Anmerkungen zur Bestimmung der hemisphärischen solaren Einstrahlung auf „Mittelerde“

Wie kommt eigentlich die sogenannte „natürliche theoretische Globaltemperatur“ von -18°C auf „Mittelerde“ zustande?

Uli Weber

Exemplarisch wird oft wie folgt vorgegangen: Man viertelt einfach die die temperaturwirksame spezifische Strahlungsleistung der Sonne (Solarkonstante * (1-ALBEDO)/4) und setzt sie ohne Rücksicht auf Tag & Nacht und die geographische Breite in das Stefan-Boltzmann-Gesetz ein. Daraus ergibt sich dann ein „rechnerisches“ S-B-Temperaturäquivalent von -18°C.

Als Argument für diesen 24h-„Flacherde“-Ansatz wird typischerweise immer wieder angeführt, die Erde würde sich schließlich in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse drehen, Zitat:

Legen wir halt den Fokus auf die „es wird nur eine Hemisphäre bestrahlt“, A ist die Fläche der Erde, P ist die eingestrahlte Leistung (unter den von Herrn Weber gemachten Annahme, dass man die einfach über die Halbkugel mitteln kann), t ist die Zeit:

(A/2) * P * t = A * (P/2) * t

Es sollte wieder offensichtlich sein, dass das beides gleich ist. Es wird einfach nicht mehr Energie, wenn man den Fokus darauf legt, dass die Einstrahlung nur auf eine Halbkugel wirkt…

Anmerkung: Der freundliche Kommentator wird hiermit höflich aufgefordert, den Beweis für seine Behauptung von einer vorgeblich „von Herrn Weber gemachten Annahme, dass man die einfach über die Halbkugel mitteln kann“ anzutreten. Tatsächlich ist gegen einen argumentativen Gebrauch von Durchschnittswerten erst einmal nichts einzuwenden, weil dadurch die Unterschiede zwischen den jeweiligen Modellen ganz pauschal verdeutlicht werden. Aber konkrete Berechnungen mit Durchschnittswerten erlaubt ein T-hoch4-Gesetz nun mal nicht. Dazu sei vielmehr auf den EIKE-Artikel „Anmerkungen zur hemisphärischen Mittelwertbildung mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz“ verwiesen, der die wesentlichen Berechnungen aus einer Gesamtdarstellung meines hemisphärischen S-B-Ansatzes enthält.

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz ist nun mal keine mathematische Rechenanleitung, sondern eine physikalische Verknüpfung von spezifischer Strahlungsleistung und Temperatur:

Stefan-Boltzmann-Gesetz: S = * T4 mit S = P/A = Spezifische Strahlungsleistung
und = S-B-Konstante

Diese physikalische S-B-Beziehung wird sofort klar, wenn wir in der nachfolgenden Abbildung einmal vier unterschiedlich große Schwarzkörper gleicher Temperatur betrachten:

Abbildung: Zur Bedeutung der spezifischen Strahlungsleistung „S“ im Stefan-Boltzmann-Gesetz

Für einen beliebigen Schwarzen Körper mit einer Temperatur von +15°C gilt also immer:

Die SPEZIFISCHE Strahlungsleistung S@15°C dieses Körpers beträgt 390 W/m².

Aus dieser Abbildung wird unmittelbar deutlich, dass die unterschiedlichen Strahlungsleistungen „Pi“ und Flächen „Ai“ eindeutig zusammenhängen, weil sie für jeden Körper (1-4) eine augenblickliche spezifische Strahlungsleistung „S@15°C“ definieren, die wiederum über das Stefan-Boltzmann-Gesetz eindeutig mit der Momentantemperatur des jeweiligen Körpers von 15°C verknüpft ist. Allein die Temperatur (primär) bestimmt also die spezifische Strahlungsleistung (sekundär) eines Schwarzen Körpers nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz:

Stefan-Boltzmann-Gesetz: Temperatur (primär) => Spezifische Strahlungsleistung (sekundär)

Jede Berechnung einer Temperatur (sekundär) aus einer spezifischen Strahlungsleistung (primär) stellt aber eine Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes dar, welche nur zulässig ist, wenn alle Randbedingungen, des S-B-Gesetzes streng erfüllt sind. Da diese die aber nicht per se erfüllt werden, ist eine Inversion des S-B Gesetzes immer nur in physikalisch wohl definierten Fällen zulässig.

