Michael E. Mann, Verlierer

Zunächst: Obwohl Mann sich immer als Opfer geriert, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass er in diesem Falle wie auch in dem Meinen der Kläger ist: Es war seine Entscheidung zu klagen – und ohne diesen bewussten Entschluss hätte es kein Verfahren gegeben. Wenn also Mann sagt, dass „es kein Ergebnis gegeben habe, wonach die Vorwürfe von Ball gerechtfertigt waren“, hat Ball gar nichts vorgeworfen: Das ist ein legaler Terminus, und die einzige Klage vor Gericht war die von Mann, und zwar in seiner Behauptung gegen Ball. Jene Mann’schen Klagen wurden verworfen – also hat Mann, laienhaft ausgedrückt, verloren und Ball gewonnen.

und

Das heißt, es ist vorbei, und Mann hat verloren. Wie auch immer er es dreht und wendet – das Urteil ist bindend für ihn, ebenso wie für alle anderen Aspekte seiner Klage: Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass Manns unentschuldbares Verhalten den Beklagten geschädigt hat, weshalb die Klage abgewiesen worden war. Juristisch ist das eine grundlegende Abweisung: worum es Mann auch immer in seiner Klage gegen Ball gegangen war, es ist aus und vorbei, für immer. Tim Ball darf erklären – jeden Tag der Woche während der nächsten 30 Jahre –, dass Mann in das Staatsgefängnis* gehöre – weil jene grundlegende juristische Frage entschieden worden ist und Mann es vermasselt hat. Ich bin nicht überrascht darüber, dass keiner seiner Anwälte, kommen sie nun aus Kanada oder den USA, ihren Namen unter dem Scherbenhaufen von Mann sehen wollen – weil man sich gewaltig blamiert, wenn man so geisteskrank wie hier vor einem Richter argumentiert.

[*Unübersetzbares Wortspiel. State Pen steht für State state penitentiary = Staatsgefängnis. Penn State dagegen steht für University of Pennsylvania, wo Mann arbeitet. Anm. d. Übers.]

Trotz seines ein Jahrzehnt langen Kampfes und dank seiner Ausdauer – Tim Ball blieb standhaft – und gewann! Ich könnte es nicht besser.

Der ganze Beitrag steht hier.

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Update (EW) – The court judgment makes interesting reading (h/t Dr. Willie Soon)

Aktualisierung: Auszüge aus der Urteilsbegründung:

IN THE SUPREME COURT OF BRITISH COLUMBIA
Citation:
Mann v. Ball,

2019 BCSC 1580
Date: 20190822
Docket: S111913
Registry: Vancouver
Between:
Michael Mann
Plaintiff [Kläger]
And:
Timothy (“Tim”) Ball
Defendants [Beklagter]
Before: The Honourable Mr. Justice Giaschi
Oral Reasons for Judgment [mündliche Urteilsbegründung]
In Chambers
Counsel for the Plaintiff: [Anwalt des Klägers]
R. McConchie
Counsel for the Defendant, Timothy (“Tim”) Ball: [Anwälte des Beklagten]
M. Scherr
D. Juteau
Place and Date of Hearing:
Vancouver, B.C.
May 27 and August 22, 2019
Place and Date of Judgment:
Vancouver, B.C.
August 22, 2019

1) Der Richter: Ich möchte meine Gründe für die Abweisung der Klage darlegen. Ich behalte mir das Recht vor, diese Gründe der Klarheit und der Grammatik wegen zu überarbeiten, aber das Ergebnis wird sich dadurch nicht ändern.

2) Der Beklagte beantragt, die Angelegenheit wegen Verzögerung abzuschließen.

3) Der Kläger, Dr. Mann, und der Beklagte, Dr. Ball, haben dramatisch unterschiedliche Ansichten bzgl. Klimawandel. Ich habe nicht die Absicht, auf jene Ansichten einzugehen. Es ist ausreichend, dass einer glaubt, der Klimawandel sei vom Menschen verursacht, der andere glaubt das nicht. Als Folge dieser unterschiedlichen Meinungen befanden sich beide seit vielen Jahren im ständigen Streit.

4) In dem Verfahren geht es zunächst um eine Aussage des Klägers in einem Interview vom 9. Februar 2011. Sie lautete: „Michael Mann an Penn State sollte im State Pen, nicht bei Penn State sein“. Diese Aussage war auf einer Website veröffentlicht worden und stellt vermeintlich eine Beleidigung des Klägers dar. In diesem Zivilrechts-Prozess geht es auch um viele andere, vermeintlich beleidigende Aussagen, welche von Tim Ball veröffentlicht worden waren. Es ist nicht notwendig, diese Aussagen hier im Einzelnen anzusprechen.

5) 0690860 Manitoba Ltd. v. Country West Construction, 2009 BCCA 535, Paragraphen 27 und 28, legen die vier Elemente fest, welche für eine Zurückweisung beachtet werden müssen. Das sind:

a) Gab es eine unzulässige Verzögerung bei der Behandlung des Falles?

b) Falls es eine unzulässige Verzögerung gegeben hat, ist diese unter diesen Umständen entschuldbar?

c) Hat die Verzögerung das Urteil ernsthaft beeinflusst, und falls ja, besteht dann ein substantielles Risiko, dass eine faire Verhandlung nicht mehr möglich ist?

d) Erfordert die Justiz der Gleichbehandlung halber eine Abweisung des Falles?

6) Zunächst zu der Frage, ob es zu einer unzulässigen Verzögerung gekommen war. Der zeitliche Ablauf ist wie folgt:

[Es folgt die zeitliche Auflistung, die jedoch auch in den folgenden Ausführungen angesprochen wird. Daher werden die Punkte a) bis i) hier nicht übersetzt. Anm. d. Übers.]

