McIntyre über die Studie von Kaufman et al. 2020 -Wie man wieder mal Daten zurecht biegt.

Andrew Revkin lobhudelte gerade über die Studie auf Twitter, als sich McIntyre einschaltete.

Hier die vollständige Replik von Steven McIntyre:

1: Ich fragte mich, warum sich ihre neue Antarktis-Rekonstruktion so dramatisch von PAGES2K von vor nur sieben Jahren unterschied – eine Frage, über die sowohl die Autoren als auch die Gutachter hätten nachdenken sollen. Der Unterschied ergibt sich hauptsächlich aus einem katastrophalen Fehler und 2 unplausiblen neuen Datenreihen.

2: Der größte Unterschied zu PAGES2K – und der Hauptgrund für das „neue“ Blatt – lag in Kaufmans Version der Dahl-Jensen-Bohrloch-Inversionsreihe. Kaufman bekommt einen Hockeyschläger (HS) heraus (schlechter mit Gruppierung [binning]) – im Gegensatz zum Original.

3: Wie haben sie also ein so unterschiedliches Aussehen erhalten? Totaler Schwachsinn. Sie senkten den frühesten Dahl-Wert und kehrten dann die Jahre um. So wurde für 1995 n. Chr. der Dahl-Wert von 5502 v. Chr. verwendet, von 4438 v. Chr. 1987 und so weiter. Ein Patzer von Mann’schen Proportionen.

4: Es war leicht zu bemerken. Ich habe dies innerhalb eines Tages oder so nach der Veröffentlichung getwittert. Es gibt zwei weitere sehr fragwürdige „neue“ Serien. Anstatt die neue WAIS-Isotopenserie – die höchstauflösende antarktische Serie über das Holozän – zu verwenden, zogen sie eine WAIS-Bohrloch-Umkehrung heran.

5: Darin sind die Isotope eine Art Randgebiet. Die bei der Bohrloch-Inversion verwendeten Inversionsmatrizen sind enorm vielschichtig, so dass die Inversionsmatrix sehr instabil ist. Dieses ganze Verfahren sollte aus diesen Gründen verworfen werden. Es gibt jedoch ein besonderes Problem mit Eiskern-Inversionen.

6: Es gibt sehr starke jahreszeitliche Schwankungen der Temperaturen der antarktischen Eiskernbohrungen um die oberen 15 Meter oder so. In dem veröffentlichten Artikel über die WAIS-Inversion schlossen sie den oberen Teil aus – das sind die Schichten, die nach 1960 oder so abgelagert wurden. Daher der vermeintliche jüngste Aufwärtstrend im WAIS

7: Die Rekonstruktion der Temperatur ergibt sich aus Eisschichten, die vor 1960 abgelagert wurden. Es ist eine wirklich stupide Serie. Und doch ist die WAIS-Isotopenserie über lange Serien fantastisch hochauflösend. d18O-Serien sind das Rückgrat des Paläoklimas – warum haben sie also nicht einfach d18O verwendet?

8: Man kennt die Antwort. Die WAIS-d18O-Reihe zeigte keinen Hockeyschläger. Daher zogen sie die idiotische Eiskern-Inversion heran, in welcher dies doch der Fall war.

9: die einzige andere Serie, die zum „neuen“ HS beiträgt, ist eine Schmelzschicht-Frequenzreihe von der Bohrstelle Siple Dome – von wo es eine Isotopenreihe gibt. Der Siple Dome liegt in der Nähe des Ross-Meeres, wo die Eisschicht während des Holozäns allmählich erodiert ist, da sie auf See geerdet ist. Infolgedessen, …

10: … obwohl die Isotopendaten einen leichten Temperaturrückgang gegenüber dem Holozän zeigen, gab es einen leichten Anstieg der Schmelzfrequenz in Siple Dome. Sie berechneten diese Serie als eine laufende Summe von Schmelzschichten in den vergangenen 1000 Jahren, die Kaufman fälschlicherweise als Jahresauflösung verwendete.

11: Kaufman hat diese Serie dann auf Eis gelegt. Wenn man diese schlechten Daten überhaupt verwenden würde, müsste man die Originaldaten speichern, nicht die laufenden 1000 Jahre. Wenn Sie das täten, dann reicht es maximal 500 Jahre zurück, nicht im 20. Jahrhundert.

12: Im Gegensatz zu Isotopenreihen, die an vielen Orten und mit vielen bekannten Eigenschaften und Unwägbarkeiten aufgenommen wurden, eignet sich die Verwendung einer Singleton-Reihe, bei der es keine Vergleiche in der Region gibt, auch für missbräuchliches „Cherrypicking“, wie es hier der Fall war.

13: Ich habe nicht auf andere Regionen geschaut, aber Kaufmans Rekonstruktion der Antarktis ist ein Chaos und muss zurückgezogen werden. Man erinnert sich vielleicht daran, dass Kaufmans arktische PAGES2K-Serie in Island und Grönland, die ähnlich verunreinigt waren, in ähnlicher Weise auf den Kopf gestellt wurde.

