Schmähungen und Wissenschafts-Leugnung der New York Times

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Manchmal erfasst eine Story perfekt den Kern einer politischen Bewegung, so wie hier in der New York Times (welche sich absurderweise immer noch die „Rekord-Zeitung“ Amerikas nennt): „A Trump Insider Embeds Climate Denial in Scientific Research“ [etwa: „Ein Trump-Insider bringt Klima-Leugnung in die wissenschaftliche Forschung“]. Als Autorin zeichnet eine Hiroko Tabuchi. Hier zeigt sich auf perfekte Weise, wie „Nachrichten“ zu linksextremer Propaganda geworden sind. Wie Schmähungen an die Stelle ordentlicher Diskussionen getreten sind. Und wie die Leugnung der Wissenschaft seitens der Extremisten die Arbeit klimawissenschaftlicher Institutionen ersetzt hat wie etwa IPCC und NOAA. Das ist der Grund, warum wir gegenüber der Welt so ignorant sind: Wir lesen die Zeitung! Kip Hansen hat dies erstmalig hier beschrieben.

Tabuchi nennt diesen „Insider“ beim Namen: Indur M. Goklany, ein „lange Zeit im Innenministerium Beschäftigter, welcher im Jahre 2017 zum Start der Trump-Regierung als stellvertretender Sekretär in das Amt berufen worden ist“.

Sie lehnt es ab zu erwähnen, dass seine tatsächliche Amtsbezeichnung nicht so gewaltig daherkommt: „Assistenz-Direktor der Politik bzgl. Wissenschaft und Technologie im Office of Policy Analysis. Dieses wiederum ist eine der sechs Abteilungen des Office of Policy & Environmental Management, welches eines der sieben Büros des Office of Policy, Management, and Budget ist. Das nun wieder ist eine der elf Abteilungen im Büro des Sekretärs, dieses eine der 17 operativen Einheiten des Innenministeriums (10 bureaus und 7 Offices)* und dies wiederum eines von 15 Agenturen auf Kabinett-Ebene. Und das sind die größten Komponenten (wenn auch nicht die Einzigen) der Exekutive.

[*Der Unterschied zwischen Bureau und Office ist mir unklar. Anm. d. Übers.]

Goklany ist ein Bürokrat mitten in einer gigantischen Maschine. Es ist einfach absurd, ihn einen „Insider“ zu nennen. Und das schreibt Tabuchi kaum dass sie ihren „Report“ angefangen hat.

Wer ist Indur M. Goklany?

Bevor wir uns näher mit Tabuchis Story befassen, wollen wir uns mit dem Thema derselben befassen. Goklany war „von Anfang an präsent“. Er repräsentierte die USA bei den Verhandlungen, die zum Framework Convention on Climate Change der UN (UNFCCC) führten. Er war einer der neun Repräsentanten der US-Regierung in der Arbeitsgruppe III des AR 1 des IPCC (1990). Er hat drei Bücher geschrieben und eine beeindruckend lange und umfassende Anzahl von Veröffentlichungen (darunter auch einige in begutachteten Journalen wie Science, Nature Biotechnology und dem Journal of Theoretical Biology). Sie stehen hier. Er hat einen H-index of 25 [?] (beeindruckend, ist dies doch nicht seine tägliche Arbeit).

Betrachtung der Vorwürfe

Tabuchi behauptet, dass Goklany Vieles gesagt hat. Im Hauptteil ihres Artikels gibt sie aber keine Zitate oder Beispiele an. Sie nennt auch keinerlei Quellen, aus denen sie ihre Informationen bezogen hat, ja sie beschreibt nicht einmal die Grundlage ihrer Behauptungen. Nur ein Zitat eines Außenstehenden wird genannt:

„Samuel Myers, welcher im Center for the Environment an der Harvard University die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährung untersucht hatte, sagte, die Sprache ,pickt sehr spezielle und isolierte Stücke der Wissenschaft heraus und versucht, diese in außerordentlich irreführender Manier zu verbreiten’“.

Myers ist Lehrbeauftragter bei Harvard und scheint ein Wissenschaftler der Gesundheitsvorsorge zu sein, welcher „die Konsequenzen großräumiger Umweltänderungen auf die menschliche Ernährung und Auswirkungen der Erzeugung von Nahrungsmitteln auf die Umwelt“ erforscht hat. Dass Myers Goklany nicht zustimmt, ist interessant, aber kaum bemerkenswert. In der Wissenschaft geht es immer um Nicht-Übereinstimmung.

Noch wichtiger in diesem Zusammenhang ist, dass Myers nicht sagte, ob er irgendeine seiner Schriften für das Innenministerium begutachtet hatte oder ob sich seine Bemerkung auf Veröffentlichungen Goklanys bezieht. Das stützt nicht gerade Tabuchis Behauptungen.

Danach geht Tabuchi auf einen anderen Artikel in der NYT über, worin sie ihrer Unzufriedenheit darüber Ausdruck verlieh, dass der Präsident bzgl. Klimawandel Dinge tue, welche die NYT nicht mag. In jenem Artikel wird Goklany nicht erwähnt.

Und schließlich ein paar Einzelheiten

Weiter unten in dem Artikel nennt Tabuchi Einzelheiten. Keine Zeitangaben, keine Titel, nichts was es einem Leser erlauben würde, dieses ausfällige Material zu finden.

„Die irreführende Sprache erscheint in Umweltstudien und beeinflusst Feststellungen bzgl. großer Wasserreservoire, darunter Stauseen in Kalifornien und Oregon. Das sind entscheidende Habitate für Lachse und andere Wildtiere“.

Dann zitiert Tabuchi jemand anderen, der sich ablehnend gegenüber Äußerungen Goklanys ausspricht. Hat sie versucht, jemanden zu finden, der ihm zustimmt? Sie zeigt dann ein Foto eines Auszugs aus einem Dokument. Vollkommen ohne jeden Zusammenhang, nennt sie doch keine Autoren, kein Erscheinungsdatum, keinen Titel oder keinen Zweck des Dokuments:

„Letztendlich können die zukünftigen Bedingungen zu einem bestimmten Zeitpunkt oder an einem bestimmten Ort angesichts des derzeitigen wissenschaftlichen Verständnisses der möglichen zukünftigen Bedingungen nicht genau bekannt sein. Ebenso ist es wichtig zu erkennen, dass die Risiken und Auswirkungen das Ergebnis {sic} von kollektiven Veränderungen an einem bestimmten Ort sind. Erwärmung und erhöhtes Kohlendioxid können die Wassernutzungseffizienz der Pflanzen erhöhen, die landwirtschaftliche Wachstumssaison verlängern, aber auch negative Auswirkungen auf die Schneedecke und die Wasserverfügbarkeit haben. Diese komplexen Wechselwirkungen unterstreichen die Bedeutung eines Planungsansatzes, der zukünftige Risiken für Wasserressourcensysteme auf der Grundlage einer Reihe plausibler zukünftiger Bedingungen identifiziert, und die Zusammenarbeit mit den Interessenvertretern, um Optionen zu bewerten, die die potenziellen Auswirkungen auf eine für alle Beteiligten am besten geeignete Weise minimieren.“*

[Dieser Abschnitt stammt ausnahmsweise von einer Übersetzungs-Maschine. Anm. d. Übers.]

