen wies 2018 eine fast durchschnittliche; bei Betrachtung nur der letzten Jahrzehnte aber unterdurchschnittliche Häufung der SW-Lagen auf. SW-Lagen sind diejenigen Lagen im Jahresmittel, welche das Temperaturniveau Deutschlands am stärksten bestimmen:

Abbildung 2: Warme Jahre wie 1999 und 2014 sind tendenziell auch solche mit häufigen SW-Lagen; 2018 traf das zwar nicht zu, aber da erklärt sich die Wärme aus der ungewöhnlich hohen Sonnenscheindauer des Sommerhalbjahres.

Auch auf die Jahresniederschlagsmenge hat die Häufigkeit der SW-Lagen einen gewissen, wenngleich merklich schwächeren, positiven Einfluss. Weniger SW-Lagen könnten Niederschlagsarmut, wie 2018, begünstigen. Ob und wann jedoch das Ende der aktuellen AMO-Warmphase und damit auch der häufigen SW-Lagen schon begonnen hat, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Ungewöhnlich rascher Temperaturanstieg vom Mai zum Juni 2019 – warum?

Ähnlich wie im Frühling 2018, nur etwa 6 Wochen später, gab es einen markanten Temperaturanstieg 2019; hier am Beispiel der DWD-Station Erfurt-Weimar (Flughafen, ehemals Bindersleben) dargestellt:

Abb. 3: Rasche Erwärmung ist in unserem subkontinentalen Klima nicht selten; aber um fast 25 Grad in nur drei Wochen – das gibt es nur selten und erinnert sehr stark an die klimatischen Verhältnisse in Russland. Quelle: wetteronline.de, ergänzt von Stefan Kämpfe

Die Großwetterlagenhäufigkeiten wirken mit Ausnahme der fast stets erwärmenden Südwestlagen im Jahresverlauf sehr unterschiedlich auf das Temperaturverhalten. Für die Kälte im Mai und die große Hitze und Trockenheit ab Anfang Juni 2019 sind – anders als 2018, diesmal sehr verschiedene Wetterlagen verantwortlich – eine so genannte Ostwetterlage im Mai, die diesmal, anders als 2018, Kälte brachte, und eine Südlage Anfang Juni mit Heißluft aus Nordafrika. Zwei Wetterkartenbeispiele mögen das verdeutlichen:

Abb. 4a und 4b: Vom kalt-feuchten Mai in den Hochsommer in nur 3 Wochen. Obere Karte vom 16. Mai; zwar ähnliche Situation mit einem Hoch über dem Nordmeer und Fennoskandien wie im warmen Mai 2018; aber diese Großwetterlage kann im Spätfrühling eben manchmal auch noch Kälte bringen; unten die Südlage vom 5. Juni 2019 mit großer Hitze. Kartengrundlage Met-Office (UKMO), nachträglich ergänzte Ausschnitte.

Beeinflusst die Sonnenaktivität die Großwetterlagenhäufigkeiten?

Leider stehen für langfristige Analysen nur die beobachteten Anzahlen der Sonnenflecken zur Verfügung, welche die Sonnenaktivität nur sehr grob abbilden. Damit lassen sich die Schwankungen der Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen nur in wenigen Fällen signifikant erklären; zum Beispiel treten im Jahresmittel tendenziell mehr Großwetterlagen mit nördlichem Strömungsanteil in Phasen mit geringerer Sonnenaktivität auf:

Abbildung 5: Langfristig treten in Mitteleuropa tendenziell mehr nördliche Großwetterlagen auf, wenn die Sonnenfleckenanzahl geringer ist- so auch gegenwärtig. Aber nur im Frühling und Herbst sind fast alle diese Lagen zu kalt; im Winter sind sie bis auf die zu kalten HN- und NE- Lagen eher normal temperiert, NW eher zu mild, und im Sommer können die antizyklonalen Varianten, so wie auch 2018, mehr oder weniger deutlich zu warm ausfallen, das gilt besonders für HN-, HB- und NE- Lagen. Dass der Zusammenhang nur schwach ist, liegt an der geringen Aussagekraft der Sonnenfleckenanzahl für die wirkliche Sonnenaktivität.

