Frühe Erwärmung, spätere Abkühlung und eine Entkopplung von CO₂

Cap Allon

Anhand der täglichen Höchst- und Tiefsttemperaturen von 992 langjährigen, hochwertigen Wetterstationen in 29 Ländern, die den Zeitraum von 1899 bis 2024 abdecken, vergleicht eine neue Studie die beobachteten Temperaturtrends direkt mit den kumulierten CO₂-Emissionen des Menschen.

Die einzige Schlussfolgerung: Die historischen Temperaturaufzeichnungen folgen nicht den Emissionen.

[Hervorhebung im Original]

Von 1899 bis 1940 erwärmte sich der Planet um 0,022 °C pro Jahr, obwohl die globalen CO₂-Emissionen nach heutigen Maßstäben niedrig waren.

Von 1941 bis 1982 sanken sich die Temperaturen dann um etwa -0,011 °C pro Jahr, während sich die kumulierten CO₂-Emissionen mehr als verdreifachten.

Von 1983 bis 2024 setzte die Erwärmung wieder ein – allerdings mit einer geringeren Geschwindigkeit von 0,017 °C pro Jahr, obwohl die Emissionen 8,6-mal höher waren als während der Erwärmungsphase zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Angesichts dieses Musters kann CO₂ nicht der dominierende Faktor für die Temperaturregelung sein. Die stärkste Erwärmung tritt durchweg vor den großflächigen industriellen Emissionen auf, während spätere Perioden mit weitaus höheren CO₂-Emissionen eine schwächere Erwärmung oder sogar eine Abkühlung zeigen.

Die Studie stützt sich nicht auf Modelle, Rekonstruktionen oder homogenisierte globale Durchschnittswerte. Sie nutzt über 40 Millionen tägliche Beobachtungen, wendet stationäre Effekte auf Stationsebene an, um echte lokale Trends zu isolieren, korrigiert saisonale Zyklen und berücksichtigt ausdrücklich den städtischen Wärmeinseleffekt.

Darüber hinaus gleichen sich die Ergebnisse unabhängig davon, ob die Analyse 100 Stationen, 500 Stationen, alle 992 Stationen oder einen erweiterten Satz von über 1.600 Stationen mit etwas kürzeren Aufzeichnungen verwendet.

Das Klima der Erde ist variabel und komplex und wird von mehreren Faktoren beeinflusst – darunter Ozeanzyklen, Sonnenvariabilität, vulkanische Aktivität und atmosphärische Dynamik.

Und Dr. Bibek Bhatta, Autor der Studie und Dozent an der Queen’s University Belfast, kommt zu folgendem Schluss: „Diese Ergebnisse stellen einmal mehr die gängige Annahme in Frage, dass vom Menschen verursachte CO₂-Emissionen der Hauptgrund für die globale Erwärmung sind.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/australia-shivers-snow-builds-across?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Temperatureinordnung des Jahres 2025 – Teil I

Teil I: Die Daten des Deutschen Wetterdienstes widerlegen den CO₂-Treibhauseffekt als hauptsächlichen Temperaturtreiber

Mathias Baritz, Josef Kowatsch

– 2025, laut DWD angeblich mit 10,1°C wieder zu warm – Der Klimawandel begann erst 1987/88 mit einem Temperatursprung von 0,8 Kelvin -CO₂ nimmt seit 130 Jahren stark zu. Die Erwärmung setzte aber erst ab 1987/88 ein -von 1943 bis 1987 wurde es sogar kälter -Die Erwärmung seit 1988 fand hauptsächlich tagsüber statt. Drei Gründe: Zunahme der Sonnenstunden, Zunahme der WI-effekte, Abnahme des kühlenden Niederschlages

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet auf seiner Homepage über den Dezember 2025:: Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020 (9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Wäre noch ergänzen, dass bei einer Addition der Einzelmonate der Jahresschnitt lediglich 10,02 Grad beträgt.

2025 geht mit 1945 Sonnenstunden als eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951 in die Bilanz ein, das sind rund 17 Prozent über der neueren Referenzperiode 1991 bis 2020 (1665 Sonnen-Stunden). Und rund 26 Prozent über dem Klimamittel von 1544 Stunden (Periode 1961-1990). Auf dem Weg zu einem neuen Sonnenscheinrekord wurde die Bilanz lediglich durch den Juli und Oktober nach unten korrigiert.

Niederschlag: Das Jahr 2025 endet in Deutschland voraussichtlich mit nur 655 l/m² Niederschlag. Das ist ein Sehr trockenes Jahr 2025 im Vergleich zur Periode 1991-2020 mit 791 l/m².

Anzeichen für eine beschleunigte Klimaerwärmung durch CO₂ sieht der DWD im Gegensatz zum letzten Jahr diesmal nicht. Auch verzichtet man diesmal auf schon gewohnte Warnungen.

Vorweg: Grundsätzlich ist die physikalische Absorption und Emission von bestimmten Gasen physikalische Realität und wird durch die Belege unseres Artikels nicht in Frage gestellt. Aber wie hoch ist die dadurch geglaubte Thermalisierung? Gibt es überhaupt eine? Von uns wird die beängstigende Höhe von 2 bis 5 Grad Klimasensitivität (je nach Klimamodell, hierbei handelt es sich um fiktive Modelle und nicht um Realität) wissenschaftlich hinterfragt und anhand der Daten des Deutschen Wetterdienstes, sowie anderer Temperaturentwicklungen in anderen Teilen der Welt, widerlegt. Insbesondere zeigt sich, dass keine Grundlage für einen sog. Klimanotstand, schon gar keine Hysterie und darauf aufbauende politische Verbote und Panikmache besteht. Die CO₂-Steuer, auch 2026 wieder erhöht, hat keinerlei Einfluss auf das Klima, sondern nur auf unseren Geldbeutel.

Die DWD-Temperaturreihen widerlegen die CO₂ Treibhauskirche.

Das zeigen wir nun durch Grafiken und den daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen

Grafik 1: Wo war die Erwärmung ab 1890 trotz CO₂ Zunahme? Fast 100 Jahre bis 1987 gibt es laut Deutschem Wetterdienst keine Erwärmung. 1987/88 war das Jahr der Klima-Änderung in Deutschland mit einem plötzlichen Temperatursprung von einem dreiviertel Grad und anschließend die steile Weitererwärmung der deutschen Jahrestemperaturen bis heute.

Ganz anders sieht der Verlaufsanstieg der CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre aus, laut mainstream soll diese von 288 ppm um 1900 auf inzwischen 426 ppm gestiegen sein. Wir haben dies in Grafik 2 nachempfunden, wobei die Werte erst ab 1958 mit den heutigen Messmethoden gesicherte Werte sind. Wir müssen allerdings betonen, dass um 1900 in Mitteleuropa mit den damaligen chemischen Nachweisen auch bereits 400 ppm gemessen wurden und in damaligen Lexika und Lehrbüchern der Wert auch mit 400 ppm angegeben wurde. Wer sich näher dafür interessiert schaue hier.

Heute sind alle CO₂-Messungen nach der Station Mouna Loa geeicht, und obwohl diese erst 1958 eingerichtet wurde, gibt es Rückrechnungen auf die wir in der nächsten Grafik zurückgreifen.

Grafik 2: Laut heutiger Klimaforschung sind die CO₂-Werte seit 1900 um gut 135 ppm nach dieser Kurve stetig angestiegen und der einzige Verursacher dieses Anstiegs wäre der Mensch, wird fälschlicherweise, aber ohne Beweis behauptet. Dabei gibt es doch unendlich viele CO₂-Emissionsquellen auf der Erde.

Vor allem gibt es keinen CO₂-Sprung im Jahre 1987 auf 1988 wie bei den Temperaturen, aber auch davor und später nicht.

Erste Auswertung durch Grafikvergleich von (1) und (2):

Von 1893 bis 1987 laufen beide Graphen vollkommen unterschiedlich. Erst nach dem Temperatursprung, also ab 1988 gibt es eine Korrelation. Allerdings handelt es sich um eine Zufallskorrelation, denn die Kausalität ab 1988 bis 2025 konnte von der CO₂-Treibhauskirche noch niemals bewiesen werden. Und das tägliche Trommelfeuer über die Medien und den Vertretern der Klimapanikkirche sind keine wissenschaftlichen Beweise. Es ist eine gezielte Angstmache durch die Lügenbehauptung, dass der CO₂-bewirkte Temperaturanstieg noch niemals so stark gewesen wäre wie in der Gegenwart.

Unterteilt man den Zeitraum ab 1893 bis 1987 von Grafik 1 nochmals bis 1943 und danach, so erkennt man aus dem Verlauf der Regressionslinie einen Anstieg bis 1943 und ab 1943 bis 1987 eine Abkühlung. Das zeigt auch die folgende Grafik.

