Der Ozean erwärmt sich ein winziges bisschen

Ihre bestechende Graphik sieht so aus:

Abbildung 1: Original-Inschrift: Ozeanischer Wärmegehalt OHC der oberen 2000 m Wassertiefe von 1955 bis 2019. Das Histogramm zeigt jährliche Anomalien (Einheit: ZJ), wobei positive Anomalien relativ zu einer Basis von 1981 bis 2010 als rote Balken dargestellt sind und negative Anomalien als blaue Balken. Die beiden schwarzen gestrichelten Linien sind die linearen Trends jeweils von 1955 bis 1986 bzw. 1987 bis 2019.

Nun, das wäre ziemlich informativ … wäre die gewählte Einheit nicht Zettajoules. Ich protestiere erneut gegen die Verwendung dieser Einheit, wenn es um derartige Ozean-Analysen geht. Nicht, weil sie nicht genau sind, das sind sie sehr wohl. Sondern weil niemand eine Ahnung hat, was das wirklich bedeutet.

Also wandte ich mich den Daten zu. In der Studie werden die Datenquellen angegeben als http://159.226.119.60/cheng/ und www.mecp.org.cn/ .

Der zweite Link ist in chinesisch, und obwohl ich es übersetzen ließ, konnte ich die Daten nicht finden. Auch auf dem ersten Link waren die Daten nicht zu finden, aber es wurde auf eine Daten-Site verwiesen unter diesem Link. Darauf geklickt, erhielt ich eine weitere Website mit einem erneuten Link – der mich glatt zur Website von Dr. Cheng zurückführte, wo ich begonnen hatte.

(Aktualisierung: Ein aufmerksamer Kommentator fand schließlich die Daten hier und hier.)

An diesem Punkt entschloss ich mich, Abbildung 1 händisch zu digitalisieren, was unglaublich akkurat ist. Die folgende Abbildung 2 ist meine Nachbildung ihrer Abbildung 1. Allerdings habe ich die Daten zu Grad Temperaturänderung konvertiert, weil uns diese Einheit viel vertrauter ist als Zettajoules:

Abbildung 2: Die Abbildung 1 von Cheng et al., umgewandelt in Grad Celsius. Die Fehlerbalken (dunkle schwarze Linien) stammen ebenfalls aus Abbildung 1, obwohl man eine Lupe braucht, um sie in deren Abbildung zu finden.

(Nebenbei: dass ich die Daten doch noch gefunden habe, gab mir Gelegenheit zu demonstrieren, wie genau eine Digitalisierung von Hand wirklich ist. Ein Scatterplot der tatsächlichen Daten von Cheng im Vergleich zu meiner händischen Digitalisierung sieht so aus:

Der RMS-Fehler der händischen Digitalsierung beträgt 1,13 ZJ, der mittlere Fehler 0,1 ZJ)

Und siehe da – diesen Herrschaften zufolge hat sich der Ozean während der letzten 60 Jahre um wenig mehr als ein Zehntel eines einzigen Grades erwärmt … und da versteht man auch, warum sie Zettajoules heranzogen – auf diese Weise sieht es viel alarmierender aus.

Und außerdem – es tut mir leid, aber dass man die Temperatur der oberen 2 Kilometer Ozean auf ±0,003°C (drei Tausendstel eines Grades) genau messen kann, ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Für ihre Unsicherheits-Berechnungen verweisen sie auf eine frühere Studie, in der es heißt:

Wenn man den globalen Ozean in ein Monatsnetz einteilt von 1° zu 1°, liegt die monatliche Daten-Abdeckung vor dem Jahr 1960 unter 10%, <20% von 1960 bis 2003 und <30% von 2004 bis 2015. Die Abdeckung ist immer noch <30% während der Messung mit ARGO-Bojen, weil das ARGO-Netzwerk auf ein Netz von 3° mal 3° ausgelegt war.