7) Es gab mindestens zwei extensive Perioden der Verzögerung. Beginnend etwa im Juni 2013 gab es eine Verzögerung von etwa 15 Monaten, in welchen nichts geschah, was den Fall voran brachte. Eine zweite extensive Periode der Verzögerung war vom 20. Juli 2017 bis zur Einreichung des Antrags auf Abweisung am 21. März, also über 20 Monate. Auch während dieses Zeitraumes wurde nichts getan, um den Fall voranzubringen. Die Gesamtzeit von der Einreichung der Zivilklage bis zum Antrag auf Abweisung betrug acht Jahre. Es werden fast 10 Jahre bis zum Urteil in der Sache vergangen sein. Es gab also zwei Perioden über zusammen etwa 35 Monate, in denen nichts geschah. Meiner Ansicht nach ist das eine unzulässige Verzögerung.

8) Nun zu der Frage, ob die Verzögerung entschuldbar ist. Meiner Ansicht nach ist das nicht der Fall. Es gibt keine Belege seitens des Klägers, welche die Verzögerung erklären. Dr. Mann reichte eine eidesstaatliche Erklärung ein, legte aber keinerlei Belege irgendeiner Art vor bzgl. der Verzögerung. Bedeutend hierbei: er legte keinerlei Belege vor, die sagen, dass die Verzögerung seinen Anwälten geschuldet war, und auch keine dafür, dass er seine Anwälte angewiesen hatte, den Fall sorgfältig voranzubringen. Er ist einfach in überhaupt keiner Weise auf die Verzögerung eingegangen.

9) Der Anwalt von Dr. Mann macht geltend, dass die Verzögerung seiner Beschäftigung mit anderen Angelegenheiten geschuldet war, aber die eidesstaatliche Versicherung bleibt weit hinter einem Beleg, der dieses etabliert. Die eidesstaatliche Erklärung von Jocelyn Molnar, eingereicht am 10. April 2019, spricht einfach nur an, in welche Angelegenheiten der Anwalt des Klägers zu verschiedenen Zeiten involviert war. In der Erklärung gibt es keine Verbindung dieser anderen Angelegenheiten mit der Verzögerung hier. Sie erklärt nicht die lange Verzögerung während der Jahre 2013 und 2014 und erklärt auch nicht in angemessener Weise die Verzögerung ab Juli 2017. Die Beweise bleiben weit hinter einer Rechtfertigung der Verzögerung zurück.

10) Selbst wenn ich akzeptieren würde, dass die Belege zur Ursache der Verzögerung allein dem Anwalt des Klägers wegen seiner anderen Arbeiten geschuldet waren, was ich nicht tue, stimme ich nicht zu, dass dies eine angemessene Entschuldigung ist. Der Anwalt des Klägers war nicht in der Lage, irgendeinen Beleg vorzulegen, aus dem einwandfrei hervorgeht, dass der übervolle Arbeitsplan des Anwalts eine valide Entschuldigung der Verzögerung ist. Im Gegensatz dazu verweist der Beklagte an Hughes v. Simpson Sears, [1988] 52 D.L.R. (4th) 553, wo Richter Twaddle im Namen des Manitoba Court of Appeal auf Seite 13 schreibt:

… Freedman, J.A. sagte, dass das über allem stehende Prinzip in Fällen dieser Art „essentielle Gerechtigkeit“ ist. Daran kann kein Zweifel bestehen, aber es muss die Gerechtigkeit für beide Seiten sein, nicht nur für eine. … Das fundamentale Prinzip lautet, dass einem Kläger nicht das Recht entzogen werden sollte, über seinen Fall nach seinen Meriten zu entscheiden, solange er nicht verantwortlich ist für unangemessene Verzögerungen, welche die andere Seite benachteiligt haben. Ein Kläger ist verantwortlich für von seinen Anwälten veranlasste Verzögerungen.

Ich habe bereits ausgeführt, dass das Verhalten der Anwälte fahrlässig war. Ist erst einmal festgestellt, dass die Verzögerung unangemessen ist hinsichtlich des Gegenstands des Verfahrens, der Komplexität der Themen sowie der Erklärung dafür, dann muss in Betracht gezogen werden, ob es nachteilig für den Beklagten ist. Es liegt in der Aufgabe des Ausgleichs zwischen dem Recht des Klägers fortzufahren und dem Recht des Beklagten, nicht benachteiligt zu werden mittels einer ungerechtfertigten Verzögerung, Gerechtigkeit walten zu lassen.

11) Darüber hinaus scheinen sich der Kläger und sein Anwalt anderen Angelegenheiten gewidmet zu haben, wie aus den eingereichten Belegen hervorgeht, und zwar sowohl juristische als auch professionelle Angelegenheiten im Falle des Klägers, anstatt dem hier vorliegenden Gegenstand der Verhandlung irgendeine Priorität einzuräumen. Der Kläger scheint damit zufrieden gewesen zu sein, diese Angelegenheit einfach im Sande verlaufen zu lassen.

12) Dementsprechend stelle ich fest, dass die Verzögerung unentschuldbar ist.

13) In Bezug auf Vorurteile wird ein solches Vorurteil vermutet, es sei denn, das Vorurteil wird widerlegt. In der Tat wird die Vermutung von Vorurteilen in Fällen der Verleumdung noch verstärkt: Samson gegen Scaletta, 2016 BCSC 2598, Randnrn. 40-43. Der Kläger hat keine Beweise eingereicht, die die Vermutung von Vorurteilen widerlegen.

[Hier wurde ganz ausnahmsweise der Google-Übersetzer bemüht. Die eigene Übersetzung wäre vermutlich wegen mangelnder Sachkenntnis noch unzureichender gewesen. Anm. d. Übers.]