Bis Ende Mai 2019 waren schon 54 Tage mit nördlichem Strömungsanteil zu verzeichnen – Vieles deutet, auch wegen der geringen Sonnenaktivität, auf ein an „Nordwetter“ reiches Jahr 2019 hin. Es lag nahe, die Sonnenaktivität seit Beginn der auffälligen Witterungsanomalien im zeitlichen Verhältnis zum Auftreten der gehäuften „Schönwetter-Perioden“ zu betrachten; das Ergebnis sieht so aus:

Abbildung 6: Zeitverzögert zu den Maxima der solaren Radiostrahlung häuften sich 2018 und 2019 warme Schönwetterperioden. Das kann Zufall gewesen sein – allerdings wurde in den Jahren 2003, 04, 06, 11 und 14 Ähnliches beobachtet.

Für die ungewöhnliche Häufung der Ostwetterlagen zwischen Februar und Juni 2018 und die Wetterkapriolen in der ersten Jahreshälfte 2019 gibt es eine weitere Erklärung, die ebenfalls mit der Sonnenaktivität verknüpft ist. Es ist der Zonalwind in der mittleren Troposphäre (Höhe der 500hPa- Druckfläche). Der Zonalwind ist der breitenkreisparallele Teil des Windvektors, meist in m/s angegeben, wobei positive Werte für West- und negative für Ostwind stehen. Die Werte sind seit 1948 monatsweise verfügbar und lassen wichtige Rückschlüsse auf die Intensität der in unseren Breiten dominierenden Westströmung zu; je höher positiv sie sind, desto intensiver ist die Westströmung. Auf den Westlagen-dominierten Januar 2018 traf das noch zu, doch seit Februar sind sie markant unterdurchschnittlich; im Mai waren sie gar negativ, was seit Aufzeichnungsbeginn nur noch 1980 beobachtet wurde; auch der damalige Mai wies überdurchschnittlich viele Ostwetterlagen auf. Doch während damals zum Sommer ein rascher Umschwung auf West mit deutlicher Geschwindigkeitszunahme erfolgte, blieben die Werte 2018 auch in den Folgemonaten unterdurchschnittlich. Auch 2019 war das Zonalwindmittel in der ersten Jahreshälfte unterdurchschnittlich, wenngleich weniger krass als 2018; doch der April 2019 mit seinen vielen Ostlagen wies gar ein negatives Mittel auf. Betrachtet man das Zonalwindmittel seit 1948 für den Zeitraum Februar bis Juni, den Monaten mit den stärksten Witterungsanomalien 2018/19, so zeigt sich eine recht gute Übereinstimmung mit dem Verlauf der Sonnenfleckenhäufigkeiten, bedingt auch mit der AMO:

Abbildung 7: Sonnenfleckenmittel (Index, dunkelgelb), Zonalwindmittel in m/s in der mittleren Troposphäre (rot) und AMO- Index (grün) für den Zeitraum Februar bis Juni 1948 bis 2019 am Gitterpunkt 50°N und 10°E, was etwa der Mitte Deutschlands entspricht.

In den letzten über dreißig Jahren nahm das Zonalwindmittel deutlich ab:

Abbildung 8: Seit über 30 Jahren wird der Zonalwind schwächer und erreichte in diesem Betrachtungszeitraum seinen niedrigsten Wert im Extremwetterjahr 2018.

Aufgrund der geringen Sonnenaktivität dürfte der Zonalwind in naher Zukunft tendenziell eher schwach bleiben, so dass weitere, markante Witterungsanomalien zu befürchten sind.