Das ARGO-Bojensystem zur Messung der Ozeantemperature wurde im Jahre 2005 in Betrieb genommen. Es ist die verbreitetste und genaueste Quelle hinsichtlich Ozean-Temperaturdaten. Die Bojen sind neun Tage ruhig bis zu einer Tiefe von 1000 m und gehen dann in Betrieb, sinken bis 2000 m und steigen dann wieder zur Oberfläche, wobei sie kontinuierlich Temperatur und Salzgehalt messen. Danach sinken sie wieder bis 1000 m hinab. Der Zyklus sieht so aus:

Es ist ein wunderbares System, und derzeit sind knapp 4000 Bojen im Einsatz … aber der Ozean ist groß jenseits aller Vorstellung, und darum enthalten trotz der ARGO-Bojen über zwei Drittel ihrer Gitterquadrate Ozean genau Null Messungen.

Und auf der Grundlage dieser dürftigen Datenmenge, womit zwei Drittel der monatlichen Temperaturdaten gar nicht erfasst sind, will man uns glauben machen, dass sie die oberen 651.000.000.000 Kubikkilometer des Ozeans auf 0,003°C genau messen können … natürlich ist das total legitim.

Man kann es auf diese eine Art betrachten. Allgemein ist es so, falls de Anzahl der Messungen allgemein zunimmt, reduziert man die Unsicherheit des Mittelwertes. Aber die Reduktion geht nur mit der Quadratwurzel der Anzahl der Messungen einher. Das bedeutet, falls wir die Unsicherheit um eine Dezimalstelle reduzieren wollen, etwa von ±0,03°C auf ±0,003°C, müssen wir die Anzahl der Messungen um das Hundertfache erhöhen.

Und das gilt auch umgekehrt. Falls wir eine Unsicherheit von ±0,003°C haben, aber nur eine solche von ±0,03°C haben wollen, kommen wir mit einem Hundertstel der Messungen aus.

Das bedeutet, FALLS wir die Ozeantemperatur mit 4000 ARGO-Bojen auf ±0,003°C genau messen können, können wir die Unsicherheit nur mit einer Dezimalstelle weniger messen auf 0,03°C genau mit einem Hundertstel der Anzahl dieser Bojen,also 40 Bojen.

Glaubt irgendwer, dass dies möglich ist? Nur 40 ARGO-Bojen, also eine für jedes Gebiet von der Größe der USA, sollen in der Lage sein, die Wassertemperatur des jeweiligen Gebietes bis auf 2000 m hinab auf plus/minus drei Hundertstel Grad Celsius genau zu messen? Wirklich?

Selbst mit 4000 Bojen, das ist eine für ein Gebiet von der Größe Portugals und zwei Kilometer hinab. Aber ich vermag beim besten Willen nicht zu erkennen, dass ein einziges Thermometer in Portugal erschöpfend Auskunft gibt über die Temperatur des gesamten Landes … und Messungen im Ozean sind viel komplexer als auf dem Festland, weil die Temperatur vertikal auf unvorhersagbare Art und Weise variiert, wenn man dem Ozean in die Tiefe folgt.

Vielleicht gibt es ein paar Prozess-Ingenieure, die damit betraut worden sind, das Wasser in einem großen Becken bei einer gegebenen Temperatur zu halten, und zu berechnen, wie vieler Thermometer es bedarf, um die mittlere Wassertemperatur auf ±0,03°C genau zu messen.

Und zum Schluss möchte ich noch auf Folgendes hinweisen: Bei einer Erwärmung der Ozeane um etwas mehr als ein Zehntelgrad Celsius innerhalb von 60 Jahren wird es etwa fünf Jahrhunderte dauern, um den oberen Ozean um 1°C zu erwärmen …

Will man es konservativ sehen, könnte man davon ausgehen, dass sich die Erwärmung seit dem Jahr 1985 etwas beschleunigt hat. Aber auch mit dieser höheren Erwärmungsrate würde es immer noch drei Jahrhunderte dauern, um den Ozean um 1 Grad Celsius zu erwärmen.

Fazit: Trotz der alarmistischen Studie RECORD-SETTING OCEAN WARMTH können wir uns zurücklehnen. Thermageddon schielt nicht um die Ecke.

