Kann es sein, dass Corona nicht nur die Lunge, sondern bei Politikern auch das Hirn massiv angreift?

Viel Corona-Hysterie, nur: Schlimme Auswirkungen sind nicht zu finden

Im Stadtrat von Fürth soll es hitzige Diskussionen wegen des von oben verordneten Corona-Lockdowns gegeben haben. Der (SPD-) Bürgermeister meinte, nachdem es im städtischen Klinikum aktuell nicht einen Corona-Behandlungsfall gibt, könne das Problem bei Weitem nicht so groß sein, wie überall berichtet und man dürfe das lokale Geschehen nicht ignorieren: Zeitungsbericht: Auf der Intensivstation des Fürther Klinikums liegt kein einziger Covid-19 Patient. Auf den Normalstationen seien es neun, die aber wegen anderer Krankheiten behandelt werden – dass sie mit Corona infiziert sind, sei bei Routineuntersuchungen festgestellt worden.

Allerdings ist der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende vom SPD-Kreisverband Fürth völlig anderer Meinung:
… Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Horst Arnold und die SPD-Landtagsfraktion unterstützen die gestern im Bund und heute (29.10.) im bayerischen Kabinett vorgestellten Maßnahmen für einen Teil-Lockdown. „Wir müssen angesichts der stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen gegensteuern. Jede Infektion, die wir verhindern, kann Leben retten. Dafür ist aus meiner Sicht der zeitlich begrenzte Verzicht auf viele Kontakte und Freizeitaktivitäten zumutbar.

Ein vom kommenden Lockdown als Gastronom direkt betroffener Stadtrat der GRÜNEN nannte den Lockdown grotesk, was aber die Einzelmeinung eines Betroffenen sein könnte,

Bild 1 GRÜNE Kreisverband Nürnberg

die Linken wiederum verwiesen auf die immer weiter steigenden Fallzahlen und finden den verordneten Lockdown wohl gut. Von der AfD im Stadtrat berichtet die Lokalzeitung nichts. Eher würde sich die Redaktion da die Hand abhacken:

Bild 2 Tweet von einem AfD-Stadtratsmitglied Fürth (28.10.2020)

Am gleichen Tag in der gleichen Zeitungsausgabe im Politikteil las sich die Info des Fürther Bürgermeisters etwas anders. Da wurden aus den Personen: … die aber wegen anderer Krankheiten behandelt werden – dass sie mit Corona infiziert sind, sei bei Routineuntersuchungen festgestellt worden
auf einmal „Coronapatienten“: .
.. Im Klinikum Fürth werden zwar gerade neun Patienten behandelt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben
Ansonsten konnte der Redakteur aber außer einem alarmistische Vorhersehungen berichtenden Klinikarzt auch nichts Coronaschlimmes im Umland finden:
… Trotzdem sagte der Nürnberger Oberarzt Dr. Stefan John (Klinikum Nürnberg): „Bundesweite Rechenmodelle rechnen mit sehr hohen Zahlen für den Dezember“ … Im Klinikum Fürth werden zwar gerade neun Patienten behandelt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, doch keiner von ihnen liegt auf der Intensivstation … in der Region betreibt die Diakonie mehrere Kliniken, etwa die Klinik Schwabach. In den Kliniken liegt keiner der Patienten auf der Intensivstation.

Die Coronadaten der Stadt Fürth

Wieder vorab das übliche Lamento: Auch in Fürth liefert das örtliche Gesundheitsamt einen Viewer im Web mit vielen schönen Grafiken. Wer mit den schönen Bildern jedoch nicht zufrieden ist, muss sich zur eigenen Auswertung die Daten abtippen, da die dort in Menüs angegebenen Ausleitbutten nicht funktionieren.

Bild 4 Stadt Fürth Coronadaten. Quelle: corona-fallzahlen.landkreis-fuerth.de

(Nur) Beim etwas genauerem Betrachten fällt in dieser Grafik auf, dass die Anzahl Todesfälle seit Ende Mai praktisch gleich bleiben. Komischer Weise sind in dieser Hauptgrafik der Viewerseite die Gesundeten stark hervorgehoben, obwohl diese praktisch nichts aussagen.

Auf der Homepage der Stadt kann man ebenfalls Zahlen zu Corona finden. Wer mit dieser Tabelle wirklich schlau wird, sei begrüßt, schnellen „Durchblick“ zu vermitteln, scheint aber auch nicht der Sinn dieser Tabelle zu sein.

Bild 5 Stadt Fürth, Corona-Info auf der Stadt-Homepage

Es gibt im WEB aber viele Seiten und auf irgendeiner findet sich nach mehr oder weniger Suchen dann konzentrierte Information, wie zum Beispiel die Mortalität von 4,4 % (gut, die könnte man mit den Daten der Tabelle Bild 5 notfalls auch selbst ausrechnen):

Bild 6 Stadt Fürth Corona-Angaben. Quelle: corona in zahlen – landkreise

Auf dieser Infoseite kommen noch weitere Grafiken der Infektionen:

Bild 7 Stadt Fürth, Verlauf Anzahl Infektionen. Quelle: corona in zahlen – landkreise

Und eine zum zeitlichen Verlauf der Corona-Todesfälle:

Bild 8 Stadt Fürth, Verlauf der Corona-Todesfälle. Quelle: corona in zahlen – landkreise

Recht interessant ist die Aufschlüsselung der bisherigen Todesfälle nach Altersgruppen:

Bild 9 Stadt Fürth, Altersbezug der Corona-Verstorbenen. Quelle: corona in zahlen – landkreise

Was können uns diese Zahlen „sagen“?

Zuerst einmal: Nach diesen Angaben ist die kleine Stadt recht schlimm von Corona betroffen. Eine Mortalitätsrate von 4,44 % ist fast doppelt so hoch wie der gesamtdeutsche und auch weit höher als der Bayerische Mortalitätswert (3 %).

Was macht Fürth nun falsch und warum „jammert“ deren Bürgermeister wegen des Lockdowns?

Bild 8 gibt den Hinweis. Seit Anfang Mai steigen zwar die Fallzahlen, es gibt aber trotz deren enormem Ansteigen keine weiteren Verstorbenen mehr!

Die Grafik etwas aufbereitet weist darauf hin: Seit Mai nimmt die Mortalitätsrate ab (in der Grafik ca. doppelt so hoch, da auf die Anzahl erkrankter (und nicht Anzahl Infizierte) bezogen.

Bild 10 Coronadaten Fürth. Verlauf Erkrankte (kumuliert) und Mortalitätsrate. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: corona-fallzahlen.landkreis-fuerth.de

In der folgenden Grafik sieht man es dann überdeutlich.

Bild 11 Coronadaten Fürth. Verlauf Erkrankte und Todesfälle. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: corona-fallzahlen.landkreis-fuerth.de

Und nun erkennt man, wie mit den Infektionszahlen und der pauschalen Mortalitätsrate geradezu betrogen und Hysterie geschürt wird:

Zuerst schüren die Infektionszahlen die „gewünschte“ Hysterie:

Bild 12 Stadt Fürth, Infektionszahl. Quelle: corona in zahlen – landkreise

Und dazu die Meldung eines Mortalitätswertes von 4,44 % (Bild 8), (da diese in Wirklichkeit auf die ca. 400 Infektionsfälle und damals 38 Verstorbene bis Mai bezogen ist, bezogen auf Erkrankte fast 10 %) der sich auf den Anfangszeitraum bezog und seit Mitte Juni durchgängig nur noch 0 % hoch ist.

So wir unterschlagen:
– dass am Anfang der „Pandemie“ bis zum 15. Juni bei 241 Erkrankten (ca. 400 gemeldete Fälle) 38 gemeldete Todesfälle auftraten,
– seit dem 16. Juni bis zum 29. Oktober bei neuen, ebenfalls 240 Erkrankten (oder ca. 400 neu gemeldeten Fällen) jedoch bisher kein weiterer Todesfall!

Irgend etwas muss sich in Fürth und dessen Landkreis seit dem Frühjahr bezüglich „Corona“ also mehr als drastisch verbessert haben und zeigt, dass „Corona“ sehr gut „in den Griff“ zu bekommen ist. Nur interessiert das unsere Politiker nicht im Geringsten, wie deren Reaktionen (schließlich haben diese den gleichen, einfachen Zugriff auf die Daten) zeigen, bis auf den Fürther Bürgermeister, der es aber nicht zu argumentieren schafft.

Neben der seit vier Monaten trotz hoher Fallzahlen auf „0“ gesunkenen Mortalität ist auch die Mortalitätsverteilung zu beachten:
– unter 60 Jahre gab es über die gesamte Zeitdauer keinen Todesfall,
– von 60 – 80 waren es 10 und
– erst ab 80 Jahre fängt eine Mortalitäts-Betroffenheit mit 28 Fällen wirklich an

Folgerung aus den Daten der letzten vier Monate

Nach dieser Analyse gibt es nur eine Feststellung:
– die gesamte Bevölkerung vollständig auszusperren, weil über 80-Jährige
(die man leicht gezielt schützen könnte) betroffen sein können,
– einen pauschalen Lockdown anzuordnen, obwohl lokal seit vielen Monaten „Öffnung“ überhaupt nichts Schlimmes geschieht,
– und es offensichtlich sehr effektive Maßnahmen gibt, die negative Auswirkungen konsequent eindämmen,

ist reinster Irrsinn, wie er nur von einer durch die als unfehlbar erklärte Merkel-degenerierten Politikerclique (und dem Merkel in den Hintern kriechendem) Söder einfallen kann (lokale Politiker und die Redaktion Nordbayerischen Nachrichten leider mit eingeschlossen).

Jeder nur halbwegs Vernünftige würde die lokal und anscheinend auch im Landkreis schon fast perfekt wirkenden Maßnahmen analysieren und (mit Verstand) versuchen, vorsichtshalber die Infektionswerte etwas einzudämmen – aber niemals einen Anlass ableiten, in einer solchen Umgebung aus reiner Machtgier einen völlig unnötigen Lockdown zu verhängen.
Das ist nicht nur die Meinung des Autors:
Achgut 28.10.2020: Kassenärzte und Virologen fordern Corona-Strategiewechsel
Achgut 30.10.2020: Neue RKI Zahlen: Wo ist der Notstand?

Doch was fällt Herrn Söder dazu ein (29.10.2020): München (Reuters) – Bayern will die von Bund und Ländern beschlossenen Kontakteinschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch in Privatwohnungen durchsetzen.

Gibt es dagegen wirkliche Opposition? Nicht in Sicht.
Herr Kubicki hat es wenigstens über Twitter versucht. Der Shitstorm ist enorm: news.de: Wolfgang Kubicki in Corona-News„#HaltDieFresseKubicki!“ Twitter beschimpft FDP-Politiker als „Deppen“
Während die Kanzlerin die Infektionszahlen niedrig halten möchte, nannte Wolfgang Kubick die Merkel-Ansprache eine „Verzweiflungstat“. Der FDP-Politiker ruft die Bürger dazu auf, das zu tun, was sie für richtig halten. Dafür erntete er einen heftigen Shitstorm.

Der CDU-Fraktionschef Brinkhaus glänzte mit Unterwürfigkeit seiner Herrin gegenüber:
Tichys Einblick 29. 10.2020: Pandemie-Debatte zwischen Selbstgewissheit und Panik … Die pandemischen Maßnahmen als Aktionismus zu bezeichnen, dafür hätte sich die FDP zu früheren Zeiten „geschämt“, meint Brinkhaus.

Politiker-Hörigkeit geht über alles

Das kleine bisschen Mut zur oppositionellen Haltung hat die Stadtratspolitiker von Fürth schon am nächsten Tag wieder verlassen.

Die Zeitung berichtet: (Grünen-Stadtrat) ... berichtete, er habe seine Kritik am bevorstehenden Lockdown in der jüngsten Stadtratsdebatte auf auf die Folgen für Kultur und Gastronomie bezogen – nicht auf die Gesamtmaßnahmen. Auch habe er zuletzt sehr wohl Zahlen gesehen, die es rechtfertigen, den Lockdown zu erwägen ...
Der Bürgermeister: Fürth wird kein Widerstandsnest: Oberbürgermeister T. Jung äußert Kritik, betont aber, die Stadt werde die neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie sehr wohl umsetzen. Jung: „Wir werden in Fürth selbstverständlich alles vollziehen, was Bayern und der Bund beschließen“.

Seit dem „Merkelzeitalter“ interessieren wirklich Daten nicht und Institute die (da fördermittelabhängig) auch vorbeugend das Gewünschte bestätigen, finden sich immer.
Söder: Zeitungsartikel: „Außer Kontrolle“; „ … Sie scheint außer Kontrolle zu geraten … die Zahlen der Intensivpatienten hat sich in neun Tagen verdoppelt. Es gebe Regionen in Bayern, in denen die Intensivbetten knapp werden … Söder zitiert die großen Forschungsinstitute von Fraunhofer bis Leopoldina, die einen gemeinsamen, dringenden Appell an die Politik gerichtet und drastische Schritte gegen die Pandemie gefordert haben …
Warum zitiert Söder nicht auch die andere Meinung: Auchgut 28.10.2020: Kassenärzte und Virologen fordern Corona-Strategiewechsel
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Ärzte und Wissenschaftler haben ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Sie empfehlen eine Änderung der Corona-Strategie, eine Abkehr vom Lockdown-Kurs und die Lagebewertung anhand anderer Zahlen, berichtet u.a. 
aerztezeitung.de.

Bild 13 Stand 29.10.2020 Quelle: DIVI Intensivregister

Nun noch aktuelle, globale Zahlen die angeblich „ … es rechtfertigen, den Lockdown zu erwägen … :

Bild 14 Stand 29.10.2020 Quelle: DIVI Intensivregister

Bild 15 Stand 29.10.2020 Quelle: DIVI Intensivregister

Nun nochmals Grafiken zu Fürth:

Bild 16 Tägliche Fallzahlen Fürth: Corona-Todesfälle, alle Todesfälle (aus dem Werte Bayern 2018 auf Fürth heruntergerechnet)

Bild 17 Ab dem 30.03. (erster Corona-Todesfall in Fürth) kumulierte Fallzahlen Fürth: Corona-Todesfälle, alle Todesfälle (aus dem Werte Bayern 2018 auf Fürth heruntergerechnet)

Das gilt nicht nur für Fürth.
Auf Achgut hat ein fleissiger Autor eine ähnliche Betrachtung für das Bundesland Sachsen duchgeführt. Er kommt zu ähnlichen Aussagen:
achgut 31.10.2020: Sächsischer Corona-Zahlensalat?

Anhand solcher Zahlen über die „Corona-Pandemie“ kann sich nun jeder selbst Gedanken machen, ob unsere Politiker mit Besinnung oder doch eher besinnungslos „lenken“.




Offener Brief an Professor Harald Lesch, bezüglich seines „CO2-Experiments“ am Ende der Terra-X Sendung vom 18. Oktober 2020 im ZDF

Jean-Baptiste Joseph Fourier war der Erste, der 1827 eine Erwärmung der Atmosphäre durch CO2 postulierte. Viele Jahre später glaubten Hoimar von Ditfurth (2), Albert Arnold „Al“ Gore und Volker Quaschning, dass sie die Fourier-These experimentell nachgewiesen haben, da sie eine beträchtliche Lufterwärmung bei verschiedenen CO2-Experimenten beobachteten. Eine sorgfältige Überprüfung ihrer Experimente zeigte aber, dass hierbei die Öffentlichkeit manipuliert und getäuscht wurde, ebenso, Herr Kollege Lesch, wie in Ihrem Terra-X „Experiment“. Die Temperaturerhöhungen werden nämlich nicht durch einen „CO2-Treibhauseffekt“, sondern durch die Abnahme der Wärmeleitung verursacht. Besonders starke Effekte erhält man, wenn CO2, das schwerer ist als Luft, wie in Ihrem „Experiment“ als „Gas-See“ unter eine Luftschicht eingeleitet wird. Werden aber, wie in der Atmosphäre üblich, Luft und CO2 gleichmäßig vermischt, bleibt die Erwärmung aus und unter besonderen Umständen kann sogar eine Abkühlung auftreten.

Ein Labor-Experiment, wonach CO2 angeblich die Atmosphäre aufheizt, hat bis heute viel Aufmerksamkeit gefunden und hat zu einer erheblichen Verwirrung geführt. Alles begann mit einem Video vom 21.09.2011 mit Al Gores Mitarbeiter Bill Nye als Erzähler (3). Der Moderator erklärt, dass die Luft-Temperatur ansteigt, wenn man CO2 in einer, von außen beleuchteten, gläsernen Dose einleitet. Dieses Video war von Anfang an heftig umstritten. Anthony Watts, der aufwendig versuchte, das nur mangelhaft beschriebene Experiment nachzumachen, fand keine Erwärmung, sondern sogar eine geringe Abkühlung (4). In der Folge berichteten verschiedene Klima-Wissenschaftler, dass auch sie bei ähnlichem Versuchsaufbau keine Erwärmung gefunden hätten (5).

Dr. Michael Schnell machte ein Kontrollexperiment mit Argon, einem Infrarot-inaktiven Gas, das – im Gegensatz zu CO2weder Wärmestrahlung absorbieren noch emittieren kann (6). Wenn COund Argon den gleichen Erwärmungs-Effekt zeigen, muss man die Ursache außerhalb der Wärmestrahlung suchen. Schwere Gase haben eine kleinere spezifische Wärmeleitfähigkeit als Luft. Werden diese Gase in die Röhre eingeleitet, verringern sie den Wärmestrom innerhalb der Apparatur. Die schweren Gase wirken wie eine Isolierschicht. Somit lässt sich feststellen: Das Ditfurth-Experiment, wie auch Ihr Terra-X Experiment, zeigt nicht den Treibhauseffekt, sondern ist ein Phänomen schwerer Gase.

Diese erste Erkenntnis bestätigt die Skepsis von Helmut Krebs und Anthony Watts, die an den Ditfurth- und Al Gore-Experimenten, als Beweis des CO2-Treibhauseffektes, gezweifelt hatten (7).

Was sagt nun die Fachwelt zu Ihrem Terra-X „Experiment“? Wir haben nachfolgend einige Kommentare aufgeführt:

„Professor Lesch versucht einen spektroskopischen Effekt, nämlich die Wechselwirkung eines Infrarot(IR)-aktiven Gases (CO2) in der komplexen, zum Weltraum offenen Atmosphäre durch ein Experiment mit einer geschlossenen Dose zu simulieren. Damit ist Herr Lesch als „Magier“ auf jedem Jahrmarkt bestimmt eine Bereicherung, für die Physik ist er eine Schande.“

„Prof. Lesch müsste sich in Grund und Boden schämen, dass er solch eine Spielerei als Experiment bezeichnet. Ohne genormte Gerätschaften, genau abgewogene Reagenzien und geeichte Messinstrumente hätte er sich weigern sollen, solch eine Szene überhaupt abzudrehen.“

„Versuche der hier in Frage stehenden Art werden in jedem Anfängerpraktikum in Physikalischer Chemie durchgeführt. Der Versuchsaufbau ist derartig unsystematisch und jeglicher Laborpraxis widersprechend, dass Lesch zu meiner Zeit aus dem Praktikum geflogen wäre mit dem Rat, doch was sinn-volles wie Sozialpädagogik zu studieren. Dabei sollte man auch einmal berücksichtigen, dass Lesch als Hochschulprofessor das Equipment im Laborschrank hat, so einen Versuch wissenschaftlich halbwegs seriös aufzubauen. Warum also diese mehr als peinliche Scharlatanerie?“

Die Kölner Produktionsfirma der Terra-X Sendung berichtete bezüglich des Experiments: „Das Experiment wurde entwickelt im Rahmen eines sogenannten Klimakoffers. Der Klimakoffer ist als Lehr- und Lernmaterial gedacht für den Unterricht an Schulen (8). Bei solchem Unsinn als Lehrmaterial erklären sich die schwachen Noten unserer Schüler bei den PISA-Untersuchungen!

Mehrere Kommentare befassten sich mit der Tatsache, dass ein Kontrollversuch fehlte. Eine Grundvoraussetzung für „sauberes wissenschaftliches Arbeiten“ (Originalton Harald Lesch).

„Wenn Harald Lesch und auch Dirk Steffens wirklich seriöse Wissenschaftler wären, dann hätten sie ihre eigene Forderung nach „sauberem wissenschaftlichen Arbeiten“ erfüllt und hätten in der ZDF-Sendung ein wissenschaftlich-notwendiges Kontroll-Experiment durchgeführt, mit dem sie hätten überprüfen können, ob so ein behaupteter Erwärmungseffekt bei gleichem Versuchsaufbau auch bei Einleitung anderer Gase auftritt. Aber so ein Experiment wurde nicht gemacht, denn dann wäre ja der ganze CO2-Erwärmungs-Schwindel aufgeflogen.“

„Die gezeigte Temperatursteigerung fände auch statt, wenn jedes andere Gas in die Rohre eingeführt worden wäre. Die Temperatursteigerung geschieht nämlich nicht durch das eingelassene Gas, sondern durch die feste Ummantelung der Röhre, die einen Luftaustausch (Konvektion) verhindert. Das ist der ganze „Trick“, mit dem die Klima(folgen)forscher seit Jahrzehnten die Öffentlichkeit täuschen.“
„Ich verstehe den Versuch nicht ganz: Ich frage Herrn Lesch: Wo ist der Luftaustritt für die verdrängte Luftmenge, die durch das einströmende CO2 ersetzt werden soll? Falls nicht vorhanden, dann braucht der Versuch noch ein Manometer zur Druckanzeige. Frage: Sind etwa die beiden Plastikfolien zunächst dicht verschlossen festsitzend auf der Dose? Das durch die Reaktion beim Versuchsstart entstandene CO2 erzeugt einen Überdruck im System. Wo ist die Öffnung, damit Luft die Dose verlassen kann? Ansonsten erwärmt sich die Luft im Schlauch und in der Dose sehr rasch aufgrund des Überdruckes. Wäre es so wie ich vermute, dann käme bei dieser Reaktion gar kein CO2 bis in die Dose, denn der in der Dose herrschende Überdruck würde dies verhindern. Deswegen braucht der Versuch neben dem Manometer auch noch ein CO2-Messgerät im Innern der Dose. Ich nehme an, es kommt überhaupt kein CO2 über den Schlauch in die Dose.“

„So wie ich den Versuch verstehe, erfolgt kurzzeitig eine Erwärmung nach Versuchsbeginn aufgrund des Überdruckes im Gesamtsystem, gemessen wird die Temperatur des Überdruckes der Luft in der Dose. Auffallend ist auch, dass der Versuch gleich nach wenigen Sekunden abgebrochen wurde. Weshalb, frage ich? Ein Experiment muss abgeschlossen sein, um Rückschlüsse ziehen zu können. Es ist erst dann abgeschlossen, wenn sich keine Veränderungen mehr zeigen. Entweicht etwa nach einigen Sekunden der erzeugte Überdruck und damit sinkt die Temperatur genauso schlagartig wieder?“

„Lesch ist bekennender Sonnen-Leugner. Das trat auch in der besagten Terra-X Sendung wieder zutage. Er behauptet, die Sonne hätte mit der Erderwärmung nichts zu tun und zeigt als Beweis ein Diagramm in welchem die Skala für die Erdtemperatur gedehnt, die Skala für die Sonnenaktivität aber gestaucht ist (Abb. 1):

Abb. 1: Der Screenshot aus der Terra-X Sendung vom 18.10.2020 im ZDF zeigt die Sonnenaktivität in einer ungeeigneten gestauchten Skala

Deshalb sieht es so aus als ob die Sonnenaktivität seit 1880 unverändert ist, die Temperatur jedoch ansteigt.

Dieser „Trick“, der eines Wissenschaftlers unwürdig ist, wird in der nachfolgenden Abbildung 2 entlarvt. Sie entspricht der Abbildung 14 aus dem Buch „Unerwünschte Wahrheiten“ von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning (9) und zeigt beispielhaft, wie man durch Dehnung oder Stauchung der Skala den jeweils gewünschten Eindruck erwecken kann. Das gut skalierte Diagramm (obere Grafik der Abbildung 2) zeigt den Anstieg der Sonnenaktivität (rote Kurve) von 1910 bis etwa 1955, der mit einem Anstieg der globalen Temperatur (graue Kurve) einherging. Danach verringerte sich die Aktivität der Sonne bis 1965, was mit einem Abfall der globalen Temperaturen einherging. Danach stieg die Sonnenaktivität bis 1980 wieder an und blieb bis 1995 auf diesem erhöhten Niveau. Parallel hierzu stieg auch die globale Temperatur an.

Dieselben Daten sind in der mittleren Grafik der Abbildung 2 in eine ungeeignete (gestauchte) Skala der Sonnenaktivität eingetragen. Bei dieser Skala sieht es so aus, als ob sich die Sonnenaktivität von 1910 bis 2010 nicht verändert hätte. Mit dieser ungeeigneten Skala versucht Harald Lesch seit Jahren den Einfluss der Sonne auf die globale Temperatur klein zu reden.

Abb. 2: Entwicklung der globalen Temperatur (grau) des CO2 (blau) und der Sonnenaktivität (rot) während der vergangenen 100 Jahre. Diagramm aus (9)

Würde man die CO2-Konzentration in eine gestauchte Skala eintragen, dann sähe es so aus, als ob sich die CO2-Konzentrationen der Erdatmosphäre von 1900 bis 2020 überhaupt nicht verändert hätten (untere Grafik der Abb. 2). Und solche Tricksereien nennt Harald Lesch „sauberes wissenschaftliches Arbeiten“!!!“

„Natürlich ist das kein Versuch zum Treibhauseffekt, denn in dieser kurzen Zeit enthält die Dose noch gar kein CO2, egal ob beim Schlaucheinlass eine Öffnung für den Überdruck ist oder nicht. Nach einigen Sekunden ist nämlich noch alles im Erlenmeyerkolben entstandene CO2 Gas in diesem drin, das meiste sogar noch in der wässrigen Flüssigkeit H20. Sicher ist nur eins, sollte der Einlass Schlauch-Dose luftdicht sein, d.h. mit einem Stopfen abgedichtet, dann verlässt das im Versuch entstehende CO2 den Erlenmeyerkolben überhaupt nicht, da es durch den zunehmenden Überdruck in der Dose daran gehindert würde. Sollte aber die Luft in der Dose entweichen können, dann dauert es einige Minuten bis CO2 in die Dose kommt, weil CO2 schwerer ist als Luft und zuerst die Luftmenge im Erlenmeyerkolben und im Zuführschlauch verdrängen muss. Der Versuch hat überhaupt nichts mit einem CO2-Treishauseffekt zu tun. Der komplizierte Aufbau wird nur gewählt, um die Beobachter zu verwirren.“

„Die Frage nach dem Wärmeeintrag durch CO2 in die Atmosphäre ist letztlich die falsche Frage. Wie „warm“ es in der Atmosphäre ist, ist doch vielmehr die Frage nach dem Wärmeaustrag aus der Atmosphäre (10 – 12). Vielleicht könnte Herr Lesch doch einmal die Frage beantworten, wie denn die wie auch immer in die Atmosphäre gelangte Wärme aus dieser wieder verschwindet. Denn eine weitere Zufuhr von Wärme in die Atmosphäre z.B. durch Absorption von IR-Strahlung würde bei fehlender Abfuhr zu immer mehr Wärme und damit zu stetig weiter steigenden Temperaturen führen.“

„Harald Lesch präsentierte das nachfolgende Schema von der Erdatmosphäre (Abbildung 3). Mich wundert dabei, was er unter der Doppelschicht versteht, welche in seiner Abbildung die Erdatmosphäre zum Weltall hin begrenzt. Anscheinend ist Lesch der Meinung, unsere Atmosphäre sei von einer Trennschicht umgeben (aus CO2 oder aus was?), denn seine Dose, welche die Erdatmosphäre repräsentieren soll, stellt ein geschlossenes System dar. Für den Fall, dass es sich unter Klima-Alarmisten noch nicht herumgesprochen haben soll: Die Erdatmosphäre ist zum Weltraum hin offen!“

Abb. 3: Screenshot aus der Terra-X Sendung vom 18.10.2020 im ZDF

Bereits der Bericht des Weltklimarats IPCC von 2001 besagt „Das Klimasystem ist ein gekoppeltes, nichtlineares chaotisches System. Daher ist die langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich“ (13). Ein solches System entzieht sich nämlich in seiner Gesamtheit jeder mathematischen Behandlung, jeder Modellierung und jedem terrestrischen Laborexperiment.“

Solch manipulative Beiträge des ZDF verletzen den Staatsvertrag. Lesch ist auch noch der Berater von BMP Söder! Schon der letzte Fernsehbeitrag von Lesch war ein Verstoß gegen den Staatsvertrag. Die Politiker, fehlinformiert von den Leschs et al., rasen mit Höchstgeschwindigkeit in den wirtschaftlichen Abgrund!“

CO2 erhöht die atmosphärische Strahlung bei klarem, kaltem Himmel aber unter tiefen, warmen Wolken hat CO2 so gut wie keine Wirkung mehr. Diese Erkenntnis hat mich zum Klima-Skeptiker gemacht, denn die Alarmisten ignorieren, dass die CO2-Wirkung überlagert ist von vielen weiteren IR-aktiven Komponenten der Atmosphäre, wie Wasserdampf, Wolken und Aerosolen, was die CO2-Bedeutung erheblich reduziert. Wenn es gelingt, solche Untersuchungen mit CO2-Konzentrationen bei 400 und 800 ppm durchzuführen, erst dann wäre ein praktischer Nachweis für was auch immer realisierbar. Solange aber Flaschengase (komprimiert!) in relativ kleinen Apparaturen eingeleitet werden, ohne die Gase zu temperieren, lassen sich mit den besten Thermometern (es läuft ja letztlich alles auf Temperaturen oder „Anomalien“ hinaus…) keine eindeutig zuordenbaren Effekte nachweisen.“

Schuster bleib bei deinem Leisten” müsste man sagen, wenn man den Flop in Terra X vom 18.10. mit dem CO2 Experiment bewerten sollte. Als Astrophysiker sollte Lesch nicht den Meteorologen spielen, denn bei besagtem Experiment war physikalisch / chemisch fast alles falsch und entbehrt jeglicher ernsthaften Wissenschaft. Erschreckend für mich ist aber, wie Lesch und das ZDF mit solchen Falschinformationen die Bevölkerung verwirren und zu erziehen versuchen. Dies ist eine echte Gefahr.“

Lieber Herr Kollege Lesch, wie wäre es, wenn Sie Ihre Publikumswirksamkeit einmal dazu verwenden würden, in einer neuen Folge von Terra-X einige der größten und folgeträchtigsten Irrtümer der Klima-Alarmisten aufzuklären, denn:

  1. Die Erde ist kein Treibhaus, denn Treibhäuser sind geschlossene Systeme, wohingegen die Erdatmosphäre zum Weltraum hin offen ist.
  2. Entgegen der medialen Behauptungen hat die Erhöhung der CO2-Konzentrationen von 0,03 auf 0,04% seit Beginn der Industrialisierung nachweislich der Natur, der Landwirtschaft und der Welternährungssicherheit gut getan. Dies ist leicht ersichtlich aus den in diesem populärwissenschaftlichen Artikel verlinkten Publikationen (14).
  3. Ohne CO2 wäre die Entstehung des Lebens vor etwa 4 Milliarden Jahren nicht möglich gewesen, denn von allen auf der Erde verfügbaren Elementen wie Sonne, Wasser, Mineralstoffe, Stickstoff, Sauerstoff und CO2 hat nur das CO2 den zur Entstehung von Leben notwendigen Kohlenstoff (C) im Molekül.
  4. Eine totale Entfernung von CO2 aus der Luft führt zum sofortigen Absterben allen Lebens auf der Erde, denn für die Photosynthese der Pflanzen, von denen sich Mensch und Tier ernähren, ist CO2 essentiell und kann durch keinen anderen Kohlenstoff-haltigen Stoff ersetzt werden.

Der mit falschen Angaben am Nasenring durch die Manege gezogene deutsche Steuerzahler, dem in Bezug auf Klimawandel und Energiewende bisher Milliarden von Euro Zahlungen aufgezwungen wurden und weitere Zahlungen über hunderte von Milliarden Euro noch aufgezwungen werden sollen, würde Ihnen eine solche aufklärende Sendung danken.“

Übrigens, falls auch Sie die Meinung vertreten sollten, 97% der Wissenschaftler seien sich einig, dass der Mensch, bzw. das vom Menschen emittierte CO2 Schuld sei an der derzeitigen Klimaerwärmung, dann lesen Sie mal die Namen der über 40.000 (vierzigtausend) Wissenschaftler, die anderer Meinung sind und die diese in Form von Petitionen ihren jeweiligen Regierungen gegenüber ausgedrückt haben (15, 16).

Sie – lieber Herr Kollege Lesch – sollten mal Ihre eigenen Worte überdenken und danach handeln: Wenn Menschen Zweifel haben, dann sollen sie Fragen stellen, aber dann müssen sie auch akzeptieren, dass die Wissenschaften Antworten darauf haben“.

Dirk Steffens fragte Sie am Ende der Terra-X Sendung: Was machen wir jetzt?“ und Sie antworteten: „Sauber wissenschaftlich arbeiten!“ Die Fachwelt wünscht Ihnen hierzu alles Gute. Es wurde aber auch Zeit mit Ihrer neuen Erkenntnis!

In diesem Punkt sind wir übrigens der Meinung, dass Sie öfter Videos drehen sollten, in welchen Sie vergleichen, wie maßgeblich sich Ihre Standpunkte zum Klimawandel zwischen 2001 und 2015 geändert haben (17).

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Prof. Dr. rer. nat. Klaus-Dieter Döhler, Prof. Dr. rer. nat. Hans-Peter Bär, Prof. Dr. phil. nat. Volker Blüm, Dipl. Phys. Dieter Böhme, Dr. phil. Helmut Böttiger, Dr. agr. Arthur Chudy, Werner Eisenkopf, Dr. rer. nat. Siegfried Dittrich, Dr. sc. agr. Albrecht Glatzle, Otto Hahn, Prof. Dr. agr. habil.  Dr. h. c. Martin Körschens, Dr. agr. et Dr. rer. pol. Karlheinz Marquardt, Jutta Heinze, Hartmut Hühne, Prof. Dr. Wolfgang Merbach, Dr. rer. nat. Werner Ockels, Dr. Helmut Roewer, Dr. rer. nat. Gerhard Stehlik, Dr. habil. Lothar Suntheim, Dr. rer. oec., Ing. Dietmar Ufer, Petra Vooth.

  1. https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/ein-fall-fuer-lesch-und-steffens-108.html
  2. https://www.youtube.com/watch?v=lORAR1nvfjs
  3. https://www.youtube.com/watch?v=3v-w8Cyfoq8
  4. https://wattsupwiththat.com/2011/10/18/replicating-al-gores-climate-101-video-experiment-shows-that-his-high-school-physics-could-never-work-as-advertised/?cn-reloaded=1
  5. https://www.eike-klima-energie.eu/2017/02/04/10-ikek-prof-em-jan-erik-solheim-start-des-zweitaegigen-al-gore-experiments/
  6. https://www.eike-klima-energie.eu/2020/06/28/experimentelle-ueberpruefung-des-co2-treibhauseffektes-die-falschen-klima-propheten/
  7. http://menschliches-handeln.de/pdf/Klimawandel_Langfassung.pdf, S. 91,98
  8. https://klimawandel-schule.de/klimakoffer/
  9. https://unerwuenschte-wahrheiten.de/
  10. http://real-planet.eu/treibhausgas.html
  11. http://real-planet.eu/wspeicher.html
  12. http://real-planet.eu/wasserstoffjet.html
  13. IPCC TAR WG1, Working Group I: The Scientific Basis
  14. https://chaco40.com/2019/08/no-demonizar-el-nutriente-esencial-para-la-vida-el-co2/
  15. https://www.sonic-umwelttechnik.de/klarsicht/klarsicht_information_nummer_1.pdf  
  16. https://clintel.nl/wp-content/uploads/2019/10/European-Climate-Declaration-Oslo-18-October-2019.pdf
  17. https://www.youtube.com/watch?v=RrNLNpOdmbA

Hier das vollständige PDF:

offener Brief an Prof. Dr. Harald Lesch – Terra-X..ZDF




Studie: keine weitere Erwärmung durch CO2

Im Klartext bedeutet dies, dass von nun an unsere Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe keine oder nur geringe weitere Auswirkungen auf die globale Erwärmung haben könnten. Es gäbe keinen klimatischen Notstand. Es gäbe überhaupt keine Bedrohung. Wir könnten so viel CO2 ausstoßen, wie wir wollen – ohne jede Auswirkung.

Diese verblüffende Erkenntnis beantwortet eine große Unsicherheit, die die Klimawissenschaft seit über einem Jahrhundert plagt. Wie soll die Sättigung gemessen werden und wie groß ist ihr Ausmaß in Bezug auf die primären Treibhausgase?

In der Strahlenphysik ist der Begriff „Sättigung“ nichts im Vergleich zu dem, was wir in der Alltagssprache Sättigung nennen, so wie der Treibhauseffekt nichts mit der Funktionsweise von Gewächshäusern zu tun hat. Ihr Papierhandtuch ist gesättigt, wenn es keine verschüttete Milch mehr aufnimmt. Im Gegensatz dazu sind Treibhausgase gesättigt, wenn es sozusagen keine Milch mehr aufzunehmen gibt, aber das ist weitaus komplexer, als diese einfache Analogie vermuten lässt.

Unseren Lesern ist Happer wohl am besten als ein führender skeptischer Wissenschaftler bekannt. Er war Mitbegründer der prestigeträchtigen CO2-Coalition und gehörte kürzlich zum Stab des Nationalen Sicherheitsrates, wo er Präsident Trump beriet. Aber seine Karriere hat er als Strahlungsphysiker von Weltklasse in Princeton gemacht. Über 12.000 andere Forscher haben in ihren Arbeiten immer wieder auf seine zahlreichen, von Fachkollegen begutachteten Zeitschriftenartikel zurück gegriffen.

In dieser Studie haben die Professoren Happer und van Wijngaarden (H&W) die Physik der Sättigung akribisch durchgearbeitet. Ihr Vorabdruck trägt den Titel [übersetzt] „Abhängigkeit der Wärmestrahlung der Erde von den fünf am meisten vorhandenen Treibhausgasen“. Sie sind weit über die bisher zu diesem komplexen Problem geleisteten Arbeiten hinausgegangen.

Während die Standardstudien die Absorption von Strahlung durch Treibhausmoleküle mit Hilfe von groben Absorptionsbanden der Strahlungsenergie behandeln, analysiert H&W zunächst die Millionen verschiedener Spektrallinien, aus denen diese Bänder bestehen. Dieser Ansatz Linie für Linie ist ein sich neu entwickelnder Bereich der Analyse, der oft dramatisch neue Ergebnisse liefert.

Sie betrachten auch nicht nur die Absorption. Professor Happer hat es mir so erklärt:

Sie würden unserer Gemeinschaft einen großen Gefallen tun, wenn Sie zwei wichtige Punkte ansprechen würden, die nur wenige verstehen. Erstens: Die thermische Emission von Treibhausgasen ist ebenso wichtig wie die Absorption. Zweitens: Die Art und Weise der Temperatur-Variation mit der Höhe ist ebenso wichtig wie die Konzentration von Treibhausgasen“.

Sie haben sich also nicht nur mit der Absorption beschäftigt, sondern auch mit den Emissionen und den Temperaturschwankungen in der Atmosphäre. Die Arbeit ist überaus komplex, aber die Schlussfolgerungen sind dramatisch klar.

Die zentrale Schlussfolgerung von Happer und van Wijngaarden lautet:

Bei den am häufigsten vorkommenden Treibhausgasen, H2O und CO2, sind die Sättigungseffekte extrem, wobei die Triebkräfte pro Molekül bei Standardkonzentrationen um vier Größenordnungen unterdrückt werden…“

Ihre grafischen Schlussfolgerungen sind besonders aufschlussreich:

Abb. 9 sowie die Tabellen 2 und 4 zeigen, dass bei den gegenwärtigen Konzentrationen die Triebkräfte aller Treibhausgase gesättigt sind. Die Sättigungen der reichlich vorhandenen Treibhausgase H2O und CO2 sind so extrem, dass der Antrieb pro Molekül um vier Größenordnungen gedämpft wird…“.

Die drei anderen Treibhausgase, die sie analysierten, sind Ozon, Distickstoffoxid und Methan. Diese sind ebenfalls gesättigt, aber nicht extrem gesättigt wie Wasserdampf und Kohlendioxid. Auch sie sind im Vergleich zu CO2, das wiederum im Vergleich zu H2O nur in geringer Menge vorhanden ist, in relativ geringer Menge vorhanden.

Es ist klar, dass diese Arbeit sorgfältig von der Klima-wissenschaftlichen Gemeinschaft sorgfältig geprüft werden muss. Dies mag nicht leicht sein, wenn man bedenkt, dass drei große Physik-Journale sich geweigert haben, sie zu veröffentlichen. Die Rezensionen waren defensiv und antagonistisch, weder durchdacht noch hilfreich. Der Alarmismus hat die Zeitschriften unter Kontrolle und zensiert gegenteilige Ergebnisse, daher die Preprint-Version.

Unbeirrt dehnen H&W ihre Analyse nun auch auf Wolken aus. Die alarmistische Klimawissenschaft erhält eine gefährliche globale Erwärmung nicht nur durch den CO2-Anstieg allein, sondern auch durch positive Wasserdampf- und Wolkenrückkopplungen. Angesichts der Tatsache, dass sowohl Kohlendioxid als auch Wasserdampf extrem gesättigt sind, ist es höchst unwahrscheinlich, dass Wolkenrückkopplungen allein viel Schaden anrichten können, aber es bedarf einer sorgfältigen Analyse, um dies sicher zu wissen.

In der Zwischenzeit muss die gegenwärtige Arbeit im Mittelpunkt unseres Strebens nach einer rationalen Klimawissenschaft stehen. Die Professoren William Happer und William van Wijngaarden sind zu einem effizienten und zeitgerechten Durchbruch zu beglückwünschen.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/10/26/study-suggests-no-more-co2-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




CMIP6-Aktualisierung

Ich habe bereits früher über die Vorhersage-Zuverlässigkeit von Klimamodellen auf WUWT Stellung geommen, und zwar hier, hier, hier und hier. Wer eine Videopräsentation der Arbeit bevorzugt, findet sie hier. Volle Transparenz erfordert, dass man Dr. Patrick Browns (jetzt Prof. Brown an der San Jose State University) Videokritik zur Kenntnis nimmt, die hier gepostet wurde und die in den Kommentaren unter diesem Video, beginnend hier, widerlegt wurde.

Diejenigen, die sich diese Kommentare durchlesen, werden sehen, dass Dr. Brown keine offensichtliche Ausbildung in der Analyse physischer Fehler aufweist. Er machte die gleichen Anfängerfehler, wie sie bei Klimamodellen üblich sind und die hier und hier ausführlich diskutiert werden.

In unserer Debatte benahm sich Dr. Brown sehr zivilisiert und höflich. Er wirkte wie ein netter Kerl und wohlmeinend. Aber als man ihm keine Möglichkeit ließ, die Genauigkeit und Qualität der Daten zu beurteilen, verrieten ihn seine Lehrer und Mentoren.

Mangelnde Ausbildung in der Bewertung der Datenqualität ist offenbar eine Lücke in der Ausbildung der meisten, wenn nicht aller AGW-Konsens-Klimaforscher. Sie finden keinen Sinn im entscheidend zentralen Unterschied zwischen Präzision und Genauigkeit. Es kann überhaupt keinen möglichen Fortschritt in der Wissenschaft geben, wenn die Mitarbeiter nicht geschult sind, die Qualität ihrer eigenen Daten kritisch zu bewerten.

Die beste Gesamtbeschreibung von Klimamodellfehlern ist immer noch Willie Soon, et al., 2001 vorbehalten in seinem Beitrag „Modeling climate effects of anthropogenic carbon dioxide emissions: unknowns and uncertainties“. So ziemlich alle beschriebenen Simulationsfehler und Schwächen sind auch heute noch zutreffend.

Jerry Browning hat kürzlich eine rigorose mathematische Physik veröffentlicht, die an ihrer Quelle die von Willie et al. beschriebenen Simulationsfehler aufdeckt. Er zeigte, dass die falsch formulierte physikalische Theorie in Klimamodellen diskontinuierliche Heiz-/Kühlterme erzeugt, die eine „Größenordnung“ der Verringerung der Simulationsgenauigkeit bewirken.

Diese Diskontinuitäten würden dazu führen, dass die Klimasimulationen rasch voneinander abweichen, es sei denn, die Klimamodellierer unterdrücken sie mit einer hyperviskosen (Melasse-)Atmosphäre. Jerrys Papier bietet einen Ausweg. Dennoch bleiben Diskontinuitäten und Melasseatmosphären auch in den neuen verbesserten CMIP6-Modellen erhalten.

Im Fünften Zustandsbericht 2013 (5AR) verwendete der IPCC CMIP5-Modelle, um die Zukunft der globalen Lufttemperaturen vorherzusagen. Der kommende 6AR wird die aktualisierten CMIP6-Modelle verwenden, um die thermische Zukunft vorherzusagen, die uns erwartet, falls wir weiterhin fossile Brennstoffe verwenden.

CMIP6-Wolkenfehler und Nachweisgrenzen: Abbildung 1 vergleicht den vom CMIP6 simulierten globalen durchschnittlichen jährlichen Wolkenanteil mit dem gemessenen Wolkenanteil und zeigt deren Differenz zwischen 65 Grad nördlicher und südlicher Breite. Der durchschnittliche jährliche Fehler (rms root mean square) des Wolkenanteils beträgt ±7,0%.

Dieser Fehler kalibriert die durchschnittliche Genauigkeit von CMIP6-Modellen gegenüber einem bekannten, beobachtbaren Wolkenanteil. Der durchschnittliche jährliche rms-Fehler des CMIP5-Wolkenanteils über den gleichen Breitenbereich beträgt ±9,6%, was auf eine Verbesserung des CMIP6 um 27% hinweist. Nichtsdestotrotz weisen CMIP6-Modelle immer noch signifikante Simulationsfehler des globalen Wolkenanteils auf.

Abbildung 1 Linien: rot, MODIS + ISCCP2 gemessener jährlicher durchschnittlicher Wolkenanteil; blau, CMIP6-Simulation (9 Modellmittelwerte); grün, (gemessen minus CMIP6) jährlicher durchschnittlicher Kalibrierungsfehler (rms-Fehler in Längsrichtung = ±7,0%).

Die folgende Analyse ist eine einfache Erweiterung der bisherigen, auf die CMIP5-Projektionen der Lufttemperatur angewendeten Fehlerfortpflanzung auf die CMIP6-Modelle.

Fehler bei der Simulation des globalen Wolkenanteils führen zu Folgefehlern im langwelligen Wolkenantrieb (LWCF) des simulierten Klimas. LWCF ist eine Quelle des thermischen Energieflusses in der Troposphäre.

Der troposphärische thermische Energiefluss ist die Determinante der Lufttemperatur in der Troposphäre. Simulationsfehler in LWCF führen zu Unsicherheiten im Wärmefluss der simulierten Troposphäre. Diese wiederum führen zu Unsicherheiten bei den projizierten Lufttemperaturen.

Für weitere Diskussionen siehe hier – Abbildung 2 und den umgebenden Text. Das oben verlinkte Fehlerfortpflanzungspapier bietet ebenfalls eine ausführliche Diskussion dieses Punktes.

Der globale jährliche Mittelwert des langwelligen LWCF rms-Kalibrierfehlers der CMIP6-Modelle beträgt ±2,7 W/m² (28 Modellmittelwerte aus Abbildung 18 hier).

Ich konnte die Gültigkeit dieser Zahl überprüfen, denn dieselbe Quelle lieferte auch den durchschnittlichen jährlichen LWCF-Fehler für die 27 von Lauer und Hamilton bewerteten CMIP5-Modelle. Der von Lauer und Hamilton ausgewertete CMIP5 rms-Jahresdurchschnitts-LWCF-Fehler beträgt ±4 W/m². Eine unabhängige Neubestimmung ergab ±3,9 W/m²; dasselbe gilt für den Rundungsfehler.

Die kleine Frage der Auflösung: Im Vergleich mit dem CMIP6 LWCF-Kalibrierungsfehler (±2,7 W/m²) beträgt die durchschnittliche jährliche Zunahme des CO2-Antriebs zwischen 1979 und 2015 0,025 W/m² (Daten von der EPA). Die durchschnittliche jährliche Zunahme der Summe aller Antriebe für alle wichtigen Treibhausgase im Zeitraum 1979-2015 beträgt 0,035 W/m².

Der durchschnittliche jährliche CMIP6 LWCF-Kalibrierungsfehler (±2,7 W/m²) ist also ±108-mal größer als die durchschnittliche jährliche Zunahme des Antriebs durch CO2-Emissionen allein und ±77-mal größer als die durchschnittliche jährliche Zunahme des Antriebs durch alle THG-Emissionen.
Das heißt, eine untere Grenze der CMIP6-Auflösung ist ±77 Mal größer als die zu erkennende Störung. Dies ist eine kleine Verbesserung gegenüber CMIP5-Modellen, die eine ±114-mal zu große Auflösung der unteren Grenze aufwiesen.

Die analytische Strenge erfordert in der Regel, dass die instrumentelle Nachweisgrenze (Auflösung) 10-mal kleiner als die erwartete Messgröße ist. Um also ein Signal von CO2– oder THG-Emissionen vollständig zu erkennen, müssen die aktuellen Klimamodelle ihre Auflösung um fast das 1000-Fache verbessern.

Eine andere Möglichkeit ist, dass die CMIP6-Klimamodelle die Auswirkungen von CO2– oder THG-Emissionen auf das Erdklima oder die globale Lufttemperatur, so überhaupt existent, nicht erfassen können.

Diese Tatsache dürfte von der Konsensus-Klimatologie-Gemeinschaft ignoriert werden.

Gültigkeit der Simulation: Papalexiou et al., 2020 stellten fest, dass „die Glaubwürdigkeit von Klimaprojektionen typischerweise dadurch definiert wird, wie genau Klimamodelle die historische Variabilität und Trends abbilden“. Abbildung 2 zeigt, wie gut die lineare Gleichung, die zuvor zur Emulation der CMIP5-Lufttemperaturprojektionen verwendet wurde, die GISS-Temp-Anomalien reproduziert.

Abbildung 2 Linien: blau, GISS Temp 1880-2019 Land plus SST-Lufttemperaturanomalien; rot, Simulation unter ausschließlicher Verwendung der Meinshausener RCP-Antriebe für CO2+N2O+CH4+ Vulkanausbrüche

Die Nachahmung geht durch die Mitte des Trends und ist besonders gut in der Zeit nach 1950, wo die Lufttemperaturen angeblich durch Treibhausgasemissionen (THG) angetrieben werden. Die durch vulkanische Aerosole verursachten nichtlinearen Temperaturabfälle werden erfolgreich in den Jahren 1902 (Pelée), 1963 (Agung), 1982 (El Chichón) und 1991 (Pinatubo) reproduziert. Nachdem wir die Glaubwürdigkeit der veröffentlichten Norm nachgewiesen haben, können wir fortfahren.

CMIP6 Welt: Die neuen CMIP6-Projektionen haben neue Szenarien, die Shared Socioeconomic Pathways (SSPs).

Diese Szenarien kombinieren die repräsentativen Konzentrationspfade (Representative Concentration Pathways – RCPs) des AR 5 mit „quantitativen und qualitativen Elementen, die auf Welten mit verschiedenen Ebenen von Herausforderungen für die Abschwächung und Anpassung basieren [mit] neuen Szenario-Handlungssträngen [die] Quantifizierungen der damit verbundenen Bevölkerungs- und Einkommensentwicklung umfassen … zur Verwendung durch die Klimawandel-Forschungsgemeinschaft“.

Zunehmend entwickelte Beschreibungen dieser Handlungsstränge sind hier, hier und hier verfügbar.

Die Simulation der CMIP6-Lufttemperatur-Projektionen unten folgt der identischen Methode, die in dem oben verlinkten Fehlerfortpflanzungspapier beschrieben ist.

Die Analyse konzentriert sich hier auf Projektionen, die mit Hilfe des Erdsystemmodells CMIP6 IMAGE 3.0 erstellt wurden. IMAGE 3.0 wurde so konstruiert, dass alle erweiterten Informationen, die in den neuen SSPs zur Verfügung gestellt werden, berücksichtigt wurden. Die IMAGE 3.0-Simulationen wurden lediglich der Bequemlichkeit halber ausgewählt. Die von van Vuulen et al. im Jahr 2020 veröffentlichte Studie enthielt in seiner Abbildung 11 praktischerweise sowohl die SSP-Vorgaben als auch die daraus resultierenden Lufttemperaturprojektionen. Die veröffentlichten Daten wurden mit DigitalizeIt, einem Werkzeug, das mir gute Dienste geleistet hat, in Punkte umgerechnet.

Hier ist ein kurzes Zitat aus der Beschreibung für IMAGE 3.0: „IMAGE ist ein integrierter Bewertungsmodellrahmen, der globale und regionale Umweltfolgen von Veränderungen menschlicher Aktivitäten simuliert. Das Modell ist ein Simulationsmodell, d.h. Änderungen der Modellvariablen werden auf der Grundlage der Informationen aus dem vorhergehenden Zeitschritt berechnet.

Simulationen werden von] zwei Hauptsystemen angetrieben: 1) das menschliche oder sozio-ökonomische System, das die langfristige Entwicklung menschlicher Aktivitäten beschreibt, die für eine nachhaltige Entwicklung relevant sind; und 2) das Erdsystem, das Veränderungen in natürlichen Systemen wie dem Kohlenstoff- und Wasserkreislauf und dem Klima beschreibt. Die beiden Systeme sind durch Emissionen, Landnutzung, Klima-Rückkopplungen und mögliche politische Reaktionen des Menschen miteinander verbunden“.

[Hervorhebung vom Autor]

Über fehlerbehaftete Iterationen: Der oben fettgedruckte Satz beschreibt die schrittweise Simulation eines Klimas, bei der jeder zuvor simulierte Klimazustand in der iterativen Berechnung die Anfangsbedingungen für die nachfolgende Klimazustandssimulation bis hin zum endgültigen simulierten Zustand liefert. Die Simulation als schrittweise Iteration ist Standard.

Wenn die in der Simulation verwendete physikalische Theorie falsch oder unvollständig ist, überträgt jeder neue iterative Anfangszustand seinen Fehler in den nachfolgenden Zustand. Jeder nachfolgende Zustand ist dann zusätzlich einem weiteren Fehler unterworfen, der sich aus der Anwendung der falschen physikalischen Theorie auf den fehlerhaften Anfangszustand ergibt.

Entscheidend: Als Folge der schrittweisen Iteration werden systematische Fehler in jedem Klimazwischenzustand in jeden nachfolgenden Klimazustand fortgeschrieben. Die Unsicherheiten aus den systematischen Fehlern pflanzen sich dann als Wurzel-Summen-Quadrat (rss) durch die Simulation fort.

In diesem Zusammenhang zeigte Jerry Browning in seinem Beitrag analytisch und gründlich auf, dass Klimamodelle eine falsche physikalische Theorie verwenden. Abbildung 1 oben zeigt, dass eine der Folgen ein Fehler im simulierten Wolkenanteil ist.

Bei einer Projektion zukünftiger Klimazustände sind die physikalischen Fehler der Simulation unbekannt, da zukünftige Beobachtungen nicht zum Vergleich zur Verfügung stehen.

Die rss-Fortpflanzung eines bekannten Modell-Kalibrierungsfehlers durch die iterierten Schritte erzeugt jedoch eine Zuverlässigkeits-Statistik, anhand derer die Simulation bewertet werden kann.

Obiges fasst das Verfahren zusammen, welches zur Bewertung der Projektionszuverlässigkeit in der Ausbreitungspapier und hier verwendet wird: Zuerst wird das Modell gegen bekannte Ziele kalibriert, dann wird der Kalibrierungsfehler durch die iterativen Schritte einer Projektion als Wurzel-Summen-Quadrat-Ungenauigkeit fortführt. Man wiederholt diesen Prozess bis zum letzten Schritt, der den vorhergesagten zukünftigen Endzustand beschreibt.

Die abschließende Wurzel-Summen-Quadrat-(rss)-Unsicherheit gibt die physikalische Zuverlässigkeit des Endergebnisses an, da der physikalisch wahre Fehler in einer Zukunftsprognose nicht bekannt ist.

Diese Verfahren ist Standard in den physikalischen Wissenschaften, wenn es darum geht, die Zuverlässigkeit eines berechneten oder vorhersagbaren Ergebnisses zu ermitteln.

Emulation und Ungewissheit: Eine der wichtigsten Demonstrationen in der Fehler-Fortpflanzungstudie war, dass fortgeschrittene Klimamodelle die Lufttemperatur lediglich als eine lineare Extrapolation des THG-Antriebs projizieren.

Abbildung 3, Tafel a: Punkte sind die IMAGE 3.0-Lufttemperaturprojektion von Szenario SSP1 (blau) und Szenario SSP3 (rot). Vollständige Linien sind die Emulationen der IMAGE 3.0-Projektionen: blau, SSP1-Projektion, und rot, SSP3-Projektion, die unter Verwendung der in der veröffentlichten Analyse der CMIP5-Modelle beschriebenen linearen Emulationsgleichung erstellt wurden. Tafel b ist wie Tafel a, zeigt aber auch die expandierenden 1 s rss-Ungenauigkeits-Kurven, die entstehen, wenn ±2,7 W/m² des jährlichen durchschnittlichen LWCF-Kalibrierungsfehlers durch die SSP-Projektionen vermehrt und fortgeführt werden.

In Abbildung 3a oben zeigen die Punkte die Lufttemperaturprojektionen der Handlungsstränge SSP1 und SSP3, die mit dem Klimamodell IMAGE 3.0 erstellt wurden. Die Linien in Abbildung 3a zeigen die Emulationen der IMAGE 3.0-Projektionen, die unter Verwendung der linearen Emulationsgleichung erstellt wurden, die in der Fehlerfortpflanzungs-Studie (ebenfalls in einem Artikel aus dem Jahr 2008 im Skeptic Magazine) ausführlich beschrieben wird. Die Emulationen sind 0,997 (SSP1) oder 0,999 (SSP3) mit den IMAGE 3.0-Projektionen korreliert.

Abbildung 3b zeigt, was passiert, wenn ±2,7 W/m² des jährlichen mittleren LWCF-Kalibrierungsfehlers durch die globalen Lufttemperaturprojektionen IMAGE 3.0 SSP1 und SSP3 vermehr und fortgeführt wird.

Die Unsicherheitsbereiche sind so groß, dass die beiden SSP-Szenarien statistisch nicht unterscheidbar sind. Es wäre unmöglich, entweder eine Projektion oder, in Erweiterung, irgendeine SSP-Lufttemperaturprojektion als repräsentativer für die sich entwickelnde Lufttemperatur zu wählen, da jede mögliche Änderung der physisch realen Lufttemperatur in allen Projektionsunsicherheits-Bereichen untergegangen ist.

Ein Intermezzo – Es gibt Drachen: Ich werde hier einen Nebenschauplatz einbauen, um einem früheren heftigen, hartnäckigen und wiederholt behaupteten Missverständnis zuvorzukommen. Bei den Unsicherheitseinhüllenden in Abbildung 3b handelt es sich nicht um physikalisch reale Lufttemperaturen. Das muss eindeutig klar sein.

Diese Unsicherheitsbalken bedeuten nicht, dass das Klima in Zukunft 15°C wärmer oder 10°C kälter sein wird. Unsicherheitsbalken beschreiben eine Bandbreite, in der Unwissenheit herrscht. Ihre Botschaft lautet, dass die projizierten zukünftigen Lufttemperaturen irgendwo innerhalb der Unsicherheitsbandbreite liegen. Aber niemand kennt den Ort. CMIP6-Modelle können nichts Definitiveres sagen als das.

Innerhalb dieser Unsicherheitsbalken befindet sich Terra Incognita. Es gibt Drachen.

Wer darauf besteht, dass die Unsicherheitsbalken tatsächliche reale physikalische Lufttemperaturen implizieren, sollte sich überlegen, wie sich dieser Gedanke gegen die Notwendigkeit durchsetzt, dass eine physikalisch reale ±C-Unsicherheit eine Gleichzeitigkeit von heißen und kalten Zuständen erfordert.

Unbestimmtheits-Balken sind streng axial. Sie stehen im Plus und im Minus auf jeder Seite eines einzelnen Datenpunktes. Die Annahme zweier gleichzeitiger, gleich großer, aber entgegengesetzt polarisierter physikalischer Temperaturen, die auf einem einzigen Punkt des simulierten Klimas stehen, ist eine physikalische Unmöglichkeit.

Die Idee verlangt Unmögliches, nämlich dass die Erde gleichzeitig Treibhaus und Eiskeller des globalen Klimas einnimmt. Bitte also diesen Gedanken endgültig verwerfen.

Und nun zurück zu unserer Feature-Präsentation: Die folgende Tabelle enthält ausgewählte Anomalien der Projektion der Szenarien IMAGE 3.0 SSP1 und SSP3 nebst ihren entsprechenden Unsicherheiten.

Tabelle: BILD 3.0 Projizierte Lufttemperaturen und Unsicherheiten für ausgewählte Simulationsjahre

Keine dieser prognostizierten Temperaturen ist anders als physikalisch bedeutungslos. Keine einzige von ihnen sagt uns etwas physikalisch Reales über mögliche zukünftige Lufttemperaturen.

Es folgen mehrere Schlussfolgerungen.

Erstens projizieren die CMIP6-Modelle, wie ihre Vorläufer, die Lufttemperaturen als lineare Extrapolation des Antriebs.

Zweitens machen CMIP6-Klimamodelle, wie ihre Vorgängermodelle, großräumige Simulationsfehler im Wolkenanteil.

Drittens erzeugen CMIP6-Klimamodelle wie ihre Vorläufer LWCF-Fehler, die enorm größer sind als die winzige jährliche Zunahme des troposphärischen Antriebs durch Treibhausgasemissionen.

Viertens erzeugen die CMIP6-Klimamodelle, wie ihre Vorläufer, so große und unmittelbare Unsicherheiten, dass die Lufttemperaturen selbst für ein Jahr nicht zuverlässig prognostiziert werden können.

Fünftens müssen CMIP6-Klimamodelle, wie ihre Vorläufer, eine etwa 1000-fach verbesserte Auflösung aufweisen, um ein CO2-Signal zuverlässig zu erkennen.

Sechstens erzeugen CMIP6-Klimamodelle, wie ihre Vorläufer, physikalisch bedeutungslose Lufttemperatur-Projektionen.

Siebtens haben die CMIP6-Klimamodelle, wie ihre Vorläufer, keinerlei Vorhersagewert.

Die unvermeidliche Schlussfolgerung ist nach wie vor, dass ein anthropogenes Lufttemperatursignal in Klimabeobachtungen nicht nachgewiesen werden konnte und auch gegenwärtig nicht nachgewiesen werden kann.

Ich schließe mit einer Bemerkung, die schon einmal gemacht wurde: Wir wissen jetzt mit Sicherheit, dass all die Hektik um CO2 und das Klima umsonst war.

All die verängstigten Erwachsenen; all die verzweifelten jungen Menschen; all die Gymnasiasten, die zu Tränen und Schuldzuweisungen durch Lektionen über bevorstehendes Unheil, Tod und Zerstörung verängstigt sind; all die sozialen Unruhen und Verwerfungen. All das war umsonst.

All die Schuldzuweisungen, all die Rufmordanschläge, all die zerstörten Karrieren, all die überschüssigen Todesfälle im Winter durch Brennstoffarmut, all die Männer, Frauen und Kinder, die weiterhin mit Rauch in geschlossenen Räumen leben, all die enormen Summen, die umgeleitet wurden, all die zerstörten Landschaften, all die zerhackten und verbrannten Vögel und Fledermäuse, all die gewaltigen Geldsummen, die von der Mittelschicht an reiche Subventionsbauern überwiesen wurden:

Alles umsonst.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/10/27/cmip6-update/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Alarmistische Klima-Wissenschaft: Die große Krise dämmert herauf

Diese Frage war überraschend schwierig zu beantworten, trotz 40 Jahren Forschung, die Dutzende von Milliarden Dollar gekostet hat. Jetzt entwickelt dieses Thema rasant immer mehr Sprengkraft, weil sich zwei verschiedene Antworten abzeichnen, eine harmlos niedrige und eine gefährlich hohe. Diese Divergenz ist eine Krise für die Gemeinschaft der Panikmacher. Wie sie damit umgehen, bleibt abzuwarten.

Es folgt eine etwas technische Erklärung der Situation.

Im Mittelpunkt der Ausgabe steht eine Eckpunkt-Bewertung der Auswirkungen der CO2-Erhöhung auf die globale Temperatur. Dies wird als „Gleichgewichts-Klima-Sensitivität“ oder ECS bezeichnet. Die grundlegende Frage ist, wie hoch die globale Durchschnittstemperatur sein wird, wenn das CO2-Niveau doppelt so hoch ist wie das angeblich ursprüngliche Niveau von 280 ppm. Das heißt, wo wird sie liegen, wenn wir 560 ppm erreichen.

Da es jedoch einige Zeit dauern kann, bis sich das Klimasystem an dieses neue hohe Niveau angepasst hat, stellt sich die Frage, wie hoch die Temperatur sein wird, wenn sich das System auf diese Verdoppelung eingestellt hat, was einige Zeit nach dem Erreichen von 560 ppm der Fall sein könnte. Auch hier geht es um die Empfindlichkeit, so dass ECS nicht die neue höhere Temperatur ist. Die Differenz zwischen der neuen und der ursprünglichen Temperatur ist dann ECS.

Wenn also die neue Temperatur um, sagen wir, 2,2 Grad C höher liegt, dann beträgt ECS = 2,2 Grad.

Technisch gesehen ist ECS oft eine Abstraktion, etwas, das nur in Klimamodellen vorkommt, aber die Modell-ECS wird als eine wichtige Schätzung der realen ECS angesehen. In den Modellen wird ECS oft einfach durch eine sofortige Verdoppelung des CO2 geschätzt, während dies in der Realität Jahrhunderte dauert.

All dies vorausgeschickt, kann ich nun die herauf dämmernde Krise erklären.

Seit vielen Jahrzehnten liegen die akzeptierten Modellschätzungen der ECS zwischen 1,5 und 4,5 Grad C. Verschiedene Modelle ergeben unterschiedliche Werte, aber der akzeptable Bereich hat sich nicht verändert. Dass die Spanne so groß ist, war ein politisches Problem. Eine Erwärmung von nur 1,5 Grad könnte harmlos sein, während 4,5 Grad gefährlich sein könnten. Aber der ECS-Bereich hat sich hartnäckig gehalten und sich sozusagen geweigert, sich auf einen bestimmten Wert einzuengen.

Jetzt gibt es plötzlich ein riesiges neues Problem. Die ECS ist explodiert! Es geht nicht darum, dass sie höher oder niedriger ist – sie ist auf einmal beides. Zwei neue Forschungslinien haben sich in Bezug auf den geschätzten Wert der ECS stark voneinander entfernt.

Die erste Forschungslinie verfolgt einen neuen Ansatz, der als beobachtende ECS bezeichnet wird. Der Gedanke dahinter lautet, dass wir, da der CO2-Gehalt fast die Hälfte der Verdoppelung erreicht hat, in der Lage sein sollten, die ECS empirisch aus der beobachteten Beziehung zwischen CO2-Zunahme und Temperaturanstieg abzuleiten.

Es hat eine Reihe von Beobachtungsstudien gegeben, und viele erhalten ECS-Werte weit unter 1,5, die in der Tat harmlos sind. Werte von 1,2 und 1,3 sind üblich.

Aber gleichzeitig hat es eine neue Welle von Modellstudien gegeben, die ECS-Werte weit über 4,5 erreichen, was wirklich gefährlich wäre. Hier sind Werte von 5,2 und 5,3 zu finden.

Man beachte, dass die Gemeinschaft der Modellierer geteilt ist, was die Akzeptanz dieser neuen hohen Modellzahlen betrifft. Immerhin implizieren sie, dass die in den letzten, etwa vierzig Jahren durchgeführte Modellierung falsch war, einschließlich eines Großteils der neueren Modellierung, die noch innerhalb der alten Bandbreite liegt.

Das Ergebnis von all dem ist, dass die Wissenschaft der ECS zu einem Scherbenhaufen zerschlagen worden ist. Wenn man bedenkt, dass sich die ECS im Herzen des Klima-Alarmismus befindet, ist dies wirklich eine Krise. Ist die Modellierung 40 Jahre lang falsch gewesen? Ist sie jetzt falsch? Was ist mit der Beobachtung, die in der Wissenschaft herrschen soll? Die wissenschaftliche Methode besagt, dass Beobachtung über der theoretische Modellierung stehen muss.

Dies ist auch eine politische Krise. Wenn wir nicht wissen, wie empfindlich das Klimasystem auf steigende CO2-Werte reagiert, haben wir keine Grundlage für eine Klimapolitik. Wenn die Beobachtungswerte stimmen, dann gibt es einfach keinen klimatischen Notstand.

Wie wird sich diese enorme neue Unsicherheit auswirken? Glücklicherweise werden wir recht bald zumindest einen Einblick bekommen. Der jüngste IPCC-Zustandsbericht (AR6) wird derzeit geprüft und dürfte etwa im nächsten Jahr vorliegen. Dieser Bericht soll den Stand der Wissenschaft über den Klimawandel überprüfen, wenn auch unter einem alarmistischen Gesichtspunkt.

Zumindest wird es interessant zu sehen sein, wie das IPCC mit der explodierenden ECS-Spannbreite umgeht. Vielleicht wird man es ignorieren, weil es dem Alarmismus schaden dürfte. Man könnte die Erwähnung der ECS einfach ganz fallen lassen, da sie jetzt sehr unbequem ist. Aber dieses eklatante Versäumnis wird leicht zu beanstanden sein.

Oder sie dürfen nur die heißen höheren Werte anerkennen, die den Alarmismus begünstigen. Hier riskieren sie, das Modellieren dumm aussehen zu lassen (was es auch ist). Außerdem wird diese Auslassung kritischer Beweise ebenfalls leicht zu beanstanden sein.

Mit dem Explodieren der Spanne des ECS ist der IPCC zwischen Skylla und Charybdis aus der griechischen Mythologie gefangen. Genau wie der Alarmismus. Schauen wir mal, wie man da wieder heraus kommen will.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see here. For the author’s over 100 prior articles for CFACT see here. Available for confidential research and consulting.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/10/20/crisis-looms-in-alarmist-climate-science/

Übersetzt von Chris Frey EIKE