(Zer-)Störe den Glauben an den schlimmen Klimawandel nicht! Was hätte meine Partei denn sonst noch auf ihrer Agenda?

Experte*innen-Anhörung im Bayerischen Landtag zum Klimaschutz

Der Artikel von „kaltesonne“ zum Thema kam bereits: [3] Klimaanhörung im Bayerischen Landtag: SZ-Redakteurin Lisa Schnell muss dringend zum Optiker

Der Vorgang ist jedoch mehr als exemplarisch – und vor allem umfassend hinterlegt – für die als regelrechte Hetze zu bezeichnende „Behandlung“ jeglicher Kritik am Postulat des schlimmen Klimawandels durch Politik und Medien, dass dazu etwas nachgetragen wird.

Wie allgemein üblich, wenn man als vernachlässigte Partei zu Gehör kommen will, stellt man an das Parlament – hier dem Umweltausschuss des Bayerischen Landtags – Fragen:

Bild 1 Antrag der SPD Bayerischer Landtag 19.09.2019 Drucksache 18/3689

Diese begründet man:

Bild 2 Antrag der SPD Bayerischer Landtag 19.09.2019 Drucksache 18/3689. Auszug aus der Begründung

Die „Experten“ sollen auf keinen Fall nicht „erwünschte“ Information erzählen

Beim Durchlesen des SPD-Antrags fällt sofort auf, dass die geforderte Anhörung im Umweltausschuss niemals dazu gedacht war, Wissen zum Thema zu erlangen. Die Antragsteller „wissen“ bereits alles zum Thema und wollen ausschließlich eine Bestätigung bekommen, dass alles noch viel schlimmer wird und die (inzwischen ja bereits GRÜNE CSU) bei der Umsetzung „versagt“. Im Kern also eine rein parteipolitisch inszenierte Schaumschlägerei, um mediale Aufmerksamkeit zu erhalten.

Teilweise gelang diese Intention auch.
An Experten konnten genügend „Wissenschaftler“ eingeladen werden, welche mit Sicherheit die gewünschte Meinung vertreten:
– Professor Harald Lesch (ausgewiesener und vollkommen hemmungsloser Klimaalarmist [11] [12] [13])
– Dr. Petra Hutner (Leiterin Landesverband Erneuerbare Energien, damit eindeutige Profiteur der „Energiewende“)
– Professor Heiko Paeth (Lehrstuhlleiter Uni Würzburg, Klimaalarmist und Profiteur des Klimahypes, Forscht zu Klimamodellen)

– Professor Michale Sterner (Leiter Forschungsstelle Energienetze. Sein Institut gäbe es ohne die „Energiewende“ nicht, da es sich praktisch ausschließlich damit beschäftigt)

– Professorin Karel Pittel (Leiterin des ifo-Zentrums für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen. Ihr Zentrum gäbe es ohne den Klimahype nicht)

Wie kann es jemand trotzdem wagen, einen neutral Berichtenden einzuladen?

Doch die Leiterin des Umweltausschusses fühlte sich zur Ausgewogenheit und (noch) nicht bedingungslos der Politikideologie verpflichtet. Und war so mutig, diesen „Expertenfrieden“ zu stören und dem Antrag der AfD zuzustimmen, welcher mit Herrn Dr. Sebastian Lüning wenigstens einen neutralen Experten als Vortragenden einlud.

Die Wut der SPD, medial gelenkt über die SZ, war fürchterlich und an Gift, Galle, Unterstellungen und Arroganz kaum zu überbieten. :
SZ 12. Feb. 2020 (Auszug): [6] AfD benennt umstrittenen Fachmann für Klimawandel-Anhörung
… Nun hat die AfD für einen Termin im Umweltausschuss einen Experten ausgesucht, den der SPD-Abgeordnete Florian von Brunn für untragbar hält.
Es geht um das Thema Klimaschutz, und der Fachmann sei ein „Klimaleugner“, so Brunn.
Sebastian Lüning heißt der Mann, ein Geologe, ein „Klimaleugner“, wie Brunn sagt. Lüning ist Mitautor des Buches „Die kalte Sonne“, Untertitel: „Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“. Darin vertritt er die Meinung, dass der Klimawandel in erster Linie nicht menschengemacht sei, sondern durch die Sonneneinstrahlung entstehe …
Von Lüning gibt es zudem ein Video, in dem er einem Reporter der
Jungen Freiheit ein Interview gibt, die als „Sprachrohr der Neuen Rechten“ gilt. Darin behauptet er, dass es in der Wissenschaft keine klare Haltung dazu gebe, ob der CO₂-Ausstoß der Menschen Hauptgrund für den Klimawandel sei und wirft den Medien vor, „sehr, sehr selektiv“ zu berichten
… Für Brunn hat er sich damit als Experte disqualifiziert .. Lüning bewege sich auf „Fake-News-Niveau“, sagt Brunn, den Boden seriösen, wissenschaftlichen Argumentierens habe er „komplett verlassen“. Seine Aussagen stünden in klarem Widerspruch zu allen Erkenntnissen der Klimaforschung. Brunn nennt etwa die Behauptung, dass es in der Wissenschaft keine klare Antwort auf die Ursachen des Klimawandels gebe. Dass Lüning einem „bekannten rechtsnationalen Medium“ ein Interview gebe und seriöse Medien angreife, zeige seine politische Verortung bei der AfD.
Brunn vermutet, dass er Teil eines internationalen „Klimawandel-Leugner-Netzwerks“ sei, hinter dem nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Interessen stünden. Dafür würden Lünings Auftritte bei dem Verein „Eike“ sprechen, der den menschengemachten Klimawandel abstreitet und internationale Verbindungen zu ähnlichen Einrichtungen pflegt. Außerdem gibt Lüning auf seinem LinkedIn-Profil an, für eine portugiesische Gas- und Ölfirma zu arbeiten und davor für RWE und Shell tätig gewesen zu sein. „Der AfD geht es nicht um Expertise, sondern um Desinformation und Fake-News“, sagt Brunn.

Zum großen Glück für die Nachwelt (sonst wäre das Vorgehen der SPD-Fraktion nie Publik geworden), blieb die Ausschussvorsitzende gegen diesen Hass und offenen Unterstellungen standhaft und Herr Lüning durfte im Ausschuss vortragen.

Anmerkung: Die (GRÜNE) Ausschussvorsitzende hielt dem Druck auf Dauer nicht stand und entschuldigte sich gleich zu Beginn der Anhörung für ihr „Vergehen“: [7] Was dieser Mann für Thesen verbreitet, halte sie für „falsch, irreführend und wissenschaftlich unhaltbar“, sagt Steinberger …

Neben der Stellungnahme von Herrn Dr. Lüning [10] und dem etwas kurzen Eigen-Protokoll zur Ausschuss-Anhörung [3] gibt es auch ein offizielles Protokoll, in dem vom Inhalt der Stellungnahme und dem Vortrag allerdings wenig enthalten ist:
[8] Bayerischer Landtag: Klimaschutz – Bayern hat Vorbildfunktion
Dr. Stefan Lüning, Geologe und Autor, kritisierte, dass die Klimadebatten oft zu emotional sei sowie die „klimahistorische Kurzsichtigkeit“. „Vor allem die vergangenen 100 Jahre stehen im Fokus der Betrachtung, nicht aber die vergangenen Jahrtausende“, sagte er. Das Desinteresse natürliche Kälte- und Wärmephasen – wie die Mittelalterliche Wärmeperiode – mit einzubringen, könne er nicht nachvollziehen. Lüning brachte Argumente hervor, dass der Mensch nur zur Hälfte für den Klimawandel verantwortlich sei.

Abweichungen von der Doktrin sind nicht zu dulden, sondern zu eliminieren

Bis auf den einen „Ausreißer“ ist bei der Anhörung somit herzlich wenig „passiert“. Man könnte somit denken, nach einer gewissen Zeit kommt auch eine SPD-Fraktion zu wenigstens etwas Besinnung.
Leider vollständige Fehlanzeige. Nun ging es erst richtig los. Wieder wurde über die SZ ein Artikel der bekannten Art publiziert. Diesen sollte man sich unbedingt im Original durchlesen. Dass es die SZ-Redaktion einer Redakteurin erlaubt, wiederholend so viel Unsinn, Gift und Galle zu schreiben, ist wirklich bemerkenswert.

