Klimastreik: Angst erzeugen und ein wissenschaftliches Vakuum schaffen

Die Demonstranten in Toronto blockierten eine Kreuzung, während die Demonstranten in Moskau in ihren maßgefertigten grünen Hemden tanzten. In Indien protestierten Kinder vor dem Umweltministerium und hielten Plakate mit zweifelhaften Behauptungen in der Hand.

Selbst in Beirut, wo die vermeintliche Klimagefahr weitaus geringer ist als andere lebensbedrohliche Faktoren, kam es zu Streiks.

Begeistert über den Erfolg des organisierten Streiks twitterte die Aktivistin Thunberg: „Was für ein riesiger Erfolg! Maskiert und sozial distanziert kehrten Hunderttausende in über 3200 Orten auf allen Kontinenten, einschließlich der Antarktis, auf die Straße zurück und forderten Klimaaktionen! Der Kampf für eine Zukunft endet hier nicht. Dies ist erst der Anfang“.

Bravo! Es ist in der Tat ein großer Erfolg für diejenigen, die eine globale Massenveranstaltung organisiert haben. Der Streik war jedoch ein kolossaler Misserfolg, wenn das angestrebte Ziel darin bestand, ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen.

Der Grund dafür ist einfach: Die Schulstreikbewegung und ihre Milliarden Klimastreiks sprechen kaum über Klimawissenschaft. Stattdessen posaunen die Demonstranten lediglich ihre Überzeugung hinaus, dass die Klimakatastrophe unmittelbar bevorsteht. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich auf die Angstmacherei und Verunglimpfung konventioneller fossiler Brennstoffressourcen.

Offensichtlich ist die Bewegung nicht wissenschaftlich. Oft stehen die Behauptungen der Demonstranten nicht im Einklang mit den harten Wahrheiten über das Klima und seine Veränderungen. Tatsächlich stehen die Behauptungen der Demonstranten oft in krassem Gegensatz zum tatsächlichen Klima.

Fake-Behauptungen und knallige Schlagzeilen



Klima-Alarmisten sind bekannt für ihre alarmierenden Phrasen, die mit der Realität äußerst unvereinbar sind. Thunberg sagt zum Beispiel: „Ich möchte, dass Sie so tun, als würde unser Haus brennen. Denn es brennt.“ Die Wahrheit ist, dass unser Haus, d.h. die Erde, nicht brennt.

Die globale Durchschnittstemperatur – eine grobe Schätzung dessen, was Wissenschaftler als Indikator für das Gesamtklima auf unserem Planeten ansehen – hat in den letzten zwei Jahrzehnten keinerlei Anzeichen für einen gefährlichen Anstieg gezeigt.

Im Jahr 2014 räumten Wissenschaftler des IPCC ein, dass ihre Prognosen bzgl. dieser globalen Durchschnittstemperatur falsch waren und dass es zwischen 2000 und 2014 zu einer unerwarteten Verlangsamung der Erwärmungsrate gekommen war.

Das hält diese Klima-Alarmisten und Demonstranten jedoch nicht davon ab, ihre Angstkampagne fortzusetzen. Klimaprotestierer konzentrieren sich auf Klimaprophezeiungen, nicht auf die harten Beobachtungsdaten der Vergangenheit.

Berühmtheiten wie Harrison Ford und Politiker wie Al Gore behaupten, dass „die Zeit für den Klimawandel knapp wird“. Nun, vielleicht ist es so – aber nicht in dem Sinne, den sie sich vorstellen. Die Zeit läuft den katastrophalen Behauptungen wirklich davon, da die globale Durchschnittstemperatur sich weiterhin beharrlich weigert, den Prophezeiungen der Panikmacher zu entsprechen.

CNN erklärte, dass die andauernde Pandemie die letzte Chance für uns ist, den Planeten vor dem Klimauntergang zu retten.

Sich am Klimastreik beteiligende Kinder sagen, die Zukunft gehöre ihnen, und die Erwachsenen von heute zerstören sie, indem sie gegenüber dem Klimawandel unsensibel sind. Sie sagen, eine Katastrophe sei sicher, weil „die Wissenschaftler“ dies sagen. Und wie genau sind die Prophezeiungen „der Wissenschaftler“, dass die Klimakatastrophe kommen wird? Indem sie Computerklimamodelle verwenden, von denen sie behaupten, sie seien vertrauenswürdig.

Allerdings deuten die Temperaturmessungen von Satelliten darauf hin, dass ein Großteil der aktuellen Rhetorik über eine beispiellose Erwärmung übertrieben ist, um ein falsches Gefühl von Alarmismus zu vermitteln.

Eine umfassende Analyse von Computer-Klimamodellen ergab, dass deren Vorhersagen die Veränderungen der realen Temperaturen nicht widerspiegelten und eine übertriebene Erwärmung zeigten. Diese Tatsache wurde im Jahre 2017 vor dem Ausschuss für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie des US-Hauses bezeugt.

Die Modelle haben sich seitdem nicht verbessert. Während die vorherige Generation von Modellen die Erwärmung stark übertrieben hat, schneidet die neue Generation, die sie ersetzt, noch schlechter ab und erzeugt 50 % mehr Oberflächenerwärmung als seit 1979 beobachtet. Sie sind in der Tat unzuverlässig und zeigen im Vergleich zu den tatsächlichen Beobachtungen ungewöhnlich hohe Temperaturniveaus.

Diese Modelle konnten nicht einmal die Veränderungen zwischen 2000 und 2019 erfassen. Es ist extrem fahrlässig, dass sich die gesamte alarmierende Bewegung auf fehlerhafte Modelle und deren ungenaue Vorhersagen stützt.

