Bloßstellung der anti-wissen­schaft­lichen Propa­ganda der LA Times bzgl. der Brände am Amazonas

[Bildinschrift: Nein, ich stehe nicht dahinter, den gesamten Regenwald in Brasilien (oder benachbarten Ländern) niederzubrennen. Aber die jüngste Empörung über die gesteigerte Feuer-Aktivität dieses Jahres in Brasilien während der jährlichen Feuer-Saison kommt mir ziemlich künstlich fabriziert vor. Und sie ist weitgehend politischer Natur, wird doch damit der brasilianische Präsident Bolsonaro angegriffen, welcher Anfang 2019 das Amt übernommen hatte.]

In seinem Beitrag findet sich eine über 30 Jahre laufende Graphik, in welcher das Gebiet der Entwaldung in der Amazonas-Region von 1988 bis 2019 dargestellt ist:

Im Artikel der LA Times [= Los Angeles Times], den ich schon zuvor bei WUWT unter die Lupe genommen hatte (hier), fand sich eine Graphik, welche in bester Rosinenpickerei-Manier das Gebiet der Entwaldung lediglich für die Jahre 2018 und 2019 darstellte, was natürlich grob irreführend ist:

Ich kritisierte die von der LA Times politisch getriebene Rosinenpickerei als anti-wissenschaftliche Alarmisten-Propaganda, und diese Kritik ist inzwischen voll validiert, hat doch die Times eindeutig die viel größeren Gebiete der Entwaldung am Amazonas in der Vergangenheit verschwiegen. Diese Vergangenheit habe ich bereits in jenem Artikel graphisch dargestellt, ebenso wie Dr. Spencer in seinem Beitrag:

Falls die Times einen Vergleich vorgenommen hätte zwischen den Daten 2019 und z. B. den Daten von 2016 (hier), hätte sich für 2019 eine weit geringere Entwaldung ergeben, liegen doch die Daten 2016 um über 10% über den Daten bis zum August 2019. Lediglich der Juli zeigt eine etwas stärkere Entwaldung als der Juli 2016, während das betreffende Gebiet in allen übrigen Monaten unter den Daten 2016 liegt. Dies belegt erneut die anti-wissenschaftliche Rosinenpickerei seitens der Times, die damit versucht, ihre politisch irreführende Präsentation voranzutreiben:

Jüngste Daten der NASA Earth Observatory Images unter Verwendung der MODIS-Daten haben eine Abnahme der durch Brände heimgesuchten Gebiete seit 2003 belegt, was die alarmistischen Behauptungen, dass menschliche CO2-Emissionen die Auswirkungen von Bränden global verstärken, weiter unterminiert. In der Studie heißt es:

„Eines der interessantesten Ergebnisse seit Beginn der MODIS-Messungen ist eine Abnahme der Gesamtzahl der Quadratkilometer der in jedem Jahr verbrannten Fläche pro Jahr. Zwischen 2003 und 2019 ist diese Zahl um etwa 25% zurückgegangen“.

Zusätzlich zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie aus NASA-Satellitendaten, dass die globalen Wälder über einen Zeitraum von 35 Jahren um über 2,2 Millionen Quadratkilometer zugenommen haben infolge des gestiegenen CO2-Gehaltes. Die Studie zeigt folgende Ergebnisse von 1982 bis 2016:

„Es stellte sich heraus, dass die Zunahme der Waldbedeckung den Verlust derselben um etwa 2,24 Millionen Quadratkilometer überkompensiert hat – das ist etwa so groß wie Texas und Alaska zusammen“.

Die Behauptungen der Klima-Alarmisten und deren Manipulatoren in den Medien, wonach wir jetzt bzgl. globaler Brände in „Panik“ geraten müssen, sind politischer und in keiner Weise wissenschaftlicher Natur.