Grafik 3: Von 1943 bis 1987, also 45 Jahre vor dem Temperatursprung kühlten sich die Temperaturen Deutschlands ab, obwohl CO₂ anstieg. Der Temperatursprung von 1987 auf 1988 beträgt etwa 0,8 Grad. Ab 1988 gab es dann eine starke Weitererwärmung bis heute von 1,2 Grad. Macht zusammen 2 Grad ab 1987

Merke: Die neuzeitliche Klimaerwärmung begann erst 1987/88 durch einen Temperatursprung mit anschließender Weitererwärmung. Insgesamt 2 Grad Erwärmung seit 1987.

Dieser Temperatursprung ist in ganz Mittel- und West- und Nordeuropa nachweisbar. Das zeigt uns die nächste Grafik von Westeuropa

Grafik 4: Jahresmitteltemperaturen von Mittel- und West-Europa, siehe Kartenausschnitt. Quelle: Climate Change Institut/University of Maine, ECMWF ERA5

In Holland wurden die Gründe des Temperatursprunges genauer in dieser Arbeit untersucht. Auch Stefan Kämpfe hat den Klimasprung und die Ursachen hier eindeutig beschrieben. Beim Temperatursprung handelt es sich um natürliche Ursachen der ständigen Klimaänderungen, im Wesentlichen die Änderung der Großwetterlagen auf mehr südliche Richtungen, oftmals bekommen wir sogar den heißen Saharawind und Staub ab. siehe hier.

Hinzu kommen nun weitere wissenschaftliche Untersuchungen, die einen Temperatursprung gefunden und begründet haben. …Die Erwärmung der Erdatmosphäre hat im vergangenen Jahr rasant zugenommen. Deutsche Wissenschaftler haben nun eine Idee, was zu dem großen Temperatursprung geführt haben könnte: Es gab weniger Wolken in geringer Höhe, weltweit auf den Meeren und auch auf Europa erwärmend wirkend Quelle: „Science“. Oder hierTemperatursprung von 1,5 Grad…

Im Vergleich dazu der kontinuierliche CO₂-Anstieg ab 1943, siehe Grafik 2, dieser hat einen ganz anderen Verlauf.

Merke: Die Temperaturkurve der DWD-Temperaturen und von CO₂ verlaufen vollkommen unterschiedlich. CO₂ oder andere sogenannte Treibhausgase können nicht der Temperaturhaupttreiber sein und schon gar kein globaler Temperaturregler!

Das zeigt u.a. die die deutsche Wetterstation Neumayer in der Antarktis:

Grafik 5: kaum Erwärmung bei der deutschen Wetterstation Neumayer in der Antarktis, es gibt keinen steilen Erwärmungsbeginn seit 1988 wie in Europa.

Bei dieser deutschen Wetterstation in der Antarktis, umgeben von Schnee und Eis fällt der jährlich steigende Wärmeinselanteil weg, der sonst in Deutschland automatisch aufgrund der wärmenden Landschaftsveränderung mitgemessen wird.

Und auch diese Wetterstation in Virginia mitten auf dem Land zeigt keinerlei Erwärmung in den letzten 105 Jahren, im Gegenteil, siehe Regressionslinie.

Grafik 6. Leichte Abkühlung der Jahrestemperaturen in den letzten 105 Jahren. Es wurde kälter.

Beachte: Die CO₂-Konzentrationen sind in Virginia mitten auf dem Lande genauso gestiegen wie weltweit und wie bei uns, siehe unsere Grafik 2. In den USA fehlt jedoch der Temperatursprung 1987/88 und die anschließende Weitererwärmung. Genauso wie in der Antarktis.

Mit diesen Grafiken haben wir gezeigt, dass die Behauptung der Klimakirche, CO₂ sei der bestimmende Treibhaus-Temperaturregler grottenfalsch ist.

Was sind nun die realistischen und wirklichen Gründe dieser Erwärmung Deutschlands seit 1987/88? Diese Antworten wollen wir jetzt ergründen.

Neutrale, meist unbezahlte Wissenschaftler und Forscher wie wir, die nicht von unserem Staat für ihre CO₂-Forschungen alimentiert werden, – weil wir der Panikmache widersprechen – versuchen die wirklichen Gründe zu erforschen. Nur den neutralen Wissenschaftlern ist zu vertrauen. Wir haben auch nicht vor, die Bevölkerung in eine CO₂-Hysterie zu versetzen, sondern neutral nach den Ursachen des ständigen Klimawandels, insbesondere für die Erwärmung ab 1987/88 bis heute zu suchen.

Merke: Die Klimaerwärmung seit 1987 bis heute beträgt in Deutschland 2 Grad laut den DWD-Jahrestemperaturen.

Zwischenfrage: Warum argumentiert der Vorstand des DWD ständig gegen seine eigenen Daten? Wie kann es sein, dass der DWD sich so irrt?

Unsere Vermutungen: Es handelt sich um einen politisch eingesetzten Vorstand, der den Behauptungen unserer Regierung und der bezahlten Klimapanikwissenschaft zuarbeiten muss. Wer die Wahrheit aus den DWD-Temperaturerhebungen durch Grafiken verbreiten würde wie wir, der würde sofort gerügt, auf Linie gebracht oder entlassen. Der neuen Pressesprecherin Frau Anette Friese wird das bestimmt nicht passieren:

Viele DWD-Angestellten, die inzwischen im Ruhestand sind, können nun frei berichten, genauso wie etliche Wissenschaftler im Ruhestand offen die Wahrheit aussprechen und die lautet: Wir können in CO₂ keinen Temperaturregler für das Klima erkennen.

Eine besonders negative Sonderrolle an der CO₂-Panikmache und Überwachung der Gesellschaft nimmt das PIK Potsdam mit seinen 440 von allen Steuerzahlern gut bezahlten „Wissenschaftlern“ und Angestellten ein. Man kann durchaus vermuten, dass das PIK als eine Art „Klimastasi“ arbeitet, es überwacht die Angestellten des DWD, es überwacht die Medienlandschaft und die Politiker. Auch die Artikel von Wikipedia sind ebenso vom PIK kontrolliert, durch eingesetzte Türsteher werden Artikel in Richtung Klimapanik umgeschrieben, die Realität wird gröblichst unterdrückt.

Und diese von den Angestellten des Deutschen Wetterdienstes verlangte Falsch-Behauptung lautet: Allein CO₂ und andere Treibhausgase bestimmen die Klimaerwärmung, und dafür muss der DWD Beweise und Zuordnungen erbringen. Alle Veröffentlichungen der DWD-Vorstandschaft sind unter dieser Vorgabe zu betrachten. Auch Frau Friese wird dieser politischen Vorgabe folgen und die CO₂-Klimalüge unterstützen.

Natürlich ist auch diese vom Mainstream verkündete Definition von Klimawandel grottenfalsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Der Vorstand des Deutschen Wetterdienstes muss gegen die eigenen Daten argumentieren.

Wir hingegen sind unbezahlte Klimaforscher und können nach den tatsächlichen Ursachen der Erwärmung seit 1987/88 suchen, das ist der entscheidende Unterschied. Und die sind der Reihe nach:

Unser Hauptgrund: Die Sonne bestimmt die Temperaturen In Deutschland:

Leider werden die Sonnenstunden von den DWD-Stationen erst seit 1951 erfasst und nicht seit 1943 oder 1947. Trotzdem ist der Zusammenhang zwischen Sonnenscheindauer und Temperaturen, vor allem tagsüber eindeutig. Das zeigen uns die beiden nächsten Grafiken.

Grafik 7: Von 1951 bis 1987 nahmen die Sonnenstunden in Deutschland stark ab, dann erfolgte ein Sprung auf ein höheres Niveau, ab 1988 nehmen die Sonnenstunden bis heute stark zu.

Sonnenstundenrückgang bis 1987, Sprung, dann Zunahme der Sonnenscheindauer. Genauso wie die Temperaturen des DWD. Diese Grafik erklärt auch, weshalb es in Deutschland im Zeitraum bis 1987 am Tage kälter wurde und ab 1988 vor allem tagsüber wärmer. Welche Überraschung: Die Sonne bestimmt die Temperaturen am Tage. Das wird in der nächsten Grafik auch eindeutig statistisch belegt:

Grafik 8: sehr deutliche Korrelation (R= 0,72) zwischen Sonnenscheindauer und T-Max und damit statistisch signifikant, p nahe Null.

Und die Niederschläge:

Grafik 9: Die Niederschläge verhalten sich umgekehrt zu den Sonnenstunden, und damit auch umgekehrt zum Temperaturverlauf in Deutschland. Weniger Regen bedeutet natürlich auch weniger kühlende Verdunstung. Die weitläufigen Landschaftstrockenlegungen verstärken den wärmenden Effekt.

Sonnenstundenzunahme und Niederschlagsabnahme, das sind die Hauptgründe der Klima-Erwärmung seit 1987/88 in Deutschland. Der Glaubensfavorit der Treibhauskirche, nämlich CO₂ erwärmt nichts Nachweisbares, allerhöchstens in homöopathischen Dosen.

Die Behauptung, CO₂ wäre der globale Temperaturregler ist wissenschaftlich falsch, es ist ein erfundenes Klimamärchen.

Die Einwirkung der flächig in der Landschaft sich ausbreitenden Wärmeinseln auf die DWD-Temperaturreihen wurde zuletzt in diesem Video bei EIKE eingegangen.

Auf die vielen anderen Ursachen der Klimaerwärmung seit 1987/88 wollen wir im Teil 2 näher eingehen

Grundforderung von uns Natur- und Umweltschützern:

Die werbe- und geschäftsmäßig geplante und regierungsgewollte CO-Klimahysterie vor einer angeblichen Erdüberhitzung muss sofort eingestellt werden.

Wir sind deshalb gegen teure technische CO-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt oft zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jede Luftbesprühung aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Albedo wieder zu vergrößern. (Vorschlag aus den USA)

Was man gegen heiße Sommertage und gegen die Trockenlegung Deutschlands vorgehen sollte, haben wir hier in 15 Punkten beschrieben.

Aber diese Hilfsmaßnahmen, die tatsächlich helfen würden, würden der CO-Treibhaustheorie widersprechen, deshalb entscheidet sich die Politik lieber für die teure CO-Bodenverpressung oder CO₂ aus der Luft ausfiltern und andere vollkommen sinnlose und teure CO₂-Reduzierungsmaßnahmen. Also ein NEIN zu den CO₂-Minderungsmaßnahmen.

Unsere Vorschläge im obigen link gegen die vor allem im Sommer tagsüber stattgefundene Erwärmung würden nicht nur helfen, sondern wären zugleich ein Beitrag zum Naturschutz, die Vielfalt der Arten und die Ökologie der Landschaft würde sich verbessern.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Das ist auch die Konzentration in den Gewächshäusern für den Gemüseanbau. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier) Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Grafik 10: Noch ist die Flora und Fauna auf diesem Planeten nicht gerettet. Wir haben bisher erst die CO₂-Konzentrationsabnahme stoppen können. Ein deutlicher CO₂-Aufwärtstrend, eine Konzentrationszunahme auf den optimalen Wert für Flora und Fauna ist noch nicht erkennbar

Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO₂ verteufelt und vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten. CO₂ ist kein Klimakiller, wer das behauptet, versündigt sich an der Schöpfung. Und solchen Falschaussagen müssen wir offensiv entgegentreten.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert, nur raffinierter und durchdachter umgesetzt. Ausführlich von uns hier beschrieben.

Diesem Geschäftsmodell Treibhauskirche, der Zerstörung der Schöpfung auf der Erde müssen wir vereint und offensiv entgegenwirken. Es gibt überhaupt keinen Klimanotstand, dieser ist erfunden. Wir verweisen auf das neue Buch von Axel Bojanowski, hier: https://eike-klima-energie.eu/2025/01/01/was-sie-schon-immer-ueber-das-klima-wissen-wollten/, der gut am Schluss den Aufstieg der Klimalobby mit all ihren Seilschaften beschreibt, deren angstmachende Behauptungen nichts mehr mit Wissenschaft zu tun hat, obwohl man sich auf die Klimawissenschaft beruft. Wir müssen mithelfen, diesem schlimmen Klimakartell ein Ende zu bereiten.

Letztlich geht es um die Bewahrung unserer Demokratie und die Erhaltung Deutschlands wie wir unser Land mit all den positiven Errungenschaften und schönen Kulturlandschaften kennen. Diesem CO₂-Ablasshandelsmodell, dieser erfundenen Klimalüge muss ein Ende bereitet werden.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

 




Das Klima-Ereignis des Jahres 2023 offenbarte das größte Versagen der Klimawissenschaft!

Javier Vinos, Climate Etc.

Wir hatten das Glück, das größte Klimaereignis seit Beginn der globalen Satellitenaufzeichnungen und möglicherweise das größte Ereignis seit dem Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 mitzuerleben. Es handelt sich eindeutig um ein natürlich auftretendes, extern verursachtes solches Ereignis. Die Mainstream-Klimawissenschaftler behandeln es jedoch nicht angemessen. Das liegt daran, dass die Klimawissenschaft nicht wie andere Wissenschaften funktioniert und einer starken ideologischen Realitäts-Verweigerung unterliegt. Der erste Schritt, um aus dem Ereignis von 2023 zu lernen, besteht darin, dessen außergewöhnliche Natur zu akzeptieren, was vielen nicht gelingt.

1. Ein extern verursachtes außerordentliches Ereignis

Wenn Sie immer noch nicht von der extremen Anomalität des Klimaereignisses von 2023 überzeugt sind, lassen Sie uns einige Ereignisse der Jahre 2023–24 Revue passieren. Zusammengenommen machen sie es deutlich. Die folgende Liste ist unvollständig und stammt aus meinen Notizen:

[Die Indexzahlen verweisen auf die Liste am Ende des Beitrags. A. d. Übers.]

• Außergewöhnliche Erwärmung der Ozeane, die Modelle nicht erklären können. [1]

• Rekordtiefstand des Meereises in der Antarktis. [2]

• Rekordverdächtige Dürre im Amazonasgebiet im Jahr 2023. [3]

• 31 atmosphärische Flussereignisse im Westen der USA von November 2022 bis März 2023. Neun davon erreichten Kalifornien und stellten einen Rekord in der 70-jährigen Datenbank dar. [4]

• Nach einem Ereignis, das nur einmal in 54 Jahren vorkommt, gab es in Kalifornien die schneereichste Saison seit 71 Jahren. [5]

• NYC hatte die schneearmste Saison seit Beginn der Aufzeichnungen und brach damit einen 50-jährigen Rekord für den spätesten ersten Schneefall. [6]

• Der Zyklon Freddy im Indischen Ozean war der langlebigste tropische Wirbelsturm aller Zeiten. [7]

• ITCZ-Verschiebung und ungewöhnliche Regenfälle in der Sahara im Jahr 2024. [8]

• Die erste Hälfte der Hurrikansaison 2024 war überraschend ruhig, was sich mit Modellen nicht erklären lässt. [9]

• Im Jahr 2023 erlebten 42 % der Erde eine Hitze, die zwei Standardabweichungen überschritt. Louisiana beispielsweise hatte den heißesten Sommer seit 129 Jahren, seit Beginn der Aufzeichnungen. [10]

• 2023 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, und 2024 war sogar noch wärmer.

• Im Oktober 2024 war der Nordpolwirbel der schwächste seit 40 Jahren. Die drei plötzlichen stratosphärischen Erwärmungsereignisse, die in der gleichen Saison aufgetreten waren, sind laut Modellen ein Ereignis, das nur einmal in 250 Jahren vorkommt. [11]

• Die größte jemals gemessene globale Anomalie der niedrigen Wolkendecke trat 2023 auf. [12]

Abbildung 1. Die ERA5-Zonenmittelwert-Anomalie der tiefen Wolken deutet darauf hin, dass die planetare Albedo im Jahr 2023 die niedrigste seit mindestens 1940 gewesen sein könnte. [12]

Niemand scheint die Zusammenhänge zu erkennen, die darauf hindeuten, dass es 2023–24 zu einer Reihe außergewöhnlicher atmosphärischer Ereignisse gekommen ist. Diese Ereignisse lassen vermuten, dass ein externer Faktor die atmosphärische Zirkulation erheblich beeinflusst hat. Die Klimawissenschaft konzentriert sich stark auf einen relativ wenig aussagekräftigen und unsicheren Parameter namens Temperaturanomalie, bei dem es sich um die Schwankung des Durchschnitts der täglichen Höchst- und Tiefsttemperaturen in weit voneinander entfernten Gebieten handelt. Dennoch reflektiert selbst dieser unzureichende Parameter die Ungewöhnlichkeit des Ereignisses von 2023.

Abbildung 2. Das Klimaereignis von 2023 lässt sich am deutlichsten an der globalen Anomalie der Meerestemperatur erkennen (NOAA, 60° N–60° S, Basisjahr 2021). Es begann im Dezember 2022. Bis November 2025 sind 90 % der Erwärmung aus dem Ereignis von 2023 wieder verschwunden.

Viele Temperaturen im Jahr 2023 waren nicht nur Rekordtemperaturen, sondern brachen auch die bisherigen Rekorde mit der größten Differenz in den Datensätzen, wie ich in meinem Artikel „Hunga Tonga volcano: impact on record warming” (Vulkan Hunga Tonga: Auswirkungen auf die Rekorderwärmung) für Climate Etc. im Juli 2024 dargelegt habe. Rantanen und Laaksonen (2024) wählten den September 2023 in der ERA5-Reanalyse als den Monat mit der größten Rekorderwärmung im Jahr 2023 aus und stellten unter Verwendung des CMIP6-Ensembles für die wahrscheinliche vorübergehende Klimareaktion wie empfohlen fest, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dies auf die ungezwungene interne Variabilität und den erzwungenen, durch Treibhausgase verursachten Trend zurückzuführen ist, nur 0,2 % beträgt. [10] Sie kommen zu dem Schluss, dass eine externe Kraft erforderlich ist, und weisen auf den Ausbruch des Hunga Tonga und die Beseitigung der Schwefelverschmutzung durch Schiffe als mögliche Ursachen hin.

2. Die üblichen Verdächtigen in einem ungewöhnlichen Vorgang zusammenfassen

Man könnte meinen, dass das Fehlen von Präzedenzfällen für ein solch ungewöhnliches Ereignis Wissenschaftler skeptisch gegenüber den Faktoren machen würde, die das Klima in den letzten hundert Jahren beeinflusst haben, da nichts Vergleichbares in den Aufzeichnungen zu finden ist. Um jedoch eine weitere Arbeit zu veröffentlichen, müssen Wissenschaftler erklären, was passiert ist, und die Modelle sind nicht in der Lage, Erklärungen außerhalb ihrer Programmierung zu liefern. Diese Programmierung umfasst offensichtlich keine außergewöhnlichen Ereignisse, von denen wir zuvor keine Kenntnis hatten.

Daher wurde argumentiert, dass El Niño im Jahr 2023 eine der Hauptursachen gewesen sein könnte. In meinem Artikel von 2024 habe ich jedoch zwei überzeugende Gründe dargelegt, warum El Niño 2023 nicht dafür verantwortlich gemacht werden kann. Erstens erfolgte die Erwärmung der Weltmeere gleichzeitig mit El Niño und nicht wie bei früheren Niños erst danach. Zweitens befand sich die PDO während des El Niño von 2023 im Gegensatz zu allen anderen Niños mit Ausnahme des durch den Ausbruch des Pinatubo im Jahr 1992 verursachten Niños in einer negativen Phase.

Neben der Unterstützung der Beteiligung von ENSO an den Ereignissen liefern Minobe et al. (2025) weitere Argumente.[13] Erstens zeigen sie, dass das außergewöhnliche Erwärmungsereignis von 2023 im November 2022 im Südlichen Ozean begann, also vier Monate vor der Erwärmung des tropischen Pazifiks und dem Einsetzen von El Niño. Eine Folge kann nicht vor ihrer Ursache eintreten. Zweitens zeigen sie, dass die Anomalie des Energie-Ungleichgewichts der Erde zwischen 2022 und 2023 um mehr als 75 % größer war als zu Beginn ähnlicher El-Niño-Ereignisse in jüngerer Zeit. Dieses beispiellose Ereignis wirkte sich zunächst auf die obere Atmosphäre aus und begann im Jahr 2022. Darüber hinaus deuten die im multivariaten El-Niño-Index (MEI) enthaltenen atmosphärischen und ozeanischen Indikatoren darauf hin, dass das El-Niño-Ereignis von 2023 nicht besonders intensiv war. Ein El-Niño-Ereignis wie viele andere kann kein beispielloses Ereignis verursachen.

Abbildung 3. a) Globale Anomalien der kurzwelligen (abwärts gerichteten) und langwelligen (abwärts gerichteten) Strahlung in der oberen Atmosphäre und multivariater ENSO-Index (MEI). Ein starker Anstieg der kurzwelligen Strahlung setzte 2022 ein. Die globale Erwärmung führte 2023 zu einem starken Anstieg der aufwärts gerichteten langwelligen Strahlung, noch bevor ein El Niño mittlerer Intensität einsetzte. b) Monatliche Zeitreihe der Anomalien der Meerestemperatur in ausgewählten Regionen des Südlichen Ozeans und des tropischen Pazifiks. Die Anomalie begann etwa im November 2022 im Südlichen Ozean, etwa vier Monate bevor El Niño im Pazifik einsetzte. [13]

Diejenigen, die glauben, dass ENSO eine bedeutende Rolle bei dem Ereignis von 2023 gespielt hat, verweisen auf die drei Jahre La Niña, die diesem vorausgingen. Sie behaupten, dass dies das Wärmesystem überlastet habe, wodurch es mit dem El-Niño-Ereignis von 2023 explodierte. Es gibt jedoch Präzedenzfälle für drei aufeinanderfolgende Niñas in den Aufzeichnungen, nämlich 1974-1976 und 1999-2001, doch nichts Vergleichbares wie das Ereignis von 2023 ist eingetreten. Man kann zwar nach Erklärungen dafür suchen, warum die drei Niñas diesmal zu einem so unterschiedlichen Ergebnis geführt haben, da sich die Dinge nie genau gleich wiederholen, doch sind diese Erklärungen immer noch ad hoc und ohne Beweise, die sie stützen.

Noch überraschender ist das Argument, dass das Ereignis durch anthropogene Faktoren verursacht worden sei. Anthropogene Einflüsse sind gering und konstant und können nur über lange Zeiträume, Jahrzehnte oder Jahrhunderte, zu spürbaren Veränderungen führen. Interannuelle Veränderungen sind per Definition auf natürliche Faktoren oder interne Variabilität zurückzuführen. So ist beispielsweise nach 50 Jahren globaler Erwärmung noch unklar, welche Veränderungen wir im ENSO-System erwarten können, wenn sich die Erwärmung weitere 50 Jahre fortsetzt.

Eine Ausnahme von diesem langfristigen anthropogenen Antrieb ist die Verringerung der Schwefelemissionen aufgrund der 2020 in Kraft getretenen Vorschriften für Schiffskraftstoffe, die daher abrupt erfolgte. Wir können dies jedoch als Ursache für das Ereignis von 2023 ausschließen, da die Verringerung dauerhaft ist, während sich die 2023 aufgetretene Erwärmung der Ozeane 2024 und 2025 im Wesentlichen umgekehrt hat (siehe Abbildung 2).

3. Die meisten Wissenschaftler ignorieren die Abkühlung seit dem Ereignis von 2023

Die Wahrheit ist, dass Klimawissenschaftler viel größere Schwierigkeiten haben, die Abkühlung zu erklären als die Erwärmung, wenn der CO₂-Gehalt steigt. Diese in den Modellen eingebettete Verzerrung deutet wahrscheinlich darauf hin, dass es grundlegende Aspekte des Klimas gibt, die noch nicht gut verstanden sind. Dies könnte erklären, warum die Erwärmung im Jahr 2023 eine Vielzahl von Schlagzeilen und Artikeln hervorgerufen hat, während die Abkühlung in den Jahren 2024 und 2025 von Schweigen der Wissenschaftler angesichts eines ebenso spektakulären Ereignisses geprägt ist.

Hervorzuheben sind beispielsweise die jährlichen wissenschaftlichen Berichte mit dem Titel „10 New Insights in Climate Science” (10 neue Erkenntnisse in der Klimawissenschaft) der Organisation Future Earth, Herausgeberin der Zeitschrift Anthropocene. [14] Zwei der zehn Erkenntnisse in den Berichten für die Jahre 2023, 2024 und 2025 beziehen sich auf eine abrupte Erwärmung. Trotz der Abkühlung, die Anfang 2024 einsetzte, findet sich jedoch in keinem Artikel ein Hinweis auf dieselbe.

Es ist schwierig, irgendwelche Hinweise auf eine Abkühlung der Ozeane zu finden. Im Jahr 2024 berichtete das Magazin New Scientist, dass sich ein Teil des Atlantischen Ozeans mit Rekordgeschwindigkeit abkühlte:

„In den letzten drei Monaten sind die Temperaturen in diesem Teil des Atlantiks schneller gesunken als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1982. Diese plötzliche Veränderung ist verwirrend, da sich die starken Passatwinde, die normalerweise für eine solche Abkühlung sorgen, nicht entwickelt haben, sagt Franz Philip Tuchen von der Universität Miami in Florida. „Wir haben die Liste der möglichen Prozesse durchgesehen, und bisher passt nichts zusammen.“ [15]

Wir können die Abkühlung der Ozeane als eine weitere Anomalie hinzufügen, deren Ausmaß, Geschwindigkeit und Ursache nach wie vor ungeklärt sind.

Wenn ein El-Niño-Ereignis in ein La-Niña-Ereignis übergeht, kühlt sich der äquatoriale Pazifik normalerweise schnell ab. Die Abkühlung im Jahr 2024 war jedoch global. Obwohl im Winter 2024–2025 La-Niña-Bedingungen herrschten, waren diese nicht intensiv und lang genug, um als tatsächliches La-Niña-Ereignis zu gelten. Mit anderen Worten: Die enorme Abkühlung der Ozeane unseres Planeten hat auch den äquatorialen Pazifik erfasst, aber der äquatoriale Pazifik war nicht der Ausgangspunkt.

4. Der einzige bekannte außergewöhnliche Faktor ist der Ausbruch des Hunga Tonga.

Nach Ockhams Rasiermesser erfordert ein Klimaphänomen von beispiellosem Ausmaß in der modernen Geschichte eine außergewöhnliche Ursache. Die Faktoren, die für normale Klimaschwankungen verantwortlich sind, reichen nicht aus. Der einzige außergewöhnliche Faktor, der dem Ereignis von 2023 vorausging, war die Explosion des Unterwasservulkans Hunga Tonga. Die 150 Megatonnen Wasserdampf, die dabei in die Stratosphäre gelangten, sind in unseren Aufzeichnungen beispiellos. Wir kennen nicht alle Auswirkungen, die dies auf das Klima gehabt haben könnte. Eruptionen, die die Stratosphäre erreichen, haben strahlungsphysikalische, chemische und dynamische Auswirkungen. Allerdings sind nur die ersten beiden gut bekannt.

Es gibt mehrere Aspekte der Tambora-Eruption im April 1815, die Wissenschaftler noch nicht zufriedenstellend erklären konnten. Erstens traten die Auswirkungen verzögert ein, da die Anomalien, die zu dem Jahr ohne Sommer 1816 führten, erst 15 Monate nach der Eruption einsetzten. Die übliche Erklärung lautet, dass die atmosphärische Dynamik die Strahlungseffekte in der nördlichen Hemisphäre verzögert habe. Diese Erklärung steht jedoch im Widerspruch zum zweiten ungeklärten Aspekt: Die klimatischen Auswirkungen auf die nördliche Hemisphäre waren viel größer als auf die südliche Hemisphäre. Die Ursache für diese Ungleichheit zwischen den Hemisphären ist unbekannt, da vulkanische Aerosole und ihre Strahlungseffekte bei einer tropischen Eruption über beide Hemisphären verteilt sind.

Abbildung 4. Die Unfähigkeit der Modelle, die klimatischen Auswirkungen großer Vulkanausbrüche zu reproduzieren, stellt die Zuverlässigkeit ihrer Diagnose in Frage, dass der Ausbruch des Hunga Tonga nur geringe Auswirkungen auf das Klima hatte. a) Alle Modelle reproduzieren einen Kühleffekt in der südlichen Hemisphäre als Folge des Tambora-Ausbruchs von 1815, aber dieser Effekt wird durch keine Beweise gestützt. [16] b) Die Modelle übertreiben den Rückgang der Meerestemperaturen erheblich, die als Folge des Tambora-Ausbruchs von 1815 und eines früheren Ausbruchs im Jahr 1809 aufgetreten waren. Die Beobachtungen (in Schwarz) zeigen einen viel geringeren Rückgang. [17]

Klimamodelle zeigen die Auswirkungen des Tambora-Ausbruchs von 1815 nicht angemessen, was darauf hindeutet, dass dynamische atmosphärische Veränderungen, die durch stratosphärische Eruptionen oder andere Faktoren verursacht werden, einen viel größeren Einfluss auf das Klima haben als bisher angenommen. Es ist auffällig, dass die Entwicklung der Meeres-Temperaturanomalie im Allgemeinen mit der Entwicklung der Wasserdampf-Anomalien in den extratropischen mittleren stratosphärischen Breiten der nördlichen Hemisphäre übereinstimmt, jedoch nicht in der gesamten Stratosphäre.

Abbildung 5. Die globale Meerestemperatur-Anomalie (NOAA, 60° N–60° S, Basisjahr 2021) ist in Rot auf einem Hintergrundbild der Wasserdampfanomalie in der Stratosphäre bei 45° N dargestellt.

Da Modelle die Auswirkungen von bis in die Stratosphäre reichenden Eruptionen auf die Dynamik der atmosphärischen Zirkulation nicht angemessen berücksichtigen können, ist die Schlussfolgerung nicht überzeugend, wonach die Hunga-Tonga-Eruption nur minimale Auswirkungen auf das Oberflächenklima hatte. [18] Diese Schlussfolgerung basiert in erster Linie auf Erkenntnissen über die Strahlungseigenschaften von Wasserdampf. Studien belegen einen Zusammenhang zwischen diesen Eruptionen und Veränderungen der globalen atmosphärischen Zirkulation, des Polarwirbels, des El-Niño-Southern-Oscillation-Phänomens, der Verdunstung und der Wolkendecke.

Zweifellos wissen wir, dass das Klimaereignis von 2023 durch einen drastischen Rückgang der globalen Wolkendecke verursacht wurde, den größten seit mindestens 40 Jahren (siehe Abbildung 1). Dieser Rückgang führte dazu, dass der Planet mehr Sonnenenergie absorbierte und sich erwärmte. Wir wissen jedoch nicht, was die Veränderungen der Wolken steuert. Es ist erstaunlich, dass zwar behauptet wird, die Ursache des jüngsten Klimawandels zu verstehen, man aber dennoch über einen so grundlegenden Aspekt nichts weiß.

Ohne Verdunstung können sich keine Wolken bilden. In ihrer aktuellen Arbeit legen Fajber et al. (2023) überzeugende Beweise dafür vor, dass der Verdunstungsgradient zwischen den Tropen und den Polen die durch die Atmosphäre transportierte Wärmemenge steuert. [19] Allerdings begingen sie den häufigen Fehler anzunehmen, dass die Verdunstung durch die Temperatur über die Clausius-Clapeyron-Beziehung gesteuert wird. Dieser Fehler beruht auf der Annahme, dass der Wind auf globaler Ebene konstant ist. Die Clausius-Clapeyron-Beziehung ist auf mikroskopischer Ebene, an der Grenzfläche zwischen Wasser und Luft, zutreffend. Auf makroskopischer Ebene hat die Windgeschwindigkeit jedoch einen größeren Einfluss auf die Verdunstung als Temperatur oder Luftfeuchtigkeit. In einer kalten, feuchten Umgebung trocknen zum Trocknen aufgehängte Kleidungsstücke, wenn genügend Wind weht. Allerdings haben nur wenige Klimawissenschaftler Erfahrung damit, Kleidung im Wind zum Trocknen aufzuhängen. Darüber hinaus ist die Windgeschwindigkeit nicht konstant, sondern unterliegt erheblichen Schwankungen und entgegengesetzten Trends über Ozeanen und Land. Diese Schwankungen führen zu bedeutenden Veränderungen bei der Verdunstung, der Wolkenbildung sowie deren Transport und Verteilung. [20]

Wenn Veränderungen in den Wolken die Temperaturveränderungen verursacht haben, können wir die Temperaturveränderungen nicht als Ursache für die Wolkenveränderungen heranziehen. Die wahrscheinlichste Ursache ist die Veränderung der atmosphärischen Zirkulation, die aufgrund der seit Ende 2022 auftretenden atmosphärischen Anomalien eingetreten ist, wie in Abschnitt 1 erläutert.

Für alle, die sich nicht auf die Erklärung des Klimawandels aufgrund der Strahlungseigenschaften von Treibhausgasen festlegen wollen, ist der Ausbruch des Hunga Tonga derzeit die beste Erklärung für das Klimaereignis von 2023. Im Juli 2025 kam ich zu dem Schluss, dass „wenn Hunga Tonga für die Erwärmung von 2023-24 verantwortlich ist, eine klare Vorhersage lautet, dass wir beobachten sollten, wie der größte Teil dieser Erwärmung in 3-5 Jahren verschwindet“. [21] Diese Prognose ergibt sich aus keiner der anderen in Betracht gezogenen Ursachen. Im Dezember 2025, vier Jahre nach dem Ausbruch, hatte sich diese Vorhersage bewahrheitet: Die Anomalie der Meerestemperatur im November war nur 0,05 °C höher als im November 2021 vor dem Ausbruch. 90 % der Erwärmung der Ozeane durch das Klimaereignis von 2023 sind verschwunden.

5. Das größte Versagen der Klimawissenschaft

Die Klimawissenschaft hat den Test eines extern verursachten natürlichen Klimaereignisses nicht bestanden. Die meisten Wissenschaftler, die Studien zum Klimaereignis von 2023 veröffentlicht hatten, haben dessen Natur nicht erkannt. Alle klimatologischen Erscheinungsformen des Ereignisses, die nicht mit dem vorherrschenden Konsens übereinstimmen, wurden entweder als natürliche Schwankungen oder als seltene Ereignisse behandelt, deren Wahrscheinlichkeit aufgrund des anthropogenen Klimawandels gestiegen ist. Keine Studie hat sich mit dem Klimaereignis in all seinen Erscheinungsformen befasst oder seine möglichen Ursachen analysiert, ohne sich auf Modelle zu stützen, die eindeutig nicht dafür ausgelegt sind, Aufschluss über etwas zu geben, von dem wir nicht wussten, dass es möglich ist.

Anstatt zu versuchen, die Ursachen des Ereignisses zu ermitteln, haben Wissenschaftler versucht, es mithilfe von Modellen in die vorherrschende Theorie einzufügen. Angesichts der Hinweise auf einen bedeutenden natürlichen Klimawandel offenbart dieser Ansatz seinen größten Mangel: Die Theorie stützt sich auf eine übermäßige Konzentration auf Treibhausgase und Aerosole als Ursache und Temperaturänderungen als Wirkung.

Persönliche Anmerkung:

2026 jährt sich zum zehnten Mal mein erster Beitrag auf Judith Currys Blog „Climate Etc.“. Ob Sie es glauben oder nicht, ich begann 2015 mit der Erforschung des Klimawandels, weil ich mir Sorgen über dessen mögliche Auswirkungen auf unsere Gesellschaft machte. Als Wissenschaftler aus einem ganz anderen Fachgebiet vertraute ich meinen Kollegen, wissenschaftlichen Gesellschaften und Herausgebern wissenschaftlicher Zeitschriften bei der Bewertung des Risikos. Als begeisterter Leser wissenschaftlicher Literatur aus vielen Disziplinen vertiefte ich mich in Hunderte, dann Tausende von Artikeln, überzeugt davon, dass es Beweise für einen dramatischen, vom Menschen verursachten Klimawandel gab. Ich ging jedoch leer aus und war zutiefst skeptisch gegenüber allem, was mir erzählt worden war, ohne dass mir jemals Beweise vorgelegt worden waren. Mir wurde klar, dass der natürliche Klimawandel weitgehend missverstanden wird und dass nicht genug unternommen wird, um dies zu korrigieren. In den letzten 10 Jahren habe ich viel Zeit damit verbracht, die Wissenschaft des Klimas zu klären, und ich werde, wenn nötig, weitere 10 Jahre damit verbringen. Wenn Sie öfter von mir hören möchten, finden Sie mich auf 𝕏 @JVinos_Climate.

[1] Schmidt G (2024). “Climate models can’t explain 2023’s huge heat anomaly — we could be in uncharted territory” Nature, 627, 467.

[2] Gilbert E & Holmes C (2024). “2023’s Antarctic sea ice extent is the lowest on record” Weather, 79, 2, 46-51.

[3] Espinoza JC et al. (2024) “The new record of drought and warmth in the Amazon in 2023 related to regional and global climatic features” Sci Rep 14, 8107.

[4] Kawzenuk B et al. (2023) “Mesoscale analysis of landfalling atmospheric rivers in California during December 2022 and January 2023” Atmospheric River Reconnaissance Workshop 2023.

[5] Marshall AM et al. (2024) “California’s 2023 snow deluge: Contextualizing an extreme snow year against future climate change” PNAS 121, 20, e2320600121.

[6] Silive.com (2024) “2023 least snowiest year in NYC on record, says National Weather Service“.
New York Post (2023) “Snowless NYC breaks 50-year record of longest winter without flurries“.

[7] NOAA (2024) “Australia to Africa in 36 days: Tropical Cyclone Freddy (2023), the longest-lasting tropical cyclone in history“.

[8] Live Science (2024) “Sahara desert hit by extraordinary rainfall event that could mess with this year’s hurricane season“.

[9] Klotzbach PJ et al. (2025) “The Remarkable 2024 North Atlantic Mid-Season Hurricane Lull” Geophys Res Lett, 52, 19, e2025GL116714

[10] Rantanen M & Laaksonen A (2024) “The jump in global temperatures in September 2023 is extremely unlikely due to internal climate variability alone” Clim Atmos Sci 7, 34.
Yale Climate Connections (2023) “Summer 2023 broke dozens of all-time monthly heat records“.

[11] Severe Weather EU (2024) “Unusually weak Polar Vortex is developing in the Stratosphere, linked with the Weather patterns over the United States and Canada“.
Met Office UK (2024) One in 250-year event underway high in the atmosphere“.

[12] Goessling HF et al. (2024) “Recent global temperature surge intensified by record-low planetary albedo” Science, 387, 6729, 68-73.

[13] Minobe S et al. (2025) “Global and regional drivers for exceptional climate extremes in 2023-2024: beyond the new normal” Clim Atmos Sci, 8, 138.

[14] 10 New Insights in Climate Science.

[15] New Scientist (2024) “Part of the Atlantic is cooling at record speed and nobody knows why“.

[16] Neukom R et al. (2014) “Inter-hemispheric temperature variability over the past millennium” Nature Clim Change, 4, 362–367.

[17] Brohan P (2012) “Constraining the temperature history of the past millennium using early instrumental observations” Clim. Past, 8, 1551–1563.

[18] APARC (2025) “Hunga Eruption Atmospheric Impacts Report” APARC Report No. 11, WCRP Report No. 10/2025.

[19] Fajber R et al. (2023) “Atmospheric heat transport is governed by meridional gradients in surface evaporation in modern-day earth-like climates” PNAS, 120, 25, e2217202120.

[20] Yu L (2007) “Global Variations in Oceanic Evaporation (1958–2005): The Role of the Changing Wind Speed” J Climate, 20, 21, 5376–5390.

[21] Vinós J (2025) https://x.com/JVinos_Climate/status/1941827393368281431

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/30/the-2023-climate-event-revealed-the-greatest-failure-of-climate-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Vitamin C und Klima

David Archibald

Einer der Vorfahren des Menschen verlor vor 40 bis 60 Millionen Jahren im Eozän die Fähigkeit, Vitamin C zu produzieren. Damals war die Welt viel wärmer und die meisten Landflächen waren von Regenwald bedeckt. In den Früchten der kurz zuvor entstandenen Blütenpflanzen war das ganze Jahr über reichlich Vitamin C vorhanden.

Der Verlust der Fähigkeit, Vitamin C zu produzieren, hatte zwei evolutionäre Vorteile. Erstens hätte die Produktion dieses Vitamins in einer Menge von 20 mg/kg Körpergewicht/Tag 0,1 % der Ruheenergie des Körpers verbraucht, was im Laufe der Zeit einen erheblichen Vorteil darstellt. Zweitens wird die antioxidative Wirkung des von der Leber produzierten Vitamin C genau durch die oxidierende Wirkung des ebenfalls in der Leber bei der Herstellung des Vitamin C produzierten Wasserstoffperoxids ausgeglichen.

Während das Vitamin C durch den gesamten Körper wandert, muss das Wasserstoffperoxid durch andere Antioxidantien reduziert werden, die in der Leber gebildet werden. Da die Leber nur zwei Prozent des menschlichen Körpergewichts ausmacht, ist dies eine große Belastung für die Leber und hätte zu einer höheren Rate an Lebererkrankungen und Leberversagen geführt. Bei Tieren, die ihr eigenes Vitamin C produzieren, beträgt die Produktion von Antioxidantien durch ihre reduzierende Wirkung etwa ein Drittel Vitamin C, ein Drittel Glutathion und ein Drittel Harnsäure. Die gesamte Glutathionproduktion der Leber müsste dazu verwendet werden, das bei der Vitamin-C-Produktion entstehende Wasserstoffperoxid auszugleichen. Die Entlastung der Leber wäre ein wichtiger Faktor für die Mutation gewesen, die zum Verlust der Fähigkeit zur Vitamin-C-Produktion führte.

So weit, so gut. Dann driftete die Antarktis über den Südpol, die antarktische Eisdecke entstand und die aktuelle Eiszeit begann. Die Welt wurde kälter und trockener. Es gab keine ganzjährige Versorgung mit Vitamin C aus Früchten mehr. Der Lebensraum des Menschen dehnte sich auf alle Klimazonen aus. Der Großteil der Menschheit lebt heute mit einem chronischen Vitamin-C-Mangel (obwohl es in Ländern wie Malaysia eine hohe Diabetesrate gibt, weil die Menschen zu viel Obst essen).

Wir wissen, wie viel Vitamin C wir brauchen, weil wir uns an anderen Tieren orientieren können. Für Säugetiere ist dies in dieser Grafik dargestellt:

Abbildung 1: Tägliche Vitamin-C-Produktion in mg pro Kilogramm Körpergewicht

Bei Fleischfressern und Allesfressern liegt die Vitamin-C-Produktion in der Regel bei etwa 20 mg/kg Körpergewicht/Tag. Hunde haben aufgrund ihres hohen Stoffwechsels einen hohen Wert. Als Allesfresser benötigen Menschen etwa 20 mg/kg Körpergewicht/Tag. Für einen normalen Menschen mit einem Gewicht von 70 kg entspricht dies 1,4 Gramm – das entspricht drei 500-mg-Tabletten, vorausgesetzt, dass alles in den Blutkreislauf gelangt.

Wiederkäuer benötigen viel Vitamin C, um den oxidativen Stress durch die Fermentation zu bewältigen. Bei Wiederkäuern ist die Vitamin-C-Produktion proportional dazu, wie schlecht die Bedingungen in dem Land sind, in dem die Art überleben kann. So produzieren Ziegen mehr als doppelt so viel wie Kühe und siebenmal so viel wie Schweine. Die nicht wiederkäuenden Pflanzenfresser haben eine normale Produktionsrate. Auch andere Stämme produzieren Vitamin C. Bei den Fischen produzieren Knochenfische Vitamin C. Fruchtfliegen stellen ihr eigenes Vitamin C her, Krabben hingegen nicht.

Die empfohlene Tagesdosis für Vitamin C liegt in Australien bei 45 mg pro Tag, wobei wir durchschnittlich 110 mg pro Tag zu uns nehmen. Das sind immer noch weniger als 10 % dessen, was andere Allesesser zu sich nehmen. Die meisten von uns leben mit einem chronischen Vitamin-C-Mangel. Es gibt noch einen weiteren Effekt, den wir aufgrund unseres nicht funktionsfähigen L-Gulonolacton-Oxidase-Gens verpassen, welches Vitamin C produziert. Die Produktion von Vitamin C bei Tieren reagiert auf Stress. Eine Infektion kann die Vitamin-C-Produktion um das Zwei- bis Fünffache erhöhen, ein Trauma um das Drei- bis Sechsfache, längere Anstrengung um das Zwei- bis Vierfache, Hitzestress um bis zu dreimal und Überfüllung um das Zweifache. Eine infizierte 50 kg schwere Ziege kann also bis zu 50 Gramm Vitamin C pro Tag produzieren. Menschen profitieren nicht von dieser Krankheitsreaktion. Unsere kleinen, spitzmausgroßen Vorfahren im Eozän haben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, was Vitamin C angeht, da sie nicht damit rechneten, dass das Klima kälter werden würde.

Dies erklärt den in einer Studie aus dem Jahr 2020 beobachteten Effekt der positiven Reaktion von Covid-Patienten auf die Gabe von N-Acetylcystein (NAC). NAC ist ein starkes Antioxidans. Da Menschen chronisch unter Vitamin-C-Mangel leiden, kann jedes Antioxidans diese Lücke füllen und zu einem positiven Ergebnis führen. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA versuchte, NAC zu verbieten, weil sie keine Konkurrenz zu den damals auf den Markt kommenden Covid-Impfstoffen wollte.

Abbildung 2: Maximale tägliche Steigerung der Vitamin-C-Produktion als Reaktion auf Stress

Für jede Spezies zeigt der linke Balken die normale tägliche Vitamin-C-Produktionsrate. Der rechte Balken zeigt die maximal gemessene Produktionsrate, wenn das Tier unter Stress steht.

Die meisten Säugetiere sind in der Lage, ihre Vitamin-D-Produktion als Reaktion auf Stressfaktoren wie Traumata und Krankheiten deutlich zu steigern. Angesichts dessen, was bei Tieren geschieht, ist es für Menschen ratsam, als Reaktion auf Krankheiten ihren Vitamin-C-Konsum zu erhöhen. Für eine 70 kg schwere Person würde eine fünffache Erhöhung gegenüber dem normalen Wert für Allesfresser sieben Gramm pro Tag bedeuten.

Wir haben uns in gewisser Weise an einen chronischen Vitamin-C-Mangel angepasst. Menschen und andere Menschenaffen haben das Enzym Uricase verloren, das Harnsäure abbaut. Harnsäure ist ein starkes extrazelluläres Antioxidans. Am oberen Ende ihres Konzentrationsbereichs haben Menschen eine siebenmal höhere Konzentration an Harnsäure im Plasma als Schweine. Dies gleicht etwa 40 % der Auswirkungen des Vitamin-C-Verlustes beim Menschen aus. Die Wirkung zeigt sich jedoch nur im Serum, und Harnsäure unterstützt weder die Kollagensynthese noch die Funktion der Immunzellen. Die Einnahme von bis zu 500 mg Vitamin C pro Tag senkt den Serumharnsäurespiegel bis zu 20 %.

Eine weitere Anpassung des Menschen an einen niedrigen Vitamin-C-Spiegel besteht darin, dass es sich in den weißen Blutkörperchen in einer 20- bis 80-fachen Konzentration gegenüber dem Plasmaspiegel anreichert. Auch das Gehirn speichert Vitamin C, selbst bei einem Mangel. Der Mensch hat sich so entwickelt, dass er fast kein Vitamin C verschwendet, was jedoch nur funktioniert, wenn überhaupt eine Zufuhr stattfindet. Tatsächlich ist der Mensch stark auf sekundäre Antioxidationssysteme angewiesen, da ihm das primäre System fehlt.

All dies dient als Hintergrundinformation für die Auswirkungen auf Krankheiten. Vitamin C ist für die Kollagenvernetzung in Haut, Blutgefäßen und Gelenken, den Schutz der Mitochondrien, die Immunüberwachung, die Aufrechterhaltung der Stammzellen und die Unterdrückung von Krebserkrankungen erforderlich und nicht optional. Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der Verlangsamung des Alterungsprozesses, indem es die Integrität des Bindegewebes verbessert, die Gebrechlichkeit verringert und die Alterung des Immunsystems verlangsamt. Das Altern beim Menschen ähnelt einem chronischen, leichtgradigen Vitamin-C-Mangel.

Bei Infektionen kommt es beim Menschen zu einem raschen Abbau von Vitamin C im Plasma, wobei die Konzentration oft in den Skorbutbereich fällt. Dies wiederum führt zu Kapillarleckagen und oxidativen Schäden. Der Vitamin-C-Spiegel im menschlichen Plasma liegt normalerweise im Bereich von 40 bis 60 µmol pro Liter. Während einer Infektion sinkt er auf unter 20 µmol pro Liter. Skorbut beginnt bei Werten unter 11 µmol pro Liter. Im Vergleich zu anderen Tieren sinkt der Vitamin-C-Spiegel beim Menschen unter Stress schnell ab. Im Gegensatz dazu steigt der Vitamin-C-Spiegel bei Tieren unter Stress von 60 µmol pro Liter bis 100 µmol pro Liter. Allerdings sinkt die Aufnahme von Vitamin C bei einer oralen Dosierung von mehr als drei bis fünf Gramm pro Tag stark. Bei fünf Gramm pro Tag erreichen Sie etwa 90 µmol pro Liter. Bei einer oralen Einnahme von mehr als 10 Gramm pro Tag steigt der Vitamin-C-Spiegel im Plasma nicht weiter an. Durch die intravenöse Verabreichung von Vitamin C werden die durch die orale Einnahme auferlegten Grenzen umgangen. Die intravenöse Einnahme von ein bis fünf Gramm entspricht in etwa dem, was Tiere unter starkem Stress erreichen.

Eine der Funktionen von Vitamin C während einer Infektion ist der Schutz der Mitochondrien vor Oxidation. Viele hypoxische Krankheitszustände sind vitamin C-empfindlich und nicht per se sauerstoffbedingt. Tiere, die ihr eigenes Vitamin C produzieren, erhalten während einer Infektion oder Anstrengung die mitochondriale Leistung aufrecht. Menschen ermüden schneller und sammeln entzündliche Nebenprodukte an.

In Bezug auf Virusinfektionen fördert Vitamin C die Produktion von Typ-1-Interferon. Dies verlangsamt die Viruslast frühzeitig, bevor sie ihren Höhepunkt erreicht. N-Acetylcystein (NAC), ein weiteres starkes Antioxidans, wirkt wahrscheinlich auf die gleiche Weise. Vitamin C bindet außerdem Eisen an Proteine, sodass weniger Eisen für virale Proteine zur Verfügung steht. Es begrenzt auch die oxidativen Signalkaskaden des Virus und begrenzt so die Replikationsrate. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Viren in Zellen mit Vitamin-C-Mangel am schnellsten vermehren. Tiere reagieren auf Virusinfektionen mit einer erhöhten Vitamin-C-Synthese, während Menschen stattdessen eine unkontrollierte Verstärkung der Entzündung erleben.

Vitamin C, Vitamin D und Zink spielen eine komplementäre Rolle bei der Bekämpfung von Virusinfektionen. Vitamin C wirkt innerhalb von Stunden, während Vitamin D über Tage bis Wochen wirkt. Vitamin D kontrolliert die Gentranskription bei der Proteinbildung, verhindert eine Überreaktion des Immunsystems und reduziert Autoimmunität und entzündliche Überreaktionen. Zink wird für die Bildung antiviraler Enzyme, die Hemmung der RNA-Replikation und die Steigerung der Funktion des Thymus benötigt. Zink wird während einer Infektion schnell aufgebraucht. Zink wirkt am besten, wenn Vitamin C den oxidativen Zustand der Zellen stabil hält. Einfacher ausgedrückt:

1. Vitamin C reagiert schnell auf eine Virusinfektion.

2. Zink verlangsamt die Virusvermehrung.

3. Vitamin D verhindert, dass das Immunsystem das Haus niederbrennt.

4. Säugetiere haben sich so entwickelt, dass sie während einer Infektion mehr Vitamin C produzieren, da das Timing eine wichtige Rolle spielt.

