Über den Fortschritt der Energiewende in New York

Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Das Folgende kann auch für die „Energiewende“ hierzulande stehen! A. d. Übers.

In der realen Welt bricht der Klimabetrug rapide zusammen einschließlich der damit verbundenen staatlich subventionierten Programme für eine weltweite Energiewende. Wie sollte New York also reagieren? Schließlich behaupten wir, das ultimative Programm der „Klimaführerschaft” zu haben, um allen anderen zu zeigen, wie einfach diese Energiewende zu bewerkstelligen ist. Wir haben damit begonnen, im Rahmen unseres Klimagesetzes ein Stromsystem vorzuschreiben, bei dem bis 2030 70 % der Stromerzeugung aus „erneuerbaren Energien” stammen sollen (eine Vorgabe, die als „70 x 30” bekannt ist). Die Frist für 70 x 30 ist nun nur noch etwas mehr als vier Jahre entfernt.

Wird dies also wirklich umgesetzt? Glücklicherweise hat unsere Public Service Commission gerade einen Bericht mit dem langen Titel „NEW YORK STATE DEPARTMENT OF PUBLIC SERVICE SECOND CLCPA [Climate Act] INFORMATIONAL REPORT ON OVERALL IMPLEMENTATION OF THE CLIMATE LEADERSHIP AND COMMUNITY PROTECTION ACT, WITH CORRECTIONS” (Zweiter Informationsbericht des New York State Department of Public Service zum Climate Act über die allgemeine Umsetzung des Climate Leadership and Community Protection Act mit Korrekturen) mit Datum vom 23. September 2025 veröffentlicht. Heute werde ich mir diesen Bericht ansehen, um zu erfahren, was wir über die Fortschritte New Yorks bei der Erreichung seiner Ziele lernen können.

Unabhängig davon hat eine andere Behörde namens New York State Energy Planning Board vor einigen Monaten (am 25. Juli) einen sogenannten Entwurf für den Energieplan 2025 für den Bundesstaat veröffentlicht. Ich habe dieses Dokument bereits am 11. August in einem Beitrag diskutiert (Titel übersetzt „New Yorks offizieller Energieplan ist kein Plan”). Dieser Entwurf des Energieplans wurde dann einer öffentlichen Konsultation unterzogen, und ich habe die Gelegenheit genutzt, um am 25. September meine Stellungnahme einzureichen.

Man könnte sagen, dass der Bericht der PSC und meine Stellungnahme zum Energieplan zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen auf die Fortschritte bei der Energiewende in New York darstellen.

Ich beginne mit dem Bericht der PSC. Dem Bericht lag eine dreiseitige Pressemitteilung bei, in der er angekündigt und zusammengefasst wurde. Seltsamerweise enthält die Pressemitteilung keinen Link, über den man auf den Bericht selbst zugreifen kann. Wenn Sie den Bericht einsehen möchten, werden Sie stattdessen auf die Website der Kommission verwiesen, auf der Sie auf die Fallunterlagen zugreifen können. Dort müssen Sie die richtige Fallnummer (22-M-0149) in ein dafür vorgesehenes Feld eingeben und dann durch die Einträge scrollen, bis Sie den Bericht finden. Warum machen sie das Auffinden so schwierig? Ich wette, Sie können es sich denken.

Zusammenfassend lässt sich sowohl die Pressemitteilung als auch der Bericht selbst wie folgt beschreiben: viel leeres Gerede über all die wunderbaren Pläne, ohne quantitative Angaben darüber, ob Fortschritte in Richtung des 70 x 30-Mandats oder in Richtung eines der verschiedenen anderen Vorschriften (einschließlich 100 % Strom aus emissionsfreien Quellen bis 2040 oder „100 x 40“) erzielt werden. Aus der Pressemitteilung:

Die New York State Public Service Commission (Kommission) erhielt heute vom Personal des Department of Public Service (DPS) einen aktuellen Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele für saubere Energie des Climate Leadership and Community Protection Act von 2019 (Klimagesetz). Der Bericht beschreibt detailliert die Maßnahmen, die zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele im Bereich der sauberen Energie ergriffen worden sind, wobei gleichzeitig darauf geachtet wurde, die Kosten für die Verbraucher überschaubar zu halten und die Vorteile breit zu streuen. . . . Die Vorgaben des Klimagesetzes verlangen von der Kommission, ihre bestehenden Bemühungen zum Einsatz sauberer Energiequellen und Technologien zur Energiespeicherung auszubauen, Maßnahmen zur Energieeffizienz und zur Elektrifizierung von Gebäuden umzusetzen und die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu fördern. Der diesjährige Bericht enthält unter anderem folgende Informationen: Fortschritte bei der Erreichung der im Rahmen des Programms für erneuerbare Energien festgelegten Ziele.

OK, in der Pressemitteilung heißt es konkret, dass die Aktualisierung „Fortschritte bei der Erreichung der vorgegebenen Ziele“ enthält, aber worin bestehen diese Fortschritte genau? Da die Pressemitteilung dazu keine Angaben enthält, müssen wir uns den Bericht selbst ansehen. Der Bericht umfasst einschließlich der Anhänge etwa 63 Seiten. Der größte Teil davon besteht aus qualitativen Beschreibungen der verschiedenen Programme (z. B. „erneuerbare Energien und Energiespeicherung“, „Investitionen und Entwicklung im Bereich Übertragung und Verteilung“ usw.). Auf Seite 37 kommen wir schließlich zu einem Abschnitt mit der Überschrift „Fortschritte bei der Erreichung der CLCPA-Ziele für grüne Energie“. Hier finden wir sicherlich die quantitativen Informationen, die wir über die Fortschritte bei der Umsetzung der Pläne New Yorks suchen. Hier ist der gesamte Text dieses Abschnitts:

Das Thema dieses Unterabschnitts wurde im Entwurf der zweijährlichen Überprüfung des CES ausführlich behandelt. 109

Moment mal! Ich dachte, in der Pressemitteilung hätte ausdrücklich gestanden, dass der PSC-Bericht selbst eine Aktualisierung zu diesen Fortschritten enthält. Tatsächlich fehlt diese Aktualisierung jedoch vollständig. Aus Fußnote 109 geht hervor, dass diese zweijährliche Überprüfung der CES am 1. Juli 2024 – also vor über einem Jahr – veröffentlicht worden war und dass sie wiederum in einem anderen PSC-Dossier mit der Nummer 15-E-0302 zu finden ist. Dieses Mal umfasst der Bericht etwa 98 Seiten. Auf Seite 53 finden wir einen Abschnitt mit dem Titel [übersetzt] „Der Weg zum 70-Prozent-Ziel”.

