Das wahre Gesicht der Grünen, Teil 1: Grüne Propaganda

Das vielleicht bekannteste Beispiel für grüne Propaganda ist die hartnäckige Behauptung, dass 97% der Klimawissenschaftler darin übereinstimmen, der vom Menschen verursachte Klimawandel gefährde den Planeten. Studien mit dieser Zahl von 97% wurden 2014 widerlegt, stellten doch vier unabhängige Gutachter fest, dass nur 0,3 Prozent von 11.994 zitierten Abstracts tatsächlich menschliche Aktivitäten die Hauptursache für die globale Erwärmung erkennen wollen.

Aber vergessen Sie die mickrigen 97%! Im November 2019 hat die grüne Propagandamaschine den Einsatz erhöht. Jetzt, so behaupteten sie, gebe es einen 100%igen wissenschaftlichen Konsens von 100% darüber, dass der Mensch die Haupttreiber des Klimawandels sei. 100 Prozent?!? Was ist mit den „350 (begutachteten) Studien, die seit 2017 veröffentlicht wurden und die die Behauptung untergraben, dass die Erwärmung nach den 1850er Jahren ungewöhnlich gewesen sei“? Und was ist mit Dutzenden weiterer Artikel im Jahr 2019 des Inhalts, „dass an unserem Klima nichts alarmierend oder katastrophal ist“?

Eine weitere alltägliche Taktik der grünen Propaganda bestand darin, die tatsächlichen Temperaturaufzeichnungen einfach zu fälschen. Der Umweltschützer und Computermodellexperte Tony Heller hat viele dieser Schwindeleien in einer Reihe von Augen öffnenden Videos dokumentiert. (Hier ist ein weiterer Link. Und noch einer.) Interessanterweise war die National Oceanic and Atmospheric Administration, der offizielle Hüter der Temperaturaufzeichnungen der Vereinigten Staaten, laut The Wall Street Journal ausdrücklich vom Data Quality Act ausgenommen – dem Bundesgesetz also, welches eine solide wissenschaftliche Grundlage für die Politikgestaltung vorschreibt.

Ein weiteres fruchtbares Feld für grüne Propaganda-Betrügereien ist der „Peer-Review“-Prozess. Erstens glauben viele Wissenschaftler, dass der Peer-Review-Prozess selbst sinnlos geworden ist. Einige beschreiben ihn als „eine Form der Zensur“ – als eine Art Torwächter, um Andersdenkende fernzuhalten. Andere behaupten: „Peer-Review ist dafür bekannt, Voreingenommenheit, Inkompetenz … Ineffektivität und Korruption zu erzeugen“. Dr. John Ioannidis, der im Zusammenhang mit Covid-19 mit seiner Kritik an der Datenerfassung und Modellierung so zielgerichtet vorgegangen ist, behauptet, je „heißer“ ein Gebiet der wissenschaftlichen Forschung ist („heißer“ bedeutet beliebter und aktiver), „desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Forschungsergebnisse wahr sind“. Und welches Gebiet der wissenschaftlichen Forschung war in den letzten 30 Jahren heißer als der Klimawandel?

[Warum denkt man dabei sofort an das aktuell „heiße“ Thema? Anm. d. Übers.]

Zweitens, wie wir aus Klimagate-E-Mails und anderen Quellen erfahren haben, war die Begutachtung durch Fachkollegen in der Klimawissenschaft höchst inzestuös, da sich die Schlüsselfiguren im Lager der Alarmisten gegenseitig ihre Arbeit überprüften und gleichzeitig ihre Arbeit vor der Überprüfung durch andere Wissenschaftler abschirmten.

Drittens behauptete der verstorbene IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri hochmütig, dass der IPCC nur von Fachkollegen begutachtete Wissenschaft verwendet. Das war eine glatte Lüge. Die viel gepriesene „Klimabibel“ des IPCC (der Bericht von 2007, der mit dem Friedensnobelpreis für den IPCC ausgezeichnet wurde) zitierte 5.587 nicht von Experten begutachtete Quellen wie „Pressemitteilungen, Zeitungs- und Zeitschriftenausschnitte, Arbeitspapiere, Studentenarbeiten, Diskussionspapiere und Literatur, die von grünen Interessengruppen veröffentlicht wurde“.

Eine gängige Propagandatechnik besteht darin, nur eine Seite der Geschichte zu erzählen. So hat die grüne Propaganda im Februar dieses Jahres in der Antarktis die rekordverdächtig warme Temperatur von 18,3 Grad Celsius hinaus posaunt. Während sie ein Rekordsommerhoch auf der Südhalbkugel hochjubelten, verschließen die grünen Propagandisten die Augen vor einem Rekord-Minimum im Winter auf der Nordhalbkugel, das sich einen Monat zuvor ereignet hatte – genauer gesagt, vor einer Temperaturmessung von minus 86,8 Grad Fahrenheit (-66°C) in Grönland.

Als die Temperatur in der sibirischen Stadt Werchowjansk am 20. Juni 100 Grad Fahrenheit erreichte [~37°C], drehte die grüne Propagandamaschine richtig auf. (Diese Temperatur lag weniger als ein Grad über dem früheren Rekordhoch von 1988). Sie „vergaßen“ zu erwähnen, dass eine solche Hitze nördlich des Polarkreises nicht beispiellos war. Bereits am 27. Juni 1915 erreichte die Temperatur in Fort Yukon, Alaska, 100 Grad Fahrenheit. Übrigens habe ich keine grünen Berichte darüber gesehen, dass die Menschen in Werchowjansk am 5. Juli beim Aufwachen in der Frühe Schnee am Boden sahen. Wilde Temperaturschwankungen sind dort aufgrund der eigenartigen Topographie und anderer natürlicher Faktoren eine Tatsache.

Haben Sie den BBC-Bericht über den antarktischen Thwaites-Gletscher gesehen, der rasch schmilzt? Das stimmt, aber der Bericht hat nicht erwähnt, dass aktive Vulkane unter dem Gletscher die Ursache für das Abschmelzen sind. Ein Verbot von Geländewagen wird Thwaites nicht vom Schmelzen abhalten.

Im vergangenen September proklamierten 250 Nachrichtenorganisationen auf der ganzen Welt offen eine koordinierte Kampagne, um ihre Leser und Zuschauer von der dringenden Notwendigkeit politischen Handelns zur Bewältigung des katastrophalen Klimawandels auf dem UN-Klimagipfel in jenem Monat zu überzeugen. Jeglicher Vorwand journalistischer Unparteilichkeit wurde ausdrücklich verneint. Die Medien priesen sich offen und stolz als Fürsprecher (Propagandisten) für ihren bevorzugten Standpunkt an. Im Variety-Magazin erschien sogar ein Artikel mit dem Titel „Tut Hollywood genug, um die Klimakrise zu bekämpfen“, als ob die Unterhaltungsindustrie bei der öffentlichen Gehirnwäsche an der Spitze stehen sollte.

Unterdessen bestehen einige grüne Eiferer darauf, dass die grüne Propaganda, die sich in den letzten Jahrzehnten an Kinder im In- und Ausland richtete, verstärkt werden müsse. Ein britischer Grüner schrieb: „Lehrer … werden jungen Menschen helfen müssen, tief verwurzelte Annahmen, Haltungen und Erwartungen zu kritisieren und zu überdenken, die sich durch die Geschichte ziehen und nun einen Großteil des Lebens auf der Erde gefährden“.

Ich lasse Sie mit einer Frage allein: Kennen Sie wirklich die Wahrheit über den Klimawandel, oder haben Sie so oft grüne Propaganda gehört, dass Sie einfach annehmen, was sie sagen, sei wahr?

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Autor: Mark Hendrickson, Ph.D., is an economist who has analyzed the global warming story for 30 years
Link: https://www.cfact.org/2020/07/26/green-propaganda/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Offener Brief an die Fürther Nachrichten anlässlich eines Leitkom­mentars T2(2)

Die „254-Jahre“-Studie

Was macht die im Kommentar als „Beleg“ zitierte Studie aus dieser Problematik, wie sie die „Sachsenstudie“ ausweist? Sie analysiert diesen Zeitraum gar nicht wirklich neu! Sie nimmt die Daten anderer Studien, erstellt eine neue Bewertung und bekommt heraus, dass die Trockenheit nicht einzigartig ist: [2] Results
2018–2019 Central European drought from the long-term observational records … T
he historical reconstruction of composite 254-year long-term climatic database22,23 indicates that although the precipitation anomaly exhibits a drier than average situation during the summer months of 2018 and 2019 across the Central Europe, its intensity is not that high and there are also many other years with similar range of precipitation anomalies (Fig. 1k) …
Erst in Verbindung mit der etwas gestiegenen Wärme wird es über den Dürrekoeffizienten SPEI etwas Besonderes.
Zur Ableitung der Dürreanomalie (Bezug: Temperaturanomalie/Dürreanomalie) benutzen die Autoren eine Korrelation (Bild xxxx). Allerdings zeigt dieses Korrelationsbild nur einen „Kugelhaufen“, also statistisch regellose Daten. Zur Berechnung der Dürreanomalie aus der Temperatur ist diese Grafik somit erkennbar völlig ungeeignet.

Bild 30 (Teilbild) [2] Figure 1. (k) Yearly summer-time precipitation and temperature anomalies estimated over the central Europe region during the 254 years. Tree exceptional years of 2003, 2018 and 2019 are shown by the red dots, where the mean summer temperature anomalies over the Central Europe reached the record extreme conditions of more than 2 °C; and precipitation anomalies show deficit of more than 20%.

Dies sieht man für die drei roten Jahrespunkte 2003, 2019, 2018 nicht sofort, weil diese solitär stehen. Da aber davon auszugehen ist, dass deren Zuordnungsgenauigkeit der aller anderen Daten entspricht, bleibt es evident.
Die folgenden Beispiele zeigen, dass mit dieser Zuordnungsgrafik kein Ergebnis erzielbar ist:
Beispiele:
Temperaturanomalie: -1 Grad, Bereich der Niederschlagsanomalie: zwischen -25 … +30 %
Temperaturanomalie: 0 Grad, Bereich der Niederschlagsanomalie: zwischen –30 … + 20 %
Temperaturanomalie: +1 Grad: Bereich der Niederschlagsanomalie: zwischen –25 … + 30 %
Temperaturanomalie: +1,7 Grad, Bereich der Niederschlagsanomalie: zwischen -30 … 0 %
Temperaturanomalie: +2,5 Grad, Bereich der Niederschlagsanomalie: zwischen -30 …-20 Grad. Dass gerade dieser Bereich plötzlich so genau zuordenbar sein soll indem er die vorhergehenden, geradezu wahnsinnigen Spannen der unteren Temperaturanomalien nicht mehr aufweist, ist vollkommen unrealistisch. Es liegt alleine daran, dass die Datenpunkte zur Ermittlung der wirklichen Spanne für diesen Temperatur-Anomaliebereich fehlen.
Mit einer solchen Streuung (im Kern: völlig fehlenden Korrelation) ist eine Niederschlags-Anomaliezuweisung der Temperaturanomalien schlichtweg unmöglich und unter Wissenschafts-Gesichtspunkten hätte man darauf verzichten müssen. Die Autoren machen es trotzdem. Wahrscheinlich, weil sie ein Ergebnis – und keine seriöse Arbeit – liefern „mussten“ oder wollten.Laut der Studie wurden zur Klimarekonstruktion der letzten 254 Jahre die Daten aus zwei Studien verwendet:
[2] The historical reconstruction of composite 254-year long-term climatic database22,23
Studie 22: Casty, C., Raible, C. C., Stocker, T. F., Wanner, H. & Luterbacher, J. A European pattern climatology 1766–2000. Clim. Dyn. 29, 791–805 (2007).
Daraus wichtige Informationen:
Studie 22: … Precipitation indicates no clear trend … Connections to CO2 forcing are only detected at the margins of the wavelets where edge effects are apparent and hence one has to be cautious in a further interpretation …
Grobe Übersetzung: … Niederschlag zeigt keinen klaren Trend … Verbindungen zum CO2-Antrieb werden nur an den Rändern der Wavelets festgestellt, wo Randeffekte erkennbar sind, so dass bei einer weiteren Interpretation Vorsicht geboten ist …
Die Daten wurden aus Stationsmesswerten generiert. Wie viele Stationen zu welcher Zeit mit Daten zur Verfügung stehen, zeigt eine Grafik. Jeder mag selbst entscheiden, ob sich damit ein Gebiet der Größe von Europa abdecken lässt. Dies Studienautoren waren überzeugt, dass es gelingt …

Bild 31 [Studie 22] Fig. 1 a (Teilbild). Anzahl der Niederschlags-Messstationen über Europa mit Daten im Zeitraum 1766 -2000. LSP: land surface precipitation; DJF: Dezember, Januar, Februar. Vom Autor ergänzt.