Wir leben in einer Welt mit einem hervorragenden Klima für die menschliche Zivilisation. Aber unsere politische und kulturelle Bühne ist von alarmierenden, sich auf fehlerhafte Computermodelle stützenden Theorien gekapert worden.

Die Alarmisten-Theorie wurde von den Mainstream-Medien der Bevölkerung so erfolgreich eingehämmert, dass ein großer Teil der breiten Öffentlichkeit getäuscht wurde, so dass die Behauptung der Medien als selbstverständlich hingenommen wurde.

Das letzte Tüpfelchen auf dem i ist die Indoktrination von Kindern im Schulalter, die glauben, dass sie aufgrund einer nirgendwo zu sehenden Klimakatastrophe keine Zukunft haben.

Je mehr man sich die Klima-Streik-Bewegung ansieht, desto mehr wird einem die wissenschaftliche Leere in ihr bewusst. Es ist eine kulturelle Bewegung mit starken finanziellen und politischen Elementen. Je früher sie endet, desto besser für die Millionen von Kindern, die dieser Lüge zum Opfer gefallen sind.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

This article was originally published on The Patriot Post.

Link: https://cornwallalliance.org/2020/10/climate-strike-instilling-fear-and-creating-a-scientific-void/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht kommen­tiert hast

Trump ist der größte Verbreiter von „Fake News“ über Corona … „

… schrieb der Chefredakteur einer nordbayerischen Tageszeitung im Leitartikel, verbunden mit dem penetrant üblichem, fast täglichem Trump-Bashing und Merkel „in den Hintern kriechen“:
Lokalausgabe der Nordbayerischen Nachrichten, 05. Oktober 2020, Leitkommentar des Redaktionsleiters, Zitat:
… Erst kurz zuvor fand eine Studie der Cornell Universitiy heraus heraus: Trump ist der größte Verbreiter von „Fake News“ über Corona. Die Uni wertete 38 Millionen Artikel im englischsprachigen Raum aus. Ergebnis: 38 % der Falschinformationen sind auf Trump zurückzuführen. Und: Der Präsident spielte die Gefährlichkeit des Virus wissentlich herunter, das war das Ergebnis der Recherchen der Reporterlegende Bob Woodward … und es ist etwas dran an den Internet-Parolen, wonach alle drei Männer (Anmerkung: Trump, Jair Bolsonaro, Boris Johnson) zwar starke Sprüche klopfen , aber versagen im Kampf gegen das Virus, während Frauen an der Macht wie Angela Merkel … viel erfolgreicher sind.

Diese Aussage hat der Chefredakteur natürlich nicht selbst erfunden. Sie wurde von der AFP etwas abweichend verbreitet:
[4] AFP 1. Oktober 2020: Studie: Trump größter Antreiber von Corona-Falschinformationen
und erwartungsgemäß von vielen deutschen Medien kopiert und leicht abgeändert publiziert [3].

Wer liest, dass jemand weltweit 38 Millionen Artikel „auswertete“, weiß, dass das unmöglich ist. Eine solche Studie muss deshalb ziemlich wertlos sein und man vermutet sofort, dass sie nur erstellt wurde, um eine gewünschte Aussage zu erhalten.
Ob es in diesem Fall zutrifft, hat der Autor nachgesehen und an die Redaktion eine geharnischte Rückantwort verfasst.
Die Sichtung daraus könnte manche EIKE-Leser interessieren, deshalb diese anbei.

Die Studie

Studie: [2] The Cornell Alliance for Science,Department of Global Development, Cornell University, Ithaca, NY, Cision GlobalI insights, Ann Arbor MI, Sarah Evanega et al.: Coronavirus misinformation: quantifying sources and themes in the COVID-19‘ infodemic

Zuerst fällt auf, dass diese „Studie“ (inclusive Fundstellen 14 Seiten lang) gar nicht von der genannten Universität verfasst wurde. Ein NGO – hauptsächlich finanziert unter anderem von „Our primary source of support is a grant from the Bill & Melinda Gates Foundation“ – …
(Anmerkung: Die Erwähnung von „Bill Gates“ und „Bill & Melinda Gates Foundation“ gehört zu den erklärten „Misinformationen“ der Studie).

Bild 1 [2] (Auszug) Table 2: The 11most prevalent misinformation/conspiracy sub-topics in terms of frequency of appearance in traditional media coverage

… beauftragte sie bei einer Agentur für Medienanalysen. Der NGO selbst hat lediglich eine Kooperation mit der Universität New York Times, 30. Sept. 2020: Study Finds ‘Single Largest Driver’ of Coronavirus Misinformation: Trump
The Cornell Alliance for Science, which spearheaded the study, is a nonprofit devoted to using science to enhance food security and improve environmental sustainability. One of its aims is to promote science-based decision-making. Dr. Evanega and a Cornell colleague, Mark Lynas, partnered with media researchers at Cision, a company that performs media analysis, to conduct the study. Dr. Evanega said the study was being peer reviewed by an academic journal, but the process was lengthy and the authors withdrew it because they felt they had compelling public health information to share.

Analyseverfahren

Arbeitszeit ist teuer. Zum Glück hilft da „künstliche Intelligenz“. Wie sonst würde man es schaffen, 30 Millionen Publizierungen genau zu analysieren.
Und so wurden die Publizierungen per Suchfunktion nach „guten“ und „falschen“ Begriffen durchkämmt und die Anzahl der Funde gezählt. Soziologen – hier Medienanalysten – wissen dann ganz genau, was in den Publizierungen steht:
Studie: [2]: … This database was queried using an English-language search string for misinformation topics in the context of COVID-19.The search string included variations on common thematic keywords (“COVID-19”,“coronavirus”, “2019-nCoV”, etc.) and used Boolean operators such as AND,OR, NOT, and proximity terms to sift for relevant content ...

