Siemens-Boykott: Die Gefahren des Ökotiger-Schwanzes

Die modernen Wissenschaften in Bereichen wie Ingenieurswesen, Physik, Medizin, Biologie, Chemie und Pharmakologie ermöglichen heute eine zuverlässige, gesunde, reichhaltige und auch wohlschmeckende Vollversorgung der gesamten Bevölkerung mit Nahrung und medizinischer Versorgung. Dieser hohe Lebensstandard ermöglicht es uns, überall auf der Welt die jeweils dort erzeugten Nahrungs- und Genussmittel von Getreide und Feldfrüchten über Fleisch, Obst und Gemüsen einzukaufen. Wer es sich leisten kann, kann selbst exotischste Produkte schnell und frisch aus aller Herren Länder beziehen. Und wer meint, es „gesünder“ haben zu müssen, kann auf sogenannte Bioprodukte, Veganismus oder – im Gesundheitsbereich – auf alternative Ansätze wie Homöopathie oder Akupunktur zurückgreifen.

Bild 2. Viel Maschine, wenig Mensch: In modernen Industriebetrieben wurden schwere und gefährliche Arbeiten längst von Robotern übernommen (Foto: Autor)

Es geht um unseren Lebensstandard

Unser Wohlstand beruht auf der erfolgreichen Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse als Grundlage für den Export hochwertiger Industrieprodukte wie Fahrzeuge, Flugzeuge, Werkzeugmaschinen, Werkstoffe, Chemikalien, Pharma- und Medizintechnik-Produkte oder hochkomplexe Automatisierungen. Zu den bekanntesten Exponenten dieser Industrien gehört der Siemens-Konzern, der in der ganzen Welt als Hightech-Unternehmen und Symbol deutscher Ingenieurskunst gilt. Doch an genau diesem Unternehmen wird soeben ein Exempel dafür statuiert, wie die Vertreter der Klimawandel-Hysterie darangehen, die deutsche Industrie zu vernichten. Nach Kernenergie und Kraftwerkstechnik, wo man Siemens schon erfolgreich kastriert bzw. außer Landes getrieben hatte, ist jetzt die Eisenbahntechnik an der Reihe. Und Siemens-Chef Kaeser spielt hierbei, statt dem üblen Spiel entgegenzutreten, eine ziemlich klägliche Rolle. Schließlich war es sein Unternehmen, das – zur Stützung seiner Windenergie-Sparte – während der Jamaika-Verhandlungen des Jahres 2017 einen raschen Kohleausstieg sowie einen CO2-Mindestpreis forderte. Doch dieser Versuch, sich am Schwanz des Öko-Tigers festzuhalten, um nicht gebissen zu werden, geht jetzt nach hinten los.

Bild 3. Während noch im Jahre 1900 ein Bauer nur vier andere Menschen ernähren konnte, sind es heute dank der durch Wissenschaft und Technik ermöglichten Methoden bereits 135 (Grafik: Bauernverband.de)

Eine außergewöhnliche Buschfeuersaison wird zum Fanal gehypt

Ein tägliches Trommelfeuer an Nachrichten hat dafür gesorgt, dass die – regelmäßig auftretenden, in diesem Jahr allerdings außergewöhnlich intensiven – Buschfeuer in Australien derzeit zum „Beweis“ und Symbol des angeblichen Klimawandels hochstilisiert werden. Tote Menschen und – optisch und emotional noch viel wirksamer – verbrannte Känguruhs und Koalas sorgen für Betroffenheit und dafür, dass viele Menschen auf die einseitige Propaganda der Klimahysteriker in unseren Medien hereinfallen. Die zahlreichen nüchternen Analysen von Einheimischen, Kennern und Fachleuten, die darauf hinweisen, dass solche Feuer schon lange vor dem Eintreffen der Europäer normal waren und sogar zur Kultur der Ureinwohner gehörten, und dass es gerade unsinnige Vorgaben der weißen Einwanderer sind, welche die Situation verschlimmern, dringen dagegen kaum durch. Stattdessen wütet im SpiegelOnline ein Herr Kurt Stukenberg (ehemaliger Chefredakteur des Greenpeace-Magazins, jetzt bei SPON stellvertretender Ressortleiter Wissenschaft), der dem australischen Premierminister Morrison vorwirft: „Die Industrie, für die Morrison offenbar bereit ist, erhebliche Teile seines Landes dem Feuer zu überlassen, ist die Kohlebranche”. Noch schlimmer treibt es bei der FAZ der seit Jahren hyperaktiv klimahysterische Redakteur Müller-Jung, der dort das Ressort „Natur und Wissenschaft“ leitet. In einem Beitrag über die Lage in Australien vom 8. Januar bezeichnet er Morrison als „Höllenfürsten“, als Kohlelobbyist mit „im Kohlebad vergoldeten“ Fingern. Die grünen Kulturfeinde in den politischen Altparteien, den Medien und den NGO´s wie Greenpeace oder WWF bis hin zu deren Sturmtruppen wie Extinction Rebellion und Fridays for Future nutzen die aktuelle Hysteriewelle, um der verhassten Industrie nicht nur in Australien, sondern weltweit einen Schlag zu versetzen. Und in Deutschland wurde Siemens als strategisches Ziel ausgewählt.

Worum es geht

Vordergründig geht es um einen für Siemens-Verhältnisse eher kleineren Auftrag über Signalanlagen für eine Eisenbahnlinie. Der einzige Haken für Siemens liegt darin, dass diese für eine Eisenbahnlinie vorgesehen ist, die eine vom indischen Adani-Konzern geplante Kohlemine im australischen Bundesland Queensland mit den Verladehäfen am Meer verbinden soll. Siemens hat demnach gar nichts mit Kohle zu tun, sondern mit der Elektrotechnik für eine Eisenbahnlinie im Wert von gerade einmal 18 Mio. Euro.

Im Vollgefühl ihrer Macht haben die Grünen dieser Welt inzwischen die amerikanischen Boykottmethoden, einem nicht genehmen Land oder Unternehmen durch Bedrohung seiner Zulieferkette die Luft abzuschnüren, in aller Konsequenz übernommen und Siemens nur deshalb zur Zielscheibe gemacht, weil man in Wirklichkeit dessen Kunden treffen will. Der Siemens-Vorstand, der eigentlich längst auf grünem Kurs liegt, befindet sich wohl nur deshalb in einer misslichen Lage, weil die eigenen, für Australien zuständigen Überwacher den Ernst der Lage nicht rechtzeitig erkannt haben. Da der Auftrag bereits unterschrieben ist, geht es jetzt grundsätzlich um die Glaubwürdigkeit des Gesamtkonzerns – mit weltweit etwa 378.000 Arbeitsplätzen – im Umgang mit Geschäftspartnern. Und damit auch um Arbeitsplätze. Das muss man wissen, wenn hierzulande Fridays for Future-Aktivisten nebst Konsorten Siemens in konzertierten Aktionen an den Pranger stellen. Nach den bisherigen Reaktionen von Siemens scheint Kaeser bereit zu sein, selbst in dieser Situation vor dem Druck einzuknicken, Zitat: „Wäre der Auftrag nicht bereits unterschrieben gewesen, wäre ich sicher schwer davon zu überzeugen gewesen, ihn anzunehmen“. Und bot in diesem Zusammenhang dem höheren Töchterchen Luisa Neubauer von FFF auch gleich einen Aufsichtsratsposten an.

Bild 4. Unbestätigte Gerüchte besagen, dass sich eine Sonderabteilung der Pressestelle eines großen deutschen Konzerns bereits mit bestimmten Schlagzeilenstudien beschäftigt hat (Grafik: Autor)

Wer orchestriert die Proteste?

Auch wenn die Kampagne gegen Siemens vordergründig bunt, fröhlich und jugendbetont daherkommt, ist sie doch Ergebnis einer von gut durchorganisierten Netzwerken sorgfältig organisierten und gesteuerten Kampagne. Es lohnt sich, einmal einen näheren Blick auf diese Netzwerke zu werfen, zu denen im weiteren Sinne auch Siemens selbst gehört. Dazu gehört aber beispielsweise auch eine Publikation namens „Forum Nachhaltig Wirtschaften“, in der „grüne“ Artikel sowie Aufrufe zu Aktionen wie der vom letzten Freitag erscheinen. Schon eine kurze Recherche offenbart, dass dahinter mit Fritz Lietsch eine Persönlichkeit steckt, die sich selbst als „Social Entrepreneur seit 25 Jahren, Visionär und Unternehmer“ bezeichnet. Herr Lietsch hat über die Gründung eines Verlags, der diverse Medien im Öko- und Umweltbereich publiziert, noch einen bunten Strauß weiterer Aktivitäten vorzuweisen. Schon während seines Studiums der BWL und der Markt- und Werbepsychologie (!) betätigte er sich als Chefredakteur zweier Fachzeitschriften, betrieb eine Werbeagentur und erstellte im Auftrag der Europäischen Kommission in Brüssel eine Innovationsstudie zu Clean Technologies. In einer Auflistung seiner Tätigkeiten bei „Kress Köpfe“ findet sich eine beeindruckende Sammlung von Begriffen: „Journalist, Ökologie, Referent, Moderator, Consulting, Ökomarketing, Beratungsarbeit & Bildungsarbeit, Medienagentur, Marketing, Umweltexperte, Werbeagentur“.