14) Außerdem hat der Beklagte tatsächliche Beweise für eine tatsächliche Benachteiligung vorgelegt. Die Benachteiligung ergibt sich daraus, dass der Beklagte drei Zeugen benennen wollte, welche faire Kommentare und den Vorsatz hätten belegen können. Diese Zeugen sind inzwischen verstorben. Ein vierter Zeuge ist nicht mehr reisefähig. Folglich komme ich zu dem Ergebnis, zumal die Vermutung einer Benachteiligung nicht widerlegt worden ist, dass es eine wirkliche Benachteiligung des Klägers gegeben hatte als Folge der Verzögerung.

15) Nun zum finalen Faktor. Ich komme ohne groß zu zögern zu dem Ergebnis, dass es die Gerechtigkeit alles in allem erfordert, die Klage abzuweisen. Beide Parteien sind über achtzig Jahre alt, und Dr. Ball ist nicht gesund. Sein Fall hing acht Jahre über ihm wie ein Damokles-Schwert, und er muss bis zum Januar 2021 warten, bevor die Angelegenheit vor ein Gericht kommt. Das ist eine Verzögerung um zehn Jahre seit der ursprünglichen Beleidigungs-Aussage. Andere Zeugen sind ebenfalls schon sehr alt oder nicht mehr gesund. Die Erinnerung aller Parteien und Zeugen wird bis zum Zeitpunkt der Verhandlung immer mehr verblassen.

16) Wegen der Verzögerung komme ich zu dem Ergebnis, dass es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich ist, dem Beklagten ein faires Verfahren zukommen zu lassen. Es handelt sich hier um eine einfache Beleidigungsklage, die schon lange hätte abgeschlossen sein müssen. Dass dies nicht der Fall war liegt daran, dass der Kläger dem Fall nicht die Priorität eingeräumt hat, die er hätte einräumen müssen. Unter diesen Umständen ist es zwangsläufig, die Klage abzuweisen, und folglich weise ich die Klage hiermit ab wegen Verzögerung.

17) Bevor ich schließe, möchte ich noch anmerken, dass die eingereichten Materialien zu diesem Fall erheblich exzessiv sind im Verhältnis zu dem hier verhandelten Gegenstand. Es sind vier dicke Ordner seitens des Klägers und einer vom Beklagten. Die Ordner enthalten viele, teils eidesstaatliche Erklärungen, von denen viele vollkommen irrelevante Belege enthalten. Meiner Ansicht nach hätten eine oder zwei eidesstaatliche Erklärungen ausgereicht, um die Verzögerung zu umreißen nebst den Gründen für dieselbe sowie die Benachteiligung.

[Die folgenden Punkte 18 bis 30 möchte ich lieber unübersetzt lassen. Sie sind mir teilweise inhaltlich völlig unverständlich. Anm. d. Übrs.]:
18) Those are my reasons, counsel. Costs?
19) MR. SCHERR: I would, of course, ask for costs for the defendant, given the dismissal of the action.
20) MR. MCCONCHIE: Costs follow the event. I have no quarrel with that.
21) THE COURT: All right. I agree. The costs will follow the event, so
the defendant will have his costs of the application and also the costs of the action, since the action is dismissed.
22) The outstanding application, I gather there is no reason to proceed with it now.
23) MR. MCCONCHIE: It is academic, in light of –
24) THE COURT: It is academic.
25) MR. MCCONCHIE: – Your Lordship’s ruling today.
26) THE COURT: Right. Thank you, gentlemen. Anything else?
27) MR. SCHERR: No, Your Honour.
28) THE COURT: All right.
29) MR. SCHERR: No, My Lord.
30) THE COURT: Then, we are concluded and you shall have your materials back, which are these binders. Thank you, gentlemen.
“Giaschi J.”

Quelle: https://www.bccourts.ca/jdb-txt/sc/19/15/2019BCSC1580.htm

Video: Dr Tim Ball – deutsch – Ein Sieg gegen den Klimawandel/-schwindel

 

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/09/20/michael-e-mann-loser/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Nachbildung des Fehlers beim Antrieb durch den langwelligen Wolken-Faktor um ±4 W/m² sowie dessen Bedeutung

Nachbildung

Die Studie zeigte eine Gleichung der Nachbildung durch GCMs, in welcher diese lineare Beziehung ausgedrückt wird, zusammen mit extensiven Demonstrationen des unveränderten Erfolgs.

In der Studie werden die GCMs als Blackbox behandelt. Antrieb durch Treibhausgase geht ein, Projektionen der Lufttemperatur kommen heraus. Um diese Ergebnisse geht es hier. Was innerhalb der Blackbox passiert, ist irrelevant.

In der Nachbildungs-Gleichung der Studie geht der Treibhausgas-Antrieb ein und erfolgreich nachgebildete Projektionen der Lufttemperatur kommen heraus. Genau wie es in GCMs immer der Fall ist. In jedem Falle sind GCM und Nachbildung der Lufttemperatur eine lineare Extrapolation des Treibhausgas-Antriebs.

Im jüngsten Beitrag von Nick Stokes liest man: „Mit einer gegebenen Lösungs-Funktion f(t) kann man es tatsächlich perfekt nachbilden mit einer gewaltigen Variation von Differentialgleichungen“. Dies, so sagt er, ist eine Kritik an der linearen Nachbildung in der Studie.

Allerdings müsste in jede Einzelne jener Differentialgleichungen der Treibhausgas-Antrieb eingehen und eine lineare Extrapolation des minimalen Treibhausgas-Antriebs müsste herauskommen. Sollten sich die Differentialgleichungen nicht linear verhalten, wäre die Nachbildung der Lufttemperatur nicht erfolgreich.

Es würde keine Rolle spielen, welcher Differential-Loop in Nicks Differentialgleichungen auftaucht zwischen Eingangs- und Ausgangssignal. Die Ausgangssignale der Differentialgleichungen müssen notwendigerweise eine lineare Extrapolation des Eingangssignals sein. Wo das nicht der Fall ist, würden die Nachbildungen scheitern.