5. Der Mensch hat die Pufferfunktion verloren, die Vitamin-C-Produktion als Reaktion auf Stress zu steigern, und bezahlt dafür unter Virusstress.

Die normale Blutkonzentration von Vitamin C beträgt 12 µg/ml. Die Zellen des Immunsystems konzentrieren Vitamin C in sich selbst in einer 20- bis 80-mal höheren Konzentration als im Plasma. Vitamin C ist also wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem. Eine Beeinträchtigung des Immunsystems beginnt, wenn der Vitamin-C-Spiegel im Plasma unter 8 µg/ml fällt. Immunzellen töten pathogene Zellen, indem sie reaktive Sauerstoffspezies bilden. Die Aufgabe von Vitamin C besteht darin, die Immunzellen während dieses oxidativen Ausbruchs zu schützen.

In Bezug auf Krebs wirkt ein hoher Anteil der Chemotherapeutika, indem sie reaktive Sauerstoffspezies (ROS) in den Mitochondrien erzeugen. Dies belastet die Krebszelle, sodass sie Signale an die Zelloberfläche sendet, um mehr Todesrezeptoren auf der Zelloberfläche zu bilden. Die meisten Antioxidantien heben diesen Effekt bis zu einem gewissen Grad auf. Bei hohen Vitamin-C-Konzentrationen im Blut, die nur durch intravenöse Injektion erreicht werden können, kehrt sich dieser Effekt um und es entsteht eine krebsbekämpfende Wirkung. Krebszellen haben einen enormen Appetit auf Glukose. Oxidiertes Vitamin C sieht für die Transporterproteine, die Glukose in die Zellen transportieren, ähnlich aus wie Glukose. Sobald es in die Krebszellen gelangt ist, erzeugt diese Überladung an oxidiertem Vitamin C ROS, die es schädigen. Als Krebsbehandlung ist intravenöses Vitamin C am wirksamsten bei Krebsarten, die nur eine geringe Fähigkeit haben, Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff zu zerlegen.

Die erste Dosis bei der intravenösen Vitamin-C-Behandlung von Krebs beträgt in der Regel 15 Gramm. Damit soll sichergestellt werden, dass der Körper nicht mit nekrotischen Krebszellen überlastet wird, wenn zu Beginn der Behandlung zu viele davon absterben. Die nächste Dosis beträgt 30 Gramm. Es wurden Tagesdosen von bis zu 90 Gramm verwendet. Dies entspricht der Menge, die zwei infizierte Ziegen mit einem Gewicht von jeweils 50 kg zusammen produzieren könnten.

David Archibald is the author of The Anticancer Garden in Australia.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/31/vitamin-c-and-climate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Willkommen im Jahr 2026: Europa legt den Grundstein für die Zensur der Klimawissenschaft!

Pierre Gosselin, NoTricksZone

Während die Narrative der EU zusammenbrechen, planen verzweifelte Politiker immer tyrannischere Maßnahmen, um den Untergang zu verhindern.

Zensur wissenschaftlicher Debatten…

Derzeit sind die Politiker der EU empört darüber, dass US-Beamte die Dreistigkeit besitzen, ihnen Zensur vorzuwerfen. Was jedoch die Unterdrückung offener Diskussionen und abweichender Meinungen zu wichtigen Themen angeht, sieht die Lage in Wirklichkeit noch schlimmer aus, als die meisten Menschen glauben. Und sie wird sich noch weiter verschlechtern.

Ein kürzlich (indirekt von der EU finanzierter) Bericht, veröffentlicht Anfang dieses Jahres zeigt, wie die EU plant, die Zensur auf die Themen Klima- und Energiewissenschaft auszuweiten.

[Hervorhebung im Original]

In dem von EU DisinfoLab und Logically veröffentlichten Bericht „Harmful Environmental Agendas and Tactics” (HEAT) untersuchen die Autoren, wie klimabezogene Fehl- und Desinformationen (MDM) strategisch eingesetzt werden, um die Klimapolitik in Europa zu untergraben, insbesondere in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.

Skeptiker der Klima-Wissenschaft untergraben die Demokratie

Der Bericht argumentiert, dass Klima-Desinformation über die einfache Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse hinausgeht und zu einem Instrument für eine breitere politische und soziale Polarisierung geworden ist.

Die Autoren behaupten, dass die völlige Leugnung des Klimawandels durch Narrative ersetzt wird, die sich auf eine „Verzögerung des Klimawandels” konzentrieren. Diese erkennen den Klimawandel oft an, greifen jedoch die Machbarkeit, die Kosten und die Fairness von Lösungen an, indem sie beispielsweise behaupten, dass grüne Politik Haushalte in den Ruin treiben oder Industrien zerstören würde.

Die Feinde

Der Bericht benennt vier Hauptsäulen, die diese Agenden vorantreiben:

1. Das Verschwörungsmilieu: Misstrauen gegenüber Eliten und Narrativen des „Deep State“ (z. B. „The Great Reset“).

2. Kulturkrieg/parteiischer Diskurs: Klimaschutzmaßnahmen werden als autoritäres oder elitäres Projekt dargestellt.

3. Feindliche staatliche Akteure (HSAs): Bedeutende Beteiligung russisch geprägter Netzwerke (z. B. Portal Kombat), die lokalisierte Domains wie Pravda DE nutzen, um spaltende Klimainhalte zu verbreiten.

4. Ausrichtung auf die Ölindustrie: Narrative, die mit den Interessen der fossilen Brennstoffindustrie übereinstimmen, auch wenn die direkte Zuordnung zu Unternehmen oft verschleiert wird.

In Deutschland beispielsweise gibt es Angriffe auf die Energiewende und das Gebäudeheizungsgesetz.

In Frankreich gibt es Verbindungen zwischen der Klimapolitik und der „Gelbwesten”-Bewegung oder anti-elitären Stimmungen.

Unterdessen wurde die „Stickstoffkrise” in den Niederlanden als „Landraub durch die Regierung” umgedeutet.

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Die europäischen Staats- und Regierungschefs sind überzeugt, dass ihre Politik nichts mit all den Misserfolgen zu tun hat. In ihren Augen sind allein die widerspenstigen Bürger und ihre Kampagnen zur Desinformation schuld.

Die wichtigsten Empfehlungen des Berichts

Die Autoren fordern entschlossene Maßnahmen auf institutioneller und Plattformebene, um Klima-Desinformation als strukturelle Bedrohung und Gefahr für die Demokratie zu behandeln. Das alles muss aufhören!

Die Plattformen müssen handeln!

Die wichtigste Empfehlung lautet, dass die EU Klima-Desinformation im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste (von Kritikern auch als Gesetz zur digitalen Zensur bezeichnet) ausdrücklich als systemisches Risiko anerkennt. Dies würde sogenannte sehr große Online-Plattformen (VLOPs) dazu zwingen, proaktive Maßnahmen zu ergreifen und Risikobewertungen durchzuführen.

Die Autoren fordern außerdem die Verpflichtung zu Algorithmus-Audits und öffentlicher Berichterstattung über die Moderation von Inhalten, insbesondere von Klimainhalten. Es sei an der Zeit, gegen Skeptiker vorzugehen, sagen sie.

„Unabhängige“ Auditoren

Darüber hinaus sollen „unabhängige Forscher“ Zugang zu disaggregierten Plattformdaten erhalten, um zu verfolgen, wie sich diese Narrative verbreiten.

Eine weitere Empfehlung fordert die Kennzeichnung und Begrenzung der Reichweite von „ideologischer oder gesponserter“ Klimadesinformation.

„Vertrauenswürdige Melder“

Die Autoren fordern außerdem eine verstärkte Überwachung russisch orientierter und anderer feindlicher staatlicher Operationen, die Klimadebatten ausnutzen, um die demokratische Widerstandsfähigkeit der EU zu schwächen.

Ein weiterer vorgeschlagener Schritt zur Bekämpfung von „Klimadesinformation“ ist die Einrichtung von Meldekanälen für zivilgesellschaftliche Organisationen (sogenannte „vertrauenswürdige Melder“), um koordiniertes unechtes Verhalten (CIB) und schädliche Narrative an die Regulierungsbehörden zu melden.

„Vorbeugende Entlarvung“ [Prebunking]

Auch „Prebunking“-Kampagnen sollen darauf abzielen, die Öffentlichkeit proaktiv über Desinformationstaktiken aufzuklären, bevor sie diesen ausgesetzt wird – insbesondere in ländlichen Gebieten und Arbeiterklassenvierteln mit geringerem Bildungsniveau, die häufig Ziel solcher Kampagnen sind.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/31/welcome-to-2026-europe-laying-groundwork-for-climate-science-censorship/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers dazu: Es ist schon interessant – im Prinzip will man ja hier die Natur zensieren, wenn sie sich nicht an die Vorgaben hält. Ob diese sich davon beeindrucken lässt? Und wie will man die Natur bestrafen? Hoffentlich werden auch die „Kältereports“ nicht irgendwann Opfer dieser Zensur.