Die von ihm aufgebaute Verlags- und Vertriebsgesellschaft widmete sich von Anfang an allem, was als „Alternative zur Industriegesellschaft“ vermarktet werden konnte. Neben diversen Zeitschriften und Internet-Portalen gab es auch ein „alternatives Branchenbuch“, eine Sonderschau für „umweltbewusstes Bauen und Wohnen“, ein „Nachschlagewerk für nachwachsende Rohstoffe“ sowie Internetportale für „Eco-Wellness“ oder „Naturkosmetik“. Nicht fehlen durfte die Förderung von Solarinitiativen, von Regionalprodukten oder von Onlineangeboten für „corporate social responsibility“. Natürlich fehlte auch nicht die Zusammenarbeit mit kirchlichen Kreisen, Messegesellschaften und der öffentlichen Hand.

Mit seinen Werbe- und Marketingmaßnahmen sorgte er für die enge Vernetzung einer Community aus über 20.000 Anbietern, zahlreichen Konsumenten sowie NGO´s, die „ihre Einkaufsmacht bewusst einsetzen“. Als Referent und Moderator beeinflusst er viele Menschen bei wichtigen Veranstaltungen wie dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem Vision Summit, dem Entrepreneurship Summit, dem Münchner Corporate Citizen Gipfel u.v.m.

Mit anderen Worten: Herr Lietsch ist ein klassischer Vertreter jener „bunten, alternativen“ Schattenökonomie, die sich neben der und gegen die etablierte Industriegesellschaft etabliert hat und vor allem „Wohlfühlbotschaften“ samt dazugehöriger Produkte und Dienstleistungen für Besserverdienende vermarktet. Dass man dabei von den Reichtümern zehrt, welche die verachtete Industrie mitsamt der normalen Landwirtschaft seit jeher für das ganze Land erzeugt, wird in der Gedankenwelt solcher Menschen bequemerweise ausgeblendet.

Bild 5. Auch bei sogenannten Bio-Produkten sind Risiken und Nebenwirkungen nie ausgeschlossen. Allerdings ist dort kein Beipackzettel vorgeschrieben (Grafik: Autor)

Die Parole lautet: Weg mit der Industrie

Selbst die Tatsache, dass auch die Biobranche ihre Skandale hat, trübt in den Augen dieser Menschen weder die eigene Wohlfühlblase noch mindert es deren immer feindseligere Haltung gegenüber den etablierten Erzeugern des Mehrwerts, von dem wir alle leben. Schon längst verdrängt hat man dort z.B. den Bio-Lebensmittelskandal mit Bockshornkleesamen, der in der Presse als „EHEC“-Epidemie bezeichnet wurde. Im Jahr2011 erkrankten daran über 4.300 Menschen, von denen 50 starben. Selbst noch zwei Jahre später brauchten einige der Patienten wegen der Spätfolgen noch ärztliche Behandlung. Die wirtschaftlichen Schäden lagen in oberer zweistelliger Millionen-Größenordnung. In diesem Zusammenhang ist übrigens auffällig, dass die NGO Foodwatch, sonst bei jeder Gelegenheit vorneweg, wenn es darum geht, die konventionelle Landwirtschaft und die Lebensmittelbranche anzuprangern, die Rolle der von Fachleuten als Auslöser identifizierten Bockshornkleesamen als mögliche Ursache vehement leugnet.

Dem Bio-Boom hat dieses Ereignis trotz der zahlreichen Toten nicht geschadet, wie das jetzige Beispiel mit der Siemens-Erpressung beweist. Man gibt sich stattdessen noch mehr Mühe, den verachteten Wirt „Industriegesellschaft“ immer weiter zu schädigen. Jetzt scheint man in diesen Kreisen sogar zu glauben, dass man „die Industrie“ trotz deren Kotaus nicht mehr braucht und nach Belieben fertigmachen kann, wie exemplarisch am Beispiel Siemens zu erkennen. Bis irgendwann einmal alles zusammenkracht…

Kleine Anekdote am Rande: Herr Lietsch scheint es in der Frage seines eigenen CO2-Fußabdrucks eher mit den Priestern des Mittelalters zu halten, die ihren Schäfchen Wasser predigten, während sie selbst genussvoll Wein schlürften. Zu seinen Hobbys gehören u.a. Reisen, Bergsteigen, Tauchen und Segeln. Selbstverständlich erledigt er dies alles CO2-frei per Fahrrad direkt vor der Haustür. Oder vielleicht doch nicht?




Zeigt der Poynting-Vektor auf „Mittelerde“ oder auf die sogenannte „Abstrahlungs­höhe“?

Ist das nun die Haltung aller THE-Befürworter? – Nein, denn einer der THE-Befürworter hat vorgeblich dazugelernt, Zitat aus einem Kommentar vom 28. Dezember 2019 um 16:47 Uhr:

Nein Herr Schulz, 30 Grad kommen heraus wenn die Hemisphäre als isotherm angenommen wird. Gerlich und Tscheuschner haben aber über cos exakt integriert und 15 Grad als Mittelwert herausbekommen. Sie haben nicht mal gespannt, dass Herr Weber zunächst – weil er die Nachtseite und damit den globalen Mittelwert von (288+0)/2=144 K nicht beachtet hat – wegen der rein solaren Temperaturgenese von 15 Grad (Tagseite, ohne Gegenstrahlung) behauptet hat, dass es keinen TE gibt. Später hat er dann die „Umgebungsgleichung“ für S-B sowie die angeblich verminderte Abstrahlung trotz 15 Grad erfunden und damit die fehlende Leistung für die Nachtseite herbeigezaubert.“

Nun, „dazugelernt“ war vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck, man könnte hier wohl zunächst von einer „sophistischen Schlagwortverwertung“ zugunsten des eigenen Paradigmas sprechen. Zu Gerlich und Tscheuschner (2009) hatte ich im 2. Teil meiner THE-Analyse konkret ausgeführt, Zitat:

Der von Gerlich und Tscheuschner aufgezeigte Widerspruch (33°C # 144°C) ist analog zu dem gängigen „Faktor4“-Ansatz für einen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ innerhalb dieses Modells (1) korrekt abgeleitet worden.

Damit haben Gerlich&Tscheuschner den ‚natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt‘ widerlegt.

Allerdings ist diese Widerlegung aus dem global gemittelten Modell (1) heraus erfolgt und daher kann dieses Ergebnis nicht auf die reale Erde angewendet werden. Denn lediglich die Tagseite der Erde (2PIR2) darf im Strahlungsgleichgewicht zwischen Sonne und Erde mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz betrachtet werden. Von daher hätte diese Lösung von Gerlich and Tscheuschner (2009) auf die Tagseite der Erde (2PIR2) beschränkt bleiben müssen.

Die besagten 15°C stammen nämlich aus meiner Reduzierung der Lösung von Gerlich und Tscheuschner auf die Tagseite der Erde als Beweis für meinen hemisphärischen S-B-Ansatz. Es bleibt demzufolge schleierhaft, worin der individuelle Erkenntnisgewinn des besagten THE-Befürworters bestehen mag, ob dieser lediglich etwas missverstanden haben könnte oder ob hier ausgewählte Teilaspekte willkürlich verwertet worden sind, um das widerlegte THE-Paradigma künstlich am Leben zu erhalten. Immerhin wird erkennbar, dass THE-Befürworter offenbar auch in der Lage sind, neue Erkenntnisse der Gegenseite wahrzunehmen. Wenn wir uns unter dieser Voraussetzung noch einmal dem widerlegten THE-Paradigma „von innen heraus“ nähern, dann gibt es vielleicht eine Möglichkeit, dessen Befürwortern ganz neue Erkenntnisse zu vermitteln, alsoschaunmermal:

Offenbar ist die Temperaturdifferenz von 33°C ein entscheidendes Argument für einen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“, denn diese Differenz wird von allen THE-Befürwortern paternosterartig verbreitet; ein entsprechender Kommentar vom 25. Dezember 2019 um 14:16 Uhr lautet beispielsweise, Zitat mit Hervorhebungen:

6. Zwischen den 14,8°C am Erdboden und -18,1°C, mit denen die Erde ihre Wärme ins All abstrahlt, besteht eine Differenz von 32,9°C. Also rund 33°C. Dies ist der natürliche THE und nicht die Differenz zwischen einer Erde mit und ohne THG.“

Und ein weiterer Kommentar vom 27. Dezember 2019 um 8:07 Uhr bestätigt diese Sichtweise, Zitat mit Hervorhebungen:

Dann ergibt sich bei einer mittleren Einstrahlung über die gesamte Oberfläche von 239 W/m² (1364*0,7/4) an der Kugeloberfläche unterhalb der Beschichtung nach Stefan-Boltzmann eine Temperatur von fast 288 K. Nach aussen werden im Gleichgewicht aber statt 390 nur 239 W/m² abgestrahlt, was einer Schwarzkörpertemperatur von 255 K entspricht. Die Differenz sind 33 Grad, was als „Treibhauseffekt“ bezeichnet wird – selbst wenn der Vergleich mit einem Treibhaus nicht korrekt ist.“

Dieses THE-Paradigma stellt also das zweidimensionale Modell einer „Mittelerde“ dar und kann durch seine realitätswidrige Tag&Nacht-Mittelung der temperaturwirksamen solaren Einstrahlung bzw. dessen S-B-Temperaturäquivalentes charakterisiert werden, wie sie in Abbildung 1 dargestellt wird.