Das sieht wie die Standard-Überprüfung aus, welche den meisten offiziellen Berichten eigen ist (und die alle Berichte enthalten sollten). Da dies im Zentrum ihrer Vorwürfe steht, wollen wir es unter die Lupe nehmen.

„ Letztendlich können die zukünftigen Bedingungen zu einem bestimmten Zeitpunkt oder an einem bestimmten Ort angesichts des derzeitigen wissenschaftlichen Verständnisses der möglichen zukünftigen Bedingungen nicht genau bekannt sein“.

Stimmt. Während einige globale Prognosen von Modellen eine gewisse Akkuratesse aufweisen (wenngleich immer noch debattiert), bleiben Prognosen in regionalem Maßstab problematisch. Da gibt es viel weniger Validierungen ihrer Güte.

„Ebenso ist es wichtig zu erkennen, dass die Risiken und Auswirkungen das Ergebnis von kollektiven Veränderungen an einem bestimmten Ort sind. Erwärmung und erhöhtes Kohlendioxid können die Wassernutzungseffizienz der Pflanzen erhöhen, die landwirtschaftliche Wachstumssaison verlängern, aber auch negative Auswirkungen auf die Schneedecke und die Wasserverfügbarkeit haben“.

Stimmt. Klimawandel bringt positive und negative Auswirkungen, und beide müssen für genaue Prognosen berücksichtigt werden.

„Diese komplexen Wechselwirkungen unterstreichen die Bedeutung eines Planungsansatzes, der zukünftige Risiken für Wasserressourcensysteme auf der Grundlage einer Reihe plausibler zukünftiger Bedingungen identifiziert, und die Zusammenarbeit mit den Interessenvertretern, um Optionen zu bewerten, die die potenziellen Auswirkungen auf eine für alle Beteiligten am besten geeignete Weise minimieren“.

Das ist die Konsens-Empfehlung der IPCC-Berichte und der großen Klima-Agenturen seit mindestens zwei Jahrzehnten. Sie erscheint in zahllosen Berichten. Dann fügt sie weitere Belege hinzu, die sie als schrecklich betrachtet:

„Die neuen Dokumente zeigen, dass Mr. Goklany bereits im September 2017, kaum dass er als stellvertretender Sekretär berufen worden war, damit begonnen hat, Klimawissenschaftlern nahezulegen, die Unsicherheiten bzgl. Klimawandel in die Berichte der Agentur einzufügen“.

Tabuchi sollte die IPPC-Berichte lesen. Jedes vorgestellte Ergebnis wird begleitet mit einer Feststellung des Vertrauens/der Unsicherheit: sehr niedrig, niedrig, mittel, hoch und sehr hoch. Das ist eine kluge Art und Weise und gute Wissenschaft. Das IPCC ist gut damit gefahren.

Dass Tabuchi diese Statements verwerflich findet zeigt, dass sie zutiefst ignorant ist hinsichtlich der drei Jahrzehnte Arbeit des IPCC und großer Klima-Agenturen – oder sie ist eine große Wissenschafts-Leugnerin.

Bürokratie! Politische Differenzen!

Dann enthüllt Tabuchi, dass einige Personen im Ministerium die Beförderung von Goklany nicht mochten. Als ob das etwas Außergewöhnliches wäre. Nun werden Beförderungen oftmals vom Jammern Anderer begleitet, besonders wo die Politik kontrovers ist. Menschen sind Politik. Beförderungen, die einen Bereich der Politik voranbringen, werden oftmals als übel und ignorant tituliert von jenen, die gegen diese Politik sind. So ist das Leben.

Dann zitiert sie viele Leute, welche sich aggressive politische Maßnahmen bzgl. Klimawandel wünschen. Sie drücken ihr Missfallen darüber aus, dass Goklany die Übernahme politischer Standards in die IPCC-Berichte und in andere Bereiche veranlasst hat (z. B. indem eindeutig die Unsicherheiten benannt werden). Dies wäre ihrem Anliegen nicht dienlich.

Conclusions

Nichts in Tabuchis Beiträgen stützt ihre Behauptungen über Goklany als „Klima-Leugner“. Vielmehr zeigen ihre eigenen Belege, dass die von ihr erwähnten Aspekte in bester Tradition des IPCC stehen und allgemein guter Praxis i Berichten der Regierung darstellen – und dass die von ihr erwähnten Objektionen auf politischen Differenzen basieren. Das ist ein erbärmliches Beispiel modernen Journalismus‘. Die NYT sollte einen umfassenden Widerruf veröffentlichen. Das wird die Zeitung aber vermutlich nicht tun, weil ihre Objektive Propaganda ist – und nicht Journalismus. Darum hat das Vertrauen der Amerikaner in Zeitungen von 38% im Jahre 1983 bis heute auf 23% abgenommen (hier).

Weitere Informationen:

  1. The Extinction Rebellion’s hysteria vs. climate science.
  2. Climate activists attack climate science.
  3. After 30 years of failed climate politics, let’s try science! – A proposal to break the policy gridlock.
  4. The guilty ones preventing good policy about climate change.
  5. Toxic climate propaganda is poisoning US public policy.
  6. An obvious solution to the climate policy crisis.
  7. A demo showing our broken climate policy debate.
  8. Climate denial caused the losses from Australia’s fires.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/03/07/smears-and-science-denial-from-the-new-york-times/

Soweit dieser Beitrag. Dass die hier erwähnte NYT wirklich zu einem Propagandablatt verkommen ist, welches man eigentlich nicht ernst nehmen darf, zeigt der folgende, zu Obigem passende Beitrag [leicht gekürzt]:

Die echte New York Times – oder eine Parodie?

Francis Menton

Man kann sich obige Frage jeden Tag stellen bei dem Stapel an gedruckten Nachrichten, welcher die New York Times mehr oder weniger jeden Tag füllt. Aber das mir gestern zugestellte Käseblatt mit dem Banner der NYT darauf veranlasste mich wirklich, mich am Kopf zu kratzen. War das jetzt die echte Zeitung, oder hatte jemand früh am Morgen die echte Zeitung aus meinem Briefkasten herausgenommen und durch eine Parodie ersetzt? Gehe ich nach dem physikalischen Gegenstand vor mir, denke ich eher an Parodie. Aber dann entdeckte ich, dass alle dubiosen Artikel auch auf der NYT-Internetseite zu finden waren. Könnten die hinterhältigen Parodisten auch die Website gehackt haben?