Stefan-Boltzmann-Inversion: Spezifische Strahlungsleistung (primär) => Temperatur (sekundär)

Also kann durch die Sonneneinstrahlung nur dort eine Temperatur erzeugt werden, wo die Sonne auch scheint. Genau deshalb fahren so viele Urlauber aus dem Norden in den sonnigen Süden, wo sie sich tagsüber – und nicht nachts – zum Anbräunen in die Sonne legen. Vielleicht vergleichen Sie einfach mal die Zeit, die Sie sich je nach Tageszeit und Ortslage ungeschützt der Sonnenstrahlung aussetzen können, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Sie werden feststellen, dass es sowohl eine Abhängigkeit von der Tageszeit als auch eine Abhängigkeit von der geographischen Breite gibt. Nur nachts können Sie keinen Sonnenbrand bekommen, es sei denn, der Timer in Ihrem Sonnenstudio ist defekt.

Die Einbeziehung unbestrahlter Flächen (Nachtseite der Erde) in eine S-B-Inversion gehört damit in das Reich der MINT-fernen Sagen und Märchen.

Jetzt wird auch ganz offensichtlich, dass die Gleichung aus dem oben zitierten Kommentar in Zusammenhang mit dem S-B-Gesetz keinerlei tieferen physikalischen Sinn ergibt, weil dort schon mal die spezifische Strahlungsleistung in [W/m²] fehlt. Die Formel „(A/2) * P * t = A * (P/2) * t“ verknüpft vielmehr eine Fläche „A“ in [m²] und eine Strahlungsleistung „P“ in [W] mit der Zeit „t“ in [s]. Damit ergeben sich auf beiden Seiten des Gleichheitszeichens gleiche Beträge für eine „Wärmemenge mal Fläche“ in [Joule mal Quadratmetern]. Und was das nun physikalisch mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz zu tun haben soll, weiß wohl nur der freundliche Kommentator. Aus unerfindlichen Gründen muss diese postphysikalische Gleichung dann als Beweis für eine „theoretische Globaltemperatur“ von (-18°C) herhalten. Aber immerhin kann man, analog zur obigen Schwarzkörper-Abbildung, aus dieser eigenartigen Formel jeweils rechts und links des Gleichheitszeichens eine spezifische Strahlungsleistung für die Taghemisphäre und die ganze Erde ableiten:

Hemisphäre: Fläche = (A/2) Strahlungsleistung = P Spezifische Strahlungsleistung = (2P/A)

Ganze Erde: Fläche = A Strahlungsleistung = (P/2) Spezifische Strahlungsleistung = (P/2A)

Und diesen höchst unterschiedlichen Durchschnittswerten steht nun wiederum die klimareligiöse Glaubensformel gegenüber, Zitat, „Es sollte wieder offensichtlich sein, dass das beides gleich ist“…

Wie wir gesehen haben, ist also lediglich die spezifische Strahlungsleistung „S“ über das Stefan-Boltzmann-Gesetz eindeutig mit der Temperatur „T“ eines Körpers verknüpft. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz kann also nicht als Begründung dafür herhalten, die Solarkonstante (S0=1.367 W/m²) einfach mal so eben über die gesamte Erdoberfläche und den 24h-Tag zu mitteln. Denn schließlich gibt es auf der Erde Tag und Nacht, deshalb also auf der einen – bestrahlten – Hälfte der Erde eine spezifische solare Strahlungsleistung, und auf der anderen Hälfte ist es dunkel. Man kann die eingestrahlte spezifische Strahlungsleistung auf der Tagseite auch nicht über den 24h-Tag als Wärmemenge „speichern“ und dann durch eine willkürliche Berechnung in eine spezifische „globale“ Strahlungsleistung zurückverwandeln. Das Dumme an einer solchen Durchschnittsberechnung über die Zeit ist nämlich, dass eine Wärmemenge in „Joule“ keinerlei „Erinnerung“ daran hat, auf wie vielen Sekunden mit welcher spezifischen Strahlungsleistung sie eigentlich beruht. Also könnte eine solche Wärmemenge auch sonst woher kommen:

0,1Sonnen(@136,7W/m²*(1-ALBEDO))*240h

= 1Sonne(@1.367W/m²*(1-ALBEDO))*24h

= 10Sonnen(@13.670W/m²*(1-ALBEDO))*2h24min

= 100Sonnen(@136.700W/m²*(1-ALBEDO))*14min24sec

Ein globaler Durchschnittswert für die solare Einstrahlung über 24 Stunden sagt also physikalisch gar nichts aus. Denn man kann aus einem „kochenden Suppentopf“ die ursächliche spezifische Strahlungsleistung nicht mehr physikalisch eineindeutig rekonstruieren. Aber selbstverständlich kennen die Vertreter von „Mittelerde“ die zugehörige terrestrische Ausgangssituation und berechnen daher aus dieser Wärmemenge ihre willkürlich passende „spezifische“ globale Strahlungsleistung. Eine solche Rückrechnung ist aber reine Mathematik, die gar kein physikalisch korrektes Temperaturäquivalent für das Stefan-Boltzmann-Gesetz liefern kann. Alle oben aufgeführten Beispiele für 0,1 bis 100 Sonnen liefern physikalisch gleichwertige Wärmemengen, sind aber über unterschiedliche Zeiträume durch unterschiedliche spezifische Strahlungsleistungen erzeugt worden. Und nur die originäre spezifische Strahlungsleistung der Sonne auf der Tagseite der Erde ergibt über das Stefan-Boltzmann-Gesetz ein physikalisch korrektes Temperaturäquivalent für eine individuelle Ortslage.

Wir müssen für eine solche 24-Stunden-Betrachtung also das örtliche Maximum der spezifischen solaren Strahlungsleistung auf der gesamten Erdoberfläche ermitteln, wie die nachfolgende Abbildung auf Grundlage einer Mollweide Projektion zeigt:

Abbildung: Die maximale breitenabhängige temperaturwirksame solare Strahlungsleistung (links) und das resultierende S-B-Temperaturäquivalent (rechts) über einen 24-Stunden-Tag im Äquinoktium für das „Mittelerde“-Modell:

Linke Skala: MAX (Si) @24h-Tag mit (Si = 1.367W/m²* (1-ALBEDO) * cos PHIi)

und (PHIi = örtlicher Zenitwinkel)

Rechte Skala: Maximales örtliches S-B-Temperazuräquivalent( SBTi) zu MAX (Si)

Mit farblich unterlegter Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Aus dieser Abbildung wird sofort deutlich, dass die maximale temperaturwirksame spezifische Strahlungsleistung der Sonne im Tagesverlauf bei gleicher geographischer Breite immer denselben Maximalwert und damit auch immer dasselbe maximale örtliche S-B-Temperauräquivalent ergibt. Im Tagesverlauf wird also zwischen 75 Grad N und S (mit jeweils 243 W/m²) und dem Äquator (mit 940 W/m²) die global gemittelte temperaturwirksame spezifische „Mittelerde“-Strahlungsleistung von 235 W/m² ( -18°C) weit übertroffen. Damit ist bewiesen, dass die täglich durch Sonneneinstrahlung überall auf der Erde zwischen 75°N und 75°S erzeugten Temperaturen keinerlei zusätzlichen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ benötigen, um die gemessenen Ortstemperatur zu erklären.