Abbildung 1: Das „Mittelerde“-Modell zur Erklärung eines „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffektes“. Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Nach diesem THE-„Mittelerde“-Modell betragen die Ein- und Ausstrahlung auf der Erde jeweils 235 W/m², während die angeblich gemessene globale Durchschnittstemperatur bei knapp 15°C liegt. Damit erhalten wir die in Abbildung 2 dargestellte Situation für die vorgeblich THE-bestimmenden 33°C im „Mittelerde“-Modell.

Abbildung 2: Durchschnittliche Ein- und Abstrahlung im „Mittelerde“-Modell mit den zugehörigen Durchschnittstemperaturen und der Temperaturdifferenz von 33°C Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Dieses THE-„Mittelerde“-Modell kann, anders als mein hemisphärischer S-B-Ansatz, die gemessenen Temperaturen auf der Erde nicht erklären, und zwar völlig egal, ob es sich um einen angeblichen Durchschnitt oder individuelle Meßwerte handelt. Vielmehr wird zur Erklärung der gemessenen Individualtemperaturen oder irgendeines Durchschnittswertes im „Mittelerde“-Modell immer eine Temperaturdifferenz von 33°C mitgeschleppt, die wiederum mit einem „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ erklärt wird. Die Abstrahlung der Erde soll bei -18°C in etwa 5.000 Metern „Abstrahlungshöhe“ mit 235 W/m² erfolgen. Die in Abbildung 2 „wolkig“ umrahmten (-0,65 °C pro 100m Höhengewinn) bezeichnen den vom EIKE-Admin ins Spiel gebrachten mittleren Temperaturgradienten aus der barometrischen Höhenformel, Zitat aus Wikipedia:

Die barometrische Höhenformel beschreibt die vertikale Verteilung der (Gas-)Teilchen in der Atmosphäre der Erde, also die Abhängigkeit des Luftdruckes von der Höhe.“

Und weiter heißt es dort, Zitat:

In Warmluftmassen und bei Aufgleitvorgängen nimmt der Temperaturgradient Werte um 0,3 bis 0,5 K pro 100 m an, in einbrechender Kaltluft meist um 0,6 bis 0,8 K pro 100 m, im Mittel über alle Wetterlagen 0,65 K pro 100 m.“

Eine Berechnung mit dem mittleren Gradienten der barometrischen Höhenformel ergibt nun 32,5°C für die durchschnittliche Temperaturdifferenz zwischen dem Erdboden (@NN) und der sogenannten Abstrahlungshöhe (@5.000m). Es ist schon mal höchst erstaunlich, dass sich aus der barometrischen Höhenformel ganz zwanglos dieselbe Temperaturdifferenz ergibt, die dem wissenschaftlich immer noch nicht nachgewiesenen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ in ebendiesen Grenzen zugeschrieben wird. Denn die barometrische Höhenformel basiert auf dem Verhalten der Atmosphäre im Schwerefeld der Erde und der sogenannte Treibhauseffekt soll auf dem Verhalten der Erde im Strahlungsfeld der Sonne beruhen. Sollte hier vielleicht bei den Treibhaus-Befürwortern eine phänomenale phänomenologische Verwechslung vorliegen?

Jedenfalls kann in diesem „Mittelerde“-Modell die ominöse THE-Temperaturdifferenz von 33°C durch Anwendung der barometrischen Höhenformel schon mal schlüssig erklärt werden. Diese Temperaturdifferenz impliziert dann wiederum eine Strahlungsdifferenz von 155 W/m² zwischen dem Erdboden (@NN) und der sogenannten Abstrahlungshöhe (@5.000m), die eindeutig der Umgebungsgleichung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes folgt:

DELTA S = SIGMA (288K^4 – 255K^4) = 155 W/m²

Und eine solche Strahlungsdifferenz lässt sich dann sehr schön mit dem Poynting-Vektor beschreiben, Zitat Wikipedia (ex. Formeln):

Der Poynting-Vektor S → {\displaystyle {\vec {S}}} (benannt nach dem britischen Physiker John Henry Poynting) kennzeichnet in der Elektrodynamik (einem Teilgebiet der Physik) die Dichte und die Richtung des Energietransportes (Energieflussdichte) eines elektromagnetischen Felds( E → , H → ) {\displaystyle ({\vec {E}},{\vec {H}})} . Der Begriff des Energieflusses ist identisch mit dem physikalischen Begriff der Leistung, die Bezeichnung Energieflussdichte ist daher gleichwertig zur Leistungsdichte.“

Abbildung 3 stellt die „Mittelerde“-Situation für die Abstrahlung zusammen mit dem Poynting-Vektor dar.

Abbildung 3: Abstrahlung im „Mittelerde“-Modell mit den zugehörigen Durchschnittstemperaturen und dem Poynting-Vektor Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Die existenzielle Frage für den THE ist demnach, wohin dieser Poynting-Vektor zeigt. Dafür gibt es zunächst zwei Möglichkeiten:

  1. Der Poynting-Vektor zeigt von der „Abstrahlungshöhe“ nach „Mittelerde“ => Damit wäre der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ bewiesen.
  2. Der Poynting-Vektor zeigt von „Mittelerde“ zur „Abstrahlungshöhe“ => Damit wäre der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ widerlegt.

Nun ist Strahlung immer gerichtet, und der Poynting-Vektor definiert auch die Richtung dieser Strahlungsdifferenz zwischen „Mittelerde“ und „Abstrahlungshöhe“, Zitat Wikipedia (ex. Formeln):

Mathematische Beschreibung: Der Poynting-Vektor ist ein dreikomponentiger Vektor, der in die Raumrichtung des Energieflusses zeigt. Er berechnet sich als das Kreuzprodukt aus elektrischer Feldstärke E → {\displaystyle {\vec {E}}} und magnetischer FeldstärkeH → {\displaystyle {\vec {H}}} .“

Da der Energiefluss eindeutig vom Warmen (@390W/m²) zum Kalten (@235W/m²) verläuft, ist auch die Richtung des Poynting-Vektors in Abbildung 3 eindeutig festgelegt, wie das nachfolgend in Abbildung 4 dargestellt wird.

Abbildung 4: Die (Abstrahlungs-)Richtung des Poynting-Vektors im „Mittelerde“-Modell Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Zum Beweis, dass der Energiefluss tatsächlich vom Warmen zum Kalten verläuft, wird nachfolgend der zweite Hauptsatz der Thermodynamik aus Wikipedia in der Formulierung von Clausius zitiert:

  • Es gibt keine Zustandsänderung, deren einziges Ergebnis die Übertragung von Wärme von einem Körper niederer auf einen Körper höherer Temperatur ist.“

Die Erklärung auf Wikipedia lautet, Zitat: „Wärme kann nicht von selbst von einem Körper niedriger Temperatur auf einen Körper höherer Temperatur übergehen. Diese Aussage scheint zunächst überflüssig zu sein, denn sie entspricht der alltäglichen Erfahrung. Dennoch ist sie gleichbedeutend zu allen weiteren, weniger „selbstverständlichen“ Aussagen, denn alle Widersprüche zu den anderen Aussagen lassen sich auf einen Widerspruch zu dieser zurückführen.“

Und damit gibt es in „Mittelerde“ auch keinen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“.

Vielmehr wird das THE-Paradigma durch den Poynting-Vektor auf sein ursprüngliches „Arrhenius-Problem“ zurückgeworfen:

Die gemessenen Individualtemperaturen auf der Erde und deren vorgeblich gemittelter globaler Durchschnittswert können mit der fehlerhaften „Faktor4“-Anwendung des S-B-Gesetzes für die solare Einstrahlung nun mal nicht erklärt werden.

