Projekt bestätigt: starke Temperatur-Verzerrung zum Warmen durch den UHI-Effekt

Eine neue Studie, die im ISPRS Journal of Photogrammetry and Remote Sensing veröffentlicht wurde, stellt die Stärke des UHI bei klarem Himmel (SUHI) für 497 städtische Gebiete in den Vereinigten Staaten vor, indem ferngesteuerte Datenprodukte mit mehreren, durch die US-Zählung definierten städtischen Gebieten kombiniert werden.

Die SUHI-Intensität ist der Unterschied in der Oberflächentemperatur zwischen den bebauten und nicht bebauten Pixeln eines urbanisierten Gebietes.

In der Studie wurde berichtet, dass der Sommer-SUHI tagsüber um 1,91°C und der Winter-SUHI tagsüber um 0,87°C höher war.

Die Studie berichtet auch, dass die SUHI-Intensität in besiedelten Gebieten mit höherem mittleren Einkommen und einem höheren Anteil Weißer niedriger ist. Leider wurde in der Studie nicht darüber berichtet, wie sich der UHI-Effekt mit der Zeit verändert.

h/t to Friends of Science

Die Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0924271620302082#!

Abstract
Der städtische Wärmeinseleffekt (UHI) wird durch Veränderungen der aerodynamischen, thermischen und Strahlungseigenschaften der Landoberflächen der Erde im städtischen Maßstab stark moduliert. Das Interesse an diesem Phänomen, sowohl aus klimatologischer als auch aus gesundheitspolitischer Sicht, hat zu Hunderten von UHI-Studien geführt, die meist stadtweise durchgeführt wurden. Diese Studien, nicht mit einem einheitlichen Verfahren durchgeführt, liefern jedoch kein vollständiges Bild des UHI für Verwaltungseinheiten. Um diese Lücke zu schließen, charakterisieren wir die UHI-Intensitäten bei klarem Himmel (SUHI) für alle städtischen Gebiete in den Vereinigten Staaten unter Verwendung eines modifizierten SUE-Ansatzes (Simplified Urban-Extent), indem wir Fernerkundungs-Daten mit mehreren, durch die US-Zählung definierten administrativen Stadtabgrenzungen kombinieren. Wir finden die höchsten SUHI-Intensitäten tagsüber im Sommer (1,91 ± 0,97 °C) für 418 der 497 verstädterten Gebiete, während die SUHI-Intensität im Winter tagsüber (0,87 ± 0,45 °C) in 439 Fällen am niedrigsten ist.

Da die städtische Vegetation häufig als wirksames Mittel zur Milderung von UHI angeführt wurde, verwenden wir NDVI, ein satellitengestütztes Proxy für lebende grüne Vegetation, und die Abgrenzung von Daten der US-Volkszählung, um zu charakterisieren, wie die Vegetationsdichte die Variabilität der SUHI-Intensität zwischen Städten, innerhalb von Städten und zwischen den Jahreszeiten moduliert. Darüber hinaus untersuchen wir auch, wie Höhe und Entfernung von der Küste SUHI-Schätzungen verfälschen. Um die Unsicherheiten in unseren Schätzungen weiter zu quantifizieren, analysieren und diskutieren wir einige Einschränkungen dieser satellitengestützten Werte über Klimazonen hinweg, insbesondere Probleme bei der Verwendung von radiometrischen Temperatur- und Vegetationsindizes mittels Fernerkundung als Proxies für städtische Wärme und Vegetationsbedeckung. Wir demonstrieren eine Anwendung dieses räumlich expliziten Datensatzes und zeigen, dass für die Mehrheit der städtischen Gebiete die SUHI-Intensität in Gegenden mit höherem mittleren Einkommen und höherem Anteil an Weißen geringer ist. Unsere Analyse deutet auch darauf hin, dass arme und nicht-weiße Stadtbewohner unter den möglichen nachteiligen Auswirkungen von SUHI im Sommer leiden könnten, ohne die potenziellen Vorteile (z.B. wärmere Temperaturen) im Winter zu nutzen, obwohl die Ermittlung dieses Ergebnisses künftige Forschungen unter Verwendung umfassenderer Hitzestress-Metriken erfordert. Diese Studie entwickelt neue methodische Fortschritte zur Charakterisierung von SUHI und seiner innerstädtischen Variabilität auf Aggregationsebenen, die mit Quellen anderer sozioökonomischer Informationen konsistent sind, was für zukünftige interdisziplinäre Forschung und als mögliche Entscheidungsgrundlage für die Politikgestaltung von Bedeutung sein kann.