Im Gegenteil wird das maximale S-B-Temperaturäquivalent auf unserer Erde aufgrund von Konvektion und Verdunstung in der Realität niemals erreicht; umgekehrt wird aber der nächtliche Temperaturabfall durch Kondensation und Advektion abgemildert und erreicht niemals den Absoluten Nullpunkt. Letzteres gilt übrigens auch für das Strahlungsdefizit in mittleren und höheren Breiten der jeweiligen Winterhemisphäre, dazu nachfolgend ein Beispiel für Potsdam:

Abbildung: Jahresverlauf der Temperatur am Beispiel Potsdam:

Links: Treppenkurve: Maximale monatliche Bodentemperatur in Potsdam

Blau gestrichelt: Maximales jahreszeitliches S-B-Temperaturäquivalent

Rechts: Differenz zwischen der maximalen monatliche Bodentemperatur in Potsdam und dem maximalen örtlichen S-B-Temperaturäquivalent

Rote Kurve: Trendlinie für die Differenz (schwarze Zackenkurve) zwischen maximaler monatlicher Bodentemperatur und dem maximalen örtlichen S-B-Temperaturäquivalent in Potsdam

Rot schraffiert: Zufluss von Wärme im Winterhalbjahr

Blau schraffiert: Abfluss von Wärme im Sommerhalbjahr

Im Sommerhalbjahr fließt also Wärmeenergie in die globalen Wärmespeicher und im Winterhalbjahr wird die Ortstemperatur durch einen Wärmezufluss aus diesen Wärmespeichern gestützt. Und deshalb müssen Atmosphäre und Ozeane als „globale Wärmespeicher“ zwingend in die Bestimmung einer „natürlichen Temperatur“ unserer Erde einbezogen werden.

2 Scrutinizing the atmospheric greenhouse effect and its climatic impact, Natural Science 2011




Alle gute Nachrichten werden sie über alle Maßen deprimieren

Der englische Wissenschaftsjournalist Matt Ridley, Ph.D., schreibt im Spectator, dass die zweite Dekade des 21. Jahrhunderts die beste jemals für die Menschheit war, wenn es um den Lebensstandard geht, trotz einer angeblichen katastrophalen Erwärmung. Ridley weist darauf hin, dass zur Zeit seiner Geburt im Jahre 1958 60% der Weltbevölkerung in Armut lebte. Im Verlauf der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts fiel dieser Anteil erstmals unter 10%. Ridley schreibt weiter: „die globale Ungleichheit ist drastisch gesunken, weil Afrika und Asien ein stärkeres Wirtschaftswachstum verzeichnen als Europa und Nordamerika; die Kindersterblichkeit hat ein rekordniedriges Niveau erreicht; Hunger in großem Maßstab ist praktisch kein Thema mehr; Malaria, Kinderlähmung und Herzkrankheiten nehmen allesamt ab“.

Das sind alles gute Nachrichten, die auch sehr gut einer Veröffentlichung wert sind – würde man jedenfalls denken.

„Hinsichtlich unserer Nutzung des Planeten werden wir immer nachhaltiger“, fährt Ridley fort und erklärt, dass wir kontinuierlich immer weniger Rohstoffe und Ressourcen verbrauchen, um Güter zu produzieren und Dienstleistungen zu erbringen.

Historisch gibt es keine Korrelation zwischen dem Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre und der Temperatur der Erde, aber sämtliche Forschungen zeigen konsistent eine direkte Verbindung zwischen dem Wohlstand eines Landes und einer prosperierenden Bevölkerung.

Menschen in wohlhabenderen Gesellschaften sind allgemein gesünder und leben länger, weniger Kinder sterben früh, und die allgemeine Ungleichheit nimmt ab. Die Bevölkerung ist im Allgemeinen auch besser gebildet und besser in der Lage, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und auf diese zu reagieren als es in ärmeren Gesellschaften der Fall ist. Und der Eckpfeiler zunehmenden Wohlstands und abnehmender Armut und Not während des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die Erzeugung und der Verbrauch fossiler Treibstoffe.

Fossile Treibstoffe sind die Grundlage moderner Landwirtschaft. Sie treiben die Traktoren und Lastwagen an, die für den Ackerbau erforderlich sind. Und sie sind auch das Fundament moderner Medizin, durch welche die Kindersterblichkeit reduziert und die Lebensspannen verlängert wurden. Medikamente, Instrumente und Ausrüstung in der Medizin sind ohne fossile Treibstoffe nicht zu haben.