Und genau dieses Problem löst mein hemisphärischer S-B-Ansatz, indem dort die solare Einstrahlung auf die Tagseite beschränkt bleibt, ein diesbezügliches Zitat zur Erinnerung:

Die nachfolgende vereinfachte Graphik möge also lediglich den Fehler einer globalen Mittelung verdeutlichen:

Der Strahlungsdurchschnitt von 470 W/m² (korrekt: 940W/m²* cosPHIi) umfass einen Strahlungsbereich von 0-940W/m² für die tagseitige Hemisphäre mit einem maximalen S-B-Temperaturäquivalent von 85,7°C @ 940W/m². Bei der globalen Mittelung der tagseitigen solaren Einstrahlung fällt also genau derjenige Teil der spezifischen solaren Strahlungsleistung weg, der Temperaturen oberhalb von (-18°C) erzeugen kann.




Klima-Besessenheit: Macht uns blind gegenüber realen Umweltproblemen

Noch vor Kurzem war unser Interesse allein auf Wetter gerichtet. Aber während der letzten Jahrzehnte beherrschte nur noch Klimawandel die Schlagzeilen.

Es vergeht kaum ein Tag ohne Nachrichten bzgl. des kommenden Klima-Untergangs. Der Grund dafür ist einfach – Klimawandel ist von den Mainstream-Medien als das katastrophalste Umwelt-Phänomen verkauft worden.

Aber wir können mit Sicherheit geltend machen, dass sie falsch liegen. Die Welt läuft NICHT Gefahr, demnächst wegen des Klimawandels zu kollabieren.

Das Volumen des Meereises in Arktis und Antarktis war während der letzten 11.700 Jahre nie höher (außer während der Kleinen Eiszeit im 16. und 17. Jahrhundert). Es gibt keinen gefährlichen Anstieg des Meeresspiegels, die Eisbären erfreuen sich bester Gesundheit, die globalen Ernteerträge liegen auf höchstem Niveau, und es gibt keinerlei Anzeichen eines Temperaturanstiegs auf ein Niveau, welches während der letzten 2000 Jahre noch nicht vorgekommen ist.

Was aber ist mit den anderen Umweltproblemen, vor denen wir derzeit stehen?

Entwaldung ist ein großes Problem, und weltweit gibt es Bemühungen, mehr Bäume anzupflanzen. Die Propaganda der Klima-Alarmisten hat sich zum größten Teil der Schließung von Kohlekraftwerken und der Installation von Erneuerbaren verschrieben, obwohl z. B. für Windmühlen viel mehr Bäume gefällt werden müssen als je neu angepflanzt werden können. Von Letzterem ist jedoch bei diesen Herrschaften niemals die Rede!

Wenn überhaupt etwas, dann hat der Klimawandel in Wirklichkeit dabei geholfen, dass sich Waldgebiete erholen. Das gestiegene Niveau von Kohlendioxid und die etwas höheren Temperaturen haben den Pflanzen geholfen, viel schneller zu wachsen als zuvor sowie sich in Höhenlagen auszubreiten, in denen es vorher zu kalt war.

Ein anderes großes Problem ist das Missmanagement fester Abfälle, besonders Plastik. Die gegenwärtig für eine Politik der Abschwächung des Klimawandels aufgewendeten Milliarden Dollar wären viel besser in die Forschung einer besseren Verwertung dieser Abfälle geflossen oder um ein besseres Management einzurichten.

Eine Wasserkrise ist ein anderes großes Thema in den tropischen Ländern von Afrika und Asien. Die Klima-Alarmisten haben vergeblich versucht, die bestehende Wasserkrise dem vom Menschen verursachten Klimawandel in die Schuhe zu schieben und konnten dafür auch keinerlei Belege liefern.

Wasser ist eine sensitive Ressource in vielen Gebieten von Asien und Afrika. Anstatt Milliarden Dollar zu investieren in eine nicht dem Standard entsprechende, ineffiziente und unzuverlässige Erneuerbaren-Technologie wie Wind und Solar hätte man das Geld lieber in Projekte zum Wasser-Management stecken sollen.

Tatsächlich war die größte Besessenheit des Klimawandel-Imperiums Wind und Solar. Die Öffentlichkeit weiß kaum etwas davon, dass diese beiden Quellen extrem umweltschädlich sind und schon jetzt die Gesundheit in China und anderswo massiv beeinträchtigen.

Klimawandel ist nicht das drängendste Problem der Öffentlichkeit. Klima-Alarmisten haben die Umwelt schon damit geschädigt, dass sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von Umweltproblemen abgelenkt hatten, welchen eigentlich sofortige Aufmerksamkeit zuteil werden müsste.

Sogar noch schlimmer ist, dass sie Länder gedrängt haben, Technologien zu übernehmen, die sehr schlecht für die Umwelt sind ohne kaum einen Nutzen zu haben.

Die Klima-Besessenheit hat uns blind gemacht in der Hinsicht, dass wir unsere Bemühungen auf das Finden von Lösungen konzentrieren für reale Umweltprobleme in der realen Welt. Stattdessen hängen wir bloßen hypothetischen Theorien an hinsichtlich nicht belegter falscher Vorhersagen unseres Klimas.

Vielleicht ist es endlich an der Zeit, dass sich Individuen und lokale Gemeinden über die Klima-Rhetorik der Medien und der Klima-Alarmisten erheben und sich Umweltproblemen der realen Welt zuwenden, was sich auf die Umwelt wirklich positiv auswirken würde.

Link: https://cornwallalliance.org/2018/08/climate-obsession-blinding-us-to-real-environmental-problems%e2%80%a8%e2%80%a8/

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Einschub des Übersetzers: Dazu hat auch Klaus L. E. Kaiser einen interessanten Beitrag geschrieben:

Man versuche es mal mit Klima-Besessenheit!

Dr. Klaus L.E. Kaiser

Ohne jenes so verteufelte Kohlendioxid und dessen stetiges Nachströmen aus den vielen natürlichen Quellen wie aus Vulkanen würde alles Leben auf der Erde sofort aussterben.

Falls man sich Vorsätze für das neue Jahr vorgenommen hat, um sein Gewissen zu beruhigen, schlage ich vor, einmal vom gängigen Weg abzuweichen. Gute Vorsätze der üblichen Art halten niemals lange vor und werden bald vergessen bis zum nächsten Jahr. Seien wir ehrlich: haben wir uns solche Vorsätze nicht vorgenommen – im vorigen Jahr, in allen Jahren zuvor?

Eindeutig braucht man also eine andere Art guter Vorsätze, die modern und griffig sind – und denen man leicht folgen kann.

Mein Vorschlag: Man versuche es mit einer neuen Art von Vorsätzen, vor allem mit solchen, von denen jedermann denkt, dass sie wichtig sind – etwas, das beschrieben wird als Klima-Besessenheit [siehe die Übersetzung oben!]

Springen Sie auf den fahrenden Zug der Klima-Besessenheit!

Egal was man im Fernsehen, Radio oder in der Zeitung sieht, hört oder liest – man findet zahlreiche Hinweise auf diese Besessenheit. Sie kommt daher mit Begriffen wie „Klimakrise“ oder „Klima-Notstand“ oder sogar „Climate Breakdown“.

Politiker, religiöse Führer, Bürokraten, Journalisten und Gelehrte aller Art scheinen hinter dem Narrativ zu stehen, dass der Mensch das Klima „schützen“ oder „retten“ muss. Sie glauben, dass es unabdingbar notwendig ist, „Emissionen“ zu reduzieren (siehe weiter unten), indem man auf Kohlenstoff basierende Energiequellen zum Heizen, Kochen oder zur Kühlung besteuert sowie alle von „fossilen Treibstoffen“ angetriebene Maschinen aussondert oder auf fleischlose Nahrung usw. wechselt.

Es ist einfach auf diesen fahrenden Klima-Zug aufzuspringen – man braucht dazu keine Erfahrung. Aber was bedeutet „Klima“ eigentlich? Mir scheint, dass das kaum einer wirklich weiß.

Was ist „Klima“?

Der Terminus „Klima“, wie er von der WMO definiert wird, ist das 30-Jahre-Mittel des Wetters an einer speziellen Stelle auf diesem Globus.

Das steht in scharfem Kontrast zum Terminus „Wetter“. „Wetter“ ist das, was man in jedem Moment sieht oder erlebt, während das „Klima“ ein langzeitliches Mittel all dieser Wettererfahrungen ist. Und dieses „Klima“ variiert erheblich je nach Ort auf diesem Planeten und auch während des 30-Jahre Zeitraumes, also räumlich und zeitlich.

Falls man um den Äquator wohnt, sind die jahreszeitlichen Änderungen der Temperatur minimal. Je näher man jedoch den Polen kommt, umso dramatischer sind diese Änderungen. Tatsächlich können die Änderungen traumatisch sein, wie etwa Schwitzen in der Sommerhitze und Frieren im Hochwinter.

Man stelle sich einfach mal vor, was Bewohner näher an den Polen in jedem Jahr erleben. Zwischen 24 Stunden Sonnenschein und 24 Stunden Dunkelheit mit Temperaturen bei ähnlichen Extremen, die über ein Jahr von +30°C bis -50°C schwanken können, ist es eine Art Boom-Bust-Zyklus. Nehmen wir als Beispiel das Klima in Fairbanks, Alaska, klassifiziert als subarktisch. Dort gibt es kalte Winter (bei -40°C)* und kurze warme Sommer (nahe 30°C), und die jährliche mittlere Temperatur beträgt -3°C.