Zum Schluss noch einmal zurück zu dem Terminus „winziges bisschen“. Ich habe mich schon öfter darüber ausgelassen, dass mich bzgl. Klima nicht so sehr bewegt, um wie viel es sich ändert. Viel beeindruckender fand ich immer die erstaunliche Stabilität des Klimasystems trotz gewaltiger jährlicher Energieflüsse. In unserem Fall absorbiert der Ozean etwa 6.360 Zettajoules (1021 Joules) Energie pro Jahr. Das ist eine unvorstellbar immense Energiemenge – zum Vergleich, der gesamte menschliche Energieverbrauch aus allen Quellen von fossil bis nuklear beträgt etwa 0,6 Zettajoule pro Jahr …

Und natürlich gibt der Ozean fast genau die gleiche Energiemenge wieder ab – wäre das nicht der Fall, würden wir bald entweder kochen oder erfrieren.

Wie groß ist also das Ungleichgewicht zwischen der in den Ozean eindringenden und von diesem wieder abgegebenen Energie? Nun, im Zeitraum der Aufzeichnung betrug die mittlere jährliche Änderung des ozeanischen Wärmegehaltes 5,5 Zettajoule pro Jahr … was etwa ein Zehntel eines Prozentes (0,1%) der Energiemenge ausmacht, welche in den Ozean eindringt und von diesem wieder abgegeben wird. Wie ich sagte: erstaunliche Stabilität.

Folge: die lächerlich anmaßende Behauptung, dass ein derartig triviales Ungleichgewicht irgendwie menschlichen Aktivitäten geschuldet ist anstatt einer Änderung von 0,1% infolge Variationen der Wolkenmenge oder der Häufigkeit von El Nino oder der Anzahl der Gewitter oder einer kleinen Änderung von irgendetwas im immens komplexen Klimasystem, ist schlicht und ergreifend unhaltbar.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/14/the-ocean-warms-by-a-whole-little/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die vergangene Klima-Dekade: Gescheiterte Prophe­zeiungen, Tour de Paris und die Gretas

Prophezeiungen von Al Gore

Auch das zweite Jahrzehnt dieses Jahrhunderts war gekennzeichnet durch das fortgesetzte Vermächtnis der Lügen von Al Gore. Im Gegensatz zu seinen Prophezeiungen in seiner berüchtigten Dokumentation An Inconvenient Truth hat die Population von Eisbären zugenommen, Arktis und Antarktis zeigten kaum Änderungen, und keine küstennahe Ökonomie wurde durch steigenden Meeresspiegel bedroht.

Gore müsste Alpträume gehabt haben, als die kanadischen Behörden im Jahre 2019 über den Abschuss von Eisbären nachdachten wegen ihrer exzessiven Anzahl, was für die Bewohner der Stadt Nunavut ein zunehmendes Problem ist.

Kein Schnee in Australien

In Australien mögen derzeit historische Waldbrände wüten – die meisten ausgelöst durch Brandstiftung (hier). Aber Klimawissenschaftler wurden auf dem falschen Bein erwischt, als sich deren Prophezeiungen von einem Australien ohne Schnee (hier) in Schall und Rauch auflösten, war es doch im vorigen Jahrzehnt zu massiven Schneefällen gekommen.

Die Gründe waren offensichtlich. Die Erwärmung war längst nicht so ausgeprägt wie prophezeit, und Schneefall in Australien wird durch lokale Wetterlagen bestimmt. Außerdem gab es seit dem 1. Weltkrieg keine signifikante Änderung der Anzahl besonders heißer Tage.

Paris-Abkommen

Das größte Klima-Ereignis des Jahrzehnts war im Jahre 2015 politischer Natur. Nicht gewählte Bürokraten der UN hatten Führer der Welt zusammen getrommelt, um das Pariser Klima-Abkommen zu unterzeichnen. Dieses als „Eckpunkte-Abkommen“ bezeichnete Abkommen sollte die globalen Treibhausgas-Emissionen auf ein Niveau senken, welches die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert unter 2°C drücken sollte.

Aber abgesehen von Übermut fehlte diesem Abkommen alles andere. Die als Grundlage politischer Entscheidungen dienenden Vorhersagen beruhten auf falschen Computer-Klimamodellen, und Entwicklungsländer verlangten eine unsinnig und unrealistisch hohe Geldsumme, damit auch sie ihre Reduktionsziele erreichen können.