Krankenhäuser sind heute 24 Stunden am Tag an 7 Tagen der Woche in Betrieb. Sie können ohne Kohle, Erdgas und Öl nicht funktionieren. Andere Studien haben gezeigt, dass Todesfälle durch Extremwetter im Verlauf des vorigen Jahrhunderts mehr und mehr gesunken sind, während gleichzeitig der Verbrauch fossiler Treibstoffe zugenommen und sich das Klima etwas erwärmt hat.

44 Prozent der Weltbevölkerung lebten im Jahre 1981 in absoluter Armut. Dieser Anteil sank bis zum Jahr 2015 unter 10 Prozent. Außerdem hat den UN zufolge die Anzahl der Menschen, die permanent unter Hunger leiden, seit 1990 um 2 Milliarden abgenommen. Noch mehr fällt ins Gewicht, dass jetzt pro Person 17 Prozent mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen als vor 30 Jahren – und all das während einer Periode eines vermeintlich gefährlichen Klimawandels infolge menschlicher Kohlendioxid-Emissionen.

Anstatt der Jugend einzutrichtern, dass die Welt in 10, 12 oder 20 Jahren untergeht – man kann sich das von den Klimaalarmisten propagierte Verfallsdatum aussuchen – sollten wir das mit Fakten prall gefüllte Buch von Alex Epstein mit dem Titel The Moral Case for Fossil Fuels auf die Liste der schulischen Pflichtlektüre setzen. Epstein schreibt treffend:

Klima ist heutzutage nicht mehr die primäre Ursache für Todesfälle, und zwar zum großen Teil dank fossiler Treibstoffe … Nicht nur, dass wir das Große Ganze ignorieren, indem wir den Kampf gegen den Klimawandel zum Fixpunkt unserer Kultur machen, sondern wir „bekämpfen“ den Klimawandel mit eben der Waffe, welche eben dieses Klima dutzendfach weniger gefährlich gemacht hat. Die populäre Klimadiskussion ist rückwärts gerichtet. Dabei betrachtet man den Menschen als eine destruktive Kraft hinsichtlich der Klima-Lebensqualität; als jemanden, der das Klima gefährlich macht wegen des Verbrauchs fossiler Treibstoffe. Tatsächlich ist aber das genaue Gegenteil der Fall: wir machen ein sicheres Klima nicht gefährlich, sondern wir machen Klimagefahren immer sicherer.

Falls nur mehr Menschen dem Thema Klima mit einem offeneren Geist begegnen würden und ehrlich die vielfachen Belege untersuchen, welche zeigen, dass sich die Welt verbessert, könnte es weniger Proteste und mehr Fortschritt geben hinsichtlich wirklich wichtiger Ziele wie etwa dem Ende von Hunger, dem Kampf gegen Krankheiten und dem Vorantreiben von Freiheit.

H. Sterling Burnett, Ph.D. is a senior fellow on energy and the environment at The Heartland Institute, a nonpartisan, nonprofit research center headquartered in Arlington Heights, Illinois.

Link: https://spectator.org/misguided-youth-protesters-have-it-wrong-the-world-is-actually-getting-better-and-better/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

[Hinweis: Der Autor ist im Original an einigen Stellen sehr langatmig geworden. Diese Passagen sind etwas gekürzt übersetzt.]




Kongress-Komitee der Demokraten verlangt, dass Google „Klima-Falschin­formationen“ löscht

Der Brief des Kongresses steht hier. Die geforderten Schlüsselmaßnahmen sind Folgende:

Hören Sie auf, Klimaleugnung und Klima-Falschinformationen zu verbreiten, indem die entsprechenden Videos sofort aus dem Werbe-Algorithmus der Plattform entfernt werden.

Fügen Sie „Klima-Falschinformation“ der Liste grenzwertiger Inhalte hinzu

Hören Sie auf, mit Videos Geld zu verdienen, welche schädliche Falschinformationen und Lüge über Ursachen und Auswirkungen der Klimakrise verbreiten

Unternehmen Sie geeignete Schritte, die Millionen User aufzuklären, welche den Klima-Falschinformationen auf YouTube ausgesetzt waren.