Der für diese Studie erstellte Datensatz wird hier visualisiert

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/09/28/more-surfacestations-project-vindication-strong-uhi-temperature-biases-confirmed-in-usa/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Die Autoren Josef Kowatsch und Stefan Kämpfe haben in vielen Beiträgen auf dieser Website den UHI-Effekt in Deutschland untersucht. Sie haben zum obigen Beitrag folgende Anmerkungen bzw. Ergänzungen:

In dieser Studie geht es lediglich um den städtischen Wärmeinsel-Effekt (engl. Akronym UHI), der aber nur eine Teilmenge aller WI-Effekte umfasst, denn Entwässerungsmaßnahmen, Bodenverdichtungen, Nutzungsänderungen und Intensivierungsmaßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft, neuerdings auch die Errichtung von Wind- und Solarparks, verursachen ebenfalls diverse Wärmeinsel-Effekte (WI). Leider sagt die Studie nichts über die nächtlichen Temperaturverhältnisse; denn gerade am Ende der Nacht sind durch solare Insolation erzeugte UHI-Effekte besonders groß, weil die Bebauung einerseits kühlende Lokalwinde bremst und andererseits der Erwärmungseffekt der Stein- und Betonmassen (hohe Wärmekapazität, relativ hohe Wärmeleitfähigkeit und keinerlei kühlende Verdunstung) dann gegenüber dem sich zum Sonnenaufgang am stärksten abgekühlten Freiland besonders stark in Erscheinung tritt. Mitunter kann auch der stärkere Trübungsgrad der Stadtluft (“Gegenstrahlung“) zur nächtlichen (und winterlichen) Erwärmung beitragen. Im Winter dominieren neben Gegenstrahlungs- auch durch Abwärme bedingte Effekte (Heizungen, Abwasser, Industrie und Verkehr). WI- und UHI-Effekte sollten außerdem immer im Kontext mit den Besonnungs- und Bewölkungsverhältnissen betrachtet werden; denn die in bebauten und meliorierten Gebieten (meist) geringere Verdunstung führt, besonders seit den Luftreinhaltemaßnahmen, zu weniger Dunst, Nebel und Hochnebel (Stratus), was eine längere und intensivere Besonnung mit stärkerer Erwärmungswirkung im Sommerhalbjahr zur Folge hat. KÄMPFE/KOWATSCH haben in ihren Untersuchungen stets auf die Erwärmungswirkung der UHI-Effekte hingewiesen; je ein Beispiel aus den USA und Deutschland mögen das verdeutlichen:

Die an einem Waldrand gelegene Freiland-Station Harvard Forest erwärmte sich im Winter seit dem Jahre 2002 deutlich weniger, als das städtische Scranton; beide Stationen liegen im Nordosten der USA.

Das ländliche, im Thüringer Becken liegende Dachwig erwärmte sich im August seit 1991 deutlich langsamer, als die Innenstadt-Station Jena-Sternwarte. Beide Stationen weisen eine ähnliche Höhenlage auf und sind nur etwa 50 Km voneinander entfernt; der gezeigte Effekt lässt sich mehr oder weniger deutlich in allen Jahreszeiten und Monaten finden.

Weiteres Beispiel:

Umgedrehter UHI-effekt. Die Wetterstationen Hof ist ländlich, Nürnberg natürlich städtisch.  Um die DWD-Station Hof entstand nach der Wende ein Gewerbegebiet mit einer vierspurigen Bundesstraße in 30m Entfernung zu den Messgeräten. Die Folge ist ein erheblicher Wärmeinseleffekt. Nürnberg hat eine normale Stadtentwicklung mitgemacht. Die Entfernung beider Stationen beträgt ca 100 km

Trotz einer normalen Zunahme des WI-Effektes in Nürnberg hat die ländliche DWD-Station Hof aufgrund der starken Umbauung einen stärkeren WI-effekt entwickelt als die Großstadt. Folge: Die Grafiken zeigen einen umgekehrten UHI-Effekt. In der Stadt ist es immer noch wesentlich wärmer, aber Hof holt auf.




Klima-Eil-Information zum Spätsommer 2020: Neuer Häufigkeits­rekord der Tage mit zirkulations­armen, unbe­stimmten Wetter­lagen – Windstrom­erzeugung bricht regelrecht ein

Als Paradebeispiel für eine unbestimmte, zirkulationsarme XX-Lage sei die vom 14. August 2020 als Boden-Wetterkarte gezeigt; Näheres zu den XX-Lagen hier.