Betrachten wir zunächst den ersten Teil der Zeitung unter der Rubrik „New York“. In einer 9-Millionen-Stadt kann sehr viel vor sich gehen, und es gibt sicher viele drückende Themen hier in unserer Stadt mit bedeutenden Entwicklungen jeden Tag. Beispielhaft sei diesbezüglich nur die Kriminalität genannt. Können wir uns vielleicht selbst über einige dieser Themen informieren?

Tatsache ist aber, dass sich die Times fast vollständig von der Berichterstattung dieser Dinge entfernt hat. An den meisten Tagen besteht der Abschnitt „New York“ nur aus drei oder vier Artikeln. Heute sind es nur drei. Den Hauptteil des gesamten Sektion nimmt eine Artikelserie ein unter der Schlagzeile „To Turn the Tide, Long Island Tribe Turns to Nature“ [etwa: „Um das Blatt zu wenden, wendet sich der Long Island-Stamm der Natur zu“]. Damit soll unser Mitleid mit dem kleinen Indianerstamm der Shinnecocks geweckt werden, die in einem Reservat in der Stadt Southampton auf Long Island. Die Shinnecocks verlieren vermeintlich ihr Land infolge des durch die globale Erwärmung steigenden Meeresspiegels:

Als ein maritimes Volk, das einst einen großen Teil der Ostküste von Long Island bevölkerte, sind die Shinnecock-Indianer auf ein fast 4 km² großes Stück Land am Rande einer Brackwasser-Bucht gepfercht worden. Jetzt kämpfen sie im Zuge des Klimawandels darum zu halten, was ihnen geblieben ist. Steigender Meeresspiegel droht, das Shinnecock-Land zu verschlucken.

Richtig gelesen: die Shinnecocks – alle 500 oder so – bewohnen fast 4 km² Küstenland in Southampton, der teuersten Stadt in ganz New York. Die Küstenstadt Southampton ist die Heimat (oder zumindest die zweite Heimat) vom Who is Who der New Yorker High Society – zum Beispiel George Soros und andere Milliardäre, darunter auch der Herausgeber der NYT! [Es werden noch ein paar andere Superreiche genannt, deren Namen hierzulande unbekannt sind. Anm. d. Übers.] In einer kaum über dem Meeresspiegel liegenden Stadt – sind die Anwesen dieser Herrschaften nicht genauso der Gefahr eines steigenden Meeresspiegels ausgesetzt wie das Land der Shinnecock-Indianer? Ja natürlich, aber Smart Money weiß genau, dass dieses ganze Theater um einen unmittelbaren Meeresspiegelanstieg Blödsinn ist. …

Und die anderen beiden Artikel? In einem geht es um einen blinden und tauben Mann, der Protagonist in einem kurzen Film über einen blinden und tauben Mann ist. … In dem anderen Artikel geht es um multiple zusätzliche Ankläger bzgl. Harvey Weinstein. Kurz gesagt, der gesamte Bereich der Lokalnachrichten widmet sich jetzt nur noch der Klimawandel-Hysterie, marginalisierten Menschen, der #MeToo-Bewegung und anderen hoch wichtigen Angelegenheiten unserer Zeit.

Aber wenn man jetzt denkt, dass das schon schwachsinnig ist, dann hat man noch nicht auf die Meinungsseiten geschaut. Darin findet sich unter Anderem:

Der Leitartikel trägt die Schlagzeile „Quarantäne als Klassenkampf“. Aber ist nicht heutzutage alles Klassenkampf, durchgeführt von bösen Unterdrückern?

Im leitenden op-ed lautet die Schlagzeile [übersetzt] „Unsere ,Jagd nach Glück‘ tötet den Planeten“. Das ist genau das, was man schon lange hat kommen sehen: die Forderung nach der Verarmung der Menschen, um vermeintlich den „Planeten zu retten“: „wir müssen für ein neues Gleichgewicht kämpfen zwischen unserem Privatvergnügen und unserem kollektiven Überleben“. Heißt das, dass fortschrittliche Milliardäre und Präsidentschafts-Kandidaten ihre privaten Flugreisen aufgeben sollen?

Es gab einem eine Zeit, als man – falls man die endlose Links-Tendenz mal außen vor lassen wollte – zumindest der Times entnehmen, was sonst noch Wichtiges in der Welt los war. Diese Zeiten sind lange vorbei.

Link: https://www.manhattancontrarian.com/blog/2020-3-8-the-real-new-york-times-or-a-parody

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimawandel-Gerichtsverfahren fallen wie Dominosteine

Eine Handvoll Städte in Kalifornien – selbst Großverbraucher fossiler Treibstoffe – forderten das US-Berufungsgericht auf, die vorhersehbare Abweisung ihrer Klage wegen öffentlichen Ärgernisses rückgängig zu machen und fünf Energieerzeugern die gesamte Schuld an der globalen Erwärmung zuzuschieben: BP, Chevron, ConocoPhillips, ExxonMobil und Royal Dutch Shell.

Die Städte hoffen darauf, den Unternehmen Milliarden Dollar abzuknöpfen, die für den Bau von Deichen, besseren Entwässerungssystemen und so weiter anfallen – in der Erwartung steigenden Meeresspiegels und zunehmenden Extremwetters aufgrund des Klimawandels.

Aber kein Kläger hat bisher jemals Erfolg gehabt bei derartigen Klagen.

Im Gegenteil, alle diese Verfahren beginnen wie Dominosteine zu kollabieren, erinnern die Gerichte doch die Kläger daran, dass für derartige Themen die Legislative und die Exekutive zuständig sind – und nicht die Judikative. Erstere haben die Fähigkeit und die Erfahrung, die Klimapolitik festzulegen.

Die Klima-Aktivisten hätten diese Lektion schon im Jahre 2011 lernen können, als der Oberste Gerichtshof gegen acht US-Staaten und andere Kläger urteilte, welche Behauptungen der Erregung öffentlicher Unordnung durch Treibhausgas-Emissionen erhoben hatten, erzeugt von Kraftwerken.

Das Gericht kam im Verfahren von American Electric Power vs. Connecticut einstimmig zu dem Urteil, dass der Clean Air Act [Luftreinhaltegesetz], unter welchem derartige Emissionen Gegenstand der Verordnungen der EPA sind, derartigen Verfahren vorangeht.

Die Richter betonten, dass „der Kongress eine Experten-Agentur ins Leben gerufen hat, hier die EPA … die mit Sicherheit besser für den Job ausgerüstet ist als individuelle Amtsrichter“, und die viel besser in der Lage ist, „den potentiell erreichbaren Nutzen für die Umwelt gegen den Energiebedarf unserer Nation und die Möglichkeit wirtschaftlicher Schäden abzuwägen“.

Das Gericht stellte außerdem fest, dass dies für „Fragen nationaler und internationaler Politik“ allgemein gelte, und ermahnte uns, dass der zunehmende Trend zu nutzlosen Klagen wegen öffentlichen Ärgernisses ein Problem darstellt.