Die Autoren dieses Briefes scheinen davon überzeugt zu sein, dass normale Menschen zu dumm sind, Dinge selbst herauszufinden. Sie glauben offenbar, dass die Wähler dazu gebracht werden müssen, eine akzeptable Wahl zu treffen – und zwar von Experten wie der Mehrheit der Demokraten im Komitee zur Klimakrise des US-Repräsentantenhauses.

Aktualisierung: Elizabeth Warren [eine US-Senatorin der Demokraten] hat soeben Tech-Unternehmen kriminalisiert und Strafen für dieselben angekündigt, wenn sie „Falschinformationen“ verbreiten, falls es das Ziel jener vermeintlichen Falschinformation ist, Wähler zu unterdrücken

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/29/democrat-congressional-committee-demands-google-bury-climate-misinformation/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Thunbergs Vater der Lüge überführt

Wired berichtet, dass eine Aktualisierung versehentlich die Administratoren multipler Facebook-Einträge enthüllt hatte. Facebook-Seiten ermöglichen es Berühmtheiten, Personen des öffentlichen Lebens und Unternehmen, sich auf einer Plattform zu äußern, ohne einem bestimmten Konto zugeordnet werden zu können. Die Inhaber der Seiten können anonym bleiben, falls sie das wollen.

Die Facebook-Panne enthüllte, dass Gretas Vater und der indische Klimaaktivist Gretas Facebook-Konto geschrieben haben anstatt des Teenagers selbst.

James Delingpole erklärt bei Breitbart News:

Jawohl: Dies ist der Beweis, dass Greta die Klima-Marionette nichts weiter ist als das Werkzeug von Erwachsenen mit einer politischen Agenda. Niemand dürfte darob sonderlich überrascht sein.

Aber nichtsdestotrotz muss diese Tatsache hervorgehoben werden. Greta ist de facto zur Führerin der internationalen grünen Bewegung geworden – welche von den globalen Eliten so ernst genommen wird, dass sie sogar zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos eingeladen worden war, um die Führer der Welt bzgl. Klimawandel zu belehren.

Ziemlich klar ist jedoch, dass Greta ohne ihre Aufpasser und ohne vorbereitete Schriften kaum funktionieren kann. Schließlich sollte man nicht vergessen, dass sie eine 16-jährige Schulschwänzerin ist und einem nur sehr rudimentären Wissen um Klimawandel – auf der Grundlage von Propaganda, welche ihr seitens Erwachsener eingetrichtert worden ist.

Gretas Vater Svante Thunberg hat behauptet, nicht hinter Gretas kometenhaftem Aufstieg als Teenager-Klimaaktivistin zu stehen, aber seine Aktivitäten auf ihrer Facebook-Seite sagen etwas ganz anderes.

Der Bug tauchte am Donnerstag auf und konnte bis Freitag früh seine Wirkung entfalten, so dass jedermann sehen konnte, wer hinter welchen Seiten auf Facebook steht. Facebook hat sofort den Bug beseitigt, aber nicht, bevor die Leute entdeckt hatten, welche User hinter einer Anzahl populärer Facebook-Seiten stehen. Facebook selbst erklärte: „Wir haben uns sofort eines Phänomens angenommen, durch welches jemand sehen konnte, wer einen Beitrag bearbeitet oder veröffentlicht hat bei Betrachtung der Historie der Bearbeitung. Wir danken dem Sicherheitsfachmann, welcher uns auf dieses Problem aufmerksam gemacht hatte“.

Unter den von der Seite bekannt gemachten Administratoren sind der Facebook-Künstler Banksy, der russische Präsident Wladimir Putin, die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton, der kanadische Premierminister Justin Trudeau, die Hacker-Bande Anonymus und der Rapper Snoop Dog. Facebook hat hervorgehoben, dass über den Namen der Administratoren und des öffentlichen Profils hinaus keine Informationen verfügbar waren und das Problem inzwischen gelöst sei.

Lukasz Olejnik, unabhängiger Privatberater und Forschungsassistent am Center for Technology and Global Affairs kommentierte: „Bei sensitiven Seiten würde ich nie ausschließen, dass einige Individuen das Gefühl haben könnten, in Gefahr zu sein aufgrund dessen, was heute geschehen ist. Fake-Konten zu nutzen, um Seiten zu gestalten, wäre eine gute Idee gewesen.