14: zu den kontaminierten finnischen See-Sedimentserien (die auch invertiert wurden) stützte man sich auf Manns vermeintliche No-Dendro-Rekonstruktion aus dem Jahr 2008.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/08/12/mcintyre-on-kaufman-et-al-2020/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Kaskaden von Irrtümern bei der Bewertung von Klimarisiken

Hier geht es nicht um Neuseeland. Die Verfasser der Bewertung machen deutlich, dass es sich um einen neuen Ansatz handelt, von dem sie hoffen, dass er weltweit Anwendung findet. Es geht hier also um die Welt, einschließlich Amerika.

Der umfangreiche Report trägt den Titel [übersetzt] „Erste nationale Risikobewertung des Klimawandels für Neuseeland“. Nach dem neuseeländischen Klimagesetz sollen diese Bewertungen alle fünf Jahre durchgeführt werden, und dies ist die erste.

Der Umfang ist atemberaubend. Es geht darum, alle signifikanten Risiken des vom Menschen verursachten Klimawandels zu identifizieren, die in den Jahren 2050 und 2100 auftreten werden. Darüber hinaus werden diese vermeintlichen Risiken priorisiert.

Leider ist dieses aufwendige Verfahren nur eine Kaskade von Trugschlüssen. Einige der wichtigsten sind nachstehend aufgeführt.

Zunächst sagen sie mit Hilfe von Computermodellen genau aus, wie das durchschnittliche Wetter in den Jahren 2050 und 2100 aussehen wird. Dazu gehören kurz- und langfristige Temperaturen, Niederschlagsmuster und andere Klimaeigenschaften.

Der Trugschluss ist, dass es heute kein Computermodell gibt, das solche Vorhersagen genau treffen kann. Verschiedene wichtige Modelle sind sich bei der Vorhersage all dieser Merkmale sehr uneinig. Zum Beispiel liegt die Sensitivität des Modells für die CO2-Verdoppelung zwischen 1 und 6 Grad Celsius, was eine riesige Spanne ist.

Zweitens verwenden sie den Durchschnitt der so genannten CMIP5-Klimamodellläufe. Dabei handelt es sich um Läufe mit einer großen Anzahl von Klimamodellen, die in den IPCC-Prozess einfließen sollen. (Hier gibt es mehrere Probleme. Insbesondere sind die Modelle alle so darauf fixiert, dass alle wesentlichen Kräfte menschlichen Ursprungs sind, aber das ist eine andere Frage).

Der Trugschluss ist, dass es keinen Grund gibt zu glauben, der Durchschnitt aus einer Vielzahl schlechter Modelle sei gut. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass der CMIP5-Durchschnitt im Vergleich zur beobachteten Erwärmung diese drastisch übertreibt. (CMIP6 ist sogar noch schlechter).

Drittens entscheiden sie sich dann für die Modellierung eines „wild worst case“-Emissionsszenarios namens „RCP 8.5“. Dieses Szenario für zukünftige Emissionen ist so hoch, dass es als unmöglich kritisiert wurde. Die Verwendung des RCP 8.5 ist sicherlich ein Trugschluss.

Viertens machen sie das, was man „Scale-Verkleinerung“ dieser fragwürdigen Modell-Ergebnisse nennt. Scale-Verkleinerung bedeutet, die groben Modell-Ergebnisse für ein großes Gebiet zu nehmen und irgendwie Ergebnisse für bestimmte Orte zu erzeugen. Es gibt keine wissenschaftliche Methode, um aus den großräumigen Vorhersagen des Modells kleinskalige Vorhersagen abzuleiten. Die Daten sind einfach nicht vorhanden. Wie auch immer es gemacht wird, es ist willkürlich.

Neuseeland ist geographisch ziemlich klein mit einer Landfläche von etwas mehr als 100.000 Quadratmeilen, was ungefähr der Größe von Colorado entspricht. Die Risikoeinschätzung teilt Neuseeland in 8 winzige Zonen ein, für die jeweils eine einzigartige Klimavorhersage gilt. Dies ist ein eklatanter Trugschluss.

Fünftens wurden diese unmöglichen kleinskaligen Vorhersagen dann von einer großen Zahl von Menschen auf unterschiedlichste Weise diskutiert, um alle bedeutenden Risiken zu definieren. Dies ist eine Übung in Phantasie, nicht in Wissenschaft. Aus der Entscheidungstheorie ist bekannt, dass die Ergebnisse solcher Gruppen-Diskutiererei stark davon abhängen, wer da ist, was ihnen gegeben wird und wie sie geleitet werden.

Der Trugschluss besteht hier darin, so zu tun, als handele es sich um eine systematische Bestandsaufnahme von Risiken, die sich als Grundlage für politische Entscheidungen eignet.