Dr. Spencer zieht dieses scharfsinnige Fazit:

„Dies ist nichts als ein weiterer Beleg dafür, wie die Medien das Narrativ kontrollieren und wie selektiv und überkritisch sie eine bestimmte (und fast immer rechts stehende Partei) verantwortlich machen“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/30/l-a-times-amazon-fire-anti-science-propaganda-revisited/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Alarmistische Lehrer treiben Kinder in Angst und Depression

Wie jeder weiß, der mal unter Kindesmissbrauch gelitten oder diesen studiert hat, sind physikalische Verletzungen nicht der einzige Weg, mit denen man Menschen schädigen kann. Angst, Verzweiflung und Wut durch Wörter sind eine Form des Missbrauchs, welche genauso schlimme Schäden anrichten können wie Schläge, Verbrennungen durch Zigaretten und andere Formen physischer Folter. Man erzähle den Menschen laut und immer wieder, dass sie wertlos sind, nichts anderes als Ausbeuter von Ressourcen sind oder keine Zukunft haben, dann werden Viele das glauben. Als Folge davon beginnen sie zu verzweifeln, geben sich Hoffnungslosigkeit oder Depressionen hin, zeigen Formen mentaler Krankheiten oder wirken auf andere und die Gesellschaft als Ganzes ein, indem sie die gleichen schlimmen Dinge weitergeben, mit denen sie selbst indoktriniert worden waren – und der Zyklus des Missbrauchs dreht sich immer weiter.

Kinder sind einem fast täglichen Bombardement durch Nachrichten ausgesetzt, gedruckt und online, und zunehmend auch im Klassenraum, dass ihre Eltern und sie selbst mit ihrem Lebensstil „Mutter Erde“ töten. Kindern und Jugendlichen wird regelmäßig eingetrichtert, dass Menschen, vor allem diejenigen in den industrialisierten Ländern, Kohlenstoff-Kriminelle sind, die für einen den Planeten zerstörenden Klimawandel ursächlich sind. Um die Erde zu retten müssen die Menschen mit weniger auskommen, sie dürfen nicht mehr verreisen, bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr essen; sie dürfen keinerlei Aktivitäten mehr ausüben, welche Energie verbrauchen oder für welche man Autos, Licht und Schiffe braucht. Und sie dürfen auf keinen Fall mehr Kinder kriegen, welche nicht viel mehr sind als Erzeuger von Verschwendung: unnötige und unwillkommene neue Quellen von Kohlendioxid-Emissionen. Genau dieser Art des Missbrauchs sind die Kinder heutzutage pausenlos ausgesetzt.

Ich mache keine Witze und übertreibe auch nicht. Bei NBC News gab es einen Report mit dem Titel „Klima-Leid“. Gleichzeitig warnt Buzzfeed vor einer zunehmenden Anzahl von Menschen, die auf Kinder verzichten – aus Furcht, dass diese wegen des Klimawandels keine Zukunft haben. Ein ganzer neuer Zweig der Psychologie hat sich entwickelt, der sich mit den mentalen Schwierigkeiten befasst, die aus dem Klima-Wahn resultieren: Öko-Psychologie. Falls die emotionalen Schäden bei Erwachsenen schon schlimm sind – wie viel schlimmer sind sie dann bei Jugendlichen hinsichtlich der Entwicklung ihrer intellektuellen und emotionalen Fähigkeiten auf dem Weg zum erwachsen werden?