Studie: [2]: … There is obviously a distinction to be made between misinformation per se (defined as information that is likely to mislead the audience) and information that discusses misinformation topics or the phenomenon of the infodemic with the explicit objective of debunking or correcting factual inaccuracies. We explicitly isolate this fact-checking coverage within the broader misinformation sample by identifying common terms used to identify misinformation as false, such as “fact-check” and “false claim”, as well as the use of terms like “misinformation“ and „conspiracy theory“ which inherently imply that the narratives they reference are untrue.

In der Studie selbst stehen die folgenden Aussagen

Studie: [2] From January 1 to May 26, 2020, English-language traditional media outlets published over 1.1 million individual articles (total 1,116,952) mentioning COVID-19 misinformation. This represented just under 3% of the overall COVID-19 conversation (total 38,713,161 articles) during the same timeframe.

Bild 2 Tabelle: Screenshot der Zusammenfassung in der Studie [2]

Zusammenfassung

Gesichtet wurden weltweit38.713.161 englischsprachige Publikationen zu Covid-19.
Davon enthielten angeblich 1,1 Millionen (weniger als 3 %) Falschinformation zu Covid-19.

Von diesen 1,1 Mio. Publikationen mit „Falschinformation“ bezogen sich:
46,6 % allgemein auf „Missinformation“
37,9 % auf Publikationen, in denen neben anderen auch Trump (zu Covid-19) erwähnt wurde
10,3 % auf Publikationen, in denen (zu Covid-19) nur Trump vorkam

Folgerung

Sofern jemand der festen Überzeugung ist, dass alles, was Trump zu Covid-19 sagt(e), automatisch eine Falschinformation sei, wäre die Aussage der Studie:
Weltweit publizierten englischsprachige Medien zu Covid-19:
– zu über 97 % nur Wahres
– In Summe weniger als 3 % publizierten Unwahrheiten
– ca. 1,14 % (bzw. 37,9 % der 3 %) publizierten neben anderem auch die als Unwahrheiten deklarierten Aussagen von Trump
– und 0,3 % (bzw. 10,3 % der 3 %) publizierten nur „unwahre“ Aussagen von Trump

Es wurde demnach lediglich “herausgefunden“, dass 1,44 % (1,114 % + 0,3 %) aller englischsprachigen Medien weltweit – sofern sie zu Covid-19 publizierten -, auch (Covid-19) Äußerungen von Trump verbreiteten.

Zusätzlich wurde „herausgefunden“, dass 16,4 % der zu Covid-19 „Falschinformation“ publizierenden Medien dies „ohne journalistischen Faktencheck“ publizieren würden:
[3] Das Forscherteam der Universität Cornell fand heraus, dass nur in 16,4 Prozent der Fälle von verbreiteten Desinformationen ein journalistischer Faktencheck stattgefunden habe. Die Mehrheit der Falschbehauptungen sei somit ohne Hinterfragung oder Korrektur verbreitet worden. Die Medien spielen daher eine „übergroße Rolle“ bei der Verbreitung von Desinformation. „Durch unkritische Berichterstattung über Aussagen und Bemerkungen durch einflussreiche Persönlichkeiten, ohne diese notwendigerweise zu verifizieren oder die Korrektheit der Behauptungen zu prüfen, riskieren Medien ungewollt zur Verbreitung von Desinformation beizutragen“, heißt es in der Schlussfolgerung der Studie.

Nun sind 16,4 % der Fälle von „Desinformation“ immer noch 190.468 Publizierungen. Wie das Rechercheteam herausfand, dass genau diese (von den „gesichteten“ 38.713.161 Publizierungen) „ohne Faktencheck“ durchgeführt wurden, wird wohl für ewig ihr Geheimnis bleiben.

Wie sich das Studienergebnis auf dem Kommunikationsweg ins Gegenteil verdrehte

Aber solch eine „Studie“ wurde ja nicht grundlos beauftragt. Also muss eine dem Auftragswunsch entsprechende Auslegung her.

Im Summary der Studie steht:
We found that media mentions of US President Donald Trump within the context of COVID-19 misinformation made up by far the largest share of the infodemic.
Grobe Übersetzung: Wir fanden heraus, dass Medienerwähnungen von US-Präsident Donald Trump im Rahmen von COVID-19-Fehlinformationen den mit Abstand größten Anteil an der Information ausmachen.
Damit sagt die Zusammenfassung im Summary eindeutig, dass die Medienerwähnungen und nicht Trump selbst den Anteil ausmachen.

Lediglich bei der „37,9 %“ Kommentierung wird Trump als „wahrscheinlich größter Treiber“ von Missinformation bezeichnet.
… Trump mentions comprised 37.9% of the overall “infodemic.” • However, a substantial proportion of other topics was also driven by the president’s comments, so some overlap can be expected. This strengthens the conclusion that the President of the United States was likely the largest driver of the COVID-19 misinformation “infodemic.”

Grobe Übersetzung: dass der Präsident der Vereinigten Staaten wahrscheinlich der größte Treiber der „infodemischen“ COVID-19-Fehlinformation war …

In einer Kurzfassung der Studie auf der Homepage der Cornell Alliance for Science steht ebenfalls, dass die Ursache die Erwähnung (durch die Medien) von Trump ist:
CORONAVIRUS MISINFORMATION: Quantifying sources and themes in the COVID-19 ‘infodemic’
Key takeaways from the results It is apparent from the data that
mentions of President Trump within the context of COVID-19 misinformation comprise by far the largest single component of the “infodemic.
Grobe Übersetzung: Die Erwähnung von Präsident Trump im Zusammenhang mit der Fehlinformation von COVID-19 stellt bei weitem die größte Einzelkomponente der „Infodemie“ dar.