Die kalifornischen Städte unter Führung von Oakland und San Francisco versuchten, dieses Präzedenz-Urteil des obersten Gerichtshofes zu umgehen, indem sie sich auf die internationale Natur der fraglichen Emissionen beriefen.

Aber dieser Schuss ging nach hinten los, als im Jahre 2018 Bundesrichter William Alsup urteilte, dass einem weltweiten Problem „nur in einem viel größeren Rahmen begegnet werden könne als durch einen Amtsrichter oder ein Gerichtshof in einem Verfahren bzgl. öffentlichen Ärgernisses“. Alsup, ein von Clinton ernannter Richter, stellte fest: „Ohne fossile Treibstoffe wären nahezu unsere sämtlichen monumentalen Fortschritte unmöglich gewesen“.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Im Juli 2018 verwarf ein Bundesrichter in Manhattan in einem praktisch identischen, von New York City angestrengten Verfahren die Klage aus den gleichen Gründen. Die Stadt ging in Berufung.

Inzwischen gibt es auch Klagen des gleichen Hintergrundes von Rhode Island und einer Reihe von Stadtregierungen, einschließlich Baltimore, gegen Energieunternehmen. Wie in den anderen gescheiterten Fällen verlangt man auch hier Milliarden Dollar.

Der Liste gescheiterter Klagen wurde im vorigen Monat die Zurückweisung des Berufungsgerichtes der so genannten „Kinder“-Klage hinzugefügt. Der Unterschied zu anderen Verfahren bestand hierbei darin, dass man eine Gruppe von Kindern als Kläger gegen die [US-]Bundesregierung in Stellung brachte.

Der ganze Beitrag steht hier.

Übernommen aus dem Rundbrief der GWPF vom 9. März 2020 und übersetzt von Chris Frey EIKE




Über den grandiosen Betrug des Klima-Alarmismus‘

Es gab im Jahre 1880 gerade mal 26 Stationen, davon nur 4 auf der Südhemisphäre. Selbst noch im Jahre 1900 machten die globalen Stationen mit 664 nur 2,8% der Anzahl von Stationen im Jahre 2000 aus.

Die Temperaturen über den Ozeanen, die 71% des Globus‘ überdecken, wurden entlang von Schiffsrouten gemessen, hauptsächlich auf der Nordhemisphäre und auch dort nur erratisch und mit unterschiedlichen Messverfahren. Trotz dieser Schwächen und der Tatsache, dass es absolut keine glaubwürdigen Temperaturdaten auf Raster-Niveau gab während des Zeitraumes von 1880 bis 2000 auf den Ozeanen der Südhemisphäre (welche 80,9% dieser Hemisphäre überdecken), fingen NOAA und NASA Anfang der 1990er Jahre damit an, globale mittlere Temperaturdaten zu schätzen und zu veröffentlichen.

Um das Problem zu illustrieren, veröffentlichte das Wall Street Journal (WSJ) am 16. Januar 2020 einen Leitartikel von Robert Lee Hotz, in dem man liest: „NASA und NOAA stuften das Jahr 2019 als das zweitwärmste Jahr seit 1880 ein. Die Welt habe globale Temperaturen nahe an Rekordwerten erlebt, sagten Klimawissenschaftler der [US-]Bundesregierung“. – Diese Behauptung wurde erhoben trotz der Tatsache, dass es absolut keine vertrauenswürdigen Temperaturdaten über diesen Zeitraum gibt aus über 40% der Planetenoberfläche (0.5*0.809 =0.4+).

Nach dem Jahr 2000 wurden Treibbojen eingesetzt. Aber als die beste Technologie speziell für diesen Zweck zum Einsatz kam, nämlich die ARGO-Bojen, gab es eine Enttäuschung, weil diese keinen Aufwärtstrend zeigten. Daher wurden die Daten der Bojen „adjustiert“. John Bates, zuständig für Datenqualität bei der NOAA, räumte ein: „Sie hatten gute Daten von den Bojen … und ,korrigierten‘ diese mit den schlechten Daten von Schiffen. Man ändert niemals gute Daten, damit sie zu schlechten Daten passen, aber genau das hat man getan – nur damit es so aussieht, als würde sich der Ozean erwärmen“. Nach diesen Änderungen reichte er seinen Rücktritt ein.

Das war aber nur das jüngste Beispiel von Datenmanipulation. Ursprünglich wiesen diese globalen Daten einen zyklischen Verlauf auf, ähnlich den zuvor bekannt gemachten Daten der Nordhemisphäre. Diese lagen während der 1930er und 1940er Jahre hoch und in den 1970er Jahren niedrig. Im Verlauf der Zeit wurden dann die zuvor offiziell genannten GAST-Daten modifiziert dergestalt, dass der Zyklus entfernt wurde und ein immer steiler aufwärts führender linearer Trend in jeden neuen historischen Datensatz eingebracht wurde.

Begutachtete, veröffentlichte und reproduzierbare Forschungen haben gezeigt: „die Ergebnisse belegen, dass die drei GAST-Datensätze keine valide Repräsentation der Realität sind.

Tatsächlich ist die Größenordnung der Adjustierungen historischer Daten, aus denen ihr zyklischer Temperaturverlauf entfernt worden war, vollkommen inkonsistent mit veröffentlichten und glaubwürdigen Temperaturdaten aus den USA und von anderswo. Folglich ist es trotz der jüngsten Behauptungen einer Rekord-Erwärmung unmöglich, aus den Datensätzen von NOAA und NASA abzuleiten, dass die letzten Jahre die wärmsten jemals gewesen sind“.

Die derzeitige Klimapolitik – auf der Grundlage unzuverlässiger Temperaturaufzeichnungen – bedroht unsere nationalen ökonomischen und Sicherheits-Interessen. Mit der immer extremer werdenden Klimapolitik droht als Konsequenzen daraus, diese Aufzeichnungen nicht in Frage zu stellen, eine Lawine von Rechtsstreitigkeiten auf der Grundlage des Treibhausgas-Endangerment Finding. Ebenso bedeutsam ist, dass diese Rechtsstreitigkeiten bedeutende Hindernisse sind für die Einrichtung der erforderlichen Infrastruktur, um Energie-Unabhängigkeit und ökonomisches Wachstum zu erhalten und zu verstärken.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Außerdem hat der Finanz-Sektor der USA bereits seine Unterstützung für die Entwicklung konventioneller Energiequellen drastisch verringert, hauptsächlich aufgrund der fortgesetzten Rufe nach gesetzlicher Zerschlagung der Industrie fossiler Treibstoffe. Auch diese Rufe stehen auf der Grundlage der invaliden globalen Temperaturaufzeichnungen von NOAA und NASA. Die Lage setzt die Energiesicherheit unserer Nation einem erheblichen Risiko aus, und das bedeutet, dass auch unsere ökonomische und nationale Sicherheit in großer Gefahr sind.