Jene notwendige Linearität bedeutet, dass die gesamte gewaltige Variation der Differentialgleichungen von Nick Stokes lediglich ein Satz von unnötig komplizierten Beispielen ist, welche die lineare Nachbildungs-Gleichung in meiner Studie validieren müssten.

Nicks Differentialgleichungen wären lediglich lineare Emulatoren mit irrelevanten Differential-Quellen; unwesentliche Dekorationen, angeheftet aus künstlichen, oder in seinem Fall polemischen, Gründen.

Nick Stokes‘ Differentialgleichungen sind kaum mehr als auf komplizierte Art und Weise die gleiche Einsicht wie in der Studie zu zeigen: dass nämlich Projektionen der Lufttemperatur seitens der GCMs lediglich lineare Extrapolationen des bruchteilhaften Treibhausgas-Antriebs sind.

Seine Differentialgleichungen tragen nichts zu unserem Verständnis bei. Auch widerlegen sie nicht die Aussagekraft der originalen linearen Nachbildungs-Gleichung.

Die Nachbildungs-Gleichung erfasst die gleichen physikalischen Variablen wie die GCMs, bearbeitet sie auf die gleiche, physikalisch relevante Art und Weise und erzeugt die gleichen extrapolierten Werte. Ihr Verhalten dupliziert all die bedeutenden Qualitäten der Parameter eines jedweden GCMs.

Die Nachbildungs-Gleichung zeigt die gleiche Sensitivität bzgl. Antriebs-Eingangssignale wie die GCMs. Daher zeigt sie auch die gleiche Sensitivität der physikalischen Unsicherheit in Verbindung mit genau jenen Antrieben.

Die Gleichheit der Sensitivität der Nachbildung und der GCMs bzgl. der Eingangssignale bedeutet, dass die Nachbildungs-Gleichung notwendigerweise die Zuverlässigkeit der GCMs zeigen muss, wenn man die Gleichung heranzieht für die Verbreitung der Unsicherheiten in den Eingangssignalen.

Kurz gesagt, eine erfolgreiche Nachbildungs-Gleichung kann verwendet werden, um vorherzusagen, wie sich das GCM verhält; etwas, das direkt gezeigt wird durch die Sensitivitäts-Gleichheit der Eingangssignale. Beide, Emulator und GCM, sind lineare Extrapolations-Maschinen.

Noch einmal, die Nachbildungs-Gleichung zeigt die gleiche Sensitivität bzgl. eingehender Antriebe wie die GCMs. Daher weist sie die gleiche Sensitivität wie die GCMs auf hinsichtlich der Unsicherheit, welche mit jenen genau gleichen Antrieben einhergehen.

Fortpflanzung nicht-normaler systematischer Fehler

In meinem ganz oben verlinkten Beitrag habe ich aus der relevanten Literatur der Bedeutung und des Verfahrens der Fehler-Fortpflanzung beschrieben. Die meisten dieser Studien stammen aus Ingenieurs-Journalen.

Das kommt nicht unerwartet angesichts der extrem kritischen Aufmerksamkeit, welche Ingenieure der Genauigkeit widmen müssen. Ihre Arbeitsergebnisse müssen sich effektiv verhalten unter dem Spagat zwischen Sicherheit und ökonomischem Überleben.

Allerdings kommt der Studie von Vasquez und Whiting spezielle Aufmerksamkeit zu. Sie untersuchen die Fehler-Analyse in komplexen, nicht-linearen Modellen.

Folgendes längere Zitat ist der Erwähnung würdig:

Systematische Fehler sind verbunden mit Verzerrungen bei Kalibrierung der Verfahren und der Ausrüstung … Experimentatoren haben den Auswirkungen von Zufallsfehlern bei der Fortpflanzung von Unsicherheiten bzgl. chemischer und physikalischer Eigenschaften immer besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Obwohl jedoch das Konzept systematischer Fehler klar ist, gibt es einen überraschenden Mangel von Verfahren, um der Analyse der Fortpflanzung systematischer Fehler Rechnung zu tragen. Letzteres kann bedeutender sein als normalerweise angenommen.

Normalerweise wird angenommen, dass der Wissenschaftler systematische Fehler auf ein Minimum reduziert hat, aber es gibt immer nicht reduzierbare Schätzungen systematischer Residual-Fehler. Andererseits gibt es eine psychologische Hemmschwelle, dass die Erwähnung der Schätzung systematischer Fehler Glaubwürdigkeit und Qualität der experimentellen Messungen beeinträchtigt. Dies erklärt, warum Bias-Fehlerschätzungen kaum jemals in der Literatur zu finden sind.

Von besonderem Interesse sind die Auswirkungen möglicher Kalibrierungs-Fehler bei experimentellen Messungen. Diese Ergebnisse werden analysiert mittels kumulativer Wahrscheinlichkeits-Verteilungen (cdf) für die Output-Signale der Variablen des Modells.

Wie schon von Vasquez und Whiting (1998) bei der Analyse thermodynamischer Daten angemerkt, sind die erkannten systematischen Fehler nicht konstant und neigen dazu, eine Funktion der Größenordnung der gemessenen Variablen zu sein.

Wenn verschiedene Quellen systematischer Fehler erst einmal erkannt sind (Unsicherheiten aufgrund systematischer Fehler) wird vorgeschlagen, beta zu berechnen als ein Mittel des Bias‘ oder als Korrekturfaktoren wie folgt:

beta = sqrt[sum over(theta_S_i)²],

wobei „i“ die Quellen der Bias-Fehler definiert und „theta_S“ die Bandbreite des Bias‘ innerhalb der Fehlerquelle „i“ bezeichnet.

Das heißt, dass die Unsicherheit aufgrund systematischer Fehler in nicht-linearen Modellen sich als root-sum-square fortsetzt.

Dies ist die korrekte Berechnung der Gesamt-Unsicherheit in einem Endergebnis, und genau dieses Verfahren wende ich in meiner Studie an.