[*Jüngst sind in Fairbanks verschiedenen Meldungen zufolge absolute Minima der Temperatur um -50°C aufgetreten {Quelle: Wetteronline.de}. Anm. d. Übers.]

Das langzeitliche Mittel der täglichen Temperaturen, „Klima“ genannt, liefert keinerlei Informationen hinsichtlich der saisonalen Variabilität oder des gegenwärtigen Wetters. Lebt man an einem Ort mit einer Jahresschwankung der Temperatur von +/-5°C dessen, was man als komfortabel bezeichnen könnte, ist das nicht das Gleiche wie an einem Ort zu leben mit einem Jahresgang von 70°C, obwohl deren Mitteltemperatur genau gleich sein kann.

Faktum: Wetter und Klima sind nicht das Gleiche!

Was stimmt nicht mit dem Terminus „Kohlenstoff-Verschmutzung“?

Sieht man fern oder liest man Zeitungen, zeigen Bilder, welche die vermutete oder vermeintliche „Kohlenstoff-Verschmutzung“ beweisen sollen, oftmals die Kühltürme von Kraftwerken, die nichts anderes emittieren als Dampf. Betrachtet man diesen gegen einen blauen Himmel, erscheinen diese „Emissionen“ dunkel, sind aber in Wirklichkeit weiß. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um nichts anderes als zu Wolkentröpfchen kondensierten Wasserdampf und nicht um Kohlendioxid. Wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass sich dieser Dampf in kurzer Entfernung von dessen Quelle auflöst – und wieder zu unsichtbarem Wasserdampf wird.

Wie auch immer man von „Kohlenstoff-Verschmutzung“ denken oder diesen definieren mag – diese Wolken sind definitiv nicht das unsichtbare Gas Kohlendioxid. Dieses so verteufelte Kohlendioxid ist in Wirklichkeit eine absolut notwendige Spuren-Komponente der Erdatmosphäre. Ohne dieses Spurengas – und dessen stetiges Nachströmen aus den vielen natürlichen Quellen wie aus Vulkanen – würde alles Leben auf der Erde rasch aussterben. Fast war das schon einmal der Fall, als der CO2-Anteil auf seinen Minimalwert von 200 ppm gesunken war.

Faktum: Kohlendioxid ist unabdingbar zur Erhaltung des Lebens auf der Erde.

Und jetzt zu den schlechten Nachrichten

Ein echter Knaller: Man sagt, dass CO2 die Erde kühlt! Jawohl, die Crux ist, dass CO2 (allgemein als „Kohlenstoff-Verschmutzung“ bezeichnet) in der oberen Atmosphäre als ein Kühlmittel wirkt. Falls man mir das nicht glaubt, schaue man in das neue Buch „Sky Dragon Slayers: Victory Lap.

Falls man dieses Ergebnis dann immer noch anzweifelt, betrachte man die täglichen, von der NASA veröffentlichten Temperaturwerte am Äquator des Planeten Mars. Dort beträgt die Temperatur tagsüber nur -18°C und nachts -98°C – und das mit einem Kohlendioxid-Anteil in der Mars-Atmosphäre von 96% – im Vergleich zu 0,04% dieses Gases in der Erdatmosphäre. Muss man noch mehr sagen?

Aber bitte – ich möchte niemanden entmutigen, Neujahr irgendwelche Vorsätze zu fassen! Falls es ihnen wie den vorherigen geht – es gibt immer ein nächstes Jahr.

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Dr. Klaus L.E. Kaiser is a professional scientist with a Ph.D. in chemistry from the Technical University, Munich, Germany. He has worked as a research scientist and project chief at Environment Canada‘s Canada Centre for Inland Waters for over 30 years and is currently Director of Research at TerraBase Inc. He is author of nearly 300 publications in scientific journals, government and agency reports, books, computer programs, trade magazines, and newspaper articles.

Dr. Kaiser has been president of the International Association for Great Lakes Research, a peer reviewer of numerous scientific papers for several journals, Editor-in-Chief of the Water Quality Research Journal of Canada for nearly a decade, and an adjunct professor. He has contributed to a variety of scientific projects and reports and has made many presentations at national and international conferences.

Dr. Kaiser is author of CONVENIENT MYTHS, the green revolution – perceptions, politics, and facts convenientmyths.com

Link: https://www.iceagenow.info/need-a-novel-new-years-resolution-try-climate-obsession/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ein steiniger Weg liegt vor Elektro­autos

Wolf Richter, ein in San Francisco ansässiger Unternehmer, berechnete, dass falls das Unternehmen jemals einen Gewinn von einer Milliarde Dollar machen würde bei einer mittleren P/E-Ratio am Aktienmarkt von 12, sollte sich die Aktie des Unternehmens für 65 Dollar verkaufen lassen. Aber dennoch stehen rund 400 Dollar im Raum, die keinerlei Profit bringen. Dessen hoch gepriesenes 35.000-Dollar-Auto für die Massen hat sich niemals materialisiert, verharrt es doch in einem Preisniveau um über 10.000 Dollar über einem gleichwertigen Benzinfahrzeug. General Motors hat Geld in die Hand genommen für ein ähnlich teureres Fahrzeug mittlerer Größe.

All diese Fakten sind gegenwärtig Realität, aber es liegen noch viel größere Felsbrocken auf dem Weg, und keiner davon enthält Gold. Seit Jahren wollen die Unternehmen für jedes gebaute EV einen Steuernachlass von 7500 Dollar für die ersten 200.000 gebauten EVs. Danach wird der Nachlass halbiert für die nächsten 200.000 und noch einmal halbiert für weitere 200.000, bevor er ganz verschwindet. Sowohl GM als auch Tesla befinden sich nahe der Lage ohne Nachlässe; Nissan, Ford und Toyota nähern sich dieser Marke. Schon jetzt schreien sie danach, die Begünstigungen wieder einzuführen und zu verdoppeln für die nächsten 400.000 Fahrzeuge. Tesla ließ zunächst verlauten, dass es den Nachlass nicht mehr brauche, ruderte dann aber kräftig zurück.

Lange hatte man vermutet, dass Käufer von Tesla, eine spezielle Art von Menschen, die Fahrzeuge auf jeden Fall kaufen würden, unabhängig von irgendwelchen Anreizen. Diese Vermutung scheint sich jetzt als falsch erwiesen zu haben. Kaum hatte Hongkong die Subventionen für EVs gestrichen, brachen die Tesla-Verkäufe ein. Wie die Fortsetzung der Steuergutschrift aussehen wird, ist ungewiss. Ich wette, dass die grünen Lobbys gewinnen werden, wenn sie einer Branche, die nicht mehr in den Kinderschuhen steckt, ungerechtfertigte Zugeständnisse machen.

Aber es gibt noch mehr Probleme, viel mehr. Bis jetzt, ob man es glaubt oder nicht, wurde die EV-Steuergutschrift auf der Grundlage eines Honorarsystems gewährt, bei dem keine eidesstattlichen Erklärungen zum Nachweis der tatsächlichen Inanspruchnahme der Gutschrift erforderlich waren. Der Treasury Inspector General for Tax Administration (TIGTA) [etwa: General-Inspekteur der Steuerbehörde] berichtete kürzlich, dass von den 239.422 in Anspruch genommenen Steuernachlässen von 2014 bis 2018 16.510 als potentiell fehlerhaft erkannt worden waren. Einige beruhen auf direktem Betrug, andere wurden Zweitbesitzern gewährt, die gar nicht anspruchsberechtigt sind, ebensowenig wie jene, welche ein solches Fahrzeug leasen. Noch schlimmer, eine Studie des Congressional Research Service zeigte, dass 80% aller EV-Steuernachlässe Haushalten gewährt wurden, deren Einkommen über 100.000 Dollar liegt. Das ist eine wahrhafte Umverteilung von Wohlstand in die falsche Richtung, was die Linken eigentlich nicht mögen sollten.

Aus unbekannten Gründen erkennt die Öffentlichkeit nicht, dass EVs in Wirklichkeit von Kohle oder Erdgas angetriebene Fahrzeuge sind. Woher soll denn ihrer Ansicht nach der ganze Strom kommen, mit welchem sie ihre Fahrzeuge auf- und wieder aufladen? Ich fürchte, die meisten glauben, dass er aus dünner Luft kommt.

Mit der Zeit werden immer mehr Eigentümer vor Problemen stehen, ihre Fahrzeuge bei sehr kaltem Wetter aufzuladen. Generatoren, Transformer, Stromleitungen und aus Metallen bestehende Motoren sind bei Kälte höchst effizient. Der Widerstand von Kupfer beispielsweise ist bei -65°C nur halb so groß wie bei 100°C. Alle Batterien jedoch funktionieren mit Elektrolyten, das sind Flüssigkeiten wie Säuren, Basen und Salze, welche den Strom mittels Bewegung von Elektronen transportieren, die bei Kälte viel langsamer agieren. Ein normaler Elektrolyt agiert bei -5°C nur ein Viertel so gut wie bei 55°C. Früher oder später werden alle EVs in normalen oder kalten Klimaten vor diesem Problem stehen.

