Was wird zuerst verschwinden – das Coronavirus-Fieber oder das Klimawandel-Fieber?

Regierungen in aller Welt haben drakonische Maßnahmen verordnet, um individuelle Freiheiten aller Art zu beschneiden, wie etwa Versammlungen und Bewegungsfreiheit, Meinungen Ausdruck verleihen und mehr. All das im Namen des Kampfes gegen das COVID-19-Virus.

Universitäten sind geschlossen, viele für das gesamte Semester. Desgleichen die meisten Schulen, um Konzertsäle, Theater und andere öffentliche Ereignisse nicht zu erwähnen, wo der geforderte 2-Meter-Abstand „sozialer“ oder „physischer“ Art nicht gewährleistet ist.

Diese Vorschriften ruinieren die Lebensweise vieler Menschen sowie Fortschritte hinsichtlich Wissen und Verständnis unter der jüngeren Generation. Das wird langfristig nachteilige Auswirkungen haben, nicht nur für sie selbst, sondern für die gesamte Gesellschaft.

Im landwirtschaftlichen Sektor haben sich viele Landwirte auf die Hilfe erfahrener Saisonarbeiter als Erntehelfer verlassen, doch ist es diesen derzeit nicht gestattet, zu ihren angestammten Arbeitsplätzen zu reisen. Selbst lokale Helfer, die für die Anfahrt nur ein paar Kilometer zurücklegen müssten, können das nicht tun, ohne gleich Gesetze zu brechen.

Hinzu kommen jetzt starke Fröste in weiten Gebieten Ost- und Mitteleuropas, was die diesjährigen Ernteaussichten hinsichtlich von Baumfrüchten erheblich hat schwinden lassen.

Der neue Marschbefehl scheint zu lauten:

Wir sitzen alle in einem Boot – wirklich?

Für einen unabhängigen Beobachter sieht es eher aus wie „jeder für sich oder so gut wie man kann!“

Gute Befreiung vom Gedanken einer „globalen Familie“ von Gutmenschen. Wenn es hart auf hart kommt, wie es derzeit en vogue ist, gibt es „keine Grenzen“.

Eines der ersten Opfer dieses neuen Standpunktes ist – was man überall beobachten kann – eine wahrheitsgemäße Berichterstattung in den Mainstream-Medien (MSM) zu welchem Thema auch immer. Das Problem beginnt schon bei der für manche Ereignisse verwendeten Terminologie, zum Beispiel der Terminus „Fälle“.

Die „Fälle“

Im allgemeinen Sprachgebrauch hat dieser Terminus „Fälle“ Bedeutungen, die von „kaum wahrnehmbar“ bis „fast tödlich“ reichen. Und als wäre jener Terminus noch nicht verwirrend genug, kommt jetzt ein anderes Wortungetüm daher, nämlich „Coronavirus-Todesfälle“. Der Terminus „Fälle“ taucht häufig in den Medien auf, zusammen mit der jüngsten „Todesrate“, aufgelistet von Institutionen wie der Johns-Hopkins University in den USA und dem Robert Koch Institut in Deutschland.

Was fehlt ist eine eindeutige Definition der Termini „Fälle“ und „aktive Fälle“. In einigen MSM-Berichten scheinen sie sich auf Menschen zu beziehen, die als infiziert gefunden wurden, in anderen auf alle getesteten Personen und in wieder anderen auf jene mit Coronavirus-Symptomen.

Natürlich sind „Fälle“ von Infektionen nicht das Gleiche wie „Todesfälle“. Tatsächlich verläuft nur ein Bruchteil der „bestätigten Fälle von Infektionen“ tödlich. In den meisten Ländern beträgt dieser Bruchteil weniger als 3%. Ja, das ist immer noch eine hohe Prozentzahl, aber sie muss auch „normalisiert“ werden mit der verbleibenden „Lebenserwartung“ der betroffenen Menschen – und mit allen anderen (potentiell wahren) Ursachen für Sterben.

Nachrichten aus Island

Neue Daten beispielsweise aus Island zeigen, dass die „Corona-Pandemie“ von Experten und Nicht-Experten gleichermaßen rasch als lediglich eine andere „Grippe“ betrachtet wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen Erhebungen testete man in Island auf Zufallsbasis etwa 3,5% der Gesamtbevölkerung und kam zu dem Ergebnis, dass nur die Hälfte all derjenigen, die positiv getestet worden waren, Symptome zeigte. Falls dieses Verhältnis in anderen Ländern ähnlich ist, würde das auch bedeuten, dass die tatsächlichen Todesfälle durch das Virus nur halb so hoch ist wie die, welche man aus den „bestätigten Fällen“ erreicht hat.

Die in den MSM genannten Todesfälle erwähnen kaum einmal andere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Noch wichtiger ist, diese Zahl in Beziehung zu setzen zu den Todesfällen aus allen anderen Gründen.

Todesfälle aus allen Gründen

Die Todesrate in vielen westlichen Gesellschaften beträgt in etwa 1(±0,2)% der Gesamtbevölkerung pro Jahr, und damit kann man leicht die Berechnungen anstellen. In den USA beispielsweise mit rund 340 Millionen Einwohnern bedeutet das eine Todesrate von 3,4 Millionen pro Jahr oder größenordnungsmäßig 300.000 pro Monat. In Kanada mit einer Bevölkerung etwa ein Zehntel so groß wie in den USA sind es 30.000 Todesfälle pro Monat aus allen Gründen.

Tatsächlich sind die meisten „COVID-19“-Todesfälle in Italien einer Lungenentzündung als Hauptursache gefolgt.

In Europa mit einer Gesamtbevölkerung von ~500 Millionen Einwohnern errechnet sich die Todesrate aus allen Gründen auf über 400.000 Todesfälle pro Monat.

Todesfälle durch COVID-19

Nun vergleiche man dies mit Todesraten durch das COVID-19-Virus: Bisher wurden dem in Kanada 503 Todesopfer zugeordnet. Das im Vergleich zu über 50.000 Todesfällen aus allen Gründen im Verlauf von nur zwei Monaten.

Betrachtet man diese Zahlen auf der Basis der Gesamtbevölkerung, so unterscheiden sie sich kaum zwischen den größeren staatlichen Einheiten, selbst für Europa. Einschließlich der von COVID-19 betroffenen Gebiete in Norditalien, Spanien und Frankreich beträgt die Zahl der Todesopfer, die dem Virus zugeschrieben werden, heute etwa 2% der Gesamtbevölkerung.