Hitze und Kälte: Sommerliche Kapriolen 2019

DIE GRÜNEN waren sich sicher: Der heißeste Juni mit 19,8°C im Deutschland-Mittel seit Aufzeichnungsbeginn – das muss die Klimakatastrophe sein! Doch genaueres Hinschauen offenbart etwas Anderes – erstens die höchste Sonnenscheindauer seit Aufzeichnungsbeginn, welche sich wohl kaum mit der steigenden CO2-Konzentration erklären lässt. Zweitens war der Juni im nahen Zentralengland mit kühlen 14,2°C nur temperaturnormal ausgefallen – sollte dort das CO2 etwa das Wärmen „vergessen“ haben? Und drittens gab es innerhalb von kaum 10 Tagen Richtung Mitte Juli in Deutschland einen Temperatursturz von fast 20 Grad – Hitze und Sonne pausierten ausgerechnet zur besten Ferienzeit vorübergehend:

Abbildung 9: Die Sonnenscheindauer, leider erst seit 1951 verfügbar, beeinflusst die Variabilität der Monatsmitteltemperaturen im Juni zu etwa 54%; das ist signifikant. Der wärmste Juni (2019) war auch der sonnigste, der zweitwärmste (2003) der zweit-sonnigste.

Abbildung 10: Seit 90 Jahren erwärmte sich zwar der Juni in Deutschland leicht – im nahen Zentralengland aber nicht.

Abbildung 11: In nur gut einer Woche vom heißesten Hochsommer in den Frühherbst – und das mitten in den Sommerferien. Quelle: wetteronline.de, ergänzt von Stefan Kämpfe

Ursache all dieser Kapriolen waren wieder einmal die ungewöhnlichen Zirkulationsverhältnisse – während im Juni ein stabiler Langwellentrog über dem äußersten Westen Europas den Britischen Inseln kühles Regenwetter brachte, floss auf der Trogvorderseite Heißluft aus Nordafrika nach Mitteleuropa. Mitte Juli dann zeitweise ein völlig anderes Bild: Tiefer Luftdruck über dem Baltikum brachte Mitteleuropa herbstlich-kühles Wetter; über Großbritannien sorgte hoher Luftdruck für angenehmes Sommerwetter:

Abbildungen 12a und 12b: Andere Zeiten – anderes Wetter: Oben eine heiße Südströmung am 14. Juni 2019, untere Abb. eine kalte Nordwestströmung über Mitteleuropa am 8. Juli 2019. Rote Farben stehen für hohes Geopotential, meist einhergehend mit Wärme in den unteren Luftschichten; gelb-grüne für niedriges Geopotential mit Kälte. Quelle beider Abbildungen: wetterzentrale de.

Kommen wir nochmals auf die enorme Juni-Hitze in Deutschland zurück. Neben Heißluft aus dem Süden war die hohe Sonnenscheindauer eine wesentliche Hauptursache. Diese nimmt aus mehreren Gründen seit Jahrzehnten in Deutschland zu. Erstens wegen der Sonnenaktivität selbst, zweitens wegen der Luftreinhaltemaßnahmen (weniger Staub-, kaum noch Schwefel-Emissionen) und drittens, weil die Verstädterung und Entwässerung großer Landschaftsteile die Feuchtigkeit liefernden, intakten Böden und die Vegetation verdrängt – es bilden sich weniger Wolken. Besonders ernst ist die Situation in Großstädten, an Industrie- und Verkehrsanlagen. Das verstädterte Frankfurt/Main stöhnte dann auch viel mehr unter der Juni-Hitze als das ländliche Gießen:

Abbildung 13: Mehr Verstädterung bringt viel mehr Sommerhitze: Das boomende Frankfurt/Main (blau) erwärmte sich im Juni viel schneller, als das ländliche Gießen.

Von Forderungen, endlich den Wärmeinseleffekt zu bekämpfen, war leider auf den FFF-Demos nichts zu hören – da fehlt offenbar das nötige Sach- und Faktenwissen.

Weitere mögliche Ursachen der bisherigen Witterungsanomalien 2018/19

Die Meeresoberflächentemperaturen beeinflussen die Zirkulationsverhältnisse über Europa in vielfältiger Weise; die AMO fand schon Erwähnung. In den vergangenen Monaten gab es häufiger Phasen mit unternormalen Wassertemperaturen im Nordatlantik, was Nordwetter fördern könnte; stellvertretend für einen längeren Zeitraum, sei hier die Situation von Mitte Mai 2019 gezeigt:

Abbildung 14: Ausschnitt der Anomalie-Karte der Meeresoberflächentemperaturen für Mitte Mai 2019 (Quelle: NOAA). Blau bedeutet, gemessen am Langjährigen Mittelwert 1971 bis 2000, zu kalte, gelb-rot zunehmend zu warme Wassertemperaturen. Eine solche Anomalieverteilung mit gebietsweise deutlich zu niedrigen Wassertemperaturen im Nordatlantik könnte die Westwind-Zirkulation zugunsten nördlicher und östlicher Lagen schwächen, weil sie das Temperaturgefälle zwischen Südwest und Nordost vermindert. Diese Situation hielt sich auch im Juni noch, aber im Juli dominierten dann wieder zu hohe Wassertemperaturen zwischen den USA und Großbritannien – und prompt kehrten ab 20. Juli die heißen Süd- und Südwestlagen zurück.

Als weitere Ursache kommt die QBO in Betracht. Die quasi-zweijährige Schwingung (kurz: QBO vom englischen „quasi-biennial oscillation“), auch quasi-biennale Oszillation, ist eine quasi-periodische atmosphärische Welle des zonalen Windes in der äquatorialen Stratosphäre der Erde. Näheres dazu hier. Die besonders stark ausgeprägte Ostwind- Phase der QBO 2018 könnte bis in tiefere Atmosphärenschichten gewirkt haben, für den frühzeitigen Zusammenbruch des Polarwirbels mitverantwortlich sein und die Zonalzirkulation in der mittleren Troposphäre geschwächt haben. Doch 2019 herrschten in der unteren Stratosphäre wieder Westwinde. Eindeutige, statistische Zusammenhänge zwischen QBO und den Wetterlagenhäufigkeiten fehlen jedoch; lediglich zur Häufigkeit der XX-Lagen zeigt sich eine schwache, negative Korrelation; in Negativphasen der QBO scheinen diese unbestimmten Wetterlagen häufiger aufzutreten, so, wie auch 2018 (folgende Grafik):

Abbildung 15: Die QBO ist der Zonalwind der Stratosphäre der Tropen; hier sind die Verhältnisse in der 40 hPa- Druckfläche dargestellt. Die Windstärke wird in 1/10 m/s angegeben. Weil die QBO verzögert wirken kann, sind hier die QBO- Mittelwerte des Monats Januar zu den Häufigkeiten der Wetterlagen mit unbestimmter Anströmrichtung (XX- Lagen) im Folgezeitraum Februar bis Juni in Relation gesetzt.

Und schließlich muss noch ein Blick auf die momentan geringe Ausdehnung des Arktis-Meereises geworfen werden. Dieses ist, entgegen den alarmistischen Prognosen mancher „Klimaforscher“ jedoch nicht im Sommer verschwunden und macht auch 2019 keine Anstalten, dies zu tun. Aber seine Ausdehnung beeinflusst die Stärke des Temperaturgefälles zwischen niederen und hohen Breiten und damit die Zirkulationsverhältnisse. Nennenswerte Zusammenhänge fanden sich in der ersten Jahreshälfte allerdings nur für den April:

Abbildung 16: Tendenziell gibt es in Aprilmonaten mit geringer Ausdehnung des Arktischen Meereises weniger meist kalte, höhenzyklonale Großwetterlagen nach der Objektiven Großwetterlagen-Klassifikation in Deutschland. Das könnte auch ein Grund für die vielen Schönwetterperioden der Aprilmonate 2018 und 2019 gewesen sein.

Etwas deutlichere Zusammenhänge zeigten sich für den Herbst, besonders hinsichtlich der Schwächung der Westlagen. Dies gilt sowohl für die Häufigkeit der Westwetterlagen nach der Objektiven, besonders aber für die der von HESS/BREZOWSKY verwendeten subjektiven Großwetterlagenklassifikation:

Abbildung 17: War die Arktische Meereis- Ausdehnung im Sommer gering, so wie auch 2018, dann gab es im Herbst tendenziell weniger Westwetterlagen (GWT West, bestehend aus WA, WZ, WS und WW nach der HESS/BREZOWSKY- Klassifikation).

Deutet sich also, wie schon 2018, erneut ein zu Extremwetter neigender, an Westlagen armer Herbst 2019 an? Für sichere Prognosen ist der gefundene Zusammenhang leider zu unsicher.