In den Medien wird daraus:
Beim DW eine Aussage, die sich ohne Hintergrundwissen zur Studie nicht interpretieren lässt:
[3] DW 02.10.2020: DESINFORMATION Wie Donald Trump zum größten Antreiber von Corona-Fake-News wurde
In vielen jedoch die falsch Darstellung, Trump würde die „Fake News“ verbreiten:
t-online 02.10.2020: Studie: Trump verbreitet die meisten Corona-„Fake News“
Der Redakteur setzte in seinem Leitkommentar noch ein i-Tüpfelchen dazu und dichtete: Trump ist der größte Verbreiter von „Fake News“ über Corona
Dass Trump die Aussagen verbreiten würde, ist eindeutig eine Falschaussage, da Umkehrung der Studienaussage, welche den (dummen) Medien die Schuld für deren Verbreitung gibt.

Die Studie fand lediglich heraus, dass Medien auch Aussagen von Trump publizieren

Die Studie stellt lediglich eine Banalität fest: Trump sagt oder twittert auch zu Covid-19, was man einem Regierungsverantwortlichen wohl kaum ankreiden kann. Das verbreiten einige Medien, weltweit allerdings verblüffend wenige, nämlich ca. 1,44 %.
In den Augen eines Chefredakteurs einer deutschen Zeitung, welche alle Aussagen der unfehlbaren Merkel postwendend ungeprüft publiziert (rein persönliche, durch nichts belegbare Meinung des Autors), ist das natürlich etwas ganz, ganz Schlimmes. Auf die Idee, dass die Studie zeigt, wie viel besser ausländische Medien sind, indem nur ein ganz geringer Anteil ungeprüft publiziert (falls die Studienanalyse zu diesem Punkt stimmen würde), kam er nicht.

Wenn eine Studie mit der genau gleichen Argumentation und „wissenschaftlichen Fundierung“ festlegt, dass Aussagen der unfehlbaren Frau Merkel zu Covid-19 ebenfalls bedenklich wären, käme nach dieser Methodik zwangsweise heraus, dass Frau Merkel „die Verbreiterin von 100 % der Fake News“ (in Deutschland) wäre, denn ihre Aussagen werden von unseren Medien ungeprüft zu fast 100 % publiziert.

Was fällt auf?

Genau nach dieser abstrusen Methodik sind auch alle „Konsensstudien“ zum Klimawandel ausgeführt:
[Link] EIKE 20.09.2020: Minister Altmaier zum Klimawandel: …
„Diese Erkenntnis ist gesichert, sie wird von der übergroßen Mehrheit von Wissenschaftlern und Verantwortlichen weltweit geteilt und kann mit rationalen Argumenten nicht bestritten werden“
Die „Konsensstudien“ sind demnach keine Ausrutscher, sondern diese Art der bewusst dem Ergebniswunsch angepassten Methodik ist inzwischen „Standard“.

Unsere unfehlbare Kanzlerin Merkel würde es demgegenüber richtig machen, trotz höherer Mortalität

Wenn Trump „niedergemacht“ wird, muss eine Medienperson natürlich den Gegenpol, unsere unfehlbare Kanzlerin, mit der Deutschland glücklicherweise gesegnet ist, hervorheben:
Leitkommentar der Zeitung: „ … während Frauen an der Macht wie Angela Merkel … viel erfolgreicher sind … “.

Auf einem Blog gibt es eine Gegenüberstellung der Corona-Maßnahmen von Trump und denen im deutschen Merkelland:
sciencefiles 3. Oktober 2020: Gottesurteil in den Tagesthemen – Gebührenprofiteurin verbreitet bizarren Naturkult

Hinweis: Die Covid Maßnahmen von Trump und Deutschland finden sich am Ende des Artikels.
Das Ergebnis beider Maßnahmen zeigt eine Grafik:

Bild 3 Letalitätsrate beim Coronavirus (COVID-19) in den am stärksten betroffenen Ländern(Stand: 1. Oktober 2020).Quelle: Johns Hopkins University

Bild 3 Letalitätsrate beim Coronavirus (COVID-19) in den am stärksten betroffenen Ländern(Stand: 1. Oktober 2020).Quelle: Johns Hopkins University

Sofern diese Grafik stimmt, ist Trump bezüglich der Covid-19-Bekämpfung erfolgreicher als unsere vom Redakteur so hochgelobte Kanzlerin, denn in seinem Land ist die Mortalität immerhin um ca. 12 % geringer und liegt immerhin knapp unter dem weltweiten Durchschnitt, während die von Deutschland darüber liegt

Diese Grafik zeigt exemplarisch das abgrundtiefe Niveau, auf dem das gängige Trump-Bashing ausgeführt wird.

Dazu eine ganz typische Sendung zum deutschen Corona-Desaster und Verhalten unserer Medien:
30. Januar 2020: Bayerischer Rundfunk kritisiert Corona-Paranoia – Video
BR-Moderator Quer: … Wer behauptet, das Coronavirus sei so gefährlich, dass Grenzen geschlossen, der Verkehr eingeschränkt und manche Berufe eingestellt werden müssen, sei ein rechter Verschwörungstheoretiker in Paranoiaproduktion mit Endzeitpsychose …

Dazu das aktuelle „Wissensniveau“ in unseren Fernsehanstalten:

Bild 4 Tweet

Quellen

[2] Studie: The Cornell Alliance for Science,Department of Global Development, Cornell University, Ithaca, NY, Cision GlobalI insights, Ann Arbor MI, Sarah Evanega et al.: Coronavirus misinformation: quantifying sources and themes in the COVID-19‘ infodemic

[3] DW 02.10.2020: DESINFORMATION Wie Donald Trump zum größten Antreiber von Corona-Fake-News wurde

[4] AFP 1. Oktober 2020: Studie: Trump größter Antreiber von Corona-Falschinformationen




Subtrahieren fossiler Treibstoffe + hinzufügen von Elektro-Fahrzeugen = Katastrophe!