Allerdings bedeutet auch diese Zahl nicht, dass jeder registrierte Todesfall als solcher dem COVID-19-Virus geschuldet ist – bei Weitem nicht.

Todesfälle durch – im Gegensatz mit – Infektion

Todesfälle durch im Gegensatz zu jenen mit Infektionen sind nicht das Gleiche. Tatsächlich hatte bereits eine große Zahl von Menschen, deren Tod dem COVID-19-Virus zugeschrieben wird, andere gesundheitliche Probleme, viele davon sogar mehr als ein anderes. In vielen Fällen wird es dadurch schwierig, die wahren oder sogar die vorwiegenden Ursachen aufzufinden. Allerdings erscheint es gegenwärtig als allgemein üblich, jedweden Todesfall der jüngsten Beobachtung zuzuschreiben.

In „normalen“ Zeiten würden sich etwaige Fehlverknüpfungen wahrscheinlich bis nahe an die tatsächlichen und wahren Ursachen ausgleichen. Im Augenblick ist das nicht der Fall. Es scheint einen „echten Nutzen“ für solche „aus CV-19“-Todesfall-Zuweisungen zu geben.*

[Dieser Absatz ist vom Linguee-Translator übersetzt]

In diesem Zusammenhang kann es auch interessant sein, den jüngsten Beitrag von M. Vadum vom PSI zu lesen mit dem Titel „The CDC Confesses To Lying About COVID-19 Death Numbers“.

Der COVID-19-„Vorteil“

In einem kürzlich erschienenen Report geht es um höchst bedenkliche (finanzielle) Anreize, unbegründete Behauptungen zu verbreiten. Jim Hoft vom PSI berichtet hier: „Dr. Jensen enthüllte auch, dass Krankenhäuser mehr Geld erhalten, falls sie Patienten mit einer COVID-19-Diagnose listen. Und sie bekommen DREI MAL SO VIEL, falls der Patient dann an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird“.

Wenn das kein Anreiz zum Hyper-Ventilieren ist, dann weiß ich nicht, was es sonst sein soll. Eindeutig ist die sachliche Berichterstattung über die tatsächliche Ursache mehr als wahrscheinlich falsch.

Und seit Neuestem werden auch Verbindungen konstruiert zwischen dem COVID-19-Virus und „Klimawandel“. Falls es dafür überhaupt irgendeine Grundlage gibt, kann es nur so sein, dass die massiven Fehlleistungen einiger westlicher Länder zur „Rettung des Klimas“ eher die Ursache als eine Erklärung für die Todesfälle durch Viruskrankheiten sind.

Das (traurige) Fazit

Die massiv verschwendeten Mittel für „Klimawandel“ und „Dekarbonisierungs“-Pläne vieler westlicher Gesellschaften – alle auf der Grundlage des falschen Glaubens, dass Kohlendioxid ein Treiber des „Klimas“ ist – hätten viel besser in nutzbringende soziale Projekte fließen sollen anstatt in die Ökonomie zerstörende Programme.

Die am stärksten von den Vorschriften bzgl. COVID-19 betroffenen Menschen sind nicht die Älteren (welche zugegebenermaßen die meisten Todesfälle verzeichnen), sondern die jüngere Generation, welche schon jetzt stark eingeschränkt ist, was ihre Fähigkeit betrifft, Familien in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Zukunft zu gründen.

Diese Beobachtung hinterlässt mich mit einer entscheidenden Frage:

Cui bono – wer profitiert von diesem globalistischen Schema?

Dr. Klaus L.E. Kaiser is author of CONVENIENT MYTHS, the green revolution – perceptions, politics, and facts Convenient Myths
PRINCIPIA SCIENTIFIC INTERNATIONAL (PSI), legally registered in the UK as a company incorporated for charitable purposes. Head Office: 27 Old Gloucester Street, London WC1N 3AX.
Link: https://principia-scientific.org/which-will-die-first-corona-virus-fever-or-climate-change/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Erneute Frühjahrs­dürre in Deutsch­land – eine Ursachen­forschung

Eiskalte Frühlingsnächte 2020 und die CO2-Erwärmung – das passt nicht zusammen
Langschläfer nahmen seit Mitte März nur den herrlichsten Sonnenschein bei teilweiser Wärme im Windschatten wahr, sie bemerkten die oft bitterkalten Frühlingsnächte nicht. Wieder einmal erweist sich die Praxis als Kriterium der Wahrheit, denn auch die stark gestiegene CO2-Konzentration unserer Luft konnte diese Kälte nicht verhindern. Das verdeutlichen die Tiefstwerte der nicht im Kälteloch stehenden DWD-Station Erfurt/Weimar:

Abbildung 1: Temperatur-Minima am Flughafen Erfurt/Weimar vom 15.März bis zum 12.April 2020. Nach mäßigen Nachtfrösten in der letzten Märzdekade und zum Monatswechsel blieben auch die Aprilnächte empfindlich kühl mit Bodenfrösten. Bildquelle wetteronline.de, ergänzt.


In der glasklaren, knochentrockenen Subpolar- und Arktikluft fehlten Wasserdampf und Wolken als „Kälteschutz“. Aber was hat diese Kälte nun mit der Frühjahresdürre zu tun? Die schon recht trockenen Böden begünstigten eine starke Tageserwärmung; trotz der Nachtkälte wurden nicht selten 15 bis 22°C erreicht, was die relative Luftfeuchte auf teilweise wüstenhafte Werte von unter 30% sinken ließ; aufgehängte Wäsche trocknete in kaum 3 Stunden, und es wurde sogar vor Stromschlägen durch elektrostatische Aufladung gewarnt, was extrem trockene, saubere Luft erfordert; Näheres hier. Kälte und Dürre verzögerten auch die Vegetationsentwicklung: Betrug der phänologische Vorsprung wegen des milden Winters um den 20. März noch gute drei Wochen, so waren es um den 10. April nur noch wenige Tage; Forsythien und Osterglocken blühten rekordverdächtige 4 bis 6 Wochen lang!
Die langfristige Entwicklung der Frühjahresniederschläge
Die Daten für das deutsche Flächenmittel liegen seit 1881 vor. Sie bieten eine Überraschung, denn bis in die 1980er Jahre, und da war die CO2-Konzentration schon seit etwa einhundert Jahren gestiegen, wurden die Frühjahre (hier immer die Summe der Monate März bis Mai) merklich feuchter; eine Abnahme zeigt sich erst seit etwa 1990 – sie konnte den Langfristtrend bisher aber nicht umkehren:

Abbildung 2: Deutliche Zunahme der Frühlingsniederschläge in Deutschland seit 1881.