Zusammenfassung: Zwischen dem Spätwinter 2018 und dem Sommer 2019 kam es zu schweren, so nur selten auftretenden Zirkulationsstörungen über Europa. Diese äußerten sich in jähen Wechseln zwischen Kälte- und Hitzeperioden sowie langen Dürrephasen in Teilen Deutschlands, einhergehend mit einer stark überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer. Als Ursachen deuten sich die möglicherweise abklingende AMO-Warmphase, die Besonderheiten im Verhalten der Sonnenaktivität, Anomalien der Wassertemperaturverteilung im Nordatlantik und die geringe Ausdehnung des Arktischen Meereises an. Wie lange diese Zirkulationsstörungen noch anhalten, ist nicht sicher vorhersagbar; doch sind sie im Zuge der weiterhin geringen Sonnenaktivität in naher Zukunft wohl häufiger zu erwarten.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Klima-Alarmis­mus ist inzwischen eine echte ökono­mische Bedrohung der USA

Westeuropa ist bereits schwer geschädigt durch den Klima-Betrug und bekleidet längst nicht mehr die Führungsposition bzgl. Technologie und Ökonomie, die es früher lange Zeit hatte. Die USA wurden negativ beeinträchtigt durch all die Gelder, welche für ökonomisch verheerende Erneuerbare verschwendet werden, aber das gegenwärtige fiskalische Stimulans ist groß genug, dies zu verschleiern, außer in sehr blauen [= von den Demokraten beherrschten] US-Staaten wie Kalifornien. Dort sind die Energiepreise substantiell gestiegen, und so mancher Arbeiter zieht um in Gebiete mit billigerer Energie.

Hinsichtlich anderer Staaten – falls der Betrug immer weiter geht und sich noch weiter ausbreitet, werden die „alten“ entwickelten Länder die primären Verlierer sein, weil diese viel mehr Geld für viel mehr Energie viel geringerer Qualität ausgeben. Ein Vorschlag, der Green New Deal (GND), bedeutet die Verschwendung von etwa der Hälfte des US-BIP für diesen virtue signalling während der nächsten zehn Jahre. Das bedeutet, dass das BIP um die Hälfte sinken wird, ist doch virtue signalling der einzige vermeintliche Nutzen dieser Hälfte. Falls die USA beschließen, den GND zu implementieren, wie es die Demokraten wollen, wird man die Konsequenzen bald leidvoll spüren. Aber mindestens zwei große Länder wären die großen Gewinner, nämlich China und Indien, erweitern doch diese ihre schon jetzt große Anzahl von Kohlekraftwerken rapide, was sie auf der Grundlage ihres Status‘ als Entwicklungsland tun (wie China in dieser Gruppe gelangt ist, verstehe ich nicht). Ich glaube, dass jedes Land der Welt in der Lage sein sollte, die billigsten und nützlichsten Kraftwerke zu errichten, aber im Falle Indien ist das besonders überzeugend. China, Indien und andere unterentwickelte Länder müssen viel weniger für Energie ausgeben, was in der Folge ihre Produkte interessanter für immer mehr Kunden macht, weil die Produktion billiger ist und die Endpreise niedriger liegen.

Es ist daher ziemlich eindeutig, dass der Klima-Alarmismus China und Indien zu ökonomischen Vorteilen verhilft durch die in der entwickelten Welt hindurch geisternde radikale Dekarbonisierung. Nicht so eindeutig ist, ob die USA bzgl. des Paris-Abkommens weiterhin außen vor bleiben, falls Trump die Wahlen im nächsten Jahr verliert. Dies könnte zu einer verhängnisvollen Reduktion der ökonomischen Stärke der USA führen, besonders verglichen mit China. Die Energie-Unabhängigkeit der USA ist unter der Trump-Regierung erreicht worden, könnte aber rapide erodiert werden durch einen Präsident der Demokraten oder den Kongress, falls dieser ein Ende der Fracking-Technologie oder ein Verbot der Ölförderung auf öffentlichen Ländereien beschließt.