Man erinnere sich, dass die Reaktionen der Versorgungsunternehmen auf die Vorschrift des Bundesstaates, wonach bis 2030 60% und bis 2045 100% des Stromes aus erneuerbaren Energien stammen sollen, kürzlich Millionen schwitzender Kalifornier während einer zermürbenden Hitzewelle im Stich gelassen haben.

Jetzt stelle man sich vor, dass mehrere Zehntausend Elektrofahrzeuge (EVs) hinzukommen, um die ohnehin schon schwindenden Vorräte an zuverlässiger Energie noch weiter zu verknappen. Es wird nicht erklärt, wie man all diese Stromfresser in windstillen Nächten wieder aufladen kann.

Um die Realität zu überprüfen, sollten wir zunächst einmal anerkennen, dass etwa 80 Prozent der gesamten US-Energie (immer gemessen in BTUs) aus fossilen Quellen stammt, weitere 8,6 Prozent stammen aus der Kernenergie. Von dieser Gesamtenergiemenge in den USA tragen Sonne und Wind zusammen derzeit kaum mehr als drei Prozent bei, wobei die Sonne weniger als 0,1 Prozent beiträgt.

Selbst die besten Windkraft- und Sonnenlichtsysteme produzieren im Jahresdurchschnitt nur in 25 bis 30 Prozent der Zeit oder noch weniger Energie. Im Vergleich dazu haben konventionelle Erdgasanlagen eine sehr hohe Verfügbarkeit im Bereich von 80%-95%, oft sogar darüber.

Wind- und Solarenergie-Intervalle erfordern eine gleiche Menge an „Spinning-Reserve“-Leistung, die in der Regel meine Erdgas-Gasturbinen liefern, die ineffizient wie ein Auto im Stop-and-Go-Verkehr auf und ab gedrosselt werden müssen, um die Strommenge im Netz an den aktuellen Verbrauch anzupassen.

Jegliche überschüssige Energie, die produziert wird, muss entweder abgeworfen oder für Zeiten gespeichert werden, in denen sie nützlich ist – wie zum Beispiel nachts, wenn eine große Anzahl von EV-Eigentümern gleichzeitig ihre großen stromfressenden Batterien wieder aufladen möchte.

Es gibt noch ein weiteres großes Problem bei der Herstellung dieser Batterien.

China kontrolliert etwa 70% des weltweiten, für Batterien benötigten Lithiumvorrats und 83% der Anoden zu deren Herstellung. Und ein Lithiumprojekt, das um die Genehmigung für den Abbau des Materials in einer Wüste Nevadas nachsucht, wird seit mehr als einem Jahrzehnt von Umweltgruppen wie dem Center for Biological Diversity daran gehindert.

Abgesehen von den begrenzten Kapazitäten und Unzuverlässigkeitsproblemen (und das sind große Probleme) – sollte diese „grüne Energie“ nicht trotzdem umweltfreundlich sein?

Sicherlich nicht, wenn man bedenkt, was in die Entwicklung dieser Systeme einfließt.

Wie mein Freund Mark Mills vom Manhattan Institute berichtete, wird für den Bau von Windturbinen und Solarpaneelen zur Stromerzeugung sowie von Batterien für Elektrofahrzeuge durchschnittlich mehr als die zehnfache Menge an Materialien benötigt, verglichen mit dem Bau gleichwertiger, mit Kohlenwasserstoffen arbeitende Systeme, um die gleiche Energiemenge zu liefern.

Man bedenke den massiven erforderlichen Materialbedarf, um eine einzelne 100-MW-Gasturbine von der Größe eines typischen Wohnhauses durch mindestens 20 Windturbinen zu ersetzen, von denen jede etwa so groß ist wie das Washington Monument und etwa 10 Quadratmeilen Land bedeckt.

Wind- und Solarenergie erfordern auch einen riesige Landverbrauch sowie ausgedehnte Übertragungsleitungen, um Strom von abgelegenen Standorten zu den Großstadtzentren mit hohem Strombedarf zu liefern. Diese Energietransfers über große Entfernungen führen auch noch zu erheblichen Übertragungsverlusten.

Die Windalternative würde etwa 30.000 Tonnen Eisenerz und 50.000 Tonnen Beton sowie 900 Tonnen nicht wiederverwertbarer Kunststoffe für die riesigen Rotorblätter verbrauchen.

Eine Solaranlage mit der gleichen Leistung – genug Strom, um etwa 75.000 Haushalte zu versorgen – würde noch einmal die Hälfte mehr Tonnage an Zement, Stahl und Glas benötigen.

Jetzt stelle man sich zusätzlich vor, ein Batteriespeichersystem im Versorgungsmaßstab für denselben 100-MW-Windpark, der mindestens 10.000 Tonnen Batterien der Tesla-Klasse umfasst, regelmäßig zu ersetzen.

Für ihre Herstellung sind jeweils mehr als 500.000 Pfund Material mit fossil betriebenen Geräten abzubauen, zu bewegen und zu verarbeiten. Das ist etwa 20 Mal mehr als die 25.000 Pfund Erdöl, die ein Verbrennungsmotor während der Lebensdauer eines Autos verbraucht.