Die Bedeutung von ±4 W/m² langwelliger Wolken-Antriebsfaktor (LWCF)

Diese Illustration könnte die Bedeutung von ±4 W/m² der Unsicherheit im jährlichen mittleren LWCF klären.

Die Frage, die man sich jetzt stellen muss, lautet: Welche Genauigkeit im simulierten Wolken-Antriebsfaktor ist notwendig, um den jährlichen Einfluss des CO2-Antriebs herauszufiltern?

Wir wissen seit Lauer und Hamilton (2013), dass der mittlere jährliche ±12,1%-Fehler des von den CIMP5 berechneten Wolkenanteils (CF) einen mittleren jährlichen Fehler von ±4 W/m² im langwelligen Wolken-Antrieb (LWCF) erzeugt.

Wir wissen außerdem, dass die jährliche mittlere Zunahme des CO2-Antriebs etwa 0,035 W/m² beträgt.

Unter der Annahme einer linearen Relation zwischen dem Fehler des Wolkenanteils und dem LWCF-Fehler ist der mittlere CF-Fehler von ±12,1% proportional verantwortlich für den mittleren jährlichen LWCF-Fehler von ±4 W/m².

Dann kann man das notwendige Niveau der GCM-Auflösung abschätzen, um den jährlichen mittleren Anteil des Wolken-Antriebs als Reaktion auf den CO2-Antrieb beschreiben als

(0.035 W/m^2/±4 W/m²)*±12.1% Wolken-Anteil = 0.11%

Das heißt, ein GCM muss in der Lage sein, eine Änderung des Wolken-Anteils um 0,11% aufzulösen, um in der Lage zu sein, die Reaktion der Wolken auf die jährliche mittlere Zunahme des CO2-Antriebs um 0,035 W/m² zu erkennen.

Ein Klimamodell muss die Reaktion der Wolken auf 0,11% genau simulieren, um den Wolken-Antrieb von den jährlichen Auswirkungen der CO2-Emissionen auf das Klima trennen zu können.

Die Wolken-Rückkopplung auf einen jährlichen CO2-Antrieb von 0,035 W/m² muss bekannt und in der Lage sein, mit einer Auflösung von 0,11% des CF simuliert zu werden, um zu wissen, wie die Wolken auf den jährlichen CO2-Antrieb reagieren.

Hier folgt ein alternatives Verfahren. Wir wissen, dass die gesamte Wolken-Rückkopplung in der Troposphäre der globalen Wolkenbedeckung von 67% etwa -25 W/m² beträgt.

Noch einmal, der jährliche troposphärische CO2-Antrieb beträgt etwa 0,035 W/m². Das CF-Äquivalent dieses Rückkopplungs-Energieflusses wird wieder linear geschätzt als:

(0.035 W/m²/|25 W/m²|)*67% = 0.094%.

Das heißt, dass das zweite Ergebnis lautet, dass der Wolken-Anteil bis zu einer Auflösung von 0,094% simuliert wird, um die Rückkopplungs-Reaktion von Wolken auf den jährlichen CO2-Antrieb von 0,035W/m² zu zeigen.

Die Annahme der linearen Schätzungen ist vernünftig. Beide Verfahren zeigen, dass etwa 0,1% CF in der Modell-Auflösung gebraucht werden, um die jährliche Wolken-Rückkopplungs-Reaktion auf das Klima bei einem jährlichen CO2-Antrieb von 0,035 W/m² zu simulieren.

Dies ist der Grund, warum die Unsicherheit der projizierten Lufttemperatur so groß ist. Die benötigte Auflösung muss 100 mal besser sein als die verfügbare Auflösung.

Um das erforderliche Niveau der Auflösung zu erreichen, muss das Modell akkurat Wolkentyp, Wolkenverteilung und Wolkenhöhe simulieren, ebenso wie Niederschlag und tropische Gewitter – alles mit einer Genauigkeit von 0,1%. Diese Erfordernis zu erreichen ist unmöglich.

Der jährliche 12,1%-Fehler der CMIP5 GCMs im simulierten CF ist die untere Grenze der Auflösung. Diese untere Grenze ist noch 121 mal größer als das Limit einer Auflösung von 0,1%, welches erforderlich ist, die Wolken-Rückkopplung zu simulieren auf den jährlichen CO2-Antrieb von 0,035 W/m².

Diese Analyse illustriert die Bedeutung des LWCF-Fehlers von ±4 W/m² der Auswirkungen troposphärischer Rückkopplungen der Wolkenbedeckung.

Die Kalibrierungs-Unsicherheit im LWCF reflektiert die Unfähigkeit der Klimamodelle, den CF zu simulieren. Das wiederum belegt das allgemeine Niveau der Ignoranz bzgl. Wolken-Reaktion und -Rückkopplung.

Die CF-Ignoranz bedeutet, dass der troposphärische thermische Energiefluss nie besser bekannt sein kann als ±4 W/m², ob nun ein Antrieb durch CO2-Emissionen existiert oder nicht.

Wenn ein Antrieb durch CO2-Emissionen vorhanden ist, können die Auswirkungen desselben nicht in einer Simulation erkannt werden, welche die Auflösung der Wolken-Rückkopplung nicht besser modellieren kann als bis auf ±4 W/m² genau.

GCMs können einfach die Wolken-Reaktion nicht auf 0,1% genau simulieren. Sie können dieselbe nicht auf 1% genau simulieren – oder auf 10% genau.

Nimmt die Bewölkung mt CO2-Antrieb zu? Oder nimmt sie ab? Ändert sich die Wolkenart? Bleibt sie gleich?

Was ist mit tropischen Gewittern? Werden sie stärker, schwächer, oder was? Nimmt der Niederschlag zu oder ab?

Nichts davon kann simuliert werden. Nichts davon ist derzeit bekannt. Die Auswirkungen von CO2-Emissionen auf das Klima sind für die derzeitigen GCMs unsichtbar.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Antworten zu all diesen Fragen liegen sehr weit unterhalb der Auflösungs-Limits jedes einzelnen heutigen GCMs.