Sechstens wurden die vermeintlichen Risiken auf der Grundlage einer Umfrage unter den Teilnehmern in eine Rangfolge gebracht. Zu dem Problem der Gruppen-Diskutiererei kommt noch die lästige Tatsache, dass das Risiko ein zweidimensionales Konzept ist, so dass Risiken nicht einfach in einer Dimension eingestuft werden können. Jedes Risiko hat sowohl einen Schweregrad als auch eine Wahrscheinlichkeit.

Im Allgemeinen lohnt es sich nicht, Risiken mit hohem Schweregrad, aber geringer Wahrscheinlichkeit zu behandeln. Meteoriteneinschläge sind ein Standardbeispiel (die Auswirkung ist wirklich eine Auswirkung). Dasselbe gilt für Risiken mit hoher Wahrscheinlichkeit, aber niedrigem Schweregrad. Was man sucht, sind Risiken, die einen relativ hohen Schweregrad mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit verbinden.

Diese 2-Wert-Rangliste wurde nicht erstellt, was den Trugschluss einer einzigen Risikoeinstufung nahe legt.

Der siebte Trugschluss liegt noch vor uns. Diese falsch gereihte Liste imaginierter Risiken, die auf einer willkürlichen Scale-Verkleinerung eines Durchschnitts fragwürdiger Ergebnisse von Computermodellen auf der Grundlage eines unmöglichen Szenario beruht, soll in zwei Jahren zu einem Nationalen Anpassungsplan führen. Das wäre ein Mega-Trugschluss.

Was die amüsante Seite betrifft, so denke ich, dass man das am höchsten eingestufte Risiko richtig eingeschätzt hat. Das ist das Risiko, dass die Regierung das Falsche tut. Dem stimme ich voll und ganz zu, vor allem, wenn sie diese Risikobewertung verwendet.

Sehr lustig ist auch das Risiko „Gebt uns viel mehr Geld“. Es geht so:

Risiko einer verzögerten Anpassung und Fehlanpassung aufgrund von Wissenslücken, die sich aus zu geringen Investitionen in die Anpassungsforschung und den Aufbau von Anpassungs-Kapazitäten im Bereich des Klimawandels ergeben.

Zusammenfassung der Risiken:

Unterdurchschnittliche Investitionen in Forschung und Kapazitätsaufbau, um das Verständnis für die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels zu verbessern, untergraben Neuseelands Fähigkeit, eine evidenzbasierte Anpassungspolitik zu entwickeln. Kritische Forschungslücken beziehen sich auf:

– atmosphärische Prozesse
– Auswirkungen des hydrologischen Zyklus‘
– Reaktionen des Ökosystems
– Biodiversität und Biosicherheit
– ländliche und städtische Gemeinden in Neuseelands
– die ökonomischen Kosten des Klimawandels
– Auswirkungen auf den primären Sektor
– Auswirkungen auf Gesundheit und Gesundheitsdienste
– Durchführung der Klimawandel-Anpassung bei verschiedenen Größenordnungen

Diese Forschungslücken sind ein entscheidendes Hindernis für eine fundierte Entscheidungsfindung. Auch wenn diese Lücken bestehen bleiben, sind unangepasste Maßnahmen ein zentrales Risiko“. (Seite 188)

Angesichts all dieser signifikanten Lücken sollte man meinen, dass eine genaue Bewertung zu dem Schluss kommen würde, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Risikobewertung möglich ist. Das ist meine Einschätzung.

Schlussfolgerung:
Die neuseeländische Klima-Risikoeinschätzung ist eine Kaskade von Trugschlüssen, die als Grundlage politischer Entscheidungen absolut ungeeignet ist.

Autor: David Wojick, Ph.D., is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/08/10/cascading-fallacies-in-climate-risk-assessment/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ist das 30-prozentige Klimabudget der EU nur ein grüner Anstrich?

Unter ihrer Führung schlug die Kommission vor, 25% des Siebenjahreshaushalts der Europäischen Union und des Coronavirus-Wiederherstellungspaketes für „Klimaziele“ auszugeben – obwohl der ursprüngliche Vorschlag noch vor ihrer Präsidentschaft vorlag.

Die EU-Regierungen drängten auf noch mehr und verpflichteten sich, 30 % des EU-Haushalts für den Klimaschutz auszugeben – ein Sprung von 10 % gegenüber dem Haushalt 2014-20. Bei einem Gesamtpaket von 1,8tn Euro beläuft sich das Klimaziel auf 600 Milliarden Euro.

Aber während das auf dem Papier gut klingen mag, bleiben die Umweltschützer skeptisch.

„Das Problem ist gerade jetzt, dass es sich zu einer massiven Grünfärberei entwickelt hat“, sagte Berenice Dupeux, Senior Policy Officer für Landwirtschaft beim Europäischen Umweltbüro, einem Netzwerk verschiedener Umweltgruppen. Ihren Worten zufolge würde der größte Teil der Ausgaben, die die EU unter ihrem Klimaschutz-Dach zähle – etwa 50% – nicht wirklich für die Umwelt ausgegeben werden. Stattdessen gingen sie in die Gemeinsame Agrarpolitik der Union, ohne zusätzliche Klimakriterien festzulegen. Und ein großer Teil dieses Geldes wurde als Direktzahlung an die Landwirte ausgezahlt, um deren Einkommen zu stützen.