Wenn man sich vorstellt, dass jede Meile, die ein Elektrofahrzeug fährt, etwa fünf Pfund Erde „verbraucht“, die durch fossil betriebene Geräte bewegt wird, während ein vergleichbares, mit Erdöl angetriebenes Fahrzeug nur etwa 0,2 Pfund Flüssigkeit pro Meile verbraucht, wenn es für den Transport eingesetzt wird und im Durchschnitt eine Lebensdauer von 1.000 Pfund hat, kann man die Größenordnung dieses Wahnsinns ermessen.0

Auch hier ist für den Vergleich mit Kohlenwasserstoffen das Energie-Äquivalent von etwa 100 Barrel Öl erforderlich, um eine Menge von Speicherbatterien herzustellen, die ein einziges Barrel Öl-äquivalenter Energie speichern kann. Anders ausgedrückt, es werden etwa 60 Pfund Batterien benötigt, um die Energie zu speichern, die derjenigen in einem Pfund Kohlenwasserstoff entspricht.

Mark Mills erinnert uns daran, dass nach den derzeitigen Plänen bis 2050 die Menge an verbrauchten, nicht wiederverwertbaren Sonnenkollektoren die Tonnage aller heutigen globalen Kunststoffabfälle verdoppeln wird, zusammen mit über 3 Millionen Tonnen pro Jahr an nicht wiederverwertbaren Kunststoffen aus ihre Lebensdauer überschritten habenden Rotorblättern von Windturbinen.

Bis 2030 werden mehr als 10 Millionen Tonnen Batterien pro Jahr, einschließlich der darin enthaltenen Seltenerdelemente wie Dysprosium, zu Deponiemüll werden.

Eine Studie der Weltbank aus dem Jahr 2017 kommt zu dem Ergebnis: „Technologien, von denen angenommen wird, dass sie den Wandel zu sauberer Energie bewirken … sind in ihrer Zusammensetzung tatsächlich wesentlich materialintensiver als die derzeitigen traditionellen, auf fossilen Brennstoffen basierenden Energieversorgungssysteme“.

Darüber hinaus wird das Verbot von Benzinfahrzeugen Kalifornien viel Geld kosten, das für Straßen und öffentliche Arbeiten benötigt wird, einschließlich des Hochgeschwindigkeitszuges des Bundesstaates ins Nichts. Der Bundesstaat kassiert derzeit jährlich etwa 8 Milliarden Dollar an Kraftstoffsteuern und 3 Milliarden Dollar an Einnahmen aus dem Handel.

Um bis zum Jahr 2035 zu 100% elektrisch zu fahren, wird massiv mehr Geld für Subventionen zur Bezahlung dieser Autos und ein enormes Fahrzeug-Ladungsnetz benötigt, um die nur 6,2% des Automarktes, der letztes Jahr durch EV-Verkäufe repräsentiert wurde, zu vergrößern.

Was schließlich Wind-, Solar- und Elektroautos betrifft, die entweder die „Kohlenstoff-Verschmutzung“ oder den Klimawandel beseitigen sollen, so darf man das nicht einen Augenblick lang glauben. Das einzige „Grüne“ an ihnen wird aus den Taschen der Steuerzahler-Subventionen und der gestiegenen Energiekosten der Verbraucher kommen.

This article originally appeared at Newsmax

Autor: CFACT Advisor Larry Bell heads the graduate program in space architecture at the University of Houston. He founded and directs the Sasakawa International Center for Space Architecture. He is also the author of „Climate of Corruption: Politics and Power Behind the Global Warming Hoax.“

Link: https://www.cfact.org/2020/10/04/subtracting-fossil-fuels-plus-adding-electric-cars-equals-disaster/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Aus dem Jahr 2014: „Uns bleiben 500 Tage, um Klima-Chaos zu vermeiden!“

In den 1960er- und 1970er-Jahren drangen Warnungen vor dem Ozonabbau, dem mörderischen sauren Regen, Dürreperioden mit der Folge vorzeitiger Ernte und sogar vor einer bevorstehenden Eiszeit in die damaligen Zeitungen ein – Drohungen, die absichtlich gemacht wurden, um die Schafe ängstlich und gefügig zu halten. Bis in die 1980er Jahre waren diese Warnungen dann verfeinert worden; sie wurden akribisch und böswillig zu der vielleicht größten Kontrollmaßnahme geformt, die jemals entwickelt wurde. Und in den späten 80er Jahren waren die Eliten bereit, sie auf die Massen loszulassen. Sie erkannten, dass die Schuldzuweisung an das Volk für jede drohende Katastrophe der Furcht zusätzliche ausnutzbare Facetten hinzufügte: Facetten der Schuld, des Machtkampfes und der Spaltung und der Besteuerung – der Grund der Kontrollmaßnahme lautete natürlich Catastrophic Anthropogenic Global Warming (CAGW).

Die Aussage von James Hansen von der NASA im Kongress im Jahr 1988 brachte den Stein ins Rollen oder kann zumindest als ursächlich angesehen werden, dass er die Politiker auf die „Maßgabe“ aufmerksam gemacht hat. Hansen verknüpfte den menschlichen CO2-Ausstoß mit steigenden globalen Temperaturen und projizierte drei „Erwärmungsszenarien“, die sich in die Zukunft bewegen (klicken Sie hier, um zu erfahren, wie gut er das gemacht hat – Spoiler: er hat nicht sehr gut abgeschnitten).

Die UNO und ihre korrumpierten MSM-Schoßhündchen vergeudeten keine Zeit mit der Einführung von Project Fear. Sie folgten Hansens Aussage und begannen schnell, ihre eigenen wissenschaftlich haltlosen Weltuntergangsszenarien zu verbreiten. Eine AP-Schlagzeile aus dem Jahr 1989 lautete: „UN-Funktionäre: Steigende Meere könnten Nationen auslöschen.“ Der Artikel enthielt eine offizielle UN-Umweltwarnung, der zufolge ganze Nationen von der Landkarte verschwinden würden, wenn es der Welt nicht gelingt, die Erwärmung bis zum Jahr 2000 umzukehren – eine Vorhersage, die sich – sofern sie nicht unerklärlicherweise an mir vorbeiging – nie erfüllt hat.