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[Es folgt eine längere Darstellung der Studie mit dem Titel „On the Validity of NOAA, NASA and Hadley CRU Global Average Surface Temperature Data & The Validity of EPA’s CO2 Endangerment Finding, Abridged Research Report“ von Dr. James P. Wallace III, Joseph S. D’Aleo ABD und Dr. Craig D. Idso vom Juni 2017. Diese wird wegen der vielen technischen Einzelheiten hier nicht mit übersetzt. Die Studie ist der Anlass für obigen Beitrag vom Mitautor der Studie Joseph S. D’Aleo, in welchem die Folgerungen aus der Studie beschrieben werden.

Es gibt in dem Beitrag noch ein Video über den „Superbowl“ der Daten-Manipulation von Tony Heller:
https://youtu.be/hElTSfQEdsk
Link: http://icecap.us/index.php/go/joes-blog/addendum_to_our_research_report_on_validity_of_gast_and_the_endangerment_fi/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Suche nach Beschleu­nigung an den völlig falschen Orten

Also klickte ich ach den entsprechenden Satelliten-Aufzeichnungen der University of Colorado. Aber nach dem Plot erkannte ich, dass man im Jahre 2018 aufgehört hatte. Nirgendwo konnte ich auf der Website eine Begründung dafür finden.

Abbildung 1: Meeresspiegel-Aufzeichnung der University of Colorado. Man beachte, dass es sich um einen Zusammenschnitt von vier Satelliten-Datensätzen handelt, die alle in ziemlich guter Übereinstimmung zu stehen scheinen.

Ich wollte aktuellere Aufzeichnungen und fand die AVISO-Website. Das ist die französische Gruppe,welche die Original-Satellitenmessungen aufzeichnet.

Ich musste jedoch lachen, als ich auf der AVISO-Website suchte und die folgende Graphik fand:

Abbildung 2: Alle neun verfügbaren Satelliten-Aufzeichnungen bzgl. des Meeresspiegels

HILFE! Ich hatte wirklich keine Ahnung, dass es so schlimm war. Es scheint, als ob die guten Leute in Colorado einfach ein paar passende Aufzeichnungen obiger Gruppe herausgepickt und sie zusammengeschweißt hätten und das dann eine valide Aufzeichnung passend für alle Zwecke genannt haben.

Ich andererseits würde sagen, dass hier genug Daten vorliegen, um uns vielleicht einen Trend mit viel Unsicherheit zu zeigen … aber aus diesem Mischmasch eine Beschleunigung heraus kitzeln? Dass ich nicht lache.

Wie auch immer, ich beschloss, noch einen Blick auf den „Referenz“-Datensatz von AVISO zu werfen. Dieser ist oben grün eingezeichnet. Er ist im Wesentlichen identisch mit dem Datensatz aus Colorado, läuft aber bis Ende 2019. Also analysierte ich ihn.

Nun habe ich jüngst mit einem selbst entwickelten Analyse-Verfahren bzgl. des Meeresspiegels gearbeitet. Es basiert auf einer Analyseart mit der Bezeichnung „Complete Ensemble Empirical Mode Decomposition“ (CEEMD). Mehr dazu in diesem Beitrag von mir.

Das CEEMD-Verfahren dient dazu, Stück für Stück die zugrunde liegenden Zyklen der zu analysierenden Datensätze zu erkennen und zu entfernen. Danach bleibt etwas übrig, das man „Residuum“ nennt. Alle identifizierbaren Zyklen sind dann entfernt.

Natürlich lassen sich mit diesem Verfahren keine Zyklen erkennen, die so lang wie der Datensatz oder noch länger sind. Bei meiner letzten Analyse beispielsweise betrachtete ich 40 bis 50 Jahre lange Datensätze. Hier ein Beispiel über 44 Jahre:

Abbildung 3: Eine CEEMD-Analyse der Tidendaten aus Fishguard in Wales.

Wie man sieht, ist ein Zyklus über 33 Jahre nicht entfernt worden – er ist zu lang, um in einem 44 Jahre langen Datensatz aufgelöst zu werden.

Und dies belegt ein riesiges Problem, wenn man zu ergründen versucht, ob sich die Rate des Meeresspiegel-Anstiegs beschleunigt. Man weiß, dass die Tidendaten sehr langzeitliche Zyklen von 50 Jahren oder mehr aufweisen. Aber wie schon in meinem Beitrag mit dem Titel „Accelerating The Acceleration“ beschrieben, haben die Personen, welche die „US Sea Level Report Card” erstellten, die Tidendaten beschnitten. Alles vor dem Jahr 1969 wurde entfernt … was garantiert, dass das Signal immer noch Zyklen enthält. Und dies wiederum garantiert, dass jedwede Schlussfolgerungen von ihnen bedeutungslos sind.

Das andere Problem ist, dass man in der „US Sea Level Report Card” nicht einmal versucht, die Tidenzyklen zu entfernen. Sie scheinen närrischerweise zu glauben, dass man einfach nur schauen muss, ob sich in den Rohdaten eine Beschleunigung zeigt … aber stattdessen machen sie nichts anderes als einfach irgendwelche langzeitlichen Tidenzyklen zu messen.

Nach diesem Prolog möchte ich mir jetzt die längsten Zeitreihen mit Aufzeichnungen des Meeresspiegels vornehmen. Es gibt einige wenige mit Zeitreihen von 100 bis über 150 Jahren. Das ist lang genug, um die meisten der langzeitlichen Zyklen zu entfernen. Wie oben zog ich das CEEMD-Verfahren heran, um die Zyklen zu entfernen, was lediglich das zugrunde liegende Residuum zurücklässt. Als Erstes nahm ich mir die Aufzeichnung von Cuxhaven vor, die sich über 176 Jahre erstreckt.

Welche längerzeitlichen Meeresspiegel-Zyklen werden mit dem CEEMD-Verfahren entfernt? Hier folgen die empirisch erkannten Gruppen von Zyklen, welche die Zeitreihe von Cuxhaven ausmachen:

Abbildung 4: Perioden der Gruppen von Zyklen, welche mittels des CEEMD-Verfahrens aus den Cuxhaven-Daten entfernt worden sind.

Wie zu erwarten war, ergibt sich eine Anzahl kurzfristiger Zyklen zwischen 1 und 5 Jahren. Energie steckt auch in Zyklen über 8, 17 und 29 Jahren oder so. Man beachte, dass einer der größten Zyklen fast 50 Jahre umfasst … und das unterstreicht die Dummheit, a) die persistenten langzeitlichen Zyklen nicht zu entfernen und b) die Verwendung von Datensätzen kurzer Zeiträume beim Versuch zu bestimmen, ob sich eine Beschleunigung zeigt.

Und schließlich zeigt sich auch immer noch etwas Energie in über 50 Jahre langen Zyklen. Darum braucht man sehr lange Zeitreihen, um festzustellen, ob es eine Beschleunigung gibt.

Was also bleibt als Residuum übrig, wenn man all diese Zyklen aus den Cuxhaven-Daten entfernt? Das hier:

Abbildung 5: CEEMD-Analyse der Meeresspiegel-Daten aus Cuxhaven. Die schwarz-weiße Linie sind die Cuxhaven-Originaldaten.