Da die Kommission jedoch von den Landwirten erwartet, dass sie die von der EU eingeführten Umweltvorschriften einhalten, zählt sie automatisch 20% der Direktzahlungen als für das Klimaziel bestimmt. Da die Standards aber nur das absolute Minimum seien und niemand prüfe, wofür die Landwirte das Geld verwenden, entspreche der Prozentsatz nicht der Realität. Dupreux behauptete, dass ein Großteil dieses Ansatzes, der ihrer Meinung nach nicht wissenschaftlich belegt sei, auf politischen Druck zurückzuführen ist.

Da die Kommission oft von der Zustimmung der 27 Regierungen im Block abhängig ist, zielten ihre Regeln darauf ab, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen herzustellen. Die nationalen Landwirtschaftsminister wiederum würden es nicht gutheißen, die Mittel der Direktbauern zu kürzen und stattdessen reine Klimaaktivitäten zu finanzieren.Und weiter: „Politisch werden sie nicht überleben, wenn sie das tun. Sie wollen den Topf mit dem Geld, das für soziale Belange ausgegeben wird, nicht anrühren und es auf das Klima verlagern“, sagte sie.

Die Europäische Kommission wies den Vorwurf zurück. „Dies ist das größte grüne Investitionspaket, das die Welt je gesehen hat“, sagte ein Kommissionssprecher. „Die Ambitionen für ein grüneres, stärkeres und widerstandsfähigeres Europa werden Leitprinzipien der EU der nächsten Generation und des nächsten langfristigen Haushalts bleiben“.

Der Sprecher sagte, dass sie einer „klaren und gut etablierten“ Methode zur Messung des Fortschritts folgte, nämlich den so genannten Rio-Markern. Die Rio-Marker messen, ob die Reduzierung der Treibhausgasemissionen das Hauptziel einer Aktivität ist, ein sekundäres, aber signifikantes Ziel, oder ob sie überhaupt nicht auf den Klimawandel abzielt.

Abhängig von dieser Bewertung wird angegeben, wie viel Prozent einer Ausgabenaktivität für den Klimaschutz aufgewendet wurden.

Für Dupeux brachte die Anwendung dieser Methode durch die EU keine greifbaren Ergebnisse, da sie nicht die tatsächlichen Auswirkungen eines Projekts auf das Klima untersuchte. Markus Trilling, Koordinator für Finanz- und Subventionspolitik beim Climate Action Network, schloss sich ihrer Einschätzung an und sagte, dass viel klarere Maßstäbe erforderlich seien, um zu beurteilen, für welche Projekte und Investitionen das Geld ausgegeben werden sollte.

Der derzeitige Haushaltsansatz zum Thema Klima, so Trilling, „ist eher eine buchhalterische Übung als ein strategischer, vorausschauender Planungsansatz“. Aber die Kommission sagte, dass ihre Agrarpolitik von den EU-Ländern verlange, dem Klima genügend Gewicht beizumessen. „Die Mitgliedsstaaten werden die rechtliche Verpflichtung haben, im Hinblick auf die Sorge um die Umwelt und das Klima deutlich mehr Ehrgeiz als derzeit zu zeigen“, sagte ein Sprecher.

Der ganze Beitrag steht hier.
Link: https://wattsupwiththat.com/2020/08/07/is-the-eus-30-climate-budget-greenwashing/
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Anmerkung des Übersetzers: Es ist unglaublich, für welchen Unsinn so viel von unserem Steuergeld verbrannt wird! Die Übersetzung dieses Beitrags soll das mal belegen.




Die extrem hohen Kosten und extrem geringen Vorteile von Elektro­fahrzeugen

Es bleibt zu hoffen, dass der wahnsinnige Vormarsch gegen die Fähigkeit des Westens, fossile Brennstoffe überhaupt zu nutzen, durch die harten Realitäten der Wirtschaft, Logistik und Ressourcenverfügbarkeit (die sich auch und nicht zuletzt auf Kindersklavenarbeit stützt!) ins Leere läuft. Dennoch hat Großbritannien, ehemals eine Bastion der Vernunft, als Teil seines Strebens nach einer rein elektrischen Gesellschaft vorgeschrieben, bis 2030 in jedem Haushalt Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren und alle neuen Autos und Lieferwagen mit Wasserstoff- oder Elektroantrieben (und nicht mit Hybridantrieben) auszustatten.

Beginnen wir mit dem Einsatz von Kinderarbeit bei den intensiven Bemühungen, Rohstoffe nur für Batterien für Elektrofahrzeuge (EV) zu erhalten.