Das Magazin Science hat uns gesagt, dass die Arktis 2009, 2013, 2015, 2016, 2018 und jetzt … 2050 … völlig frei von Sommereis sein wird …? wobei die gängigen Publikationen den wachsenden Haufen GESCHEITERTER Prophezeiungen nie in Frage stellen. Al Gore ist der König der Dummschwätzer, aber auch die Mehrheit der modernen Politiker hat die List akzeptiert – sie mussten es tun, um Stimmen zu erhalten – doch einige treiben es weiter als andere und unterwerfen ihr zukünftiges Selbst blindlings der Lächerlichkeit und dem erzwungenen Rückzug, wenn sich ihre Vorhersagen unweigerlich als falsch erweisen.

Bereits im Mai 2014 behauptete der französische Außenminister Laurent Fabius bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem damaligen US-Außenminister John Kerry: „Wir haben 500 Tage, um ein Klimachaos zu vermeiden“. Fabius‘ lächerliche Äußerungen wurden während des frühen Entwurfs des Pariser Klimaabkommens gemacht, das 195 Unterzeichner hatte und schließlich im November 2016 in Kraft trat – rund 60 Tage NACH Ablauf der vom französischen Außenminister gesetzten Frist für die Katastrophe.

Aber Fabius ist sicher nicht allein. Die jüngste Geschichte ist übersät mit Beispielen für abgelaufene Weltuntergangs-Ultimaten. Es gibt lange Listen, die auf Blogeinträgen im Internet zusammengestellt werden; es gibt Kataloge, die Tausende und Abertausende von fehlgeschlagenen Klimavorhersagen von Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten gleichermaßen dokumentieren, aber diese Realität wird von den gekauften und völlig korrumpierten MSM nie enthüllt. Die Wissenschaft ist im Grunde erledigt, und die Tatsache, dass jede katastrophale Klimaprognose der letzten 30+ Jahre falsch war, ist scheinbar völlig irrelevant.

Wir Menschen sind eben doch eine Schafherde.

Wir können ganz einfach von den Leithammeln in den Untergang geführt werden.

Die wenigen Gegner des Project Fear unter uns haben eine immer härtere Arbeit, weil moderne Wege der Revolte verschlossen werden. So genannte „FactChecker“ filtern die Sprache über das Internet: Sie und nur sie entscheiden, was wahr ist und was nicht, und haben so die vollständige Kontrolle über das Narrativ (zu allen Themen, von AGW über COVID bis hin zu BLM). Kein Wunder, dass die heutigen Protestierer zunehmend zu den altmodischen Methoden der Füße auf der Straße und der Megaphone zurückkehren. Vielleicht ist es an der Zeit, offline zu gehen und sich ihnen anzuschließen.

Link: https://electroverse.net/we-have-500-days-to-avoid-climate-chaos/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wiederher­stellung einer wissen­schaft­lichen Debatte zum Thema Klima

Im Jahre 2017 drängte Dr. Steve Koonin, ein Physiker, der als Obamas Unterstaatssekretär für Wissenschaft im US-Energieministerium tätig war, in seinem Artikel A ‚Red Team‘ Exercise Would Strengthen Climate Science (etwa: Eine Aktivität des ,roten Teams‘ würde die Klimawissenschaft stärken) darauf, Debatten des roten Teams mit dem blauen Team für die Klimawissenschaft einzuberufen. „Die nationale Sicherheitsgemeinschaft leistete mit der Methodik des ,Roten Teams‘ Pionierarbeit, um Annahmen und Analysen zu testen, Risiken zu identifizieren und Unsicherheiten zu verringern – oder zumindest zu verstehen. Das Verfahren gilt heute als bewährte Praxis in Situationen mit hoher Konsequenz“.

Leider wurde die öffentliche klimawissenschaftliche Debatte als „Leugner“ versus „Alarmisten“ oder „ehrliche heilige Wissenschaftler“ versus „korrupte Betrüger“ degradiert. Die Medien posaunen übertriebene Krisenbehauptungen hinaus, während einige Wissenschaftler ihre Hypothesen mit der Behauptung, die „Wissenschaft sei settled“, irreführend zur alleinigen Wahrheit erheben. Aber die Wissenschaft ist ein Prozess und niemals settled. Alle Seiten sind sich jedoch einig, dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und dass die Konzentrationen zugenommen haben. Alle Seiten sind sich einig, dass sich das Klima verändert. Diese Wissenschaft ist in der Tat settled. Aber die komplexe Klimadynamik wird nicht allein vom CO2 angetrieben, und viele Fragen sind noch ungeklärt. Wissenschaftler debattieren immer noch, ob das Klima eine höhere oder geringere Empfindlichkeit gegenüber dem steigenden CO2 hat. Die Beantwortung dieser Frage hängt davon ab, ob die Wissenschaft konkurrierende Beiträge von natürlicher Variabilität und Landschaftsveränderungen betrachtet. Und da steigender CO2-Gehalt und Wärme der Photosynthese von Pflanzen zugute kommen, diskutieren die Wissenschaftler die positiven Beiträge des steigenden CO2-Gehaltes.

Klimamodelle konnten die jüngste Erwärmung nicht reproduzieren, wenn nur der natürliche Klimawandel berücksichtigt wurde. Aber die Modelle könnten die jüngste Erwärmung seit den 1970er Jahren nach Zugabe von CO2 simulieren. Das war der einzige Beweis, der die Annahme unterstützte, dass die Zunahme von CO2 eine beobachtete Erwärmung verursachte. Es gibt jedoch einen Fehler in dieser Argumentation. Modelle, die sich nur auf die natürliche Klimadynamik beschränkten, konnten die jüngsten Veränderungen nicht erklären, einfach weil unser Verständnis noch unvollständig ist. So wurde zum Beispiel die Pazifische Dekadische Oszillation, eine Haupttriebkraft des natürlichen Klimawandels, erst 1997 erkannt, aber es hat sich gezeigt, dass sie für 100 Jahre des Klimawandels an den Küsten des nordöstlichen Pazifiks verantwortlich ist.