Einige Kinder haben auf der Grundlage sie missbrauchender Falschinformationen, die ihnen täglich eingehämmert werden, zum Mittel von Aufruhr und Rebellion gegriffen. Sie verlassen die Schule und formieren sich zu Protestmärschen. Ich möchte wetten, dass kaum eines dieser gegen die vermeintliche Klima-Zerstörung seitens der Menschen demonstrierenden Kinder – wenn überhaupt irgendeines – jemals irgendeinen Beitrag gelesen hat, in welchem Ursachen und potentielle Konsequenzen des Klimawandels diskutiert werden. Auch haben sie wohl nie etwas von der Historie fossiler Treibstoffe gehört und wie sehr deren Verbrauch die Gesellschaft vorangebracht hat: verbesserte Landwirtschaft, radikal gesunkene Kindersterblichkeit und eine gewaltige Reduktion von Armut, Hunger und Mangelernährung. Auch haben sie nie gelernt, wie Marktkräfte Millionen Menschen aus täglichen Schindereien befreit haben und wie fossile Treibstoffe Umweltzerstörungen abgeschwächt und umgekehrt haben. Sie wurden indoktriniert mit Klima-Ängsten auf der Grundlage von Schlagzeilen, denen zufolge der Verbrauch fossiler Treibstoffe, die moderne Gesellschaft und die wachsende Weltbevölkerung sämtliche Ressourcen des Planeten aufbrauchen.

Die Nachrichten-Medien fördern und preisen an vorderster Stelle Klima-Proteste von Kindern, die von den meisten Völkern als zu jung, zu unentwickelt und unreif eingestuft werden, um Verträge abzuschließen; um zu entscheiden, ob sie sich tätowieren sollen oder sich großen chirurgischen Eingriffen unterziehen müssen; ob sie heiraten , rauchen, fahren Alkohol trinken oder Filme nur für Erwachsene sehen sollen; ob sie legal Feuerwaffen kaufen, ein eigenes Leben führen oder als Erwachsene zur Rechenschaft gezogen werden sollen für die meisten Verbrechen. Aber wir sollen ihre auf Falschinformationen beruhenden Ängste vor einer Klima-Katastrophe ernst nehmen – Ängste, die ihnen Jahre lang mittels Missbrauch durch Indoktrination, Falschinformationen und einseitige Darstellungen der Klimawissenschaft und der Wirtschafts-Theorie eingetrichtert worden sind.

Und als ob die Indoktrination noch nicht gründlich genug gewesen ist, treiben radikale Umweltaktivisten, pseudo-progressive Lehrer, Umwelt- und Bildungs-Bürokraten, Profiteure der politisch gewollten grünen Energie sowie lokale, nationale und internationale Politiker das Klima-Dogma voran als Teil des zentralen Lehrplanes in öffentlichen Schulen – alles in dem Bemühen, ihre Kontrolle über das tägliche Leben eines jeden Einzelnen immer weiter zu verstärken.

Man verstehe mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen Lehren über Klima als Teil eines allgemeinen Lehrplanes bzgl. Wissenschaften, darunter Biologie, Chemie, Geologie und Physik. Etwas über den Planeten Erde zu lernen, über die Unterschiede zwischen Ökosystemen, die Wechselwirkung von deren verschiedenen Komponenten, die Myriaden von Faktoren, welche das Klima sich mit der Zeit ändern lassen – und darüber, wie die menschliche Gesellschaft zum Klimawandel beigetragen oder sich an denselben angepasst und reagiert hat – lokal, regional und global – all das kann Kinder besser auf die sozialen und klimatischen Bedingungen vorbereiten, denen sie begegnen, wenn sie erwachsen werden – welche auch immer das sind. Das Problem sind die Bemühungen bzgl. „Bildung“ über Klima, die bislang nichts anderes sind als Indoktrination: die dogmatische, gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung, dass es einen wissenschaftlichen Konsens gibt darüber, dass die Menschen zu viele Ressourcen verbrauchen und einen gefährlichen Klimawandel bewirken. Die einzige Lösung soll der sofortige Ausstieg aus den fossilen Treibstoffen sein – was viele Analysten den „Klima-Wahn“ nennen.

