Windturbinen erzeugen Berge von Abfall

Abfallende Rotorblätter und andere Faktoren beweisen, dass Wind nicht „grüner“ ist als Sonne. Die Kosten für die Entsorgung von Turbinen liegen bei über 400.000 Dollar pro Stück.

Umweltschützer und Windenergie-Opportunisten (Unternehmer, die allzu großzügige Steuererleichterungen und zahlreiche andere Subventionen in Anspruch nehmen) wollen uns glauben machen, Windenergie sei so rein „grün“ wie frisch gefahrener Schnee weiß ist und so billig wie Taco Bell.

Sie sagen Ihnen nie etwas über die Kosten – oder die Umweltzerstörung – die sie jahrzehntelang verschwiegen haben. Aber das tun auch die meisten Regierungen, Nachrichtenmedien oder sozialen Medien nicht.

Der Wissenschaftsredakteur von Ars Technica John Timmer sagt, dass die Preise für Windhardware sinken, selbst wenn neue Turbinenkonstruktionen den typischen Strom, der von jeder Turbine erzeugt wird, erhöhen. Timmer räumte ein, dass „Wind im Moment sogar noch billiger ist, weil es eine Steuergutschrift für die Erzeugung erneuerbarer Energie gibt“ [Hervorhebung hinzugefügt]. Er warnte davor, dass das Auslaufen der vielen bestehenden Anreize sicherlich Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Kosten und der Dominanz des Windes schaffen könnte. Aber das war’s auch schon.

Der Marktbericht 2018 des U.S. Department of Energy (DOE) über Windtechnologien stellte dies in begeistertem Tonfall fest: „Mit der Unterstützung von Steueranreizen des Bundes liegen die Preise für den Kauf von Wind- und Sonnenenergie jetzt unter den prognostizierten Kosten für die Verbrennung von Erdgas in bestehenden gasbefeuerten Kombikraftwerken“.

Dies trotz der Tatsache, dass der „Kapazitätsfaktor“ der Windenergie (Prozentsatz der Zeit, in der tatsächlich Strom bei voller Leistung erzeugt wird) nach eigenen Angaben des DOE nur 35% beträgt, verglichen mit 57% bei Erdgas- und 92% bei Kernkraftwerken. An vielen Standorten erzeugen riesige industrielle Windkraftanlagen tatsächlich weit unter 30% des Jahres Strom. An den heißesten und kältesten Tagen liegt sie oft nahe Null. Aus diesem Grund produzierten Kernkraftwerke im Jahr 2019 tatsächlich 20% des US-Stromes, obwohl sie nur 9% der Erzeugungskapazität des Landes ausmachen.

Windturbinen sind nicht nur wetterabhängig, intermittierend und unzuverlässig, sondern überziehen auch weite Landstriche; sie beeinträchtigen landschfatsbild sowie die lokale Windströmung, Temperatur und Feuchtigkeit; sie töten Fledermäuse und Raubvögel, ohne dass die Gesetze für mutwillig getötete Zugvögel oder gefährdete Arten Strafen vorsehen; sie haben eine relativ kurze Lebensdauer und benötigen im Vergleich zu Kohle-, Gas-, Wasser- oder Kernkraftwerken massive Mengen an Rohstoffen, insbesondere für Ozeanturbinen; sie verursachen eine enorme Luft- und Wasserverschmutzung in weit entfernten Ländern, in denen ein Großteil des Abbaus, der Verarbeitung und der Herstellung erfolgt, bevor die Turbinenteile nach Amerika verschifft werden; und vieles mehr.

All dies wird einfach ignoriert. In ähnlicher Weise werden Sie vielleicht auch überrascht sein zu erfahren, dass nicht eine einzige Seite dieses massiven DOE-Berichts den Begriff „Windturbinenabfall“ erwähnt, ebensowenig wie das Fact Sheet des DOE „Das Wachstum der US-Windindustrie vorantreiben: Föderale Anreize, Finanzierungs- und Partnerschaftsmöglichkeiten“. Es ist, als ob Windturbinen nie zu Ende gehen und nie etwas hinterlassen würden.

Wenn die Turbinen das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, ersetzt der Projekteigner in der Regel die alten Turbinen und Rotorblätter durch neuere Modelle; nur wenige Unternehmen haben sich für die vollständige Stilllegung und Beseitigung entschieden. Einige Bundesstaaten (zuletzt Texas und North Carolina) und Ortschaften haben ihre eigenen Standards. Die einzigen föderalen Standards (unter Aufsicht des Bureau of Land Management) gelten jedoch für Anlagen auf US-Bundesland.

Das Factsheet des DOE enthält Informationen über vier Programme für Steuergutschriften, drei für Darlehens- und Zuschussprogramme, vier Quellen für F&E-Zuschüsse und Kooperationsvereinbarungen sowie fünf Quellen für Zuschüsse zur Technologieeinführung – sowie eine Reihe von Partnerschaftsmöglichkeiten mit nationalen Laboratorien des DOE.

Aber es schweigt zu den Abfällen von Windturbinen, darunter riesige Beton- und Stahlfundamente sowie Rotorblätter, die bis zu 107 Meter lang sind. Auch für die meisten Politiker, Windbefürworter und Windenergiepublikationen schweigen dazu. Tatsächlich sind Fundamente und Rotorblätter von Turbinen im Allgemeinen nicht wiederverwertbar, weder wirtschaftlich noch anderweitig.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Das Abfallvolumen von Windturbinen wird in den kommenden Jahren voraussichtlich sprunghaft steigen, wobei Bergbau- und Produktionsabfälle, Dienstleistungsabfälle und Altlasten die Hauptanteile sein werden. Man schätzt, dass es bis 2050 weltweit allein 43 Millionen Tonnen Rotorblatt-Abfälle geben wird. China wird voraussichtlich für 40% des Abfalls verantwortlich sein, gefolgt von Europa (25%) und den USA (19%).

Die in London ansässige Principia Scientific International bezeichnet Turbinenschaufeln als „einen giftigen Cocktail aus speziellen Verbundwerkstoffen, Glasfaser, Epoxid, Polyvinylchloridschaum, Polyethylenterephthalatschaum, Balsaholz und Polyurethanbeschichtungen“. Im Grunde gibt es einfach zu viel Kunststoff-Verbundstoff-Epoxid-Krapola, der es nicht wert ist, recycelt zu werden“. Bis bessere Methoden gefunden werden, sind Mülldeponien eine der wenigen Optionen.

In der Europäischen Union werden gebrauchte Rotorblätter zerschnitten und in Öfen oder Kraftwerken verbrannt. Aber nicht in den USA.

Für den Transport der einzelnen Rotorblätter zu einer Mülldeponie wird jeweils ein separater Sattelzug benötigt, und für das Zerschneiden dieser Blätter ist eine leistungsstarke Spezialausrüstung erforderlich. Da allein in den Vereinigten Staaten bereits etwa 8.000 Rotorblätter pro Jahr aus dem Verkehr gezogen werden, sind das 32.000 Lkw-Ladungen in den nächsten vier Jahren; in einigen Jahren werden die Zahlen fünfmal so hoch sein.

Einige Windenergieunternehmen schneiden die riesigen Blätter in kurze Teilstücke, bevor sie auf Deponien entsorgt werden, da den meisten Deponien Schneidewerkzeuge fehlen. Die heutigen Turbinenblätter sind 20% länger und ihre Türme bis zu 60 Meter höher als die meisten der derzeit deponierten.

Die Kosten für die Turbinenentsorgung belaufen sich auf über 400.000 Dollar pro Stück. Das bedeutet 24 Milliarden Dollar für die Entsorgung der 60.000 Turbinen, die derzeit in den USA im Einsatz sind. Die Kosten und die Gebühren für bestehende Deponien werden steigen, wenn mehr, längere und schwerere Turbinenblätter das Ende ihrer Lebensdauer erreichen.

Während der nächsten 20 Jahren könnten allein in den USA 720.000 Tonnen Rotorblätter-Schrott entsorgt werden müssen. Ein Bericht aus dem Jahr 2018 prognostiziert jedoch einen Rückgang der US-Deponiekapazität um 15% bis 2021, wobei nur noch etwa 15 Jahre Kapazität übrig bleiben. Wir werden völlig neue Deponien genehmigen müssen, nur um Abfälle von Windkraftanlagen zu entsorgen – auf Bergen von Solar- und Batterieabfällen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Locke Foundation zitiert Studien der Universität von Kansas, die bestätigen, dass Windparks unsichere Flugbedingungen schaffen. Die Rotationskraft von Windturbinen kann extreme Turbulenzen erzeugen, die das Fliegen gefährlich und eine Landung in der Nähe fast unmöglich machen. Tatsächlich verbietet ein Landkreis in Michigan aufgrund von Sicherheitsbedenken die Rettung von in der Nähe von Windparks lebenden Bürgern durch Luftambulanzen.

Darüber hinaus könnte allein die heutige US-Stromerzeugung durch Wind die kontinentalen Temperaturen der USA um 0,24°C erwärmen, wobei der Erwärmungseffekt in der Nacht am stärksten ist. Das ist zwar nur ein Zehntel der Erwärmung, die von photovoltaischen Solaranlagen erzeugt wird, aber dennoch nicht unbedeutend – und je größer der Windpark, desto größer die lokale Erwärmung.

Im Jahr 2013, als die Turbinen kleiner waren als heute, sagte Lafarge North America, dass es etwa 750 Kubikmeter Beton (plus Bewehrungsstahl) benötigte, um nur eine Windturbine zu verankern; Nextera Wind gab zu, mehr als 800 Tonnen Beton pro kleinerer Turbine verwendet zu haben (diese Zahlen enthalten nicht den erheblichen Beton- und Asphaltbedarf, der für den Ausbau ländlicher Straßen benötigt wird, um schwere Turbinenkomponenten zu transportieren).

Darüber hinaus ist die Herstellung von Beton bereits der drittgrößte Emittent von (Schauder!) Kohlendioxid – nach der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas. Außerdem wird dafür fast ein Zehntel des weltweiten industriellen Wasserverbrauchs benötigt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Windparks viel Kohlendioxid emittierenden Beton, Stahl, Aluminium, Kunststoffe, seltene Erden und andere Materialien benötigen. Sie stören die natürlichen Luftströme. Sie dezimieren Vogel- und Fledermaus-Populationen und verursachen Infraschall und Lichtflackern, was die menschliche Gesundheit beeinträchtigt, während sie bei geringer Kapazität und hohen Kosten relativ wenig Strom erzeugen. Ausrangierte Turbinenblätter überlasten Mülldeponien.

Doch die Befürworter möchten uns glauben machen, dass Wind billig, sauber, grün, erneuerbar und nachhaltig ist. Der Witz des Green New Deal wäre lustig, wenn er nicht so ökonomisch und ökologisch teuer wäre.

Duggan Flanakin is director of policy research for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org)

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/09/26/wind-turbines-generate-mountains-of-waste/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Zur Fragwür­digkeit der Gründe für den angeb­lichen anthropo­genen CO2-Anstieg in der Atmosphäre und seinen möglichen Einfluss auf das Klima

Die Temperaturerhöhungen nach 1900 der Atmosphäre wie der Meere – verursacht durch eine erhöhte Intensität der Sonneneinstrahlung – und die damit verknüpften CO2-Anstiege in der Atmosphäre überlagern den anthropogenen Einfluss deutlich.
Schon alleine aus diesem Grunde – von den fundamentalen Fehlern der Klimamodelle abgesehen – ist der Einfluss der Verbrennung der fossilen Energieträger auf das Klima vernachlässigbar und damit alle Maßnahmen zur Absenkung des anthropogenen CO2-Ausstoßes obsolet.

Fazit
Die Atmosphäre enthält z. Z. etwa 0,041% CO
2 oder 410 ppm. Das entspricht einer Kohlenstoffmenge in der Atmosphäre von 870 Giga Tonnen Kohlenstoff (GtC).
Es gibt CO
2-Naturkreisläufe, die permanent in den Verlauf der CO2-Konzentrationen eingreifen:
Atmung Meere (90 GtC/a), Atmung Pflanzen (55 GtC/a), Atmung Pflanzen und Bodenorganismen (55 GtC/a) von insgesamt 200 GtC/a.
Additiv dazu liegt der weltweite wachsende Anteil aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe bei z. Z. etwa 10 GtC/a bzw. 0,000 47%/a in der Atmosphäre oder 4,7 ppm/a.
Der anthropogene Anteil Deutschlands beträgt z. Z. 2% von 4,7 ppm/a oder 0,09 ppm/a oder 0,000 009%/a in der Atmosphäre, eine in Deutschland mit mehreren Billionen belastete CO
2-Spur, mit deren Abbau Deutschland zur Vermeidung des Verglühens der Erde beitragen will.
Die CO
2-Gehalte in der Atmosphäre werden an mehreren Orten auf der Erde gemessen, am bekanntesten ist auf Mauna Loa auf Hawaii die Keeling-Kurve. Der wiederkehrende jährliche Verlauf lässt auf eine intensive Durchmischung des CO2 mit der Atmosphäre schließen.
Der jährliche mittlere Anstieg der CO
2-Konzentrationen liegt bei allen Messstellen bei etwa 2 ppm/a bzw. 4,3 GtC/a , was etwa die Hälfte des anthropogenen Anteiles von 10 GtC/a ausmacht. Daraus wird abgeleitet, dass die 2.Hälfte des jährlich eingetragenen C-Anteiles von der Biosphäre absorbiert wird. Dabei wird die Betrachtung des Temperaturanstieges in der Atmosphäre und in den Meeren mit seiner Wirkung auf die CO2-Gehalte der Atmosphäre außer Acht gelassen.
Von den Eiszeiten ist aufgrund der starken Temperatur-abhängigen CO
2-Löslichkeit in Wasser eine enge Beziehung zwischen der Temperatur und den CO2-Gehalten in der Atmosphäre bekannt, mit einer Zeitverzögerung für den CO2-Anstieg nach der Temperaturerhöhung von etwa 800 Jahren.
Neuere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass bei Temperaturerhöhungen nach einem Jahr bereits der CO
2-Gehalt in der Atmosphäre ansteigt, stärker jedoch nach etwa 50 Jahren. So konnten nach dem 19. Jahrhundert Temperaturerhöhungen in den Meeren zwischen etwa 0,5/1,0°C gemessen werden, was zu einem freiwerdenden CO2-Potential in dem oberen Meter der Meere von 1385/ 2770 ppm führt bei CO2-Gehalten in der Atmosphäre von 410 ppm.
Ursache für die Temperaturanstiege von den Eiszeiten bis heute sind nachweislich starke Änderungen der Intensität der Sonneneinstrahlung.
Die durch die Sonneneinstrahlung ansteigenden Temperaturen insbesondere der Meere führen zu derartigen CO
2-Zunahmen in der Atmosphäre, dass die aus dem anthropogenen C-Eintrag von 10 GtC/a in die Atmosphäre gelangenden CO2-Mengen von 4,7 ppm/a völlig überlagert werden.
So konnten erwartungsgemäß auch die in der Corona-Zeit abnehmenden C-Einträge in die Atmosphäre von bis zu minus 17% bei den CO
2-Messungen auf Mauna Loa auf Hawaii nicht nachgewiesen werden.
Die wichtigsten Akteure für den sog. „Treibhauseffekt“ sind Wasser und Wolken und nicht die vom IPCC propagierten „CO
2-Klimasensitivitäten“ mit ihrer willkürlichen Einbeziehung des Gesamt-CO2-Gehaltes der Atmosphäre in die Modelle, die weder die Vergangenheit nachvollziehen, geschweige denn die Zukunft voraussagen können.
Um dem anthropogenen CO
2-Gehalt der Atmosphäre von
z. Z. etwa 4,7 ppm CO2/a (0,000 47 %/a)
gerecht zu werden, müssten diese niedrigen CO
2-Gehalt mit den Modellen diskutiert werden, die zudem von den durch die Temperaturanstiege frei werdenden CO2-Gehalte der Atmosphäre völlig überlagert werden.
Ungeachtet all dieser fundamentalen Fehler in den Modellen des IPCC folgt vor allem Deutschland wie die Lemminge dem Ruf des teuersten Klimamissverständnisses aller Zeiten.
Wie schrieb noch das „Wall Street Journal“: „Die dümmste Energiewende der Welt“.

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  1. Aktuelle CO2-Messungen in der Atmosphäre

Das Maß aller Dinge für die Diskussion der CO2-Gehalte in der Atmosphäre sind die seit 1958 durchgeführten CO2-Messungen auf dem Vulkan Maunda Loa auf Hawaii, die sog. Keeling-Kurve.
Bild 1 zeigt die gemessenen CO2-Gehalte von 1958 bis 2020. (NOAA) (1):

Bild 1: CO2-Messungen Mauna Loa seit 1958

Die Hypothese lautet, dass der CO2-Anstieg in der Atmosphäre seit der Industrialisierung zu 100% auf den Menschen zurückzuführen sei. (2)
Ferner wird angenommen, dass der Austausch von CO
2 zwischen Atmosphäre, Ozean und Biosphäre vor der Industrialisierung zu einem quasi stabilen Klimazustand geführt hätte, der erst durch die anthropogenen Quellen aus der Kontrolle geraten sei. (3)
Die schwarze Linie in
Bild 1 zeigt den Trend, die rote Linie die Messwerte. Die Sägezähne verdeutlichen den Einfluss der Biosphäre (Photosynthese etc.) auf die jährlichen Schwankungen der CO2-Gehalte der Atmosphäre mit einem Maximum jeweils im Mai und einem Minimum im September (vgl. auch später).
Der durchschnittliche CO
2-Anstieg lässt sich zwischen 1970 und 2000 zu etwa 1,5 ppm/a und zwischen 2000 und 2020 zu etwa 2,1 ppm/a abgreifen.
Die kurzzeitigen Schwankungen weisen auf eine unmittelbare schnelle Durchmischung des CO
2-Gases mit der Atmosphäre hin.
Die Erdatmosphäre enthält z.Z. etwa 410 ppm CO
2 (0,041%). Über das Gewicht der Atmosphäre errechnet sich über die „CO2-Bilanz der Atmosphäre“ eine C-Menge von 870 Giga Tonnen Kohlenstoff (GtC) in der Atmosphäre. 1 ppm entspricht also bei vollkommener Durchmischung von CO2 in der Atmosphäre (vgl. später) bilanzmäßig 2,12 GtC.
Die jährlichen CO
2-Kreisläufe von insgesamt etwa 210 GtC setzen sich etwa wie folgt zusammen:

Tafel 1

Zu diesen Quellen und Senken kommt additiv die CO2-Menge aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe hinzu, die z.Z. um 10 GtC/a liegt. Von diesen CO2-Kreisläufen kann nur der anthropogene Anteil gemessen werden.
Der anthropogene CO2-Anteil d) errechnet sich über die „CO2-Bilanz der Atmosphäre“ zu 4,7 ppm CO2/a oder 0,000 47%/a in der Atmosphäre.
Im Übrigen liegt der Anteil Deutschlands an der weltweiten Verbrennung fossiler Brennstoffe bei 2% von 4,7 ppm CO2/a. Das entspricht 0,09 ppm CO2/a oder 0,000 009%/a in der Atmosphäre – eine mit mehreren Billionen € belastete CO2-Spur, mit deren Abbau Deutschland helfen will, die Erde vor dem Verglühen zu retten.

Bild 2: Temperatur- und CO2-Entwicklung Erde

Bild 3: CO2-Messugen Alaska, Mauna Loa (Hawai) und Tasmanien

Eine historische Betrachtung des Verlaufes des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre und der Temperatur in den letzten 600 Mio. Jahren gibt eigentlich keine Veranlassung, sich mit derartigen Spuren von CO2 zu beschäftigen (Bild 2), zumal die CO2-Gehalte in der Atmosphäre Spitzenwerte bis 7 000 ppm erreichten bei lebenswerten Temperaturen. Die CO2-Gehalte lagen noch nie so niedrig wie heute und dennoch soll bei ihrem Anstieg die Erde verglühen. (vgl. auch später)
Ein Zusammenhang zwischen dem CO
2-Gehalt in der Atmosphäre und der Temperatur gibt es nicht.
Im Übrigen kann in Anbetracht von
Bild 2 ein Gleichgewicht bzw. ein stabiler Klimazustand eher als fiktive Annahme bezeichnet werden. Die Diskussion eines CO2-Gleichgewichtspartialdruckes zwischen Atmosphäre und Meere ist also wenig hilfreich und kann es nur begrenzt geben (vgl. später).
(Wird der weltweite C-Anfall aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe auf die Summe der CO
2-Kreisläufe von 210 GtC/a bezogen, errechnet sich ein Anteil von 4,7%. Der Anteil der natürlichen Prozesse a) bis c) beträgt dann etwa 95%.)
Abgesehen von dem messbaren menschlichen Einfluss über die fossile Verbrennung sind die physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse, die den gigantischen CO
2-Kreislauf steuern, äußerst komplex.
Daher ist es schwer zu bestimmen, was mit den anthropologischen Emissionen geschieht. Hinzu kommt ein Anstieg der Temperatur auf der Nordhalbkugel vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute von rd. 1,5 °C, ebenso ist die Wassertemperatur gestiegen (vgl. später).
Daher muss die stark Temperatur-abhängige CO
2-Löslichkeit in Wasser in die Betrachtungen des CO2-Anstieges in der Atmosphäre einbezogen werden.
Andere Einflussgrößen auf die CO
2-Gehalte in der Atmosphäre wie vulkanische Ausgasungen, Temperatur-Phänomene wie El Nino, La Nina, etc. werden hier nicht in die Betrachtung einbezogen.
Nun hat sich herausgestellt, dass die Keeling-Kurve nicht repräsentativ ist für die jährlichen globalen CO
2-Schwankungen (Bild 3). (4)
So zeigen Messstationen in hohen Breitengraden der nördlichen Hemisphäre eine viel größere Amplitude (Alaska) als Mauna Loa auf Hawaii.
Im Gegensatz dazu zeigen Messstationen in hohen Breiten der südlichen Hemisphäre (Tasmanien) kaum Sägezahnmuster. So ist im Norden der Nordhalbkugel durch die ausgedehnten Wälder ein stärkerer jahreszeitlicher Einfluss als in vergleichbaren Breitengraden der südlichen Hemisphäre erkennbar, wo es kaum Vegetation gibt.
Die Zyklusbreite in Alaska beträgt fast 20 ppm, die auf Hawaii 7 ppm und die in Tasmanien 1 ppm, letzteres allerdings mit einer Phasenverschiebung durch die Verschiebung der Jahreszeiten um 6 Monate. (4)
Das bedeutet, dass die jährlichen CO
2-Schwankungen auf den beiden Hemisphären Nord- und Südhalbkugel unterschiedlich verlaufen, wenn auch die jährlichen CO2-Anstiege gleich sind.
Fakt ist der jährliche Anstieg des CO
2-Gehaltes der Atmosphäre von etwa 2 ppm/a bzw. 4,3 GtC/a auf der Nord- wie auf der Südhalbkugel, also etwa halb so hoch wie der CO2-Anteil aus der Verbrennung der fossilen Brennstoffe von 10 GtC/a.
Daher wird davon ausgegangen, dass von den 10 GtC/a etwa die Hälfte in der Atmosphäre verbleibt bei einer Verweilzeit von etwa 4 Jahren, die restliche Hälfte wiederum hälftig vom Meer aufgenommen wird und hälftig über die Biosphäre (Photosynthese, Atmung und Zersetzung Bodenorganismen) absorbiert wird, was zu einer Begrünung der Erde führt. (5)

Diese bilanzmäßige Betrachtung der CO2-Verteilung zieht nicht in Erwägung, dass durch die Erwärmung einschließlich der Meere eine gewaltige CO2-Menge freigesetzt werden kann.
Daher wird im Folgenden die Frage der Wirkung des Temperatur-Anstieges einschließlich der Meere auf den CO2-Anstieg in der Atmosphäre abgeschätzt.

  1. Abhängigkeit der CO2-Löslichkeit in Wasser von der Temperatur

Die Löslichkeit von CO2 in Wasser hängt nicht nur von den Temperaturen sondern auch vom CO2-Partialdruck in der Atmosphäre ab. Ist z.B. der Partialdruck des CO2 in der Atmosphäre höher als der des Wassers, löst sich CO2 in Wasser und umgekehrt, wenn auch eine ständige Gleichgewichtseinstellung der CO2-Partialdruckes nicht zu erwarten ist (vgl. später).

CO2-Löslichkeit in Wasser:

Daraus errechnet sich im Temperaturbereich von 15-20 °C eine Löslichkeitsveränderung von 0,06 g CO2/kg H20/bar je Grad C.
Wird die Wasseroberfläche der Erde mit 360 570 000 km2 angenommen und eine Temperaturerhöhung für den oberen Meter der gesamten Wasseroberfläche von 15 auf 15,5/16 °C (durchschnittliche Wassertemperatur in der oberen Schicht: 16,3°C – vgl. später), so würde im Gleichgewichtszustand eine CO2-Menge von

frei. Die Erdatmosphäre enthält bei 410 ppm bzw. 870 GtC.
Das ist ein gewaltiges, möglicherweise freiwerdendes CO2-Potential. Auf die Wirkung von Hydrogencarbonationen im Meer und deren Wirkung auf die Löslichkeit von CO2 im Meer soll hier nicht näher eingegangen werden.
Natürlich wird sich die Wassertemperatur an den Polen um 0 °C bewegen, am Äquator deutlich höher liegen (vgl. später).

  1. Messungen der CO2-Gehalte in der Atmosphäre vom Eiszeitalter bis in die Gegenwart

Vor etwa 2 Mio. Jahren begann die Eiszeit.
Von Untersuchungen an Eisbohrkernen ist bekannt, dass die CO2-Gehalte in der Atmosphäre aufgrund des Temperatur-abhängigen CO2-Lösungsverhaltens in Wasser dem Temperaturverlauf folgen, jedoch mit einer Verzögerung von etwa 800 Jahre (Bild 4).

Bild 4: Temperatur- und CO2-Messungen an einem Eisbohrkern aus der Antarktis

Der Übergang von CO2 vom Meer in die Atmosphäre beruht einerseits auf der Langsamkeit der Temperaturveränderung des Meeres über einen langen Zeitraum (etwa 800 Jahre), andererseits ist davon auszugehen, dass die Meere in diesem langen Zeitraum bis in große Tiefen erwärmt wurden, was zu hohen Veränderungen der CO2-Gehalte in der Atmosphäre in den Kaltzeiten von etwa 180 ppm auf etwa 280 ppm in den Warmzeiten führte. Dabei wird davon ausgegangen, dass die in den Warmzeiten gemessenen CO2-Gehalte durch Gasverluste bei der Beprobung und der Analyse in Wirklichkeit höher lagen.
Eisbohrkerne können schnelle An- und Abstiege der CO
2-Konzentration in der Atmosphäre innerhalb von 100-500 Jahren nicht auflösen. (6)
Es stellt sich die Frage, wie der z.B. auf Mauna Loa gemessene Anstieg der CO
2-Gehalte zu erklären ist – ob anteilmäßig über einen anthropogenen Anteil oder über einen Temperaturanstieg – , schließlich können die gemessenen CO2-Anstiege in den Eisbohrkernen nicht als Maß für eine kurzzeitige Veränderung der Temperatur mit ihrem Einfluss auf die CO2-Gehalte in der Atmosphäre herangezogen werden.

Dazu wurden jüngere Untersuchungen zur Beantwortung dieser Frage ausgewertet. So zeigen Messungen einen deutlichen Zusammenhang zwischen einem Temperaturanstieg vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1990 und der zugehörigen CO2-Entwicklung (Bild 5). (7)

Ursache für den Temperaturanstieg ist die Zunahme der Intensität der Solaren Einstrahlung, worauf in einem der folgenden Kapitel näher eingegangen wird.
In Bild 5 sind die Längen der Sonnenzyklen, die atmosphärischen CO2-Konzentrationen sowie die globalen Temperatur- Anomalien von 1860 – dem Ende der Kleinen Eiszeit – bis 1990 dargestellt.
Von 1890 bis 1945 nahm die Intensität der Sonnenzyklen zu, begleitet von einer Zunahme der globalen Temperaturen um etwa 0,4°C.
Von 1945 bis etwa 1970 wurde es plötzlich kälter, begleitet von einer geringeren Sonnenaktivität. Wissenschaftler beschworen damals sofort den Beginn der neuen Eiszeit, was von allen Medien übernommen wurde mit einem prognostizierten Temperaturabfall bis 2021 von 6°C und Eisbergen bis Portugal.
Aber die Sonne verstärkte von 1975 bis 1995 wieder ihre Zyklen, verbunden mit einem Anstieg der Temperaturen um etwa 0,3°C und einer parallelen Zunahme der CO2-Gehalte in der Atmosphäre.

Bild 5: Einfluss einer Temperaturänderung auf den CO2-Anstieg in der Atmosphäre

Diese Darstellung beweist, dass nach Änderung der Temperatur bereits unmittelbar ein leichter CO2-Anstieg feststellbar ist (Oberflächenwasser), intensiv aber nach knapp 50 Jahren.
Es lohnt sich auch einen Blick auf die ab 1979 mit Satelliten gemessenen Temperaturen der globalen unteren Atmosphäre (Bild 6).

Bild 6: Satellitenmessungen der Temperaturen der unteren globalen Atmosphäre

Zunächst ist durch die zahlreichen El Nino-Temperaturspitzen ein Temperaturanstieg von 1979 bis 2020 nur schwer abzugreifen. Vertretbar wäre aber ein Anstieg um 0,75 °C, der im Übrigen der Aussage von HADCRUT4 mit 0,85°C für die Zeit von 1969 bis 2020 gut entspräche.
Aus diesen beiden diskutierten Zeiträumen (Bild 5 und 6) ergäbe sich dann ein Gesamttemperaturanstieg von Ende des 19. Jahrhunderts bis heute von etwa
0,5 + 0,85 = 1,35 °C.
Dieser Temperaturanstieg kann nicht gleichgesetzt werden mit den Temperaturen der Meere.
In den Ozeanen existiert eine durch Wind und Wellen gut durchmischte und warme Deckschicht von rd. 75 m. (8) Diese Deckschicht hatte im 20.Jahrhundert eine Durchschnittstemperatur von 16,3 °C (im Gegensatz zur Landtemperatur von 11,1 °C). Nach Angaben der NOAA hat sich die Temperatur der Ozeane oberflächlich in den letzten 150 Jahren um 0,7 °C erwärmt.
Die Durchwärmung der Oberflächenschicht des Meeres kommt vermutlich durch die Durchdringung des Sonnenlichtes bis zu einer Tiefe von 200 m zustande.(9) Der Austausch mit dem tiefen Ozean, der rd. 50 mal mehr Kohlenstoff gespeichert hat, erfordert Zeiträume von etwa 800 Jahren.
Interessant ist, dass in der Luft über den Warmwasserzonen über 50 ppmv höhere CO2– Konzentrationen und über den kalten Zonen über 50 ppmv niedrigere Werte gemessen wurden, was einen ständigen Austausch dieser Konzentrationen zur Folge hat. (10)
Das Klimasystem kann sich daher niemals im Gleichgewicht befinden. Für die ständige Unberechenbarkeit des Klimas sorgt schon die Variabilität des Wasserdampfes während des Tages und die Bildung von Wolken etc.
Gezielte Messungen der Meerestemperaturen gibt es erst seit 2005 (ARGO Flotte).
Auch die Messungen auf See zeigen eine Erwärmung der Ozeane um im Mittel etwa 0,5°C mit fallender Tendenz am Ende des Hiatus (Bild 7).

Bild 7: Messungen der Meerestemperaturen 2015 bis 2018

Dabei weist die Nordhalbkugel mit Erwärmungsspitzen bis über 1 °C höhere Temperaturen aus als die Südhalbkugel.
Andere Untersuchungen zeigen eine noch kürzere Ansprechzeit zwischen Temperaturerhöhung und CO2-Anstieg in der Atmosphäre. Die Auftragung des CO2-Anstieges auf der Basis der Messungen auf Mauna Loa (grün), der Temperaturmessungen an der Meeresoberfläche (HaDSST3) (blau) und der Lufttemperatur (HadCRUT4) (rot) zeigen bereits Ansprechzeiten für CO2-Anstiege in der Atmosphäre von nur etwa 12 Monaten nach Temperaturveränderungen (Bild 8). (11)
Alle Werte beruhen jeweils auf Monatsmittelwerten und zeigen die Differenz zwischen den Mittelwerten der letzten 12 Monaten und den Mittelwerten der vorherigen 12 Monate.

Bild 8: Messungen der CO2-Konzentrationen der Atmosphäre Mauna Loa (grün), der Temperaturen der globalen Meeresoberfläche (blau) und der globalen Lufttemperaturen (rot)

Auch von anderen Untersuchungen sind Ansprechverhalten von wenigen Monaten bekannt. (12)
Es stellt sich also die Frage, ob der Austausch von CO
2 zwischen Atmosphäre, Ozean und Biosphäre vor der Industrialisierung zu einem quasi stabilen Klimazustand führen konnte, der erst durch die anthropogenen Quellen aus der Kontrolle geraten ist und ob die Hälfte des anthropogenen C-Eintrages von 10 GtC/a zu einem Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre führen kann.

  1. Minderung der CO2-Emissionen durch die Corona-Krise und mögliche Auswirkung auf die CO2-Gehalte in der Atmosphäre

Forscher schätzen den Rückgang der CO2-Emissionen in der Corona-Krise bis auf – 17% gegenüber 2019 auf der Basis von Auswertungen von 70 Ländern. (1)
Wie erwähnt lautet die Hypothese, dass von den 10 GtC/a etwa die Hälfte in der Atmosphäre verbleibt (rd. 5 GtC oder 2 ppm), die andere Hälfte hälftig von der Biosphäre und den Ozeanen aufgenommen wird.
Im Folgenden wird der Frage nachgegangen, ob die verminderten CO
2-Emissionen durch Corona bei den Messungen in Mauna Loa sichtbar werden können.
In
Bild 9 sind die in der Corona-Zeit angefallenen täglichen, wöchentlichen und monatlichen CO2-Messdaten von 2019 -Juni 2020 aufgetragen. (1)

Bild 9: CO2-Messungen Mauna Loa Mai 2019 bis Juni 2020

Auch hier werden die jährlichen, durch die Biosphäre ausgelösten CO2-Schwankungen sichtbar.
CO2 ist ein gut durchmischtes Gas und ist gleichmäßig in der Atmosphäre verteilt, wenn auch in ihren Konzentrationen unterschiedlich in verschiedenen Breiten (Bild 3).
Die NOAA, die für die CO2-Messungen verantwortlich zeichnet, schätzt die Zeitverzögerung zwischen CO2-Emissionen und der Messung auf Mauna Loa auf wenige Wochen.
Die Messungen auf Mauna Loa zeigen nun, dass eine Verminderung der CO2-Gehalte durch Corona in den Messergebnissen bis Juni 2020 nicht sichtbar wird.
Der leichte Rückgang in Februar /März 2020 ist jedes Jahr sichtbar (Bild 10). (13)

Bild 10: CO2-Messungen Mauna Loa von Juni 2019 bis April 2020

Wäre denn eine Abnahme der gemessenen CO2-Gehalte auf Mauna Loa überhaupt zu erwarten gewesen?
Wie bereits ausgeführt, liegt der jährliche anthropogene C-Eintrag über fossile Brennstoffe in die Atmosphäre bei 10 GtC, bei einer Gesamt-Kohlenstoff-Menge von 870 GtC oder 410 ppm CO
2.
Wenn nun 10 GtC der Atmosphäre entnommen würden, entspräche dies bilanzmäßig einer Minderung von 4,7 ppm (vgl. Kapitel 1).
Eine Verminderung des C-Eintrages bis 17% durch Corona entspräche dann einem Abbau von
0,17 x 4,7 ppm = 0,8 ppm,
der wohl gerade hätte sichtbar sein müssen
(Bild 9).
Dies ist aber nicht der Fall, die CO
2-Gehalte steigen in den in Betracht kommenden Monaten sogar stärker an als in 2019.
Im Mai 2019 liegen nach
Bild 9 die CO2-Gehalte noch um 415 ppm, bereits im Juni 2019 abfallend, während im Mai 2020 die CO2-Gehalte im Mittel auf etwa 417 ppm ansteigen mit sogar Ausreißern von über 418 ppm, wobei eine Abnahme der CO2-Gehalte im Juni 2020 im Gegensatz zu 2019 nicht zu erkennen ist.
Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Anstieg der CO
2-Gehalte in der Atmosphäre nicht auf den anthropogenen CO2-Eintrag zurückzuführen ist sondern andere Einflussgrößen wie ein Temperaturanstieg der Meere für den CO2-Anstieg verantwortlich zeichnen.
Ein kurzer Abriss zum Einfluss der solaren Einstrahlung auf die Temperaturentwicklung auf der Erde

Da die Temperaturentwicklung auf der Erde mit der Betrachtung der CO2-Gehalte in der Atmosphäre eng verknüpft ist, wird im Folgenden der überragende Einfluss der Sonneneinstrahlung auf die Erdtemperatur näher betrachtet werden.
Die Veränderung in der Erdbahngeometrie wird durch wechselseitige Gravitationskräfte im System Sonne-Erde-Mond hervorgerufen. Sie ändern die Form der elliptischen Erdbahn (Exzentrizität) um die Sonne mit einer Periode von 100 000 Jahren (Abbildung der Eiszeiten:
Bild 4), die Neigung der Erdachse zur Umlaufbahn (21,8 bis 24,5°) mit einer Periode von etwa 41 000 Jahren (Schiefe der Ekliptik), während die Tag- und- Nacht- Gleiche auf der elliptischen Umlaufbahn etwa nach 19 000-23 000 Jahren wieder dieselbe Position auf der Ellipse einnimmt (Präzession).
Durch diese geometrischen Veränderungen wird die Stärke der Sonneneinstrahlung auf die Erde massiv verändert.
Neben der Veränderung der Erdbahngeometrie ändert auch die Sonne die Intensität ihrer ausgehenden Strahlung durch Strömungsvorgänge im Inneren der Sonne (Magnetfeld).
Die Änderungen der ausgehenden Sonnenstrahlung unterliegen mehreren kürzeren und längeren Zyklen:

Wie bereits dargelegt wurde (Bild 5), ist die Sonnenaktivität auch für kurzzeitige Veränderungen des Erdklimas verantwortlich.
So zeigt Bild 11 (14) die Entwicklung der Schwabe-Zyklen seit etwa 1600 (dem Beginn der Aufzeichnungen) mit deutliche Schwankungen in der Sonnenaktivität.

Bild 11: Entwicklung der Schwabezyklen nach 1600

Es gab im Laufe der Jahrhunderte deutliche Einbrüche im 17. Jahrhundert – das Maunder-Minimum –, um 1800 – das Dalton-Minimum – wie auch am Ende des 19.Jahrhunderts – die sog. „Kleine Eiszeit“ (vgl. auch später Bild 13).
Diese Einbrüche der Sonnenaktivität führten zu starken Abfällen der Erdtemperaturen, Der von der NASA prognostizierte niedrige 25. Solare Zyklus deutet in die gleiche Richtung. Der zu erwartende 25. Zyklus wird als der schwächste der letzten 200 Jahren angesehen.
Auch die in Bild 5 ausgewiesenen Längen der Sonnenzyklen zwischen 1850 und 1900 ebenso wie der Anstieg bis 1945, der kurze Abfall zwischen 1945 und 1970 und der erneute Anstieg nach 1970 sind in Bild 11 zu erkennen.
Schließlich zeigt Bild 12 (15) den Gleichlauf von Sonneneinstrahlung in W/m2 und dem Temperaturverlauf auch über das Jahr 2000 hinaus.

Bild 12: Solare Sonneneinstrahlung und Temperaturverlauf

Bild 13 schließlich zeigt den Temperaturverlauf nach der letzten Eiszeit.

Bild 13: Warmphasen nach der letzten Eiszeit

Die „Little Ice Age“ spiegelt nach dem Mittelalter den Einbruch der Solaren Zyklen nach Bild 11 wider. Außerdem zeigt Bild 13 nach der letzten Eiszeit einen ständigen Wechsel von wärmeren und kälteren Phasen. Die jetzige Warmphase ist die kälteste der sechs Warmphasen nach der letzten Eiszeit.
Ausgerechnet in dieser jetzigen Warmphase bezeichnet das IPCC den Temperaturanstieg als ein apokalyptisches Ereignis durch einen vom Menschen verursachten CO
2-Anstieg, obwohl alle Warmphasen davor ohne menschliches Zutun wärmer waren als die jetzige – was an Absurdität nicht zu überbieten ist.

  1. Einordnung der Wirkung des menschlich verursachten CO2-Ausstosses in die bekannten, den CO2-Gehalt bestimmenden Größen

Die CO2-Gehalte in der Atmosphäre und ihre CO2-Kreisläufe setzen sich etwa wie folgt zusammen (vgl. Kapitel 1):

Tafel 2

In 1970 lag der anthropogene Anteil über die C-Verbrennung noch bei etwa 5 GtC/a (Bild 5), in 2020 bei 10 GtC/a. Das entspricht nach der „CO2-Bilanz der Atmosphäre“ (vgl. Kapitel 1: 1 ppm entspricht 2,12 GtC) einer Zunahme von 2,3 ppm CO2/a in 1970 auf 4,7 ppm CO2/a (0,000 47%/a) in 2020, in 50 Jahren also ein Zuwachs von 0,05 ppm CO2/a (0, 000 005%/a in der Atmosphäre).
Nun soll ausgerechnet der kleinste Teilnehmer dieses CO
2-Kreislaufes, der anthropogene Anteil von z.Z. 4,7 ppm/a mit einer jährlichen Zunahme von 0,05 ppm CO2/a in einem Umfeld von nicht messbaren Teilnehmern a) bis c) das Maß aller Dinge für die Veränderung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre darstellen, obwohl die Temperaturen einschließlich der Meere massiv angestiegen sind mit einem möglichen freiwerdenden CO2-Potential aufgrund der mit steigender Temperatur abnehmenden CO2-Löslichkeit von 1385/2770 ppm CO2 bei einer Temperaturerhöhung von 0,5/1°C im Bereich 15-16°C (vgl. Kapitel 2).
Hervorzuheben ist auch, dass nach den CO
2-Messungen in der Atmosphäre auf Mauna Loa der CO2-Gehalt von 1970 bis 2020 um 87 ppm entsprechend 1,74/a angestiegen ist (2000 bis 2020 um 2,1 ppm/a) (vgl. Kapitel 1). Damit steigt der gemessene CO2-Gehalt der Atmosphäre deutlich stärker an als der aus der „CO2-Bilanz der Atmosphäre“ errechnete Wert von 0,05 ppm/a. Dies ist ein weiterer deutlicher Hinweis auf den die CO2-Gehalte der Atmosphäre bestimmenden Einfluss der Temperatur.
Von allen möglichen Einflussgrößen auf den CO
2-Anstieg in der Atmosphäre unterliegen nur folgende Größen tatsächlichen Messungen:

a) CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre
b) CO
2-Mengen aus Verbrennung
c) Messungen der Temperaturveränderungen von Atmosphäre und Meere mit der Folge von beträchtlichen CO
2-Freisetzungen
d) Messung der solaren Einstrahlung und ihre Wirkung auf die Temperatur der Atmosphäre und der Meere

Wenn davon ausgegangen wird, dass der Austausch von CO2 zwischen Atmosphäre, Ozean und Biosphäre vor der Industrialisierung zu einem stabilen Klimazustand geführt hat, der erst durch die zusätzlichen menschlichen Quellen aus der Kontrolle geraten sei, so ist das durch nichts zu begründen.
Aufgrund der gegebenen Messmöglichkeiten können nun folgende Aussagen getroffen werden:
1. ein durch die Corona- Krise zu erwartender leichter Einbruch der auf Mauna Loa gemessenen CO2-Gehalte kann nicht gefunden werden, was auf einen ausschließlichen CO2-Anstieg durch die Temperaturerhöhung der Atmosphäre wie der Meere hindeutet
2. es werden nach dem Ende des 19.Jahrhunderts bis heute deutliche Temperaturanstiege sowohl der Atmosphäre als auch der Meere durch die Veränderung der Sonneneinstrahlung gemessen mit einem erheblichen Anstieg der in der Atmosphäre gemessenen CO2-Gehalte.
3. eine Aussage zum Anstieg der CO2-Gehalte in der Atmosphäre durch anthropogene Maßnahmen können ohne Berücksichtigung der Temperatur- und CO2-Anstiege nicht gemacht werden

  1. Zur angeblichen Wirkung von CO2 auf das Klima und die Haltung Deutschlands

Die wichtigsten Akteure für den sog. „Treibhauseffekt“ sind Wasser und Wolken, nicht das vom IPCC anhand von zwischen etwa 0 und 5,8 °C gemessenen „CO2-Klimasensitivitäten“ (Ausmaß der Erwärmung bei CO2-Verdoppelung) – dem „Heiligen Gral“ der Klimawissenschaft – mit einer willkürlichen Einbeziehung von z.Z. 3°C als „best guess“ in die Modelle, die die Vergangenheit nicht nachvollziehen können, wohl aber unter Beschwörung des Weltunterganges bei steigenden CO2-Gehalten die Zukunft voraussagen wollen. (vgl. auch (16,17))
Schließlich wird auch noch der Gesamt-CO
2-Gehalt der Atmosphäre in die Modelle eingebaut und nicht der anthropogene Anteil von weltweit
z.Z. etwa 4,7 ppm CO
2/a (0,000 47%/a),
um dessen Anstieg und Einfluss auf das Klima es doch letztlich geht, der aber von den genannten Einflussgrößen auf die Temperaturentwicklung der Atmosphäre wie der Meere und damit von der stark temperaturabhängigen CO
2-Löslichkeit in Wasser völlig überlagert wird.
Schließlich darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Wirkung von CO
2 in der Atmosphäre auf den sog. Treibhauseffekt nie gemessen werden konnte, geschweige denn den Einfluss des weltweiten anthropogenen Anteiles von 4,7 ppm/a, da es auch einen Treibhauseffekt aus thermodynamischen Gründen (2. Hauptsatz der Thermodynamik: Wärme fließt nur von warm nach kalt) nicht geben kann. Außerdem würden 410 ppm (0,041%) CO2 in der Atmosphäre mengenmäßig nicht ausreichen, um eine Wärmemenge von 342 W/m2 zur Erde zurückzustrahlen (IPCC), geschweige denn von 4,7 ppm (0,000 47%) CO2/a.
Ungeachtet dieser fundamentalen Fehler folgt Deutschland unterstützt von all den Nutznießern dieser mit den CO
2-Gehalten verknüpften Energiewende einschließlich einer Reihe von profitierenden Klimaforschern wie die Lemminge dem Ruf des teuersten Klimamissverständnisses aller Zeiten. Schließlich basiert die Angst vor dem Weltuntergang ausschließlich auf diesen untauglichen Modellergebnissen und hat inzwischen ungeahnte emotionale Höhen erreicht, selbst die Kirchen sprechen vom Höllenfeuer.
Zudem werden in Deutschland wie in der EU ständig neue Restriktionen zur Verminderung des CO
2-Ausstosses erfunden bei einer Verantwortlichkeit Deutschlands für
0,09 ppm CO
2/a (0,000 009%/a),
obwohl bei den gemessenen Temperaturerhöhungen der Meere von z.B. je 0,5/1 °C 1385/2770 ppm CO
2 (15-16°C) frei werden.
Für diese lächerliche Verantwortlichkeit gibt Deutschland freiwillig 6-8 Billionen € aus (18),
die Welt lacht.
Dennoch strebt Bundeswirtschaftsminister Altmaier zu ständig schärferen Klimamaßnahmen in seiner jüngsten „Charta Klimaneutralität und Wirtschaft“: mindestens 65% alternativen Energien in 2030, Klimaneutralität in 2050, d.h. auch für alle Sektoren.
Dabei entgeht ihm, dass durch die E-Mobilität oder die kürzlich propagierte „Wasserstofftechnologie“ der Strombedarf von heute im Mittel etwa 69 GW um 39 GW auf 108 GW (19) bzw. von 69 GW um 75 GW auf 144 GW (20) angehoben werden müsste.
Aber das würde immer noch nicht reichen, schließlich müssen auch noch die anderen Sektoren wie Verkehr, Industrie, etc. auf alternative Energien umgestellt werden, denn die Stromerzeugung bestimmt nur zu knapp 40% den CO
2-Austoß Deutschlands.
Auch die EU ist dabei, in ihrer Zielsetzung kräftig nachzusteuern: bis 2030 soll der CO
2-Ausstoss nun nicht mehr nur um 40% verglichen mit 1990 vermindert werden sondern um mindestens 55%, mit Klimaneutralität in 2050. Dafür sollen von dem 750 Milliarden € umfassenden Wiederaufbaufond 37% oder 278 Milliarden € in den „Green Deal“ fließen.
Auch die Autohersteller sollen die Emission ihrer Neuwagen nicht mehr nur um 37,5% verglichen mit 2021 verringern, die Kommission erwägt eine Anhebung sogar auf 50%.

Deutschland – wie die EU – sind dabei, sich von jeglicher Diskussion auf der Basis von Fakten zu verabschieden und erstarren in einer Emotionalität im Stile einer Friday-for-Future-Bewegung.
Für das tragische Ende Deutschlands wird am Ende die nicht funktionierende Energiewende stehen, denn wo soll nach Stillsetzung der Kern- und Kohlekraftwerke nachts bei Windstille der Strom herkommen (von 14-tägigen Dunkelflauten abgesehen) – ausreichende Stromspeicher kann es nicht geben.
Stromstillstände wie in Australien und wie jetzt in Kalifornien (21) sind vorhersehbar, die deutsche Industrie hat dann keine Chancen mehr, leider auch nicht die deutsche Gesellschaft.
Hier fällt einem nur noch die Aussage des „Wall Street Journal“ ein: „Die dümmste Energiewende der Welt“.
Es gibt dennoch auch Erfreuliches zu berichten: die Niederlande ist zu der Erkenntnis gelangt, dass für die Garantie der Stromversorgungssicherheit ab 2030 Kernreaktoren erforderlich sind („Die Welt“, 26.10.2020).
Quellen
1. De Vos, Rob: „CO
2 und Corona“; EIKE, 29.07.2020
2. IPCC Synthesis Report 2014
3.
Schönwiese “Klimatologie”, 3.Auflage Ulmer Verlag 2008
4. Schönfeld, Ch.: „Der globale Kohlenstoff- Haushalt: schöne Zahlen, vorgetäuschtes Vertrauen, aber höchst fragwürdig“, Teil 3; EIKE 13.06 2020
5. Lüdecke, H-J: „Was Sie schon immer über CO
2 wissen wollten; Teil 3 – der globale CO2-Kreislauf“; EIKE, 12.08 2019
6. Van Hoof et al.: Tellus 57 B, 2005, S. 351-355
7. Döhler, K.D.: „Sonnenzyklen, globale Temperatur und atmosphärische CO
2-Konzentrationen seit Beginn der Industrialisierung“; EIKE, 04.09.2020
8. Roedel „Die Atmosphäre“, 2.Auflage 1992, Springer, Seite 346
9. Vögele, P.: „Der C-Kreislauf – ein umfassender Ansatz“; EIKE, 21.08.2017
10.
Scripps Institute, Seawater CO2 Data, published by C.D. Keeling, 1957-1963
11.
Macrae, A.; J.D`Aleo: „Die wirkliche Klimakrise ist nicht die globale Erwärmung, sondern die globale Abkühlung und vermutlich hat sie bereits begonnen“; EIKE,05.03.2020
12. Schönfeld, CH.: „Der globale Kohlenstoffhaushalt: schöne Zahlen, vorgetäuschtes Vertrauen, aber höchst fragwürdig“; EIKE, 12.06.2020
13. Köhler, M,: „Ergebnisse der CO
2-Messung am Mauna Loa (Hawai), Update: 07.07.2020
14. Allon, C.: „Einsetzendes Grand Solar Minimum“, EIKE, 30.08.2020
15. Bastardi, J.: „Einige Gründe, hinsichtlich Klimaalarm skeptisch zu sein“; EIKE, 17.06.2019
16. McKitrick, R.: „All jene Prophezeiungen bzgl. eines sich erwärmenden Klimas haben plötzlich ein großes Problem“; EIKE, 16.09 2020
17. Zuiderwijk, E.: „Das Wirrwarr der Klimamodelle“; EIKE, 04.07.2020
18. Beppler, E.: „Der industrielle Niedergang Deutschlands wird nun durch den Beschluss des Bundestages zum Kohleausstieg besiegelt, obwohl die Wirkung von CO
2 auf den sog. Treibhauseffekt marginal ist“, EIKE, 26.03.2020
19. Beppler, E.: „Der Kohleausstieg ist im Sinne einer Absenkung des CO
2-Ausstosses ein Flop – und nun wird auch noch der Hype um die E-Mobilität zum Flop – quo vadis Industrieland Deutschland“; EIKE 06.05.2019
20. Beppler, E.: „Der Stoff hat das Zeug zu einem Hollywoodstreifen (BWMi, Juni 2020)“; EIKE, März 2020
21. Lehr, J.: „Die Stromausfälle kommen“; EIKE, 13.09.2020




Corona, ein Alptraum

Schlimmer geht nimmer …

Corona hat die „zweite Welle“ gestartet und um diese einzudämmen, sind alle bisherigen Maßnahmen nicht mehr ausreichend. Viel mehr muss getan werden, wie unsere unfehlbare Kanzlerin und der ihr darin nacheifernde Söder wissen. In solchen Fällen muss man jegliche Kritik abwehren und seine Meinung notfalls gegen Gesetze an allen Zauderern vorbei durchsetzen:

Der Tagesspiegel, 15.10.2020: Weil die Landesfürsten zaudern: Angela Merkel versucht das Corona-Bündnis direkt mit den Bürgern
Aus ihrer Unzufriedenheit über den Corona-Gipfel machte die Bundeskanzlerin kein Geheimnis. Am Tag danach geben ihr die Wissenschaft und aktuelle Zahlen recht.
… Angela Merkel erinnert an Udo Lindenberg, genauer gesagt an sein Lied „Mein Ding“, darin heißt es: „Ich mach mein Ding, Egal was die anderen sagen. Ich geh meinen Weg, Ob gerade ob schräg, das ist egal. Ich mach mein Ding.“Es gab bei den fast achtstündigen Beratungen im Kanzleramt nicht den einen großen Gegenspieler unter den Ministerpräsidenten, aber die Summe der Einzelbedenken und der Schlupflöcher-Suchenden führten am Ende gegen 21 Uhr zu ihrem schonungslosen Fazit, als das Gesamtpaket weitgehend stand: „Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden. Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.“ Und der Tag danach gibt Merkel Recht.
Sie wusste natürlich, dass das sofort nach draußen dringt, so wie die Warnung im CDU-Präsidium vor „Öffnungsdiskussionsorgien“ in der ersten Welle oder ihre Rechnung mit täglich 19.200 Neuinfektionen bis Weihnachten. Die Kanzlerin hat in der Endphase der Kanzlerschaft nichts mehr zu verlieren, und macht gar nicht mehr den Versuch, Ärger und Frust zu kaschieren – in der Hoffnung, dass einige aufwachen.
Am Donnerstag springt ihr auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina bei, das Beschlossene sei nicht ausreichend: „In den kommenden Tagen und Wochen kann die Eindämmung der Pandemie nur noch dann gelingen, wenn die Bundesländer verpflichtende und einheitliche Schutzmaßnahmen vereinbaren und durchsetzen“, sagt Präsident Gerald Haug.

Ein Fachmann für Immunologie trug der Runde die schlimmen – möglichen – Auswirkungen und rigorose Maßnahmen vor. Die Politiker „können“ das aber nicht umsetzen, weil es der AfD nützen könnte. Das diese Argumentation eine Karikatur von Politik darstellt, kommt in Deutschland weder Politikern, noch einer Zeitungsredaktion in den Sinn.
Der Tagesspiegel: … Es sei nicht fünf vor zwölf, sondern schon zwölf, sagte er. Und empfahl eine Halbierung der Kontakte und sogar Ausreisesperren aus Risikogebieten. „So ein Fest für die AfD will aber keiner haben“, heißt es dazu aus einer Staatskanzlei …

Die Tageszeitung des Autors, die „Frankenprawda“, stieß ins gleiche Horn. Ihre Redaktion kann sich Politik, in welcher nicht die unfehlbare Merkel als Alleinherrscherin vorgibt und alle es gegen alle Gesetze klaglos hinnehmen müssen nicht mehr vorstellen, So kommentierte ein Redakteur am 15.10.: „ … auch das ist eine der Erkenntnis aus der Coronakrise, der Förderalismus hat sich während der Pandemie nicht bewährt, Im Gegenteil: Er hat zu dem vielfach beklagten Flickenteppich an Maßnahmen entschieden beigetragen. Jetzt gilt es wieder zu einem einheitlichen Webmuster im Umgang mit der Seuche wiederzufinden. Es ist schlimm, dass sich in Europa keine einheitliche Linie hat finden lassen. Zumindest in Deutschland sollte dieser Fehler vermieden werden“.

Die Datenlage

Wer meint, nach weit über einem halben Jahr Corona und Kaputtdirigieren der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens fühlte sich irgend jemand genötigt, aussagekräftige und wenigstens nach grober Sichtung plausible Daten für die geschundenen Bürger zu hinterlegen irrt. Anscheinend ist solches „Wissen“ Politikern vorenthalten, die es dann allerhöchstens in ihren Memoiren preisgeben dürfen.
Trotzdem hat der Autor versucht, aus dem was an Daten zu finden ist eine Übersicht zusammenzustellen, mit dem Hintergrund die aktuelle „Bedrohungslage“ zu plausibilisieren.

Die erste Grafik mit den Daten des Statistischen Bundesamtes zeigt aktuell keinen Alarm, der zum „Eingreifen“ von Frau Merkel berechtigen würde oder gar Herrn Söders Aussage eines exponentiellen Anstiegs entspricht.

Bild 1 Sterbezahlen in Deutschland Mittelwert2016 … 2019; 2020 und Covid-19 Todesfälle 2020. Quelle: Statistisches Bundesamt. Abruf: 15.10.

Worauf sich die aktuelle Alarmstimmung bezieht, zeigt die folgende Grafik:

Bild 2 Anzahl täglicher Corona-Meldefälle vom 20.03. … 14.10.2020. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: DIVI-Intensivregister

Nur, was nutzen die Fälle positiver Testungen, die automatisch größer werden müssen, je umfassender getestet wird und bei einem Hotspot eben kurzfristig auch „explodieren“? Im Kern möchte man doch eher die Auswirkungen auf die Gesundheit und Mortalität wissen. Die folgende Grafik zeigt diese.
Trotz steigender Fallzahlen bleiben die Auswirkungen gegenüber dem zum Pandemieanfang moderat, genauer: Sie sind kaum erkennbar:

Bild 3 Daten von Bild 2, ergänzt um die Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle und Anzahl neuer Todesfälle. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: DIVI-Intensivregister

Eine Detaillierung zeigt es noch deutlicher:

Bild 4 Daten von Bild 2 Anzahl täglicher Corona-Meldefälle vom 20.03. … 14.10.2020, Anzahl gemeldeter , intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle, dafür gilt die rechte Y-Achse. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: DIVI-Intensivregister

Das wird auch klar, wenn man die Anzahl und Belegung der Intensivbetten betrachtet:

Bild 5 Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle an Anzahl belegter Intensivbetten. Quelle: DIVI-Intensivregister

Das statistische Bundesamt zeigt in seiner Grafik (bewusst zur Verschleierung der alleine in den letzten 5 Jahren aufgetretenen, zwei Grippewellen) als Vergleich den Mittelwert der vorhergehenden vier Jahre (Bild 1). Nimmt man ein Jahr mit einer etwas höheren Gripperate – hier 2018 -, sieht man überhaupt keine durchschnittliche Erhöhung der Sterberate durch Corona. Die alleine in den letzten fünf Jahren zwei Mal aufgetretenen Grippe-Opfer mit weit höheren Mortalitäs-Fallzahlen als Corona haben die Politik nie interessiert, obwohl damals die Krankenhäuser wirklich überlastet waren.
Das ist wie bei den 600.000 Betroffenen und 22.199 direkt getöteten, bzw. vermissten „Fukushimaopfern“ aufgrund des damaligen Tsunamis. Niemanden im „Westen“ haben diese interessiert. Medial „gesucht und geehrt“ wurden ausschließlich die (nur in Erzählungen zu findenden) „Strahlenopfer“ da sich ausschließlich mit diesen Politik machen ließ.

Bild 6 Sterbezahlen in Deutschland 2018 und 2020 und Covid-19 Todesfälle 2020. Quelle: Statistisches Bundesamt. Abruf: 15.10.

Im Artikel: EIKE 11. Okt. 2020: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht kommentiert hast
ist ein Kommentarauszug des Chefredakteurs der „Frankenprawda“ zu den Coronamaßnahmen von Trump und der unfehlbaren Merkel zu finden:
Damaliger Leitkommentar der Zeitung: „ … während Frauen an der Macht wie Angela Merkel … viel erfolgreicher sind …
Doch wer „erfolgreicher“ ist, zeigen zeigt leider ein Vergleich der Mortalitätszahlen:

Bild 7 Letalitätsrate beim Coronavirus (COVID-19) in den am stärksten betroffenen Ländern(Stand: 1. Oktober 2020).Quelle: Johns Hopkins University

Ergänzend Daten aus Schweden, wo angeblich die Einwohner „geopfert werden“, um seine Wirtschaft nicht (wie bei uns) in den Ruin zu treiben:

Bild 8 Vergleichs-Sterberaten Schweden. Grafik vom Autor erstellt. Quelle: SCB (abgerufen am 15.10.). Der Verlauf der roten Linie ist so im Original-Datensatz und dürfte fehlerhaft sein.

Testungen mit positivem Ergebnis

Laut dem RKI ist die „Positiv-Sensitivität“ der in Deutschland verwendeten Tests besser 99,99 %. Damit ist die folgende Grafik der Test-Positivquote „fehlerfrei“. Allerdings sagt ein positives Testergebnis nur eine „Berührung“ mit einem Virus aus und nicht, dass diese zur Krankheit führt oder bereits eine vorliegt.

Bild 9 Anzahl Testungen (blau, linke Achse und positive Ergebnisse, braun, rechte Achse in %). Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: 07.10.2020 Täglicher Lagebericht des RKI, Tabelle 4

Eine Auswertung der Tabellen des RKI ergibt für den Zeitraum KW10 – KW 40:
Anzahl Testungen: 18.129.900; davon positiv getestet: 346.865 (1,92 %);
von den positiv getesteten kamen in intensivmedizinische Behandlung: 166.093 (sind davon 48 %, von den positiv getesteten somit 0,92 %).
Im Zeitraum beträgt die Summe an Corona-Verstorbenen: 9.458 Fälle (RKI, Tabelle: Coronavirus SARS-CoV-2Todesfälle nach Sterbedatum 15.10.2020; Hinweis: in dieser Tabelle fehlen die letzten zwei Kalenderwochen, wurden vom Autor ergänzt)

Damit beträge die Summe Verstorbener bei/nach intensivmedizinischer Behandlung lediglich 5,7 %,
die Gesamt-Sterbezahl der positiv getesteten beträgt lediglich 9.459 Sterbefälle bei 346.865 positiv getesteten
und damit die Anzahl nach positivem Befund Corona-Verstorbener 0,28 %

Wie waren die Zahlen bei der letzten Grippewelle?
aerzteblatt.de, Montag, 30. September 2019: Grippewelle war tödlichste in 30 Jahren
… Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das sei die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, heute mit Blick auf eine eigene aktuelle Auswertungen erklärte.
… Die Experten gehen von 3,8 Millionen Arztbesuchen wegen Grippe in der vergangenen Saison aus. Das ist weniger als halb so viel wie 2017/18. Insgesamt registrierte das Institut von Oktober bis Mitte Mai 182.000 labordiagnostisch bestätigte Grippefälle.

Daraus ergeben sich zwei Mortalitätswerte

Bild 10 Mortalitätswerte bei der letzten Grippewelle laut Ärzteblatt

Kann sich jemand daran erinnern, dass irgendein Politiker sich damals dafür interessierte und deshalb alle Grundrechte außer Kraft gesetzt und die Wirtschaft kaputt gemacht hat?
Stimmt nicht ganz, der Gesundheitsminister hat sich vehement eingesetzt:
aerzteblatt.de: … Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnte, die Zahlen sollten allen Impfgegnern zu Denken geben. „Impfen hilft, Krankheiten zu vermeiden“, erklärte der Minister. Grippe könne aber auch tödlich sein …

Zur Datenqualität

dpa 15.10.2020: Steigende Infektionszahlen: Verschärfte Corona-Maßnahmen
… INTENSIVBETTEN – Nach den jüngsten Zahlen des Sozialministeriums (Stichtag 13. Oktober, 11.00 Uhr) liegen 399 Covid-19 Patientinnen und -Patienten in hessischen Krankenhäusern. Davon sind 67 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Am Stichtag seien 6188 stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten frei gewesen. Das seien 23 Betten mehr als noch eine Woche zuvor …

Eine „offizielle“ Statistik weist für Hessen am 15.Oktober – also zwei Tage später – folgende Werte aus:

Bild 11 CORONA-Behandlungsdaten (Auszug). Quelle: DIVI-Intensivregister

Solche undefinierten Datenangaben machen jede Vergleichsmöglichkeit zunichte.
Man erkennt, dass selbst nach solch langer Berichtszeit und einer angeblichen „Jahrhundert-Herausforderung“ (Aussage unserer unfehlbaren Merkel) weder die Wortwahl noch die Zahlen vergleichbar sind. Eigentlich wäre genau dies das Erste, was man in einem solchen Fall erwarten könnte.

Unsere Politiker benötigen (oder wollen) das anscheinend nicht. Mit richtigen und vergleichbaren Zahlen könnte man wohl die Maßnahmen-Verschärfungshysterie, nie und nimmer begründen. Und was bliebe dann noch von der „Kompetenz“ einer Merkel und dem ihr nacheifernden Söder übrig?

Aus den Zahlen lässt sich lediglich grob vergleichen mit dem Ergebnis:
Die Anzahl intensiv-beatmeter Patienten beträgt grob die Hälfte der Intensivpatienten. Damit wären die DIVI-Fälle „aktuell in Behandlung“ mit 49 Fällen ganz grob mit den dpa-Fällen „beatmungs- und überwachungspflichtig“ vergleichbar. Und wahrscheinlich sind zusätzlich ca. 350 Fälle in Krankenhäusern zur „Beobachtung“ oder einfachen Behandlung in normalen Bettenbereichen.

Bild 12 Vergleich der Angaben dpa mit DIVI

Nun nochmals das Bild 5, diesmal mit zugefügter Notfallreserve. Angeblich wurde die erste Pandemie ausgerufen, um die Intensivstationen nicht zu überlasten. Nun wurde die zweite Welle ausgerufen. Nur eine Begründung, wie eine Überlastung der Krankenhäuser mit „Coronaopfern“ ist nicht erkennbar. Zumindest der Autor findet sie nicht.

Bild 13 Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle mit Anzahl Betten und Notfallreserve. Bild vom Autor zusammengesetzt. Quelle: DIVI-Intensivregister

Macht aber nichts. Profilierungssüchtige Landesfürsten erklären einfach den Notstand und unterscheiden sie sich im Vorgehen nicht mehr von dem verhassten, angeblich alles falsch machenden Trump:
Der Spiegel am 15.10.2020: Corona: Bayern verschärft Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen
Stundenlang haben Bund und Länder über strengere Corona-Maßnahmen verhandelt. Bayerns Ministerpräsident Söder gehen die Ergebnisse nicht weit genug. In seinem Bundesland sollen strengere Regeln gelten … „Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster“, sagte er nach der Kabinettssitzung. Corona sei immer dramatischer in ganz Europa aktiv. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich „explodieren die Zahlen in ganz Europa“.

Und über seine Pressekonferenz auf den MSN-Nachrichten:
Pressekonferenz mit Markus Söder im Live-Ticker:
Söder erklärt: „Wenn die Krankenhäuser voll sind, ist es zu spät“ (14.50 Uhr)
„Könnte sich selbst überflüssig machen“ (14.40 Uhr)
Europas Wohlstand steht auf dem Spiel“ (14.36 Uhr)
„Es wird dieselben medizinischen Folgen wie in der ersten Welle geben“ (14.30 Uhr)
„Wir setzen den Rahmen, aber jeder Einzelne von Ihnen muss mitmachen“ (14.15 Uhr)
Söder verschärft die Regeln: So sehen Sie aus (14.07 Uhr)
„Gipfel war kein Ruck, aber ein wichtiger Schritt“ (14.06 Uhr)
„Wir rücken dem Lockdown jeden Tag ein Stückchen näher“ (14.02 Uhr)

Vergleicht man die relativen Meldezahlen von Deutschland und Bayern, fällt auf, dass Bayern einen geringeren Meldeanstieg als Deutschland gesamt ausweist. Geführt hat es dazu, dass Herr Söder für Coronaverstöße seiner Untertanen die höchsten Bußgelder in Deutschland angeordnet hat.

Bild 14 Anzahl gemeldeter COVID-19-Fälle Deutschland und Bayern. Der Verlauf Bayern ist auf den Verlauf Deutschland gezoomt, also nur relativ zu betrachten. Bild vom Autor zusammengesetzt. Bildquelle: DIVI-Intensivregister

Mortalitätschaos

Wie alle Grafiken zeigen, führt nur die alleinige Darstellung der Fallzahlen zur Hysterie und wird auch entsprechend genutzt.

Viel wichtiger wäre aber der Vergleich mit den darauf wirklich folgenden Krankheits- und Todesfälle. Und genau daran hat unsere Politik und die fachlich Verantwortlichen scheinbar kein Interesse. Zumindest finden sich für den Bürger keine plausiblen Angaben. Und der Autor vermutet dass die Politiker sie ebenfalls nicht haben. Wer überhaupt etwas (plausibles) darüber erfahren möchte, ist auf Sekundärquellen (vorwiegend von sogenannten, rääääächten, da kritischen Plattformen) angewiesen.

EIKE 6. August 2020: Letalitätsrate und Mortalität in Deutschland und ausgewählten europäischen Ländern
Corona-Letalität Sterbefälle
… Von den ca 1500 positiv auf Corona Getesteten des Schlachtbetriebs Tönnies in NRW mussten 9 auf die Intensivstation, 2 wurden beatmet, ein Todesfall ist nicht eingetreten. Die 9 Intensivkranken stellen eine sehr niedrige Rate von weit unter 1 % dar, die in Verbindung mit der Letalitätsrate von 0 % ebenfalls bestätigt, dass SARS-CoV-2 ein zwar ernst zu nehmendes, aber insgesamt doch eher harmloses Virus ist.
italienischen Rechnung zu zweifeln, nach der 88 % der „Coronatoten“, nicht „an“, sondern nur „mit“ Corona  verstorben sind

Global hatte sich „Achgut“ des Themas angenommen und zeigt neben dem, dass wohl nur in den USA bei der Erfassug zwischen „mit Corona“ und „an Corona“ Verstorbenen unterschieden wird, auch internationale Vergleichswerte:
Achgut 13.10.2020 (Auszug): Wollt Ihr die totale Gesundheit? – Der Elch im Raum (2)
Der „Corona-Tod“ und die Übersterblichkeit
Wenn seitens des RKI bezogen auf Deutschland von 15.000 bis 30.000 Toten während schwerer Grippewellen die Rede ist, dann sind dies Übersterblichkeitstote, d.h. solche, die in dem Sinne „an“ Influenza gestorben sind, als sie das betreffende Jahr ohne Infektion überlebt hätten. Anders ausgedrückt, wer im Jahr der Epidemie statistisch erwartet ohnehin gestorben wäre, ist aus der Zählung herausgerechnet, auch dann, wenn Influenza bei ihm nachweisbar gewesen wäre. Zweifelsfrei an Corona ist in diesem Sinne gestorben, für den sich andere Todesursachen ausschließen lassen. Nach
US-amerikanischer CDC war dies laut Patientenakten bei 6 Prozent aller dort amtlich ausgewiesener „Corona-Toten“ der Fall (Italien: 3,8 Prozent). Bei 94 Prozent lagen durchschnittlich 2,6 Komorbiditäten (Italien: 3 Komorbiditäten im Median) vor – und zwar stets Erkrankungen, die in Europa wie USA zu den Top-10-Todesursachen des Jahres gehören. Nur bei 45 Prozent dieser multimorbid Verstorbenen wurde der kritische Corona-Verlauf einer Lungenentzündung („excluding influenza“) festgestellt. Für weniger als die Hälfte aller „Corona-Toten“ ist dementsprechend Covid-19 als „Underlying Cause of Death“ in den Totenscheinen aller Bundestaaten und Regionen vermerkt. (Von den übrigen multimorbiden 55 Prozent aller US-amerikanischen „Corona-Toten“ war – Stand 5. Oktober – bei 75 Prozent „influenza & pneumonia“ eine der Nebenerkrankungen.) Patientenakten sind überdies ungenauer als Obduktionen. In Deutschland stellte Rechtsmediziner Püschel bei der Sezierung aller Hamburger „Corona-Toten“ immer wieder fest, dass kein Einziger ohne Vorerkrankungen war, und ausnahmslos alle „in absehbarer Zeit“ auch ohne Corona-Infektion gestorben wären.

Würde stimmen, was in Deutschland über die Mortalität berichtet wird, müssten sich die deutschen Krankenhäuser fragen lassen, ob sie zur Coronabehandlung überhaupt geeignet sind.

AOK Bundesverband 29.07.20: Etwa ein Fünftel der stationär behandelten Covid-19-Patienten ist verstorben
Erst in einer Grafik erfährt man, dass sich dies auf den Behandlungszeitraum 26. Feb. – 19.April bezieht, als man noch nicht wusste, wie Covid-Patienten optimal zu behandeln sind.

Bild 15 Quelle: AOK

Und dann wird doch noch auf ein „Nebenthema“ hingewiesen:
AOK: Beatmete Patienten haben häufiger Begleiterkrankungen
Stationär behandelte Covid-19-Patienten weisen häufig eine Reihe von Begleiterkrankungen auf. Der Anteil der Patienten mit Begleiterkrankungen liegt bei den Patienten mit Beatmung deutlich höher als bei den Patienten ohne Beatmung. So hatten beispielsweise 24 Prozent der Patienten ohne Beatmung Herzrhythmusstörungen; bei den Patienten mit Beatmung waren es 43 Prozent. Eine Diabetes-Erkrankung lag bei 26 Prozent der Patienten ohne Beatmung und bei 39 Prozent der Patienten mit Beatmung vor.

Am 13. Oktober 2020 wurde dies als aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK nochmals publiziert:
CASH.ONLINE 13. Oktober 2020: AOK-Studie zu Covid-19 : “Die hohe Sterberate ist durchaus besorgniserregend”
“Die Daten zeigen, dass in der ersten Infektionswelle im Frühjahr 2020 nur verhältnismäßig wenige arbeitsunfähige Erwerbstätige aufgrund einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten. War jedoch ein Krankenhausaufenthalt notwendig, ergaben sich auch weitere schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen, die über die akute Erkrankung hinausgingen”, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.
“Die hohe Sterberate ist durchaus besorgniserregend”
… Die gravierenden Auswirkungen der Erkrankung zeigen sich auch in der hohen Sterblichkeitsrate der stationär behandelten Beschäftigten, die im Beobachtungszeitraum bei 3,3 Prozent lag. “Angesichts der Tatsache, dass hier AOK-versicherte Erwerbstätige mit einem durchschnittlichen Lebensalter von 47 Jahren betroffen sind, ist die hohe Sterberate durchaus besorgniserregend”, so Schröder.

Wer nun meint, diese Daten wären direkt vor Ort erhoben worden irrt. Sie wurden aus Abrechnungsdaten generiert:
aerzteblatt,de: Beatmete Patienten: Ursachen der COVID-19-Mortalität
… Wissenschaftler aus mehreren deutschen Kliniken werteten dafür Abrechnungsdaten der AOK aus. Besonders hoch war die Sterblichkeit bei schwer kranken COVID-19-Patienten, die beatmet werden mussten: Von ihnen starben 52,5 %, jedoch „nur“ 16 % der nicht beatmeten Patienten. Es ist die erste große und gut dokumentierte Studie dieser Art in Deutschland – „Das gab es bisher noch nicht“, so die Einschätzung von Prof. Dr. med. Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) …

Mortalitätszahlen: Das Chaos ist noch schlimmer

Bild 16 Fallzahlen (Auszug) Deutschland, Stand 16.10.2020. Quelle: RKI

Nach dem Achgut-Artikel seien die Zahlen:
USA: von 100 mit Corona gestorbenen sind lediglich 6 % alleine durch Corona verursachte Sterbefälle
Italien: dort seien es lediglich 3,8 %
Deutschland:
Pathologe Puschel: kein Corona-Verstorbener war ohne erhebliche Vorerkrankung
Aus anderen Quellen:
AOK: ca. 20 % der stationär behandelten sind verstorben.
Jetzt muss man selber nachrechnen: Aktuell ist der Anteil stationär behandelter zu Gemeldeten:

Versuch einer Abschätzung für das Bundesland Hessen (man beachte, dass man sich solch wichtige Information aus verschiedenen – voneinander abweichenden und unvollständigen – Datensätzen selbst zusammensuchen muss und sich wegen der unterschiedlichen Meldetage und Begriffe teils drastische Abweichungen ergeben):

Hessen:
Anzahl Meldefälle: 24.151
Anzahl Todesfälle: 1.920
Anteil Todesfälle: 8 % der Meldefälle

Anzahl stationär behandelter Fälle:
Laut der dpa-Meldung vom 15.10.2020 entweder 399 Fälle („liegen in Krankenhäusern“), oder 67 Intensivfälle („beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig“),
oder nach Bild 9 („aktuell in Behandlung“) 49 Fälle

Entsprechend ergeben sich:
Laut AOK sind 20 % der stationär behandelten verstorben. Nun kann man wählen, auf welcher Basis das gemeint ist:
AOK: „Bei fast jedem siebten AOK-versicherten Beschäftigten, der vom Arzt wegen einer Covid-19-Erkrankung als arbeitsunfähig erklärt wurde, machte ein besonders schwerer Verlauf der SARS-CoV-2-Infektion einen Krankenhausaufenthalt notwendig (13,6 Prozent)“ ... 3,3 Prozent der Erwerbstätigen, die wegen einer besonders schweren Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden mussten“.

Eine Rückrechnung ergibt:
67 zu 400: 16,75 %
3,3 zu 13,6 %: 24 %
Demnach könnten in der AOK-Studie doch die Intensivfälle (und nicht alle Stationärfälle) gemeint sein. Wahlweise ergeben sich daraus folgende Mortalitätszahlen:
Bezogen auf die 399 Behandlungsfälle: 20 % davon sind 80 Gestorbene, damit 4,16 % der Meldefälle, oder
bezogen auf die 49 Intensivfälle; 20 % davon sind grob 10 Gestorbene, damit 0,52 % der Meldefälle

Wer nun meint, damit hätte man mit vielleicht 0,57 % den „richtigen“ Wert, wird eines Besseren belehrt:
Augsburger Allgemeine 14.10.2020: Forschung: Wie hoch ist die Sterblichkeit bei Covid-19?
… Das Team um den Epidemiologen Gideon Meyerowitz-Katz von der australischen University of Wollongong beziffert die Infektionssterblichkeit für die USA mit 0,8 Prozent …
… In Deutschland lag die Fallsterblichkeit nach einer registrierten Sars-CoV-Infektion dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge Anfang Oktober bei 3,2 Prozent.

Der niedergelassene Arzt: Coronavirus: Warum die Sterblichkeit so verschieden ist
Studie des Exzellenzclusters ECONtribute
… Der Anteil der Verstorbenen ist in Italien deutlich höher als hierzulande. In Deutschland liegt der Anteil der Patienten mit tödlichem Krankheitsverlauf noch immer bei unter 0,3 Prozent, in Italien hingegen bei rund sechs Prozent (Stand 15. März). Das bedeutet, dass in Italien pro 1.000 Erkrankten im Schnitt 60 Menschen sterben, in Deutschland hingegen drei.
Das wären 0,3 %, bezogen auf die Anzahl Erkrankten (sind das alle Gemeldeten, oder die daraus mit Krankheitssymptomen?) und damit nicht einmal ein Zehntel des vom RKI gemeldeten Wertes.

Natürlich gibt es auch nochmals andere Angaben:
Ärztezeitung: Modellrechnung Corona-PandemieMortalität bei COVID-19 niedriger als angenommen?
… Laut neuer Modellrechnungen sterben im Durchschnitt 1,4 Prozent der symptomatischen Patienten mit COVID-19. Das Sterberisiko wäre demnach geringer als vermutet …
Was man auf der Homepage der Ärztezeitung allerdings nicht sieht: Diese Meldung stammt vom 23.03.2020.

SciencORF.at, 12. Mai 2020: Coronavirus Sterblichkeitsrate von 0,75 Prozent
Wie tödlich das Coronavirus wirklich ist, gehört zu den umstrittensten Fragen der Krankheit. Eine neue Metastudie kommt nun auf eine durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 0,75 Prozent – hat aber eine große Schwankungsbreite.
… Die meisten der 13 Studien stammten aus China und Italien und unterschieden sich in Umfang und Methode. Die Spannbreite ihrer Resultate war ebenfalls sehr groß: Die Studie mit der geringsten Infektionssterblichkeit kam auf einen Wert von 0,2 Prozent, jene mit der größten auf 1,6 Prozent … Der statistische Durchschnittswert liege bei 0,75 Prozent …

Fazit

Auf diese auch nach so langer Zeit weiterhin nur chaotisch – und vor allem auch veraltet – zu nennende Datenlage veranlassen unsere Politiker Maßnahmen, welche das öffentliche Leben und einen erheblichen Teil der Wirtschaft in den Ruin treiben.
Hatte Herr Spahn einstmals noch einen kurzen Augenblick von Erkenntnis:
hr Info 02.09.20: Kommentar: Spahn zu Corona-Lockdown
Wenn Gesundheitsminister Jens Spahn sagt, mit dem Wissen von heute hätte man den Einzelhandel und etwa Frisörgeschäfte nicht schließen müssen, dann ist dabei ganz wesentlich der Zusatz: „Mit dem Wissen von heute.
so ist diese einsame Stimme im Politikbetrieb längst wieder untergegangen und dem sattsam bekanntem Alarmismus gewichen – was von Redakteuren in Leitkommentaren auch noch begrüßt wird: Leitkommentar der „Frankenprawda“ über Frau Merkels „Lenkung“ der Corona-Maßnahmen im Vergleich zu Trump: „ … während Frauen an der Macht wie Angela Merkel … viel erfolgreicher sind …

Corona-Hotspot Nürnberg

Nürnberg ist gerade ein Corona-Hotspot Bayerns geworden. Am 17.10. kam mit dieser Lokalmeldung einer Tageszeitung eine weitere Information: Herzbeschwerden nicht verdrängen
„Durch die verzögerte Behandlung seien schon mehr Menschen gestorben als an COVID 19, warnt das St. Theresien-Krankenhaus“ … schon zu Beginn der Pandemie habe St. Theresien die Zahl der Intensivbetten von zehn auf 14 erhöht … „60 % der Kapazitäten sind frei“. Derzeit wird lediglich ein einziger Covid-19-Patient intensivmedizinisch behandelt …
Ergänzung: Stadt Nürnberg (abgefragt am 17.10.): In allen Nürnberger Krankenhäusern werden derzeit 6 Coronafälle intensiv beatmet.
Auf Weisung von Herrn Söder zieht Nürnberg nun „die Zügel“ für seine Untertanen ganz massiv an, um die Stadt vor der Pandemie zu retten …

Wie freut man sich, wenn wirkliche Fachpersonen sich dazu einschalten und ihre weisen Ratschläge geben:
DER SPIEGEL 16.10.2020: Peter Maffay: „Leute, die Corona leugnen, schaden der Gesellschaft“

Die Parallelen zum Kampf gegen den Klimawandel sind unübersehbar.

 




Überraschende Wissenschaft: So etwas wie saubere Energie gibt es nicht

Die Sorge um den Klimawandel hat zu massiven Investitionen in neue politische Maßnahmen bzgl.„grüner Energie“ geführt, die darauf abzielen, den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) und andere Umweltauswirkungen der fossilen Brennstoffindustrie zu reduzieren. Die Welt gab von 2011 bis 2018 insgesamt 3660 Milliarden US-Dollar für Klimaschutzprojekte aus. Insgesamt 55% dieser Summe wurden für Sonnen- und Windenergie ausgegeben, während nur 5% für die Anpassung an die Auswirkungen extremer Wetterereignisse aufgewendet worden waren.

Überraschende Auswirkungen auf die Umwelt

Die Forscher entdeckten, dass erneuerbare Energiequellen manchmal zu Problemen beitragen, für deren Lösung sie konzipiert wurden. So hat beispielsweise eine Reihe internationaler Studien festgestellt, dass sowohl Wind- als auch Solarparks selbst lokale Klimaveränderungen verursachen. Windparks erhöhen die Temperatur des Bodens unter ihnen, und diese Erwärmung führt dazu, dass die Bodenmikroben mehr Kohlendioxid freisetzen. Es ist also eine Ironie, dass die Windenergie zwar die menschlichen „Kohlenstoffemissionen“ teilweise reduziert, aber gleichzeitig die „Kohlenstoffemissionen“ aus natürlichen Quellen erhöht.

Abbildungen: Die Fotografien zeigen zwei verschiedene Arten des „Sog-Effekts“ bei Offshore-Windparks vor der dänischen Küste. (a) Die Fotografie von Christian Steiness zeigt den Kielwassereffekt von kalter, feuchter Luft, die über eine wärmere Meeresoberfläche strömt, in Anlehnung an Abbildung 2 von Hasager et al. (2013), reproduziert unter der Creative-Commons-Urheberrechtslizenz CC BY 3.0. (b) Fotografie von Bel Air Aviation Denmark – Helicopter Services zeigt den Nachlaufeffekt von warmer, feuchter Luft, die über eine kühlere Meeresoberfläche strömt, nach Abbildung 2 von Hasager et al. (2017).  Reproduziert unter der Creative-Commons-Urheberrechtslizenz CC BY 4.0.

Grüne Energietechnologien erfordern im Vergleich zu Strom aus fossilen Brennstoffen eine 10-fache Steigerung der Gewinnung von Mineralien. In ähnlicher Weise würde der Ersatz von nur 50 Millionen der weltweit geschätzten 1,3 Milliarden Autos durch Elektrofahrzeuge mehr als eine Verdoppelung der weltweiten Jahresproduktion von Kobalt, Neodym und Lithium erfordern und mehr als die Hälfte der derzeitigen jährlichen Kupferproduktion der Welt in Anspruch nehmen.

Solar- und Windparks benötigen zudem die 100-fache Fläche der mit fossilen Brennstoffen erzeugten Elektrizität, und diese daraus resultierenden Landnutzungsänderungen können sich verheerend auf die biologische Vielfalt auswirken. Die Auswirkungen der Bioenergie auf die biologische Vielfalt sind noch schlimmer, und die verstärkte Nutzung von Nutzpflanzen wie Palmöl für Biokraftstoffe trägt schon jetzt zur Zerstörung von Regenwäldern und anderen natürlichen Lebensräumen bei.

Verwirrende finanzielle Auswirkungen

Überraschenderweise wurde mehr als die Hälfte (55%) aller weltweiten Klimaausgaben in den Jahren 2011 bis 2018 für Sonnen- und Windenergie ausgegeben – insgesamt 2 Billionen [2000 Milliarden] US-Dollar. Trotzdem produzierten Wind- und Solarenergie auch im Jahr 2018 nur 3% des Weltenergieverbrauchs, während die fossilen Brennstoffe (Öl, Kohle und Gas) zusammen 85% erzeugten. Dies wirft die drängende Frage auf, was es kosten würde, den Übergang zu 100% erneuerbaren Energien zu vollziehen, wie es einige Forscher vorschlagen.

Der Leittautor Coilín ÓhAiseadha sagt: „Es kostete die Welt 2 Billionen Dollar, den Anteil der durch Sonne und Wind erzeugten Energie von einem halben Prozent auf drei Prozent zu erhöhen, und es dauerte acht Jahre, um dies zu erreichen. Was würde es kosten, diesen Anteil auf 100% zu erhöhen? Und wie lange würde dies dann dauern?“

Welt-Energieverbrauch nach Energiearten, 2018. Daten von BP (2019)Welt-Energieverbrauch nach Energiearten, 2018. Daten von BP (2019)

Ungeheure technische Herausforderungen

Ingenieure wussten schon immer, dass große Solar- und Windparks vor dem so genannten „Intermittenz-Problem“ stehen. Im Gegensatz zu konventionellen Stromerzeugungsquellen, die kontinuierlich und zuverlässig rund um die Uhr auf Abruf Energie liefern, erzeugen Wind- und Solarparks nur dann Strom, wenn Wind oder Sonnenlicht vorhanden sind.

„Der Durchschnittshaushalt erwartet, dass seine Kühl- und Gefrierschränke ununterbrochen laufen und das Licht bei Bedarf ein- und ausgeschaltet werden kann. Wind- und Solar-Befürworter müssen anfangen zuzugeben, dass sie nicht in der Lage sind, diese Art von kontinuierlicher und bedarfsgerechter Stromversorgung auf nationaler Ebene, wie sie moderne Gesellschaften gewohnt sind, bereitzustellen“, sagt Dr. Ronan Connolly, Mitautor des neuen Berichts.

Das Problem lässt sich nicht so leicht durch großflächige Batteriespeicherung lösen, da dafür riesige Batterien erforderlich wären, die viele Hektar Land bedecken würden. Tesla hat eine große Batterie gebaut, um das Netz in Südaustralien zu stabilisieren. Sie hat eine Kapazität von 100 MW/129 MWh und bedeckt einen Hektar Land. In einem der in dieser neuen Studie überprüften Papiere wurde geschätzt, dass der kanadische Bundesstaat Alberta im Falle einer Umstellung von Kohle auf erneuerbare Energien mit Erdgas und Batteriespeicherung als Backup 100 dieser großen Batterien benötigen würde, um den Spitzenbedarf zu decken.

Einige Forscher haben vorgeschlagen, dass die Schwankungen in der Energieproduktion durch den Bau kontinentaler Stromübertragungsnetze ausgeglichen werden können, z.B. durch ein Netz, das Windparks in Nordwesteuropa mit Solarparks im Südosten verbindet, aber dies erfordert massive Investitionen. Es wird wahrscheinlich Engpässe schaffen, wenn die Kapazität der Verbindungsleitungen nicht ausreicht, und es beseitigt nicht die grundsätzliche Anfälligkeit für Flauten von Sonne und Wind, die tagelang anhalten können.

Schädigung der Ärmsten

Eine Reihe von Studien aus Europa, den USA und China zeigt, dass Kohlenstoffsteuern tendenziell die ärmsten Haushalte und Landbewohner am stärksten belasten.

Obwohl die Hauptmotivation für grüne Energiepolitik der Sorge um den Klimawandel geschuldet ist, wurden nur 5% der Klimaausgaben für die Anpassung an den Klimawandel aufgewendet. Zur Klimaanpassung gehört die Unterstützung von Entwicklungsländern bei der besseren Reaktion auf extreme Wetterereignisse wie Wirbelstürme. Die Notwendigkeit, eine Infrastruktur für die Klimaanpassung und Notfallsysteme aufzubauen, kann mit der Notwendigkeit, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, in Konflikt geraten, da fossile Brennstoffe im Allgemeinen die am leichtesten verfügbare Quelle billiger Energie für die Entwicklung sind.

In Bezug auf die indigenen Völker hebt der Report die Tatsache hervor, dass alle Energietechnologien schwerwiegende Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften haben können, insbesondere wenn sie nicht ordnungsgemäß angewendet werden. Der Kobaltbergbau, der für die Herstellung von Batterien für E-Fahrzeuge erforderlich ist, hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit von Frauen und Kindern in Bergbaugemeinden, wo der Abbau oft in unregulierten, kleinen, „handwerklichen“ Bergwerken erfolgt. Die Lithiumgewinnung, ebenfalls für die Herstellung von Batterien für E-Fahrzeuge erforderlich, erfordert große Mengen an Wasser und kann zu Umweltverschmutzung und Süßwasserknappheit in den örtlichen Gemeinden führen.

Leitautor Coilín ÓhAiseadha drückt es so aus: „Über den Konflikt zwischen dem Stamm der Standing Rock-Sioux und der Dakota Access-Pipeline wurde weltweit berichtet, aber wie steht es um die Auswirkungen des Kobaltabbaus auf die indigenen Völker in der Demokratischen Republik Kongo, und wie steht es um die Auswirkungen der Lithiumgewinnung auf die Völker der Atacama-Wüste? Erinnern Sie sich an den Slogan, den sie in Standing Rock skandierten? Mni Wiconi! Wasser ist Leben! Nun, das gilt unabhängig davon, ob Sie sich um die Standing Rock Sioux Sorgen machen, dass eine Ölpest den Fluss verschmutzt, oder ob Sie sich in der Atacama-Wüste Sorgen machen, dass der Lithiumabbau Ihr Grundwasser verschmutzt“.

Überblick der Studie

Die Rezension, am 16. September in einer Sonderausgabe der Zeitschrift Energies veröffentlicht, umfasst 39 Seiten mit 14 farbigen Abbildungen und zwei Tabellen, in denen die Aufschlüsselung der Ausgaben für den Klimawandel sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Energieformen – Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie, fossile Brennstoffe, Bioenergie, Gezeiten und Geothermie – detailliert dargestellt werden. Für die Überprüfung durchsuchten die Forscher akribisch Hunderte von Forschungspapieren, die in der gesamten englischsprachigen Welt veröffentlicht wurden, und zwar in einer Vielzahl von Bereichen, darunter Technik, Umwelt, Energie und Klimapolitik. Der Schlussbericht enthält Verweise auf 255 Forschungsarbeiten, die alle diese Bereiche abdecken, und er schließt mit einer Tabelle, in der die Vor- und Nachteile der verschiedenen Energietechnologien zusammengefasst sind. Die Mitglieder des Forschungsteams stammen aus der Republik Irland sowie aus Nordirland und den Vereinigten Staaten.

The review was published as an open-access peer-review paper and can be downloaded for free from the following URL: https://www.mdpi.com/1996-1073/13/18/4839 .

The full citation is as follows: ÓhAiseadha, C.; Quinn, G.; Connolly, R.; Connolly, M.; Soon, W. Energy and Climate Policy—An Evaluation of Global Climate Change Expenditure 2011–2018. Energies 2020, 13, 4839.

Funding: C.Ó., G.Q., and M.C. received no external funding for works on this paper. R.C. and W.S. received financial support from the Center for Environmental Research and Earth Sciences (CERES), while carrying out the research for this paper. The aim of CERES is to promote open-minded and independent scientific inquiry. For this reason, donors to CERES are strictly required not to attempt to influence either the research directions or the findings of CERES. Readers interested in supporting CERES can find details at  Link.

Link: https://www.ceres-science.com/content/Renewables.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Wahl zwischen Kohlenstoff und Silikon

Die Präsidentschafts- und Abwärtswahlen 2020, sollten die Demokraten als Sieger hervorgehen, werden diesen Ansturm auf eine vollelektrische Gesellschaft mit wenigen Ausnahmen zweifellos beschleunigen. Während einige eine rosige Zukunft vorhersagen, sind andere nicht so sicher. So werden sich die Amerikaner in wenigen Tagen entscheiden, ob sie ihre komfortable, auf Kkohlenstoff basierende Welt aufgeben und ihre Zukunft der bevorzugten Wind- und Solarzukunft des Silicon Valley anvertrauen wollen.

Auf einer breiteren Ebene besteht der Gegensatz nicht zwischen „alter, schmutziger“ bzw. „neuer, sauberer“ Energie. Die hochtechnologischen Herren der Sonne und des Windes sehen die Menschheit ganz anders als die Generationen, welche die feudalen Aristokratien stürzten und eine industrielle Revolution hervorbrachten. Diese Gesellschaft erweckte das Interesse an der Befreiung des Menschen von unterdrückenden Monarchen, die sich selbst bereicherten. Sie verfasste eine Menschenrechts-Erklärung [Bill of Rights] in einer Form, dass keine Regierung es wagt, dagegen zu verstoßen.

Die neuen Technologielords haben (selbst in Zeiten einer Pandemie) ein seltsames Vermögen angehäuft und praktisch ein Vetorecht über alle Vorstellungen oder Entwicklungen, die nicht ihren Interessen dienen. Sollten sich ihre Kandidaten im November durchsetzen, werden die USA – und die ganze Welt – all ihre Freiheiten eingebüßt haben und am Ende dessen angelangt sein, was Friedrich Hayek „Der Weg zur Leibeigenschaft“ nannte.

Wahlen haben Konsequenzen“

Wie Travis Hoium im Jahre 2017 berichtete, treibt das Silicon Valley die Revolution der erneuerbaren Energien und damit den Vorstoß zur „Dekarbonisierung“ voran. Ihr Bannerträger ist, wie Nish Acharya in Forbes berichtete, nicht das Relikt Joe Biden aus dem 20. Jahrhundert, sondern die Vize-Präsidentschaftskandidatin (die schnell aufsteigen könnte) Kamala Harris.

Acharya, ein leitendes Mitglied des Center for American Progress, sagt, dass Harris „die Bay Area und das Silicon Valley auf eine Weise versteht, wie es nur wenige nationale Politiker könnten…. Sie versteht [und billigt, wie wir glauben,] ihre außerordentliche Macht, transformative Technologien zu schaffen, und ihre gefühllose Missachtung der Art und Weise, wie diese Technologien die Gesellschaft und die menschliche Existenz beeinflussen“.

[Hervorhebung im Original]

Diese gefühllose Missachtung wurde von der Kandidatin der Demokratischen Partei im Jahre 2016, welche die 60 Millionen, die gegen sie stimmten, als „hoffnungslos bedauernswert“ bezeichnete, gut zum Ausdruck gebracht. Diese Ansicht wurde anscheinend von Vielen im offiziellen Washington geteilt. Der Internal Revenue Service erlangte vor einem Jahrzehnt Berühmtheit dafür, dass er konservative gemeinnützige Organisationen ins Visier nahm, um ihren Status als gemeinnützige Organisationen zu verzögern oder sogar zu leugnen.

Generalstaatsanwalt Jeff Sessions räumte ein, es sei „klar“, dass die Obama-Steuerbehörde „unangemessene Kriterien für die Prüfung von Anträgen konservativer Gruppen auf Steuerbefreiung anwendet“. Doch trotz mehrfacher Untersuchungen und Klagen erhob die Trump-Regierung niemals Strafanzeige gegen abtrünnige IRS-Beamte.

Tote reden nicht“

Vielleicht ermutigt durch diese Unfähigkeit, begannen die Social-Media-Giganten, zusammen mit dem fast monopolistischen Suchmaschinengiganten Alphabet, Inc. (dem Google und YouTube gehören), Data Mining einzusetzen, um Profile zu erstellen und zu manipulieren, was die Nutzer zu sehen bekommen. Sie begannen auch, Gedanken, Einzelpersonen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und andere zu zensieren, deren Ansichten ihre „Faktenprüfer“ für anstößig hielten – durch sich ständig ändernde, unveröffentlichte Standards.

Summit News berichtete im Juli, dass Google Search zahlreiche große konservative Websites – darunter Breitbart, The Daily Caller, Infowars, Human Events, Red State und viele andere – auf eine schwarze Liste gesetzt hatte, indem sie sie aus den Ergebnissen einer anscheinend umfangreichen neuen Zensurbereinigung entfernt hatte.

YouTube hat seit mehreren Jahren Videos des jüdischen Kommentators Dennis Prager wegen verschiedener Verstöße gegen seine „Standards“ gesperrt. Unter Amerikas verworrenem Rechtsrahmen ist die Plattform trotz der Prahlerei, dass „jeder eine Stimme verdient“, ein privates Forum und „kein staatlicher Akteur“, der dem Ersten Verfassungszusatz unterliegt. Die Amerikaner haben erst vor kurzem erfahren, dass das, was sie für ein „freies“ Internet hielten, sowie „öffentliche“ Foren weder frei noch öffentlich sind.

Diese selbsternannten absolut Unfehlbaren haben bei der Zensur von Informationen über das COVID-19-Virus durchgedreht. Das Wall Street Journal erhob Widerspruch gegen die abrupte Entscheidung von YouTube, ein 50-minütiges Video mit dem Neuroradiologen Dr. Scott Atlas von der Hoover Institution zu entfernen, das stichhaltige Beweise dafür enthielt, dass strenge Coronavirus-Sperren soziale Schäden verursachen – ohne etwas zu erreichen.*

[*Während nur fünf Tagen unterzeichneten über 14.000 Wissenschaftler und Mediziner und über 100.000 Einzelpersonen eine Petition gegen die Sperrmaßnahmen von COVID 19 … und erklärten, dass diese „irreparable Schäden“ verursachen.]

Twitter und Facebook haben sogar den Präsidenten zensiert!

Auch Social-Media-Websites, Netzwerknachrichten und linke Politiker haben Klima-Realisten zensiert. James Hansen von der NASA, dessen üppiges Gehalt von den Steuerzahlern bezahlt wird, forderte die strafrechtliche Verfolgung von Klimaskeptikern wegen „schwerer Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Robert F. Kennedy jr. sagte, die Unfehlbarkeit des IPCC anzuzweifeln, sei „Hochverrat, und wir müssen anfangen, diese Leute als Verräter zu behandeln“.

Auch CFACT war ein Ziel der Zensur. Seine beiden Climate Hustle-Filme wurden von YouTube und Amazon Prime Video indiziert. Twitter hat sogar das Konto von CFACT deaktiviert. Marc Morano von Climate Depot warnt [falls sich die Silicon Lords durchsetzen sollten] vor einem kommenden „Climate Lockdown“, bei dem „unser Leben von namenlosen, gesichtslosen Bürokraten regiert werden wird … für ‚unsere Sicherheit und zum Wohle des Planeten’“.

Diese erste Silizium-gegen-Kohlenstoff-Wahl ist auch in finanzieller Hinsicht rekordverdächtig. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass die Ausgaben für die verschiedenen Kampagnen im Jahr 2020 bei ELF MILLIARDEN DOLLAR liegen werden. Die Einsätze sind hoch. Die Zukunft Amerikas – und des Planeten – steht zur Wahl. Die Medien sind zu einem Sirenenchor geworden, der ein einziges Ergebnis fordert: Schaffen Sie den Orange Monkey* (und auch all die unrettbaren Bedauernswerten) weg, die sich in unsere Pläne einmischen.

[*Der Suchbegriff Orange Monkey liefert als Antwort eine Musik-Band. Wie dieser Terminus in diesem Zusammenhang hier zu lesen ist, konnte nicht herausgefunden werden. Anm. d. Übers.]

Packt nicht alle Eier in nur einen Korb!“

Gerüchten zufolge hat es Don Quijote zuerst gesagt. Das Free Dictionary definiert diese Redewendung so: „seine gesamte Energie oder Ressourcen in ein einziges Unternehmen, eine einzige Gelegenheit oder ein einziges Ziel zu investieren, zu widmen oder einzusetzen, in der Regel auf die Gefahr hin, alles zu verlieren, falls diese Sache scheitert oder nicht zum Erfolg führt“.

Cervantes‘ Komödien-Charakter (der gegen Windmühlen kämpft) illustriert sehr gut den reinen Wind- und Sonnen-Trottel, der rasend durch die westliche Gesellschaft fegt (aber nicht Indien, China, Russland oder dem in vielen Gebieten stromfreien Afrika). Die Technologie-Milliardäre haben Kamala Harris als ihre moderne Heilige Georgina gewählt, um endlich den feuerspeienden Kohlenstoff-Drachen zu töten.

Aber selbst angesichts der Macht – können sie Erfolg haben? Kalifornien und Hawaii haben beide den Weg zu 100 Prozent erneuerbarer Energie bis 2045 eingeschlagen, während 80 britische Städte und Gemeinden sich rühmen, bis 2050 kohlenstofffrei zu sein. Harris-Biden verspricht die kohlenstofffreie Welt des Green New Deal nach kalifornischem Vorbild. Können Wind und Sonne in 25 Jahren ALLE konventionellen Energien der Welt ersetzen?

Oder ist das nicht ihre eigentliche Absicht? Ihre Maschinen und ihre Roboter könnten für die Schönen Menschen ausreichen – nur nicht für eine weitaus größere Gruppe von „hoffnungslos Bedauernswerten“.

Die dunklen Lords von Silicon Valley spucken rücksichts- und gefühllos auf die Presse-, Rede-, Versammlungs- und Religionsfreiheit, auf das Recht, Waffen zu tragen, und jeden anderen Grundsatz der Bill of Rights. Was lässt jemanden glauben, dass sie menschliches Leben überhaupt schätzen?

Noch gestern spielten Kinder im Freien, lernten die Natur kennen und hofften auf ihre Zukunft. Heute sind sogar ihre Schulen glorifizierte X-Box-Bildschirme, und sie zucken zusammen, wenn maskierte „Eindringlinge“ in ihre „heiligen Räume“ eindringen. Die virtuelle Realität wird schnell schwarz, wenn der Strom ausfällt.

Und das wird sie auch.

Wenn sie gewinnen.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.

Link: https://www.cfact.org/2020/10/10/the-carbon-vs-silicon-election/

Übersetzt von Chris Frey EIKE.

[Wem jetzt auch bei uns immer noch kein Licht aufgeht, dem ist nicht zu helfen. Nur leider steht zu befürchten, dass … Anm. d. Übers.]