Wie man sieht, zeigen sich keinerlei Anzeichen einer Beschleunigung in den Cuxhaven-Daten. Man rufe sich ins Gedächtnis, dass wir während der letzten 30 Jahre davor gewarnt worden waren, dass der Anstieg des Meeresspiegels sich beschleunigen würde und Städte versinken würden … jedoch sieht es so aus, als hätte der Ozean das nicht mitbekommen.

Ich möchte nochmals demonstrieren, wie sehr man in die Irre geführt wird bei der Verwendung kurzer Zeitreihen und ohne die zugrunde liegenden Tidenzyklen aus den Originaldaten zu entfernen. Hier noch einmal die vorige Graphik, zusätzlich mit einer Gauss-Glättung in Blau der Originaldaten nach dem Jahr 1950:

Abbildung 6: Wie Abbildung 5, aber mit einer Gauss-Glättung der Daten nach dem Jahr 1950.

Also, falls alles, was wir haben, die 68 Jahre nach 1950 sind und außerdem keinerlei Zyklen in den Daten entfernt worden sind, dann betrachten wir die blaue Gauss-Glättung und gehen nach Hause mit der ziemlich festen Überzeugung, dass der Anstieg des Meeresspiegels von 1950 bis etwa 1975 gleich blieb und sich seitdem beschleunigt hat … und nichts davon entspricht der Wahrheit. Es handelt sich lediglich um eine der längerzeitlichen Tiden-Schwingungen, welche mittels des CEEMD-Verfahrens entfernt worden waren. Und unglücklicherweise verwechseln viel zu viele Wissenschaftler auf der ganzen Welt diese Schwingungen mit einer zugrunde liegenden Beschleunigung.

Aber ich wollte hier nicht aufhören und betrachtete einige andere langzeitliche Meeresspiegel-Datensätze. Wie zu erwarten war, stammen die meisten aus Europa. Hier z. B. ein 170 Jahre umfassender Datensatz von Wismar:

Abbildung 7: Eine CEEMD-Residuum-Analyse. Die schwarz-weiße Linie markiert die tatsächlichen Daten.

Und auch hier: kein Anzeichen irgendeiner Beschleunigung in den Daten aus Wismar.

Und hier folgen jetzt ohne große Kommentare weitere langzeitliche Meeresspiegel-Datensätze. In allen Fällen markiert die schwarz-weiße Linie mit Punkten die Originaldaten:

Ich erkenne einfach nicht die gerüchteweise ausgestreute Beschleunigung in diesen Daten. Ich würde außerdem sagen, dass die frühen Daten aus Ijmuiden in den Niederlanden sehr komisch aussehen … aber schauen wir auf ein paar Aufzeichnungen aus den USA:

Man beachte den stärkeren Trend in Baltimore, von dem bekannt ist, dass er die Folge vom Absinken des Landes ist, wie sie an den meisten Abschnitten der US-Ostküste beobachtet wird:

Und zum Schluss dieses Abschnitts folgt hier der längste ununterbrochene Datensatz, den ich kenne, nämlich der von Stockholm in Schweden – 217 Jahre lang:

Man erkennt, wie sich Skandinavien immer noch davon erholt, von Billionen Tonnen Eis bedeckt gewesen zu sein während der jüngsten großen Vereisung. Das Land hebt sich tatsächlich schneller als der Ozean steigt.

Das also ist die Mehrheit langzeitlicher Tiden-Datensätze. Ich muss sagen, ich sehe einfach nicht die von den Eierköpfen behauptete Beschleunigung. Ich weiß nicht, wie sie ihre Ergebnisse berechnet haben, aber die besten langzeitlichen Datensätze, die es gibt, zeigen einfach nicht die Beschleunigung, die gefunden zu haben sie behaupten.

Zum Schluss möchte ich den Kreis schließen zum Anfang dieses Beitrags, also zu den zusammen geschusterten AVISO-Satellitendaten. Was AVISO und die Colorado-Leute in Kombination als ihre finalen Daten ausgeben, sieht so aus:

Abbildung 8: Die vier von Colorado und AVISO ausgewählten Meeresspiegel-Daten von Satelliten aus den neun bestehenden Satelliten-Datensätzen bzgl. des Meeresspiegels.

Sehr merkwürdig … die Meeresspiegel-Satellitendaten sollen angeblich bis auf ein tausendstel Millimeter pro Jahr genau sein – warum gibt es dann so große Differenzen zwischen den verschiedenen Satelliten-Aufzeichnungen?

Wie auch immer, hier noch einmal die gleichen Daten, diesmal mit einer schwarzen Linie, welche ihren finalen Datensatz markiert, wie er sich aus der Kombination der vier Datensätze ergibt:

Abbildung 9: Die vier von Colorado und AVISO herausgepickten Datensätze aus den neun bestehenden Satelliten-Datensätzen, zusammen mit deren kombiniertem Verlauf, dargestellt in schwarz.

Nun ja … und hier schließlich die CEEMD-Analyse jener kombinierten Aufzeichnung:

Abbildung 10: CEEMD-Analyse des Satelliten-Datensatzes von AVISO/Colorado. Er besteht aus zusammengefügten verschiedenen Satelliten-Datensätzen. Die Zeitpunkte der Zusammenfügung sind gekennzeichnet durch die gepunkteten roten Linien.

Und nun – gibt es eine Beschleunigung in jener Aufzeichnung?

Nun, hinsichtlich der Frage, ob sich eine Beschleunigung in jenem zusammengefügten Satelliten-Datensatz zeigt, möchte ich die vier gewichtigsten Worte sagen, die ein Wissenschaftler sagen kann:

Wir. Wissen es. Nicht.

Wir wissen es aus mehreren Gründen nicht. Erstens, es handelt sich um einen zusammengefügten Datensatz, und Änderungen der Trendlinie zeigen sich durchweg nur bei und nach den Zusammenfügungen. Das ist schon ziemlich verdächtig, besonders angesichts der Differenzen in den initialen individuellen Datensätzen.

Zweitens, die Aufzeichnung umfasst nur 27 Jahre, so dass es einfach nicht genug Daten sind, um viele Folgerungen zu ziehen. Dies gilt vor allem, weil die Variationen einer Linie ziemlich klein sind.

Drittens, der Anstieg erfolgte genau entlang der linearen Trendlinie bis zum Jahr 2005. Vorher zeigte sich also keinerlei Beschleunigung. Dann begann die Rate um das Jahr 2005 abzunehmen … Verlangsamung anstatt Beschleunigung? Warum? Und dann – dem zusammengefügten Datensatz zufolge begann ein rascherer Anstieg um das Jahr 2011. Warum? Jene drei Phänomene, also erst eine gerade Linie, dann Verlangsamung, dann Beschleunigung, dürften kaum einem monotonen CO2-Anstieg geschuldet sein. Auch gehen sie in keiner Weise konform mit irgendeiner erwarteten Beschleunigung.