Abbildung 1: Bodenwetterkarte vom 14. August 2020, früher Abend. Die eigenartig gekrümmten, fetten Linien über Mittel- und Westeuropa sind keine Isobaren oder Fronten, sondern Konvergenzen, an denen sich Schauer und Gewitter konzentrieren. Man beachte den gewaltigen, mehr als 1000 Km betragenden Abstand zwischen der 1016 hPa-Isobare über der Nordsee und der 1012 hPa-Isobare über Norditalien – es herrschte also praktisch kein Luftdruckgefälle über Mittel- und Westeuropa – eine typische XX-Lage fast ohne Luftdruckgefälle. Bildquelle: UKMO-Metoffice aus dem Archiv von wetter3.de, leicht verändert und ergänzt.

In diesem Spätsommer (August und September zusammengenommen) traten noch nie seit Einführung der Objektiven Wetterlagen-Klassifikation beim DWD (Juli 1979) derart viele XX-Lagen auf; per Stand vom 28. September waren es schon 29 Tage; deutlich mehr, als der alte Rekordhalter (1997) zu bieten hatte:

Abbildung 2: Tendenzielle Häufigkeitsentwicklung der unbestimmten, zirkulationsarmen (XX)-Lagen seit 1979 im Spätsommer. Die Ausnahmestellung des Spätsommers 2020 wird deutlich; der alte Rekord von 22 Tagen (1997) wird deutlich überboten; möglicherweise wird sogar noch die Marke von 30 Tagen erreicht.

Diese XX-Lagen sind oft sehr windschwach, was sich in der auffallend geringen Windstrom-Produktion dieses Spätsommers 2020 zeigt:

Abbildungen 3a und 3b: Stromerzeugung nach Quellen in Deutschland im August (oben, 3a) und im September 2020 (Stand bis 29.09.) Nennenswerte Windstrom-Ausbeute (blau-grau) gab es nur für wenige Tage bei zwei kurzen Sturmtief-Lagen jeweils in der letzten Monatswoche. Bildquelle Fraunhofer-Institut, energy-charts.de, ergänzt.

Näheres zur Problematik der sehr unzuverlässigen Erneuerbaren Energien aus meteorologischer Sicht hier.

Kalter Winter nach den vielen zirkulationsarmen Wetterlagen im Spätsommer?

Um es vorweg zu nehmen: Sichere Langfristprognosen für die nächste Jahreszeit gibt es nach wie vor nicht; ohnehin ist es momentan noch zu früh, den kommenden Winter einzuschätzen. Aber einen ersten, sehr groben Hinweis liefert (vielleicht) der negative Zusammenhang (Korrelation) zwischen der Anzahl der XX-Lagen im Spätsommer und den Temperaturen des folgenden Frühwinters (Dezember und Januar; zum Februar besteht keinerlei Zusammenhang):

Abbildung 4: Auch wenn der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Unbestimmten Wetterlagen (XX-Lagen) im Spätsommer und den Deutschland-Temperaturen des Frühwinters (Dezember bis Januar) für klimatologische Verhältnisse recht deutlich ausfällt; sei vor einer schnellen Winterprognose gewarnt! Die Streuung ist groß; und dem bisherigen Rekordhalter (1997) folgte ein milder Frühwinter 1997/98 – immerhin mit zwei kälteren Phasen Anfang Dezember und Ende Januar. Markante Jahre sind gekennzeichnet (Jahreszahl des betreffenden Spätsommers).

 




„Keine medizi­nische Rechtfer­tigung für Notfall-Maßnahmen!“

Wir, belgische Ärzte und Gesundheits-Experten, möchten unsere ernste Besorgnis über die Entwicklung der Situation in den letzten Monaten im Zusammenhang mit dem Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus zum Ausdruck bringen. Wir fordern die Politiker auf, unabhängig und kritisch über den Entscheidungsprozess und die obligatorische Durchführung von Korona-Maßnahmen informiert zu werden. Wir fordern eine offene Debatte, in der alle Experten ohne jede Form von Zensur vertreten sind. Nach der anfänglichen Panik um covid-19 zeigen die objektiven Fakten nun ein völlig anderes Bild – es gibt keine medizinische Rechtfertigung mehr für eine Notfallpolitik.