Wie der internationale Energieökonom Tilak Doshi berichtet [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier], stützt sich die wichtigste Komponente der EV, der Lithium-Ionen-Akkumulator, auf unabdingbare mineralische Rohstoffe wie Kobalt, Graphit, Lithium und Mangan. Nach Angaben der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen stammen zwei Drittel der weltweiten Kobaltproduktion aus der Demokratischen Republik Kongo, ein Viertel davon aus gefährlichen kleinen Minen, in denen häufig schon Kinder gezwungen werden, das giftige Material mit bloßen Händen auszukratzen.

Darüber hinaus stellte ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Global Warming Policy Foundation von Michael Kelly fest, dass allein der Ersatz der britischen Flotte von Benzinfahrzeugen durch Elektrofahrzeuge (wie vorgeschrieben) fast die doppelte jährliche globale Erzeugung von Kobalt, drei Viertel der weltweiten Erzeugung von Lithiumkarbonat, fast die gesamte weltweite Erzeugung von Neodym und mehr als die Hälfte der weltweiten Erzeugung von Kupfer erfordern wird.

Der Ersatz jedes Verbrennungsmotors in den USA würde wahrscheinlich fünf- bis sechsmal so viel dieser teuren Erze erfordern. Rechnet man den Rest Europas (einschließlich Russland) und Amerikas hinzu – und ignoriert dabei sogar Afrika, China, Indien und den Rest Asiens – beginnt man zu erkennen, dass die Welt gar nicht genug dieser Mineralien finden und folglich genehmigen und fördern kann, um bis 2040 (geschweige denn früher) eine weltweite EV-Flotte aufzubauen.

Heutzutage dauert es fast so lange, nur um eine Genehmigung für die Aufnahme eines neuen Bergbaubetriebs zu erhalten – wenn man die Einwände der Umweltschützer und von NIMBY überwindet. Und, wie Kelly abschließend feststellt, mag man sich die ökologischen und sozialen Auswirkungen eines stark ausgeweiteten Abbaus dieser Materialien – von denen einige hochgiftig sind, wenn sie abgebaut, transportiert und verarbeitet werden – in Ländern mit Korruption und Missachtung von Menschenrechtsbilanzen gar nicht vorstellen.

Okay, vielleicht haben Sie also nichts gegen eine beschleunigte Genehmigung (keine Umweltverträglichkeitserklärungen oder Raum für öffentliche Stellungnahmen) zum Abbau oder sogar Import von Erzen vom Mars oder Mond. Ob Kinder oder KI-Roboter die Arbeit machen in jedem Falle Sklaven.

Die nächste Hürde ist die Überwindung des Schocks zu erfahren, dass man gar nicht so viel für die Umwelt tut, wenn man ganzen Bevölkerungen Elektrofahrzeuge aufzwingt.

Doshi berichtet, dass etwa die Hälfte der lebenslangen CO2-Emissionen eines Elektrofahrzeugs auf die Energie zurückzuführen ist, die für die Herstellung des Autos verwendet wird – hauptsächlich auf den Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen, die für die Batterie benötigt werden. Nur etwa 17 Prozent der gesamten CO2-Emissionen von benzinbetriebenen Fahrzeugen werden auf deren Herstellung zurückgeführt. Darüber hinaus verursacht die Herstellung eines Elektroautos etwa 30.000 Pfund CO2, während durch die Herstellung eines Benzinfahrzeugs nur etwa 14.000 Pfund CO2 freigesetzt werden.

Doshi erklärt, dass der CO2-Ausstoß von EVs auf der Straße von der Treibstoffmenge zur Stromerzeugung abhängt, der zum Aufladen der Batterie verwendet wird. Wenn er aus einem Kohlekraftwerk stammt, beträgt er etwa 15 Unzen CO2 für jede gefahrene Meile – 3 Unzen MEHR als bei einem ähnlichen benzinbetriebenen Auto. Wenn ein EV während seiner Lebensdauer nur etwa 50.000 Meilen gefahren wird, gibt es mehr CO2 in die Atmosphäre ab als ein vergleichbares Benzinfahrzeug. Doch bei über 90.000 Meilen mit der Batterie, die von saubereren Erdgaskraftwerken aufgeladen wird, wird das EV nur 24 Prozent weniger CO2 erzeugen als sein benzinbetriebener Zwilling.

Eine von Fachleuten begutachtete Studie der Universität Yale aus dem Jahr 2012 hatte ergeben, dass Elektrofahrzeuge nur eine Verringerung des „globalen Erwärmungspotentials“ um 10 bis 24 Prozent bingen, jedoch auch das Potential für einen signifikanten Anstieg der Vergiftung von Menschen und von Süßwasser aufweisen, ebenso wie der Süßwasser-Eutrophierung und der Auswirkungen auf den Metallabbau. Die Studie kam zu dem Schluss, dass bei einer Fahrzeuglebensdauer von 100.000 Kilometern das globale Erwärmungspotential von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Benzinfahrzeugen nicht mehr als 14 Prozent beträgt und die Auswirkungen im Vergleich zu Dieselfahrzeugen nicht unterscheidbar sind.