Betrachtet man die Einzelmonate langfristig, so wurden März und Mai feuchter, der April aber geringfügig trockener:

Abbildung 3: Der April wird schon seit den späten 1930er Jahren trockener, wobei die beiden trockensten Monate mit je 4mm 1883 und 2007 beobachtet wurden; auch der April 2020 wird extrem dürr ausfallen. In Relation zur Sonnenaktivität (Anzahl der Sonnenflecken) fehlt ein statistischer Zusammenhang, doch könnte die seit den 2000er Jahren stark nachlassende Sonnenaktivität die Aprildürre verstärkt haben. Sonnenaktivität vom Februar, weil diese meist zeitverzögert wirkt.


Dass die Sonnenaktivität die Frühjahresniederschläge beeinflusst, ist zwar plausibel, aber schwierig zu beweisen. Nimmt man jedoch als „Startpunkt“ das jeweilige Maximum der Sonnenaktivität im etwa 11-jährigen SCHWABE-Zyklus und ordnet die darauf jeweils folgenden Frühjahre oder Monate von 1 bis 11 („1“ direkt nach dem Maximum, das immer vor der betrachteten Jahreszeit liegen muss!), so zeigt sich folgendes Bild:

Abbildungen 4a und 4b: Mittelwerte des Niederschlages (mm) der gleichrangigen Zyklus-Frühjahre (oben, 4a) und des Aprils (unten, 4b) nach dem Sonnenfleckenmaximum. Die Ergebnisse sind nicht signifikant und demzufolge auch für Vorhersagen unsicher; der sechste Frühling und besonders der sechste April, den wir mit dem Dürre-April 2007 hatten und auch 2020 wieder haben, fielen aber merklich zu trocken aus.


Weil Dürren auch durch zu hohe Temperaturen begünstigt werden, lohnt sich auch ein Blick auf die Frühlingstemperaturen:

Abbildung 5: Der sechste und der zehnte Frühling nach dem Sonnenflecken-Maximum fielen deutlich zu warm aus.


Es deuten sich also Einflüsse der Sonnenaktivität auf die Frühjahreswitterung an – weil schon in der Vergangenheit die sechsten Frühjahre nach dem Maximum des SCHWABE-Zyklus zu warm und zu trocken waren, wird nun auch die aktuelle Frühjahreswitterung 2020 erklärbar.
Verstärkt die menschliche Tätigkeit die Frühjahresdürre?
Seit dem späten 19. Jahrhundert veränderte sich die Landnutzung massiv, und dieser Prozess dauert bis heute an. Durch Meliorationen, Bebauung und Versiegelungen gingen einst intakte Feuchtgebiete, Böden und Vegetationsflächen als Feuchtespeicher verloren – Wasser, das einst verdunsten und damit zur Wolken- und Niederschlagsbildung beitragen konnte, wird heuer viel schneller über die Kanalisation abgeleitet; zudem heizen sich Beton und Asphalt stark auf. Dabei ist der „UHI-Effekt“ (vom englischen „Urban Heat Island Effect“) nur ein punktuelles Indiz in Ballungszentren für die menschengemachte Erwärmung:

Abb. 6: Vergleich der in einem Ballungsraum liegenden Station Frankfurt/Main Flughafen mit dem ländlichen Gießen. Die viel schnellere Erwärmung des Ballungsraumes wird deutlich.


Straßen, Bahnstrecken, Stromtrassen, Entwässerungsmaßnahmen und weitere Nutzungsänderungen „tragen“ die siedlungsbedingte Erwärmung aber auch in die freie Landschaft; und neuerdings rückt der massive Ausbau der Wind- und Solaranlagen in den Blickpunkt. Besonders Windenergieanlagen (im Folgenden WEA genannt) erlebten in den vergangenen Jahrzehnten einen regelrechten Ausbau-Boom. Standen 1988 kaum 150 Windräder in Deutschland, so waren es Ende 2019 fast 31.000 WEA! Mit Höhen zwischen 50 und 200 Metern und ihren enormen Flügelspannweiten wirkt dieser neu erwachsene künstliche Wald wie ein riesiges Hindernis für den aus Nordwesten wehenden, feuchten, Regen bringenden Wind mit Lee-Effekten; außerdem werden zusätzliche Turbulenzen erzeugt, was die Nebelbildung und die nächtliche Abkühlung vermindern und die Wolkenbildung beeinflussen kann. Hinzu kommt der massive Zubau von WEA in den Nachbarländern Holland und Dänemark. Die folgende Übersichtskarte zeigt die massive Häufung der WEA in Deutschland:

Abbildung 7: Standorte wichtiger Windenergieanlagen (WEA) 2019 On- und Offshore. Der Bau erster, noch gigantischerer Anlagen auf See („Off-Shore“) begann 2008/09. Man erkennt die enorme Häufung in NW-Deutschland; der Süden war weniger betroffen. Bildquelle


Ein erster Hinweis zu möglichen klimatischen Auswirkungen des Windkraftausbaus ergab sich aus Untersuchungen des Autors zur Entwicklung der Windgeschwindigkeiten in Norddeutschland. Sie zeigen tendenzielle Abnahmen; Näheres dazu, auch über die meteorologischen Hintergründe, hier. Für den April ergibt sich folgendes Bild:

Abbildung 8: Tendenziell sinkende Windgeschwindigkeiten im April seit 1992. Mittel aus 25 DWD-Stationen; ein DWD-Flächenmittel gibt es leider nicht, und statt konkreter Geschwindigkeitsangaben liegen diese Stationswerte nur in Beaufort vor.


Setzt man nun die Ausbau-Entwicklung der WEA (Beginn: 1988) in Relation zum Flächenmittel des Aprilniederschlages in Deutschland, so zeigt sich folgendes Bild:

Abbildung 9: Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Windenergie (hier in Tausend vorhandene Anlagen pro Jahr) sanken tendenziell die Aprilniederschläge in Deutschland. Weil die WEA-Anzahl statistisch meist viel später als im April des jeweiligen Jahres erfasst wird, wurde deren Vorjahresanzahl mit dem jeweils zugehörigen Aprilniederschlag des Folgejahres in Relation gesetzt; es ergab sich für die Wertepaare 1988/1989 bis 2018/2019 ein im Grenzbereich der Signifikanz liegender Korrelationskoeffizient von -0,368.


Noch deutlicher wird ein möglicher Zusammenhang bei dekadenweiser Betrachtung:

Abbildung 10: Mit dem dekadenweisen Ausbau der Windenergie sanken die Aprilniederschläge in Deutschland merklich.


Die Vorläufigkeit dieser Untersuchungsergebnisse muss betont werden, und Korrelationen beweisen noch keine kausalen Zusammenhänge. Auch zeigen sich nicht in allen Monaten derart deutliche Zusammenhänge – aus der Reihe tanzt der Mai mit positiver Korrelation, was aber möglicherweise mit der „Vorliebe“ dieses Monats für Ostwetterlagen erklärt werden kann. Diese neigten auch schon vor Einführung der Windenergie zu Trockenheit, und in unseren östlichen Nachbarländern wurden außerdem weitaus weniger Windräder aufgestellt. Allerdings korreliert der WEA-Ausbau auch mit den steigenden Lufttemperaturen in Deutschland, und zwar schwach negativ im Winter, deutlich positiv in den übrigen Jahreszeiten, besonders markant positiv im Juni, was ein ernster Hinweis ist, dass die angeblich so klimafreundliche Windenergie merklich zur Klimaerwärmung beiträgt.
WI-Effekte und Luftreinhaltemaßnahmen ließen die Sonnenscheindauer im Frühling stark ansteigen – das wirkte stark erwärmend und austrocknend
Weil heuer mehr verdunstungswirksames Wasser in der Kanalisation verschwindet, es weniger Vegetationsflächen gibt und die Luft Dank der peniblen EU-Luftreinhaltemaßnahmen viel klarer wurde (weniger Staub, Dunst, Nebel und tiefe Wolken), scheint die Frühlingssonne nun viel länger und kräftiger. Eine dritte wesentliche Ursache, geänderte Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen, soll ebenfalls erwähnt werden und Thema eines gesonderten Beitrages werden. Abschließend sei hier die Entwicklung der Sonnenscheindauer aller drei Frühlingsmonate im DWD- Flächenmittel für Deutschland gezeigt; diese liegen leider erst seit 1951 vor:


Abbildungen 11a bis 11c: Langfristige Zunahme der Sonnenscheindauer in allen drei Frühlingsmonaten über Deutschland, besonders im April. Aber erst ab April wirkt diese stark erwärmend. Auch der Frühling 2020 wird sehr sonnenscheinreich ausfallen, der März hat sein Soll schon übererfüllt, nun deutet sich ein sehr sonniger April an. Wegen der sehr unterschiedlichen Größen musste die Sonnenscheindauer in Indexwerte umgerechnet werden, um sie gemeinsam mit der Lufttemperatur darstellen zu können.


In einem späteren Beitrag werden die meteorologischen Ursachen der aktuellen Frühjahrstrockenheit erörtert.
Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Eine Waggonladung Untergang von Daten-Flutwelle hinweg gespült

Demetris Koutsoyiannis, ein Hydrologe an der National Technical University von Athen, wollte die wissenschaftlichen Daten hierzu einer General-Inspektion unterziehen, um zu sehen, ob sich in der Praxis irgendetwas den Behauptungen des IPCC Entsprechendes zeigt. Seine Ergebnisse, die er kürzlich bei dem Journal Hydrology and Earth System Sciences [i] zur Begutachtung eingereicht hatte, dürften für das IPCC und dessen Trittbrettfahrer der Untergangs-Prophezeiungen eine sehr unbequeme Lektüre sein.

So sieht es beispielsweise so aus, dass obwohl die Relative Feuchtigkeit bei globaler Erwärmung konstant sein soll [je wärmer die Luft, umso mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen, Anm. d. Übers.], sie in Wirklichkeit abnimmt. Taupunkte sollen vermeintlich steigen, meistens tun sie das aber nicht. Insbesondere in äquatorialen Regionen scheint es kaum oder gar keine Änderung zu geben, obwohl in dieser Region die höchsten Verdunstungsraten aus den Ozeanen auftreten. Sehen wir dort keine Änderung, dann sind zunehmende Überschwemmungen von der Agenda verschwunden.

Und Koutsoyiannis kommt zu dem Ergebnis, dass der Wasserdampfgehalt der Luft nur um etwa ein Drittel der vom IPCC prophezeiten Raten zunimmt. Falls diese Zunahme wirklich so gering sein sollte, dann werden wir zum Zeitpunkt der berüchtigten Zwei-Grad-Marke nur eine Zunahme um 4% verzeichnen, was laut Koutsoyiannis vernachlässigbar ist angesichts der normalen Variabilität hydrologischer Zyklen. Woher sollen die Fluten und Überschwemmungen also kommen?

Da hört es aber noch nicht auf. Es gibt viele andere Möglichkeiten, wie sich eine Intensivierung des hydrologischen Zyklus‘ manifestieren kann. Man kann den Gehalt an Wasserdampf in Säulen der Atmosphäre messen. Auch dieser sollte mit zunehmender Erwärmung zunehmen, oder? Koutsoyiannis findet aber keinen Trend. Die mittlere Regenmenge auf dem gesamten Planeten sollte ebenfalls zunehmen – und zwar dem IPCC zufolge um 1% bis 3% pro Grad globaler Erwärmung. Das Problem mit dieser Behauptung besteht darin, dass diese Zunahme innerhalb des „Rauschens“ der normalen Variabilität liegt – kein Wunder, dass Koutsoyiannis keinen Trend finden kann. Die begrenzten Daten hinsichtlich Verdunstung gehen in die gleiche Richtung.

Was ist mit Extrem-Regenereignissen? Koutsoyiannis betrachtet verschiedene Maßzahlen: Änderungen der täglichen Maxima, Tage mit Regen im Vergleich zu irgendwelchen Mittelwerten, und so weiter. Er untersucht dies auf dem Festland und über den Ozeanen. Und überall findet er nur die Leere Menge.

Koutosoyiannis ist nicht nur ein hervorragender Wissenschaftler, sondern hat auch ein tiefes Interesse an der wissenschaftlichen Erkenntnis und Praxis der Antike. Dies hat seinen Standpunkt bzgl. der Klima-Angsterzeugung geprägt. In seinen Schlussfolgerungen sagt er, dass über die kleinen Änderungen, welche Klimawissenschaftler heute so in Extase versetzen, historische Ingenieure gar nicht erst geredet hätten. Sie hätten derartig geringe Änderungen lediglich als Rauschen in den sich ständig ändernden hydrologischen Zyklen eingestuft. Außerdem weist er darauf hin, dass diese geringen Änderungen für Entscheidungsträger bzgl. Flutschutz und Wasserspeicherung völlig uninteressant sind. Und er fragt sich, ob es angesichts der die Prophezeiungen der Klimatologen so eindeutig widerlegenden Daten nicht endlich an der Zeit ist, dass sich die Hydrologen von ihren Untergangs-Phantastereien verabschieden und sich wieder realen Beiträgen zur Verbesserung des Lebens der Menschen zuwenden.

Man sieht, was er meint.

Link: https://www.thegwpf.com/bandwagon-of-doom-washed-away-by-tidal-wave-of-data/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




CO2-Messungen am Mauna Loa: Bisher keine signifi­kante Auswir­kung des globalen wirtschaft­lichen Abschwungs

Vorigen Monat habe ich ein einfaches Verfahren beschrieben, um den großen Jahreszeiten-Zyklus aus den CO2-Daten des Mauna Loa zu entfernen, ebenso wie diejenigen aus den durchschnittlichen Auswirkungen von El Nino und La Nina (die Entfernung ist mit viel Rauschen behaftet und nicht perfekt). Damit wollte ich versuchen, den diesen Zyklen überlagerten Trend des CO2 zu bestimmen und damit eine Grundlage, die Messungen mit denen von vor ein paar Monaten zu vergleichen.

Was wir suchen sind Hinweise auf einen Rückgang des atmosphärischen CO2-Gehaltes, der groß genug wäre, um dem wirtschaftlichen Abschwung zugeschrieben werden zu können. Wie man sieht, zeigen die jüngsten CO2-Daten zwar einen leichten Abwärtstrend, der aber im Vergleich zu den Änderungen von Monat zu Monat noch nicht aus dem Rahmen fällt:

Ich persönlich bezweifle, dass wir einen eindeutigen COVID-19-Effekt bzgl. CO2 während der kommenden Monate sehen werden, aber es wäre schön, wenn sich diese meine Ansicht als falsch herausstellt. Wie vor einem Monat schon erwähnt, werden all jene, welche den ökonomischen Abschwung als eine Gelegenheit sehen, den atmosphärischen CO2-Gehalt zu reduzieren, viele Jahre warten müssen – wenn nicht sogar Jahrzehnte – bevor man irgendwelche Auswirkungen eines großen wirtschaftlichen Abschwungs auf die globalen Temperaturen sehen würde – welcher die Menschheit sehr teuer zu stehen kommen dürfte, insbesondere den armen Menschen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/04/08/march-2020-co2-levels-at-mauna-loa-show-no-obvious-effect-from-global-economic-downturn/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Kurve abflachen

[Hinweis: Die folgende Übersetzung ist an einigen Stellen leicht gekürzt worden. Anm. d. Übers.]

Das IHME-Modell ist hier, und man kann ruhig mal einen Blick darauf werfen, obwohl es sehr viel Vertrauens nicht würdig ist – war es doch zu oft völlig falsch. Zu ihrer Ehrenrettung muss man aber sagen, dass sie ihre Ergebnisse hier online gestellt haben.

Ein weiteres Problem damit besteht darin, dass die Präsentation der Daten so gut ist. Sie ist so gut, dass man nur schwer daran vorbei kommt, sie als realistisch anzusehen.

Historisch hat das Modell jedenfalls Zahlen ausgegeben, die zu hoch waren.

Trotz der viel zu hohen Schätzungen der absoluten Zahlen kam ich bald zu der Überzeugung, dass die Gestalt der Ergebnisse wahrscheinlich weitgehend realistisch ist. Also nahm ich mir die projizierten Zahlen der täglichen Todesfälle vor. Ich wollte diesen Gedanken der „Abflachung der Kurve“ untersuchen.

Was heißt „Abflachung der Kurve“? Es basiert auf der Hoffnung, dass unsere Eingriffe in das allgemeine Leben das Voranschreiten der Krankheit verlangsamen. Damit würden wir an irgendeinem gegebenen Tag weniger Todesfälle bekommen als zuvor. Und dies bedeutet weniger Stress für das medizinische System.

Man sollte ich klar machen, dass es sich hier lediglich um eine Verzögerungstaktik handelt. Es wird lediglich die gleiche Anzahl über einen längeren Zeitraum verteilt. Diese Verzögerungen reduzieren aber nicht die Reichweite der Infektion. Solange das Gesundheitssystem nicht so überlastet ist, dass die Menschen nur deswegen zu Tode kommen, sind die schlussendlichen Zahlen die Gleichen.

Das Modell listet nun drei Arten von Eingriffen:

Die Anordnung, zu Hause zu bleiben

Schließung von Bildungseinrichtungen

Schließung nicht notwendiger Dienstleistungen

Würde die Umsetzung dieser Restriktionen einen Unterschied hinsichtlich des Verlaufs der Kurve machen? Um das zu tun, musste ich natürlich eine Variable finden, welche die „Flachheit“ der Kurve repräsentiert. Nach einigen Versuchen nahm ich die Anzahl der täglichen Todesfälle als Prozentsatz der Gesamtzahl von Todesfällen. Der Einfachheit halber habe ich diesen Faktor mal den „peak factor“ genannt, und je größer dieser ist, umso spitzer ist die Kurve.

Beginnen wir also hier mit ein paar [US-]Staaten mit sehr unterschiedlichen Peak Factors von zwei Enden der Skala. Die Graphik zeigt die Kurvenverläufe, aber nicht die tatsächlichen Größenordnungen der täglichen Todeszahlen in den beiden Staaten.

Abbildung 1: Kurvenverlauf der täglichen Todesfälle für West Virginia und Missouri. Beide sind auf das Mittel Null und eine Standardabweichung von 1 skaliert und dann an Null ausgerichtet. Beide Datensätze sind leicht geglättet (Gauss-Filter über 3 Tage). Um das Abflachen der Kurve besser illustrieren zu können, habe ich sie so adjustiert, dass die Anzahl der Todesfälle in beiden Staaten gleich ist.

Man beachte, dass die Fläche außerhalb der blauen, aber immer noch unter der gelben Linie (unten Mitte) gleich ist der Fläche des Höhepunktes über der gelben Linie. Es ist die gleiche Gesamtzahl, lediglich mit einer größeren zeitlichen Ausdehnung.

Nun, das sieht so aus, als würden die Eingriffe funktionieren … mit Ausnahme eines Details. In West Virginia wurden alle drei Restriktionen eingeführt, in Missouri nur zwei davon. Und auch diese beiden wurden in Missouri später eingeführt als in West Virginia.

Diese Paarung sagt nicht viel aus hinsichtlich der Effektivität der Beschränkungen. Warum sind sie so unterschiedlich? Das weiß man nicht, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass Dinge wie Dichte und Verteilung der Bevölkerung mit eingehen.

So also sollten die Auswirkungen der Eingriffe aussehen. Damit sollte eine Kurve mit einer scharfen Spitze transformiert und über einen längeren Zeitraum ausgedehnt werden mit einer geringeren Spitze. Weitere Restriktionen sollten die Kurve noch weiter abflachen.

Fasziniert von all dem wandte ich mich jetzt wieder dem IHME-Modell zu. Eine interessante Entdeckung war der Umstand, dass die Anzahl der Todesfälle vor der Spitze in allen Staaten sehr nahe der Anzahl der Todesfälle nach der Spitze liegt. Das gilt allgemein für Staaten mit einem hohen Spitzenwert ebenso wie für die Staaten mit geringerem Spitzenwert. Dies sollte es gestatten, die Anzahl der Gesamt-Todesfälle über den Daumen zu peilen, wenn der Spitzenwert erst einmal durchlaufen worden ist.

Man beachte, dass diese Daumenregel stimmt, egal wann die Lockdowns zurück genommen werden – alles, was passiert ist, dass sich das Datum der Todesfälle ändert, nicht aber die Gesamtzahl ermittelt nach der Daumenregel.

Nehmen wir das Beispiel Italien und einen Blick auf das Worldometer … nun ja, der Spitzenwert war am 28. März aufgetreten mit etwa 10.000 Todesfällen. Das führt mich zu der Annahme einer insgesamten Anzahl von Todesfällen in Italien in der Größenordnung von 20.000.

Um diese Prognose zu überprüfen, betrachtete ich jetzt zum ersten Mal die IHME-Modellseite für Italien. Bis zu dieser jüngsten Aktualisierung haben sie keine anderen Länder abgedeckt, nur die USA. Nun ja, das IHME-Modell ergibt für Italien 20.300 Todesfälle. Meine Daumenregel scheint also ganz gut zu sein. Das möchte ich jetzt am Beispiel Spanien testen. Zunächst zum Worldometer. Ihm zufolge gab es 9400 Todesfälle pro Tag bis zum Zeitpunkt der Spitze der Gesamtzahl aller Todesfälle. Der Daumenregel zufolge sollte sich die Gesamtzahl schließlich um 18.800 einpendeln. Die IHME-Modell-Site für Spanien gibt 19.200 Todesfälle an. Zumindest dem Modell zufolge scheint also die Daumenregel ganz gut zu sein. Ob das auch in der realen Welt so ist, bleibt abzuwarten.

Als Nächstes betrachtete ich den Spitzen-Faktor aller Staaten im Vergleich zur Anzahl der verordneten Restriktionen, um herauszufinden, ob die Eingriffe dazu neigten, die Spitzen niedriger und die Kurve flacher zu machen. Abbildung 2 zeigt das Ergebnis:

Abbildung 2: Scatterplot, „Peak Factor“, der zeigt, wie groß die Spitze der Kurve ist im Vergleich zu den verordneten Eingriffen für die Bevölkerung. Die roten Striche zeigen die 1-Sigma-Unsicherheit des Medians. Da in nur zwei Staaten Null Eingriffe verordnet worden sind, konnte keine Berechnung der Unsicherheit durchgeführt werden.

Wie man sieht, ergibt sich aus der Gesamtzahl der Eingriffe kein statistisch signifikanter Unterschied hinsichtlich des Abflachens der Kurve.

Also interessierten mich jetzt die Zeitpunkte der drei Arten von Eingriffen – bleibt zu Hause, schließt Schulen und Geschäftszweige. Vielleicht gibt es da eine Relation. Zunächst folgen hier die Peak Factors der verschiedenen Staaten im Vergleich zum Timing ihrer Verordnung „bleibt zu Hause“. Mit der Zeit sollte diese Intervention zu niedrigeren Peak Factors führen, wobei der Vorteil sich umso eher ergibt, je früher die Verordnung erlassen worden ist. Das Ergebnis sieht so aus:

Abbildung 3: Scatterplot, Peak Factors der Staaten im Vergleich zum Zeitpunkt der Verordnung „bleibt zu Hause!“ Die gelbe Linie markiert einen „robusten“ Trend, welcher jedwede Ausreißer marginalisiert. Der Trend ist nicht statistisch signifikant.

Das Ergebnis ist das genaue Gegenteil dessen, was wir erwartet hatten – in diesem Falle ist es so, dass je später die Verordnung erlassen worden ist, umso flacher der Kurvenverlauf. Das sollte eigentlich umgekehrt sein.

Als Nächstes betrachtete ich Gleiches hinsichtlich der Schließung nicht notwendiger Dienstleistungen. Hier das Ergebnis:

Abbildung 4: Scatterplot, Peak Factors im Vergleich zum Zeitpunkt der Schließung aller unwichtigen Dienstleistungen. Wieder repräsentiert die gelbe Linie einen „robusten“ Trend. In diesem Falle ist der Trend statistisch signifikant (p-Wert = 0,028).

Trotz der statistischen Signifikanz der Trendlinie jedoch läuft sie in die falsche Richtung. Je früher die Einführung, umso weniger ausgeprägt sollte die Spitze sein, nicht umgekehrt. Und hier noch die gleichen Erkenntnisse bzgl. der Schließung von Schulen:

Abbildung 5: Scatterplot, Peak Factors im Vergleich zum Zeitpunkt der Schließung aller Schulen. Der Trend ist statistisch nicht signifikant.

Und wieder geht die Neigung in die falsche Richtung, aber als ich die Graphik sah, dachte ich ,Moment … dieser eine Datenpunkt beeinflusst den gesamten Rest‘. Also entfernte ich jenen Punkt, der zufällig der US-Staat Iowa war, und sah erneut hin:

Abbildung 6: Scatterplot, Peak Factor im Vergleich zum Zeitpunkt der Schließung aller Schulen. Der Trend ist statistisch nicht signifikant.

Wenigstens verläuft diese Kurve in die richtige Richtung, obwohl der Trend immer noch nicht statistisch signifikant ist. Dieses Fahlen eines eindeutigen Ergebnisses könnte die Folge der Stumpfheit des Instrumentes sein sowie der geringen Größe der Daten-Stichprobe.

Trotz der fehlenden Signifikanz vermute ich, dass alle in der westlichen Welt ergriffenen Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Krankheit die Schließung der Schulen die einzige Maßnahme ist, die einen messbaren Effekt zeitigt.

Ich glaube, dass die Schließung von Schulen diesen Effekt zeitigt, weil Schulen und hier besonders Grundschulen im Sinne der Ausbreitung einer Infektion ideal konzipiert sind. Man hat die Kinder nicht nur fünf Tage pro Woche in Räumen eng beieinander sitzend eingepfercht. Schlimmer noch ist, dass es jeden Tag die gleichen Kinder sind, so dass die Chancen, sich gegenseitig anzustecken vielfältig sind. Noch schlimmer, diese gleichen Kinder kommen nach Hause und können dann ihre Familie infizieren. Und schließlich toben, spielen und raufen sie zusammen, sie husten und niesen … es ist die perfekte Petrischale.

Falls man also eine Infektion verlangsamen will, ist die Schließung von Schulen zumindest logisch.

Andererseits, Verordnungen, zu Hause zu bleiben, wobei die Menschen aber immer noch einkaufen gehen oder „wichtigen“ Arbeiten nachgehen, kommen mir wie ein Witz vor. Das Virus ist hinterhältig. Der Paketbote hat soeben ein paar Pakete geliefert … es sind immer noch viele Menschen unterwegs. Ja doch, wenn man sich der vollen Überwachung hingibt, wie Südkorea es vorgemacht hat, das wird funktionieren. Aber zu diesem Zweck muss man der Regierung seine GPS-Daten zur Verfügung stellen. Keine Chance, dass Amerikaner oder die meisten Bewohner westlicher Länder allgemein das tun würden.

Die westliche Art der Quarantäne wie eine Anhörung im Senat hinter verschlossenen Türen lässt das Virus durchsickern wie geheime Informationen, danach wird es überall hin transportiert. Es gab nicht wirklich Versuche, die Spur zurück zu verfolgen. Ich denke auch, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt vergeblich wäre.

Alles in allem? Ich sehe kaum Belege dafür, dass die umfangreichen Maßnahmen der westlichen Nationen wesentliche Auswirkungen gehabt hätten. Und mit Ausnahme der Schließung von Schulen sehe ich das auch weiterhin nicht angesichts dessen, wie lax der Lockdown gehandhabt wird, sowie die vage Natur der „wesentlichen Geschäfte“.

Und schließlich möchte ich noch über das Banalste überhaupt sprechen, nämlich die bescheidene Kosten/Nutzen-Analyse. Man ziehe eine senkrechte Linie auf einem Blatt Papier und trage auf der einen Seite „Kosten“, auf der anderen Seite „Nutzen“ ein. Dann schreibe man alles auf die jeweilige Seite und addiere. In variierter Form haben wir das alle schon gemacht, wenngleich erst einmal auch nur mental.

Unglücklicherweise scheint es so, als ob Dr. Fauci derartige Analysen nicht durchführt. Es sieht so aus, als betrachte er ausschließlich den Nutzen. Er nannte es „unglücklich“, dass viele Menschen ihre Arbeit verloren haben … unglücklich? Das sind gewaltige Kosten, an die er gar nicht denken will. Er wird seinen Job nicht verlieren, seine Freunde auch nicht. Zur gleichen Zeit, zu der er „unglücklich“ sagt, klingeln die Hotlines für psychische Gesundheit und bzgl. Selbstmorde um die Wette. Menschen fallen durch das Netz. Notrufe wegen häuslicher Gewalt sprengen jedes Maß, und das ist verständlich, bringen doch Hausarrest und fehlendes Einkommen viel Stress.

Das bringt mich nach Kalifornien, wo ich lebe. Wäre Kalifornien ein eigener Staat, wäre es die fünftgrößte Ökonomie der Welt. Das jährliche BIP beträgt gerundet drei Billionen pro Jahr. Es gibt keine harten Zahlen, aber ich wäre nicht überrascht, wenn das Jahr 2020 nur etwa 70% davon erreichen würde – nicht wegen des Virus‘, sondern weil die Regierung die Wirtschaft zum Entgleisen bringt. Das macht einen Verlust von 900 Milliarden Dollar. Das ist mehr als das BIP der meisten anderen Länder – einfach verbrannt.

Und es sind ja nicht nur diese Kosten. Zuerst bringt die Regierung die Wirtschaft zum Entgleisen. Und jetzt pumpen sie die Dollars der Steuerzahler wie Wasser in ebendiese Ökonomie, um den Schaden zu mindern, den sie selbst eben angerichtet haben. Es wird aus unseren Taschen gesogen. Und es gibt noch zahlreiche andere, damit verbundene Kostenfaktoren, Einkommensverluste und so weiter auf einer langen Liste.

Unter dem Strich gab es hier in Kalifornien Werteverluste in Höhe von Billionen Dollar. Millionen verloren ihre Arbeit, zehntausende Gewerbebetriebe wurden für immer geschlossen, Zwietracht und Entsetzen im Überfluss … und für was das alles? Für was?

Nun, für Folgendes. Hier folgt die Projektion des IHME-Modells bzgl. Todesfälle durch das Coronavirus in der fünftgrößten Ökonomie der Welt:

Abbildung 7: Projizierte Todesfälle durch das Coronavirus in Kalifornien.


Das ist alles? 1800 Todesfälle? Das sind weniger Menschen als in Kalifornien ermordet werden. Es ist etwa ein Drittel unserer Drogentoten.

Wie verhält sich das zu den Billionen Dollar Verlusten infolge der von der Regierung erzwungenen Schließung von Gewerbebetrieben?

Es würde keinen einzigen jener 1783 Menschen retten. Keinen einzigen.

Es wird deren Ableben höchstens um ein oder zwei Wochen verschieben.

Verluste von Billionen stehen auf der Kosten-Seite einer Kosten/Nutzen-Analyse. Und alles,was wir auf der Nutzen-Seite haben, ist eine Verzögerung von 1800 unvermeidbaren Todesfällen um zwei Wochen. Und all das bekommt man heutzutage für eine Billion Dollar?

Aber, so könnte man fragen, mehr Menschen könnten sterben, falls das medizinische System überstrapaziert wird. Gibt es genug Betten und Ventilatoren?

Gute Frage. Hier sind die Zahlen, erneut dem IHME-Modell zufolge. Leider haben, wie bei der Zahl der Todesfälle, alle früheren Versionen des Modells den Bedarf an Krankenhausressourcen überschätzt … aber mit dieser Schwäche sind hier die Zahlen für Kalifornien:


Keine Verknappung von Betten. Und einige Ventilatoren haben wir jüngst nach New York geliefert. In etwa einer Woche sollte der Höhepunkt erreicht werden.

Und während wir auf den Höhepunkt warten, haben wir einfach mal so eine Billion Dollar ausgegeben, um 1783 Todesfälle um ein paar Wochen zu verzögern. Nicht um jemandes‘ Leben zu retten – ich sage es immer wieder. Sondern um ein paar tausend unvermeidbare Todesfälle um ein paar Wochen zu verzögern. Falls es dem Gewissen hilft, könnte man der Familie einer jeden Person, die hätte gerettet werden können, eine Million Dollar übergeben, das wären lediglich 0,2% unserer Billion Dollar, und die Ökonomie könnte wieder brummen.

Aber die Rettung von 1800 Leben ist es einfach nicht wert, das Leben von 30 Millionen Kaliforniern zu zerstören. Das ist verrückt und ein schrecklicher Deal.

Ich war von Anfang an dagegen. Ich mache keine einseitige „Nutzen“-Analyse wie Dr. Fauci. Ich führe eine KOSTEN/Nutzen-Analyse durch, und die habe ich gerade vorgestellt. Die Schlussfolgerung jener Analyse ist eindeutig:

Selbst wenn das Gesundheitssystem überstrapaziert wird, selbst wenn noch mehr Menschen sterben werden – investiert die Billionen Dollar, um das medizinische System zum stärksten und widerstandsfähigsten zu machen, das man sich vorstellen kann. Investiert das Geld in Feldlazarette und in Vorräte von Einwegartikeln, kauft Ventilatoren, baut Krankenhäuser und fördert die medizinische Bildung, kauft Betten und Kittel, das wird Leben retten. Was immer ihr tut …

SCHLIESST NICHT DIE ÖKONOMIE, IHR DUMMKÖPFE! Die Kosten sind viel, viel zu hoch!

Schon allein die menschlichen Kosten sprengen jeden Rahmen. Leben werden zerstört, Selbstmorde steigen, endlose Sorgen und Bedenken machen sich breit, das Geld, um die Kinder zu ernähren, wird knapp, es gibt kein Ende. Man liegt nachts im Bett und fragt sich unablässig, wann man aus dem Gefängnis entlassen wird.

Und das alles steht sogar noch vor den ökonomischen Kosten, den Verlusten der produktiven Kapazität, den gekündigten Verträgen, den Kosten für Rechtsanwälte und schließlich dem erforderlichen Anfangskapital. Die Betriebe werden anderswohin gegangen sein, und es steht vor der Notwendigkeit, die Menschen neu einzustellen oder zu ersetzen sowie abgeschaltete Maschinen wieder hochzufahren usw. usf. wenn diese Dummheit einmal vorüber ist.

Dies ist also ein dringender Appell an euch Frauen und Männer da oben, an euch, die entscheiden, wann die Verrücktheit ein Ende hat. Ich flehe euch an – erhebt euch aus euren Bürosesseln, schaut euch um, geht in eine kleine Stadt und unterhaltet euch mit irgendeiner arbeitslosen Geschäftsfrau, deren lokales Unternehmen jetzt am Boden liegt, versteht, was der Verlust dieses kleinen Unternehmens für die kleine Stadt bedeutet, und BRINGT AMERIKA WIEDER AN DIE ARBEIT! Nicht morgen. Heute! Jeder Tag mehr bedeutet endlose Pein und Sorgen für viel zu viele.

Hier noch einmal deutlicher, wie idiotisch dieser Lockdown ist. Hallo, ihr Entscheidungsträger für Kalifornien! Ihr kostet uns Billionen Dollar, und ihr tötet buchstäblich Menschen via Selbstmorde und Depressionen und häuslicher Gewalt – und das alles im Namen der Verzögerung von ein paar tausend Todesfällen. Nicht zur Verhinderung dieser Todesfälle. Zu deren Verzögerung.

Menschen töten, um Todesfälle zu verzögern, das klingt wie ein bestechender Plan der Azteken – er kommt vollständig mit realen Menschenopfern …
Das ist doch keine Müll-Wissenschaft! Weitere Verzögerungen zu diesem Zeitpunkt werden nicht helfen. Beendet den amerikanischen Lockdown heute. Lasst die Schulen geschlossen, ansonsten aber zurück in die Wirtschaft.

Und natürlich möchte ich alle üblichen Maßnahmen und Empfehlungen aussprechen – die Risikogruppen, vor allem die Älteren, sollten Menschenansammlungen vermeiden. Und natürlich sollte man weiterhin den üblichen Vorsichtsmaßnahmen folgen – Hände waschen, eine Gesichtsmaske nicht nur bei Banküberfällen, sondern allgemein tragen usw. usf. Die Wirklichkeit ist, dass wir alle früher oder später mit dem Coronavirus in Kontakt kommen. Und genau wie bei der Spanischen Grippe und anderen Krankheiten davor und danach wird das Coronavirus nach ein paar Jahren kein neues Virus mehr sein. Es wird einfach mit den anderen, schon immer im Hintergrund lauernden Krankheiten verschmelzen.

Meine Grüße und vor allem mein tief empfundener Dank gehen an all die medizinischen Einheiten, welche an vorderster Front dieses Krieges stehen. Die Welle ist in den USA dabei zu brechen, die Aufhellung zeichnet sich ab, in einem Monat wird es vorbei sein. Und hoffentlich lange davor werden diese geisteskranken Vorschriften in die Tonne getreten werden und Amerika den Weg zurück in die Normalität finden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/04/08/flattening-the-curve/
Übersetzt von Chris Frey EIKE