Dieser etwa 7 Seiten lange Abschnitt befasst sich ausschließlich damit, wie viele GWh Nachfrage in der Lastprognose des Bundesstaates für 2030 enthalten sind und wie viele GWh Strom aus erneuerbaren Energien erforderlich sind, um 70 % davon zu erzeugen. Auszüge:

Unter der oben beschriebenen Basisprognose für den Stromverbrauch von 164.910 GWh bis 2030 entspricht das 70-Prozent-Ziel 115.437 GWh.

Auf Seite 56 in Tabelle 8 finden wir die Menge an erneuerbaren Energien, die „ab 2022 betriebsbereit“ sind – 29.289 GWh. Das ist kaum ein Viertel der bis 2030 benötigten 115.437 GWh, und übrigens stammt mehr als die Hälfte der 29.289 GWh aus einer einzigen Quelle, den Niagarafällen, die nicht reproduzierbar ist. Aus der gleichen Tabelle auf Seite 8 geht hervor, dass bis 2024 zusätzliche 36.000 GWh aus erneuerbaren Energien, bestehend aus Onshore- und Offshore-Windkraft sowie Solarenergie, „kontrahiert” wurden. Nach Abzug einiger kleinerer Posten ergibt sich eine „Lücke zu 70 % (2030)” von 42.145 GWh. Unter der weiteren Annahme, dass große Zuwächse bei Offshore-Windkraft und Dachsolaranlagen etwa die Hälfte davon liefern werden, kommen sie zu folgendem Ergebnis:

Um diesen Weg zu erreichen, müssten jährlich etwas mehr als 3900 GWh an großen erneuerbaren Energiequellen an Land beschafft werden oder etwa 5600 GWh pro Jahr unter Berücksichtigung von Verlusten.

Nun, seit der Veröffentlichung dieses CES-Dokuments Mitte 2024 wurden alle Offshore-Windkraftprojekte von der US-Bundesregierung abgelehnt, und alle staatlichen Subventionen für zusätzliche Wind- und Solarprojekte sind weggefallen. Keines der zusätzlichen Projekte zur Beschaffung von 5600 GWh erneuerbarer Energie pro Jahr ist in Arbeit. All dies war bekannt und offensichtlich, als der jüngste PSC-Bericht am 23. September veröffentlicht wurde, und dennoch wird davon mit keinem Wort etwas erwähnt. Ich vermute, man geht davon aus, dass sich niemand die Zeit und Mühe nehmen wird, die Referenzen nachzuverfolgen, um das Problem zu erkennen.

Und noch etwas: In diesen Berichten wird mit keinem Wort erwähnt, dass Wind- und Solarenergie nicht genau dann Strom produzieren, wenn die Verbraucher ihn benötigen, was bedeutet, dass es Speicher, Batterien oder eine andere Art von Backup geben muss. Der gesamte Ansatz basiert auf der Annahme, dass, wenn die erzeugte Strommenge der verbrauchten Menge entspricht, beide ohne Probleme oder nennenswerte Kosten irgendwie aufeinander abgestimmt werden können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die PSC von New York ausschließlich damit beschäftigt ist, eine Nebelwand zu errichten, um die Tatsache zu verschleiern, dass die Energiewende des Bundesstaates gescheitert ist.

Kommen wir nun zu meinem Kommentar zum Entwurf des „Energieplans”. Obwohl ich ihn vor einigen Tagen eingereicht habe, kann ich ihn noch nicht auf der Website finden, sodass ich keinen Link dazu bereitstellen kann. Als Alternative werde ich einige ausführliche Auszüge bereitstellen. Der Großteil meiner Stellungnahme konzentrierte sich auf eine Grafik, Abbildung 19, die auf Seite 22 eines Teils des Plans mit dem Titel „Pathway Analysis” (Weganalyse) erscheint und angeblich zeigt, wie die Vorgaben des Klimagesetzes, wie 70 x 30 und 100 x 40, erreicht werden sollen. Hier ist diese Abbildung 19:

Und hier sind einige Auszüge aus meinen Reaktionen auf diese Grafik:

  • Die installierte Kapazität von Erdgaskraftwerken sinkt von derzeit etwa 25 GW auf etwa 15 GW im Jahr 2035 – und verschwindet dann bis 2040 vollständig. Was wird die Lichter rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr am Leuchten halten, wenn die Erdgaserzeugung wegfällt? Darauf gibt es keine Antwort.

  • In der gleichen Abbildung taucht im Jahr 2040 plötzlich eine neue Kategorie namens „Zero-Carbon Firm“ mit einer Kapazität von 17,2 GW auf – das sind etwa drei Viertel unserer gesamten aktuellen Flotte von Erdgaskraftwerken. Sie haben keine Ahnung, was diese Kategorie „Zero-Carbon Firm“ sein könnte. Der Text scheint darauf hinzudeuten, dass sie möglicherweise an neue Kernkraftwerke oder vielleicht an sogenanntes „erneuerbares“ Gas aus Deponien denken. Tatsächlich ist die Kernenergie in diesem Bundesstaat vollständig blockiert, obwohl Gouverneurin Hochul angeblich einen Prozess zum Bau eines 1-GW-Kernkraftwerks eingeleitet hat. Dieses Kraftwerk befindet sich noch nicht einmal in der Phase der Standortauswahl und wird selbst bei einem Baubeginn heute bis 2040 unmöglich fertiggestellt sein. Außerdem handelt es sich nur um 1 GW, während der „Energieplan” angibt, dass bis 2040 17,2 GW „Zero-Carbon Firm” benötigt werden. Und Deponien können nur einen winzigen Bruchteil des Gases produzieren, von dem hier die Rede ist, während die Pathway-Analyse an anderer Stelle (siehe Seite 14) einräumt, dass dieses angeblich „erneuerbare” Gas nach dem Klimagesetz nicht als emissionsfrei gilt.