Es ist an der Zeit, den Markt darüber befinden zu lassen, welche Fahrzeuge die Öffentlichkeit wählen wird, um nicht durch Landes- und Bundesprogramme angestoßen zu werden. Robert Bradley, geschäftsführender Direktor des Institute for Energy Research, sagte in einem Artikel, der in den Environment and Climate News des Heartland Institutes erschien: „Zu den Programmen, die den relativ Wohlhabenden zugute kommen, gehören staatliche Rabatte, reduzierte Zulassungsgebühren, Zugang zu Fahrgemeinschaften und andere Programme, die in 44 Bundesstaaten gelten, sowie Bundesgelder für Forschung und Entwicklung für ,nachhaltigen Transport‘, die sich im Durchschnitt auf 700 Millionen Dollar pro Jahr belaufen“.

Es ist schon lange überfällig, dass extrem fehlerhafte Elektroautos aufhören, sich an den Steuertrögen der Regierung zu mästen. Und doch hat Senator Chuck Schumer aus New York angekündigt, dass der Senat im Falle eines Wahlsieges der Demokraten bei den Präsidentschaftswahlen dieses Jahres ein Gesetz einführen wird, dem zufolge jedes Auto in Amerika bis zum Jahr 2040 ein Elektroauto sein muss. Hoffentlich wird dieses Versprechen Stimmen kosten, von Menschen, die noch denken können, aber wer weiß? Jedenfalls würde das eine sehr schädliche Wirtschaftspolitik für unsere Nation sein.

Autor: Dr. Jay Lehr, CFACT Senior Science Analyst, has authored more than 1,000 magazine and journal articles and 36 books

Link: https://www.cfact.org/2019/12/30/a-rough-road-ahead-for-electric-cars/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Die hier beschriebenen Probleme für E-Fahrzeuge in den USA gelten sicher auch für uns hierzulande. Der Übersetzer bekennt aber, dass er nicht alle hier gegannten Einzelheiten richtig verstanden hat. Korrigierende sachlich-konstruktive Kommentare sind erwünscht.




Australien

Fast alle Nachrichtenmedien schwenkten auf die Linie, dass Kapitalismus im Allgemeinen und die nicht-sozialistische Regierungskoalition im Besonderen dafür verantwortlich sind. Fast alle haben es versäumt, die wahren Ursachen des jüngsten Feuersturmes zu benennen.

Vor einigen Jahren war ich ein paar Wochen lang auf einem Viehzuchtbetrieb in den Bergen nördlich von Adelaide. Der Landwirt, Peter Manuel, trieb zusammen mit mir Schafe und Rinder zusammen mittels Gelände-Motorrädern. Ich konnte mich aus erster Hand vom Zustand der Landschaft überzeugen, und ich habe zwei entscheidende Fragen gestellt.

Erstens fragte ich, warum es so viel unbearbeitetes Buschland in Australien gibt.

Dürre ist nicht gerade etwas Neues in Australien, und mit der Dürre kommt das Feuer. Tatsächlich hatten die Aborigines nach ihrer Gewohnheit immer wieder kontrollierte Feuer am Waldboden entfacht, um all das Totholz dort zu beseitigen – genau deswegen, weil man die kontinentweiten Buschbrände verhindern wollte, zu denen es ohne diese Maßnahme kommen würde, wie sie nach Tausenden Jahren Erfahrung herausgefunden hatten.

Im Jahre 1642 berichtete Abel Tasman von Rauch am Himmel und den verbrannten Bäumen, wo auch immer seine Expedition an Land ging. James Cook beschrieb im Jahre 1770 genau die gleichen Bedingungen. Diese absichtlich gelegten Brände führten zur Bildung der Prärielandschaften, welche in Australien vor der Ankunft der Europäer vorherrschend waren.

Es gibt noch vier weitere Methoden, das Ausbreiten von Buschfeuern zu verhindern: grasendes Vieh, mechanisches Schlagen von Feuerschneisen, Aufstauen von Flüssen, um auf Wasserreservoire zurückgreifen zu können, um ausbrechende Feuer sofort löschen zu können, und Überwachung der Wälder, um Brandstiftung zu vermeiden (was ein paar Umwelt-Extremisten tatsächlich gemacht haben, um „Aufmerksamkeit zu erwecken“ bzgl. der globalen Erwärmung). Kurz: die prophylaktischen Maßnahmen sind: Abräumen, kontrollierte Verbrennung, grasendes Vieh, Bau von Dämmen und Überwachung.

Die ersten vier dieser vernünftigen und umsichtigen Maßnahmen jedoch wurden entweder verboten oder übermäßig kontrolliert durch Umweltvorschriften. Peter Manuel erzählte mir ein Beispiel. Ein Bewohner einer kleinen Siedlung säuberte seinen eigenen Grund und Boden um sein Haus von Totholz und abgestorbenen Pflanzenresten. Die Umwelt-Nazis der lokalen Regierung brachten ihn vor Gericht wegen illegaler Zerstörung wertvoller natürlicher Vegetation. Der Gerichtshof verurteilte den schuldlosen Landwirt zu 100.000 australischen Dollar Strafe. Nicht 100 Dollar. Atemberaubende 100.000 Dollar. Nun ja, die heutigen Richter entfernen sich immer mehr von der bloßen Realität und sind leicht von dummem Umweltaktivismus infiziert.

Allerdings konnte der unschuldige Bürger zuletzt lachen. Noch im folgenden Sommer fraß sich ein Feuer durch das Gebiet und zerstörte jedes einzelne Haus, jede einzelne Scheune und jede Stelle – außer seinem eigenen Haus, welches den Brand unversehrt überstanden hatte. Und hat man ihm die 100.000 Dollar vergütet? Natürlich nicht.

Es ist aber noch schlimmer. Sie lernten nichts aus diesem Vorfall, obwohl die Aborigines wussten, was sie taten, einfach weil sie es seit Hunderten von Generationen getan haben. Die Umwelt-Banausen haben bisher alle besorgten Anträge von Landwirten wie Peter Manuel und der Landowners‘ Group Australia abgelehnt, ihre geisteskranke Politik zu ändern.

Es ist dieses gewaltsam durchgesetzte Verbot jeder Bearbeitung von Buschland, welches die direkte und grundlegende Ursache des Ausmaßes der Brände dieses Sommers ist – ein Verbot, das bis jetzt immer und immer wieder enthusiastisch bekräftigt worden ist seitens der Klima-Kommunisten und des erbärmlichen Australian Broadcasting Commisariat ABC. Das ABC hat jüngst so getan, als ob es niemals gegen die Säuberung von Buschland agitiert hätte. Verschiedenen Quellen zufolge sind sämtliche Videoclips, die genau diese Agitation belegen, verschwunden. Das Gedächtnis-Loch machte Überstunden.

Das ist aber noch nicht alles. Peter Manuel zeigte mir seinen eigenen kleinen Damm, welcher ein paar Tausend Liter Wasser eines kleinen Bächleins zurückhält. Damit tränkt er sein Vieh und löscht Buschfeuer, wann immer es nötig ist. Er erzählte mir, dass die Extremisten in der Staats- und Lokalregierung Gesetze erlassen haben, denen zufolge Manuel und seine Landwirt-Kollegen für das Regenwasser zahlen sollen, welches auf ihrem eigenen Land niedergeht, die Wassermenge reguliert wird, die zurückzuhalten ihnen gestattet ist, und die fordern, dass sie in trockenen Jahreszeiten das Wasser ablassen müssen, um Ökosysteme flussabwärts zu erhalten.

Es kommt aber noch schlimmer. Die so genannten „Grünen“ und deren Schergen im öffentlichen Dienst hatten das meiste Wasser eines riesigen Stausees abgelassen, welcher die Stadt Adelaide mit Wasser versorgt. Daher war man dort nicht auf die großräumigen Buschbrände vorbereitet, zu denen es unvermeidlich bei der nächsten Dürre kommen würde. Außerdem sind die Stromkosten explodiert.

Und es geht immer weiter. Manuel sagte, dass die Umwelt-Beschränkungen hinsichtlich seines Viehzuchtbetriebes immer schärfer werden, was es immer schwieriger macht, dass sein Vieh den Boden säubert. Direkt gesagt, so erzählte er mir, war es das eigentliche Ziel dieser Herrschaften, die Viehzucht zu zerschlagen, weil die Züchter nicht die Kommunisten gewählt haben. Die nächste große Buschfeuer-Saison würde das Land vollständig verwüsten.