Die Antworten sind nicht einmal empirisch verfügbar, weil Satelliten-Beobachtungen nicht besser sind als ±10% bei CF.

Bedeutung

Die derzeitigen Klimamodelle können nicht simulieren, wie die Wolken auf einen CO2-Antrieb reagieren. Angesichts der geringen Durchdringung [perturbation] des jährlichen CO2-Antriebs scheint es unwahrscheinlich, dass die GCMs in absehbarer Zukunft jemals in der Lage sein werden, eine Reaktion der Wolken zu simulieren.

Der CF-Fehler in den GCMs stammt aus einer fehlerhaften physikalischen Theorie. Daher ist es für kein einziges GCM möglich, die Auswirkungen von CO2-Emissionen auf die Temperatur aufzulösen oder zu simulieren, falls es diese Auswirkungen überhaupt gibt.

Theoretische Fehler schleichen sich in jeden Schritt einer Simulation ein. Theoretischer Fehler heißt, dass ein zugrunde liegendes, sich im Gleichgewicht befindendes Klima eine irrige Repräsentation des korrekten Klima-Energie-Zustandes darstellt.

Nachfolgende Klimazustände mittels einer stufenweisen Simulation sind weiter verzerrt durch Anwendung einer fehlerhaften Theorie.

Die Simulationen beginnen falsch und werden immer schlimmer.

Wenn ein GCM sich durch eine Klima-Simulation hangelt für eine Projektion der Lufttemperatur, geht das Wissen über den globalen CF als Folge eines gestiegenen CO2-Gehaltes so ziemlich gegen Null im ersten Simulations-Schritt.

GCMs können die Reaktion der globalen Bewölkung auf den CO2-Antrieb nicht simulieren und damit auch nicht die Wolken-Rückkopplung – überhaupt nicht, in keinem Schritt.

Dies gilt für jeden Einzelschritt einer Simulation. Und die schrittweise Unsicherheit bedeutet, dass sich die Unsicherheit bei der Projektion der Lufttemperatur akkumuliert, wie Vasquez und Whiting anmerken.

In Zukunfts-Projektionen kann weder das Signal noch die Größenordnung des wahren Fehlers bekannt sein, weil es keine messbaren Größen gibt. Aus diesem Grunde wird stattdessen die Unsicherheit berechnet mittels des Kalibrierungs-Fehlers eines Modells.

Totale Ignoranz hinsichtlich der simulierten Lufttemperatur ist die notwendige Konsequenz einer Wolken-Reaktion, die um das ±120-fache unter dem Auflösungs-Limit der GCMs liegt, welches für eine Simulation der Wolken-Reaktion auf den jährlichen CO2-Antrieb erforderlich ist.

Auf der Grundlage jährlicher Mittelwerte ist die Unsicherheit der CF-Rückkopplung in den LWCF ±114 mal größer als die aufgelöste Durchdringung.

Die CF-Reaktion ist so wenig bekannt, dass selbst schon der erste Simulationsschritt in eine Terra Incognita führt.

Die Unsicherheit der projizierten Lufttemperatur nimmt deswegen so dramatisch zu, weil sich das Modell Schritt für Schritt von einem ursprünglichen Wissen um die Lufttemperatur zum Startzeitpunkt der Projektion (t = 0) entfernt – weiter und immer weiter in die totale Ignoranz.

Die Schritt-für-Schritt-Reise der GCMs in immer tiefere Ignoranz bietet die physikalische Rationale für das schrittweise Wurzel-Summen-Quadrat der Fortpflanzung des LWCF-Fehlers.

Die Fortpflanzung der LWCF-Kalibrierungs-Fehlerstatistik im GCM und die große daraus resultierende Unsicherheit bzgl. der projizierten Lufttemperatur ist eine direkte Manifestation dieser totalen Ignoranz.

Die Lufttemperatur-Projektionen der gegenwärtigen GCMs haben keinerlei physikalische Bedeutung.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/09/19/emulation-4-w-m-long-wave-cloud-forcing-error-and-meaning/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Thema Klima für Politiker immer unwichtiger, trotz des Hypes

In Australien hat der Vorstoß der Labor Party, die Ziele fallen zu lassen, Druck von Morrison und seiner Regierung genommen.

Nur wenige Führer der Welt stehen Schlange, um abzuliefern, was UN-Generalsekretär Antonio Guterres im Sinn hatte, als er sie zu einer Konferenz in New York zusammen rief, um dem Ehrgeiz neue Kraft zu verleihen. Das für den 23. September geplante Treffen in New York war als eine globale Herausforderung gegen die Entscheidung von Präsident Trump gedacht, das Paris-Abkommen zu begraben. Aber anstatt einen Wettbewerb um mehr und stärkere Maßnahmen auszulösen, wie es beabsichtigt war, sieht die Agenda von New York ziemlich ernüchternd aus.

Führende Politiker der Welt, darunter der chinesische Präsident Xi Jinping, werden gar nicht erst teilnehmen. Stattdessen wird China einen nachrangigen Beamten entsenden, und es kommen gemischte Signale, ob die Nation mit den höchsten Kohlendioxid-Emissionen mehr anbieten wird. So wie es in China aussieht, welches für 26,83% der globalen Emissionen steht, hat das Land zugesichert, seine Emissionen bis zum Jahr 2030 weiter zunehmen zu lassen.

Die EU war unfähig sich auf eine gemeinsame Haltung für 2050 zu einigen, wobei ein Riss durch die EU läuft zwischen dem von Kohle abhängigen Osten und dem progressiveren Westen. In Deutschland kommt immer mehr Gegenwind auf gegen höhere Energiepreise und die Auswirkungen strikter neuer Vorschriften bzgl. Emissionen in einer ums Überleben kämpfenden Autoindustrie. Investitionen in erneuerbare Energie sind in weiten Teilen Europas zum Stillstand gekommen.