SZ 13. Feb. 2020: [7] Reden über den Klimawandel
Im Umweltausschuss berichten Experten über ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse – dabei schert einer aus
… Am Donnerstag sitzt Lüning in einer Reihe mit allen anderen Experten. Es ist so ziemlich die einzige Gemeinsamkeit, die er mit ihnen teilt. Der Klimawandel ist menschengemacht, er ist gefährlich und es muss so schnell wie möglich etwas gegen ihn unternommen werden. Da sind sich alle außer Lüning einig.
Seine Einwände zerlegen sie ihm Stück für Stück. Angefangen mit seiner Gutachtertätigkeit beim Weltklimarat (IPCC). Die könne jeder bekommen, der sich registriere, sagt Julia Pongratz, Geografie-Lehrstuhlinhaberin der LMU München. Lüning sagt, in der Klimageschichte habe es öfter Wärmeperioden gegeben, auch, als der Mensch noch keinen Einfluss nehmen konnte. „Uralt“, nennt Heiko Paeth, Klimaforscher von der Universität Würzburg, die Argumente: „Ich fühle mich gleich 20 Jahre jünger.“ Die früheren Wärmeperioden seien von Meteoriteneinschlägen und Vulkanen ausgelöst worden, die heutige durch den Menschen. Ein Konsens, dem hundert Prozent der Wissenschaftler des IPCC zustimmten.
… Ändere sich nichts, werde die Temperatur in Bayern bis 2100 um fünf Grad steigen … Die Tiefsttemperaturen in Würzburg würden dreißig Grad nicht unterschreiten. Tropennächte, in denen es mindestens zwanzig Grad hat, würden um die Hälfte steigen – mit tödlichen Folgen. „Wir haben Zehntausende Hitzetote zu erwarten“, sagt Michael Sterner, Professor der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg …
(M. Sterner) … Zusammen mit Petra Hutner vom Verband Windenergie ist er dafür, den Klimaschutz über Denkmal- und Artenschutz zu stellen.

Was sagt die CSU dazu?

Auch die CSU hat ihr früher teilweise eigenständiges Denken zwischenzeitlich „abgeschaltet“. Schon die Überschrift ihrer Information sagt alles:
CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag CSU 19.02.2020: [4] Klimaschutz – Bayern muss handeln
Der Klimawandel ist eine große globale Herausforderung, die nicht an Landesgrenzen Halt macht. Der Klimawandel ist längst in Bayern angekommen – er ist spür- und messbar …
In der Anhörung im Bayerischen Landtag am 13. Februar zum Thema „Klimaschutz – Bayern muss handeln“ bestätigen die geladenen Experten, dass auch Bayern von den unvermeidbaren Veränderungen des Klimawandels nicht verschont bleiben wird. Uns erwarten zukünftig mehr Extremwetterereignisse, nassere Winter und trockenere Sommer. Die Folgen dieser Entwicklungen zeigen sich auch in den Kommunen in Bayern und wirken sich auf das Leben der Menschen aus.
… Die Bayerische Staatsregierung setzt sich mit dem Bayerischen Klimaschutzgesetz klare Klimaziele. Bis spätestens 2050 soll Bayern klimaneutral sein. Angestrebt wird aber: Klimaneutralität 2040 plus. Der Staat geht dabei mit seiner Vorbildfunktion voran … Bayern steht zu seiner Klimaverantwortung …

Von der auf ihrer eigenen Homepage geforderten Intelligenz ist nichts zu sehen: [4] „… brauchen wir eine intelligente Klimapolitik …“

Die SPD (Florian von Brunn)

Dieser SPD-Landtagsabgeordnete kann seine „Niederlage“ nicht verwinden. Schließlich bräche mit dem Akzeptieren eines Diskussionsbedarfes über die Klimahysterie seine sich sorgfältig aufgebaute „Welt“ zusammen:
WIKIPEDIA: Studium: Philosophie und später Neuere und Neueste Geschichte, mit den Nebenfächern Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Volkswirtschaft
Florian von Brunn ist Mitglied folgender Organisationen: NaturFreunde, Bund Naturschutz, Deutscher Alpenverein, ADFC, Fahrgastverband Pro Bahn e.V., Landesbund für Vogelschutz, Mountain Wilderness e.V., Gewerkschaft ver.di, … Green City e.V.

Seine Homepage zeigt zur Debatte des Ausschusses im Bayerischen Landtag die folgende Hinterlegung (Auszüge):
[2] SPD Bayern: Florian von Brunn Mitglied des Bayerischen Landtags 13. Februar 2020: Anhörung zu Klimaschutz im Umweltausschuss: SPD fordert Klimawende von der Staatsregierung
Nach der heutigen von der SPD initiierten Expertenanhörung zum Klimaschutz im Umweltausschuss fühlt sich der SPD-Umweltexperte Florian von Brunn von den Expertinnen und Experten bestätigt.
„Die dramatischen Gefahren des Klimawandels auch für Bayern sind heute sehr deutlich geworden“, so von Brunn.
„Beim Verfehlen der Pariser Klimaziele drohen massive Dürresommer – neben Flutkatastrophen wie etwa in Simbach.
Die deutliche Zunahme von Tropennächten, in denen die Temperatur immer noch um 30 Grad Celsius liegt, ist für ältere und kranke Menschen lebensgefährlich.“ …
Von Brunn kritisiert, dass das von der Staatsregierung angekündigte Klimaschutzgesetz weit hinter den Erwartungen zurückbleibe: „Die CO2-Reduzierungsziele sind viel zu gering …

Zufügung

Auf seiner Homepage listet Herr v. Brunn explizit auch die Flutkatastrophe von Simbach als ein Ereignis des Klimawandels. Dabei ist bekannt und belegt, dass genau diese große Katastrophe (wie das damals fast parallele von Braunsbach) als Ursache ganz einfach eklatantes Behördenversagen war.

Nur wollte der Bayerische Landtag auch schon bei der damaligen Expertenanhörung genau dies nicht feststellen (lassen). Wie beim Klimawandel inzwischen Methode, fand sich zur „Belegung“ auch problemlos ein williger „Wissenschaftler“, der sich nicht zu schade war, das, was man einfach und deutlich vor Ort sehen kann, im Studierzimmer durch statistische Tricks mittels falscher Annahmen als ein rein statistisch-klimatisches Phänomen zu „beweisen“.

Wenn in Deutschland ein leibhaftiger Professor etwas „belegt“, ist klar, dass Abgeordnete niemals zu der Vermutung kommen dürfen können, es könnte daran etwas falsch sein. Selbst, wenn es sogar eine der klimaalarmistischten aller Zeitungen – die SZ – erkennt:
Süddeutsche Zeitung, 9. Juni 2016: Hochwasserkatastrophe Rohr löste offenbar Flutwelle in Simbach aus
… Die Ursache der tödlichen Flutkatastrophe in Simbach am Inn war offenbar ein verstopftes Rohr. Weil eine Unterführung des Simbachs durch Bäume und Sträucher verstopft war, hatte sich vor einem Straßendamm im Norden der Stadt ein gigantischer Stausee gebildet. Als dieser Damm brach, ergoss sich am Nachmittag des 1. Juni eine riesige Flutwelle über die Stadt.
EIKE 6. Juni 2016: Hintergründe der Unwetter in Süddeutschland. Vergleich von Braunsbach und Niederalfingen
EIKE 24.01.2017:
Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels
EIKE 06.07.2016 : Das Unwetter bei Simbach am Inn – Ein Nachtrag zur Debatte im Bayerischen Landtag

Fazit

(Nicht nur) dieser SPD-Politiker (und die CSU-Ministerin) belegen somit erneut: Wer von irgendeiner der etablierten Parteien (und der daran partizipierenden „Wissenschaft“ und Industrie) auch nur eine entfernte Spur zur neutralen Betrachtung des Klima-Alarmismus erwartet, wird konsequent enttäuscht.
Wie es die alte und auch jüngere Geschichte vormachte, wiederholt sich wieder: Setzte ein Problem in die Welt. Postuliere dafür eine ganz einfache Lösung und schaffe früh genug daraus ausreichende „Vorteile“ für die sogenannte „Intelligenz“: Die daran partizipierende Clique wird dann alles daran setzen, jegliche Diskussion daran mit allen Mitteln im Keim zu ersticken.

Mangelnde Bildung – wie es in Foren immer als Ursache beschrieben wird -, kann es nicht sein. Lesen können sogar unsere Abgeordneten (noch). Sie wollen diese Möglichkeit nur nicht nutzen. Denn dann würden sie erkennen, dass die Natur ganz andere Daten liefert, als es die Simulationen des PIK berechnen:
EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst
Und sogar die eigenen Fachstellen:
Bayerisches Landesamt für Umwelt KLIWA 2019: Starkniederschläge Entwicklungen in Vergangenheit und Zukunft – Kurzbericht –

Dieses ist nicht auf Bayern beschränkt. In anderen Bundesländern wird genau so vorgegangen:
EIKE 24. Februar 2020: Niedersachsens enormer Beitrag zur Weltrettung! Landtagsabgeordnete Niedersachsens diskutieren mit EIKE VP Michael Limburg über den Klimawandel und die Absicht den „Klimaschutz“ in (niedersächsische) Verfassung zu bringen
… und im Bund in Berlin ebenso.