Sein Haupt-Kritikpunkt richtete sich nicht gegen die Kommunisten, sondern gegen die derzeit regierende Koalition aus Linken und Nationalen – nominell irgendwie konservativ – hatten diese doch den Warnungen von ihm und vielen Anderen in ganz Australien keinerlei Gehör geschenkt – Warnungen dergestalt, dass all jene, die so furchtbar erpicht darauf waren, den Kapitalismus zu zerschlagen, stattdessen riesige Gebiete in Australien selbst zerstören, solange ihre absurden umweltlichen Über-Vorschriften nicht insgesamt und dauerhaft zurückgezogen werden. Manuel war so erfreut über meine Unterstützung für seine Versuche, die schlafmützige politische Klasse aufzuwecken hinsichtlich der drohenden Katastrophe, dass er seinen Preisbullen nach mir benannt hat [siehe das Bild oben!]. Jetzt ist die Katastrophe über uns gekommen, weil die Koalition viel zu wenig getan hat, um Land und Leute zu schützen.

Es ist keine Überraschung, dass die Umwelt-Fanatiker, deren antiwissenschaftliche Politik direkt verantwortlich ist für die Katastrophe, jetzt verzweifelt versuchen, diese ihre Politik zu verdunkeln, indem sie wieder und immer wieder das Mantra herunter beten, dass es einen „überwältigenden wissenschaftlichen Konsens“ gibt, dem zufolge die Buschbrände vollständig den Emissions-Sünden des Kapitalismus‘ zuzuschreiben sind.

Kürzlich übermittelte mir ein Eigenkapitalpartner in einer der größten Wertpapier-Handelsbörsen in Sydney die beiden „Graphiken der Woche“ oben. Seiner Firma waren diese Graphiken von einer Finanzgesellschaft zugespielt worden (welche aus nachvollziehbaren Gründen anonym bleiben möchte). Der CO2-Gehalt ist gestiegen. Die Temperatur ist gestiegen.

Darum hat Ersteres das Letztere nach sich gezogen. So jedenfalls tönte das pathetische Argument im Propaganda-Pamphlet der Gesellschaft. Regelmäßig hereinschauende Leser dürfte dieser schäbige und abgenutzte Trugschluss inzwischen nur allzu bekannt vorkommen.

Nun zur wissenschaftlichen Wahrheit. Der erste von vielen Fehlern in dem „Graphiken der Woche“-Propagandablatt besteht darin, einen visuellen Vergleich zu vermitteln zwischen einer Rekonstruktion der atmosphärischen CO2-Konzentration über 800.000 Jahre und einer beobachteten Temperaturänderung von lediglich 120 Jahren. Jeder einzelne dieser Fehler belegt signifikant die extreme Übertreibung von etwas, das in Wirklichkeit ein Nicht-Problem ist, und das totalitäre Vorurteil auf Seiten der Ersteller dieser Graphiken.

Die Quellen des 800.000 Jahre langen Verlaufs der CO2-Konzentration sind Eisbohrkerne aus Grönland und der Antarktis. Auf der Grundlage der Daten von Jouzel et al. (2007) überdeckt hier die Temperatur-Rekonstruktion den gleichen Zeitraum mit den gleichen Eisbohrkern-Daten. Man beachte, dass diese Daten, wie es bei Daten über geologische Zeiträume üblich ist, so dargestellt sind, dass die heutige Temperatur oben links gezeigt wird und die Temperatur von vor 810.000 Jahren rechts unten. Die Daten sind korrigiert worden, um der polaren Verstärkung Rechnung zu tragen und somit einen guten Vergleich zu ermöglichen zwischen der heutigen globalen mittleren Temperatur, repräsentiert durch die Null-Linie in der Graphik.

Man wird gleich sehen, dass obwohl die CO2-Konzentraton in der Graphik als beispiellos für die letzten 800.000 Jahre erscheint, die heutige Temperatur auf der Temperaturgraphik in keinem Fall das Niveau der Temperaturspitze während der letzten vier Interglazial-Perioden erreicht hat, obwohl der CO2-Gehalt damals zum Zeitpunkt der jeweiligen Temperaturspitze in jedem Fall niedriger lag als heute.

Trotz der Zunahme der CO2-Konzentration seit etwa dem Jahr 1950 gab es keine korrespondierende Temperaturspitze der globalen mittleren Temperatur. Dieses Fehlen einer ausgeprägten Spitze würde dem objektiven Beobachter sagen, dass die behauptete Verbindung zwischen CO2-Spitze und dem moderaten globalen Temperaturanstieg imaginär ist. Jener objektive Beobachter könnte nun die immer weiter zurück reichenden Temperaturaufzeichnungen betrachten, ob es früher schon einen Link gab zwischen CO2 und Temperatur.

Obige Aufzeichnung über 4,6 Milliarden Jahre (Zeitachse logarithmisch) vergleicht den Verlauf der CO2-Konzentration (violett) mit den Anomalien der globalen mittleren Temperatur (blau).

Man sieht, dass im Kambrium vor etwa 750 Millionen Jahren beispielsweise die CO2-Konzentration mit 0,7% in der Atmosphäre enthalten war, das ist 23 mal mehr als die 0,03% im Jahre 1850 und 17 mal mehr als als die 0,04% von heute – und doch lag die Temperatur um 1 bis 2 K unter den heutigen Werten.Wie kann das sein, wenn CO2 der Klimakontrollhebel sein soll?

Temperatur und CO2-Gehalt der letzten 450 Millionen Jahre wird im Folgenden verglichen. Erneut zeigt sich keine Temperaturspitze, die irgendwie zum maximalen CO2-Gehalt passen würde:

Angesichts des Umstandes, dass die meisten Daten aus Grönland stammen, ist es angebracht, die Änderungen der CO2-Konzentration zu vergleichen mit den Änderungen der Temperatur auf der Oberfläche des grönländischen Eisschildes über die letzten 10.000 Jahre, also seit Ende der letzten Eiszeit:

Man erkennt in obiger Graphik, dass die CO2-Konzentration während der letzten 8000 Jahre stetig gestiegen ist. Aber dennoch ist die Temperatur auf der Oberfläche des Eisschildes im gleichen Zeitraum gesunken.

Es ist auch anzumerken, dass die heutige Temperatur durchweg um bis zu 3°C unter den jeweiligen vier vorangegangenen Warmzeiten lag – der Mittelalterlichen, der Römischen, der Minoischen und der Holozän-Warmzeit (von vor 10.000 Jahren bis 6000 Jahren). 4000 Jahre lang lag die Temperatur dabei durchweg über den heutigen Werten, wenn man von einem kurzzeitigen Rückgang der Temperatur vor etwa 8200 Jahren absieht. Diesen Graphiken würde ein objektiver Beobachter entnehmen, dass hinsichtlich der heutigen Temperaturen überhaupt nichts beispiellos ist.

Wenden wir uns jetzt der Temperaturaufzeichnung seit dem Jahr 1880 zu, welche im Propaganda-Pamphlet als irgendwie erschreckend daher kommt. Die Erwärmung scheint alarmierend dank eines der ältesten statistischen Betrügereien – nämlich Streckung der Y-Achse. Plottet man genau die gleichen Daten auf einer nicht gestreckten Y-Achse, erscheinen die Daten nicht bemerkenswert, was auch keine Überraschung ist, sind doch absolut gesehen die globalen Temperaturen seit 1880 nur um etwa ein Drittel eines Prozentes gestiegen:

Hat sich die Erde erwärmt? Jawohl, hat sie. Allerdings zeigt eine genauere Untersuchung des Temperaturverlaufs während des vorigen Jahrhunderts, dass die Rate der Erwärmung, welche mit der natürlich verursachten Pazifischen Verschiebung im Jahre 1976 begann, seit dem Jahr 1900 zwei Vorgänger hatte, und nur in der dritten dieser Perioden könnte der Mensch theoretisch einen Einfluss darob gehabt haben:

Obige Graphik (ohne die gelben Pfeile) wurde drei mal im 4. Zustandsbericht (2007) des IPCC gezeigt, wobei jedes Mal fälschlich gefolgert wurde, dass sich die Rate der globalen Erwärmung erhöht und dass wir dafür verantwortlich seien. Die drei der IPCC-Graphik hinzugefügten gelben Pfeile zeigen aber, wie falsch diese Folgerung ist: sie verlaufen alle drei parallel zueinander.

Allerdings kann das betrügerische Verfahren des IPCC – nämlich der unsachgemäße Vergleich multipler Trendlinien mit variierenden Startzeitpunkten – genauso gut auf eine Sinuskurve angewendet werden (welche per Definition einen Null-Trend aufweist). Auch damit kann man belegen, dass die Sinuskurve einen falschen steigenden Trend zeigt, wie es in obiger Graphik der Fall ist. Das IPCC hat es bis auf den heutigen Tag abgelehnt, diesen Fehler zu korrigieren, woraus wir legitim folgern können, dass er mit voller Absicht begangen wird.