  • Professorin Lindsay Anderson von der Cornell University hat eine Analyse des New Yorker Stromsystems durchgeführt, aus der hervorgeht, dass bei einer Abschaffung der Erdgaserzeugung und einem Anstieg der Nachfrage gemäß den Prognosen die tatsächliche Menge an emissionsfreien Ressourcen, die zur Erfüllung der Vorgaben des Climate Act des Bundesstaates erforderlich wäre, etwa 37 GW Kapazität betragen würde. Die NYISO-Analyse des gleichen Themas kommt zu dem Ergebnis, dass 35 GW an emissionsfreier Energieerzeugung erforderlich sind. Woher stammt die lächerlich niedrige Zahl von 17,2 GW im Energieplan? Ich denke, das spielt keine Rolle, denn „emissionsfreie Ressourcen” sind ohnehin nur Wunschdenken und existieren in der realen Welt nicht.

  • Die gleiche Abbildung zeigt einen massiven Anstieg der Kapazität der Solarstromerzeugung von derzeit etwa 7 GW auf voraussichtlich 35,4 GW bis 2040. Wenn diese Kapazität tatsächlich gebaut werden würde (was nicht der Fall sein wird), könnte sie im im wolkigen und schneereichen Bundesstaat New York im Laufe eines Jahres bestenfalls 15 bis 20 % der Nennkapazität an Strom erzeugen und wäre im Winter, wenn wir 15 Stunden Dunkelheit pro Tag haben, für die Stromheizung nahezu unbrauchbar.

Mein Kommentar geht von dort aus immer weiter. Einige abschließende Zeilen:

Der sogenannte „Energieplan“ ist überhaupt kein Energieplan. Er lässt sich eher als willkürliche Überlegungen und Wunschdenken einiger völlig inkompetenter Leute beschreiben, die keine Ahnung haben, was sie tun. Der sogenannte „Plan“ sieht eine Zukunft mit einem vollständig umgestalteten Energiesystem innerhalb der nächsten 15 bis 25 Jahre vor. Er enthält jedoch weder eine aussagekräftige Machbarkeitsanalyse noch eine aussagekräftige Kostenanalyse. … Es ist an der Zeit, neu anzufangen – mit Verantwortlichen, die wissen, was sie tun.

Ich glaube also, dass die Politiker und Bürokraten in New York vorhaben, den Kopf in den Sand zu stecken, bis alles zusammenbricht, und dann zu versuchen, jemand anderem die Schuld zu geben. Wir leben in einer Zeit höchster Absurdität.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/09/28/two-takes-on-the-progress-of-new-yorks-energy-transformation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Entwicklungen im Nordwest-Pazifik – La Niña & Co.

Cap Allon

Warmwasser-Blase“ verschwindet

Der „Warm Blob“ – eine überhitzte Wasserfläche im Nordostpazifik, die einst als Beweis für den Klimawandel angeführt worden war – scheint sich aufzulösen.

Das Phänomen wurde erstmals 2013 entdeckt und mit dem Massensterben von Meereslebewesen, der Dürre in Kalifornien und sogar den „Polartief”-Wintern von 2013 bis 2015 in Verbindung gebracht, die durch eine Blockierung* über Alaska verursacht wurden. Und wie üblich wurde er schnell als Symptom des vom Menschen verursachten Klimawandels gebrandmarkt.

[*Blockierung: Der Begriff beschreibt die Bildung eines kräftigen und hoch reichenden Hochdruckgebietes in höheren Breiten. Die normale Westströmung wird dadurch blockiert. Eine solche Blockierung gab es Ende September auch in Europa. A. d. Übers.]

Eine Studie aus dem Jahr 2020 (Laufkötter et al.) argumentierte, dass Ereignisse wie der Blob durch den Anstieg des CO₂-Gehalts wahrscheinlicher geworden seien, da die anthropogene Erwärmung die Basiswerte der Ozeane nach oben drücke und die Wahrscheinlichkeit solcher extremen Anomalien erhöhe.

Andere Veröffentlichungen haben diesen Zusammenhang seitdem aufgegriffen und den Blob als weiteren „Fingerabdruck des Treibhauseffekts“ dargestellt.

Und während die neuesten Daten, die tägliche Anomaliekarte, vor der Küste noch orange leuchten, zeigt die 30-Tage-Veränderung, dass der Blob schnell verblasst und sich Blau über das Becken ausbreitet. An einigen Stellen sind die Meerestemperaturen in nur einem Monat um mehr als 2 °C gesunken:

Trotz immer höherer CO₂-Werte im Jahr 2025 zieht sich der Blob zurück. Er ist kein fester Bestandteil des „Klimawandels”, sondern ein vorübergehendes Produkt sich verändernder Zirkulations- und Ozeanzyklen. Die gleichen Antriebskräfte/Prozesse, die zu seinem Anstieg beigetragen haben, brechen ihn ebenso leicht wieder auf.

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La Niña verstärkt sich

Der CDAS 3.4-Index ist auf -1,02 °C gefallen und hat damit eindeutig den La Niña-Bereich erreicht.

Die Abkühlung hat sich seit Anfang Juli beschleunigt:

Trotz dieses eindeutigen Signals wird das Ereignis im aktuellen NMME-Ensemble (Initialisierung im September) weiterhin unterschätzt. Die meisten Modelle prognostizieren für den borealen Winter nur ein schwaches bis mäßiges La Niña-Ereignis, das seinen Tiefpunkt bei etwa -1 °C erreicht, bevor es Anfang 2026 wieder stiegt.

Die Realität (CDAS-Diagramm: SST-Daten, Bojendaten und Modellassimilation) zeigt jedoch bereits eine stärkere Entwicklung als der NMME-Mittelwert – was darauf hindeutet, dass die Vorhersagen möglicherweise erneut sowohl das Ausmaß als auch die Dauer der Abkühlung unterschätzen.