Quellen

[1] Bayerischer Landtag 19.09.2019 Drucksache 18/3689: Antrag der Abgeordneten Florian von Brunn, Ruth Müller, Margit Wild, Annette Karl, Natascha Kohnen, Markus Rinderspacher, Florian Ritter, Martina Fehlner SPD

Expertenanhörung: Klimaschutz – Bayern muss handeln!

[2] SPD Bayern: Florian von Brunn Mitglied des Bayerischen Landtags 13. Februar 2020: Anhörung zu Klimaschutz im Umweltausschuss: SPD fordert Klimawende von der Staatsregierung

[3] kaltesonne 18. Februar 2020: Klimaanhörung im Bayerischen Landtag: SZ-Redakteurin Lisa Schnell muss dringend zum Optiker

[4] CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag CSU 19.02.2020: Klimaschutz – Bayern muss handeln

[5] EIKE 24.02.2020: Niedersachsens enormer Beitrag zur Weltrettung! Landtagsabgeordnete Niedersachsens diskutieren mit EIKE VP Michael Limburg über den Klimawandel und die Absicht den „Klimaschutz“ in (niedersächsische) Verfassung zu bringen

[6] SZ 12. Feb. 2020: AfD benennt umstrittenen Fachmann für Klimawandel-Anhörung

[7] SZ 13. Feb. 2020: Reden über den Klimawandel

[8] Bayerischer Landtag: Klimaschutz – Bayern hat Vorbildfunktion

[9] Der Tagesspiegel 08.11.2019: Frank-Walter Steinmeier im Interview „Wer für Gewalt nur einen Funken Verständnis aufbringt, macht sich mitschuldig“

[10] Dr. Sebastian Lüning, Stellungnahme zur Drucksache 18/3689 des Bayerischen Landtags: Expertenanhörung: Klimaschutz – Bayern muss handeln!

[11] EIKE 8. April 2019: Klimarettung mit Professor Lesch: Alle für das Klima täglich eine Stunde stillstehen

[12] EIKE 11. September 2018: Hopfenertrag 2018

[13] EIKE 01.01.2017: Harald Lesch trägt vor den GRÜNEN zum Klimawandel vor: Der Klimawandel ist kein Thema, das man ernsthaft bezweifeln kann




„Gratis Solarenergie“ – für nur 2 Dollar pro kWh

Das Crescent Dunes Solar Energy-Projekt

Einem Report im Las Vegas Review-Journal zufolge ist das Crescent Dunes Solar Energy Project (CDEP) stillgelegt und „eingemottet“ worden. Die Sonnenkollektoren (siehe Eingangsbild oben) überziehen rund 300 Acres [ca. 120 Hektar].

Eine Milliarde Dollar verschwendet

Der Bau des CDEP wurde im Jahre 2011 durch eine Kreditbürgschaft des US-Energieministeriums in Höhe von 735 Millionen Dollar gefördert. Wikipedia zufolge betrugen die Gesamt-Installationskosten fast 1 Milliarde Dollar. Im September 2015 ging es in Betrieb.

Während der folgenden Jahre bis Mai 2019 wurden insgesamt 420 Millionen kWh Strom erzeugt. Das war weniger als die Hälfte dessen, was als Ergebnis erwartet worden war.

Führen wir einmal eine Schnell-Berechnung durch:

Wie viel hat eine kWh Strom des CDEP wirklich gekostet?

Mit einem angenommenen Inflationsausgleich seit 2011 von etwa 15% wurde das Projekt mit etwa 840 Millionen Dollar seitens der Steuerzahler gefördert. Dividiert man diese Summe durch die Gesamt-Energieausbeute von 420 Millionen kWh, ergeben sich Kosten in Höhe von 2 Dollar für jede einzelne kWh. Darin sind noch nicht einmal die Betriebskosten enthalten.

Legt man die Gesamt-Konstruktionskosten plus die Betriebsausgaben auf den Preis um, kostete jeder erzeugte kWh größenordnungsmäßig 2,50 Dollar. Zum Vergleich: Strom aus fossilen Quellen (Kohle, Öl, Gas) ist nicht einmal ein Zehntel so teuer.

Trotz der hohen Kosten pro kWh würde das Projekt vermutlich noch „in vollem Umfang laufen“, falls nur die Energie verfügbar gewesen wäre, als sie gebraucht wurde, wie die Erbauer ebenfalls behauptet hatten. Natürlich war auch das betrügerisch, was am Ende den Ausschlag zur Stilllegung gab.

Nun kann man sich fragen, warum ähnliche Solarenergie-Projekte wie z. B. das Ivanpah solar power project in der südlicher gelegenen Mojave-Wüste in Kalifornien noch in Betrieb sind. Das ist natürlich eine gute Frage.

Aber die Antwort könnte für manch einen überraschend sein.

Das Ivanpah-System erzeugt etwa die Hälfte seiner „Solarenergie“–Ausbeute mit der Verbrennung von Erdgas, um die Flüssigkeit im zentralen Kollektor „vorzuheizen“. Das reduziert die wirklichen Erzeugungskosten auf bloße 1 Dollar oder so pro kWh.

Eindeutiges Fazit: Der Sonnenschein ist gratis, aber Solarenergie ist alles andere als billig und schon gar nicht gratis. Außerdem braucht jedwedes noch in Betrieb befindliche Solarkraftwerk 24 Stunden an 7 Tagen der Woche eine Standby-Energiequelle ebenso wie viel Treibstoff auf Kohlenstoffbasis, um den normalen Betrieb aufrecht zu erhalten.

Und jetzt zu den jüngsten Nachrichten bzgl. „Gratis-Energie“

Am 17. Februar 2020 schrieb Science Daily:

Neue grüne Technologie erzeugt Strom ,aus dünner Luft‘.

Stromtechniker und Mikrobiologen an der University of Massachusetts haben etwas kreiert, dass sie ,Luft-Gen‘ oder einen durch Luft angetriebenen Generator nennen. Wobei elektrisch leitfähige Protein-Nanoteilchen die Mikrobe Geobacter erschaffen. Das Luft-Gen verbindet Elektroden mit den Protein-Nanoteilchen auf eine Art und Weise, dass elektrische Ströme aus dem Wasserdampf erzeugt werden, der auf natürliche Weise in der Atmosphäre vorhanden ist.

Vermutlich soll das eine andere Quelle von „gratis“-Energie sein. Mehr noch, man braucht dafür überhaupt keinen Sonnenschein. Nur etwas Wasserdampf in der Luft und ein paar Nanopartikel am Boden.

Einer der Erfinder namens Derek Lovley wird mit den Worten zitiert: „Die neue, bei uns entwickelte Technologie ist nicht verschmutzend, erneuerbar und kostet wenig. Sie kann sogar in Gebieten Energie erzeugen, in denen die Feuchtigkeit extrem gering ist wie etwa in der Sahara. Sie hat bedeutende Vorteile gegenüber anderen Arten erneuerbarer Energie einschließlich Solar und Wind“.

Nun kann man fragen „wie viel besser kann es noch werden?“.

Für mich klingt das nach „gratis zum Quadrat“. Es erinnert mich auch an das Musical West Side Story mit seinem Song „Everything is free in America.”

Es sieht so aus, als ob das immer noch so ist – vermeintlich.

Link: https://www.iceagenow.info/free-solar-energy-for-only-2-per-kwh/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der Klima­wandel ist auf Spitz­bergen schuld an zwei deutschen Lawinen­toten…

Eisbären sind ein Problem; Lawinen sind ein Problem; Massen an Touristen tummeln sich. Wenn dann etwas passiert, weiß man zum Glück die Ursache

Die Zeitung für konsequente Desinformation zum Klima [2] ließ es sich nicht nehmen, den Tod zweier Deutscher Touristen für ihre Agitation zu missbrauchen.

Im Artikel zu diesem Ereignis wird zwar erwähnt, dass sich in dieser nicht wirklich für Touristen geeigneten Gegend inzwischen Massen davon tummeln, die „wirkliche“ Ursache des Unglücks aber penetrant dem Klimawandel untergeschoben:
Süddeutsche Zeitung: [1] Zwei Deutsche sterben durch Lawine
Zwei Deutsche sind bei einem Lawinenabgang auf der Insel Svalbard auf Spitzbergen umgekommen …
.. In der Gegend boomt der Arktis-Tourismus, obwohl der Klimawandel vermehrt zu Lawinenabgängen führt.
.. Es gibt jedoch keinen Hinweis, dass der Veranstalter fahrlässig gehandelt hat.

Zuerst kommt ein Hinweis, dass die angeblich durch den Klimawandel bestimmt bald aussterbenden Eisbären durch Überpopulation (nicht nur) auf Spitzbergen mittlerweile zur Plage geworden sind:
… Die Touristen, die immer zahlreicher nach Spitzbergen kommen, werden vor allem vor den Eisbären gewarnt, die sich in Ausnahmefällen sogar bis in die kleine Hauptstadt Longyearbyen vorwagen.
Doch dann kommt die wichtige „Information“:
Die Einwohner von Longyearbyen aber mussten in den vergangenen Jahren schmerzlich erfahren, dass in Zeiten steigender Temperaturen Lawinen eine mindestens so tödliche Gefahr darstellen.
Am Donnerstag nun sind zwei deutsche Touristen beim Abgang einer Lawine auf Spitzbergen ums Leben gekommen. Das Unglück geschah während einer Schneemobil-Tour auf dem Fridbjofbreen-Gletscher in der Nähe der russischen Siedlung Barentsburg.

Auf die Idee, dass viele Touristen auch viel Gefahrenmenge beinhalten, muss der Leser selbst kommen. Das steht zwar im Artikel, soll darin aber eben nicht als die naheliegende Hauptursache gesagt werden:
SZ: … Der Tourismus auf Svalbard hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und verdrängt dort den Bergbau als wichtigsten Wirtschaftszweig. 2018 zählte Svalbard 70 000 Touristen, viele kommen auf Kreuzfahrtschiffen …
Bürgermeister Arild Olsen nennt Longyearbyen auch deshalb eine „Boomtown“ …
Denn schließlich geht es der SZ um die wichtige Agenda:
SZ: … Gleichzeitig ist Svalbard nicht nur ein Hotspot des Arktis-Tourismus, sondern auch einer des Klimawandels: Die steigenden Temperaturen lassen nicht nur das Eis in den Fjorden vor Longyearbyen schmelzen, sie verändern auch die Wettermuster und sie erhöhen die Lawinengefahr …

Spitzbergen als Hotspot des Klimawandels oder des dort normalen Wetters?

Wie eigentlich immer, wenn es um das sich ständig verschlimmernde Klima geht, ist dessen „Gefahr“ sofort vorbei, sofern man sich mit etwas Vernunft und Hintergrundinformation Daten dazu betrachtet. Dass das in aller Regel fehlt, wurde vom Autor vielfach berichtet und vor einiger Zeit auch schon über Spitzbergen [3]. Anbei Auszüge über die damalige Berichterstattung dazu.

Auszug aus einem Expeditionsbericht im Jahr 1922:
Quelle: Alles Schall und Rauch: Bericht einer Polarexpedition aus Spitzbergen im Jahr 1922:
… Die Arktis scheint sich zu erwärmen. Berichte von Fischern, Robbenjägern und Forschern welche das Meer um Spitzbergen und den östlichen Teil der Arktis befahren, zeigen alle auf eine radikale Änderung der klimatischen Bedingungen und bis dato gänzlich unbekannten hohen Temperaturen in diesem Teil der Welt. Er wies daraufhin, das Wasser um Spitzbergen hatte sonst eine gleichbleibende Temperatur im Sommer von 3°C. Dieses Jahr wurden Temperaturen von bis zu 15°C gemessen und letzten Winter ist das Meer nicht mal an der Nordküste von Spitzbergen zugefroren.“
Viele Landschaften haben sich so verändert, sie sind nicht mehr erkennbar. Wo vorher grosse Eismassen sich befanden, sind jetzt oft Moränen, Ansammlungen von Erde und Steinen. An vielen Orten wo früher Gletscher weit ins Meer ragten, sind sie komplett verschwunden.
Die Temperaturveränderung, sagt Kapitän Ingebrigtsen, hat auch die Flora und Fauna in der Arktis verändert. Diesen Sommer suchte er nach Weissfisch in den Gewässern um Spitzbergen. Früher gab es grosse Schwärme davon. Dieses Jahr sah er keine, obwohl er alle seine alten Fischgründe absuchte.
Es gab wenige Robben in den Gewässern um Spitzbergen dieses Jahr und der Fang war weit unter dem Durchschnitt.

Nun zum dort um auch im Hochwinter alltäglichem Extremwetter:
[3]Spitzbergens Südteil wird noch von einem Ausläufer des Golfstroms erreicht. Deshalb sind die Temperaturen dort wärmer, als man aufgrund der Lage erwartet.
wettertopia: Klima in Spitzbergen
Spitzbergen ist eine Inselgruppe im Nordatlantik … Der Westspitzbergenstrom … ein Ausläufer des Golfstroms transportiert entlang der Westküste relativ warmes Wasser, so dass auch Winter trotz der nördlichen Lage mild ausfallen …
Im Winter liegt die Temperatur zwischen -25 und +5 Grad
Celsius.
Spitzbergen: Klima
… Am kältesten wird es im Februar mit -14°C, im Winter sind die Temperaturschwankungen stärker. Mit Temperaturen bis zu -30°C, im Einzelfall noch tiefer, muss man rechnen,
aber es gibt auch Warmlufteinbrüche mit Tauwetter und Regen in der Polarnacht.
Das war zum Beispiel im Jahr 2002 so:
Reisebericht 2002: Ein Jahr auf Spitzbergen
… Im Herbst liegen die Temperaturen bei ca. 0 bis -20°C, wobei wir in den Genuss einer rekord-verdächtigen, einwöchigen Tauperiode Anfang Dezember mit Regen und Plusgraden kamen und sich alle Straßen und Wege in spiegelglatte Eisbahnen verwandelten. … Eine goldene Regel besagt, dass es auf Spitzbergen erst dann richtig kalt wird, wenn die Sonne wiederkehrt. So verzeichneten auch wir im April mit -35°C die tiefsten Temperaturen …

Temperaturverläufe dieser unwirtlichen Gegend

Zuerst historisches Klima. Nur damit lässt sich aktuelles Wetter einigermaßen realistisch einordnen:

Bild 1 Spitzbergen, Temperaturrekonstruktionen 800 … 2.000. Quelle: Divine et al. 2011 (hinterlegt auf kaltesonne, Projekt MWP)

Bereits im Bild 1 sieht man die zur aktuellen vergleichbare Temperatur um 1930. „Gezoomt“ erkennt man es noch besser:

Bild 2 Aus drei Datensätzen zusammengestellte Temperatur von Spitzbergen seit 1910. GISS Temperaturdatensätze Spitzbergen Isfjord Radio (1910 – 1980) und Svalbard (1975 – 2015), ergänzt mit dem Verlauf Bjornoya (74.52N, 19.02E) von 1975 – 2015. Grafik vom Autor aus den GISS Viewer-Bildern im richtigen Maßstab zusammengesetzt

Diese Darstellungen werden auch in einem kaltesonne-Artikel bestätigt: kaltesonne: Arktische Turboerwärmung auf dem Prüfstand: Ein Konzept auf wackeligen Beinen“.

Bild 3 Temperaturentwicklung der Arktis nach HadCRUT4-Daten von 1920 – 2014 mit 3-Jahres-Mittelwert. Quelle: Climate4you.

Sucht man in öffentlichen Viewern nach Temperaturverläufen von Spitzbergen, stellt man fest, dass der Verlauf früher so aussah:

Bild 4 [4] Temperatur Spitzbergen nach einem GISS-Temperaturdatensatz

Dieser Datensatz findet sich mittlerweile allerdings nicht mehr im WEB. Dafür findet sich auf dem Viewer Rimfrost für Spitzbergen der folgende (einzige) Datensatz:

Bild 5 Temperatur einer Station von Spitzbergen. Quelle: RIMFROST-Viewer, Spitzbergen

Legt man beide Datensätze im gleichen Temperaturmaßstab übereinander, fällt das auf, was beim Klima(Manipulieren) inzwischen gängige Methode ist: Die Vergangenheit ist auf einmal kälter und die Gegenwart wärmer (gemacht worden).

Bild 6 Temperaturverläufe von Messdaten auf Spitzbergen. (Bilder 4 und 5 vom Autor übereinander kopiert).

Die Winter bei uns sollen kälter werden

Bei der Nachschau fiel dem Autor eine Vorhersage unseres Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf, an der sich exemplarisch die „Qualität“ der Klimawandel“Forschung“ ersehen lässt:
BMFT 2015: [4] BMBF lehnt sich sogar noch weiter aus dem Fenster. Auf epo online heißt es:
Zunächst klinge es paradox, so das BMBF, aber mit der Erwärmung der Arktis könnte sich die Häufigkeit kalter europäischer Winter erhöhen. Denn mit der Erwärmung scheinen sich auch die wetterbestimmenden Muster in der Atmosphäre und auf den Weltmeeren langfristig zu verändern …
Diese Vorhersage ist mittlerweile eingetreten. Allerdings nicht in Europa, sondern in den USA.

Mal abwarten, was die „üblichen“ Klimaalarm-Hysteriefachpersonen mitteilen werden, wenn der (nur in Europa) warme Winter vorbei ist. Mit Sicherheit wird sich keiner der dann Klimaalarm rufenden „Fachpersonen“ an diese Vorhersage erinnern.

Gegen den schlimmen Klimawandel ist man einfach machtlos …

Die SZ ist sich sicher: … Es gibt jedoch keinen Hinweis, dass der Veranstalter fahrlässig gehandelt hat.
Gegen die Macht des allgegenwärtigen, schlimmen Klimawandels lässt sich schließlich nichts unternehmen. Nicht einmal der Verzicht, gar Verbot auf eine Fahrt in lawinengefährdete Gegenden für Touristen ist möglich.
Schließlich lässt sich wirksamer Schutz gegen solche Gefahr nur global angehen.

Leider ist es dabei unvermeidbar, dass Billionen EURos an Kosten (die von den Bürgern in die Taschen der Nutznießer wandern) dazu umgeschichtet werden müssen. Denn es kostet eben etwas, die dazu geforderte Menge an CO2 zu minimieren.

Nach der Lesart von Professor Quaschning sind die zwei Verunglückten sowieso zum Teil selbst an ihrem Unglück schuld. Hätten sie gerade als Deutsche Bürger eben kein CO2 emittiert …

Schwachsinn kann so deutlich sein. Auch ein Professorentitel schützt davor nicht ….


Bild 7 Tweet von Prof. Quaschning

Quellen

[1] Süddeutsche Zeitung 21. Februar 2020: Zwei Deutsche sterben durch Lawine

https://kaltesonne.de/klimaanhoerung-im-bayerischen-landtag-sz-redakteurin-lisa-schnell-muss-dringend-zum-optiker/

[2] kaltesonne, 18. Februar 2020: Klimaanhörung im Bayerischen Landtag: SZ-Redakteurin Lisa Schnell muss dringend zum Optiker

[3] EIKE 01.01.2017: Harald Lesch trägt vor den GRÜNEN zum Klimawandel vor: Der Klimawandel ist kein Thema, das man ernsthaft bezweifeln kann

[4] kaltesonne, 15. Mai 2015: Temperaturen auf Spitzbergen seit Beginn der Messungen vor 20 Jahren dramatisch gestiegen – allerdings nur auf das Niveau von 1930




Den Bayerischen Wäldern geht es nur schlecht, weil die schlimmere Vergangenheit abgeschnitten wird

Die GRÜNEN sehen sich als „die Waldpartei“, die SPD will noch mehr Stellen

Der Bayerische Landtag debattierte über den Waldzustand. Wie noch gezeigt wird, hat scheinbar niemand Ahnung vom Thema, dafür aber eine fest(gefügt)e Meinung:
[3] Bayerischer Landtag: Die im Zuge des Klimawandels vermehrt auftretenden Witterungsextrema stellen für die bayerischen Wälder eine immer größere Bedrohung dar.
Eindringlich wies Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) zu Beginn ihrer Berichterstattung darauf hin, dass sowohl die bisher in Häufigkeit und Ausmaß nicht gekannten Trocken- und Hitzeperioden als auch Orkane und Gewitterstürme sowie Schneebruch und Überschwemmungen den ökologisch gebotenen und wirtschaftlich nutzbaren Baumbestand in Bayern stark gefährden. Diese Entwicklung begünstige zudem die Ausbreitung bekannter und die Etablierung neuer invasiver Schädlinge. Vor allem der Borkenkäfer schädige dabei zunehmend die Gesundheit der Wälder. Dies bestätige laut der Ministerin auch die diesjährige Waldzustandserhebung. Aus diesem gehe hervor, welch großen Druck der Klimawandel mittlerweile auf die Vitalität der Wälder ausübt

… Hans Urban (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) fragte die Ministerin nach weitergehenden Bemühungen im Kampf gegen die Einflüsse des Klimawandels auf bayerische Wälder und hob zugleich die Rolle der Grünen als „Waldpartei“ hervor …
Horst Arnold (SPD) kritisierte die von der Ministerin erwähnte Schaffung von 200 neuen Stellen im Forstministerium als unzureichend …

In das gleiche Horn blies das Mitteilungsblatt des Landtags. Es wusste sogar zu berichten, dass sich Experten mit dem Thema beschäftigt hätten:
Bayerische Staatszeitung 13.11.2019: [4] Bayerns Wäldern geht es immer schlechter
Der Nadel- beziehungsweise Blattverlust steigt rasant auf immer neue Rekordhöhen. Das schockt selbst Experten. Schuld daran ist der Klimawandel und der damit verbundene Insekten- und Pilzbefall der Bäume. Der Landwirtschaftsausschuss sucht nach Lösungen …

Dabei geht es Bayerns Wäldern aktuell überwiegend besser als zu Beginn der Erhebung

Immer öfter fragt man sich, was unsere Abgeordneten überhaupt für ihr üppiges Salär treiben. Zumindest gehört sorgfältiges Analysieren, Hinterfragen und neutrales Abwägen des ihnen Vorgesetzten nicht dazu.

Denn sonst hätte ihnen sofort auffallen müssen, dass in der aktuellen Erhebung 2019 vier (wichtige) Jahre der Erfassung einfach weggeschnitten wurden (eine beliebte Methode, um die schlimmere Vergangenheit verschwinden zu lassen, wie sie die MuRe mit ihren Schadensdaten ebenfalls betreibt).

Um zu zeigen, welcher Unterschied sich ergibt, wenn man die vier fehlenden Jahre – die sich im Waldbericht 2011 [2] finden -, ergänzt, sind diese vom Autor für die Schadstufe 0 in den Grafiken orientierend zugefügt.

Bild 1 Nadel-/Blattverlust alle Baumarten. Für Schadstoffklasse 0 seit 1991 dargestellt. Quellen: [1][2]

Bild 2 Nadel-/Blattverluste Fichte. Für Schadstoffklasse 0 seit 1991 dargestellt. Quellen: [1][2]

Bild 3 Nadel-/Blattverluste Kiefer. Für Schadstoffklasse 0 seit 1991 dargestellt. Quellen: [1][2]

Bild 4 Nadel-/Blattverluste Tanne. Für Schadstoffklasse 0 seit 1991 dargestellt. Quellen: [1][2]

Bild 5 Nadel-/Blattverluste Buche. Für Schadstoffklasse 0 seit 1991 dargestellt. Quellen: [1][2]

Bild 6 Nadel-/Blattverluste Eiche. Für Schadstoffklasse 0 seit 1991 dargestellt. Quellen: [1][2]

Aus den Schadensverläufen lässt sich ableiten, dass ausschließlich die Fichte in der Schadensstufe 0 weniger Gut-Anteil hat, als zu Beginn der Datenerhebung im Bericht von 2011 angegeben sind.
Wenn dieser überwiegend positive, aktuelle „Schadenszustand“ ein schlimmer Einfluss des Klimawandels sein soll, muss man am Verstand unserer Abgeordneten zweifeln. Selbstverständlich haben wir keine „dummen“ Abgeordneten; wir haben nur faule, die sich auf ihre Aufgabe des Controllings nicht vorbereiten, das Denken inzwischen anderen überlassen [8],.und deren „Ergüsse“ postwendend, unbesehen „absegnen“.

SPD und GRÜNE outen sich als Parteien, bei denen inzwischen „Hopfen und Malz“ verloren gegangen ist. Nur schade, dass die CSU sich diesem unterirdischen Niveau konsequent angleicht.

Überdeutlich lässt sich anhand der Grafiken ein zyklischer Verlauf beim Schadenszustand erkennen. Nachdem nicht davon auszugehen ist, dass die kurze Trockenperiode (nur das Jahr 2018 war trocken, 2019 lag schon wieder in der Gegend des Mittelwertes) länger dauert, könnte man ahnen, dass die nächsten, noch besseren Jahre für die Wälder wieder vor uns liegen.

Anbei der langjährige Niederschlagsverlauf in Bayern, wie ihn der DWD ausweist. Keine Spur ist von der angeblich zunehmenden Trockenheit zu sehen, nur die für Niederschlag ganz typischen, schon immer extremen Schwankungen. Der Gesamtniederschlag nimmt stetig zu, vor allem auch im wichtigen Winter (Grundwasser-Auffüllung) und Frühling (Blattaustrieb). Nur im Sommer gibt es ein verschwindend kleines Minus.

Ergänzung: Niederschlag in Bayern

Bild 7 Bayern. Niederschlagsanomalie Jahr seit 1880. Quelle: DWD-Viewer

Bild 8 Bayern. Niederschlagsanomalie Winter seit 1880. Quelle: DWD-Viewer

Bild 9 Bayern. Niederschlagsanomalie Frühling seit 1880. Quelle: DWD-Viewer

Bild 10 Bayern. Niederschlagsanomalie Sommer seit 1880. Quelle: DWD-Viewer

Was der Klimawandel in Bayerns Wälder sonst noch Schlimmes anrichtet

Wenn Ministerinnen ins Erzählen kommen:
[3] … Eindringlich wies Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) zu Beginn ihrer Berichterstattung darauf hin, dass sowohl die bisher in Häufigkeit und Ausmaß nicht gekannten Trocken- und Hitzeperioden als auch Orkane und Gewitterstürme sowie Schneebruch und Überschwemmungen den ökologisch gebotenen und wirtschaftlich nutzbaren Baumbestand in Bayern stark gefährden.
Nichts von dem, was diese Ministerin hier sagt, stimmt. Sie hat schlichtweg nicht die geringste Ahnung über das, was die Natur in der kälteren Vergangenheit dem Wald zumutete. Ihre Ausbildung lässt den Grund ein bisschen ahnen:
WIKIPEDIA: Nach der Mittleren Reife … Berufsausbildung zur Fachangestellten für den Steuer- und Wirtschaftsberatenden Bereich …
Vielleicht hat sie sich danach für ihren anspruchsvollen Ministerinnen-Job weitergebildet?
WIKIPEDIA: Bis 2014 war sie Mitglied des Stadtkirchenrats der Pfarrgemeinschaft Bad Reichenhall. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Trachtenvereins Bayerisch Gmain und des WSC Bayerisch Gmain.
Seit 2015 ist sie Vorsitzende des Kundenbeirats der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost …

Zwar übertrifft diese Ministerin damit bei Weitem das Ausbildungsniveau vieler GRÜNEn Führungskräfte und ist auch abgeschlossen worden. Es bedeutet aber eben nicht, dass es damit für ein Ministeramt ausreichen würde, zumindest, wenn man dann auch die Aneignung von Sachkenntnis erwartet.
Doch erkennbar wird auch in Bayern (wie im Bund) bei der Führungskräfteauswahl darauf geachtet, möglichst niemanden mit zu viel Wissen zu hoch kommen zu lassen, was dem Landesfürsten vielleicht einmal gefährlich werden zu können …
Obwohl: Seit Joe Kaeser „Langstrecken-Luisa“ einen Vorstandsjob anbot, weiß man, dass auch in der Industrie für Vorstände praktisch nichts, außer einer großen – von jeglicher Sachkenntnis befreiten – „Klappe“ gefordert wird.

Extremereignisse in Bayern

Sehen wir uns noch einmal die jährlichen Niederschlagsmengen in Bayern an, diesmal aber die Differenzen zum Vorjahr. Erkennbar nehmen die Differenzen – und das sind Extreme – kontinuierlich ab, von (für Niederschlag typischen Ausreissern abgesehen).

Bild 11 Bayern. Jeweilige Jahresniederschlagsdifferenz zum Vorjahr. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt

Und nun die Abnahme der kurzfristigen und damit schlimmen Niederschlagsextreme, wie sie die Wetterstation Nürnberg exemplarisch ausweist:

Bild 12 Nürnberg, Tagesniederschlag seit 1936. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten zusammengestellt

Auch der umfangreiche Klimabericht 2019 zeigt es ganz unmissverständlich: In Deutschland ist nichts von einem schlimmen Klimawandel-Einfluss zu erkennen:
[5] EIKE 19.12.2019: Klimabericht 2019: Absolute Unkenntnis und/oder Falschinformation kennzeichnen unsere „Eliten“. Beispiel Hitzetote durch den „Klimawandel“ T2(2)
Einfach alle Sichtungen zu Extremniederschlag zeigen, dass es mit der überall postulierten Zunahme nicht stimmt:
[6] EIKE 01. Juni 2019: Extreme Wetterlagen verstärken sich. Bayern gehört zu den besonders gefährdeten Regionen
Gleiche Unkenntnis und Faktenignoranz war aber auch eine hervorstechende Eigenschaft der ehemaligen, bayerischen Umweltministerin
[7] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?

Um Extreme zu erfahren, muss man in die Historie zurückgehen und dort nachlesen, wann Wälder in Bayern in einem heute unvorstellbarem Ausmaß kaputt waren. Dazu Auszüge aus einem Foliensatz des Autors:

Bild 13 Waldzustand (Vortragsbild des Autors)

Bild 14 Waldzustand (Vortragsbild des Autors)

Zusatzinfo

Nachdem eine Bayerische Ministerin klagt, dass das aktuelle Wetter extrem wäre, anbei mehr Information, wie extrem das Wetter zu den angeblich „natürlich und idealen“ Zeiten war, als das Leben „im Einklang mit der Natur“ einen dauernden Überlebenskampf bedeutete:

Bild 15 Wetterextreme in geschichtlicher Zeit. Folienbild des Autors

Bild 16 Wetterextreme in geschichtlicher Zeit. Folienbild des Autors

Bild 17 Wetterextreme in geschichtlicher Zeit. Folienbild des Autors

Bild 18 Wetterextreme in geschichtlicher Zeit. Folienbild des Autors

Bild 19 Wetterextreme in geschichtlicher Zeit. Folienbild des Autors

Bild 20 Wetterextreme in geschichtlicher Zeit. Folienbild des Autors

Bild 21 Vorteil und Segen des sich nach der „kleinen Eiszeit“ endlich wieder erwärmenden Klimas. Folienbild des Autors

Quellen

[1] Bayerische Forstverwaltung: ERGEBNISSE DER WALDZUSTANDSERHEBUNG 2019

[2] Bayerische Forstverwaltung: Waldbericht 2011

[3] Bayerischer Landtag 13. 11.2019: Landwirtschaftsausschuss: Bericht der Staatsministerin Michaela Kaniber zum Schädlingsbefall in bayerischen Wäldern und zu den Ergebnissen der Waldzustandserhebung 2019

[4] Bayerische Staatszeitung 13.11.2019: Bayerns Wäldern geht es immer schlechter

[5] EIKE 19.12.2019: Klimabericht 2019: Absolute Unkenntnis und/oder Falschinformation kennzeichnen unsere „Eliten“. Beispiel Hitzetote durch den „Klimawandel“ T2(2)

[6] EIKE 01. Juni 2019: Extreme Wetterlagen verstärken sich. Bayern gehört zu den besonders gefährdeten Regionen

[7] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?

[8] EIKE 24.02.2020: Niedersachsens enormer Beitrag zur Weltrettung! Landtagsabgeordnete Niedersachsens diskutieren mit EIKE VP Michael Limburg über den Klimawandel und die Absicht den „Klimaschutz“ in (niedersächsische) Verfassung zu bringen.




Experi­mentelle Verifi­kation des Treibhaus­effektes – 6. Mitteilung: Fourier und die falschen Klima-Propheten

1. Das Hoimar von Ditfurth Experiment

Man findet im Internet eine Reihe von einfachen Versuchen, die den CO2-Treibhauseffekt mit der Lufttemperatur verbinden. Danach soll sich CO2 wie eine Glasscheibe verhalten, die kurzwelliges Licht durchlässt, aber langwellige Wärmestrahlung absorbiert. Eine deutliche Erwärmung nach Zugabe von CO2 wurde als Beweis eines Treibhauseffektes erachtet. Die bekanntesten Versuche stammen von Al Gore und Hoimar von Ditfurth. Sie haben einen sehr ähnlichen Aufbau und lassen sich wie folgt charakterisieren:

1. Eine Glühlampe bestrahlt von außen ein Gefäß (Simulation der Sonnenstrahlung).
2. Das Gefäß wird wahlweise mit normaler oder CO2-haltiger Luft gefüllt (Erd-Atmosphäre).
3. Eine Bodenfläche oder ein kugelförmiger Körper simuliert die Erdoberfläche.

Das wohl spektakulärste Experiment wurde 1978 von dem Autor und Fernsehmoderator Dr. Hoimar von Ditfurth† durchgeführt. Diese Vorführung verdient einige Superlative: Neben spektakulär ist es das größte und gefährlichste Experiment, mit dem stärksten Temperatur-Anstieg und den meisten physikalischen Rätseln hier.

Video des Versuchs von Hoimar v. Ditfurth aus dem Jahre 1978 (Mit Dank an Michi Krüger für das Hochladen auf YT)
Auf einer Bühne waren zwei große Zylinder mit den ungefähren Maßen 2 x 3 m aus durchsichtiger Plastikfolie aufgebaut, in denen eine Testperson ein Thermometer beobachtete. Nur in einem Zylinder, in dem von Ditfurth stand, wurde CO2 aus mehreren großen CO2-Flaschen sehr rasch von unten eingeleitet.
Der eigentliche Kern des Versuches waren zwei Bühnenscheinwerfer, die aus kürzester Entfernung von oben in die offenen Zylinder hineinstrahlten und damit erwärmten.
Am Ende wurde festgestellt, dass der CO2-gefüllte Zylinder 11,3 °C wärmer war als der Vergleichszylinder.
Das YouTube-Video, das noch immer im Internet zugänglich ist, vermittelt eine Botschaft, die wegen ihrer Einfachheit auch von der breiten Öffentlichkeit leicht zu verstehen ist: „Seht her, CO2 kann unsere Erde um 11 °C oder vielleicht noch höher erwärmen, wenn ihr nicht sofort handelt.“ Aber stimmt diese Prophezeiung?Die Versuche von Al Gore und Ditfurth sind reine Demonstrationen. Es fehlen detaillierte Beschreibungen, Angabe der CO2-Konzentrationen und Kontroll-Experimente. Zur Auswertung kommt lediglich eine Vorher-Nachher-Betrachtung. Diese Versäumnisse sollen durch eine gründliche Überprüfung nachgeholt werden.

2. Die Versuchsapparatur

Die Versuchsapparatur und erste Ergebnisse wurden bereits auf der alternativen 13. Klima-Konferenz (IKEK) in München November 2019 vorgestellt (hier).
In der Zwischenzeit wurde die Apparatur durch Einbau eines 7. Sensors „Tp. Boden“, der die Temperatur der Dom-Wand misst, erweitert. Dadurch lassen sich Luft- und Boden-Temperaturen miteinander vergleichen.

Die wichtigste Neuerung ist eine PE-Folie in Form von Blende 2 oberhalb der konischen Erweiterung der Röhre. PE hat den Vorteil, dass die Folie Wärmestrahlung durchlässt, aber den Versuchsraum gasdicht verschließt. Dadurch lassen sich vergleichende Experimente mit offener und geschlossener Apparatur durchführen.

2.1 Überprüfung des Ditfurth-Experimentes

Wie beim Ditfurth-Experiment wird die mit Luft gefüllte, offene Apparatur (Abb. 2, linkes Bild) mit einer 100 W Rotlicht-Reflektor-Lampe bestrahlt. Durch die Bestrahlung ist die Versuchs-Apparatur bis zu 10 °C wärmer als die Raum-Luft. Dabei entsteht eine ungewöhnliche Luftschichtung, mit warmer Luft unten und kälterer Luft oben (Abb. 3). Die Erklärung ist das Lambertsche Kosinusgesetz. Der Boden, obwohl am weitesten von der Lampe entfernt, erhält wegen seiner parallelen Ausrichtung zur Strahlungsquelle die größte Strahlungsdichte von der Rotlicht-Lampe. Alle anderen Flächen werden nur schräg angestrahlt und dadurch weniger erwärmt. Die Wärme breitet sich hauptsächlich durch Wärmeleitung aus, wie an der 4 °C Differenz zwischen Boden und Dom-Luft zu sehen ist (Abb. 3, Boden vs. Dom).
Nach einiger Zeit werden 23 L CO
2 innerhalb von 15 Minuten von unten in die Apparatur eingeleitet. Die Temperaturen in der Apparatur reagieren sofort auf das CO2, allerdings sehr unterschiedlich. Während sich Boden und Dom-Luft sofort erwärmen, zeigen die anderen Sensoren zunächst eine Abkühlung, um nach einer gewissen Verzögerung ebenfalls einen Anstieg zu vermelden (Abb. 3).

Nach einer Beobachtungszeit von 180 Minuten (Ruhephase) werden die Gase durch das „Einleitungsrohr“ im Boden wieder abgepumpt. Das Abpumpen dient der Kontrolle, dass die Temperatur-Anstiege tatsächlich durch das eingeleitete CO2 verursacht wurden und alle Messwerte annähernd wieder Ausgangsniveau zeigen.
Eine Bestimmung der CO
2-Menge beim Abpumpen ergab, dass nur noch wenig CO2 von den ursprünglichen 23 Litern vorhanden war. Das meiste CO2 w CO2 ährend des Versuches durch Diffusion unbemerkt in den Laborraum entwichen. Die Temperatur-Verläufe der Messpunkte Tp. R1 – R3 und der stetige Temperatur-Anstieg der Top-Position zeigen diese Diffusion. Demgegenüber waren die Temperaturen des Bodens und der Dom-Luft während der Ruhephase relativ konstant und veränderten sich erst beim Abpumpen.

2.2 Das Argon-Kontroll-Experiment

Auf den ersten Blick sieht das vorherige CO2-Experiment wie eine Bestätigung der Ditfurth-Hypothese aus. Aber Zweifel ist die Mutter aller Wissenschaften und so muss auch dieses Ergebnis überprüft werden. Als alternatives Kontroll-Gas bietet sich Argon an. Argon ist wie CO2 ein schweres Gas aber kein Treibhausgas und sollte beim Einleiten in die Röhre keine Temperatur-Änderung verursachen. Der Kontroll-Versuch ist jedoch eine faustdicke Überraschung: Das IR-inaktive Argon verursacht exakt die gleichen Temperatur-Anstiege wie das Treibhausgas CO2 (Abb. 4).

2.3 Schlussfolgerungen

Das Edelgas Argon ist ein IR-inaktives Gas, das weder Wärmestrahlung absorbieren noch emittieren kann. Wenn CO2 und Argon den gleichen Erwärmungs-Effekt zeigen, muss man die Ursache außerhalb der Wärmestrahlung suchen. Schwere Gase haben eine kleinere spezifische Wärmeleitfähigkeit λ als Luft (die Tabelle in Abb. 4). Werden diese Gase in die Röhre eingeleitet, verringern sie den Wärmestrom innerhalb der Apparatur. Die schweren Gase wirken wie eine Isolierschicht. Somit lässt sich feststellen:

Das Ditfurth-Experiment zeigt nicht den Treibhauseffekt, sondern ist ein Phänomen schwerer Gase.

Diese erste Erkenntnis bestätigt die Skepsis von Helmut Krebs und Anthony Watts, die an den Ditfurth- und Al Gore-Experimenten, als Beweis des CO2-Treibhauseffektes, gezweifelt hatten (hier, S. 91,98).

3. Experimente in der geschlossenen Apparatur

3.1 Überprüfung des Ditfurth-Experimentes in der geschlossenen Apparatur

Da bei der ersten Untersuchung CO2 entweichen konnte, wurde der Versuch von Kap. 2 mit einer geschlossenen Apparatur wiederholt. Hierzu wurde Blende 2 mit Silicon-Gummi oberhalb der konischen Erweiterung eingeklebt. Blende 2 ist mit einer durchsichtigen PE-Folie (Schichtdicke: 11 µm) bespannt, die Wärmestrahlung durchlässt, aber den Austritt von CO2 verhindert (Abb. 1, das Bild in der Mitte). Überraschenderweise gingen bei diesem Versuch die Temperaturen bereits nach zwei Stunden wieder auf die Ausgangswerte zurück, obwohl gar nicht abgepumpt wurde (Abb. 5).

Das abweichende Verhalten lässt sich durch einen unterschiedlichen Verlauf der CO2-Diffusion bei einer offenen und geschlossenen Apparatur erklären. Beim CO2-Einleiten durch das untere Einleitungsrohr bildet sich im Dom ein CO2CO2“, vergleichbar mit einer Flüssigkeit, die in eine Schüssel gefüllt wird. Das CO2 breitet sich danach langsam durch Diffusion nach oben aus. Dabei nähert sich das CO2 der Rotlichtlampe und wird hier stärker erwärmt als in den unteren Schichten, was den Aufstieg beschleunigt. Bei der offenen Apparatur führt das zu einem Entweichen von CO2, bei der geschlossenen aber zu einer Vermischung, Homogenisierung mit der Innenluft.