Danach ging es rasch abwärts. Im Jahre 2017 verkündeten die USA ihren Rückzug aus dem Abkommen. Eine ganze Reihe anderer Nationen – darunter Indien, China, Russland, Polen, Japan, Australien, Brasilien, Südafrika – fahren fort, ihre Grundlagen zu verteidigen mittels Zunahme von deren Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen.

Heute sagen Experten, dass das Abkommen hinsichtlich des gegenwärtigen Klimatrends keinerlei bedeutsame Änderungen bewirken wird. Die UN selbst räumen ein, dass die im Jahre 2015 unterbreiteten Vorschläge den Klima-Untergang nicht verhindern würden. Deren jährliches Klima-Ritual endet immer mit Meldungen der Hoffnungslosigkeit oder des Scheiterns für die Welt.

Aufgeweckte Generation: Dank Greta

Der Star des Jahrzehnts schlechthin war das schwedische Schulmädchen Greta Thunberg, welche durch ihre berüchtigten Klima-Schulstreiks bekannt geworden war. Die globalen Medien hatten nichts Eiligeres zu tun als Greta zum Aushängeschild der Klimastreik-Bewegung zu machen.

Die UN hielten Sonderkonferenzen ab mit Greta als der Haupt-Rednerin. Dabei ergriff Greta jede nur mögliche Gelegenheit, die Führer der Welt zu bedrohen. Sie nannte sie „Feinde“ und „Verräter“.

Trotz ihrer Ignoranz der Klimawissenschaft ist Greta für die UN und andere Untergangs-Propheten die Stimme der nächsten Generation. Und so endet die Dekade damit, dass die globalen Mainstream-Medien ein intellektuelles Allzeit-Tief erreichten, indem sie ein seelisch krankes Kind als Autorität bzgl. Klima- und Energiepolitik hervorheben.

Trotz all der Dramatik zeigt das globale Klima selbst keinerlei Anzeichen irgendeiner Gefahr. Die Rate der Erwärmung blieb weitaus niedriger als prophezeit. Selbst einige hochrangige Untergangs- Propheten räumten eine Verlangsamung der Erwärmung ein.

So könnte man weiter und immer weiter machen mit weiterer amüsanter und interessanter Dramatik, zu welcher es in diesem Jahrzehnt gekommen war, aber hören wir hier einmal auf. Begrüßen wir das nächste Jahrzehnt – ein Jahrzehnt, welches sehr gut zu Ende gehen kann mit Untergangs-Propheten bzgl. globaler Abkühlung als dominanter Faktor in den Schlagzeilen.

Warum das? Nun, man betrachte den Himmel. Erkennt man den gleißend hellen Feuerball? Der befindet sich in einem Abkühlungs-Zyklus!

Vijay Jayaraj (M.Sc., Environmental Science, University of East Anglia, England), Research Contributor for the Cornwall Alliance for the Stewardship of Creation.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/08/the-climate-decade-that-was-failed-predictions-tour-de-paris-and-the-gretas/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Dezember und Januar verhalten sich unter­schiedlich in Deutsch­land – ein Wider­spruch zum CO2-Treibhaus­effekt.

Abb.1: Die Wintertemperaturen Deutschlands zeigen seit 1988 einen leichten, aber keineswegs signifikanten Abwärtstrend. Im Grunde hat sich in dem 32-jährigen Betrachtungszeitraum nichts geändert. Damit stimmen die Winterorakel des Mannes in der Grafik nicht.

Wir nehmen den Startjahr 1988 aus zwei Gründen: Zum einen trat der selbst ernannte Weltklimarat mit seinen Erwärmungsverheißungen zum ersten Male an die Öffentlichkeit, außerdem erfolgte in Mitteleuropa in den Jahren 1986 bis 1990 ein plötzlicher Temperatursprung auf ein höheres Temperaturniveau, auf dem wir uns noch heute befinden. Somit wollen wir auch wissen, wie sich der Temperaturverlauf auf diesem höheren Niveau verhält. Ergebnis: Für den Winter gleichbleibend.