Historisch gesehen führt La Niña zu einem kälteren, schneereicheren Winter in Kanada und den nördlichen USA, trockeneren Bedingungen im Süden der USA und einem erhöhten Kälterisiko in Europa und weiten Teilen Asiens. Außerdem neigt es dazu, Monsune zu stören, die Zugbahnen tropischer Wirbelstürme zu verschieben und die globalen Temperaturen zu senken.

Ob es sich dabei um einen kurzen Einbruch handelt, wie die Modelle vermuten lassen, oder um den Beginn eines länger anhaltenden Ereignisses, wird von den gekoppelten Rückkopplungen zwischen Atmosphäre und Ozean in den nächsten 6 bis 8 Wochen abhängen. Derzeit nähert sich der äquatoriale Pazifik unbestreitbar einem kalten Grundzustand.

Link: https://electroverse.substack.com/p/feet-of-snow-hit-the-alps-early-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Kältereport Nr. 39 / 2025

Meldungen vom 29. September 2025:

Starke Schneefälle in den Alpen

In den Alpen hat sich das Wetter innerhalb weniger Tage von spätsommerlicher Wärme zu frühwinterlicher Kälte gewandelt, und Schneefälle bis 60 cm bedecken nun die Gipfel in Frankreich, der Schweiz und Italien.

Am Gornergrat in Zermatt liegen die Temperaturen nun unter dem Gefrierpunkt; die italienische Region Piemont verzeichnete den stärksten Schneefall im September seit mehr als 30 Jahren, was zu weitreichenden Straßensperrungen führte; und auch der berühmte Gotthardpass in der Schweiz musste aufgrund der zunehmenden Schneeverwehungen gesperrt werden.

Webcams zeigen Tignes in Frankreich ab 2.700 m Höhe in Weiß gehüllt und das Matterhorn mit Neuschnee bedeckt. Schweizer Schneeliebhaber teilten Bilder von verschneiten Alpenstraßen, während Hotels in der Nähe des Rhonegletschers mit einer winterlichen Landschaft aufwachten.

Die Gesamtmenge liegt zwar etwas unter der des Vorjahres (im September 2024 gab es einen Sturm mit 90 cm Schnee), aber das Ausmaß und die Intensität machen dies dennoch zu einem beeindruckenden Start in die Skisaison 2025-26 – und zu einem weiteren Datenpunkt in einer wachsenden Reihe von frühherbstlichen Schneefällen in ganz Europa.

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Nordindien: Schnee Anfang Oktober

Ein sehr weit nach Süden reichender Trog aus der Westwindzone wird voraussichtlich ungewöhnlich früh und intensiv Schnee in die nördlichen Berge Indiens bringen.

Prognosen deuten auf starke Schneefälle in Kaschmir, Himachal Pradesh und Uttarakhand zwischen dem 6. und 10. Oktober hin, während Regen und Hagel die tiefer gelegenen Ebenen heimsuchen werden.

Analysten sagen, dass diese Wetterlage mit einer ungewöhnlichen Absenkung des Jetstreams zusammenhängt, und warnen vor „ernsthaften Wechselwirkungen” mit einem Monsun-Tiefdruckgebiet, das die Niederschlagsmengen noch verstärken könnte.

„Ein ungewöhnlicher Einbruch der Jetstreams in der ersten Oktoberwoche kann eine starke westliche Störung für Nordindien auslösen.“ — Navdeep auf X

Schnee in der ersten Oktoberwoche ist selten, aber nicht beispiellos. Aufzeichnungen zeigen einen brutalen frühen Schneefall im Jahr 1877, der Dras unter einer Schneedecke begrub, die bis zum Frühjahr anhielt. In jüngerer Zeit führte ungewöhnlicher Schneefall Anfang Oktober 2018 zur Sperrung des Rohtang-Passes; 2022 färbten sich die Täler von Uttarakhand weiß; und 2023 wurde die Autobahn Manali–Leh in Himachal Ende September blockiert.

In den letzten Jahren gab es im Himalaya eine Reihe von frühen Schneefällen, obwohl die Langzeitdaten begrenzt sind, da das indische Wetteramt keine zuverlässigen Datenreihen zum „ersten Schneefall” veröffentlicht.

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USA: Schnee in der Sierra Nevada begräbt weiterhin eine Ballon-Nutzlast aus dem Jahr 2022

Das Narrativ vom „verschwindenden Schnee in der Sierra“ kollidiert immer wieder mit der Realität. Fast drei Jahre, nachdem ein Ballon zur Erforschung kosmischer Strahlung in großer Höhe in der Nähe des Echo Lake in der Sierra Nevada abgestürzt war, können Forscher ihn immer noch nicht finden.

Am Sonntag (29. September) bestätigte Spaceweather.com einen weiteren erfolglosen Bergungsversuch. Dr. Tony Phillips verbrachte das Wochenende damit, die vereisten Hänge oberhalb des Sees zu erklimmen, aber die im Oktober 2022 verloren gegangene Nutzlast bleibt weiterhin im Schnee begraben. Dies ist bereits die zwölfte Suchaktion des Teams.

Der „Megawinter“ von 2022–23 begrub die Hänge des Echo Lake unter bis zu 150 cm hohen Schneeverwehungen. Das kalifornische Ministerium für Wasserressourcen maß im April eine Schneedecke von 237 % des Durchschnitts, einer der höchsten Werte aller Zeiten, wobei die südliche Sierra fast 300 % erreichte. Die Skigebiete Tahoe und Mammoth verzeichneten rund 18 bis 20 Meter Schnee, wodurch in schattigen Schluchten Firn zurückblieb (alter, verdichteter Schnee, der mindestens eine Sommerschmelze überstanden hat – die Zwischenstufe zwischen Schnee und Gletschereis).

Nach einem weiteren beeindruckenden Winter im Jahr 2024 schmilzt ein Großteil dieses Schnees einfach nicht mehr weg. Nordhänge halten weiterhin die jahrelangen Schneemengen zurück, was durch Phillips‘ wiederholtes Scheitern bei der Suche nach einer kleinen Box mit Strahlungssensoren und Kameras unterstrichen wird.