Das derzeitige Krisenmanagement ist völlig unverhältnismäßig geworden und schadet mehr als es nützt.

Wir fordern ein Ende aller Maßnahmen und die sofortige Wiederherstellung unserer normalen demokratischen Regierungs- und Rechtsstrukturen sowie aller unserer bürgerlichen Freiheiten.

‚Eine Heilung darf nicht schlimmer sein als das Problem‘ ist eine These, die in der gegenwärtigen Situation aktueller denn je ist. Wir stellen jedoch fest, dass die Kollateralschäden, die der Bevölkerung jetzt zugefügt werden, kurz- und langfristig größere Auswirkungen auf alle Bevölkerungsgruppen haben werden als die Zahl der Menschen, die jetzt vor der Korona bewahrt werden.

Unserer Meinung nach stehen die derzeitigen Korona-Maßnahmen und die strengen Strafen bei Nichteinhaltung dieser Maßnahmen im Widerspruch zu den Werten, die der Oberste Gesundheitsrat Belgiens formuliert hat, der bis vor kurzem als Gesundheitsbehörde stets für eine qualitativ hochwertige Medizin in unserem Land gesorgt hat: „Wissenschaft – Expertise – Qualität – Unparteilichkeit – Unabhängigkeit – Transparenz“.

Wir sind der Meinung, dass die Politik verbindliche Maßnahmen eingeführt hat, die nicht ausreichend wissenschaftlich fundiert und einseitig ausgerichtet sind, und dass es in den Medien nicht genügend Raum für eine offene Debatte gibt, in der unterschiedliche Ansichten und Meinungen gehört werden. Darüber hinaus hat nun jede Gemeinde und Provinz die Genehmigung, ihre eigenen Maßnahmen hinzuzufügen, unabhängig davon, ob sie begründet sind oder nicht.

Der ganze ausführliche Brief steht hier.

Link: https://www.iceagenow.info/open-letter-from-100s-of-doctors-health-pros-urging-end-to-lockdowns-no-medical-justification-for-emergency-measures/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ökologie und Ökonomie für religiöse Führer

Ein guter Anfang ist es, fromme, aber unrealistische Äußerungen von vorsichtigen Erwartungen zu trennen. Zum Beispiel ist die Forderung nach einem baldigen Verzicht auf fossile Treibstoffe eine sichere Katastrophe für die Armen der Welt. Würde diese Politik in die Tat umgesetzt, würde sie vor allem für die Armen noch viel mehr Elend bedeuten. Und weltweit führt Armut zu Umweltverschmutzung, Ausrottung und ökologischer Degradierung. Bescheidener Wohlstand fördert die ökologische Nachhaltigkeit.

Wenn ich eine Predigt über die christliche Verantwortung für die Umwelt höre, achte ich besonders darauf. Ich habe mein ganzes Erwachsenenleben damit verbracht, als Gelehrter, intellektueller Unternehmer und Viehzüchter zu arbeiten. Und mein Lebensauftrag umfasst Landwirtschaft, Anthropologie, Ökologie und Wirtschaft. Ich hoffe immer wieder, dass Amerika große Fortschritte bei der Verwirklichung von Naturschutzzielen gemacht hat. Doch die Erfahrung dämpft meine Erwartungen: Grüne Perspektiven mögen sich gut anhören, aber sie sind ethisch, ökologisch und ökonomisch naiv und funktionsunfähig.

In den meisten Fällen ist das christliche Zeugnis zu ökologischen Fragen schwer von Gefühlen geprägt und kaum von praktischer Weisheit. Diese Weisheit ergänzt und beinhaltet ein grundlegendes Verständnis dafür, wie wirtschaftliche Prinzipien und politische Ökonomie sich in der Kultur- und Umweltpolitik auswirken.

Eine breit gefächerte ökumenische Koalition von Glaubensgruppen hat den September zur Zeit der Schöpfung erklärt. Sie haben die übliche Mischung aus Gebet und liturgischen Hilfen angeboten, aber auch einige Aktionspunkte, die für Glaubensinitiativen im Umweltbereich typisch sind. Tatsächlich haben in den letzten Jahrzehnten nur wenige Glaubensgruppen ihre Sichtweise geändert. Und in den meisten Fällen sind diese „Lösungen“ entweder nicht hilfreich oder schlichtweg destruktiv.

Hier ist eine grundlegende Tatsache: alle Umweltfragen sind wissenschaftlich und technisch komplex und schwer emotional verkrustet. Außerdem sind gute Daten in der Regel schwer fassbar. Sie sind auch durch politische Interessen und konkurrierende Visionen verzerrt.