Dieser Homogenisierungs-Prozess verändert das Verhältnis von CO2-Wärmeleitung und CO2-Wärmestrahlung.
Die Wärmeleitung einer CO2-haltigen Schicht hängt von ihrer Zusammensetzung und der CO2-Konzentration ab (hier). Den größten Isoliereffekt hat das reine CO2 beim Einleiten in den Dom, wodurch die oberen Schichten weniger Wärme von dem wärmeren Boden bekommen. Beim Vermischen mit Luft verringert sich der Isoliereffekt mit abnehmender CO2-Konzentration.
Im Gegensatz dazu ist das Strahlungsvermögen von CO2 nicht von seiner Konzentration, sondern von der Anzahl der CO2-Moleküle abhängig. Der Homogenisierungs-Prozess verringert die CO2-Konzentration aber nicht die Anzahl der CO2-Moleküle.
Dieser Zusammenhang führt zu der Erkenntnis, dass der anfänglich starke Temperatur-Anstieg von 1 – 2 °C hauptsächlich durch ein Konzentrations-Gefälle verursacht wird. Eine homogene CO2-Luft-Mischung führt dagegen nur zu einer geringen Erwärmung von 0,1 – 0,2 °C (Abb. 5).
3.2 CO2-Experiment mit beschleunigter Homogenisierung

Die These der internen Vermischung von CO2 und Luft ließ sich experimentell bestätigen. Nach Einleitung von CO2 wurde durch eine Aquarium-Pumpe das im Dom befindliche CO2 abgesaugt und in das obere Rohr wieder eingeleitet. Durch 30 minütiges Umpumpen wurde die Homogenisierung beschleunigt, wodurch die Temperaturen sofort wieder zurückgingen (Abb. 6 und Tab. 1).

3.3 Homogenisierungs-Versuche mit schweren Gasen

Weitere Homogenisierungs-Versuche mit unterschiedlichen Mengen CO2, Freon 134a und Argon ergaben immer die gleichen geringen Temperatur-Anstiege von 0,1 – 0,3 °C (Tab. 1). Auch ein CO2 Kontrollversuch mit einem farblosen 100 W Strahler (Abb. 2, rechtes Bild) führte zu keinem anderen Ergebnis.


3.4 Homogenisierungs-Experimente in Argon

In einer letzten Versuchsreihe wurde die Innenluft der Apparatur vor Zugabe von Treibhausgasen weitgehend durch Argon ausgetauscht. Durch diese Maßnahme sollte die Wärmeleitung des Versuchsraumes von vornherein vermindert werden. Tatsächlich verursachte jetzt die Einleitung von CO2 bzw. Freon 134a keine messbare Erwärmung der Dom-Luft, während es am Boden sogar zu einer Abkühlung kam (Tab. 2).

4. Fazit und Ursachensuche

Die Behauptungen von Al Gore und Ditfurth, den CO2-Treibhauseffekt durch eine Luft-Erwärmung nachgewiesen zu haben, sind falsch. Beseitigt man Sondereffekte, die durch die geringe spezifische Wärmeleitung schwerer Gase und durch einen Konzentrations-Gradienten entstehen, bleibt von der postulierten Erwärmung nichts mehr übrig.

Aber warum funktionieren solche Experimente mit einer Bestrahlung von außen nicht? Um das zu verstehen, muss man sich die Bestrahlungs-Lampen, als Quelle der Energiezufuhr, genauer ansehen. Die Glaskolben der farblosen und der Rotlicht-Lampe erreichen Temperaturen von 115 °C bzw. 125 °C und produzieren dadurch, neben ihrem sichtbaren Licht, eine erhebliche Wärmestrahlung. Entscheidend ist nun, dass dies Wärmestrahlung den gleichen Wellenlängen-Bereich λ = 3 – 30 µm umfasst, der auch von Treibhausgasen benutzt wird.

Um die Bedeutung von Wärmestrahlung und Gegenstrahlung zu verstehen, müssen wir zunächst abschweifen und die Frage beantworten, wie die Erde ihre Wärme abgibt:
Die Erde hat eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Wärme horizontal und vertikal zu transportieren, wobei der größte Teil in der Atmosphäre landet. Nur ein sehr kleiner Teil (40 W/m2) wird direkt von der Oberfläche an das Weltall abgegeben (hier). Tatsächlich ist es die Atmosphäre und nicht die Erde, die für die Kühlung des Systems Erde/Luft sorgt, und zwar ausschließlich durch Wärmestrahlung von rund 200 W/m2 in Richtung Weltall. Das mag paradox klingen, da eine Erde ohne Atmosphäre deutlich kälter wäre, aber das sind nun mal die realen Wärmeströme wenn man Kevin E. Trenberth Energieschema zugrunde legt.
Stickstoff, Sauerstoff und Argon, die Hauptbestandteile der Atmosphäre, sind IR-inaktiv, d.h. sie können zwar Wärme speichern und transportieren, aber keine Wärmestrahlung aussenden. Diese Funktion und Fähigkeit besitzen nur Wolken, Aerosole und Treibhausgase. Ohne diese kleinen Partikel und die IR-aktiven Spurengase würde sich die Atmosphäre langfristig erwärmen, und nur in Bodennähe gebe es noch einen gewissen Wärmeaustausch durch Wärmeleitung.
Nun wird die Wärmestrahlung dieser Stoffe aber in alle Richtungen gleichmäßig ausgestrahlt. Dadurch wird einerseits die Atmosphäre abgekühlt und andererseits die Erdoberfläche angestrahlt. Die Bestrahlung der Erde, auch Gegenstrahlung genannt, bewirkt, dass die Netto-Energieabgabe der Erdoberfläche vermindert wird. Dieser Strahlungs-Effekt führt zu einer gewissen Erd-Erwärmung, was fälschlicherweise als Treibhauseffekt bezeichnet wurde.

Doch nun zurück zu den Laborversuchen, hier überlagert die Wärmestrahlung der Lampen die Strahlung der Treibhausgase. So wird einerseits die nach unten gerichtete Gegenstrahlung durch die externe Lampe vergrößert und andererseits die nach oben gerichtete Wärmestrahlung der Apparatur durch die Treibhausgase erhöht. Die Laborversuche ergeben keine Erwärmung, weil bei diesen Experimenten offensichtlich beide Energieströme gleich groß und gegeneinander gerichtet sind.

Dass Treibhausgase tatsächlich die Wärmestrahlung einer Luftschicht vergrößern, konnte mit ganz anderen Experimenten nachgewiesen werden (Mitteilungen 1 – 5). Bei diesen Versuchen wurde die simulierte Erdoberfläche elektrisch beheizt und nur homogenisierte Gasmischungen untersucht. Dadurch wurde die Konkurrenz von externer und interner Wärmestrahlung vermieden und der Wärmeleitungs-Effekt unterdrückt. Bei diesen Experimenten erwärmte sich die simulierte Erde und nicht, wie von Fourier postuliert, der Gasraum. So konnte die Strahlungen verschiedener IR-aktiver Gase quantifiziert und bewertet werden. Dabei erwies sich CO2 als ein deutlich schwächerer IR-Strahler als andere Treibhausgase. Nur Methan, mit einem angeblich 28-mal größeren Treibhauspotential als CO2, war überraschenderweise ein noch schwächerer IR-Strahler (hier).

Meine einfachen Experimente können weder eine Erd-Erwärmung beziffern, noch sind sie 1:1 auf die Atmosphäre übertragbar, aber sie sollten selbsternannten Propheten eine Warnung sein. Es gibt Behauptungen, die sich überprüfen lassen, und apokalyptische Prophezeiungen erfüllen sich nur selten:
Plinius der Jüngere, 1. Jahrhundert: „Wir vergiften die Flüsse und die Grundbestandteile der Natur; und wir verwandeln gerade das, was unsere Lebensgrundlage ist, in Nägel für unseren Sarg.“

Doch es sollte anders kommen: Das Weströmische Reich erlebte noch das halbe Jahrtausend – – bis die Vandalen Rom zerstörten. Sollte sich diese Geschichte durch „Friday for Future“ und „Extinction Rebellion“ wiederholen?

Danksagung:
Ich danke Herrn Prof. Jörg Gloede für seine kritische Durchsicht und vielen wertvollen Hinweise.