Menschen, die sensitive Seiten von ihrem eigenen Facebook betreiben, sollten jetzt in Betracht ziehen, dass ihre Identität bekannt ist. Während Fehler immer auftreten können, kam dieser hier unerwartet“.

Lucas Nolan is a reporter for Breitbart News covering issues of free speech and online censorship.

Link: https://www.breitbart.com/tech/2020/01/14/facebook-bug-undermines-greta-thunbergs-dad-claiming-shes-not-scripted/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Rolle radikaler Grüner bei der Heuschrecken­plage in Afrika

Vor zwei Wochen geriet eine Boeing 737 beim Anflug auf den Flughafen von Dire Dawa in Äthiopien in einen massiven Heuschreckenschwarm, der über dem Flughafen kreiste. Die Insekten wurden von den Triebwerken eingesogen und zerspratzten auf der Windschutzscheibe, so dass die Piloten die Landebahn vor ihnen nicht mehr sehen konnten. Das Flugzeug wurde nach Addis Abeba umgeleitet und konnte dort sicher landen.

Die Heuschrecken, welche die Boeing fast zum Absturz gebracht hatten, sind Teil der schlimmsten Plage, die Afrika seit 75 Jahren heimsucht. Heuschreckenschwärme können über 400 Millionen Pfund Vegetation pro Tag verzehren und hunderte Kilometer Land kahlfressen. Die Insekten vermehren sich exponentiell, was bedeutet, dass sich ein Schwarm innerhalb von sechs Monaten um das 500-fache vermehren kann.

Die Food and Agriculture Organization (FAO) der UN nennt die Bedrohung ,beispiellos‘, aber Versuche der Bekämpfung aus der Luft mittels Versprühen von Mitteln erfolgen zu wenig und zu spät – hauptsächlich wegen der politisch getriebenen Agenda zur Limitierung von Pestiziden der FAO selbst. Experten fürchten jetzt, dass sich Afrika wegen dieser Plage erneut auf eine weit verbreitete Hungersnot zubewegt.

Da die armen Landwirte keine andere Möglichkeit haben als die gefräßigen Insekten vergeblich mit Stöcken zu verscheuchen, beleuchtet diese Plage grell die dringende Notwendigkeit, Pestizide einzusetzen, um Ernten und Menschenleben zu schützen. Ebenso grell werden die tragischen Folgen der Politik von EU, UN und Umweltradikalen beleuchtet, diese lebenserhaltenden Mittel den Entwicklungsländern vorzuenthalten.

Während des vorigen Jahrzehnts haben entsprechende Organisationen und aktivistische NGOs den ärmsten Nationen zunehmend eine Landwirtschaft auf organischer Grundlage aufgezwungen, was die Hilfe abhängig macht von einer hoch politisierten Version der „Agro-Ökologie“, welche willkürlich Pestizide beschränkt, fortschrittliches Hybrid-Getreide sowie gentechnisch veränderte Organismen verbietet und die Werte der „bäuerlichen“ Landwirtschaft preist. Die Folge all dessen ist, dass Afrika praktisch wehrlos zurück gelassen wurde gegen aufeinander folgende natürliche Angriffe auf die Fähigkeit des Kontinents, sich selbst zu ernähren.

Die Heuschreckenplage kommt nun zusätzlich zum fortwährenden Kampf Afrikas gegen den Heerwurm [Fall Army Worm FAW], welcher sich bereits auf etwa 44 Länder ausgebreitet hat. Er ernährt sich von einer ganzen Anzahl von Pflanzenspezies, bevorzugt aber Mais, das Hauptnahrungsmittel für die meisten Afrikaner. In vielen Regionen sind die Ernteerträge bereits um 50% gesunken.