Obige Graphik zeigt den Temperaturverlauf detailliert zusammen mit dem linearen Regressionstrend kleinster Quadrate – das ist die einfachste Visualisierung, wie schnell sich die Erde erwärmt. Es stellt sich heraus, dass die Rate unter 0,5°C pro Jahrhundert liegt. Und welche Rate wird nun von den gegenwärtigen Klimamodellen prophezeit? Das Propaganda-Pamphlet sagt dazu nichts. Aber hier folgt die Antwort:

Die projizierten Charney-Sensitivitäten (Erwärmung pro CO2-Verdoppelung in der Atmosphäre: CMIP5 3,35 K {orange}; CMIP6 4,05 K {grün}) sind 2,5 bis 3 Mal die 1,4 K (grün), die erwartet werden können angesichts einer beobachteten globalen Erwärmung von 0,75 K im Zeitraum 1850 bis 2011 und 1,87 W/m² aus dem erkannten anthropogenen Antrieb bis 2011. Der gesamt-anthropogene Antrieb von 2,5 W/m² wird skaliert mit dem geschätzten Antrieb von 3,45 W/m² als Reaktion auf eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes. Folglich würde eine Charney-Sensitivität von 4,05 K eine Erwärmung um fast 3 K bis 2011 implizieren, also ein drei bis vier mal so hoher Wert wie tatsächlich beobachtet.

Man kann auch nicht sagen, dass die Rate der globale Erwärmung seit 1950 beispiellos ist. Die höchste Erwärmungsrate in jüngerer Zeit war von 1694 bis 1733 in Zentralengland aufgetreten mit einer Rate von 4,33°C pro Jahrhundert:

Man beachte, wie gering die Erwärmung daher kommt, wenn man sie mit den jährlichen Temperaturschwankungen vergleicht.

Vergleichen wir jetzt jene Periode mit dem 40-Jahre-Zeitraum – dem Anthropozän – von 1979 bis 2018 im gleichen Datensatz. Die Erwärmung in Zentralengland war äquivalent zu lediglich 3°C pro Jahrhundert. Ist das schlimm? Nein! In unserem miserablen Klima wollen wir jede Erwärmung, die wir bekommen können.

Derzeit basiert die globale Klimapolitik nicht auf der völlig unspektakulären beobachteten oder erwarteten Erwärmung, sondern auf der prophezeiten Erwärmung, und diese liegt gegenwärtig um das Dreifache über der Erwartung und um das Vierfache über dem, was tatsächlich beobachtet worden ist. Nur 0,3% aller 11.944 Klimastudien, welche nach der Begutachtung während der 21 Jahre von 1991 bis 2001 veröffentlicht worden waren, stellte fest, dass die jüngste Erwärmung (so gering sie auch ausgefallen ist) hauptsächlich vom Menschen verursacht war. Daher ist unser Einfluss auf die Temperatur höchstwahrscheinlich nur sehr gering.

Und schließlich heißt es in dem Propaganda-Pamphlet, dass 11.000 „Wissenschaftler“ eine Erklärung abgegeben haben des Inhalts, dass die geringe Erwärmung, die wir vielleicht verursachen, „katastrophale“ Konsequenzen haben würde, solange der Westen nicht abgeschaltet wird. Unter diesen „Wissenschaftlern“ waren auch Donald Duck und Mickey Mouse. Fast keiner davon hat jemals etwas zum Thema Klima veröffentlicht. Die Erklärung der vermeintlichen 11.000 „Wissenschaftler“ wurde von den üblichen Verdächtigen zusammen geschustert als Reaktion auf eine Erklärung, der zufolge es keinen „Klima-Notstand“ gibt – einer Erklärung von 800 wirklichen Wissenschaftlern und Forschern, deren Namen und Qualifikationen durchweg überprüft worden waren, bevor sie in die Unterschriftenliste aufgenommen wurden. Fast alle dieser 800 Persönlichkeiten haben etwas zum Thema Klima veröffentlicht.

Wie groß war denn aber die Erwärmung in Australien? Nützlicherweise zeigt UAH Daten aus Australien über die letzten 31 Jahre:

Zum Vergleich hier die 31-Jahre-Aufzechnung der UAH für die Welt als Ganzes:

Dank der polwärts auftretenden Verstärkung war die Erwärmung in Australien äquivalent zu 1,86°C pro Jahrhundert, verglichen mit der globalen Rate von 1,32°C pro Jahrhundert. Da es keinen Konsens gibt hinsichtlich des Ausmaßes, mit dem der Mensch zur jüngsten Erwärmung beigetragen hat, können lähmend teure Maßnahmen, mit welchen man die CO2-Emissionen und damit die globale Erwärmung abzuschwächen gedenkt, kaum einen Einfluss auf die globalen Temperaturen haben.

Der „überwältigende wissenschaftliche Konsens“, den die verzweifelten Thermageddon-Fanatiker so oft hinaus posaunen, sagt, dass wärmeres Wetter Auftreten, Dauer und Schwere von Waldbränden beeinflusst. Allerdings hat dieser „Konsens“ auch die Folge, dass eine wärmere Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen kann, was Dürren weniger wahrscheinlich und nicht wahrscheinlicher macht. Die Clausius-Clapeyron-Gleichung, eine der sehr wenigen nachgewiesenen Ergebnisse im schlüpfrigen Bereich Klimatologie, fordert, dass eine wärmere Atmosphäre auch eine feuchtere Atmosphäre ist.

So viel zur Theorie, die nicht bezweifelt wird. Aber was ist mit der beobachteten Realität?

Und tatsächlich zeigt die bodennahe atmosphärische Schicht (der rote Pfeil in obiger Graphik) eine Zunahme der spezifischen Feuchtigkeit – genau wie von Clausius-Clapeyron vorgegeben.

Da die spezifische Feuchtigkeit nun einmal zugenommen hat, würde man zumindest erwarten, dass es global keinen steigenden Trend der Intensität von Dürren gibt. Und tatsächlich zeigt der Palmer-Index der Schwere von Dürren seit über einem Jahrhundert keinen Trend:

Die globale, von einer Dürre heimgesuchte Landfläche hat ebenfalls nicht zugenommen.Sie nahm ab während der 30 Jahre bis 2014, als die umfassendste Untersuchung jemals durchgeführt worden war:

Da Dürren weder an Schwere noch an betroffener Landfläche zugenommen haben, würde man nicht erwarten, dass Waldbrände global zugenommen, sondern eher abgenommen haben. Und tatsächlich war genau das auch der Fall:

Viv Forbes zieht folgende Schlussfolgerungen aus den wissenschaftlichen Beweisen:

„Irregeleitete Baumliebhaber und grüne Politiker haben die Tore zu immer größeren Landflächen für Bäume, Parks, Kulturerbe, Wildnis, Lebensraum, Erholungsgebieten, Kohlenstoffabscheidung usw. geschlossen. Niemals zuvor auf diesem alten Kontinent hat irgendjemand versucht, den Landverbrauch zu verbieten oder Buschbrände auf begrenzte Flächen zu limitieren.

Die kurzsichtige Politik, ihre riesigen Ländereien mit Zäunen, verschlossenen Toren und dem Verbot von Feuer zu umgeben, hat eine neue fremde Umwelt in Australien erzeugt. Man hat Pulverfässer erzeugt, in welchen das Wachstum von Reisig und die Akkumulation von Totholz in Eukalyptus-Wäldern die perfekte Umgebung für schwere Brände erschufen.

Wird ein solcher Brand erst einmal entfacht durch Blitzschlag, Fahrlässigkeit oder Brandstiftung, werden Bäume und Wildnis eingeäschert, bevor die Brände auf unglückliche benachbarte Liegenschaften übergreifen.

Viele der heutigen verschlossenen Gebiete wurden eingerichtet, um Kohlenstoff abzuscheiden und den Kyoto-Verpflichtungen zu genügen. Wer zahlt die Kohlenstoff-Steuer des durch die Brände freigesetzten Kohlendioxids?

Die grünen Bürokratien und Politiker machen sich eindeutig des Missmanagements ihrer riesigen Landflächen schuldig. Aborigines und grasendes Vieh erledigen das weitaus besser. Es sollte ein Moratorium verhängt werden bzgl. des Verbots, weitere Landflächen zu nutzen, und man sollte zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung zurückkehren in bestehende Landbesitzungen.

Soweit Viv Forbes.

Amen dazu. Zu gegebener Zeit wird die Dürre in Australien den „flutenden Regenfällen“ weichen, wie es ein nationaler Dichter schrieb. Vor einigen Jahren hat der damalige lächerliche Klima-Kommissar von Australien Tim Flannery prophezeit, dass dank der globalen Erwärmung die großen Flusssysteme im Murray-Darling-Becken niemals wieder normale Eigenschaften haben werden.

Nur wenige Monate nach dieser albernen, auf schlechten Informationen beruhenden Äußerung besuchte ich Australien und brachte das schottische Wetter mit. Es regnete so viel in Australien, dass das gesamte Flusssystem randvoll war.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/05/bush-bull/

Übersetzt von Chris Frey EIKE