Jeder Hinweis darauf, dass Ursachen und Folgen des Klimawandels immer noch Gegenstand aktiver Debatten sind oder dass fossile Treibstoffe für die Umwelt genauso wertvoll sind wie für Menschen oder dass sich erwiesen hat, dass Marktkräfte irgendwelche Umweltprobleme viel besser lösen als immer neue Eingriffe seitens der Regierung – all das wird aus Lehrbüchern, Studiums-Leitlinien und Lehrplänen gestrichen. Anstatt den Schülern beizubringen, wie man selbstständig nachdenkt und Fragen stellt, wie man Hypothesen mittels Daten austestet und Logik bei Schlussfolgerungen walten lässt, wird den Kindern hinsichtlich der Klima-Bildung beigebracht, ihr Gehirn abzuschalten und unkritisch alles zu glauben, was ihnen ihre Lehrer sagen.

Der Autor Sanjeev Sabhlok schreibt: „Die Klima-Hysterie ist eine großartige Gelegenheit, den Kindern beizubringen, Fragen zu stellen“. Ich stimme zu, aber genau das wird eben nicht gemacht. Stattdessen – dass hat sogar der linke Guardian kürzlich eingeräumt – „beruhten bis heute alle Versuche, die Öffentlichkeit – und unsere Kinder – über den Klimawandel zu unterrichten, auf Angsterzeugung, die sich auf Superstürme, massive Überschwemmungen und ominöse Wetterereignisse konzentrieren, um Furcht zu wecken“. Letzteres verhindert echtes Lernen und schädigt die Psyche von Kindern. Und doch – auf der Grundlage meiner Erfahrungen mit der Klima-Bildung hier in Texas und in anderen US-Staaten ist alles, was wir erwarten können, noch mehr Angsterzeugung und Agitation pro Sozialismus.

Um der Kinder willen – es ist längst überfällig damit aufzuhören, die betrügerische Aussage weiter voranzutreiben, dass es einen Konsens gibt darüber, dass Menschen einen katastrophalen Klimawandel verursachen, welcher schon bald dazu führen wird, dass die Menschen ums Überleben kämpfen auf der verblühten Hülle eines Planeten (in 10, 12, 50 oder 100 Jahren – man wähle selbst das bevorzugte Ende-der-Welt-Datum, welches von diversen Klima-Scharlatanen und -Hausierern hinaus posaunt wird). Bitte hört auf, die Kinder mit der Lüge zu indoktrinieren, dass sie nur durch Aufgabe ihrer selbst gewonnenen individuellen Hoffnungen und Träume für ein besseres Leben sich selbst und Planeten vor dem Untergang retten können. Bitte, um der Kinder willen, um deren mentaler Gesundheit und deren physikalisches Wohlergehen willen – sagt endlich, dass es Klimawandel schon immer gegeben hat und auch weiterhin geben wird, und dass die Menschen heute ebenso wie in der Vergangenheit sich an jene Änderungen anpassen können. Jeder folgenden Generation war es jeweils besser gegangen als der vorherigen Generation.

Das ist es, was uns Historie und Wissenschaft gleichermaßen bzgl. Klima zeigen, und das sind die guten Nachrichten, welche Medien und Bildungssysteme verbreiten sollten.

Bringt endlich die guten Nachrichten – für unsere Kinder!

Quellen: SOURCES: NBC News; Buzzfeed News; Times of India; Study International

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Empörung über Präsident Bolsonaro von Brasilien bzgl. Amazonas-Brände ist selektiv und völlig fehl am Platze

Die schreiende Berichterstattung hierüber erweckt den Anschein, als ob die Brände in Amazonien um diese Jahreszeit etwas ganz Neues sind. Weil 50 Millionen Brasilianer unter der Armutsgrenze leben, können Viele nur überleben, wenn sie für Ackerbau Land urbar machen, um Gras für ihr Vieh und Futter für andere Tiere anzubauen. Sie verdienen etwa 5,50 Dollar pro Tag.

Hier ist nur eine von Hunderten von Schlagzeilen, die derzeit um die Welt gejagt werden: Der Amazonas-Regenwald brennt! Klimawissenschaftler befürchten, dass ein Tipping Point unmittelbar bevorsteht (hier).