In diesem Artikel wollen wir die drei Wintermonate jedoch einzeln untersuchen. Oftmals kann man aus dem unterschiedlichen Verlauf der drei Monate zumindest Rückschlüsse auf Wetteränderungen im Zeitraum 1988 bis 2019 machen.

Beginnen wir mit dem Dezember, der DWD-Schnitt aus den fast 2000 Wetterstationen in Deutschland ab 1988 sieht so aus:

Abb. 2: Der Dezember wurde in Deutschland im Betrachtungszeitraum immer wärmer, etwa um 0,5°C/Jahrzehnt. Vor allem seit 2011 war der Monat relativ mild und das letzte Weihnachten im Schnee war im Flachland 2010.

Der Dezember wurde im letzten Jahrzehnt immer mehr zu einem verlängerten November.

Der Monat Januar dazu im Vergleich (Deutschlanddaten)

Abb. 3: Der Monat Januar wurde in Deutschland innerhalb seit 1988 immer kälter. Er nähert sich wieder dem vorigen Vergleichszeitraum.

Die wichtige Erkenntnis wäre: Der Monat Dezember und der Monat Januar verhalten sich genau gegensätzlich.

Auf einen milden Dezember folgt meist ein kälterer Januar. Im Jahr 2018 war der Dezember mild und der folgende Januar 2019 relativ kalt. Doch stimmt diese Regel über einen längeren Zeitraum?

Aufschluss soll die nächste Grafik geben. Beim Vergleich der beiden Graphen bitte beachten: Auf den Dezember 1988 folgt der Januar 1989 Zur besseren Vergleichbarkeit sind 88/89 zu einer Zeitachse zusammengefasst. Der Jan. 2020 fehlt noch, er muss mit dem milden Dez. 2019 verglichen werden und wird wohl ähnlich ausfallen.

Abb. 4: Die Grafik zeigt den Verlaufsvergleich von Dezember (braun) und den darauffolgenden Januar (violett). Dezember 1988 im Vergleich zu Januar 1989 sind auf einer Zeitlinie, ebenso Dez 2019 mit dem noch fehlenden Jan. 2020

Zwei Beobachtungen: Auf einen milden Dezember folgt durchaus nicht immer ein kalter Januar, trotzdem gilt: Ab 20011 wird der Dezember deutlich wärmer in Deutschland, während der Januar seinen Abwärtstrend beibehält.

Erklärung durch den angeblichen CO2-Treibhauseffekt: nicht möglich

Der angebliche CO2-Treibhauseffekt kann dieses unterschiedliche Temperaturverhalten der beiden Wintermonate keinesfalls bewirken. Sonst müssten wir festhalten: Die Zunahme des Treibhausgases CO2 wirkt im Dezember erwärmend und im Januar abkühlend.

Mouna-Loa Kurve, aus Wikipedia

Die Grafiken Dezember und Januar sind allein Beweis genug, dass CO2 wenig oder gar nicht klimasensitiv ist. Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff, genauso wie „unbefleckte Empfängnis Mariens“, letztlich immer was für Gläubige.

Bevor wir für dieses unterschiedliche Dezember/Januar Verhalten nach Erklärungen suchen, soll zunächst die Februargrafik vorgestellt werden.

Abb. 5: Der Monat Februar kühlte seit 1988 ähnlich ab wie der Januar. Hat etwa die Zunahme von CO2 auch die Februarabkühlung bewirkt?

Fazit: Der Dezember wurde wärmer seit 1988, Januar und Februar kälter. Der Winter verlagert sich zunehmend in die 2. Hälfte seiner drei Monate, was natürlich auch zu einer leichten Verzögerung der Blüte mancher Frühblüher führt wie Märzenveilchen und Forsythie.