So viel zum Thema „verschwindender Schnee”.

Link: https://electroverse.substack.com/p/feet-of-snow-hit-the-alps-early-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. September 2025:

USA: September-Schnee in Arizona

Zwei Schneefall-Ereignisse am 26. und 28. September haben Arizona Snowbowl heimgesucht und damit den ersten Schnee der Saison für das Resort gebracht.

Die Eröffnung des Resorts ist für den 21. November geplant, obwohl die Vergangenheit zeigt, dass auch frühere Termine möglich sind. Im letzten Jahr haben reichliche frühe Stürme die Eröffnung von Snowbowl auf den 8. November vorverlegt – die früheste Eröffnung seit Beginn der Aufzeichnungen – und zu einer Marathon-Saison von 185 Tagen geführt, die sich bis in den Juni hinein erstreckte.

Diese jüngste Schneefälle kommen zu einer Zeit, in der sich der erste Schnee über die Gipfel Nordamerikas ausbreitet.

Whistler Blackcomb verzeichnete am gleichen Tag Schneefälle, während Skigebiete in Colorado, darunter Arapahoe Basin, Keystone und Breckenridge, bereits im September Schnee gesehen haben.

Keystone könnte eine Eröffnung Mitte Oktober anstreben, und auch für Arapahoe deutet einen frühen Start an.

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Kasachstan: Erster Schneefall

In Zentralasien ist die Kälte bereits zu spüren.

Am Montag fiel in Kasachstan der erste Schnee der Saison.

Die Stadt Kostanay war weiß gepudert, und Berichten zufolge waren die Straßen innerhalb weniger Stunden vereist. Die Ampeln fielen aus, es kam zu Stromausfällen, und die örtliche Polizei mahnte zur Vorsicht.

Meteorologen hatten vor einem starken Temperaturrückgang ab dem 28. September gewarnt, wobei Kälte und Stürme einen Großteil des Landes treffen würden.

Der Herbstkälteeinbruch ist in diesen Regionen nun in vollem Gange, unterstützt durch die beeindruckende frühe Schneedecke in Sibirien:

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Östliches Mitteleuropa: Schnee in den Karpaten

Etwas weiter westlich, in den ukrainischen Karpaten, fiel am 29. September ebenfalls Schnee.

Am Berg Pip Ivan meldeten Rettungskräfte Temperaturen von -3 °C bei dichter Bewölkung und schneidend kaltem Ostwind.

In Nord- und Zentralasien, Osteuropa und auch in den Alpen (wie gestern berichtet) kommt der Schnee recht früh.

Link: https://electroverse.substack.com/p/arizonas-september-snow-blue-planet?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 1. Oktober 2025:

Rumänien: Schnee in den Bergen

In Rumänien gab es diese Woche den ersten Schnee der Saison, insbesondere auf der Transfăgărășan (im Bereich des Bâlea-Sees).

Straßenarbeiter haben in den höheren Lagen des Landes, auf der Transalpina zwischen Rânca und Obârșia Lotrului, in Maramureș am Prislop-Pass und in anderen hoch gelegenen Gebieten, darunter Gura Haitii und Parâng-Șureanu in Suceava, Schnee geräumt und Salz gestreut.

Die Administrația Națională de Meteorologie (ANM) hat eine landesweite Warnung bis zum 2. Oktober herausgegeben, in der sie vor Tiefdruckgebieten sowie erheblichen Schneefällen oberhalb von 1.500 m mit weiteren Zentimetern Neuschnee warnt.

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USA: heftige Schneefälle zu erwarten

Am Dienstag, dem 30. September, bedeckte eine erste Schneeschicht den Mammoth Mountain in Kalifornien.

Dieser Vorgeschmack reiht sich ein in eine wachsende Liste von frühen Schneefällen in ganz Nordamerika, vom Arapahoe Basin und Winter Park in Colorado bis zum Arizona Snowbowl und Whistler Blackcomb in British Columbia.

Mammoth ist bekannt für seine langen Saisons: Im Jahr 2023 blieb es nach einem Rekordschneefall bis in den August hinein geöffnet.

Meteorologen sagen für den Beginn des Oktobers „erhebliche” Schneemengen in den nördlichen Rocky Mountains und in Utah voraus. Die Prognosen deuten auf 30 cm Schnee in den Tetons, im Yellowstone, im Wind River und im Wasatch hin, mit Schneefall auch im pazifischen Nordwesten und bis auf 2.100 m Höhe hinab in British Columbia.

Die Vorhersagen werden noch weiter ausgeführt. Wie üblich sollen in diesen Reports aber nur eingetretene Ereignisse ausführlicher berücksichtigt werden. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/romanias-mountain-snow-heavy-dumps?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 2. Oktober 2025:

Polen: Schnee in der Hohen Tatra

In Hala Gąsienicowa in der Tatra hat der Winter Einzug gehalten.

Am Mittwoch fegte frischer Schnee über das polnische Hochland und bedeckte Wiesen und Gipfel mit einer weißen Decke.

Diese frühen Schneefälle kommen zu einer Zeit, in der ein Großteil des Kontinents in kältere, unbeständige Wetterlagen abgleitet – erneut begünstigt durch die anomale Schneedecke in Sibirien.

Für Freitag, den 3. Oktober, wird eine außergewöhnliche, rekordverdächtige Kältewelle für den Balkan vorhergesagt:

GFS 2m Temperatur-Anomalien für den 3. Oktober [tropicaltidbits.com]

Link: https://electroverse.substack.com/p/polands-tatras-blanketed-reinsurers?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 3. Oktober 2025:

Balkan-Gebiet: Historische Oktober-Kälte

Auf dem gesamten Balkan wurde der Herbst vom Winter verdrängt.

In Skopje, Nordmazedonien, erreichte die Höchsttemperatur am 2. Oktober gerade einmal 7,1 °C – sage und schreibe 13 °C unter dem saisonalen Durchschnitt, was eher für Dezember typisch ist.

Heute (3. Oktober) erreicht der Ausbruch seinen Höhepunkt.