Und wir wetten, dass Sie dachten, „emissionsfreies Fahrzeug“ bedeute AKTIV null Emissionen. Aber zumindest in UK gibt es ein zusätzliches Problem. Die wise owls of London sind ebenso erpicht darauf, Erdgas zum Betrieb von Haushaltsgeräten (einschließlich Heizsystemen) auslaufen zu lassen.

Der pensionierte Ingenieur Mike Travers argumentiert jedoch, dass die Dekarbonisierung der britischen Wirtschaft wahrscheinlich voraussetzt, dass Hausbesitzer (und Vermieter) elektrische Wärmepumpen, EV-Ladepunkte sowie elektrische Öfen und Duschen installieren müssen. Dieser zusätzliche Bedarf wird die Installation größerer Schaltkästen sowie neuer Trennschalter und Verteilertafeln erfordern – plus Neuverkabelung zwischen dem Schaltkasten und dem Verteilungsnetz.

In städtischen Gebieten, in denen die meisten elektrischen Kabel unterirdisch verlegt sind, müssen Gräben zwischen dem Haus und den Stromkreisen in der Straße gegraben werden. All dies wird die Stromkosten beträchtlich erhöhen. Dasselbe gilt für die Kalifornier, deren Gouverneur gerade ein Gesetz unterzeichnet hat, welches 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2045 vorschreibt.

Aber Moment! Da ist MEHR!

Travers stellt fest, dass viele EV-Befürworter eine „Fahrzeug-zu-Netz“-Ladung ins Auge fassen, bei der die Fahrzeugbesitzer bei hoher Nachfrage Strom aus der Batterie ihres Fahrzeugs wieder in das Netz einspeisen. Diese Dummköpfe! Das Problem: Die EV-Batterie liefert Gleichstrom, während das Netz Wechselstrom benötigt. Um das Netz zu speisen, müsste der Hausbesitzer einen Tausender für einen DC-AC-Wandler ausgeben, und warum sollte das jemand tun – oder die Batterie seines eigenen Fahrzeugs in unsicheren Zeiten entladen?

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2020/08/06/the-high-costs-and-low-benefits-of-electric-vehicles/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Warum sind diese Menschen­leben unwichtig?

Die grünen und politischen Interessengruppen Kaliforniens wollen keine Bohrungen oder Fracking, keine Pipelines, keine Atom-, Kohle- oder Wasserkraftwerke – und auch keinen Bergbau für die Materialien, die zur Herstellung von Elektroautos benötigt werden. Sie ziehen es vor, diese Arbeit woanders erledigen zu lassen und die Energie, Autos und Konsumgüter einfach zu importieren.

Sie wollten schon lange eine Flotte vollständig elektrischer Fahrzeuge (EV), die ihrer Meinung nach sauber, ethisch, klimafreundlich und nachhaltig sein sollte. Natürlich halten diese Labels nur so lange stand, wie sie sich ausschließlich auf Aktivitäten und Emissionen innerhalb der Grenzen der kalifornischen Bundesstaaten beziehen – und nicht darauf, wo der Bergbau, die Herstellung und die Stromerzeugung stattfinden. Diese Art von „Lebenszyklus“-Analyse würde ihre Behauptungen völlig durcheinander bringen.

Betrachten wir Kupfer. Ein typischer Verbrennungsmotor verbraucht nach Angaben der International Copper Association etwa 23 Kilogramm dieses lebenswichtigen Alltagsmetalls. Ein Hybridauto benötigt fast 40 kg, ein Plug-in-EV 60 kg und ein großer Elektrobus kann bis zu 369 kg Kupfer verbrauchen. Wenn alle 15.000.000 kalifornischen Autos EVs wären, würden sie fast 1.000.000 Tonnen Kupfer benötigen.

Aber Kupfererze haben im Durchschnitt nur 0,5 Gewichtsprozent Metall, stellt der Energieanalyst Mark Mills fest. Das bedeutet, dass 200.000.000 Tonnen Erz abgebaut, zerkleinert, verarbeitet und raffiniert werden müssten, um so viel Kupfer zu erhalten. Fast jeder Schritt in diesem Prozess würde fossile Brennstoffe erfordern – und Kohlendioxid und Schadstoffe ausstoßen.

Und das gilt nur für Kalifornien. Laut Michael Kelly, emeritierter Technologieprofessor an der Universität Cambridge, würde der Ersatz aller Fahrzeuge in UK durch Elektrofahrzeuge der nächsten Generation mehr als die Hälfte der weltweiten jährlichen Erzeugung von Kupfer, das Doppelte des jährlichen Kobaltbedarfs, drei Viertel der jährlichen Lithiumkarbonatproduktion und fast die gesamte jährliche Erzeugung von Neodym erfordern.