Damit wird dann jeder zum Durchdrehen gebracht. Hier folgt beispielhaft ein Tweet des Umweltexperten und Gitarristen von Toto Steve Lukather:

DAS IST DERZEIT DAS WICHTIGSTE THEMA DER WELT! Wir müssen sofort mit ALLEM aufhören und uns JETZT darum kümmern (hier).

Um wie viel schlimmer steht es also in diesem Jahr im Vergleich zu früheren Jahren bzgl. der Regenwald-Zerstörung in Brasilien? Nun, die offiziellen Daten sehen so aus:

Abbildung: Graphik der Waldrodungen brasilianischer Farmer im Amazonas ,um zu überleben‘ (hier).

Und jetzt erkläre man mir mal genau, welches Phänomen in dieser Graphik darauf hinweist, dass die Zerstörung des Regenwaldes plötzlich sehr viel schlimmer geworden ist!

Falls man sagt: „Nun, das gilt nur bis Juli dieses Jahres. Vielleicht ist es im August noch viel schlimmer!“, werde ich darauf hinweisen, dass der Original-Artikel im Guardian bzgl. der „Zunahme um 88%“ der Zerstörung des Regenwaldes bereits am 3. Juli erschienen war!

In jenem Beitrag verglich man den Juni 2019 mit Juni 2018, was mir so ziemlich wie Rosinenpickerei vorkommt, zeigt doch eine extensivere und vollständige Historie in obiger Graphik, dass 2019 kein Ausnahmejahr bzgl. Regenwald-Zerstörung sein wird im Vergleich zu früheren Jahren.

Die Trockenzeit in diesem Jahr (Juni bis August) war in der Tat außerordentlich trocken. Die Regenmenge in Brasilien ist eng verbunden mit der Verteilung der Wassertemperatur sowohl im Pazifik als auch im Atlantik, besonders hinsichtlich des Auftretens von El Nino und La Nina. Satellitendaten der NASA zeigen, dass die Brände dort – hauptsächlich aus landwirtschaftlichen Gründen entzündet – außerordentlich heiß brennen (hier), möglicherweise infolge fehlender Feuchtigkeit im Brennstoff. Jeder mit einem Kamin, in welchem Holz verbrannt wird, und jeder Camper am Lagerfeuer kennt diesen Effekt. Je trockener das Holz, umso heißer und „sauberer“ als gewöhnlich brennt es. Falls man die täglichen Satellitenbilder der NASA bzgl. Rauch betrachtet (hier), wird man erkennen, dass es in vielen Jahren zuvor in Amazonien viel mehr Rauch gegeben hatte als in diesem Jahr.

Dies ist nichts als ein weiterer Beleg dafür, wie die Medien das Narrativ kontrollieren und wie selektiv und überkritisch sie eine bestimmte (und fast immer rechts stehende Partei) verantwortlich machen.

Ganz klar gesagt: Ich stehe keineswegs hinter der Politik von Präsident Bolsonaro. Ich betone aber die Scheinheiligkeit der Medien hinsichtlich der Umwelt-Berichterstattung!

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/28/selective-and-misplaced-outrage-at-brazils-president-bolsonaro-over-amazonian-fires/




Feuer-Historie am Amazonas seit 2003

Das hier erzählt man uns ständig:

Und so sehen die Daten in Wirklichkeit aus, aufgezeichnet bis zum 22. August. Ja, diese werden täglich aktualisiert:

Abbildung 2: Gesamtzahl der Brände im Amazonas via MODIS (2019 ist hervorgehoben).

Dies stammt von einer wunderbaren Website, nämlich dieser hier.

Hier finden die NASA-MODIS-Daten der Satelliten Terra und Aqua Eingang, und sie werden täglich aktualisiert. Auf der Website werden die einzelnen Regionen im Amazonas aufgeschlüsselt. Es gibt dort auch globale Daten, aber hier habe ich nur auf die Amazonas-Daten geschaut.

Die interaktiven Graphiken sind sehr informativ. Fährt man mit dem Cursor über die Graphik, zeigen sich an jedem Punkt die jeweiligen Daten.

Man kann bestimmte Jahre hervorheben, indem man in der Legende der Graphik auf dieses Jahr klickt. Dann erscheint es in der Graphik fett, während die anderen Jahre abgeschwächt werden. Es zeigt sich, dass das Jahr 2019 etwas über dem Durchschnitt, aber keineswegs auf einem Rekord-Niveau liegt. Nicht einmal annähernd.

Eines fiel mir beim Blick auf jedes einzelne Jahr auf, nämlich eine holprige Verteilung – ein oder zwei schlechte Jahre, ein oder zwei Jahre auf sehr niedrigem Niveau, dann wieder ein schlechtes Jahr. Diese Verteilung erstreckt sich bis zum Jahr 2010. Dieses Jahr 2010 war das letzte „schlechte“ Jahr. Seit dem Jahr 2010 zeigt sich nur noch die Hälfte der „schlechten Jahre“ oder noch weniger. Die alte Verteilung war beendet.

Nicht nur, dass auf dieser Site die Anzahl der Brände berechnet werden, sondern auch die Kohlenstoff-Emissionen (in Tg) der Brände. Man beachte, dass die Schwäche dieser Graphik hinsichtlich geschätzter späterer Daten aufweist, daher ist es grau schattiert.

Die Emissions-Graphik auf der Website zeigt, wovon ich rede, nämlich alternierend gute und schlechte Jahre. Aber wie erwähnt, nur bis zum Jahr 2010. Es ist offensichtlich, dass in den Emissionen ein rückläufiger Trend zu verzeichnen ist.

Auch hier kann man mittels Bewegung des Cursors einzelne Datenpunkte hervorheben. Ist das signifikant? Das weiß ich nicht. Ich müsste die Daten herunterladen und Trends berechnen. Ich kann aber definitiv sagen, dass es keinen zunehmenden Trend gibt, und das Niveau des Jahres 2019 liegt WEIT, WEIT unter rekordnahen Bereichen.

Abbildung 3: jährliche geschätzte Emissionen des Amazonas-Gebietes

Man beachte, dass die jährlichen Emissionen die Brandgebiete enthalten müssten, um die Gesamt-Emissionen zu ergeben. Nur für den Fall, dass jemand die Brand-Daten nicht den Brand-Gebieten entsprechen.

Schlussfolgerung: Brände im Amazonas-Gebiet zeigen jüngsten Daten der NASA zufolge eine Abnahme im Verlauf des Aufzeichnungs-Zeitraumes und liegen im Jahre 2019 nicht einmal annähernd in der Nähe irgendwelcher Rekordwerte.

Nachtrag 1: Die NYT behauptet, dass die Brände 2019 erheblich zugenommen haben im Vergleich zu 2018. Das ist korrekt. Was man aber nicht sagt ist, dass in der Hälfte der Jahre VOR 2019 die Brände stärker waren und in der anderen Hälfte niedriger. Das ist Rosinenpickerei erster Güte.

Nachtrag 2: Nick Stokes weist darauf hin, dass das Niveau der Brände in einer Provinz auf rekordhohem Niveau liegt. Stimmt, bis heute ist das Rekord-Niveau dort fast erreicht. Aber das bedeutet, dass das Niveau im Rest der gesamten Region UNTER dem Mittel (von 2003 bis heute) liegen muss. Betrachtet man jede Region im Amazonas einzeln, stimmt das in der Tat. Santa Cruz und Amazonas liegt über, alle anderen unter, teils deutlich unter dem Mittelwert. Ergebnis? In der gesamten Region liegt das Niveau sehr nahe dem MODIS-Mittelwert für diese Jahreszeit.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/23/amazon-fire-history-since-2003/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Todesfalle Windräder: Eine Erklärung