Von Sarajevo bis Pristina und in den Hügeln um Sofia wird erwartet, dass der Schnee bis auf 500–600 Meter hinab fällt – was für Anfang Oktober praktisch beispiellos ist. Tatsächlich wurde das Ausmaß dieser Kälte als einmalig bezeichnet.

GFS 2m Temperatur-Anomalien für den 3. Oktober [tropicaltidbits.com]

In Serbien, genauer in Kopaonik, schneit es bereits heftig.

Link: https://electroverse.substack.com/p/balkans-shiver-through-historic-october?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 40 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 3. Oktober 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Neues zum Meeresspiegel

Hier folgen zwei aktuelle Beiträge zum Niveau des Meeresspiegels und dessen Änderung. Wegen des gemeinsamen Themas werden die Beiträge hier zusammen übersetzt. A. d. Übers.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse entlarven weitere Lügen über den Anstieg des Meeresspiegels

Vijay Jayaraj

Es ist alles nur zu vorhersehbar: Eine prominente Persönlichkeit oder ein Politiker aus der Jet-Set-Szene watet feierlich bis zu den Hüften im Wasser, um sich für ein sorgfältig inszeniertes Foto in Szene zu setzen, während er verkündet, dass der vom Menschen verursachte Anstieg des Meeresspiegels bald eine Inselnation verschlingen wird. Natürlich ist das Wasser tiefer als die Pseudowissenschaft des Videos, die ebenso seicht ist wie die Theatralik.

Die wissenschaftliche Wahrheit ist einfach: Der Meeresspiegel steigt, aber die Geschwindigkeit des Anstiegs hat sich nicht beschleunigt. Eine neue, von Fachkollegen begutachtete Studie bestätigt, was viele andere Studien bereits gezeigt haben – dass der stetige Anstieg der Ozeane ein Jahrhunderte währender Prozess ist und keine durch moderne Kohlendioxidemissionen (CO₂) ausgelöste, außer Kontrolle geratene Krise.

In den letzten 12.000 Jahren, während unserer als Holozän bekannten aktuellen Warmzeit ist der Meeresspiegel dramatisch gestiegen und gefallen. Während der 600 Jahre andauernden Kleinen Eiszeit, die Mitte des 19. Jahrhunderts endete, sank der Meeresspiegel beispielsweise erheblich.

Die natürliche Erwärmung, die Ende des 17. Jahrhunderts einsetzte, erreichte um 1800 einen Punkt, an dem der Verlust von Gletschereis im Sommer die winterliche Ansammlung zu übersteigen begann und die Gletscher zu schrumpfen und der Meeresspiegel zu steigen begannen. Um 1850 war der vollständige Rückzug der Gletscher in vollem Gange.

Die derzeitige Phase des allmählichen Anstiegs des Meeresspiegels begann also zwischen 1800 und 1860, also viele Jahrzehnte vor dem Beginn signifikanter anthropogener CO₂-Emissionen. Die kritische Überprüfung des US-Energieministeriums aus dem Jahr 2025 zu Kohlendioxid und Klimawandel bestätigt diese historische Perspektive.

„Es gibt keine guten, ausreichenden oder überzeugenden Beweise dafür, dass sich der globale Meeresspiegelanstieg beschleunigt – es gibt nur Hypothesen und Spekulationen. Berechnungen sind keine Beweise, und solange die Ergebnisse nicht in der physischen Welt praktisch beobachtet und gemessen werden können, dürfen sie auch nicht als solche präsentiert werden“, bemerkt Kip Hansen, Forscher und ehemaliger Kapitän der US-Küstenwache.

Neue Studie bestätigt: Keine Krise

Während Aktivisten von einem „globalen Anstieg des Meeresspiegels“ sprechen, verhält sich die Meeresoberfläche nicht wie Wasser in einer Badewanne. Regionale Strömungen, Landbewegungen und die lokale Hydrologie beeinflussen den relativen Meeresspiegel. Deshalb sind lokale Pegeldaten so wichtig. Hansen warnt: „Nur tatsächlich gemessene, validierte Rohdaten sind vertrauenswürdig. … Man muss genau verstehen, was gemessen wurde und wie.“

Darüber hinaus können lokale Pegeldaten nicht extrapoliert werden, um den globalen Meeresspiegel darzustellen. Das liegt daran, dass die geografische Abdeckung geeigneter Standorte für Pegelmessungen oft unzureichend ist und sich die meisten davon auf die nördliche Hemisphäre konzentrieren. Lateinamerika und Afrika sind in den globalen Datensätzen stark unterrepräsentiert. Hansen sagt: „Die globalen Pegelmessdaten sind quantitativ problematisch, aber einzelne Datensätze können als qualitativer Beweis für das Ausbleiben einer Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs herangezogen werden.“

Eine neue Studie aus dem Jahr 2025 liefert die Bestätigung dafür. Die im Journal of Marine Science and Engineering veröffentlichte Studie widerlegt systematisch die These vom beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels. Sie analysierte empirisch ermittelte Langzeitwerte aus ausreichend langen Datensätzen – mindestens 60 Jahre – und bezog langfristige Gezeitensignale von geeigneten Standorten mit ein.

Die überraschende Schlussfolgerung: An etwa 95 % der Messstellen ist keine statistisch signifikante Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs zu beobachten. Es wurde festgestellt, dass die stetige Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs – weltweit durchschnittlich etwa 1 bis 2 Millimeter pro Jahr – den in den letzten 150 Jahren beobachteten Mustern entspricht.

Die Studie legt nahe, dass die Prognosen des IPCC, der oft einen Anstieg von 3 bis 4 Millimetern pro Jahr bis 2100 vorhersagt, den jährlichen Anstieg um etwa 2 Millimeter überschätzen.

Diese Diskrepanz ist nicht trivial. Sie führt zu fehlgeleiteten Investitionen in Infrastruktur und Anpassungsmaßnahmen in Milliardenhöhe, die von einem weitaus schlimmeren Szenario ausgehen als es die Daten belegen. Denn wir wissen nun, dass lokale, nicht klimatische Phänomene eine plausible Ursache für den lokal gemessenen beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels sind.