Keine Wirkung von CO2: Wir haben schon erwähnt, dass dieses seltsame gegensätzliche Verhalten der drei Wintermonate nicht durch den CO2-Treibhauseffekt erklärt werden kann, falls er überhaupt einen Einfluss haben sollte, denn in allen drei Monaten nahm die CO2-Konzentration gleich stark um etwa 45 ppm zu. Und als Ergänzung, auch der zunehmende Wärmeinseleffekt bei den DWD- Stationen spielt hierbei vermutlich eine untergeordnete Rolle. Die Betrachtung bei WI-armen Stationen ergäbe lediglich für den Dezember einen schwächeren Anstieg und für die beiden anderen Monate einen stärkeren Abfall, was im Endergebnis zu einer stärker fallenden Trendlinie der Jahreszeit Winter führt. Ansonsten bliebe die Erklärungsfrage dieselbe. Nebenbei sei noch bemerkt, dass der WI-Effekt bei den DWD-Stationen im Winter eh weniger ausgeprägt ist als im Sommer.

Januar: Weniger Westwetterlagen. Weniger Tage mit Westwetterlagen im Januar sind ein plausibler, aber sicher nicht der einzige natürliche Erklärungsgrund für das unterschiedliche Verhalten der Monate Dezember und Januar in Deutschland:

Abb. 6: Leicht abnehmende Häufigkeit der im Winter stark erwärmend wirkenden Großwetterlagen mit Westanteil im Januar (dunkelviolett); im vorausgehenden Dezember blieb deren Häufigkeit gleich.

Ob es darüber hinaus weitere Ursachen gibt, ist unklar; in Frage käme eine Zunahme der Windgeschwindigkeit in Deutschland im Dezember, denn bewegte Luft kühlt sich weniger stark ab, doch fehlen hierfür die flächendeckenden Daten. Wie die beiden Monate sich weiter entwickeln werden, darüber können seriöse Klimawissenschaftler nur spekulieren.

Ergebnis: Der Dezember wurde in den letzten 32 Jahren in Deutschland wärmer, der Januar und Februar kälter. Das ist ein einfacher Beweis, dass es den CO2-Treibhauseffekt nicht gibt oder dass er kaum Wirkung hat. Aus diesem Grunde gibt es auch keine CO2 verursachte Klimakatastrophe, denn laut Einstein reicht ein Gegenbeweis. Der Artikel mit den Grafiken sind der Gegenbeweis.

Das unterschiedliche Temperaturverhalten der drei Wintermonate kann man nur mittels natürlicher Klimavariationen erklären. Wir haben nur eine ausführlicher genannt, er gibt sicherlich mehrere.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt menschlichen Handelns gestellt werden. Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klima-Schwätzern und Märchenerzählern.

Josef Kowatsch, Natur- und Klimaforscher, unabhängig weil unbezahlt.

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Gedankenexperiment: E-Auto in Hannover-Linden – Wie geht das?

Vorbemerkung:
Von den E-Ladestationen in Linden scheint mir die am Lindener Markt die interessanteste zu sein. Sie liegt mitten in einem eng bewohnten Gebiet voller Mietwohnungen. Ich stelle mir jetzt vor, dort in einer Etagenwohnung zu wohnen und ein E-Auto zu fahren. Einen eigenen Parkplatz habe ich nicht. Es wird also wechselnd geparkt, da wo gerade etwas frei ist. So geht es auch den meisten Lindenern, die ein Auto haben.

Das Gedankexperiment startet
Das E-Auto steht mir jetzt zur Verfügung. Ich habe es mit vollem Akku beim Händler leihweise abgeholt und stelle es in Wohnungsnähe ab. Am nächsten Tag fahre ich abends in ein Dorf in die Region, um alte Bekannte zu besuchen. Hin- und Rückfahrt ergeben ca. 100 km. Als ich im Dunklen zurückkomme, wird die Fahrtreserve mit 250 Kilometer angegeben.
Soll ich laden? Die Ladestation am Lindener Markt ist gerade frei. Und vielleicht brauche ich das E-Auto morgen für eine längere Strecke. Also hinfahren und laden starten. Das geht reibungslos. Über eine Stunde wird gebraucht, um auf Vollladung zu kommen. Ich bin müde und gehe ganz schnell ins Bett.
Ich werde wieder wach. Das Handy hat geklingelt. Der Akku ist aufgeladen wird gemeldet. Oh. Und jetzt? Ich kann das Auto doch nicht stehen lassen. Vielleicht muss jetzt jemand anders noch laden. Was mache ich bloß? Ich bin müde. Ich ziehe mich an und gehe raus zum Auto. Kabel rausgezogen und Parkplatz suchen. Was ich finde ist, nur ein Notparkplatz. Alles ist voll. Es ist Nachts. Hoffentlich kommt kein Knöllchen.
Träume
Etwas nölig lege ich mich wieder ins Bett. Immerhin ist der Akku voll. Gähnen und wieder einschlafen. Meine innere Logik ist jedoch hellwach. Alpträume plagen mich. Geht das jetzt jedes Mal so? Was wäre, wenn eine Mutter wieder runter müsste, um ihr aufgeladenes E-Auto wegzufahren? Lässt sie das Baby oben oder nimmt sie es mit?
Ich erinnere mich an Zeitungsartikel von Erfahrungen mit E-Autos. Das Laden unterwegs kann Stunden dauern. Was macht man dann? Vor der Ladestation steht schon eine Warteschlange von Autos. Das hatte es kürzlich wirklich gegeben. Es waren Teslas, die lange, lange warteten bis sie dran waren. Viele, viele Stunden kamen zusammen. Man kann doch nicht ständig Kaffee trinken und sogar rauchen, wenn einem die „Zeit aufs Dach fällt“.