Nur ein einziges Elektroauto oder eine Batterie mit Notstromversorgung wiegt 1.000 Pfund und erfordert die Gewinnung und Verarbeitung von etwa 500.000 Pfund verschiedener Erze, sagt Mills. Die wahren Kosten von „grüner“ Energie sind nicht nur im monetären Sinne schwindelerregend.

Stellen Sie sich vor, alle fast 300.000.000 Autos, SUVs, Pickup-Trucks, Busse, Lastwagen und andere Fahrzeuge in den USA im Rahmen des Green New Deal durch elektrische Versionen zu ersetzen – und sie dann täglich aufzuladen. Die Millionen von Windturbinen, Milliarden von Sonnenkollektoren, Milliarden von Notstrombatterien, Tausende von Kilometern neuer Übertragungsleitungen, der umfangreiche Netzausbau und etwa eine Million Schnellladestationen in ganz Amerika würden ebenfalls Kupfer, Beton, all diese anderen Metalle und viele weitere Materialien in unvorstellbaren Mengen benötigen.

Die Lagerstätte Pebble Mine in Alaska verfügt über geschätzte 35 Millionen Tonnen hochgradiges Kupfererz und 3 Millionen Tonnen Molybdän und andere entscheidende GND-Erze. Allein das Kupfer ist fast doppelt so hoch wie die Weltproduktion dieses wichtigen Elements im Jahr 2019. Die Genehmigungen wurden aus fragwürdigen Gründen jahrelang blockiert. Doch das US Army Corps of Engineers stellte kürzlich fest, dass der Bergbau keinen „messbaren Effekt“ auf den Sockeye-Lachs-Bestand im Wassereinzugsgebiet von Bristol Bay haben würde. Er sollte daher unter strengen US-Gesetzen zur Kontrolle der Umweltverschmutzung, zur Rückgewinnung, zum Schutz der Tierwelt, zur Sicherheit am Arbeitsplatz, zu fairen Löhnen und unter Beachtung der Gesetze zur Kinderarbeit erlaubt werden.

Umweltschützer beabsichtigen, die [Inbetriebnahme von] Pebble Mine so lange wie möglich hinauszuzögern – und andere US-Erkundungs- und Bergbauprojekte zu blockieren. Aus diesem Grunde wird der größte Teil des Bergbaus und der Verarbeitung im Ausland durchgeführt, ein Großteil davon in China und der Mongolei oder von chinesischen Unternehmen in Afrika, Asien und Lateinamerika, wo keines dieser Gesetze gilt.

Die meisten Erze der seltenen Erden der Welt werden in der Nähe von Baotou in der Inneren Mongolei gewonnen, indem Säure in den Boden gepumpt und dann mit noch mehr Säure und Chemikalien verarbeitet wird. Bei der Produktion einer Tonne Seltenerdmetalle werden bis zu 420.000 Kubikfuß giftige Gase, 2.600 Kubikfuß säurehaltiges Abwasser und eine Tonne radioaktiver Abfall freigesetzt. Der dabei entstehende schwarze Schlamm wird in einen fauligen See geleitet, bar jeden Lebens. Zahlreiche Einheimische leiden an schweren Haut- und Atemwegserkrankungen, Kinder werden mit weichen Knochen geboren, und die Krebsraten sind in die Höhe geschnellt.

Lithium stammt größtenteils aus Tibet und dem trockenen Hochland des „Lithium-Dreiecks“ Argentinien-Bolivien-Chile. Tote, giftige Fische gesellen sich zu den Kadavern von Kühen und Yaks, die im tibetischen Liqi-Fluss treiben, der durch die Ganzizhou-Rongda-Mine vergiftet wurde. Die Eingeborenen im ABC-Dreieck sagen, dass die Lithiumoperationen die Flüsse, die für Menschen, Vieh und Bewässerung benötigt werden, verseuchen und Berge von weggeworfenem Salz hinterlassen.

Der weltweit größte Produzent von Kobalt ist die Demokratische Republik Kongo, wo etwa 40.000 Kinder im Alter von bis zu vier Jahren mit ihren Eltern für weniger als 2 Dollar pro Tag bis zu 12 Stunden am Tag schuften. Viele von ihnen sterben bei Höhleneinstürzen oder langsamer durch den ständigen Kontakt mit giftigem, radioaktivem Schlamm, Staub, Wasser und Luft, die gefährliche Mengen an Kobalt, Blei, Uran und anderen Schwermetallen in ihren Körper bringen. Das Kobalterz wird von der in chinesischem Besitz befindlichen Congo Dongfang International Mining Company zur Verarbeitung nach China geschickt.

Das ist nur zur Deckung des aktuellen Rohstoffbedarfs. Man versuche einmal, sich die Rohstoffnachfrage, die Bergbau- und Kinderarbeitsbedingungen in der Dritten Welt und die Umweltzerstörung unter dem Green New Deal vorzustellen.