So mag es zum Beispiel leicht erscheinen, Dinge zu zählen, die so groß sind wie Wildpferde in spärlich bewachsenen Trockengebieten. Aber das ist es nicht. Wildpferde sind illusorisch; sie befinden sich nicht auf begrenzten Koppeln und bewegen sich nicht wie Vieh durch eingezäunte Korridore. Sie streifen über riesige Gebiete. Diese Unsicherheit macht das Management von Wildpferden überaus schwierig. Hier sind ein paar Dinge, die wir über diese Tiere wissen.

Wie der Elch sind Wildpferde große, zähe Geschöpfe. Die Elchpopulation im 2,2 Millionen Hektar großen Yellowstone-Park hat sich mindestens vervierfacht, nachdem der Ökologische Bericht des Innenministeriums Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts das wichtigste Raubtier des Elchs, den grauen Wolf, ausgerottet hatte. Diese Überbevölkerung degradierte und dezimierte in vielen Uferzonen die einheimische Vegetation. Erosion und die Ausrottung des Bibers folgten auf natürliche Weise.

Ein ähnlicher Prozess mit Wildpferden plagt seit Jahrzehnten Millionen Hektar im trockenen Westen. Das Elchproblem in Yellowstone wurde durch die Wiedereinführung der Wölfe im Jahr 1995 unter Kontrolle gebracht. Für Wildpferde gibt es keine ähnliche Lösung; der Säbelzahntiger ist seit 12.000 Jahren ausgestorben. Da Wildpferde eine stark engagierte politische Wählerschaft haben, können sie nicht mehr mit Hubschraubern getrieben, zusammengetrieben, gefangen und für den menschlichen Verzehr und als Hundefutter verkauft werden. Dies ist ein Beispiel für ein Managementproblem: Die meisten Umweltprobleme sind wissenschaftlich und technisch komplex und schwer emotional belastet.

Die Organisatoren der Schöpfungssaison treten für eine nicht näher spezifizierte Umweltgesetzgebung, „Klimastreiks“ und das Verbot fossiler Brennstoffe ein. Sollten diese Projekte von der Kanzel aus befürwortet werden? Dies sind verzwickte, komplizierte Fragen, die tatsächliches Fachwissen erfordern und gründlich geprüft werden sollten. Derartige Vorschläge haben reale Konsequenzen für das Leben der Menschen.

Damit soll nicht die Glaubensverpflichtung einer Person in Frage gestellt werden, Gottes Schöpfung wiederherzustellen und zu erhalten. Aber wenn der Glaube sich der Politik zuwendet, erhalten wir in der Regel wirtschaftliche Naivität, Panikmache, die blind für produktive Erzeugung ist, und eine Standardposition, die ökologische Lösungen in die Hände von Bürokraten und Politikern legt. Befürworter von Programmen wie dem Green New Deal verdammen künftige Generationen zu einem erheblich reduzierten Lebensstandard, was diejenigen, die die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre erlebt haben, bestätigen würden.

Bei vielen dieser Glaubensinitiativen gibt es ein ernsthaftes Defizit an praktischem Sinn. Vielleicht würden Pastoren, Priester, Rabbiner und andere Glaubensführer von einem Zauber auf einer Ranch oder einem Bauernhof profitieren, die über alle Jahreszeiten arbeiten. Sie könnten entdecken, welche harte Arbeit damit verbunden ist, wie menschliche Intelligenz und Kreativität die einst normalen Härten verringert haben und wie viel praktische Weisheit, die sich über Jahrhunderte angesammelt hat, die Erzeugung von Feldfrüchten und Vieh erhöht hat.

Natürlich bleiben viele alte Probleme in Bezug auf Klima, Wetter und Märkte bestehen – und neue Probleme begleiten den Fortschritt. Synthetische Düngemittel erhöhen die Erträge erheblich, aber ihr Abfluss in Wassereinzugsgebiete beeinträchtigt die amerikanischen Flüsse und verursacht Probleme wie die „rote Zone“ des Golfs von Mexiko.

Hier ist ein Weg nach vorn, einer, der die christliche Verantwortung für die Umwelt ergänzt. Ich nenne dies die Trinität, und ihre drei Elemente sind: verantwortliche Freiheit, nachhaltige Ökologie und bescheidener Wohlstand. Damit Gemeinschaften gedeihen können, müssen alle drei Elemente wirksam sein. Wenn man sie alle drei eliminiert, wird das Leben problematisch.