Die EU räumt ein, dass man das Ziel einer Emissions-Reduktion um 40% bis zum Jahr 2030 nicht wird erreichen können, verglichen mit dem Niveau des Jahres 1990.

Die Beziehungen mit Brasilien sind arg beeinträchtigt worden nach der Wahl des sich auf die Weiterentwicklung seines Landes konzentrierenden Präsidenten Jair Bolsonaro und wieder auflebender Rodungen im Amazonas-Gebiet.

Die USA mit ihren 14% der globalen Emissionen zeigen keinerlei Neigung, von der Drohung Abstand zu nehmen, das Paris-Abkommen nächstes Jahr zu verlassen, obwohl man dort Reduktionen von Treibhausgas-Emissionen erreicht hatte infolge des Wechsels von Kohle zu Erdgas. In Australien gibt es politisch kaum die Bereitschaft für stärkere Maßnahmen.

Die Opposition hat das vor der Wahl erklärte Ziel, die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 45% unter das Niveau des Jahres 2005 zu reduzieren, praktisch aufgegeben. Als Reaktion darauf, die Wahlen unerwartet verloren zu haben, sieht es so aus, als würde sich Labor auf das Ziel konzentrieren, bis zum Jahre 2050 Kohlenstoff-neutral zu werden.

Der Rückzieher wurde erstmals vorige Woche vom stellvertretenden Klimawandel-Sprecher der Opposition Pat Conroy erörtert, als er im Australian vorige Woche sagte, dass ein Null-Ziel bis zum Jahre 2050 eine „überwältigende Option“ sei. Anthony Albanese sagte, dass Labor „kurz-, mittel- und langfristige Verpflichtungen unter die Lupe nehmen werde, wohin wir uns bzgl. Klimawandel bewegen, aber wir werden nicht unsere Prinzipien neu bewerten. Wir wollen bis Mitte des Jahrhunderts auf Null Emissionen kommen“. …

Die Kapitulation von Labor hat der Regierung Morrison eine Freikarte dafür verschafft, was ansonsten eine ziemlich unbehagliche Zeit hätte werden können. Der Premierminister wird nicht an der Konferenz in New York teilnehmen, obwohl er in Washington weilt zu einem Staatsempfang mit Trump. Stattdessen wird Australien durch seine Außenministerin Marise Payne und Klimawandel-Botschafter Patrick Suckling vertreten.

Es wird nicht erwartet, dass Australien auf der Konferenz das Wort ergreift oder irgendetwas anbietet, was über seine bestehenden Verpflichtungen bzgl. des Paris-Abkommens hinausgeht. Die [australische] Bundesregierung muss aber noch klarmachen, ob sie dem wachsenden globalen Schub folgt und erklärt, bis zum Jahre 2050 „Kohlenstoff-neutral“ zu werden. …

Der jüngste und unerwartete Schlag gegen die Angstmache kam vom Generalsekretär der World Meteorological Organisation WMO Petteri Taalas, der sich in der finnischen Zeitung Talouselama [= Die Wirtschaft. Anm. d. Übers.] äußerte. Er sagte der Zeitung, dass zwar Klima-Skeptizismus nicht mehr ein so großes Thema sei, dass aber die Herausforderung jetzt von „Untergangs-Propheten und Extremisten“ ausgehe.

„Klimaexperten sind von diesen Leuten angegriffen worden, und sie behaupten, dass wir noch viel radikaler sein sollten“, sagte Taalas. Ihm zufolge seien die IPCC-Berichte „in der gleichen Form gelesen worden wie die Bibel: man versucht, bestimmte Abschnitte zu finden, mit denen man versucht, seine Extrem-Standpunkte zu rechtfertigen. Dies ist nichts als religiöser Extremismus“.

Nach der Veröffentlichung seiner Äußerungen stellte Taalas klärend dar, dass er nicht den Bedarf an starken Maßnahmen in Frage stelle:

„In meinem Interview habe ich klargestellt, dass ein auf Wissenschaft fußendes Verfahren Klima-Maßnahmen unterstreicht und dass unsere beste Wissenschaft zeigt, dass sich das Klima ändert, zum großen Teil ausgelöst durch menschliche Aktivitäten. Allerdings wies ich darauf hin, dass das auf Wissenschaft basierende Verfahren unterminiert wird, wenn Tatsachen aus dem Zusammenhang gerissen werden, um extreme Maßnahmen zu rechtfertigen. Maßnahmen sollten immer auf die Grundlage von allen Standpunkten der Wissenschaft gestellt werden und nicht auf die Grundlage verzerrter Berichte des IPCC, bei welchem die WMO eine der tragenden Organisationen ist“.

Die Lektion von Labor in Australien und den UN in New York lautet, dass die politischen Herausforderungen gewaltig bleiben.

Der ganze Beitrag steht hier.

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Temperaturen im September dieses Jahres

Stuttgart: Die Wetterstation steht am Flughafen, der Flughafen wurde vor etwa 15 bis 20 Jahren vergrößert, der Flugverkehr mit seinen 650 C heißen Abgasen hat enorm zugenommen.
Hof ist zunächst überraschend, es handelt sich um die DWD-Station Hof (Land). Die Differenz zum Vergleichszeitraum ist größer als für die benachbarten Stationen Nürnberg, Erfurt, Dresden, die auch in Flughafennähe sind. Die Einwohnerzahl von Magdeburg steigt stark und im Berliner Umland merkt man den Hauptstadteffekt. Greifswald?, mir noch unbekannt. Straubing, die Wetterstation steht seit einiger Zeit auf dem Beton-Flachdach des Flughafentowers.
Erklärung die Erwärmung der DWD-Wetterstation Hof(Land): Westlich von Hof ist kein Land mehr. seit 2011 ist um die Station herum ein Industriepark entstanden, die seitdem fertiggestellte  vierspurige B15 mit enormer PKW- und LKW-Zunahme führt 20 m am Thermometer der einstigen ländlichen Wetterstation vorbei.
Es handelt sich also bei Hof nicht um einen Beweis einer globalen CO2-Septembererwärmung, sondern um eine örtliche menschengemachte Wärmeinselerwärmung. Mit CO2 hat das alles nichts zu tun. Deshalb nützt auch kein Klimaschutzgesetz und auch keine CO2-Einsparung.
Einzige Abhilfe gegen die Erwärmung: Das Industriegebiet samt Bundesstraße B15(Neu) wieder renaturieren oder die DWD-Station 1 km wegversetzen an einen ähnlichen Standort wie im Vergleichzeitraum 1961 bis 1990. Sofort wird auch die furchterregende Klima-Erwärmung bei Hof verschwunden sein. Kampf dem Klimawandel geht also ganz einfach.