Und schließlich, wie bei vielen oben gezeigten Tidenaufzeichnungen scheinen die Satellitendaten über und unter die Trendlinie zu springen. Nirgendwo in der Aufzeichnung zeigt sich eine eindeutige Beschleunigung.

Diskussion und Schlussfolgerungen

Die Langzeit-Tidendatensätze stimmen alle darin überein, dass es keine Beschleunigung gibt, weder in der Anfangs- noch in der Endzeit der Aufzeichnungen. Ja, sie schwanken oftmals ein wenig um die Trendlinie, aber es gibt keinerlei Belege für eine CO2-induzierte Beschleunigung der Rate des Meeresspiegel-Anstiegs.

Der Satelliten-Datensatz andererseits ist eine Zusammenfügung von vier aus neun verfügbaren Datensätzen des Meeresspiegels. Die Trendänderungen scheinen in Verbindung zu stehen mit den Nahtstellen. Unglücklicherweise ist diese gekittete Aufzeichnung einmal zu kurz und zum Anderen zu unterbrochen, um irgendwelche Erkenntnisse bzgl. Beschleunigung zu gewinnen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/03/08/looking-for-acceleration-in-all-the-wrong-places/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Anmerkung/Ergänzung der EIKE-Redaktion :

… und so sieht es an der Deutschen Nordsee-Küste aus :

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Virginias „Saubere-Ökonomie-Gesetz“ dürfte ziemlich schmutzige Folgen haben

Der Mehrheitsführer im Senat Dick Saslaw hat gesagt, dass Virginia „ein Klimaproblem hat und dass man dieses nicht umsonst lösen könne“. Allerdings ist die Klimakrise erheblich übertrieben oder beruht auf falschen Computer-Modellen. Noch schlimmer ist, dass die „Lösung“ auf allen Ebenen sehr teuer ist, aber bzgl. des globalen Klimas nicht die Spur eines Unterschiedes ausmachen würde.

In den USA gab es während der letzten 35 Jahre weniger starke Tornados (Stärke F3 bis F5) als während der 35 Jahre zuvor, im Jahre 2018 war nicht ein einiger aufgetreten. Häufigkeit und Stärke von Hurrikanen haben sich seit 1850 kaum verändert – außer dass es in den USA erfreulicherweise von 2005 bis 2017 eine rekordlange Zeit gab, in der nicht ein einziger starker Hurrikan auf das US-Festland übergegriffen hatte. Nach einem Anstieg um rund 120 cm nach der letzten Eiszeit ist der Meeresspiegel während der letzten 150 Jahre mit lediglich 2 bis 30 cm pro Jahrhundert gestiegen, wobei ein großer Teil des vermeintlichen Anstiegs tatsächlich auch auf Absinken von Land zurückzuführen ist, so wie es auch an der Küste von Norfolk-Virginia der Fall ist.

Wasser, Eis und Wasserdampf haben einen erheblich größeren Einfluss auf Temperatur, Klima und Wetter der Erde als Kohlendioxid und alle anderen atmosphärischen Gase zusammen, schreibt Greenpeace-Mitbegründer Patrick Moore. Die Ozeane haben einen um das Tausendfache größeren Wärmegehalt als die Atmosphäre. Wolken halten sowohl Wärme zurück als auch dass sie einfallende Sonnenenergie reflektieren. Und Wissenschaftler können immer noch nicht menschliche von den natürlichen Faktoren bei all dem unterscheiden.

Aber die Demokraten in Virginia bestehen darauf, dass man sich in einer Klimakrise befindet und dass man zur Lösung derselben die Pflicht hat, fossile Treibstoffe zu verbieten.

Virginias „Kohlenstoff-frei“-Gesetze würde die Schließung von etwa 6200 MW Stromerzeugung auf Kohlebasis zur Folge haben sowie ein Verbot der Errichtung neuer, mit Erdgas betriebener Einheiten. In China gibt es mittlerweile 900.000 MW Kohlekraftwerke, weitere für 200.000 MW sind im Bau, und geplant sind nochmals 150.000 MW (alles in China). Das berichtet Greenpeace. Außerdem finanziert und betreibt das Land den Bau zahlreicher Kohle- und Gaskraftwerke in Afrika und Asien. In Indien gibt es bereits hunderte Kohlekraftwerke, [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier], 400 weitere sind in Planung. China und Indien planen oder bauen bereits hunderte neuer Flughäfen und Millionen weitere Autos auf die Straße zu bringen.

Selbst wenn also CO2 mehr als nur eine triviale Rolle bzgl. Klimawandel spielt, könnten die Maßnahmen von Virginia die zukünftige Erwärmung allenfalls um nicht messbare 0,001 bis 0,01 Grad reduzieren. Die Details des Gesetzes sind aufschlussreich – und Besorgnis erregend.

Das fast schon in Kraft gesetzte Gesetz würde die Schließung des neuesten und saubersten Kohlekraftwerkes in den USA zur Folge haben, solange es nicht die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 83% reduzieren kann mittels einer immer noch nicht erprobten „carbon capture and storage“-Technologie. Aber selbst wenn das funktionieren würde, würde jene Technologie Millionen pro Jahr kosten – und ein Drittel des vom Kraftwerk erzeugten Stromes benötigen. So viel zum Thema ,nicht umsonst‘ für Anwohner.

Um den wegfallenden Strom zu ersetzen, müssten die Energie-Unternehmen von Virginia Offshore-Windturbinen für 5200 MW installieren – offenbar vom Typ GE 12 MW Haliade-X, hergestellt in einer neuen Fabrik in der Provinz Guangdong (China), die südlich von Wuhan gebaut werden soll. Es würden 433 dieser Kolosse benötigt, von denen jede Einzelne die Wasseroberfläche um 260 Meter überragen würde, etwa 40 km vor der Küste von Norfolk-Virginia in 15 bis 20 m tiefem Wasser. (Zum Vergleich, das Washington Monument ist „nur“ 170 Meter hoch).

Das fortwährende Einwirken von Salzwasser und von häufigen Stürmen wird die Turbinen korrodieren lassen, was deren Leistung mit jedem Jahr schlechter werden lässt. Will man tatsächlich 5200 MW Strom erzeugen, würde das erfordern, dass die 433 Turbinen 24 Stunden lang an 7 Tagen der Woche100% ihrer Kapazität Strom liefern. Sollten sie nur während der Hälfte dieser Zeit Strom erzeugen, würde Virginia 866 derartiger Monstren benötigen.

Klima-Aktivisten und Big Wind erwarten, bis zu 30.000 MW Windkapazität vor der Ostküste bis zum Jahr 2030 zu errichten. Mit 100% Kapazität würde man dafür 2500 gigantische Heliade-X-Turbinen brauchen! Die Auswirkungen auf Radar, Luftverkehr und U-Boote, auf die Schifffahrt und die Fischerei wären enorm. Die Rotorblätter würden zahllose Vögel zerschmettern. Vibrationen und der Lärm durch Infraschall würde die Navigation von Walen und Delphinen noch viele Kilometer entfernt davon durcheinander bringen.