Anstatt wirtschaftlich destruktive Initiativen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf der Grundlage fragwürdiger Prognosen und fehlerhafter Klimawissenschaft zu verfolgen, sollten Geld und Zeit in die Unterstützung von Küstengemeinden investiert werden, indem ihnen genaue Daten für eine praktische Planung zur Anpassung an den lokalen Anstieg des Meeresspiegels zur Verfügung gestellt werden.

In Regionen, die anfällig für Überschwemmungen und Schwankungen des Meeresspiegels sind, gibt es seit Jahrhunderten erfolgreiche Anpassungsstrategien. Die Niederlande sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie technische Lösungen die Küstenbevölkerung schützen können, selbst wenn sie unterhalb des Meeresspiegels lebt.

Der Anstieg des Meeresspiegels ist real, aber keine Krise. Wir haben es mit einem beherrschbaren, vorhersehbaren Phänomen zu tun, an das sich die Gesellschaften seit Jahrhunderten angepasst haben. Es zu einer existenziellen Bedrohung aufzubauschen bedeutet, die Gemeinden, welche die politischen Entscheidungsträger zu schützen vorgeben, in die Irre zu führen, Ressourcen falsch zuzuweisen und ihnen letztlich zu schaden.

This commentary was first published at PJ Media September 10.

Autor: Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO₂ Coalition, Arlington, VA and writes frequently for the Cornwall Alliance. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK, and resides in India.

Link: https://cornwallalliance.org/latest-science-further-exposes-lies-about-rising-seas/

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In einem anderen Zusammenhang gibt es zum Meeresspiegel auch folgende Arbeit:

Der Meeresspiegel im Südchinesischen Meer lag im mittleren Holozän aufgrund um 1–2 °C höherer Temperaturen um 2–3 Meter höher als heute.

Kenneth Richard

Die Prozesse, die vor einigen tausend Jahren zu einem Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter geführt haben, stützen nicht die Behauptung, dass CO₂ eine treibende Kraft ist.

Eine umfassende Analyse (Zhang et al., 2025) der Region des Südchinesischen Meeres zeigt, dass wärmeres Meerwasser maßgeblich dafür verantwortlich war, dass der Meeresspiegel vor etwa 7000 bis 4000 Jahren im Durchschnitt 2 bis 3 Meter höher lag (in einigen Regionen sogar 5 bis 7 Meter höher) als heute.

„Das Verständnis des hohen Meeresspiegels im Südchinesischen Meer (SCS) während des Holozäns ist entscheidend für das Verständnis des Klimawandels und die Bewertung der Risiken eines künftigen Anstiegs des Meeresspiegels. Wir bieten einen umfassenden Überblick über den Höchststand im Holozän im SCS, wobei wir uns auf sein Alter, seine Höhe und seine Ursachen konzentrieren. Die Aufzeichnungen zeigen eine große Bandbreite für diesen Höchststand: Das Alter reicht von 3480 bis 7500 kalibrierten Jahren vor heute, während die Höhe zwischen −7,40 und 7,53 m relativ zur Gegenwart schwankt. Es überwiegen positive Höhen (80,5 % der Aufzeichnungen), wobei der häufigste Bereich zwischen 2 und 3 m liegt.“

„… der holozäne Höchststand des Meeresspiegels in dieser Region trat zwischen 7200 und 5000 Jahren vor heute auf … und lag mindestens 2,9 bis 3,8 m höher als heute.“

Es wird angenommen, dass der um mehrere Meter höhere Meeresspiegelstand im Holozän in der Region des Südchinesischen Meeres (SCS) eine Folge globaler mechanistischer Prozesse (Eisschmelzwassereintrag, thermische Ausdehnung) ist.

„Regional gemittelte Entstehungszeiten deuten auf ein weitgehend synchrones Ereignis mit hohem Meeresspiegel im mittleren Holozän im gesamten SCS hin, das möglicherweise einen globalen Hintergrund reflektiert. Die beobachtete Variabilität wird auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurückgeführt: globale Prozesse wie Gletscherschmelz-Wassereintrag und thermische Ausdehnung des Meerwassers, insbesondere während der Warmzeit des Holozäns, sowie regionale neotektonische Bewegungen (Hebung/Absenkung), welche die Hauptursache für räumliche Unterschiede in den rekonstruierten Höhen sind.“

Temperaturschwankungen sind der „grundlegende Regulator des Meeresspiegels“ im Südchinesischen Meer.

Da die CO₂-Konzentrationen vor etwa 7000 bis 4000 Jahren mit 265 ppm „sicher“ und relativ stabil waren, die Meerestemperaturen jedoch 1–2 °C höher lagen als heute und der Meeresspiegel 2–3 Meter höher war, kann geschlossen werden, dass CO₂ keinen Einfluss auf die Erwärmung, die thermische Ausdehnung, den Zufluss von Gletscherschmelzwasser oder die Schwankungen des Meeresspiegels hat.

„Die durchschnittliche Jahrestemperatur im Holozän-Klimoptimum in Südchina und dem angrenzenden subtropischen Ostasien lag etwa 1–2 °C über der heutigen Temperatur. Steigende Temperaturen führen zum Abschmelzen der Gletscher, was wiederum einen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge hat. Diese Wechselbeziehung lässt darauf schließen, dass die Temperatur ein grundlegender Faktor für den Meeresspiegel im Südchinesischen Meer ist.“

Link: https://notrickszone.com/2025/09/30/mid-holocene-south-china-sea-level-2-3-meters-higher-than-today-due-to-1-2c-warmer-temps/

Beides übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Revolution Wind-Projekt ist auf dem Holzweg

Collister Johnson

Im vergangenen Monat gab es eine Flut von Aktivitäten rund um das Revolution Wind-Projekt vor der Küste von Rhode Island.

Am 22. August 2025 erließ das Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) eine Verfügung gegenüber Ørsted, dem Projektentwickler, die Arbeit an dem Projekt sofort zu unterbrechen, und begründete dies mit „Bedenken hinsichtlich der Genehmigung und Fragen der nationalen Sicherheit“. Ørsted reagierte kurz darauf mit zwei Klagen: eine gegen das BOEM vor dem US-Bezirksgericht für Rhode Island und eine weitere vor dem US-Bezirksgericht für den District of Columbia [= Washington D.C. A. d. Übers.].