Mir fielen dabei die unerwartet tödlichen Eigenschaften von Windturbinen ein. Laut Gesetz in den USA wird jeder mit einer saftigen Geldbuße belegt, der den Nationalvogel, also einen Weißkopf-Seeadler tötet … aber Windturbinen können den Weißkopf-Seeadler zu Dutzenden töten, und es passiert absolut nichts. Sie töten so viele Vögel und Fledermäuse, dass die US-Regierung nicht darum herumkam, Ausnahmeregelungen bzgl. der Todesfälle von Vögeln und Fledermäusen zu verhängen … und das sind sehr viele Todesfälle. Es ist bizarr, wie furchtbar tödliche Windturbinen sind.

So wird zum Beispiel geschätzt, dass der Windpark am Altamont Pass in Kalifornien – nicht weit entfernt von meinem Wohnort – während der 25 Jahre seit seiner Errichtung 2900 Königsadler getötet hat … und das waren lediglich Königsadler. Nach anderen Schätzungen kommen allein in den USA jährlich 600.000 Fledermäuse zu Tode.

Dann twitterte mir jemand, dass Katzen und Hochhäuser auch viele Vögel töten. In der Tat, dem ist so.

Allerdings gibt es da einen gewaltigen Unterschied zu Windturbinen, und ich sage, dass dieser Unterschied komischerweise Insekten sind. Meine Theorie, warum Windturbinen so viele Fledermäuse und Vögel töten, große und kleine – viel mehr als irgendjemand gedacht hatte – geht so: Windturbinen sind überraschend tödlich, weil sie Insekten töten.

Und nicht nur ein paar Insekten. Auf der Grundlage von Beobachtungen und Modellrechnungen haben deutsche Forscher berechnet, dass jede Windturbine Insekten in einer Größenordnung von 12.000 pro Tag tötet. Das ergibt etwa 12.000 Tonnen tote Insekten pro Jahr allein in Deutschland. Und auf jedes getötete Insekt kommen vielleicht zehn weitere, die danach nicht mehr lebensfähig sind. Und ich habe den Verdacht, dass deren Rechnungen zu niedrig sind.

Zunächst ein wenig Hintergrund. Die meisten Menschen machen sich gar nicht klar, dass die Spitzen der Rotorblätter jener sich langsam drehenden Windturbinen normalerweise eine typische Geschwindigkeit von 280 km/h erreichen (ein Mittelwert aus 21 unterschiedlichen Typen), wobei Einige bis zu 370 km/h schnell sein können. Es ist unmöglich, etwas aus dem Weg zu gehen, das sich so schnell bewegt.

Es ist aber noch schlimmer. Bei dieser Geschwindigkeit müssen die Rotorblätter nicht einmal direkt Insekten, Vögel oder Fledermäuse treffen. Es gibt einen gewaltigen Luft-Überdruck direkt vor dem Rotorblatt und ein Fast-Vakuum auf dessen Rückseite. Der plötzliche Übergang von Überdruck zu Fast-Vakuum kann eine Vielzahl von Verletzungen hervorrufen, darunter platzende Lungen bei Vögeln und Fledermäusen.

Aber der Reihe nach. Fangen wir mit den Insekten an. Die Turbine ist wie ein riesiger Fleischwolf für Insekten. Sie werden an den Frontseiten der Rotorblätter zerschmettert, genau wie man es häufig an den Triebköpfen von ICE-Zügen sieht. Außerdem werden Insekten verletzt durch Turbulenz und Druckunterschiede. Und unablässig werden fortwährend und unsichtbar hunderte toter und verletzter Insekten durch die Luft gewirbelt – und der Geruch toter Insekten steigt zuhauf gen Himmel.