Ist die „Klima-Krise“ ein grauen­hafter Betrug oder ein tragischer Irrtum?

Realität ist: Das IPCC ist beauftragt worden zu sagen, welchen Unterschied die beiden Ziele aus dem Paris-Abkommen ausmachen, also 2,0°C bzw. 1,5°C. Es war vorhersehbar (weil jedwede Erwärmung für diese Leute etwas Schlechtes ist), dass eine Erwärmung um 2,0°C mehr Schäden bringt, aber nicht sehr viel mehr. (Auch bei 1,5°C Erwärmung gibt es Schäden, ebenso wie bei bis heute schon eingetretenen Erwärmung um 1,0°C).

Das IPCC wies auch korrekt darauf hin, dass es den Modellen zufolge eine Herkules-Aufgabe wäre, diese 1,5°C zu erreichen. Hier kommen die extremen politische Maßnahmen ins Spiel. Das IPCC sagte, dass extreme Maßnahmen erforderlich wären, um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, falls das gewünscht wäre. Es sagte nicht, dass es wünschenswert sei.

Umso mehr verzerrten die Alarmisten diese moderaten Ergebnisse für ein Notfall-Programm, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. (Die große Frage verbleibt, ob das nun auf Ignoranz oder auf Betrug beruht). Ihrer Behauptung nach ist diese geringe Erwärmung um 1,5°C die Pforte zur Katastrophe. Das ist einfach falsch, selbst nach der Alarmisten-Wissenschaft, das heißt den Modellen zufolge.

Es gibt keinerlei wissenschaftliche Unterstützung für dieses Crash-Programm. In der wissenschaftlichen Literatur finden sich viele ernste Schäden, aber diese sollen erst eintreten, wenn die Modelle eine zukünftige Erwärmung um 4 bis 6 Grad oder sogar noch mehr ausweisen. Es gibt keinerlei Unterstützung dafür, diese 1,5 Grad Erwärmung zu einer Pforte zur Katastrophe hoch zu stilisieren, zumal nur noch 0,5 Grad nach der bisherigen Erwärmung davon übrig bleiben. Wissenschaftlich ist das absurd, aber politisch ein Amoklauf.

Einige prominente Alarmisten haben versucht, darauf hinzuweisen, dass das Narrativ um die Untergangs-Krise erheblich übertrieben ist. Darunter war auch der Chef der WMO, Ko-Direktor des IPCC. Aber derartige Äußerungen kamen sehr abgeschwächt daher, zweifellos wegen der Angst vor Rache der Extremisten, welche die politische Bühne dominieren.

Einfach gesagt, die „Krise“ ist entweder ein grauenhafter Betrug oder ein tragischer Irrtum. Kein einziges wissenschaftliches Ergebnis steht dahinter.

Ich habe bereits eine Reihe von Beiträgen über die IPCC-Studie geschrieben, als sie in Arbeit war und deren Ergebnisse offensichtlich wurden aus zahlreichen Studien über die geringen Unterschiede bzgl. der Schäden bei 1,5 Grad bzw. 2 Grad Erwärmung. Die Überschriften sind vielleicht schon aufschlussreich. Ich bezeichne das 1,5-Grad-Ziel als „geringe Erwärmung“.

Die Beiträge [Titel übersetzt]:

„UN-Ziel, geringe Erwärmung aufzuhalten, ist lächerlich“ (hier),

„IPCC kämpft mit geringer Erwärmung“ (hier),

„1,5 Grad Klima-Verrücktheit“ (hier).

Meine Bedenken damals waren des Inhalts, dass die Modelle eindeutig zeigten, dass die Begrenzung der Gesamt-Erwärmung auf 1,5°C (aktuell nur 0,5°C zukünftiger Erwärmung) unmöglich war (es ist nun nicht so, dass ich glaube dass die Modelle oder die Menschen die globale Erwärmung verursachen, aber das ist eine andere Geschichte).

Niemals kam mir damals der Gedanke, dass die Extrem-Alarmisten einschließlich der Präsidentschaftskandidaten der Demokraten dieses unmöglich zu erreichende Ziel übernehmen und eine Krise ausrufen würden wegen dieser Unmöglichkeit. Das ist echte Klima-Verrücktheit.

Diese Verrücktheit wäre nun sehr lustig, wenn sie nicht so bedrohlich wäre. Die Beschwörung eines Notstands, um ein unmögliches (und sinnloses) Ziel zu erreichen, ist eine eindeutige Zutat zu einem Rezept für Katastrophe. Und in der Historie war es immer wieder zu derartigen Fällen gekommen, wo hirnlose Zeloten die Macht ergriffen – mit katastrophalen Folgen. Die Bedrohung durch extreme Maßnahmen bzgl. Klimawandel ist derzeit weitaus größer als die Bedrohung durch Klimawandel.

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Autor

David Wojick

David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2019/09/18/is-the-climate-crisis-a-cruel-hoax-or-tragic-blunder/

Übersetzt von Chris Frey EIKE