Und nun die damit generierten Niederschlagsverläufe für Europa. Unabhängig davon, wie weit diese Grafiken stimmen mögen, nirgens ist ein Klimawandel-bedingter Dürretrend erkennbar. Man erkennt nur die beim Niederschlag unglaublich große Variabilität.

Bild 32 [Studie 22] Fig. 3 (Teilbild) European precipitation anomalies 1766–2000 (mm/season)

Studie 23: Harris, I., Jones, P. D., Osborn, T. J. & Lister, D. H. Updated high-resolution grids of monthly climatic observations-the CRU TS3.10 Dataset. Int. J. Climatol. 34, 623–642 (2014).
… This paper describes the construction of an updated gridded climate dataset (referred to as CRU TS3.10) from monthly observations at meteorological stations across the world’s land areas. Station anomalies (from 1961 to 1990 means) were interpolated into 0.5° latitude/longitude grid cells covering the global land surface (excluding Antarctica), and combined with an existing climatology to obtain absolute monthly values. The dataset includes six mostly independent climate variables

Darin finden sich viele Grafiken zum weltweiten Niederschlag. Fast allen ist gemeinsam: Er nimmt zu, „Klimawandel-bedingte“ Abnahmetrends finden sich nirgens.

Bild 33 Studie 23, Figure 7. Regional comparisons between CRU TS3.10 (black lines) and GPCC v5 (grey lines) for total annual precipitation anomalies (mm), 1901—2009 from the base period of 1961–90, using the same scale for all regions except the Australian regions.


Wirklich interessant sind auch Globalaussagen, da der schlimme Klimawandel ja den gesamten Planeten ins Verderben reißt“. Und die zum globalen Niederschlag sind wirklich interessant: Denn sie zeigen überhaupt keinen Dürretrend.

Bild 34 Studie 23, Figure 10. Hemispheric and global comparisons between CRU TS3.10 (black lines) and GPCC v5 (grey lines) for annual total precipitation percentage anomalies, 1901–2009. The base period is 1961–90.


Und noch Niederschlagswerte aus einer aktuellen Studie. Unabhängig davon, dass die Daten aus Baumringen generiert sind und eine neue Dissertation zeigt, dass sich daraus selbst mit viel Aufwand und zusätzlicher Nutzung modernster Isotopen-Analyseverfahren keine brauchbaren Niederschlagsdaten rekonstruieren lassen [6], sind die Verläufe interessant: Einmal, weil es keine Einigkeit gibt, doch am Wichtigsten: es zeigt sich kein unnatürlicher Trend zu weniger (noch nie so niedrig gewesenem) Niederschlag.

Bild 35 (West-)Deutschland, Niederschlag Sommer von 1000 … 2000. Darstellung dreier Baumring-Proxirekonstruktionen. Quelle: Tobias Scharnweber et al, 21. Februar 2019: Removing the no-analogue bias in modern accelerated tree growth leads to stronger medieval drought


Und weiter geht es mit Dürren:
wiki bildungsserver: Historische Dürren
Ähnlich wie in Nordamerika hat es auch in Europa, wie Untersuchungen aus Baumringen ergeben haben, in früheren Jahrhunderten große und langandauernde Dürren gegeben.[3] Das betrifft vor allem die Mittelalterliche Warmzeit, die über große Teile Nord- und Mitteleuropas deutlich trockener als die Kleine Eiszeit und die Moderne war. So ist die Megadürre zwischen 1000 und 1200 in Mittel- und Nordeuropa im Hinblick auf Dauer und Intensität durchaus mit den Megadürren in Kalifornien und Nevada von 832 bis 1074 vergleichbar. Große Dürreperioden waren allerdings in Europa ähnlich wie in Nordamerika nicht auf die Mittelalterliche Warmzeit beschränkt. Weitere Megadürren ereigneten sich über 34 Jahre von 1437 bis 1473 im nördlichen Mitteleuropa und über 10 Jahre von 1798 bis 1808 in England und Wales. Demgegenüber ist die aktuelle Periode (1998-2012) ungewöhnlich feucht. Man muss schon bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts (1721-1739) zurückgehen, um eine feuchtere Periode zu finden. Die Gründe für diese Entwicklung sind nicht geklärt.

Bild 36 WIKIPEDIA


WIKIPEDIA: Dürre
WIKIPEDIA … Die Dürre von 1540 wird von einigen Autoren als „die schlimmste Dürre des Jahrtausends in Deutschland“ beschrieben, von anderen wird diese These allerdings bezweifelt. Eine Untersuchung ergab, dass es in dieser Zeit über 11 Monate kaum regnete, ein Ereignis, das durch heutige Klimamodelle nicht simuliert werden kann. Die Temperaturen sollen fünf bis sieben Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts gelegen haben.
Fazit
Leite bitte jemand aus diesen vielen Angaben ab, dass die aktuellen Dürren „unnatürlich“, „einzigartig“ und „noch nie dagewesen“ sind, und das Dürren in Europa immer schlimme würden. Schlimmer werden sie ausschließlich in Simulationen mit Extremszenario und den Überschriften von Zeitungsartikeln (und in Redaktionskommentaren).
Leitartikel: „ Drei Jahre hintereinander macht die Dürre der Natur zu schaffen. Und die steigende Erwärmung potenziert die Wahrscheinlichkeit weiterer Trocken-Phasen.“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Einfach nur eine dämliche Aussage. Warum, wurde im vorhergehenden Kapitel ausführlich dargestellt: Es widerspricht der konventionellen Physik. Und dass sich der Niederschlag stur daran hält, zeigen ausreichend viele Niederschlags-Messreihen und der DWD-Klimaviewer.

Bild 37 Deutschland Jahresniederschlag mit Vorschau zum Jahr 2100. Quelle: DWD-Klimaviewer


Nur Klima-Simulationsprogramme verstehen die Standardphysik nicht und behaupten das Gegenteil. Die vor solchen Programmen sitzen, glauben es dann auch.
Dazu ein Bild der Klimaentwicklung der Alpen seit der letzten Eiszeit. Damit lässt sich die Frage gut beantworten, ob das Klima derzeit wirklich „verbrennt“, oder lediglich seinen alten Zustand wieder herstellt. Es zeigt auch, warum die Klimawissenschaft um 1970 solche Angst vor einer kommenden Eiszeit hatte.

Bild 38 Klimaentwicklung der Alpen seit der letzten Eiszeit (NZ: Neuzeit)


Leitartikel: „Hilfreich … kann der Blick ins erste Buch Mose sein. Da heißt es: Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahrte.“ Das mit dem Bebauen haben wir Menschen sofort verstanden und über die Jahrhunderte hinweg technisch immer mehr perfektioniert, meistens mit Raubbau-Methoden. Das Bewahren haben wir zu oft ausgeblendet. Die Folgen werden immer sichtbarer.“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Vorneweg sei die Anmerkung erlaubt, dass es sich beim „ersten Buch Mose“ (wie für fast das gesamte Alte Testament) um eine reine Dichtung handelt. Daraus „Aussagen Gottes“ abzuleiten ist somit schon sehr gewagt, wohl der Grund, warum unsere Kirchenfürsten Bedford Strom und Mark inzwischen als „Gottes Ratschlag“ lieber das Grundgesetz zitieren und „göttlich“ interpretieren …
Doch zum Alten Testament: Dieser beschriebene Garten Eden im ersten Buch Mose war eindeutig das Paradies. Nur für dieses gilt Gottes Aussage: „und bewahrte“. Laut Beschreibung war es darin zwar sehr bequem, doch war es dem Menschen verboten, selbständig zu denken. Und zum Schluss wurde der Mensch laut kirchlichem Dogma daraus vertrieben.
Was folgte, liest sich dann erheblich anders:

 [3.15] Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

 [3.16] Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein.

 [3.17] Und zum Manne sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.

 [3.18] Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.

 [3.19] Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

[3.23] Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, daß er die Erde bebaute, von der er genommen war.

Welchen Sinn es ergeben sollte, diese verordnete, gehässige Mühsal zu „bewahren“, erschließt sich wohl nur Theologen, die ihre Erfüllung im Leiden sehen …
Für alle anderen war es zwingend erforderlich, zu bebauen. Gott hat nicht nur nichts dazu beigetragen, es den Menschen zu erleichtern, sondern ihm ganz gehässig noch alle möglichen Steine in den Weg gelegt: „verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang … Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen“
Trotzdem hat es der Mensch geschafft, zu einem erheblichen Teil aus dieser Mühsal selbst herauszukommen. Warum diese erfolgreiche Tätigkeit „meistens mit Raubbau-Methoden“ geschehen sein soll, erschließt sich wohl nur GRÜN indoktrinierten, klingt aber immer irgendwie „modern“.
Der wirkliche „Raubbau“ wird der bisher unstoppbare Bevölkerungszuwachs. Zu dem haben GRÜNE aber bisher nicht eine Spur von Lösung zu bieten (wenn man davon absieht, dass jeder Zuwachs bedingungslos bei uns ins Sozialsystem aufgenommen werden soll).
Parents for Future verhält sich dazu exemplarisch, ideologiebedingt blöde: Nehmt allen Grünpflanzen ihren lebensnotwendigen CO2-Dünger und setzt viele Kinder in die Welt, die dann nicht mehr ernährt werden können …
Da trägt wohl noch nach, dass im Paradies eigenständiges Denken und Streben nach Wissen verboten war.

Bild 39 Schild auf einer Veranstaltung von Parents for Future am 07.08.2020. Foto: Autor

Klima-Monitoringbericht 2019

Das bisher Dargestellte waren die Ausführungen eines Klimalaien, der nichts weiter macht, als sich die Daten anzusehen und zu Fragen, ob die daraus von „Klima-Fachpersonen“ abgeleiteten – und von den Medien publizierten – Aussagen damit übereinstimmen. Dabei kann man sich natürlich auch irren.
Es gibt aber wirkliche Fachpersonen, wie zum Beispiel jene, denen die Erstellung des jährlichen Klimamonitorings obliegt. Und die irren sich bestimmt nicht.
Allerdings wird jeder, der dort hineinsieht feststellen, dass praktisch nichts in Deutschland vom Klima negativ beeinflusst ist. Und er wird sich fragen, wie unsere Umweltministerin trotz der eindeutig entwarnenden Hinterlegungen bei der Präsentation „alarmierende Befunde“ fabulieren konnte. Vielleicht wird er zu dem Schluss kommen, dass unsere Ministerin – sowieso unbelastet von jeglichem Wissen zu ihrem Aufgabengebiet – den Bericht gar nicht gelesen, sondern von einem ihr zugeschobenen Blatt abgelesen hat … Unsere Medien haben es dann auch in vorbeugender Pflichterfüllung so verbreitet.
[Link] EIKE 27.11.2019: Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, S. Schulze spricht über alarmierende Befunde

Bild 40 Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, Auszüge


Bild 41 Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, Auszüge


Bild 42 Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, Auszüge


Bild 43 Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, Auszüge


Bild 44 Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, Auszüge


Fazit
Wenn man sich die vielen Daten aus der realen Natur ansieht, erkennt man eine erhebliche Diskrepanz zu den von sogenannten „Klimawissenschaftlern“ und den Medien getätigten Aussagen.
Man meint ableiten zu können, dass der journalistische Verfasser des hier rezensierten Leitkommentars keinerlei Ahnung vom wirklich Zustand von Wetter und Klima hat (rein persönliche Überzeugung des Autors, die durch nichts belegt ist), jedoch viel in den staatstragenden Medien und vielleicht auch Parteiprogrammen liest …
Sofern jemand von der Redaktion diese (zugegeben recht sarkastisch getextete) Rezension liest, bleibt nur die Hoffnung, dass doch jemand wenigstens etwas an der „Wahrheit“ der Aussagen der alleine von des Klimawandels schlimmen Folgen abhängigen und damit völlig politisiert publizierenden Klimafolgenforscher – beispielhaft das Potsdamer PIK – zweifelt.

Nachtrag

Am 21.08.2020 kam ein nächster NN-Leitkommentar mit dem Thema Klimawandel. Man könnte gerade meinen, die Redaktion wollte die (schlechte) Meinung des Autors über das GRÜN-Linke Propagandablatt abschließend nochmals untermauern und bestätigen.
Was war zwischenzeitlich passiert? Extinction Rebellion blockieren Flugzeuge und Greta ist wieder „Auferstanden“.

Bild 45


msn-Nachrichten vom 21.08.2020: Klima-Greta zerstört Angela Merkel!
… Greta Thunberg findet deutliche Worte für Versagen der Politik
Obwohl es in den vergangenen Jahren immer wieder Klimakatastrophen gegeben habe, hätte die Politik immer noch nicht die Ernsthaftigkeit der Klimakrise erkannt, so der Vorwurf der Aktivistinnen. „Tatsächlich haben wir zwei weitere Jahre durch politische Untätigkeit verloren.“ Eine deutliche Kritik, die Greta Thunberg nach dem Gespräch mit Angela Merkel noch einmal erneuerte.
„Die politischen Führungspersönlichkeiten müssen sich aus ihrer Komfortzone bewegen. Wir haben Kanzlerin Merkel gebeten, die Klimakrise nicht wie jede andere Krise zu behandeln. Es handelt sich um einen Notstand“, so die Schwedin am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Solches führt unweigerlich zu einem Leitkommentar. Und der war (wieder) Propaganda in Reinstform:

Gretas Rückkehr

Leitkommentar in den Nordbayerischen Nachrichten vom 21.08.2020: Gretas Rückkehr
Zuerst beklagt sich der Redakteur, dass die Medien während „Corona“ viel zu wenig über die angeblich seligmachende Schulschwänzerin und fremdgesteuerte – im Grunde von ihren Eltern geistig missbrauchte – etwas behinderte klimaplärrerin Greta berichtet haben.
Dann kommen „Fakten“: „ … abgesehen von einer gewissen Entlastung durch die Reduzierung des Flugverkehrs setze sich die Erderwärmung fort … „
Und Greta, sowie der deutschen Vertreterin Luisa wird ein Polit-PR zugesprochen, bei dem man sich fragt, ob damit das Schlechte unseres Berliner Politikzirkus gemein ist, oder es ein Zugeständnis wäre, dass diese Aktivistinnen fremdgesteuert agieren: „längst genau so gut, beherrschen wie die Regierenden selbst …
um dann wieder in „Fakten“ zu schwelgen: „ … es geht viel zu langsam mit der Bekämpfung des Klimawandels. das ist zweifellos richtig, wenn man den Beobachtungen von Landwirten und Förstern glaubt … “
Fragen werden gestellt, welche aufgrund festgefügter Ideologie jedoch nicht beantwortet werden „dürfen“:
Wir steigen aus Atomkraft und Kohle aus und andernorts werden neue Kraftwerke gleich in Dutzend gebaut … “
Und besonders toll und staatstragend findet die Redaktion die Zumutung, dass sich unsere angebliche Intelligenz inzwischen von freitagshüpfenden Kindern lenken lässt, Demontage unseres demokratischen Systems inclusive: „ Was folgern wir daraus? Erstens: Die Proteste sollen bei uns gerne weitergehen, ja sie müssen es sogar. Zweitens: Auch bei uns muss noch vieles verändert werden, teils sogar dramatisch …
Dabei hätte sich gerade über diese elitäre Anmaßung erfahrungsloser (und im Wesentlichen zum Thema auch kenntnisloser) Heranwachsenden – welche sogar dem GRÜN-Linken Spiegel zu viel wurde – einiges kommentieren lassen:
[8] Der Spiegel 20.07.2020: Die Freitags-Revolutionäre – „Fridays for Future“ schärfen ihre Systemkritik nach – und werden vollends links-fundamental. Ob das der Bewegung guttut?
Nun noch kurze Anmerkungen zu den „Fachaussagen“:
Leitkommentar: „ … abgesehen von einer gewissen Entlastung durch die Reduzierung des Flugverkehrs … “
An solchen Aussagen lässt sich die völlige Unkenntnis zum Thema – und gedankenloses Abschreiben – oft gut aufdecken:
Eine grobe Ermittlung der „ gewissen Entlastung“ weist aus:
650 Millionen Tonnen CO2 werden jährlich durch den Flugverkehr ausgestoßen. Am stärksten fiel die Emissionsreduktion beim internationalen Flugverkehr aus. Hier wurde pro Tag bis zu 60 Prozent weniger CO2 emittiert als sonst. Nun nehme man vereinfacht an, dies würde über ein Jahr so bleiben. Dann „retten“ die in die Pleiten getriebenen Fluggesellschaften das Klima um:

Bild 46 CO2-Corona-Reduktion des Flugverkehrs für ein Jahr


Bild 47 Damit erzielte „Klimarettung“ des reduzierten, internationalen Flugverkehrs


Mit diesen Zahlen lasse man sich nun die Aussage von Extinction Rebellion im Tweed durch den Kopf gehen: „Die sich täglich verschärfende Klimakrise weiter durch innerdeutschen Flüge anzuheizen ist Wahnsinn … “
Daten: Bezogen auf die gesamten CO2‐Emissionen weltweit in allen Bereichen, hat der innerdeutsche Luftverkehr einen Anteil von 0,007 Prozent
Damit „kühlen“ vollständig gestoppte, innerdeutsche Flüge in einem Jahr das Weltklima um 1,12E-8 Grad, ausgeschrieben:
0,000000012 Grad. Gibt es einen besseren Beleg für absoluten, argumentativen Schwachsinn – wie er leider beim Klimawandel gängige – und von unseren Medien hoch gelobte – Methode ist?
Für diese nicht einmal mehr homöopathische „Klimarettung“, benötigte alleine die Lufthansa 9 Milliarden EUR Staatshilfe. Man muss wohl Zeitungsredakteur sein, um eine solch mehr als exorbitant geldvernichtende „WIN/WIN“-Situation mit dem Klima „toll“ zu finden und den Lesern vorzusetzen …
Leitkommentar: „ … wenn man den Beobachtungen von Landwirten und Förstern glaubt … “
Dass gerade Landwirte und Förster ihr Wissen über Klima – sofern sie es haben (was der Autor bisher noch nicht erkennen konnte) – nicht öffentlich kundtun, sondern sorgfältig darauf achten, wie man an die meisten Subventionierungen gelangt oder sich besonders wichtig machen kann, ist offensichtlich und nachvollziehbar. Anhand „der Förster“ hat es der Autor konkret beschrieben:
[Link] EIKE 27.06.2020: Ein Zeitungsredakteur durch den Stadtwald ging um den Klimawandel persönlich zu sehen
[Link] EIKE 25. April 2020: Wenn Medien immer nur Personen mit der gleichen Meinung fragen, können sie (und diese Personen) nie gescheiter werden
Diese EIKE-Artikel sind der Redaktion bekannt. Nur lernen wollen sie daraus nichts, beziehungsweise ihre „innere Annalena“ verbietet es ihnen …
Es gibt auch unter Redakteuren noch Ausnahmen. Allerdings ist dem Autor nur eine mit medialer Wirksamkeit bekannt. Wenn man mit ansieht, welchen Anfeindungen ein solcher ausgesetzt ist und welch enormes Hintergrundwissen (und Aufwand) es zur fundierten Gegendarstellung benötigt: Axel Bojanowski 12. August 2020: [7] Meine Antwort an Stefan Rahmstorf zu seiner Kritik an meinem WELT-Kommentar
ahnt man, warum eine Lokalredaktion lieber risikolos nach dem GRÜNEN Parteiprogramm formuliert und sich nach den Vorgaben der unfehlbaren Merkel, ergänzt um die medial die Straße beherrschenden Freitagshüpfer richtet.
Nur: Warum soll man das als Abonnent dann noch bezahlen?
Anlage
Der anbei besprochene Leitkommentar

Bild 48 Der besprochene Leitkommentar vom 17.08.2020


Quellen
[1] FAZ 13.08.2020: DREI TROCKENSOMMER IN FOLGE: Die schlimmste Dürre seit der Französischen Revolution
[2] UFZ-Helmholtz Centre for Environmental Research, Vittal Hari at al.: increased future occurrences of the exceptional 2018–2019 central european drought under global warming
[3] Carlo Casty Æ C at al. 22 May 2007: A European pattern climatology 1766–2000
[4] Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 246: Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends
[5] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
[6] Schriften des Forschungszentrums Jülich, Band / Volume 38, Kerstin Susanne Treydte: Dendro-Isotope und die Jahrringbreiten als Klimaproxis der letzten 1200 Jahre im Karakorumgebirge/Pakistan
[7] Axel Bojanowski 12. August 2020: Meine Antwort an Stefan Rahmstorf zu seiner Kritik an meinem WELT-Kommentar
[8] Der Spiegel 20.07.2020: Die Freitags-Revolutionäre




Im Würgegriff der zirkulations­armen Wetterlagen – die August­hitze 2020, deren Besonder­heiten und Folgen

Was ist eine zirkulationsarme, unbestimmte Wetterlage?
Im Juni und vor allem im August 2020 hatte man wettermäßig oft das Gefühl, zwischen allen Stühlen zu sitzen: Kaum Wind und drückende Schwüle, auch die Wolken in größerer Höhe bewegten sich kaum. Die vorher eingeflossene Luftmasse „altert“ sozusagen über unseren Köpfen und wird tagelang nicht ausgetauscht. Das ist für unsere wechselhaften, mitteleuropäischen Verhältnisse mit ihrem oft windigen Wetter weniger typisch; zwei Wetterkarten-Beispiele verdeutlichen den Unterschied:

Abbildungen 1a und 1b: In der oberen Abbildung (1a) erkennt man auf der Wetterkarte vom 5. Juli 2020 zwischen einem Tief über Norwegen und einem Azoren-Hoch zahlreiche weiße Linien, die Isobaren, welche besonders über der Nord- und der westl. Ostsee sehr gedrängt verlaufen – ein kräftiger westlicher Wind war die Folge, mit ihm zogen die Wetterfronten mit ihren Wolken- und Regengebieten rasch ostwärts. Ein ganz anderes Bild dann am 14. August 2020, das sich so ähnlich an vielen Augusttagen zeigte: Kaum Isobaren über Deutschland und auch in höheren Luftschichten praktisch kaum ein Luftdruck- und Temperaturgefälle – eine lehrbuchhafte „unbestimmte“ oder zirkulationsarme Wetterlage. Die orange Farbe weist auf bis in große Höhen vorhandene Warmluft hin, was die anhaltende Hitze erklärt. Bildquelle beider Karten wetterzentrale.de


Der Deutschen Wetterdienst (DWD) führt zwei unterschiedliche Klassifikationsverfahren für Wetterlagen; ein großräumiges, bis 1881 zurück verfügbares nach HESS/BREZOWSKY, das den Begriff „unbestimmt“ bis auf ganz wenige Übergangslagen nicht kennt, weil sich großräumig, wenn auch subjektiv, fast immer eine Großwetterlage bestimmen lässt. Genauer, aber auf Deutschland beschränkt und erst seit Juli 1979 verfügbar ist die „Objektive Wetterlagenklassifikation“. Hier wird die mittlere Anströmrichtung in 700hPa (entspricht etwa 3000 Metern Höhe) für eine rechteckige Fläche, welche Deutschland und dessen nähere, benachbarte Umgebung abdeckt, numerisch ermittelt. Ergibt sich keine eindeutige Anströmrichtung, so wird das als „unbestimmt“ (XX-Lage) gewertet – derartige Lagen zeichnen sich stets durch wenig Wind und meist sehr ereignisarme Witterung (oft Nebel, anhaltend dunstig-trübes oder wolkenloses Wetter im Herbst/Winter) aus – mit der Ausnahme der Bildung kräftiger Wärmegewitter im Sommer bei genügender Luftfeuchte, was im Juni und August 2020 eindrucksvoll zutraf. Näheres zur Wetterlagenklassifikation hier.
Werden zirkulationsarme, unbestimmte Wetterlagen häufiger?
Eine Häufung dieser Lagen deutet sich bei freilich großer Streuung an:

Abbildung 2: Entwicklung der Anzahl der Tage mit XX-Lagen (unbestimmte Lagen nach der Objektiven Wetterlagen-Klassifikation) im Sommer. 2020 Schätzung, da der Beitrag vor Ende August abgeschlossen wurde.


Als Ursachen dieser abgeschwächten Zirkulation kann man neben der sehr geringen Sonnenaktivität die momentane AMO-Warmphase vermuten. Diese trägt Wärme in den Nordatlantik, das Nordmeer und den europäischen Sektor der Arktis ein, was als Hauptursache für den starken Rückgang des arktischen Meereises anzusehen ist. Damit vermindern sich die Temperaturgegensätze zwischen Atlantik und dem europäischen Festland, aber auch das Temperaturgefälle zwischen niederen und höheren Breiten nimmt ab. Im Sommer ist der Einfluss der AMO auf die Lufttemperaturen in Deutschland und die Häufigkeit der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil signifikant:

Abbildung 3: Gut 16% der Variabilität der sommerlichen Lufttemperaturen werden in Deutschland von der AMO bestimmt – in AMO-Warmphasen wie um die Mitte des 20. Jh. und momentan, sind die Sommer wärmer. Am Ende der AMO-Warmphasen häufen sich außerdem Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil (Klassifikation nach HESS/BREZOWSKY). Auch der Sommer 2020 zeichnete sich durch überdurchschnittliche AMO-Werte aus.


Diese Lagen mit südlichem Strömungsanteil häufen sich auch signifikant in Phasen mit geringer Flächenausdehnung des arktischen Meereises im Sommer, und zwar auch dann schon, wenn die Eisbedeckung im Frühling zu gering war. Selbiges gilt, aber in abgeschwächter Form, auch für die Häufigkeit der unbestimmten (XX)-Lagen:

Abbildung 4: Je geringer die Fläche des arkt. Meereises im Mai, desto mehr XX-Lagen treten im folgenden Sommer auf – der Zusammenhang ist aber nicht signifikant. Doch auch dem Sommer 2020 ging ein Mai mit viel zu geringer Meereis-Ausdehnung voraus.


Eine weitere Einflussgröße ist die QBO. Die quasi-zweijährige Schwingung (kurz: QBO vom englischen „quasi-biennial oscillation“), auch quasi-biennale Oszillation, ist eine quasi-periodische atmosphärische Welle des zonalen Windes in der äquatorialen Stratosphäre der Erde. Die QBO-Daten für den Beobachtungsort Singapur liegen seit 1053 vor; sie zeigen einen merklich negativen Sommertrend, was auf schwächere stratosphärische Westwind- und intensivere Ostwindphasen hinweist:

Abbildung 5: Das Zonalwindmittel der QBO, gebildet aus den Werten der 15-, 40- und 70-hPa-Schicht über Singapur, weist im Sommer einen deutlich fallenden Trend auf.


In QBO-Westwindphasen scheint die („normale“) Westwind-Witterung über Mitteleuropa begünstigt zu werden; in den Ostwind-Phasen werden Zirkulationsanomalien häufiger. Der Sommer 2020 fällt nun, so wie der von 2018, in eine (negative) Ostwindphase der QBO. Was die Häufigkeit der unbestimmten XX-Lagen betrifft, so zeigt sich allerdings bloß zum Zonalwind der tieferen Stratosphäre (70 hPa) ein schwacher, nicht signifikanter Zusammenhang:

Abbildung 6: Tendenziell mehr XX-Lagen bei negativer QBO in der Fläche 70 hPa (negativer, nicht signifikanter Zusammenhang). Auch im Sommer 2020 herrschten in 70 hPa deutlich negative Werte („Ostwind-Phase“).


Besonderheiten der August-Witterung 2020
In der ersten Augustwoche spielte sich ein für heiße Sommer typischer Vorgang ab. Der Azorenhochkeil dehnte sich nach Mitteleuropa aus; und schließlich entstand ein großes Hochdruckgebiet, das am 7. August sein Zentrum über dem Baltikum hatte. An seiner Südwestflanke strömte hochreichende Warmluft nach Deutschland:

Abbildung 7: Hoher Luftdruck nordöstlich von Deutschland und Warmluftadvektion bis in große Höhen (hohes Geopotential – dunkelrote Farbe) leitete eine Hitzewelle ein. Bildquelle: wetterzentrale.de


Doch anschließend fiel der Luftdruck, auch durch Überhitzung bedingt, in den unteren Luftschichten, und es bildete sich über Deutschland ein flaches, diffuses Hitzetief, während sich nun eine Hochdruckzone von den Azoren über die nördliche Nordsee nach Skandinavien erstreckte:

Abbildung 8: Am Rande einer von den Azoren nach Nordeuropa reichenden Hochdruckzone blieb zwar das hohe Geopotential am 9. August erhalten, aber in Bodennähe fiel der Luftdruck über Mitteleuropa, so dass hier kaum noch ein Luftdruckgefälle bestand. Bildquelle: wetterzentrale.de


Außerdem sickerte feuchte Luft ein, in der sich vermehrt Schauer und Gewitter entwickelten, die als typische „Wärmegewitter“ aber keinerlei dauerhafte Abkühlung brachten. Am 13. August war dieses diffuse Hitze-Tief sogar in der Bodenwetterkarte erkennbar:

Abbildung 9: Ein flaches Tief über West- und Mitteleuropa brachte am 13. August ebenfalls keine wesentliche Abkühlung. Bildquelle: wetterzentrale.de


Diese Wärmegewitter traten dabei jedoch nicht völlig ungeordnet auf; sondern bevorzugt an so genannten Konvergenz-Linien, welche sich durch Vorgänge in höheren Luftschichten bilden und an denen die Luft zum Aufsteigen gezwungen wird:

Abbildung 10: Bodenwetterkarte vom 14. August 2020, früher Abend. Die eigenartig gekrümmten, fetten Linien über Mittel- und Westeuropa sind keine Isobaren oder Fronten, sondern Konvergenzen, an denen sich Schauer und Gewitter konzentrieren. Man beachte den gewaltigen, mehr als 1000 Km betragenden Abstand zwischen der 1016 hPa-Isobare über der Nordsee und der 1012 hPa-Isobare über Norditalien – es herrschte also praktisch kein Luftdruckgefälle über Mittel- und Westeuropa. Bildquelle: UKMO-Metoffice aus dem Archiv von wetter3.de, leicht verändert und ergänzt.


Während an den gewitterärmeren Tagen dieser vom 9. bis zum 15. August dauernden Wetterlage über Deutschland fast einheitlich hochsommerliche Tagesmaxima zwischen 28 und 38°C erreicht wurden, so zeichneten sich an anderen Tagen die tagsüber von Schauern oder Gewittern betroffenen Gebiete durch etwas niedrigere Maxima ab:

Abbildungen 11a und 11b: Überall große Hitze (Tagesmaxima) am 9. August, als erst gegen Abend Gewitter entstanden (oben). Am Folgetag (unten) „hingen“ Reste der nächtlichen Gewitter mit vielen Wolken und etwas Regen noch über Mitteldeutschland; dort war es mit 22 bis 28°C mal für einen Tag etwas kühler, weil die kräftige Augustsonne über längere Zeit fehlte. Bildquellen: wetterzentrale.de


In der vorherrschenden, enorm schwülen Subtropikluft (xS) währten diese Abkühlungsphasen nur so lange, wie die Sonne nicht schien. Dabei wurde vom 9. bis zum 14. August die Großwetterlage XXZAF beobachtet – eine unbestimmte, in den unteren Luftschichten zyklonale, in höheren Schichten antizyklonale Wetterlage mit feuchter Luft. Mit 9 Tagen für den gesamten Sommer, davon allein 7 im August, wurde diese seltene Wetterlage noch nie so oft beobachtet, wie in diesem Sommer 2020. Erst am 16. August milderte eine ganz schwache Wetterfront aus Südwesten die Hitze etwas – die mit ihr einfließende erwärmte Meeresluft (mPs) wandelte sich jedoch rasch in Warmluft (xSp) um. Und auf der Vorderseite eines Tiefs über den Britischen Inseln gab es am 20./21. August eine nochmalige Hitzewelle, doch diese Wetterlage ist für den nun beginnenden Spätsommer/Frühherbst mit seinen häufigen Wärmerückfällen nicht untypisch.
Zirkulationsarme, windschwache Großwetterlagen – ein Menetekel des Scheiterns der Energiewende?
Seit die links-grün motivierte Energiewende mit Beginn der 2000er Jahre so richtig Fahrt aufnahm, verdoppelten sich die Strompreise in Deutschland (Quelle: statista.com), und weite Landstriche wurden mit Wind- und Solarparks verschandelt. Mittlerweile „zieren“ mehr als 30.000 Windkraftanlagen unsere einst so schöne Landschaft. Der Ausbaufortschritt ist also gerade bei der Wind- und Solarenergie enorm. Da sollte doch mittlerweile fast der gesamte erzeugte Strom (der Begriff „Energiewende“ ist in der von Euphemismen geprägten deutschen Politik eine von vielen Mogelpackungen – es ist nur eine Stromwende, denn bei Heizen, Industrie und Verkehr läuft ohne fossile Brennstoffe nach wie vor fast nix) aus „erneuerbaren“ Quellen stammen – doch wie sieht die Realität aus? Der trotz der Hitze windschwache, zeitweise wolkig-gewittrige August 2020 lässt da nichts Gutes erahnen:

Abbildungen 12a bis 12c: Stromproduktion aus Wind und Solar in drei gleich langen August-Zeiträumen der Jahre 2020, 2016 und 2014, ergänzt. Bildquellen.


Zu den Abbildungen 12a bis 12c: Der Windstrom (graue Farbe) kam trotz des Zubaus an Windkraftanlagen in diesen jeweils knapp drei August-Wochen nie wesentlich über 20 GW hinaus, und trotz der Installation angeblich so leistungsfähiger, riesiger Anlagen auf See („offshore“), welche es 2014 noch gar nicht gab, konnte die Produktion von Windstrom (grau, hellblau für offshore) nicht und die von Solarstrom (gelb-orange) nur unwesentlich gesteigert werden. Und in allen drei ja nun wirklich mit knapp drei Wochen nicht sehr langen Zeitabschnitten gab es stets längere Phasen mit unter 10 GW Windstromerzeugung. In den Sommernächten, in denen auch Strom verbraucht wird, brach die Erzeugung meist auf 5 bis Null GW ein – klassische „Dunkelflauten“. Die meteorologischen Besonderheiten des 2020er Augusts zeigen sich im „Nachhinken“ des Windmaximums um wenige Stunden gegenüber dem Sonnenhöchststand, bei dem die meiste Solarenergie erzeugt wird (besonders vom 7. bis zum 16.08. gut erkennbar). Es handelt sich dabei um nur im Sommerhalbjahr auftretende, von der Sonne angetriebene Lokalwinde, welche nur bei Wetterlagen mit wenig Luftdruckgefälle und wolkenarmem Himmel auftreten – im Winter, wo es mitunter noch viel mehr XX-Lagen geben kann, fehlen diese Lokalwinde und meist auch die Sonne – tagelange Dunkelflauten sind dann die Folge.
So richtig ungemütlich für die Verfechter der Erneuerbaren Energien wird es aber erst dann, wenn man die gesamte Stromproduktion betrachtet. Hier soll ein Vergleich 2014 zu 2020 reichen:

Abbildungen 13a und 13b: Andere Zeiten – anderer Strom-Mix im August


Zu den Abbildungen 13a bis 13c: Die „Energiegewinner“ sind nicht die erneuerbaren Stromquellen. Der Wasserkraft ging wegen der anhaltenden Dürre die Kraft aus – nur etwa halb so viel Erzeugung in 2020 (unteres Bild) wie 2014. Die Biomasse blieb fast unverändert – sie ist ohnehin ein sehr ineffizienter Energieträger. Kernkraft und Kohle nahmen, politisch gewollt, merklich ab – aber Windenergie gar nicht und Solar nur wenig zu. Es konnte nur einen Gewinner geben – das fossile Erdgas! Diese für uns alle teure Mogelpackung verkauft man uns nun als „ökologische“ Energiewende. Die kleinen, hellbläulichen Zacken sind Stromerzeugung aus Pumpspeicherkraftwerken und saisonalen Speichern – diese geringen Mengen können die misslungene deutsche Energiewende nicht mal wesentlich aufhübschen. Bildquellen wie Abb. 12a bis 12c.
Man braucht nun wirklich kein Prophet zu sein, um die Energiewende als Irrweg zu erkennen – zumal, wie bereits dargelegt, die meteorologischen Bedingungen für die Erzeugung erneuerbarer Energie eher schlechter werden – der Wasserkraft könnte bei noch länger anhaltender Dürre ein Totalausfall drohen, die Sonne wird nie Nachts und im Winter kaum scheinen, Wind fehlt bei den häufiger werdenden XX-Lagen, und effiziente, leistungsfähige Stromspeicher sind auf Jahrzehnte nicht in technisch und ökonomisch realisierbarer Reichweite. Und der Stromverbrauch? Steigt eher, anstatt zu sinken.
Trocknet Deutschland im Sommer aus?
KOWATSCH (2020) hat in seinem kürzlich erschienenen EIKE-Beitrag „Wird Deutschland versteppen? Die Deutschen legen ihr Land trocken“ schon die wesentlichsten Ursachen der nicht zu leugnenden Trockenheit beschrieben. Leider lassen auch die Daten zur relativen Feuchte, seit 1948 für den Sektor Deutschland beim NOAA (amerikan. Wetterdienst) verfügbar, wenig Gutes erahnen:

Abbildung 14: Sowohl im 1000-hPa-Niveau (bodennahe Luftschicht) als auch im 850-hPa-Niveau (etwa 1500m Höhe) sank die relative Luftfeuchte (Verhältnis real vorhandene zu maximal möglicher Wasserdampfmenge der Luft in %) merklich – in Bodennähe stärker, was die von KOWATSCH als Austrocknungsursachen genannten Fakten plausibel werden lässt. Allerdings werden auch die AMO-Warmphase und geänderte Großwetterlagenhäufigkeiten eine Rolle gespielt haben.


Zu Panikmache besteht allerdings kein Anlass. Erstens ist die für Dürren neben der Regenmenge maßgebliche Verdunstung eine äußerst komplizierte Größe – sie lässt sich nur sehr grob berechnen – ein Grund, warum Klimamodelle wertlos sind. Die Verdunstung hängt unter anderem von der Lufttemperatur, der Sonnenscheindauer (genauer: Der Globalstrahlung), der relativen Feuchte der Luft, der vorhandenen Wassermenge des Bodens, der Windgeschwindigkeit und der Art und Beschaffenheit der Bodenoberfläche und der Vegetation, ab. Niemand weiß, wie sich diese Größen künftig ändern werden. Zweitens steigen die Niederschlagsmengen, zumindest regional, im Winter. Und drittens bleibt Deutschland ein wasserreiches Land – das Wassermanagement muss aber verbessert werden (Renaturierung, Entsiegelung, Bau von mehr Rückhaltebecken zur Wasserspeicherung). Möglicherweise wurde mit dem August 2020 der Zenit der aktuellen Dürre überschritten – mit dem nun beginnenden Sonnenfleckenzyklus Nr. 25 könnten die kommenden Jahre regenreicher verlaufen.




Offener Brief an die Fürther Nach­richten anlässlich eines Leitkom­mentars T1(2)

Warum ein offener Brief auf EIKE?

Der Autor macht sich ab und zu die (bisher vergebliche) Mühe, „seiner“ Lokalredaktion zu vermitteln, dass das Thema Klimawandel viel komplexer ist, als es die dpa (von der die meisten Artikel kopiert werden) als Vermittler der meistens vom – oder mit dem PIC – herausgegebenen -, in aller Regel alarmistischen Publikationen darstellen. Und dass die meisten, klimaalarmistischen Publikationen (sehr höflich ausgedrückt) eine simulierte Zukunft und Extreme fabulieren, welche zumindest derzeit keinesfalls durch Klima-Messdaten belegt sind.
Dies nicht lediglich als pauschale „Anklage“, sondern genau so umfangreich belegt und mit nachprüfbaren Fundstellen versehen, wie seine EIKE-Artikel.
Ab und an entwickeln sich daraus erfreuliche Korrespondenzen. Doch der eigentliche Sinn, die Redaktion in ihrem fast täglich in einem Kommentar oder Artikel vermittelten Klimaalarm zu „bremsen“ und die Mechanismen – vor allem Publizierungen – der Klimaalarmfraktion einfach mal zu hinterfragen, ist bisher vollkommen wirkungslos geblieben.
Im Gegenteil, man gewinnt den Eindruck, dass der Klimaalarm laufend verstärkt wird, mit der Konsequenz, dass sich die Zeitung diesbezüglich nicht mehr von der GRÜN-Linken, „bezahlpflichtigen Parteizeitung“ im Süden Bayerns, der SZ unterscheidet, weshalb sie der Autor in „Anschreiben“ inzwischen durchgehend als „Frankenprawda“ tituliert.
Im Leitartikel vom 17.08.2020 kumulierte sich der Klimaalarm-Unsinn (wieder) so konzentriert und geradezu „lehrbuchhaft“ klimapropagandistisch, dass es angebracht erschien, eine Gegendarstellung zu verfassen.
Wegen des erheblichen Zeitaufwandes und da sich darin auch viel allgemein interessante Information findet, wird diese nicht nur an die Redaktion (wo sie vielleicht in einer „Datensenke“ verschwindet), sondern auch an das EIKE zur Diskussion gegeben.

Bebauen und Bewahren“

An die Redaktion der Frankenprawda
Erneut Glückwunsch für einen Leitkommentar entsprechend der von unseren Leitpolitikern, der unfehlbaren Frau Merkel und den richtungsbestimmenden GRÜNEN, vorgegebenen Erfüllungsverpflichtung zur Desinformation der Leser, um bei den Untertanen keine Opposition zu den vorgesehenen, extrem teuer werdenden Maßnahmen zum unsinnigen – da nicht möglichen, aber auch vollkommen unnötigen -, sogenannten Klimaschutz aufkommen zu lassen.
Etwas Hoffnung hatte ich bisher, dass meine Gegenargumentationen zu bisherigen Redaktionskommentaren mit dem Thema Klima zumindest soweit Zweifel aufkommen ließen, dass die Aussagen der sogenannten Klimafachpersonen sehr mit Vorsicht zu betrachten sind, da fast immer politisch motiviert (schließlich werden sie fast ausschließlich darüber finanziert) und weitgehend durch Simulieren mit geeigneten Parametern „entstehen“, sich also nicht aus den Messwerten der wahren Natur generieren.
Diese kleine Hoffnung muss ich leider (wieder) begraben. Die Redaktion ist weiterhin blind Ökokirchen-gläubig und will es wohl auch bleiben.

Im Grunde kein Problem, wenn die Redaktion ihre Leser von den sprichwörtlichen „Kanzelpredigten“, die als Wirklichkeit verkauft werden, verschonen würde(n).
Im Folgenden gehe ich wieder auf einige markante Aussagen des Kommentars ein und zeige, welche Information ein klimakritisch eingestellter und die wirklichen Messdaten betrachtender Leser dazu alternativ vorlegen kann und welche – dann mit Messdaten aus der Natur belegte – Schlussfolgerungen gezogen werden können.

Antworten zum Leitartikel

Leitartikel: „… immer sichtbarer werden zudem die Folgen des zumindest auch von den Menschen beschleunigten Klimawandels“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Ein gelungener Satz. Lasse man die Zuweisung der Ursache für das seit der schlimmen, nachmittelalterlichen Kaltzeit endlich und zum ganz großen Segen für die Menschheit wärmer geworden Klima undiskutiert. Aber die überwiegend positiven Folgen sind wirklich anhand nachprüfbarer Daten sichtbar:

  • Weltweit explodierende Ernteerträge, alleine aufgrund deren die wissenschaftlich gesicherte, da mathematisch simulierbare Vorhersage des sicheren Verhungerns der Menschheit in wenigen Jahrzehnten, aufgestellt durch den durch den Wissenschaftler Malthus, ausblieb.
  • Abnahme der in der Kaltzeit schlimm wütenden Wetterextreme, da sich die Temperaturgradienten von den Polen zum Äquator verringern.
  • Mehr Niederschlag, rein physikalisch aufgrund der höheren Feuchtespeicherfähigkeit durch höhere Temperaturen bedingt

Anbei Auszüge aus meinem Foliensatz über das Klima und seinen stetigen Wandel mit Darstellungen von Wetterextremen zur Zeit, als der Mensch angeblich im „Einklang mit der Natur“ gelebt hat, die ihn aber gnadenlos verhungern oder an epidemischen Krankheiten sterben ließ und deren damaligen Extreme (gegen die man damals wenig gewappnet war) heutzutage wohl zur Massenpanik führen würden.

Bild 1 Hochwasser des Main bei Würzburg seit dem Mittelalter. Grafik Vom Autor erstellt


Bild 2 Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Bild 3 Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Dazu noch die Ertragssituationen der Ernteerträge, welche unter anderem auch dank dem wärmer gewordenen Klima und der erhöhten CO2-Konzentratio seit dem Mittelalter stetig zunehmen.

Bild 4 Ernteerträge Deutschland seit 1400 (Relativwerte). Grafik vom Autor ergänzt


Und der Ertragszuwachs explodiert geradezu seit dem Beginn des besonders „schlimmen“ Klimawandels (ab ca. 1950). Um das seit ca. 2000 erreichte, extrem hohe Ertragsniveau pendeln seitdem die Erträge. Ein Trend zur Verringerung durch den Klimawandel ist nicht erkennbar. Daran ändern auch die jüngsten, trockeneren Jahre nichts.

Bild 5 Ernteerträge Weizen in Deutschland seit 1845 bis 2020. Grafik vom Autor zusammengesetzt


Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit:

Bild 6 Ernteertragsverlauf weltweit. Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Nicht vergessen sollte man, dass die Inseln nicht untergehen, sondern der Meerespegel aktuell der Niedrigste seit Jahrtausenden ist.

Bild 7 Meerespegel seit der letzten Eiszeit. Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Entsprechend zeigen die Vulnerabilitätsdaten einen überzeugend, positiven Trend:

Bild 8 Mortalitätszuordnung global. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Fazit
Die positiven Folgen des sich zum Glück seit der langen, schlimmen Kaltzeit wieder erwärmenden Klimas sind unübersehbar. Der innige Wunsch des Arrhenius Anfang 1900, das schlimme, kalte Klima möge bitte, bitte dank CO2 wärmer werden [5]) ist eingetroffen.
Leitartikel: „In Jakutien … herrschen aktuell nicht selten Temperaturen von über 30 Grad – in der normalerweise kältesten Region der Welt mit 60 Grad Minus im Winter …“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: In der FN-Redaktion herrsch wohl überhaupt kein Zwang, ein Thema aktuell nachzusehen. Dann hätte man schnell herausbekommen, dass es sich bei dieser Klima-Alarmmeldung um eine der typischen Klimaalarm-„Enten“ handelt, die regelmäßig zur „Motivierung“ der Klimaalarm-Gläubigen unters Volk geworfen werden.
Möglichst über die „dpa“, damit sich die „Ente“ als Wahrheit publizieren lässt, wie es unser Bundespräsidenten-Versuch sagte (Steinmeier: „Fakten sind Fakten, wenn sie von der dpa gemeldet werden“).
Zudem sollte man vielleicht auch etwas genauer hinsehen und beschreiben: Jakutien ist eine der kältesten – bewohnten – Regionen der Welt. Die kälteste Region ist und bleibt aber nach wie vor die Antarktis.
Aber die „Intelligenz“ der GRÜNEN Führung (Stromnetze speichern, Kobolde in Batterien, Gigabytes geben die erforderliche elektrische Energie ins Netz, die Zitteranfälle von Frau Merkel kommen vom Klimawandel, abstruseste Klimawandel-Zuweisungen beliebiger Wetterereignisse … ) scheint in der Redaktion „anzukommen“.
Der Wetterfachmann Kachelmann aus der Schweiz – und damit nicht so stark von deutscher, GRÜNER Ideologie abhängig – brachte es auf den Punkt:
kaltesonne, 20. Juni 2020: Wenn sich Lobbyisten als Klimaexperten ausgeben

Bild 9 Tweet von Kachelmann zum sibirischen Hitzeereignis


Kommentar dazu in „kaltesonne“, bezogen auf den Tweet der GRÜNEN „Fachfrau“:
… Wie schon im Frühjahr als eine normale Sturmflut die deutschen Küsten traf und sie deshalb in Panik verfiel aber gleichzeitig über viel Windstrom frohlockte, ist es jetzt das Thema Sibirien. Das ist gerade eine beliebte Sau, die durchs Klima-Dorf getrieben wird. Nochmal zur Erinnerung. Sibirien ist fast 40 mal so groß wie Deutschland, es gibt nicht die Standardtemperatur für Sibirien, denn die Ausdehnung reicht von Kasachstan bis zum Nordpolarmeer und vom Ural bis an den Pazifik. Simone Peter beruft sich auf einen Artikel des Guardian. Und der macht nettes Cherry Picking und verwechselt munter Wetter und Klima:
„Russian towns in the Arctic circle have recorded extraordinary temperatures, with Nizhnyaya Pesha hitting 30C on 9 June and Khatanga, which usually has daytime temperatures of around 0C at this time of year, hitting 25C on 22 May. The previous record was 12C.“
… Beide sibirischen Städte haben, da sie auf der Nordhalbkugel liegen, gerade Sommer. Die Sonne scheint sehr lang und hat so die Möglichkeit die Luft zu erwärmen. Strömungen sorgen darüber hinaus für unterschiedliches Wetter. Man erkennt es auf der Karte von Ventusky sehr gut an der grünen Farbe. Dort ist es aktuell kühl. Für Lobbyisten vom Schlage Simone Peter ist das wahrscheinlich ein unvorstellbares Ereignis. Sie mischen munter Wetter und Klima, weil es gerade gut passt. Würde irgendjemand bei einem neuen Tiefstwert im Winter in Sibirien eine neue Eiszeit ausrufen? Nein, denn das wäre in etwa auf dem gleichen Niveau wie Simone Peter.
Ergänzend noch, was eine Internetseite über die Temperatur in Jakutsk vermittelt:
wetter.de: Wie ist das Klima in Jakutsk?
Jakutsk gilt als die Großstadt mit den kältesten Temperaturen auf der Welt … Die Temperaturunterschiede in Jakutsk sind gewaltig. Im Hochsommer liegt die durchschnittliche Höchsttemperatur im Juli bei 25,2 Grad Celsius.
Im Sommer wurden dagegen schon Höchstwerte bis zu 38 Grad verzeichnet. Im Winter wiederum fällt die Tiefsttemperatur bereits über Tag auf durchschnittlich bis zu minus 36 Grad im Januar ab und erreicht nachts sogar durchschnittlich minus 44,9 Grad …:
Fazit
Die aktuell von vielen mit (teils bewusster) Unkenntnis zum Klima als Klima-Menetekel gemeldeten 30 Grad scheinen an diesem Ort nicht ungewöhnlich zu sein. Früher war es halt uninteressantes Wetter und heute ist das Gleiche sofort zu meldender, ganz schlimmer Klimawandel.
Leitartikel: „Die Dürre, die aktuell auch bei uns trotz regionaler Gewitter zu erleben ist, wird zur Bedrohung für die Land- und Forstwirtschaft. Die Wälder sind aktuell gefährdeter als zu den Zeiten des (damals überwundenen) Waldsterbens“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Woher hat Herr Jungkunz diese Aussage? Ist es vielleicht eine reine Annahme, weil es einfach so sein muss, oder hat es vielleicht Herr Hubert Weiger geflüstert, der davon überzeugt ist, damals die Wälder unseres Globus persönlich gerettet zu haben (habe ich aus einem Interview in den FN)?
Allerdings ist die Aussage falsch. Und das lässt sich anhand der Bayerischen Waldberichterstattung (und denen aus anderen Bundesländern) leicht zeigen. Man muss nur wissen, dass in den neueren Berichten die schlechtere Vergangenheit abgeschnitten ist, um die aktuelle Zeit als schlechter erscheinen zu lassen. Früher nannte man so etwas Betrug. Seit es aber die Münchner Rückversicherung im Viewer zu ihrer Schadensdatenbank so macht, nennt sich das „Homogenisierung“. Zum Glück findet sich so Manches in Archiven und lässt sich rekonstruieren. In einigen EIKE-Artikeln habe ich dies dargestellt:
[Link] EIKE 29. Februar: Den Bayerischen Wäldern geht es nur schlecht, weil die schlimmere Vergangenheit abgeschnitten wird
So haben die Bayerischen Bäume seit 1991 keine schlechtere Schadstufe 0.

Bild 10 Bayern, Schadstufenklassen alle Baumarten


Und selbst der aktuell ganz schlimm „gebeutelten“ Fichte ging es früher schlechter

Bild 11 Bayern, Schadstufenklassen Fichte


Bei den Tannen ist es geradezu extrem:

Bild 12 Bayern, Schadstufenklassen Tanne


Nun noch ein Bild des Waldzustandes Bayern für alle Baumarten seit 1983 -2017.
2017 ging es den Bäumen mindestens genau so gut wie 1984 – 1986, also mitten im „Waldsterben“. Dabei findet sich dieses „Waldsterben“ in den Berichtsgrafiken praktisch überhaupt nicht. Vielleicht trat es nur in den Erzählungen des BUND wirklich auf …

Bild 13 Bayern Waldzustand 1983 – 2017, vom Autor zusammengesetzt aus den Berichtsdaten 2017 und 2007 mit Hilfslinien ergänzt


Wie sehr der Waldzustand mit der Tagespolitik korreliert, zeigt ein Bericht von 2010:
28.01.2010, Landkreismagazin: … betonte Landrat Matthias Dießl. … “Der Zustand unserer Wälder hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, das ist vor allem ein Erfolg der professionellen Forstwirtschaft aber auch langjähriger Aufklärungsarbeit”, so Matthias Dießl weiter.

Bild 14 Zeitungsbericht Nürnberg von 2010


Ein weiteres Beispiel einer rein politisch motivierten Waldzustandsdarstellung: [Link] EIKE 05.08.2015: Nicht ewig leiden die Wälder– Wie der deutsche Wald innerhalb von drei Monaten genesen ist
Sogar das Umweltministerium hat jüngst noch festgestellt und publiziert, wie gut es dem Wald gut geht und dass er vor allem nicht unter einem „Klimawandel-“Negativtrend leidet.

Bild 15 Waldzustandsfeststellung im deutschen Klimamonitoringbericht 2019


Dass die aktuelle Dürre kein wirkliches Problem ist und deren Zuordnung zum Klimawandel eine bewusste Panikmache ohne jegliche, datentechnische Begründung, habe ich oft schon (auch der Redaktion) gezeigt. Bisher hat noch niemand darin konkrete Fehler gefunden:
[Link] EIKE 17.07.2020: Wenn man denkt, niveauloser geht nicht mehr, kommt ein neuer Artikel daher
Daraus der Niederschlag der Langzeitreihe Bamberg seit 1879. Man erkennt viele Abschwünge und den aktuellen als einen vollkommen natürlichen in der langen, zyklischen Reihenfolge:

Bild 16 Jahresniederschlags der Messstation(en) Bamberg. Vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt


Am Jahresniederschlag von Bayern lässt sich diese natürliche, zyklische Variation noch deutlicher sehen und dazu, dass der Niederschlag insgesamt zunimmt.

Bild 17 Bayern, Nachdem angeblich „ganz Europa“ unter der Dürre leidet, noch der Niederschlagsverlauf von Zürich seit 1864.


Nur klimasimulierende Computer (und deren Bediener) „sehen“ dahinter eine zunehmende Dürregefahr …

Bild 18 Zürich, Jahresniederschlag seit 1864. Grafik vom Autor erstellt


Sicher sollte der Kommentar-Satz auch auf die aktuell etwas trockeneren Jahre referieren. Dass diese kein Anzeichen eines Klimawandels sind und der Niederschlagstrend sogar stetig zunimmt, wurde schon mehrmals berichtet:
[Link] EIKE 29.06.2020: Herr Maas verschenkt unser Geld und gewinnt damit viele (gierige) Freunde
[Link] EIKE 27.06.2020: Ein Zeitungsredakteur durch den Stadtwald ging um den Klimawandel persönlich zu sehen
[Link] EIKE 16.11.2017: Der Waldzustand in Bayern ist schlechter, obwohl er besser wurde
Wer darüber immer noch nicht genügend Grafiken gesehen hat, kann weitere zum Thema auf Wetterkanal ansehen:
Wetterkanal: Niederschlagsentwicklung in Deutschland seit 1881:
Hitliste der Jahre – Top 20 seit 1881
… In der folgenden Liste habe ich aus allen Jahren jeweils die trockensten Jahre und die nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 herausgesucht … ist ein Trend beim Niederschlag nicht zu erkennen. Es finden sich seit 1881 drei Jahre unter den 20 trockensten Jahren und sogar sieben Jahre unter den 20 nassesten Jahren. Es gab also seit 1990 sogar mehr sehr nasse Jahre als sehr trockene Jahre. Ein Trend zu Dürrejahren gibt es also absolut (noch) nicht.

Bild 19 Liste der jeweils trockensten und nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 (Deutschland). Quelle: Wetterkanal


Fazit
Wer anhand solcher Messwerte von einer belegten, Klimawandel-bedingten Zunahme von Dürren spricht, begeht entweder Datenbetrug, hat keine Ahnung oder ist ein Vertreter der politisierten Klimawissenschaft, in der das gewünschte Ergebnis an allen Messdaten vorbei simuliert wird.
Leitartikel: „Europa und Deutschland erlebt laut einer aktuellen Analyse die extremste Trockenphase seit 254 Jahren … „
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Eine Frage: Hat jemand aus der Redaktion von dieser Analyse, aus der diese Aussage abgeleitet wurde, wenigstens die Headers – und vielleicht sogar noch ein kleines bisschen mehr – gelesen?
Die Studie titelt: increased future occurrences of the exceptional 2018–2019 central european drought under global warming
Es wird nicht von der „extremste“ Trockenphase, sondern über eine „außergewöhnliche“ gesprochen. Zudem geht es vorwiegend um die (simulierte) Zukunft und weniger um die Vergangenheit.
Für die simulierte Zukunft ist das Ergebnis – wie es der DWD-Viewer längst ausweist (Bild xxx) – auch in dieser Studie völlig unspektakulär. Denn das Standardszenario rcp2.6 weist auch in deren Simulationen zum Jahr 2100 auf keine Niederschlagveränderung hin: … and to a very negligible (vernachlässigbar) number in RCP 2.6 for the projected period 2051–2100
Nur beim Extremszenario rcp8,5 simuliert sich – wie bekannt, deshalb wird auch beim PIK immer damit simuliert – eine erhebliche Veränderung beim Niederschlag.
Allerdings fand die Studie auch (wieder) heraus, dass sich die großen Dürren nicht wirklich nach dem CO2-Gehalt richten, was etwas „verschleiernd“ formuliert wurde:
… Addressing the mechanism (attribution) of the 2018–2019 drought event itself is another line of research, which requires a comprehensive analysis and is beyond the scope of the present study.
Der Hinweis zur Studie könnte deshalb den Inhalt besser wiedergebend lauten: Auch extremere Dürren wiederholen sich – wie Naßzeiten – weiterhin regelmäßig. Die (leider praktisch unbrauchbaren) Niederschlagssimulationen weißen für den Standard-Emissionspfad bis zum Jahr 2100 ebenfalls keine Veränderung aus. Folge: Der Niederschlag wird bleiben, wie man es schon lange kennt, ein ständiges Wechselspiel, weiterhin auch mit den aus der Vergangenheit bekannten Extremen.
Wirklichen Alarm gibt das nicht her. Die Studie wurde aber nicht geschrieben, um „Entwarnung“ zu vermitteln: Human-induced climate change is evident and it poses a great concern to society, primarily due to its potential to intensify extreme events around the globe …
Also wird ein anderer, eigentlich mehr nebensächlicher Inhalt, eine Bewertung der Dürren der europäischen Vergangenheit „herausgekehrt“. Auch dieses Ergebnis ist allerdings eher unspektakulär:
… The historical reconstruction of composite 254-year long-term climatic database22,23 indicates that although the precipitation anomaly exhibits a drier than average situation during the summer months of 2018 and 2019 across the
Central Europe,
its intensity is not that high and there are also many other years with similar range of precipitation anomalies
Nimmt man anstelle des reinen Niederschlags allerdings einen Niederschlags-Index, ist die Studie überzeugt, eine Warnung belegen zu können: … On the other hand, 2018–2019 were two out of the three warmest summer periods in
the record. To account for this joint efect of precipitation and temperature anomalies, we estimate the drought
index based on the standardised precipitation evapotranspiration index (SPEI)24 that considers the atmospheric
water supply and demand (see Methods) … It is evident from the analysis that the 2018–2019 drought is a record breaking event in terms of the consecutive event in the last 254 years, … It is also worth mentioning that the 1949–1950 years ranked the second most large-scale consecutive drought years …
Die Kernaussage zur Einzigartigkeit der letzten Dürre wird im Text allerdings etwas vorsichtig dargestellt: … The observational record suggests that the ongoing 2018–2019 European drought event is unprecedented in the last 250 years, with substantial implications for vegetation health …
Und damit kommt man zum wichtigen Punkt, der eigentlich bei jeder Zitierung beachtet werden sollte: Wie steht es mit der methodischen Qualität? Ist es überhaupt möglich, für ganz Europa und über diesen großen Zeitraum ausreichend genaue Niederschlagsdaten zu generieren, um für die jüngsten Dürren eine „Einzigartigkeit“, gar Klimawandeleinfluss abzuleiten?
Details zu dieser Bewertung folgen im nächsten Kapitel.
Vorab dazu eine Plausibilisierung der (extremen) Problematik historischer Niederschlagsanalysen, selbst für regionale Gebiete im Technologieland Deutschland und nur über die Hälfte der Zeit zurückreichend.

Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends

Wer sich etwas auskennt weiß, dass es selbst in Deutschland ganz wenige Niederschlagsreihen gibt, welche weiter als über 1950 zurückreichen. Damit wäre es schwer, eine ausreichend detaillierte und regionale Verteilung des Niederschlags der letzten 254 Jahre für Deutschland zu generieren.
Wer es nicht glaubt, kann die dabei auftretenden Schwierigkeiten alleine beim Versuch, es für die vergangenen 120 Jahre durchzuführen, in einer anstelle der zitierten, bezüglich der Historienbetrachtung lediglich 6 Seiten langen, in einer mit 209 Seiten für ein deutsches Bundesland nachlesen:
[4] Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 246, 17. März 2015: Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends
Anmerkung: Dieses Dokument aus Sachsen [4] ist jedem zu empfehlen, der die Probleme bei der Ermittlung von historischem und Simulation des zukünftigen Niederschlags im Detail erfahren möchte. Im Kern ist es eine schonungslose, detaillierte Darstellung der Unmöglichkeit, länger zurückreichende Klimadaten zu ermitteln, vor allem aber eine Darstellung der gravierenden Mängel der Simulationsprogramme.
Ein enormer Aufwand wurde in diese Untersuchung hineingesteckt. Nur um „herauszubekommen“, dass das Klima und dessen Wetter wohl bleiben wird, wie es ist.
Vorab daraus eine Darstellung der Messstations-Fehldaten (grau). Wie gesagt, beginnen diese massiv bis extrem vor 1950. Warum es ab ca. 2005 wieder mit Fehldaten beginnt, ist in der Studie nicht erklärt (nur bemängelt). Böse Stimmen würden sagen: Man legt aktuell keinen Wert mehr auf Messdaten aus der wahren Natur. Denn diese weichen zu stark vom „zulässigen“ Ergebnis ab, welches sich viel billiger am Schreibtisch in Simulationen bedarfsgerecht erzeugen lässt … Wieviel Körnchen Wahrheit darin steckt, mag jeder Leser selbst entscheiden. Der Autor hat diesen Eindruck nicht einfach so fabuliert, sondern in seinen vielen Recherchen wirklich gewonnen …)

Bild 20 [4] Fehldaten (grau) sei 1900 für Messstationen in Sachsen

Zu Dürren und Trockenheit in Sachsen:
Alleine diese Untersuchung zeigt seit 1900 drei vorhergehende, vergleichbare 3-Trockenjahre wie um das Jahr 2003.

Bild 21 [4] Nasseste und trockenste drei Jahre in Sachsen seit 1900

Interessant ist in dieser Studie auch die schonungslose Darstellung, dass die Niederschlagsimulationen bereits aktuell hoffnungslos falsche Ergebnisse berechnen (wie es der DWD-Klimaviewer ja ebenfalls deutlich zeigt). Trotzdem werden damit hemmungslos Vorhersagen bis 2100 gerechnet und von unseren Medien als „Zukunftswahrheiten“ verbreitet.

Bild 22 [4] Niederschlags-Messwerte (schwarz) und Simulationsergebnisse

Bild 23 [4] Niederschlags-Messwerte (schwarz) und Simulationsergebnisse

Dabei ist es „herrlich“ zu sehen, wie die „Fachpersonen“ damit umgehen. Sie simulieren möglichst viele Läufe, entfernen die „falschen“ Ergebnisse (woher wissen die Simulanten, welche Läufe falscher und welche richtiger sind? Die, welche nicht zum gewünschten Ergebnis passen?) und vom Rest nimmt man den Mittelwert, egal, wie hoch die Spanne ist (bei deren Größe ein wirklicher Statistiker weiß, dass er den Datensatz unbesehen als Datenmüll wegwerfen kann). Das mag alles sein, nur Wissenschaft ist es nicht.

Bild 24 [4] Abbildung 5.2-8: Verlauf der über 30 Jahre geglätteten Niederschlagsanomaliewerte (mittel RAI)

Zwar geht es hier um Dürren, doch interessant dürfte sein, dass diese Untersuchung wenig, bis keine Klimawandel-bedingte Zunahme von Starkregen ermitteln konnte.

Bild 25 [4] Sachsen, Variabilität und Veränderung der jahreszeitlichen Starkniederschlagsintensität von 1931 – 2012

Nun die Reihenfolge der nassesten und trockensten Jahre in Sachsen. Verblüffend ist: In keiner Spalte steht an erster Stelle ein Jahr nach 2000. Obwohl diese Tabelle mit dem Jahr 2012 endet, bleibt das Jahr 1982 auch aktuell als Minimum.

Bild 26 [4] Tabelle der zehn trockensten und nassesten Jahre in Sachen von 1901 – 2012

Dazu eine Grafik des 3-Jahresniederschlags:

Bild 27 Bundesland Sachsen, 3-Jahresniederschlag 1983 – 2019 (rot: Regressionsgerade). Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt


Nun die Klima-Änderungssignale, wie sie sich in Sachsen zeigen:
[4] 5.3.3
Projizierte Klimaänderungssignale im 21. Jahrhundert
Hinsichtlich der zukünftig zu erwartenden Starkniederschlagshäufigkeit und –intensitäten sind sich die innerhalb des Projektes EWGKLAM verwendeten regionalen Klimamodelle recht uneins, so dass im Ensemblemittel die Änderungssignale zumeist nahe Null sind – also keine Veränderungen in den Starkniederschlägen zeigen …
.

Bild 28 (Teilbild) [4]

Die folgende Grafik zeigt, dass Trockenperioden im Winterhalbjahr abnehmen und im Sommerhalbjahr länger wurden.
Allerdings ergaben sich seit 1980 bei den Trockenperioden fast keine Änderungen mehr und man beachte auch die Größenordnung: in den beobachteten 70 Jahren eine Änderung von 0,5 … 1 Tag.

Bild 29 (Teilbild) [4]

Bild 29a [4] Bundesland Sachsen, Trendbetrachtungen Trockentage und Trockenphasen

Damit endet der Teil 1. Im zweiten Teil geht es unter anderem um die ominöse „254-Jahre“-Studie.
Anlage
Der anbei besprochene Leitkommentar

Bild 48 Der besprochene Leitkommentar vom 17.08.2020
Quellen
[1] FAZ 13.08.2020: DREI TROCKENSOMMER IN FOLGE: Die schlimmste Dürre seit der Französischen Revolution
[2] UFZ-Helmholtz Centre for Environmental Research, Vittal Hari at al.: increased future occurrences of the exceptional 2018–2019 central european drought under global warming
[3] Carlo Casty Æ C at al. 22 May 2007: A European pattern climatology 1766–2000
[4] Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 246: Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends
[5] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
[6] Schriften des Forschungszentrums Jülich, Band / Volume 38, Kerstin Susanne Treydte: Dendro-Isotope und die Jahrringbreiten als Klimaproxis der letzten 1200 Jahre im Karakorumgebirge/Pakistan
[7] Axel Bojanowski 12. August 2020: Meine Antwort an Stefan Rahmstorf zu seiner Kritik an meinem WELT-Kommentar
[8] Der Spiegel 20.07.2020: Die Freitags-Revolutionäre
 




Green New Deal: Nichts als Zerstörung und Vernichtung

Kamala Harris war Mitverfechter der Senatsresolution zur Unterstützung des Green New Deal. Jetzt hat Joe Biden dem Plan zugestimmt. Natürlich wollen die Menschen wissen, was der GND kosten wird – in der Regel bedeutet dies, dass er in den Ausgaben der Bundesstaaten und der Bundesregierung enthalten ist. Aber das ist die falsche Frage.

Die eigentliche Frage ist, wie viel erwarten die Grünen New Dealers davon, zu welchen Gesamtkosten? Mr. Biden sagt, er möchte, dass die Bundesbehörden im nächsten Jahrzehnt fast 7 Billionen Dollar für das Gesundheitswesen, die Energie- und Wohnraumtransformation, den Klimaschutz und andere GND-Agenda-Punkte ausgeben. Aber das ist nur ein Teil des Bildes.

Die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (AOC, die einen Abschluss in irgendeiner sozialistischen Version der Wirtschaft hat) und die Leute, die ihr geholfen haben, den so genannten Klimaplan von Biden zu schreiben, haben eine klare Vorstellung davon, wie viel Geld sie wollen, und wissen ziemlich genau, woher es kommen soll. Hier ist es in seiner klarsten Form, wie der damalige Stabschef der Abgeordneten Ocasio-Cortez, Saikat Chakrabarti, erklärte:

„Der Zweite Weltkrieg war eine Zeit großer Opfer und Entbehrungen, als Teil einer dramatischen und historischen Mobilisierung, um einen schrecklichen globalen Krieg zu gewinnen. Diese harte Realität spielt für diese Leute jedoch keine Rolle. Sie sagen, dass wir jetzt einen Krieg führen, um den katastrophalen Klimawandel aufzuhalten. Geld, Opfer und Störungen sind also irrelevant.

„Die Resolution beschreibt den Zehnjahresplan zur Umgestaltung aller Sektoren unserer Wirtschaft, um die Treibhausgase und die Umweltverschmutzung zu beseitigen. Sie sagt, dass dies durch riesige Investitionen in erneuerbare Energien im Umfang des Zweiten Weltkriegs (die 40 bis 60 Prozent des amerikanischen BIP ausmachten) erreicht werden soll“. [Hervorhebung {vom Autor} hinzugefügt].

Das BIP unserer Nation beträgt etwa 20 Billionen Dollar pro Jahr oder 200 Billionen Dollar in zehn Jahren. Davon entfallen 40-60% auf 80-120 Billionen Dollar. Der Einfachheit halber sollten wir es sogar 100 Billionen Dollar nennen, um den utopischen Traum des Green New Deal zu finanzieren.

100 Billionen Dollar! Auch die Mittel und Wege, diese gewaltige Summe aufzubringen, sind in ihren Köpfen vorgezeichnet. Es soll auf die gleiche Weise geschehen, wie der 2. Weltkrieg finanziert wurde, wie auch immer man das gemacht hatte. Für sie ist es offensichtlich, dass wir dies einfach tun können, weil wir es schon vorher getan haben. Die Einzelheiten spielen keine Rolle. Die Regierungseliten werden sie herausfinden.

Aber selbst diese arrogante, unbekümmerte Haltung ist nur ein Teil des Bildes.

Wenn man liest, was Green New Deal-Anhänger sagen, entsteht Verwirrung, weil die Leute denken, der GND sei ein gewöhnlicher Politikvorschlag: „Hier ist das, was wir wollen, und das, was es kosten sollte.“ Aber es ist nichts dergleichen. Der Grüne New Deal geht eher in die Richtung: „Hier ist das Niveau der Anstrengungen, die wir benötigen, um unsere gesamte Wirtschaft umzuwandeln, und das ist es, was wir mit so viel Geld tun können sollten“.

Die Leute neigen dazu, das Gerede der Green New Deal-Anhänger von einer WW2-ähnlichen Mobilisierung als eine einfache Metapher zu interpretieren. Aber diese Leute verstehen sie als ein tatsächliches Maß dafür, was sie zu tun entschlossen sind. Bislang haben sie die extremen Härten der Mobilisierung beschönigt und ignoriert. Hier ist nur ein Beispiel – nicht aus dem Chaos an der Front, sondern von der Heimatfront der Vereinigten Staaten während des Zweiten Weltkriegs:

Benzin, Fleisch und Kleidung waren streng rationiert. Den meisten Familien wurden drei US-Gallonen Benzin pro Woche zugeteilt, was das Fahren zu jedem Zweck stark einschränkte. Die Herstellung der meisten langlebigen Güter, wie Autos, neue Wohnungen, Staubsauger und Küchengeräte, war bis Kriegsende verboten. In den Industriegebieten war Wohnraum knapp, da sich die Menschen zusammendrängten und auf engstem Raum lebten. Preise und Löhne wurden kontrolliert. [Harold Vatter, The US Economy in World War II]

Zweifellos würde die Mobilisierung des Green New Deal andere Härten mit sich bringen. Aber alle Mobilisierungen sind repressiv. Man kann nicht die Hälfte des BIP beschlagnahmen, ohne das Leben der Menschen zu stören oder gar zu zerstören.

Das Argument ist in seiner Art stichhaltig, vorausgesetzt, es besteht die Notwendigkeit eines totalen Krieges – was nicht der Fall ist. Die geringfügigen bis geringen Änderungen bzgl. Temperatur, Klima und Extremwetter, die wir (in der realen Welt außerhalb von Computermodellen) beobachten, erklären, warum die meisten Amerikaner keine Notwendigkeit für einen schmerzhaften Krieg sehen. Das gilt auch für die Tatsache, dass China, Indien und andere Schwellenländer nicht im Begriff sind, in absehbarer Zeit auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

Tatsächlich zeigen Umfragen, dass etwa die Hälfte der Amerikaner nicht einmal an eine vom Menschen verursachte globalen Erwärmung glaubt, geschweige denn, dass es sich um eine „existenzielle Bedrohung“ handelt, wie Senator Harris behauptet. Die jüngste Gallup-Umfrage ergab, dass nur 1% der erwachsenen US-Amerikaner „Klimawandel/Umwelt/Umweltverschmutzung“ als „das wichtigste Problem, mit dem dieses Land heute konfrontiert ist“ ansehen. Das sind weniger als die mageren 2% in der Umfrage vom 28. Mai bis 4. Juni.

Noch aufschlussreicher ist, dass eine AP-NORC-Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab, dass 68% der erwachsenen Amerikaner nicht bereit waren, auch nur 10 Dollar mehr auf ihre monatliche Stromrechnung zu zahlen, um die globale Erwärmung zu bekämpfen. Tatsächlich wären 57% von ihnen nicht bereit, mehr als 1,00 $ zusätzliche Stromgebühren für diesen Zweck zu zahlen!

Wartet mal ab, bis ihr seht, was sie der Green New Deal der Biden-Harris-AOC-Demokraten kosten würde!

Und es geht nicht nur darum, dass ihre Kosten wahrscheinlich von durchschnittlich 13,2 Cent pro Kilowattstunde in den USA (11,4 Cent oder weniger in zehn Bundesstaaten) auf weit mehr als die fast 20 Cent pro kWh, die Familien bereits in Kalifornien und New York zahlen, oder die 30 Cent, die Familien jetzt im ultragrünen Deutschland zahlen, in die Höhe schießen würden. Oder dass auch Fabriken, Unternehmen, Krankenhäuser, Schulen und alle anderen ihre Kosten eskalieren sehen würden – wobei Arbeiterfamilien, Kranke und ältere Menschen, Arme und Minderheitengemeinschaften am härtesten gehämmert würden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Sondern es geht darum: Der GND würde jeden Amerikaner dazu zwingen, seine Benzin- und Dieselautos und -lastwagen durch teure Elektrofahrzeuge für den Kurzstreckenverkehr zu ersetzen; seine Gasöfen und Herde durch elektrische Systeme; seine Elektro- und Übertragungssysteme zu Hause, auf lokaler und staatlicher Ebene durch teure Umbauten, die eine vollständig elektrische Wirtschaft verkraften können. Sie werden sehen, wie ihre Landschaften, Küsten und Lebensräume für Wildtiere mit Windturbinen, Sonnenkollektoren, Hochspannungsleitungen und Lagerhäusern mit Tausenden von Halbtonnen-Batterien übersät sind. Und: Praktisch jede Komponente dieser GND-Nation würde in China und anderen weit entfernten Orten hergestellt werden.

Die Kosten dieser massiven, totalen Umgestaltung unseres Energie- und Wirtschaftssystems würden leicht 10 Billionen Dollar erreichen: 30.000 Dollar pro Person oder 120.000 Dollar pro Familie – zusätzlich zu den in die Höhe schnellenden Strompreisen. Und das ist nur die intermittierende, unzuverlässige Energie-Komponente dieses allumfassenden Green New Deal.

Das sind ungeheuerliche, horrende Kosten und persönliche Opfer. Jeder Amerikaner sollte bei jeder Wahlkampfveranstaltung und bei jeder Stadtversammlung die Unterstützer des Green New Deal fragen, ob sie glauben, dass Amerika in den nächsten zehn Jahren 10 Billionen Dollar oder 100 Billionen Dollar berappen muss – oder sich das leisten kann. Und lassen Sie sie nicht mit oberflächlichen, ausweichenden Antworten oder Versuchen abspeisen, diese Fragen als wertlos oder irrelevant abzutun.

Das amerikanische Volk ist nicht im Begriff, zu einem totalen Krieg gegen den zweifelhaften Klimawandel mobilisiert zu werden, mit Preisschildern wie diesen, gepaart mit wiederholten Stromausfällen, enormen persönlichen Opfern und massiver Arbeitslosigkeit in jedem Sektor der Wirtschaft – mit Ausnahme der aufgeklärten herrschenden Regierungsklassen.

Sie haben bereits Nachrichtenberichte über die jüngsten Stromausfälle in Kalifornien gesehen (hier, hier, hier und hier) – die darauf zurückzuführen sind, dass ein Drittel des Stroms in diesem Bundesstaat aus „erneuerbaren“ Quellen stammt und ein weiteres Drittel des Stroms aus anderen Bundesstaaten importiert wird, wo natürlich ebenfalls Hitzewellen auftreten. Sie sollten darüber nachdenken, wie ihr Leben, ihr Lebensunterhalt und ihr Lebensstandard unter 100% Wind- und Sonnenenergie aussehen würde.

Und noch einmal: selbst dieser ganze Wahnsinn ist nur ein kleiner Teil des Bildes.

Nicht vergessen, dass es beim Green New Deal auch um ein von der Regierung betriebenes Gesundheitswesen geht – und um eine Wirtschaft und eine Nation, in der „fortschrittliche“ Gesetzgeber, Regulierer, Richter und Aktivisten den Unternehmen sagen, was sie herstellen und verkaufen dürfen … und uns sagen, was wir kaufen, essen und trinken dürfen; wie und wie viel wir unsere Häuser heizen und kühlen dürfen; und was wir lesen, hören, denken und sagen dürfen, während sie unsere Kultur und Traditionen „transformieren“.

Der GND wird von Politikern, Nachrichten und sozialen Medien, „Pädagogen“ und „Reformern“ gefördert, die auch den Kapitalismus des freien Unternehmertums abschaffen wollen; völlig offene Grenzen haben wollen, sogar für Kriminelle und Menschen, die Covid und andere Krankheiten haben könnten; und welche die Polizei verteidigen, Anarchisten, Plünderer und Terroristen zurück auf unsere Straßen bringen und uns unser Recht und unsere Fähigkeit nehmen wollen, uns selbst, unser Zuhause und unsere Familien zu verteidigen.

Die Zeit, lange und intensiv über all dies nachzudenken, ist JETZT. Nicht irgendwann nach den Wahlen vom 3. November.

Autoren: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html. For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Paul Driessen is senior policy advisor for CFACT and author of Cracking Big Green and Eco-Imperialism: Green Power – Black Death.

Link: https://www.cfact.org/2020/08/21/green-new-deal-disruption-and-destruction/
Übersetzt von Chris Frey EIKE