Unmittelbare erste Folge ist natürlich, dass der Geruch toter und verwundeter Insekten viele andere Insekten anlockt. Viele Insekten sind Aasfresser, und so kommen immer mehr Insekten, um sich an den toten Insekten zu laben – genau wie jene Kröten auf der tropischen Insel. Zu den getöteten und verwundeten Insekten kommen jetzt also noch sehr lebendige andere Insekten auf der Suche nach einem Festmahl.

Und was passiert als Nächstes? Nun, viele Fledermäuse und Insekten fressende Vögel werden durch den Geruch tausender toter und verwundeter Insekten angelockt. Sie bemühen sich nach Kräften, all die toten Insekten zu vertilgen, bevor sie zu Boden fallen.

Und was dabei passiert, ist offensichtlich: Bis zu mit 370 km/h durch die Luft rasende Rotorblätter töten und verletzen auch diese Fledermäuse und Vögel.

Aber natürlich ist die Kette noch länger. Wo immer große Mengen toter und verwundeter Fledermäuse und Vögel anfallen, werden unvermeidlich auch große Raub- und Aasvögel angelockt wie Eulen, Bussarde, Geier, Falken, Adler, Milane, Habichte usw. Sie kommen, um die lebenden, verwundeten oder toten Vögel zu fressen, welche zuvor gekommen waren, um lebende, verwundete oder tote Insekten zu fressen … und da auch diese auf der Jagd nach Nahrung ihrer Umwelt keine Aufmerksamkeit schenken, ereilt die Raubvögel das gleiche Schicksal wie die kleineren Vögel, Fledermäuse und Tausende Insekten.

Wie viele Vögel kommen auf diese Weise zu Tode? Die einfache Antwort lautet: viel zu viele! Aber es ist schwer, das genauer zu beziffern, weil die Windindustrie-Gewaltigen das als Betriebsgeheimnis hüten und ihre Zahlen nie veröffentlichen werden. Die Audobon-Gesellschaft sagt dazu:

Windturbinen töten geschätzt 140.000 bis 328.000 Vögel in jedem Jahr in den USA.“.

Hunderttausende … aber das ist lediglich eine Schätzung, und die Schätzungen werden jedes Mal nach oben korrigiert. Aus Hawaii, einem der wenigen Orte, wo die Bekanntgabe derartiger Verluste gesetzlich vorgeschrieben ist, kommen z. B. aus dem Jahr 2017 Beiträge wie diese: „Wind farms killing more bats than expected“ oder „Hawaii windmills take a toll on endangered animals“.

Richtig … ich wette, es werden mehr Tiere getötet als erwartet.

Ich denke, dass der Grund dafür, dass die Menschen fortwährend die Todesfälle von Vögeln und Fledermäusen durch Windturbinen unterschätzen, darin liegt, dass man niemals die Insekten in Erwägung zieht. Sie glauben, dass ein zufällig durchfliegender Vogel nur ab und zu einmal vom Rotorblatt einer Windturbine getroffen wird, wenn er über die Landschaft fliegt … die Menschen machen sich einfach nicht klar, dass stattdessen die Fledermäuse und Vögel angelockt werden durch vermeintlich leichte Beute – und in der Folge beim Irrflug durch die Turbinenlandschaft das Ergebnis vorhersehbar ist.

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[Die Übersetzung des Schluss-Absatzes aus dem ganz oben verlinkten Beitrag lautet: Solar- und Windenergie sind schlimmer als nutzlos. Nutzlosigkeit wäre schon schlimm genug, aber sie ist außerdem horrend teuer, und Subventionen machen alles noch schlimmer. Die Bevölkerung in UK zahlt mehr an Subventionen pro Kilowattstunde als die USA für den gesamten Stromverbrauch aufbringen. Und was dann noch hinzukommt – die Windmühlen verschleißen viel schneller als jeder außer einigen Zynikern wie ich selbst gedacht hatten].

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/21/explaining-wind-turbine-lethality/

Übersetzt von Chris Frey EIKE