In Nord- und Südamerika wird dieser Wurm in Schach gehalten durch eine Kombination gentechnisch veränderter Getreidesorten und moderner Pestizide. Die meisten afrikanischen Länder dagegen haben derartige Nahrungsmittel nicht genehmigt wegen der üppig finanzierten Umweltpropaganda-Kampagnen, welche diese Technologie dämonisieren – mit Behauptungen, wonach diese Nahrungsmittel alles verursachen von Impotenz über Krebs bis zu Autismus – und vor dem Hintergrund der Gefährdung der Belieferung ihrer Hauptmärkte in Europa, hat man doch dort willkürlich wesentliche Pestizide verboten, die in jedem anderen fortschrittlichen und entwickelten Region der Erde zum Einsatz kommen. Die FAO malt Pestizide und gentechnisch veränderte Pflanzen als Schrecknisse an die Wand und empfiehlt den Landwirten, die Insekten Stück für Stück zu sammeln und mit den Händen zu zerquetschen.

Man füge zu diesen Epidemien noch Weizenrost (potenzieller Ernteverlust 100%), Bananenwelke (50% Ernteverlust) und das Maniok-Mosaik-Virus (bis zu 90% Verlust) hinzu. Es gibt Tausende von Übeln auf der ganzen Welt, welche landwirtschaftliche Pflanzen angreifen, und sie vernichten nicht nur Ernten. Schimmelpilze, die nur durch Pestizide in Schach gehalten werden können, erzeugen hoch giftige Stoffwechselprodukte, als Myzel bezeichnet, die wenn sie einen nicht sofort umbringen Krebs auslösen und das Immunsystem angreifen können. Sie stellen vermutlich die Nummer 1 aller Bedrohungen für Nahrungsmittel dar, sogar in wohlhabenden Nationen, aber hier wird das Niveau mittels Pestiziden, Gen-Pflanzen und teuren Kontrollmaßnahmen niedrig gehalten – was den Afrikanern durchweg versagt wird oder was diese nicht bezahlen können.

Dann gibt es da noch die durch Insekten übertragenen Krankheiten wie Malaria, Zika-Virus und Dengue-Fieber neben zahllosen anderen parasitischen und viralen Infektionen. Wenn das Zika-Virus oder die West-Nil-Krankheit unsere Städte bedrohen, greifen wir nach unseren Spraydosen und ignorieren das Geschrei der Umweltradikalen. In Afrika hingegen haben Anti-Pestizid-Gruppen das Sagen. Auf deren Drängen hin könnte Kenia schon bald über 200 Pestizide verbieten, die sich in zahlreichen Tests weltweit als sicher erwiesen haben und die Kenia verzweifelt braucht.

All jene, die da glauben, dass organische Landwirtschaft in kleinem Stil freundlicher zu Mutter Natur ist, haben unrecht. Organische Landwirte verbrauchen viele Pestizide. Die allermeisten davon sind einfach „natürliche“ Pestizide wie Kupfersulfat oder neem oil [?], welche für Menschen und Tiere hoch giftig sind. Sie sind außerdem gegen Schädlinge viel weniger effektiv, so dass sie mehr von ihnen ausbringen müssen. Moderne Pestizide dagegen sind den sorgfältigsten Tests unterzogen worden, und sie werden zunehmend auf gezielte, präzise Weise angewendet, um größere Umweltauswirkungen zu verhindern.

Am wichtigsten aber ist, dass auf diese Weise es die moderne Landwirtschaft gestattet, mehr Nahrung mit weniger Landverbrauch zu erzeugen. Jesse Ausubel von der Rockefeller University zufolge hat sich die Maisproduktion in den USA auf der gleichen Landfläche verfünffacht. Er schätzt, dass man – falls amerikanische Landwirtschafts-Technologien weltweit übernommen werden würden – eine Landfläche von der Größe Indiens während der nächsten 50 Jahre der Natur wieder zurück gegeben werden kann (hier).

Better Living Through Chemistry“ war der griffige Slogan der Firma DuPont in den 1960er Jahren. Der Slogan stimmt für jene von uns, die länger leben, gesünder sind und mehr Nahrung zur Verfügung haben denn je während der Menschheitsgeschichte. Aber falls die Kampagnen gegen Chemikalien und die Dämonisierung der modernen Landwirtschaft erfolgreich sein sollten, könnten diese Fortschritte sehr gut umgekehrt werden.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/the-greens-role-in-africas-locusts-crisis/

Übersetzt von Chris Frey EIKE