Zahlreiche von Fachkollegen begutachtete Forschungsarbeiten zeigen, dass Veränderungen in Landschaften die Erwärmung dämpfen oder verstärken. Regionale Modellstudien ergaben, dass Landschaftsveränderungen extreme Temperaturen ähnlich einer Verdoppelung der CO2-Konzentration erzeugen könnten. Städtische Wärmeinseln und Entwaldung verstärken unbestreitbar Temperaturänderungen und verändern das regionale Klima. Solche Landschaftseffekte erklären am besten, warum 38% der US-Wetterstationen Abkühlungstendenzen aufweisen und warum die beste Wissenschaft bzgl. Baumringe vermuten lässt, dass die Temperaturen nicht über den warmen Spitzenwert der 1930er und 1940er Jahre hinausgegangen sind. Die irreführende Verharmlosung solch wichtiger Landschaftsveränderungen in Klimamodellen führte zum Rücktritt von Klimawissenschaftlern vom IPCC.

Profil des Stadtwärme-Effektes von den Lawrence Berkeley Labs

Da der Klimawissenschaftler Tom Wigley nicht in der Lage war, die Erwärmungsspitze der 1940er Jahre zu modellieren, schlug er seinen Kollegen per E-Mail vor: „Es wäre gut, zumindest einen Teil der Erwärmungsspitze der 1940er Jahre zu entfernen“. In der Folge wurde der „40er Jahre Warm Blip“ aus vielen Datensätzen entfernt, was zu weit verbreitetem Misstrauen führte. Öffentliche Debatten zwischen dem roten und dem blauen Team, in denen solche Datenanpassungen untersucht wurden, könnten die Gründe für diese Anpassungen klären.

Im Jahr 2016 war der Klimawissenschaftler Michael Mann Mitverfasser einer Studie mit dem Titel [übersetzt] „Wissenschaft und Öffentlichkeit: Debatte, Verleugnung und Skepsis“, in dem er richtig argumentiert: „Wissenschaft ist Debatte“ und „Öffentliche Debatte und Skepsis sind wesentlich für eine funktionierende Demokratie“. Schizophrenerweise wandte sich Mann jedoch gegen Debatten im roten Team und im blauen Team und bezeichnete sie als „Desinformationskampagne, die darauf abzielt, die Öffentlichkeit und die politischen Entscheidungsträger zu verwirren“.

Das Misstrauen gegenüber Michael Mann und seinen Kollegen in der Denkschule der „hohen CO2-Sensitivität und des katastrophalen Klimawandels“ wuchs, als sie sich dafür einsetzten, Skeptiker als „Leugner“ oder „Abweichler“ zu verunglimpfen, die nicht in peer-reviewed Journalen veröffentlichen dürfen. Gleichzeitig arbeitete Mann aber auch daran, skeptische Veröffentlichungen zu unterdrücken. Zwei Harvard-Astrophysiker, Dr. Soon und Dr. Baliunas, publizierten eine von Fachkollegen begutachtete Arbeit, in der sie 240 wissenschaftliche Arbeiten zusammenfassten, und zeigten, dass die Temperaturen in jüngster Zeit denen der mittelalterlichen Wärmeperiode ähnlich seien. Da er seine Hypothesen durch solche Forschungen bedroht sah, wetterte Mann: „Der Peer-Review-Prozess bei Climate Research [der Zeitschrift] ist von einigen Skeptikern übernommen worden“.

Beim Versuch, skeptische wissenschaftliche Veröffentlichungen zu unterdrücken, schrieb er per E-Mail an seine Kollegen: „Ich denke, wir müssen aufhören, die Klimaforschung als legitime, von Fachkollegen begutachtete Wissenschaft zu betrachten. Vielleicht sollten wir unsere Kollegen in der Klimaforschungsgemeinschaft ermutigen, ihre Arbeiten nicht mehr bei diesen Zeitschriften einzureichen oder Beiträge darin zu zitieren“. Sie diskutierten dann, wie man alle Redakteure, die skeptischen Argumenten aufgeschlossen gegenüber stehen, drangsalieren könnte, um weitere skeptische Veröffentlichungen zu verhindern.

Es ist unbestreitbar, dass einige Klimawissenschaftler ehrliche, skeptische Wissenschaftler klammheimlich an den Rand gedrängt haben. Vertrauen Sie der Wissenschaft, aber nur, wenn sie mit ihren Hypothesen übereinstimmt. Sie haben argumentiert, man solle nicht mit Skeptikern debattieren, weil „eine Debatte den alternativen Ansichten tatsächlich Glaubwürdigkeit verleiht“. Aber der wissenschaftliche Prozess verlangt eine gründliche Prüfung alternativer Erklärungen. Es ist die rigorose Prüfung durch Kontrahenten, die Wissenschaft vertrauenswürdig macht, aber ein solch voreingenommenes Gatekeeping untergräbt das Vertrauen der Öffentlichkeit. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung transparenter öffentlicher Debatten zwischen dem roten und dem blauen Team unser Vertrauen wiederherstellen und die öffentliche Politik genauer lenken kann.

Jim Steele is Director emeritus of San Francisco State’s Sierra Nevada Field Campus and authored Landscapes and Cycles: An Environmentalist’s Journey to Climate Skepticism

Veröffentlicht in Pacifica Tribune am 30. September 2020

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/10/03/restoring-scientific-debate-on-climate/

Übersetzt von Chris Frey EIKE