Und so funktioniert es: Freiheit erlaubt und fördert Umwelt-Unternehmertum durch so unterschiedliche Gruppen wie die Nature Conservancy, Ducks Unlimited und das American Prairie Reserve. Man bedenke die Fortschritte bei der Wiederherstellung von Fließgewässern, der Erhaltung von Wildtieren und dem Schutz ausgedehnter Landstriche durch private Initiativen unter der Leitung von Trout Unlimited. Ein kleines Beispiel: Der wiederhergestellte Quellbach und seine Teiche auf unserer Familien-Ranch bringen die vom Aussterben bedrohte West Slope Cutthroat Trout [eine Forellenart] hervor. Wir stellen sie zur Verfügung, um Gewässer wieder zu besiedeln, in denen sie durch nicht einheimische Fische, die hauptsächlich gut gemeint von staatlichen und Bundesbehörden eingeführt wurden, zum Aussterben getrieben wurden.

Die Freiheit im Wirtschaftsleben begünstigt die Schaffung von Wohlstand gegenüber Umverteilung. Auf diese Weise kann Wohlstand zum Vorteil aller wirken und Ressourcen für den Umweltschutz erzeugen. Man denke daran, dass Ökologie, wie der Begriff gemeinhin verwendet wird, ein höchst überlegenes Gut ist. Es ist die gleiche Kategorie wie Luxusgüter wie etwa Gourmetnahrung, Auslandsreisen und BMWs. Heute nimmt die Sensitivität der Menschen für die Umweltqualität im Allgemeinen gleichlaufend mit Bildung und Einkommen zu.

Im Gegensatz dazu sind arme Menschen weltweit eher bereit, die Ökologie für ein Einkommen oder eine Grundversorgung zu opfern. Dies ist eine rationale Entscheidung ihrerseits, und wer könnte ihnen das verdenken? Armut und ökologische Bedenken stehen in einem umgekehrten Verhältnis zueinander. Arme Menschen opfern ihre Umwelt, um die Schaffung von Wohlstand zu fördern. Das war so im Amerika des 19. Jahrhunderts sowie in Ländern wie China und Indien in jüngerer Zeit.

Von den drei Elementen dieser ökologischen Dreifaltigkeit wird der bescheidene Wohlstand oft unterschätzt. Dies gilt insbesondere für Grüne und Menschen mit einer ökologischen Philosophie der Aufklärung. Sozialdemokraten und andere Autoritätsträger verstehen die Zusammenhänge zwischen Freiheit, Wohlstand und nachhaltigen ökologischen Systemen nicht. Sie sehen die Wirtschaft eher als eine Teilmenge der Technik denn als eine Kultur, die sich über Jahrtausende sozial herausgebildet hat. Daher glauben diejenigen, die die Umverteilung dem Unternehmertum vorziehen, dass Wohlstand von der Regierung durch Verordnungen und Richtlinien gestaltet und verwaltet werden kann. Das hat es nie gegeben und wird es nie geben. Und warum?

Das bürokratische Wissen ist unvollständig, und Fehler sind häufig. Politische Kräfte übertrumpfen Ökologie und Ökonomie. Außerdem führen Anreize oft zu perversen Ergebnissen. Bundesprogramme zur Subventionierung der Trockenlegung von Feuchtgebieten in der Prärie, den Schlupfwinkeln, denen Zugvögel folgten, führten zur allmählichen Zerstörung von Amerikas „Entenfabriken“. Private Naturschutzgruppen, die die Eigentumsrechte respektierten, bezahlten Bauern und Viehzüchter für die Erhaltung dieser Schlupfwinkel.

Bescheidener Wohlstand, der im Gegensatz zu unerwarteten Gewinnen im Lotto oder Goldfunden steht, entwickelt sich in dem Maße, wie der Einzelne Wege findet, Ressourcen zu einem höheren Wert zu bewegen. Wo werden Technologien für erneuerbare Energien, Elektrofahrzeuge und sicherere Nuklearenergiesysteme der nächsten Generation entwickelt? Niemals in verarmten Ländern.