Ich träume von Waldbränden, Überschwemmungen und Hurrikanen. Wie kriege ich zur Flucht den Akku ganz schnell voll? Dann muss man ja auch Stunden warten. Und wenn dann kein Strom da ist? Alpträume über Alpträume.

Ich wache auf. Schweißgebadet. „Ich will meinen alten Benziner wieder haben“, durchzuckt es mich. Jawohl, das E-Auto bringe ich wieder zurück.

Fazit
Der Händler hat Verständnis. Er gesteht mir, dass er gerade mal ein einziges E-Auto in den letzten zwölf Monaten verkauft hat. Anfänglich war er begeistert. Doch die Leute wollen solche E-Autos nicht, so lautet sein Fazit.

Es gibt auch etwas andere Erfahrungen. E-Auto-Besitzer, die direkt auf ihrem Grundstück laden können, haben es etwas leichter. Unterwegs auf längeren Strecken allerdings bleibt das Nachladen immer schwer und – lästig. Das „Nachladen“, äh tanken, mit Benzin und Diesel ist ja so viel bequemer und richtig schnell.

Ladesäule Lindener Markt mit E-Autos von weit außerhalb. Meistens sind die Plätze frei, die vorher Parkplätze waren. Wer nun dort parkt muss, mit abschleppen rechnen. Foto: Autor

 




„Grüne in Deutschland: Erklärung eines Klima-Notstandes heranziehen, um Leugner ins Gefängnis zu stecken

In einer Veröffentlichung eines „Solarenergie-Fördervereins Deutschland e. V.“ wird gefordert, dass Politiker Erklärungen des Klima-Notstandes als Rechtfertigung dafür heranziehen, um Klima-„Saboteure“ zu bestrafen – Leute, welche Klima-Maßahmen torpedieren mittels Bestreiten des Notstandes durch ihre Leugnung des Klimas.

Der im Original bei WUWT folgende längere Auszug, den Worrall mittels Google ins Englische übersetzt und in welchem er ihm wichtig erscheinende Passagen hervorgehoben hat, wird hier nicht wiedergegeben. Das deutsche Original steht hier. In der begleitenden Karikatur wird das EIKE als die Quelle dieses „Übels“ benannt. Man klicke auf das unten verlinkte Original bei WUWT, um zu sehen, welche Passagen Worrall hervorgehoben hat.

Sein Kommentar dazu:

Angesichts all des chauvinistischen Geredes im Stil des 2. Weltkriegs zum Thema Klimakrise hatte ich schon länger den Verdacht, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis jemand mit der Idee aufwarten würde, diejenigen Menschen ins Gefängnis zu stecken, welche die Kriegs-Bemühungen mit ihrer Kritik sabotieren, einschließlich der Wissenschaftler, welche die Arbeit ihrer alarmistischen Kollegen kritisieren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/07/german-greens-use-climate-emergency-declarations-to-jail-deniers/

Übersetzt und zusammengestellt von Chris Frey EIKE

Der Beitrag erschien zuerst bei „Die kalte Sonne“ hier