Die für die USA vorteilhafteste Energiepolitik ist jene der Trump-Regierung. Diese stimulierende Politik hat zur Energie-Unabhängigkeit der USA beigetragen. Jene von einigen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten kolportierte Energiepolitik könnte sich sehr gut ökonomisch katastrophal auswirken, indem die USA wirtschaftlich ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren infolge von Energiepreisen – hoch getrieben durch Dekarbonisierung und schlechte Energie-Zuverlässigkeit vieler Erneuerbaren. Mit der Verkündung des GND sind diese Aussichten eine reale Möglichkeit, falls die Demokraten die Wahlen 2020 gewinnen sollten.

[Originally Published at Carlin Economics and Science]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/climate-alarmism-is-now-a-real-economic-threat-to-the-us

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Kommentar des Übersetzers: Die unverhohlene Warnung vor einem Erfolg der Demokraten in den USA im nächsten Jahr scheint etwas dick aufgetragen. Zwischen seinen Worten tritt aber die Angst des Autors vor einer solchen Entwicklung hervor. Diese Angst wird von Vielen bei uns und auch vom Übersetzer geteilt, nur dass wir außer der AfD keine Alternative haben. – C. F.




Grün-Deutschland riskiert, dass ihm die Energie ausgeht

Das Land, der größte Strommarkt in der EU, verbietet Kernkraft ab dem Jahr 2022 wegen Sicherheitsbedenken nach dem Fukushima-Desaster. Außerdem sollen während der nächsten 19 Jahre alle Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Allein während der nächsten drei Jahre wird erwartet, dass die Kapazität konventioneller Energie um ein Fünftel sinkt, die damit kaum noch die Spitzennachfrage des Landes nach Energie decken kann. Es gibt Dissens darüber, ob es dann immer noch ausreichend zuverlässige Kapazität gibt, um die Möglichkeit von Stromausfällen auszuschließen. Diese würden industrielle Unternehmen schwer treffen.

Die Regierung in Berlin schreibt in einem Report in diesem Monat, dass die Lage sicher sei und Verknappungen durch bessere Energieeffizienz ausgeglichen werden können, ebenso wie durch stetig zunehmende Solar- und Windenergie nebst Stromimporten.

Andere sind da weniger zuversichtlich, darunter viele Stromerzeuger, Netzbetreiber, das produzierende Gewerbe und Analysten.

Katharina Reiche, Chefin des Verbandes kommunaler Unternehmen VKU e. V., von denen Viele mit der Schließung von Kraftwerken Profit-Einbußen hinnehmen müssten, sagte, dass die Strategie der Regierung riskant ist, weil nicht alle Szenarien einem Stress-Test unterzogen worden waren. Sie charakterisierte die Pläne als „Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz“.

Versorger und Netzbetreiber sagen, falls das Wetter über einen längeren Zeitraum ungünstig ist, könnte die Versorgung mit grüner Energie vernachlässigbar sein, während Speichermöglichkeiten in größerem Umfang nicht existent sind. Unabhängig von der Kapazität liegt auch das Netzwerk zur Leitung erneuerbaren Stromes aus Norddeutschland in den Süden des Landes um Jahre und um tausende von Kilometern hinter den Planungen zurück.

Stefan Kapferer, Leiter des BDEW, sagte, dass es riskant sei, sich auf Importe zu stützen. „Konventionelle Energie-Kapazität ist fast überall in Europa auf dem Rückzug, und immer mehr volatile Energie wird installiert“, sagte er Reuters.

Die Regierung wies derartige Bedenken zurück und sagte, dass die Wahrscheinlichkeit des Zusammenbruchs von Kraftwerken oder gleiche Wetterbedingungen im gesamten Kontinent gering seien.

Unabhängig von der Zuverlässigkeit wird Deutschland alles in allem jedoch immer mehr zu einem Energie-Importeur, was erhebliche Konsequenzen für den gesamten Kontinent hat, sind doch deren Energiemärkte alle den Regeln der EU-Marktverordnung unterworfen – welche derzeit noch dominiert werden durch Exporte aus Deutschland.

Die Verschiebung kommt zu einer Zeit, in der Kernkraftwerke in Frankreich, einem weiteren großen Exporteur in das übrige Europa, rasch altern – was bedeutet, dass es ebenfalls immer mehr von Importen abhängig wird.

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Übersetzt von Chris Frey EIKE