Entscheidungen im Bereich der Umweltpolitik basieren, wie überall, auf Informationen und Anreizen. Wer die Eigentumsrechte besitzt, hat einen dramatischen Einfluss sowohl auf die Menge und die Qualität der generierten Informationen als auch auf die Anreize, nach diesen Informationen zu handeln. Der Viehzüchter, der aus privaten Spenden für den Verlust von Vieh bezahlt wird, damit er keinen Wolf tötet, oder der Landwirt, der darauf verzichtet, ein Schlupfwinkel zu beseitigen, weil er für den Verlust von Nutzland entschädigt wird, sind gute Beispiele dafür.

Die umweltpolitische Linke, darunter eine nicht geringe Zahl von Glaubensführern, steht in der Regel dem Marktprozess feindselig gegenüber oder versteht ihn nicht, schätzt die positiven Funktionen gesicherter Eigentumsrechte nicht und überschätzt oft das Potenzial von Vorschriften.

Die zugrunde liegende Logik ist klar: Wenn das Eigentum der Menschen keinen rechtlichen Schutz erhält, dann ist es billig und leicht, ihre persönlichen Rechte zu verletzen und ihren Besitz zu enteignen. Wenn man einmal darüber nachdenkt, wird die Bedeutung klarer und durchgesetzter Eigentumsrechte überzeugend deutlich.

Wenn man die Gelegenheit hat, zur Erntezeit eine Rundreise durch Amerika zu unternehmen, dann fällt einem die unglaubliche Vielfalt und Erzeugung unserer Bauernhöfe auf. Mais und Sojabohnen im Mittleren Westen, Weizenfelder, so weit das Auge reicht, in den Großen Ebenen, riesige Rinderherden in Staaten wie Texas, Nebraska und Kansas. Dieses Land und andere marktwirtschaftlich organisierten Unternehmen produzieren so viele Nahrungsmittel, dass wir einen Großteil der Welt ernähren.

Könnte es mit dieser Art von Gaben einen besseren Weg geben, Gottes Schöpfung zu ehren? Und wir können uns und einen großen Teil der Welt weiter ernähren, wenn wir diese kleine Dreifaltigkeit nicht aus den Augen verlieren: verantwortungsvolle Freiheit, nachhaltige Ökologie und bescheidenen Wohlstand.

This article was originally published on JuicyEcumenism.com. Used with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2020/09/ecology-and-economics-for-religious-leaders/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima-Verrückte!

Politiker und Klimaaktivisten können das Klima der Erde nicht kontrollieren, geschweige denn dessen Beziehung zur viel größeren Sonne, einschließlich der Sonnenfleckenaktivität. Solche Realitäten haben sie nicht davon abgehalten, eine Beeinflussung des Klimas zu versprechen – in letzter Zeit bis hin zur grotesken Absurdität.

Politiker versprechen viele Dinge, die sich ihrer Kontrolle entziehen, darunter die Beeinflussung der Wirtschaft, die Verringerung der Armut, die Schaffung von Millionen von Arbeitsplätzen, die Verhinderung von Kriegen usw.  Ein Präsident und der Kongress können solche Bereiche im Gegensatz zum Klima beeinflussen, daher sind Wahlkampfverschönerungen in Amerika längst typisch und akzeptiert.

Dann kam Barack Hussein Obama.

Im Juni 2008 gewann der damalige Senator und Präsidentschaftskandidat Obama genügend Vorwahlen, um die erforderlichen Delegierten für die Nominierung der Demokratischen Partei zum Präsidenten zu gewinnen. Sein Sieg über die damalige Senatorin Hillary Clinton war eine atemberaubende Aufregung. Während seiner Siegesrede war Senator Obama verständlicherweise überschwänglich und prophezeite kühn, dass sein Triumph „der Moment war, in dem sich der Anstieg der Ozeane verlangsamte und unser Planet zu heilen begann“.

Senator Obama würde natürlich als erster schwarzer amerikanischer Präsident Geschichte schreiben und zwei Amtszeiten absolvieren.

Der Meeresspiegel ist seither nicht zurückgegangen, dennoch haben die Obamas immer noch Grundstücke am Meer erworben. Der Planet brennt immer noch, zumindest an der amerikanischen Westküste und zuvor in Australien. Stürme und Hurrikane suchen nach wie vor karibische Inseln sowie die Süd- und Ostküste der USA heim, wie sie es in der gesamten aufgezeichneten Geschichte getan haben.

Die ersten Jünger Jesu Christi stellten einmal persönlich fest: „Selbst die Winde und das Meer gehorchen Ihm“ (Matthäus 8,27). Es stellt sich heraus: nicht so bei Obama. Aber seien wir fair, auch wenn er viele begeisterte, hielt doch kein ernsthafter Mensch den ehemaligen Präsidenten für eine Gottheit, und wir sollten ihm in der Hitze seines historischen politischen Sieges über die begünstigte Hillary rhetorische Exzesse unterstellen.

Die Versprechungen von Politikern, das Klima zu kontrollieren, gehen weiter, nur ist es heute kalkuliert und überlegt bis hin zu Wahnsinn, Unehrlichkeit oder beidem.

Präsidentschaftskandidat Joe Biden, der unter Obama Vizepräsident war, warnte kürzlich in einer Rede, dass, wenn er, die Vorstädte „in Superstürmen“ und durch Überschwemmungen und Waldbrände weggeblasen werden, sollte er nicht gewählt werden, um seine Klimapolitik umzusetzen. Er lieferte keine wissenschaftliche Grundlage, wie er solches Wetter zu verhindern trachtete. Ebenfalls unerwähnt blieb der „Supersturm Sandy“ im Jahr 2012, der während der Obama-Biden-Regierung die Ostküste, einschließlich der Vororte von New Jersey und Long Island, hart traf. Wie auch immer.

In den Vorstädten werden die Präsidentschaftswahlen entschieden. Sind die Vorstädter so leichtgläubig, dass die Wahl eines von zwei Kandidaten weniger solcher Wetterereignisse bedeutet? Ich habe Obamas Rhetorik über den Rückzug der Ozeane und die Heilung des Planeten nie ernst genommen, da es mit politischer Begeisterung entschuldbar war. Im Fall von Biden hielt er eine angeblich ernsthafte politische Rede, die voll von falschen Klima-Prophezeiungen war.

Mit dem Tod der Richterin Ruth Bader Ginsburg haben Klimapolitik und Drohungen nun in den Kampf um die Besetzung des vakanten Sitzes am Obersten Gerichtshof der USA Einzug gehalten. Anfang dieser Woche sagte Senator Chuck Schumer: „Ein Gericht mit einer Art von nominiertem Präsidenten Trump wird … die globale Erwärmung nicht weniger wahrscheinlich machen, sondern wahrscheinlicher, und sie wird schneller kommen“.

Wer hätte gedacht, dass das Schicksal der Erde mit dem nächsten Richter des Obersten Gerichtshofes in der Schwebe ist (um es in einen Satz zu gießen)!

Vermutlich bezog sich Senator Schumer auf Gerichtsurteile darüber, inwieweit die US-Umweltschutzbehörde die Kohlenstoffemissionen mittels Vorschriften regeln könne. In einem knapp entschiedenen Fall aus dem Jahr 2007, Massachusetts v. EPA, befand das Gericht, dass die Behörde Kohlenstoffemissionen als „Schadstoff“ gemäß des Clean Air Act von 1970 regulieren müsse. In einem späteren Fall im Jahr 2014 wurde jedoch die Regulierungsbefugnis der EPA über Kohlenstoff in bestimmten Fällen eingeschränkt.

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten ist zu einem mächtigen Organ geworden, dessen Einfluss weit über das hinausgeht, was in der Verfassung zur Errichtung einer demokratischen Republik vorgesehen war. Aber nicht einmal die Befugnisse des Gerichtshofs haben im 21. Jahrhundert den Punkt erreicht, an dem das Erdklima kontrolliert werden kann, und doch wollen uns einige Politiker etwas anderes glauben machen.

Diese überhitzten Klimamahnungen sind die Spitze des (schmelzenden?) Eisbergs, denn viele Politiker haben unsere Intelligenz schon lange verhöhnt; in letzter Zeit, indem sie versprochen haben, extremes Wetter in Ihrer grünen Vorstadt zu verhindern. Anstatt solches politisches Gefasel ernst zu nehmen, was viele tun, auch in den einschlägigen Nachrichtenmedien, sollten die Amerikaner [und natürlich nicht nur die! Anm. d. Übers.] die Auswirkungen der Klimapolitik nüchtern und realistisch abwägen.

Autor: Peter Murphy, a CFACT analyst, has researched and advocated for a variety of policy issues, including education reform and fiscal policy, both in the non-profit sector and in government in the administration of former New York Gov. George Pataki. He previously wrote and edited The Chalkboard weblog for the NY Charter Schools Association, and has been published in numerous media outlets, including The Hill, New York Post, Washington Times and the Wall Street Journal

Link: https://www.cfact.org/2020/09/24/going-zany-on-climate/

Übersetzt von Chris Frey EIKE