Linke sagen oft, dass sie nachhaltigen, fair gehandelten Kaffee, Turnschuhe, Handtaschen und Diamanten unterstützen. Kinderarbeit, Sweatshops oder unsichere Bedingungen werden nicht toleriert. Aber bei grüner Energie und Elektrofahrzeugen sieht die Sache anders aus. Im Jahr 2019 schlug die kalifornische Parlamentsvorlage 735 vor, dass der Staat bescheinigen sollte, dass dort verkaufte „Null-Emissions“-Elektrofahrzeuge frei von jeglichen Materialien oder Komponenten sind, die Kinderarbeit beinhalten. Die Demokraten stimmten dagegen. Die Angelegenheit sei kompliziert, „erklärten“ sie. Sie sei zu schwer durchzusetzen, koste zu viel und gefährde die Klimaziele des Staates. Und außerdem setzen viele andere Industriezweige ebenfalls Kinderarbeit ein. (Also schweigen Sie gefälligst hierzu!)

Letzten Monat hatte das US-Repräsentantenhaus die Gelegenheit, eine nationale Bescheinigung zu erlassen, die besagt, dass staatlich finanzierte Elektrobusse und Ladestationen keine mit Kinderarbeit abgebauten Mineralien enthalten. Der Verkehrsausschuss billigte den Änderungsantrag 43-19 (alle 19 Nein-Stimmen waren Demokraten). Pete DeFazio (D-OR) ersetzte jedoch klammheimlich die durchsetzbare Formulierung durch eine bedeutungslose Erklärung, dass „es die Politik der Vereinigten Staaten ist“, dass Gelder „nicht verwendet werden sollten“ für Gegenstände, die u. A. mittels Kinderarbeit hergestellt werden.

DeFazio behauptete, die Zertifizierung sei unnötig, weil die US-Handelsabkommen Kinderarbeit verbieten. Es gibt jedoch kein Abkommen mit dem Kongo, und China hat kein Interesse an der Beendigung der Kinderarbeit in seinen Lieferketten gezeigt. (Außerdem ist die Angelegenheit kompliziert, schwer durchsetzbar und gefährlich für das Klima und die Ziele des Green New Deal).

Es fällt Nancy Pelosi und ihren Kollegen leicht, aus Solidarität mit Black Lives Matter Kente-Stoffstolen zu tragen. Und für die Mitarbeiter des Sierra-Clubs, die „Geschichte und Kultur der weißen Vorherrschaft“ der Organisation zu kritisieren – was ich als gefühllosen, tödlichen und wohl rassistischen Öko-Imperialismus und Kohlenstoff-Kolonialismus bezeichne. Wir brauchen wirkliche Reformen und ein Ende der Cancel-Kultur, die die Diskussion über die Schrecken dessen zum Verstummen bringt, was in zu vielen nicht-weißen Gebieten der Vereinigten Staaten und der Welt vor sich geht.

Die menschlichen und ökologischen Realitäten der GND-Politik schreien nach einer Debatte. Das gilt auch für die Gewalt und den Tod, die dem unentschuldbaren Tod von George Floyd vorausgingen und folgten. Nicht nur die 25 von Polizisten erschossenen unbewaffneten Schwarzen in ganz Amerika im Jahr 2019, die zum engen Fokus von Black Lives Matter, Politikern und Randalierern geworden sind. Sondern auch die Morde an David Dorn, Patrick Underwood und anderen Polizeibeamten; an Mekhi James, LeGend Taliferro, Secoriea Turner und anderen dunkelhäutigen Kindern, die von ihren Mitschwarzen erschossen wurden; und an bis zu 7.000 amerikanischen schwarzen Männern, Frauen und Kindern, die jedes Jahr von Schwarzen ermordet werden.

In Chicago meldete die Polizei am Wochenende des 4. Juli 87 Schießereien und 17 Tote, und fast ein Dutzend der Erschossenen waren Kinder, die ins Kreuzfeuer gerieten, so die New York Post verzweifelt. Tatsächlich übertrifft die Zahl der schwarz/schwarz gemeldeten Morde in Windy City an fast jedem der beiden letzten aufeinander folgenden Wochenenden diese 25 Polizistenmorde.

„Jede einzelne Person, die [bisher] im Juli dieses Jahres in New York City erschossen wurde, insgesamt fast 100, gehörte einer Minderheit an“, twitterte NBC News-Reporter Tom Winter, „und 97% der Schussopfer im Juni waren Mitglieder der Minderheitengemeinde der Stadt“. Die Lösung ist die Definanzierung der Polizei?

ALLE diese afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen und minderheitlichen amerikanischen Leben zählen. Es ist an der Zeit, ehrlich darüber zu sprechen, herauszufinden, was die Unmenschlichkeit wirklich antreibt, und eine Welt zu schaffen, in der zu leben wir stolz sein können.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, environment, climate and human rights issues.
Link: https://wattsupwiththat.com/2020/08/08/why-dont-these-lives-matter/
Übersetzt von Chris Frey EIKE