Beide Klagen beantragten eine einstweilige Verfügung gegen das BOEM und stützten sich auf angebliche Verstöße gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz (Administrative Procedure Act; APA). Das APA verbietet Bundesbehörden die Erlassung von Vorschriften, die „willkürlich, launenhaft oder anderweitig nicht gesetzeskonform“ sind.

Am 22. September 2025 gab das Bezirksgericht von D.C. eine Stellungnahme ab, in der es Ørsted zustimmte, dass die Maßnahmen der Regierung gemäß dem APA „willkürlich und launisch“ waren, und Ørsted eine einstweilige Verfügung gewährte, mit der die Arbeitsunterbrechungs-Anordnung ausgesetzt wurde.

Die BOEM wird wahrscheinlich gegen diese Entscheidung beim Berufungsgericht der Vereinigten Staaten für den District of Columbia Berufung einlegen, was interessante Fragen aufwirft: Was wäre, wenn dieser Fall gar nicht erst vor dem US-Bezirksgericht hätte verhandelt werden dürfen? Was wäre, wenn dieses Gericht für die Angelegenheit nicht zuständig gewesen wäre? Und was wäre, wenn das Berufungsgericht – das Berufungsgericht des District of Columbia – kürzlich in einem ähnlichen Fall entschieden hat, dass US-Bezirksgerichte für Situationen wie die Arbeitsunterbrechungs-Anordnung gar nicht zuständig sind, sondern dass das US-Claims Court die ausschließliche Zuständigkeit für Fälle gegen die US-Regierung hat, die „im Wesentlichen vertraglicher Natur“ sind?

Am 2. September 2025 tat das Berufungsgericht in Washington D.C. genau das in einem Fall, der die umstrittenen „Goldbarren”-Zuschüsse betraf, welche die Biden-Regierung in den letzten Wochen vor dem Amtsantritt der Trump-Regierung an verschiedene neu gegründete NGOs vergeben hatte. Diese „Goldbarren” im Wert von 20 Milliarden Dollar wurden von der Citibank als Beauftragte der Bundesregierung verwahrt. Der EPA-Administrator Lee Zeldin weigerte sich, der Citibank die Freigabe der Gelder zu gestatten. Die NGOs klagten vor dem Bezirksgericht in Washington, D.C., das entschied, dass das Vorgehen der EPA gemäß dem APA willkürlich und launenhaft war, und eine einstweilige Verfügung gegen die Regierung erließ.

Die EPA legte beim Berufungsgericht in Washington D.C. Berufung ein, und am 2. September 2025 hob das Gericht in der Rechtssache United Climate Fund gegen Citibank das Urteil der Vorinstanz auf und entschied, dass das Bezirksgericht in Washington D.C. für die Entscheidung des Falles nicht zuständig sei, da die Zuschüsse „im Wesentlichen vertraglicher Natur“ seien – also eine vertragliche Geldstreitigkeit darstellten – und daher der ausschließlichen Zuständigkeit des US-Claims Court unterlägen.

Die Parallelen zu Revolution Wind sind offensichtlich. Der Bau des Projekts unterliegt einem Dokument namens „Construction and Operations Plan” (COP, Bau- und Betriebsplan). Der COP ist ein Vertrag zwischen der Bundesregierung und einem Anbieter, in diesem Fall Ørsted. Es handelt sich um einen Standard-Regierungsvertrag mit, wie es das Berufungsgericht formuliert, „Angebot, Annahme und Gegenleistung” – allesamt Kennzeichen einer vertraglichen Transaktion. Die Klage von Ørsted gegen die Regierung bezieht sich im Wesentlichen auf Vertragsbruch, und die von Ørsted angestrebte Abhilfe – die spezifische Erfüllung des Vertrags und Schadenersatz – ist genau die Art von Klage, für deren Entscheidung das Court of Claims in einzigartiger Weise zuständig ist.

Vor allem ist das Court of Claims nicht befugt, Unterlassungsansprüche zu erlassen, sondern nur Schadenersatz zuzusprechen. Das Berufungsgericht von D.C. stellte klar, dass Auftragnehmer der Regierung wie Ørsted zwar versuchen können, ihre Ansprüche als unter den APA fallend darzustellen, um Unterlassungsansprüche zu erwirken, dass es sich bei ihren Ansprüchen jedoch im Kern um routinemäßige Vertragsstreitigkeiten handelt, über die nur das Court of Claims entscheiden kann.

Darüber hinaus gewährt die COP der Regierung die Befugnis, einseitige Änderungen am Vertrag vorzunehmen. Die COP von Ørsted (und die COPs aller anderen Offshore-Windprojekte) besagt, dass „das Innenministerium sich das Recht vorbehält, diese Bedingungen [des Vertrags] zu ändern oder zusätzliche Bedingungen, die durch Gesetze oder Vorschriften genehmigt sind, für alle zukünftigen Genehmigungen von COP-Änderungen aufzuerlegen“. Die Arbeitsunterbrechungs-Anordnung stellt keineswegs einen Vertragsbruch dar, sondern ist genau die Art von „Änderung“, zu deren Auferlegung die Regierung gemäß den Vertragsbedingungen berechtigt ist.

Das Fazit lautet: Ørsted hat zwar möglicherweise einen Klagegrund, hat den Fall jedoch vor das falsche Gericht gebracht. Das APA ist auf diesen Fall nicht anwendbar. Ørsted hat keinen Anspruch auf eine einstweilige Verfügung, und die Trump-Regierung hat nicht gegen den Vertrag verstoßen, da die Arbeitsunterbrechungs-Anordnung in den Bereich der Maßnahmen fällt, die durch den Wortlaut des Vertrags ausdrücklich genehmigt sind. Angesichts seiner jüngsten Entscheidung im „Goldbarren“-Fall dürfte es dem Berufungsgericht in Washington D.C. nicht schwerfallen, zu der gleichen Schlussfolgerung für Revolution Wind zu gelangen.

This article originally appeared at Real Clear Energy

Link: https://www.cfact.org/2025/09/28/revolution-wind-is-barking-up-the-wrong-tree/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE