Das atomare Paradox: Professor Hundert­millisievert: Shunichi Yamashita – Teil 1

Shunichi Yamashita empfängt mich in seinem Haus, in den dicht bewaldeten Hügeln über Nagasaki. Die Aussicht ist betörend: Ein pulsierender Hafen, gesäumt von der Hirado-Hängebrücke, die sich elegant über die Bay schwingt, dahinter die vorgelagerten Inseln. Nagasaki ist eine wohlhabende, moderne und brummende Stadt. Fast im Tagesrhythmus schwemmen Luxuskreuzer am Quai des alten Hafenviertels Dejima Scharen von Touristen aus China, Korea und Taiwan an Land, die sich jeweils schnell in den Einkaufspalästen der Stadt verlieren. Die liebevoll restaurierten Straßenbahnen und die katholische Urakami-Kathedrale erinnern an vergangene Zeiten, in denen Nagasaki fast exklusiv für ganz Japan das Tor zur Welt war.

Ground Zero, das Epizentrum der Atombombe, die am 9. August 1945 mit einem Schlag gegen 70000 Menschen getötet und einen großen Teil der Stadt in ein Trümmerfeld verwandelt hatte, liegt direkt zu unseren Füssen. Als Yamashita 1952 hier geboren wurde, waren noch nicht alle Trümmer weggeräumt. In den Ruinen der Urakami-Kathedrale, keine 500 Meter vom Ground Zero entfernt, wurde er auf den klangvollen Namen Buenaventura getauft. Auch die Universitätsklinik von Nagasaki, wo Professor Yamashita einst seine Studien begann und wo er heute lehrt, lag in der unmittelbaren Todeszone. Es ist, als drehte sich sein ganzes Leben um Ground Zero.

Yamashitas hetten einen »kleinen Imbiss« für mich vorbereitet. Das hieß: wir verbrachten den ganzen Nachmittag mit dem Kosten einer Vielfalt von raffiniert zubereiteten Häppchen, an deren Namen ich mich nicht entsinnen will, von denen jedes seine Geschichte hatte und eines besser schmeckte als das andere. Mit zu Tisch saß eine hoch betagte aber immer noch wache und liebenswürdige Frau: Haru Yamashita, die Mutter des Professors.

Haru war damals, als Major Sweeney von der 393 Bombardement Squadron 9000 Meter über ihrem Kopf den Befehl zum Abwurf der Atombombe erteilte, sechzehn Jahre jung und ging ans Gymnasium. Sie saß zu Hause, knapp drei Kilometer vom Ground Zero entfernt, in ihrer Stube. Haru schaute gerade aus dem Fenster, als der wolkenverhangene Himmel plötzlich gleißend hell wurde, »so als wäre die Sonne explodiert«.

Sie habe einfach nur Glück gehabt, sagt die Frau mit einem Lächeln: »Ich war stärker als die Bombe«. Es gab Nachbarn, die den Angriff nicht überlebten. Haru erlitt bloß geringfügige Schäden durch herumfliegende Glassplitter. Der Urakami-Hügel, an dessen Westflanke sich ihr Elternhaus befand, bot etwas Schutz.

Als Haru nach den Sommerferien an ihre Schule zurückkehrte, so erzählt sie, fehlte die Hälfte der Mitschüler und der Lehrer. Sie kamen nie wieder. Zur Trauer gesellte sich der Hunger. Es vergingen Monate, bis die Versorgung mit dem Nötigsten wieder einigermaßen funktionierte. In der Not habe man das Kraut der Kartoffeln gegessen, erinnert sich die mittlerweile 88-jährige Frau, eine Orangenschale sei schon fast ein Luxus gewesen. Von der Strahlengefahr habe man zwar gewusst, doch diese sei damals noch kein großes Thema gewesen. Dass ihre Mutter auf dem Schwarzmarkt ihren schönen Kimono gegen Essen eintauschte, habe ihr mehr Kummer bereitet.

Die Strahlung zeitigte auch für Haru Yamashita und ihre Familie verheerende Folgen, allerdings ganz anders, als man es sich gemeinhin vorstellen würde. 1951 heiratete die junge Frau in den Ruinen der katholischen Urakami-Kathedrale, wo sie ein Jahr später ihren Erstgeborenen Shunichi auf den Namen Buenaventura taufte. Ihren Mann hatte sie zuvor sechs Jahre lang nur heimlich getroen. Bis sie schwanger wurde. Beide Familien sträubten sich gegen die Liaison. Denn Haru war eine Hibakuscha, eine Überlebende der Atombombe. Es hieß, sie würde bald an Krebs sterben. Und vor allem: Verstrahlte Frauen würden Krüppel und Monster gebären.

Haru Yamashita war kein Einzelfall. Sie ist eine von insgesamt 650.000 oziell anerkannten Hibakusha. Jahrelang wurden die Überlebenden der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki geschnitten wie Aussätzige. So als wäre Strahlung etwas Ansteckendes. Die Überlebenden wurden nicht nur auf dem Hochzeitsmarkt gemieden. Niemand wollte das Risiko eingehen, jemanden einzustellen, der womöglich krank war und bald an Krebs sterben würde.

Bereits 1957 erließ das japanische Parlament ein Gesetz, das den Hibakusha im Sinne einer Wiedergutmachung Privilegien bei der Krankenversicherung und bei den Renten einräumt. Doch erst im Verlauf der 1960er Jahre wurde einer breiten Öentlichkeit das Unrecht allmählich bewusst, welches man den Überlebenden angetan hatte. Die Diskriminierung der Hibakusha war nicht nur moralisch abstoßend, sie war auch sachlich unbegründet.

Das lässt sich mit einer einfachen Rechnung belegen. Im Frühling 2017 gab es in Japan immer noch 164.621 Hibakusha. Mit anderen Worten: 72 Jahre nach den Bombenabwürfen lebten rund ein Viertel der Registrierten immer noch. Japaner haben weltweit die höchste Lebenserwartung. Doch bei den Hibakusha liegt sie statistisch sogar leicht über dem Landesschnitt.

Wie ist das möglich? Was ist mit der Strahlung? Mit der auf Jahrzehnte, ja vielleicht Jahrhunderte hinaus kontaminierten Erde? »Was mich nicht umbrachte, hat mich stärker gemacht«, entgegnet mir Haru. Das Lächeln in ihren Augen hat sich nun in Spott verwandelt.

Professor Shunichi Yamashita widerspricht. So könne man das nicht sagen. Er vermutet, dass die bevorzugte medizinische Betreuung und der bessere Lebensstandard einen positiven Effekt auf die Lebenserwartung der Hibakusha gezeitigt hat. Beweisen lässt sich das allerdings nicht. Gemäß Yamashita ist das nur eine Vermutung.

Aber das Krebsrisiko? All die angeblichen Fälle von Leukämie?

»Gemäß den Langzeitstudien des Atomic Bomb Disease Institute in Nagasaki kann nur ein Prozent der Todesfälle unter den Hibakusha mit den Langzeitfolgen der Atombombe in Verbindung gebracht werden. Die theoretische Erhöhung des Krebsrisikos lag unter einem Promille, statistisch lässt es sich aber nicht nachweisen. Dies deckt sich mit den Erfahrungen und meinen Forschungen in Hiroshima und später in Tschernobyl. Das gilt mittlerweile als wissenschaftlich gesichert

Aber all die Fehlgeburten und schrecklichen Missbildungen bei Neugeborenen?

»Das ist ein Hoax. Eine Zunahme von Missbildungen bei Säuglingen konnte nie nachgewiesen werden. Eine potentielle Gefahr war schon früher bekannt, von Röntgenaufnahmen. Sie besteht aber nur in seltenen Fällen und in einer sehr frühen Phase der Schwangerschaft.«

 Aber die Fotos von verkrüppelten Tschernobyl-Kindern, die um die Welt gingen?

»Es gab diese Missbildungen vor den atomaren Katastrophen in Hiroshima, Nagasaki und Tschernobyl, es gab sie nachher. Eine Veränderung lässt sich statistisch nicht erkennen.«

Und die auf Jahrzehnte, ja vielleicht auf Jahrhunderte verseuchten und verstrahlten Landschaften?

Hinweis: Zum Thema habe ich ein Buch geschrieben mit dem Titel „Der Fluch des Guten“

In Deutschland erhältlich hier und in der Schweiz hier.




Betrügerische Rhetorik in Davos kann in eine Katastrophe münden

Das Motto dieses Jahres lautete [übersetzt lt. Wikipedia]: „Akteure für eine kohärente und nachhaltige Welt“. Unglücklicherweise widerlegt die hochtrabende Rhetorik die irreführenden und potentiell katastrophalen Realitäten der Agenden, welche von vielen Teilnehmern vorangetrieben werden.

Eine primäre Grundlage des diesjährigen Mottos ist die wiederholte Beschwörung, dass die Welt vor einem Klima-Kataklysmus steht. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen möchte Energieimporte auf Kohlenstoffbasis in die EU besteuern und die Praxis der Menschheit beenden, „Umweltressourcen zu plündern und dabei Müll und Verschmutzung zu erzeugen“. Sie (und viele andere) bestehen darauf, dass „grüne Energie“ nichts dergleichen nach sich ziehen würde.

Klimakrisen-Beschwörungen wiederum basieren auf Computermodellen, die aber nur so gut sind wie die in sie hinein gesteckten Hypothesen – und hinsichtlich von Versuchen, für Temperaturänderungen, Extremwetter-Ereignisse und zukünftige Krisen die Emissionen fossiler Treibstoffe verantwortlich zu machen, weil die Hypothesen und die Modelle sagen, das es dem Ursache-Folgen-Prinzip gehorcht.

Das am häufigsten angeführte Modell ist (natürlich) das Extremste: RCP8.5, welches Temperaturen prophezeit, die weit jenseits von allem liegen, was wir derzeit messen, und auch jenseits aller zukünftigen Kalamitäten. Aber es basiert auf diesen Hypothesen: Methan und Pflanzen düngendes Kohlendioxid (winzige 0,0402% Anteil an der Erdatmosphäre) sind weitaus bedeutender als die Sonne bzgl. Änderungen des Klimas; unser Planet wird bis zum Jahr 2100 von 12 Milliarden Menschen bevölkert; es gibt keinerlei Energie-Innovationen während der nächsten 80 Jahre, weshalb sich der Kohleverbrauch bis zum Ende des Jahrhunderts verzehnfachen wird. Auf diese Grundlage sollen wir eine restriktive Energiepolitik stellen, und darum sollte es in Davos gehen.

Greta Thunberg und ihre patentierten Tiraden

Wer sind eigentlich die Leute, welche die Davos-Teilnehmer konsultieren sollen? Greta Thunberg war eingeladen, um ihre patentierte Tirade abzulassen, dass fossile Treibstoffe ihre Zukunft zerstören. Aber keinem einzigen Klima-Realisten (Skeptiker des Alarmismus‘) wurde das Wort erteilt, ebensowenig wie Repräsentanten von Fabrikarbeitern in der EU und der USA oder der ärmsten Bürger der Welt.

Die gute Nachricht lautet, dass verschiedene Bankiers Versicherungen abgaben, dass sie Unternehmen fossiler Treibstoffe oder „wesentlichen Verschmutzern“ weiterhin Darlehen gewähren würden. (Umfasst Letzteres auch die Bergbau-Unternehmen, welche einem „Green New Deal“ der USA und global voluminöse Rohmaterialien verschaffen sollen, siehe Diskussion weiter unten?) Die schlechte Nachricht lautet, dass die Bankiers und Politiker in Davos es zulassen, selbst konstant unter Druck gesetzt zu werden durch linksextreme „Akteure“, welche die Speere bereit halten, die sie selbst und die herrschenden Eliten durch das Herz des Lebensstandards entwickelter Nationen und durch Bemühungen ärmerer Länder um ein besseres Leben treiben wollen.

In der Tat hat Goldman Sachs entgegen seinen Zusagen in Davos, obwohl die Konsultation mit den indigenen Völkern angeblich ein zentraler Geschäftsgrundsatz des Unternehmens ist, und ohne Rücksprache mit den Interessenvertretern der Ureinwohner Alaskas, die auf ihrem eigenen Land umweltfreundlich und behutsam nach Öl und Gas bohren wollen, um den Lebensstandard ihrer Bevölkerung zu verbessern, beschlossen, solche Entwicklungen in der Arktis nicht mehr zu finanzieren.

Mit „Mainstream“-Portalen und sozialen Medien, welche immer stärker Nachrichten und Meinungen kontrollieren sowie Klima-Alarmisten und Anti-Fossil-Aktivisten zur Seite springen, wird jener Druck immer größer werden – zu unserem großen Schaden.

Den Menschen Arbeitsplätze, Lebensstandard, Nahrung, Gesundheit und Leben wegnehmen

Werden die in Davos behandelten Themen, Agenden und politischen Maßnahmen in eine „bessere“ Welt führen? Das Gegenteil ist unendlich wahrscheinlicher. Wenn man den Menschen reichliche, zuverlässige und bezahlbare fossile Energie (und Kernkraft) wegnimmt, wonach Öko-Aktivisten unablässig trachten – dann nimmt man ihnen auch Arbeitsplätze, den Lebensstandard, Nahrung, Gesundheit und ein gutes Leben. Menschen sterben scharenweise (was selbst auch ein Ziel noch rabiaterer Umweltaktivisten ist, welche bzgl. einer überbevölkerten Welt Panik verbreiten). Man implementiere eine Politik des „Green New Deal“, und die Folgen werden alles andere als besser sein. Eine solche Politik würde zu Unruhen, Protesten, Gewalt und Anarchie führen – wie es Frankreich und Chile überaus eindrücklich während der letzten zwei Jahre vorgeführt haben.

Man mache afrikanische, asiatische und lateinamerikanische Länder zu Vasallen-Staaten mit enormen Minen, welche „ökologisch verantwortliche und auf Klima sich konzentrierende“ Nationen bedienen, die es selbst nicht tolerieren, innerhalb ihrer eigenen Grenzen Bergbau zu betreiben – und jedwede Kohäsion wird rasch verschwinden. Man sage amerikanischen und europäischen Familien, dass sie massive Wind- und Solar-Installationen vor ihren Hinterhöfen und vor ihren Küsten hinnehmen müssen, und die Folgen werden die Gleichen sein.

Eine „nachhaltige“ Welt? Jawohl, fossile Treibstoffe sind ultimativ endliche Ressourcen – in hunderten von Jahren von heute an, wenn uns die riesigen Kohlelagerstätten, Öl und Gas durch Fracking, Methanhydrate und andere Dinge ausgegangen sind unter der Voraussetzung, dass die Politiker diese nicht verschließen und „sie im Boden lassen“. Aber lange bevor es so weit sein wird, wird menschliche Innovation mit weitaus besseren Alternativen als Windmühlen aufwarten, falls wir der Kreativität freien Lauf lassen.

Und dabei vergesse man nicht: Wind und Sonnenschein sind nachhaltig. Aber Landverbrauch und Rohmaterialien für diese Technologien, um diese intermittente und weitgehend ausgebeutete Energie abzuschöpfen, sind es absolut nicht.

Nachhaltigkeit ist ein brauchbares Konzept, um versteckte Kosten, Risiken und treuhänderische Verantwortlichkeiten anzusprechen wie jene, die in Verbindung mit Klimawandel stehen, woran wir fortwährend erinnert werden. Aber die gleichen Überlegungen müssen auch hinsichtlich Wind, Solar, Batterien und Biotreibstoffen angestellt werden; ebenso wie hinsichtlich Auswirkungen auf Lebensräume und Wildtiere, die Luft- und Wasserqualität, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in den Regionen mit Green New Deal, in denen Bergbau und Produktion betrieben werden, sowie auf das menschliche Wohlergehen in einer energiearmen Welt mit zunehmendem Hunger, Tod, Wut, Unruhen und Chaos.

Wie das Heartland Institute berichtet und auch in früheren Beiträgen angemerkt, stellen fossile Treibstoffe und Kernkraft derzeit über 8 Milliarden MWh Strom und Äquivalentenergie jährlich zur Verfügung, um den wirtschaftlichen Bedürfnissen von Amerika zu genügen. Für die Nutzung von Solar zur Erzeugung all dieser Energie – sowie das Aufladen von Batterien für eine Woche ohne Sonnenschein – würde man 19 Milliarden hochmoderne, den Sonnenschein einfangende Photovoltaik-Paneele brauchen. Diese würden eine Fläche von der Größe von ganz New York und Vermont vollständig überdecken.

Aber das setzt voraus, dass die Paneele allesamt in Gebieten installiert werden, wo die Sonne mit der Intensität wie in Arizona scheint, und das 24 Stunden pro Tag an 7 Tagen in der Woche und 52 Wochen im Jahr ununterbrochen. Das wird niemals und nirgendwo der Fall sein. Folglich müssen wir die Anzahl der Paneele und den Landverbrauch verdoppeln (vielleicht sogar verdreifachen). Die signifikanten Auswirkungen auf Habitate und Natur kann sich jeder selbst ausmalen.

Installiert man 1,8-MW-Windmühlen anstatt der Solarpaneele würde man über 4 Millionen Windmühlen brauchen, zu errichten in Parks, Habitaten und Naturlandschaften wie in Arizona, Nevada, Kalifornien und Oregon. Aber je mehr davon installiert werde, umso mehr Windmühlen müssen in windschwachen Gebieten aufgestellt werden. Wir müssten die Anzahl von Turbinen verdoppeln (vielleicht sogar verdreifachen) samt des erforderlichen Landverbrauchs. Ihre sich schnell drehenden Rotorblätter (an den Spitzen mit bis zu 320 km/h) würden Millionen Adler, Falken, Fledermäuse und andere Spezies zerschmettern.

Geht man vor die Küsten, würde man hunderttausende fast 200 m hohe 10-MW-Windmühlen brauchen. Deren Auswirkungen auf alle Meereslebewesen in der Luft und im Wasser, aber auch auf die Navigation von Flugzeugen und Schiffen wären unerträglich.

Jede einzelne 1,8-MW-Windmühle erfordert etwa 1200 Tonnen Stahl, Kupfer, Aluminium und seltene Erden wie Zink, Molybdän, sowie Beton und dergleichen mehr. Jede Tonne dieser Materialien würde Tausende Tonnen Fels und Erze bewegen – und die Rohstoffe würden mit fossilen Treibstoffen verarbeitet. Tatsächlich benötigen Windmühlen etwa 200 mal mehr Rohmaterialien pro Megawatt als eine moderne Gasturbine!

Die Speicherung von Strom für windschwache und sonnenscheinarme Zeiten würde rund 2 Milliarden Tesla-Lithium-Kobalt-Batterien erfordern – also weitere Rohmaterialien, weiterer Bergbau. Die Leitung von Wind-, Solar- und Batteriestrom zu weit entfernten Städten würde Tausende Kilometer neuer Fernleitungen und noch mehr Bergbau erfordern.

Darin sind noch nicht die Materialien enthalten, die man braucht, um konventionelle Fahrzeuge, Heizsysteme und andere Technologien zu ersetzen.

Und das alles gilt erst einmal nur für die USA. Man stelle sich vor, wie viel man von all dem für eine globale Transformation braucht!

Aber die Befürworter eines Green New Deal verabscheuen Bergbau, zumindest durch westliche Bergbau-Unternehmen in westlichen Ländern. Also betreibt man diesen in weit entfernten Gebieten, bei denen es praktisch keine Umwelt-, Gesundheits- oder Sicherheitsstandards gibt. In Gebieten wie der Inneren Mongolei, wo der Abbau seltener Erden die Luft vergiftet und einen riesigen giftigen See haben entstehen lassen, werden tausende Menschen vergiftet. Und im Kongo in Afrika arbeiten 40.000 Kinder in den Minen, allein um Kobalt abzubauen, das wir für unsere Handys, Labtops und Elektrofahrzeuge benötigen; nicht für irgendeinen Green New Deal.

Öko-Imperialismus und falsche Nachhaltigkeit

Dieser Öko-Imperialismus und diese falsche Nachhaltigkeit müssen ein Ende finden! Das gilt für all jene sich selbst lobenden Akteure – Sie zuerst! Gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Kürzen Sie Ihren Energieverbrauch und Lebensstandard! Erst dann können Sie den Rest der Welt (freundlichst) auffordern, Gleiches zu tun. Damit seid ihr gemeint, Greta, Leo DiCaprio, Al Gore, Emma Thompson und all die anderen Klima-Schreihälse. (Aber natürlich werdet ihr das nicht tun. Warum also sollten wir? Und warum sollten die Armen der Welt es tun?)

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on environment, climate and human rights issues

Link: https://www.iceagenow.info/deceptive-rhetoric-at-davos-could-bring-disaster/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Drei wirkliche Bedro­hungen des Planeten, die nichts mit CO2 zu tun haben

Hier sollen lediglich drei dieser Bedrohungen genannt werden:

Eine Bedrohung ist sicher die Gefahr, dass die Erde von einem Asteroiden getroffen wird. Es gab viele Beinahe-Treffer während der letzten 100 Jahre, und rein zufällig befindet sich in unserer Nachbarschaft ein Asteroidengürtel. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit eines direkten Treffers relativ hoch ist. Und ein Ereignis mit der Folge großmaßstäblichen Aussterbens ist seit langem überfällig.

Eine andere existentielle Bedrohung sind Krankheiten. Pandemien haben in der Geschichte schon wiederholt erhebliche Prozentanteile der menschlichen Bevölkerung dahin gerafft. Im Jahre 1347 war es die Beulenpest in Europa und Asien, welche etwa ein Drittel der Bevölkerung das Leben kostete. Im Jahre 1918 kamen bei einer Virusgrippe bis zu 100 Millionen Menschen ums Leben, und viele weitere erkrankten. Diese existentielle Bedrohung kann durch die moderne Medizin nicht eliminiert werden, wie das ganz aktuelle Beispiel des Corona-Virus‚ zeigt.

Weit davon entfernt, dass eine moderne Gesellschaft durch moderne Technologie vor Pandemien geschützt ist, ist die Infrastruktur für eine Pandemie aus der Sicht ebendieser viel besser geworden. Ein Virus kann sich sehr schnell in unserer vernetzten Welt ausbreiten. Außerdem drängen sich Menschenmassen in kompakten urbanen Zentren, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Arbeitsstellen und so weiter, und all das bietet einem Virus immer bessere Möglichkeiten, von Mensch zu Mensch zu springen.

Bis Redaktionsschluss dieses Beitrags wurden aus China etwa 500.000 Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Die Anzahl infizierter Personen verdoppelt sich etwa alle 6,4 Tage. Man rechne selbst. Das ist verstörend, denn es handelt sich nicht um Zahlen, sondern um Menschen – die in Furcht leben, schwer durch die Krankheit leiden und wodurch viele sterben. Das ist eine wirkliche Katastrophe und Tragödie.

Und jetzt setze man dies in den Zusammenhang mit dem CO2-Betrug. Dann wird glasklar, dass dieser Betrug sofort beendet werden muss.

Ein drittes Beispiel echter Bedrohungen ist ein Atomkrieg. Die entsprechende Technologie breitet sich überall aus und wird wohl bald auch in den Händen apokalyptischer Regimes wie etwa dem Iran sein. Die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges nimmt zu. Zerstörungen durch die Explosionen selbst, aber auch durch Hitze, Strahlung und Druckwellen wären immens.

Ruß und andere Aschepartikel werden in die Stratosphäre geblasen und so etwas wie einen „nuklearen Winter“ auslösen. Dunkle Wolken fester Verschmutzer dürften die Erde verdunkeln und das Sonnenlicht blockieren. Die Temperaturen würden drastisch sinken, und Pflanzen – auch Getreide – würde eingehen durch fehlendes Sonnenlicht und Kälte. Das menschliche Leben könnte in nur einer einzigen Generation verschwinden.

Anstatt sich dieser Bedrohungen des Planeten anzunehmen, werden über 100 Milliarden Dollar jährlich in Forschungen und verschiedene Klima-Programme gesteckt, nur aufgrund der Dämonisierung von CO2. In ein Molekül also, dass Null Auswirkungen auf das Klima hat und für das Leben auf der Erde sehr vorteilhaft ist, vor allem für Pflanzen. Ressourcen könnten dazu verwendet werden, reale Bedrohungen zu bekämpfen, nicht imaginäre Bedrohungen. Diese falsche Anwendung von Ressourcen geht weiter, weil die Klimawandel-Bewegung nichts mit Klima zu tun hat.

Es ist ein politisches und finanzielles Massengrab auf der Grundlage der Verbreitung von Panik und Chaos über etwas, das gar nicht existiert. Als Folge davon werden Ressourcen, die man sehr sinnvoll dazu verwenden könnte, tatsächliche existentielle Bedrohungen abzuschwächen oder zu vermeiden, für irgendwelche Chimären verschwendet. Von Klima-Milliardären finanzierte Organisationen befeuern den Betrug und lenken Ressourcen von Gebieten, in denen sie gebraucht werden, um in Bereiche, wo sie völlig überflüssig sind.

Kurz zum Klima-Betrug: Etwa 3% der Atmosphäre sind aus Treibhausgasen zusammengesetzt. Davon wiederum macht CO2 3% aus. Und von der gesamten CO2-Freisetzung der Erde pro Jahr gehen etwa 2% auf das Konto menschlicher Aktivitäten.

Der Rest stammt zum großen Teil von Mikroorganismen, die neun mal mehr CO2 erzeugen als alle menschlichen Aktivitäten zusammen. Falls diese Aktivitäten sofort enden würden, wie es von Aktivisten wie Greta Thunberg und Ocasio-Cortez propagiert wird, würde sich der CO2-Gehalt der Erde praktisch nicht verändern. Aus physikalischer Sicht ist es außerdem so, dass CO2-Moleküle Wärme lediglich für 0,0001 Sekunden halten können, was es unmöglich macht, als Faktor messbarer Erwärmungseffekte herzuhalten.

Jeder vernünftige Mensch kann daher mit Fug und Recht sagen, dass all jene, die in den Betrug der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung verwickelt sind, wissentlich oder unwissentlich den Planeten zerstören, weil sie Zeit und Ressourcen für eine nicht existente Bedrohung verschwenden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://climatechangedispatch.com/three-planetary-threats-not-co2/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Dank an Dr. Sergio Morariu für den Link!




Die Winter in der Antarktis – Behauptung und Wirklichkeit

Dass wir in Mitteleuropa einen milden Winter 2019/20 erleben, steht außer Zweifel. Es wird aber keinesfalls der wärmste der letzten 40 Jahre sein. Wie ist es aber am Südpol, konkret, wie verhalten sich die Wintertemperaturen in der Antarktis? Wir haben uns mal – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – fünf Stationen mit mindestens 30ig jährigen, brauchbaren Datensätzen näher angesehen, insbesondere die Daten der deutschen Station Neumayer

Die deutsche Forschungsstation Neumayer in der Antarktis

Die alle 3 Stunden durchgeführten Wettermeldungen von Neumayer werden seit 1981 regelmäßig validiert und archiviert. Die Daten sind über den Data Publisher for Earth & Environmental Science PANGAEA in monatlicher Granularität frei zugänglich. Sie werden in der Klimaforschung zur Verifikation von Modellen sowie Satellitenmessungen und zur Erfassung von Klimatrends verwendet. Soweit die Erläuterungen.

Beginnen wir mit den Jahrestemperaturen seit Bestehen der Station (hier):

Abb. 1: Die deutsche Station Neumayer in der Antarktis zeigt: Es gibt zumindest an dieser Südpolarstation, am Rand des Eisschildes gelegen, keine Klimaerwärmung. Seit 1981 ist die Trendlinie der Jahrestemperaturen sogar leicht fallend. Im Jahresmittel ist dort seit 1988 auch keine Erwärmung, sondern eine minimale, nicht signifikante Abkühlung um 0,2K zu verzeichnen.

Minus 16 C im Jahresschnitt, also was ganz anderes als Caren Miosga in der Anmoderation behauptete, nämlich, in der Antarktis sei wahrnehmbar, dass die Erderwärmung keine wissenschaftliche Theorie, sondern Fakt sei und der Berichterstatter sich dort aufs dünner werdende Eis begeben habe.

Was uns in den Medien mittels selbsternannter Experten ohne jedwede naturwissenschaftliche Ausbildung über eine Südpolerwärmung erzählt wird ist ein Märchen, man könnte auch sagen: eine glatte Lüge. Zu wünschen wäre allerdings, dass die obige Grafik von den Neumayer-Verantwortlichen in ihrem Internetauftritt bis 2019 ergänzt wird.

1981 wurde am Südpol eine deutsche wissenschaftliche Station ganzjährig eingerichtet und nach dem deutschen Geophysiker und Polarforscher Neumayer benannt. Die erste Station wurde einfach in Küstennähe aufs Eis gesetzt, was ein Fehler war, denn das Eis wächst am Südpol und die Station ist inzwischen im Eis versunken. Genauso erging es dann Neumayer II. Die jetzige größere und teurere Station Neumayer III wurde deshalb auf Stelzen gebaut und etwas weiter landeinwärts erstellt, damit sie eine längere Lebensdauer hat. Die Eismasse wird am Südpol nicht nur dicker, sondern sie wandert langsam auch in Richtung Meer, wo dann immer wieder größere Eisberge abbrechen. Die Lebensdauer von Neumayer III ist auf mindestens 30 Jahre projektiert. Entweder versinkt auch sie im Eis oder sie wandert mit dem Eis ins Meer.

Da es am Südpol wohl kaum menschenerzeugte Wärmeinseleffekte gibt, sind die erhobenen Temperaturdaten des Winters mit vergleichbar. Es werden die täglichen Temperaturen des Klimas gemessen, ohne menschenerzeugte Zusatzwärme. Winter in der Antarktis sind allerdings die Monate Juni, Juli und August. Auf der Nordhalbkugel rechnet man die Monate Dezember, Januar und Februar zusammen zu einem Winterschnitt.

Winter am Südpol, die letzten 32 Jahre.

Abb. 2: Merklich kälter werdende Winter an der Deutschen Neumayer-Station in der Antarktis.

Zum Vergleich die deutschen DWD-Wintertemperaturen der letzten 32 Jahre.

Abb. 3. Auch in Deutschland wurden, ähnlich wie am Südpol, die Winter seit 32 Jahren kälter, die Trendlinie ist allerdings nur leicht fallend. Ein Grund sind die vielen städtischen Stationen, die den fallenden Deutschlandschnitt abbremsen („Wärmeinsel- Effekt“). Kalte Temperaturen werden einfach weggeheizt. Am Südpol ist das ähnlich wie bei den wenigen deutschen wärmeinselarmen Stationen nicht oder weniger der Fall.

Die Abkühlungstrendlinie des Winters am Südpol bei der Station Neumayer entspricht etwa der Abkühlung der ländlichen Station Amtsberg-Dittersdorf im Erzgebirge, was freilich purer Zufall ist; eine „CO2– bedingte Klimaerwärmung“ scheint aber hier wie dort zu fehlen.

Abb. 4a und 4b: im sehr ländlichen Amtsberg bei der Station im Teilort Dittersdorf am Nordrand des Erzgebirges werden die Winter seit 32 Jahren ähnlich kälter wie am Südpol. Ebenso bei der US-amerikanischen Station Dale-Enterprise, einer Station in der freien Fläche außerhalb warmer Städte oder Industriekomplexe. Leider ist die Einheit „Fahrenheit“ für uns Mitteleuropäer nicht geläufig; 0°C entsprechen 32°Fahrenheit; um auf °C umzurechnen, muss man erst umständlich vom Fahrenheit-Wert 32 abziehen und das Ergebnis dann noch durch 1,8 dividieren.

In Deutschland selbst gibt es viele wärmeinselarme, meist ländliche Stationen, wo die drei Wintermonate gleichfalls kälter wurden: Hohenpeißenberg, Mittenwald, Nürnberg-Netzstall, Neugersdorf, Wolfach, Zugspitze, um nur wenige zu nennen.

Wir haben noch 4 weitere Antarktis-Stationen mit halbwegs vollständigen Datensätzen seit 1988 gefunden. Eine chilenische Station an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel zeigt eine nicht signifikante Winter-Abkühlung von 0,3 K (Winter ist dort stets der Zeitraum von Juli bis August), und 3 australische Antarktis-Stationen mit signifikanter Winter- Abkühlung von 1,4 bis fast 2,5 Kelvin. Das Wintermittel aller 5 Stationen zeigt dann auch einen deutlich fallenden Temperaturtrend:

Abb. 5: Wintermittel aus fünf antarktischen Forschungsstationen. Nicht repräsentativ, trotzdem bedenkenswert.

Und in den letzten Jahren häuften sich Meldungen, dass die Schifffahrt im Südpolargebiet durch immer mehr Eis behindert wurde. Die letzte Abbildung zeigt, warum:

Abb. 6: Flächenmäßige Entwicklung der antarktischen Meereisbedeckung seit 1979. Stellvertretend ist hier der Süd- Wintermonat Juli gezeigt; die Entwicklung im Juni und August verlief ähnlich. Im Jahr 2014 wurde die bisher höchste Juli- Eisbedeckung mit 17,11 Millionen Quadratkilometern beobachtet. Quelle: NOAA (USA- Wetterdienst).

Zusammenfassung: Die Winter werden am Südpol kälter

Es ist nur eine Stichprobe, keinesfalls repräsentativ für die gesamte Antarktis. Aber in der Antarktis werden die Winter kälter. Wir fordern die Leser auf, mit unseren Grafiken der vorherrschenden Klimalüge zu widersprechen. Wann wird darüber endlich mal im grün- ideologisch verseuchten, zwangsgebührenfinanzierten deutschen Staatsfernsehen wahrheitsgemäß berichtet?

Die momentane Klimapanik kann man auf zwei Glaubenssätze beschränken:
1) Der Mensch erzeugt CO2, deshalb steigt die CO2-Konzentration in der Luft. Dieser Glaubenssatz ist richtig. Seit 1958 verzeichnet die CO2-Normstation am Mouna-Loa eine Zunahme von 100 ppm.
2) Diese CO2-Konzentrationserhöhung führt zur Erwärmung, am Schluss zum Hitzetod der Erde. Dieser Glaubenssatz ist falsch.
Es interessiert die CO2-Erwärmungsgläubigen nicht, dass es keinen einzigen Nachweisversuch für den Glaubenssatz 2 gibt, danach wird einfach nicht gefragt. Genauso gut hätte man postulieren können, dass die steigenden Bischofsgehälter zur Erwärmung führen. Und es interessiert auch nicht, dass wir seit über 30 Jahren einen Temperaturstillstand für die Jahreszeit Winter in Deutschland haben. Ohne die Zusatzwärme der städtischen Zivilisation sogar eine leichte Abkühlung.

Der Normalfall ist: Früher standen die Wetterstationen an viel kälteren Plätzen, z.B. bei einem Forsthaus am Waldrand und heute in dem viel größeren Ort, oft sogar an einer Straße, wo noch andere Standortparameter wie die Einwirkung warmer Abgase des Verkehrs automatisch mitgemessen werden.
Gemessen wird somit keine globale Klimaerwärmung, sondern hauptsächlich die vom Menschen verursachte Wärmeinselerwärmung. Und das ist die einzige Auswirkung der Menschheit auf die Temperaturen. Will man diese WI- Erwärmung bekämpfen, dann nützt keine CO2-Einsparung, sondern man müsste die Landschaft wieder zurückbauen und den ursprünglichen Zustand herstellen, samt Reduzierung der Bevölkerung. Wollen wir das? Für die Natur wäre schon viel gewonnen, wenn die ständige Bebauung der freien Fläche und die weitere Vegetationszerstörung eingestellt würde.

Der etwa um 2 ppm jährlich steigende CO2-Anteil der Atmosphäre wirkt wachstumsfördernd für alle Pflanzen der Welt und damit auch für die Nahrungspflanzen.

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Anm. der EIKE-Redaktion :  d a z u   wurde auch DAS bei EIKE berichtet :

Puls27.IKEK2017.DL.K-Wippe

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Die Bedeutungs­losigkeit des Eismassen-Verlustes in Grönland in fünf einfachen Graphiken…

Introduction

Es herrscht ein allgemeiner wissenschaftlicher Konsens, dass der grönländische Eisschild (GrIS) seit der Kleinen Eiszeit (LIA) an Eismasse eingebüßt hat. Dies sollte keine Überraschung sein, war doch die LIA höchstwahrscheinlich die kälteste Klima-Episode im Holozän. Obwohl es inzwischen so aussieht, als hätte der GrIS während der Krise der globalen Abkühlung zur Mitte des vorigen Jahrhunderts an Eismasse zugelegt.

Mouginot et al. (2019) zufolge wuchs der GrIS von 1972 bis 1980 um im Mittel 47 ± 21 Gigatonnen pro Jahr:

  • -51 ± 17 Gt/y von 1980–1990
  • -41 ± 17 Gt/y von 1990–2000
  • -187 ± 17 Gt/y von 2000–2010
  • -286 ± 20 Gt/y von 2010–2018

Der vermeintliche Eisverlust wurde getrieben durch

  • Eine starke Abnahme der Oberflächen-Massenbilanz von 1995 bis 2012
  • Eine Zunahme kalbender Eisberge und anderer Wechselwirkungen mit dem Ozean

Abbildung 1: D = Eisberge und andere Ozean-Wechselwirkungen, SMB = Oberflächen-Massenbilanz (Schnee-Akkumulation minus Abschmelzen), MB = Gesamt-Massenbilanz (Van den Broeke et al. (2017)

Der SMB war so hoch, dass er während der Jahre 2007 und 2012 negativ gewesen sein könnte. Der größte Teil des Eises geht in Gestalt abbrechender Eisberge verloren. Merkwürdig daran ist aber, dass abgesehen von einer Spitze der Eisberg-Aktivität während der 1990er Jahre diese derzeit nicht sehr viel anders aussieht als im Zeitraum 1900 bis 1950.

Internationale Eisberg Zählungen von 1900 bis 2011

Donald L.Murphy

Introduction

In jedem Jahr schätzt die International Ice Patrol (IIP) die Anzahl der Eisberge, die es bis südlich von 48°N schaffen, also bis zu der Breite, in welcher sie eine Bedrohung der Schifffahrt im Nordatlantik darstellen. Der Datensatz (Tabelle 1) beginnt im Jahre 1900, also 12 Jahre vor dem Sinken der Titanic, bis zur Gegenwart.

Aus verschiedenen Gründen sind diese Eisberg-Zählungen kein rigoroser wissenschaftlicher Datensatz und sollten mit großer Vorsicht interpretiert werden. Zum Beispiel konzentrieren sich die Operationen der IIP auf die Eisberge, welche transatlantischen Schifffahrtswegen am nächsten kommen. Nur selten wird aber eine umfassende Übersicht über das Gebiet südlich von 48°N durchgeführt. Außerdem haben sich die Beobachtungsverfahren über die Jahre radikal geändert, nämlich immer dann, wenn neue Technologien zur Erkennung und Verfolgung von Eisbergen verfügbar wurden. Die frühesten Daten zu Beginn des 20. Jahrhunderts stammen von Augenbeobachtungen von Segelschiffen aus, während die jüngsten Informationen durch visuelle und Radarbeobachtungen stammen, durchgeführt von modernen Schiffen, Flugzeugen und Satelliten.

(…)

Diskussion

In den 112 Jahre langen Zählungen der IIP zeigt sich eine erhebliche Variabilität (siehe die Abbildung unten und Tabelle 1 (PDF; öffnet in einem neuen Fenster) und zeigt die mittlere geschätzte Zahl von Eisbergen, die es bis südlich von 48°N geschafft haben. Die höchste Zahl (2202) war im Jahre 1984 aufgetreten, während zwei mal im betrachteten Zeitraum, nämlich 1966 und 2006, kein einziger Eisberg so weit nach Süden vorangekommen war. Fünf mal in der IIP-Historie schaffte es mindestens ein Eisberg so weit nach Süden: 1915, 1919 bis 1921 und 1985. April und Mai sind bei Weitem die Monate mit den meisten Eisbergen, die Schifffahrtsrouten beeinträchtigen.

US Coast Guard Navigation Center

Abbildung 2: Eisberge südlich von 48°N von 1911 bis 2011 (US-Küstenwache)

Es ist mir gelungen, detaillierte Daten zu Eisbergen auf der Website des Snow and Ice Data Center zu finden. Damit habe ich den Plot der Küstenwache bis zum Jahr 2019 verlängert.

Graphik Nummer Eins: Eisberge

Abbildung 3: Anzahl von Eisbergen südlich von 48°N (US-Küstenwache und NSIDC). International Ice Patrol. 1995, updated 2020. International Ice Patrol (IIP) Iceberg Sightings Database, Version 1. [G00807]. Boulder, Colorado USA. NSIDC: National Snow and Ice Data Center. doi: https://doi.org/10.7265/N56Q1V5R. [Accessed 2 Feb 2020].

Während es in den 1990er Jahren eine signifikante Zunahme beim über 5 Jahre gleitenden Mittel gab, ist die Anzahl danach vergleichbar mit dem Zeitraum 1900 bis 1950. Man sollte meinen, dass aus der Anzahl der Eisberge ersichtlich werden sollte, dass Grönland vielleicht wöchentlich Eisberge von der Größe Manhattans verliert und dass angeblich die Schmelzrate seit 1995 um 50% gestiegen ist.

Vielleicht ist es der „beispiellosen“ Erwärmung der Arktis geschuldet, dass die Eisberge schmelzen, bevor sie den 48. Breitengrad erreichen. Nun, in der Arktis gibt es nur wenige langzeitliche „Thermometer“ … Eisbohrkerne aus Grönland. Die Grönland-Temperaturrekonstruktion, oft zitiert von Skeptikern, stammt aus dem GISP2-Bohrkern (Alley 2000).

Abbildung 4: Temperaturrekonstruktion aus Zentral-Grönland (Alley 2000).

Hinsichtlich meines Beitrags zuvor war mir vorgeworfen worden, die Leute mit der darin enthaltenen Graphik in die Irre zu führen:

Zur ersten Graphik: so oft erleben wir, dass die GISP2-Daten falsch etikettiert werden, und das hier ist keine Ausnahme.

Die Datenreihe endet 1855 und NICHT 1950 wie angegeben.

Das wurde auf dieser Site schon so oft klargestellt, seit 2010, dass es kaum zu glauben ist, wenn man sie weiterhin anführt ohne den Hintergrund zu kennen.

Warum führt man die Menschen in die Irre, wenn unser Argument so stark ist?

TheFinalNail

Jedermann, der des Lesens mindestens von Klassenstufe 5 mächtig ist kann erkennen, dass die X-Achse bezeichnet ist mit „Jahre vor heute (1950 AD)“. Jeder mit einem auch nur geringen Wissen um radiometrische Datierung weiß, dass das P in BP das Jahr 1950 ist. Das ist gleichzeitig der Standard für die meisten paläoklimatischen Rekonstruktionen. Solange in einer Studie nicht explizit spezifiziert wird, dass „Gegenwart“ nicht das Jahr 1950 ist, muss man annehmen, dass jenes Jahr gemeint ist. Das früheste Jahr in der Alley-Zeitreihe ist 95 BP oder 1855.

Natürlich lag jenes Jahr im Bereich der LIA, lange bevor Al Gore seine Gorebal Warming erfunden hatte. Glücklicherweise jedoch gibt es ein paar GISP2-Temperatur-Rekonstruktionen, welche bis zum Jahr 1993 reichen (Kobashi et al., 2008, Kobashi et al., 2011 und Kobashi et al., 2017). Anders als Alley, der sich auf den δ18O-Abbau als Paläo-Thermometer stützte, zogen Kobashi et al. „hoch-präzise Analysen von δ15N and δ40Ar in im Eis eingeschlossenen Luftbläschen“ heran …

Die geschätzte mittlere Schnee-Temperatur in Grönland während der letzten 4000 Jahre betrug -30,7°C mit einer Standardabweichung von 1,0°C. Sie weist einen langzeitlichen Rückgang von grob 1,5°C auf, was konsistent ist mit früheren Studien. Die gegenwärtige dekadische Mitteltemperatur (2001 bis 2010) am GISP2-Messpunkt beträgt -29,9°C.

Kobashi et al. (2011)

Der GISP2-Eisbohrkern wurde an der gleichen Stelle gezogen wie die Summit Station in Grönland.

Abbildung 5: Ort von Summit Station und Punkte von Grönland-Eisbohrkernen (Yau et al. 2016)

Kobashi zufolge lag die mittlere Temperatur an der Summit Station während der letzten 4000 Jahre bei -30,7°C. Die mittlere Temperatur seit 2008 lag um -30°C.

Abbildung 6: Stündliche Temperaturen an der Summit Station seit 2008 (NOAA/ESRL).

Graphik Nummer zwei: GISP2-Eisbohrkern

Ich habe die Klima-Rekonstruktion von Kobashi et al. (2017) von der NOAA heruntergeladen und geplottet, um den Zusammenhang mit der jüngsten Klimaänderung im zentralen Grönland zu evaluieren. Technisch könnte dies mit drei Graphiken dargestellt werden … Aber – wer zählt das?

Abbildung 7a: Temperatur-Rekonstruktion nach GISP2 seit dem glazialen Zustand im Younger Dryas

Abbildung 7b: GISP2-Temperatur-Rekonstruktion seit 4000 v. Chr. Klimatische und historische Perioden nach Grosjean et al. (2007)

Abbildung 7c: GISP2-Temperatur-Rekonstruktion seit dem Jahr 1900. Markiert sind die Vorgänge RMS Titanic, Glacier Girl, The Ice Age Cometh? Sowie die Temperaturen an der Summit Station, um die Größenordnung zu erkennen.

Die unausweichliche Schlussfolgerung lautet, dass falls es jemals eine Klima-„Krise“ gegeben hat, diese während der Kleinen Eiszeit aufgetreten war … und es war KNACKIG kalt damals!

Was war das? Das zentrale Grönland ist nicht die Arktis? Na sowas!

Graphik Nummer drei: die Arktis

Also betrachten wir doch einmal die Temperatur-Rekonstruktion der Arktis von McKay & Kaufman (2014).

Abbildung 8a: Klima-Rekonstruktion der Arktis seit dem Jahr 1 (McKay & Kaufman, 2014).

Abbildung 8a: Klima-Rekonstruktion der Arktis seit dem Jahr 1 (McKay & Kaufman, 2014).

Die unausweichliche Schlussfolgerung lautet, dass falls es jemals eine Klima-„Krise“ gegeben hat, diese während der Kleinen Eiszeit aufgetreten war … und es war eisig KALT damals! Und dann noch einmal während der 1970er Jahre!

Aber, aber – was ist mit all den von Satelliten gemessenen Eisverlusten?

Ja – was ist damit?

Drei Jahrzehnte der Änderungen des grönländischen Eisschildes

Gepostet am 14. Juni 2019 von der ESA Greenland Ice Sheet Climate Change Initiative.

In dieser Woche war es zu einem signifikanten Abschmelzen in einem großen Gebiet des grönländischen Eisschildes gekommen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr war die Temperatur am höchsten Punkt des Eisschildes auf einer Seehöhe von 3285 Metern über den Gefrierpunkt gestiegen. Dort befindet sich die vom DMI [= der dänische Wetterdienst, Anm. d. Übers.] betriebene Summit Station.

Die hohen Schmelzraten waren wärmeren Luftmassen geschuldet, welche über den Eisschild wehten, und in Kombination mit nur geringen Schneefällen im voran gegangenen Winter kann in diesem Jahr erwartet werden dass ziemlich große Mengen Eises abschmelzen. Ein so großes Schmelz-Ereignis so früh im Jahr ist ungewöhnlich, aber nicht beispiellos, war es doch u. A. im Jahre 2012 zu einem ähnlichen Ereignis gekommen.

Einzel-Schmelzereignisse dieser Art werden gesteuert von lokalen Wetterbedingungen im Nordatlantik, aber wenn man diese über viele Jahre hinweg mittelt, erhält man das lokale Hintergrund-Klima. Wissenschaftler aus ganz Europa haben eine gemeinsame Studie erstellt, in welche Satellitendaten bis zurück zum Jahr 1990 Eingang gefunden hatten. Damit sollte ein vollständiges Bild gegeben werden, wie Klimaänderungen in Grönland sich auf den Eisschild ausgewirkt haben.

Wir zeigen zum Beispiel, dass der Eisschild seit Anfang der 2000er Jahre fast überall dünner geworden ist. Für einen Eisschild im Gleichgewicht mit dem lokalen Klima erwarten wir, in der Mitte eine geringe Zunahme der Höhe der Oberfläche Jahr für Jahr zu sehen sowie eine Abnahme an den Rändern, da in höher gelegenen Regionen mehr Schnee fällt als wieder abschmilzt und es in tieferen Schichten umgekehrt ist. Allerdings zeigen die Wissenschaftler hier, dass der Eisschild inzwischen fast überall dünner wird (blaue Gebiete in der oberen Reihe). „Es ist ziemlich bemerkenswert, derartige Änderungen während der letzten Jahre zu sehen im Vergleich zu Anfang der 1990er Jahre“, sagte Sebastian Simonsen vom DTU.

Polar Portal

Die Leute beim Polar Portal waren so nett, dieses Bild vorzustellen:

Abbildung 9: „Die obere Reihe zeigt Änderungen der Seehöhe des grönländischen Eisschildes, gemessen mit Radar über drei verschiedene Zeitperioden. Danach zogen wir Computermodelle heran, um zu verstehen, was hinter den von uns erkannten Änderungen steckt. Die mittlere Reihe zeigt die Änderungen der Seehöhe, die man einfach aus dem Massen-Budget an der Oberfläche erwarten kann über die gleichen drei Zeiträume (der Unterschied zwischen Schneefall und -schmelze, wie es modelliert vom regionalen Klimamodell HIRHAM5). Die untere Reihe zeigt Änderungen der Seehöhe, berechnet mittels eines Eisschild-Modells (PISM) und daher einschließlich Änderungen der Höhe des Eisschildes durch Eisfluss und Änderungen des Oberflächen-Massenbudgets. Während die Modelle die großmaßstäblichen Änderungen abbilden können, ist dies an einigen Stellen nicht der Fall, darunter auch in den Gebieten mit den größten Änderungen“.

Ich konzentrierte mich auf die obere reihe, also die mit den Änderungen der Seehöhe, weil ich diese Änderungen in einem geologischen Zusammenhang betrachten kann.

Wie verhält sich der jüngste Schmelzvorgang relativ zum übrigen Holozän? Kurze Antwort: „Genauso wie immer!“ Vinther et al. (2009) rekonstruierten die Höhe von vier Stellen über das Holozän, an denen Eisbohrkerne gezogen worden waren. Es gab kaum Höhen-Änderungen an den Stellen im Inneren (NGRIP und GRIP), während an den beiden äußeren Stellen (Camp Century und DYE3) jeweils 546 bzw. 342 m Höhe eingebüßt haben.

Abbildung 10: Das meiste Eis ist seit Beginn des Holozäns an den äußeren Rändern abgeschmolzen sowie an den niedriger gelegenen Teilen des Eisschildes (GrIS) – genauso wie immer. Die X-Achse zeigt die Kalenderjahre. Höhen-Rekonstruktion nach Vinther et al. (2009). Graphik von Weißbach et al. (2015).

Vinthers Höhen-Rekonstruktion überdeckt den Zeitraum von vor 11.700 bis vor 40 Jahren vor dem Jahr 2000. Das letzte Jahr ist also das Jahr 1960.

Auf der Grundlage der Schätzungen der Massenbilanz von Mouginot zeigten sich sehr geringe Gesamtänderungen von 1960 bis 1995, dem Anfangsjahr der Höhenänderungskarten des Polar Portals. Ich habe die Höhenänderungskarten vergrößert und die Stellen der Eisbohrkerne eingetragen.

Abbildung 11a: Höhenänderung von Grönland 1995 bis 1999 sowie 2001 bis 2005 (Polar Portal).

Abbildung 11b: Höhenänderung von Grönland 2007 bis 2011 sowie 2013 bis 2017 (Polar Portal).

Die Skaleneinheiten sind Meter pro Jahr. Man beachte, dass an diesen Stellen kaum Änderungen aufgetreten waren. Nach meinem Augenmaß schätzte ich die jährlichen Höhenänderungen von 1995 bis 2017:

Mittels der 2009 von Vinther gemessenen Höhen berechnete ich die Höhen der vier Stellen von vor 11.700 Jahren bis 2017.

Graphik Nummer vier: „Das Gleiche wie immer…“

Abbildung 12a: Seehöhe von vier Stellen, an denen Eisbohrkerne gezogen worden waren von vor 11.700 Jahren bis zum Jahr 2017

Abbildung 12b: Wie Abb. 12, aber von 1900 bis 2017.

video

„Das Gleiche wie immer…“

Aber, aber, der grönländische Eisschild schrumpft noch immer! Wenn er vollständig schmilzt, wird der Meeresspiegel um 7 Meter steigen!!!

Graphik Nummer fünf: die Isopachen-Graphik*

[*Isopache ist in den Geowissenschaften eine Linie (Isolinie) gleicher Mächtigkeit einer geologischen Schicht in der Kartendarstellung einer Isopachenkarte {Quelle}. Anm. d. Übers.]

Wir Erdöl-Geologen sind besessen von der Berechnung der Volumina von Öl- und Gas-Reservoiren, und wir bringen viel Zeit damit zu, Dinge zu erstellen wie „Isopachenkarten“ und gleitende „Volumetrics“. Zum Glück für mich erstellte Eric Gaba als Wikimedia Commons user: Sting eine Isopachenkarte des grönländischen Eisschildes:

Abbildung 13: Isopachenkarte des grönländischen Eisschildes von Eric Gaba – Wikimedia Commons user: Sting (links) und Höhenänderungskarte des Polar Portals (rechts).

Fast die gesamte derzeitige Verdünnung erfolgt an den äußeren Rändern des Eisschildes („genauso wie es schon immer war“). Ich habe eine hoch aufgelöste Kopie der Isopachenkarte heruntergeladen und die Höhenlinien digitalisiert mittels einer NeuraMap volumetric analysis software. Gebiet und Volumen der Isopachenkarte standen auf einer Linie mit den Schätzungen in der USGS Professional Paper 1386–A, Tabelle 2, Seite A77:

Gebiet: 1.736.095 km²

● Volumen: 2.600.000 km³

Ich definierte die 10-m-Höhenlinie als die Null-Höhenlinie. Das Gebiet der Null-Höhenlinie lag sehr nahe dem USGS-Gebiet.

Das Volumen war etwas größer als die USGS-Schätzung, lag aber immer noch deutlich innerhalb anderer Schätzungen aus jüngerer Zeit. USGS verweist auf eine Referenz aus dem Jahr 1954 für diese Zahl und auch auf Bamber et al. (2011), wo man das Volumen mit 2.900.000 km³ angab. Danach hat Bamber seine Schätzung auf 2.960.000 km³ präzisiert.

Wie man sieht, variieren die Schätzungen des Volumens des grönländischen Eisschildes erheblich, und die Verfahren der volumetrischen Berechnung führt zu einer ziemlich breiten Palette von Ergebnissen … Und trotzdem können moderne Klima-„Wissenschaftler“ jährliche Änderungen der Eismasse von 0,015% ausmachen…

Wer’s glaubt…

Wenn ich die 1000-m-Höhenlinie um 10 m absenke, passiert das hier:

99,93% des grönländischen Eisschildes schmelzen nicht und/oder kalben in den Ozean. Die USGS-Studie stellt fest, dass falls der gesamte Eisschild schmelzen würde, der Meeresspiegel um 6,5 Meter steigen würde. In dem oben beschriebenen und höchst unwahrscheinlichen Szenario würde der Meeresspiegel um atemberaubende 4,8 mm steigen.

6,5 m * 0,07% = 0,00478 m

Was passiert, wenn ich die 1000-m-Höhenlinie um 100 m absenke?

● 6,5 m * 0,18% = 0,0531 m

Das sind etwas über 5 cm Anstieg des Meeresspiegels.

Da haben wir es … Die Bedeutungslosigkeit des Verlustes der grönländischen Eismasse in fünf einfachen Graphiken … und vielen nicht so einfachen Graphiken und Tabellen.

References

Alley, R.B. 2000. “The Younger Dryas cold interval as viewed from central Greenland”. Quaternary Science Reviews 19:213-226.

Alley, R.B.. 2004. “GISP2 Ice Core Temperature and Accumulation Data”.
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Bamber, J. L., J. A. Griggs, R. T. W. L. Hurkmans, J. A. Dowdeswell, S. P. Gogineni, I. Howat, J. Mouginot, J. Paden, S. Palmer, E. Rignot, and D. Steinhag. “A new bed elevation dataset for Greenland”. The Cryosphere, 7, 499–510, 2013 www.the-cryosphere.net/7/499/2013/ doi:10.5194/tc-7-499-2013.

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Kobashi, T., Menviel, L., Jeltsch-Thömmes, A. et al. “Volcanic influence on centennial to millennial Holocene Greenland temperature change”. Scientific Reports 7, 1441 (2017). https://doi.org/10.1038/s41598-017-01451-7

McKay, N., Kaufman, D. “An extended Arctic proxy temperature database for the past 2,000 years”. Scientific Data 1. 140026 (2014). https://doi.org/10.1038/sdata.2014.26

Mouginot, Jeremie, E. Rignot, Anders Bjørk, Michiel Van den Broeke, Romain Millan, Mathieu Morlighem, Brice Noël, Bernd Scheuchl & Michael Wood. (2019). “Forty-six years of Greenland Ice Sheet mass balance from 1972 to 2018”. Proceedings of the National Academy of Sciences. 116. 10.1073/pnas.1904242116.

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Weißbach, S., A. Wegner, T. Opel, H. Oerter, B. M. Vinther and S. Kipfstuhl. “Spatial and temporal oxygen isotope variability in northern Greenland – implications for a new climate record over the past millennium”. Climate of the Past. 12, 171–188, 2016 www.clim-past.net/12/171/2016/ doi:10.5194/cp-12-171-2016.

Williams, R.S., Jr., and Ferrigno, J.G., eds., 2012. “State of the Earth’s cryosphere at the beginning of the 21st century–Glaciers, global snow cover, floating ice, and permafrost and periglacial environments: U.S. Geological Survey Professional Paper 1386–A”. 546 p. (Also available at https://pubs.usgs.gov/pp/p1386a.) Glaciers.

Yau, Audrey M., Michael L. Bender, Alexander Robinson, Edward J. Brook. “Last interglacial in the GISP2 Greenland ice core”. Proceedings of the National Academy of Sciences. Aug 2016, 113 (35) 9710-9715; DOI: 10.1073/pnas.1524766113

Exhuming the Glacier Girl

RMS Titanic

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/02/05/the-irrelevance-of-greenlands-ice-mass-loss-in-five-easy-charts/

Übersetzt von Chris Frey EIKE