Da diese Turbinen auf öffentlichem Land stehen, müssen das Innenministerium, die nationale Fischerei-Behörde und andere Regierungsagenturen vollständig und sehr sorgfältig die kumulierten Auswirkungen all dieser menschlichen Aktivitäten auf die Umwelt evaluieren. Gleiches gilt für die kumulierten Auswirkungen des globalen Bergbaus, der Verarbeitung und Herstellung zum Bau und zur Installation der Windturbinen.

Zur Errichtung dieser Monster-Windmühlen braucht man Millionen Tonnen Beton, Stahl, Kupfer, seltene Erden, Karbon-Fiberglas und andere Rohmaterialien. Diese zu gewinnen wiederum erfordert die Bewegung von Milliarden Tonnen Gestein in neuen oder erweiterten Minen auf der ganzen Welt, aber vermutlich nicht in den USA. Wind- und Solarenergie wären fast ausschließlich abhängig von der Einfuhr derartiger Materialien, Komponenten und fertigen Produkten – zumeist aus China oder im Besitz von Chinesen. Verschmutzung, Arbeitsbedingungen, die Zerstörung von Land und Habitaten, Kinderarbeit und Verletzungen grundlegender Menschenrechte, Krebs- und andere Erkrankungen bei Arbeitern und Anwohnern wären galoppierend und für die meisten Amerikaner verabscheuungswürdig.

Derzeit gibt es praktisch keine technischen Schwergeräte, welche 12-MW-Turbinen errichten können. Man stelle sich einmal vor, wie lange es dauern würde, 400 bis 2500 davon vor der Ostküste zu errichten – und sie zu reparieren und zu ersetzen, wenn sie altern – oder nach einem gewaltigen Hurrikan wie dem Great Atlantic Hurricane of 1944, welcher die gesamte Offshore-Stromerzeugung zum Erliegen bringen dürfte.

Das Saubere-Ökonomie-Gesetz legt fest, dass weitere 16.100 MW zum Ersatz fossiler Treibstoffe durch Photovoltaik-Solarpaneele erzeugt werden würden. Auf der Grundlage eines 400 MW-Solarkraftwerkes in Spotsylvania County, Virginia würden diese Paneele eine Landfläche überziehen, die 3,5 mal größer ist als die Fläche der Hauptstadt Washington!

In Virginia herrschen nicht die Bedingungen wie in Arizona. Wolken, Nächte und sub-optimaler Sonnenschein während eines großen Teils des Tages lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass diese Millionen Paneele tatsächlich kaum mehr als 3200 MW erzeugen – unvorhersagbar und unzuverlässig. Um die gesamten, gesetzlich festgelegten 16.100 MW Strom zu erhalten, müsste Virginia bis zu 18 mal die Fläche von Washington mit Paneelen überziehen.

Das Gesetz in Virginia (es ist inzwischen von beiden Kammern durchgewinkt worden) verlangt außerdem, dass Versorgungsunternehmen „3100 MW Energie-Speicherkapazität konstruieren oder zur Verfügung stellen müssen“, vorzugsweise Batterien. Das ist verwirrend, erzeugen doch Batterien keinen Strom (MW); sie speichern einfach durch Kohle, Gas, Kernkraft, Wind oder Solar erzeugte Energie (MWh). Falls die Gesetzgeber 3100 MWh meinen, würde Virginia 36.500 Tesla 85-kilowatt-hour battery packs von je einer halben Tonne benötigen – und damit noch mehr Lithium und Kobalt, aus der Erde gekratzt in Gebieten mit verheerenden Standards bzgl. Umwelt und Menschenrechten.

Wird Virginia verlangen, dass seine Materialien und Komponenten für Wind, Sonne und Batterien verantwortungsbewusst beschafft werden? Wird es unabhängig verifizierte Zertifizierungen verlangen, dass keine davon mit Kinderarbeit verbunden ist und alle in Übereinstimmung mit den Gesetzen, Vorschriften und ethischen Codes der USA und Virginias für Sicherheit am Arbeitsplatz, gerechte Löhne, Luft- und Wasserverschmutzung, Erhaltung der Tierwelt und die Wiedergewinnung von Minengebieten produziert werden? Wird es erfordern, dass alle vermeintlichen sozialen Kosten von Kohlenstoff die sozialen Vorteile von Kohlenstoff-basierten Brennstoffen und Kohlendioxid anerkennen?

Um die von den Offshore-Windturbinen erzeugte Windenergie zu den Gemeinden westlich des Appalachian Trail zu transportieren, bedarf es vieler neuer Fernleitungen. Umweltaktivisten opponieren unnachgiebig gegen Gas-Pipelines, welche in einer Tiefe von etwa 200 m unter der Erde verlaufen. Wie werden sie auf die multiplen Fernleitungen und Masten reagieren, welche eine zusätzliche erhebliche Beeinträchtigung der Landschaft mit sich bringen?

Wind-, Solar-, Batterie- und Biotreibstoff-Alternativen sind eben nicht sauber, grün, erneuerbar oder nachhaltig! Das Saubere-Ökonomie-Gesetz repräsentiert im schlimmsten Falle greenwashing, Pseudo-Tugendhaftigkeit und Kontrolle seitens der Regierung. Sie ersetzen zuverlässigen und bezahlbaren Strom durch teuren und unzuverlässigen Strom. Wenn der Gesetzgeber Virginias immer wieder behauptet, dass all diese Maßnahmen „im öffentlichen Interesse seien“, dann ist das schlicht und ergreifend nicht so.

Die Eliminierung fossiler Treibstoffe bedeutet, dass die Preise von Licht, Heizung, Kühlung usw. nebst anderen Kosten für jedermann in die Höhe schießen – darunter Schulen, Krankenhäuser und Geschäftsbereiche. Die Umweltauswirkungen werden sich in den USA und global potenzieren – ohne jeden Vorteil für das Klima.

In Virginia und Amerika haben linke Stadtverwaltungen und Landkreise illegalen Einwanderern, darunter Kriminellen, ihren „Segen“ erteilt. Zahlreiche konservative Gemeinden in Virginia haben sich nicht entsprechend geäußert. Vielleicht ist es für sie an der Zeit, dem Ansturm des Klima-Alarmismus‘ und von pseudo-erneuerbaren Energie-Phantasien zu trotzen – indem sie sich zur Sanktionierung fossiler Treibstoffe bereit erklären.

Autor: Paul Driessen is senior policy advisor for CFACT and author of Cracking Big Green and Eco-Imperialism: Green Power – Black Death

Link: https://www.cfact.org/2020/03/08/virginias-clean-economy-act-will-have-dirty-results/

Übersetzt von Chris Frey EIKE